Brand, Zutritt, Einbruch, Video und Co.

Sicherheitslösungen für Rechenzentren

Gefahren gehen in Rechenzentren nicht nur von Hackern aus. Vielmehr muss auch die physische Sicherheit organisiert sein. Dabei gilt es, Datenverlust oder Missbrauch zu verhindern. Neben Bedrohungen wie Feuer oder Wasser sind auch Gefahren durch unberechtigten Zutritt ernst zu nehmen.

Perspektive einer Überwachsungskamera auf einen Serverraum

Videosicherheitssysteme ermöglichen eine automatisierte Alarmierung bei Gefahrenerkennung mittels intelligenter Videobildanalyse sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.

Zutritte sicher zu regeln bedeutet, dass nur berechtigte Personen Zugang erhalten. Durch das Einrichten von Drehsperren in Eingangsbereichen erfolgt über Zutrittskartenleser eine erste Sicherheitskontrolle. Vereinzelungsanlagen überprüfen danach, ob berechtigte Personen nicht durch Unberechtigte bedroht werden und diese sich so den Zugang erzwingen möchten. Befindet sich nach dem Passieren der ersten Tür mehr als eine Person in der Schleuse, dann wird die zweite Tür systemseitig nicht freigegeben. Im weiteren Zugangsszenario gilt es, sich an Zutrittslesern an den Eingängen der einzelnen Server-Räume zu identifizieren, gefolgt von den Zugangsregelungen auch für Bereiche oder einzelne Racks. Hier können moderne Systeme umfassende organisatorische Möglichkeiten bieten, betonen die Spezialisten von Securiton, einem Systemhaus und Anwendungsexperten für Sicherheit.

Gefahren sicher melden

Wichtig ist darüber hinaus, dass sich Personen beim Verlassen der Räume und Bereiche über Ausgangsleser identifizieren. Diese Protokollierung der Bewegungen gewährleistet neben der Nachvollziehbarkeit des Personenflusses auch den Aspekt des Personenschutzes, um in Gefahrensituationen den Überblick über die im Rechenzentrum befindlichen Personen zu haben. Für die Notfallregelung stehen auch Fluchttürsteuerungs-Terminals zur Verfügung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 6/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Zur Sicherung der Gebäudeaußenhaut kommen Einbruchmeldesysteme zum Einsatz. Die sogenannte Öffnungs- und Verschlussüberwachung aller Türen und Fenster zum Außenbereich erfolgt mittels Kontakten, die durch Einbruchmeldezentralen verwaltet werden. Moderne Systemlösungen bilden individuell erforderliche Sicherungsbereiche ab. Scharfschalteinrichtungen sorgen für die Scharf- und Unscharfschaltung durch Karten (materielles Medium) und Code (geistiges Medium) an entsprechenden Positionen im Gebäude. Glasbruchsensoren überwachen die Glasflächen an Fenstern oder Türen, Wassermelder informieren bei eindringendem Wasser und mit Bewegungsmeldern werden die Innenbereiche überwacht.

Hochverfügbarer Brandschutz

Zur Brandfrühesterkennung im Rechenzentrum sind Ansaug-rauchmelder die erste Wahl für die Einrichtungsüberwachung von Racks, Schalt- bzw. Steuerschrankanlagen. Ebenso eignen sie sich zur Überwachung von USV-Bereichen zur Notstromversorgung und auch für die gesamte Großraumüberwachung. Bereits kleinste Mengen an Rauchpartikeln werden zuverlässig über sogenannte Ansaugleitungen und die empfindliche Rauchsensorik detektiert.

Ansaugrauchmelder überzeugen in der Einrichtungsüberwachung durch den beherrschenden Umgang mit verschiedenen Faktoren, beispielsweise Lage des Luftauslasses (seitlich oder oben), Luftaustrittsgeschwindigkeit, Häufigkeit von Umplatzierungen bzw. Neubestückungen, Ansteuerung Gaslöschanlagen, Alarmierungskonzepte, Einzelidentifikation von Racks etc. Die Brandfrühwarnsysteme werden über die Brandmeldezentralen verwaltet, von wo aus direkt auf jeden Ansaug-rauchmelder zugegriffen werden kann.

Vernetzung aller Sicherheitseinrichtungen

Sicherheitsmanagementsysteme können die Gewerke umfassend steuern und verwalten. Alle Alarm- und Systemmeldungen werden zentral visualisiert und organisiert. Definierte Maßnahmen werden dem Sicherheitspersonal signalisiert. Neben Brand-, Gefahren- und Einbruchmeldung, Zutrittskontrolle und Fluchttürsteuerung werden auch Meldungen von Rack-Verriegelungen, Gegensprechanlagen, Gebäudetechnik (Lüftung, Klima) oder selbst die Personenverwaltung integriert.

Auch Videosicherheitssysteme können eingebunden werden. Mithilfe intelligenter Videobildanalyse werden einerseits Innenbereiche überwacht, selbst ausspähende oder herumlungernde Personen werden erkannt. Andererseits gilt es, Außenbereiche zu überwachen, sowohl das Areal als auch die Gebäudeaußenhaut, etwa an Ein-/Ausfahrten (auch: Kennzeichenüberwachung). Durch Bildverschleierung werden öffentliche Bereiche unkenntlich gemacht. Zur Grundstückssicherung können ergänzend auch Zaundetektionssysteme zum Einsatz kommen. Wirksame Sensoriken gibt es selbst für Bestandszäune.

Bildquelle: Securiton

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