Mehr Sicherheit für Patientendaten

Single-Sign-on (SSO) sorgt für Datenschutz

In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Standort Balingen nutzt das Zollernalb Klinikum die Lösung „Caradigm Single-Sign-on (SSO)“, um eine schnelle und einfache Bereitstellung von Patienteninformationen für Ärzte und Pflegekräfte zu ermöglichen – unter Wahrung der Datenschutzanforderungen.

Sichere Patientendaten

Single-Sign-on-Lösungen (SSO) sorgen für eine schnelle und sichere Bereitstellung von Patientendaten.

„In der ZNA sind die Ärzte und Pflegekräfte größten Belastungen ausgesetzt“, begründet Waldemar Potratz, Leiter SAP- und IT-Basis beim Klinikum, die Entscheidung. „Sie müssen sich besonders häufig an- und abmelden, und das in teils schneller Folge.“ Hinzu kommt, dass in der ZNA bei jeder Behandlung fünf Informationssysteme geöffnet werden – neben dem Krankenhausinformationssystem (KIS) das Spezialsystem für die Notaufnahme, das Laborinformationssystem, das Bilddatenmanagementsystem sowie das digitale Diktat.

Als Teil der Neuausschreibung des Krankenhausinformationssystems 2013 hat der Datenschutzbeauftragte anwenderbezogene Anmeldungen zu den IT-Systemen gefordert – Ärzte und Pflegekräfte sollten einen einfachen Zugang zu den Patientendaten erhalten, ohne dass es viel Zeit kosten durfte. Deshalb sollte die Lösung einen schnellen Benutzerwechsel ermöglichen. „Mit Single-Sign-on (SSO) ist das An-, Um- und Abmelden schnell und sicher möglich. So können wir reibungslose Arbeitsabläufe im Stationsalltag gewährleisten“, erklärt Potratz.

Anfang November 2014 hat die Zentrale Notaufnahme (ZNA) in Balingen die neue Single-Sign-on-Lösung als erste Abteilung eingeführt. Wie sie sich auf die Abläufe auswirkt, haben Potratz und seine Kollegen wie folgt festgehalten: In der ZNA arbeiten immer zwölf Pflegekräfte und fünf Ärzte. Für eine saubere Windows-Anmeldung benötigen die Mitarbeiter zehn Sekunden, für das Einloggen in jedes weitere Informationssystem – das KIS, das Labor- und das Notaufnahmeinformationssystem – fünf Sekunden weniger dank SSO. Pro Anmeldevorgang kommen so 25 Sekunden zusammen. Bei 17 Mitarbeitern und durchschnittlich 35 An- und Abmeldungen erspart die Single-Sign-on-Nutzung den Beschäftigen also etwa vier Stunden pro Schicht. „Die gewonnene Zeit durch die SSO-Lösung investieren wir in die Entlastung der Mitarbeiter und die Behandlung unserer Patienten“, sagt Dr. Katharina Schmid, Leitende Ärztin Zentrale Notaufnahme.

„Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Sicherheitskonzept eine Zwei-Faktor-Authentifizierung vorsieht. Unsere Anwender müssen sich also nur noch ein Passwort merken, alles andere übernimmt die SSO-Lösung. Das beschleunigt den Benutzerwechsel speziell im klinischen Alltag mit einem hohen Patientendurchsatz“, so Potratz. Sowohl der IT-Leiter als auch Dr. Schmid erklären, dass Single-Sign-on klinikweit eine hohe Akzeptanz genießt. Ob des erhöhten Zeitaufwands für die datenschutzkonformen An- und Abmeldungen hatte man mit einer gewissen Ablehnung des Verfahrens gerechnet. Dank SSO ist dies jedoch heute kein Thema, eher ist das Gegenteil der Fall: „Die Mitarbeiter schätzen den Komfort der einfachen chipbasierten Anmeldung“, so Potratz. Gegenwärtig befindet sich die Lösung im klinikweiten Rollout.

Bildquelle: Thinkstock/Design Pics

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