SaaS-Kundenmanagement

Smartes CRM für Mittelstand, Handwerk und Selbständige

Anwendungen in der Cloud bieten eine Vielzahl an interessanten Ansätzen für modernes Kundenmanagement.

Mitarbeiterin am Computer telefoniert mit Kunden

CRM kommt auch für kleine Unternehmen aus der Cloud

Anwendungen für Customer Relationship Management (CRM) gehören inzwischen in den meisten Unternehmen zur Standardsoftware. Laut dem Statistik-Portal Statista nutzen mehr als zwei Drittel aller Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern eine entsprechende Software. Lediglich die kleineren Unternehmen hinken hinterher: Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern nutzen nur zu einem Drittel spezielle Anwendungen für das Kundenmanagement.

Diese Verteilung zeigt, dass kleine und mittelgroße Unternehmen die für sie passenden Angebote noch nicht gut genug kennen. Denn sie sind bei weitem nicht festgelegt auf die bekannten Server-basierten Anwendungen oder die eher auf Großunternehmen ausgerichteten Cloud-Apps. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an SaaS-Anwendungen (Software as a Service), die sich den Bedürfnissen von kleineren Unternehmen widmen. Die hier vorgestellten fünf Anbieter verwirklichen jeweils sehr unterschiedliche Konzepte, mit denen sie sich von den Großen der Branche abheben.

Base

https://getbase.com/

Base ist ein CRM-System, das sich in erster Linie an Vertriebler richtet. Es bietet ein modernes Kunden-und Verkaufsmanagement mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche. Zusätzlich gibt es hochwertige Mobilapps für iOS und Android. Die Software besteht aus unterschiedlichen Modulen, die wichtige Prozesse bei der Kundenverwaltung und dem Vertrieb abbilden. Zudem gibt es neben der Integration von bekannten Tools wie Dropbox, Slack, Trello und Zendesk auch Verknüpfungen zu E-Mail-Diensten wie Gmail und Outlook. Darüber hinaus lässt sich das System auch mit dem Automatisierung-Tool Zapier fernsteuern.

Besonders praktisch ist das Konzept der „Deals“, die unterschiedlichen Unternehmen und Kontakten zugeordnet werden können. Dadurch ist es beispielsweise möglich, einen Verkaufsauftrag verschiedenen Kollegen und Vertriebspartnern zuzuordnen, wenn sie beim Verkauf beteiligt war.

Die Anwendung kommt in drei unterschiedlich teuren Varianten: Für 45 Dollar pro Monat und Nutzer gibt es alle wichtigen Basisfunktionen sowie die mobilen Apps. 95 Dollar kostet die Erweiterung durch unterschiedliche Funktionen zur Datenanalyse und Automatisierung der Aufgaben. Die umfangreiche Enterprise-Version kostet 145 Dollar im Monat und bietet darüber hinaus noch Vorhersage- und Scoring-Funktionen für Vertriebsteams.

CAS PIA

http://www.cas-pia.de/

CAS Software aus Karlsruhe ist in Deutschland der Spezialist für CRM-Anwendungen und einer der wichtigsten Anbieter hierzulande. CAS PIA richtet sich an Selbständige und kleinere Unternehmen bis 20 Arbeitsplätze, denen es eine cloud-basierte Anwendung mit allen bekannten CRM-Funktionen bietet. Dazu gehört die professionelle Verwaltung von Adressen, Kundeninformationen, Dokumenten sowie Terminen und Aufgaben rund um Kundenprozesse. Erweitert wird dies durch eine Vielzahl an Funktionen für Projektverwaltung, Marketing und Vertrieb.

Sehr praktisch sind die Groupware-Funktionen, die den Einsatz eines speziellen Tools dafür häufig überflüssig machen. Sämtliche Informationen, Termine und Kundenkontakte werden in einer eigenen Projektakte zusammengefasst, auf die schnell und unkompliziert zugegriffen werden kann. Mobile Apps gibt es für Android und iOS. Sie bieten zwar nicht alle Funktionen der Webapp, reichen aber vollkommen für die häufigsten Aufgaben aus.

CAS Software bietet für die beiden PIA-Varianten jeweils einen kostenlosen Testmonat an, an dessen Ende man zum Bezahlen aufgefordert wird. Die Starter-Variante kostet in den ersten drei Monaten nur 4,90 Euro pro Monat und Benutzer, anschließend dann 7,90 Euro.  Sie verwirklicht einen eingeschränkten Nutzungsumfang, der im Wesentlichen nur die eigentliche Kontaktverwaltung bietet. Die Vollversion mit dem gesamten Funktionsumfang kostet 19,90 Euro pro Monat Benutzer.

Nimble

https://www.nimble.com/

Nimble ist eine Spezialanwendung für Social CRM, die sich vor allem an kleinere Unternehmen mit Kontakten in sozialen Netzwerken richtet. Die App integriert dabei alle Kontakte aus Facebook, LinkedIn und Twitter sowie aus Skype, E-Mail und Telefon. Der Datenimport erfolgt dabei automatisch aus den entsprechenden Kontakt-Anwendungen von Office 365 oder der G Suite von Google.

Mit einem übersichtlichen Online-Dashboard wird die gesamte Kommunikation mit einem Kunden unabhängig vom Kanal übersichtlich zusammengefasst. Über Suchmuster identifiziert Nimble auch wichtige Schlüsselpersonen in den sozialen Netzwerken. Neben mobilen Apps für iOS und Android gibt es auch eine Vielzahl an Integrationen zu anderen Anwendungen wie Mailchimp, Zendesk oder Hootsuite.

Die Basisversion Nimble Contact bietet ausschließlich eine Kontaktverwaltung für Teams und kostet lediglich 9 Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung. Sämtliche Funktionen für Vertrieb und Marketing kostet 19 Dollar. Zusätzliche Kosten entstehen, wenn das KI-Tool Nimble Prospector eingesetzt werden soll. Es hilft bei der Identifikation von potentiellen Neukunden in sozialen Netzwerken. Diese Zusatz-App wird nach Aufwand in Credits abgerechnet, von denen mit jeder Monatszahlung nur ein Basiskontingent auf das Nimble-Konto gutgeschrieben wird. Weitere Credits müssen zusätzlich gekauft werden.

Pipedrive

https://www.pipedrive.com/de

Die Cloud-Anwendung kommt zwar aus den USA, hat aber kürzlich in Frankfurt ein deutsches Rechenzentrum öffnet, über das die hiesigen Kunden bedient werden. Sie richtet sich in erster Linie an kleinere Unternehmen und bietet ihnen einen aktivitätsbasierten Ansatz zur Verwaltung von Verkäufen. Basis des Ganzen ist die sogenannte Vertriebspipeline, die in verschiedenen Zwischenschritte wie Idee, Verhandlung, Vorführung, Angebot oder Vertragsabschluss. Die in einem Unternehmen vorhandenen Vertriebsprojekte können nun entlang dieser Pipeline angeordnet werden und wandern (ähnlich wie bei Kanban) von links nach rechts, um den Projektfortschritt zu zeigen.

Fokus der App ist eindeutig das Management von einzelnen Angeboten bis hin zum Verkauf. Die Funktionen zur Kontaktverwaltung ordnen sich dem unter. Dadurch richtet sich die App in erster Linie an B2B-Unternehmen und wird gerne von Startups eingesetzt. Weitere Funktionen werden über Integrationen nachgeliefert, etwa Trello und Slack, aber auch zahlreiche andere neue Cloudservices aus Marketing, Kundenverwaltung und -kommunikation.

Es gibt drei unterschiedliche Gebührenpläne. Silver bringt für zwölf Euro pro Benutzer und Monat alle Basisfunktionen für Verkaufsprozesse. Gold kostet 24 Euro pro Benutzer und Monat und bringt zusätzlich noch eine spezielle Inbox, bei den E-Mails automatisch mit den einzelnen Projekten verknüpft werden. Die Platin-Version kostet 63 Euro und erweitert die App um spezielle Team-Funktionen, mit denen auch Statistiken und Berichte zur Leistung der einzelnen Verkäufer und Teams abgerufen werden können.

Zoho CRM

https://www.zoho.eu/de/crm/

Die CRM-Lösung von Soho Office ist Teil einer sehr umfangreichen Anwendungssuite mit der Zielgruppe „Small Business“. Funktionsumfang und Komplexität der Anwendungen reichen schon ein wenig an die Highend-Lösungen im CRM-Markt heran. Zoho CRM eignet sich zwar auch zur alleinigen Nutzung, doch besonders leistungsfähig ist es erst im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten der Zoho-Suite.

Ganz generell ist die Suite empfehlenswert für alle, die eine Alternative zu den bekannten Software-Riesen suchen. Sie muss sich weder beim Funktionsumfang noch bei der Benutzerfreundlichkeit hinter ihren Konkurrenten verstecken. Mobile Apps für iOS und Android sind inbegriffen. Das indische Unternehmen betreibt zwei Rechenzentren in Europa und wickelt Datenzugriffe über eine eigene EU-Adresse ab.

Entsprechend des großen Funktionsumfangs gibt es unterschiedliche Preispläne. Eine kostenlose Variante erlaubt kleineren Teams bis zehn Anwendern Basisfunktionen für Leads und Kontakte. Darüber hinaus sind die wichtigsten Grundfunktionen (vergleichbar mit Google Docs) von Zoho Office ebenfalls kostenlos und können zusammen mit dem Gratis-CRM kombiniert werden. Die unterschiedlich umfangreichen kommerziellen Editionen beginnen bei zwölf Euro pro Benutzer und Monat. Für 35 Euro gibt es eine Enterprise Version mit dem vollständigen Funktionsumfang. Eine spezielle Version mit dedizierten Datenbank-Clustern sowie Premium-Support kostet 100 Euro - pro Monat und Benutzer.

Bildquelle: Thinkstock

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