Datensicherung bei Heidelberg Engineering

Speicherlösung für Medizintechniker

In der Medizintechnik ist es wichtig, Daten so zu speichern, dass sie schnell abgerufen und weiterverarbeitet werden können – und dies über lange Zeiträume. Hierbei kann eine dedizierte Storage-Umgebung für die Verfügbarkeit der Daten helfen. Darüber berichtet Andreas Keck, IT-Leiter bei Heidelberg Engineering, im Interview.

  • Auf dem Gebiet der diagnostischen Bildgebung zur Früherkennung und Verlaufskontrolle verschiedener krankhafter Veränderungen am Auge, z. B. beim Grünen Star (Glaukom), konnten zahlreiche innovative Diagnostiklösungen auf den Markt gebracht werden.

  • Andreas Keck, IT-Leiter Heidelberg Engineering

    „Zentral stand bei uns die Anforderung im Raum, ein Storage-System zu etablieren, das unsere derzeitigen und zukünftigen Performance-Anforderungen erfüllt und gleichzeitig einfach skaliert werden kann.“ Andreas Keck, IT-Leiter Heidelberg Engineering

Für das einstmals kleine Unternehmen Heidelberg Engineering arbeiten heute mehr als 250 Mitarbeiter in Heidelberg und Lübeck sowie in weiteren internationalen Standorten. Bekannt für hohe Qualitätsstandards bei diagnostischen Lösungen, setzen weltweit Augenärzte das Know-how der Heidelberger ein, um Augenerkrankungen zu erkennen und deren Verlauf zu kontrollieren.

Zudem sind die damit eng verwandten IT-Lösungen in der Branche verbreitet, beim Umgang mit Patienten- und Bilddaten sowie klinischen Befunden setzen Augenarztpraxen und Krankenhäusern deren Datenmanagementlösungen ein. Durch die bildgebenden Verfahren entstehen zwangsläufig riesige Datenmengen, die besonders bei Forschung und Entwicklung wichtig werden.

Darüber sprachen wir mit Andreas Keck, IT-Leiter bei Heidelberg Engineering:

ITM: Herr Keck, wie sieht Ihre Storage-Umgebung derzeit aus?
Andreas Keck:
Unser Storage steht an zwei Standorten, in Heidelberg und bei unserer Entwicklung in Lübeck. Wir haben in Heidelberg ein Cluster aus zwei CS220 Arrays (je 12 TB und 320 GB Flash) mit einem H 65 Shelf (45 TB und 600 GB Flash) und in Lübeck ein CS220 Array im Einsatz. Damit kommen wir der Empfehlung nach, unseren Storage auf zwei getrennte Brandabschnitte zu verteilen. Alle drei Systeme laufen produktiv, auch wenn im Norden vor allem die Themen Replizierung und Datensicherung relevant sind.

ITM: Warum haben Sie Ihre IT-Infrastruktur verändert?
Keck:
Wir sind als Unternehmen in den letzten Jahren enorm gewachsen, hatten wir 2012 in Deutschland noch 121 Mitarbeiter, sind es heute schon 180 (weltweit ca. 250), das entspricht einem Wachstum von 50 Prozent. Dies sind meist Spezialisten, die in der Forschung und Entwicklung unserer bildgebenden Verfahren arbeiten und dementsprechend viele Daten produzieren. Unsere bisherige lokale Storage-Lösung konnte hier nicht mehr mithalten und bot nicht die notwendige Skalierbarkeit und Flexibilität, auch lieferte sie nicht die erforderliche Performance.

ITM: Wann und warum haben Sie sich für ein neues System entschieden?
Keck:
Durch das große Wachstum, das sich bei uns nicht nur in der steigenden Anzahl der Mitarbeiter, sondern in nahezu allen Bereichen widerspiegelt, war es nur eine Frage der Zeit, bis wir unsere IT an die neuen Gegebenheiten anpassen mussten. Zentral stand bei uns die Anforderung im Raum, ein Storage-System zu etablieren, das unsere derzeitigen und zukünftigen Performance-Anforderungen erfüllt und gleichzeitig einfach skaliert werden kann. Im Jahr 2013 haben wir uns auf die Suche nach einem Nachfolger für unser lokales System begeben und sind dabei zufällig auf einen US-amerikanischen Anbieter gestoßen. Neben den großen und etablierten Herstellern konnte uns Nimble Storage mit seinem auf iSCSI und Flash aufsetzenden System in der Teststellung überzeugen, so dass wir uns für die Auswechslung entschieden haben. Seit November 2013 läuft das Storage-System in Heidelberg und seit März 2014 auch am Standort Lübeck.

ITM: Gab es Schwierigkeiten während der Implementierung?
Keck:
Da wir vor dem Livebetrieb das System auf Herz und Nieren geprüft haben, gab es seither keine negativen Überraschungen. Wir nutzen recht intensiv das Portal Infosight, das mit einem Dashboard alle Funktionen des Speichers mit Diagrammen darstellt und uns damit auf einen Blick verrät, wie es um den Gesundheitszustand bestellt ist. Performance-Engpässe lassen sich so frühzeitig erkennen und auch Rückschlüsse für die künftige Skalierungsrichtung treffen.

ITM: Wie sieht die Zukunft aus, was erwarten Sie und welche Anforderungen formulieren Sie für das Storage-System?
Keck:
Die Entwicklung bei Heidelberg Engineering im Bereich bildgebender Verfahren geht weiter, wir hören ja nicht einfach auf. Das heißt, dass wir in Zukunft noch ein neues ERP-System implementieren und alle Daten aus der Entwicklungsabteilung immer produktiver werden müssen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden wir noch ein weiteres Shelf kaufen und in Zukunft deutlich mehr Cache benötigen. Die CASL (Cache Accelerated Sequential Layout)-Architektur und die Adaptive-Flash-Plattform von Nimble Storage erlaubt es uns, in alle Richtungen investitionssicher zu skalieren. Wir sind mit der 2013 getroffenen Entscheidung, in diese Lösung zu investieren, bislang sehr zufrieden und freuen uns auf gemeinsames Wachstum.

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