Schnelle Backups beim Sondermaschinenhersteller

Storage-Kapazität erhöht

Eine Dauer von 72 Stunden für ein Backup – das konnte und wollte sich Alfing Kessler, Hersteller von Sondermaschinen und Bearbeitungszentren zur Fertigung von Pleuel, nicht mehr leisten. Deshalb führte das IT-Team des Mittelständlers eine neue Lösung ein, welche den Administrationsaufwand um die Hälfte kürzt und ausreichend Speicherplatz zur Verfügung stellt.

Der Firmensitzt der Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH in Aalen

Alfing steht für mehr als 75 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Sondermaschinen und Bearbeitungszentren. Zum Kundenstamm gehören alle großen Automobilhersteller sowie deren Zulieferer. Die Datensicherung für einen solchen Branchenprimus wird zur unternehmenskritischen Pflicht, die im Falle von Alfing noch komplexer ist, da das IT-Team auch für die Infrastruktur des Schwesterunternehmens, der Alfing Montagetechnik GmbH (AMT), verantwortlich ist.

Die beiden Unternehmen haben getrennte Domänen mit eigenen Exchange-Servern und einem redundanten Rechenzentrum, das die kritischen Daten aus beiden Firmen über Kreuz auf ein iSCSI-basiertes SAN schreibt. Das Legacy-Backup-System der ersten Generation nutzte Backupexec, um die Daten direkt auf die LTO Tape Library des Unternehmens zu transferieren. Das System arbeitete zunächst sehr gut, konnte aber mit den Änderungen der IT-Infrastruktur nicht Schritt halten. Am Ende ging der Speicherplatz aus und die Backups konnten nicht mehr innerhalb des erlaubten Backup-Fensters durchgeführt werden. Wiederherstellungen, vor allem die der virtuellen Maschinen (VM), waren langsam und unzuverlässig.

Teststellungen mit zwei Herstellern

Das VM-Backup wurde kritisch, als das Datenvolumen der virtuellen Maschinen auf über 50 Prozent wuchs. Nicht nur, dass die Backups zu lang dauerten, auch die Wiederherstellung jeder Art von Daten war sehr langsam – viel zu langsam, um die Produktivität hochzuhalten. „Gerade im Konstruktionsbereich müssen Daten regelmäßig wiederhergestellt werden“, sagt IT-Leiter Dietmar Wieber. „Die Wiederherstellung von Tape war ein langsamer Prozess und im Falle der VMs mussten die Dateien wieder zurück über die Backup-Anwendung laufen, um die VMs nutzen zu können. Wir brauchten ein System, das uns eine bessere Backup-Leistung und kürzere Wiederherstellungszeiten geben konnte.“ In der Summe verzehrten die Probleme bei Backup und Recovery zu viel Arbeitszeit des IT-Teams.

In Kooperation mit dem Integrationspartner PMCS vereinbarte das Team Teststellungen mit zwei Herstellern. Die Systeme wurden insbesondere unter den Gesichtspunkten Performance, Komfort und Handling miteinander verglichen. Nach einem kurzen Testlauf fiel die Entscheidung für eine Installation aus dem Hause Quantum, bestehend aus der DXi-Deduplizierungsappliance mit 24 TB Speichervolumen und vmPRO-Software für die Sicherung virtueller Maschinen. Interessant war für das IT-Team vor allem die Skalierbarkeit der Appliance: Sie lässt sich auf bis zu 80 TB Speicherkapazität erweitern, ohne eine weitere Appliance integrieren zu müssen. „Die Lösung wächst einfach mit ihren Aufgaben und muss nicht gegen eine andere getauscht werden, um mit dem Backup-Volumen fertig zu werden“, sagt Wieber. „Diese Investitionssicherheit war uns wichtig. Und die Software bietet schnelles Backup und verkürzte Recovery-Zeiten.“

Sicherungskopie zusätzlich auf Tape

Der Wechsel von der ersten Generation der direkten Sicherung auf Tape zu einem Disk-to-Disk-to-Tape-Modell stellte für die Administratoren kein Problem dar. Das neue System folgt einem dualen Backup-Prozess. Voll- und inkrementelle Backups der zentralen Fileserver und Datenbanken, sprich die physischen Server, werden via Backupexec 2012 auf die Disk-Appliance geschrieben. Die Sicherung der virtuellen Maschinen verantwortet die neue Quantum-Software. Diese erstellt Backup-Kopien der VMs sowie den darauf liegenden Daten auf eine andere Partition in derselben Disk-Appliance. Am Ende jeden Monats wird das Full-Backup als zweite Sicherungskopie zusätzlich auf Tape geschrieben – für die langfristige Datenvorhaltung außerhalb der Unternehmensgrenzen.

Der Performancesprung der Systeme reduziert die benötigte Zeit für den Sicherungsprozess um den Faktor zehn. Zudem wurde der Zeitaufwand für die Datenwiederherstellung verbessert. Restores einzelner Dateien geschehen binnen weniger Minuten, bei VMs sogar binnen weniger Sekunden. Insgesamt konnte der Arbeitsaufwand für Datensicherung, -wiederherstellung und Monitoring der Server laut Anwender um 50 Prozent reduziert werden. Wieber fasst die Situation zusammen: „Die beiden zuständigen Administratoren sind begeistert, weil sie mit dem System keine Arbeit haben. Wir hatten bis dato noch keinen Kontakt mit dem zuständigen Supportteam.“


Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH

  • Branche: Maschinenbau
  • Gründung: 1938
  • Hauptsitz: Aalen
  • Mitarbeiter: ca. 500 Mitarbeiter weltweit

www.alfing.de

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