ERP-Zeitreise

Taktgeber und Wegbereiter

Erfolgreiche IT-Lösungen haben den Zweck, Herausforderungen im Workflow effizient zu bewältigen. Manche dieser Hilfsmittel haben sich tief in den Arbeitsalltag integriert. Godesys setzt an zu einer Zeitreise, die die Meilensteine moderner Unternehmens-Software fokussiert.

Taktgeber

Von den kleinen Anfängen in der Materialplanung bis in die Cloud: ERP-Systeme haben einen weiten Weg zurückgelegt.

Zu den drei wichtigsten Vorteilen von ERP-Systemen gehören verkürzte Prozesszeiten, verbesserte Zusammenarbeit und unternehmensweit nutzbare Daten. Hier wird deutlich, weshalb ERP-Systeme branchenübergreifend zu den erfolgreichsten Lösungen in modernen Unternehmen gehören – unabhängig von der Unternehmensgröße. Denn auch kleine Unternehmen sind in der Lage, durch den Einsatz einer ERP-Software den Zeitbedarf für Entscheidungen zu reduzieren. Anlass genug, den Ursprüngen der Erfolgsgeschichte auf den Grund zu gehen.

MRP als Uropa

Als Technologie hatten Software-Anwendungen ihren Durchbruch gegen Ende der 1950er-Jahre. Ausschlaggebend dafür war, dass Computerprogramme von da an nicht mehr „gesteckt“ werden mussten, sondern wie Daten ebenfalls auf Informationsträgern gespeichert werden konnten. Davon ausgehend nahm die Entwicklung praktischer Anwendungen für Unternehmen ihren Lauf.

Als „Urahn“ heutiger ERP-Systeme können Material-Requirement-Planning-Systeme (MRP) gelten, die eine Materialbedarfsplanung mittels Stücklistenauflösung ermöglichten. Den nächsten Meilenstein in der Entwicklung markieren Systeme für das Manufacturing Resource Planning (MRP II). In Unternehmen leisteten sie wertvolle Unterstützung bei der Termin- und Kapazitätsplanung. Ihre Kernaufgabe bestand in einer Konzentration auf die Fertigungsprozesse, die als Produktionsplanung und -steuerung (PPS) bekannt wurde. 1985 war das Jahr, in dem erstmals mithilfe von Enterprise Resource Planning (ERP) – seinerzeit auch unter dem Namen „Betriebliche Anwendungssysteme“ – die Integration und Abbildung aller Unternehmensbereiche in einem digitalen Gesamtkonzept vorangetrieben wurde. Die nächste Stufe wurde mit ERP II genommen. Mit dem Aufkommen und der Verbreitung des Internets hielten ab der Jahrtausendwende zunehmend webbasierte Funktionen Einzug in die ERP-Landschaft. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Godesys entwickelte z.B. 2008 einen ERP-Server auf Basis des Applikationsservers Jboss, der heute Wildfly heißt. Dort wurden die ERP-Funktionen als Enterprise Javabeans umgesetzt und allen Applikationen zur Verfügung gestellt. In der folgenden Dekade ging es ab 2010 mit Cloud-basiertem ERP in die Wolke und aktuell wird evaluiert, wie Künstliche Intelligenz (KI) dabei helfen kann, ERP-Systeme smart zu machen.

Bildquelle: gettyimages/iStock

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