Interview mit Italo Adami, Placetel

Überzeugungsarbeit leisten

Interview mit Italo Adami, COO von Placetel, über die Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen von Unified-Communications-Lösungen (UC) aus der Cloud

„Sind Unternehmen erst mit UC-Lösungen in Kontakt gekommen, sind sie meist schnell von

ITM: Herr Adami, welchen Stellenwert nimmt
„UC aus der Wolke“ heutzutage im Mittelstand ein?
Italo Adami:
Aus unserer Sicht braucht kein Mittelständler heutzutage mehr auf Unified Communications zu verzichten. Breitbandtechnologie und der Ausbau der Netze haben diese positive Entwicklung entscheidend vorangetrieben. Jedes mittelständische Unternehmen kann heute auf eine Telefonanlage bzw. UC-Lösung aus der Cloud setzen.

ITM: Was sind die Vorteile, was die Herausforderungen?
Adami:
UC-Lösungen aus der Cloud können unabhängig vom Standort betrieben werden und die Einbindung von Home-Office-Mitarbeitern oder Filialstrukturen ist kein Problem mehr. Sie sind wie Mitarbeiter am Hauptstandort erreichbar und in die Gesamtlösung integriert.

Außerdem kommen auch kleine Unternehmen in den Genuss von Funktionen, die früher nur Großunternehmen vorbehalten waren: Call-Center-Funktionalitäten wie IVR oder Warteschlangen, Integration des Mobilfunks, elektronisches Fax oder Präsenzmanagement. Darüber hinaus sind die Kostenaspekte ein Vorteil: Beispielsweise ist unsere Cloud-Telefonanlage nach Bedarf erweiterbar, es existieren keine Laufzeiten- oder Wartungsverträge. Die Herausforderung für uns als Anbieter ist es, Kunden zu überzeugen, dass eine Cloud-Lösung genauso gut ist wie eine Inhouse-Lösung. Deshalb können unsere Interessenten die Lösung 30 Tage kostenlos testen und jederzeit kündigen.

ITM: Welche Aspekte halten mittelständische Unternehmen eher noch davon ab, „UC aus der Wolke“ zu nutzen? Welche Rolle spielt hier das Thema „Sicherheit“?
Adami:
Sind Unternehmen erst mit UC-Lösungen in Kontakt gekommen, sind sie meist schnell von den Vorteilen überzeugt. Insofern müssen alle Anbieter von Cloud-Telefonanlagen dafür arbeiten, eine höhere Bekanntheit zu erreichen. Bei Firmen mit einer gewissen IT-Affinität stellt sich das Problem übrigens mittlerweile nicht mehr; sie evaluieren grundsätzlich sehr ernsthaft Cloud-Lösungen. Das Thema „Sicherheit“ spielt heute keine Rolle mehr, weil die Cloud-Anbieter ihre Daten in Hochsicherheitsrechenzentren mit entsprechenden Sicherheitsmechanismen und Redundanzen hosten. Ich bin davon überzeugt, dass nur wenige Mittelständler einen solchen Aufwand betreiben, um ihre lokale UC-Lösung ähnlich sicher zu machen.

ITM: Welche Anforderungen muss ein Unternehmen mitbringen, das auf Cloud-UC setzen möchte?
Adami:
Zwei Voraussetzungen sollten gegeben sein: eine auf VoIP optimierte Inhouse-Infrastruktur (LAN) und ein leistungsfähiger Breitbandanschluss. Dann spricht nichts mehr dagegen, eine günstige und flexible Cloud-Lösung einzusetzen.

ITM: Mit welchem Aufwand ist die Installation und Inbetriebnahme einer UC-Cloud-Lösung verbunden?
Adami:
Wenn wir unsere Telefonanlage aus der Cloud als Beispiel nehmen, hat sich ein Kunde innerhalb von fünf Minuten eine lauffähige Telefonanlage konfiguriert, die UC-Funktionalitäten wie z.B. Präsenz- und Benachrichtigungsmanagement unterstützt. Möchte der Kunde die Konfiguration nicht selbst durchführen, dann übernehmen wir das gerne und konfigurieren IP-Telefone und Telefonanlagenfunktionen.

ITM: Welche Endgeräte können genutzt werden?
Adami:
Es können verschiedene Endgeräte genutzt werden. Grundsätzlich funktioniert jedes beliebige IP-Telefon, das den SIP-Standard unterstützt. Darüber hinaus bieten wir ein Softphone mit CTI-Funktionalität sowie Mobile Apps für iOS- und Android-Smartphones an.

ITM: Inwiefern lassen sich auch andere Systeme in Ihre UC-Lösung einbinden?
Adami:
Über unsere API können beispielsweise verschiedene Drittsysteme wie CRM- und ERP-Systeme eingebunden werden. Für die Lösungen von den Firmen Zendesk oder Salesforce wird es in Kürze eine „Out of the Box“-Integration geben.

ITM: Welche Rolle spielt das Thema „Mobility“ bei Ihrem Lösungsangebot?
Adami:
Das Thema „Mobilität“ spielt eine immer größere Rolle, auch bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Deshalb haben wir uns für eine Partnerschaft mit Vodafone entschieden. Das Mobiltelefon wird so fester Bestandteil unserer Lösung und bietet Vorteile wie die Anzeige der Festnetznummer vom Handy oder die Einbindung des Handys direkt als Nebenstelle. Darüber hinaus profitieren die Kunden von Kostenvorteilen.

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