Vorteile für den Mittelstand im Kampf um Talente

Umstieg auf All-IP

Wie Mittelständler den Umstieg von traditioneller Telefonie auf All-IP am besten angehen sollten, erklärt Rolf Müller, Vice President Produkt Management bei Unify.

ITM: Herr Müller, die ­Deutsche Telekom will 2018 alle ihre Netze auf IP umstellen. Wie weit ist der Mittelstand in Deutschland inzwischen in Sachen digitale Kommuni­kation?
Rolf Müller:
Die anstehende All-IP-Umstellung bietet ­zahlreiche Möglichkeiten, da sich neue digitale Tools leichter einsetzen lassen. So werden Unified Communications im Grunde zum Standard. Wenn Unternehmen allerdings mit Kommunikationssystemen arbeiten, die bislang allein ISDN unterstützen, stehen vielfältige Veränderungen an. Die Verantwortlichen müssen im nächsten Schritt überlegen, wie sie diese Veränderungen angehen. Sie können natürlich Konverter-Lösungen einsetzen und damit im Grunde bei ihrer veralteten Technik bleiben. Oder sie setzen auf eine Lösung ohne Medien­brüche, wie beispielsweise Open Scape Business, die auf All-IP zugeschnitten ist.

Grundsätzlich ist der Mittelstand ganz gut aufgestellt. Wir haben vor kurzem die Studie „The Way We Work“ in Auftrag gegeben, die zeigt: In manchen Bereichen sind kleine und mittlere Unternehmen den großen sogar voraus. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen und Märkten, allerdings gilt für alle: Je kleiner das Unternehmen, desto seltener sind ausgewiesene IT-Experten oder eine eigene IT-Abteilung an Bord, die den Wechsel verantwortlich in die Hand nehmen. Hier sind Partner gefragt, die sich auf die Bedürfnisse der Mittelständler einstellen und sinnvolle Angebote machen.

ITM: Die neuen technischen Möglichkeiten bieten auch Optionen für alternative Arbeitsmodelle. Ist der Mittelstand aus Ihrer Sicht bereit dafür?
Müller:
Auf jeden Fall. Mittel­ständler stehen mit allen anderen Unternehmen, gleich welcher Größe, im Wettbewerb um Talente. Da gibt es keinen Mittelstandsbonus oder ähnliches. Flexible Arbeitsmodelle sind ein wichtiger Vorteil in diesem Wettbewerb. Im Rahmen unserer Studie hat sich klar gezeigt, dass Wissensarbeiter in mittelständischen Betrieben gerne außerhalb traditioneller Büroumgebungen arbeiten und die Zusammenarbeit in virtuellen Teams sehr schätzen. Dafür greifen sie häufiger auf On-Demand-Werkzeuge wie etwa Cloud-Services zurück.

Es kommt vor allem darauf an, dass die richtigen Tools zur Verfügung stehen, damit die Mitarbeiter unkompliziert und sicher zusammenarbeiten können. Gerade das ist heute ungleich einfacher als früher. Cloud-Angebote und neue UC-Werkzeuge – z.B. Apps für Tablet und Smartphone, die den Zugriff auf das Kommunikationssystem der Firma von überall aus erlauben – lassen sich flexibel in bestehende Abläufe und Infrastrukturen integrieren. Häufig können die Unternehmen ihre Investitionen in Geräte und Infrastruktur dadurch schützen und bestehende Systeme weiterverwenden.

ITM: Inwieweit gibt es UC-Lösungen speziell für mittelständische Unternehmen?
Müller:
Solche Lösungen gibt es bereits seit längerem. Sie sind speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten, vor allem was die Zahl der Nutzer angeht. Beim Funktionsumfang müssen Mittelständler nicht mehr hinter Konzernen anstehen – sie können auf alle Features zugreifen, die auch Großunternehmen nutzen. So vereint beispielsweise unsere Lösung Telefonie, Präsenz- und Konferenzfunktionen, Contact Center, Messaging und Mobilität in einem inte­grierten Paket. Auch in Sachen Cloud-Dienste haben wir eine Lösung im Angebot: Unsere Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit Circuit ist für mittelständische Betriebe geeignet, die ihren Mitarbeitern ein intuitives Werkzeug für Zusammenarbeit von überall aus an die Hand geben wollen. 

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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