Neues CMS für Brand

Umstieg auf Typo3

Kurzinterview mit Dr. Peter Hebel, Marketingleiter beim Laborgerätehersteller Brand, über die Nutzung von Typo3 als Basis für die Unternehmenswebsite

CMS-Würfel

Brand wollte ein Open-Source-CMS, weil keine Firma dahinter steht, die irgendwann Konkurs anmelden könnte.

ITM: Herr Dr. Hebel, wor welchem Hintergrund haben Sie sich für ein Open-Source-CMS entschieden?
Dr. Peter Hebel:
2006 wollten wir unsere bisherige, HTML-basierte Website auf ein neues System umstellen, um selbst schnell Inhalte editieren zu können, und das ohne tiefgreifende technische Kenntnisse. Wir hatten ein Testsystem von Typo3 CMS heruntergeladen. Dies erschien für unsere Ansprüche genau passend, obwohl es von Vielen als sehr komplex bezeichnet wurde. Es war geplant, die Brand-Website in den kommenden Jahren in sechs bis neun weiteren Sprachen zu erstellen.

ITM: Nach welchen Kriterien haben Sie den Anbieter bzw. das entsprechende System ausgewählt?
Hebel:
Bei der Auswahl der Webagentur haben wir einen Partner in unserer Nähe gesucht, der unsere Vorstellungen unkompliziert umsetzen kann. So kamen wir auf d.k.d. in Frankfurt. In einer ersten Schulung hat sich dann gezeigt, dass das System für uns gut zu bewältigen ist. Wir sind ein Unternehmen, das Laborartikel verkauft. Auf der Website müssen daher die Eigenschaften der Produkte genau so beschrieben sein, wie wir sie unseren Kunden anbieten wollen. Gerade dies war ein besonderer Grund, unseren Webauftritt selbst und zeitnah zu pflegen.

ITM: Wie gestaltete sich die Einführung des CMS? Mit welchem Aufwand war dies verbunden?
Hebel:
Ausgehend von unserer damaligen Website baten wir unsere Webagentur darum, einige Templates zu gestalten. Wir bekamen mehrere Vorschläge und einigten uns dann auf eine Version. Der Aufwand der Selbstbefüllung wurde anfangs von uns unterschätzt, letztlich hatten wir dann ca. 900 Seiten, die damals alle von Hand zu füllen waren. Das dauerte länger als geplant.

ITM: An welcher Stelle gab es weitere Stolpersteine?
Hebel:
Größere Stolpersteine bei der Einführung gab es keine. Natürlich dauert es immer etwas, bis zusätzliche Wünsche wie Konfiguratoren für bestimmte Produkte in Typoscript programmiert sind. Diese Zusammenarbeit mit der Agentur und die Vorteile für den Anwender machen aber letztlich den Reiz der Webseite aus.

ITM: Welche Vorteile schöpfen Sie mittlerweile aus ihrem neuen CMS?
Hebel:
Wir sind flexibel und können von eben auf jetzt Änderungen oder Anpassungen ohne Wartezeit selbst erledigen. Das passiert ständig. Durch den Aufbau von Typo3 und z.B. durch den Einsatz von RealURL werden unsere Webseiten auch von Google schnell gefunden; ein hohes Ranking bei der Suche ist ein wesentlicher Vorteil. Mittlerweile haben wir den Look unseres Webauftritts optimiert und ohne viele Probleme noch effektiver gemacht. Auch bei einem eventuellen Umstieg auf ein anderes PIM-System sind wir mit Typo3 gut bedient, da alle von uns getesteten Anbieter sofort Schnittstellen zu Typo3 bereithalten.

ITM: Was würden Sie anderen Mittelständlern raten, die vor der Einführung bzw. der Umstellung auf ein neues CMS stehen?
Hebel:
Jeder sollte sich vorher gut überlegen, was er wirklich braucht. Wir wussten, dass wir ein leistungsstarkes System brauchen, und haben in Kauf genommen, dass auch eine starke Hardware im Hintergrund stehen muss. Wir wollten ein Open-Source-Produkt, weil keine Firma dahinter steht, die irgendwann Konkurs anmelden und den Support sowie die Weiterentwicklung einstellen könnte. Bei Typo3 steht eine riesige Entwicklergemeinde dahinter, die immer wieder sehr schnell nutzerfreundliche Adaptionen umsetzt. Mit den Updates auf die jeweilige aktuelle LTS-Version bleibt das System auch durchgehend sicher. Für ein Industrieunternehmen wie Brand ist dieses CMS also perfekt geeignet.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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