Kommentar

Urlaubszeit - bitte ohne Pokemon

Mitten hinein in die schöne Urlaubszeit, für die sich der eine oder andere Alltagsgestresste bestimmt vorgenommen hatte, digital einmal zu entschleunigen, bringt der App-Entwickler Niantic sein Pokémon Go auf den Markt.

Auch, wenn sich die meisten Volljährigen die Pokémon-App wohl eher nicht herunterladen, sind sie indirekt dennoch betroffen: Wenn beispielsweise auf der Restaurantterrasse an der Strandpromenade auf einmal eine Horde Pubertierende mit Smartphone herumwuselt, um zwischen den Tischen der Speisenden die digitalen Männchen zu jagen. Viele traditionelle Restaurantbesitzer wehren sich bereits gegen diese Nerverei.

Fast Food als Belohnung

Natürlich gibt es aber auch diejenigen, die sich genau dieses Jagdfieber zunutze machen wollen. Da wird von den Befürwortern des Spiels gerade als Argument ins Feld geführt, dass die minderjährigen Opfer der Digitalisierung durch das Spielen der App endlich einmal wieder auf’s freie Felde geführt werden und sich von der Playstation wegbewegen, da kommt ein gewieftes Unternehmen wie McDonald’s auf die glorreiche Idee, seine Filialen in einigen Ländern – beispielsweise Japan – zu sogenannten Pokéstops und -arenen zu machen.

Will heißen: Die von der Jagd ausgelaugten Kiddies können die verbrauchten Kalorien durch den Verzehr besonders nahrhafter Kost sogleich wieder auffüllen. Gott sei Dank gibt es immer wieder Leute, die solch tolle Ideen haben. Wie sollten sie sonst Geld verdienen?

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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