Noch mehr HDD als SSD

Verschenktes Potential im Mittelstand

Robuster, leichter, schneller, leiser: Die Vorteile von SSD gegenüber HDD sprechen für sich. Nichtsdestotrotz verschenken Unternehmen großes Potential bei der bedarfsgerechten Ausstattung ihrer Mitarbeiter.

Verschiedene Festplattentypen im Vergleich

Bestehende Hardware kann problemlos umgerüstet werden.

Immer noch nutzen fast zwei Drittel der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland zu großen Teilen HDDs in Firmenrechnern und Laptops. Das zeigt eine bislang unveröffentlichte Yougov-Studie, die im Auftrag von Samsung unter 701 IT-Entscheidern aus dem Mittelstand durchgeführt wurde. Demnach verwenden elf Prozent der Unternehmen ausschließlich und 24 Prozent überwiegend HDDs. 27 Prozent nutzen HDD und SSD zu gleichen Teilen. Unternehmen laufen damit Gefahr, aufgrund fehlender Investitionen in Technologie und digitale Infrastruktur vom Wettbewerb abgehängt zu werden.

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Entscheider führen als Begründung für zaghafte Neuanschaffungen oftmals mangelndes Budget ins Feld. Dabei bieten sich gerade im IT-Bereich viele Möglichkeiten, bestehende Hardware aufzurüsten, statt diese auszumustern und neu anzuschaffen. Ein besonders für Mittelständler effizienter und obendrein nachhaltiger Weg, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Storage-Trend QLC als kosteneffiziente Lösung

Eine gleichermaßen erschwingliche wie effektive Umrüstoption bieten SSDs basierend auf der Quadruple Level Cell, kurz QLC-Technologie. Sie ermöglicht Speicherkapazitäten im Terabyte-bereich, die preislich wettbewerbsfähig zu HDDs sind – mit all den Vorteilen, die eine SSD mit sich bringt. Im Spektrum der Storage-Lösungen rangieren QLC-SSDs, die bei anderen Herstellern auch mit der Bezeichnung QVO geführt werden, im Mittelfeld hinter der Nonvolatile Memory Express (NVMe-SSD). Sie eignet sich aufgrund besonders hoher Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit für anspruchsvolle Anwendungsszenarien, wie 3-D-Renderings und ähnlich rechenintensive Prozesse. An die Leistungskennzahlen von NVMe-SSDs reichen QVO-SSDs nicht heran, doch erreichen sie sequentiellen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 550 Megabyte pro Sekunde (MB/s) bzw. 520 MB/s und halten damit starker Beanspruchung im Büroalltag stand.

Erfolgreich umgerüstet

Vorteile in den Arbeitsabläufen spüren auch die Mitarbeiter von Rapid Venture Accounting. Das Unternehmen unterstützt Investmentmanagement und Portfoliounternehmen hinsichtlich eines strukturierten, effizienten und effektiven Informationsaustauschs. Rund vier bis sechs Jahre alt ist die Hardware im Unternehmen, die jüngst mit SSDs aufgerüstet wurde. Zuvor kamen HDDs zum Einsatz. Bei der Recherche nach einer passenden SSD-Lösung lag für Rapid Venture Accounting die Alltagstauglichkeit bei der Arbeit mit Office-Anwendungen im Fokus. Für CEO Sven Müller waren die Verlängerung der Lebensdauer der Rechner, die Robustheit von SSDs gegenüber HDDs sowie besonders die höhere Arbeitsgeschwindigkeit die Hauptgründe zur Umrüstung. Er geht davon aus, dass die PCs durch das Upgrade etwa drei weitere Jahre genutzt werden können.

Bei der täglichen Arbeit profitierten seine Angestellten von der gestiegenen Geschwindigkeit. Auch lassen sich jetzt problemlos mehrere Prozesse parallel bearbeiten. Pro Arbeitstag betrage die Zeitersparnis dadurch eine halbe Stunde pro Mitarbeiter, prozentual gesehen seien das 80 Prozent weniger Wartezeit, rechnet Müller vor.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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