Kommentar

Viele Szenarien, eine Branche

Was schadet, was nützt, was bewegt und was die Branche derzeit umtreibt.

Sicherheitsschlos Hologramm

Investitionen in die IT-Sicherheit werden stiefmütterlich behandelt, da positive Auswirkungen auf die Unternehmensprozesse oder gar auf die Leistungskennzahlen (KPIs) nicht direkt messbar sind.

Ein Blick auf die aktuellen IT-Bedrohungsszenarien zeigt nicht nur, wie ausgefeilt die Strategien der Angreifer sind, sondern auch, wie leichtfertig Führungsetagen z.T. mit dem Problem umgehen, das sich vor allem in Form von Ransomware äußert. Investitionen in die IT-Sicherheit werden stiefmütterlich behandelt, da positive Auswirkungen auf die Unternehmensprozesse oder gar auf die Leistungskennzahlen (KPIs) nicht direkt messbar sind. Und als würde diese Zurückhaltung beim Budget nicht schon genug Schaden anrichten, ist auch empirisch belegt, dass das Topmanagement bestehende Regeln häufig entweder aufweicht oder sogar komplett ignoriert.

Wie überlebensnotwendig es ist, sich neuen Technologien zu öffnen, wird zudem im zweiten großen Schwerpunkt zum Thema „Künstlicher Intelligenz, Big Data und Analytics“ deutlich. So sind sich von der Redaktion befragte Experten einig, dass KI bei entsprechender Risikoanalyse und dem Treffen dazugehöriger Vorkehrungen wichtige Wettbewerbsvorteile sichern kann – sei es bei Campus-Netzen für die Smart Factory, beim E-Mail-Marketing oder bei der vorausschauenden Wartung. Wie Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, es im Handelsblatt passend kommentiert, „ist es an der Zeit, Künstliche Intelligenz nicht mehr mit künstlicher Distanz zu betrachten“. Vielmehr müsse der Nutzen im täglichen Leben in den Blick genommen werden.

Die Panik, die seit einiger Zeit von SAP-Dienstleistern im Zusammenhang mit der Business Suite geschürt wurde, hat der Walldorfer Konzern nun selbst entkräftet. Anders als Kunden glaubend gemacht werden sollte, drängt die Transformation zum neuen System S/4Hana doch nicht so sehr. Der Standard-Support für die Suite soll laut dem ERP-Anbieter doch bis Ende 2027 gewährleistet sein. Schade für die vielen Berater, denen jetzt eine Menge an Honoraren durch die Lappen gehen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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