Digitale Immobilienbesichtigung

Virtueller Blick in die Zukunft

Für die Vermarktung des Projekts Laubenhof in Konstanz setzt das Frankfurter Immobilienunternehmen NAI Apollo auf Digitalisierung: In Kundenterminen und zur frühzeitigen Einbindung der Interessenten in den Vertriebsprozess kommt Virtual-Reality-Technologie (VR) zum Einsatz. Eine Analytics-Lösung soll Daten zur Steuerung von Marketing und Vertrieb liefern.

Virtueller Blick in die Zukunft

Ohne Brille, aber dennoch virtuell: Das Immobilienunternehmen NAI Apollo will mit VR-Technologie besser auf Kundenwünsche eingehen.

„Eine der zentralen Herausforderung im Neubauvertrieb vor dem Baubeginn ist, dass Menschen sich für etwas entscheiden sollen, das es noch nicht gibt“, erklärt Volker Sause, Head of Residential bei NAI Apollo, einem inhabergeführten Immobilienberatungsunternehmen. „Interessenten müssen sich das Gebäude, die Außenanlagen und ihre spätere Wohnung vorstellen können.“ Das übersteigt, so seine Erfahrung, nicht selten die Vorstellungskraft.

Genau vor dieser Herausforderung stand das Unternehmen bei dem Projekt Laubenhof, das es im Auftrag der LBBW Immobilien Development aus Stuttgart vermarktet. Das Wohnquartier mit 126 Wohnungen und rund 760 Quadratmeter Einzelhandels- und Gastronomiefläche soll das Areal am Schottenplatz im Zentrum von Konstanz grundlegend verändern: Vor dem Baustart befand sich hier das Vincentius-Krankenhaus. Die Vermarktung wurde im vierten Quartal 2018, also zu einer Zeit, als gerade die Rückbauarbeiten am Krankenhaus starteten, begonnen.

VR-Technologie unterstützt die Vorstellungskraft

Um das Umbauprojekt erlebbar zu machen und schon vor Baubeginn mit der Vermarktung starten zu können, entschied man sich für den Einsatz von Virtual-Reality-Lösungen der Karlsruher Inreal Technologies GmbH. „Mit der virtuellen Darstellung wollten wir Kunden ab dem ersten Augenblick emotional erreichen und ihnen aufzeigen, was aus einem in die Jahre gekommenen Krankenhaus werden soll“, beschreibt Andreas Krone, Geschäftsführer von Apollo Living, die Idee dahinter. „Die VR-Technologie unterstützt die Vorstellungskraft schlichtweg sehr gut.“

Als Grundlage habe Inreal das komplexe Gebäude-Ensemble vollständig virtuell umgesetzt. „Wir können auf virtuellen Rundgängen alles grafisch ansprechend aus jedem Blickwinkel präsentieren. Währenddessen können Interessenten in Echtzeit mit uns gemeinsam Ausstattungslinien wählen und ihre Wohnung zusammenstellen“, betont Tim Schreiber, der bei NAI den Vertrieb des Projekts vor Ort in Konstanz betreut. Volker Sause ergänzt: „Mit der Konfiguration machen Interessenten die Wohnung zu ihrem Projekt und engagieren sich emotional. Wir haben aus jedem vierten Ersttermin eine spontane Reservierung erhalten – das ist ein großer Schritt.“

Lead-Generierung

Für die Vermarktung des Laubenhofs würden zusätzlich ein Online-Konfigurator und das zughörige Analytics-Modul des Anbieters genutzt. Der Online-Konfigurator sei dabei in die Projektwebseite des Laubenhofs integriert und mache virtuelle Wohnungsansichten und -konfigurationen über das Internet verfügbar. „Unsere Interessenten können unabhängig von der Zeit und Verfügbarkeiten von Vertriebsmitarbeitern ihre Wunschwohnung ansehen und konfigurieren.“, beschreibt Markus Schott, der gemeinsam mit Tim Schreiber den Verkauf für das Laubenhof-Projekts vorantreibt. „Am Ende werden Wunschkonfigurationen gespeichert und die entsprechende Wohnung reserviert.“ So würden Interessenten nicht nur frühzeitig und ressourcenschonend in den Vertriebsprozess eingebunden, sondern auch Leads und Daten zur Vertriebssteuerung generiert. „Wir erhalten die Wunschkonfiguration und Reservierung. Zusätzlich können wir über die Analytics-Funktionen alle Konfigurationsschritte nachvollziehen. Wir haben so alle Informationen, um einen geplanten persönlichen Termin viel besser vorbereiten“, betont Volker Sause.

Außerdem sei es durch die Analyse aller Konfigurationen und Reservierungen möglich, vielversprechende Leads für eine schnellere Nachverfolgung durch die Makler zu identifizieren und sie einzusetzen. „Über die Auswertung erkennen wir zudem Nachfragetrends und können unsere Marketingmaßnahmen nahezu in Echtzeit visuell anpassen“, ergänzt Volker Sause. Mit den Informationen aus dem Analytics-Modul habe man außerdem den aktuellen Vermarktungsstand des Projekts im Blick.

Bild: Inreal Technologies GmbH

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