Nachhaltigkeitsforschung

Von Linux, Wikipedia und Co. lernen

Um die Umwelt und das Klima zu schützen, sind soziale und technologische Innovationen ein wichtiges Element. Innovationen kommen nicht nur aus der Wirtschaft, sondern werden auch in dezentralen Netzwerken von unabhängigen Entwicklern geschaffen.

Beim Forschungsprojekt „PeerInnovation“ werden u.a. Projekte, Akteure und Interaktionsplattformen im Bereich der nachhaltigen Energie kartiert.

Beim Forschungsprojekt „PeerInnovation“ werden u.a. Projekte, Akteure und Interaktionsplattformen im Bereich der nachhaltigen Energie kartiert.

Welche Potenziale solche gemeinschaftlichen Innovationsaktivitäten für einen gesellschaftlichen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit haben, untersuchen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und die Technische Universität Berlin (TU Berlin) im Forschungsprojekt „PeerInnovation“ mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

„Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien machen es Freizeitakteuren immer leichter, sich online in Communitys miteinander auszutauschen und Projekte in dezentralen Netzwerken zu koordinieren“, sagt Projektleiter Dr. Jan Peuckert vom IÖW. Es sei zu erwarten, dass kollaborative Innovationsaktivitäten mit fortschreitender Digitalisierung weiter an Bedeutung gewinnen, so Peuckert weiter. Bekannte Beispiele für kollaborative, von der Crowd gemeinsam entwickelte Projekte sind etwa das quelloffene Betriebssystem Linux oder die freie Enzyklopädie Wikipedia. Ebenso Hardware-Lösungen werden durch Freiwillige arbeitsteilig geschaffen und weiterentwickelt, etwa der 3D-Drucker der RepRap-Community oder die Landmaschinen der Open Source Ecology.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 4/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

In dem Projekt kartieren die Forschungspartner wichtige Projekte, Akteure und Interaktionsplattformen in den drei Handlungsfeldern nachhaltige Energie, nachhaltige Mobilität und nachhaltige Stadtentwicklung. Ziel ist es, die Beziehungen der Akteure zu verstehen und ihre Interaktionen zu analysieren. Neuartige Messmethoden und Kennzahlen werden dafür entwickelt, um der sogenannten Peer Innovation Sichtbarkeit zu verleihen.

Bildquelle: Gettyimages/iStock

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