SAP-MES-Lösungen für die Produktion

Vorkonfigurierte MES-Pakete

Die von SAP entwickelten, schlüsselfertigen Manufacturing-Execution-System-Lösungen (MES) sollen Einführungsrisiken auf ein Minimum reduzieren.

Als die SAP AG im Jahre 2005 durch Zukäufe in das Manufacturing-Thema eingestiegen ist, war das Ziel klar: Die ERP-Unternehmenssoftware sollte neben den existierenden Bereichen wie Finanzen, Vertrieb, Einkauf, etc. nun auch eine direkte Verknüpfung in den Produktionsbetrieb erhalten. Seitdem hat sich einiges getan.

Die Walldorfer haben mittlerweile ein vollständiges Portfolio an Manufacturing-Execution-Systemen (MES). Das Produkt Manufacturing Execution (ME) ist speziell für die diskrete Fertigung ausgelegt und mit Manufacturing Integration and Intelligence (MII) gibt es eine SAP-basierte Plattformstrategie zur Umsetzung angepasster MES-Lösungen, die ebenfalls in der Prozessindustrie Anwendung finden.

Der dritte Baustein der MES-Strategie ist die Plant Connectivity Software (PCo), die eine direkte Kommunikation zur Maschinenebene ermöglicht. Neben den Standardprodukten bieten die Walldorfer vorkonfigurierte Branchenlösungen, wie Batch-Manufacturing für die Prozessindustrie und spezielle Rapid Deployment Solutions für den leichten Einstieg in die disktrete Fertigung an.

In den Rapid-Deployment-Lösungen hat der Anbieter Software und Dienstleistungen zu einer schlüsselfertigen Lösung kombiniert und vorkonfiguriert. Anwenderschulungen wurden ebenfalls integriert, was zu einem schnellen produktiven Einsatz führen soll. Darüber hinaus gibt es Vorlagen und Projektpläne, um die Realisierung des Projektes auch innerhalb der geforderten drei Monate gewährleisten zu können.

MES-Lösungen für die produzierende Industrie

  • Das Rapid-Deployment-Solution-Paket „Manufacturing Execution“ für die diskrete Fertigung stellt beispielsweise für folgenden Funktionsumfang einen Lösungsansatz dar:
  • WIP-Management (Ware in Arbeit)
  • Qualitätsmanagement
  • Daten- und Messwertaufnahme
  • Produktrückverfolgbarkeit
  • Maschinendatenintegration (MDE)
  • Produktionskennzahlen
  • Lagermanagement
  • Reporting
  • SAP ERP Shop Floor Integration

Um die Implementierungszeit von unter drei Monaten sicherzustellen ist der Ablauf inklusive aller Templates und Projektpläne geplant und läuft in drei Phasen ab:

  1.    Start – Kickoff mit Funktionsfestlegung
  2.    Implementierung
  3.    Betrieb – Go Live


SAP-Partner wie Trebing + Himstedt bieten hierfür Implementierungsservices zu einem Festpreis von 79.000 Euro an, um den Projektablauf auch entsprechend den Spezifikationen sicherzustellen und eine Inbetriebnahme nach acht Wochen zu gewährleisten.

Damit Rapid-Deployment-Lösungen innerhalb der Rahmenbedingungen umgesetzt werden können, bedarf es einiger Voraussetzungen, die vorab zu überprüfen sind. So werden die neuesten Releasestände gefordert, die in der Praxis in einem Produktivsystem nicht überall zwingend vorhanden sind. Die Implementierung ist auf einen Prozess ausgerichtet und auch die optionalen Anpassungsmöglichkeiten besitzen einen begrenzten Umfang. Zudem ist die Mitarbeit des Unternehmens am Projekt entscheidend, dafür müssen eigene Ressourcen zur Verfügung stehen und eingeplant werden.

* Der Autor, Ulf Kottig, ist Marketing-Manager Manufacturing Integration bei Trebing + Himstedt

Bildquelle: Olga Meier/Pixelio.de

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