Süßer die Onlineshop-Kassen nie klingeln?

Weihnachts-Tipps für Webshop-Betreiber

Fünf Tipps zeigen auf, wie Onlineshop-Betreiber, ihren eigenen Webshop hinischtlich des anstehenden Weihnachtsgeschäfts so richtig fit machen können.

Online-Shopbetreiber sollten sich für das anstehende Weihnachtsgeschäfts entsprechend rüsten.

219 Euro wollen die Deutschen dieses Jahr im Schnitt für Weihnachtsgeschenke ausgeben, wie eine Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young ergeben hat. Weihnachten stellt für den Einzelhandel die umsatzstärkste Zeit im Jahr dar, rund ein Fünftel des Online-Umsatzes wird an Weihnachten gemacht. Süßer die Kassen nie klingeln? Damit auch Webshop-Betreiber von der allgemeinen Kauflaune zum Fest profitieren, müssen sie im Vorfeld jedoch ihre Hausaufgaben erledigen. Nachfolgend zeigen fünf Tipps, wie sich der eigene Webshop in Sachen Weihnachtsgeschäft fit machen lässt:

Das Auge kauft mit
Diese psychologische Binsenweisheit gilt insbesondere vor Festen wie Weihnachten. Auch der Besucher des Onlineshops will in der Vorweihnachtszeit optisch etwas geboten bekommen. Nicht umsonst dekorieren Läden ihre Auslagen ab November mit Lichtergirlanden und Weihnachtsmännern. Daran sollte man auch bei der Gestaltung des Webauftritts denken. So können Betreiber die Besucher glücklich machen, indem sie beispielsweise neben ihrem Logo auf der Startseite einen kleinen Weihnachtsmann samt Renntierschlitten oder eine Weihnachtsmütze platzieren. Oder man lässt Schnee über die Homepage rieseln. Natürlich sollte das Ganze jedoch nicht zu aufdringlich wirken und dem Geschäftsmodell angemessen sein.

Digitale Medien einbinden

Wenn man wissen möchte, was in der eigenen Branche in diesem Jahr zu Weihnachten angesagt ist, und was nicht, kann man eine Marktforschung auf Facebook, Twitter & Co., auf Seiten von Wettbewerbern und in relevanten Foren betreiben, wo man sich über neueste Geschenkideen und Trends austauscht. Wenn die Shopbetreiber dabei herausfinden, dass aktuell ein Produkt besonders nachgefragt wird, sollten sie es gut sichtbar auf der Startseite platzieren. Außerdem können sie die Fragen, die zu einem Produkt immer wieder auftauchen, gleich auf den eigenen Seiten oder im Blog beantworten.

Die richtigen Werbemittel
Die Betreiber von Webshops sollten ihre Werbemittel optisch und inhaltlich im Hinblick auf das nahende Weihnachtsgeschäft gestalten, um ihre Kunden auf spezielle Aktionen hinzuweisen und diese in ihrer Weihnachtsstimmung „abzuholen“. Hier kann man mit Kaufanreizen arbeiten, indem man Slogans verwendet wie „Nur für kurze Zeit: 10-Euro-Weihnachtsrabatt!“ oder „Nur heute keine Versandkosten!“. Das wird sich der Nutzer in der Regel nicht entgehen lassen. Der Betreiber freut sich über steigende Verkäufe und der Kunde darüber, ein echtes Schnäppchen gemacht zu haben. Zudem sollte man kommunizieren, bis wann spätestens bestellt werden muss, damit die bestellten Präsente rechtzeitig zum Weihnachtstag geliefert werden.

Wenn Kampagnendaten des letzten Jahres zur Verfügung stehen, sollten man diese auswerten (Welche Kampagnen liefen besonders gut und warum? Welche Produkte wurden am meisten verkauft?). Und nicht zuletzt: Es gilt, in der Vorweihnachtszeit unbedingt die Gebote und das Budget der eigenen Adwords-Kampagnen anzupassen, da der Wettbewerb gerade vor Weihnachten noch einmal stark anzieht. Denn man will doch sicher nicht, dass in der umsatzstärksten Zeit die eigenen Anzeigen nicht mehr so häufig geschaltet werden und somit bares Geld durch die Lappen geht.

Sofern man bei Social Media aktiv ist, sollte man sich die Reichweite dieser Medien zunutze machen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Online-Adventskalender, der täglich zusätzliche Besucher liefert? Als Prämie bieten sich Produkte aus dem eigenen Sortiment an. Gut funktionieren auf Facebook & Co. auch Bilder und Videos mit weihnachtsbezogenem Content, die von den Fans gerne geteilt werden.

Besserer Service
Im vorweihnachtlichen Aktionendschungel können sich Shopbetreiber einen entscheidenden Vorteil verschaffen, indem sie einen besseren Service bieten. Hier einige Beispiele:

•    An das Weihnachtsgeschäft angepasste Lieferbedingungen: Damit kann man den Kunden eine schnellere Lieferung als üblich und verlängerte Retourenfristen anbieten.

•    Überdies punkten diejenigen Betreiber, die im Weihnachtsgeschäft zu jeder Lieferung ein kleines Präsent hinzugeben.

•    Auch Zusatzleistungen wie ein Verpackungsservice oder speziellen Produkt-Bundles zum Fest können für einen Umsatzschub sorgen.

•    Man sollte den Shopbesuchern bei der Auswahl des passenden Geschenks helfen. Denn viele wissen häufig noch nicht, was sie ihren Liebsten eigentlich schenken sollen. Diesen Unentschlossenen kann man mit einem einfachen Geschenkefinder unter die Arme greifen, der das Angebot nach gewissen Kriterien segmentiert (z.B. Geschlecht, Alter, Interessen etc.)

Saisonale Lastspitzen abfedern

Schließlich gilt es zu klären: Ist der eigene Webserver auf die zusätzliche saisonale Belastung hin ausgelegt oder bremst dieser nur die Einkaufslaune? Das Schlechteste was passieren könnte, sind gestiegene Ladezeiten oder der Shop ist gleich gar nicht mehr erreichbar. Das Stichwort lautet hier: skalierbarer Server. An dieser Stelle kann man bei dem eigenen Hoster oder IT-Dienstleister nachfragen, ob man diesbezüglich bereits für das Weihnachtsfest gerüstet ist.

* Der Autor Martin Stäbe hat an den Universitäten Augsburg und Rennes (Frankreich) Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik studiert. Bei der Online Solutions Group GmbH ist er seit Januar 2011 für den Bereich Search Engine Optimization (SEO) zuständig.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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