Servervirtualisierung bei Toyota Motorsport

Weiterentwicklung der Storage-Plattform

Da Erfolge im professionellen Rallye-Sport heutzutage nur mit einem perfekten Management digitaler Informationen möglich sind, hat für die Toyota Motorsport GmbH die Storage-Platform im Unternehmen höchste Priorität. So wurde die frühere Speicherplattform durch zwei Unified Storage Systeme abgelöst – gemanagt werden diese mit einer Servervirtualisierungslösung.

Seit 2009 bietet die Toyota Motorsport GmbH ihre Automotive-Engineering-Leistungen nicht nur innerhalb der Toyota-Gruppe an, sondern auch als Dienstleistung für konzernfremde Firmen. Dadurch haben sich die Prämissen für die Weiterentwicklung der IT- und Storage-Landschaft verschoben.

Die Firmengeschichte der Toyota Motorsport GmbH (TMG) reicht bis in die Siebzigerjahre zurück: Das Spezialunternehmen entwickelt und betreut seit 1973 (damals noch unter dem Namen Toyota Team Europe) Rennwagen, u.a. für die World Rally Championship (WRC). Doch nicht nur mit dieser war der Name TMG über lange Jahre eng verbunden, sondern auch mit Langstreckenrennen wie mit dem 24-Stunden-Rennen im französischen Le Mans bzw. der Langstreckenweltmeisterschaft. Der Abschied von der WRC in Vorbereitung auf den Formel-1-Einstieg zu Beginn des neuen Jahrtausends markierte den Startpunkt einer bis heute währenden strategischen Partnerschaft zwischen TMG und EMC. „Im professionellen Rallye-Sport sind Erfolge heutzutage nur mit einem perfekten Management digitaler Informationen möglich. Deshalb hat die Speicherplattform für uns eine hohe Priorität“, kommentiert Oliver Meis, Manager Information Technology Systems beim Rennwagenspezialisten.

Das IT-Kernteam des Anwenders in Köln wird seit über einer Dekade durch On-Site-Experten des Speicheranbieters verstärkt. Gemeinsam konnte das Team die Geschäftstätigkeit vor einigen Jahren weiter ausbauen. Seit 2009 bietet die TMG ihre Automotive-Engineering-Leistungen nicht nur innerhalb der Toyota-Gruppe an, sondern auch als Dienstleistung für konzernfremde Firmen. Dadurch haben sich die Prämissen für die Weiterentwicklung der IT- und Storage-Landschaft naturgemäß verschoben. So stieg z.B. die jährliche Datenwachstumsrate auf durchschnittlich 30 Prozent. Aktuell beläuft sich das Gesamtdatenvolumen auf rund 172 Terabyte. Darin enthalten sind auch die Simulationsdaten eines Scale-Out-Speichers von EMC Isilon, der zur HPC-Plattform (High Performance Computing) des Rennwagenspezialisten gehört. Bei einem dreijährigen Planungshorizont für die Storage-Umgebung kalkuliert der Anwender daher mit einem Datenwachstum von etwa 100 Prozent.

Skalierbarkeit im virtuellen Umfeld

Hohe Skalierbarkeit sowie verlässliche Lese- und Schreibperformance waren Motive für die Implementierung von zwei Unified-Storage-Systemen VNX 570. Die beiden Systeme sind an räumlich getrennten Standorten installiert, wobei die Datenbestände permanent von einem System auf das andere repliziert werden. „Stabile Performance bei unterschiedlichen Datenbankformaten sind in einer virtualisierten IT-Umgebung alles andere als eine Selbstverständlichkeit“, bemerkt Oliver Meis.

Derzeit versorgen rund 150 virtuelle Maschinen sämtliche SAP-Anwendungen, Exchange und andere Applikationen. Gemanagt wird dies mit der Servervirtualisierungslösung vSphere von VMware. Auch die rund 260 Client-Arbeitsplätze sind komplett virtualisiert und werden als wartungsarme Virtual Desktop Infrastructure betrieben. „Die nahtlose Integration zwischen VNX und der Software von VMware erleichtert uns die IT-Administration. So lässt sich z.B. die Speicherzuordnung für virtuelle Server direkt unter vSphere vornehmen“, konstatiert der IT-Manager.

Die gesamten VNX-Bestände – darunter File Services, SQL-Server sowie Oracle-Datenbanken – werden ebenso wie alle HPC-Datenbestände mit EMC Networker auf ein Data-Domain-Backup-System gesichert. Die erweiterte Anwendungsunterstützung von Networker garantiert etwa bei SQL-Server-Datenbanken konsistente Kopien. Dank spezifischer Tools ist zudem das Cloning von Oracle-Datenbanken einfacher – was nicht nur im Kontext der Datensicherheit bedeutsam ist. „Die einfache Cloning-Möglichkeit hat die Teststellung beschleunigt. Wir sparen dadurch nicht nur Arbeitszeit, sondern können Software-Innovationen auch frühzeitiger nutzen“, so Oliver Meis.

Backup-Datenströme werden auf dem Data-Domain-System vor dem Abspeichern dedupliziert. Im Ergebnis reduziert sich das Backup-Volumen dadurch von 172 auf rund 14,4 Terabyte. Auch lassen sich Daten dank des Networker-/Data-Domain-Tandems schneller wiederherstellen. Dadurch ist die IT-Servicequalität gestiegen, sodass das IT-Team die Arbeit der TMG-Entwicklungsingenieure effektiver unterstützen kann. 


Toyota Motorsport GmbH

  • Branche: Motorsport
  • Gründung: 1973
  • Hauptsitz: Köln
  • Mitarbeiter: ca. 250

www.toyota-motorsport.com

Bildquelle: © Toyota Motorsport GmbH

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