Mittelstand unterwegs im Zukunftslabor

Willkommen im Silicon Valley

Per B2B-Reise ins Silicon Valley brachte die Telekom kleine und mittlere Unternehmen auf Tuchfühlung mit den Großen des Internets. Ob Salesforce, Cisco oder Capriza – die Mittelständler nahmen wichtige Anregungen mit nach Hause.

Silicon Valley

Im Rahmen einer B2B-Reise tourte der Mittelstand durch das Silicon Valley.

Bildungsreisen von Wirtschaftslenkern ins Silicon Valley boomen. Doch bislang waren es vor allem DAX-Konzerne, die ihre CEOs oder CIOs zwecks digitaler Weiterbildung in die kalifornische Ideenschmiede entsandten – oder dort gleich eine Dependance eröffneten. Der Mittelstand, immerhin das Herz der deutschen Wirtschaft, war nur sporadisch vertreten. „Natürlich ist unseren Kunden bewusst, dass Digitalisierung entscheidend für ihre Wettbewerbsfähigkeit ist“, sagt Hagen Rickmann, bei der Telekom Deutschland als Geschäftsführer für Geschäftskunden verantwortlich. „Doch viele wissen nicht, was sie konkret angehen sollen, welche Themen am dringlichsten und welche digitalen Trends wirklich nachhaltig sind.“

Vor diesem Hintergrund haben die Bonner knapp zwanzig Kunden aus dem Mittelstand zu einer B2B-Tour ins Silicon Valley eingeladen. Darunter etwa J&J Dreger Consulting, Woodpecker-Finch, Impuls Finanz, Rastal, Wittenstein AG, Swiss Coffee Company und Trilux. „Ziel der Reise war es, Lücken zwischen Wissen und Tun zu überbrücken, Einblicke aus erster Hand zu bekommen und vor Ort mit den Innovationstreibern zu sprechen“, sagt Rickmann.

Die vier Tage an der amerikanischen Westküste waren eng getaktet – schließlich galt es, möglichst viele Eindrücke und Anregungen zu sammeln. Neben Anbietern wie Google, Salesforce, Cisco oder Linkedin standen auch kleinere Firmen wie Mobile Iron, Slack, Zimperium, Capriza oder Docusign auf dem Besuchsprogramm. Gerade hier fanden die Top-Manager der deutschen Firmen konkrete, zum Teil einfach zu realisierende digitale Ansätze, um Absatz und Produktivität zu steigern.

Salesforce etwa demonstrierte verschiedene Ideen zur Kundenbindung, Zimperium erhöht die Sicherheit auf Mobilfunkgeräten, Cisco verbessert die unternehmensinterne Zusammenarbeit. Oder Capriza: Mit wenigen Klicks werden Workflows mobile-fähig. „Die Reise hat viel gebracht“, berichtet sich Nick Schauder von der Swiss Coffee Company. „Wir werden sicher Salesforce-Anwender werden, denn mit den Werkzeugen lernen wir deutlich mehr über unsere Kunden und können sie besser bedienen.“

Wichtiger noch als konkreter Produktnutzen fanden die Teilnehmer, den Geist der globalen Ideenschmiede vor Ort erleben zu können. „Hier bekommt man mit, wie die Unternehmen für ihre Produkte und Lösungen brennen. Das ist beeindruckend und in Europa, obwohl oft beschrieben, nicht so zu spüren“, sagt Claus-Peter Müller von Roland Berger. Denn am Ende, da waren sich alle Teilnehmer der Reise einig, zählt nicht ein einzelnes Produkt oder die eine geniale Idee, sondern das Ökosystem aus Talenten, Kapitalgebern, Forschung und Tech-Giganten.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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