Research In Motion (RIM)

„Wir sind der Standard“

Unsere Redaktion sprach mit Axel Kettenring, Managing Director Research In Motion (RIM) Germany, über neue BlackBerry-Lösungen für den Enterprise-Einsatz, die Unternehmensstrategie und Markttrends.

Axel Kettenring

Axel Kettenring, Managing Director Research In Motion (RIM) Germany

Herr Kettenring, RIM ist traditionell stark im Geschäftskunden­­bereich. Aus welchen Gründen sollten Unternehmen weiterhin auf BlackBerry-Technologie setzen?
Axel Kettenring:
RIM kann auf einen reichen Erfahrungsschatz, globale Präsenz und eine Basis etablierter und loyaler Kunden sowie auf seine Innovationsbereitschaft bauen. Damit sind wir gut aufgestellt, um weiterhin zu wachsen und erfolgreich zu sein. Unser Erfolg basiert auf der Tradition von Pionierarbeit im Bereich wissenschaftlicher Forschung und technologischer Höchstleistung. Das Unternehmen hat unglaublich viele Innovationen hervorgebracht und die Art und Weise, wie Menschen arbeiten und kommunizieren, verändert.

Wo sehen Sie Wachstumspotential?
Kettenring:
Ein aktuelles Beispiel sind die zahlreichen Ankündigungen, die wir auf der diesjährigen BlackBerry World im Bereich Unified Communications und BlackBerry Mobile Voice System (MVS) gemacht haben. MVS verbindet Unternehmenstelefonsysteme mit mobiler Kommunikation und erlaubt es Mitarbeitern, kostengünstig weltweit Festnetzanrufe über ihre BlackBerry Smartphones entgegenzunehmen oder zu tätigen. Die neue Version MVS 5 integriert zahlreiche weitere Telefonsysteme wie etwa Avaya Aura 6.1, Avaya CS1000 Communication Server oder ältere ­Telefonsysteme wie Avaya Communications Manager und Nortel Communication Server.

Wie wollen Sie auch im Endverbrauchersegment höhere ­Marktanteile gewinnen?
Kettenring:
BlackBerry ist seit mehr als zehn Jahren der Standard für mobile Unternehmenskommunikation. Die Verbraucher haben diese Stärke im ­Businessbereich erkannt und möchten die Qualität der Marke für sich nutzen. Im Bereich Kernkommunikation macht uns keiner etwas vor. Egal ob das ­E-Mails, SMS, Instant Messaging oder Soziale Netzwerke betrifft. Beliebte Applikationen wie Twitter und ­Facebook stehen für unsere Smartphones bereit – wir sind die Nummer 1 bezüglich der Nutzerzahlen solcher Features.
 
Können Sie Zahlen nennen?
Kettenring:
Monatlich nutzen 33,5 Mio. Kunden unsere Facebook-Applikation, für Twitter for BlackBerry liegt diese Zahl bei 7,2 Mio. Der bewährte BlackBerry Messenger hat weltweit einen sensationellen Zuwachs erfahren. Momentan haben wir monatlich über 43 Mio. aktive Nutzer. Zudem arbeiten wir mit unseren Partnern an einer neuen Applikations­kategorie, die die Leistung der BlackBerry-Plattform nutzt und die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und unsere Freizeit gestalten, verändern wird. Wir nennen diese Applikationen Super Apps. Diese sind in andere Applikationen integriert und sorgen für ein nahtloses Nutzererlebnis auf dem Gerät.

Worauf liegt der Schwerpunkt bei der Entwicklung neuer Endgeräte – Sicherheit, Integration von ­Geschäftsanwendungen oder Bedienbarkeit?
Kettenring:
Sicherheit ist die Basis unserer Enterprise Solution. Mit ihr können Nutzer jederzeit unbesorgt auf sensible Unternehmensinformationen zugreifen. Die Sicherheitsarchitektur wurde speziell dafür entwickelt, Business-Nutzern die nötige Gewissheit zu geben, dass niemand – und das beinhaltet auch RIM – Zugriff auf ihre Daten hat. Keine andere Plattform bietet vergleichbare Sicherheitsstandards.

Welche Branchen und Unternehmenssegmente wollen Sie mit Ihrem Tablet-PC PlayBook gewinnen?
Kettenring:
Der Markt ist noch jung und RIMs Innovationen definieren Mobile Computing neu. Das PlayBook wird gleichermaßen in der Vorstands­ebene als auch im Wohnzimmer Einzug halten – aber wenn wir vom Business-Segment sprechen, dann ist es das erste Unternehmenstablet. Mit einem Dual-Core-Prozessor und einem Multi-­Core-Betriebssystem bringt es die Leistung, die man braucht, um ein fantastisches Browsererlebnis und echtes Multitasking zu ermöglichen. CIOs sind begeistert von der Schnelligkeit, Leistung und Verwaltbarkeit, von der Flash-Unterstützung und dem Support von Applikationen wie Business Intelligence Dashboards oder unseren offenen Entwickler-Tools. Weitere Vorteile bietet BlackBerry Bridge, das den Nutzern die ­Flexibilität und den Komfort bietet, sicher auf die Daten zuzugreifen, die sich auf dem Smartphone befinden.

Welche Kooperationen bestehen mit führenden ­Unternehmenssoftware-Anbietern?
Kettenring:
Wir kooperieren mit einigen führenden Anbietern. So haben RIM und Microsoft kürzlich eine Zusammenarbeit angekündigt, in deren Rahmen wir die Suchmaschine Bing tief integrieren. Bing wird auf allen BlackBerry-Geräten als Default Search Engine genutzt werden und die bevorzugte Such- und Kartenapplikation sein.

Auf der BlackBerry World demonstrierte Microsoft, wie verschie­dene Funktionen auf unserer Plattform funktionieren würden, z.B. texterkennende Suche über die Kamera, sprachgesteuerte Suche oder der Zugriff auf Kontextinformationen.

Inwieweit ist Design ein entscheidendes (Ver-)kaufskriterium geworden?
Kettenring:
Kombiniert mit einem super Nutzererlebnis ist ­Design ein wichtiger Faktor. Unser Smartphone-Portfolio bietet eine Auswahl an sehr eleganten Geräten, und hochwertiges Design ist Teil des Kriteriums. Auf der BlackBerry World haben wir ein neues BlackBerry Bold Smartphone vorgestellt. Mit ­seinem ikonischen Design und der besten Tastatur der Branche bietet das Bold 9900 die erstklassigen Materialien und Ver­arbeitung, die charakteristisch für diese Linie sind. Das luxuriöse äußere Erscheinungsbild des Gerätes bietet einen Rahmen aus stahlfreiem, gebürstetem Stahl und einen glänzenden Glasfaser-Rückdeckel. Außerdem ist es mit nur 10,5 Millimetern unser bisher dünnstes Smartphone.

Welche Trends sehen Sie im Bereich mobiler Endgeräte abseits des Hypes um Tablet-PCs?
Kettenring:
Eine der größten Herausforderungen für CIOs ist die Consumerisation der IT – das heißt, dass Mitarbeiter teilweise Technologien mit ins Unternehmen bringen, die höher entwickelt sind als die, die das Unternehmen selbst bereitstellt. Smartphones und Tablets stehen im Zentrum dieses Trends.

Ich denke, dass man dabei nicht nur die Risiken, sondern auch die sich ergebenden Möglichkeiten sehen sollte. Mit Black­Berry Balance, ­gerade erst vorgestellt, können Mitarbeiter ein Gerät sowohl für berufliche als auch private Daten nutzen, ohne Abstriche bei der Unternehmenssicherheit oder der Privatsphäre machen zu müssen. Die Anwendung bietet eine einheitliche Sicht auf beide Inhalte, trennt aber beide voneinander und bietet Sicherheit. Solange nicht gegen Unternehmensrichtlinien verstoßen wird, ist die Trennung der Daten vollkommen transparent.

Wie sorgen Sie für die Integration Ihrer Endgeräte in bestehende IT-Infrastrukturen?
Kettenring:
Unsere Technologie ist so flexibel und anpassungsfähig, dass sie Unternehmen die Möglichkeit bietet, die richtige Balance zwischen Kontrolle und leichter Bedienbarkeit zu finden. Über 550 Management-Richt­linien stehen heute über den Enterprise Server bereit und bieten Unternehmen die Flexibilität, ­allen Anforderungen an die Unternehmenssicherheit entsprechen zu können. Gleichzeitig macht unsere Balance-Applikation die Nutzung zweier Smart­phones überflüssig.

Ein riesiges Thema im Mobile-Bereich ist die (bei vielen fehlende) Administrierbarkeit der Geräte: Was bieten Sie den Anwendern?
Kettenring:
Mit unserer kürzlich angekündigten Multiplattform-Enterprise-Lösung für Smartphones und Tablets adressieren wir den Bedarf von Unternehmenskunden, die eine sichere Multiplattform-Device-Management-Lösung benötigen. Diese Kunden möchten eine Lösung nutzen, die von dem Unternehmen entwickelt wurde, das bereits den Gold-Standard für Enterprise Mobility bietet.

Durch die bevorstehende Akquisition von ­ubitexx (Entwickler der ubi-Suite Device Management ­Solution) soll die Lösung sicheres Device-Mana­gement für Android- und iOS-basierte Geräte und Tablets beinhalten. Diese können dann über eine einzige webbasierte Konsole verwaltet werden. Sie wurde außerdem entwickelt, um IT-Administratoren eine einfache und effektive Möglichkeit zu bieten, Software zu verteilen und Richtlinien, Bestände, ­Sicherheit und Services für BlackBerry Smartphones und andere mobile Geräte zu verwalten.

Inwieweit trügt der Eindruck, die Anwender gingen in puncto Sicherheit mit mobilen Endgeräten sorgloser um als mit Desktop-Rechnern oder auch Notebooks?
Kettenring:
Sicherheit ist immer absolut wichtig – egal ob PC oder Smartphone. Da ein Smartphone – und mit ihm sensible oder private Daten – leichter ­verloren gehen oder gestohlen werden kann, bieten wir Unternehmen und Privatnutzern Lösungen an, die keinen Enterprise Server und dessen integrierte Sicherheitsfunktionen nutzen. Mit unserer Software Protect können unsere Kunden von überall aus über den PC per Fernzugriff ein Backup für ihr Gerät vornehmen, ihr Gerät wiederherstellen oder es lokalisieren. Die Applikation ist kostenlos verfügbar.

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