Leichtere Geräteverwaltung

Zentrale Rolle bei der Sicherheit

Sebastian Weber, Product Manager bei der Aagon GmbH, erläutert im Interview u.a. die Bedeutung von Unified-Endpoint-Management-Lösungen für die Sicherheit und die mobile Arbeitswelt.

Sebastian Weber, Product Manager bei der Aagon GmbH

Sebastian Weber, Product Manager bei der Aagon GmbH: „Unternehmen haben mit IoT großartige Möglichkeiten, ihre IT-Strukturen besser zu vernetzen und zugleich sicherer aufzustellen.“

ITM: Herr Weber, UEM ist in vieler Munde. Wie definieren Sie den Begriff?
Sebastian Weber:
Wir bei Aagon denken, dass Unified Endpoint Management weit mehr ist als die zentrale Geräteverwaltung einer IT-Umgebung. Unternehmen verwalten neben Servern, Desktop-Rechnern und mobilen Endgeräten heute auch zahlreiche weitere Geräteformen. IT-Administratoren haben bereits jetzt ein hohes Maß an Flexibilität bei der Inventarisierung, Zuordnung und Verwaltung.

ITM: Welche Bedeutung übernimmt UEM bei der Integration in eine Sicherheitslösung?
Weber:
UEM spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherheit. Unserer Ansicht nach gehören zum UEM auch das Patchmanagement, das Schwachstellenmanagement und das Asset Management. Also immer das Zusammenspiel der IT-Sicherheit mit der Softwareverteilung und auch dem Wissen über vorhandene Zutrittskarten usw. Es bringt nichts, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hat, aber noch eine Zutrittskarte besitzt und diese auch Jahre nach seinem Weggang noch benutzen kann.

ITM: Welches Potential bietet UEM hinsichtlich der mobilen Arbeitswelt?
Weber:
Die steigende Nutzung von mobilen Endgeräten in Unternehmen schafft völlig neue Einsatzmöglichkeiten. IT-Administratoren werden sich bewusst, dass Unified Endpoint Management bei der Verwaltung von Geräten einen signifikanten Unterschied machen kann, es diese leichter macht und Zeit spart. Während das manuelle Updaten von mobilen Endgeräten in der Vergangenheit je nach Unternehmensgröße schon mal einen halben Arbeitstag dauern konnte, benötigen Admins mit modernen Lösungen dafür heute meist nur noch wenige Minuten. Wir wollen Unternehmen unterstützen, mehr aus diesen Möglichkeiten zu machen.

ITM:Wie wirken sich aktuelle Technologien des Internets der Dinge (IoT) auf UEM aus?
Weber:
Unified Endpoint Management hat unglaubliche Aussichten. Unternehmen haben mit dem Internet der Dinge großartige Möglichkeiten, ihre IT-Strukturen besser zu vernetzen und zugleich sicherer aufzustellen. Die bereits bekannten Use Cases sind erst der Auftakt. Immer smartere Produktionssysteme erfassen über Sensoren in Echtzeit alle relevanten Betriebs- und Maschinendaten und werten diese aus, was eine besondere Herausforderung an das Unified Endpoint Management stellt.

ITM: Wie verändern sich durch UEM die Aufgaben von Admins im Mittelstand?
Weber:
Früher war der Admin in vielen Unternehmen die umgangssprachliche eierlegende Wollmilchsau, die mehrere Brände parallel gelöscht hat. Heute übersetzt sich die höhere Komplexität des IT-Managements in Jobprofilen zwar immer noch in ein breites Set an Skills, Wissen und Erfahrungsschatz. Wir beobachten aber zugleich, dass vor allem mittelständische Unternehmen den Wert einer vollintegrierten Unified-Endpoint-Management-Lösung erkennen und Admins suchen, die bereits mit entsprechender Software vertraut sind. Das erkennen wir auch an einer gestiegenen Nachfrage nach unseren Produktschulungen in den vergangenen Jahren.

ITM: Wann lohnt sich das Outsourcing eines Admins?
Weber:
Das kann so pauschal nicht beantwortet werden. Es kommt immer auf die IT-Umgebung und den Bedarf an. Generelle einzelne Aufgaben wie etwa das Patchmanagement und das Schwachstellenmanagement können als wiederkehrende Arbeiten gut von externen Dienstleistern erledigt werden. Das heißt aber nicht, dass hierdurch ein Admin ‚eingespart‘ werden kann, sondern dass die IT-Abteilung durch solche Maßnahmen mehr Zeit für das tägliche Geschäft und die digitale Transformation gewinnt und somit das Unternehmen zukunftsfähiger gestalten kann.

Bild: Aagon

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