Fressnapf richtet IT neu aus

Zentrale SAP-Lösung im Einsatz

Um dem Unternehmenswachstum Rechnung zu tragen, setzt Fressnapf, eine Fachmarktkette für Heimtierbedarf, ein Programm zur Einführung eines SAP- und Kassensystems sowie ein Managed-Workplace-Konzept auf – unterstützt wird der Mittelständler dabei von einem IT-Dienstleister.

  • Katze am schlafen

    Bei Fressnapf gibt es viel Zubehör für Heimtiere wie Katzen.

  • Fressnapf-Filiale

    Zug um Zug wurden die mehr als 1.300 Fressnapf-Märkte im In- und Ausland an die zentrale SAP-Lösung angebunden.

Von Tierfutter über Zubehör und Spielzeug bis zur Schwimmweste für Hunde - schon beim ersten Fressnapf-Markt, der 1990 in Erkelenz eröffnete, konnten Tierfreunde Nützliches und Originelles für ihre Haustiere finden. Mehr als 1.300 Märkte werden in zwölf europäischen Ländern betrieben – die Hauptzentrale befindet sich in Krefeld. Mehr als 10.000 Menschen arbeiten für die Fressnapf-Gruppe, davon mehr als 7.000 in Deutschland. Um dem rasanten Wachstum Rechnung zu tragen, entschieden sich die Verantwortlichen für eine Anpassung der IT-Strukturen.

In den Prozessen liegt die Kraft

„Wir müssen IT nicht mehr zwingend selbst betreiben. Wir wollen Unternehmensprozesse verändern.“ – So knapp fasst Roland Vorderwülbecke, Ressortleiter IT bei Fressnapf, das Ziel der Umstrukturierung seines IT-Bereiches zusammen. Als er im Sommer 2011 seine Funktion bei der mittelständischen Fachmarktkette übernahm, befand sich das Unternehmen in einer Phase kontinuierlichen Wachstums. Die Anpassung der bislang etablierten Strukturen und Technologien an die mittlerweile erreichte Größe und Komplexität war daher ein notwendiger Schritt. Im Fokus standen insbesondere die Anpassung der IT-Systemlandschaften an die neuen Anforderungen, die fortschreitende Internationalisierung sowie eine verbesserte Skalierung der IT-Infrastruktur.

„Im Laufe der Jahre haben sich zahlreiche Anwendungen in unsere IT eingeschlichen. Dieser Strauß an Applikationen musste nicht nur mit großem Aufwand betrieben werden. Er sorgte auch dafür, dass Abläufe kaum durchgängig organisiert werden konnten“, erinnert sich Roland Vorderwülbecke. Die IT-Belegschaft musste zahlreiche Schnittstellen koordinieren. In Summe entstand ein Zustand, in der die IT ihre Rolle als Unterstützer und Treiber der Unternehmensentwicklung nicht in voller Stärke wahrnehmen konnte.

Ein zentrales System

An zwei Stellen setzten die IT-Experten an, um dies zu ändern: bei der Implementierung von SAP-Standardlösungen und beim IT-Outsourcing.

Nachdem das Management die Richtung vorgegeben hatte, startete das Projekt im September 2011; die erste SAP-Teillösung – Payroll – ging am 1. April 2012 live. „Dann folgten Warenwirtschaft und weitere Lösungen Schlag auf Schlag“, erinnert sich Roland Vorderwülbecke. „Diesen schnellen Rhythmus hätten wir im Eigenbetrieb nicht erreichen können.“ Zudem wollte der Mittelständler die neue SAP-Lösung nicht selber betreiben.

Erst die Zentrale, dann die Fillialen

Während die erste Projektphase im Kern die Fressnapf-Zentrale betraf, ging das IT-Team im Sommer 2013 den nächsten Schritt. Zug um Zug wurden die mehr als 1.300 Fressnapf-Märkte im In- und Ausland an die zentrale SAP-Lösung angebunden. Zuvor setzte das Projektteam in jedem Markt auf ein lokales Warenwirtschaftssystem mit einem lokalen Back-Office, das an das System der Unternehmenszentrale angebunden war. Der erste Markt ging im Sommer 2013 live, bis Oktober 2013 wurden in einer Pilotphase circa 30 weitere Märkte umgestellt. 2014 wurde der Rollout abgeschlossen – inzwischen arbeiten alle Märkte mit dem neuen System.

Vertrauen in IT-Dienstleister

Begleitet wird das IT-Projekt vom IT-Dienstleister Adesso. „Mit unserem IT-Dienstleister haben wir das Organisationskonzept unserer IT entworfen und setzen dieses jetzt gemeinsam um“, fasst Roland Vorderwülbecke zusammen. Dies fängt bei der Definition der Rollen an und geht über die Vorbereitung und Durchführung von Schulungen bis hin zum Aufsetzen von Betriebsstrukturen wie Gremien oder der Vorbereitung von Lenkungsausschüssen.

Das Fressnapf-IT-Team arbeitet parallel an weiteren Themen. Sie reichen von Cloud-Konzepten, die am Standort Krefeld umgesetzt werden, über virtuelle Desktops und Thin Clients bis hin zu Bring-Your-Own-Device-Konzepten (BYOD). Der Weg in Richtung einer modernen IT, bei der Menschen und Prozesse im Zentrum stehen, wird somit auch in Zukunft konsequent weiter verfolgt.

 

Bildquelle: © Thinkstock/iStock (Bild 1), Fressnapf (Bild 2)

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