08.12.2017

Zukunftsfähige Patientenakte für die RKN Kliniken

Die Rhein-Kreis-Neuss (RKN) Kliniken GmbH ist mit der Initiative „Integrating the Healthcare Enterprise“ (IHE) auf dem Weg zu einer standardisierten elektronischen und revisionssicheren Patientenakte.

Künftig haben alle Standorte der Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH Zugriff auf sämtliche Patientenakten. ((Symbolbild))

Künftig haben alle Standorte der Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH Zugriff auf sämtliche Patientenakten. ((Symbolbild))

Aufbauen soll diese der Essener IT-Dienstleister März Network Services. „Für das medizinische Universalarchiv und die IHE-konforme Kommunikationsplattform wird ein Electronic Health Record (EHR) von Tiani Spirit und für die administrativen oder nicht-patientenbezogenen Verwaltungsdaten wird das Dokumenten-Management-System (DMS) von Marabu eingesetzt“, erläutert Adam Dambiec, Key Account Manager für die RKN Kliniken bei März.

Die neue Infrastruktur soll in den Kliniken die Anbindung unterschiedlicher IT-Systeme und den Austausch von Ergebnisdaten intern sowie über Systemgrenzen hinweg ermöglichen. Dabei werde die eindeutige Zuordnung der Informationen zum richtigen Patienten über einen Master Patient Index (MPI) sichergestellt, den März ebenfalls aufbaut. „Durch eine zeitnahe, schnelle und vollständige Abrechnung aller erbrachten Leistungen versprechen wir uns eine effizientere Erlössicherung“, so Patricia Mebes, Geschäftsführerin der 693-Betten-Einrichtung, die das von ihrem Vorgänger Udo Purwin initiierte Projekt fortführt. „Darüber hinaus wird die Fallprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) vereinfacht.“

Seit Mitte des Jahres müssen alle geforderten Unterlagen digital binnen vier Wochen übergeben werden. Das kann die Einrichtung in der neuen Struktur zeitsparend mit wenigen Mausklicks erfüllen. Ebenso die Anforderungen aus dem Patientenrechtegesetz, nach dem jeder Patient Anspruch auf eine digitale Akte hat.

Zugriff auf alle Patientenakten


Künftig haben alle Standorte der Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH – das Kreiskrankenhaus Dormagen, das Kreiskrankenhaus Grevenbroich St. Elisabeth sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum am Standort Dormagen – Zugriff auf alle Patientenakten. Dazu ist die Infrastruktur offen und flexibel, etwa bei weiteren Klinikakquisitionen. „Wir bereiten die intersektorale mobile Interoperabilität innerhalb der Gruppe und darüber hinaus bereits heute vor“, sagt Sascha Rödder, Leiter Patientenmanagement in den RKN Kliniken. So können künftig auch Patienten oder Kostenträger an die virtuellen Akten angebunden werden. Nicht zuletzt macht sich die Einrichtung frei von den Anbietern ihrer Informationssysteme, und das IHE-Archiv kann als Ausfallsystem dienen.

„Von unserer neuen IHE-konformen Infrastruktur versprechen wir uns einen Gewinn an Flexibilität, Dynamik und Geschwindigkeit“, so Patricia Mebes. „Darüber hinaus können wir die unternehmensübergreifende Interoperabilität gewährleisten und gewinnen ein Stück Selbstbestimmung zurück.“

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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