IT-DIRECTOR https://www.it-zoom.de/it-director/news/ IT-DIRECTOR: Business-Magazin für IT-Manager und CIOs de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Tue, 14 Aug 2018 17:13:53 +0200 Tue, 14 Aug 2018 17:13:53 +0200 TYPO3 EXT:news news-20429 Mon, 13 Aug 2018 14:55:17 +0200 Mehr Orientierung rund um Hyperkonvergenz http://www.it-zoom.de/it-director/e/mehr-orientierung-rund-um-hyperkonvergenz-20429/ Unter Leitung von Markus Hahn will die im April gegründete Einheit „Data Center“ der Logicalis GmbH mit einem spezialisierten Team ihr Augenmerk besonders auf hyperkonvergente Infrastrukturen legen. Mit der neuen Ausrichtung trägt der IT-Lösungs- und Managed-Services-Anbieter der starken Nachfrage im Bereich Hyper Converged Infrastructure (HCI) Rechnung. HCI-Lösungen stehen für einen software-getriebenen Ansatz, der das Zusammenspiel von Storage-, Netzwerk-, Compute- und Virtualisierungsressourcen orchestriert. „Die Vorteile der mittlerweile ausgereiften HCI-Lösungen sind den meisten Firmen klar. Sie wissen aber nicht, welche Lösung im Anbieterdschungel die für sie geeignete ist“, sagt Hahn. „Daher haben wir unsere HCI-Kompetenzen gebündelt, um unsere Kunden umfassend beraten und in Projekten unterstützen zu können.“

Abschied von komplexen IT-Umgebungen

HCI-Lösungen sollen die Bereitstellung neuer IT-Services beschleunigen und vereinfachen. Damit eignen sie sich laut dem IT-Dienstleister für zahlreiche Szenarien und sind nach Bedarf schnell skalierbar. Dies mache sie für viele Unternehmen interessant: für große Unternehmen in erster Linie, um Teilbereiche der IT effizienter betreiben zu können, wie z.B. Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und CAD-Arbeitsplätze, DevOps oder Container. Für Mittelständler können hyperkonvergente Lösungen interessant sein, um ihre komplexe, oft noch sehr klassische IT-Umgebung zu ersetzen. Das dafür verfügbare HCI-Lösungsangebot ist groß und unübersichtlich. „Da Hersteller nur ihre eigenen Lösungen in den Fokus rücken, benötigen Firmen jeder Größe die entsprechenden Experten, die sie herstellerunabhängig und individuell beraten. Das betrifft auch notwendige, begleitende Sicherheitsaspekte. Genau hier setzen wir an“, führt Hahn aus.

Die Logicalis GmbH hatte im April ihre Kernkompetenzen in drei Praxiseinheiten gebündelt, um ihre Firmenorganisation weiter zu schärfen. Neben „Data Center“ rief das Unternehmen die Bereiche „Networking, Collaboration & Security“ sowie „Application & Information Management“ ins Leben.

]]>
IT-Director Rechenzentrum / Server
news-20424 Mon, 13 Aug 2018 12:44:45 +0200 So findet man schnell passende Mitarbeiter http://www.it-zoom.de/it-director/e/so-findet-man-schnell-passende-mitarbeiter-20424/ Software-basierte Roboter helfen den Personalern bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Lange war Headhunting ein Geschäft, das auf persönlichen Kontakten basierte. Heute wird das Geschäft mit der Personalsuche von der digitalen Welle überrollt: Datenmengen aus Facebook, detaillierte Profile bei Xing, Spuren im Web – all das ist von Wert für Personaler. Doch Suche und Analyse sind aufwendig. Bis zu drei Wochen investiert etwa MyPharmacy-Personalleiterin Lisa Bogdanic, um einen passenden Bewerber zu finden.

Das muss nicht mehr sein. Robots übernehmen inzwischen diesen Aufwand. Lernende Software, wie die des Heidelberger Start-up Instaffo, analysiert Bewerberdaten und wirft passende Talente aus. Als unaufhaltbar sieht diesen Trend Tim Weitzel. Der Professor an der Universität Bamberg forscht in Sachen Recruiting und sagt: „Wir werden eine noch stärkere IT-Unterstützung der Vorauswahl von Bewerbungen sehen.“ Gestützt wird seine These durch eine Studienreihe der Universität. Jeweils ein Drittel der befragten Unternehmen sowie der Stellensuchenden sind der Meinung, dass moderne Kommunikationsformen eingesetzt werden müssen – und erwarten das auch vom Gegenüber.

Algorithmus sorgt für Gleichberechtigung

Einen Vorteil sehen beide Seiten in der Nicht-Diskriminierung. Robots sind objektiv, während einem Recruiter Haarfarbe oder Geschlecht missfallen. Studien zeigen, dass Personaler nach Stereotypen entscheiden, auch wenn ihnen das nicht bewusst ist. Ausländisch klingenden Namen haben bei gleicher Qualifikation schlechtere Chancen, zum Gespräch eingeladen zu werden. Ein Algorithmus hingegen kennt keine Vorurteile. Er achtet auf Eignung und Fähigkeiten. Professor Weitzel verweist darauf, dass es beschämend für die derzeitige Personalpraxis sei, dass Frauen in Befragungen angeben, sie würden lieber von einem Roboter eingestellt.

Auch Lisa Bogdanic testet Robot Recruiting. Die Personalleiterin arbeitet in Unterföhring bei MyPharmacy, einem Unternehmen das Apotheken berät, die mindestens 50 Mitarbeiter beschäftigen. Statt selbstständig stundenlang zu surfen, um bei LinkedIn und Co. einen passenden Bewerber zu finden, schiebt sie das Anforderungsprofil für den gesuchten IT-Spezialisten (DWH-Developer und Business Analyst) zu Instaffo.

„Wir suchen Leute, die verantwortungsvoll, offen und unkonventionell sind“, beschreibt Bogdanic die weichen Faktoren, die zur Firmenkultur passen müssen. In Heidelberg wird das Profil durch einen Algorithmus gejagt. Die Software findet, ähnlich einem Dating-Portal, zwei passende Treffer („Matches“). Dabei werden harte und weiche Fakten abgeglichen. „Zuerst war ich irritiert, dass so wenig Vorschläge kamen“, erinnert sich Bogdanic und lädt beide Bewerber zum Gespräch ein. Einer sagte gleich ab. Die Personalerin vermutet, dass die gelebte Selbstorganisation beim 25 Mitarbeiter großen Dienstleiter abschreckend gewirkt hat. „Das wollen nicht alle“, weiß die 29-Jährige. Das zweite Match ist ein Volltreffer. Seit Mai ist der gesuchte Kollege an Bord.

Instaffo-Chef Daniel Schäfer erklärt, weshalb das funktionieren: „Bewerber und Unternehmen pflegen auf unserer Seite ihre Profile ein, und wir gleichen ab, wer zu wem passt“. Dass MyPharmacy nur zwei Vorschläge bekam, spreche für das automatisierte Recruiting-Verfahren. Bogdanic freut sich über die gewonnene Zeit. Nur drei Tage hat sie in die Bewerbersuche investiert. Und das Ergebnis passt.

Stellenanzeigen bleiben weiter gefragt

Droht nun der klassischen Rekrutierung aus Stellenanzeige, Bewerbung und persönlichem Kontakt das Aus? „Nein“, meint Cansever Sezer. Der Geschäftsführer der MHP aus Neustadt, einer europaweit agierenden Unternehmensgruppe die Versand-Software programmiert, sieht Robot-Recruiting vielmehr als Ergänzung zu den üblichen Maßnahmen, die notwendig sind, um Personal zu finden. Sezers weiß, wie schwer es ist, im IT-Sektor Fachleute zu finden. Wer sich bei einem Vermittlungsportal registrieren lässt, signalisiert damit seinen Wechselwillen. Diese These stützt Schäfer: „80 Prozent der Beschäftigten würden ihren Job wechseln, wenn das passende Angebot auf dem Tisch liegt“, meint der Instaffo-Gründer. Viele scheuen jedoch den Bewerbungsaufwand. Ist dieser automatisiert, fällt er nur noch einmal an. Ein Anschreiben ist überhaupt nicht mehr notwendig. Die Hürden sinken.

Hinzu kommt: Gefragte Fachleute wollen heute Beruf und Privatleben in Einklang bringen. Sezer hatte in seiner 150 Mitarbeiter großen Firma drei High-Professionals, die zur gleichen Zeit in Elternzeit gehen wollten. „Da ist vorausschauende Personalplanung nötig“, sagt der COO, der mindestens sechs Monate im Voraus plant. Auch hier spielt die Automatisierung den Robots in die Karten. Einmal angelegte Profile können immer wieder per Klick aktiviert werden. Das lindert etwas den Zeitdruck bei der Suche.

Für die Zukunft sollen Robots noch mehr Vorteile liefern. Es sei denkbar, dass die Personalsuche mit anderen Diensten verknüpft wird. Sucht etwa ein usbekischer Programmierer nach Informationen rund um eine Sehenswürdigkeit in München, dann würden ihm in Zukunft die passenden Stellenangebote in der Umgebung gezeigt – plus Rezensionen eines Umzug-Services sowie ein E-Learning-Deutschkurs. Ähnlich könnte das bei medizinischen Berufen oder im Handwerk funktionieren, überall dort, wo Unternehmen dringend Personal suchen.

In Bamberg sehen die Forscher neben dem Robot-Recruiting weitere Felder, auf denen Firmen und Fachleute einander begegnen. Unter dem Begriff Gamification sollen Anforderungen und Fähigkeiten spielerisch abgeglichen werden. Doch nur die Ausnahmen der Firmen (2,5 Prozent) bieten solche Spiele auf ihrer Website oder in sozialen Netzwerken an. Größer ist der Spieltrieb bei den Stellensuchenden: Knapp 13 Prozent haben ihre Eignung für eine offene Stelle schon einmal online ausgespielt. Instant-Messaging-Dienste wie Whatsapp hingegen genießen keinen guten Ruf – wenn es um die Jobsuche geht. Verschwindende 1,3 Prozent der Firmen ermöglichen es Kandidaten, sie über Whatsapp anzutexten. 96 Prozent der Bewerber erwarten das aber auch nicht. Sie haben diesen Dienst noch nie dazu genutzt, um mit Firmen zu kommunizieren. Noch nicht. Denn ähnlich wie Dating-Plattformen hat auch Instaffo eine App in Planung.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Startseite it-zoom HR Personal
news-20428 Mon, 13 Aug 2018 12:27:19 +0200 Nahles fordert Regulierung der Internetmultis http://www.it-zoom.de/it-director/e/nahles-fordert-regulierung-der-internetmultis-20428/ Das „Daten-für-alle”-Gesetz soll laut SPD-Chefin Andrea Nahles die Übermacht großer Digitalkonzerne eindämmen. „Wenn wir künftig verhindern wollen, dass Google und Co. ihre Monopolstellung zulasten von Unternehmen und Verbrauchern ausnutzen, brauchen wir dafür innovative Instrumente”, schrieb sie am Montag in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt”.

Bei dem von Nahles geforderten Gesetz wäre ein Unternehmen verpflichtet – sobald es einen festgelegten Marktanteil für eine bestimmte Zeit überschreitet – einen anonymisierten und repräsentativen Teil seines Datenschatzes öffentlich zu teilen. Mit diesen Daten könnten andere Unternehmen und Start-ups eigene Ideen entwickeln und als Produkt auf den Markt bringen. „Die Daten gehören dann nicht mehr exklusiv Google, sondern allen”, erklärte Nahles.

Wettbewerbsdruck soll steigen

Die Daten dieser Welt würden von einigen wenigen Internetkonzernen monopolisiert, die ihre heute schon beträchtliche Marktmacht auch in Zukunft sichern, kritisierte Nahles. Die „Platzhirsche des digitalen Kapitalismus” würden so allerdings den fairen Wettbewerb unserer Sozialen Marktwirtschaft untergraben – zum Schaden der Arbeitnehmer, Unternehmen und am Ende auch der Verbraucher. „Ein Daten-für-alle-Gesetz würde den Wettbewerbsdruck auf die Internetmultis deutlich erhöhen, die Innovationskraft der IT-Branche entfesseln und die Marktmacht von Datenmonopolisten wie Google und Amazon brechen.”

Die Kritik an der Übermacht der sogenannten GAFA-Konzerne - die Abkürzung steht für die Anfangsbuchstaben von Google, Amazon, Facebook und Apple - ist nicht neu. So fordert beispielsweise der New Yorker Marketingprofessor Scott Galloway schon lange die Zerschlagung der Firmen, die er als Monopolisten bezeichnet.

Auch SPD-Chefin Nahles schloss eine solche Möglichkeit als Ultima Ratio nicht aus. „Sollten sich die Internetmultis ihrer Verantwortung für die Soziale Marktwirtschaft und den fairen Wettbewerb nicht stellen, werden wir in der EU darüber diskutieren müssen, ob eine Aufspaltung der Konzerne notwendig ist”, schrieb sie.

 

 

dpa/sk

 

 

 

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Unternehmen
news-20417 Fri, 10 Aug 2018 15:53:45 +0200 Google soll Außenwerbung planen http://www.it-zoom.de/it-director/e/google-soll-aussenwerbung-planen-20417/ Google soll Medienberichten zufolge den Markt für Außenwerbung auf Videobildschirmen in Angriff nehmen. Auf der Basis von Nutzerdaten plane der Onlineriese Werbung auf digitalen Bildschirmen zu vermarkten, berichtete die „Wirtschaftswoche” am Freitag unter Berufung auf Branchenkreise. Das sind Werbeflächen, die etwa in Bahnhöfen oder in Einkaufszentren stehen und Informationen und Werbung zeigen.

Google wollte sich auf Nachfrage der Wirtschaftswoche nicht zu den Plänen äußern. Die Aktie des Werbevermarkters Ströer geriet jedoch deutlich unter Druck und verlor fast 5 Prozent an Wert. Deutschlandweit gibt es dem Blatt zufolge mehr als 110 000 solcher Werbebildschirme. Derzeit sucht Google demnach nach Partnern, die solche Displays bereits betreiben.

Das Geschäft ist bislang eine Domäne des Kölner Werbekonzerns Ströer aus dem MDax. Dieser hatte im vergangenen Jahr mit Werbung auf öffentlichen Videobildschirmen 121 Millionen Euro umgesetzt – knapp 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

dpa/pf

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Marketing
news-20407 Fri, 10 Aug 2018 13:09:01 +0200 Warten auf das deutsche Spotify http://www.it-zoom.de/it-director/e/warten-auf-das-deutsche-spotify-20407/ Seit drei Jahren wird in Jülich schon an einer neuen Supercomputerarchitektur getüftelt. Bereits 2015 hatten IBM, Nvidia und das dortige Forschungszentrum das „Power Acceleration and Design Center“ gegründet. Es soll Wissenschaftler und Ingenieure dabei unterstützen, Simulationsrechnungen auf Open Power-kompatiblen Systemen mit Grafikprozessoren-Beschleunigern durchzuführen. Das ist ein deutliches Bekenntnis zum IT-Standort Deutschland – der es im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe nach wie vor schwer hat, wie auch Ende April eine Podiumsdiskussion bei Beta Systems in Berlin zeigte. Seine Sicht auf den Stellenwert von „IT made in Germany“ legte dort z.B. Dirk Wittkopp dar, Managing Director der IBM Research & Development GmbH. Im Böblinger R&D-Zentrum von IBM gibt es einige Spezialisten, die an Open Power mitarbeiten; gesteuert wird die Liason allerdings von Amerika aus.

Zahlen lügen nicht

Neben Wittkopp diskutierten Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Bitkom, Prof. Dr. Christoph Meinel, Institutsdirektor des Hasso-Plattner-Instituts für Digital Engineering, Hubert Ludwig, Geschäftsführer der Datenverarbeitungszentrale Schwerin und – als Gastgeber – Beta Systems-Vorstand Dr. Andreas Huth. Das Podium fand im Rahmen des Beta Systems Technology Forum 2018 statt.

Es sind nackte Zahlen, die davon zeugen, woran es in Sachen IT in Deutschland krankt: 25.000 Informatiker/innen kommen hierzulande pro Jahr von den Hochschulen, in Indien sind es 220.000, in China 1,1 Millionen. Nicht jeder ist ein Überflieger, aber den dortigen Firmen steht damit ein sehr breites Reservoir an Nachwuchskräften zur Verfügung. Von diesem kann die deutsche Softwareindustrie nur träumen – die sich noch dazu im Wettbewerb mit deutschen Maschinenbauern, Automobilherstellern etc. befindet, die ebenfalls qualifiziertes IT-Personal benötigen.

Ein indischer Absolvent, der nach Deutschland kommt, arbeitet im Zweifel lieber bei einer dieser Firmen, die international bestes Renommee genießen. Um den Ruf der deutschen Soft- und Hardwarebranche ist es dagegen nicht zu gut bestellt. Doch warum? Bernhard Rohleder: „An der Qualität dürfte es nicht liegen, die ist im internationalen Vergleich sogar sehr hoch.“ Eher mangele es an der Fähigkeit, dies nach außen glaubhaft zu kommunizieren.

Lücken zwischen Entwicklung und Anwendung

Es bedürfe zunächst einer strukturierten zielgerichteten Bildungspolitik im Bund und in den Ländern, so die Podiumsteilnehmer einhellig, um das Personalproblem zumindest langfristig zu lösen. Dirk Wittkopp ist frustriert, wenn er die hiesige Ausbildungssituation betrachtet. „Schon lange fordern wir eine bessere Informatikausbildung an den Schulen. Doch Pläne dafür werden erst für die nächsten Jahrzehnte gemacht. So wird das nichts“, sagt er.

Schneckentempo reicht nicht

Im Internetzeitalter kommt es eben aufs Tempo an – und hier erweise sich Deutschland tendenziell als zu behäbig. Den Blick auf die universitäre Ausbildung gerichtet, konstatiert der IBM-Manager: „Wir haben tolle Hochschulen und Forschungseinrichtungen, aber wir sind zu langsam, um das dort Erforschte in die Anwendung zu bringen.“ Um nicht weiter zurückzufallen, sei es daher wichtig, vorhandene Lücken zwischen Entwicklung und Anwendung zu schließen.

Mangelndes Tempo beklagt auch Prof. Christoph Meinel vom HPI: „Einen Professor an unser Institut, eine Fakultät der Staatlichen Universität Potsdam, zu berufen, kann sich bis zu zwei Jahre hinziehen. In der freien Wirtschaft müssen sich Führungskräfte oft innerhalb von zwei Wochen entschieden haben, ob sie den Job annehmen oder nicht, dann schließt sich das Zeitfenster.“

Analytische Instrumente verankern

Beta Systems hat aus der Personalmisere die eigenen Schlüsse gezogen und bildet inzwischen selbst aus. Vorstand Andreas Huth wünscht sich außerdem mehr Unterstützung durch die Politik – auch in Form von Steuererleichterungen –. Denn seiner Erfahrung nach haben es deutsche Hersteller schwer, sich im eigenen Land starker ausländischer Konkurrenz zu erwehren.

„Der Heimatmarkt der US-Hersteller umfasst 29 Prozent des IT-Weltmarktes“, weiß Huth. „Sie haben also dort ihre Produkte bereits kostendeckend verkauft und können dann international mit knallhart kalkulierten Preisen einheimische Firmen unterbieten – unterfüttert noch von besten Gartner-Einstufungen.“ Deutschlands Anteil am IT-Weltmarkt betrage demgegenüber gerade einmal vier Prozent, so Bernhard Rohleder. „Es wird in den USA viel mehr in IT investiert“, sagt er. „Das muss auch hierzulande der Fall sein. Wir müssen die Bereitschaft der Kunden fördern, IT als ein leistungsförderndes analytisches Instrument stärker in Anspruch zu nehmen.“

Gibt es noch eine nationale IT?

Diskutiert man den IT-Standort Deutschland, bleibt die Frage, ob es eine rein nationale Informationstechnologie überhaupt noch gibt. Denn heute kann man Kompetenzen und Module über das Internet aus allen Teilen der Welt hinzukaufen und in die eigenen Produkte integrieren.

Nicht nur IBM arbeitet in seinen Projekten in weltweiten Teams mit größtmöglicher Bandbreite. Open Power als offene Organisation für Technologie-Entwickler auf Grundlage der Power-Architektur ist dafür idealtypisch. In dem offenen Ökosystem der 2013 gegründeten Organisation Open Power Foundation engagieren sich mittlerweile weltweit über 300 Mitglieder.

„Man kann heute überall auf der Welt unter Nutzung der Cloud Softwareprodukte in Stunden auf die Beine stellen, in Tagen verbessern und in wenigen Wochen auf den Markt bringen“, geht es laut Dirk Wittkopp vor allem um Vernetzung und schnelle Kommunikation. Verbandsarbeit, Konsortien und Initiativen wie das „Cyber Valley“ in der Region Stuttgart-Tübingen, das die Forschungsaktivitäten internationaler Key Player aus Wissenschaft und Industrie auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz bündelt, helfen dabei.

Um das DFKI beneidet uns die Welt“

IBM treibt seine Forschungsinitiativen nicht ohne Grund von hiesigen Standorten aus voran. Das Kompetenzzentrum Jülich gehört dazu ebenso wie das Watson-IT Center in München. Denn, so Bitkom-Chef Bernhard Rohleder, „Deutschland ist führend im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Um das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz beneidet uns die Welt. Auch im 3D-Druck, der die industrielle Fertigung und das Ressourcen-Rohstoffmanagement revolutionieren wird, sind wir ganz vorn dabei, sowie bei der Blockchain, die das Zahlungs-, aber auch das Kataster- und Notarwesen umkrempeln wird. Diese Technologien werden von hier aus maßgeblich vorangetrieben. Wir haben also die Chancen, auch in disruptiven Technologien.“

Die Nähe zu weiteren Hochtechnologien im Maschinen-, Anlagen und Automobilbau gilt als weiteres Plus für Deutschland, da sich hier enge Verflechtungen zu Anwendern ergeben sowie ein – auch interdisziplinärer – Wissenstransfer möglich wird.

Behäbiger Föderalismus statt tragfähige Digitalstrategie

Bleibt der deutsche Föderalismus, mit dem nicht nur die IT-Branche hadert. Das Thema IT müsse zentral aufgehängt und einheitlich vorangebracht werden, darin waren sich die Diskutanten bei Beta Systems einig. Hubert Ludwig von der Datenverarbeitungszentrale Schwerin: „Jedes Bundesland hat heute eine eigene Digitalisierungsstrategie, es gibt keinen gesamtdeutschen Ansatz. Wir brauchen nicht nur mehr Breitbandanschlüsse, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass Unternehmen wachsen.“

Der Bund müsse auch den Rechtsrahmen für eine einheitliche Digitalisierungsstrategie vorgeben und von den Ländern gegebenenfalls Gesetzgebungskompetenz abziehen. Für Rohleder ist der Föderalismus – abseits der politisch motivierten Schaffung als Instrument der Dezentralisierung von Macht – schlicht ein Klotz am Bein, von dem man sich langfristig trennen muss.

Wider die Genügsamkeit

Vielleicht hilft ein Blick nach Nordeuropa. Von den disruptivsten europäischen Unternehmen kommen zwei aus Skandinavien: Spotify und Skype.

Schweden und Norwegen zeigen, wie man auch als kleine Nation zu Weltrang kommen kann. Ihre Heimatländer bieten schlicht zu wenig Raum und Wachstumspotenzial. So adressieren (IT-)Firmen von dort von vornherein internationale Märkte, kommunizieren von Beginn an ausschließlich in Englisch etc. „Das sollten wir auch können“, glaubt Rohleder. „ir machen es uns aber schwer und sind manchmal einfach zu genügsam.“ So klein ist der deutsche Markt nämlich nicht, dass sich in ihm nicht auch erkleckliche Umsätze erzielen ließen. Das fördert nicht, aber es begünstigt immerhin Zufriedenheit mit dem Erreichten.

Bildquelle: Beta Systems, Frank Zscheile, Christian Kielmann

]]>
IT-Director IT-Markt
news-20404 Fri, 10 Aug 2018 10:45:31 +0200 Ordentlich Schub für die Digitalisierung http://www.it-zoom.de/it-director/e/ordentlich-schub-fuer-die-digitalisierung-20404/ Wie weit ist die digitale Transformation innerhalb ­deutscher Unternehmen fortgeschritten? Mehrere Studien bescheinigen unterschiedliche Digitalisierungsgrade. Dass die Digitalisierung auch in den kommenden zwölf Monaten für viele Verantwortliche ganz weit oben auf der Agenda steht, geht aus einer Umfrage des Software-Herstellers Remira unter Führungskräften deutscher Unternehmen hervor. Dabei beurteilt die Mehrheit der Befragten (52 Prozent) den Digitalisierungsgrad im eigenen Betrieb insgesamt als durchschnittlich. Desweiteren würden mehr als zwei Drittel planen, in den nächsten Monaten weiter in Digitalprojekte zu investieren.

Eine positive Entwicklung, die eine Studie der Quadriga Hochschule Berlin in Kooperation mit dem Beratungshaus TMG Consultants zu unterstreichen scheint. Demnach hat sich hinsichtlich des Digitalisierungs­grads im Vergleich zum Vorjahr einiges verbessert: Waren die Bemühungen 2017 hinsichtlich einer klaren Digitalagenda noch recht unkoordiniert, so lässt sich 2018 eine deutliche Fokussierung und Professionalisierung erkennen. Bis 2017 wurden bei den Verantwortlichen lediglich alle Themen mit Bezug zur Digitalisierung einfach „abgeladen“, so die Studie. Demgegenüber seien die Digitalstrategien nun zunehmend aufgesetzt und werden Stück für Stück umgesetzt.

Finanzinstitute haben die Nase vorn


Betrachtet man einzelne Branchen, wird schnell deutlich, dass Informations- und Kommunikationstechnologiefirmen, wissensintensive Dienstleister sowie Finanz- und Versicherungsdienstleister innerhalb der deutschen Wirtschaft am stärksten digitalisiert sind. Dies bestätigen die Ergebnisse des im Juni präsentierten „Monitoring-Reports Wirtschaft Digital“. In der Studie untersuchten Kantar TNS und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie den Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft und ihrer Branchen. Hierbei wurde mit dem Wirtschaftsindex „Digital“ in einer Zahl zwischen 0 und 100 gemessen, wie weit die Digitalisierung in deutschen Firmen aktuell fortgeschritten ist und wie sie sich in den nächsten fünf Jahren entwickeln wird.

Laut Index sind die Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnologien im Branchenvergleich erwartungsgemäß Vorreiter der Digitalisierung. Sie erreichen 2018 einen Wirtschaftsindex „Digital“ von 74 Punkten und liegen damit 20 Punkte über dem Durchschnitt aller Firmen. Einen deutlichen Digitalisierungsschub können die Finanz- und Versicherungsunternehmen erwarten, die derzeit auf Rang drei des Rankings liegen. Sie rechnen bis 2023 mit einem Plus von acht auf dann 69 Indexpunkte. Damit würde die Finanz- und Versicherungsbranche die wissensintensiven Dienstleister überholen und auf Platz zwei vorrücken. „Die Digitalisierung wird die Finanz- und Versicherungsdienstleister in den nächsten Jahren noch stärker herausfordern“, kommentiert Tobias Weber, Director bei Kantar TNS, die Ergebnisse. „Vor allem die Themen Blockchain und Künstliche Intelligenz werden an Relevanz für die Branche noch deutlich zunehmen“, so Weber weiter.

Desweiteren entspreche der Digitalisierungsgrad des Handels mit 54 Punkten aktuell exakt dem Durchschnitt aller hiesigen Unternehmen. Allerdings gebe sich die Branche zurückhaltend, was weitere Digitalisierungsvorhaben betrifft. Sie erwartet in den nächsten fünf Jahren keine signifikanten Fortschritte, so die Erhebung weiter. Im selben Zeitraum prognostizieren hingegen die Maschinenbauer ein moderates Digitalisierungstempo (plus zwei auf 50 Punkte), womit sie die am stärksten digitalisierte Industriebranche blieben. Im Vergleich dazu hat der Fahrzeugbau mit einem aktuellen Digitalisierungsindex von nur 40 Punkten immer noch deutlichen Nachholbedarf.

Weniger die Branchen als vielmehr einzelne Fachbereiche rückt die eingangs
erwähnte Remira-Studie in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Dabei zeigt der Blick in die Unternehmen, dass der Digitalisierungsgrad der Fachbereiche
Logistik, Beschaffung, Vertrieb und Marketing, Lieferantenanbindung sowie Kundenkommunikation von den Befragten ganz unterschiedlich bewertet wird. Ihren Digitalisierungsgrad in den Bereichen Logistik und Beschaffung beschreiben immerhin 24 bzw. 31 Prozent der Befragten als sehr hoch. Bei der Lieferantenanbindung treffe dies nur auf zehn Prozent zu. Den Digitalisierungsgrad in den Bereichen Vertrieb und Marketing beurteilen sogar nur drei Prozent der Unternehmensvertreter als sehr hoch.

Doch wer wird die Digitalisierung in den Unternehmen vorantreiben? Vor allem dürften dies die sogenannten Chief Digital Officers (CDO) sein, die in immer mehr Firmen auftauchen. Konkrete Zahlen zu ihrer Verbreitung lieferte die erwähnte Studie der Quadriga Hochschule. Demnach gibt es in der DACH-Region mittlerweile 320 CDOs – 2016 waren es erst 120. Weltweit seien über 2.500 CDOs im Einsatz. Zwar hat sich die Position mancherorts etabliert, von einer flächendeckenden Verbreitung kann allerdings noch keine Rede sein, insbesondere wenn man bedenkt, dass es allein hierzulande laut Statista über 3,4 Millionen Unternehmen gibt. Zwar zählen rund 3,1 Millionen davon zu den sehr kleinen Firmen, dennoch gibt es Abertausende von Mittelständlern und Tausende größere Unternehmen, sodass das Potential für die Etablierung der CDO-Position noch sehr groß ist.

Gemäß der Studie müssen Chief Digital Officers liefern und genau aufzeigen, wie sie die Digitale Transformation gestalten und meistern wollen. Fast alle Unternehmen der 370 befragten Führungskräfte besitzen erfreulicherweise eine Digitalstrategie (93 Prozent). Dabei ist die Digitalisierung meist Chef- oder CDO-Sache: Das Vorantreiben von Digitalprojekten liegt bei rund 50 Prozent der Befragten auf höchster hierarchischer Ebene. Bei zwei Dritteln aller Digitalisierungsprojekte sitzt der CDO am Ruder.

Das Ziel: digitale Prozesse


Treiben die Führungsriegen und CDOs die Digitalisierung voran, gestalten sie ihre Zielsetzungen jedoch höchst unterschiedlich. Gemäß der Quadriga-Studie ist das am häufigsten genannte Ziel die Digitalisierung von Prozessen, gefolgt von verbesserten Kundenerlebnissen, Kostenreduktion und Umsatzwachstum.
Ergebnisse, die fast deckungsgleich mit denen des „Monitoring-Reports Wirtschaft Digital“ sind. Demnach bestätigen mehr als zwei Drittel der Betriebe in Deutschland (69 Prozent), dass sich die Kommunika­tion mit Kunden durch den Einsatz digitaler Kanäle verbessert habe. Damit ist in dieser Befragung die Kundenkommunikation der meistgenannte Erfolgsfaktor der Digitalisierung.

Zu den weiteren Zielen zählen aus Sicht der Befragten auch der Aufbau von erfolgsrelevantem Wissen sowie die Verbesserung der Qualität von Produkten oder Angeboten, die jeweils von rund der Hälfte der Firmen als realisierte Digitalisierungserfolge genannt werden. Ob die mit hehren Zielen gespickten Digitalstrategien jedoch wirklich in der Realität ankommen, steht auf einem anderen Blatt. Von daher versucht die Quadriga-Studie, deren Umsetzung zu messen. Dazu herangezogen werden Key Performance Indicators (KPI) bzw. Leistungskennzahlen. Denn laut Umfrage ist die Erhebung und Nachverfolgung von KPIs erfolgsrelevant: Wer keine KPIs misst, hat tendenziell weniger Budgets, weniger Mitarbeiter und schneidet in der digitalen Gesamtperformance auch schlechter ab.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Dass Digitalisierungsstrategien an der einen oder anderen Stelle ins Stocken geraten, kann an verschiedenen Umständen liegen. So ermittelte der Monitoring-Report, dass mangelnde Breitbandversorgung von Unternehmen fast schon traditionell am häufigsten als Digitalisierungshemmnis genannt wird (43 Prozent). Fast ebenso viele schreckt der Zeitaufwand (40 Prozent). 36 Prozent der Befragten nennen das fehlende Wissen ihrer Mitarbeiter als Hemmnis und 30 Prozent konstatieren einen Mangel an IT-Fachkräften.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
Ina Schlücker IT-Director Startseite it-zoom Unternehmen
news-20401 Fri, 10 Aug 2018 10:22:20 +0200 Gartencenter will mit Canon Prozesse digitalisieren http://www.it-zoom.de/it-director/e/gartencenter-will-mit-canon-prozesse-digitalisieren-20401/ Canon hat mit der Dehner Gartencenter GmbH eine Managed-Print-Umgebung auf Basis der Druck-Management-Lösung Uniflow entworfen und implementiert. Die Farbmultifunktionssysteme sollen künftig die effektive Steuerung aktueller Werbekampagnen in den Märkten und die Digitalisierung zahlreicher Prozesse ermöglichen. Für Roman Wiche, Leiter IT-Infrastruktur-Service-Management bei Dehner, war das Ziel für den Neuaufbau einer Managed-Print-Umgebung eindeutig: „Bedingt durch das starke Wachstum unseres Unternehmens haben wir einen Partner gesucht, der Service und Lösung aus einer Hand bietet und die weitere Expansion unseres Unternehmens auch in Zukunft optimal unterstützen kann.“

Bei der routinemäßig anstehenden Ausschreibung galt es, diverse Faktoren zu beachten. Eine Hürde waren etwa die Druckbefehle im historisch gewachsenen und selbstentwickelten ERP-System von Dehner, die bis dato nur mit den bisher eingesetzten Multifunktionssystemen kompatibel waren. Da die Unternehmens-IT bei Dehner innovativ weiterentwickelt werden soll, war ein Anbieterwechsel für Roman Wiche jedoch kein Hindernis: „Nur durch gezielte Schritte können wir langfristig alte, vorhandene Plattformen ablösen.“

Durch ein zentralangelegtes Druck-Management sowie ein Accounting wollten die Verantwortlichen künftig auch einen Überblick über den entstehenden Output erhalten. Zusätzliche neue Funktionen wie My Print Anywhere und Secure Printing sollen darüber hinaus die Prozesse sowohl in der Zentrale als auch in den zahlreichen Märkten optimieren.

Nach einem eingehenden Proof of Concept in einer Ausschreibung mit mehreren Mitbewerbern hat sich das Unternehmen für das Konzept und die Lösung von Canon entschieden. „Der Anbieter hat uns in mehrfacher Hinsicht überzeugt. Ausschlaggebend war für uns u.a. der bundesweite, durch Canon selbst bereitgestellte Service. Darüber hinaus war für uns die Anbindung an unser ERP-System essenziell. Man hat in diesem Fall mit der Middleware Docuform Mercury die richtige Lösung geliefert und die proprietären Druckbefehle aus dem ERP-System passend umgesetzt. Zudem verfügen wir mit Uniflow über eine Management-Lösung, die einen ganzheitlichen Ansatz bietet. Alles das konnte uns in dieser Form kein anderer Hersteller bieten“, sagt Roman Wiche.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Dokumentenmanagement und ECM
news-20400 Fri, 10 Aug 2018 08:40:00 +0200 Diese Ziele will Merten Slominsky bei Microstrategy erreichen http://www.it-zoom.de/it-director/e/diese-ziele-will-merten-slominsky-bei-microstrategy-erreichen-20400/ Microstrategy, Anbieter von Enterprise-Analytics- und Mobilitäts-Software, hat mit Merten Slominsky einen neuen Vice President für die DACH-Region an Bord. Ab Herbst wird Slominsky zudem die CEE-Region verantworten. Merten Slominsky ist eine erfahrene Führungskraft im IT-Sektor und kann auf mehr als 25 Jahre internationale Berufserfahrung in den Bereichen Strategieentwicklung und Organisation/Operations, Großkundenvertrieb sowie dem Aufbau von Vertriebskanälen zurückblicken. Sein Fokus wird darauf liegen, die Präsenz von Microstrategy in Europa zu stärken, den Umsatz des Unternehmens in den entsprechenden Regionen zu erhöhen sowie Partnerschaften mit Resellern und Systemintegratoren auf- und auszubauen.

Vor Microstrategy war er Vice President of EMEA Enterprise Sales bei Alfresco Software, davor Regional Vice President DECH bei Kofax/Lexmark Enterprise Software. Weitere Stationen seiner Karriere umfassen die IBM Software Group, wo er das ECM-Segment in Nordosteuropa leitete, Positionen als Geschäftsführer bei Filenet, Platform Computing und der Jetform Corporation sowie Führungsrollen bei Symantec, Delrina und der Deutsch-Atlantischen Telegraphen AG.

„Microstrategy bietet enterprise-fähige Analytics und Mobility. Ich möchte in meiner Region die Transformation von Unternehmen in Intelligent Enterprises, sprich ultimativ datengesteuerte Unternehmen, voranbringen und unseren Anwendern leistungsstarke Analysen bei entsprechender Governance und Sicherheit ermöglichen“, beschreibt Merten Slominsky seine Zielsetzung.

Bildquelle: Thomas Stelzmann

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Leute
news-20389 Thu, 09 Aug 2018 10:23:44 +0200 Neue Netapp-Führungsspitze für die DACH-Region http://www.it-zoom.de/it-director/e/neue-netapp-fuehrungsspitze-fuer-die-dach-region-20389/ Der Datenmanagement-Spezialist Netapp verstärkt das Management der DACH-Region: Seit dem 1. Mai 2018 ist Jörg Hesske als Vice President Germany, Austria & Switzerland eingesetzt. Die Position wurde im Zuge der internen Transformation des Unternehmens neu geschaffen, um Synergieeffekte im deutschsprachigen Raum besser zu nutzen. Zudem ist der gebürtige Münchner auch weiterhin als Managing Director für das Deutschland-Geschäft verantwortlich.

Hesske ist bereits seit 2014 im Unternehmen tätig und leitete zunächst als Managing Director das Deutschland-Geschäft. Seit Mai 2018 verantwortet er nun zusätzlich als Vice President den DACH-Raum. Hesske war vor seinem Wechsel zu Netapp sieben Jahre bei VMware tätig, zuletzt als Country Manager Germany. Seinen beruflichen Werdegang begann er bei Ingram Micro in Deutschland. Insgesamt blickt er auf mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der IT-Branche zurück.

„Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben als Vice President Germany, Austria & Switzerland“, erklärt Hesske. „Netapp ist aktuell Marktführer in allen drei Regionen; diese Position möchten wir natürlich halten und weiter ausbauen. Zu meinen Kernaufgaben gehört daher, Synergieeffekte im deutschsprachigen Raum besser nutzbar zu machen. Die Komplexität der einzelnen Märkte ist dabei aber nicht zu unterschätzen. Daher unterstützen mich auf lokaler Ebene Peter Hanke als Director Austria und Remo Rossi, Senior Director Switzerland.“

Bildquelle: Netapp

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Leute
news-20388 Thu, 09 Aug 2018 09:40:27 +0200 Auf dem Weg zum Enterprise Service Management http://www.it-zoom.de/it-director/e/auf-dem-weg-zum-enterprise-service-management-20388/ Um das Netzwerk am Laufen zu halten und Kunden stets den Zugriff auf Software zu ermöglichen, ist die Expertise der IT vonnöten. Doch manchen Unternehmen reicht dabei das reine IT-Service-Management nicht mehr aus. Im digitalen Zeitalter steigt auch die Bedeutung des IT-Service-Managements (ITSM), da die IT-Infrastrukturen immer komplexer werden und sich weiter verzweigen. „Anwender arbeiten inzwischen mit vielen unterschiedlichen Applikationen und Systemen wie Kommunikations-Tools, Content-Management- (CMS) und Customer-Relationship-Management-Systemen (CRM)“, wirft Christopher Kuhn, Chief Operations Officer der OTRS AG, einen Blick in die Praxis. Da komme es häufiger zu Problemen und die IT müsse schnell sein, um Probleme so zu beheben, dass Mitarbeiter effizient weiterarbeiten können und der Kundenkontakt weiterhin reibungslos funktioniere. Laut Matthew Neigh von Cherwell ist das ITSM für den Erfolg eines Großunternehmens gar von „zentraler Bedeutung“. „Es ist sozusagen dessen Rückgrat“, meint der Vice President Sales EMEA. Schließlich sei jeder interne und externe Kunde auf die Effizienz und Stabilität der IT-Abteilung angewiesen.

Ziel des ITSM muss es daher sein, die Kompetenzen einer heterogenen IT-Infrastruktur zu vereinen und zu verwalten. Es sei heute vor allem für die Standardisierung und Automatisierung von IT-Service-Prozessen zuständig, betont Martin Landis. „Neben den klassischen Aufgaben für den möglichst störungsfreien IT-Betrieb gehören dazu auch die Verwaltung des Service-Portfolios entlang des kompletten Service-Lebenszyklus, das Angebot dieser Services über Self-Service-Portale und die Automatisierung der Fulfillment-Prozesse“, so der Experte der Usu GmbH. Dabei müssten neue, innovative IT-Services immer schneller bereitgestellt werden können. Es geht aber nicht nur darum, „das Problem ‚irgendwie‘ zu beheben, sondern die IT muss sich auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche des Users einstellen“, ergänzt Christopher Kuhn. Außerdem sollte die IT nicht nur passiv auf Probleme reagieren, sondern auch aktiv sicherstellen, dass die effizientesten Systeme im Einsatz sind. Auch das aktuelle Thema „Datenschutz“ sollte immer im Auge behalten werden.

Die drei Support-Levels


Im Rahmen des IT-Service-Managements wird grundsätzlich zwischen First-, Second- und Third-Level-Support unterschieden. Üblicherweise wird immer der 1st-Level-Support (Service-Desk) mit einer möglichst hohen Erstlösungsrate angestrebt. Er bildet das Sprachrohr zum Kunden, meint Christian Frauen. „Der 2nd-Level-Support orientiert sich oft noch sehr nah am Service-Desk bzw. wird auch von den Fach- und Prozess-Ownern unterstützt“, so der Country Manager DACH bei der Efecte Germany GmbH. Wirklichen 3rd-Level-Support bilden dann in der Regel Entwickler und Berater ab, die die jeweiligen Lösungen (Soft- und Hardware) implementieren und weiterpflegen. „Bei OTRS handhaben wir es so, dass der First-Level-Support die breite Masse an Anfragen beantwortet, die sich schnell und einfach lösen lässt (etwa 70 Prozent)“, gewährt Christopher Kuhn Einblick in die eigene Unternehmenspraxis. „Wenn sich ein Problem nicht innerhalb einer Stunde lösen lässt, z. B. bei Bugs, kommt der Second-Level-Support zum Einsatz.“ Der Third-Level-Support komme dann als dritte Stufe zum Tragen – insbesondere bei Kunden, die sich im Service-Vertrag für die komplett gemanagte Lösung entschieden hätten.

Self-Service darf keine Sackgasse sein


Wer ein konkretes Problem mit seinen Applikationen oder Systemen hat und den IT-Support benötigt, kann sich auf verschiedenen Wegen mit ihm in Verbindung setzen. „Am stärksten werden nach wie vor die klassischen Meldewege Telefon und E-Mail genutzt“, weiß Christian Frauen. Sie seien seit Jahren etabliert und Nutzer würden sich schnelle Hilfe durch direkten Kontakt mit einem zuständigen Mitarbeiter versprechen. Wenn Unternehmen hingegen intern oder extern mit Ticket-Systemen arbeiten, erstellen wohl die meisten Mitarbeiter ein Ticket für den IT-Support. „So wissen sie, dass die Anfrage nicht verloren geht, können jederzeit den Status einsehen und haben eine Dokumentation des Problems“, erklärt Christopher Kuhn.

Viele Anfragen der Anwender können aber auch über einen Self-Service voll automatisiert gelöst werden – ohne das Zutun eines Mitarbeiters aus dem Support-Team. Wichtig dabei ist, „dass der Self-Service keine Sackgasse darstellt, sondern gegebenenfalls per Knopfdruck den Kontakt zum IT-Support herstellt – z. B. per Telefon oder Chat“, betont Martin Landis. Bietet der Self-Service stets ein Erfolgserlebnis, wird er sicherlich auch gerne genutzt.

Matthew Neigh ist gar der Ansicht, dass der Self-Service „einer der wichtigsten Meldewege“ ist, den eine Firma implementieren kann. Ein Vorteil sei die Entlastung des IT-Teams von alltäglichen Routineaufgaben. Denn in Self-Service-Portalen sind in der Regel bekannte Probleme zentralisiert abrufbar, die dann durch die Nutzer selbst gelöst werden können. „Dennoch ist ein Self-Service nicht in jeder Situation der heilige Gral“, warnt Olf Jännsch, Area Director Deutschland bei BMC. Mitarbeiter mit Funktionen ohne ständigen Einsatz von Computern oder mobilen Endgeräten hätten oft eine Abneigung gegenüber Self-Service-Portalen. Sie blieben lieber bei den gewohnten Arbeitsmethoden. Es sei also keineswegs so, dass Self-Service-Lösungen von allen Mitarbeitern begrüßt würden.

Alle komplexeren Probleme, die nicht in einem solchen Self-Service-Portal aufgeführt sind, können zwar automatisch kategorisiert werden, müssen aber letztendlich an einen Support-Mitarbeiter weitergereicht werden. Wenn z.B. ein Rechner andauernd abstürzt, kann dieses Problem nicht per Self-Service gelöst werden. „Hier muss ein IT-Mitarbeiter vor Ort sein, die einzelnen Bereiche testen und den Fehler beheben“, so Matthew Neigh. Der Kunde verfüge meist nicht über ausreichendes IT-Know-how. Es könnte dabei durchaus sein, dass er das Problem nicht richtig diagnosti­ziere.

Die Rolle der Künstlichen Intelligenz


Eine Technologie, die zunehmend auch im Bereich des IT-Service-Managements zum Einsatz kommt, ist die Künstliche Intelligenz (KI). Sie soll vor allem das IT-Support-Team von wiederkehrenden Routineaufgaben entlasten, ein verbessertes Nutzererlebnis bieten und letztlich auch Kosten einsparen. Erste Anwendungen sind bereits im Einsatz: die automatisierte Bearbeitung von Incidents und Service-Requests sowie Chatbots. Martin Landis konkretisiert: „Zum einen kann ein Chatbot die Lösungsfindung zu einem Problem innerhalb des Self-Services für den Anwender interaktiver und treffsicherer gestalten.“ Zum anderen könne KI auch die Arbeit des Support-Mitarbeiters erleichtern – beispielsweise indem beim Bearbeiten eines neuen ­Tickets automatisiert erfolgreiche Lösungen ähnlich gelagerter Problemfälle vorgeschlagen werden. Nicht zuletzt können auch Big-Data-Analysen verwendet werden, um aus Log- und Ticket-Daten Frühwarnindikatoren für IT-Ausfälle oder Sicherheitsbedrohungen zu gewinnen.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz steht hier generell aber noch am Anfang. Entsprechende Lösungen müssen aktuell mit hohem Aufwand „trainiert“ werden und eignen sich laut Christian Frauen für nur wenige Spezialgebiete. Der Hauptgrund dafür liege vor allem in den begrenzten Analysefähigkeiten der ersten Generation von KI-Algorithmen. Daher wird ein kompletter Ersatz des Service-Desk bzw. persönlichen Kontakts mit Mitarbeitern z.B. durch Chatbots in naher Zukunft nicht möglich sein. Das liegt vor allem aber auch daran, „dass viele Anfragen der Anwender sehr diversifiziert und somit einzigartig sind und nur selten vorkommen“, meint Martin Landis. Damit habe man einerseits zu wenig Masse für das Trainieren von KI-Methoden, andererseits beanspruche die manuelle Bearbeitung einer seltenen Problemstellung auch nicht so viele Ressourcen, als dass sich eine Automatisierung lohnen würde.

Die Problemlösungskompetenz von Support-Mitarbeitern ist also für die nächsten Jahre nur schwer nachzuahmen und soll deshalb bis weit in das nächste Jahrzehnt ein wesentlicher Bestandteil des ITSM bleiben. Schließlich kann nur der persönliche Dialog Emotionen und Details vermitteln. Es sollte auch generell nicht das Ziel sein, den persönlichen Kontakt zu Service-Desk-Mitarbeitern vollständig zu ersetzen, „sondern diese zu entlasten, wo es möglich ist, und dennoch zu Hilfe holen, wo es nötig ist“, betont Olf Jännsch.

Vom ITSM zum ESM


Bei vielen Großunternehmen soll das Service-Management in der IT schon relativ gut funktionieren. Daher wollen sie nun auch die Services in weiteren Fachbereichen standardisieren und digitalisieren. Mit diesem Schritt wird aus dem reinen IT-Service-Management das umfassendere Enterprise Service Management, kurz ESM. Dementsprechend sei ESM eine der am schnellsten wachsenden Branchen in der IT-Software-Industrie, meint Matthew Neigh. „Immer mehr Großunternehmen suchen nach Plattformen, auf denen sie ESM aufbauen können, da sie es sich nicht länger leisten können, in isolierten Umgebungen zu arbeiten“, so der VP Sales EMEA von Cherwell. „Wir begleiten viele Unternehmen auf diesem Weg und sehen, dass häufig die Abteilungen Human Resource und Facilities als Treiber für den Roll-out agieren.“

Besonders große Unternehmen hätten hier schon einen wichtigen Schritt gemacht und professionelle Systeme eingeführt, um die Business-Performance ganzheitlich zu messen, bestätigt Christopher Kuhn. Sie hätten erkannt, dass die Aufgaben des IT-Managements vielfältig sind. Die IT müsse nicht nur zum Selbstzweck laufen, sondern könne dazu beitragen, kritische Daten und Informationen, die der Entscheidungsfindung dienen, aus unterschiedlichen Bereichen in Echtzeit zusammenzustellen.

Welche Stolpersteine birgt dabei der Schritt vom ITSM hin zum ESM? Beispielsweise könnten sich Unternehmen bei der Definition der Anforderungen an ESM-Systeme – sprich eine Sammlung von Wünschen – und der daraus abzuleitenden jeweiligen Umsetzung schnell übernehmen. Das heißt, die Wünsche könnten sehr unterschiedlich ausfallen, sodass keine konsensfähige Lösung gefunden wird. Zudem besteht die Gefahr, „dass Non-IT-Prozesse noch nicht den benötigten Reifegrad besitzen – und die IT zu wenig über die Anforderungen der jeweiligen Fachabteilung weiß“, fügt Christian Frauen an. Martin Landis sieht hier grundsätzlich zwei große Herausforderungen: „Zum einen arbeiten viele interne Service-Abteilungen noch nicht wirklich so strukturiert, wie das die IT tut, und haben auch keinen großen Druck, sich hier zu professionalisieren.“ Zum anderen sei die IT mit ihrem Tagesgeschäft so ausgelastet, dass sie keine zusätzlichen Aufgaben zur „Missionierung“ der anderen Service-Bereiche übernehmen könne. Außerdem könne es immer wieder ein Stolperstein sein, „kritische Daten einzusammeln und offenzulegen“, warnt Christopher Kuhn. Hier sollte immer der Datenschutz betrachtet werden und es müssen auch mögliche Konsequenzen bedacht werden, wenn kritische Informationen und sensible Daten auf breiterer Ebene geteilt werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Auf der Suche nach einer Service-Management-Lösung sollten Unternehmen letztlich darauf achten, dass sie jene Lösung wählen, die ihre Prozesslandschaft am besten komplementiert und unterstützt. Zudem müssen hier zukünftige Prozesse leicht integrierbar sein, meint Olf Jännsch. Und es sei zu beachten, dass man einen hohen Grad an User Storys und realen Szenarien mit der zukünftigen ITSM-Lösung abdecken könne.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
Lea Sommerhäuser IT-Director Startseite it-zoom Servicemanagement und Helpdesk
news-20386 Wed, 08 Aug 2018 16:36:13 +0200 Slack startet neue Finanzierungsrunde http://www.it-zoom.de/it-director/e/slack-startet-neue-finanzierungsrunde-20386/ Slack soll Medienberichten zufolge eine neue Finanzierungsrunde angehen und dabei 400 Millionen Dollar anpeilen. Das Messaging- und Kommunikation-Unternehmen Slack wird nach einem Bericht des Portals TechCrunch eine neue Finanzierungsrunde starten. Diesmal sollen mindestens 400 Millionen Dollar (345 Millionen Euro) eingesammelt werden. Das von Stewart Butterfield gegründete Unternehmen würde damit mit rund 7 Milliarden Dollar (6 Milliarden Euro) bewertet.

Das Kommunikationstool wird als E-Mail-Alternative beworben. Mit Slack können Firmen die Online-Kommunikation von Mitarbeiten und Abteilungen organisieren und externe Anwendungen einbinden. Außerdem kann man mit Slack mit externen Partnern wie Kunden und Zulieferern kommunizieren. Slack hat mehr als acht Millionen aktive Nutzer. Die Software gibt es auch auf Deutsch.

Nach dem Markterfolg von Slack drängen inzwischen auch etablierte Software- und Internet-Konzerne mit neuen Lösungen auf den Markt. So hat Microsoft das Produkt „Teams” gestartet. Außerdem versucht Facebook, mit einem Dienst für Unternehmen und größere Organisationen Fuß zu fassen.

dpa/pf

 

 

 

 

 

]]>
Startseite it-zoom IT-Director Unternehmen
news-20381 Wed, 08 Aug 2018 10:30:40 +0200 So will Karstadt im Omnichannel wachsen http://www.it-zoom.de/it-director/e/so-will-karstadt-im-omnichannel-wachsen-20381/ Karstadt hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 zu einem der stärksten Omnichannel-Händler in Deutschland aufzusteigen. Die in der Cloud betriebene Firstspirit DXP von E-Spirit soll dazu beitragen, indem sie Erlebniswelten schafft, die die Kunden informieren, beraten und begeistern – im Web, mobil und digital in den Karstadt-Filialen. Karstadt setzt als E-Commerce-System auf Salesforce Commerce Cloud. Die Firstspirit DXP (Digital Experience Platform) erweitert den Funktionsumfang jener Cloud um Content Management, KI-gestützte Personalisierung und Omnichannel-Marketing-Funktionen. Fertige Firstspirit-Content-Module wie Fotogalerien, Blogs und Shoppable-Videos sollen bereits vorkonfiguriert sein. Karstadt könne damit besser Themen und Produkte digital kuratieren, einfacher Storytelling betreiben und Kunden direkt zum Kauf animieren.

„Für das Ziel, der stärkste vernetzte Omnichannel-Marktplatz zu werden, ist die Verbindung aus Content und Commerce wesentlich für unseren Erfolg. E-Spirit überzeugte uns mit seiner Digital Experience Platform, die als Cloud-Lösung verfügbar ist, den Salesforce-Funktionsumfang erweitert und relevante Referenzkunden vorzuweisen hat. Wir können damit sämtlichen Non-Product-Content auf karstadt.de pflegen, Microsites aufbauen und digitale Angebote in der Filiale über Digital Signage aus einer Lösung bedienen“, erklärt Marco Werner, Chief Digital Officer (CDO) der Karstadt GmbH.

Die Adesso AG betreut Karstadt seit einigen Jahren als Lead-IT-Dienstleister beim Ausbau von karstadt.de. Sie wird beim Projekt künftig von Arithnea unterstützt, die ebenfalls zur Gruppe gehört und insbesondere für die Einführung und den Betrieb der DXP verantwortlich ist.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing
news-20379 Wed, 08 Aug 2018 10:09:46 +0200 E-Akte statt Papier bei der Stadt Bielefeld http://www.it-zoom.de/it-director/e/e-akte-statt-papier-bei-der-stadt-bielefeld-20379/ Die Stadt Bielefeld stellt sich den Herausforderungen der Digitalisierung und sagt der Papierakte Lebewohl: In rund 40 Organisationseinheiten der Stadtverwaltung soll nun nach Abschluss der Pilotphase in Zusammenarbeit mit der Ceyoniq Technology GmbH sukzessiv die E-Akte-Lösung Nscale eGov eingeführt werden. Mit dem Produktivstart der Software im Rechnungsprüfungsamt wurde jetzt das erste Pilotprojekt abgeschlossen. Die dringend notwendige Digitalisierung von Verwaltungsprozessen stellt für den öffentlichen Sektor eine komplexe Herausforderung dar. Die Stadt Bielefeld hat nun die Weichen für die Zukunft rechtzeitig gestellt und einen ersten Schritt auf dem Weg der digitalen Transformation getan.

Im Pilotprojekt hat das Rechnungsprüfungsamt die E-Akte-Lösung Nscale eGov eingeführt. Das Amt soll somit das erste in Bielefeld sein, das die Anforderungen des E-Government-Gesetzes der Bundesregierung aktiv umgesetzt hat und zunehmend von papiergetriebenen Verwaltungsprozessen auf die digitale Aktenführung umstellt.

Die zentrale Herausforderung bei der Implementierung einer E-Akte-Lösung in der Stadtverwaltung soll in den sehr individuellen Anforderungen einzelner Fachämter bestehen, heißt es seitens des Dienstleisters. Hier seien eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit der eingesetzten Software essentiell. Nur so ließen sich die konkreten Verwaltungsabläufe optimal abbilden und zugleich auf einer einheitlichen Plattform zusammenführen.

2.000 Mitarbeiter sollen profitieren


Im Ergebnis steht nun jedem Mitarbeiter im Bielefelder Rechnungsprüfungsamt ein auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmtes Werkzeug zur elektronischen Verwaltungsarbeit zur Verfügung. Daraus ergeben sich beschleunigte Prozesse, Zeit- und Kosteneinsparungen sowie eine erhöhte Transparenz rund um das Informationsmanagement, heißt es.

Die übrigen Organisationseinheiten sollen dem Beispiel des Rechnungsprüfungsamtes schrittweise folgen. Vor der flächendeckenden Einführung wird es vier zusätzliche Pilotprojekte geben. An rund 2.000 Arbeitsplätzen in der Bielefelder Stadtverwaltung soll nach Abschluss des Gesamtprojektes mit der E-Akte-Lösung gearbeitet werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Startseite it-zoom FIBU REWE Controlling
news-20378 Wed, 08 Aug 2018 09:08:31 +0200 Agility Training für IT-Services http://www.it-zoom.de/it-director/e/agility-training-fuer-it-services-20378/ Methoden wie Scrum oder DevOps sind weit verbreitet. Jetzt reagiert auch die ITIL-Szene: Die neue Version des Frameworks kann auch „Agile“. Lean, Agile, Scrum, DevOps – die Vorgehensweisen in der IT-Branche haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Ein sehr plakatives Beispiel ist der Wandel von Microsoft: Früher erschienen vom Hauptprodukt Office neue Versionen in großen Abständen, mit jeweils fundamentalen Änderungen. Doch seit einigen Jahren werden neue Funktionen in kurzen Abständen per OTA-Update eingeführt. Diese stark verkürzten Release-Zyklen sind ein Beispiel für agile Vorgehensweisen bei der Software-Entwicklung.

Das hat natürlich Folgen für den Betrieb von IT-Infrastrukturen in den Unternehmen. Admins sind mit einem permanenten Strom aus Releases konfrontiert. Neue Funktionen müssen in kürzester Frist integriert werden, ohne dass es zu Seiteneffekten und Inkompatibilitäten kommt. Keine leichte Aufgabe, denn traditionell ist IT-Servicemanagement anders ausgerichtet. Es gilt die Devise: Plane einmal perfekt, führe anschließend immer wieder penibel aus. Der dominante ITSM-Ansatz ITIL liefert dafür die standardisierte Vorlage, die industrielle Wiederholbarkeit und Automatisierung in den Vordergrund stellt.

Die in den 1990er Jahren entwickelte Prozessbibliothek ITIL basiert auf den Erfahrungen erfolgreicher IT-Dienstleister. Sie systematisierte sie und goss sie in eine anfangs noch recht überschaubare Anzahl von Prozessen. Am bekanntesten ist die Incident/Change/Release-Schleife, die von Anwendern gemeldete Probleme in die Weiterentwicklung der Software einspeist. Auch wenn es einen gewissen Trend zu ITIL-Bürokratie in den Unternehmen gib, in diesen Kernprozessen zeigt sich eine der Grundaussagen von IT-Servicemanagement: Du arbeitest für den Anwender.

ITIL mit Agile und Lean vermählen

Diese Auffassung ist auch der Kern agiler Entwicklungsmethoden von Design Thinking bis Scrum. So liegt eine Vermählung der klassischen ITIL-Prozesse und neuartiger agiler Methoden nahe. Die Gemeinsamkeiten sind unschwer zu erkennen: Beide propagieren eine starke Kundenzentrierung, beide sind Werkzeugsammlungen für Entwickler und Admins. So liegt also eine „Agilisierung“ der ITIL-Prozesse nahe. Das sieht auch das britische Unternehmen Axelos so: Der Rechteinhaber der ITIL-Standards arbeitet bereits seit einem Jahr an der Version 4 der Bibliothek, die Anfang des nächsten Jahres erscheinen soll.

Die neue Version baut auf dem bewährten Kern der Best Practices in den bestehenden ITIL-Büchern auf. Sie bietet allerdings neue Inhalte, die sich auf die optimale Integration von ITIL mit Verfahren wie DevOps, Agile und Lean konzentrieren. Die neue Version soll auf jeden Fall abwärtskompatibel sein, sodass Unternehmen nicht mit völlig neuen Prozessen konfrontiert sind.

Auch zertifizierte ITIL-Experten werden ihren bisherigen Status nicht verlieren. Allerdings wird es in Zukunft zusätzliche Trainingsmodule und entsprechende Zertifizierungen geben, um die Beherrschung der neuen Inhalte nachweisen zu können. Besonders viele Informationen zu den Neuerungen in den ITIL-Büchern gibt es allerdings bisher noch nicht. Lediglich in einem kurzen YouTube-Video gibt es ein paar Infos vom Führungsteam der ITIL-Überarbeitung. Wer sich für weitere Angaben interessiert, sollte regelmäßig die ITIL-Microsite von Axelos besuchen.

Bildquelle: Thinkstock

]]>
Ingo Steinhaus IT-Director Startseite it-zoom
news-20374 Tue, 07 Aug 2018 14:02:52 +0200 Alle wichtigen Antworten für IT-Leiter http://www.it-zoom.de/it-director/e/alle-wichtigen-antworten-fuer-it-leiter-20374/ Im Interview berichtet Michael Gloss, Geschäftsführer von Wolters Kluwer Deutschland, über die Premiere des Deutschen IT-Leiter-Kongresses (DILK) im September und die dort diskutierten Trends wie Cloud, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge sowie „weiche“ Themen wie Personalbeschaffung, Führungsstil und erfolgreiche Managementtechniken. IT-DIRECTOR: Herr Gloss, gemeinhin kennt man Wolters Kluwer als Spezialisten für Medien, Personalwirtschaft oder seit 2008 als Anbieter der Finanzsoftware Addison. Welche weiteren wichtigen Eckpunkte gibt es?
M. Gloss:
Das Unternehmen in seiner heutigen Form entstand 1987 durch die Fusion der beiden niederländischen Verlage Kluwer Publishers und Wolters-Samson.

Heute gilt das Unternehmen als führender Informations- und Wissensdienstleister. Mit weltweit rund 19.000 Mitarbeitern und Kunden in über 180 Ländern bieten wir unterschiedliche Software-Produkte, Services und Fachliteratur an. Damit erwirtschaften wir einen weltweiten Umsatz von ca. 4,4 Milliarden Euro jährlich. In Deutschland gibt es über 20 Standorte mit insgesamt rund 1.200 Mitarbeitern.

IT-DIRECTOR: Welchen Stellenwert besitzt das klassische Verlagsgeschäft für Sie?
M. Gloss:
In den letzten Jahren haben wir uns von einem traditionellen Print-Verlagshaus zu einem Software-Unternehmen gewandelt und damit die Digitale Transformation in weiten Teilen bereits realisiert. Mittlerweile generieren wir weltweit unseren Umsatz größtenteils mit digitalen Produkten wie Software-Systemen und Datenbanken. Das klassische Verlagsgeschäft macht nur noch einen geringen Teil unserer Geschäftsaktivitäten aus.

IT-DIRECTOR: Wie haben Sie vor diesem Hintergrund Ihre eigene IT organisiert?
M. Gloss:
Wir besitzen mit Daniel Rosenbach einen CIO für Deutschland, der in die konzernweite IT-Organisation eingebunden ist. Dabei ist die IT sowohl zentral als auch dezentral organisiert: Wir betreiben ein lokales Rechenzentrum in Deutschland, weitere Anwendungen laufen jedoch in unseren weltweiten Rechenzentren.

Da wir zunehmend digitale Lösungen entwickeln und anbieten, nehmen der Betrieb und der Ausbau von IT-Ressourcen einen hohen Stellenwert ein. Denn sollte die IT gänzlich oder in Teilen ausfallen, würden nicht nur unsere internen Prozessen ins Stocken geraten, sondern auch die Zusammenarbeit mit unseren Kunden stillstehen.

IT-DIRECTOR: Worauf legen Sie in Ihrer Funktion als Geschäftsführer besonderes Augenmerk?
M. Gloss:
Neben Umsatz- und Gewinnwachstum liegt mein besonderes Augenmerk als Geschäftsführer auf der erfolgreichen Digitalen Transformation und der Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Zudem habe ich unser Servicegeschäft in den letzten Jahren erfolgreich auf- und ausgebaut.

Eine wichtige Säule unseres Servicegeschäfts stellen dabei unsere Großkongresse dar. Aktuell veranstalten wir im deutschsprachigen Raum jährlich zwölf große Kongresse für Führungskräfte aus unterschiedlichen Zielgruppen. Dieses Jahr veranstalten wir erstmalig vom 17. bis 19. September den Deutschen IT-Leiter-Kongress (DILK)in Düsseldorf.

IT-DIRECTOR: Was gab den Anstoß, einen neuen Kongress speziell für IT-Leiter ins Leben zu rufen? Es gibt doch genug IT-Großveranstaltungen, die mitunter auch mit rückläufigen Besucherzahlen zu kämpfen haben ...
M. Gloss:
Einfach kann jeder – gerade das hat uns motiviert. Wir veranstalten seit Jahren Großkongresse und haben ein einzigartiges Konzept mit dem wir bereits in anderen ähnlich umkämpften Zielgruppen sehr erfolgreich unterwegs sind. Praxisrelevante Inhalte, Top-Referenten, Networking auf höchstem Niveau und All-Inclusive-Premium-Service sind für uns eben nicht nur Lippenbekenntnisse. Da sich im Zuge der Digitalisierung die Rolle der IT-Verantwortlichen verändert und ihr Stellenwert in den Unternehmen rasant steigt, gibt es großen Bedarf an neuen Fähigkeiten, aktuellem technologischen Know-how und praktischem Managerwissen. Genau hier setzt der Deutsche IT-Leiter-Kongress an.

IT-DIRECTOR: Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie?
M. Gloss:
Für die Auftaktveranstaltung planen wir mit rund 1.000 Teilnehmern; in den nächsten Jahren erwarten wir bis zu 3.000 Besucher auf dem Deutschen IT-Leiter Kongress.

IT-DIRECTOR: Im Rahmen des DILK wollen Sie den Teilnehmern vermitteln, wie sie ihr eigenes Unternehmen zu einem „Silicon-Valley-Giganten“ machen können. Wie kann das funktionieren?
M. Gloss:
Das Silicon Valley gilt gemeinhin als das „Mekka“ der Digitalen Transformation, wobei es die dortigen Firmen erst seit 30, 20 oder wie im Fall von Facebook erst seit 14 Jahren gibt. Die fünf größten Unternehmen aus dem Silicon Valley sind mehr Wert als das gesamte deutsche Bruttoinlandsprodukt.

Solche Erfolge verzeichnen Firmen nur, wenn sie unternehmerische Exzellenz in allen Bereichen aufbauen können. Wie das im Falle der IT konkret gelingt, erfahren unsere Teilnehmer auf dem Deutschen IT-Leiter-Kongress.

IT-DIRECTOR: Welche Themen beinhaltet das Programm?
M. Gloss:
Wir setzen auf zwei zentrale Säulen: Zum einen beschäftigen wir uns mit der Digitalen Transformation und zum anderen mit Führungsthemen. Letzteres ist insofern spannend, da IT-Chefs in Zeiten der Digitalisierung nicht mehr nur „Tekkis“ sind, sondern unverzichtbare Strategen im Unternehmen. Diese Rolle müssen sie ausfüllen und professionell wahrnehmen. Von daher besitzt die Stärkung von Management-, Führungs- und Kommunikationskompetenzen – den sogenannten Soft Skills – für uns eine zentrale Bedeutung. Wir machen das – und das ist neu und einmalig – spezifisch auf die Belange und Situationen von IT-Leitern zugeschnitten.

IT-DIRECTOR: Können Sie Beispiele nennen?
M. Gloss:
Die Verhandlungsexpertin Michaela Braun stellt ihren Vortrag unter das Motto: „Ohne Moos nichts los – wie Sie jedes IT-Budget bei Ihrem Chef durchboxen“. Beim Neuropsychologen und Buchautor Dr. Robin Malloy geht es darum, wie IT-Leiter zu „Mindhackern“ werden und mittels Neuro-Kommunikation besser führen und stärker wirken können. Desweiteren erläutert Prof. Dr. Jens Weidner, Aggressionsexperte, Bestsellerautor und Erziehungswissenschaftler, wie Führung mit Biss funktioniert und IT-Manager jeden Kampf für sich entscheiden.

IT-DIRECTOR: Welche weiteren Schwerpunkte setzen Sie?
M. Gloss:
In der Ausgestaltung des Kongressprogramms waren uns sämtliche aktuellen IT-Themen wie Cloud Computing, Cybersecurity, KI, Big Data oder Deep Learning wichtig. In diesem Zusammenhang bieten wir über 100 Formate von mehr als 80 Referenten an. Neben klassischen Vorträgen zählen dazu auch zahlreiche Diskussionsrunden, Roundtables und Workshops. Zu den Vortragenden zählen Persönlichkeiten aus Praxis, Wissenschaft, Forschung, Sport und Management. Wir legen den Fokus eher auf strategische als operative Aspekte. Jeder Teilnehmer kann sich aus über 100 Vorträgen und Workshops genau die Themen und Referenten heraussuchen, die für seine Arbeit aktuell am wichtigsten sind.

Zudem bietet die begleitende Fachausstellung die Möglichkeit, sich mit Ausstellern und Partnern auszutauschen und mit anderen IT-Kollegen ins Gespräch zu kommen.

IT-DIRECTOR: Zu den Vortragenden zählen prominente Sprecher wie der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der Extremsportler Joey Kelly oder der Schweizer Ex-Schiedsrichter Urs Meier. Wie schaffen Sie es, solche „Hochkaräter“ auf einem IT-Kongress zusammenzubringen?
M. Gloss:
Viele der prominenten interdisziplinären Referenten kennen wir schon seit vielen Jahren. Speziell mit Ranga Yogeshwar arbeiten wir schon länger zusammen. Er setzt sich momentan sehr intensiv mit der Künstlichen Intelligenz (KI) auseinander und wird auch zu diesem Thema referieren. Da es unserer Erfahrung nach vielen Führungskräften schwerfällt, unter Druck die richtige Entscheidung zu treffen, wird Urs Meier hierzu einige Tipps vermitteln. Er ist dafür besonders prädestiniert, da er sich als ehemaliger Fifa-Schiedsrichter häufig selbst in solchen Situationen befunden hat.

Außerdem erwarten unsere Teilnehmer neben dem Silicon-Valley-Experten Tom Oliver und dem Internet-Punk Sasha Lobo auch Prof. Dr. Martin Welsch, ehemaliger Chief Technology Advisor bei IBM. Wir bieten den Teilnehmern einen spannenden Mix aus vielen fachspezifischen Referenten und interdisziplinären Event-Vorträgen.

IT-DIRECTOR: Als Partner für den Kongress haben Sie Panda Security im Boot. Was steckt dahinter?
M. Gloss:
Wir wollen IT-Entscheidern zukunftsweisende Impulse liefern, um sie in ihrer Rolle als Innovationstreiber bei der Digitalisierung zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund suchen wir für den Kongress nicht nur nach geeigneten Referenten, sondern auch nach Partnern. Mit Panda Security, einem führenden Anbieter von IT-Sicherheitsprodukten, haben wir einen fachlich kompetenten Mitveranstalter für unsere Sache gewinnen können. Das Unternehmen entwickelt seit über 27 Jahren IT-Sicherheitsprodukte und hat sich zum Ziel gesetzt, den Kunden intelligenten Schutz gegen Malware bei geringstmöglicher Systembelastung zu bieten.

Inhaltlich bringt sich Panda Security mit mehreren Vorträgen in den Kongress ein, um aufzuzeigen, worauf es momentan bei Sicherheitsmaßnahmen vor allem ankommt. Im Fokus stehen dabei Sicherheitsservices der nächsten Generation, das Firmennetzwerk als Bollwerk und, insbesondere vor dem Hintergrund der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die Zukunft der Datentransparenz.

IT-DIRECTOR: Nicht nur hinsichtlich IT-Sicherheit, sondern generell hört man immer wieder von einem zunehmenden Fachkräftemangel in der Branche. Wie sollten sich Unternehmen aufstellen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten?
M. Gloss:
Die Situation auf dem ITK-Fachkräfte Arbeitsmarkt ist extrem angespannt. Der IT-Markt wächst sehr dynamisch und die Auftragsbücher der Anbieter sind voll. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt wie leergefegt.

Im vergangenen Jahr fehlten in Deutschland rund 55.000 IT-Spezialisten. Diese Zahl verdeutlicht, wie leergefegt der Markt für ITK-Fachkräfte tatsächlich ist. Von daher kommt einem kreativ-effizienten-Suchprozess und dem Halten und Binden von Mitarbeitern bei den ITK-Fachkräften eine besondere Bedeutung zu.

Im Rahmen des Kongresses zeigen wir auf, wie dies gelingen kann. Oftmals reicht es eben nicht aus, allein die Personalabteilungen mit der Suche nach ITK-Spezialisten zu beauftragen. Vielmehr müssen auch die IT-Verantwortlichen Grundzüge des Bewerbermanagements beherrschen, um der Personalabteilung bei Bedarf auf die Sprünge zu helfen. IT-Experten wissen oftmals selbst am besten, wo man Fachkräfte findet, wie man diese am besten anspricht und wie man die Bewerber und späteren Mitarbeiter schließlich kontinuierlich für ihren Job begeistern kann.

IT-DIRECTOR: Um als IT-Verantwortlicher auf der Höhe der Zeit zu sein, dürfen Trends wie das Internet der Dinge und Industrie 4.0 nicht außer Acht gelassen werden. Wie bespielen Sie diese Themen?
M. Gloss:
Auf beide Themen gehen wir im Rahmen des Kongresses sehr detailliert ein. Prof. Sebastian Steinhart von der TU München zeigt auf, wie Unternehmen wirklich vom Internet der Dinge profitieren können. Daneben schlägt Robin Exner als Geschäftsstellenleiter des Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 den Bogen zwischen Industrie 4.0 und Cloud Computing mit dem Vortrag: „Über den Wolken – die unendlichen Potentiale der Cloud richtig nutzen“. Und bei Prof. Dr. Axel Sikora von der Hochschule Offenburg geht es um die Risiken, die die Vernetzung in der Industrie 4.0 mit sich bringt.

IT-DIRECTOR: Immer wieder geht es heutzutage auch um Big Data Analytics, Künstliche Intelligenz oder Machine Learning. Wie lassen sich Daten künftig beherrschen und richtig nutzen?
M. Gloss:
Mit der Digitalen Transformation ändern sich die Geschäftsmodelle vieler Unternehmen. Immer mehr Geschäftsmodelle funktionieren nur noch datenbasiert und -zentriert. Daten über Kunden, Märkte und Konkurrenten sind die Währung der Zukunft, der richtige Umgang mit ihnen ist entscheidender Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Von daher werden Big-Data-Analysen immer wichtiger. Hier geht es nicht nur um die Speicherung von Daten und um deren intelligente Bereitstellung. Noch entscheidender ist das Tempo der Datenauswertung. Durch Auswertungen in Echtzeit können Unternehmen deutlich schneller handeln als der Wettbewerb.

Künstliche Intelligenz hingegen wird die nächste industrielle Revolution sein – und zwar über alle Branchen hinweg. Die größte Herausforderung liegt hier bei den grundlegenden zentralen Fragestellungen und Rahmenbedingungen. Aus meiner Sicht muss sich ein global einheitliches Verständnis und darauf aufbauend ein festes Regelwerk für Künstliche Intelligenz entwickeln.

IT-DIRECTOR: Warum ist dies so wichtig?
M. Gloss:
Nehmen Sie zum Beispiel die sogenannten „Todesalgorithmen“, wie sie bei Unfällen im Rahmen des autonomen Fahrens zum Tragen kommen könnten: Ist ein Zusammenprall zwischen einem autonomen Fahrzeug und zwei Passanten, von denen einer tödlich verletzt würde, unausweichlich – wen sollte der Zusammenstoß treffen? Letztlich wird dies von Maschinen entschieden werden. Dabei liegt die Problematik unter anderem darin, dass weltweit äußerst unterschiedliche moralische Normen existieren. Wer wird wohl in patriarchalisch geprägten Gesellschaften überfahren werden – Mann oder Frau? Deshalb muss die Frage lauten: Ob und wie es möglich ist, der Technik einen ethischen Standard zu geben, der global verbindlich ist.

IT-DIRECTOR: Wie lässt sich diese Zwickmühle auflösen?
M. Gloss:
Um Maschinen ein „ethisches Verständnis“ beizubringen, können am ehesten Technologien wie Deep Learning greifen. So verfolgt beispielsweise das Georgia Institute of Technology den Ansatz, der Künstlichen Intelligenz literarische Texte, Filme und aus Crowd Sourcing resultierendes Material vorzulegen, aus dem menschliche Entscheidungen in verschiedenen Verhaltenssituationen erkennbar werden. Hiermit soll der Künstlichen Intelligenz vermittelt werden, wie sich Menschen in unterschiedlichen Situationen verhalten und entscheiden würden. Allerdings sind Künstliche Intelligenzen immer nur so gut, wie die Informationen, mit denen sie gefüttert werden. Inwieweit sie daraus tatsächlich die „richtigen“ Schlüsse ziehen, bleibt höchst fraglich – denn Quantität bedeutet nicht gleichzeitig auch Qualität.

IT-DIRECTOR: Wie wird KI die Arbeitswelt und insbesondere die Arbeitsplätze verändern?
M. Gloss:
Sicherlich wird es im Zuge der Digitalisierung große Umbrüche geben, die wiederum dazu führen, dass sich Arbeitsplätze gravierend verändern. Doch nicht alle Menschen müssen Angst haben, ihren Job zu verlieren. Man denke an das Zeitalter der Industrialisierung, wo einige Berufsfelder wegfielen, zeitgleich aber auch neue geschaffen wurden. Anstelle der Kutscher gab es dann die ersten Chauffeure. Ein anderes Beispiel: Werden künftig keine Ingenieure mehr benötigt, die Verbrennungsmotoren entwickeln, braucht man stattdessen vielleicht deutlich mehr Designer für die Ausgestaltung der Fahrzeuginnenräume. Oder fallen die Jobs für Brummifahrer weg, da die Logistiker zunehmend auf autonom fahrende LKW setzen, benötigt man stattdessen Mitarbeiter in neuen Leitzentralen für die Verkehrssteuerung.

IT-DIRECTOR: Inwieweit wird sich neben den Berufsbildern auch das Bildungswesen verändern? Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sämtliches Wissen per Klick aus dem Internet oder von einer Künstlichen Intelligenz abgerufen und eine Fremdsprache simultan per Spracherkennung und Übersetzungsprogramme übersetzt werden kann ...
M. Gloss:
Die Schule, das Lernen an sich, was und wo man lernt wird sich fundamental verändern. Sollten beispielsweise Sprachen künftig wirklich verlässlich und unmittelbar eins zu eins übersetzbar werden, müsste man in den Schulen keine Fremdsprachen mehr vermitteln.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

IT-DIRECTOR: Wie ist es aktuell im Bildungswesen um die Vermittlung von Digital- oder Medienkompetenz bestellt?
M. Gloss:
Hier tut sich sehr viel. Es gibt Fürsprecher seitens der ITK-Industrie, solche Kompetenzen verstärkt bereits in die frühkindliche Erziehung einzubeziehen. Allerdings sollte man es nicht übertreiben und die Kinder überfordern. Denn Kinder sollten in erster Linie „Kind“ sein dürfen und in der analogen Welt – mittels Haptik und Kreativität – eine unbeschwerte Kindheit erleben können. Heute muss noch kein Vierjähriger wissen, wie man Programmiercodes schreibt.

IT-DIRECTOR: Gibt es weitere Herausforderungen im Bildungswesen?
M. Gloss:
Der Föderalismus ist sicherlich ein Hemmschuh für schulische Bildung in Deutschland. Denn warum muss ein Abitur in Hamburg anders aussehen als in München oder, warum muss es in jedem Bundesland ein eigenes Kultusministerium inklusive Minister, Ministerstab und Verwaltung geben? Aus volkswirtschaftlicher Sicht bedeutet dies eine Verschwendung von Ressourcen und Steuergeldern ersten Ranges. In erster Linie geht es um die Wahrung von Besitzständen und Pfründen der Akteure und darum, dass sich keiner selbst abschaffen möchte.

Michael Gloss

Alter: 46 Jahre
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
Werdegang: Michael Gloss verfügt über langjährige Erfahrung im Mittelstand und im internationalen Konzern in unterschiedlichen Leitungsfunktionen mit Gesamtverantwortung und als Geschäftsführer. Davon drei Jahre im Ausland als General Direktor in der russischen Föderation. Er verfügt über Branchenerfahrung in der Medien- und Softwareindustrie sowie im Fachhandel. Seine Spezialgebiete sind die Digitale Transformation von Unternehmen und der Aufbau von neuen Geschäftsfeldern.
Derzeitige Position: Geschäftsführer von Wolters Kluwer Deutschland sowie von deren Tochtergesellschaft und Full-Service-Agentur CW Haarfeld
Hobbys: Hochseesegeln, Sport, Reisen

Bildquelle: Frank Metzemacher

]]>
Ina Schlücker IT-Director Startseite it-zoom Unternehmen
news-20370 Tue, 07 Aug 2018 12:20:54 +0200 Wie NL-ix das Internet günstiger machen will http://www.it-zoom.de/it-director/e/wie-nl-ix-das-internet-guenstiger-machen-will-20370/ Der niederländische Internetknoten NL-ix (Neutral Internet Exchange) bietet Firmen in Frankfurt und Düsseldorf den Direktzugang ins Internet und stellt damit eine Alternative zum zentralen DE-Cix-Knoten dar. Die Preise für den Anschluss ans Internet sind in Deutschland sowohl für Privat- als auch Geschäftskunden im Vergleich zu anderen europäischen Ländern recht hoch. Dies liegt unter anderem in der Struktur des deutschen Internets begründet. Denn egal, ob es um den primären Anschluss oder den Transport und das Durchleiten von Daten geht: Das hiesige Internet wird vom DE-Cix, einem Internetknoten (Internet Exchange) mit einer in Frankfurt zentralisierten Infrastruktur gesteuert. Gemessen am Datendurchsatz gilt er als der größte Internetknoten der Welt. Betrieben wird er von der DE-Cix Management GmbH, einer Tochter des Eco-Verbands der Internetwirtschaft.

Aufgrund dieser Konstellation besitzen Anbieter von Online-Content und Web-Dienstleistungen kaum Wahlmöglichkeiten, wie und wo sie ihre Daten ins Netz schicken (Peering) können. Zudem haben Unternehmen nur eingeschränkte Möglichkeiten, den Weg ihrer Daten zu bestimmen (Transit). Dies will der Internetknoten NL-ix (Neutral Internet Exchange) künftig ändern. Dahinter verbirgt sich der – eigenen Angaben zufolge – fünftgrößte Internetknoten der Welt, der inzwischen auch Unternehmen in Frankfurt und Düsseldorf einen direkten Zugang ins Internet bietet.

Peering für Großabnehmer

Dabei beträgt der Datendurchsatz aktuell mehr als zwei TBit pro Sekunde, heißt es in einer Pressemeldung. Parallel dazu werde der Zugang zu pan-europäischen Märkten zu Konditionen geboten, die deutlich unter dem Preisniveau in Deutschland liegen. NL-ix wurde 2002 von Jan Hoogenboom gegründet, der das Unternehmen weiterhin als CEO führt. Bei NL-ix mit Hauptsitz in Den Haag handelt es sich um eine Tochter des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN.

Das Angebot der Niederländer umfasst sogenannte Interconnection-Services, darunter klassisches Peering, aber auch Traffic Transit und Traffic Transport. Damit biete man Firmen mit großem Bedarf an Datendurchsatz – wie Banken, E-Commerce-Unternehmen, Broadcasts oder Internet-Provider – einen Webzugang. Hierfür sei man überdies pan-europäisch aufgestellt, sodass wer Ports in Düsseldorf mietet, u.a. auch Amsterdam, London, Paris, Wien und Zürich erreicht.

Im Bereich Traffic setzt der Anbieter eigenen Angaben zufolge auf das intelligente Durchleiten von Internetverkehr durch die schnellste und günstigste Verbindung. Möglich machen soll dies die Management-Software „NL-ix Configurator“, mit der Netzwerkverantwortliche den Weg ihrer Daten bestimmen, die Latenz und Verbindungsqualität in Echtzeit überwachen und per Drag & Drop anpassen können.

So können beispielsweie Administratoren, wenn eine Verbindung zu schlecht wird, den Datenverkehr automatisiert oder per Mausklick auf eine andere, derzeit schnellere Route umziehen. Insbesondere können aber auch Länder definiert werden, durch welche die Daten nicht fließen sollen. Derart können Unternehmen, die Cloud-Services nutzen oder anbieten, den Weg der Daten kontrollieren und bestimmen. Interessant sein kann dies insbesondere im Hinblick auf die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Netzwerk Ina Schlücker
news-20372 Mon, 06 Aug 2018 15:06:46 +0200 Xing ist weiter auf Wachstumskurs http://www.it-zoom.de/it-director/e/xing-ist-weiter-auf-wachstumskurs-20372/ Umsatz und Ergebnis des Karrierenetzwerks Xing stiegen im ersten Halbjahr im zweistelligen Prozentbereich. Besonders stark legte das Geschäft mit Firmenkunden zu, das erstmals den größten Beitrag zum Gesamtumsatz leistete, wie der TecDax-Konzern in Hamburg mitteilte. Der zunehmende Fachkräftemangel und die Digitalisierung führen zu einem Umdenken in den Personalabteilungen, was das Anwerben von Fachkräften angeht. „Unser Firmenkundengeschäft wächst derzeit besonders schnell, auch in Personalabteilungen gehört es mittlerweile dazu, eine Xing-Lizenz zu haben”, sagte Vorstandsvorsitzender Thomas Vollmoeller im Gespräch mit der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX.

15,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr

So steigerte das Unternehmen von Januar bis Juni seinen Umsatz um 28 Prozent auf 110,5 Millionen Euro. Bereinigt um Zukäufe lag das Plus bei 21 Prozent. Dabei trug das Geschäft mit Firmenkunden knapp 50 Millionen Euro bei, ein Wachstum von 41 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich im Konzern um 18 Prozent auf 33,4 Millionen Euro. Unter dem Strich konnte Xing mit 15,4 Millionen Euro ein Fünftel mehr verdienen als im Vorjahr. Auch das Geschäft mit Privatkunden wächst weiter, mit 18 Prozent Umsatzplus jedoch nicht ganz so stark. Die Zahl der Mitglieder stieg um knapp eine Million auf 14,4 Millionen, die Zahl der zahlenden Mitglieder knackte im zweiten Quartal die Marke von eine Million.

Xing bleibt damit hierzulande Marktführer vor dem US-Anbieter Linkedin, der seine Geschäfte im deutschsprachigen Raum derzeit ausbaut und in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ende Juni auf 12 Millionen Mitglieder kam. Die Aktie legte am Mittag um mehr als 4 Prozent auf 293 Euro zu und führte damit die Gewinnerliste im Tecdax an. Vom Tief von Anfang April bei 226,50 Euro bis zum Hoch Ende Juni bei 303 Euro hatten die Papiere um ein Drittel zugelegt auf den höchsten Kurs ihrer elfjährigen Börsengeschichte. Anschließend setzten Gewinnmitnahmen ein, der Kurs rutschte wieder bis auf 276,50 Euro ab.

dpa/pf

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Unternehmen
news-20354 Fri, 03 Aug 2018 14:17:25 +0200 Blockchain macht Kunstwerke fälschungssicher http://www.it-zoom.de/it-director/e/blockchain-macht-kunstwerke-faelschungssicher-20354/ Die auf der Blockchain basierende Katalogisierungs- und Transaktionsplattform 4ARTechnologies soll dank patentierter „Augmented Authentication“-Technologie den weltweiten Kunstbetrug bekämpfen. Mittels digitalem „biometrischem Pass“, der auf der Blockchain gespeichert wird, sollen Kunstwerke fälschungssicher gemacht werden. Darüber hinaus biete die Lösung weitere relevante Anwendungsfälle für sämtliche Akteure der Kunstwelt, heißt es in einer Pressemeldung.

Zum Hintergrund: Experten gehen davon aus, dass 30 bis 50 Prozent aller Kunstwerke auf dem Markt gefälscht sind. Während bisher nur die Authentifizierung von digitalen Zertifikaten möglich war, soll die Lösung von 4ARTechnolgoies nun die Überprüfung der Echtheit des physischen Bildes selbst ermöglichen. Dabei werde die Sicherheit der Blockchain mit der Augmented-Authentication-Technologie kombiniert: Das Bild wird mittels Standard-Smartphone gescannt, die strukturellen sowie materiellen Eigenschaften erfasst und eine Vektorenberechnung der Oberflächenstruktur durchgeführt, um die Daten in einen einzigartigen „Fingerabdruck“ umzuwandeln. Erstmalig sei es möglich, diesen zusammen mit allen anderen relevanten Informationen des Kunstwerks, wie Herkunft, bisherige Besitzer oder Restaurationen, manipulationssicher und gebündelt auf der Blockchain zu speichern.

Dieser digitale „biometrische Pass“ macht laut Anbieter registrierte Kunstwerke fälschungssicher. Bereitgestellt wird die Technologie von der Atlantic Zeiser GmbH, einem Anbieter für Sicherheitslösungen für Banknoten und Ausweise.

Das im Rahmen des geplanten Initial Coin Offerings (ICO)* eingenommenen Kapital soll für die Erschließung des Marktes der Kunsttransaktionen genutzt werden. Basierend auf einem Volumen von 39 Millionen Einzeltransaktionen im Jahr 2017 und die dadurch resultierende Anzahl an Transporten, sei Lösung unter anderem für Logistikdienstleister von unschätzbarem Wert. Denn jedes erforderliche Zertifikat – von der Authentifizierung über Restaurierung bis hin zum Eigentümerwechsel sowie Verleih und Transport – werde über die Plattform sicherer, schneller und einfacher überprüfbar. Anleger können 4ART Coins, sogenannte Utility Token, bei einer Mindestinvestition von 100 Euro erwerben und diese als Zahlungsmittel für die auf der Plattform angebotenen Services nutzen. Als Kapitalgeber konnte bereits Falcon Investment, dessen Aufsichtsrat Markus Gurlitt angehört, gewonnen werden.

„Mit 4ARTechnologies wollen wir die globalen Herausforderungen des Kunstmarkts lösen. Durch Smart Contracts kann erstmalig allen Kunstakteuren Sicherheit und Transparenz geboten werden. Zudem werden Prozesse vereinfacht, beschleunigt und kostensparender gestaltet”, erklärt Nikolaos Kipouros, Gründer des Unternehmens.

Während der geplanten ICO-Phasen werden 26 Prozent von insgesamt 6,5 Milliarden Token zur Verfügung gestellt. Dabei ist der „4ART Coin“ ein Nutzungstoken und das Zahlungsmittel für jeden Service oder Verkauf, der auf der Plattform durchgeführt wird – von Authentifizierung und Zertifizierung über die Erstellung von Portfolios sowie Zustandsberichten bis hin zum Abschluss von Versicherungen. Jede Krypto- oder Fiat- Währung, die in die Plattform investiert werden soll, muss zuerst in den 4ART Coin eingetauscht werden, den man per Kredit- oder Debitkarte bezahlen kann. Die Ausgabe der 4ART Coins wird durch einen Smart Contract geregelt, der auf der Ethereum-Blockchain gemäß dem ERC-20-Standard implementiert wird.

* Initial Coin Offering (ICO) ist eine unregulierte Methode des Crowdfundings, die von Firmen verwendet wird, deren Geschäftsmodell auf Kryptowährungen basiert (Quelle: Wikipedia).

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Sicherheit
news-20353 Fri, 03 Aug 2018 12:24:03 +0200 Viel Potential für die Verwaltung 4.0 http://www.it-zoom.de/it-director/e/viel-potential-fuer-die-verwaltung-40-20353/ Eine neue Studie zeigt: Digitalisierung bleibt weiterhin auf der Agenda der öffentlichen Verwaltung. Digitalisierungsprozesse ermöglichen der öffentlichen Verwaltung neue Möglichkeiten, stellen sie gleichzeitig aber auch vor vielfältige Herausforderungen. So lautet das Resümee der jüngsten Studie „Zukunftspanel Staat & Verwaltung 2018“, die von der Wegweiser GmbH Berlin Research & Strategy in Kooperation mit der Hertie School of Governance veröffentlicht wurde.

Um den Einstieg in die Digitalisierung zu erleichtern, entwickeln IT-Anbieter wie CHG-Meridian individuelle Lösungskonzepte für öffentliche Verwaltungen von Bund und Ländern, Kommunen und Sektoren sowie in Bildungs- und Wohlfahrtseinrichtungen. Ziel ist dabei die Förderung einer effizienten, budgetorientierten und nachhaltigen digitalen Transformation, die die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit öffentlicher Akteure sichern soll.

Digitalisierung ist ein vorherrschendes Thema im öffentlichen Sektor, wie die Ergebnisse des Zukunftspanels zeigen. Doch trotz der Notwendigkeit technischer und organisatorischer Modernisierung konstatieren rund 70 Prozent der öffentlichen Verwaltungen, nicht ausreichend auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet zu sein. Zu den Herausforderungen zählen u. a. die Weiterentwicklung von E-Government und Maßnahmen der Digitalisierung (79,6 Prozent), eine demographie-orientierte Personalpolitik (48,5 Prozent), die Stärkung der IT-Sicherheit (38,3 Prozent) sowie die Attraktivität des Arbeitgebers (32,3 Prozent). Aber auch budgetärer Druck, Einsparungen und gestiegene Transparenzanforderungen setzen den Akteuren zu. „Dabei lebt die Verwaltung 4.0 nicht nur von technisch modernen Infrastrukturen, sondern auch von digital geschultem Personal und einem zukunftsorientierten Führungsmanagement“, erklärt Frank Schöneberg, Head of Public Sector Sales Germany bei CHG-Meridian.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Business Process Management
news-20348 Thu, 02 Aug 2018 15:04:48 +0200 Mit dem Chatbot auf Wohnungssuche http://www.it-zoom.de/it-director/e/mit-dem-chatbot-auf-wohnungssuche-20348/ Seit Juli ist die Künstliche Intelligenz „Maja“ beim Immobilienportal immort.de im Einsatz, um gezielt Objekte in ausgewählten Regionen zu vermarkten. Ein Chatbot auf einem Immobilienportal: Wieso? Um konkurrenzfähig zu bleiben und sich von Mitbewerbern abzuheben, installierte Immort einen Chatbot, der Nutzern bei der Angebotssuche hilft. „Es kann für Anwender recht mühsam sein, unterschiedliche Suchfelder auszufüllen, gerade wenn sie mobile Endgeräte nutzen. Deshalb wollten wir eine innovative Lösung, die sich an den Nutzungsgewohnheiten der Verbraucher orientiert“, sagt Christian Landes, Geschäftsführer Immort GmbH. „Mit dem Anbieter BI Excellence haben wir einen Partner an der Seite, der uns eine passgenaue Lösung liefert.“ Ein Chatbot auf einem Immobilienportal ist in der Branche ein Novum. Als erster Anbieter stellt man den Nutzern nun ein textbasiertes Dialogsystem zur Verfügung.

Ist die Suche mit Textfeldern zu kompliziert und langwierig, springen die User ab und verlassen die Webseite. Anstatt eine Maske mit den Feldern „Stadtteil“, „Zimmer“, „Preis bis“ oder „Fläche ab“ einzeln auszufüllen, können die Anwender dem Chatbot einfach eine Frage stellen, die sämtliche Merkmale der Wunschimmobilie zusammenfasst und von der Lösung durch die Technologie des Natural Language Processing verstanden wird. Die Nutzer sind nicht mehr gezwungen, sich durch die Navigation zu klicken. Wohlgemerkt, dass ihnen weiterhin die Standardsuchmasken erhalten bleiben und sie sich entscheiden können, ob sie Felder ausfüllen oder den Chatbot nutzen wollen.

Beantwortung von First-Level-Fragen

„Es war für uns von Anfang an wichtig, dass den Nutzern neben Faktoren wie Vereinfachung des Suchprozesses und Zeitersparnis ein Nutzen durch den Chatbot geboten wird, den es vor seiner Implementierung noch nicht gab“, sagt Landes. Mit Künstlicher Intelligenz wird der Chatbot dazu in der Lage sein, Objekte mit bestimmten Eigenschaften zu erkennen. Ein Beispiel wäre „Haus mit Garten zur Miete“. „Garten“ ist hier eine Eigenschaft, die bei der Suche über Textfelder nicht berücksichtigt ist.

Darüber hinaus, haben die Nutzer die Möglichkeit, über den Chatbot Hintergrundinformationen zum Immobilienmarkt abzurufen, die nicht über die Suchmaske gefunden werden können. Sie können beispielsweise Auskünfte zum Mietpreisspiegel einer bestimmten Region bekommen. Der Chatbot beantwortet First-Level-Fragen, bevor er mit einem Makler in Verbindung treten muss. Somit ist der Chatbot nicht nur für diejenige eine Erleichterung, die eine Immobilie suchen, sondern auch für die, die eine anbieten.

Im Gegensatz zu einem regelorientierten Chatbot, liegt es in der Natur der Sache, dass der Anwender bei der Implementierung eines KI-basierten Chatbots bestimmte Herausforderungen zu bewältigen hat. Während ein regelorientierter Chatbot nur bestimmte festgelegte Befehle verarbeiten kann und seine Möglichkeiten, den Nutzern zu antworten, begrenzt sind, ist das bei einem KI-basierten Chatbot anders: Er ist selbstlernend und erweitert mit der Technologie des Deep Learning seinen Kompetenzbereich.

Dies hat zur Folge, dass er zu Beginn der Implementierung noch nicht dazu in der Lage ist, sämtliche Fragen zu beantworten. Erst nach und nach lernt er mehr Befehle sowie im Gespräch flexibler zu werden und unterschiedliche Formulierungen für ein und denselben Sachverhalt zu verstehen. Neuronale Netze lassen die Lösung laufend neue semantische Beziehungen zwischen Informationen erkennen. Die Fähigkeit der KI-Plattform, Fragen zu identifizieren, zu verarbeiten und Antworten zu finden, verbessert sich so kontinuierlich.

Die Herausforderung, die Immort seit der Implementierung meistert, ist also weniger auf einen bestimmten Zeitpunkt beschränkt, sondern ein stetiger Prozess. So ist die Problemstellung gleichzeitig die Chance, den Chatbot immer weiter zu verbessern und den Nutzern bei der Suche nach Informationen behilflich zu sein. „Wichtig war uns dabei, dass Maja die Fragen, auf die sie zunächst keine Antwort weiß, ohne die Nutzerdaten des Fragenstellers speichert. Unsere Mission ist es, den Usern immer mehr Services bereitzustellen und sie nicht marktwirtschaftlich zu erschließen. Maja ist ein helfender Chatbot und keiner, der Dialoge auswertet, um das Nutzerverhalten zu analysieren“, erklärt Christian Landes.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, BI Excellence

]]>
IT-Director Startseite it-zoom CRM
news-20338 Wed, 01 Aug 2018 15:30:01 +0200 Alle Wetterkapriolen im Blick http://www.it-zoom.de/it-director/e/alle-wetterkapriolen-im-blick-20338/ Mit einem neuen Tool sollen sich Rechenzentren anhand von standortspezifischen Wetterdaten energetisch optimieren lassen. Mit dem Wetter- und Energieprognose-Tool können RZ-Betreiber die Energiekosten ihres bestehenden Datacenters senken, indem sie die Kühlungssysteme ans lokale Wetter anpassen. Laut Securisk, einem Geschäftsbereich der Data Center Group, können RZ-Betreiber Energiekosten sparen, indem sie ermitteln, wie viel Kühlenergie an ihrem Standort benötigt wird. Denn: Securisk bestimmt mithilfe ihres neuen Wetter- und Energieprognose-Tools die exakten, jährlichen 8.760 Wetterstunden für jeden Einsatzort.

Als Grundlage nutzt es die statistischen Daten des Deutschen Wetterdienstes, die über die unterschiedlichen Klimazonen an 16 Standorten erhoben werden. Ergänzt werden diese durch Daten, die individuell für jeden Längen- und Breitengrad berechnet werden, heißt es in einer Pressemeldung. Die Daten sollen RZ-Planern bzw. RZ-Verantwortlichen auch dazu dienen, die energetisch sinnvollste Form der Kühlung insbesondere unter Ausnutzung der natürlichen Ressourcen zu verifizieren, zum Beispiel indirekte freie Kühlung.

Desweiteren ist die Entwicklungsprognose des Deutschen Wetterdienstes bis zum Jahr 2045 integriert. Da die Lebensdauer eines Rechenzentrums weitaus kürzer ist als 27 Jahre, können Betreiber damit auch vorausschauend die Entwicklung des Wetters und damit den künftigen Energiebedarf einbeziehen. Durch diese Planungssicherheit würden sie weitere Investitionskosten sparen, da sie unnötige Sicherheitspuffer oder zu groß dimensionierte Anlagen vermeiden, heißt es weiter.

„Wir erweitern unser Tool in Kürze zudem um Anlagentechniken verschiedener Hersteller. Das heißt, wir werden die konkreten Betriebsdaten und -zustände bei der Kälteerzeugung und Klimatisierung in das Programm integrieren. Da jeder Hersteller naturgemäß eigene Spezifikationen hat, werden wir dadurch noch genauer in unseren Empfehlungen für die benötigte Kälteerzeugung“, berichtet Dr. Dieter Thiel, Spezialist für energieeffiziente Rechenzentren bei Securisk.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

]]>
IT-Director Rechenzentrum / Server
news-20337 Wed, 01 Aug 2018 14:34:14 +0200 So laufen Backup und Recovery deutlich schneller http://www.it-zoom.de/it-director/e/so-laufen-backup-und-recovery-deutlich-schneller-20337/ Mit hyperkonvergentem Sekundärspeicher hat West Lotto die Backup- und Recovery-Zeiten um bis zu 98 Prozent reduziert. West Lotto ist Deutschlands größter Lotterieanbieter und das Control Center für die länderübergreifende Lotterie „Eurojackpot“ in 18 europäischen Ländern. Das Unternehmen ist seit mehr als 60 Jahren tätig. Die 350 Mitarbeiter in der Zentrale in Münster betreuen mehr als 3.300 Annahmestellen und die Internet-Spieleplattform „westlotto.de.“ Über diese Vertriebswege werden Lotterieprodukte wie „Lotto 6aus49“, Rubbellose und der Eurojackpot angeboten. Im Jahr 2017 verarbeitete das Unternehmen fast 187 Millionen Spielaufträge.

West Lotto speichert täglich eine Vielzahl sensibler Daten, daher sind die Datenschutzanforderungen des Unternehmens beträchtlich. Das IT-Team um Dr. Frank Wallow, Abteilungsleiter IT-Produktion, suchte eine Lösung, mit der die bestehende VM-Backup-Lösung erneuert, gleichzeitig die Leistung erhöht und die Kosten für Backup und Recovery gesenkt werden konnten.

Bei der Suche nach einer neuen IT-Lösung wollte Frank Wallows Team weiterhin:

  • dem Unternehmen ermöglichen, neue Produkte schneller zu entwickeln;
  • in der Lage sein, komplexe, miteinander verbundene IT-Systeme auf Anforderung der Testabteilung zu klonen;
  • den Zeitaufwand für Backup und Restores drastisch reduzieren und gleichzeitig besseren Service und eine hohe Verfügbarkeit garantieren.

Nach einer intensiven Marktsondierung hatte man die Liste der Anbieter auf wenige Partner reduziert. Es erfolgte ein umfangreiches Proof-of-Concept. Eine wichtige Voraussetzung für das IT-Team war es, den Kunden und Nutzern während des gesamten Spielverlaufs ein Höchstmaß an Sicherheit, Datenschutz und Diskretion gewährleisten zu können. Die neue Lösung sollte jede einzelne dieser Anforderungen erfüllen. Darüber hinaus mussten Wallow und sein Team das zukünftige Wachstum berücksichtigen und zählen hier auf die Skalierbarkeit der ausgewählten Lösung, die ohne substantielle Kostensteigerung erfolgen sollte.

Basierend dem Proof-of-Concept entschied sich West Lotto letztlich für eine Konsolidierung des Sekundärspeichers auf hyperkonvergente Systeme von Cohesity und gegen einen etablierten Marktführer im Bereich Backup & Restore virtueller Umgebungen. Der Lotteriespezialist installierte vier Cohesity-C2500-Nodes in jedem seiner Rechenzentren mit Dataprotect-Backup- und Recovery-Software sowie der Data Platform des Anbieters.

Cloning-Funktionalität inklusive

Zuvor benötigte das IT-Team einen ganzen Tag, um einen geschäftskritischen Gaming-Transaktionsserver wiederherzustellen. Seit der Nutzung von Cohesity dauert die gleiche Aufgabe etwas mehr als 15 Minuten. Das entspricht einer Zeitersparnis von bis zu 98 Prozent.

Die Datenmenge, die vom Altsystem verarbeitet und in Tape Libraries geschrieben wurde, erreichte mehrere Terabytes pro Tag. Durch die Deduplizierung mit Cohesity reduziert sich die Datenmenge auf weniger als 100 Gigabyte pro Tag, wodurch sich für den Lotterieanbieter erhebliche Einsparungen ergeben. Die Deduplizierung läuft über mehrere Workloads hinweg, die auf Linux bzw. Windows-VMs (vSphere) und physischen Servern betrieben werden, die auf der Data Platform zusammengefasst werden.

West Lotto schätzt auch die „Test- und Dev“-Funktionen, die dazu beitragen, die Entwicklung neuer Produkte und Spiele zu beschleunigen. Möglich wird dies durch die sofortige Bereitstellung von Zero-Cost-Clones. Die IT-Produktionsabteilung nutzt die Cloning-Funktionalität, um komplexe, miteinander verbundene Systeme bei Bedarf schnell bereitzustellen und somit die Zeit für die Anwendungsentwicklung zu verkürzen. Die Benutzerfreundlichkeit und das einfache Management werden gerne gesehen.

Darüber hinaus ist die hyperkonvergente Lösung für die Zukunft skalierbar. „Das Pay-as-you-grow-Modell ist auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten und bietet aus Sicht des Managements einen Wettbewerbsvorteil. Dank der neuen Lösung kann sich unser IT-Team auf Anwendungen und Verfügbarkeit für unsere Kunden konzentrieren und nicht auf Backup und Restore. Die Technologie und ihre Benutzerfreundlichkeit haben uns überzeugt, den Anbieter zu wechseln. Wir sind mit dem neuen System zufrieden, von daher überlegen wir uns, auch die Anzahl der von Cohesity unterstützten VMs zu erhöhen“, sagt Frank Wallow.

Bildquelle: West Lotto

]]>
IT-Director Backup Startseite it-zoom
news-20336 Wed, 01 Aug 2018 14:33:19 +0200 Neue Führung für Fujitsu Central Europe http://www.it-zoom.de/it-director/e/neue-fuehrung-fuer-fujitsu-central-europe-20336/ Rupert Lehner übernimmt die Leitung von Fujitsu in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rupert Lehner wird neuer Head of Fujitsu Central Europe und verantwortet damit ab sofort die Geschäfte des Unternehmens in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rupert Lehner folgt damit auf Dr. Rolf Werner, der sich entschieden hat, das Unternehmen zu verlassen und neue Herausforderungen außerhalb von Fujitsu anzunehmen.

Rupert Lehner leitet als Senior Vice President zudem die Mainframe-Aktivitäten und das Produktgeschäft von Fujitsu in der Region EMEIA (Europa, Naher Osten, Indien und Afrika) und ist seit 2013 Mitglied der Geschäftsführung der Fujitsu Technology Solutions GmbH. Seit seinem Eintritt 1990 übte er erfolgreich eine Vielzahl von verantwortungsvollen Rollen bei Siemens, Fujitsu Siemens Computers und Fujitsu aus.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Partnern den digitalen Wandel bei unseren Kunden weiterhin erfolgreich zu gestalten. Mit unserem umfassenden Portfolio und unserer starken Expertise ist Fujitsu dafür ein idealer Partner für Unternehmen aller Größen und Branchen“, so Rupert Lehner.

]]>
IT-Director Unternehmen Startseite it-zoom
news-20339 Wed, 01 Aug 2018 12:49:00 +0200 Allianz für grüne Rechenpower http://www.it-zoom.de/it-director/e/allianz-fuer-gruene-rechenpower-20339/ Das Dresdener Start-up Cloud & Heat Technologies, spezialisiert auf energieeffiziente Rechenzentrumslösungen, hat eine strategische Partnerschaft mit TradeDX, der tschechischen Tochter der Foxconn Technology Group geschlossen. Im Rahmen der Partnerschaft sollen in der Tschechischen Republik jährlich bis zu 240 Datencenter-Container von Cloud & Heat gefertigt werden. Die weltweite Nachfrage nach den 20-Fuß-Containern ist nach ersten Bestellungen aus Norwegen und Japan sowie einem Großauftrag eines deutschen Energiekonzerns sprunghaft angestiegen. Die mobilen Rechenzentren sollen den flexiblen Einsatz von grafischer Rechenpower mit bis zu 1.440 GPUs und gleichzeitiger Warmwasserproduktion an beliebigen Orten ermöglichen. Dabei sparen sie im Vergleich zu ähnlich leistungsstarken Rechenzentren laut Hersteller bis zu 1.337 Tonnen CO2 im Jahr ein. Das entspreche einer Ausgleichsfläche von 18,7 Fußballfeldern Wald.

„Die Kooperation ist ein Meilenstein in unserer Entwicklung vom Start-up zu einem weltweit operierenden Unternehmen. Als Hauslieferant von Intel, Apple-Partner und Konsolenhersteller für Sony oder Nintendo vereint Foxconn das Know-how aus Mainboard- und Kühlkörperherstellung mit enormen Produktionskapazitäten. Diese benötigen wir, um eine Serienproduktion von unseren mobilen Rechenzentrums-Containern zu gewährleisten“, erklärt Nicolas Röhrs, CEO der Cloud & Heat Technologies GmbH.

Die RZ-Container werden mit verschiedenen Technologien flexibel ausgestattet, beispielsweise mit Luft- oder Wasserkühlung. Die Basisinfrastruktur wird von Foxconn gefertigt. Cloud & Heat selbst übernimmt die Einrichtung der Abwärmenutzung, die Software-Steuerung der Pumpen, Wasserkreisläufe und Temperaturreglungen sowie das Monitoring. Dadurch wird ein konstant hohes Temperaturniveau von 60 Grad heißem Wasser sichergestellt, das direkt zum Beheizen von Gebäuden oder dem Anschluss an das Nah- oder Fernwärmenetz genutzt werden kann.

Die integrierte Wasser-Direktkühlung verhilft den Containern zu einem PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) von weniger als 1,1. Dies könne zu Einsparungen von bis zu einer Million Euro an operativen Kosten im Vergleich zu einem herkömmlichen deutschen 1-MW-Rechenzentrum führen, so der Anbieter. Darüber hinaus bieten die Dresdner die software-seitige Inbetriebnahme, inklusive der Openstack-Installation und dem dauerhaften Betrieb auf Hard- und Software-Seite an. Dies bedeutet nicht nur weitere Kosteneinsparungen für den Kunden, sondern ermöglicht eine einfache und schnelle Skalierbarkeit, so der Anbieter weiter.

]]>
IT-Director Rechenzentrum / Server
news-20328 Wed, 01 Aug 2018 09:29:09 +0200 Ehemaliger Tesla-Mitarbeiter reicht Klage ein http://www.it-zoom.de/it-director/e/ehemaliger-tesla-mitarbeiter-reicht-klage-ein-20328/ Ein Ex-Mitarbeiter des Elektroauto-Herstellers Tesla verklagt seinen früheren Arbeitgeber wegen Verleumdung. Elon Musk warf ihm Sabotage vor, nun verklagt er den Konzern auf mindestens eine Million Dollar Entschädigung. Er habe lediglich auf Missstände wie den Einbau schadhafter Batterien aufmerksam machen wollen, bekräftigte der Mann in einer am Dienstag eingereichten Gegenklage im Bundesstaat Nevada. Tesla hatte den Ex-Mitarbeiter zuvor wegen der angeblichen Weitergabe von Daten und Eingriffen in Software der Firma verklagt.

Produktionssystem gehackt

Der Fall war öffentlich geworden, nachdem Musk im Juni die Tesla-Mitarbeiter in einer Rundmail über einen angeblichen Feind in den eigenen Reihen informiert hatte. Ein Mitarbeiter habe „umfassende und schädliche Sabotage” begangen, hieß es damals.

Er habe Teslas Produktionssystem gehackt und mehrere Gigabyte an internen Daten an Dritte weitergegeben. Der Beschuldigte bezeichnete sich kurz darauf als Whistleblower, dem es darum gegangen sei, Missstände von öffentlichem Interesse zu enthüllen. Nach Angaben eines Anwalt reichte er auch bereits eine entsprechende Beschwerde bei der Börsenaufsicht SEC ein.

dpa/pf

 

 

 

 

]]>
IT-Director Startseite it-zoom Unternehmen