IT-MITTELSTAND https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/news/ IT-MITTELSTAND: IT-Business im Mittelstand de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Sat, 22 Sep 2018 11:28:18 +0200 Sat, 22 Sep 2018 11:28:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-20811 Fri, 21 Sep 2018 14:42:33 +0200 Neuer CEO bei Jedox http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/neuer-ceo-bei-jedox-20811/ Der Aufsichtsrat der Jedox AG, Anbieter von Business Intelligence und Enterprise Planning Software, hat Herrn Florian Winterstein mit Wirkung zum 2. Oktober 2018 zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) ernannt. Diese Berufung soll das internationale Wachstum und die nächste Entwicklungsphase der Jedox AG unterstützen, welche durch die jüngste Finanzierung im April 2018 durch Iris Capital, Ecapital Entrepreneurial Partners AG und Wecken & Cie. eingeleitet wurde. Mit 25 Jahren Erfahrung in strategischer Beratung und Führung von Software- und Serviceorganisationen bringe Herr Winterstein eine Kombination aus Verständnis von Cloud-Lösungen, Business Development sowie Wertschöpfungsprozessen der Partner und Kunden mit, heißt es in der Mitteilung. In seiner letzten Position als Strategievorstand (Chief Strategy Officer) von Bravosolution positionierte Winterstein das Software-as-a-Service-Unternehmen als Partner für Digitalisierung, baute die Marktposition weiter aus und trug zum Wachstum erheblich bei. Mit dieser Expertise übernimmt er die Rolle des CEO von Kay-Ingo Greve, der das Unternehmen für neue Projekte zum 30. September 2018 verlässt.

Bildquelle: Jedox

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news-20808 Fri, 21 Sep 2018 13:44:43 +0200 Digitalisierung in der Logistik http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitalisierung-in-der-logistik-20808/ Die Logistikbranche erkennt die Digitalisierung als große Chance, es besteht aber teilweise noch Unsicherheit darüber, wie sich die digitale Transformation genau auswirken wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Münchener Schunck Group. Die Digitalisierung hat die Logistikbranche in Deutschland voll erfasst. Die große Mehrheit der Logistikunternehmen in Deutschland plant zukünftig digitaler zu arbeiten. Als Gründe dafür wurden die eigene Zukunftssicherung, die Prozesseffizienz, die gestiegenen Anforderungen seitens der Kunden sowie der Wettbewerbsdruck genannt. Überraschend ist, dass 37 Prozent der Befragten nicht planen zukünftig digitaler zu arbeiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Auswirkungen der Digitalisierung für die Logistikbranche“die die Schunck Group durchgeführt hat.

Weg von der Zettelwirtschaft

Die Branche will weg von der Zettelwirtschaft und papierlos und digital arbeiten. Die Umstellung auf das „papierlose“ Büro ist für die Vielzahl der Befragten die größte Herausforderung in Bezug auf digitales Arbeiten. Fast 50 Prozent der Unternehmen gaben an, dass ihre Kunden dieses wünschten und rund 54 Prozent planen bereits konkrete Schritte in diese Richtung. Als größte Herausforderung von allen sieht die Logistikbranche allerdings ein analoges Thema: Den Fahrermangel. Dieser ist und bleibt auch in naher Zukunft aus Sicht der Studienteilnehmer die größte Aufgabe, der sich die deutschen Speditions- und Logistikunternehmen stellen müssen.

Sichere Arbeitsplätze trotz Digitalisierung

38 Prozent der deutschen Logistikunternehmen erhoffen sich Einsparungen durch die Digitalisierung. Diese Einsparungen werden aber nicht durch Arbeitsplatzabbau erreicht, denn lediglich 2,5 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass die Digitalisierung zum Abbau von Arbeitsplätzen führt. „Das zeigt, dass die Logistikbranche die Digitalisierung als Chance erkannt hat und für die digitalen Herausforderungen gerüstet ist. Andere Branchen sind da deutlich pessimistischer“, ergänzt Wicke.

Gleichwohl herrscht noch große Unsicherheit darüber, wie sich die Digitalisierung auf ihre Arbeitsweise auswirken wird – mehr als die Hälfte der Unternehmen kann dies (noch) nicht abschätzen. 25 Prozent geben an, die Anforderungen, die Ihre Kunden im Hinblick auf die Digitalisierung an sie stellten, nicht konkret benennen zu können.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20806 Fri, 21 Sep 2018 10:53:00 +0200 Anwendungsmodellierung mit vorgefertigten Bausteinen http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/anwendungsmodellierung-mit-vorgefertigten-bausteinen-20806/ Lässt sich das Dilemma zwischen Standard- und Individualsoftware durch automatisierte Softwarefabrikation lösen? Christophe Loetz, Geschäfts- führer des Softwarehauses Compex, erläutert, was es damit auf sich hat. ITM: Herr Loetz, Software-Entwicklung automatisiert sich. Was haben die Anwender davon?
Christophe Loetz: Sie eröffnet einen Ausweg aus der Zwickmühle, in der viele Unternehmen stecken. Sie stoßen mit ihrer alten ERP-Software an Grenzen, scheuen aber das Risiko, eine neue einzuführen. Denn dafür müssten sie weitreichende Entscheidungen mit vielen Unbekannten treffen, die bislang kaum revidierbar waren. Ob nun Standard- oder Individual-Software – jede Festlegung bringt Risiken mit sich.

ITM: Welche Risiken sind das?
Loetz: Der traditionelle Weg zur neuen Software führt über lange Checklisten mit oft Tausenden abgefragten Funktionalitäten. Die Umsetzung ist kompliziert und fehleranfällig. Darüber wird meist vergessen, dass es auch darauf ankommt, wie diese Features mit den realen Prozessen harmonieren. Das ist der Klassiker, gerade bei Standardsoftware: Mitten im Projekt stellt das Anwenderunternehmen fest, dass es seine fein justierten Prozesse doch nicht so in der Software abbilden kann, wie diese gelebt werden. 

ITM: Wie lässt sich solchen Risiken begegnen?
Loetz: Die Lage ist vom Start weg anders, wenn sich Software leicht erstellen und verändern lässt. Genau dies können wir mithilfe einer Softwarefabrik realisieren: Die Entwickler schreiben hier im Wesentlichen keinen Code mehr, sondern modellieren Anwendungen, die auf vorgefertigten und getesteten Bausteinen basieren. Das Ergebnis wird unabhängig von seiner technischen Implementation in Modellen vorgehalten.

ITM: Wie muss man sich eine solche Software-Fabrik vorstellen?
Loetz: Das Prinzip ähnelt stark den CAD-Systemen in der Automobilbranche, wo die Modelle am Rechner entworfen und teils auch schon getestet werden, woran sich eine robotergestützte Montage anschließt. Entscheidend ist dabei, dass es gelingt, mehr zu liefern als reines Customizing, also „VW Käfer“ in Grün oder Lila. In Softwarefabriken wie dem Eclipse-Projekt OSBP lassen sich Anwendungen nach individuellen Entwürfen von Grund auf bauen. 

ITM: Wie würden Sie in der eingangs beschriebenen Zwickmühle konkret vorgehen?
Loetz: Es gibt kleine und große Projekte. Wer seine Software lediglich um einige neue Funktionen ergänzen will, kann sich dafür schnell eine App bauen, die sich in die vorhandene Lösung einpasst. Einen ersten „Rohling“ kann er schon per Drag and Drop z.B. aus einer Excel-Datei erstellen. Danach lassen sich die Geschäftslogik, die Nutzeroberfläche oder die Analytik weiter modellieren – mittels visueller No-Code- und Low-Code-Werkzeuge. Das Endprodukt ist eine plattformneutrale Software, die mit allen gängigen Datenbanken und Endgeräten harmoniert.

ITM: Und was passiert, wenn ich mich für eine neue Plattform entscheide?
Loetz: Das fachliche Wissen steckt in den Modellen. Die von uns verwendete Fabrik kann aus dem gleichen Modell für unterschiedliche technische Plattformen Code generieren. Deshalb würde ich als Erstes den Funktionsumfang der bisherigen Software in Modelle übertragen und wie gewünscht ergänzen. Danach würde ich sie zunächst für die bisherige Plattform generieren lassen. So bedarf es keiner Schnittstellen oder Datenmigrationen und es kann auf bekanntem Terrain getestet werden. Haben die Modelle eine hinreichende Reife, lässt man einfach die Fabrik die Software auf der neuen Plattform generieren. 

ITM: Schafft man sich damit nicht neue Abhängigkeiten?
Loetz: Eine Fabrik wie OSBP ist Open Source und arbeitet mit offenen Standards. Die Unternehmen verfügen über die Modelle der von ihnen genutzten Anwendungen. Jede Anwendung, die in solche Modelle überführt wird, macht sie unabhängiger von geschlossenen Welten, von bestimmten Plattformen oder Programmiersprachen. Das halte ich strategisch für äußerst sinnvoll.

ITM: Welche Enterprise-Apps sind bereits Fabrikprodukte?
Loetz: Wir sind selbst ein Anbieter von ERP-Standardsoftware. Wenn wir diese erweitern oder ergänzen, nutzen wir die Fabrik OSBP. Kürzlich haben wir so unsere Kassen-Software modernisiert. Das war teils neuen gesetzlichen Anforderungen geschuldet, zusätzlich meldeten sich mehrere Kunden mit besonderen Wünschen wie Shop-in-Shop-Funktionen. Für all dies benötigten wir nur etwa ein Zehntel der Zeit und Ressourcen, die wir früher aufgewendet hätten. 

ITM: Ein ganz anderer Aspekt: Wenn alles gestaltbar wird, dann will auch jeder mitreden. Dadurch wird es doch nicht einfacher …
Loetz: Früher wollte sich jeder Gehör verschaffen, bevor es zu spät ist. Heute bauen wir einen Prototyp, den wir mit den Anwendern schrittweise zum gewünschten Resultat entwickeln. Es fällt allen Seiten leichter und ist viel schneller.

ITM: Was heißt das für den Aufbau moderner ERP-Systeme?
Loetz: Fabrikmäßig erstellte, modellbasierte Anwendungen vereinigen die Vorteile von Standard- und Individual-Software: Sie lassen sich mit deutlich weniger Aufwand erstellen, als sich eine Standardsoftware anpassen lässt. Sie bieten einen getesteten Leistungsumfang, der sich für unerwartete oder künftige Anforderungen leicht erweitern lässt. Die harten Umbrüche – altes System raus, neues rein – werden durch weichere, weniger riskante Strategien abgelöst.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand ERP
news-20798 Thu, 20 Sep 2018 14:19:51 +0200 ERP-gesteuerte Lagerführung http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/erp-gesteuerte-lagerfuehrung-20798/ Die Schramm Werkstätten GmbH, ein Bettenausstatter aus Rheinland-Pfalz, hat durch die Verknüpfung eines Paternoster-lagers mit neuer ERP-Software nicht nur alle Bestände im Blick, sondern auch einen geschlossenen Datenkreis, der jeden manuellen Abgleich überflüssig macht. Bereits 1923 als Polsterei und Sattlerei gegründet, spezialisierte sich die Schramm Werkstätten GmbH Mitte der Sechzigerjahre auf die Herstellung hochwertiger Matratzen und Untermatratzen. Es folgten eigene Bettkreationen und vollständig integrierte Zwei-Matratzen-Systeme wie auch eine Erweiterung des Portfolios mit Bettwäsche, Raumdüften und Frotteeware. Am Unternehmenssitz in Winnweiler sind hierfür knapp 200 Mitarbeiter beschäftigt. Die Schlafprodukte werden weltweit von knapp über 400 Fachhandelspartnern vertrieben.

Anfangs wurden die Stoffballen für die Produktion in Regalen gelagert und von dort herausgenommen, sobald sie benötigt wurden. Die Menge an Stoffballen wurde allerdings immer größer und damit auch die Lagerung zunehmend unübersichtlich. Also schaffte sich die Firma einen Paternoster für die Aufbewahrung der Stoffe an, um weiterhin eine geordnete Deponierung der Textilien gewährleisten zu können. Dieser verfügt über 234 Plätze, an denen Stoffballen hängend gelagert werden können. Die Ansteuerung des Paternosters war zunächst über ein externes Bedienfeld möglich. Um das neue Lager besser verwalten zu können, wurde von Cimdata Software ein Lager-Cockpit entwickelt, mit dessen Hilfe verschiedene Ein- und Auslagerbuchungen der Stoffe durchgeführt werden können. Dafür werden in einer Tabelle alle Stoffballen, die sich im Paternoster befinden, übersichtlich angezeigt. Die Position und die Menge des chargengeführten Artikels sind so ebenfalls genau ersichtlich.

Genaue Erfassung von Mehr- oder Minderverbrauch

Sobald ein gewünschter Stoffballen markiert wurde, wird der Paternoster über das ERP-Programm an die richtige Position gefahren. Das externe Bedienpanel ist dabei nicht mehr nötig. Die Ansteuerung des Geräts geschieht alleine über die ERP-Anwendung. Die entsprechende Anbindung wurde mithilfe der Programmiersprache Python mittels einer Client-Server-Verbindung realisiert. Eine Statusleuchte im ERP-Lager-Cockpit zeigt an, in welchem Zustand sich die Lagerbuchung gerade befindet. Sobald der Paternoster beginnt, auf eine angegebene Position zu fahren, ist die Statusleuchte gelb dargestellt. Erst wenn die Lagerbuchung bestätigt wurde, wird die Statusleuchte wieder grün und es kann ein neuer Vorgang gestartet werden.

Bei einer Einlagerung ist es möglich, die Menge des Stoffs zu korrigieren, sodass nur die noch tatsächlich vorhandene Menge in den Paternoster eingelagert wird. Dies ist nötig, wenn der Stoff z.B. in die Fertigung gegeben wird, da bei dem hohen Grad an Handarbeit ein reiner Abtrag über die Variantenstückliste zu ungenau wäre respektive Mehr- und Minderverbräuche nicht exakt berücksichtigt würden. Zudem ist es möglich, mithilfe des ERP-Lager-Cockpits einen Stoff aus einem anderen chaotischen Lager in das Paternosterlager ein- bzw. auszulagern. Bei einer Einlagerung wird immer der nächste freie Platz zur aktuellen Position des Paternosters angefahren.

Die Einrichtung des chaotischen Paternosterlagers im ERP-System und der Test der Anbindung verliefen nach gemeinsamer Abstimmung der beteiligten Firmen problemlos. Das Lager-Cockpit läuft nun seit Dezember 2016 ohne Probleme und wird durchgängig genutzt. Die Lagerhaltung ist wesentlich übersichtlicher, der Zeitaufwand für das Finden der jeweiligen Stoffballen wurde reduziert. So wird in der Lagerhaltung der Stoffe ein geschlossener Daten- und Wertekreis ermöglicht, da auf manuelle Datenabgleiche zwischen Paternoster und ERP-Lagerbeständen verzichtet werden kann.

Schramm Werkstätten GmbH
Branche: Schlafsysteme,
Matratzen, Betten
Standort: Winnweiler
Gründungsjahr: 1923
Mitarbeiter: ca. 200
Umsatz: 30 Mio. Euro
www.schramm-werkstaetten.com

Bildquelle: Schramm Werkstätten GmbH

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news-20783 Wed, 19 Sep 2018 12:19:39 +0200 ERP-Umstieg in die Cloud http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/erp-umstieg-in-die-cloud-20783/ Alpha Paletten & Boxen und die dazugehörigen Tochterunternehmen steuern ihre Geschäftsprozesse ab sofort mit Microsoft Dynamics 365 Business Central. Die Umstellung auf das cloudbasierte ERP-System und die Migration der Daten verantwortete die Sievers-Group. Alpha Paletten & Boxen vertreibt Palettenboxen, Kunststoffpaletten, Transport- und Lagerbehälter an Anwender aus Industrie, Handel und Logistik. Zur Unternehmensfamilie gehören mittlerweile auch der Onlinehändler Die Boxfabrik und die auf Hygieneboxen spezialisierte Rotogal GmbH. Um die Geschäftsprozesse künftig noch stärker zu digitalisieren und die Intercompany-Abstimmung der drei Gesellschaften zu vereinfachen, entschied sich der Händler für die Einführung von Dynamics 365 Business Central, dem ERP-System von Microsoft. Betreut wurde die Projektumsetzung durch den Microsoft-Partner Sievers-Group.

Mit der neuen Lösung steuert Alpha Paletten & Boxen den Einkauf, Verkauf und die Finanzbuchhaltung in der Cloud. Manuelle Prozesse, wie das aufwändige Projektmanagement mithilfe von Excel-Listen, entfallen. Das Intercompany-Geschäft der drei Einzelunternehmen untereinander wurde deutlich vereinfacht, da Belege nun auf elektronischem Wege zwischen den Gesellschaften ausgetauscht werden. Im Hinblick auf seine Wachstumsstrategie war Alpha Paletten & Boxen wichtig, künftig auch die Lager- und Bestandsverwaltung mit dem neuen System abbilden zu können.

Sievers-Group hat nicht nur das ERP-Projekt bei Alpha Paletten & Boxen betreut, sondern dem Unternehmen eine Gesamtlösung für die IT bereitgestellt. Zum Leistungsumfang gehören auch eine Telefonanlage, der Support für das Dokumentenmanagementsystem Elo sowie die geplante Anbindung von SNC/Datev an das ERP-System. Diese App erweitert Microsoft Dynamics 365 Business Central um eine Schnittstelle für die elektronische Übermittlung von Buchungs- und Stammdaten an Datev.

Bildquelle: Alpha Paletten

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news-20771 Tue, 18 Sep 2018 15:55:56 +0200 Mit „New Learning“ in Richtung Zukunft http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/mit-new-learning-in-richtung-zukunft-20771/ Globalisierung und Digitalisierung sind entscheidende Treiber im Wandel von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft. Zukunftssichere Weiterbildungsmethoden verlangen hierbei zwingend nach neuen Ansätzen. Folgerichtig muss „New Learning“ für Unternehmen das Ziel sein und zum Standard werden. In der beruflichen Fort- und Weiterbildung steckt viel ungenutztes und noch mehr digitales Potential. Gerade die Generationen der „Gen Z“ und „Millennials“ wuchsen in einem multimedial geprägten Umfeld auf. Der klassische Frontalunterricht sowie das analoge Lernen in Klassenzimmern, Auditorien oder Konferenzsälen sind etablierte, aber auch sehr alte Ausbildungskonzepte für das Vermitteln und Erlernen von Wissen und Fähigkeiten.

„New Learning“ dagegen trennt im Ansatz grundsätzlich Lehrer und Lernende von einheitlichen, kollektiven Bildungsprozessen und kann so auf die individuellen Bedürfnisse, Ziele, Wünsche und letztlich auch auf Fähigkeiten und Vorlieben des Einzelnen reagieren. Natürlich soll digitales Lernen die klassische Lernmethoden und lineares Studieren nicht ersetzen, doch sicherlich um einige technologische Optionen ergänzen.

E-Learning für mehr Flexibilität

Der Wandel von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft ist entscheidend durch Digitalisierung und Globalisierung geprägt. Wahrnehmung und Anspruch verändern sich. Lernende und Studierende im Allgemeinen, Mitarbeiter auf Unternehmensebene im Speziellen werden früher oder später KI-Technologien als selbstverständlich akzeptieren: Technologien, die Ausgangsniveau und Lernkurve und anhand dieser Informationen den Lernpfad in Bezug auf Zeitmanagement, Prioritäten und Intensität des Studiums erstellen und aktualisieren können. Das erfordert sicherlich eine sorgfältige Datenerhebung und -nutzung inklusive intelligenter Datenschutzmaßnahmen.

Laut der aktuellen Benchmarking-(Teil-)Studie zum Thema „Betriebliches Sprachtraining und E-Learning“, herausgegeben vom E-Learning Journal, werden mit 80 Prozent vor allem die Flexibilität digitaler Trainingslösungen und mit fast 60 Prozent die Standortunabhängigkeit hervorgehoben. Dagegen sind Kosten und Skalierbarkeit zwar relevante, aber überraschenderweise keine finalen Faktoren im Entscheidungsprozess „Für und Wider“ digitales Lernen. Ein zentrales Argument gegen betriebliches E-Learning ist für über zwei Drittel (39,2 Prozent) der befragten Unternehmen der fehlende persönliche Kontakt zum Dozenten oder Coach. Rosetta Stone stellt aber z.B. seinen Sprachstudenten das Äquivalent eines qualifizierten Mentors gegenüber. Dieser hilft, unterstützt, ermutigt und erklärt, wenn nötig treibt er und schubst auch mal an und bietet Inhaltsüberprüfungen oder Lernkontrollen an.

Dann gibt es auch noch die Virtual Reality (VR) bzw. die computergestützte Erweiterung der Realität (Augmented Reality, AR): Reale Umgebungen werden simuliert und um virtuelle Effekte und digitale Informationen ergänzt. Solche Lernebenen sind deutlich motivierender, relevanter und somit nachhaltiger für Lernende. Man kann mit anderen Studenten interagieren, sich austauschen und gemeinsam lernen.

Keine Konkurrenz zum analogen Lernen

Digitale Lösungen gewähren Lernenden den Einlass zu ganz neuen Lernwelten und -methoden. Digital unterstütztes Lernen sollte also nicht in Konkurrenz zum analogen Lernen stehen. Vielmehr sollte das „New Learning“ als Modell die etablierten Lernmethoden unterstützen und um zeitgemäße Optionen bereichern. Durch digitales Lernen können Lerninhalte und -tempo besser an individuelle Bedürfnisse und Präferenzen angepasst werden. Vor allem aber lässt sich E-Learning komfortabel in alle digitalen Geschäftsprozesse implementieren. Letztlich entlastet digital unterstütztes Lernen Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen – dezentral und zeitunabhängig.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20769 Tue, 18 Sep 2018 14:34:59 +0200 Digitale Kompetenzen werden zur Pflicht http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitale-kompetenzen-werden-zur-pflicht-20769/ Die Digitalisierungswelle ist nicht mehr aufzuhalten. Auch im deutschen Mittelstand halten moderne Technologien stetig, wenn auch langsam Einzug, was zugleich die Nachfrage nach qualifiziertem Personal erhöht. Der Erwerb von digitalen Kompetenzen wird somit zur Pflicht. Laut der IDC-Studie „Future Culture“ konnten deutsche Unternehmen in Sachen „Digitalisierung“ endlich aufholen – auch im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn. „2017 gaben beispielsweise noch knapp 18 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie sich in keiner Weise mit der Digitalisierung beschäftigt hätten“, berichtet Sascha Grosskopf, Field-Marketing- und Demand-Generation-Team-Leiter in EMEA bei Cornerstone On Demand. „2018 sind es nur noch sechs Prozent.“ Auch der Mangel an kompatiblen Technologien und Tools sei von knapp 23 auf unter 18 Prozent gesunken.

Die Digitalisierung in den Unternehmen führt zugleich unweigerlich zu einer steigenden Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern – schließlich müssen die modernen Technologien und Tools auch richtig bedient bzw. eingesetzt werden. Erst im April 2018 stellte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fest, dass insbesondere IT-Experten fehlen. Die IT-Expertenlücke soll sich zwischen den Jahren 2014 und 2018 sogar von 16.000 auf mehr als 39.600 verdoppelt haben. „Damit steigt der Recruiting-Druck für Unternehmen“, weiß Lucia Falkenberg, Chief People Officer (CPO) und Leiterin der Kompetenzgruppe New Work im Eco-Verband. Auf dem heutigen Arbeitsmarkt müssten sich Unternehmen um die Fachkräfte förmlich bewerben. Umso wichtiger sei es für Firmen, authentisch aufzutreten und die vielfältigen Kriterien zu berücksichtigen, die junge Talente ihrer Berufsentscheidung zugrunde legen.

Auch auf das Personalmanagement an sich und die Einstellungsphasen übt die Digitalisierung natürlich einen großen Einfluss aus. So erfolgen Bewerbungsprozesse bei vielen Unternehmen bereits digital – man nehme das Beispiel „Video-Interviews“, die sich laut Joachim Giese zunehmend durchsetzen. „Viele Firmen haben sogar ein eigenes Online-Bewerbungsportal, das die Bewerbung sowohl für die eigene HR-Abteilung als auch für interessierte Bewerber vereinfacht“, so der Vorstand der WBS-Gruppe. Florian Walzer, Head of Sales und Marketing bei der Rexx Systems GmbH, sieht hingegen noch „viel Potential für Professionalisierung und Effizienzsteigerung“, vor allem im Bereich „Service und Operations“. Eigentlich müsste HR der Treiber für die Digitalisierung eines Unternehmens sein, tue sich dabei aber oftmals schwer.

CDO: Ja oder nein?

Im gleichen Atemzug wie die Digitalisierung wird mittlerweile auch oft der sogenannte Chief Digital Officer, kurz CDO, erwähnt. Hinter dieser noch recht neuen Funktionsbeschreibung verbirgt sich im Grunde eine Person, die innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation für die Planung und Steuerung der digitalen Transformation verantwortlich zeichnet. Im Mittelstand soll diese Position bisher aber kaum vertreten sein. Die Spreizung sieht man laut Sascha Grosskopf bereits bei den großen Konzernen. Laut einer Cebit-Studie hätten 40 Prozent der Dax-Unternehmen einen CDO, aber schon bei den Unternehmen im Mdax falle diese Zahl deutlich ab. „Nur zwei der dort gelisteten Unternehmen haben eine vergleichbare Position in ihrer Firmenstruktur, nämlich Airbus und Schaeffler“, so Grosskopf. Er sehe aber keinen Grund, deshalb Alarm zu schlagen. Denn ein CDO in einer Firma könne nicht die alleinige Lösung für die digitalen Herausforderungen sein.

Ähnlich sieht es Lucia Falkenberg: Die Verantwortlichkeiten zur Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie und deren Umsetzung innerhalb der bestehenden Strukturen sollten die Mittelständler zwar klar regeln, dafür bräuchten sie aber nicht unbedingt einen CDO. Zumindest wenn das Bewusstsein in der Geschäftsleitung vorhanden sei. „Wichtig ist nur“, betont Falkenberg, „dass die Aufgaben identifiziert, benannt und dann tatsächlich angepackt werden“. Am besten gemeinsam.

Die Bereitschaft der Mitarbeiter, neue digitale Kompetenzen zu erwerben, variiert dabei von Branche zu Branche bzw. von Unternehmensbereich zu Unternehmensbereich. Eine wichtige Rolle spielen hierbei das Alter der Mitarbeiter, ihre Aufgeschlossenheit gegenüber Neuerungen sowie die Informations- und Umsetzungspolitik des entsprechenden Unternehmens. „Viele haben erkannt, dass die Digitalisierungswelle nicht mehr aufzuhalten ist, aber manche Mitarbeiter haben einfach Angst davor“, weiß Lothar Steyns, geschäftsführender Gesellschafter der Summit IT Consult GmbH, zu berichten.

Digitalisierungswelle ist nicht mehr aufzuhalten

Laut Monika Füllmann ist dies vor allem eine Generationsfrage und mitunter vom Durchschnittsalter der Mitarbeiter abhängig. „Während die Generationen X, Y und Z danach verlangen, mobil und digitalisiert informiert zu werden und zu arbeiten, konnte man diese Bereitschaft bei den älteren Generationen in den letzten Jahren teilweise noch nicht erkennen“, meint die Vertriebsleiterin Deutschland bei Infoniqa. Allerdings käme es mehr und mehr zur Trendwende, habe heute doch nahezu jeder schon ein Smartphone und nutze privat, geschäftlich und in allen Lebenslagen die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Für die Unternehmenslenker wird es in Zukunft eine wichtige Aufgabe sein, „mit gutem Beispiel voranzugehen“, ergänzt Lothar Steyns. Schließlich nütze die beste Umsetzungsstrategie nichts, wenn sie nicht sowohl vom Geschäftsführer als auch von den Führungskräften gelebt und in der Praxis umsetzt werde. Ein Aussitzen der Anforderungen hätte für jede Unternehmung fatale Folgen.

Digitale Lernangebote bieten Flexibilität

Wichtig ist es demnach, dass sich Unternehmen nicht nur mit Digitalisierungs-, sondern zusätzlich auch mit entsprechenden IT-Weiterbildungsstrategien befassen, um ihre Mitarbeiter „technisch fit“ zu halten. Laut Steve Wainwright, Managing Director EMEA von Skillsoft, ermöglichen viele Firmen ihren IT-Mitarbeitern die Teilnahme an allen erforderlichen Schulungen. Die Hürden werden allerdings durch schnelle Innovationen und hohe Kosten größer. Deshalb würden viele Unternehmen nach flexibleren Lösungen suchen, die es den Mitarbeitern ermöglichen sollen, an wichtigen Projekten zu arbeiten und gleichzeitig die erforderlichen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zu erhalten. „Im Gegensatz zu Präsenzschulungen bieten hier digitale Lernangebote mehr Flexibilität“, meint Wainwright. Schließlich können sie zeit- und ortsunabhängig in den Arbeitsalltag integriert werden.

Bei der Wahl eines geeigneten Angebots sollten Unternehmen aber einige Schlüsselelemente berücksichtigen: Die Ressourcen und Inhalte sollten leicht zugänglich und über jedes Gerät – sei es Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone – zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar sein. „Wichtig sind auch intelligente Suchfunktionen bzw. dynamische Inhaltsvorschläge“, fügt Wainwright hinzu. Moderne Plattformen würden hier unterschiedliche Formate wie Video-Trainings, E-Books und auch Lernquiz in einer ansprechenden, benutzerfreundlichen Gestaltung mit Funktionen bieten, wie sie die Mitarbeiter von Netflix oder Amazon kennen. Das Bildungsunternehmen WBS hat z.B. den sogenannten „Learnspace 3D“ entwickelt, eine virtuelle, dreidimensionale Simulation einer Schulungsumgebung, die es ermöglichen soll, Weiterbildungen ortsunabhängig unter realen Bedingungen zu gestalten.

„Powerpoints und PDFs zum Lernen oder Nachlesen zu versenden, ist jedenfalls Schnee von gestern“, meint Monika Füllmann. Denn so könne niemand kontrollieren, ob diese Dokumente auch wirklich gelesen und verstanden werden. Daher bietet ihrer Ansicht nach das E-Learning eine „optimale Plattform“ für die Wissensvermittlung und auch Wissensüberprüfung. „So ist jederzeit einsehbar, wer welchen Content konsumiert hat, und prüfbar, ob die Inhalte auch verstanden wurden“, erklärt die Vertriebsleiterin.

Im Bereich „E-Learning“ erwartet Sascha Grosskopf „viele spannende Neuigkeiten“ wie z.B. „Virtual Classrooms“, „Smart Media“ oder „E-Tutoring“. Auch firmenübergreifende Seminare seien mit Cross-Corporate-Learning längst keine Zukunftsmusik mehr. „Andere Modifikationen des E-Learning, die erheblichen Einfluss auf die Weiterbildung im Mittelstand haben werden, sind die schrittweise Einführung des Micro-Learning und die Erweiterung des Social-Media-Learning“, so der Field-Marketing-Experte. „Und wenn wir von schrittweiser Einführung des Micro-Learning sprechen, dann trifft dies auch genau den Sinn der neuesten Entwicklung.“ Denn Micro-Learning bedeute Personalförderung in kleinen Lerneinheiten.

Längst keine Zukunftsmusik mehr

Übernommen wurde diese Technik aus dem Sport, heißt es, wo man in gezielten, aber kurzen Intervallen entsprechende Muskeln trainiert oder an seiner Technik im Werfen, Surfen, Schießen, etc. feilt. In Zukunft soll dieses Prinzip nun auch genutzt werden, um die grauen Zellen zu trainieren. „Dementsprechend praktisch sind die Übungen im Vergleich zum theoretischen Lernen aufgebaut, die Settings verlangen auch angewandtes Wissen ab“, so Grosskopf. Als spezielles Beispiel hierfür nennt er bereits erfolgreiche Apps wie das Sprachtraining Duolingo. Dies zeige auch, dass das Micro-Learning sich gut mit Gamification koppeln lasse, um letztlich praxisnahe Erfolge bei den Mitarbeitern messen zu können.
Zugleich ist das elektronisch unterstützte Lernen natürlich auch mit Herausforderungen verbunden. Die größte Herausforderung besteht laut Joachim Giese in einer erforderlichen Haltungsänderung sowohl der Lernenden als auch der Lehrenden, die den Maßgaben durch Arbeit 4.0 und einem konstruktivistischen Bildungsverständnis folgt. „Nur wenn der Lehrer zum Coach auf Augenhöhe wird und der Lernende nicht länger auf ‚vorgekaute’ Lernkost wartet, sondern eigeninitiativ, selbstverantwortlich und selbstgesteuert seine Lernschritte organisiert und erlebt, absolviert er zukunftsfähiges Lernen“, ist sich Giese sicher.

Und auch Lucia Falkenberg betont, dass in der digitalisierten Welt nach wie vor der regelmäßige, persönliche Kontakt zu Dozenten und Mitlernenden wichtig bleibe. Die Vorteile, sich immer und überall fortbilden zu können, würden jedoch deutlich überwiegen. Schließlich verlaufen Karrieren immer seltener linear – sie verlangen ständige Weiterqualifikationen. Entscheidend sei der Mut, sich mit sich selbst und Veränderungen auseinanderzusetzen und mit der Zeit zu gehen, so Florian Walzer. Diejenigen Personen, die das nicht machen, werden seiner Ansicht nach in Zukunft möglicherweise von Robotern und Künstlicher Intelligenz (KI) ersetzt. Wer also mit der heutigen rasanten Markt-, Produkt- und Unternehmensentwicklung mithalten will, kommt laut Lothar Steyns letztlich an einem „lebenslangen Lernen“ nicht mehr vorbei.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Lea Sommerhäuser IT-Mittelstand Startseite it-zoom HR Personal
news-20761 Mon, 17 Sep 2018 16:28:57 +0200 Vom Breitbandausbau sollen alle profitieren http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/vom-breitbandausbau-sollen-alle-profitieren-20761/ Laut Infrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) soll beim Breitbandausbau niemand zurückgelassen werden. Es gehe um das große Versprechen, „dass wir niemandem zurücklassen in diesem Land”, sagte Infrastrukturminister Andreas Scheuer am Montag anlässlich des Starts einer Ausstellung zum Breitbandausbau im brandenburgischen Schönewalde. Mit dem Ziel der Koalition, bis 2025 flächendeckend eine Versorgung mit Gigabitnetzen zu schaffen, solle niemand abgehängt sein. Es sei Unsinn, dass das Förderprogramm des Bundes kaum nachgefragt werde, sagte Scheuer nach Ministeriumsangaben. „Wir kommen bei den Anträgen kaum hinterher.”

Seit Ende 2015 hat der Bund demnach 3,37 Milliarden Euro für Projekte in 698 Gebieten als Förderung bereitgestellt. Damit würden mehr als zwei Millionen Haushalte und 185.000 Unternehmen erreicht, zudem sollen 16.000 Einrichtungen wie Schulen angeschlossen werden. In Bau seien mehr als 100 Projekte, die nach und nach abgerechnet würden. Auf einem „Digitalacker” des Ministeriums in Schönewalde (Ortsteil Grassau) in Brandenburg können sich Bürger noch bis einschließlich diesen Sonntag über den Breitbandausbau informieren.

dpa/pf

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Infrastruktur
news-20760 Mon, 17 Sep 2018 16:05:19 +0200 Digitalisierung verändert ERP-Systeme http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitalisierung-veraendert-erp-systeme-20760/ An ERP-Standard-Software werden stetig wachsende Anforderungen gestellt. Eine andere Option ist die Individualentwicklung, die unter Umständen besser auf die Besonderheiten von Digitalisierung und Mittelstand eingehen kann. Das digitale Rückgrat eines Unternehmens, so wird Software für Enterprise Resource Planning (ERP) gerne genannt. Sie verleiht den Prozessen Stabilität und verteilt Informationen zwischen ihnen. Doch im Moment ist dieses Rückgrat stark belastet: Digitalisierung, Industrie 4.0, Industrial IoT, servicebasierte Geschäftsmodelle, Vernetzung von allem und jedem, KI-Anwendungen, gestiegene Kundenanforderungen, verkürzte Produktlebenszyklen und einiges mehr sorgen für Druck. Doch ob die aktuell im Mittelstand eingesetzte ERP-Software diese vielen neuen Anforderungen erfüllen kann, ist fraglich.

Nach der letzten ERP-Marktstudie von Trovarit sind die eingesetzten ERP-Lösungen in Deutschland überaltert. Laut der im Zweijahresabstand durchgeführten Studie ist das durchschnittliche Alter der ERP-Installationen erneut gestiegen. Die untersuchten Systeme waren 2016 durchschnittlich seit 10,2 Jahren (2014: 8,9 Jahre) in Betrieb. Interessant dabei: Einige Installationen sind schon mehr als 30 Jahre alt. Auch mit dem Umstieg auf neuere Versionen haben es die Unternehmen nicht eilig, denn das Durchschnittsalter der Releases lag bei 2,2 Jahren (2014: 1,9 Jahre).

Die oben genannten neuen Anforderungen können mit einer jahrzehntealten Software wohl nicht erfüllt werden, es steht also eine Erneuerungsrunde an. Und die veränderten Anforderungen in den Unternehmen treffen auf einen Softwaremarkt, der sich stark gedreht hat. Geschäftsanwendungen und Systemlösungen für Unternehmen sehen heute anders aus, nicht nur ERP. Hier wie anderswo gibt es vier wichtige Marktsegmente: On-Premise-Software, Cloud-Services, Open-Source-Software und Individualentwicklungen.

Standardsoftware gerät unter Druck

Die bekannteste Darreichungsform von ERP-Anwendungen ist die auf einem eigenen Server oder im (Colocation-)Rechenzentrum installierte Standardsoftware. Sie hat zahlreiche Vorteile, etwa den überschaubaren Aufwand von Installation und Wartung. Doch das eigentlich Entscheidende sind die Standards selbst, findet Gunnar Schug, CTO bei Proalpha, einem ERP-Spezialisten für den Mittelstand: „Prozesse, die im Standard enthalten sind, basieren auf großer Erfahrung aus vielen Projekten. Sie dienen als Vorlagen für effiziente Abläufe und unterstützen Unternehmen, ihre eigenen Prozesse schlanker und effizienter zu machen.“ Unternehmen sollten diese Möglichkeit unbedingt nutzen, findet Schug. „Für Anwender bedeutet das: Sie können sich komplett auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.“

ERP muss aber nicht unbedingt als On-Premise-Software ausgeliefert werden. Cloud-Services sind für die Nutzer weniger kompliziert, da im Unternehmen weder umfangreiche IT-Ressourcen noch umfassendes IT-Know-how aufgebaut werden muss. Doch sie ist weniger leicht individualisierbar als herkömmliche Standardsoftware, denn alle Anwender benutzen ein einheitliches Release. So dauert es häufig lange, bis die Anbieter Kundenwünsche übernehmen. Für den normalen Mittelstand eignen sich Cloud-Lösungen deshalb nur bedingt, allerdings können neu gegründete Unternehmen stark von den Kostenvorteilen profitieren. Für den Mittelstand gilt: Auch eine Cloud-Lösung ist Standardsoftware und passt nicht für jedes Unternehmen.

Hinzu kommen neue Prozesse durch das Industrial Internet of Things. Knackpunkt ist dabei die Auswertung von Daten. Im letzten Jahr wies eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML (S. 32) darauf hin, dass moderne ERP-Systeme vor allen Dingen die durch Sensorik entstehenden Datenflüsse mit der notwendigen Flexibilität integrieren müssen. Dementsprechend ist für mehr als die Hälfte der Hersteller die Erfassung und Verarbeitung der auf Produktionsebene erzeugten Daten essentiell (54 Prozent). Die zwangsläufig entstehenden hohen Datenvolumina in der Produktion sind eine Anforderung, der die Anbieter mit dem Ausbau der Auswertungsmöglichkeiten und -funktionen begegnen wollen.

Doch digitale Lösungen und Geschäftsmodelle sind hoch individuell, sie unterscheiden sich nicht nur nach Branchen, sondern auch innerhalb der Branchen teils fundamental. Hier müsste also die Standardsoftware an den Rändern individualisiert werden, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Vielfach gilt Open-Source-Software als passende Lösung für dieses Problem.

Sie unterscheidet sich in ihren offiziellen Releases nicht von kommerzieller Standardsoftware, lediglich die Lizenzierung fällt weg oder ist erheblich günstiger. Der eigentliche Vorteil zeigt sich erst, wenn Spezialfälle im Rahmen der Digitalisierung nötig werden: Die Nutzer können selbst loslegen und müssen nicht auf das Ende der teils langen Release-Zyklen der Anbieter warten. Zudem bleibt bei kommerzieller Software immer offen, ob der Anbieter bestimmte Sonderwünsche tatsächlich in den Standard übernehmen will.

Bei Open Source ist großes Engagement gefragt

Doch natürlich ist auch Open-Source-Software kein leichter Weg zu individuellen Lösungen, denn die Entwickler müssen zunächst einmal den vorhandenen Quellcode verstehen. Noch schwieriger wird es, wenn ein Unternehmen sich dazu aufmacht, die Software nach dem Open-Source-Modell weiterzuentwickeln, und nicht nur kleinere Anpassungen vornimmt. In diesem Fall ist großes Engagement gefragt, denn die Neulinge haben es mit einer mehr oder weniger großen Community zu tun, deren Mitglieder zum Teil bereits seit Jahren an der Software arbeiten.

Bis hierher zeigt sich, dass Standardsoftware normalerweise nicht alle Anforderungen von Unternehmen abdecken kann. Mehr noch: „Der einzige Standard ist, dass es keinen Standard gibt“, formuliert Heidi Schmidt, Geschäftsführerin von PKS-Software, zugespitzt und paradox. „ERP ist immer hochgradig individualisiert.“ Nach ihrer Erfahrung werden alle Standardsysteme nach einigen Jahren zwangsindividualisiert, beispielsweise durch Basteleien mit Excel, der Geheimwaffe für individuelle Anpassungen. Damit werden dann Daten aus dem ERP-System entnommen, nach eigenen Vorstellungen weiterbearbeitet und oft an anderer Stelle wieder eingespeist. „Im Grunde ist spätestens nach acht Jahren jede ERP-Software vollkommen individuell.“

Das liegt nach Erfahrung von Schmidt auf jeden Fall an den zahlreichen neuen Anforderungen, die peu à peu in den Unternehmen hinzukommen. Digitale und servicebasierte Geschäftsmodelle verändern langsam und in vielen kleinen Schritten die Geschäftsausrichtung. Immer mehr Mittelständler wollen neue Geschäftsmodelle ausprobieren und benötigen deshalb Software für neue Prozesse – aber schnell. Da ist es naheliegend, auch mit der Erweiterung der vorhandenen Lösungen in Eigenregie zu experimentieren, denn schließlich ist die Erneuerung und Modernisierung der Kernsysteme eine recht teure Angelegenheit.

„Der Trend arbeitet gegen Standards“, bemerkt Schmidt bei ihren Kunden. „Durch die Digitalisierung müssen die Unternehmen ohnehin eigenes Software-Know-how aufbauen. Software-Entwicklung gehört auch im Mittelstand zunehmend zur Kernkompetenz. Dies führt dazu, dass Individualprogrammierung wieder attraktiver wird.“ Doch einfacher als früher ist sie nicht, zumal der Arbeitsmarkt für Entwickler im Moment wie leer gefegt wirkt. Denn inzwischen konkurrieren Hidden Champions, IT-Systemhäuser, klassische Software-Anbieter und Cloud-Dienstleister um einen nicht wesentlich gestiegenen Fundus an Entwicklern. Das ist gut für die Programmierer und ihre Gehälter, aber schlecht für Unternehmen, die händeringend Lösungen suchen.

Das Beste beider Welten: individuelle Module

Doch die Hersteller von Standardsoftware haben auf die neue Situation in den Unternehmen reagiert. Die meisten der großen Anbieter modularisieren ihre Systeme inzwischen stark. Sie können dadurch deutlich leichter auf neue Anforderungen reagieren, da ein vorhandenes Modul einfacher zu erweitern und ein neues schneller zu entwickeln ist, als ein monolithisches System mit neuen Funktionen auszustatten.

Als Vorreiter bei dem Versuch, die Vorteile von Standardsoftware mit denen der individuellen Entwicklung zu verbinden, sieht sich die Essener E.Bootis AG,
die sich als Software-Anbieter auf ERP für den Mittelstand spezialisiert hat. CMO Steffen Heetfeld betont: „Durch die Digitalisierung ändern sich alle wertschöpfenden Prozesse und viele Unternehmen sind plötzlich mit Anforderungen konfrontiert, die vorher in ihrer Branche unbekannt waren.“

Viele neue Technologien machen ERP zu einem beweglichen Ziel: KI-Anwendungen übernehmen einzelne Prozesse ganz oder teilweise und sorgen somit für neuartige Schnittstellenprobleme. Datenbasierte Geschäftsmodelle bewirken, dass Unternehmen Serviceprozesse benötigen, die sonst nur Aftermarket-Spezialisten kennen. Enterprise Mobility bewirkt, das ERP auch auf Mobilgeräten funktionieren soll und dabei eine angepasste, häufig vereinfachte Benutzeroberfläche haben muss.

Das stellt Entwickler von Standardsoftware vor erhebliche Probleme, die neue Methoden bei der Versionierung und „agile“ (also recht kurze) Release-Zyklen erforderlich machen. Wie löst ein Anbieter von Standardsoftware diese Probleme? Steffen Heetfeld: „Wir arbeiten wie üblich nach dem wartungsfreundlichen Prinzip des Single Source Code. Wir haben unsere Anwendung aber so stark modularisiert und dynamisiert, dass wir nach den Anforderungen einzelner Kunden individuelle Module entwickeln können, die dann jedoch in den Standard eingefügt werden. Diese stehen dann allen Kunden zur Verfügung, sofern es sich nicht um Funktionen mit explizitem Wettbewerbsvorteil handelt.“

Damit verbinden Anbieter  von modularisierter ERP-Software wie E.Bootis das Beste aus beiden Welten: Standardlösungen für Standardprozesse und individuelle Weiterentwicklungen für einzigartige Prozesse. Denn die Individualentwicklung im Bereich ERP-Software ist noch längst nicht beendet. Ein Mittelständler in der Digitalen Transformation hat am Ende noch individuellere Prozesse als vorher, denn schließlich muss er sich von den Konkurrenten absetzen. ERP muss diese Entwicklung nachvollziehen. So bleibt das IT-Rückgrat des deutschen Mittelstands flexibel genug für die Zukunft.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Ingo Steinhaus IT-Mittelstand Startseite it-zoom ERP
news-20759 Mon, 17 Sep 2018 15:32:20 +0200 HP zeigt neue 3D-Drucktechnologie http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/hp-zeigt-neue-3d-drucktechnologie-20759/ HP hat auf der International Manufacturing Technology Show (IMTS) HP Metal Jet, eine neue 3D-Drucktechnologie zur Serienfertigung von Metallteilen in Produktionsqualität vorgestellt. Mit einer laut HP bis zu fünfzigfach höheren Produktivität bei deutlich geringeren Kosten als andere 3D-Druckmethoden soll HP Metal Jet von den führenden Herstellern GKN Powder Metallurgy und Parmatech zur Produktion von Fertigteilen eingesetzt werden. Weitere Auftraggeber seien Volkswagen und Wilo, die Primo Medical Group oder Okay Industries. Gleichzeitig bringt HP den Metal Jet-Produktionsservice auf den Markt. Dieser soll Kunden einen iterativen Design-Prozess für 3D-Teile, die Produktion von Fertigteilen in hohen Stückzahlen sowie die Integration von HP Metal Jet in ihre langfristigen Produktionspläne ermöglichen.

HP Metal Jet ist eine Binder-Jetting-Technologie auf Voxel-Ebene, die aus mehr als 30 Jahren HP-Innovation bei Druckköpfen und hochentwickelten chemischen Verfahren schöpfe, so das Unternehmen. Mit einer Druckbett-Größe von 430x320x200mm, vierfacher Düsenredundanz und doppelt so vielen Druckstangen sowie gewichtsmäßig deutlich weniger Bindemittel liefere HP Metal Jet größere Produktivität und Zuverlässigkeit im Vergleich zu anderen 3D-Metalldrucklösungen bei niedrigen Beschaffungs- und Betriebskosten.

Bildquelle: HP

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news-20753 Mon, 17 Sep 2018 11:53:56 +0200 3D-Druck für Mittelständler immer relevanter http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/3d-druck-fuer-mittelstaendler-immer-relevanter-20753/ Laut einer neuen Studie von Ricoh werden Dreiviertel aller kleinen und mittleren Unternehmen bis Mitte 2020 mit 3D-Druck arbeiten. Die kleinen und mittleren Unternehmen Europas (KMU) sollen 3D-Drucktechnologie für entscheidend halten, um im Kampf zur Reduzierung von Kosten und Verbesserung der Agilität zu bestehen. Laut einer neuen Studie, die von Ricoh Europe in Auftrag gegeben wurde, haben 44 Prozent der 2.370 befragten Führungskräfte aus 23 Ländern schon jetzt in 3D-Druck investiert. Weitere 30 Prozent planen innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Investition.

70 Prozent wollen auf diese Technologie setzen, um neue Herstellungsstrategien und -techniken zu erforschen. 56 Prozent möchten diese Technologie nutzen, um die Kosten für Lagerung, Versand und Materialien zu reduzieren, indem Produkte für Kunden auf einer On-Demand-Basis gedruckt werden. Um schnell auf neue Kundenwünsche eingehen und unterschiedliche Dinge ausprobieren zu können, planen 80 Prozent der Unternehmen auch die Integration von 3D-Druck in ihre Produktentwicklungszyklen.

Eine Investition in neue Drucktechnologien, wie 3D-Druck, soll sich schon jetzt bezahlt machen. 69 Prozent der Unternehmen sagen, dass der Bereich eine zentrale Rolle für das Unternehmen spiele, um neue Möglichkeiten optimal nutzen zu können. Zudem sind 65 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass neue Drucktechnologien ihrem Unternehmen dabei helfen, Herausforderungen im Kontakt mit den Kunden und Lieferanten besser zu bewältigen. 71 Prozent geben an, dass neue Drucktechnologien ihren Geschäftsbetrieb effizienter gestalten.

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news-20739 Fri, 14 Sep 2018 11:09:33 +0200 6 Schritte in Richtung durchgängige IT-Dokumentation http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/6-schritte-in-richtung-durchgaengige-it-dokumentation-20739/ Digitalisierung und gesetzliche Anforderungen lassen einfache IT-Bestandslisten immer mehr zum Auslaufmodell in der Dokumentation von IT-Infrastrukturen werden. Eine einheitliche Plattform für die systematische IT-Dokumentation kann mittelständischen Unternehmen helfen, den Überblick zu behalten. IT-Dokumentation geschieht im Mittelstand häufig mithilfe zahlreicher Excel-Listen, in denen IT-Komponenten mit verschiedenen Aspekten manuell erfasst werden. Sie geben selten einen guten Überblick und ihr Nutzen geht über die reine Bestandserfassung vorhandener IT-Infrastrukturkomponenten kaum hinaus.

Zum produktiven Aktivposten im IT-Betrieb wird die IT-Dokumentation allerdings, wenn es den Verantwortlichen gelingt, sie systematisch zu betreiben. Dann schafft sie einen Überblick, der es erlaubt, den Einkauf, das Lizenzmanagement und die Wartung zu optimieren, gesetzliche Anforderungen wie Datenschutz und Revisionssicherheit einfacher umzusetzen und belastbare Analysen von Risikoszenarien durchzuführen. Folgende sechs Schritte können dabei zum Ziel führen:

1. IT-Dokumentation systematisieren

Zunächst gilt es, die verschiedenen IT-Bestandslisten durch eine einheitliche Plattform für die IT-Dokumentation abzulösen. Configuration Management Databases (CMDB) wie I-doit sind genau auf diese Aufgabe zugeschnitten: Sie bieten mit ihren Datenbankstrukturen alle Möglichkeiten, die technischen Daten und wechselseitigen Beziehungen einer IT-Infrastruktur mit ihren Bestandteilen einfach und präzise abzubilden.

2. Klein anfangen, Unterstützung nutzen

Um das eigene Know-how für eine zentrale IT-Dokumentation auf- und auszubauen, empfiehlt es sich, mit einem übersichtlichen CMDB-Projekt einzusteigen. Wenn im Unternehmen entsprechendes Know-how oder Personalressourcen fehlen, können spezialisierte Lösungsanbieter dazugeholt werden. Sie schulen IT-Mitarbeiter und unterstützen bei Bedarf auch mit Support oder Personaldienstleistungen.

3. Gesamte IT-Landschaft erfassen

Danach können alle gewünschten IT-Komponenten in der zentralen CMDB systematisch und durchgängig dokumentiert werden: Server, Switches und Racks können ebenso erfasst werden wie Bestandteile von Netzwerk und Telefonie, wie Geschäftsapplikationen und genutzte Cloud-Dienste oder wie Endgeräte von Mitarbeitern.

4. IT-Dokumentation kontinuierlich betreiben

Wer von den Vorteilen einer systematischen IT-Dokumentation profitieren will, muss diese Aufgabe kontinuierlich und konsequent angehen. So lohnt es sich, die CMDB mit Systemen für das Monitoring, den Helpdesk oder die automatische Inventarisierung zu integrieren, um die einmal erfassten Daten gemeinsam zu nutzen und Doppelerfassungen zu vermeiden.

5. IT-Lebenszyklus durchgängig begleiten

Wichtig ist auch, die Infrastrukturkomponenten einer IT-Landschaft durchgängig für ihren gesamten Lebenszyklus zu erfassen. Um eine durchgängige Dokumentation schon beim Wareneingang zu vereinfachen, bieten manche CMDB als Add-on Barcode-Scanning-Lösungen wie ScanIT für I-doit von Becon. Mit ihnen können Infrastrukturkomponenten per Scan der Geräte-Barcodes automatisiert erfasst werden.

6. Auf Knopfdruck von allen Vorteilen profitieren

Mit der neu gewonnenen Übersicht können IT-Verantwortliche Einkauf, Lizenzmanagement und Wartungsverträge optimieren. Sie können bessere Konditionen aushandeln und überflüssige IT-Services eliminieren. Bei Wartungsprozessen zeigen CMDB den IT-Administratoren, welche Abhängigkeiten innerhalb einer IT-Landschaft bestehen und welche Infrastruktur- oder Unternehmensbereiche von geplanten Eingriffen betroffen sein können. Darüber hinaus liefern CMDB eine verlässliche Basis für belastbare Risikoanalysen und Revisionssicherheit.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20737 Fri, 14 Sep 2018 10:56:09 +0200 Cyber-Risiken richtig absichern http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/cyber-risiken-richtig-absichern-20737/ Wenn die IT-Sicherheitsvorkehrungen im Unternehmen nicht mehr greifen und Schaden droht, kann laut einer neuen Studie eine entsprechende Versicherung sinnvoll sein. Cyber-Schutz-Versicherungen können die finanziellen Risiken eines Hacker-Angriffs und gezielter Wirtschaftskriminalität abmildern. Doch nur rund fünf Prozent der Unternehmen haben eine solche Versicherung für den Fall eines Cyber-Angriffs abgeschlossen. Das zeigt die Studie „IT-Sicherheit 2018“ von Eco, Verband der Internetwirtschaft e. V. „Eine Cyber-Schutz-Versicherung ist für die meisten Firmen sinnvoll, zumal Betriebsunterbrechungen durch Online-Kriminalität ein hohes finanzielles Risiko bergen“, erklärt Oliver Dehning, Leiter der Eco-Kompetenzgruppe Sicherheit.

Ein Versicherungsschutz kann das Restrisiko abdecken. Im Vordergrund steht jedoch ein angemessener Grundschutz als Folge unterschiedlicher Maßnahmen, für die das Unternehmen selbst sorgen muss. Dazu gehören etwa tägliche Datensicherungen, zeitnahes Aufspielen von sicherheitsrelevanten Software-Updates, starke Passwörter, Schutz vor unbefugtem Zugriff auf personenbezogene und andere sensible Daten sowie Berechtigungsmanagement und Verschlüsselungen. Welcher IT-Schutz angemessen ist, das variiert von Betrieb zu Betrieb. „Die Anforderungen an Konzerne sind höher als an kleine und mittelständische Betriebe“, sagt Dirk Kalinowski, ebenfalls Mitglied der Eco-Kompetenzgruppe. „Unternehmen, deren tägliches Geschäft der Umgang mit personenbezogenen Daten ist, müssen strengere Anforderungen erfüllen, um Informationssicherheitsvorfällen vorzubeugen.“

Notfallplan ist Pflicht

Unternehmen und Versicherung überprüfen zunächst gemeinsam, wie gut sich der Betrieb vor Cyber-Gefahren schützt. Das erhöht das Bewusstsein bei den Verantwortlichen und hilft, das eigene Risiko realistisch einzuschätzen. Senken lässt sich dies beispielsweise mithilfe von Vorkehrungen, die einen Schaden im Fall der Fälle möglichst gering halten – dazu zählt etwa ein Notfallplan, den man regelmäßig überprüfen und aktualisieren sollte. Bereits 32 Prozent der Unternehmen haben laut Studie einen IT-Notfallplan zur Abwehr von Cyber-Attacken implementiert. Das Thema an sich bewerten rund 80 Prozent der Befragten als wichtig oder sehr wichtig.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20726 Thu, 13 Sep 2018 14:38:32 +0200 Raffinerie Heide erweitert ECM um Obligationen-Workflow http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/raffinerie-heide-erweitert-ecm-um-obligationen-workflow-20726/ Mit dem neuen Doxis4-Obligationen-Workflow von Ser plant die nördlichste Raffinerie Deutschlands, ein compliance-konformes Berichtswesen gemäß der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Finanzpartnern sicherzustellen und die Digitalisierung im eigenen Unternehmen zu fördern. Die Raffinerie Heide mit Sitz in Hemmingstedt habe zahlreiche Finanzpartner, z.B. im Bereich von Darlehen, Working-Capital-Finanzierung oder Factoring. Mit den Finanzierungsverträgen seien umfangreiche Verpflichtungen verbunden. Dazu gehörten z.B. auch ein vierteljährlicher Bericht über die Finanzierung sowie der Nachweis der Vertragskonformität des Unternehmens. Um diese Nachweise fristgerecht und möglichst effizient zu erbringen, habe die Raffinerie jetzt den Obligationen-Workflow implementiert. Die technische Basis hierfür habe die vorhandene unternehmensweite Enterprise-Content-Management-Plattform (ECM) Doxis4 von Ser geboten.

Werde ein neuer Finanzierungsvertrag in einer elektronischen Finanzakte im ECM angelegt, würden daraufhin die in dem Vertrag enthaltenen Verpflichtungen in Form einzelner Obligationen hinterlegt. Diese bilden ihrer Ausprägung nach die Basis unterschiedlicher automatisch ausgelöster Workflows. Jeder Schritt des Workflows einschließlich hinterlegter Belege werde protokolliert und dauerhaft zentral gespeichert. Die Mitarbeiter könnten zum Erstellen der Berichte direkt auf benötigte Unterlagen und Informationen im Doxis4-Vertragsmanagement und den Obligationen-Akten zugreifen.

Der neue Workflow sei für das Unternehmen strategisch von Bedeutung. „Wir verfügen damit über ein täglich sicher funktionierendes Berichtswesen, bei dem alle Schritte nachweisbar archiviert werden“, sagt Rainer Hass, Teamlead Accounting bei der Raffinerie Heide. Das schaffe mehr Sicherheit: Die Raffinerie Heide sichere die Beweiskraft ihrer Informationen und ihre Finanzpartner könnten auf die Einhaltung der Vertragsverpflichtungen vertrauen.

Bereits seit 2013 vertraue die Raffinerie auf die ECM-Plattform Doxis4, die sie seitdem nach eigenen Bedürfnissen ausgebaut habe. Sie sei ein Hauptbestandteil der unternehmensweiten Digitalisierungsstrategie. So manage die Raffinerie jegliche Informationen wie z.B. technische Zeichnungen und auch SAP-Daten digital und führe sie zentral und sicher in elektronischen Akten zusammen. Mithilfe eines Projektgenehmigungs-Workflows bilde das Unternehmen zudem den gesamten Prozess der Projektgenehmigung und -abwicklung digital ab.

Bildquelle: Heide Raffinerie

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news-20717 Thu, 13 Sep 2018 10:09:01 +0200 Coffeeperfect optimiert Bestände mit Remira-Software http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/coffeeperfect-optimiert-bestaende-mit-remira-software-20717/ Coffeeperfect, ein Anbieter von Kaffeevollautomaten und Frischwasserspendern, hat die Bestandsmanagement-Software Logomate von Remira eingeführt. Damit wolle das Unternehmen langfristig die steigende Kundennachfrage bedienen. Seit 2015 vertreibt der Kaffeeanbieter Lösungen für die betriebliche Getränkeversorgung. Im letzten Jahr habe das Unternehmen ein Umsatzwachstum von rund 42 Prozent verzeichnet. Die Nachfragesteigerungen konnten über das ERP-System nicht mehr präzise kalkuliert werden. „In der Anfangszeit hat sich zum Beispiel unser Absatz an Kaffeebohnen, Topping und Trinkschokolade monatlich verdoppelt“, berichtet Patrick Rethmann, Leiter Einkauf bei Coffeeperfect. „Das bedeutet, dass auch die Sicherheits- und Meldebestände permanent angepasst werden müssen. Ohne ein professionelles System für Disposition und Bestandsmanagement ist dies nicht zu bewältigen.“ Innerhalb von acht Wochen habe nun der Softwarehersteller Remira seine Lösung integrieren können. Bereits nach sechs Wochen seien die ersten produktiven Bestellungen ausgelöst. Heute disponiere das Unternehmen seine drei Lager mit der Software: das Hauptlager, in dem alle Waren kommissioniert und versandt werden, ein externes Außenlager, das von einem Dienstleister betrieben wird, und das kleine Lager im Bistro.

Insgesamt seien 2.500 Artikel dazu in die Software eingepflegt worden. Im kleineren Hauptlager befindet sich Ware für zwei bis vier Wochen. Fallen die Bestände unter eine Mindestreichweite, erhalte der Lagerleiter automatisch einen Bestellvorschlag. Der Nachschub komme aus dem Außenlager, das als Dispositionslager dient und in dem alle Bestellungen für die drei Lagerstandorte zusammenlaufen. Durch die automatisierten Bestellvorschläge habe man den Wert des Lagerbestands in den ersten Monaten nach der Einführung der Software um 20 Prozent reduzieren können. Die Lieferfähigkeit bei hoch- und mittel-priorisierten Artikeln liege bei nahezu 100 Prozent. In einem nächsten Schritt plane das Kaffeeunternehmen, auch die Fahrzeuge der rund 70 Servicetechniker an Logomate anzubinden. „Wir möchten Nachbesuche beim Kunden vermeiden. Deshalb haben unsere Techniker rund 500 verschiedene Ersatzteile an Bord. Die Prognose der Ersatzteile und die Nachbestückung unserer Servicefahrzeuge sollen künftig automatisiert ablaufen“, sagt Rethmann.

Erhöhte Planungssicherheit auch für Zulieferer

Nicht nur der Kaffeelieferant profitiere von der Software, sondern auch die Lieferanten. So könne etwa ein Forecast für bis zu zwölf Monate erstellt wreden, anhand dessen die Zulieferer von Rohkaffee und Verpackungsmaterial ihre Produktions- und Versandmengen präzise kalkulieren können. „Die Abweichung des Forecasts von der tatsächlich benötigten Menge ist kleiner als fünf Prozent. Unsere Lieferanten erhalten dadurch eine hohe Planungssicherheit“, präzisiert Rethmann.

Bildquelle: Coffeeperfect

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news-20710 Wed, 12 Sep 2018 16:46:09 +0200 Audio-Inhalte im Netz beliebt wie nie http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/audio-inhalte-im-netz-beliebt-wie-nie-20710/ Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass die Mehrheit der deutschen Internetnutzer besonders gerne Podcasts hört oder Musik streamt. Es wurde ein deutlicher Zuwachs verzeichnet. 58,3 Prozent aller Menschen ab 14 in Deutschland nutzt Audioangebote im Netz. Die Zahl ist in den vergangenen zwei Jahren um 6,6 Millionen auf 40,8 Millionen gestiegen, teilten Medienanstalten und Verbände am Mittwoch mit.

„Unter den neuen Nutzern sind besonders viele Frauen (62 Prozent) und 30- bis 49-Jährige (44 Prozent)“, hieß es. Die Ergebnisse seien das Resultat einer repräsentativen Umfrage, die sich auf die Nutzung von Audio-Angeboten im Internet beziehe – also beispielsweise Podcasts, Musikstreaming oder Webradio.

Den Angaben zufolge nutzen 45 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren Audio-Inhalte auch über Videoplattformen wie Youtube, knapp 38 Prozent nutzen Webradios, knapp 27 Prozent Musikstreamingdienste, 13,4 Prozent hören Podcasts oder Radiosendungen auf Abruf, und 10,9 Prozent konsumieren Hörbücher oder Hörspiele.

Den Trend zu mehr gehörten Inhalten nimmt auch die ARD wahr. Am Mittwoch verkündete der Senderzusammenschluss, dass die neue ARD Audiothek rund     90 000 neue Nutzer in den vergangenen Monaten gewinnen konnte und nun knapp 500 000 Downloads verzeichnet habe.

 

 

dpa/sk

 

 

 

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news-20702 Wed, 12 Sep 2018 13:50:58 +0200 Trumpf setzt auf Intershop http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/trumpf-setzt-auf-intershop-20702/ Die Intershop Communications AG soll die Trumpf GmbH mit der Shop-Software für ihr Kundenportal beliefern. Ein mehrstufiges Application Management soll dabei künftig die Effizienz im Customer-Bereich steigern. In Kombination mit Microsoft Azure und Intershops Application-Management-Services habe das Cloud-Angebot Trumpf überzeugt, sich für diese Commerce-Lösung zu entscheiden. Für die Implementierung zeige sich der Partner Diconium verantwortlich.

Trumpf, ein Anbieter von Hochtechnologie vom Laser bis zur digital vernetzten Werkzeugmaschine, sei mit rund 13.500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 3,6 Mrd. Euro ein Antrieb für Innovationen im Bereich der Fertigungstechnologien.

Intershop biete Trumpf die Flexibilität, sich an die aktuellen und kommenden Kundenbedürfnisse anzupassen. Sowohl die Technologie des Commerce-Managements als auch der vorgeschlagene Umsetzungsweg des Projekts konnten überzeugen. Das mehrstufige Application Management biete dem Technologiekonzern auch in kritischen Phasen durch steten Kontakt mit Experten das richtige Verhältnis aus Innovationspotential und gesichertem Betrieb.

Bildquelle: Thinkstock/Getty

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IT-Mittelstand
news-20697 Wed, 12 Sep 2018 09:57:00 +0200 Software aus einem Block http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/software-aus-einem-block-20697/ Die RMB/Energie GmbH, Anbieter von Blockheizkraftwerken, führte eine übergreifende Geschäfts-Software ein, um ihr Wachstum zu steigern. Das Unternehmen bietet seinen Kunden mit der im Jahr 2011 eingeführten Neotower-Familie eine Reihe moderner Blockheizkraftwerke an und setzt dabei serienmäßig Brennwerttechnik ein, die auch die Wärmeenergie aus den Abgasen verwertet. Damit kommen Heizwerke rein rechnerisch auf Energieeffizienzwerte von über 100 Prozent.

Effizienter sollte auch die Unternehmenssteuerung werden. Diese lief anfangs über Insellösungen, die umständlich zu pflegen waren und untereinander nicht kommunizierten. „Wir waren auf der Suche nach einer übergreifend nutzbaren Unternehmens-Software“, erklärt Timo Schuster, Leiter des Vertriebsinnendienstes. „Überzeugt hat uns letztlich Sage 100cloud durch ihre Skalierbarkeit und die Tatsache, dass wir die modular aufgebaute Software an unsere Anforderungen anpassen konnten. 2017 haben wir die ERP-Lösung bei laufendem Betrieb eingeführt.“

Unternehmensweite Implementierung

Die Implementierung übernahm der Sage-Partner Amexus. Mittlerweile läuft die Auftragsbearbeitung inklusive Einkauf, Verkauf und Lagerverwaltung über die neue Software, Innen- und Außendienst arbeiten mit der in das System integrierten CRM-Lösung, die künftig auch der Kundenservice nutzen soll.

Die neue ERP-Software soll das Wachstum des Betriebs beschleunigen. Speziell in Sachen Fehlerminimierung und Zeitgewinn sind laut Vertriebsleiter Jürgen Zastrow bereits Effizienzsteigerungen von der Bestellung bis zur Produktion erzielt worden.

RMB/Energie GmbH
Standort: Saterland/Niedersachsen
Gründung: 2008
Mitarbeiter: 75
Branche: Wärme- und Stromerzeugung, Blockheizkraftwerke
www.rmbenergie.de

Bildquelle: RMB/Energie GmbH

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news-20692 Tue, 11 Sep 2018 15:53:19 +0200 Digitale Services als Differenzierung http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitale-services-als-differenzierung-20692/ Bei immer mehr Produkten sind die physischen Grenzen der Optimierung erreicht. Maschinen, Anlagen und Geräte werden zunehmend austausch- und vergleichbar. Eine wirksame Differenzierung wird künftig wohl nur noch über innovative digitale Services und Geschäftsmodelle im Sinne des Internet of Things (IoT) oder von Industrie 4.0 möglich sein. Wie jedoch könnten diese aussehen? Dem Kompressorenhersteller Kaeser ist die Monetarisierung von IoT-Innovationen bereits gelungen: Das Unternehmen bietet seinen Kunden beispielsweise ein maschinenübergreifendes Druckluft-Management-System (Sigma Air Manager 4.0) an, das um das Dienstleistungsangebot Sigma Air Service ergänzt wird. Bei diesem Predictive-Maintenance-Service werden die Prozessdaten der Druckluftstation über die Cloud in Echtzeit an das Kaeser-Servicecenter übermittelt, sodass sich Wartungstermine vorausschauend und bedarfsgerecht planen lassen. Der Nutzen für den Kunden soll in einer Reduzierung von Ausfallzeiten, erhöhter Energieeffizienz und niedrigeren Servicekosten zu finden sein.

Solche digitalen Zusatzleistungen bieten bereits mehrere Maschinenhersteller an. Aus Geschäftsmodellperspektive vielversprechender und bislang eher selten sind hingegen Betreibermodelle wie Sigma Air Utiliy: Kaeser baut, installiert und betreibt das Druckluftsystem beim Kunden, der nur die Druckluft bezahlt, die er tatsächlich benötigt. Das Erlösmodell basiert hier – trotz festgelegtem Grundpreis – auf der Abrechnung pro Kubikmeter Luft und entspricht einem klassischen Pay-per-use-Modell, das im Cloud Computing und in verschiedenen Dienstleistungssegmenten schon seit Längerem Anwendung findet.

Pay per use als IoT-Geschäftsmodell

Solche Leistungsangebote können Zielgruppen erschließen, für die aufgrund von Investitions- oder Finanzierungsengpässen ein klassischer Kauf bisher nicht infrage kam. Der steigende Wettbewerbsdruck kann dazu führen, dass immer mehr Unternehmen solche Angebote schnüren.

Der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf geht noch einen Schritt weiter: Statt wie bisher nur Hardware zu liefern, wurde eine eigene Industrie-4.0-Plattform namens Axoom geschaffen, die selbst als IoT-Geschäftsmodell fungiert und den Kunden zudem die Basis für eigene Geschäftsmodelle liefern soll: Die Plattform erlaubt Maschinenbetreibern die digitale Steuerung und Optimierung ihrer Prozesse. Die browser-basierte Software vernetzt bei Bedarf alle Wertschöpfungsschritte vom Auftragseingang über die Ressourcenverwaltung und die Fertigung bis hin zur Auslieferung und zum Reporting. Ein zweites Plattformangebot richtet sich an die Maschinenhersteller und dient der Verwaltung und Analyse der Anlagen im Feld sowie der Weiterentwicklung der Produkte. Auf der Basis dieser Daten lassen sich zudem neue Geschäftsmodelle entwickeln und schneller zur Marktreife bringen.

Die Plattform Axoom wurde konzipiert, um die Wertschöpfungskette von Unternehmen neu auszurichten und den Servicebereich aufzuwerten. Die Monetarisierung neuer digitaler Services ist dabei unabhängig von der klassischen Trumpf-Produktpalette und besteht aus mehreren Komponenten: Erlöse werden zum einen direkt von Herstellern und Betreibern der Lösung erzielt und können zum anderen perspektivisch auch über Provisionen aus dem App-Store generiert werden, auf dem Partner ihre Anwendungen der Axoom-Community anbieten können. Im Rahmen dieser Diversifizierung wird Trumpf letztlich selbst zum Software-Hersteller.

Vom Maschinenhersteller zum Softwarehaus

Nun lassen sich solche Konzepte natürlich nicht einfach kopieren. „Für derlei neue Geschäftsmodelle sind sowohl ein systematisches Vorgehen als auch ein sehr kundenzentrierter, iterativer Ansatz erforderlich“, sagt Jan Rodig, CEO von Tresmo, einem auf die Konzeption und Umsetzung von IoT-Projekten spezialisierten Dienstleister. Er empfiehlt eine Kombination klassischer Strategieentwicklungsmethoden mit modernen Ansätzen wie Design Thinking und Rapid Prototyping, um die erarbeiteten Hypothesen schnell zu testen und wertvolle Kundenrückmeldung zum geplanten Angebot und zu möglichen Erlösmodellen zu erhalten. „So können langwierige und teure Fehlentwicklungen vermieden werden, da man schnell ein Gefühl dafür bekommt, ob man auf dem Holzweg ist oder den Kunden tatsächlich konkreten Nutzen bietet”, ergänzt Rodig.

Wie sich IoT-Potential heben lässt
Die Anpassung des Erlösmodells ist eine der größten Problemstellungen bei IoT-Projekten. Drei Dimensionen sollten vorab sorgfältig geprüft werden:

  • Gegenstand der Monetarisierung: Welche Leistung wird vergütet? Zwar wird das physische Produkt in den meisten Fällen zunächst die Hauptleistung bleiben. Diese wird nun nicht mehr nur durch traditionelle Services, sondern beispielsweise auch durch digitale Dienstleistungen ergänzt.

  • Erlösstrom: Woran bemessen sich Zahlungen im Zeitablauf? Besonders diese digitalen Services ermöglichen nutzungs- oder erfolgsabhängige Bezahlmodelle, denn die dafür notwendigen Daten lassen sich erfassen und auswerten.

  • Erlösbeziehung: Wer bezahlt die Leistung? Die klassische direkte Erlösbeziehung zwischen Anbieter und Kunde wird nun vermehrt durch indirekte Modelle ergänzt: Werbefinanzierung, Datenverkauf oder Provisionsmodelle verschieben das Erlösmodell.

    Quelle: Tesmo

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20676 Mon, 10 Sep 2018 11:03:46 +0200 Verschärfte Anforderungen für Unternehmen http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/verschaerfte-anforderungen-fuer-unternehmen-20676/ Dr. Dagmar Gesmann-Nuissl ist Professorin für Privatrecht und Recht des geistigen Eigentums an der TU Chemnitz. Gleichzeitig ist sie Expertin für juristische Fragen am Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz und leitet die Arbeitsgruppe „Recht“ des Kompetenzzentrums, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Wir befragten sie zu juristischen Problematiken der Digitalisierung. ITM: Frau Gesmann-Nuissl, mit welchen rechtlichen Fragestellungen sehen Sie sich am häufigsten konfrontiert?
Dagmar Gesmann-Nuissl:
Durch die Digitalisierung gibt sich für kleine und mittlere Betriebe eine Vielzahl von rechtlichen Fragen zu Datenschutz, Dateneigentum, IT-Sicherheit oder Recht des geistigen Eigentums. Mittelständler besitzen aber – anders als Großunternehmen – normalerweise keine eigene Rechtsabteilung, die ihnen hilfreich zur Seite steht. Von welchen der genannten Bereiche ein Unternehmen tatsächlich konkret betroffen ist, hängt von der jeweiligen Branche ab. Unser Kompetenzzentrum in Chemnitz wird z. B. vor allem von Unternehmen des produzierenden Gewerbes aufgesucht. Da die Produktionsdigitalisierung Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse hat, stellen sich in unserem Kompetenzzentrum häufig Fragen zum Arbeitsrecht, zur Arbeitssicherheit und zum Beschäftigtendatenschutz.

ITM: Inwiefern ändert sich die arbeitsrechtliche Situation für Unternehmen und Unternehmensmitarbeiter durch die Verwendung digitaler Technologien?
Gesmann-Nuissl:
Die Entkopplung der Tätigkeiten vom Arbeitsplatz wirft neue arbeitsrechtliche Fragen auf. Zum Beispiel ob Arbeitnehmer, die von zu Hause aus arbeiten, durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert sind oder ob sie im Krankheitsfall von zu Hause aus arbeiten dürfen.

Desweiteren geht es um die Befugnis zur Überprüfung der Arbeitszeiten von Home-Office-Mitarbeitern und die Einhaltung der Compliance-Bestimmungen, wenn Mitarbeiter an Rechnern außerhalb des Unternehmensnetzwerks arbeiten: In diesem Zusammenhang fragen sich Firmenverantwortliche auch, welche sicherheitsrelevanten IT-Schulungen Mitarbeiter für den sicheren Umgang mit Anwendungen und Daten benötigen und ob die Arbeitgeber zu Mitarbeiterschulungen verpflichtet sind.

ITM: Stichwort Umgang mit Daten: Welche Änderungen ergeben sich durch die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)? Die Verunsicherung wächst zusehends, weil viele Aspekte auch von Juristen nicht eindeutig beantwortet werden können.
Gesmann-Nuissl:
Viele der Grundsätze der früheren Datenschutzrichtlinie, wie die Zweckbindung von Daten und die Datenrichtigkeit, sind auch in der neuen Datenschutz-Grundverordnung enthalten, aber es ergeben sich vor allem neue Dokumentations- und Rechenschaftspflichten.

Der Umgang mit Kundendaten muss zudem in einem Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten aufgeführt werden. Erteilt ein Kunde über einen längeren Zeitraum keine neuen Aufträge mehr, müssen seine Daten gelöscht werden. Werden personenbezogene Daten gestohlen, müssen Unternehmen in einem bestimmten Zeitfenster die Aufsichtsbehörden und gegebenenfalls auch die Betroffenen informieren. Die Verarbeitung von Daten über externe Dienstleister müssen Firmen vorher vertraglich regeln.

Unternehmen, die personenbezogene Daten automatisiert verarbeiten, müssen zudem einen Datenschutzbeauftragten benennen, der auf die Erfüllung der datenschutzrechtlichen Vorgaben achtet.

ITM: Welche Compliance-Maßnahmen müssen kleine und mittlere Unternehmen besonders beachten?
Gesmann-Nuissl:
Bei der IT-Compliance geht es nicht nur um die Einhaltung rechtlicher Vorgaben beim Datenschutz, sondern auch um Haftung, IT-Sicherheit und andere IT-relevante Bereiche. Beim Thema IT-Sicherheit ist es wichtig, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter regelmäßig schulen.

ITM: Haben sich die Datenschutz- und Compliance-Vorgaben mit der DSGVO verschärft? Wie groß ist die Gefahr, als Unternehmen bei Nichteinhaltung der Bestimmungen mit hohen Strafen belegt zu werden?
Gesmann-Nuissl:
Prinzipiell hat die neue Grundverordnung die Anforderungen an die Datenschutzbestimmungen erhöht. Werden die Bestimmungen nicht eingehalten, drohen Abmahnungen und empfindliche Bußgelder. Unternehmen, die sich wiederholt nicht an die Verordnung halten, müssen mit Bußgeldern von bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent ihres Jahresumsatzes rechnen.

Derzeit setzt der Gesetzgeber allerdings noch auf die freiwillige Umsetzung durch die Unternehmen und weniger auf Bestrafung. Unternehmen sollten sich aber auf jeden Fall über alle Regelungen und Maßnahmen umfangreich informieren und sie möglichst umgehend umsetzen.

ITM: Inwieweit stehen die Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren bei rechtlichen Fragen als Anlaufstelle bereit?
Gesmann-Nuissl:
Im Kompetenzzentrum Chemnitz informieren wir darüber, wie die Digitale Transformation von Betrieben auch rechtssicher erfolgen kann. Wenn es um die Erläuterung rechtlicher Zusammenhänge oder Begriffe geht oder um die Umsetzung neuer Bestimmungen wie die DSGVO, dann stehen wir den Unternehmen erklärend und helfend zur Seite.

Das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz ...
... ist Teil von Mittelstand-Digital, einem Angebot
des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
Als eines von 23 bundesweit agierenden Kompetenz-
zentren unterstützt das Kompetenzzentrum Chemnitz kleine und mittlere Unternehmen in der Region Sachsen bei den Herausforderungen der Digitalisierung. Das Zentrum legt seinen Schwerpunkt vor allem auf rechtliche Fragen. Die „Wissensbox Recht 4.0“ bietet beispielsweise eine Übersicht über wichtige Literatur- und Rechtsvorschriften sowie über aktuelle Rechtsurteile im Bereich der Digitalisierung.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, Mittelstand-Digital

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Sicherheit
news-20666 Fri, 07 Sep 2018 11:18:07 +0200 In 30 Tagen zur IoT-Praxis http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/in-30-tagen-zur-iot-praxis-20666/ Die Potentiale des Internet of Things (IoT) scheinen schier unerschöpflich zu sein und können auch im Mittelstand gehoben werden, ist sich Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden bei Vodafone, sicher. Im Gespräch mit IT-MITTELSTAND liefert er zugleich entsprechende Beispiele aus der IoT-Praxis nach. ITM: Herr Saul, welchen Stellenwert besitzt das Internet der Dinge bei Vodafone?
Alexander Saul: Das Internet der Dinge ist ein riesiger Wachstumsmotor. Bei der Vernetzung von Maschinen sind wir Weltmarktführer und die Potentiale sind grenzenlos. Schon heute nutzen unsere Kunden mehr als 68 Millionen SIM-Karten, um Autos, industrielle Maschinen oder Stromzähler auf der ganzen Welt ins Netz zu bringen. Neben der Konnektivität via SIM-Karte zählt bei IoT-Projekten vor allem die nahtlose Einbettung in die Wertschöpfungsketten der Kunden. Mittelstand, Industrie und Automobiler brauchen maßgeschneiderte Lösungen für ihr Geschäft. Wie dies gelingen kann, haben wir auf der Cebit im Juni mit konkreten Anwendungsfällen demonstriert – von der Baustelle bis zum Shoppingcenter.

ITM: Können Sie uns diese beschreiben?
Saul: Ein Projekt ist die Wand, die Sprayer riechen kann. Diese Innovation klingt ungewöhnlich, aber hat einen wirtschaftlich relevanten Hintergrund: Graffitis sind an vielen Orten unerwünscht. Viele Sprayer hält das jedoch nicht von der verbotenen Malerei auf Hauswänden, Garagentoren oder Zugwaggons ab. Die Orte, an denen Graffitis täglich aufwendig wieder entfernt werden, sind vielfältig. Bundesweit entstehen so jedes Jahr Schäden in Höhe von 200 bis 500 Millionen Euro. Wir wollen diesem Problem mit neuen Technologien entgegentreten. Zusammenmit dem Innovationsunternehmen Hyve haben wir eine Wand entwickelt die Sprayer  „riechen“ kann und im Ernstfall Alarm schlägt – im Internet der Dinge. Ein Prototyp ist technologisch bereits funktionsfähig. Das Interesse von Städten und Mobilitätsunternehmen ist riesig, denn gerade hier sind wirtschaftliche Schäden durch illegale Graffiti enorm.

ITM: Wie funktioniert das Ganze?
Saul: Die Sensoren erfassen die winzigen Farbpartikel und Treibgase der Graffiti-Farbe sowie Bewegungen um Umfeld. Beginnt ein ungebetener Maler mit seinem Werk, schlagen sie Alarm und senden diesen über Narrowband IoT, unser neues Maschinennetz, unmittelbar an eine Zentrale. Von hieraus können Sicherheitskräfte alarmiert werden und zum Einsatz ausrücken. Um die Täter – noch bevor sie mit dem Sprayen beginnen – abzuschrecken, können die Sensoren zusätzlich direkt vor Ort einen Alarm auslösen. Das Maschinennetz ist speziell für die Vernetzung von Gegenständen optimiert und fungiert somit als Infrastruktur für das Internet der Dinge. Lange Batterielaufzeiten der Sensoren, die im Maschinennetz funken, von bis zu zehn Jahren ermöglichen es, die Alarmsysteme ohne externe Stromversorgung zu betreiben.

ITM: Welche Beispiele gibt es noch?
Saul: „Moocall“ ist eines meiner Lieblingsbeispiele, da es die enorme Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten im Internet der Dinge sogar in der Landwirtschaft zeigt. Dabei werden kleine Sensoren an den Schwänzen von schwangeren Kühen angebracht. Denn kurz vor der Geburt verändern Kühe den Rhythmus ihrer Schwanzschläge, sodass die Bauern über unsere Plattform einen Smartphone-Alarm erhalten, sobald das Kalben im Stall beginnt. Entsprechend sind sie rechtzeitig vor Ort, um den Tieren bei der Geburt zu helfen. Ohne fremde Hilfe sterben laut Statistik rund zehn Prozent aller Kälber bei der Geburt.

Nicht jedes der genannten Projekte bedeutet für uns im Einzelnen ein Millionengeschäft. Aber jedes dieser Projekte zeigt wie phantasievoll und vielfältig die Einsatzmöglichkeiten im Internet der Dinge sind.

ITM: Demnach existiert kein Patentrezept für IoT-Vorhaben?
Saul: Im Internet der Dinge darf es keine Patentrezepte geben. Denn es braucht Platz für Kreativität, um sich in ganzer Stärke zu entfalten. Unsere Kunden besitzen die unterschiedlichsten Geschäftsvorfälle und Herausforderungen. Oftmals ist ihnen noch gar nicht bewusst, was sich in ihren Betrieben alles mit IoT-Technologien verbessern lässt. Dieses Verständnis wollen wir schaffen. Wir realisieren Kunden-Workshops, in deren Rahmen wir uns mit Geschäftsführern, Fachbereichsleitern oder IT-Verantwortlichen zusammensetzen und Potentiale für den IoT-Einsatz im Unternehmen eruieren.

ITM: In diesem Zusammenhang gaben Sie jüngst eine Kooperation mit IOX Labs bekannt. Was steckt dahinter?
Saul: IoX Lab ist ein Start-up aus Düsseldorf, das aus Ideen in kurzer Zeit funktionsfähige Prototypen macht, die im Internet der Dinge funken. Dahinter steht der Ansatz „Rapid Prototyping“. Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir so innerhalb von 30 Tagen konkrete IoT-Projekte – von der ersten Idee bis zum Produkt. Denn im Internet der Dinge zählt vor allem eins: Geschwindigkeit. Wer schneller ist gewinnt.

ITM: Haben Sie dieses Vorgehen bereits erprobt?
Saul: In einem ersten Projekt haben wir gemeinsam einen smarten Bauzaun entwickelt. Sensoren bemerken dabei, wenn sich der Standwinkel eines Zaunes verändert und treten über unser Maschinennetz einen Alarm los. So verhindern wir Diebstähle von Baugeräten oder -materialien als auch unbefugte Zutritte. Letzteres ist wichtig, da die Baustellenbetreiber und -träger in Deutschland für Unfälle, die auf der Baustelle passieren, verantwortlich sind. Dies greift insbesondere dann, wenn Kinder auf der Baustelle spielen oder Jugendliche dort feiern wollen.

ITM: Wie ist es um die Sicherheit bestellt, wenn zunehmend alle Dinge miteinander vernetzt werden?
Saul: Zum einen bringt das Internet der Dinge für Unternehmen mehr Sicherheit im Alltag. Beispielsweise schützt es auf Baustellen oder im Lager vor dem Diebstahl teurer Güter: Werden Baumaschinen oder Rohstoffe mit IoT-Sensoren versehen, kann deren unerlaubte Entwendung jederzeit bemerkt und entsprechend entgegengewirkt werden. Interessant ist dies insbesondere, da allein in Deutschland jährlich ein Schaden von rund 140 Millionen Euro durch Diebstähle auf Baustellen entsteht. Zum anderen bieten wir bei unseren IoT-Lösungen eine Ende-zu-Ende-Sicherheit. Das schützt vor dem Zugriff auf die Daten durch Dritte. Allein die Berechtigten erhalten mittels strenger Authentisierungsvorgaben Zugriff auf sämtliche Daten. Die Datenübertragung ist dabei stets verschlüsselt. Sogar  wenn es sich um eher unkritische Sensordaten handeln sollte.

ITM: Wer stößt die IoT-Projekte bei den Kunden an?
Saul: Die Fachbereiche setzen unterschiedlichste IoT-Projekte auf. Bei unseren Kunden treffen wir häufig auf sehr heterogene IoT-Landschaften. In der Logistik beispielsweise funken die Gabelstapler mit einer anderen IoT-Lösung als die Rohstoffe oder die auf dem Gelände installierten Bewegungsmelder. Denn alles was ins Internet der Dinge wandert, hat spezielle Anforderungen an die Vernetzung. Zumeist besitzt jede der genutzten IoT-Lösungen ein besonderes Dashboard, um anfallende Daten auszulesen und zu verwalten.

Dies wollen wir ändern und das Internet der Dinge einfach und übersichtlich machen. Mit unserem „Vodafone IoT Tracker“ bieten wir seit kurzem eine Plattform, die die Verwaltung aller eingesetzten IoT-Produkte auf einer Oberfläche ermöglicht. Dabei handelt es sich um klassisches Asset- und Fahrzeug-Tracking, welches ab 3,99 Euro pro Monat verfügbar ist. Die Vernetzung zahlreicher Anwendungen ist so allein mit einem Vertragspartner und mit nur einer monatlichen Rechnungsstellung realisierbar.

ITM: Marktanalysten wie Gartner gehen bis 2022 von bis zu 50 Milliarden vernetzten SIM-Karten weltweit aus. Inwieweit können die bestehenden Netze dieses stark ansteigende Datenvolumen bewältigen?
Saul: Wir optimieren unsere Netze schon heute für die Herausforderungen der digitalen Revolution – die aus meiner Sicht längst begonnen hat. Wir legen aktuell ein neues Maschinennetz über Deutschland – speziell für die Vernetzung von Milliarden Gegenständen. Und wir bringen schon heute 5G-Technologien in unser Netz. Welche Technologie zum Einsatz kommt, ist immer abhängig von den Anforderungen, die eine Anwendung stellt. Viele IoT-Installationen übertragen nur geringe Datenmengen von wenigen Kilobit. Zudem müssen sie die Daten oftmals nicht rund um die Uhr, sondern nur in regelmäßigen Abständen übertragen werden. Beim Smart Metering muss der Zähler eines Haushalts nur einmal täglich den Stromverbrauch an den Energieversorger übermitteln. Genau für solche Anwendungen ist unser neues Maschinennetz, Narrowband IoT, optimiert. In anderen Situationen – etwa beim autonomen Fahren – müssen Daten dagegen immer und in Echtzeit verarbeitet und weitergeleitet werden. Dafür braucht es zukünftig 5G.

ITM: Werden IoT-Daten eher über Narrowband-IoT oder über Mobilfunknetze wie künftig beispielsweise 5G ausgetauscht?
Saul: Der Austausch ist über viele Kanäle möglich, wobei es auch hier wieder auf die jeweiligen Anwendungsszenarien ankommt. Für den seltenen Austausch geringer Datenmengen ist unser Maschinenetz optimal geeignet. Benötigt man demgegenüber bei der Übertragung großer Datenvolumina extrem geringe Latenzzeiten, sind künftig 5G-Netze die erste Wahl.

ITM: Apropos 5G – wie ist der aktuelle Stand?
Saul: In Deutschland sollen Anfang 2019 die für den Netzausbau erforderlichen 5G-Lizenzen versteigert werden. Obwohl dies noch eine Weile dauert, planen wir bereits den Ausbau vorhandener Mobilfunkstationen und die Schaffung neuer Basisstationen für 5G. Wir optimieren unser Netz bereits für die fünfte Mobilfunkgeneration und bringen erste 5G-Technologien ins bestehende LTE-Netz. Beispielsweise die Technologie „5G Beam“, womit das Netz mit den Kunden mitwandert und für eine bessere Netzabdeckung sorgt.

ITM: Warum gilt der neue Mobilfunkstandard als prädestiniert für die Übertragungen im Rahmen des Internets der Dinge?
Saul: Der Umstieg auf 5G bedeutet weit mehr als der Sprung zu mehr Bandbreite, wie es beispielsweise beim Übergang von 3G auf LTE (4G) der Fall war. Noch wichtiger als die künftigen Übertragungsraten von bis zu zehn Gigabyte pro Sekunde sind die extrem geringen Latenzzeiten: Während man im 4G-Netz aktuell eine Latenzzeit von ca. 50 Millisekunden verzeichnet, sind es bei 5G nur noch ein bis drei Millisekunden. Das ist so schnell wie das menschliche Nervensystem. Und die Technik kennt keine Schrecksekunde. Darüber hinaus werden wir unseren Kunden mit 5G feste Bandbreiten garantieren können. Diese Vorteile eröffnen dem Mobilfunkmarkt gänzlich neue Geschäftsmodelle.

ITM: Wie lässt sich die Höhe der Bandbreite garantieren?
Saul: Beispielsweise mit unserer „5G Beam“ Technologie. Hierbei erhalten die Nutzer von der Basisstation jeweils einen eigenen Funkspot zugewiesen, den sie – wie den Schein einer leuchtenden Taschenlampe – immer bei sich haben. Auf diese Weise müssen die Funkwellen keine umliegenden Bereiche versorgen, sondern werden allein für das eine Endgerät des Nutzers oder die SIM-Karte einer IoT-Installation genutzt.

Bildquelle: Vodafone

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Netzwerk Ina Schlücker
news-20663 Fri, 07 Sep 2018 10:44:14 +0200 Der digitale Fitnesstrainer http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/der-digitale-fitnesstrainer-20663/ Die Sportspezialisten der Effit.com AG entwickelten einen digitalen Trainer, der die Nutzer mit individuellen Personal-Training-Videos fit machen soll. Unterstützung erhielten sie dabei von einer externen Digitalagentur. Unter www.fitteryou.com wurde vergangenen Juli der Öffentlichkeit ein neues digitales Personal-Trainingskonzept vorgestellt. Das Konzept von Fitter You besteht aus der „Fitter You App“ und der patentierten Trainingsfläche „Perform-MAT“. Als Besonderheit integriert der Anbieter eigenen Angaben zufolge dabei neue sportwissenschaftliche, medizinische und trainingsdidaktische Erkenntnisse aus dem Profisport und macht diese für Menschen mit unterschiedlichen Alters- und Leistungsstufen nutzbar. Aufgrund der hoch entwickelten Trainingsintelligenz soll die Fitness-App für jeden – wann und wo immer gewünscht – ein personalisiertes Training ausspielen. Dabei werden die Auswahl und der Zuschnitt der Trainingsvideos aus einem Pool von einer Million Trainingsplänen gesteuert.

Bei der technologischen Entwicklung ihres digitalen Trainers erhielt der Anbieter Effit.com AG bedarfsgerechte Unterstützung durch Blindwerk. Die in Rhodt unter Rietburg ansässige Digitalagentur managte hierfür – im Vorfeld der Markteinführung und in enger Abstimmung mit den Projektverantwortlichen für die App-Entwicklung bei Effit.com – die Auswahl des externen Entwicklerteams zur Programmierung von Front- und Backend. Gleichzeitig wurden die Produktthemen der technisch anspruchsvollen App spezifiziert. Fach-Know-how lieferte die Digitalagentur außerdem bei der Wahl eines Cloud-Dienstleisters für das Hosting. Nicht zuletzt steuerte der Dienstleister abschließend auch das detaillierte Testing der App.

Digitales Training für Fitness und Gesundheit


Bereits 2016 begann Effit.com mit den konzeptionellen, sportwissenschaftlichen und trainingsdidaktischen Vorbereitungen für ihr Trainingskonzept. Gemeinsam mit dem renommierten Sport- und Trainingswissenschaftler Mike Steverding wurde – basierend auf moderner Trainingsforschung aus dem Profisport – u.a. festgelegt, welche Übungen die App anbieten soll. Eine weitere zentrale Vorgabe war, dass der digitale Personal Trainer es jedem Nutzer mit gezielten Trainingsimpulsen ermöglichen soll, individuelle Trainingsziele bestmöglich zu erreichen.

Im engen Verbund mit externen Agenturen und Entwicklern unterstützte Blindwerk das IT-Team mit zusätzlichen Entwicklungskapazitäten im Projekt der technischen Umsetzung der App. Dies beinhaltete im Frontend-Bereich für iOS und Android die Zusammenarbeit mit der Frontend-Agentur und einem Team von zwölf Entwicklern. Im Backend-Bereich bestand das Team aus fünf Entwicklern sowie einer externen Entwicklungsagentur. Jessica Kramer, COO bei Effit.com, erklärt: „Aufgrund der perspektivisch stark steigenden Nutzerzahlen war für uns eine schnelle Skalierbarkeit besonders wichtig. Hier hat uns die Digitalagentur bei der Auswahl des Hosting-Anbieters unterstützt.“ Ebenso verantwortete die Agentur nach dem Abschluss der Entwicklungsarbeiten das mehrstufige Testing der App über eine externe Testing-Agentur von der Konzeption bis zur Umsetzung.

Die Effit.com AG
Branchen: IT, Gesundheit
und Sport
Geschäftsfeld:
Entwicklung von digitalem „Personal Training“
Gründungsjahr: 2016
Hauptsitz: Landau
www.effit.com

Bildquelle: Effit.com

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Startseite it-zoom IT-Mittelstand
news-20661 Fri, 07 Sep 2018 10:21:56 +0200 Kontrolle ist schlecht, Vertrauen besser http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/kontrolle-ist-schlecht-vertrauen-besser-20661/ Der Arbeitsplatz der Zukunft bringt flexible Arbeitszeiten und flexible Arbeitsorte. Viele Arbeitnehmer freut der Wandel. Sie brauchen aber das Vertrauen der Arbeitgeber. Die Digitalisierung verändert den Arbeitsplatz. Typische Büros gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. Der Arbeitsplatz der Zukunft zeichnet sich vor allem durch flexible Arbeitszeiten und -orte aus. Ein Großteil der Arbeitnehmer freut sich über den Wandel: Er erhöht die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Aber viele Unternehmen stehen dem Homeoffice noch immer skeptisch gegenüber.

Eine neue IDG-Studie zum „Arbeitsplatz der Zukunft“ zeigt, welche Trends es gibt, was einen Arbeitgeber attraktiv macht und welche technischen Lösungen ein Arbeitsplatz bieten sollte. Eines der Ergebnisse: Das Homeoffice erhält eine immer größer werdende Bedeutung.

Homeoffice verringert die Kontrolle durch Chefs

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die meisten Mitarbeiter (52,3 Prozent) für ihren Büroplatz der Zukunft flexiblere Arbeitszeiten wünschen. 37,2 Prozent der Mitarbeiter wünschen sich zudem, mehr Homeoffice in Anspruch zu nehmen. Dennoch ist gerade das Heimbüro ein viel diskutiertes Thema und nicht viele Arbeitgeber sind dafür. Eine Erhebung der Initiative D 21 ergab, dass gerade einmal 16 Prozent der Deutschen Homeoffice oder ähnliche alternative Arbeitsmöglichkeiten nutzen können. So dürfen laut dieser Umfrage 23,8 Prozent der Befragten gar nicht im Homeoffice arbeiten.

Homeoffice und auch Mobileoffice (die Arbeit von jedem Ort aus) sind laut der IDG-Studie immerhin in jedem zweiten Unternehmen angedacht oder bereits umgesetzt. Dabei zeigt sich eine klare Tendenz: Je kleiner das Unternehmen, desto eher ist die Arbeit ohne Präsenz im Büro möglich. Voraussetzung ist aber eine mobile und vernetzte IT, was die Kosten der Unternehmen für die IT zunächst steigen lässt. Weiterhin fürchten Arbeitgeber, dass ältere, langjährige Mitarbeiter mit den anstehenden Veränderungen überfordert sind und abgehängt werden könnten.

Dank der fortschreitenden Digitalisierung ist Home- oder Mobileoffice in der Regel technisch längst kein Problem mehr. Ein wichtiger Punkt ist aber das fehlende Vertrauen der Unternehmen in ihre Mitarbeiter. Die Befürchtung: Bei nicht bestehender Präsenz im Büro ist die direkte Kontrolle der Arbeitnehmer nicht mehr möglich. Dabei hat eine in diesem Jahr erschienene Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gezeigt, dass vor allem Vertrauen die Produktivität und Zufriedenheit von Arbeitnehmern langfristig steigert.

Arbeitnehmer orientieren sich mit ihrem Arbeitstempo an Kollegen oder an Forderungen von Kunden. Direkte Kontrolle durch den Chef spielt gerade einmal für zwei Prozent der Arbeitnehmer eine Rolle. Chefs sollten selbst vertrauenswürdig sein und ihre Mitarbeiter wertschätzend begegnen, so ein Fazit der IW-Studie. Denn: Je stärker die Überwachung von oben, desto höher die Unzufriedenheit bei den Arbeitnehmern und desto mehr Konflikte mit den Vorgesetzten entstehen. Vertrauen zahlt sich also aus.

Homeoffice sorgt für zufriedene und produktive Mitarbeiter

Das Arbeiten im Homeoffice macht zudem produktiver, weil es die Work-Life-Balance verbessert. In einem Experiment der US-amerikanischen Stanford-Universität haben Wissenschaftler untersucht, welche Effekte Homeoffice auf Arbeitnehmer haben. Bei dem Versuch arbeiteten 250 Mitarbeiter von zuhause aus und 250 im Büro. Die Untersuchung zeigte, Homeoffice-Arbeiter sind produktiver, machen kürzere Pausen, werden nicht von Kollegen abgelenkt und melden sich seltener krank.

Spricht überhaupt etwas gegen die Heimarbeit? Offenbar schon, denn viele der Probanden beklagten nach mehrmonatiger Heimarbeit soziale Isolation und wollten gerne wieder ins Büro zurück. Und auch laut der IDG-Studie fürchten mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer unter 40 Jahren durch Heimarbeit vor allem die soziale Isolation; über 40 ist es nur jeder fünfte Mitarbeiter. Vielleicht ist der Mittelweg hier richtig: So empfehlen die Stanford-Wissenschaftler, an ausgewählten Tagen in der Woche Homeoffice zu gestatten, ohne dass es zur Verpflichtung wird.

Eine wichtige Erkenntnis: Für Arbeitgeber werden flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte wichtiger. Für viele Bewerber sind neben dem Gehalt die Zeit- und Ortsflexibilität die wichtigsten Kriterien bei der Jobwahl. Auch Unternehmen können davon profitieren. Sie sparen nicht nur Kosten für Büros, sondern können Fachkräfte landes- oder europaweit einstellen – und haben nicht zuletzt zufriedenere Mitarbeiter.

Bildquelle: Thinkstock

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Ingo Steinhaus Startseite it-zoom IT-Mittelstand Organisation
news-20650 Thu, 06 Sep 2018 13:56:50 +0200 Andersch AG managt Projekte mit Blue Ant http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/andersch-ag-managt-projekte-mit-blue-ant-20650/ Die Restrukturierungsberatung Andersch AG hat die Multi-Projektmanagement-Lösung Blue Ant der Proventis GmbH eingeführt. Damit sei das Unternehmen besser in der Lage, die Transparenz in der Steuerung über diverse Projekte hinweg zu gewährleisten. Bei Gründung der Andersch AG im Jahr 2012 seien es noch zehn Kollegen gewesen, deren Verfügbarkeiten überblickt werden mussten; dafür reichte eine einfache Excel-Lösung aus. Nun, sechs Jahre später, beschäftige Andersch jedoch das Achtfache an Mitarbeitern – und die Pflege in Excel sei zunehmend unübersichtlicher geworden. Daher habe man eine Projektmanagement-Software einführen wollen, mit der wieder volle Transparenz über Projekte, die Auslastung der Mitarbeiter und somit mehr Planungssicherheit gegeben sei.

Nach einer längeren Auswahlphase habe sich das Unternehmen für die Multi-Projektmanagement-Software entschieden. „Blue Ant hat uns einfach die größte Schnittmenge an Lösungen geboten und unsere Anforderungen am besten verstanden“, erklärt Christopher Weiß, Manager der Andersch AG und für die Einführung der neuen Lösung mitverantwortlich.

Die Implementierung sei sequenziell verlaufen. Zunächst sei die bisherige Zeiterfassung abgelöst worden, was sich auch auf die Buchhaltung auswirkte: Hierfür wurde zuerst eine separate Schnittstelle entwickelt, dann wurden alle Ist-Daten der Mitarbeiter erfasst und letztlich führte man die neue Zeiterfassung ein. Dies habe insgesamt etwa acht Wochen gedauert. Im zweiten Schritt seien in weiteren sechs Wochen die bestehenden Excel-Lösungen für die Disposition der Mitarbeiter abgelöst worden. Für die Zukunft seien zudem weitere Einsatzszenarien in Planung.

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom
news-20642 Wed, 05 Sep 2018 16:34:51 +0200 Digitaler Absatzkanal ergänzt bestehende Vertriebswege http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitaler-absatzkanal-ergaenzt-bestehende-vertriebswege-20642/ Die Spinner-Gruppe eröffnet als Teil ihrer Vertriebsstrategie nach einem Online-Katalog nun auch einen Online-Shop, beginnend mit dem deutschen Markt. Der Mittelständler plant, Kunden in Zukunft einen digitalen Informations- und Verkaufskanal zur Verfügung zu stellen. Damit, so das Unternehmen, sollen Kunden leichter auf das Portfolio der Gruppe zugreifen und sich über die Produkteigenschaften informieren können. Registrierte Kunden könnten bald außerdem transparent Preise und Lieferzeiten einsehen und direkt bestellen. In Zusammenarbeit mit der unternehmenseigenen Logistik sollen so auch Lieferort und Wunschtermin koordiniert werden können.

Basis dafür sei eine transaktionsbasierte Intershop-Lösung. Für diese habe man sich aufgrund der umfangreichen Out-of-the-Box-Funktionalitäten entschieden, um eine schnelle Markteinführung für den zusätzlichen Vertriebskanal sicherzustellen. Zudem seien auch Skalierbarkeit und Flexibilität der Lösung für die Entscheidung ausschlaggebend gewesen, teilte der Hersteller von Hochfrequenztechnik mit.

Im Zuge der Projektumsetzung seien zugleich weitere Digitalisierungsschritte in Angriff genommen worden. Dazu kommentiert Matthias Riedinger, Projektmanager Digitalisierung bei Spinner: „Das E-Commerce-Projekt war ein Kristallisationspunkt und wichtiger Baustein bei der Digitalisierung z.T. noch analoger Vorgänge, der Verknüpfung von zentralen Systemen und Datenbanken und der Automatisierung von Prozessen. Damit kann nun auch die Organisation schneller und schlanker agieren.“ Angesichts dessen seien weitere Ausbaustufen realistisch.

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