IT-MITTELSTAND https://www.it-zoom.de/it-mittelstand/news/ IT-MITTELSTAND: IT-Business im Mittelstand de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Wed, 23 Jan 2019 11:16:31 +0100 Wed, 23 Jan 2019 11:16:31 +0100 TYPO3 EXT:news news-21831 Tue, 22 Jan 2019 16:34:13 +0100 DSGVO-Umsetzung nach wie vor zu träge http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/dsgvo-umsetzung-nach-wie-vor-zu-traege-21831/ Fast 20 Prozent der Firmen werden Ende 2019 immer noch nicht mit der Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) fertig sein, die bereits seit 25. Mai 2018 gilt. So lautet das Ergebnis einer Umfrage des CRM-Spezialisten Cobra. Das Software-Unternehmen aus Konstanz hat in zwei Blitzumfragen herausgefunden, was den Unternehmen bei der DSGVO-Umsetzung die größten Probleme bereitet und wie weit die Bemühungen zur Behebung dieser bereits fortgeschritten sind. Die erste Abfrage wurde im Frühjahr 2018 bei über 50 Firmen in Deutschland vorgenommen – und damit vor der tatsächlichen Umsetzungspflicht der neuen Richtlinien. Die zweite Umfragewelle führte Cobra zum Jahreswechsel 2018/2019 bei 51 Unternehmen durch, also etwa ein halbes Jahr nach dem Stichtag, an dem eigentlich alles funktionieren müsste – rein theoretisch zumindest. Denn die Ergebnisse zeigen, dass hier noch großer Nachholbedarf besteht.

Die ermittelten Zahlen bestätigen in einigen Teilen die Umfrage „Vier Monate DSGVO – wie weit ist die deutsche Wirtschaft?“ des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) aus dem September 2018. Laut der Cobra-Erhebung sind beispielsweise nur 19,6 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung, dass sie die DSGVO-Vorgaben bereits vollständig einhalten. Bei der Bitkom-Befragung gaben 24 Prozent der Firmen an, die Umsetzung bereits komplett abgeschlossen zu haben. Diese geringfügige Abweichung könnte dadurch zu erklären sein, dass der CRM-Anbieter vor allem Unternehmen des Mittelstands befragt hat.

Lethargie in Sachen DSGVO

Hinsichtlich des Zeitpunkts der Fertigstellung bekannte sich über ein Drittel der Unternehmen (35 Prozent) bei der Bitkom-Umfrage zu ihrer bisherigen Lethargie in Sachen DSGVO-Umsetzung, denn sie haben noch gar nicht begonnen.

Bemerkenswert: Bei den von den Konstanzern befragten Mittelständlern sahen sich fast 20 Prozent beim Fertigstellen der DSGVO-Bemühungen erst Ende 2019 auf der sicheren Seite. Optimistisch, die Aufgabe bis Mitte 2019 hinter sich gebracht zu haben, sind immerhin zwei Drittel bzw. 67 Prozent. Bei einer Fertigstellung bis Ende 2019 steigt dieser Wert auf fast 80 Prozent der Unternehmen an. Bis Ende 2018 konnten laut der Umfrage nur 31 Prozent der Unternehmen die Umstellung abschließen.

Keine oder nur einige DSGVO-Kenntnisse

Viele Unternehmen scheinen es nicht eilig zu haben, sich neue Kenntnisse bezüglich der DSGVO anzueignen. Anders lassen sich die Ergebnisse der beiden Blitzumfragen kaum erklären: So gaben in der aktuellen Umfrage immer noch fast vier Prozent an, „gar keine Kenntnisse“ zu besitzen. Das ist dennoch eine Verbesserung im Vergleich zum Frühjahr 2018. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch ganze 17 Prozent. Über 35 Prozent der Unternehmen bzw. mehr als ein Drittel gaben zum Jahreswechsel 2018/2019 immer noch an, „keine Erkenntnisse“ oder nur „einige Kenntnisse“ zu haben (Frühjahr 2018: 39 Prozent). Erfreulich: Der Rest, fast 65 Prozent bzw. fast zwei Drittel, können zurzeit aber zumindest gute oder sehr gute Kenntnisse vorweisen (Frühjahr 2018: 61 Prozent).

Auch bei der IT besteht laut Studie nicht unbedingt Grund zum Zurücklehnen: So gaben die Befragten an, dass ihre IT-Systeme bis dato lediglich zu 39,22 Prozent die Pflichtanforderungen erfüllten, zu 5,88 Prozent berücksichtigten die Systeme die Forderungen der DSGVO gar nicht, 9,8 Prozent nur unzureichend. Immerhin: 45,1 Prozent betrachten die DSGVO-Features für sämtliche Stakeholder in ihrer IT-Landschaft schon jetzt als umfassend umgesetzt.

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news-21829 Tue, 22 Jan 2019 16:04:47 +0100 So behalten Admins die Zügel in der Hand http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/so-behalten-admins-die-zuegel-in-der-hand-21829/ Datenübertragung, interne Chats oder geteilte Bildschirme, Internet of Things und andere Anwendungen aus der Cloud: Viele Firmennetzwerke ächzen unter der steigenden Belastung ihrer Bandbreite. Software-defined-WAN, kurz SD-WAN, kann ein Weg aus der Performance-Misere und hin zu effizienter Arbeit ohne Unterbrechungen sein. Wenn mittelständische Unternehmen Daten aus und in Anwendungen übertragen, werden Ressourcen der Netzwerkinfrastruktur gebunden. Entsprechend häufig brechen Leitungen unter Downloads zusammen oder Programme hängen sich mitten in der Anwendung auf. Durch SD-WAN werden diese Datenübertragungen auf mehrere Kanäle verteilt, um Verzögerungen zu minimieren und gleichzeitig den Datendurchsatz zu steigern. Gerade bei Cloud-Anwendungen wie zum Beispiel Office 365, aber auch bei der Multimedia-Nutzung, die in Marketing-Abteilungen, beim E-Learning oder bei virtuellen Meetings auftritt, hilft dieses Prinzip, das unterbrechungsfreie Arbeiten aufrechtzuerhalten – auch über verteilte Standorte hinweg.

Nun ist es aber nicht damit getan, „einfach“ einige SD-WAN-Boxen zu kaufen, zu implementieren und sich dann nicht weiter zu kümmern. Das Organisieren, Verwalten und Sichern aller Cloud-Services wie Software-as-a-Service-Frontends (SaaS), Workloads, Storage oder Filesharing, die Zusammenführung von Legacy-, On-Premise- und benutzerdefinierten Applikationen und Datastores ohne Geschwindigkeitsverlust sind und bleiben Aufgabe der IT.

Administratoren entscheiden, mit welcher Geschwindigkeit und Priorität Informationen transportiert werden. Zudem müssen Multiprotocol Label Switching (MPLS), Internet und LTE als jeweils eine logische Leitung bzw. als Tunnel zwischen den SD-WAN-Devices angelegt werden. Dafür wird durch jeden vorhandenen WAN-Link ein sogenannter Tunnel gespannt. Am Ende liegen drei Tunnel vor: MPLS, Internet und LTE. Die SD-WAN-Technologie muss hierbei den jeweils spezifischen Leitungsmerkmalen Rechnung tragen. So gibt es relevante Unterschiede in Zuverlässigkeit (Reliability) und Verfügbarkeit (Availability), sowie zwischen den physikalischen Eigenschaften wie Laufzeitvarianzen (Jitter), Paketverlusten und Übertragungszeiten. MPLS eignet sich für kritische Echtzeitanwendungen wie VoIP. Der Internet-Tunnel kann für weniger zeitkritische Anwendungen wie die Übertragung von E-Mails verwendet werden. Und LTE steht letztlich als „Last Resort“-Übertragungsbereich bereit, wenn keine andere Leitung mehr verfügbar ist. Entscheidend ist hier vor allem eines: Alle Links werden simultan verwendet. Da durch den Einsatz von SD-WAN-Technologien so nun auch kritische und zumeist auch sensible Daten über öffentliche Netze übertragen werden, ist es wichtig, die Kommunikation mit einer starken Verschlüsselung zu codieren.

Priorisierung per Telemetrie

Doch wer bestimmt jetzt, welcher Datenverkehr welchen Tunnel nimmt und Vorrang hat? Auch die Administratoren, die Arbeit übernimmt jeodch SD-WAN. Die Telemetriedaten aus der produktiven Netzwerkkommunikation in den Tunneln sind dabei die Grundlage, denn sie verraten Details zu Auslastung, Latenz und Packet Loss. So wissen Admins jederzeit über den Zustand jeder einzelnen Leitung und in beide Richtungen Bescheid und haben eine belastbare Datenbasis für die Entscheidung, über welchen Link der Datenverkehr abgewickelt werden soll.

Wird nichts anderes konfiguriert, wird automatisch der Link mit der geringsten Latenzzeit ausgewählt. Die Schwierigkeit dabei ist, die einzelnen Anwendungen zuverlässig zu erkennen – entscheidend sind hier nicht einfach nur Protokoll und Port (z. B. 2000/tcp im Bereich von VoIP/Telefonie). Auch mittels Technologien wie „Deep Packet Inspektion“ (DPI)“ muss die Netzwerkkommunikation beispielsweise anhand des Verbindungsaufbaus oder Headerinformationen sicher zu erkennen sein. Erst damit ist die sichere und zuverlässige Priorisierung von Geschäftsanwendungen und kritischer Kommunikation überhaupt möglich.

Umschalten nach Qualitätsmerkmalen

Durch die permanente Messung von Leistungsqualitätsmerkmalen werden eventuelle Leitungsausfälle schnell erkannt und die Arbeitslast bzw. Benutzersitzungen können auf eine (oder mehrere) andere Leitungen verschoben werden. Schon vor dieser Situation sind Unternehmen zudem in der Lage, Qualitätsmerkmale selbst zu bestimmen. Werden diese nicht mehr erreicht, wechselt aufgrund der vorab definierten Konfiguration die User Session die Leitung – im Optimalfall unbemerkt vom Anwender.

Dabei arbeiten einige Anbieter von SD-WAN paketbasiert: Ein Datenpaket wird erstellt und bei Problemen mit einer Leitung auf eine zweite Leitung verlegt. Im Falle eines Verlustes werden die Pakete automatisch neu übertragen. Fällt zum Beispiel MPLS aus, kann der Admin in eigenen Policies definieren, dass die Nutzung von Youtube nur eingeschränkt möglich ist, der E-Mail-Verkehr aber zugelassen wird. Unternehmen haben darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten: Nutzt eine Außenstelle vermehrt Youtube, wie das oftmals bei der Marketing-Abteilung der Fall ist, kann das zwar erlaubt sein, doch nur bei gedrosselter Bandbreite. Damit sind die restlichen Nutzer in der Lage, andere Kernapplikationen ohne Leistungseinbußen zu nutzen.

Mobil und nutzerfreundlich?

Einige Unternehmen stellen nicht jedem Mitarbeiter einen eigenen Internetzugang bereit, sondern lassen diesen nur über eine MPLS-Cloud oder ein internes Datacenter gewähren. Dies erschwert den Zugriff auf Cloud-Anwendungen erheblich, denn wenn SaaS-Dienste über einen einzigen Weg abgerufen werden müssen, leiden Latenz und Durchsatz enorm. Mittels SD-WAN wird die zentrale Verbindung entlastet, indem lokale „Internet-Breakouts“ direkt in den Niederlassungen eingerichtet werden. Herausforderung hier ist wiederum, nur erwünschten Traffic direkt von der Niederlassung ins Internet zuzulassen. Einige Hersteller bieten ihre SD-WAN-Systeme auch für diverse Cloud Provider wie zum Beispiel Azure oder Amazon AWS an und ermöglichen eine optimale Integration der eigenen Infrastruktur mit den Cloud-Diensten. Auch HDX-Traffic wird auf diese Weise besser verfügbar. SD-WAN bildet aus einem Singlestream einen Multistream, verteilt Grafik-, Audio-, Media- und Print-Anwendungen auf verschiedene Leitungen und gewährleistet in der Folge eine hohe Bandbreite – und infolgedessen eine hohe Nutzerfreundlichkeit.

Doch wie steht es nun um mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs? Mobile Devices profitieren von der SD-WAN-Technologie. Werden sie mittels VPN in den Firmennetzen angebunden, greifen sie zuverlässig und regelkonform auf Daten und Systeme – unabhängig davon, an welchen Standorten diese betrieben werden. Leichter wird das natürlich, wenn Standards wie LTE und 5G richtig Fahrt aufnehmen. Dann kann der Anwender bestenfalls selbst bestimmen, wofür er sein Netz nutzt. Der VPN-Tunnel für unterbrechungsfreies Arbeiten wird eine Option sein.

So klappt die SD-WAN-Installation:
Die Herausforderung bei der Implementierung einer SD-WAN-Lösung ist stark von individuellen Begebenheiten vorhandener Infrastrukturen abhängig. Es ist nicht damit getan, die Lösung zu konfigurieren und zu integrieren – es kommt auch darauf an, wie dies geschieht. Berücksichtigt werden müssen beispielsweise Ausfall- und Wiederanlaufszenarien, aktive und passive Rechenzentren, vorhandene MPLS-Queues und -Serviceklassen oder ob z. B. statisches oder automatisches Routing (oder gar die Kombination von beidem) Anwendung findet. Auch die Anbindung der eigenen Infrastruktur an Cloud-Dienste kann eine Hürde darstellen. Optimal ist es hier, wenn Hersteller in Frage kommender SD-WAN-Lösungen bereits mehrere Dienste direkt unterstützen.

* Der Autor Jochen Hoffmann ist Senior Consultant bei der Appsphere AG.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21824 Tue, 22 Jan 2019 14:52:26 +0100 Abläufe an das Wachstum angepasst http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/ablaeufe-an-das-wachstum-angepasst-21824/ Haka Gerodur, ein führender Schweizer Hersteller im Bereich Kunststoff-Extrusion, wird seine Geschäftsprozesse künftig mit einer neuen Software-Lösung umgestalten. Das derzeitige ERP-System von Haka Gerodur konnte die Geschäftsabläufe und die Organisationsstruktur des wachsenden Unternehmens nicht mehr genügend unterstützen. Diese Einschränkungen hätten dazu führen können, dass auch das weitere Wachstum des Unternehmens beeinträchtigt wird. Aus diesen Gründen definierte man die optimalen Geschäftsprozesse und basierend darauf suchte das Unternehmen nach einer neuen und zukunftsfähigen ERP-Plattform. Diese musste einen möglichst großen Teil der Anforderungen bereits im Standard abdecken sowie leistungsfähige Tools für weitere Optimierungen durch hohe Prozesstransparenz mitbringen.

Nach einer umfassenden Evaluierung entschied sich Haka Gerodur für IFS Applications 10. Die personalisierte Anwenderoberfläche IFS Lobby für den individuellen Zugang liefere den Mitarbeitenden gezielt die Informationen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigten. Die Lösung soll sämtliche Geschäftsbereiche integriert abdecken. Die Implementierung werde an den beiden Schweizer Standorten des Unternehmens starten und anschließend auf ihre deutsche Unternehmung ausgeweitet.

Bildquelle: Haka Gerodur AG

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news-21797 Fri, 18 Jan 2019 14:57:21 +0100 Neue Arbeitsmodelle, alte Hürden http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/neue-arbeitsmodelle-alte-huerden-21797/ Der klassische Büroarbeitsplatz steht im Zuge der Digitalisierung immer häufiger zur Debatte. Ein Wandel, dem vor allem Führungskräfte oft skeptisch gegenüberstehen. Lösungen für Unified Communications & Collaboration (UCC) können helfen, eine Annäherung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbedürfnissen zu schaffen. Man kann es drehen und wenden, wie man möchte – die Arbeit von fest angestellten Mitarbeitern am heimischen Schreibtisch bleibt ein Reizthema. Einst als individuell ausgehandelter Kompromiss gängig, wird der mobile Einsatz zunehmend zum Dogma einer neuen Arbeitskultur. Der anhaltende Rummel um Trends wie „New Work” weckt vielerorts Bedürfnisse bei Arbeitnehmern. Hinter diesem Begehren steckt oft das Versprechen von mehr Freiheit sowie einem gesunden und selbstbestimmten Verhältnis zur Arbeit. Lösungen für Unified Communications & Collaboration (UCC) werden dabei immer häufiger zum entscheidenden Argument. Den Einsatz entsprechender Systeme alleine auf diesen Aspekt zu reduzieren, würde dem eigentlichen Sinn und Zweck der Technik allerdings nur bedingt gerecht werden. Eine 40-Stunden-Woche, die ausschließlich vom heimischen Schreibtisch aus geleistet wird, kann schließlich genauso unflexibel sein wie die herkömmliche Anwesenheit im Büro. Carsten Schulze von T-Systems plädiert daher dafür, die Entscheidung über den Arbeitsort auch auf Basis der Arbeitsaufgabe zu treffen. Während für konzentrierte Tätigkeiten der heimische Schreibtisch der geeignetere Ort sei, wären kommunikative und kreative Aufgaben besser im Büro aufgehoben. UCC-Lösungen sollen idealerweise in beiden Situationen die Kommunikation vereinfachen.

Eine Frage der Unternehmenskultur

Wer sich einmal das gesamte Instrumentarium moderner UCC-Technik vergegenwärtigt, kann allerdings erahnen, dass die ständige Erreichbarkeit über den Büroschreibtisch hinaus auch ihre Schattenseiten hat. Spontane Meetings werden über Videokonferenzsysteme auch weit nach Feierabend anberaumt oder die automatisierten Abwesenheitsmeldungen in der Kollaborations-Software schüren das Misstrauen der Vorgesetzten. Das sind Extreme, die laut Carsten Schulze bisweilen dazu führen können, dass sich Angestellte bei der Arbeit zu Hause stark unter Druck gesetzt fühlen und den Bildschirm selbst während der Mittagspause oder dem Toilettengang nicht aus den Augen lassen. Oft bietet UCC-Software eine Reihe von Gegenmechanismen: „Mittlerweile verfügen fast alle Kollaborationsdienste über Funktionen wie z. B. den Ruhemodus, der es ermöglicht, den Ansturm von Benachrichtigungen nach Ende der Arbeitszeit auszuschalten”, erklärt etwa Paul Scholey, Vice President bei Bluejeans Network.

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„Technisch bieten viele Lösungen die Möglichkeit, den Druck der ständigen Erreichbarkeit in einem gesunden Rahmen zu halten”, hält auch Carsten Schulze fest. Ein Beispiel aus der Praxis sei etwa die eingeschränkte Weiterleitung von E-Mails. Anton Michael Doeschl, Architecture Lead Collaboration bei Cisco in Deutschland, glaubt, dass der faire Einsatz von UCC-Software vielmehr eine Frage der Unternehmenskultur sei, die nicht nur über technische Funktionalitäten geregelt werden sollte. Dabei gehe es vor allem um Vertrauen und Respekt für geleistete Arbeit. Auch hier käme die Vorbildrolle von Führungskräften zum Tragen, die im besten Fall eine gesundes Verhältnis aus Arbeit und Freizeit vorleben sollten.

Klare Regeln und Erwartungen definieren

Laut der diesjährigen Trendstudie von TCS und Bitkom Research setzen bereits drei Viertel der Unternehmen auf flexible Arbeitsgestaltung. Die Arbeitskultur in Unternehmen, die nach wie vor auf feste Arbeitszeiten und Anwesenheitspflicht setzen, muss aber nicht automatisch von Misstrauen und Argwohn geprägt sein. Oft ist die Ablehnung gegenüber Veränderungen eine Folge von Unsicherheit. Die sei nicht zuletzt kulturell bedingt, wie Carsten Schulze anmerkt: „Über viele Jahrzehnte war eine frühe Anwesenheit das Synonym für Fleiß.” Zudem habe Führung im klassischen Verständnis viel mit Kontrolle und direkter Steuerung zu tun. Und die sei nun einmal wesentlich einfacher bei anwesenden Untergebenen durchzusetzen als bei Mitarbeitern an anderen Orten. „Wenn ich als Chef noch nicht einmal die Anwesenheit messen kann, wie soll ich dann überhaupt noch kontrollieren können?”, fragt er.

Führungskräfte müssten dementsprechend schon vor der Einführung von UCC-Lösungen klare Richtlinien festlegen und Erwartungen mit ihren Teams definieren, um dieser Problemstellung angemessen zu begegnen, so Paul Scholey. Dabei sollte vor allem der erfolgreiche Abschluss von Projekten im Vordergrund stehen. Letztendlich liege es bei den Vorgesetzten, die Bedürfnisse jedes einzelnen Teammitglieds und die Bedürfnisse des gesamten Teams zu verstehen. Carsten Schulze merkt zudem an, dass man auch die Erwartungshaltung an die jeweiligen Arbeitsformen angleichen müsse. Eine Annäherung an flexiblere Modelle könne dabei zunächst über das rechtliche und organisatorische Einräumen der entsprechenden Möglichkeiten gelingen. Dabei gehe es allerdings nicht nur um greifbare Regeln, sondern darum, die ungeschriebenen kulturellen Gesetze zugunsten des flexibleren Arbeitens abzuwandeln, wie Schulze unterstreicht. „Es muss einfach sein, Homeoffice zu nutzen, und es muss auch einfach sein, im Büro zu arbeiten”, so sein Fazit.

Lösungen gemeinsam erarbeiten

Ist die Entscheidung für flexiblere Arbeitsformen und die Anschaffung einer dafür geeigneten Kommunikations- und Kollaborationslösung einmal gefallen, ist in den nächsten Schritten vor allem Transparenz gefragt. Der Erfolg beim Einsatz von UCC-Lösungen hängt von der Akzeptanz in der Belegschaft ab. Fühlt die sich nicht abgeholt, herrscht in der Kommunikation ganz schnell Wildwuchs – und der wird auf Dauer ineffizient. „Oft erarbeiten die Teams selbst gemeinsam mit Personal- und Führungskräften ein Regelwerk. Das ist elementar, wenn es darum geht, ineffizientes Arbeiten oder Überlastung zu vermeiden”, verrät Anton Michael Doeschl und ergänzt: „Auch hier gilt: Herrscht in einem Unternehmen eine Kultur des Vertrauens, fühlt sich ein Mitarbeiter nicht unter Zugzwang, doppelte Arbeit zu leisten.”

Carsten Schulze rät Arbeitgebern zu klarer Kommunikation: „Die Angestellten oder der Betriebsrat müssen sich hinsichtlich ihrer Anforderungen, aber auch bezüglich ihrer Befürchtungen, einbringen können.” Jedoch würden Mitbestimmungsgremien dabei häufig als störend eingestuft und möglichst gering und spät eingebunden werden, so sein Befund. Dies behindere die optimale Nutzung von UCC-Lösungen.

„Aktuelle UCC-Lösungen bringen das mobile Arbeiten sehr nah an den gewohnten stationären Arbeitsplatz heran”, fasst Christoph Wichmann, Geschäftsführer der Voiceworks GmbH, zusammen. Nachrichtensofortversand, Internet-Telefonie oder virtuelle Whiteboards stünden unabhängig von Ort und Endgerät zur Verfügung. Moderne Systeme würden zudem z.B. anzeigen, ob ein Kollege gerade in einem Telefonat oder einem Meeting steckt. „Im Kontext flexibilisierter Arbeitszeiten und standortunabhängiger Beschäftigung werden integrierte Tools essentiell”, so Wichmann.

Zusammenhang zwischen Weg und Ziel verdeutlichen

Dass der Weg zu neuen Arbeitsmodellen vor allem über den Einsatz dieser Werkzeuge erfolgen kann, ist allerdings nicht jedem bewusst. So gaben zwar 45 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie von Cisco und Civey an, durch den digitalen Arbeitsplatz auf mehr Freiheiten zu hoffen, ganze 43 Prozent haben aber zugleich gar kein Interesse an der Arbeit mit den digitalen Werkzeugen. Das unterstreicht, wie wichtig Informationspolitik ist, damit allen der Zusammenhang zwischen Weg und Ziel klar wird. Der sieht bei Wichmann folgendermaßen aus: „Mobilität bringt Flexibilität mit sich und das wiederum sorgt für ein besseres Arbeitsumfeld. Angestellte können ihr Verhältnis aus Arbeit und Freizeit wesentlich freier gestalten, was eine ausgeglichene Mischung aus Beruflichem und Privatem schafft. Und glückliche Arbeitnehmer sind produktiver.”

Ob diese Gleichung aufgeht, ist von vielen Faktoren abhängig. Der Weg zum richtigen Verhältnis aus Arbeit und Freizeit ist oft eine  individuelle Angelegenheit. Hier liegt es vor allem an der Führung, einzelne Bedürfnisse zu identifizieren und eine Infrastruktur aus nahtlos verknüpften Kommunikations- und Kollaborationsangeboten aufzustellen. So können sich Unternehmen einerseits auf den Wandel der Arbeitnehmerbedürfnisse einstellen, andererseits aber auch effiziente Kanäle für die Zusammenarbeit schaffen.

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Philip Fassing
news-21795 Fri, 18 Jan 2019 12:20:45 +0100 Praxisnahe Prozessabbildung http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/praxisnahe-prozessabbildung-21795/ Der Baumaschinenverleiher Huppenkothen möchte seine Prozessschritte durch ein spezialisiertes ERP-Modul steigern weiter automatisieren. Die Anschaffung hochwertiger Baumaschinen ist keine kleine Investition. Umso attraktiver ist oft das Mieten der entsprechenden Geräte, vor allem, wenn diese nur für einen bestimmten Auftrag oder Zeitrahmen benötigt werden. Ein Geschäft, auf das sich unter anderem der österreichische Baumaschinenverleiher Huppenkothen aus Lauterach in Vorarlberg spezialisiert hat. Mit einem umfangreichen Sortiment an Mini- und Kompaktbaggern, Verdichtungsmaschinen, Kompaktladern, Dumpern, Radladern, Walzenzügen und vielen Anbaugeräten zählt der 1956 gegründete Mittelständler zu den führenden Anbietern Europas. Entsprechend erfolgreich laufen dessen Geschäfte. Um trotz anhaltender Wachstumsphase den Verleih- und Wartungsprozess seines Maschinenparks weiterhin effizient durchführen zu können, setzt das Unternehmen künftig auf die ERP-Lösung APplus der Asseco Solutions. Ziel der ERP-Einführung besteht darin, Prozessschritte weiter zu automatisieren und die Transparenz zu erhöhen.

„Mehr Wachstum bedeutet auch immer mehr Komplexität“, erklärt Wolfgang Rigo, Geschäftsführer von Huppenkothen, „und ab einem gewissen Punkt ist diese mit manuellen Prozessen nicht mehr zu bewältigen. So stießen auch wir mit unseren bisherigen Abläufen an unsere Grenzen, denn bislang arbeiteten wir hauptsächlich mit Excel-Listen oder SQL-Datenbanken – Prozesse, die so im Laufe der Zeit mit uns mitgewachsen sind.“ Von den ursprünglich 15 Mitarbeitern ist das Unternehmen mittlerweile jedoch auf knapp 320 Mitarbeiter angewachsen. Der Jahresumsatz beträgt 208 Millionen Euro, Tendenz steigend. „Aktuell wachsen wir jährlich ca. zehn Prozent“, so Wolfgang Rigo. „Damit ist es für uns unerlässlich geworden, unsere Prozesse so weit wie möglich zu automatisieren und mehr Effizienz und Transparenz in unseren Abläufen sicherzustellen. Genau das wollten wir mit der Einführung einer ERP-Lösung erreichen.“

Bereits vor zweieinhalb Jahren begann Huppenkothen mit dem Auswahlprozess für eine entsprechende Lösung. Im Fokus standen zunächst zehn Anbieter, von denen am Ende schließlich drei für die Shortlist übrigblieben. Mit der Unterstützung eines externen Beratungspartners waren die zentralen Anforderungen an das ERP-System in einem rund 30-seitigen Pflichtenheft aufgelistet worden. Neben mehr Schnelligkeit und Klarheit in den Geschäftsabläufen wollte Huppenkothen vor allem die Durchführung seiner Verleihprozesse so weit wie möglich automatisieren sowie mehr Transparenz im Einkaufsprozess erreichen.

Abbildung des Verleihprozesses

Aktuell befinde sich die Lösung in der Konzeptionsphase. Im ersten Schritt stehe dabei die Implementierung des Verleih-Moduls im Fokus. Dabei gelte es in erster Linie, die bisherigen Prozessabläufe inklusive der eingesetzten Technik in das ERP-System einzubinden: Stellt ein Kunde eine Anfrage, prüft der zuständige Mitarbeiter mithilfe eines Planungstools zunächst die Verfügbarkeit der gewünschten Maschine bzw. des benötigten Zubehörs. Welche Maschinen befinden sich aktuell am Standort? Wann werden verliehene Maschinen wieder zurückerwartet? Am Tag der Abholung meldet sich der Kunde dann bei dem zuständigen Kollegen auf dem Unternehmensgelände. Mit einem Tablet ausgestattet nimmt dieser die entsprechende Buchung unmittelbar im System vor. Der Retourprozess läuft spiegelbildlich ab: Wird die Maschine zurückgebracht, wird sie zunächst begutachtet: Ist das Gerät in einwandfreiem Zustand oder bestehen Schäden? Falls ja, werden diese ebenfalls unmittelbar vor Ort mithilfe des Tablets dokumentiert. Anschließend wird die Rückgabe per Unterschrift quittiert.

„Mit APplus können wir diesen Prozess flexibel und praxisnah im System abbilden“, berichtet Wolfgang Rigo. „Dabei wollen wir die bisherigen Abläufe deutlich beschleunigen und wo immer möglich automatisieren. Gleichzeitig wollen wir eine Verbindung zum Standard-ERP schaffen, sodass auch Folgeprozesse wie Rechnungsstellung oder Wartungen unmittelbar und ohne Bruch an den Verleihprozess angebunden sind.“ Die Voraussetzung hierfür ist die Implementierung der übrigen ERP-Funktionalitäten, welche im Anschluss an die Abbildung des Verleihprozesses für Sommer bzw. Herbst dieses Jahres geplant ist.

Als verlässlicher Partner für Baumaschinen genießt Huppenkothen auch international einen sehr guten Ruf: Europaweit verfügt das Unternehmen über mehrere Standorte, vor allem im südlichen Europa, und unterhält darüber hinaus Kunden- und Lieferantenbeziehungen in nahezu alle Regionen der Welt. „Vor allem die USA und Japan sind für uns ganz entscheidende Märkte, wenn es darum geht, neue Maschinen zuzukaufen“, betont Wolfgang Rigo. Im Zuge der ERP-Einführung soll auch der dahinterstehende Prozess neu gestaltet werden. Indem die entsprechenden Informationen künftig zur Verfügung stehen, erhalten alle Kollegen jederzeit Zugriff auf sämtliche für sie relevanten Daten.

Bildquelle: Huppenkothen

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news-21793 Fri, 18 Jan 2019 11:43:48 +0100 Cloud-Migration: Das Kerngeschäft im Fokus http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/cloud-migration-das-kerngeschaeft-im-fokus-21793/ Die IP Zollspedition bietet seit 1990 Dienstleistungen rund um Import, Export und Transit. Während das Familienunternehmen bislang eine eigene IT-Infrastruktur nutzte, trennt es sich nun vom eigenen Rechenzentrum und verlagert die gesamte IT in die Cloud. Seit mehr als 25 Jahren ist die familiengeführte IP Zollspedition bereits am Markt – nicht zuletzt, weil das Unternehmen immer wieder seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt und die Digitalisierung bereits sehr früh für sich nutzte. Fokus der Zollagentur waren ursprünglich die Grenzübergänge von Deutschland nach Polen und der Tschechischen Republik. Mit der EU-Osterweiterung 2004 musste die IP Zollspedition ihr Geschäft komplett verlagern – und konzentrierte sich fortan auf Seehäfen.

Nach der Umstellung der Zollabwicklung auf das elektronische ATLAS-System entwickelte die IP Zollspedition als eines der ersten Unternehmen in der Branche 2011 eine eigene Online-Plattform, die über das ATLAS-System hinaus den kompletten Zollprozess digitalisierte. Mit Erfolg: Das Tool wurde zu einem Wettbewerbsvorteil für das Familienunternehmen und die Entwicklung eigener Services zum hauseigenen Innovationsmotor. Nun zieht das Unternehmen seine komplette IT mit Hilfe des Microsoft Gold Partners InSys AG vom eigenen Rechenzentrum mit Microsoft 365 in die Cloud.

Lizenzen erweitert

Zunächst stattete das Unternehmen seine 58 Mitarbeiter mit Microsoft 365 Business aus, das sich speziell an kleine und mittelständische Unternehmen richtet. Inzwischen hat die Zollagentur ihre Lizenzen erweitert, um noch mehr Features zu nutzen. „Der Weg zu der neuen Lösung war für uns die logische Konsequenz, der nächste Evolutionsschritt für unsere IT. „Wir legen unsere IT-Infrastruktur damit in die Hände von Experten und können uns wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren: Die Beratung unserer Kunden und die Entwicklung von innovativer Software für die Zollabfertigung“, so Florian Ledeboer, Geschäftsführer der IP Zollspedition. Das neue Paket kombiniert Office 365, Windows 10 sowie Enterprise Mobility + Security (EMS). Momentan migriert das Unternehmen außerdem zur Cloudplattform Azure.

Auch über die IT-Abteilung hinaus seien die Auswirkungen der neuen technologischen Basis für modernes Arbeiten im Alltag spürbar: Statt Dokumente zur Abstimmung ausgedruckt von Tisch zu Tisch zu reichen, lägen alle Dokumente nun zentral in digitaler Form bei „One Drive for Business” ab. Die Organisation von Tasks und Projekten erfolge jetzt über Microsoft Planner und die chat-basierte Kollaborationslösung Microsoft Teams.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21784 Thu, 17 Jan 2019 11:51:36 +0100 Weniger Recherche, mehr Transparenz http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/weniger-recherche-mehr-transparenz-21784/ Die Kröner-Stärke GmbH digitalisiert ihren Datenfluss und hat in diesem Zuge ein Dokumenten-Management-System (DMS) implementieren lassen. Mit dem DMS erfasse das Unternehmen jetzt Schriftstücke und Akten elektronisch und archiviert sie revisionssicher. Auf diese Weise seien sämtliche geschäftsrelevanten Informationen orts- und zeitunabhängig abrufbar. Kröner-Stärke optimiere damit seine innerbetrieblichen Abläufe und senke gleichzeitig die Bearbeitungszeiten sowie den Ressourcenverbrauch. Zudem treibe das Ibbenbürener Unternehmen mit der Neuanschaffung die digitale Transformation im Unternehmen voran.

Kröner-Stärke nutzt die serverbasierte Variante von Docuware. Neben dem Ein- und Verkauf sind auch die Finanzbuchhaltung und Personalabteilung an das System angeschlossen, sodass die gesamte Verwaltung mit der Lösung arbeitet. Über Schnittstellen könnten MS-Office-Dateien schnell und einfach in das System eingebunden werden. Auch ein- und ausgehende E-Mails ließen sich über das Outlook-Plugin direkt im Docuware-Archiv speichern. Darüber hinaus sollen sich in dem System ohne Programmierung intuitiv per Drag-and-drop Workflows erstellen lassen, die ein hohes Maß an Kontrolle und Transparenz garantieren würden.

Für den Stärke-Produzent ist die von Wedderhoff IT konfigurierte Software ein großer Schritt zur Digitalisierung, sagt Marco Koch, Leiter der IT-Abteilung bei Kröner-Stärke: „Mithilfe der digitalen Lösung ist es uns möglich, den aktuellen Status beispielsweise von Rechnungen oder Lieferscheinen schnell, transparent und ortsunabhängig abzurufen. Dadurch ist der Rechercheaufwand gesunken und wir sparen Platz und Papier.“ Insgesamt hätte Kröner-Stärke so im letzten Jahr bereits circa 15 Prozent der gesamten Ausdrucke einsparen können.

Bildquelle: Docuware

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Dokumentenmanagement und ECM
news-21782 Thu, 17 Jan 2019 10:45:56 +0100 Zukunftsfähige Personalprozesse http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/zukunftsfaehige-personalprozesse-21782/ Das Akutspital Zollikerberg in Zürich führt eine Softwarelösung für Arbeitszeitmanagement und Personalplanung ein. Die Spitalleitung möchte den Aufwand für die Dienstplanung und das Reporting deutlich reduzieren und gleichzeitig die Qualität der Planung verbessern. Durch die vollständige Integration von Zeitwirtschaft und Planung im Zuge der Integration von Atoss Medical Solution entfielen zudem manuelle Lohnkorrekturen und Zulagen würden automatisch abgebildet. Über Self Services möchte man für die rund 1.100 Mitarbeitenden zum Beispiel Zeitdaten und Dienstpläne, Wunschdienste und Schichttauschbörsen bereitstellen. Diese Softwarelösung soll im Laufe des Jahres 2020 im gesamten Unternehmen einschließlich der weiteren Stiftungsbetriebe implementiert sein.

Im Krankenhaus Zollikerberg erbringen rund 1.100 engagierte und qualifizierte Mitarbeitende vieler Berufsgruppen und Fachgebiete hochwertige Leistungen für mehr als 10.000 stationäre und über 50.000 ambulante Patienten pro Jahr. Das traditionsreiche Krankenhaus, das 1931 in die Stiftung Diakoniewerk Neumünster überführt wurde und 1998 mit der Schweizerischen Pflegerinnenschule fusionierte, ist Mitglied des Verbandes Zürcher Krankenhäuser. Die Stiftung, welche bereits seit 150 Jahren erfolgreich wirtschaftet, führt kontinuierliche Qualitätsentwicklungsmaßnahmen und regelmäßige Benchmarks im Kanton Zürich durch. Um den hohen Qualitätsstandard und die Patientensicherheit kontinuierlich zu erhöhen, setzt die Stiftungsleitung bewusst auf digitale Technologien. Im Zuge dieser Initiative sollten auch das Workforce Management und die Personalprozesse wirtschaftlich und zukunftsfähig gestaltet werden.

Die Software werde mit dem Ziel implementiert, durch automatisierte Prozesse kumuliert ca. 50 Prozent der Arbeitszeit rund um die Personaleinsatzplanung einzusparen. Der Fokus liege hierbei auf den Bereichen Dienstplanung, Lohnbuchhaltung sowie Reporting bzw. Controlling. Das Krankenhaus Zollikerberg sowie die anderen Unternehmen der Stiftung führten sukzessive die Module Zeitwirtschaft, Personaleinsatzplanung, Automatischer Dienstplan sowie Self Services ein. Für die Personalplanung der Ärzte und Pflegekräfte des Krankenhauses sei der Einsatz des Moduls „Flexibler Besetzungsplan“ zu einem späteren Zeitpunkt angedacht. Dies soll eine einfache Disposition der Mitarbeitenden auf Arbeitsplätze, Schichten oder Geräte, zum Beispiel in der Radiologie oder im OP ermöglichen. Die neue Lösung wird an die bestehende Software für die Leistungserfassung Tacs 2.0 angebunden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom HR Personal
news-21772 Wed, 16 Jan 2019 10:27:23 +0100 Mit Fingerspitzengefühl Prozesse steuern http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/mit-fingerspitzengefuehl-prozesse-steuern-21772/ Die hochpräzise Mess-, Steuer- und Regeltechnik der Moba Mobile Automation AG ist gefragt. Bei der Steuerung zentraler Geschäftsprozesse setzt man dabei auf digitales Dokumenten-Management. Als Ingenieurbüro 1972 gegründet, zählt die Moba Mobile Automation AG heute mit über 17 internationalen Tochtergesellschaften zu den weltweit ersten Adressen in der mobilen Automation. Die Entwicklung und Herstellung von Maschinensteuerungssystemen, Identifikations- und mobilen Wägetechnologien sowie flexiblen Software-Lösungen zählen zur Kernkompetenz des Unternehmens.

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Innovationen durch den gezielten Einsatz neuer Technologien voranzutreiben, ist ein zentraler Pfeiler der Firmenphilosophie und verantwortlich für das Firmenwachstum. Eine Entwicklung, die 2015 grundlegende Veränderungen der administrativen Geschäftsprozesse erforderte. „Die enorme Zunahme von Papierdokumenten, speziell im Bereich des zentralen Rechnungswesens, verzögerte nicht nur die Bearbeitungsprozesse, sondern drohte darüber hinaus, die für die Aktenarchivierung zur Verfügung stehenden Ablageflächen zu sprengen“, erklärt Judith Schweitzer, Assistentin des Vorstands und bei Moba u.a. verantwortlich für die Koordination unternehmensweiter Lean-Office-Management-Konzepte. Im Auftrag des Leiters Finanzen und Controlling begutachtete sie deshalb gemeinsam mit einer Fachkraft aus der Buchhaltung digitale Dokumenten-Management-Systeme. Gesucht wurde eine zukunftsorientierte Lösung, die das Papieraufkommen drastisch reduzieren und die Effizienz der Verwaltungsprozesse der dynamischen Firmenentwicklung anpassen sollte.

Digitale Workflows definieren

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von Docuware war neben der Funktionalität und Skalierbarkeit der Lösung ihre weitgehend selbsterklärende Bedienoberfläche. „Das System ließ sich nahtlos in unsere vorhandenen Applikationen integrieren und ist ohne langwierige Einführungskurse intuitiv bedienbar“, fasst Judith Schweitzer zusammen. Nur geringer Anpassungsaufwand an individuelle Anforderungen und die hohe Akzeptanz seitens der Anwender spiegeln sich in einer schnellen Amortisation der Investitionen wider. „ROI-Kalkulationen, die ich für unterschiedliche Szenarien erstellt habe, zeigten, dass sich die Gesamtkosten für das DMS bereits nach einem, maximal jedoch nach zwei Jahren rentieren würden“, so Judith Schweitzer. Im Investitionsvolumen enthalten waren die Kosten für drei leistungsstarke Canon-Dokumentenscanner, die als Ergänzung bereits vorhandener Multifunktionsgeräte in den Bereichen Wareneingang, Auftragssachbearbeitung und Buchhaltung installiert wurden.

Gestartet wurde im März 2015 mit der Digitalisierung der monatlich etwa 1.200 Lieferscheine, einem der Hauptverursacher der Papierflut. „Um den intelligenten Indexierungsservice des DMS-Systems zu trainieren und von Beginn an eine möglichst hohe Trefferquote bei der automatisierten Zuordnung zu erzielen, haben wir im Vorfeld alle Lieferscheine aus 2014 über eine Aushilfskraft scannen lassen“, erklärt Judith Schweitzer, die die DMS-Einführung als Projektverantwortliche leitete.

Moba Mobile Automation AG

  • Branche: Elektroindustrie (Elektronikentwicklung)
  • Gründung: 1972
  • Standort: Limburg
  • Mitarbeiter: 530

In weiteren Projektschritten wurden ab 2016 auch die Eingangsrechnungen für Produktions- und Nichtproduktionsmaterial digitalisiert. Von den involvierten Fachabteilungen wurden gemeinsam mit dem Docuware-Partner Steigauf Daten Systeme GmbH die Bearbeitungsprozesse analysiert und digitale Workflows definiert. „Es ist wichtig, die betroffenen Sachbearbeiter in die Konzeptionsphase einzubinden, da sie am besten beurteilen können, welche Felder und Freigabestempel beispielsweise notwendig sind, um eine reibungslose Prozessabwicklung zu gewährleisten“, unterstreicht Judith Schweitzer. Nach der Kopplung des digitalen Archivs mit dem vorhandenen Warenwirtschaftssystem Microsoft Dynamics AX und Outlook werden seit 2016 auch Ausgangsrechnungen, Dokumente aus dem Bereich Auftragssachbearbeitung, etwa Bestellungen, Auftragsbestätigungen und Packlisten, sowie per E-Mail eintreffende Rechnungen und Bestellungen archiviert.

Tagesaktueller Überblick

Durch die Digitalisierung der Lieferscheine und Eingangsrechnungen konnte nach Angaben von Judith Schweitzer die Wareneingangsbearbeitung beschleunigt werden. „Unstimmigkeiten, etwa im Fall von beschädigt eintreffenden Warensendungen, können heute viel schneller behoben und Skontofristen konsequent genutzt werden.“ Dies bedeutet hohe Transparenz, von der nicht nur Rechnungswesen und Auftragssachbearbeitung, sondern auch die Fachabteilungen profitieren. Während die Buchhalter sich jederzeit auf Knopfdruck über Rechnungseingänge und offene Posten informieren können, erhalten Abteilungsleiter bei Bedarf einen tagesaktuellen Überblick über getätigte Bestellungen und damit Planungssicherheit über ihre Budgets.

„Im Rahmen von Rechnungsprüfungen wurde uns die Revisionssicherheit der digital archivierten Dokumente bestätigt. Während wir in der Anfangsphase der DMS-Nutzung Papierdokumente zur Sicherheit oftmals weiterhin aufbewahrten, werden sie heute nach der Digitalisierung fachgerecht vernichtet“, so Judith Schweitzer. Auf rund 70 schätzt Judith Schweitzer die Zahl der Moba-Mitarbeiter, die das DMS tagtäglich intensiv – oder im Rahmen von Freigabeprozessen sporadisch – nutzen. Nach 3,5-jährigem Produktivbetrieb beinhaltet der digitale Dokumenten-Pool heute mehr als 150.000 oft mehrseitige Dokumente.

Parallel zur Digitalisierung der kaufmännischen Unterlagen konnte das bestehende Aktenarchiv sukzessiv reduziert werden. Positive Auswirkungen der DMS-Nutzung sieht Judith Schweitzer ebenfalls in der Kommunikation mit Partnern und Lieferanten. „Die Auskunftsfähigkeit zu einem Bearbeitungsstatus ist dank digitalem Datenzugriff selbst dann gewährleistet, wenn zuständige Sachbearbeiter wegen Urlaub oder Krankheit nicht erreichbar sind“, stellt die Projektverantwortliche fest. Geschäftsunterlagen aus der Vorstandsarbeit wie Berichte, Analysen oder Besprechungsprotokolle werden heute schon mit dem DMS archiviert.

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Dokumentenmanagement und ECM
news-21768 Tue, 15 Jan 2019 14:30:42 +0100 Datenschutzchaos nach Brexit? http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/datenschutzchaos-nach-brexit-21768/ Der geplante EU-Austritt der britischen Regierung könnte erhebliche Auswirkungen auf den Datenverkehr in Europa haben. Darauf weist der Digitalverband Bitkom im Vorfeld der Abstimmung über den Brexit-Deal im britischen Parlament hin. „Durch den Brexit müssen zahlreiche Unternehmen ihre Geschäftsprozesse anpassen. Das erzeugt Unsicherheiten und hohe Kosten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. So müssten die Unternehmen alle datenrelevanten Vorgänge und Verhältnisse in Bezug auf das Vereinigte Königreich überprüfen und gegebenenfalls neu regeln. Dies gelte vor allem dann, wenn der zur Debatte stehende Austrittsdeal abgelehnt werde. Jedes siebte Unternehmen in Deutschland (14 Prozent), das personenbezogene Daten über externe Dienstleister verarbeiten lässt, tue dies in Großbritannien. Das sei das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen in Deutschland aus dem Jahr 2018. Nach Angaben des BDI finden 75 Prozent des grenzüberschreitenden britischen Datenverkehrs mit den restlichen EU-Staaten statt. „Nach dem Brexit dürfen personenbezogene Daten nicht mehr ohne weiteres nach Großbritannien übermittelt werden“, so Rohleder. „Ohne Brexit-Deal und Fristverlängerung werden insbesondere kleine und mittlere Unternehmen viele Geschäftsprozesse zunächst einfrieren und anpassen müssen. Dies kann die Gesamtwirtschaft in Deutschland empfindlich treffen.“

Rechtssicherheit erforderlich

Bei einem EU-Austritt im Rahmen des vorgelegten Abkommens blieben die wichtigsten Handelsbeziehungen bestehen, es gäbe Zeit für weitere Folge-Abkommen zwischen Großbritannien und der EU. Bis dahin könnten Unternehmen weiterhin Daten mit britischen Partnern austauschen wie mit jedem anderen EU-Land. Kommt es zu einem Brexit ohne Abkommen, wird Großbritannien am 29. März 2019 um Mitternacht datenschutzrechtlich zum sogenannten Drittland. Nach Einschätzung der Bitkom-Experten sind die notwendigen Datenschutzmaßnahmen innerhalb der verbleibenden Zeit nicht mehr umsetzbar. „Geschäftsprozesse auf sogenannte Standardvertragsklauseln hin anzupassen, ist sehr aufwendig. Viele Unternehmen haben immer noch mit der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung zu kämpfen und können eine solche zusätzliche Belastung nicht stemmen“, so Rohleder. Auch die Umstellung hin zu ausdrücklichen Einwilligungen sei nicht von heute auf morgen möglich.

Um weiterhin einen freien Datenverkehr zu garantieren, müsste die EU aus Sicht des Bitkom einen sogenannten Angemessenheitsbeschluss fassen. Im Falle des No-Deal-Szenarios würde solch ein Beschluss aber nicht rechtzeitig vorliegen. Rohleder: „Ein harter Brexit ohne Abkommen trifft nicht nur die britische Wirtschaft enorm, sondern schadet auch deutschen Unternehmen quer durch alle Branchen. Unternehmen brauchen jetzt ganz schnell Rechtsicherheit, wie sie ihre Daten künftig verarbeiten können – gerade auch im Sinne ihrer Mitarbeiter und der Verbraucher.“

Update: 15.01.19

Die britische Premierministierin Theresa May ist mit ihrem Austrittsabkommen gescheitert, nachdem sie bei der Abstimmung über den Vertragsentwurf nur 202 der 634 Stimmen gewinnen konnte. Damit ein harter Austritt ohne Abkommen sehr wahrscheinlich geworden. Der Eco-Verband der Internetwirtschaft e.V. sieht darin eine Chance, denn die Gesetzgeber auf beiden Seiten des Ärmelkanals hätten so mehr Zeit gewonnen relevante Vereinbarungen im Bereich des Datenflusses, der Geschäftsprozesse und der Regelung zu Verträgen zu finden. Diese Regelungen seien gerade auch für die digitale Wirtschaft zentral, um weiterhin erfolgreich arbeiten zu können.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Studien
news-21767 Tue, 15 Jan 2019 14:06:47 +0100 Die Lizenzen im Blick http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/die-lizenzen-im-blick-21767/ Eine neue Software soll Licht ins Dunkel der Lizenzen bringen und versteckte Kosten aufdecken. Lizenzkosten für Serversoftware verursachen die mit Abstand höchsten Kosten in modernen Rechenzentren, die einen hohen Virtualisierungsgrad aufweisen. Um Kosten zu sparen, konzentrieren sich die Verantwortlichen jedoch vorrangig darauf, den Hardware-Bestand zu optimieren, den Energieverbrauch zu reduzieren oder die Administration zu vereinfachen. Mit einer besseren Ausnutzung der Lizenzmetriken ließen sich die Softwarekosten deutlich verringern. Dies scheitert jedoch oft an der Komplexität der Lizenzmechanismen der verschiedenen Hersteller. Mit dem Lizenz-Simulator „Inside License Simulation & Analytics” möchte die Metrix Consulting GmbH für Transparenz in der individuellen Lizenzlandschaft sorgen, bislang verborgene Optimierungspotenziale aufzeigen und Anregungen für die Reduzierung der Lizenzkosten geben.

Fast alle Hersteller hätten im Vergleich zur klassischen Nutzung von Software Regeln für die Nutzung in virtualisierten Umgebungen eingeführt, die zu einem höheren Lizenzbedarf und damit höheren Kosten führten. Durch die Komplexität sei es kaum mehr möglich, die passende Betriebssituation für die geringste Anzahl an notwendigen Lizenzen zu ermitteln. Zudem sorgten Mechanismen wie die Einführung von Mindestlizenzierungen oder Änderungen in der Lizenzmetrik zu Kostensteigerungen. Die Auswirkungen solcher Maßnahmen seitens der Hersteller auf die betroffenen Unternehmen seien schwer zu erkennen und kaum zu kalkulieren.

Betriebszustände sichtbar machen

Auf der Basis vereinfachter Daten soll der Lizenzkosten-Simulator die IT-Infrastruktur aus Software-Sicht visualisieren. Die zur Simulation notwendigen Daten können aus Inventory Tools, Softwareverteilungswerkzeugen, einem Configuration Management Tool oder anderen im Unternehmen verwendeten IT-Managementwerkzeugen extrahiert und über Excel-Dateien in den Lizenz-Simulator hochgeladen werden. Nach der visuellen Aufbereitung der Daten würden die Betriebszustände sichtbar, die wegen einer aus Lizenzsicht nicht optimalen Virtualisierung zu einem erhöhten Lizenzbedarf führen. Mit der Visualisierung als Basis bietet Metrix nun Beratungsleistungen an: Die Nutzer können stundenweise die Lizenzexperten des Unternehmens direkt online buchen, die die Optimierungspotenziale prüfen und geeignete Maßnahmen empfehlen. Im nächsten Schritt ließen sich diese Empfehlungen dann simulieren. Das Ergebnis zeige, wie sich der Lizenzbedarf durch eine Neuverteilung verändert. Beispielsweise könnten virtuelle Maschinen anderen Hosts zugeordnet oder die Clusterstruktur reorganisiert werden, ohne dass sich dadurch im Betrieb etwas ändere.

Zusätzlich sei es möglich, einen Produktwechsel zu simulieren oder einzelne ausgewählte Systeme auszutauschen. Darüber hinaus soll sich auch darstellen lassen, welche finanziellen Auswirkungen ein Wechsel der Lizenzmetrik hätte – entweder seitens eines oder mehrerer Hersteller, z. B. von der Prozessor-basierten zur Core-basierten Lizenzierung, oder durch das Unternehmen selbst, sofern es die Nutzungsbedingungen zulassen.

Nach dem Aufdecken der Einsparpotenziale durch den Lizenz-Simulator biete das Unternehmen individuelle Beratungsleistungen für das Finden und Umsetzen der richtigen Strategien zur Kostenoptimierung. Dem Lizenz-Simulator lägen sämtliche Metriken der großen Hersteller zugrunde, von Microsoft, über IBM, Oracle, zu Red Hat und Suse, bis hin zu Enterprise DB, einer Postgres Subscription. Auf besonderen Kundenwunsch ließen sich jedoch auch die Metriken anderer Hersteller integrieren.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Asset- und Lizenzmanagement
news-21753 Mon, 14 Jan 2019 08:54:43 +0100 Mit durchgängigem Datenmodell auf der Überholspur http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/mit-durchgaengigem-datenmodell-auf-der-ueberholspur-21753/ Nach SAP-Angaben wuchsen die in den deutschsprachigen Ländern durch Partner generierten Umsätze im vergangenen Jahr um 60 Prozent. Auf einer Presseveranstaltung in München präsentierte SAP jetzt neueste Zahlen sowie mit Delivery Hero einen namhaften Referenzkunden. Als wichtigen Erfolgsfaktor für die positive Geschäftsentwicklung betrachtet Christian Mehrtens, seit August 2017 Leiter des Bereichs Mittelstand und Partner bei SAP Deutschland, das breite Spektrum an vertriebsunterstützenden Initiativen. So können laut Mehrtens SAP-Partner beispielsweise die offene Cloud-Plattform nutzen, um bestehende Anwendungen von S/4Hana Cloud zu erweitern. „Mit dem Cloud Software Development Kit können sie die Entwicklungszeit um bis zu 50 Prozent verringern. Zudem unterstützen wir alle involvierten Partner bei der Vermarktung dieser Lösungen mittels des Application Centers, um das Wachstum und die Rentabilität des Neugeschäfts zu steigern“, so Mehrtens weiter. Mehr als 60 Prozent aller Hana-Neukunden kamen im 2. Quartal 2018 aus dem Bereich kleiner und mittelgroßer Unternehmen.

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Großen Zuwachs vermeldet der Mittelstandsverantwortliche auch bei hybriden Systemen: Eine wachsende Zahl von Kunden, die bisher On-Premise-Systeme nutzten, verlagert Teile ihrer Geschäftsprozesse in die Cloud. Als zentrale Integrationsplattform rücke dabei die SAP Cloud Platform in den Mittelpunkt der IT-Strategien von Kunden und Partnern. Neue Bezugs- und Vermarktungsmodelle, Services, der Integration Content Advisor for SAP Cloud Platform, Functions as a Service oder Masterdata Services machen die Plattform zusätzlich attraktiv“, erklärt Mehrtens.

„Cooking as a Service“

Um den digitalen Wandel beispielhaft zu demonstrieren, zeigte das als Lieferdienst gestartete Unternehmen Delivery Hero auf der Veranstaltung, wie es sich mithilfe von SAP-Lösungen für die Zukunft aufstellt. Delivery Hero ist aktuell der führende globale Marktplatz für Online-Essensbestellung und -lieferung, mit Spitzenpositionen hinsichtlich Restaurants, aktiven Nutzern und Bestellungen. Inzwischen betreibt Delivery Hero Online- und Mobilplattformen in 39 europäischen Ländern, dem mittleren Osten und Nordafrika, Lateinamerika und der Region Asien-Pazifik.

Seit 2011 ist Delivery Hero vom Start-up zum globalen Unternehmen gewachsen – eine Entwicklung die höchste Anforderungen an die IT-Infrastruktur stellt. Um seinen Kunden bestmöglich zu bedienen, betreibt Delivery Hero einen engmaschig verwalteten Marktplatz, der jeden Schritt der Lebensmittelbestellung und Lieferkette integriert. In enger Zusammenarbeit mit SAP sowie dem Partner Ernst&Young entwickelt Delivery Hero kontinuierlich neue Lösungen und Prozesse auf dem Weg zu einem intelligenten Unternehmen. Dabei erschließt das Unternehmen neue Geschäftsfelder mit den generierten Daten und den daraus resultierenden Analysen der IT-Lösungen.

„Aufgrund der extrem hohen Datenbelastung – allein im ersten Halbjahr 2018 verzeichneten wir weltweit 183,7 Millionen Bestellungen – ist der Einsatz der leistungsstarken SAP-Hana-Technologie für uns quasi unverzichtbar“, erklärt Emmanuel Thomassin, Chief Financial Officer und Mitglied des Vorstands.

Ohne Innovation keine Transformation

Unternehmen geraten zunehmend unter Druck, ihre veralteten Systeme an heutige und künftige Marktanforderungen anzupassen. ERP-Landschaften müssen flexibler werden, um konkurrenzfähig und profitabel zu bleiben und Datenanalyse in Echtzeit ermöglichen. Unternehmen sind daher gezwungen, ihre gesamten Geschäftsprozesse zu überdenken. Effiziente Prozessautomatisierung, Benutzerfreundlichkeit und KI-basierte Entscheidungsfindung prägen das ERP der Zukunft und bilden nach Meinung von Experten die Plattform für die digitale Transformation im Mittelstand.

Eine Herausforderung, der SAP mit einem durchgängigen Datenmodell und weitreichenden Integrationsmöglichkeiten begegnet. „Der Umstieg auf ein neues ERP-System stellt Unternehmen üblicherweise vor eine große Aufgabe, die umfassende Kenntnisse, Erfahrung und Best Practices sowie erstklassige Werkzeuge, Programme und Services erfordert“, unterstrich Michael Kleinemeier, Mitglied des Vorstands der SAP SE, anlässlich der diesjährigen Tagung des SAP-Anwenderkongresses DSAG im Oktober. Mit dem gleichzeitig angekündigten Rollout des S4/Hana Adoption Starter Engagement möchte der Software-Konzern Anwenderunternehmen das dafür notwendige Wissen an die Hand geben. Das Ergebnis des Programms ist ein umfassender Umsetzungsplan für Unternehmen, der ihnen die nötigen Schritte für den Umstieg aus betriebswirtschaftlicher und technischer Sicht aufzeigt.

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom ERP
news-21745 Fri, 11 Jan 2019 11:53:08 +0100 Berater in der Cloud http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/berater-in-der-cloud-21745/ Im Gespräch mit Mathias Wengeler, Gründer und CEO von Atheneum, über IT-Berater in der Cloud und die Frage, ob Künstliche Intelligenz menschliche Expertise je ersetzen wird ITM: Herr Wengeler, welche Trends zählen für Sie aktuell zu den wichtigsten in der Consulting-Branche und warum?
Mathias Wengeler:
Die Anforderungen an Industrie-Insights werden immer spezifischer und globaler. Das bedeutet, dass Nischenwissen zu Themen und Märkten auf der ganzen Welt hoch im Kurs steht. Zudem müssen Anfragen immer schneller bearbeitet werden. Das bedeutet für uns, dass wir sehr flexibel sein müssen und sich unsere Projektzyklen enorm verkürzen. Um die hohe Nachfrage und der wachsenden Themenvielfalt gerecht zu werden, arbeiten wir vermehrt mit externen Spezialisten auf Projektbasis. Aktuell erhalten wir viele Anfragen zu Trendthemen wie beispielsweise Blockchain und Künstliche Intelligenz (KI). Generell kommen die meisten Anfragen aus Bereichen wie Health Care und Life Science, Immobilien, Technologie, Transport, Energie oder Konsumgüter.

ITM: Welche konkreten Chancen bergen Cloud-Technologien für den globalen Wissensaustausch der Zukunft?
Wengeler:
Wir sehen hier ein enormes Potential. In der heutigen Zeit, wo alles zu jeder Zeit verfügbar sein muss, ist es nicht mehr zeitgemäß, alles „auf Vorrat“ abzudecken. Die Zukunftsorganisation muss auf Wissen schnell und konkret zugreifen können – on demand. Das bedeutet, wenn nötig, in nur 30 Minuten. Unternehmen wie wir müssen daher hochflexibel sein und wie in der Gig Economy auf Knopfdruck abliefern. Das ermöglicht der Einsatz von Cloud-Technologie.

ITM: Inwiefern kann eine Cloud-Technologie im Wissensmanagement eine gesellschaftlich-relevante Rolle einnehmen?
Wengeler:
Unter diesem Aspekt ist Cloud-Technologie hoch relevant. Mit unseren Beratern in der Cloud demokratisieren wir Spezialistenwissen, indem wir es für Jedermann, auf der ganzen Welt und rund um die Uhr zugänglich machen. Die Experten sind davon begeistert, ihre Expertise und eigenen Erkenntnisse global zu teilen und sich zu aktuellen Themen austauschen zu können. Die meisten von ihnen gehen dieser Tätigkeit neben ihrem eigentlichen Job nach, was ein hohes Engagement zeigt.

ITM: Wieso wird menschliche Expertise trotz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Zukunft von großer Wichtigkeit sein?
Wengeler:
Um komplexe Sachverhalte besser zu verstehen, ist das persönliche Gespräch bzw. Interview mit Abstand der beste kognitive Weg das Verständnis zu fördern. Die Interaktion ist interaktiv und kann sich individuellen Situationen und Anforderungen flexibel anpassen. Zudem bietet menschliche Expertise den Vorteil, dass Experten auf kulturelle Eigenschaften und Feinheiten eingehen und reagieren können. Hier wird Künstliche Intelligenz noch eine ganze Weile brauchen, um diese menschlichen Eigenschaften abzubilden – vielleicht wird KI den Menschen aus diesen Gründen auch nie ersetzen können.

Bildquelle: Atheneum

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Lea Sommerhäuser IT-Mittelstand Startseite it-zoom Cloud
news-21746 Fri, 11 Jan 2019 11:47:08 +0100 Die Cloud als sicheres Fundament http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/die-cloud-als-sicheres-fundament-21746/ Mit dem cloud-basierten Digital-Asset-Management von Architrave lassen sich sämtliche Prozesse der Immobilienwirtschaft digitalisieren. Immobilien müssen dokumentiert werden – aber wo? Ein Teil ist auf Laufwerken in Office-Dateien oder privaten Desktops, ein weiterer Teil ist in CMS-Systemen gespeichert. Wieder andere Dokumente liegen in einer Cloud – und ein Teil befindet sich noch immer in Aktenordnern. Diese Szenarien zeigen, dass sich die Immobilienwirtschaft in einem Zwischenstadium der Digitalisierung aus „schon“ und „noch nicht“ befindet. Dabei ist die Lösung für ein effizientes Asset-Management bereits vorhanden: das digitale Asset.

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Zur effizienten Verwaltung digitaler Assets hat der Berliner Anbieter Architrave eine passende Software entwickelt. Diese deckt den Lebenszyklus von Immobilien ab und lässt sich auch als sicheren Datenraum nutzen. Ein Dokumenten-Check-up und Services zur Digitalisierung und Archivierung von analogen Dokumenten gehören ebenfalls dazu.

Flexibilität und Datenschutz

Mit steigender Kundenzahl wuchs bei Architrave der Bedarf nach mehr Flexibilität. Bei dem bisherigen IT-Anbieter konnten die Berliner nur komplette Server mieten. Zudem mussten virtuelle Maschinen (VM) manuell provisioniert werden – ein mühsames Vorgehen, insbesondere als die Größe einer VM immer mehr anstieg und Kunden ad hoc auf einen anderen Server umziehen mussten.

Die Suche nach einem stabilen und vor allem flexibleren Cloud-Anbieter begann mit einer Marktrecherche. Ein Fokus lag dabei auf höchsten Datenschutzkriterien. Denn die Immobilienwirtschaft verarbeitet personenbezogene Daten, die ausschließlich auf deutschen Server gespeichert werden dürfen. Wichtig waren zudem persönliche Erreichbarkeit und ein qualifizierter 24/7-Sys-Admin-Support. Vor diesem Hintergrund entschied sich Architrave für die Cloud-Services von 1&1 Ionos.

„Wir operieren mit kritischer Infrastruktur, die wir für unsere Kunden bereitstellen. Unsere Kunden haben alle ihre Dokumente bei uns. Wenn unser Dienst ausfällt, bekommen unsere Kunden ernsthafte Probleme. Daher ist eine stabile, zuverlässige Cloud für uns unersetzlich“, betont Richard Klemm, Head of IT Operations bei Architrave.

Abschluss im sicheren Datenraum

Eines der größten Vorhaben, die je über Architrave realisiert wurden, war die Transaktion des Sony Center Berlin. Generell beauftragt der Eigentümer einer Immobilie ein Maklerhaus mit der Koordination und Abwicklung. Große Makler haben oft effiziente Prozesse und investieren in Technologie und Services. Daher liegt der Einsatz einer Digital-Asset-Management-Lösung nahe. Der Makler sammelt alle die Immobilie beschreibenden Dokumente ein: Dienstleistungs-, Wartungs- und Mietverträge, technische Dokumentation sowie Fotos und weiteres Kartenmaterial.

Die Immobilien-Software macht die Aufbereitung und Bereitstellung dieses Datenbergs für interessierte Käufer einfach. In einem sicheren Datenraum kann dann der Kaufvertrag verhandelt und abgeschlossen werden. Die gesamte Dokumentation wird auf DVD gebrannt und als Teil des Kaufvertrags beim Notar beglaubigt. Ohne eine solche Lösung hat jeder Dienstleister die Dokumente an unterschiedlichen Orten.

Die Software wird für den kompletten Real-Estate-Lifecycle genutzt. Alle Stakeholder können über spezifische Rechte jederzeit Dokumente auf die Plattform hochladen oder einsehen. Der Eigentümer einer Immobilie hat dabei immer den vollen Zugriff alle Digital Assets. Auf Basis dieser Daten können Interessenten ihre Sachverständigen oder Anwälte mit der Prüfung der Dokumentation beauftragen.

Eine Cloud für wachsende Bedürfnisse

Aktuell arbeitet Architrave an einer eigenen Komponente auf Basis von Künstlicher Intelligenz (KI) namens „Delphi“. Mit KI werden hierbei zukünftig repetitive Arbeiten automatisiert. Die KI wird dabei Kubernetes und Ranger in Kombination einsetzen. Damit können die variablen Workloads effizienter verwaltet werden. Jeder Asset-Manager hat ein anderes Datenvolumen, jedoch arbeiten die meisten Architrave-Anwender meistens zwischen 6 und 18 Uhr. Die vielen ungenutzten Rechenkapazitäten außerhalb dieser Zeiten müssen daher sinnvoll verteilt werden. Mit Delphi will man die kompletten Dokumenten-Management-Möglichkeiten bespielen. Asset-Manager können irgendein Dokument ablegen. Die KI erkennt, um was es sich handelt, und extrahiert dann nur die relevanten Informationen – egal ob Grundbuchauszug, Mietvertrag oder Gewährleistungsnachweis.

Auf Kubernetes aufbauend sorgt Rancher dafür, dass DevOps-Teams ihre Applikationen mit wenig Aufwand testen, ausführen und verwalten können. Für den operativen Betrieb verantwortliche Systemadministratoren verwenden das Tool, um eine Kubernetes-Umgebung einzuführen, zu managen und schließlich abzusichern – ganz gleich wo diese physisch betrieben wird.

Zunehmend arbeiten auch größere Kunden mit deutlich höheren Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit mit Architrave. Seit dem zweiten Quartal 2018 läuft die Software produktiv und stabil auf der Enterprise Cloud von 1&1 Ionos. Mit rund 50 Servern, 137 Cores, 171 GB RAM und über 12 TB HDD-Speicher ist die IT-Infrastruktur der Berliner auf eine beachtliche Größe angewachsen. Aufgrund der enormen Datenmengen werden größere Projekte zukünftig mittels S3 Object Storage gemanagt. Der Zugriff auf die Object Storage Console (OSC) des Cloud-Providers erfolgt unmittelbar aus dem Data Center Designer (DCD) heraus. Die Sicherheit wird durch Single Sign-on hergestellt und ist diskret per Credential-Key möglich, wenn Objekte via Third-Party-Clients oder mittels REST-API angesprochen werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Cloud
news-21733 Thu, 10 Jan 2019 14:16:16 +0100 Neuer Geschäftsführer bei Valantic http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/neuer-geschaeftsfuehrer-bei-valantic-21733/ Der bisherige Prokurist Thomas Latajka (45) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 in die Geschäftsführung der Valantic ERP Services berufen. Die übrigen Geschäftsführer Hartmut Gaebel, Frank Lemm und Jürgen Muth behalten ihre Aufgabenbereiche. In seiner neuen Position soll Latajka vor allem den Vertrieb im Bereich SAP ERP weiter ausbauen. Das selbsterklärte Ziel: Unternehmen auf ihrem Weg durch die digitale Transformation zum „Intelligent Enterprise” zu begleiten. In den vergangenen Jahren habe Thomas Latajka bereits maßgeblich die Entwicklung von Valantic geprägt. So hätte er in seiner Funktion als Vertriebs- und Projektleiter für Valantic viele internationale SAP-Großprojekte gewinnen und umsetzen können. Zusätzlich soll er die Weiterentwicklung der eigenen SAP-Lösungen für SAP-Berechtigungen (apm Suite) verantwortet haben.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung gehöre Thomas Latajka zu den Vordenkern des digitalen Umbruchs. Seine Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln und in neuen Strukturen zu denken, habe er in verschiedenen Positionen im Management und in der SAP-Beratung und ‑Organisationsentwicklung eingebracht, unter anderem bei der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein‑Main eG, der Aluminium Norf und dem SAP Beratungsunternehmen Realtime (jetzt Valantic).

Ausbau der Services

In seiner neuen Funktion solle sich Thomas Latajka besonders für den Ausbau der Valantic im Bereich Intelligent Enterprise und SAP S/4HANA engagieren. Ein Fokus liege dabei auf der Prozessindustrie. Darüber hinaus unterstützte er die Weiterentwicklung der eigenen Add‑Ons für die Bereiche Stammdaten, GRC, Berechtigungen und Biometrie.

„Die Zukunft gehört den Unternehmen, die sich perfekt auf ihre Kunden eingestellt haben. Das geht nur mit intelligent vernetzten End-to-End-Prozessen. Für den digitalen Transformationsprozess müssen wir als Beratungsunternehmen mit unseren Kunden umdenken, um sie bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Mehr denn je ist heute Expertenwissen in Prozessen und Technologie gefragt. Genauso aber auch ein Digitalisierungspartner auf Augenhöhe, mit verantwortlichem Ansprechpartner in direkter Reichweite”, so Thomas Latajka.

Bildquelle: Valantic

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Leute
news-21728 Thu, 10 Jan 2019 09:05:39 +0100 Das schlichte Bild vom dummen Roboter http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/das-schlichte-bild-vom-dummen-roboter-21728/ Laut der Umfrage „Roboter in der Arbeitswelt“ ist die Mehrheit der Arbeitnehmer in altem Denken gefangen und denkt zuerst an Lastenkräne oder Schweißmaschinen. Groß, orange und hinter einem Schutzzaun – die Vorstellung der Deutschen von Robotern in der Arbeitswelt ist seit Jahren unverändert. Und so sehen nach wie vor 71 Prozent der Arbeitnehmer deren Einsatzgebiet vor allem in der Industrie, um gefährliche oder körperlich schwere Arbeiten zu verrichten. Roboter als Dienstleister oder Servicekräfte können sich hingegen nur 41 Prozent vorstellen, für Einsätze in der Krankenpflege reicht die Vorstellungskraft sogar nur bei 14 Prozent. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Unternehmensberatung Staufen unter mehr als 1.000 Arbeitnehmern in Deutschland.

„Die Studie zeigt, dass bei der großen Mehrheit der Arbeitnehmer – und zwar aus allen Branchen – noch immer das Bild des Roboters als besserem Lastenkran oder unerschrockenem Laserschweißer vorherrscht“, sagt Dr. Jochen Schlick, Seniorpartner bei Staufen Digital Neonex. „Kooperative Einsatzmöglichkeiten und flexible Aufgabenfelder wie etwa in indirekten Bereichen, dem Dienstleistungssektor oder im Gesundheitswesen werden hingegen noch völlig unterschätzt oder sind komplett unbekannt."

Das eher schlichte Bild vom „dummen Roboter“ dürfte ein entscheidender Grund dafür sein, dass nur ein Drittel der Arbeitnehmer befürchtet, künftig in punkto Präzision und Fehlerfreiheit von einem Roboter übertrumpft zu werden, in der Industrie denken dies sogar nur ein Viertel der Beschäftigten. „Dass dennoch rund die Hälfte der Arbeitnehmer den eigenen Arbeitsplatz durch Roboter bedroht sieht, macht deutlich, wie schnell aus Unwissen Unsicherheit wird – und zwar auch bei gut ausgebildeten Fachkräften und Akademikern“, so Schlick weiter.

Hohe Qualität der Roboterarbeit

Dabei sind Deutschlands Arbeitnehmer für die potentiellen Vorteile der High-Tech-Kollegen durchaus offen. Fast drei Viertel von ihnen wünschen sich von ihnen, dass sie sie auf ihre Fehler aufmerksam machen. Ebenfalls schätzt die Mehrheit der Befragten die Berechenbarkeit und gleichmäßig hohe Qualität der Roboterarbeit. „Wie schon bei der Digitalisierung sind auch hier die Führungskräfte gefragt“, ergänzt Schlick. „Sie müssen Ängste und Vorurteile abbauen und gemeinsam mit ihren Mitarbeitern konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Robotern entwickeln.“

Unterstützung bei der Aufklärungsarbeit könnte dabei 2019 aus dem privaten Bereich kommen. So planen sowohl der Online-Versender Amazon als auch der Roboterhersteller Boston Dynamics erste Roboter für den Hausgebrauch auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus könnte es helfen, Roboter so menschenähnlich wie möglich zu gestalten: Laut Studie der Unternehmensberatung Staufen zusammen mit der Staufen Digital Neonex GmbH wünscht sich jeder zweite Arbeitnehmer, dass auch Roboter ein Gesicht sowie Arme und Beine haben.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21726 Wed, 09 Jan 2019 16:52:26 +0100 360-Grad-Sicht auf die Kunden http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/360-grad-sicht-auf-die-kunden-21726/ Die Arithnea GmbH hat für Schneider-Kreuznach, spezialisiert auf Hochleistungsobjektive und Filtersysteme für Industrie, Film und Foto, SAP Cloud for Customer (SAP C4C) eingeführt. Die zeitgleiche Integration in das SAP ERP erlaube nun mehr Transparenz in den Vertriebsprozessen, wodurch das Kunden- sowie Angebotsmanagement optimiert werden könne. Schneider-Kreuznach, strebe durch die Einführung von SAP C4C eine 360-Grad-Sicht über alle Kunden und folglich einen schnellen Überblick über die Angebots- und Auftragshistorie sowie detaillierte Auswertungen zum Auftragsvolumen und der Sales Pipeline an. Umgesetzt werden konnte dies nur durch eine nahtlose Anbindung an das SAP ERP. Zukünftig könne nun vollständige Auftragserfassungen, Vertriebsprozesse, Stammdaten oder auch Preisfindungen besser abgebildet werden, um unternehmerische Entscheidungen zu fundieren.

Die Lösung beinhalte zudem verschiedenste Analyse Tools, wie Echtzeit-Dashboards oder Berichte zu den verschiedenen Vertriebskennzahlen für die Auswertung und weitere Optimierungen der Prozesse. Ein standardisiertes Onboarding für Neukunden mit der Integration eines Trade Compliance Systems erhöhe zudem die Sicherheit und vereinfacht den Prüfungsprozess sowie das Kunden- und Angebotsmanagement. Darüber hinaus sei eine Erstellung von mehrsprachigen, dynamischen Angebotsdokumenten für verschiedene Vertriebsszenarien wie zum Beispiel Staffelangebote möglich. Abgerundet werde das Ergebnis durch die Möglichkeit der mobilen Nutzung mittels der SAP Cloud for Customer App.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21720 Wed, 09 Jan 2019 14:28:27 +0100 Gestärkt in die Expansion http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/gestaerkt-in-die-expansion-21720/ Um die Softwarefundamente im Qualitäts- und Produktionsmanagement für die internationale Weiterentwicklung zu stärken, soll sich die Hexagon Xperion GmbH für die Einführung eines Manufacturing Execution Systems von der Carl Zeiss MES Solutions GmbH entschieden haben. Die Hochdruckbehälter der Hexagon Xperion GmbH zur Speicherung und zum Transport von komprimierten Gasen – insbesondere Wasserstoff und Erdgas - seien rund um den Globus zu Hause und bescherten dem Weltmarktführer aus Kassel mit Sitz in Aalesund, Norwegen ein anhaltend starkes Wachstum. Im Vordergrund der Neueinführung stünden die effiziente Erfassung und Auswertung aller qualitäts- und produktionsrelevanten Produkt- und Prozessdaten entlang der Wertschöpfungskette. Das Ziel: Der Aufbau einer automatisierten 100-Prozent-Traceability auf Basis einer integrierten, weltweit verfügbaren Wissensplattform – vom Wareneingang über die Fertigung bis hin zu Endprüfung und Auslieferung. 

„Die Produktion sicherheitsrelevanter Bauteile erfordert eine lückenlose, gesetzeskonforme Rückverfolgbarkeit. Für jedes einzelne Bauteil müssen dabei eine enorme Menge an Produktions- und Qualitätsdaten erfasst und verarbeitet werden. Deshalb konzentrierte sich unsere Auswahlmatrix darauf, diese komplexe und bis dato häufig manuell umgesetzte Aufgabe über eine zentrale Softwarelösung abzubilden“, so Julia Stenke, Business Process Managerin bei der Hexagon Xperion GmbH.

Darüber hinaus soll die Integration des bestehenden ERP-Systems IFS einen wichtigen Platz innerhalb des Anforderungskatalogs eingenommen haben. Schließlich sollten nahtlose Informationsprozesse entlang der Produktion einen erfolgskritischen Faktor optimieren: Alle Mitarbeiter müssten sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können und würdem deshalb von administrativen Aufgaben, etwa manuellen Eingaben oder gar Mehrfacherfassungen, nachhaltig entlastet. Nach einer Evaluationsphase fiel die Wahl auf das MES der Carl Zeiss MES Solutions GmbH (vormals Guardus Solutions AG). Im Zentrum der Entscheidung soll sowohl die funktionale Stärke der Anwendung als auch die Fach- und Branchenkompetenz des Zeiss Guardus Teams gestanden haben.

Bildquelle: Hexagon Xperion GmbH

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Industrie 4.0 / MES
news-21719 Wed, 09 Jan 2019 14:01:13 +0100 Automatisierung des Datenmanagements http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/automatisierung-des-datenmanagements-21719/ Die Hamburger Unternehmensgruppe Zertus hat mit der Softwarelösung IDL.Konsis des Corporate Performance Management (CPM)-Anbieters IDL ihre Berichterstattung modernisiert. Mit Unterstützung von IDL habe der Lebensmittel-Spezialist, dessen Portfolio starke Marken wie Dextro Energy, Pulmoll oder Bio-Zentrale umfasse, die Konsolidierungslösung innerhalb von sechs Monaten eingeführt und an seine individuellen Berichtsstrukturen angepasst. Im Rahmen des Projekts soll auch eine Neuaufstellung und weitgehende Automatisierung des Datenmanagements stattgefunden haben. Als ersten Konzernabschluss hätte man den Jahresabschluss 2017 mit dem System erstellt und durch den Wirtschaftsprüfer testiert.

Zertus gehört zu den ältesten Familienunternehmen Deutschlands. Die Dachgesellschaft Zertus GmbH agiert heute international mit acht Beteiligungen, die mit Fokus auf Süßwaren und Marktnischen Nahrungs- und Genussmittel produzieren und vermarkten. Mit ihren selbstständigen Lebensmittelfirmen sei die mittelständische Gruppe als „Unternehmen der Unternehmer“ im internationalen Markt erfolgreich positioniert. Für die Konzernkonsolidierung würden sich daraus aber komplexe Rahmenbedingungen ergebn. So sei es erforderlich, verschiedene Rechnungslegungsnormen (HGB, IFRS, French GAAP, FRS 101, AUS GAAP, HK GAAP) und Währungskurse sowie unterschiedliche Vorsysteme (SAP, QAD, Datev) und Kontenrahmen der Tochtergesellschaften zu berücksichtigen. Insgesamt sollen drei Konzernabschlüsse mit 24 zu konsolidierenden Gesellschaften und drei at-Equity-Beteiligungen zu erstellen und dabei diverse Intercompany-Sachverhalte zu beachten sein.

Individuelles Szenario

Die vorherige Konsolidierung auf Basis von Microsoft Excel sei für die Unternehmensgruppe nicht mehr zeitgemäß gewesen. Nach ausführlicher Marktsondierung soll sich IDL.Konsis als Wunschlösung herauskristallisiert haben. Aus Sicht der Fachabteilung würde die Software das beste Gesamtpaket für die legale Konsolidierung und die Konzernabschlusstätigkeiten bieten.

Bei der Evaluierung sollen die Konsolidierer außerdem Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, auf eine Standardsoftware mit kurzer Projektlaufzeit und einfachem Customizing sowie auf ein professionelles Beratungs- und Schulungsangebot des Herstellers gelegt haben. Ausschlaggebend sei auch, dass Zertus mit IDL sein individuelles Datenmanagement-Szenario effizient umsetzen konnte: Die SAP-Gesellschaften wären heute direkt per Schnittstelle an IDL.Konsis angebunden, und die relevanten Daten aus QAD und Datev würden über IDL.XLSLINK angeliefert. „Die SAP-Schnittstelle funktioniert reibungslos, die Währungsumrechnung ist top, und unser IDL-Berater ist sehr kompetent und hat uns den richtigen Weg aufgezeigt“, bestätigt Alexander Sudkamp, Leiter Konzernrechnungswesen bei Zertus.

Bildquelle: Zertus

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Business Intelligence / Big Data
news-21717 Wed, 09 Jan 2019 12:12:57 +0100 Sprung auf den Weltmarkt http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/sprung-auf-den-weltmarkt-21717/ Dank digitaler Technologien schaffen deutsche Mittelständler den Sprung auf den Weltmarkt, betont Thomas Spreitzer, Leiter Vertrieb kleinere und mittlere Unternehmen bei der Telekom Deutschland, im Gespräch mit IT-MITTELSTAND. Eine wichtige Rolle spielen dabei aus seiner Sicht nicht nur moderne Webpräsenzen, sondern auch stabile Infrastrukturen und effektive Sicherheitsmaßnahmen. ITM: Herr Spreitzer, welche Digitalisierungsprojekte sollten mittelständische IT-Verantwortliche angehen, um sich für die Zukunft optimal aufzustellen?
Thomas Spreitzer: Sehr häufig wird Digitalisierung als reines Technologiethema verstanden. Dies greift jedoch viel zu kurz, vielmehr muss das Thema ganzheitlich betrachtet und umgesetzt werden. Hinsichtlich der digitalen Ausrichtung gibt es generell keine Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen.

ITM: Wer steuert Digitalisierungsprojekte?
Spreitzer: Während in Großunternehmen hunderte eigener IT-Mitarbeiter darauf angesetzt werden können, kümmern sich im Mittelstand nur wenige Beschäftigte um solche Projekte. Für größere Projekte greifen Mittelständler daher oft ihre Systemhäuser zurück. Mit dem Bezug von Managed Services oder Cloud-Lösungen lassen sich Personalengpässe in Digitalisierungsprojekten ebenfalls vermeiden.

ITM: Wie geht man Digitalprojekte am besten an?
Spreitzer: Zu Beginn gilt es, zu klären, wer zum Kundenstamm zählt, wen man ansprechen möchte und wie Kundenwünsche erfüllt werden können. Dabei erweisen sich digitale Technologien als Wegbereiter, um begrenzte Zielgruppen zu erweitern und Geschäftsprozesse zu beschleunigen.

Dabei war zuletzt für viele kleine und mittelständische Kunden die Entwicklung einer modernen Webpräsenz der erste Schritt zur Digitalisierung. Hinzu kamen Aktivitäten hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung, der Einbindung sozialer Kanäle oder Aktivitäten in Community-Portalen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITM: Was raten Sie Mittelständlern?
Spreitzer:  Bevor sie neue Softwaresysteme anschaffen, sollten sie sich ihre Stärken vor Augen führen. Desweiteren müssen sie herausfinden, was sich ihre Kunden wünschen. Erst danach sollte die Suche nach den passenden Technologien beginnen. Anschließend sollte ein zügiger Projektstart erfolgen, wobei zunächst intensive Testphasen gefordert sind. Langwierige Analysen hingegen gilt es zu vermeiden. Denn will man alle Eventualitäten ausschließen, vergeudet man zu viel Zeit und verpasst schlimmstenfalls den Anschluss.

ITM: Welche Branchen sind die Vorreiter in Sachen Digitalisierung?
Spreitzer: In jeder Branche gibt es erfolgreiche Digitalisierungsprojekte. Ein Beispiel ist die Firma Rastal, die Trinkgläser insbesondere für die Gastronomie herstellt. Seit kurzem übermitteln eigens entwickelte „smarte Gläser“ mit integriertem und kodiertem Chip direkt an die Theke, welche Getränke gerade besonders gefragt sind.

Überdies wurde unser Partner Cumulocity in das Projekt einbezogen. Dieser ist auf die Datenakkumulation und Big-Data-Analysen spezialisiert. In Verbindung mit den smarten Trinkgläsern können so Verknüpfungen hergestellt werden, etwa bei welcher Musik der Bierkonsum steigt oder welche Beleuchtung für die optimale Trink-atmosphäre sorgt.

ITM: Mit welchen weiteren Angeboten unterstützen Sie Kunden bei der Digitalisierung?
Spreitzer: Wir bieten – unseren Wurzeln entsprechend – zahlreiche Kommunikationslösungen. Hinzukommen Technologien für agile Arbeitsplätze und für die Realisierung der Applikationsebene. Diese Komponenten benötigen in der Regel alle Digitalisierungsprojekte. Denn ganz gleich, ob man Daten mit seinen Partnern austauscht oder in die Cloud transferiert – die darunterliegende Infrastruktur und die Konnektivität müssen sicher und unterbrechungsfrei funktionieren.

ITM: Was ist hinsichtlich des Datenmanagements entscheidend?
Spreitzer: Die Kunden benötigen IT-Infrastrukturen, auf deren Basis sich sämtliche Daten verarbeiten lassen. Darüber hinaus müssen die Daten auf jedem Endgerät sichtbar sein – und zwar mit demselben Formfaktor. Denn entscheidend zum Erfolg von Digitalisierungsprojekten tragen die Endanwender bei, die täglich mit den Geschäftsapplikationen arbeiten müssen.

Da wir sämtliche Anforderungen an die IT nicht für alle Branchen in gleicher Qualität liefern können, legen wir großen Wert auf unser Partnerökosystem.

ITM: Bei der Digitalisierung ist nicht alles Gold, was glänzt. So entstehen durch die Vernetzung sämtlicher Lebens- und Geschäftsbereiche zahlreiche neue Sicherheitsrisiken. Wie können sich die Kunden gegen Cyberattacken und IT-Ausfälle am besten wappnen?
Spreitzer: Prinzipiell sollten sie bei kritischen Geschäftsprozessen eine Offline-Funktionalität garantieren. So funktionieren beispielsweise die POS-Kassensysteme unseres Partners Enfore auch dann noch, wenn die Filialen nicht mehr mit dem Internet verbunden sind. Sobald die Systeme wieder online sind, werden die Daten automatisch synchronisiert. In diesem Zusammenhang raten wir unseren Kunden dazu, für kritische Fälle keinen reinen Cloud-Ansatz zu fahren, sondern einen hybriden Ansatz zu bevorzugen.

Generell spielt Cybersicherheit in den Unternehmen eine immer größere Rolle, wobei viele Mittelständler Attacken auf das Firmennetz gar nicht mitbekommen. Ein aktuelle Studie etwa besagt, dass sich durchschnittliche Hacker 220 Tage frei im Netzwerk bewegen, bevor ihnen die Sicherheitsverantwortlichen auf die Schliche kommen.

ITM: Wie stellen Sie sich hinsichtlich dieser Bedrohungsszenarien auf?
Spreitzer: Mit einer großen Sicherheitssparte. Insbesondere für mittelständische Unternehmen bieten wir Managed Security Services an, darunter den Betrieb und die Verwaltung von Firewalls und Antivirenlösungen. Allein damit können bereits einfache Attacken ausgeschlossen werden.

Weltweit beschäftigen wir viele ausgewiesene Security-Spezialisten. Aufgrund der bei unseren Kunden ermittelten Vorfälle und den Informationen von unseren weltweit betriebenen „Honeypots“ können wir neue Cyberbedrohungen unmittelbar erkennen und darauf reagieren. Mittels Intrusion Detection lässt sich dabei genau nachvollziehen, wie die Cyberkriminellen gerade agieren und was sie ausprobieren.

ITM: Neben der IT-Sicherheit sind schnelle Internetverbindungen der Verbreitung digitaler Technologien förderlich. Welche Rolle wird hier künftig der neue Mobilfunkstandard 5G spielen?
Spreitzer: Insbesondere im Mittelstand werden der Breitbandausbau und die damit verbundenen schnellen Internetverbindungen eine wichtige Rolle spielen. Dabei müssen es gar keine 5G- oder Glasfaserverbindungen sein, vielmehr können auch Kupferleitungen oder Vectoring eine ausreichende Breitbandversorgung sicherstellen. Nicht selten reichen Mittelständlern bereits Übertragungsraten von 100 oder 250 Mbit/s aus.

Größere Herausforderungen gilt es hingegen beim Autonomen Fahren oder bei der Realtime-Traffic-Steuerung zu meistern. Hier müssen große Datenmengen unmittelbar vor Ort verarbeitet werden, weshalb die großflächige Verbreitung von 5G enorm wichtig ist.

ITM: Welche Rolle spielt die Telekom im Rahmen des Breitbandausbau?
Spreitzer: Allein in diesem Jahr haben wir mehr als fünf Milliarden Euro in unsere Infrastruktur gesteckt und im nächsten Jahr werden es annähernd sechs Milliarden Euro sein.

Im Rahmen dessen haben wir in diesem Sommer ein Projekt in der Region Stuttgart gestartet. Dabei bauen und betreiben wir das Netz der Zukunft und investieren bis zu 1,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig will die Region selbst eigene Leistungen im Wert von bis zu 500 Millionen Euro für den privatwirtschaftlichen Ausbau zur Verfügung stellen.

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Ina Schlücker IT-Mittelstand Startseite it-zoom IT-Markt
news-21716 Wed, 09 Jan 2019 11:57:32 +0100 Zuwachs in der Geschäftsführung von IT-On.Net http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/zuwachs-in-der-geschaeftsfuehrung-von-it-onnet-21716/ Jens-Peter Conring (53) ist seit dem 1. Januar Mitglied der Geschäftsführung der IT-On.Net GmbH in Düsseldorf. Der Consulting- und IT-Experte führt die operativen Geschäftsbereiche Vertrieb, IT-Projekte und IT-Betrieb des Unternehmens. Conring fungiert darüber hinaus als Sprecher der Geschäftsführung. Als weitere Geschäftsführer verbleiben Karsten Agten und Manfred Haußmann im Team. Jürgen Gut zeichnet als geschäftsführender Gesellschafter der IT-On.Net Süd GmbH für die Geschäfte in Hüfingen verantwortlich. Er steuert außerdem mit Conring die gemeinsame Managed-Services-Strategie der Gruppe.

„Grund für diese strategischen Veränderungen in der Geschäftsführung ist die regionale Konzentration unserer beiden Standorte“, sagt Agten. „Darüber hinaus stärken wir unsere Managed Services und ergänzen unser Dienstleistungsangebot um den Bereich Management Consulting.“ Der neue Geschäftsbereich richtet sich branchenübergreifend an mittelständische Unternehmen aus Deutschland. IT-On.net berät zu den Feldern IT-Strategie, Software-Bewertung, Digitalisierung, Datenschutz-Management sowie IT-Sicherheit.

Conring beriet zuletzt als selbstständiger Interimsmanager Unternehmen beim Projekt- und Prozessmanagement sowie der Unternehmensentwicklung. Zuvor war der staatlich geprüfte Wirtschaftsinformatiker im Geschäftsführungsbereich unter anderem bei der Ene’t GmbH als CIO/COO und der Logata Digital Solutions GmbH als CEO tätig.

Bildquelle: IT-On.Net GmbH

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news-21710 Wed, 09 Jan 2019 10:06:53 +0100 So können agile Projekte sabotiert werden http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/so-koennen-agile-projekte-sabotiert-werden-21710/ Der Projektleiter fühlt sich degradiert, die Fachabteilung lehnt das Projekt ab, die Entwickler haben keine Lust auf Agilität: agile Entwicklungsprojekte können viele Gegner haben. Avision zeigt auf, wie sie vorgehen, um ein Projekt zu kippen. „Das kleine Handbuch für den Projektsaboteur“ ist inzwischen eine Art Klassiker. Kein Wunder, demonstriert es doch anschaulich, wie Projekte von ihren Gegnern manipuliert werden – und gibt Unternehmen damit eine Art Gebrauchsanweisung an die Hand, um sich davor zu schützen. Dabei bezieht sich das Buch allerdings ausschließlich auf das klassische Projektmanagement. Doch was hier gilt, gilt auch für agile Softwareprojekte: Oft gibt es Akteure, denen das Projekt ein Dorn im Auge ist und die deshalb höchst daran interessiert sind, dass es gegen die Wand fährt.

Das kann das Management der Fach- oder IT-Abteilung sein, dem vom Top-Management oder dem Betriebsrat des Unternehmens ein Projekt aufs Auge gedrückt wurde, dass sie eigentlich gar nicht umsetzen möchten. Oder der bisherige Projektleiter hat durch den Umstieg auf agile Methoden die neue Rolle des Product Owner erhalten, fühlt sich dadurch degradiert und fürchtet einen Machtverlust. Aber auch Entwickler können agile Methoden per se oder das konkrete Projekt als solches ablehnen.

Handelt es sich bei dem Projekt um die Modernisierung eines Altsystems, wächst der Kreis der Verdächtigen weiter an. Personen, die mit der Anwendung seit Jahren oder vielleicht sogar Jahrzehnten arbeiten, haben dadurch im Lauf der Zeit oft Exklusivwissen angehäuft und sich einen Expertenstatus im Unternehmen aufgebaut; und darauf will nicht unbedingt jeder einfach wieder verzichten.

So können Akteure vorgehen, um ein agiles Projekt abzuschießen:

Management

Ein sicherer Weg für das Management einer Fach- oder IT-Abteilung ist, zusätzlich zum Product Owner und Scrum Master einen Projektleiter zu installieren, obwohl diese Rolle gar nicht mehr vorgesehen ist. Um ganz sicher zu gehen, wählen sie dafür ein möglichst dominantes Alphatier aus und grenzen seine Aufgaben gegenüber Product Owner und Scrum Master so unscharf wie möglich ab. Dadurch ist Unordnung vorprogrammiert – und damit auch das Ende eines erfolgreichen agilen Projekts, bevor es überhaupt richtig angefangen hat.

Product Owner

Will der Product Owner das Projekt sabotieren, hat es für ihn oberste Priorität, dass die Entwicklungssprints keine zufriedenstellenden Ergebnisse liefern. Das kann er unter anderem so erreichen: sich bewusst vor wichtigen Entscheidungen drücken; gestartete Sprints nicht laufen lassen, sondern sich einmischen und kurzfristige Änderungen verlangen; oder ständig auf immer detailliertere Dokumentationen bestehen. Die Tatsache, dass Scrum dem Product Owner keine Anwesenheitspflicht für Meetings auferlegt, lässt sich prima dafür missbrauchen, einige Zeit abzutauchen; nur um dann hinterher zu sagen: „So hab’ ich mir das aber nicht vorgestellt.“

Entwickler

Einer der effektivsten Hebel für die Entwickler, ein agiles Projekt zu kippen, ist die Schätzung der Story Points, die pro Sprint umgesetzt werden, da sich daraus die Geschwindigkeit eines Sprints ergibt. Werden diese Story Points vor dem ersten Sprint bewusst hoch angesetzt und in den folgenden Sprints immer niedriger, sieht es so aus, als ob die Geschwindigkeit kontinuierlich abnimmt; und beim Management muss zwangsläufig der Eindruck entstehen, dass das Projekt in Schieflage gerät.

Fachabteilung

Für das Backlog, das die zu erledigenden Aufgaben enthält, ist zwar nominell der Product Owner zuständig. Über ihn hat die Fachabteilung aber die Möglichkeit, dort absichtlich immer mehr fachliche Anforderungen einfließen zu lassen. Dasselbe gilt übrigens auch für die Entwickler und ihre technischen Anforderungen. So oder so wächst die Zahl der Backlog-Items dann kontinuierlich an, statt zurückzugehen. Damit lässt sich dem Management signalisieren, dass das Projekt komplett aus dem Ruder läuft und gegen die Wand fahren wird.

Fazit

„Diese Tricks erheben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Will jemand ein agiles Projekt scheitern lassen, kann er dafür viele Ansatzpunkte finden“, sagt Nadine Riederer, CEO bei Avision. „Um mögliche Motive für eine Projektsabotage abzuschwächen, sollten Unternehmen sämtliche Beteiligte von Anfang an einbinden und ihnen Perspektiven aufzeigen. Ist erkennbar, dass jemand ein Projekt partout nicht unterstützen möchte, hilft alles nichts: er muss dann davon ferngehalten werden. Nur wer eine Rolle in einem Projekt innehat, kann es auch sabotieren.”

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21706 Tue, 08 Jan 2019 16:50:45 +0100 Novomind erweitert Vorstandsteam http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/novomind-erweitert-vorstandsteam-21706/ Die Novomind AG erweitert ihr Vorstandsteam: Vier langjährige Führungskräfte verstärken mit Wirkung zum 1. Januar 2019 das bisherige Vorstandstrio, bestehend aus Peter Samuelsen, Stefan Grieben und Thomas Köhler. „Wir haben 2019 viel vor und stellen uns deshalb auch in der Spitze breiter auf“, sagt Peter Samuelsen, Gründer und CEO der Novomind AG. Führungskräfte aus den eigenen Reihen verstärken das bisherige Vorstandsteam und werden in diesem Zuge weitere Aufgaben übernehmen. Damit will das Unternehmen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum im Jahr 2019, die fortschreitende Internationalisierung und die Erweiterung des Partnernetzwerkes schaffen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 verstärken Sylvia Feja (Sales/Marketing), Markus Rohmeyer (Product Management), Jörg Carstensen (Customer Solutions) und Mark Moeken (Finance/Legal) das langjährige Vorstandsteam. Die bisherigen Bereichsleiter-Funktionen dieses Quartetts sollen im Gegenzug nahtlos ebenso von erfahrenen Führungskräften aus dem Unternehmen übernommen werden.

Triebfeder dieser Verbreiterung an der Spitze sei die weitere Fokussierung auf die Weiterentwicklung der Produktpalette. Während Stefan Grieben den Bereich R&D (Research & Development) verantworte, treibe Thomas Köhler den gesamten Global-Delivery-Prozess (Partner Support/Consulting & Operations) voran.

Bildquelle: Novomind

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IT-Mittelstand Unternehmen
news-21701 Tue, 08 Jan 2019 09:43:31 +0100 Learntec 2019 zeigt Zukunft des Lernens http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/learntec-2019-zeigt-zukunft-des-lernens-21701/ Vom 29. bis 31. Januar 2019 zeigt die große europäische Veranstaltung für digitale Bildung die aktuellen Trends und zukünftigen Entwicklungen des digitalen Lernens. Jährlich kommen mehr als 10.000 Entscheider aus der Industrie, der Beratungsbranche sowie dem Handel und Vertrieb zur Learntec in die Messe Karlsruhe. Hier können sie sich bei 340 Ausstellern aus 14 Nationen über Anwendungen, Programme und Lösungen für die digitale Bildung in Schule, Hochschule sowie der beruflichen Bildung informieren.

Neuheiten auf der Fachmesse

Auf der Fachmesse wird es erstmals in Zusammenarbeit mit dem Ersten Deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) eine VR/AR-Area geben. Hier können Besucher eine Vielzahl spannender Ansätze für den Bildungsmarkt erleben und alles Wissenswerte über Augmented und Virtual Reality erfahren. Zudem fördert eine Creativity Suite den Austausch innerhalb der Learntec-Community und bietet eine Möglichkeit zum Querdenken. Besucher können hier ohne festen Zeitrahmen oder Programmstruktur eigene Themen einbringen, Vorträge halten oder anhören oder an Workshops zu spontan gewählten Themen teilnehmen.

Kongress mit internationalen Fachleuten

Der Kongress widmet sich 2019 dem Motto „Future Learning: Social, Global, Digital“ und behandelt Themen wie AR, VR und Mixed Reality in Lernszenarien, Digital Leadership, Agilität und Design Thinking für neue Lernwelten sowie Big Data, Künstliche Intelligenz und Adaptive Learning. Insgesamt werden mehr als 120 Referenten in Vorträgen und Workshops ihr Wissen mit dem Publikum teilen. Open-Space-Sessions und offene Diskussionsrunden fördern den Austausch zwischen den Referenten und Teilnehmern.

Höhepunkte des Kongresses sind unter anderem die Keynote von Dr. Andreas Schleicher, Generaldirektor Bildung der OECD im Rahmen der Eröffnung und die Keynote von Johannes Heinlein, Vice President Strategic Partnerships bei edX zu „Reimagining Education“.

Bild: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Termine
news-21690 Mon, 07 Jan 2019 14:20:00 +0100 Neues Referenzprojekt für KI-Strategie http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/neues-referenzprojekt-fuer-ki-strategie-21690/ Mithilfe moderner Mess-, Sensor- und Regelungstechnik soll eine neue Modellfabrik industrielle Fertigungsprozesse fit für die Zukunft machen. Bereits Ende Dezember hat die „Karlsruher Forschungsfabrik“ mit dem gemeinsamen Spatenstich der Kooperationspartner Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Fraunhofer-Gesellschaft ihren baulichen Anfang genommen. In der 15-Millionen-Anlage auf dem Campus Ost des KIT sollen ab Ende 2020 neue Produktionstechnologien mithilfe moderner Digitalisierungsmethoden deutlich schneller als bisher geplant, getestet und in die Industrie überführt werden.

Das Projekt soll einen wichtigen Beitrag zu der jüngst beschlossenen „Strategie Künstliche Intelligenz (KI)“ der Bundesregierung leisten und die Innovationskraft des Standorts Deutschland untermauern. Denn einen Großteil des Wohlstands verdankt Deutschland der Fähigkeit, innovative Produkte schnell und in regelmäßigen Abständen auf den Weltmarkt zu bringen. Die Herstellung dieser Produkte muss sich im Zeitalter von globalem Wettbewerb, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz jedoch beständig neu erfinden. Zum einen, um wissenschaftliche und technologische Vorsprünge auf Wettbewerber und Nachahmer zu wahren. Zum anderen, um im Spannungsfeld neuer Technologien, komplexer Fertigungsprozesse, zunehmender Individualisierung und extremer Variantenvielfalt zu bestehen.

Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen sind das KIT mit seinem wbk Institut für Produktionstechnik und die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren Instituten für Chemische Technologie ICT und für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB übereingekommen, die neue Forschungsfabrik zu errichten. „Durch die zielgerichtete und frühzeitige Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen in die Forschungsfabrik“, betont Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, „stärken wir zudem die Anziehungskraft von Stadt und Region.“

So lernt die Fertigungsanlage im laufenden Betrieb

Ziel der Forschungsfabrik ist es, bei neuen Fertigungsverfahren systematisch einen Vorsprung zu erarbeiten und auszubauen. Die Wissenschaftler sollen lernen, wie man bereits sehr früh – d.h. wenn die für ein neues Produkt erforderlichen Fertigungsprozesse noch nicht vollständig verstanden und beherrscht werden – qualitativ hochwertige Produkte herstellen kann. Konkret geschieht dies mit moderner Mess-, Sensor- und Regelungstechnik folgendermaßen: Verfahren des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz nutzen die von Sensoren erhobenen Daten, um Korrelationen zwischen qualitätsbezogenen Daten und Prozessparametern zu erkennen. Auf diese Weise „lernt“ die bereits in Betrieb befindliche Fertigungsanlage, welche Parameter gute Ergebnisse produzieren.

Erklärtes Ziel der Akteure ist es eigenen Angaben zufolge, maschinelles Lernen und KI nicht nur auf einzelne Fertigungsschritte oder unmittelbar aufeinanderfolgende Prozesse anzuwenden, sondern ganze Prozessketten zu erfassen und zu verbessern. Die so signifikant verkürzte „Time-to-Market“ soll es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, mit neuen Produkten viel früher als bisher auf den Zielmärkten präsent zu sein.

Bildquelle: KIT

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IT-Mittelstand Industrie 4.0 / MES