IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Mon, 12 Nov 2018 17:22:23 +0100 Mon, 12 Nov 2018 17:22:23 +0100 TYPO3 EXT:news news-21268 Mon, 12 Nov 2018 16:57:13 +0100 Nie wieder Schlange stehen? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/nie-wieder-schlange-stehen-21268/ Im November 2018 zeigt Salt Solutions im Leipziger Karstadt am Neumarkt technische Innovationen und Ideen für den Handel. Die Ausstellung wird im Rahmen des Forschungsprojektes „Surtrade“ durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Dabei geht es um die Erforschung einer Verschmelzung von digitalem und lokalem Geschäft, die das Einkaufen in den Städten auch in Zukunft attraktiv machen soll. Der Anteil des Online-Handels nimmt weiterhin zu. Doch der Kauf in lokalen Ladengeschäften bietet ebenfalls Möglichkeiten, Kunden ein Einkaufserlebnis zu bereiten, bei dem Smartphone und Tablet an ihre Grenzen stoßen. Um Kunden zu anzusprechen, werden technische Neuentwicklungen eine immer wichtigere Rolle spielen, etwa auf Basis von Mixed und Virtual Reality. Bei diesen wird die virtuelle mit der realen Welt „vermischt“, beziehungsweise eine von der echten Umwelt abgegrenzte virtuelle Realität erschaffen. In Leipzig zeigt der Supply-Chain-Digitalisierer die Mixed Reality-Brille „Hololens“ von Microsoft.

Brille auf, Lieblingsstück wählen und den Avatar anprobieren lassen: Kunden sollen sich im Laden bald nicht mehr an den Umkleidekabinen anzustellen und Kleider auf engem Raum bei Kunstlicht anzuprobieren müssen. Künftig könnte eine Mixed Reality-Brille ihnen helfen, ein virtuelles Modell nach ihren eigenen Körpermaßen auszuwählen und verschiedene Kleider in diversen Schnitten, Designs und Farbkombination zu betrachten. Der Kunde würde dann ein lebensechtes Hologramm mitten im Raum stehen sehen. Das digitale Model führt Anweisungen des Kunden aus und kann künftig auch beratend tätig werden, etwa basierend auf dem Geschmack des Kunden passende Vorschläge machen.

Für die Zukunft sind verschiedene Anwendungsszenarien für MR und VR denkbar, die Kunden ein verbessertes Einkaufserlebnis bieten könnten. Bereits heute sind Anwendungen im Einsatz, die es erlauben, neue Möbel im Laden virtuell in die eigene Wohnumgebung einzubetten, in Spielzeug-Packungen „hineinzusehen“ oder die Wirkung von Make-up auf dem eigenen Gesicht zu begutachten. Damit könnte der lokale Handel Bedürfnisse befriedigen, die beim reinen Online-Handel zu kurz kommen und wäre so besser in der Lage, dem Verwaisen der Innenstädte entgegenzuwirken.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Surtrade“ wollen Forschungseinrichtungen (Universität Leipzig, Kühne Logistics University, HHL Leipzig Graduate School of Management) und Unternehmen (Salt Solutions, Tchibo, Checkmobile) gemeinsam neue Handelskonzepte entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Bild: Salt Solutions

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news-21267 Mon, 12 Nov 2018 16:09:05 +0100 Dort stehen die schnellsten Supercomputer der Welt http://www.it-zoom.de/it-director/e/dort-stehen-die-schnellsten-supercomputer-der-welt-21267/ Die „Top 500” verrät, wo die schnellsten Computer der Welt stehen. Dominiert von den USA, konnte sich auch Deutschland wieder einen Platz unter ersten Zehn sichern. Die USA bauen ihre Vorherrschaft im Wettstreit um die schnellsten Supercomputer der Welt weiter aus. Doch auch Deutschland hat sich wieder einen Platz unter den Top Ten der schnellsten Maschinen erobert, wie aus der neuen Liste der „Top 500” hervorgeht. Die Anlage „SuperMUC-NG” am Leibnitz Rechenzentrum schaffte es mit einer Rechenleistung von 19,8 Petaflops (Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde) auf den achten Platz. Damit übertrifft der Lenovo-Rechner den vormaligen Spitzenreiter aus Deutschland, das modulare System „Juwels” am Jülicher Supercomputing Centre (6,2 Petaflops), deutlich. „Juwels” kommt nun auf Platz 26.

Inzwischen belegen fünf Anlagen aus den USA Plätze unter den ersten zehn schnellsten Maschinen. Der von IBM produzierte Supercomputer „Summit” am Oak Ridge National Laboratory nimmt erneut den Spitzenplatz ein und kann mit einer Performance-Steigerung von 122,3 auf satte 143,5 Petaflops den Abstand zu seinen Verfolgern weiter ausbauen. Den zweiten Platz hat sich „Sierra” am Lawrence Livermore National Laboratoryin Kalifornien mit 94,6 Petaflops erobert und verdrängt damit den einstigen Spitzenreiter „Sunway TaihuLight” am Supercomputing Center in Wuxi in China (93 Petaflops) knapp auf den dritten Rang. Zuvor hatte China zwei Jahre lang die Liste angeführt, vor einem halben Jahr kehrten die USA mit „Summit” an die Spitze zurück.

Die „Top 500”-Liste wird seit 26 Jahren halbjährlich jeweils zur Supercomputer Conference veröffentlicht, die diesmal in Dallas (Texas) stattfindet. Sie gilt noch immer als wichtige Messlatte in der Branche, obgleich manche Kritiker die Art der Messung nicht mehr für zeitgemäß ansehen. Die Leistung wird nämlich jeweils nach dem sogenannten Linpack-Benchmark ermittelt, der zum Beispiel die Effizienz einer Anlage nicht erfasst. Bei komplizierten Berechnungen wie Simulationen in der Klimaforschung oder dem maschinellen Lernen geht es aber vermehrt nicht mehr allein um eine schnelle Berechnung, sondern um eine für die verschiedenen Arbeitsschritte optimierte Nutzung der Rechenleistung.

dpa/pf

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news-21263 Mon, 12 Nov 2018 14:52:59 +0100 So teuer wird Samsungs faltbares Smartphone http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/so-teuer-wird-samsungs-faltbares-smartphone-21263/ Eine südkoreanische Nachrichtenagentur verbreitet bereits Name, Preis und ein Zeitfenster für die Veröffentlichung von Samsungs faltbaren Smartphone. Es war der Höhepunkt der diesjährigen Samsung Developer Conference, nun folgen immer mehr Details – das faltbare Smartphone des koreanischen Elektronikriesens bestimmt nach wie vor die Schlagzeilen einschlägiger Medien. Eine Bildschirmdiagonale von 7,3 Zoll soll durch den ungewöhnlichen Klappmechanismus erreicht werden. Die Flexibilität erhält das sogenannte Infinity-Flex-Display durch seine spezielle Polymerabdeckung, bei der kein Glas mehr zum Einsatz kommt. Eine ungewöhnliche Technik, die sich Samsung offenbar gut bezahlen lassen möchte: rund 1.500 Euro soll das „Foldable” laut der südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap umgerechnet kosten.

Frühe Konkurrenz

Neben dem Preis verrät die Agentur zugleich auch einen Zeitrahmen, in dem das Gerät angeblich erscheinen soll. So könne man schon im ersten Halbjahr 2019 mit einer Veröffentlichung rechnen. Des Weiteren wird spekuliert, dass das Smartphone beim Mobile World Congress im Februar vorgestellt werden könnte. Eine Millionen Einheiten seien zunächst für den Absatzmarkt geplant. Der Name: Samsung Galaxy F. Noch vor Samsung wird der chinesische Hersteller Royole eine eigene Interpretation des faltbaren Smartphones herausbringen. Das „FlexiPai” soll bereits im Dezember erscheinen. Ob sich die neuartigen Modelle etablieren und zukünftig fest zum Portfolio anderer Hersteller gehören, dürfte sich im kommenden Jahr zeigen.

Vor allem im asiatischen Markt sind Smartphones mit großen Bildschirmen ausgesprochen beliebt. So hat etwa auch Apple mit dem iPhone XS Max ein eigenes Gerät mit Blick auf das lukrative Segment veröffentlicht, wo es dann tatsächlich auch auf eine hohe Nachfrage stieß. Um diese Zielgruppe konkret anzusprechen, muss sich aber mit Sicherheit noch etwas am Preis tun.  

Bildquelle: Samsung

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news-21264 Mon, 12 Nov 2018 14:47:10 +0100 Client-Management auf allen Kanälen http://www.it-zoom.de/it-director/e/client-management-auf-allen-kanaelen-21264/ Beim Modespezialisten S.Oliver soll die Echtzeitanalyse von Verbindungsdaten aller Clients die optimale IT-Performance gewährleisten und fit für anstehende Virtual-Reality-Projekte machen. Seit kurzem arbeitet die deutsche Modemarke S.Oliver mit Nexthink, einem Anbieter für Digital Experience Management, zusammen. Mit der Analytics-Software der Schweizer will der Modespezialist, der u.a. auch für die Mode- und Accessoire-Marken Comma, Q/S und Liebeskind steht, nun umfassende Einblicke in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seiner IT-Infrastruktur erhalten. Dabei wird der bereits implementierte IT-Leitstand, betrieben mit der Monitoring-Software ZIS Leutek, mit den Client-Analysedaten angereichert, um eine ganzheitliche IT-Business-Prozesssicht zu ermöglichen.

Kern der Analysen sind laut Anbieter konsistente Daten über sämtliche Client-Verbindungen, die in Echtzeit ausgewertet und visualisiert werden. Dies ermögliche schnelle, vollständige Einsicht in die Performance der Unternehmens-IT – aus der Endnutzerperspektive. So will sich die Modemarke auch für kommende IT-basierte Projekte wie Warenpräsentationen in Virtual-Reality-Umgebungen aufstellen.

Die Identifizierung und Lokalisierung von IT-Problemen sei auf diese Weise keine Schwierigkeit mehr für das Unternehmen, heißt es in einer Pressemeldung – egal, ob sich die Clients mit Anwendungen, Geräten oder Webseiten verbinden. Das hilft dabei, sich aufbauende IT-Vorfälle frühzeitig zu identifizieren und exakt zu lokalisieren – was den Support beschleunigen und unproduktive Phasen minimieren soll. Langsames Hochfahren, schleppende Druckaufträge oder Abstürze von Anwendungen, die bislang Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitszeit belasteten, können nun proaktiv adressiert und schnell gelöst werden. Auch die weitere Ausbreitung von Störungen werde durch umgehende automatische Admin-Alerts und entsprechend zeitnahe Intervention unterbunden.

Ganzheitliches IT-Management

Rund 5.000 Clients analysiert S.Oliver mithilfe der Analyse-Software des Schweizer Anbieters, darunter sowohl digitale Arbeitsplätze in der unterfränkischen Firmenzentrale wie auch IT-Endpunkte an den weit verzweigten Handelsstandorten und in Übersee. „Die Installation haben wir auf zwei Engines aufgeteilt: eine interne in Rottendorf und eine externe. Auf dieser befinden sich zum Beispiel Asien, die Showroom-Clients, aber auch unsere Kassen an den einzelnen Standorten, sprich die Retail-Clients“, berichtet Stefan Schmitt aus dem Bereich Operations Control von S.Oliver. „Als Implementierungs- und Trainingspartner berät und betreut uns die Consulting4IT seit der ersten Stunde.“

Störungsfreie IT ist laut Steffen Zeiss – ebenfalls in der Global IT tätig – für sein Unternehmen u.a. wegen der starken Termingetriebenheit im Großhandel entscheidend: „Die Einkäufer der Einzelhandelsketten und der großen Warenhäuser kommen in der Regel monatlich in die Showrooms, oft zu festen Terminen. Da können wir uns keine Verzögerungen erlauben – für Kundendatenpflege, Auftragsabwicklung und so weiter muss die IT immer zuverlässig verfügbar sein“, betont er. Das neue Digital Experience Management leiste dazu nun einen maßgeblichen Beitrag: Denn bei Meldungen über Auffälligkeiten oder Anomalien am Client müssen keine langwierigen, manuellen Suchprozesse in Gang gesetzt werden.

Mögliche Ursachen von Performance-Problemen brauchen nicht mehr einzeln an Gerät, Server, Netzwerk oder Anwendung gesucht zu werden. „Vielmehr stellt die Analyse der Verbindungsdaten sofort Transparenz her und zeigt zudem, ob nur ein Client betroffen ist oder ganze Gruppen und Abteilungen. Das spart viel Zeit, Geld und Nerven“, so Schmitt. Weiter ermöglicht die hier im Bereich Analytics eingesetzte Software ein umfassendes Lizenz-, Bandbreiten- und Hardware-Management, um ungenutzte Ressourcen, Engpässe oder unwirtschaftliche Altlasten in der Ausstattung umgehend zu ermitteln.

Technologisch umgesetzt wird die Analyse durch ein kleines Stück Software auf den Clients, den Nexthink Collector: Dieser sammelt die Verbindungsdaten, stellt sie in Echtzeit zur Verfügung und legt auch historische Daten an. Nachfolgend analysiert der Finder die Daten, visualisiert sie in individuellen Dashboards und macht den Status der IT-Gesundheit für die IT-Verantwortlichen sichtbar. Die Möglichkeit zur schnellen Intervention und geführte „Self-Help“-Prozesse sollen dabei helfen, IT-Ressourcen zu schonen und Frust bei den Anwendern zu vermeiden. Die Engage-Funktion innerhalb der Lösung eröffnet den direkten Weg zum unmittelbaren Anwender-Feedback, so heißt es weiter. Das unterstützt auch die kommenden IT-basierten Aktivitäten von S.Oliver: „In den Showrooms haben wir in naher Zukunft die Herausforderung, dass wir eine digitale Warenpräsentation, mittels Virtual Reality, einführen werden. Hier ist eine zuverlässige Vermessung notwendig: Reicht die Performance eines Clients, um eine bestimmte Software zu betreiben? Funktioniert das auch dauerhaft und zu Spitzenzeiten? Solche und ähnliche Fragen beantworten wir mit der Analyse-Software“, erklärt Schmitt.

Bildquelle: S.Oliver

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news-21261 Mon, 12 Nov 2018 14:10:36 +0100 Vernetztes Arbeiten dank Microsoft 365 http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/vernetztes-arbeiten-dank-microsoft-365-21261/ „Entdecke neue Möglichkeiten“ – so wirbt die Bayer AG intern für den digitalen Arbeitsplatz. Als technologische Lösung nutzt man dafür ab sofort Microsoft 365, das Office 365, Windows 10 sowie Enterprise Mobility und Security vereint. Die in Leverkusen ansässige Bayer AG zählt zu den führenden Life-Science-Unternehmen mit Kernkompetenzen in den Bereichen Gesundheit und Agrarwirtschaft. Um den Konzern erfolgreich in die digitale Zukunft zu führen, riefen die Verantwortlichen ein weltweites Arbeitsplatzstrategieprogramm ins Leben. Dieses soll den Mitarbeitern künftig einfacheres mobiles Arbeiten ermöglichen und die Kommunikation sowohl intern als auch extern mit Kunden und Partnern verbessern. Im Zuge dessen stellt sich das Unternehmen insgesamt flexibler auf, um zielgerichteter auf veränderte Anforderungen einer vernetzten Arbeitswelt reagieren zu können.

Nach einer umfassenden Evaluation entschied sich Bayer, die neue Arbeitsplatzstrategie auf Basis von Microsoft 365 aus der Cloud umzusetzen. Ziel ist es, die persönliche Produktivität sowie die individuelle Mobilität der einzelnen Mitarbeiter zu steigern und die disziplinübergreifende Kollaboration zu vereinfachen.

In diesem Sinne steht seit Juli 2018 allen Mitarbeitern Office 365 zur Verfügung, darunter die Collaboration-Lösungen Sharepoint Online und Microsoft Teams. Auch der Rollout von Windows 10 und die Migration zu Exchange Online sind bereits gestartet, heißt es in einer Pressemitteilung. Für die Zukunft sei zusätzlich der Wechsel von Microsoft Visio und Project on Premise zu ihren Pendants aus der Cloud geplant, um so alle Prozesse nachhaltig zu digitalisieren.

Bildquelle: Bayer AG

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news-21262 Mon, 12 Nov 2018 14:05:11 +0100 Citrix verstärkt das DACH-Management http://www.it-zoom.de/it-director/e/citrix-verstaerkt-das-dach-management-21262/ Oliver Ebel wird Area Vice President für Deutschland, Österreich und die Schweiz und Michael Heitz neuer Regional Vice President für Deutschland. Oliver Ebel wird neuer Area Vice President Central Europe bei Citrix. In seiner neuen Rolle wird er das Geschäft rund um Lösungen für den digitalen Arbeitsplatz und Netzwerke in der DACH-Region weiter ausbauen. Neu im regionalen Führungsteam ist zudem Michael Heitz, der ab sofort die Rolle des Regional Vice President für Deutschland übernimmt. Oliver Ebel berichtet an Sherif Seddik, Senior Vice President und Managing Director EMEA.

Oliver Ebel verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der IT-Branche. Er kommt von Lenovo, wo er seit 2005 in unterschiedlichen nationalen wie internationalen Management-Rollen beschäftigt war. Zuletzt bekleidete er die Rolle des Vice President and General Manager EMEA für die Lenovo Mobile Business Group und war Mitglied des globalen Führungsteams. Zuvor arbeitete der Diplom-Wirtschaftsingenieur für IBM.

Mit Michael Heitz stößt ein weiterer erfahrener Manager zum Team. In seiner letzten Position als Vice President World Wide Partner Sales verantwortete er das Partnergeschäft für Hitachi Data Systems und passte die Partnerstruktur des Anbieters an, um besser für digitale Transformationsprojekte positioniert zu sein. Zuvor war Michael Heitz als Regional Vice President & Managing Director Germany ebenfalls für Hitachi tätig. Er wird an Oliver Ebel berichten.

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IT-Director
news-21266 Mon, 12 Nov 2018 12:53:00 +0100 Neuer Schub für die Medizinforschung http://www.it-zoom.de/it-director/e/neuer-schub-fuer-die-medizinforschung-21266/ Gemeinsam wollen der IT-Spezialist Atos, die Bayer AG und die RWTH Aachen das Quantum-Computing in der medizinischen Forschung vorantreiben. Dazu evaluiert man derzeit den Einsatz der Technologie bei der Erforschung und Analyse von Krankheitsbildern bei Menschen. Computing- und Life-Science-Experten der drei Organisationen nutzen die Atos Quantum Learning Machine (QLM), einen leistungsstarken Quantensimulator, um mit Hilfe großer Datenbestände die Entwicklung von Mehrfacherkrankungen zu erforschen.

Quantumcomputing gilt als aufstrebende Technologie, die einen tiefgreifenden Einfluss auf die Life-Science-Branche, Gesundheitsdienstleister und die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten haben wird. Das Quantumcomputing befindet sich noch in der Anfangsphase. Wir wollen jedoch herausfinden, wie und für welche Bereiche wir die Technologie am besten einsetzen können“, sagt Dirk Schapeler, Vice President G4A Digital Innovation von Bayer.

Eigenen Angaben zufolge basiert das Projekt auf anonymisierten realen Daten von Intensivpatienten und verfolgt das Ziel, Zusammenhänge zwischen Begleiterkrankungen und relevanten Mustern der Krankheitsentwicklung zu analysieren und zu identifizieren. Dieses Konzept soll den Ansatz von klinischen Studien ergänzen, die sich in der Regel auf eine begrenzte Anzahl von Patienten und gut strukturierte Daten für die Analyse von Krankheitsindikatoren konzentrieren.

Begleiterkrankungen auf Spur

„Wir müssen den Gesundheitszustand von Patienten, die mehr als eine Krankheit haben, besser verstehen. Der Quantensimulator wird uns helfen, die Entwicklung einer Krankheit und die Interaktion mit Begleiterkrankungen zu analysieren“, sagt Dr. Ulf Hengstmann, G4A Digital Health Innovation Manager von Bayer. „Wir wissen bereits, dass Patienten mit spezifischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz mehrere typische Begleiterkrankungen aufweisen können. Jetzt müssen wir verstehen, warum dies so ist und wie es die Therapie beeinflusst.“

Das Modell ist laut Anbieter das erste kommerziell verfügbare und sofort einsetzbare, auf Quantengattern basierende Quantensystem, das bis zu 41 Qubits (Quantenbits) simulieren kann. Es kombiniere ein kompaktes System mit einer Programmiersprache für Quanten-Software, die auf dem Standard AQASM (Atos Quantum Assembly Language) basiert, heißt es. Eine weitere Komponente sei ein leistungsstarker Software-Stack zur Simulation von Quantenprogrammen auf beliebiger Quantenrechner-Hardware, einschließlich der Modellierung von Quantenrauschen, einer einzigartigen Funktion auf dem Markt. Dank einer In-Memory-basierten Infrastruktur lasse sich die Simulationskapazität bei Bedarf jederzeit erhöhen und so die Skalierbarkeit von Anwendungen in Kombination mit höheren Arbeitslasten unterstützen.

Parallel zum Quantumcomputing-Ansatz führt das Joint Research Center for Computational Biomedicine an der RWTH Aachen die Analyse auf einem Hochleistungscomputer durch, um die Genauigkeit und Leistung der Ergebnisse des Quantenexperiments zu bewerten. „Das strukturelle Erlernen von Mechanismen aus Massendaten ist einer unserer Forschungsschwerpunkte. Die Kombination von Quantumcomputing und maschinellem Lernen ist bis zu einem gewissen Grad noch Neuland. Wir sehen hier ein großes Potential für die medizinische Datenanalyse“, sagt Professor Andreas Schuppert, Leiter des Joint Research Center for Computational Biomedicine. „Wir erstellen daher eine vergleichende Datenanalyse mit einem Hochleistungscomputer, um die Vorteile von Quantumcomputing beim strukturellen Lernen zu evaluieren.“

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IT-Director Rechenzentrum / Server
news-21259 Mon, 12 Nov 2018 12:12:25 +0100 Verjüngungskur für die Onlinepräsenz http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/verjuengungskur-fuer-die-onlinepraesenz-21259/ Nüsse und Trockenobst in orangefarbenen Tüten – damit füllt Seeberger seit Jahrzehnten die Regale in zahlreichen Supermärkten. Jetzt hat das Ulmer Unternehmen seinen Markenauftritt gemeinsam mit der Webagentur Pluspol Interactive überarbeitet und eine neue Corporate Website realisiert. Die neue responsive Website, die auf Basis des Content Managements Systems Typo 3 in Version 9.5 entwickelt wurde, überzeugt durch Kundenorientiertheit und Nutzerfreundlichkeit sowie durch ein junges, zeitgemäßes Design. Ganz im Stil des neuen Seeberger Markenbildes und überarbeiteten Verpackungsdesigns wurde auch auf der Website eine visuelle Verjüngungskur vollzogen.

Großflächige, emotionale Bilder und Videos nehmen den User bereits auf der Startseite mit auf die Reise durch die Seeberger Genusswelt. Hobbyköche und Liebhaber von gesunden Salaten, Müslis und frischem Gebäck finden jetzt im „Seeberger Genuss Magazin“ viele leckere Rezepte mit Seeberger Produkten. Auch die Kreation dieses neu geschaffenen Magazinbereiches mit Foodblog-Charakter wurde von Pluspols Design-Team übernommen. Mittels bedürfnisorientierter Suchfunktion auf Basis der modernen Suchtechnologie Apache Solr oder dem Produktfinder kann der User nach seinen persönlichen Kriterien wie „glutenfrei“ oder „vegan“ suchen oder sich Toppings für sein Lieblingsmüsli vorschlagen lassen. Durch die klare Navigation gelangt man schnell zu den gesuchten Inhalten und kann sich dort über das gesamte Produktsortiment informieren.

Der Bereich B2B – der Seeberger Kaffeevertrieb – hebt sich jetzt mittels Bildsprache und getrennter Navigation noch klarer vom B2C-Bereich ab. So bekommen Business-Kunden, die über Seeberger Kaffee beziehen und Seeberger Kaffeemaschinen zur Zubereitung benutzen, im Geschäftskundenbereich alle relevanten Informationen übersichtlich bereitgestellt und können direkt mit dem Service Kontakt aufnehmen.

Bildquelle: Pluspol Interactive

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing
news-21260 Mon, 12 Nov 2018 12:12:14 +0100 Neues Modell für Carve Outs im Einsatz http://www.it-zoom.de/it-director/e/neues-modell-fuer-carve-outs-im-einsatz-21260/ Tata Consultancy Services hat für die Bayer AG ein wiederholbares Modell entwickelt, mit dem die IT-Systeme und Geschäftslösungen für verschiedene Bereiche des Saatgutgeschäfts geschaffen wurden. Dadurch konnte Bayer die Veräußerung bestimmter Bereiche des Crop-Science-Geschäfts kurzfristig realisieren. Nach der Ankündigung der Monsanto-Übernahme 2016 seien die Veräußerungen notwendig gewesen, um die Zustimmung der Regulierungsbehörden zu erhalten. Gemeinsam mit Tata Consultancy habe der Konzern in 18 Monaten eine Lösung für den sogenannten „Carve Out“ der zu veräußernden Geschäftsbereiche – einschließlich IT-Betrieb, Infrastruktur und operatives Geschäft – entwickelt.

Die bisherigen Anwendungen des Leverkusener Konzerns waren vollständig in die eigenen Unternehmenssysteme integriert. Ein Team aus Mitarbeitern beider Unternehmen entwarf eine neue Lösung, um den Anforderungen der zu veräußernden, kleineren Geschäftsbereiche zu entsprechen. 

Mit einem an den Geschäftsanforderungen ausgerichteten „Cloud-First-Ansatz“ seien dabei durchgängige Prozesse definiert und cloud-basierte Lösungen für einen Großteil der zu veräußernden Geschäftseinheiten entwickelt worden, die an den Käufer übergehen.

Der Anbieter von IT-Services habe dabei auf Vorlagen gesetzt, die die Kerngeschäftsprozesse abdecken und die bestehenden integrierten ERP-Funktionen ersetzen können. Andere Bereiche wie Forschung und Entwicklung sowie Anwendungen für das Kundenbeziehungsmanagement werden in der Public Cloud gehostet. Zudem umfasse die Anwendungslandschaft zwei neue ERP-Systeme, Erweiterungen für ein bestehendes ERP-System und mehr als 400 weitere Anwendungen. Die neuen Prozesse, Systeme und Gesellschaften unterstützen die Geschäftstätigkeit in 25 Ländern. Die Personalverwaltung für mehr als 4.000 Mitarbeiter erfolge durch neue Prozesse und Systeme, einschließlich neuer Prozesse für die Lohnabrechnung in 16 Ländern.

Um den Zieltermin einzuhalten, sei eine Geschäftslösung mit Kernfunktionen für Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf, Lohnabrechnung und Personalwesen geliefert worden. Dafür wurden die Dienstleistungen für Geschäftsprozesse des Global Network Delivery Model und ein Partner-Ökosystem genutzt. Die Datenmigration von Bayer zu den neuen Unternehmen erfolgte automatisiert.

Durch die Abstimmung von Geschäftsprozessen und den benötigten IT-Funktionen sollen die ausgegliederten Geschäftseinheiten mit mehr als 4.300 Mitarbeitern an 140 Standorten in 26 Ländern nach dem Abschluss der Transaktion weitgehend autonom agieren können und seien voll funktionsfähig.

Durch die Veräußerungen kann das Life-Science-Unternehmen dieses Modell nutzen, um mögliche zukünftige Geschäftsveränderungen umzusetzen. Die cloud-basierte Infrastruktur und IT-Plattformen unterstützen Änderungen, die Templates erlauben wiederholbare Transformationen und ein agiles Modell bietet Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität, um neue Anforderungen bei Umfang und Zeitplänen anzupassen.

Bild: Bayer AG

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news-21258 Mon, 12 Nov 2018 11:17:09 +0100 Mit Sicherheit zum digitalen Erfolg http://www.it-zoom.de/it-director/e/mit-sicherheit-zum-digitalen-erfolg-21258/ Sobald es um kritische Infrastruktur geht, steigen die Ansprüche an digitalisierte Dienste stark: Dann braucht es eine besonders sichere und zukunftsfähige IT-Architektur. Eine digitale Transformation ist wie der Neubau eines Hauses. Wenn der Architekt optimal gearbeitet hat, entsteht richtig viel Platz zur Entfaltung. Dafür jedoch braucht es den richtigen (digitalen) Architekten bzw. Dienstleister. Er muss vor allem zwei Dinge im Blick behalten: einerseits Flexibilität und Zukunftsfähigkeit, denn wie auch bei Häusern ändern sich oft schon während des Transformationsprojektes die Anforderungen. Geschäftsmodelle, die sich nicht ihrem Markt­umfeld anpassen, sind schnell dem Untergang geweiht; andererseits Stabilität und Kontinuität, denn insbesondere die operativen Geschäfte eines Unternehmens brauchen Planungssicherheit und Verfügbarkeit ihrer täglich genutzten Tools.

IT ist damit schon lange das Spannungsfeld zwischen Alltag und Strategie. Besonders herausfordernd sind digitale Transformationen in Branchen, die sensible Daten oder Infrastruktur verwalten, die für das alltägliche Leben zwingend notwendig sind. Dazu zählen in erster Linie staatliche Fürsorge- und Kontrollsysteme wie Energie, Verkehr und Gesundheit sowie Einrichtungen öffentlichen Interesses. Der Gesetzgeber hat mit Regulierungen wie Kritis bereits begonnen, die Betreiber kritischer Infrastruktur in die Pflicht zu nehmen. Ihre IT-Systeme müssen z.B. besonders einbruchsicher sein – im digitalen wie im physischen Sinne. Man spricht von Informationssicherheits-Management: Ziel ist es, kritische Werte oder Informationen vor Verlust oder Kompromittierung zu schützen. Es handelt sich um eine Sammlung von Management-Instrumenten zur Steuerung und Lenkung, aus denen anschließend konkrete Maßnahmen zum Schutz der Informationen abgeleitet werden.

Zertifizierungen sind hier der Schlüssel. Neben den üblichen DIN-Normen 9000 (für Qualitätsmanagement), 20000-1 (IT-Service-Management) und 27001 (Informationssicherheits-Management) existieren noch weitere wichtige Standards, die der Architekt bzw. IT-Dienstleister erfüllen und von externen Gutachtern regelmäßig bescheinigen lassen sollte. Darunter fallen auch Prüfsiegel wie ISAE 3402. Das Ziel: die Qualität der Arbeitsweise eines Digitalisierungsdienstleisters garantieren zu können, ohne als Kunde selbst eine Überprüfung vornehmen zu müssen. Es handelt sich sozusagen um eine Zertifizierung zweiten Grades, die echtes Vertrauen zwischen Kunden und Dienstleister schafft. Nimmt man das Beispiel der Gesundheitsbranche, sind vor allem die sensiblen Daten von Patienten im Fokus. Da das Gesundheitswesen teils auf Landesebene organisiert ist, greifen pro Bundesland leicht unterschiedliche Landesdatenschutzverordnungen – zusätzlich zu den Vorschriften der jeweiligen Unternehmen. Auch deswegen müssen bei deutschlandweiten Projekten die Daten je Bundesland vollständig voneinander getrennt sein.

Für die Infrastruktur ist das eine doppelte Heraus­forderung: Einerseits benötigt jeder Standort pro Bundesland eine eigene Verbindung zum Dienstleister, und dieser muss die Daten jeweils unabhängig voneinander verarbeiten und speichern, zum anderen stellt sich bei solchen gesellschaftlich relevanten Systemen die Frage der Ausfallsicherheit. Das bedeutet: Jegliche Infrastruktur, von der Verbindung bis zur Datenhaltung, muss mehrfach redundant sein und Komponenten für den Notfall vorhalten. Sie wird also immer gebraucht.

Unter solchen Zwängen eine digitale Transforma­tion anzustoßen, die einen gesellschaftlichen Vorteil bringt, indem sie Prozesse digitalisiert und vereinfacht, ist eine echte Herausforderung. Dafür benötigt es Architekten, die neben der Sicherheit einen Blick für künftige Technologien haben – und das „Haus“ entsprechend so anlegen, dass Bedürfnisse, die heute in weiter Ferne liegen, trotzdem eines Tages erfüllt ­werden können. Verschiedene IT-Dienstleister in Deutschland haben wie etwa Ewerk das Know-how, um parallel die Sicherheitsstandards und die Hoch­verfügbarkeit zu gewährleisten, die es für kritische Branchen wie Banken, Gesundheit, Verkehr oder ­Energie braucht. Hohe Sicherheitsansprüche sorgen aber letztlich für stabile Geschäftsmodelle in der Digitalisierung.

Bild: Thinkstock/iStock

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news-21269 Mon, 12 Nov 2018 11:04:00 +0100 Was bringen Seltenerd-Ionen beim Quantencomputing http://www.it-zoom.de/it-director/e/was-bringen-seltenerd-ionen-beim-quantencomputing-21269/ So will das Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) das Quantencomputing voranbringen Künftige Quantencomputer sollen im Vergleich zu klassischen Computern bestimmte Aufgaben wesentlich effizienter lösen. Denn während herkömmliche Computer einen Rechenschritt nach dem anderen ausführen, können Quantencomputer viele Rechenschritte parallel vornehmen. Große Datenmengen ließen sich laut Experten so viel schneller verarbeiten. Dabei ist die Mikrostruktur bestimmter Materialien und Elemente der Quantenbits von elementarer Bedeutung. Mit Materialien für solche multifunktionalen Quantenbits beschäftigen sich Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Ihr Projekt „Scalable Rare Earth Ion Quantum Computing Nodes“ (Square) fördert die Europäische Kommission nun mit drei Millionen Euro.

Im kleinsten Speicherbaustein des Quantencomputerchips, dem Quantenbit oder Qubit, gibt es im Unterschied zum klassischen Computerchip nicht nur binäre Informationen – 0 oder 1, aus oder an – sondern auch Werte dazwischen, die quantenmechanischen Überlagerungszustände. Damit soll die Rechenleistung eines Quantencomputers deutlich erhöht werden, denn mithilfe dieser Quanteneigenschaften können viele Rechenprozesse gleichzeitig ablaufen. „Ein vielversprechender Ansatz für die kommende Generation von Quantencomputern beruht auf Materialien, bei denen einzelne Systeme nicht größer als ein Atom sind und deren Quanteneigenschaften optisch zugänglich und kontrollierbar sind“, erläutert Professor David Hunger vom Physikalischen Institut des KIT, der das Projekt Square koordiniert.

In diesem Kontext zeigen Seltenerd-Ionen (Rare Earth Ions), elektrisch geladene Atome von Metallen der Seltenen Erden, großes Potential, das in Square erforscht werden soll. Die Ionen können Quantenzustände besonders lange speichern und lassen sich in speziellen Festkörperkristallen durch Licht einzeln ansprechen, heißt es. Dies mache eine große Anzahl von Ionen als Qubits zugänglich. „Seltenerd-Ionen verfügen durch ihre besondere elektronische Struktur über ihre eigene Abschirmung gegenüber Störfeldern“, legt Hunger dar, „zudem können sie untereinander in starke Wechselwirkung treten, was eine wichtige Grundlage für die Realisierung von Quantenschaltkreisen ist.“ Darüber hinaus können die Quanteneigenschaften direkt durch Licht ausgelesen und Quantenzustände auf Photonen übertragen werden, wodurch entfernte Quantenknoten vernetzt und zur Quantenkommunikation genutzt werden können.

Die Forschung an einzelnen Seltenerd-Ionen befindet sich derzeit noch in einem frühen Stadium, aber „das Projekt verfolgt eine sehr vielversprechende Plattform, die viele Vorteile gegenüber etablierten Ansätzen, wie zum Beispiel in Vakuumapparaten gefangenen Ionen und supraleitenden Quantenschaltkreisen, bieten kann“, sagt David Hunger.

Das Ziel von Square ist es, einzeln adressierbare Seltenerd-Ionen als Grundbaustein für skalierbare Quantentechnologien zu etablieren. Insbesondere sollen die Funktionselemente eines optisch auslesbaren Mehrqubit-Quantenregisters demonstriert und Bausteine eines Quantennetzwerks realisiert werden. Damit soll künftig eine enorme Steigerung der Rechenleistung in Quantencomputern möglich sein. Zusammen mit Industriepartnern sollen die zentralen technologischen Komponenten entwickelt werden, die für eine skalierbare Implementierung erforderlich sind.

Flaggschiff-Projekt zur Erforschung von Quantentechnologien?

Die Europäische Kommission fördert Square im Rahmen des Quantenflaggschiffs (Quantum Technology Flagship), in das über einen Zeitraum von zehn Jahren rund eine Milliarde Euro an Fördergeldern zur Erforschung von Quantentechnologien investiert werden sollen. Damit soll die Entwicklung neuartiger Technologien basierend auf elementaren Quanteneffekten beschleunigt und eine engere Einbeziehung der Industrie initiiert werden, um die Entwicklungen schneller zur Anwendungs- und Marktreife zu bringen.

Das Projekt Square ist im Segment Grundlagenforschung des Flaggschiffs angesiedelt und wird mit drei Millionen Euro für vorerst drei Jahre gefördert. Es umfasst ein Konsortium von sechs internationalen wissenschaftlichen Gruppen aus Aarhus (Dänemark), Lund (Schweden), Barcelona (Spanien), Paris (Frankreich), Stuttgart und Karlsruhe sowie den zwei Technologiefirmen Thales (Frankreich) und Attocube (Deutschland). Koordiniert wird das Projekt von Professor David Hunger vom Karlsruher Institut für Technologie.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21257 Mon, 12 Nov 2018 09:37:05 +0100 SAP übernimmt XM-Spezialisten Qualtrics http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/sap-uebernimmt-xm-spezialisten-qualtrics-21257/ Der Walldorfer Konzern investiert mit der Übernahme von Qualtrics umfangreich in das Feld des Experience Managements (XM). Experience Management verspricht Unternehmen, in der vermehrt durch Erlebnisse bestimmten Geschäftswelt erfolgreich agieren zu können. Die XM-Plattform von Qualtrics sammelt Feedback und Daten in vier Unternehmensbereichen: Kunden, Mitarbeiter, Produkt und Marke. Gemäß der Vereinbarung soll SAP alle ausgegebenen Aktien für 8 Milliarden US-Dollar in bar erwerben. Der Konzern habe eine Finanzierung in Höhe von insgesamt 7 Milliarden Euro zur Deckung des Kaufpreises und der akquisitionsbedingten Kosten gesichert. Der Kaufpreis schließe offene Posten aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen und bilanziertes Barvermögen zum Zeitpunkt des Closing ein. Vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen und des Erhalts behördlicher Genehmigungen dürfte die Akquisition im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein. Die Gremien von SAP und Qualtrics haben die Transaktion genehmigt. Die Aktionäre von haben der Transaktion ebenfalls zugestimmt.

Beim Experience Management werden Kunden-, Mitarbeiter-, Marken- und Produktfeedback ganzheitlich erhoben und ausgewertet. Die Experience-Daten und -Erkenntnisse von Qualtrics zusammen mit den operativen Daten aus SAP-Systemen sollen es Kunden ermöglichen, ihre Lieferketten, Netzwerke, Mitarbeiter und Kernprozesse besser zu steuern. Gemeinsam man so das einzige Experience- und operative Daten „end-to-end“ verbindende Steuerungssystem für Unternehmen bereit stellen, wie es in der entsprechenden Mitteilung heißt.. Der XM-Spezialist erwartet für das Gesamtjahr 2018 über 400 Millionen US-Dollar Umsatz und zukünftige Wachstumsraten von über 40 Prozent. Nach erfolgreichem Abschluss der Akquisition sollen die bisherige Führungsstruktur, die Mitarbeiter, die Marke und die Unternehmenskultur erhalten bleiben. Das Unternehmen  gehört künftig zur Cloud Business Group von SAP. Ryan Smith behält seine Position als CEO. Die Konzernzentralen in Provo, Utah, und Seattle, Washington, bleiben ebenfalls erhalten.

Bildquelle: Norbert Steinhauser/SAP SE

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news-21256 Mon, 12 Nov 2018 09:01:16 +0100 Die neuen Strategen und ­Unternehmensberater http://www.it-zoom.de/it-director/e/die-neuen-strategen-und-unternehmensberater-21256/ Wir sprachen mit Michael Gloss, Geschäftsführer der Wolters Kluwer Deutschland GmbH, über die erfolgreiche Premiere des Deutschen IT-Leiter-Kongresses (DILK) und über wichtige Fragen, die IT-Verantwortliche derzeit umtreiben. IT-DIRECTOR: Herr Gloss, auf der Premiere des DILK im September konnten Sie in Düsseldorf rund 1.300 Teilnehmer begrüßen. Worauf kam es Ihnen bei der Ausgestaltung des Kongresses besonders an?
M. Gloss:
Praxisrelevante Inhalte, Top-Referenten und Networking auf hohem Niveau sind für uns keine Lippenbekenntnisse. Da sich im Zuge der Digitalisierung die Rolle der IT-Verantwortlichen verändert und ihr Stellenwert in den Unternehmen rasant steigt, gibt es großen Bedarf an neuen Fähigkeiten, aktuellem technologischen Know-how und praktischem Managerwissen. Genau hier setzt der Deutsche IT-Leiter-Kongress an. IT-Chefs sind heute nicht mehr nur „Tekkies“, sondern unverzichtbare Strategen im Unternehmen. Diese Rolle müssen sie ausfüllen und professionell wahrnehmen. Von daher besitzen Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz (KI), Big Data und Cyber Security für uns ebenso eine zentrale Bedeutung wie die Stärkung von Management-, Führungs- und Kommunikationskompetenzen – den sogenannten Soft Skills. Genau diese Themen haben wir auf die Belange von IT-Leitern zugeschnitten. Und das kam auf unserem Kongress gut an, wie der Zuspruch der über 1.300 Teilnehmer belegt.


IT-DIRECTOR: Sie sprechen mit Ihrem Veranstaltungsformat vorrangig IT-Entscheidungsträger und Führungskräfte an ...
M. Gloss:
Eine innovative und effektive IT-Abteilung steht und fällt mit dem IT-Leiter. Mit dem DILK bieten wir IT-Chefs in Deutschland eine neutrale Branchenplattform und vermitteln relevante Inhalte rund um Digitalisierung und Managementtechniken. Neben den klassischen Inhalten wurden auch Themen beleuchtet, denen aus unserer Sicht in der Regel nicht genug Beachtung beigemessen wird. So zeigten wir beispielsweise IT-Leitern in puncto Recruiting auf, wie sie ihrer Personalabteilung unter die Arme greifen. Die IT-Branche leidet ja besonders unter der extrem angespannten Arbeitsmarktsituation und hat prekäre Probleme, die benötigten IT-Fachkräfte zu finden sowie langfristig an ihr Unternehmen zu binden. Im vergangenen Jahr fehlten allein in Deutschland rund 55.000 IT-Spezialisten. Von daher kommt einem kreativen Suchprozess sowie der Gewinnung und der Bindung von IT-Mitarbeitern große Bedeutung zu. IT-Verantwortliche wissen selbst am besten, wo man Fachkräfte findet, wie man diese anspricht und kontinuierlich für ihren Job begeistert. Daher müssen HR-Leitung und IT-Entscheidungsträger hier besonders eng zusammenarbeiten.


IT-DIRECTOR: Welche Referenten waren dieses Jahr am Start?
M. Gloss:
Bei der Auswahl der Referenten legen wir zum einen Wert darauf, interessante Persönlichkeiten für unsere Sache zu gewinnen. Zum anderen muss die Kompetenz stimmen. Neben klassischen Fachreferenten setzen wir auf charismatische Keynote-Speaker, von denen IT-Leiter in ihrem Arbeitsalltag profitieren. Zu den über 80 Vortragenden zählten dieses Jahr Persönlichkeiten aus Praxis, Wirtschaft, Forschung, Sport und Management, wie etwa der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der Ex-Schiedsrichter Urs Meier, Silicon-Valley-Experte Tom Oliver, Internet-Punk Sascha Lobo und Prof. Dr. Martin Welsch, ehemaliger Chief Technology Advisor bei IBM.

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IT-DIRECTOR: Was waren wichtige Botschaften?
M. Gloss:
Ranga Yogeshwar unterstrich in seinem Vortrag z. B. die Notwendigkeit von Innovationen – und die
Dimension dessen, was mit der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft zukommen wird. Er ist der Auffassung, dass dies komplett unterschätzt wird und machte deutlich, dass der Transformationsprozess bereits laufe, die meisten deutschen Unternehmen darauf aber nicht vorbereitet seien.
Sascha Lobo sah dies ähnlich. Er sagte, dass der riesige Erfolg der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten den Druck „auf null“ senke, sich der Herausforderung Digitalisierung zu stellen. Das sei menschlich verständlich – aber gefährlich. Er machte uns allen eindrucksvoll klar, dass es höchste Zeit für massive Investitionen in eine zukunftssichere IT-Infrastruktur ist.


IT-DIRECTOR: Neben den Fachvorträgen und Workshops bot der Kongress auch eine begleitende Fachausstellung. Wie viele Partnerunternehmen waren dabei?
M. Gloss:
Es präsentierten sich über 60 Partner, wie Dell EMC, IFS, Canon, Nokia, Optimal Systems, Sipgate oder Topdesk. Mitveranstalter ist der IT-Sicherheitsanbieter Panda Security. Bei der Eröffnung erklärte Jan Lindner, Vice President, N.C. Europe, Geschäftsführer von Panda Security Deutschland, dass sich IT-Verantwortliche in Deutschland aktuell täglich über 230.000 neuen Cyberbedrohungen stellen müssen. Er nannte diesen Zustand einen Cyberkrieg, in dem mit digitalen Waffen wie Fake-News, Cybererpressung und Raub, Spionage und Sabotage auf Basis von Schadcodes gekämpft wird. Inhaltlich brachte sich Panda Security mit mehreren Vorträgen ein und zeigte, worauf es momentan bei Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere vor dem Hintergrund der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ankommt.


IT-DIRECTOR: Die Planungen für den nächsten Deutschen IT-Leiter-Kongress laufen auf Hochtouren. Was ist geplant?
M. Gloss:
Der DILK 2019 findet vom 28. bis 30. Oktober erneut in Düsseldorf statt. Die Schwerpunkte werden auch kommendes Jahr die Digitalisierung mit all ihren Facetten und Techniken für IT-Entscheider sein. Insgesamt planen wir ein Programm mit über 80 IT-fachspezifischen Referenten und über 100 Vorträgen und Workshops. Darunter der Welttorhüter Oliver Kahn, der plakativ fordert „Eier, wir brauchen Eier! Wie Sie Ihr IT-Team zu Spitzenleistungen führen“. Daneben spricht der Zukunftsexperte und Bestseller-Autor Frank Schätzing über Schmetterlinge, Tyrannen und die Zukunft mit Künstlicher Intelligenz. Ralf Möller, ehemaliger Mister Universum und Hollywood-Schauspieler, will mit den Teilnehmern ins Gladiatorentraining gehen. Denn nur wer selbst zu Höchstleistungen motiviert ist, kann auch sein Team zum Sieg führen. Weitere Vortragende sind u.a. der deutsche Pionier der Künstlichen Intelligenz, Chris Boos, die ehemalige Weltklasseschwimmerin Franziska van Almsick oder Dr. Hubertus Porschen, CEO der App-Arena.

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news-21255 Fri, 09 Nov 2018 17:59:12 +0100 Tierisch effizient kommissionieren http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/tierisch-effizient-kommissionieren-21255/ Wie lässt sich die Produktivität in der manuellen Kommissionierung steigern, ohne die Mitarbeiter zusätzlich zu belasten? Vor dieser Frage stand die Fressnapf-Gruppe an ihren beiden Lagerstandorten Feuchtwangen und Krefeld. Die Antwort: mit Pick-by-Voice-Lösung mit leicht einprägbaren Sprachdialogen und kurzen Anlernzeiten. Die Einführung brachte eine Produktivitätssteigerung um 10 Prozent und reduzieerte die Fehlerquote um rund 50 Prozent. Die Fressnapf-Gruppe betreibt zwei Lager in Eigenregie: das 60.000 m² große Logistikzentrum in Krefeld und das Regionallager in Feuchtwangen mit 30.000 m² Gesamtfläche. Beide Standorte verfügen über einen Großteilebereich. Am Standort Feuchtwangen lagern dort rund 2.500 Schnelldreher, in Krefeld rund 8.000 Artikel.

Die manuelle Kommissionierung erfolgte bislang mittels digitaler Picklisten. „Um den Pickingprozess zu optimieren und effizienter zu gestalten, haben wir nach einem System gesucht, das die Produktivität steigert und gleichzeitig flexibel sowie ohne lange Anlernzeit einsetzbar ist“, sagt Gerhard Kunkel, Leiter „Outbound Logistik“ bei der Fressnapf-Gruppe.

Fündig wurde man bei Topsystem: Die Pick-by-Voice-Lösung Lydia überzeugte Kunkel durch eine intuitive Bedienung sowie einen leicht einprägbaren Sprachdialog, den alle Lagermitarbeiter unabhängig von ihrer Muttersprache schnell erlernen können. „Gefallen hat uns auch die Möglichkeit der Wahl zwischen Headset und der Kommissionierweste Lydia Voice Wear. Uns ist es wichtig, unseren Mitarbeitern ergonomische Arbeitsbedingungen zu bieten“, sagt Kunkel.

Fehlerquote hat sich halbiert

In den beiden Großteilebereichen im Lager Feuchtwangen und Krefeld arbeiten zusammengenommen rund 360 Menschen in der Kommissionierung mit Lydia Voice. Das System leitet sie „wegeoptimiert“ durch das Lager, nennt den korrekten Palettenstellplatz und die richtige Anzahl der Einheiten, die entnommen werden muss.

Wer kommissioniert, muss die Ware dann nur noch auf den entsprechenden Ladungsträger, etwa auf eine Palette oder in eine Box, legen. Seit der Einführung von Lydia verzeichnet Fressnapf im Zentrallager in Krefeld und im Regionallager eine Produktivitätssteigerung um rund 10 Prozent. Die Anzahl der Picks hat sich von 190 auf 205 Kolli pro Stunde verbessert.

„Eine solch positive Entwicklung der Leistungsfähigkeit hatten wir in dieser Höhe nicht erwartet“, so Gerhard Kunkel. Das war aber nicht die einzige Überraschung: Seit dem Einsatz von Lydia hat sich die Fehlerquote um fast 50 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent erheblich reduziert. Verantwortlich dafür ist unter anderem das Hands-free-/Eyes-free-Konzept, das die volle Konzentration auf den Pickingprozess ermöglicht.

Bildquelle: Fressnapf, Topsystem Systemhaus GmbH

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-21253 Fri, 09 Nov 2018 14:33:00 +0100 Strategien für die Datenanalyse http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/strategien-fuer-die-datenanalyse-21253/ Robert Schmitz, Area Vice President Southern Europe & Russia bei Qlik, im Gespräch über Business Intelligence (BI), den Weg zur richtigen Datenstrategie und das Zusammenspiel mit den Fachabteilungen. ITM: Herr Schmitz, welche Kompetenzen müssen Angestellte mitbringen, um souverän mit BI-Software arbeiten zu könne?
Robert Schmitz:
Das hängt zu einem guten Teil davon ab, ob jemand ein Standard-Anwender ist, der mit wenigen Dashboards und überschaubaren Datensets zu tun hat, die ihm beispielsweise einfach und ortsunabhängig sowie in Echtzeit KPIs, Kundendaten und Co. verfügbar machen. Oder ob jemand als Power-User selbst Apps erstellt bzw. als Data Scientist auch an Themen wie M2M-Kommunikation, Machine Learning oder KI-Anwendungen arbeitet. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Anwender – auf welchem Level auch immer – umso komfortabler arbeiten kann, je intelligenter die Analytics-Engines selbst werden. Beim Auffinden von Datenquellen, beim Durchsuchen auch größter Datensets oder beim Indizieren geeigneter Datenausschnitte anhand von Metadaten helfen bereits heute kognitive Systeme.

ITM: Wie sieht die Arbeitsteilung bei der Arbeit mit BI-Software zwischen IT und Controlling aus?
Schmitz:
Im Idealfall wird eine strikte Arbeitsteilung durch eine passende Datenanalyse-Strategie sogar nach und nach überwunden. Wer beispielsweise eine gepflegte SQL-Datenbank hat, kann ohne Weiteres mit dieser arbeiten und die dort gepflegten Stammdaten immer wieder in Analysen einbeziehen. Doch damit beginnen die Möglichkeiten wirklich performanter Datenanalyse und -visualisierung erst. Denn dynamisch werden Analytics-Projekte vor allem dann, wenn Daten aus allen Quellen einbezogen werden – strukturierte (beispielsweise aus der Datenbank), unstrukturierte (aus dem eigenen Data Lake etwa oder aus Social-Media-Aktivitäten), On-Premise- ebenso wie Cloud-Daten. Kann jeder für seinen Arbeitsbereich – und durch zentral gemanagte Governance gesteuert – passende Datensets aus vielen Quellen in seine Analytics-Apps laden, kürzt das Prozesse ab, stärkt die Datenkompetenz jedes Einzelnen und bringt sowohl Datenverständnis wie auch die konkrete Analysetätigkeit in die Fachabteilungen – ohne ein eigenes „Analytics-Department“, über das alles laufen müsste.

ITM: Mit welchem Schulungsaufwand ist eine Neueinführung realistischerweise verbunden?
Schmitz:
Hier spielen Unternehmensgröße und Vorwissen eine Rolle, sowie die Entscheidung zum „Do-it-yourself“ oder zum Training durch einen Hersteller oder Partner. In der Regel beträgt die Time-to-Value beim Ausrollen eines BI-Projekts aber zwischen wenigen Tagen und wenigen Wochen.

ITM: Inwiefern ist es erforderlich, für zusätzliche Aufgaben externe Spezialisten einzubeziehen?
Schmitz:
Unter anderem bei bestimmten Branchenanforderungen kann es sehr sinnvoll sein, spezialisierte Implementierungs-Partner mit ins Boot zu holen. Smart Factories, datenbasiertes Shopfloor-Management, die Verarbeitung von enormen Datenmengen aus digitalen Medizingeräten: Die Anwendungsfälle sind nahezu unendlich, in denen Systemintegratoren zum Beispiel eigene Lösungen um eine Analytics-Engine herum bauen, sodass besondere Bedürfnisse und Kundenwünsche adressiert werden.

ITM: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um einen belastbaren und aussagekräftigen Datenpool erschließen zu können?
Schmitz: Erstens Data Literacy - ein grundlegendes Verständnis für echte Datenkultur im Unternehmen, in der jeder mit Daten arbeiten kann, der das möchte und dazu motiviert ist. Zweitens eine moderne Analytics-Plattform, die durch ihre Architektur sowie ein großes Ökosystem aus offenen APIs und Konnektoren Daten-Integration aus allen Quellen und ohne Infrastrukturhürden gewährleistet. Und drittens aussagekräftige Visualisierungen, die Inhalte wirklich verdeutlichen, neue Einsichten transparent machen und so letztlich datenbasiert bessere Entscheidungen fördern.

Bildquelle: QlickTech GmbH

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Philip Fassing IT-Mittelstand Startseite it-zoom Business Intelligence / Big Data
news-21254 Fri, 09 Nov 2018 13:09:13 +0100 Bundesregierung fördert Spieleentwicklung in Deutschland http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/bundesregierung-foerdert-spieleentwicklung-in-deutschland-21254/ Mit einem Fonds über 50 Millionen Euro will die Bundesregierung die Entwicklung von Computer- und Videospielen in Deutschland fördern. Der Branchenverband game sprach von einem „historischen Schritt”. Seit Jahren setzt sich der Verband für eine bessere Förderung ein, um Entwickler aus Deutschland international konkurrenzfähiger zu machen. Obwohl der Markt für Games in Deutschland zuletzt kräftig zugelegt hatte, war der Anteil an Spieleentwicklungen aus Deutschland weiter abgesackt.

„Digitale Spiele sind Kultur- und Wirtschaftsgut und nicht zuletzt Treiber für Innovationen, beispielsweise auch im Bereich künstlicher Intelligenz”, sagte der digitalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Tankred Schipanski. Von der Förderung würden damit auch indirekt andere Branchen profitieren.

Auch der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Jens Zimmermannn sieht die nun auf den Weg gebrachten konkreten Förderungspläne als „dringend notwendig”, um den Entwicklerstandort Deutschland zu stärken. Jetzt müsse es darum gehen, das Förderprogramm schnellstmöglich zu entwickeln, sagte game-Geschäftsführer Felix Falk.

dpa/pf

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Startseite it-zoom Mobile Business Lifestyle
news-21252 Fri, 09 Nov 2018 11:24:14 +0100 Fünf Alternativen zu Apples Airpods http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/fuenf-alternativen-zu-apples-airpods-21252/ Mit seinen Bluetooth-Kopfhörern hat Apple einen regelrechten Hype um drahtlose In-Ear-Kopfhörer ausgelöst. Diese fünf Alternativen bieten ebenfalls eine komplett kabellose Hörerfahrung. Bragi „The Dash Pro”

Diese Bluetooth-Kopfhörer waren bereits vor der Veröffentlichung von Apples Airpods erhältlich und bringen eine stattliche Liste an Funktionen mit. So sollen die drahtlosen Knöpfe in Kombination mit der App iTranslate zum Beispiel ein durchaus brauchbare Echtzeitübersetzung von bis zu 40 Sprachen und verschiedene Möglichkeiten für Fitness-Tracking bieten. Dafür erbringen die „Dash Pro” laut Hersteller eine Akkuleistung von bis zu fünf Stunden. Eine nette Zusatzfunktion ist der interne Speicher der Kopfhörer, mit dem bis zu 4 GB eigene Musik hochgeladen werden kann und der das Smartphone so komplett überflüssig machen kann. Basisfunktionen können zudem direkt per Kopfgeste angesteuert werden. Mit einem Preis von rund 300 € ist das Modell allerdings auch doppelt so teuer wie das Äquivalent von Apple.

Bang & Olufsen „Beoplay E8“

Der dänische Hifi-Hersteller ist vor allem für sein geschmackvolles Design bekannt, das auch bei den „Beoplay E8” zum Tragen kommt und im Vergleich zur Konkurrenz einen klaren Akzent setzen kann. Statt Gestensteuerung setzen diese kabellosen Kopfhörer auf Befehle über die berührungssensitiven Ohrstücke. So soll etwa unkompliziert die Lautstärke geregelt oder in den Transparenzmodus gewechselt werden können. Darüber hinaus bieten die Ohrknöpfe ein Mikrofon für Spracheingaben. Hübsches Detail: Die Ladeschale aus Echtleder. Die soll bei einer durchschnittlichen Akkulaufzeit von vier Stunden bis zu zwei weitere Ladezyklen ermöglichen. Das Modell gehört mit einem Preis von etwa 250 Euro auch zu den teureren Exemplaren.

Samsung „Gear X Icon”

Mit seinen prominent beworbenen Fitness-Tracking-Funktionen und einem sogenannten Lauftrainer sollen die Bluetooth-Kopfhörer von Samsung besonders für sportliche Aktivitäten jeglicher Art geeignet sein. Das Modell bietet eine ausgewogene Mischung aus den gängigen Features, darunter ebenfalls 4 GB interner Speicher für Musik, die nicht vom Smartphone kommt. Die Akkulaufzeit beläuft sich laut Samsung auf bis zu sieben Stunden, geladen wird wie bei den meisten Kopfhörern dieser Kategorie über das mitgelieferte Etui. Mit einem Preis von etwa 100 Euro muss man hier nicht ganz so tief in die Tasche greifen. Wer plant, die Kopfhörer mit einem iPhone-Modell zu nutzen, muss allerdings mit einer deutlich eingeschränkten Funktionalität rechnen.

Jabra „Elite 65t”

Jabra ist vor allem im Geschäftsbereich kein Unbekannter, produziert der dänische Hersteller doch bereits seit geraumer Zeit funktionale Headset-Lösungen für den Einsatz im Büro und Call-Center. Dass diese Erfahrung auch in andere Bereich einfließt, zeigen die „Elite 65t”. Neben dem ergonomischen Design fällt hier vor allem die Vier-Mikrofon-Technologie auf, die eine überdurchschnittliche Sprachqualität ermöglichen soll – keine Selbstverständlichkeit bei drahtlosen In-Ear-Kopfhörern. Diese Technik soll darüber hinaus nicht nur direkten Zugriff auf digitale Sprachassistenten wie Alexa bieten, sondern auch eine wirksame Wind- und Umgebungsgeräuschreduzierung erlauben. Die Akkulaufzeit wird mit 5 Stunden angegeben, kann mit der Ladeschale aber bis auf 15 Stunden ohne Nutzung einer Steckdose oder Powerbank angehoben werden. Der Kostenpunkt liegt bei etwa 170 Euro.

Sony „WF-1000X”

Sonys Variante der drahtlosen Ohrknöpfe verspricht ebenfalls eine umfangreiche Mischung der gängigen Funktionen, will dabei aber vor allem über seinen Klang und die Umgebungsgeräuschreduzierung punkten. Auch hier ist ein Transparenzmodus vorhanden, mit dem sich etwa Durchsagen am Bahnhof einblenden lassen sollen. Nach einem Update sind die Kopfhörer zudem auch mit dem Google Assistant kompatibel. Die Akkulaufzeit soll drei Stunden betragen und mit der Ladestation auf neun weitere Stunden ausgeweitet werden können. Das Modell ist ab etwa 130 Euro zu haben.

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Philip Fassing Mobile Business Startseite it-zoom Gadgets
news-21251 Fri, 09 Nov 2018 10:41:32 +0100 Cyberkriminelle in Goldgräberstimmung http://www.it-zoom.de/it-director/e/cyberkriminelle-in-goldgraeberstimmung-21251/ In den vergangenen Monaten zeichnet sich ein neuer Trend in der Cyberkriminalität ab: Angreifer versuchen, mit ihren Attacken nicht länger über Ransomware Geld von Firmen zu erpressen. Stattdessen lassen sie die Rechner ihrer Opfer per „Kryptojacking“ für sie Geld verdienen. Bei dieser Form der Internetkriminalität nutzen Angreifer die Leistung fremder Firmenrechner, um neue Einheiten von Kryptowährungen wie Monero oder Bitcoin zu schürfen. Produktivitätsausfälle, hohe Betriebskosten bis hin zu Defekten an der IT-Infrastruktur – Schäden, die durch Kryptojacking entstehen, sind erheblich und treffen Unternehmen an einer empfindlichen Stelle.

Angesichts der immer noch soliden Kurse von Kryptowährungen lohnt sich das Schürfen. Doch Kryptomining bedarf enormer Rechenleistung. An dieser Stelle setzen Cyberkriminelle an. Sie schleusen Schadsoftware in ein Firmennetzwerk ein, kombinieren die CPU-Leistung ihrer Opfer und schürfen im industriellen Maßstab. Die Vorgehensweisen ähnelt dem Betrieb von Botnetzen, bei denen hunderttausende Rechner ohne Wissen der Eigentümer automatisiert miteinander kommunizieren. Die Zahl der Fälle, bei denen Malware heimlich Rechner für das Mining von Kryptowährung anzapfen, ist in den vergangenen Monaten massiv angewachsen. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des Sicherheitsunternehmens McAfee: Demnach konnten im ersten Quartal 2018 mehr als 2,9 Millionen Hinweise auf illegales Kryptomining identifiziert werden, im Vergleich zu 400.000 Fällen im letzten Quartal 2017.

Darum boomt Kryptojacking

Angesichts dieser Entwicklung reicht Kryptojacking den Erpressungsversuchen per Ransomware schon bald das Wasser. Dass die Methode gerade zu einer der Lieblingswaffen Cyberkrimineller wird, hat verschiedene Gründe: Es funktioniert einfach, wird von Unternehmen selten als direkte Bedrohung wahrgenommen und verspricht gute Umsätze. US-Sicherheitsexperten schätzen, dass die jährliche Ausbeute über das von Kryptojacking-Malware eingesetzte Script „Coinhive“ zwischen 3,7 und fünf Millionen US-Dollar liegt. Mit der vereinten Kraft vieler tausend Rechner schürfen Angreifer ausgesprochen effektiv. Speziell für diese Aufgabe schaffen sie Kryptomining-Botnetze. Eines dieser Netze, „Smominru“ genannt, kontrollierte Anfang des Jahres mehr als 520.000 windows-basierte Server.

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Im Februar 2018 attackierte Kryptojacking-Malware 5.000 Websites, darunter ironischerweise die des britischen Datenschutzkommissars, des National Health Service (NHS) sowie Seiten öffentlicher Einrichtungen. Die Malware fügte das Coinhive-Skript in Websites ein, sodass Besucher der betroffenen Seiten unwissentlich Mining-Operationen durchführten. Die Dunkelziffer solcher Angriffe ist hoch. Dementsprechend vage gestalten sich Zahlen zum Umfang aktueller Kryptojacking-Aktivitäten. Die Analysen des Ad-Blocker Spezialisten Adguard sprechen jedoch von ungefähr 500 Millionen Rechnern, die bereits im Jahr 2017 weltweit unbemerkt missbraucht wurden.

Langfristige IT-Schäden

Krypto-Attacken schwächen den IT-Betrieb substantiell. Schlimmer noch: Werden Unternehmen Opfer von solchen Angriffen, müssen sie noch weit in der Zukunft mit den Auswirkungen des Angriffs kämpfen: So arbeiten Server und angeschlossene PCs unter höherer Last langsamer als zuvor. In der Folge sinkt die Produktivität und die Betriebskosten steigen. Hierzu zählt beispielsweise der wachsende Energieverbrauch. Aktuell beziffert die internationale Energiebehörde IEA den weltweiten Strombedarf aller Mining-Aktivitäten alleine für Bitcoins auf 73 Terrawattstunden pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch Österreichs. Für jede einzelne Bitcoin-Transaktion könnten 30 Einfamilienhäuser einen Tag lang mit Energie versorgt werden. Ein wachsender Anteil der dabei entstehenden Energiekosten geht auf das Konto illegaler Aktivitäten – und fließen letztlich in die Betriebskostenrechnung unwissender Unternehmen ein.

Versteckte Kosten, wie eine kürzere Lebensspanne der IT-Infrastruktur, müssen ebenfalls eingerechnet werden, betont der Software-Anbieter Ivanti. Hinzu kommen Effekte wie Imageschäden betroffener Firmen oder Compliance-Fragen rund um Meldepflichten im Fall, dass ein Angriff entdeckt wird. Interessanterweise sind viele IT-Abteilungen bereits alarmiert: Laut einer aktuellen Studie von Citrix waren 59 Prozent der Befragten (750 IT-Führungskräfte aus Großbritannien) bereits von Kryptojacking betroffen. Und 80 Prozent der Angriffe fanden im letzten halben Jahr statt. Drei Viertel aller Unternehmen haben bereits Richtlinien gegen Kryptojacking implementiert, eine überraschend hohe Zahl für eine so junge Bedrohungsform.

Strategien gegen illegale Schürfer

Am Anfang jeder Abwehrstrategie steht das Wissen um den aktuellen Zustand der Infrastruktur. Organisationen müssen ihre gesamte IT-Architektur regelmäßig überwachen und prüfen, angefangen von der Website bis hin zu jedem Server und Client. Dabei spielen Frühindikatoren eine Rolle – beispielsweise die Meldung eines Nutzers, der über hohe Lüftergeräusche seines Rechners klagt. Unbekannte Tasks, die auf diesem Gerät eine hohe CPU-Last erzeugen, sind verdächtig und sollten kritisch überprüft werden. Ebenso lohnt ein Blick auf Fremdsoftware, die auf anderen als den eigenen Quellcode verlinkt.

Im zweiten Schritt gilt es dann, die Angriffsfläche über passende Technologien und geprüfte Prozesse zu verkleinern. Diese sollten die drei Phasen der Cyberabwehr abdecken: Angriffsversuche erkennen, rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und Schwachstellen schließen. Damit wird allerdings auch klar, dass ein Schutz gegen Kryptojacking nicht auf singulären Maßnahmen fußen kann. Erst ein verzahnter Ansatz auf Basis eines Schichtenmodells kann wirksam sein.

Wer sich vor Kryptojacking schützen will, für den ist leider jeder Tag ein „Patch Tuesday“. Schließlich sind es vor allem veraltete Anwendungen und Betriebssysteme, über die sich Hacker Zugang verschaffen. Das oben erwähnte Kryptomining-Botnet nutzt bekannte Schwachstellen wie den Eternal-Blue-Exploit und das Esteem Audit aus, um Windows-Maschinen zu übernehmen. Diese hätten schon vor langer Zeit gepatcht werden müssen. Patchen Unternehmen ihre Rechner richtig sowie regelmäßig und entfernen Angriffsvektoren, dann errichten sie einen guten Schutz ihrer Ressourcen – und halten Kryptohacker von ihrer Goldmine fern.

Mit folgenden sieben Maßnahmen lassen sich etwa 95 Prozent aller IT-Risiken am Endgerät eindämmen. Eine hundertprozentige Sicherheit kann es nie geben – Angriffe lassen sich aber erschweren:

  • System Patching: Werden Updates für alle Windows-Versionen in allen Zweigen im Unternehmen regelmäßig aufgespielt?
  • 3rd Party Patches: Werden nur aktuelle Software-Versionen von Drittherstellern eingesetzt?
  • Applikationskontrolle: Welche Anwendungen dürfen Mitarbeiter verwenden? Rechteverwaltung: Gilt im Unternehmen das Prinzip der geringsten Zugriffsrechte?
  • Device Control: Auf welche Anwendungen und Systeme dürfen Geräte zugreifen?
  • Antivirus: Sind die neuesten Signaturen auf allen Geräten aufgespielt – insbesondere auf mobilen Systemen?
  • Discovery: Hat die IT-Organisation einen umfassenden Überblick über alle Systeme im Netzwerk – inklusive privater Geräte von Mitarbeitern?
    (Quelle: Ivanti)

Bild: Thinkstock/iStock

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news-21250 Thu, 08 Nov 2018 21:45:46 +0100 Online-Händler haften bei Umsatzsteuer-Betrug http://www.it-zoom.de/it-director/e/online-haendler-haften-bei-umsatzsteuer-betrug-21250/ Plattformen wie Amazon oder Ebay müssen künftig genauer bei der Umsatzsteuer hinschauen. Der Bundestag hat beschlossen, dass die Händler im Betrugsfall selbst haften müssen. Nach dem Gesetz, das die Abgeordneten am Donnerstagabend verabschiedeten, haften in Zukunft grundsätzlich die Plattform-Betreiber für Verkäufer, die keine Umsatzsteuer zahlen. Allerdings muss nach dem Bundestag auch noch der Bundesrat der Neuregelung zustimmen.

Durch Steuerbetrug im Online-Handel gehen dem Staat jährlich Hunderte Millionen Euro verloren. Vor allem Händler aus Fernost umgehen oft die Umsatzsteuer. Bisher liegt die Versteuerungspflicht bei den Händlern, die die Plattformen zum Verkauf ihrer Waren nutzen. Mangels Adressen hat das Finanzamt aber oft keinen Zugriff, wenn die Verkäufer die fälligen Steuern nicht entrichten.

Deswegen werden jetzt die Betreiber der Plattformen in die Pflicht genommen. Sie haften nur dann nicht für ihre Händler, wenn sie dem Finanzamt eine Bescheinigung über die steuerliche Registrierung der Verkäufer vorlegen.

 

dpa/pf

 

 

 

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news-21246 Thu, 08 Nov 2018 15:58:04 +0100 Auskunftspflicht bei illegalen Uploads http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/auskunftspflicht-bei-illegalen-uploads-21246/ Der Bundesgerichtshof hat heute darüber verhandelt, welche persönlichen Daten Dienste wie Youtube herausgeben müssen, wenn Urheberechtsverletzungen geahndet werden sollen. Ob Kino-Blockbuster oder Top-Ten-Album: Wer Filme und Musik unberechtigterweise online stellt, verletzt Urheberrechte und riskiert Schadenersatzforderungen. Aber nicht immer können die Geschädigten den Verantwortlichen auf die Schliche kommen. Mit welchen Daten müssen Internet-Plattformen wie Youtube ihnen dabei behilflich sein? Darüber hat am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelt. (Az. I ZR 153/17)

Um was genau geht es?

Gleich drei Nutzer stellten 2013 und 2014 die Kinofilme „Parker” und „Scary Movie 5” bei Youtube ein, sie wurden dort etliche tausend Mal abgerufen. Die Constantin Film Verleih GmbH will gegen die Schuldigen vorgehen. Sie verbergen sich aber hinter Fantasienamen.

Warum ist das ein Problem?

Anders als in Internet-Tauschbörsen, die oft keinen zentralen Betreiber haben, hinterlassen die Nutzer auf Youtube nicht sichtbar ihre IP-Adresse. Mit der IP-Adresse können Geschädigte beim Provider herausfinden, von welchem Anschluss aus die Datei zum Herunterladen angeboten wurde. Sie erfahren dann Name und Anschrift des Inhabers. Bei Video-Portalen hat nähere Informationen nur der Betreiber.

Um welche Daten wird gestritten?

Wer Youtube aktiv nutzen will, muss beim Mutterkonzern Google ein Konto eröffnen. Für die Registrierung braucht es einen Namen, eine E-Mail-Adresse und das Geburtsdatum. Um Videos zu veröffentlichen, die länger als 15 Minuten sind, musste man früher außerdem eine Mobilfunknummer angeben. Youtube hat im Prozess erklärt, weder die richtigen Namen noch die Anschriften der Nutzer zu kennen. Constantin Film will nun die Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Außerdem soll Youtube die IP-Adressen herausgeben, die beim Hochladen der Filme und für den jüngsten Zugriff auf die Nutzerkonten verwendet wurden. Umstritten ist, ob es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt.

Weshalb ist das unklar?

Relevant ist eine 1990 ins noch ältere Urheberrechtsgesetz eingefügte Vorschrift. Sie sieht nur Auskünfte über „Namen und Anschrift” vor. Die Frage ist: Ist das abschließend gemeint? Zuletzt hat das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main Youtube im August 2017 zur Herausgabe der E-Mail-Adressen verurteilt. Die Richter waren der Ansicht, dass der Begriff „Anschrift” so viel wie „Adresse” bedeutet und in der heutigen Zeit auch die E-Mail-Adresse umfasst. Weitere Auskünfte sehe das Gesetz aber nicht vor. Der BGH-Senat scheint diese Ansicht zu teilen. Die Richter nehmen sich aber noch Zeit für Beratungen, erst danach soll das Urteil verkündet werden.

Welche Bedeutung hat das Verfahren?

Youtube möchte nach eigener Darstellung in erster Linie Rechtssicherheit bei der Frage, welche Daten herausgegeben werden müssen. Brisanter für das Unternehmen ist ein zweites BGH-Verfahren, das seit kurzem beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) liegt. Dort streitet ein Musikproduzent dafür, dass die Plattform selbst für den Schaden aufkommen muss, den ihre Nutzer durch das unberechtigte Einstellen fremder Werke anrichten. Bisher sperrt Youtube solche Inhalte nur, wenn sie gemeldet werden oder auffallen. Dafür durchforstet eine speziell entwickelte Software die Plattform. Die Frage ist, ob das für die Zukunft so ausreicht. Denn auch ein aktueller Entwurf für eine Reform des EU-Urheberrechts sieht eine generelle Haftung der Betreiber bei Urheberrechtsverletzungen vor.

dpa/Anja Semmelroch/pf

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news-21245 Thu, 08 Nov 2018 15:40:36 +0100 Sicheres surfen für Kinder und Jugendliche http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/sicheres-surfen-fuer-kinder-und-jugendliche-21245/ Google gibt Eltern mit einer neuen App mehr Möglichkeiten, um die Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu kontrollieren. „Mit der App Family Link können Eltern die Konten und Geräte ihrer Kinder verwalten”, sagte Sabine Frank, Leiterin Jugend- und Verbraucherschutz bei Google, in Hamburg. So können die Eltern unter anderem Zeitlimits für die Geräte festlegen oder unangemessene Inhalte blockieren. „Wir möchten den Eltern helfen, ihre Kinder im digitalen Zeitalter im richtigen Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken zu schulen”, sagte Frank. Family Link wurde in Deutschland im Mai diesen Jahres eingeführt. Die App ist für Android und iOS verfügbar.

Für das vor kurzem gestartete Sicherheitscenter hat Google unter anderem mit dem Verein Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM) zusammengearbeitet. Hier finden Eltern in einem explizit an sie gerichteten Bereich Tipps, wie Eltern mit Kindern und Teenagern darüber sprechen können, im Internet rücksichtsvoll und online sicher zu sein. „Viele Eltern sorgen sich um die Online-Nutzung ihres Kindes”, sagte Martin Drechsler von FSM. Die meisten hätten Angst vor Kontakt zu Fremden, verstörende Gewalt- und Pornografieinhalte und Cybermobbing. Bei Teenagern sei die größte Sorge, dass sie zu viel Zeit vor dem Computer verbringen.

 

 

dpa/pf

 

 

 

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news-21244 Thu, 08 Nov 2018 15:12:05 +0100 Bunte Smartwatch mit neuem Prozessor http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/bunte-smartwatch-mit-neuem-prozessor-21244/ Fossil präsentiert mit der Sport Smartwatch sein neues Modell im Wearable-Sortiment. Basierend auf der vor kurzem eingeführten Qualcomm-Snapdragon-Wear-3100-Plattform und dem überarbeiteten Wear OS von Google, hat die Uhr mehrere neue technische Features, unter anderem eine längere Akkulaufzeit, einen neuen Energiesparmodus, einen verbesserten Umgebungslichtsensor, einen Herzfrequenzsensor, Nahfeldkommunikation (NFC) und ungebundenes GPS. Die Fossil Sport wird in sechs Farben erhältlich sein, zwei Gehäusegrößen (41 mm und 43 mm) und verschiedene Bandoptionen sollen das Angebot ergänzen. Das neue Nylon-/Aluminiumgehäuse mache diese Uhr zur bislang leichtesten Smartwatch. Darüber hinaus sei die Sport-Smartwatch mit einem leistungsfähigeren Akku (350 mAh) und dem neuen Snapdragon-Wear-3100-Prozessor ausgerüstet, was zum einen die Akkulaufzeit verlängere und zum anderen neue Funktionen ermögliche.

Wenn man das Ladegerät vergessen habe oder über das Wochenende einfach mal offline sein möchte, könne man mithilfe des Energiesparmodus die Akkulaufzeit verlängern, bis man die Uhr wieder aufladen kann. Im Zuge der Software-Entwicklung wird auch die Akkulaufzeit weiter optimiert. Der Prozessor unterstütze den Umgebungslichtsensor für ein verbessertes Nutzererlebnis. Ausgewählte Zifferblätter erscheinen bunter und kontrastreicher und ein über das Zifferblatt wandernder Sekundenzeiger soll Dynamik vermitteln.

Mit einem Fingerstreich sollen Nutzer auf Informationen zugreifen, proaktive Hilfe vom Google Assistant und ein Gesundheitscoaching von Google Fit erhalten können. Der Uhrenhersteller hat außerdem drei Zifferblätter kreiert, auf denen Google Fit integriert ist, um den Fortschritt bei der Erreichung der neuen Ziele Aktivitätsminuten und Kardiopunkte  anzuzeigen, die das Programm basierend auf Empfehlungen der WHO und der American Heart Association entwickelt hat.

Zusätzlich zu integriertem Herzfrequenzsensor, erhöhter Konnektivität, GPS und NFC- Schnittstelle bietet das Wearable weitere Funktionen. Mit der Schnellladefunktion kann sie innerhalb einer Stunde fast vollständig aufgeladen werden. Alle Uhren haben neue vorinstallierte Apps wie den führenden Streaming-Musikdienst Spotify und die Sicherheits-App Noonlight.

Bild: Fossil

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news-21242 Thu, 08 Nov 2018 14:03:08 +0100 d!talk diskutiert die Zukunft der digitalen Transformation http://www.it-zoom.de/it-director/e/dtalk-diskutiert-die-zukunft-der-digitalen-transformation-21242/ Welche Chancen bietet KI? Wie mächtig ist Blockchain? Wie wehrt man sich gegen Cyber-Attacken? Das Konferenzformat Cebit d!talk präsentiert und diskutiert im Juni 2019 die Zukunft der digitalen Transformation. Einen Schwerpunkt im Programm bilden die themenorientierten Summits. Sie sollen die Schlüsseltechnologien der digitalen Wirtschaft sowie deren Auswirkungen und Einsatzmöglichkeiten für ausgewählte Branchen in den Mittelpunkt stellen. Es geht unter anderem um Künstliche Intelligenz, Blockchain, Cyber-Sicherheit, das Internet der Dinge und Data Analytics, aber auch um die Arbeit der Zukunft, digitales Marketing, Kundenmanagement und Nachhaltigkeit.
In Ergänzung zu den die Digitalisierung prägenden Technologien thematisieren die Summits führende Anwenderbranchen wie die öffentliche Hand, den Gesundheitsmarkt, Handel und Distribution, Mobilität und Finanzdienstleistungen.

Die ersten Sprecher stehen fest

Rund acht Monate vor der Veranstaltung stehen die ersten Sprecher fest. Mit dabei ist unter anderem Mikko Hypponen, Experte für Computersicherheit und Chief Research Officer von F-Secure. Er spricht beim Cyber Security Summit über die herausragende Bedeutung von Sicherheitslösungen in der digitalisierten Welt, "Technologie prägt die Welt. Deshalb brauchen wir jetzt sichere Technologien mehr denn je", betont Hypponen. Weitere Sprecher sind Ralf Schrömgens, CEO und Mitgründer der Hotelsuchmaschine Trivago, sowie Christoph Gerber, Gründer des Lieferdienstes Lieferando und Chef von Talon One, ein Unternehmen, das die Planung von Promotion-Aktionen vereinfachen will.
Dr. Anna Lukasson-Herzig präsentiert ihr Unternehmen Nyris, das eine Technologie zur Bild- und Objekterkennung mithilfe Künstlicher Intelligenz entwickelt hat.

Um kostenlose Online-Nachhilfe geht es bei "The Simple Club". Die Lernplattform für Schüler und Studenten bietet Informationen zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen. Über den Erfolg dieser Plattform sprechen die Firmengründer Alexander Giesecke und Nicolai Schork.

Weitere bereits bestätigte Sprecher sind der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer, der ehemalige Tech-Blogger und jetzige Head of Digital Transformation von Daimler Sascha Pallenberg und Tijen Onaran, Chefin und Gründerin des weltweiten Netzwerks Global Digital Women.

Die Cebit entwickelt das Design der d!talk-Bereiche erneut gemeinsam mit der Hochschule Hannover. Studierende der Fakultät III, Studiengang Integrated Media & Communication entwickeln die Bildwelten für die Konferenzbereiche unter dem Motto "Technologie und Stadt". Das Szenario beinhaltet die Bühnen, das Auditorium und die Workshop-Räume.

Bild: Cebit

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news-21241 Thu, 08 Nov 2018 13:06:55 +0100 5G-Ausbau bringt regionales Roaming http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/5g-ausbau-bringt-regionales-roaming-21241/ Beim Ausbau des Mobilfunks wurde das nationale Roaming von den Netzbetreibern bisher klar abgelehnt. Eine regionale Variante soll nun allerdings doch zur Praxis werden. Darauf haben sich Bundesregierung und Bundesnetzagentur nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in gemeinsamen Gesprächen am Montag verständigt. Mit der Versorgungsauflage soll eine bessere Versorgung im ländlichen Raum mit dem mobilen Breitband-Internet erreicht werden. Im Vergleich zur Technologie 4G (LTE) ist 5G um ein Vielfaches schneller. Demnach kann ein regionales Roaming angeordnet werden, wenn an Bundes- und Landstraßen sowie Wasserwegen wegen hoher Kosten nur ein Telekommunikationsunternehmen ein Netz ausbaut. In diesem Falle solle dieses Unternehmen anderen Anbietern die Infrastruktur gegen ein reguliertes Entgelt überlassen. Ein sogenanntes nationales Roaming - also für die gesamte Fläche Deutschlands -, wie es zuvor immer wieder in der Diskussion war, ist aber nicht vorgesehen.

Ein nationales Roaming hätte Neueinsteigern wie United Internet (mit Marken wie 1&1) den Einstieg in den 5G-Markt erleichtert, weil dann die Netze der Konkurrenz als Lückenfüller hätten dienen können. Insbesondere die Deutsche Telekom hatte dieses Konzept als „Trittbrett-Fahrerei” kritisiert. „Wenn die regulatorischen Rahmenbedingungen falsch gesetzt werden oder überzogen sind, droht Deutschland ein industriepolitisches Desaster”, warnte Telekom-Chef Tim Höttges am Donnerstag. Neben der Telekom befürchtet auch der Netzbetreiber Vodafone, dass bei einem nationalen Roaming die nötigen Investitionen ausbleiben könnten, weil Wettbewerber ohne eigenes Netz überproportional davon profitieren würden. Entsprechende Verpflichtungen würden den Ausbau im ländlichen Raum eher verhindern, heißt es von der Telekom.

Die Vorgaben der Bundesnetzagentur für den Ausbau entlang von Bundes- und Landesstraßen seien jedoch bereits dann erfüllt, wenn nur ein Lizenznehmer den Ausbau sicherstelle, heißt es in einem Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion, das der dpa vorliegt. Deshalb sei ein regionales Roaming nötig. Es solle jedoch ausschließlich für Anbieter gelten, die ihrerseits selbst in der Versorgung der Fläche investierten, heißt es dort. Zudem sprechen sich die Unions-Vertreter in ihrem Strategiepapier für eine Ermächtigung der Bundesregierung aus, mit Lizenznehmern die Erschließung bislang unversorgter Gebiete zu klären und den Betreibern dabei im Gegenzug für 20 Jahre das Recht einzuräumen, auf Grundstücken des Bundes kostenlos Sendemasten aufzustellen.

Streitpunk Versorgungsauflagen

Für ein begrenztes regionales Roaming wäre noch eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes im kommenden Jahr notwendig. Die Bundesnetzagentur will Ende November die Vergaberegeln festlegen, auf deren Basis im nächsten Jahr 5G-Frequenzen versteigert werden sollen. Neben dem regionalen Roaming wurden laut Kreisen zwischen Politik und Netzagentur weitere Versorgungsauflagen besprochen, etwa für Autobahnen, Bundesstraßen und die Schiene. Daneben geht es um die Übertragungsgeschwindigkeit. Zur Durchsetzung der Versorgungsauflagen solle es Sanktionsmöglichkeiten geben.

Ein erster Entwurf der Netzagentur zu den 5G-Vergaberegeln war in der Politik auf breite Kritik gestoßen, dabei ging es vor allem vor um die Flächenversorgung. Viele Politiker aus Regierung und Opposition forderten eine komplette Abdeckung der Fläche mit 5G-Netzen. Provider wie die Deutsche Telekom verweisen darauf, dass eine hundertprozentige Abdeckung der Fläche in Deutschland wirtschaftlich unsinnig und technisch nicht notwendig sei.

dpa/pf

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news-21238 Thu, 08 Nov 2018 09:50:22 +0100 Gute KI, böse KI http://www.it-zoom.de/it-director/e/gute-ki-boese-ki-21238/ Wann bewegen sich Datenanalysen und im nächsten Schritt Künstliche Intelligenz und Machine Learning im moralisch akzeptablen Rahmen? Und wann gehen sie eindeutig zu weit? Eine immer breitere Datenbasis stellt die wichtigste Grundlage für den professionellen Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning (ML) dar. Denn nur, wenn Algorithmen regelmäßig mit immer mehr schlüssigen Informationen gefüttert werden, werden sie „intelligent“ und entwickeln sich selbstständig weiter, um schließlich bestenfalls ähnlich den Menschen reagieren können.

Das mit zunehmender Digitalisierung und Vernetzung exorbitante Datenwachstum lässt demnach die Herzen von KI-Spezialisten und „Data Scientists“ höher schlagen. Gehen damit doch schier unbegrenzte Analysemöglichkeiten einher. Dass in den Unternehmen nicht jeder Mitarbeiter sensible Daten einsehen oder auswerten darf, regelt zum einen der Gesetzgeber beispielsweise mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Diese gibt klare Regeln vor, wie der Umgang mit personenbezogenen Daten zu handhaben ist. Zum anderen stehen die Unternehmen selbst in der Pflicht, möglichen Datenmissbrauch auszuschließen. Letzteres wird häufig unter dem Schlagwort „Datenethik“ zusammenfasst, in dessen Rahmen sich aktuell immer mehr Unternehmen dazu verpflichten, nicht gegen gesellschaftlich anerkannte Werte zu verstoßen.

 Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Doch genau hier liegt die Crux: Die Grundsätze für moralisches Handeln sehen in Asien anders aus als in Afrika, Europa oder Amerika. Selbst innerhalb einer politischen Gemeinschaft wie der Europäischen Union gibt es zahlreichen kulturelle Unterschiede zwischen einzelnen Ländern, die sich wiederum in unterschiedlichen Moralvorstellungen widerspiegeln. Zudem ist bei einer selbst auferlegten Digitalethik der Unternehmen nicht klar, wer eigentlich den Rahmen dafür schafft und welche Strafen nach einem Verstoß tatsächlich drohen. So wird sich wohl kein Unternehmen selbst Schaden zufügen. Nicht zuletzt könnte es sein, dass zunächst strikte ethische und moralische Vorgaben flexibel aufgeweicht werden, wenn diese dem betroffenen Unternehmen nützlich wären und etwa große Gewinnsteigerungen versprechen.

Hehre Ziele, schwierige Umsetzung

Solche Einschätzungen machen klar, dass die Forderung nach digitaler Ethik und mehr Verantwortung bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz viele offene Fragen impliziert. Eine wichtige Frage lautet, wer den Rahmen für Datenethik überhaupt vorgibt. Momentan wird darüber nicht nur hierzulande heißt diskutiert, vielmehr beschäftigen sich weltweit sämtliche Eliten, Wissenschaftler und Politiker mit diesem Thema.

Häufig zeichnen sich solche Debatten durch leere Phrasen und heiße Luft aus. Doch die eine oder andere Absichtserklärung macht Hoffnung für die Zukunft. So haben sich etwa auf der „International Joint Conference on Artificial Intelligence“ (IJCAI) Mitte Juli 2018 in Stockholm mehrere Größen der Tech-Branche darauf geeinigt, sich nicht an der Entwicklung von tödlichen KI-Waffen zu beteiligen. Zum Hintergrund: Die Rolle von Künstlicher Intelligenz nimmt in nahezu allen Lebensbereichen eine immer größere Rolle ein. Dass sich auch die militärische Forschung intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, dürfte dementsprechend niemanden überraschen. Doch während der Einsatz von eigenständig denkenden Maschinen in Bereichen wie Fertigung oder Kundenservice (z. B. Chatbots) nicht ganz so viele Fragen offen lässt, birgt die tödliche Anwendung in Kampfgebieten viele ethische Fallstricke. 

Zu diesem Schluss sind auch die IJCAI-Teilnehmer gekommen, die sich mittels eines Abkommens darauf einigten, sich nicht an der Entwicklung solcher Waffensysteme zu beteiligen. Zu den Unterzeichnern gehören u. a. Tesla-Chef Elon Musk, die Deepmind-Mitgründer Shane Legg, Mustafa Suleyman und Demis Hassabis, Skype-Erfinder Jaan Tallinn und andere Wissenschaftler aus dem Bereich der KI-Forschung. Dabei heißt es in dem Abkommen, dass die Entscheidung, ein Menschenleben zu vernichten, niemals an eine Maschine delegiert werden dürfe. Darüber hinaus sei der Einsatz solcher Technik für jede Region extrem destabilisierend. Max Tegmark, Unterzeichner des Abkommens und Physik-Professor am MIT, verglich autonom tötende Angriffssysteme gar mit dem Einsatz von biologischen Massenvernichtungswaffen und riet dazu, diese auch genauso zu behandeln.

Neben globalen Diskussionen hat sich auch auf nationaler Bühne einiges getan: So hat sich diesen Sommer die Bundesregierung selbst der ethischen Nutzung von Datenanalysen und Künstlicher Intelligenz angenommen und das Thema offiziell zur Chefsache erklärt. Die im Juli offiziell ins Leben gerufene Datenethikkommission kam dabei Anfang September das erste Mal zusammen. Zu ihren wichtigsten Zielen gehört die Entwicklung ethischer Leitlinien für eine sich digitalisierende Gesellschaft. Dabei will man die Ergebnisse der Datenethikkommission bei der Ausarbeitung der ebenfalls im Juli angekündigten Strategie für Künstliche Intelligenz einbeziehen.

Viel Licht und Schatten

Die Vorgehensweise der Bundesregierung erntete einerseits großes Lob, andererseits zog sie jedoch auch Kritik nach sich. Denn ob in einigen wenigen Treffen die komplexe Themenvielfalt von KI und Analytics abgehandelt werden kann, bleibt fraglich. Alles in allem sei es jedoch ein großer Erfolg, dass im Jahr 2018 überhaupt eine Datenethikkommission tagt, betont Marco Junk, Geschäftsführer beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Diese Feststellung mag leicht sarkastisch klingen, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Politik das Internet noch vor wenigen Jahren als „Neuland“ bewertete. Beim künftigen Vorgehen der Kommission, rät Junk weiter, sollte die Diskussion um Datenethik geltende ethische Grundsätze nicht in Frage stellen. „Vielmehr sollten wir uns damit als Gesellschaft der Herausforderung stellen, das bestehende ethische Verständnis ins digitale Zeitalter zu übertragen“, betont Marco Junk.

Dinko Eror, Managing Director von Dell EMC in Deutschland, befürwortet generell die Bestrebungen: „Innovation ist wichtig, aber kein Selbstzweck. Deshalb sollten sich Unternehmen und Wissenschaftler ethische Grenzen setzen. Notfalls müssen die Gesetzgeber nachhelfen.“ Seiner Ansicht nach sollte nicht alles, was technisch möglich ist, auch erlaubt sein.

Neben dem großen, allumspannenden – und damit recht allgemein ausgelegten – Vorstoß der Bundesregierung rücken immer mehr Teildisziplinen das Thema in den Vordergrund. Auf Initiative Verbands der Elektrotechnik (VDE) und dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) gründeten etwa im Sommer acht internationale Standardisierungsorganisationen die Open Community for Ethics in Autonomous and Intelligent Systems (Oceanis) in Wien. „Die Entwicklung von KI in autonomen Systemen geht mit großen Schritten voran. Genau deswegen müssen wir jetzt ethische Aspekte in der Normung von autonomen und intelligenten Systemen transparent verankern“, erklärt Michael Teigeler, Geschäftsführer im VDE, die Gründung des globalen Forums.

Im Rahmen von Oceanis wollen die Standardisierungsgremien weltweit eng zusammenarbeiten, um technische Lösungen zu entwickeln, die sich lokal wie auch global anwenden lassen und Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Orientierung bieten. „Der Gründungsgedanke des VDE gilt heute mehr denn je: Mit Normung und Standardisierung, mit wissenschaftlicher Expertise und einem breiten gesellschaftlichen Dialog die Gesellschaft nicht nur über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufzuklären, sondern sie bei der Überwindung von Ängsten zu unterstützen“, erklärt Hinz das Engagement des Verbands.

Daneben hat sich unlängst das Cologne Center for Ethics, Rights, Economics and Social Sciences of Health (Ceres) der Universität zu Köln die digitale Medizinethik auf die Fahne geschrieben. Denn die allgegenwärtige Digitale Transformation betrifft den Gesundheitssektor in besonderem Maße. „Die digitalisierte Medizin eröffnet vielversprechende Möglichkeiten in Forschung, Therapie, Prävention und Pflege. Dabei birgt der Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten, die Nutzung Künstlicher Intelligenz und der Einsatz von Apps als digitale Assistenz- und Überwachungssysteme jedoch auch Risiken“, erklärt Professorin Dr. Christiane Woopen, Geschäftsführende Direktorin von Ceres und Co-Sprecherin der erwähnten Datenethikkommission der Bundesregierung.

Bedrohung der Menschenrechte?

Neben den Säulen aus Politik und Gesellschaft beschäftigen sich immer mehr Unternehmen mit Fragen rund um Digitale Ethik. Für großes Medienecho sorgte etwa nach der IJCAI-Konferenz auch die Bekanntmachung von Google, dass sich die Mitarbeiter gegen den Einsatz von KI-Technologien im Rüstungssektor ausgesprochen hätten. Zuvor war bekannt geworden, dass das Pentagon unter anderem Drohnen und andere Waffen mit KI versehen will, damit sie Ziele eigens identifizieren und Entscheidungen selbst treffen können. „Viele KI-Forscher betrachten solche Entwicklungen mit besonderer Skepsis – wenn nicht sogar mit Abscheu. Dabei haben Tausende von ihnen bereits eine freiwillige Selbstverpflichtung unterschrieben, nicht an autonomen Waffensystemen zu forschen. Aber wie stehen die übrigen tausenden zu solchen Einsätzen“, fragt Dink Eror.

Aufgrund der rasanten Weiterentwicklung von KI-Technologien könnte es nicht nur bei Waffensystemen, sondern in vielen weiteren Bereichen – wie Autonomes Fahren, Virtual Reality oder E-Commerce – passieren, dass die Kontrolle darüber verlorengeht. Mittlerweile kommen sogar IT-Unternehmen, die als Vorreiter in Sachen KI gelten, ins Grübeln, gibt Eror zu bedenken. So betrachtet etwa Microsoft KI-basierte Gesichtserkennung als Bedrohung der fundamentalen Menschenrechte wie Privatsphäre und Meinungsfreiheit. Die schrieb zumindest President Brad Smith vor einiger Zeit offiziell in seinem Blog.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bezweifelt der Dell-EMC-Deutschland-Chef, dass die Selbstverpflichtung von Industrie und Forschung allein der richtige Weg wäre, um ethische Innovationen sicherzustellen. „Vielmehr hat die Wirtschaftsgeschichte gezeigt, dass die Selbstverpflichtung von Industrie und Forschung nicht zu ethischen Innovationen führt“, erklärt Eror. „Sei es beim Rauchverbot, der Frauenquote oder der Nahrungsmitteltransparenz: Mögliche Absatzvorteile haben Unternehmen immer höher bewertet als ethisches Handeln. Ich bin mir sehr sicher, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.“

Die Black Box der KI öffnen

Die Schwierigkeit wird künftig darin liegen, sämtliche KI-Initiativen dahingehend zu überprüfen, ob sie ethisch und moralisch einwandfrei arbeiten. In diesem Zusammenhang brachte bereits im Juli 2018 die Unternehmensberatung Accenture das sogenannte „AI Fairness Tool“ heraus. Die Software soll sowohl Staat als auch Unternehmen dabei helfen, von ihnen eingesetzte KI-Systeme daraufhin zu überprüfen, ob sie alle Menschen fair und vorurteilsfrei behandeln. Denn bislang könne kaum ausgeschlossen werden, dass intelligente Algorithmen Menschen fair und neutral gemäß ihrer Herkunft, Alter, Geschlecht, Einkommen oder Wohnort behandeln.

Damit KI-Systeme neutral und vorurteilsfrei sind, bietet das Tool laut Anbieter einen schnellen Überblick darüber, ob und welche Daten (und Features) einen diskriminierenden Effekt haben und wie stark deren Einfluss auf die Aussagekraft des verwendeten Modells ist. Dabei funktioniere die Lösung ähnlich einem Frühwarnsystem und richte sich vor allem an Anwender, die keinen technischen Hintergrund haben, aber dennoch die Funktion eines KI-Modells sowie eine mögliche Diskriminierung auf Grund der genutzten Datensätze besser verstehen wollen.

Sicherheit soll eine dreistufige Überprüfung der Vorgehensweise bringen. Eine davon betrifft die Bewertung und Nachjustierung von KI-Algorithmen, was an folgendem Beispiel erklärt wird: Bei der Entwicklung des Tools wurde u. a. ein Datensatz für die Bestimmung von Kreditrisiken deutscher Verbraucher genutzt. Dabei stellte sich heraus, dass die Nationalität eines Kreditnehmers im verwendeten Modell großen Einfluss auf das Ergebnis hatte und insbesondere nichtdeutsche Staatsbürger benachteiligte. Mit Hilfe des Tools konnte laut Hersteller gezeigt werden, dass die Vorhersagekraft des Modells auch ohne ‚Nationalität‘ signifikante Ergebnisse liefert und die Erhebung dieses Merkmals daher unerheblich für die Berechnung des Kreditausfallrisikos ist. „Künstliche Intelligenz lernt aus Daten der realen Welt und bildet daher auch existierende Ungleichheiten und Vorurteile ab. Bisher lag der Fokus von Forschung und Wirtschaft vor allem darauf, die theoretischen Implikationen zu verstehen und die gesellschaftliche Debatte ins Rollen zu bringen”, fasst Andreas Braun, Analysespezialist bei Accenture, die Beweggründe zur Entwicklung des Tools zusammen.

Auch bei IBM hat man sich hehre Ziele gesetzt. Mit einer neuen Software will ,an die Entscheidungen von Künstlicher Intelligenz nachvollziehbarer machen. Sie öffne die „Black Box” der KI und erkenne automatisch mögliche Verfälschungen bei den Ergebnissen, teilte das Unternehmen mit. „Alle Entscheidungen, die Künstliche Intelligenz trifft, haben ihre Basis in den eingegebenen Daten”, erklärte Wolfgang Hildesheim, der bei IBM in Deutschland für KI zuständig ist. „Da kann der Algorithmus so gut sein, wie er will.” IBMs neue Technologie überprüfe etwa, ob eine ausgewogene und signifikante Datenbasis vorliege und damit auch tatsächlich verlässliche und relevante Ergebnisse geliefert werden können.

Das Werkzeug soll in Echtzeit Licht ins Dunkel bringen, wie eine KI-Anwendung zu ihren Entscheidungen kommt. Soll sie etwa den Bankberater dabei unterstützen, über die Kreditwürdigkeit eines Kunden oder geeignete Finanzprodukte zu entscheiden, müsse die entsprechende KI-Datenbasis so neutral und ausgewogen wie möglich sein. Der Service lasse sich auf verschiedenen Plattformen für maschinelles Lernen innerhalb IBMs Cloud-Angebot nutzen, sagte Hildesheim. Einen Teil der Lösung will das Unternehmen zudem allen Entwicklern aus der Open-Source-Gemeinde zur Verfügung stellen.

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Ina Schlücker IT-Director Startseite it-zoom