IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Wed, 23 Oct 2019 17:09:09 +0200 Wed, 23 Oct 2019 17:09:09 +0200 TYPO3 EXT:news news-24256 Wed, 23 Oct 2019 16:59:47 +0200 Rhomberg Bau digitalisiert Rechnungsverarbeitung http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/rhomberg-bau-digitalisiert-rechnungsverarbeitung-24256/ Rhomberg Bau, ein Komplettanbieter im Bereich Bauen und Wohnen, implementiert mithilfe des Schweizer DMS-Anbieters Kendox einen digitalisierten und einheitlichen Prozess bei der Rechnungsverarbeitung. Dadurch erzielt das Unternehmen eine schnellere Durchlaufzeit beim Freigabeprozess von Rechnungen und damit einhergehende Kosteneinsparungen. Dadurch will das Unternehmen eine schnellere Durchlaufzeit beim Freigabeprozess von Rechnungen und damit einhergehende Kosteneinsparungen erzielen. Gleichzeitig soll die Einhaltung der gesetzlichen Rechnungsmerkmale gemäß Umsatzsteuergesetz im Workflow sichergestellt werden. Die Buchhaltungsabteilung des Unternehmens koordiniert als Dienstleister innerhalb der international agierenden Rhomberg Gruppe den Rechnungsworkflow für über 60 Firmen. Hierbei fallen jährlich rund 40.000 Eingangsrechnungen an. Um diese zu digitalisieren und deren Bearbeitung zu erleichtern, setzt Rhomberg Bau auf das „task-><-link“-System von Kendox – eine auf IBMi (AS/400) basierende Lösung für die Baubranche.

Ziel des Projekts mit Kendox war die Optimierung der Freigabeprozesse für Papierrechnungen durch die Implementierung eines firmenweiten Workflows für eine zentrale Eingangsverarbeitung in der Buchhaltung sowie die sichere und genau dokumentierte Weiterverarbeitung und Archivierung. Vor der Umstellung gingen die Eingangsrechnungen in Papierform an den jeweiligen Sachbearbeiter. „Unter Umständen konnte es zwei bis drei Wochen dauern, bis eine bestimmte Rechnung in der Buchhaltung vorlag – auch aufgrund der unterschiedlichen Standorte“, erklärt Irmgard Mayerhofer, Leiterin Rechnungswesen bei Rhomberg Bau. 

Ein weiteres Ziel war die lückenlose Dokumentation aller Bearbeitungsschritte. Beim digitalisierten Workflow werde genau dokumentiert, wo eine Rechnung aktuell liegt, wer sie bearbeitet, welche Freigabeprozesse sie durchlaufen hat und wer für die nächsten Schritte verantwortlich ist. 

Mit dem neuen Workflow-System sei es der Rhomberg Bau GmbH gelungen, den Rechnungsworkflow zu digitalisieren und zu automatisieren. Eingangsrechnungen in Papierform werden dazu gescannt und E-Mails in einem zentralen Postfach empfangen. Mithilfe der integrierten Lösung Smart Fix von Insider Technologies erfolgt eine Belegdatenextraktion, die sowohl Kopf- als auch Positionsdaten der Rechnungen ausliest und validiert. Danach werden die digitalisierten Belege im Rahmen des „task-><-link“-Workflows zur Freigabe und an die jeweiligen Rechnungsprüfer weitergeleitet. Im Anschluss werden die Unterlagen zur Korrektur zurück an die Lieferanten übermittelt. Nach einer Endkontrolle durch die Buchhaltung, werden die Belegdaten an das Buchhaltungssystem zur endgültigen Verbuchung bzw. Zahlung weitergereicht.

Mit der Vereinheitlichung und Automatisierung aller Rechnungsprozesse erhöht die Rhomberg Bau nicht nur die Sicherheit und Transparenz, sondern spart durch die Automatisierung von Routineprozessen auch Zeit und Ressourcen. „Neben einem besseren Überblick stellen wir eine genaue Dokumentation sicher“, bestätigt Frau Mayerhofer. „Dank einer lückenlosen Dokumentation jeder Rechnung in Kombination mit dem 4-Augen-Prinzip gewinnt die Freigabe an zusätzlicher Sicherheit. Gleichzeitig wird mit der E-Mail-Anbindung des Rechnungsworkflows die Effizienz gesteigert und Kosten gespart.“

Die Rhomberg Bau ist aktuell dabei, die Schaffung weiterer Schnittstellen zur Optimierung des Rechnungsworkflows voranzutreiben. Mit dem nächsten Projektschritt sollen die Rechnungsdaten automatisiert aus dem Workflow an der Softwarelösung iTWO übergeben werden – ein für die Baubranche konzipiertes Kalkulationsprogramm. In einem nächsten Ausbauschritt ist zudem die Implementierung eines zentralen Ausgangsrechnungsworkflows geplant. Auch hier spielt die Rechnungskontrolle durch die Buchhaltung eine wichtige Rolle. 

Bild: Getty Images/iStock

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IT-Mittelstand FIBU REWE Controlling
news-24254 Wed, 23 Oct 2019 15:47:02 +0200 Exascale-Systeme im Blick http://www.it-zoom.de/it-director/e/exascale-systeme-im-blick-24254/ Dr. Martin Matzke, Head of Big Data and Security bei Atos Deutschland, im Interview über das Potential von High Performance Computing (HPC). ITD: Für welche Anwendungsfelder ist High Performance Computing (HPC) heute besonders prädestiniert?
M. Matzke: HPC findet in vielen strategisch wichtigen Forschungsfeldern Verwendung, etwa bei hochkomplexen Klimamodellen, Genomsequenzierung oder Nano-Materialien. Auch Unternehmen nutzen Hochleistungsrechner wie den BullSequana XH2000, um mit Big-Data-Anwendungen, KI und Simulationen neue digitale Geschäftsmodelle zu erschließen. Auf dem Gebiet der Cybersicherheit ist HPC prädestiniert, in enormen Datenmengen Muster zu erkennen und vorausschauende Security-Maßnahmen einzuleiten.

ITD: Welche Spitzenleistungen können Supercomputer heutzutage erreichen?
M. Matzke: Die weltweit leistungsstärksten Supercomputer werden zweimal jährlich in der sogenannten TOP500 Liste erfasst. In diesem Rennen führt derzeit mit einigem Abstand der „Summit“ des Oak Ridge National Laboratory in den USA. Aktuell werden 148,6 Petaflops (Stand: Juli 2019), also 148,6 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde erreicht.

Allerdings sind weltweit bereits Exascale-Systeme im Blick, das bedeutet eine Trillion Flops pro Sekunde – 18 Nullen. Atos arbeitet seit geraumer Zeit an einer energieeffizienten Lösung für solch einen Supercomputer, in den Jahren 2022 bis 2023 werden marktreife Produkte erwartet. Für Atos als europäischen Hersteller ist dabei das EuroHPC Joint Undertaking von besonderer Bedeutung, das sich zum Ziel gesetzt hat, Europa auf dem Gebiet des Supercomputings in eine Führungsrolle zu bringen. Atos engagiert sich mit seiner Expertise an diesem EU-Vorhaben.

ITD: Woran liegt es, dass Anwenderunternehmen mitunter eher noch zögern, in HPC-Lösungen zu investieren?
M. Matzke: Die enormen Ressourcen und die nötige Expertise für den Einsatz solcher Hochleistungsrechner können die meisten Unternehmen schlicht nicht bereitstellen. Zudem muss ein Supercomputer den Anforderungen von unterschiedlichen HPC-Anwendungen und Nutzern im Unternehmen gerecht werden, etwa hinsichtlich Prozessortyp und Kühlung. Aufgrund ihrer Flexibilität und Kosteneffizienz sind HPC-as-a-Service-Modelle für viele Unternehmen attraktiv.

ITD: Auf welche Funktionen oder Vertragsinhalte sollten Anwenderunternehmen, die „HPC as a Service“ nutzen wollen, besonders achten?
M. Matzke: Der wichtigste Aspekt beim „as a Service“-Ansatz ist nach wie vor die Datensicherheit. Bei den Daten, die von den Unternehmen berechnet werden, handelt es sich schließlich um das wichtigste Gut der Firmen. Daher muss eine umfassende Sicherheits-Infrastruktur deren Integrität bewahren und elementarer Bestandteil eines Servicevertrags sein.

ITD: Geht es um Hochleistungsrechner, dann drängen zunehmend auch Quantentechnologien in den Vordergrund. Worin liegen in diesem Zusammenhang die Unterschiede zwischen Quantensimulation und Quantencomputing?
M. Matzke: Während echte Quantencomputer mit quantenphysischen Effekten rechnen, nutzen Quantensimulatoren klassische Supercomputer, um die Funktionsweise der Zukunftstechnologie zu emulieren. Auf ihnen lassen sich bereits heute Anwendungen sowie Algorithmen für Quantencomputer in einer stabilen Umgebung entwickeln und testen. So haben Atos, Bayer und die RWTH Aachen in einem Forschungsprojekt komplexe Krankheitsbilder mithilfe des Atos Quantensimulators untersucht und bewiesen, dass die Technologie großen praktischen Mehrwert bietet. Sie nutzen die Atos Quantum Learning Machine (QLM), den weltweit leistungsstärksten Quantensimulator, um mit Hilfe großer Datenbestände die Entwicklung von Mehrfacherkrankungen zu erforschen.

ITD: Mit welchen „Kinderkrankheiten“ haben Quantenrechner aktuell noch zu kämpfen?
M. Matzke: Eine mitunter noch hohe Fehlerrate und störende Phänomene wie das sogenannte Quantenrauschen verkomplizieren die Entwicklung der Quantencomputer. Die quantenphysischen Stolpersteine lassen sich aber aus dem Weg räumen: So umschifft ein vielversprechender Ansatz namens NISQ (Noisy Intermediate-Scale Quantum) etwa komplexe Fehlerkorrektur-Verfahren und kompensiert das Quantenrauschen mit neuartigen Algorithmen.

ITD: Für Quantencomputing werden über die Hardware hinaus entsprechende Betriebssysteme und Software-Anwendungen benötigt. Wie weit sind hier die Entwicklungen fortgeschritten?
M. Matzke: Für Quantencomputer und -simulatoren stehen Programmiersprachen und Software Development Kits bereit, darunter QASM (Quantum Assembly Language) und Hybridsprachen auf Basis von Python. Fortschrittliche Software berücksichtigt Effekte wie das Quantenrauschen sowie Fehlerquoten schon auf den Quantensimulatoren. Somit lassen sich auf den stabilen Simulatoren Anwendungen und Algorithmen entwickeln, debuggen und testen, bevor sie auf realen Quantenrechnern zum Einsatz kommen.

Bildquelle: Atos

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Ina Schlücker IT-Director Startseite it-zoom Infrastruktur
news-24253 Wed, 23 Oct 2019 15:17:00 +0200 Google: Durchbruch beim Quantencomputing gelungen http://www.it-zoom.de/it-director/e/google-durchbruch-beim-quantencomputing-gelungen-24253/ Google ist nach eigenen Angaben ein bedeutender Schritt bei der Entwicklung von Quantencomputern gelungen. Mit Hilfe seines Prozessors Sycamore sei es möglich, eine Kalkulation in 200 Sekunden zu erledigen, für die der aktuell schnellste Supercomputer 10.000 Jahre benötigen würde, schreiben die Forscher in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht in dem Wissenschafts-Journal „Nature“. Damit sei die Demonstration der „Quantenüberlegenheit“ erstmals gelungen.

Schon seit Jahrzehnten suchen Wissenschaftler nach neuen Wegen in der Computertechnik. Von Quantencomputern erhoffen sie sich, dass bestimmte Rechenaufgaben um ein Vielfaches schneller als mit klassischen Computern durchgeführt werden können. Während bei einem binären Computer die kleinsten Einheiten, Bits genannt, entweder den Zustand 0 oder 1 annehmen, folgen die „Qubits“ des Quantencomputers den Gesetzen der Quantenmechanik - sie können mehrere Zustände zur selben Zeit darstellen.

Dieses Paradox gilt selbst in der theoretischen Physik noch heute als Herausforderung. Google-Chef Sundar Pichai zitiert in seinem Blog-Eintrag auch den US-amerikanischen Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman: „Wenn man denkt, man versteht die Quantenmechanik, versteht man die Quantenmechanik nicht.“

Meilenstein erreicht

Pichai gibt sich angesichts des möglicherweise erreichten Meilensteins bescheiden. Unterdessen spielt IBM den nun erreichten Erfolg etwas herunter und sagt, in der Rechnung von Google sei ein Fehler. Die gleiche Aufgabe sei mit einem klassischen System bereits in 2,5 Tagen lösbar, heißt es in einem Blog-Beitrag des Quantencomputer-Konkurrenten.

Vor rund vier Wochen war der Fachbeitrag der Google-Forscher schon einmal aufgetaucht. Er war für kurze Zeit über die Websites der amerikanischen Weltraumbehörde NASA verfügbar gewesen, kurz darauf allerdings wieder verschwunden. Das hatte bereits für viel Gesprächsstoff unter Wissenschaftlern gesorgt.

Letztlich dürfte Googles Durchbruch im Quantencomputing für die alltägliche Nutzung von Computern kaum berühren, auch weil die Maschinen wegen der erforderlichen tiefen Temperaturen und Vakuumzustände nicht auf handliche Geräte verkleinert werden können. Für die Wissenschaftler sei es zwar ein „Hallo Welt“-Moment, auf den sie gewartet hätten, schreibt Pichai. Aber zwischen den Laborergebnissen und praktischen Anwendungen von morgen liege noch ein langer Weg. „Es wird viele Jahre dauern, bis wir eine breitere Palette von realen Anwendungen implementieren können.“

dpa/tg

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IT-Director Startseite it-zoom IT-Markt Rechenzentrum / Server
news-24245 Wed, 23 Oct 2019 12:33:00 +0200 Facebook will Wohnungskrise mit viel Geld bekämpfen http://www.it-zoom.de/it-director/e/facebook-will-wohnungskrise-mit-viel-geld-bekaempfen-24245/ Der US-Konzern Facebook will der von der Tech-Industrie mitverursachte Wohnungsmarktkrise in Kalifornien mit einer Milliardeninvestition entgegentreten. Eine Milliarde US-Dollar (knapp 900 Millionen Euro) sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre in verschiedene Wohnungsbau-Projekte fließen, teilte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) mit.

Ein Viertel der Summe ist demnach für ein Bauprojekt mit dem Bundesstaat Kalifornien geplant und fast so viel für die bauliche Erschließung von Land, das Facebook am Standort seiner Zentrale Menlo Park erworben hat.

Auch will der Konzern den Bau von Wohnungen für Lehrer und „andere wichtige Arbeitskräfte“ unterstützen, damit diese „nahe der Gemeinden leben können, in denen sie arbeiten“. Die Expansion der Tech-Riesen und Internetkonzerne wie Facebook, Google oder Apple im Silicon Valley südlich von San Francisco hatte die dortige Wohnungsmarktkrise deutlich verschärft.

Kaum noch bezahlbare Wohngegegenden

Tausende Fachkräfte und Spitzenverdiener zogen in den vergangenen Jahren in die ohnehin kostspielige „Bay-Area“. Mitarbeiter, die mit dem Verkauf von Firmenanteilen reich wurden, ließen sich dort nieder. Die Immobilienpreise schossen in die Höhe, die Gegend ist kaum noch bezahlbar für mittlere und niedere Einkommensschichten. Wie Facebook ausführt, gehört zu letzteren in San Francisco bereits eine vierköpfige Familie mit einem Haushaltseinkommen von 100.000 Dollar.

Wegen der Knappheit von Wohnungen übernachten aber auch viele gut verdienende Programmierer in Campingwagen am Straßenrand. Weniger gut gestellte Angestellte und Arbeiter wohnen weit außerhalb und müssen jeden Morgen lange Anfahrtzeiten in Kauf nehmen.

Der Google-Mutterkonzern Alphabet hatte bereits im Juni ein Paket über eine Milliarde Dollar für Wohnungsbauzwecke in Kalifornien geschnürt. US-Softwareriese Microsoft kündigte im Januar Investitionen von 500 Millionen Dollar am Standort Seattle an.

dpa/tg

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IT-Director Startseite it-zoom Infrastruktur Work-Life-Balance / Health
news-24251 Wed, 23 Oct 2019 12:03:51 +0200 „Unsere Kunden sind Innovationstreiber“ http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/unsere-kunden-sind-innovationstreiber-24251/ Im Interview erklärt Tim Just, CEO von Topsystem, wie KI, Augmented Reality und Mobilgeräte die Intralogistik nachhaltig verändern und weshalb in seiner Branche technologischer Fortschritt zum Alltagsgeschäft dazugehört. Herr Just, Ihr Unternehmen feiert im kommenden Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Welcher Gedanke steckte hinter der Gründung?
Tim Just:
Das „Top“ in Topsystem steht für „Technologien zur Optimierung von Prozessen“. Seit 1995 entwickeln wir innovative IT-Lösungen. Begonnen hat alles mit der Entwicklung einer Steuerungssoftware für Industrieöfen. Schon nach kurzer Zeit weiteten wir unser Portfolio auf den Aviation-Bereich aus und erkannten weiteres Potential in der Logistik – und insbesondere im Bereich Voice-Solutions. Neben unseren Lösungen für die Aviation-Branche haben wir unseren Fokus seitdem auf den Voice-Bereich gelegt und unsere Kernkompetenzen hinsichtlich sprachgeführter Arbeitsprozesse in den letzten 20 Jahren stetig ausgebaut.

Angepasst an die aktuellen Bedürfnisse des Marktes und der Kunden, hat unsere Voice-Lösung „Lydia“ seitdem eine rasante Entwicklung durchlaufen. Die Sprachsoftware basierte in der ersten Generation noch auf einem sprecherabhängigen Erkenner. Damals war für die Nutzung vorab noch ein Sprachtraining notwendig und die Software arbeitete mit benutzerspezifischen Sprachtem-plates. Schnell erkannten wir, dass hier noch deutliches Optimierungspotential bestand, und so entwickelten wir bereits zehn Jahre vor anderen Anbietern eine sprecherunabhängige Lösung, die ohne zeitaufwändiges Sprachtraining einsetzbar war – und daran halten wir bis heute fest. Auch die dritte Generation ist sofort von jedem Mitarbeiter nutzbar und arbeitet im neuesten Release sogar auf Basis neuronaler Netzwerke und mit KI-Komponenten. So werden auch starke Akzente und Dialekte sicher erkannt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9-10/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

 Welche Technologie hat in dieser Zeit die Entwicklung der (Lager-)Logistik am nachhaltigsten geprägt?
Just:
In der Logistik geht es seit vielen Jahrzehnten vor allem darum, Prozesse nachvollziehbar zu gestalten und Aufträge konkret nachzuverfolgen. Dafür hat sich bis heute die Barcode-Technologie auf dem Markt durchgesetzt und ist quasi ein Evergreen in der Logistik. Auch neuere Lösungen, wie beispielsweise Track & Trace, basieren auf Barcodes und zahlen auf die Themen Identifizierung und Nachverfolgbarkeit von Artikeln ein.

Geht es um die Ziele, mehr Effizienz, mehr Prozessergonomie und mehr Qualität zu erreichen, dann führt sicherlich kein Weg an Voice vorbei. Vor 20 Jahren war Voice noch eine eher unbekannte und gänzlich neue Technologie. Mittlerweile sind sprachgeführte Assistenzsysteme aus der Logistikwelt nicht mehr wegzudenken und haben die Branche entscheidend geprägt.

Heute nimmt natürlich auch die Automatisierung z.B. mit Robotik-Lösungen einen hohen Stellenwert in der Logistik ein. Gerade wenn es um die Steuerung von sich immer wiederholenden Prozessen geht oder bei der Abfertigung von gleichartigen Artikeln lohnt sich eine Automatisierung und ist meist die effizienteste Lösung. Nichtsdestotrotz werden manuelle und insbesondere sprachgeführte Prozesse unserer Meinung nach nie aus der Logistik verschwinden. Die Herausforderung besteht darin – und das ist unser Ziel –, ein optimales Zusammenspiel von manuellen und automatisierten Prozessen zu schaffen, um nachhaltig effizient zu wirtschaften.

Gibt es eine Technologie, von der Sie sich mehr erhofft hatten?
Just:
Von RFID hat sich der Logistikmarkt sicherlich mehr erhofft. Was am Anfang als neue Technologie sehr gehyped wurde, hat sich aber schnell als nicht praktikabel herausgestellt. Ziel war es, Barcodes zu ersetzen. Die Vision war z.B., dass mehrere hunderte Barcode-Tags von Artikeln, die auf einen LKW verladen wurden, gleichzeitig erfasst und gelesen werden können. Schnell musste man sich jedoch eingestehen, dass sowohl bestimmte Umgebungen als auch die tech-
nische Umsetzung in den meisten Fällen nicht gegeben sind. Der Prozessablauf hat sich durch den Einsatz nicht sonderlich geändert – ein konkreter Nutzen war demnach nicht erkennbar. Klar – in einzelnen Branchen hat sich RFID durchgesetzt und auch bewährt, z.B. in der Textilindustrie. Jedoch blieben die Ergebnisse, die man sich global erhofft hat, weit hinter den Erwartungen des Marktes zurück.

Internet of Things (IoT), KI, Blockchain, Smartphones – in den letzten beiden Jahrzehnten hat es etliche Tech-Trends gegeben – wie gehen Sie mit neuen Technologien generell um?
Just:
Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen und beobachten den Markt sehr genau. Innovationen sind unsere DNA. Um immer am Puls der Zeit zu bleiben, pflegen wir auch enge Kooperationen mit Hochschulen, wie beispielsweise mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e.V. an der RWTH Aachen, und arbeiten mit Global Playern wie SAP an gemeinsamen Projekten. Natürlich sind auch unsere Kunden Innovationstreiber: Deren Herausforderungen im täglichen Arbeitsalltag nehmen wir in unsere Produktentwicklung auf. Auf dieser Basis probieren wir viel aus und testen.

Eine der großen Marktentwicklungen ist aktuell Künstliche Intelligenz – das Thema hat die IT-Welt in den letzten Jahren grundlegend revolutioniert und wird dies auch weiterhin tun. Auf Basis von KI lassen sich die Verfügbarkeit und Verarbeitung großer Datenmengen und die Entwicklung immer besserer Verfahren für die Spracherkennung optimieren.

Welche Trends werden Sie in der nächsten Zeit besonders ins Auge fassen und weshalb?
Just:
Die Topthemen der Branche sind Big Data und Machine Learning. Das heißt, das Sammeln und Auswerten der in der Logistik anfallenden Daten, um daraus Optimierungspotentiale zu erkennen, wird immer wichtiger werden. Und wir sehen darin großes Potential für die gesamte Branche. Mit unserem Business-Intelligence-Tool (BI) haben wir eine Lösung entwickelt, die diesen Trend aufgreift. Dieses Tool für die intelligente Prozessanalyse strukturiert und analysiert kontinuierlich verschiedene KPIs. Diese stellt die Lösung dann für weitere Auswertungen in Echtzeit zur Verfügung und informiert auch über Unregelmäßigkeiten.

Weitere wichtige Trends, die wir aktiv beobachten, sind natürlich KI und das Thema selbstlernende Systeme. Unsere Sprachsoftware arbeitet auf Basis neuronaler Netzwerke und nach dem Deep-Learning-Konzept. Durch die Integration von KI-Komponenten wurde die Erkennsicherheit um 25 Prozent verbessert.

Auch der Trend in Bezug auf Cloud- und SaaS-Lösungen wird sich fortsetzen und immer mehr Anwendungen werden in die Cloud wandern – auch auf dem Markt für sprachgesteuerte Systeme wird sich das durchsetzen. Derzeit nutzen nur wenige unserer Kunden diese Option, aber wir sind uns sicher, dass das Potenzial in diesem Bereich noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Mit 5G wird künftig auch die Highspeed-Datenübertragung ermöglicht und mobile Geräte werden immer schneller und besser mit der Cloud vernetzbar. Wenn sich diese Technologie etabliert, ist fraglich, ob der Nutzer in Zukunft überhaupt noch WLAN für seine tägliche Arbeit benötigt. Unsere Prognose: In fünf bis zehn Jahren wird es aufgrund dieser Entwicklungen immer weniger große und aufwendige Projekte geben. Vielmehr werden immer mehr Projekte auf Basis app-basierter Clients betrieben.

Mit Tim Just...
...... steht bei Topsystem seit 2017 ein CEO an der Spitze, der schon während seines Informatikstudiums an der RWTH Aachen als Werkstudent erste Schritte bei dem Unternehmen gemacht hat. Nach seinem MBA-Studium fing er als Software-Entwickler und Berater bei dem Systemhaus an, für dessen strategische Ausrichtung er heute verantwortlich zeichnet.

Bilder: Topsystem

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Shipra Kren Mobile Business Lager und Logistik Logistik
news-24250 Wed, 23 Oct 2019 12:03:10 +0200 Strategischer Schritt in Richtung Digitalisierung http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/strategischer-schritt-in-richtung-digitalisierung-24250/ Die MobileX AG hat die Aebi Schmidt Group als neuen Kunden für MobileX-Dispatch, die Software zur Einsatzplanung von Außendiensttechnikern, gewinnen können. Die Aebi Schmidt Group ist ein Anbieter von intelligenten Produktsystemen und Dienstleistungen zur Reinigung und Räumung von Verkehrsflächen sowie zur Pflege von Grünflächen in anspruchsvollem Gelände. Mit der Einführung der Software möchte die Gruppe die Einsatzplanung seiner Monteure vereinheitlichen und optimieren. Zudem sollen mit der zentralen Planung die Transparenz und Effizienz der Auftragsbearbeitung von Störungen und Wartungen verbessert werden. Bevor die Software in allen Landesorganisationen zum Einsatz kommt, wird sie nun erst in Deutschland, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich eingesetzt.

Um die Einsatzplanung zu zentralisieren und länderübergreifend vereinheitlichen zu können, suchte Aebi Schmidt nach einer Dispositionslösung, mit der die Auslastung der Monteure geplant und optimiert werden sowie eine zentrale Auftragsanlage in SAP erfolgen kann. Eine solche Lösung entlastet insbesondere den Innendienst. Der Aufwand und die potenziellen Fehlerquellen beim Versenden und Koordinieren einer Mischung aus manuell und elektronisch erstellten und übertragenen Dokumenten werden verringert.

Den Ausschlag für MobileX-Dispatch gab laut Anwender die Funktionsbreite der Lösung, inklusive der automatischen Planung, sowie der schnelle Rollout, der es ermögliche, die Software bereits für den kommenden Wintereinsatz einzusetzen. Die Software werde als SaaS-Lösung laufen. „Die Funktionalität und Oberfläche hat uns auf Anhieb überzeugt. Zudem war uns ein schneller Rollout und die Integration in SAP sehr wichtig“, fasst Simon Stehle, Manager IT ERP Systems Management bei der Aebi Schmidt Holding AG, zusammen. „Für uns ist die Einführung der Lösung ein strategischer Schritt in Richtung Digitalisierung und Standardisierung unserer weltweiten Service-Prozesse.“

Bildquelle: Aebi Schmidt

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Mobile Business Startseite it-zoom ERP
news-24249 Wed, 23 Oct 2019 11:45:10 +0200 Keine Macht dem Papier http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/keine-macht-dem-papier-24249/ Die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen im Sinne des „Digital Office“ ist eng mit der Umsetzung einer ganzheitlichen Strategie des Enterprise Content Management (ECM) verbunden. Diese Strategie adressiert die Verwaltung und Organisation aller Dokumente eines Unternehmens. Diese Verwaltung übernehmen in immer mehr mittelständischen Unternehmen moderne ECM-Lösungen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Digital Office im Mittelstand – Status Quo und Perspektiven von Enterprise Content Management“, die vom Bitkom Arbeitskreis Markt & Strategie mit Unterstützung der Trovarit AG bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde. Die Studie bietet anhand der Aussagen von über 600 mittelständischen Unternehmen eine Bestandsaufnahme zur Umsetzung des digitalen Büros in Deutschland. Im Vordergrund stehen Fragen zum Begriffsverständnis, zur Verbreitung, zu Nutzen und zu Kosten von ECM-Software ebenso wie zu zukünftigen Entwicklungen und Trends rund um die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen.

Große ECM-Investitionsbereitschaft im Mittelstand

Mittelständler wollen das Papier aus ihren Büros verbannen und setzen dabei verstärkt auf Lösungen für das Digital Office. Fast jedes dritte mittelständische Unternehmen mit 20 – 499 Mitarbeitern (30 Prozent) gibt aktuell an, in nächster Zeit Investitionen in eine entsprechende umfassende Softwarelösung tätigen zu wollen. Der Anteil der Unternehmen, die erstmals die Einführung einer integrierten ECM-Lösung planen, liegt mit 23 Prozent sehr hoch (2017: 18 Prozent). Das lässt auf ein noch stärkeres Wachstum im Mittelstand schließen als es schon in den letzten beiden Jahren zu verzeichnen war. Offensichtlich werden in den Unternehmen erhebliche Effizienzpotenziale gesehen, die seitens der Unternehmen nun in Angriff genommen werden. Gleichzeitig motivieren steigende Anforderungen zur Datensicherheit und rechtskonformen Aufbewahrung von Dokumenten („Compliance“) verstärkt Investitionen in das Digital Office.

Nutzen von ECM-Lösungen für Unternehmen offensichtlich

Die Studienergebnisse lassen den Schluss zu, dass sich diese ECM-Investitionen im Mittelstand lohnen: Mittelständische Unternehmen, die eine Lösung zur Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen einsetzen, bescheinigen ihrer Software einhellig einen relevanten Beitrag zur Steigerung der Effizienz beim Zugriff auf Informationen (94 Prozent) sowie zur Verbesserung der Daten- und Informationssicherheit im Umgang mit Dokumenten (78 Prozent). Immerhin 70 Prozent der Anwender nehmen die mobile Nutzung ihrer ECM-Software als spürbaren Mehrwert wahr. 

Effizienzsteigerungen, besserer „Schutz vor Datenverlust“ und eine verbesserte „Compliance“ sind die Motivationsgründe für diejenigen, die aktuell mit dem Gedanken spielen, in eine ECM-Lösung zu investieren. Aber auch eine „höhere Datenintegration“ findet sich mittlerweile ganz oben auf der Agenda.

Die Umsetzung weitergehender Digitalisierungsansätze, wie die Teamarbeit an Dokumenten von unterschiedlichen Standorten aus („Collaboration“), die durchgängige Automatisierung von dokumentenbezogenen Vorgängen („Workflow Management“) oder gar die Potenziale von „Big Data/Smart Data“ bzw. Künstlicher Intelligenz zur Ermittlung von Verbesserungspotenzialen oder zur Prognose von Geschäftsverläufen besitzen aktuell noch enorme Potentiale, die es in Zukunft auch im Mittelstand verstärkt zu nutzen gilt.

Darüber hinaus bringt die Cloud-Transformation eine neue Dynamik in den Markt, die es vor allem auch mittelständischen Unternehmen ermöglicht, ihre Geschäftsprozesse digital aufzustellen. Mittlerweile betreiben deutlich über die Hälfte der Unternehmen ihre ECM-Lösungen in der Cloud, wobei das Modell der „Private Cloud“ sehr klar überwiegt. Damit einhergehend haben Cloud-Lösungen seit diesem Jahr im Mittelstand den On-Premise-Einsatz (44 Prozent) als führendes Betriebsmodell abgelöst, während bei den größeren Unternehmen OnPremise mit 66 Prozent der Installationen derzeit noch überwiegt.

Die Studie zeigt insgesamt, dass die in der Vergangenheit oft festgestellte Zurückhaltung in Sachen ECM-Software von mittelständischen Unternehmen in letzter Zeit abgelegt wurde. Auch wenn der Weg bis zur vollständigen Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen im Mittelstand noch weit ist – der Mittelstand hat in der jüngeren Vergangenheit erste Etappen gemeistert.

Bild: Getty Images/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Studien
news-24248 Wed, 23 Oct 2019 11:43:19 +0200 KI am digitalen Arbeitsplatz http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/ki-am-digitalen-arbeitsplatz-24248/ Ralf Gegg, Senior Director End User Computing, CEMEA, bei VMware, erklärt im Interview mit MOBILE BUSINESS, warum Künstliche Intelligenz auch im Bereich „Digital Workspace“ eine wichtige Rolle spielt. Herr Gegg, inwieweit haben sich „Modern Workspaces“ bzw. „Digital Workspaces“ bereits in deutschen Unternehmen etabliert?
Ralf Gegg:
Der „Digital Workspace“ findet sich in allen Arten von Unternehmen und über sämtliche Branchen hinweg. Ein digitaler Arbeitsplatz findet sich nicht nur in einer klassischen Büroumgebung, sondern z.B. auch in einem Retail Store, bei dem der Verkäufer mithilfe von mobilen Endgeräten mit genau den Informationen versorgt wird, um Kunden besser zu beraten und dadurch mehr Umsatz zu generieren. Oder in einem Krankenhaus, in dem Ärzte und Klinikpersonal bei der Visite oder abteilungsübergreifend mittels mobiler Endgeräte schneller an wichtige Informationen kommen. Die Durchdringung in deutschen Unternehmen ist quasi flächendeckend, nur die Art des Reifegrads – oder sagen wir der Ausprägung oder die jeweilige Ausgestaltung – ist unterschiedlich.

Worin sehen Sie die Treiber dieser Entwicklungen?
Gegg:
Wir sehen hier ganz klar die Mitarbeiter, also die End User im Unternehmen, als maßgebliche Treiber. Im privaten Umfeld haben sich moderne Technologien enorm schnell verbreitet. Angefangen mit dem Trend BYOD (Bring your own Device) über BYOA (Bring your own App) bis hin zur Forderung für mehr flexibles Arbeiten – sei es zeit-, ort- oder geräteunabhängig – mussten die Unternehmen nachziehen, um diese Entwicklung nicht zu verpassen.

Bei einem modernen Arbeitsplatz geht es ja nicht alleine um die IT, sondern auch um eine Verbesserung der Prozesse. Das zeigt auch unsere aktuelle Untersuchung zum Thema „Digital Employee Experience“, die einen starken Zusammenhang zwischen der digitalen Mitarbeiterzufriedenheit und dem Erfolg des jeweiligen Unternehmens aufzeigt. Dieser hängt, gemessen am jährlichen Wachstum und einer fortschrittlichen Unternehmenskultur, mit der Mitarbeiterzufriedenheit zusammen, in die Faktoren wie Freiheit bei der Geräteauswahl, einfacher Zugang zu Apps sowie der Möglichkeit des ortsunabhängigen Arbeitens hineinfließen.

Wenn von einem Digital Workspace die Rede ist, erscheinen vor dem inneren Auge Bilder eines futuristischen Büros mit holografischen Bildschirmen. Doch wie sieht die Realität aus? Wie gestaltet sich ein Modern Workspace anno 2019?
Gegg:
Der digitale Arbeitsplatz bedeutet eine ganzheitliche Veränderung der IT-Service-Bereitstellung im Sinne des Nutzers, abgestimmt auf den Anwendungsfall bzw. auf die konkrete Anforderung in geschäftsrelevanten Situationen. Die Einsatzszenarien können sehr unterschiedlich sein: Das kann ein Ingenieur sein, der auf ein Windrad klettert und dort die Funktionalitäten und Messungen checkt und diese Daten mittels seiner iWatch erfasst, meldet und weitergibt, oder der Heizungs- und Stromableser, der sich dank digitaler Erfassung und Übertragungsdaten vor Ort auf einen früheren Feierabend freuen kann.

Welche Tools und Features sind hier unverzichtbar und warum?
Gegg:
Benötigt wird eine Plattform, die digitale Arbeitsplätze unterstützt und die erforderliche Infrastruktur liefert, um Anwendungen und Daten auf praktisch jedem genutzten Gerät bereitzustellen. Im Rahmen der Transformation sollte jedoch nicht nur der rein technologische Prozess im Vordergrund stehen, sondern auch die organisatorische Veränderung ist ganz wichtig. Denn gerade, wenn es um so etwas Persönliches wie den eigenen Arbeitsplatz geht, dürfen die Befindlichkeiten der Arbeitnehmer und die spezifischen Anforderungen des Geschäftes nicht unterschätzt werden. Der Mitarbeiter sollte deshalb bei allen Projekten im Mittelpunkt stehen. Nur so können Unternehmen sicherstellen, dass die Technologie letztendlich auch akzeptiert wird.

Welche Rolle spielt hier Künstliche Intelligenz (KI)?
Gegg:
Künstliche Intelligenz spielt auch im Bereich „Digital Workspace“ eine wichtige Rolle. Denn mit intelligenter Software lassen sich Ereignisse vorhersagen und auf Basis von definierten Regeln und Richtlinien Prozesse automatisieren, um negative Ereignisse zu vermeiden oder Compliance-Anforderungen zu erfüllen. Kontextbasierte Aktionen helfen dabei, die Effizienz im gesamten Unternehmen zu steigern und die Komplexität und Belastung durch manuelle Aufgaben erheblich zu verringern.

Auch der Themenkomplex Internet of Things (IoT) hält in diesem Rahmen Einzug und spielt besonders bei mobilen Devices eine große Rolle. Denn bei der Vernetzung internetfähiger Geräte werden nicht nur Sicherheits-, sondern auch klassische IT-Management-Aspekte immer wichtiger. Hier sind Lösungen notwendig, die IT-Teams die nötige Sichtbarkeit und Kontrolle über ihre IoT-Anwendungsfälle bieten und gleichzeitig über die gesamte IoT-Wertschöpfungskette Sicherheit und Compliance garantieren.

Ist digital gleich kompliziert? Mit welchem Aufwand (zeitlich, finanziell, personell) muss bei der Gestaltung eines modernen „Digital Workspaces“ gerechnet werden? Welche Schritte sind nötig?
Gegg:
Digital heißt nicht gleich kompliziert. Die Einführung eines digitalen Arbeitsplatzes hat ja einen Grund – es sollen Arbeitsweisen, die Zusammenarbeit der Mitarbeiter und unternehmensinterne Prozesse vereinfacht werden. Aber natürlich kann man nicht von heute auf morgen von komplett analogen Strukturen auf digitale Prozesse umstellen. Das ist ein schrittweiser Prozess, bei dem es bei Weitem nicht nur um die Einführung neuer Technologien geht, sondern eben auch organisatorische Veränderung beinhaltet. Wichtig ist hier eine enge Zusammenarbeit zwischen Management, IT, Personalabteilung und Mitarbeitervertretung.

Wer zeichnet hier i.d.R. für die Gestaltung neuer Arbeitsweisen verantwortlich?
Gegg:
Hier möchte ich auf unsere aktuelle Studie zur „Digital Employee Experience“ verweisen. Denn es ist in der Tat in vielen Unternehmen unklar bzw. nicht definiert, wer für die Gestaltung neuer Arbeitsweisen verantwortlich ist. Laut unserer Untersuchung fordern 84 Prozent der befragten Mitarbeiter hier eine bessere Zusammenarbeit zwischen HR- und IT-Abteilung. Acht von zehn Befragten fordern, dass dem Bereich HR mehr Verantwortung bei der Verbesserung der „Digital Employee Experience“ übertragen wird. Eine engere Zusammenarbeit zwischen HR und IT ist zwingend notwendig. Mitarbeiter müssen entsprechend aufgeklärt werden, wer für diesen Themenbereich verantwortlich ist. 48 Prozent der Befragten wissen nicht, ob sie sich diesbezüglich an HR oder IT wenden sollen – und 23 Prozent beurteilen dies als eine weitere Hürde bei der Verbesserung ihrer „Digital Employee Experience“.

Woran hapert es oftmals bei der Umsetzung?
Gegg:
Wichtig ist, nicht zu viel auf einmal zu wollen, sondern sich einen realistischen Zeitplan anhand der gesetzten Ziele zu setzen. Es macht auch durchaus Sinn, nicht das ganze Unternehmen als solches transformieren zu wollen, sondern sich einzelne Fachbereiche, z.B. bei der Supply Chain, herauszugreifen und exemplarisch dort zu beginnen.

Welchen Einfluss übt an dieser Stelle die Erstellung eines entsprechenden Sicherheitskonzeptes aus, wenn alles digital und mobil ist?
Gegg:
IT-Security sollte von vorneherein Teil des übergeordneten Digital-Workspace-Konzepts sein. Wenn man sich erst hinterher damit beschäftigt, hat man unter Umständen auf den falschen Partner gesetzt. Bei der Einführung des digitalen Arbeitsplatzes ist der Bereich Sicherheit fester Bestandteil der Lösung.

Welche drei Tipps würden Sie Unternehmen mit auf den Weg geben, die ihren Mitarbeitern in Zukunft einen modernen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen möchten?
Gegg:
1. Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl des Anbieters: Es gibt viele verschiedene Lösungen. Lassen Sie sich von einem lokalen Partner Ihres Vertrauens beraten und achten Sie auf die entsprechenden Lösungskompetenzen!
2. Bringen Sie alle Parteien frühzeitig an einen Tisch: Management, IT, HR und Mitarbeitervertretung. Denn es geht beim digitalen Arbeitsplatz nie um die Technologie allein, sondern auch um die davon betroffenen Organisationsstrukturen und Prozesse.
3. Überstürzen Sie nichts: Nehmen Sie sich einen realistischen Zeitplan vor und fangen Sie bei der Transformation der Arbeitsplatzgestaltung mit kleineren Fachbereichen oder Beta-Testern an!

Bildquelle: VMware

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom Unified Communication + Collaboration
news-24247 Wed, 23 Oct 2019 11:01:33 +0200 Auf Herz und Nieren getestet http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/auf-herz-und-nieren-getestet-24247/ Die BASF in Düsseldorf suchte Terminals für Gabelstapler, Handscanner und EX-geschützte Tablets für Lageranwendungen >>> Die wichtigsten Anforderungen an die MDE-Geräte waren die Industrietauglichkeit, die Ergonomie und die Kompatibilität mit dem SAP-ERP-System. Entschieden wurde nach einem mehrmonatigen Test.

BASF Personal Care & Nutrition entwickelt, produziert und vermarktet mit 1.200 Mitarbeitern ein breites Sortiment an Inhaltsstoffen für die Kosmetikindustrie sowie für Haushalts- und Industriereiniger auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Für die umfangreichen Lagerbewegungen sollten zeitgemäße Geräte für die mobile Datenerfassung eingeführt werden. „Wir hatten konkrete Anforderungen an die Technik, an die Ergonomie und an den Support der Geräte. Bei der Auswahl ging es außerdem um einen zuverlässigen Lieferanten und Dienstleister“, berichtet Marius Hermsen, Team Lead für Application Systems und Warehousing bei BASF Personal Care and Nutrition.

Die Lageranwendungen wie Warenvereinnahmung, -umfuhren, -bereitstellungen oder Inventuren werden bei BASF über SAP-Standard-Funktionen und in einem Warehouse-Managementsystem (WMS) bearbeitet. Mit den neuen Geräten sollte die Kommunikation nicht mehr auf Basis eines veralteten Netzwerkprotokolls, sondern auf zukunftsfähige Radio-Frequency-Lösungen (RF) umgestellt werden. Ziele waren sichere Verbindungen und geringere Kosten durch den Wegfall von Middleware-Servern. Zur direkten Anbindung an das SAP-System erforderte die SAP-ITS-Funktion (Internet Transaction Server) die Eignung der Geräte für Web-Applikationen mittels Industrie-Webbrowsern. Außerdem ging es um die Kompatibilität zum Produktions-WLAN mit WPA2, der sicheren Authentifizierung mit einem Preshared Key (PSK) und die Handscanner sollten sich per Bluetooth mit dem Stapler-Terminal verbinden. Zusätzlich stand ein Support der Geräte von mindestens fünf Jahren auf der Anforderungsliste.

Hermsen betont die Anforderungen an die Ergonomie: „Bei den Stapler-Terminals benötigen wir für die Bedienbarkeit der SAP-Dialoge ein erweitertes Sichtfeld von wenigstens 10-Zoll. Per Touchscreen nutzen die Mitarbeiter Funktionen wie einen Info-Button, wenn beispielsweise eine Palette auf einem gesperrten Platz abgestellt wurde. Wir brauchen außerdem Platz für weitere Zusatzfunktionen wie den Klärfall-Button für eine Störungsmeldung an SAP, wenn sich eine Palette nicht am registrierten Platz befindet. Diese Informationen sollen dann direkt in einem Arbeitsvorrat des klärenden Mitarbeiters landen.“

Bei den technischen Anforderungen an die MDE-Geräte waren Faktoren wie die Kompatibilität mit SAP-ERP und dem Industrie-WLAN, die Ergonomie und der Support entscheidend.

Test- und Auswahlprozess für MDE-Geräte

Das BASF-Unternehmen suchte auch einen neuen Lieferanten und Support-Partner. Es sollte ein erfahrenes Auto-ID-Systemhaus sein, dass jederzeit verfügbar ist und Anfragen zeitnah bearbeitet. „Wir benötigen einen guten und schnellen Support und wollen nicht ständig nachhaken müssen. Diesen Partner haben wir mit AISCI Ident gefunden“, berichtet Marius Hermsen. Den neuen Partner hatte der Team Lead über Empfehlungen von anderen BASF-Standorten gefunden.

Aisci hatte für die Technikauswahl unterschiedliche industrietaugliche MDE-Geräte zur Verfügung gestellt und den Prozess vor Ort begleitet. „Für eine solche Entscheidung können wir unsere Erfahrungen aus einer großen Zahl ähnlicher Industrieprojekte einbringen“, erläutert Uwe Nolte aus dem Vertrieb von Aisci Ident. Für Staplerterminals empfiehlt er eine Mindestgröße, damit SAP-Menus noch lesbar sind. Displays über 12 Zoll sind nach seiner Erfahrung für einen Stapler bereits zu groß und behindern die Sicht. Für mobile Anwendungen sind demnach Bluetooth-Handscanner vorteilhaft, können von den Staplerfahrern allerdings im Regal leicht liegengelassen werden.

Der Vertriebler betont die robuste Konstruktion von Geräten angesichts der ständigen Erschütterungen auf Gabelstaplern. Bei der Bedienung vom Stapler aus sei eine Leseentfernung von 3 bis 5 Metern zu beachten. Sollen auf dem Stapler Etiketten erstellt werden, sei auch die Stromversorgung des Druckers zu klären. So spreche der starke Verschleiß der Ladekontakte durch die starken Vibrationen gegen eine Ladestation auf dem Stapler.

Nach dem ersten Testlauf wurden die verbleibenden Geräte für einen Langzeittest ausgewählt. Im folgenden dreimonatigen Dauereinsatz ging es vorrangig um die Alltagstauglichkeit, die Ergonomie und die Systemstabilität. Dabei wurden auch Abbrüche der WLAN-Verbindungen und die Geschwindigkeit der Systemrückmeldungen untersucht. „Wir waren mit den Testergebnissen sehr zufrieden. Die gestellten Anforderungen wurden erfüllt“, fasst Marius Hermsen die Ergebnisse zusammen. Nach dem Test entschied sich BASF für die Staplerterminals VMT 7012 von ADS-Tec und für den Funk-Handscanner PowerScan PBT 9500 von Datalogic.

Nach dem Test entschied sich BASF für die Staplerterminals VMT 7012 von ADS-Tec und für den Funk-Handscanner PowerScan PBT 9500 von Datalogic.

In den Gefahrstofflagern der BASF gemäß ATEX-Zone 2 dürfen ausschließlich ATEX-zertifizierte Geräte eingesetzt werden. Auch hier hatte der Anbieter eine Gerätevorauswahl für Tests zur Verfügung gestellt. BASF wählte das zertifizierte Industrietablet AgileX und den Bluetooth-Handscanner BCS 3678 EX von Bartec aus.

Gute Ergebnisse für Technik und Support

„Wir nutzen die ausgewählte Technik jetzt seit vielen Monaten und die MDE-Geräte zeigen sehr stabile Laufeigenschaften und wir haben keine Probleme mit Systemabstürzen“, zeigt sich Marius Hermsen sehr zufrieden mit dem Betrieb. „Neben der Technik sind für uns der gute Support, die große Flexibilität bei Testgeräten und die schnelle Hilfe bei auftretenden Problemen mindestens genauso wichtig.“ So stellte sich heraus, dass bei den Schubmaststaplern die Fahrgastzelle wie ein Faraday’scher Käfig wirkt und den WLAN-Empfang zu stark einschränkt. Zusammen mit Aisci konnten zeitnah externe Antennen gesichtet, vor Ort getestet und nachgerüstet werden.

Bild: BASF

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Mobile Business Logistik Lager und Logistik
news-24244 Wed, 23 Oct 2019 09:57:00 +0200 Zugang von Huawei zu 5G-Netzausbau fraglich http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/zugang-von-huawei-zu-5g-netzausbau-fraglich-24244/ In den Koalitionsfraktionen formiert sich Widerstand gegen die Entscheidung der Bundesregierung, dem chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei den Zugang zum deutschen 5G-Netz offen zu halten. Sechs führende Unionsabgeordnete schreiben in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“, die Politik der Bundesregierung „verkennt die strategische Reichweite des 5G-Netzausbaus: Es handelt sich um eine der wichtigsten Zukunftsentscheidungen, die in Deutschland und Europa aktuell zu treffen sind.“

Weiter heißt es laut Zeitung: „Nicht weniger als die nationale Sicherheit und die technologische Souveränität Deutschlands und Europas stehen beim 5G-Ausbau auf dem Spiel.“ Eine solche Entscheidung dürfe nicht von nachrangigen Behörden getroffen werden - sondern allein vom Parlament.

Der Beitrag stammt laut Zeitung unter anderem von den CDU-Politikern Norbert Röttgen, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, Peter Beyer, Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung sowie vom Außenpolitiker Roderich Kiesewetter. Sie schließen sich damit der Position der US-Regierung unter Präsident Donald Trump an.

Die Bundesregierung will die Beteiligung von Huawei am Aufbau eines 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland nicht von vornherein unterbinden. Das geht aus einem Entwurf des Katalogs für Sicherheitsanforderungen der Bundesnetzagentur hervor.

5G-Frage sei von geostrategischer Tragweite

Der SPD-Politiker Metin Hakverdi schloss sich der Kritik der CDU-Politiker an. Die 5G-Frage sei von geostrategischer Tragweite für Deutschland und für Europa, sagte er der Zeitung. „Es ist vollkommen unangemessen, die Entscheidung auf dem Verwaltungsweg zu treffen.“

Der Katalog mit den Sicherheitskriterien schaffe gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter, hatte ein Huawei-Sprecher der dpa vor kurzem gesagt. Huawei steht in den USA wegen Sicherheitsbedenken auf einer schwarzen Liste.

Der Streit um Huawei ist aber auch Teil des Handelskonfliktes zwischen den USA und China. Vertreter der Vereinigten Staaten konnten bislang keine handfesten Beweise für eine Hintertür in der Hardware aus China vorlegen. Auch von unabhängigen Sicherheitsunternehmen wie F-Secure (Finnland) oder Trend Micro (Japan) gibt es keine konkreten Vorbehalte gegen die 5G-Hardware von Huawei.

dpa/tg

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Mobile Business Startseite it-zoom Infrastruktur
news-24242 Tue, 22 Oct 2019 16:41:12 +0200 Service Now für IBM i http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/service-now-fuer-ibm-i-24242/ Das US-Softwarehaus Syncsort, spätestens seit der Übernahme von Vision Solutions im Jahr 2017 ein Faktor auch im Midrange-Markt, hat am 8. Oktober eine neue Option eröffnet, um Logdaten aus IBM-i-Umgebungen in das Event-Management mit Service Now zu integrieren. Dazu wurde die Schnittstelle der Syncsoft-Middleware Ironstream zu Service Now erweitert und erlaubt bei IT-Problemen eine Ursachenanalyse, mit der sich die durchschnittliche Reparaturzeit (MTTR) reduzieren lässt.

Mit Ironstream überträgt das Softwarehaus Syncsort schon länger die Logdaten aus IBM-i-Umgebungen (oder vom Mainframe) in Systeme für unternehmensweites IT-Service-Management (ITSM) mit Splunk, Kafka, Elastic, Microfocus, Microsoft oder sei Mai 2019 auch Service Now. Im Fokus standen dabei bisher Reporting, Dokumentation und Security. Nun unterstützt Syncsort durch Verbesserungen bei Ironstream für Service Now auch das Event-Management, weil sich so auch Mainframe- und IBM-i-Umgebungen in Service Now integrieren lassen.

Die neuen Funktionen bauen auf dem im Juni vorgestellten Ironstream für Service Now Discovery auf und helfen die IT-Produktivität zu steigern, Service-Ausfälle zu vermeiden und kritische IT-Probleme schneller zu lösen. Service Now ist kaum fünf Jahre altes Unternehmen, das aber in den vielfältigen IT-Service-Management-Szenarien bereits nachhaltig Eindruck gemacht hat. Mit einem Umsatz von 2,6 Mrd. Dollar und mehr als 5.000 Firmenkunden für Software-as-a-Service- bzw. SaaS-Produkte unterstützt das börsennotierte Unternehmen IT-Chefs bei der Verwaltung ihrer immer komplexer werdenden IT-Landschaften und Prozessketten.

Ursprünglich speziell für Elastic und Splunk und den Mainframe-Anschluß entwickelt, kamen für Ironstream im Laufe der Zeit Versionen auch für andere Produkte hinzu, darunter für Service Now, die „Universal Configuration Management Database“ (UCMDB) von Micro Focus und Microsofts „System Center Operations Manager“ (SCOM). Und nach der Übernahme von Cilasoft Anfang 2018 erweiterte Syncsort die Middleware auch um die Unterstützung von IBM i.

Laut David Hodgson, CPO von Syncsort, wurde Ironstream nunmehr erneut erweitert, um Daten aus IBM i möglichst einfach für das Event-Management mit Service Now bereitzustellen. So könne die IT-Abteilung „den Zeit- und Arbeitsaufwand für die Korrelation von Ereignissen, die Automatisierung der Problemlösung und den Schutz vor Dienstunterbrechungen drastisch reduzieren.“ Denn getrennte Systeme, getrennte Überwachungstools und manuelle Prozesse gefährdeten Unternehmen, weil die IT-Services eigentlich immer verfügbar sein müssten.

Ironstream laut Hodgson wurde entwickelt, um Silos aufzubrechen, indem Maschinendaten von Mainframe- und IBM i-Systemen an ITSM-Plattformen wie Service Now weitergeleitet werden, wo innovative Techniken wie maschinelles Lernen die Ereignisspuren in den Logdaten direkt in brauchbare Erkenntnisse und sofort umsetzbare Maßnahmen umwandeln, so dass IT-Teams produktiver arbeiten und schneller reagieren können. „Sobald Probleme erkannt werden, erlaubt die Integration von Ironstream in Service Now automatische Korrekturmaßnahmen auf dem IBM-System i, die den vorhandenen Unternehmensrichtlinien entsprechen“, verspricht Hodgson. Die neue Software basiert auf Cilasoft- und Mimix-Technologie, die von Vision Solutions stammt.

Bildquelle: Syncsort

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Berthold Wesseler DV-Dialog Servicemanagement und Helpdesk
news-24241 Tue, 22 Oct 2019 13:51:07 +0200 Digitalangebote der Verwaltung noch zu kompliziert http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitalangebote-der-verwaltung-noch-zu-kompliziert-24241/ Einen kompetenten Umgang mit der Digitalisierung trauen einer aktuellen Studie zufolge zwei Drittel der Bevölkerung (66 Prozent) ihrer Stadtverwaltung zu. Jeder zweite Bundesbürger (56 Prozent) sagt demnach jedoch, dass seine Stadt nicht digital sei.

Das sind Ergebnisse einer Studie, die der Digitalverband Bitkom zur Eröffnung der „Smart Country Convention“ in Berlin am Dienstag vorgestellt hat. Auf der Messe kommen noch bis zum 24. Oktober rund 100.000 Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um Chancen und Lösungen der Digitalisierung auszuloten.

Digitalisierung mehr Nachdruck verleihen

Laut der repräsentativen Studie, die der Bitkom in Auftrag gegeben hat, fordern 69 Prozent der Befragten von ihrer Stadtverwaltung, der Digitalisierung mehr Nachdruck zu verleihen. Vor allem beim Wohnen, der Verwaltung, beim Verkehr bei der Sicherheit und der Umwelt sehen die Menschen Handlungsbedarf.

„Dem Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung müssen die Rathäuser jetzt gerecht werden“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Lebensqualität sowie Standortattraktivität ließen sich damit steigern. Die Kommunen bräuchten jedoch das nötige Geld, Know-how und einen engen Austausch mit der örtlichen Wirtschaft und den Bürgern.

Die Bundesregierung habe sich ehrgeizige Ziele gesetzt, sagte Günter Krings, Staatsminister des Innenministeriums zur Eröffnung. Die Digitalisierung von Infrastruktur, Arbeit und Ausbildung schaffe große Chancen und sei Teil der Lösung, um etwa gleichwertige Lebensverhältnisse auch in ländlichen Regionen zu schaffen.

Mit dem Online-Zugangsgesetz werde zudem sichergestellt, dass in wenigen Jahren die Verwaltungsdienste von Bund, Ländern und Kommunen auch digital angeboten werden. Und mit einem Rechtsanspruch auf schnelles Internet bis 2025 habe die Bundesregierung die Weichen für eine bessere Infrastruktur gestellt.

Eine große Mehrheit von 89 Prozent würde sich laut Studie des Bitkom wünschen, wenn die Beantragung, Verlängerung und Zusendung etwa des Reisepasses oder des Personalausweises automatisch verliefe. 84 Prozent würden gerne Verwaltungsangelegenheiten digital erledigen, zum Beispiel den Wohnsitz ummelden oder Kindergeld beantragen.

Bundesweite Standards gefordert

Aktuell hänge das digitale Amt jedoch „in der Warteschlange“, sagte Berg. Viele verfügbaren Angebote seien noch unnötig kompliziert. „Was wir brauchen, sind bundesweite Standards, damit das digitale Rad nicht in 11.000 Kommunen immer neu erfunden wird.“

Selbst bei vielen guten Beispielen für den digitalen Erfolg sieht Berg noch viel Luft nach oben - und fordert Mut und Tatendrang ein: „Gut ist auch die kleine Schwester der Lethargie.“ Dabei eröffne die Digitalisierung gerade auch im ländlichen Raum die Chance, Distanzen zu überwinden - in der medizinischen Versorgung, der Bildung oder der Arbeit.

In Litauen ist Online-Verwaltung der Standard

Die Smart Country Convention will für die Ideenfindung und den Austausch eine Plattform bieten. Die Messe findet seit Dienstag zum zweiten Mal in Berlin statt. Diesmal ist Litauen offizielles Partnerland. „Es lohnt sich, einen Blick nach Litauen zu werfen, wo der Bürgerservice längst online stattfindet und ganz selbstverständlich von den Menschen genutzt wird“, sagte Berg. Anders als in Deutschland sei dort für die Verwaltung „online der Standard und offline die absolute Ausnahme“.

Die Messe richtet sich an Vertreter von Bund, Ländern, Landkreisen, Städte und Gemeinden sowie kommunale Unternehmen. Ein Kongress, eine Ausstellung mit diesmal 150 Teilnehmern sowie Workshops und Weiterbildungsveranstaltungen stellen Lösungen für die digitale Verwaltung öffentlicher Dienstleistungen in den Mittelpunkt.

Von Unternehmer-Seite beteiligen sich an der Messe unter anderen die Deutsche Telekom, SAP und Bechtle. Als institutionelle Partner sind der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag als Partner mit dabei. Auch das Bundesinnenministerium ist mit einem Stand vertreten. Für Mittwoch wird ein Besuch von Innenminister Horst Seehofer (CSU) erwartet.

dpa/tg

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Studien
news-24240 Tue, 22 Oct 2019 13:39:51 +0200 Gekonnter Umgang mit den Metadaten http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/gekonnter-umgang-mit-den-metadaten-24240/ Nach mehrjähriger Entwicklungszeit wird die neue Version 7 der deutschen Low-Code-Plattform Scopeland auf dem Berliner Low-Code Day zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Low-Code Day findet erstmalig am 24. Oktober ab 9:00 Uhr im Spielfeld Digital Hub in Berlin-Kreuzberg statt – als Fachkonferenz zum Thema Low-Code und No-Code.  

Am Donnerstag kann auf dem Low Code Day am Messestand der Berliner Softwareschmiede Scopeland Technology die Version 7 begutachtet werden. Ein Mitarbeiter wird live vor den Augen der Messebesucher eine für große Monitore ausgelegte formularbasierte Datenbankanwendung entwickeln. „Dann wird er ein Handy zur Hand nehmen und dasselbe, für Desktops entwickelte Programm, starten“, sagt Marketingleiterin Nina Sturm. „Und siehe da: Absolut alles ist korrekt und ergonomisch – und ganz von selbst zu einer mobilen Anwendung geworden, so wie man es von Programmen erwartet, die für mobile Endgeräte programmiert sind.“

AS/400 wird derzeit nicht unterstützt

Ein Wermutstropfen ist allerdings dabei, wie Nina Sturm auf Anfrage von DV-Dialog erklärt. „Die AS/400 wird derzeit nicht unterstützt. Bei einem sehr großen Auftragsvolumen wäre zwar eine Portierung auf die AS/400-Datenbank theoretisch denkbar, aber auch das bräuchte Java-Application-Server/Web-Server – und es wäre halt schon ziemlich aufwändig.“

Um die Jahrtausendwende war das noch anders. Die damals lancierte webbasierte Version Scopeland 2000 (Nachfolger der im Oktober 1998 als Windows-Paket eingeführten Suite) unterstützte die AS/400 – und das seinerzeit noch in Frankfurt beheimatete Softwarehaus Scopeland kaufte die neun Mitarbeiter starke Berliner Comitt GmbH hinzu, um „zusätzliches AS/400- und ERP-Know-how in die neue LOB (Line of Business) des Unternehmens zu integrieren“. Seinerzeit gab es z.B. auch Schnittstellen zu den ERP-Systemen MAS90 und Frida/Oxaion.

Das Besondere an Scopeland war von Anfang an die Entwicklungsumgebung, mit der nicht nur IT-Spezialisten, sondern auch IT-affine Fachanwender und IT-Verantwortliche in den Fachabteilungen („Citizen Developer“ genannt) anspruchsvolle Datenbankanwendungen entwickeln können. Erste Anwendungen von Scopeland 1.0 waren umfangreiche Umweltinformationssysteme sowie Spezialsoftware für Industriekonzerne wie Bayer, BASF und Gillette.

Zunächst war nur für Windows-Rechner verfügbar, kam zwei Jahre später die erste Version für Web-Anwendungen auf den Markt – und nach einer erneuten Überarbeitung der Basistechnologie ab 2006 die Vorläufer der heutigen Suite, mit der nach Firmenangaben mehr als 500 große und sehr große IT-Projekte umgesetzt worden sind.

Volle Integration anspruchsvoller Geodatenverarbeitung

Von Anfang an hat das Unternehmen auf den Low-Code-Ansatz gesetzt. „Einige dieser Features sind bis heute ausschließlich in der Plattform Scopeland verfügbar, wie beispielsweise die volle Integration anspruchsvoller Geodatenverarbeitung“, erklärt Marketingleiterin Nina Sturm.Die neue Version bringe nun eine weitere Innovation: Ein Verfahren, mit der jede mit Scopeland erstellte Fachanwendung vollautomatisch im Responsive-Design vorliegt – und so auf allen erdenklichen Endgeräten betrieben werden könnte.

Das Besondere daran ist laut Sturm nicht das Responsive-Design als solches, denn das sei ja längst zum Standard geworden. Bei dem neuen Verfahren gehe es vielmehr darum, dass bei der Anwendungsentwicklung kaum zusätzlicher Aufwand für die Anpassung der Benutzeroberfläche an die unterschiedlichen Zielplattformen entsteht. Denn angesichts der mit der Low-Code-Einführung erreichten Effizienzsteigerungen habe das „Responsiv-Machen der Programme“ zuletzt einen relativ immer größeren Anteil an den Entwicklungsaufwänden ausgemacht und sei zu einem der größten Kostenfaktoren geworden.

Responsive by Design

„Damit räumt Scopeland jetzt auf“, konstatiert Sturm. Möglich sei dies aufgrund der Tatsache, dass in Low-Code-Plattformen in den sogenannten Metadaten bereits alles in wohlstrukturierter Art und Weise gespeichert ist: alles, was die Applikation ausmacht, unter anderem auch sämtliche Eigenschaften der Daten und Bildschirmelemente. „Dies wird ohnehin schon dazu benutzt, den Entwurf von Benutzeroberflächen weitgehend zu automatisieren“, so Sturm weiter. Man gehe jetzt aber „noch einen Schritt weiter“ und leite aus den Metadaten ab, wie die fertiggestellten Bildschirmseiten automatisch an die jeweiligen Endgeräte anpasst werden sollen.

 

Bildquelle: Mudassar Iqbal/Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog Software-Entwicklung
news-24239 Tue, 22 Oct 2019 12:42:55 +0200 Förderberatung für Mitglieder der Gigabit Region Stuttgart http://www.it-zoom.de/it-director/e/foerderberatung-fuer-mitglieder-der-gigabit-region-stuttgart-24239/ 174 Städte, Kommunen, Gemeinden und Zweckverbände der Gigabit Region Stuttgart GmbH können ab sofort professionelle Beratungsunterstützung für den Breitbandausbau in Anspruch nehmen. Möglich macht dies die jüngst geschlossene Rahmenvertragsvereinbarung mit dem Breitbandexperten Tktvivax. Hierzu gehören die Beratung in allen Punkten des von Bund und Land finanzierten Förderprogramms ebenso wie die komplette Betreuung über alle Phasen der Ausschreibungs- und Vergabeverfahren hinweg. „Wir freuen uns, dass sich die Gigabit Region Stuttgart entschlossen hat, ihren Mitgliedern unser Beratungs-Know-how zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können sie die Prozesse von der Fördergeldbeantragung und -bewilligung bis hin zum praktischen Ausbau ihrer Breitbandinfrastruktur beschleunigen und vorantreiben“, so Dirk Fieml, Geschäftsführer der Tktvivax GmbH.

Welche Fördermittel gibt es? Was ist alles bei der Beantragung zu beachten? Was sind die notwendigen Inhalte der Ausschreibungen? Unterstützung bei der Beantwortung dieser und verwandter Fragen finden die in der Gigabit Region Stuttgart zusammengeschlossenen Kommunen und Gemeinden ab sofort bei der Tktvivax. Der Breitband- und 5G-Spezialist berät kommunale Verwaltungen und Energieversorger in allen Belangen der digitalen Transformation und gilt als feste Größe bei Breitbandprojekten in Deutschland.

Die Gigabit Region Stuttgart GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, der Landeshauptstadt Stuttgart und den fünf Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. Sie koordiniert den Glasfaserausbau in der Region Stuttgart, steuert das Kooperationsprogramm mit der Deutschen Telekom und fördert Smart-Region-Anwendungen. Die Gigabit Region Stuttgart besteht aus 179 Städten und Gemeinden mit rund 2,8 Millionen Menschen und etwa 140.000 Unternehmensstandorten.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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IT-Director Startseite it-zoom Netzwerk
news-24238 Tue, 22 Oct 2019 11:07:49 +0200 Die Fracht (ver)sichern http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/die-fracht-versichern-24238/ Die Schunck Group kooperiert mit dem Münchener Start-up Loadfox, das auf die Entwicklung digitaler Lösungen für die Logistik spezialisiert ist. Der Loadfox Market, eine „Mitfahrzentrale für Fracht“, bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, Laderaum- und Frachtkapazitäten über die Plattform zu teilen und somit der Laderaumverknappung und dem Fahrermangel zu begegnen. Auf der Plattform begegnen sich ausschließlich Frachtführer und Spediteure. Verlader sind von der Plattform ausgeschlossen.

„Unsere Mitfahrzentrale für Fracht funktioniert wie folgt: Ein Algorithmus kombiniert alle Ladungen und bietet Frachtführern profitable Tourvorschläge an, die die Lkw-Auslastung erhöhen und mit wenigen Klicks gebucht werden können“, erläutert Sebastian Sorger, Geschäftsführer bei Loadfox.

Inhalte der Kooperation

Die Kooperation sieht u.a. vor, die Dienstleistungen, Services oder Versicherungslösungen der beiden Logistikexperten wechselseitig zu bewerben und den jeweiligen Kunden damit Mehrwerte zu bieten. Schunck-Kunden könnten zukünftig beispielsweise als „Trusted Carrier“ auf dem Loadfox Market mit einer Art Gütesiegel markiert werden.

Daneben sind gemeinsame Veranstaltungen in der Planung. Das Ziel dabei: Logistikunternehmen bei der Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft, wie der Digitalisierung oder auch dem Fachkräftemangel, zu unterstützen.

Eines dieser Projekte ist der Loadfox Planner. Mit dem Planner komme man dem Versprechen nach, Disponenten mithilfe von Tools den Arbeitsalltag zu erleichtern. Die Lösung bringe Algorithmen und Künstliche Intelligenz (KI) direkt ins Herz der Dispoplanung und helfe so, Logistikprozesse „einfach“ zu machen.

Bildquelle: Schunck

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IT-Mittelstand Logistik Lager und Logistik
news-24237 Tue, 22 Oct 2019 10:51:23 +0200 Supply Chain ohne Medienbrüche http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/supply-chain-ohne-medienbruche-24237/ „Die vollkommen digitalisierte Supply Chain ohne Medienbrüche ist jetzt Wirklichkeit!“ Dieses Credo untermauert Dr. Martin Fischer, Geschäftsführer der Lobster GmbH aus Pöcking, mit seiner Datenintegrations-Software, die alle Daten über Dutzende von Kanälen in einem System zusammenführt. Natürlich auch mit Track & Trace. In Echtzeit. Und mit der Logistics Data Cloud sogar „als Plug & Play für jedermann“. Lobster versteht sich als Hersteller von Standardsoftware für Daten- und System- sowie operative Prozessintegration und Digitalisierung. Auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin will Fischer vom 23. bis 25. Oktober an Stand L/05 (direkt am Eingang) vorführen, wie schnell, einfach und effizient die Umsetzung mit dem Produktportfolio und dem cloudbasierten Portal, der Logistics Data Cloud, gelingen kann.

Touren-Monitoring direkt mit dem Dashboard

Neu ist das Software-Feature Sendungsverfolgung in Echtzeit. „Wir haben […] über eine technische Partnerschaft den Zugang zu über 150 Telematiksystemen realisiert und können unseren Kunden nun ein umfassendes Touren-Monitoring inklusive ETA-Berechnungen und Eskalationsmanagement bei Abweichungen vom Sollprozess bieten“, erklärt Holger Klöß, Geschäftsführer Lobster SCM GmbH. Das sei wichtig, denn das schaffe Transparenz bei Prozessen und Daten.

„Medienbrüche waren gestern“, verweist Klöß auf die workflow- und ereignisbasierte Konfiguration der Geschäftsregeln. Dies erlaube etwa in der Beschaffungslogistik die Automatisierung von Prozessen mit Lieferanten und Spediteuren. Auf Basis einer Bestellung in Lobster_scm könne der Lieferant Bestellpositionen bestätigen, einen Lieferschein auf Basis der übernommenen Daten erstellen und einen Warenanhänger drucken. Der Besteller erhält dann ein Lieferavis per EDI und scannt die Warenanhänger im Wareneingang.

Zusätzlich werden systemgestützt aus Lieferscheinen Sendungen und die Ware kann über Statusinformationen auf Basis von Meilensteinen nachverfolgt werden. Das Ziel ist es laut Klöß, Prozesse mit Partnern durch die elektronische Anbindung per EDI, Webservice oder Web-Portal zu beschleunigen.

Netzwerk-Transparenz und Tracking-Effizienz

Neben seinen Softwareprodukten präsentiert sich Lobster mit der Logistics Data Cloud auch als operierender Portalanbieter für Daten in der Logistik – und verspricht damit „ein umfassendes SCM für alle“. Jetzt liege die Verantwortung für Supply Chain Management nicht mehr bei einzelnen Unternehmen, so Fischer. Vielmehr sei es den Kunden möglich, Daten mit allen Teilnehmern der Lieferkette auszutauschen. So können Wettbewerber entlang der gesamten Transportkette wie Shipper, Forwarder, Carrier, 3rd Parties etc. zusammenarbeiten.

„Unser Ansatz einer neutralen Plattform bewährt sich im Alltagseinsatz bei mittleren und großen Unternehmen“, erklärt Rolf Henrich, Geschäftsführer der Logistics Data Cloud. Und die Nachfrage steige, auch wegen der einfachen und kostengünstigen Anbindung ohne langwierige Konfigurationszeiten. „Bei uns können Kunden auch einfach mal drei Monate die Plattform testen und abwägen, ob sie dadurch einen Mehrwert verspüren“, erklärt Henrich. Zudem erreicht man mit einer einzigen Anbindung alle anderen Partner, die jeweils auf Basis Ihrer bereits verfügbaren Möglichkeiten (von Excel bis ERP) angebunden werden.

Ein Anwender ist die Lufthansa Technik Logistik Services GmbH. „Durch die Verwendung der Logistics Data Cloud erhalten wir 12 Prozent mehr Trackinginformationen für unsere eingehenden Sendungen und reduzieren den manuellen Nachverfolgungsaufwand für mehr als 5.000 Transaktionen“, berichtet Harald Kolbe, Head of Digital Innovation Lufthansa Technik Logistik Service. Und auch Lufthansa Cargo hat bereits mehrere Use Cases umgesetzt, berichtet Boris Hueske, Head of Digital Transformation Lufthansa Cargo AG. Zusätzliche Informationen, die bisher in den Legacy-Systemen nicht oder nur unzureichend abgebildet werden konnten, werden mit der Logistics Data Cloud als „zentraler Datendrehscheibe“ jedem berechtigten Partner in der globalen Lieferkette zur Verfügung gestellt. „Hierzu zählen beispielsweise Produkt-, Packstückdaten, Containerinformationen, Dokumente oder Fotos“, so Henrich. Anfang 2020 solle der Marktplatz der Logistics Data Cloud weiter ausgebaut werden und vermehrt Dienstleistungen und Apps von Drittanbietern zur Verfügung stellen. Aber auch Lobster selbst will mit eigenen Anwendungen vertreten sein. „Derzeit planen wir eine eigene Sendungserfassung, die wir ebenfalls 2020 präsentieren möchten“, kündigt Henrich an.

But first: Datenintegration!

Sowohl bei dem Softwareprodukt Lobster_scm als auch bei dem Portal können bestehende Verbindungsstandards ohne Probleme weiter genutzt werden. Denn im Hintergrund regelt Lobster_data als zentraler „Dolmetscher“ die Daten- und Businessintegration. Die Heterogenität der Systeme sei kein Grund für Datensilos mehr, betont Fischer. Hierfür habe man mittlerweile über 4.000 Vorlagen für Schnittstellen zu ERP-Systemen integriert und unterstütze alle gängigen Protokolle zum Datenaustausch. Mit Unterstützung für rund 10.000 Industriestandards sei die Software somit auf alle Anforderungen bestens vorbereitet.

„Diese digitalen Standards fungieren als eine Art gemeinsame Sprache, wenn es um den Datenaustausch in und zwischen Unternehmen, Produkten und Kunden geht“, erklärt Fischer. Standards und Datenintegration sind seiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg von Projekten zur digitalen Vernetzung und Automatisierung der Prozesse – sowohl innerhalb eines Unternehmens (EAI) als auch bei der Anbindung an externe Partner-Unternehmen (EDI).

Bildquelle: Gerd-Altmann/Pixabay, BVL

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DV-Dialog Logistik
news-24236 Tue, 22 Oct 2019 10:36:40 +0200 Sicheres Netzwerk in Krisengebieten http://www.it-zoom.de/it-director/e/sicheres-netzwerk-in-krisengebieten-24236/ Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das Opfern bewaffneter Konflikte und anderer Gewalttaten auf der ganzen Welt Hilfe leistet und Schutz bietet, setzt auf VMware. Die Netzwerkvirtualisierungs- und Sicherheitsplattform VMware NSX soll dem IKRK den schnellen Aufbau eines sicheren Netzwerks vom Schweizer Hauptsitz Genf zu den Mitarbeitern vor Ort ermöglichen – und zugleich die riesigen Datenmengen, die das IKRK in Krisengebieten sammelt, absichern.

Millionen Menschen weltweit sind von bewaffneten Konflikten und Naturkatastrophen betroffen und das IKRK spielt eine entscheidende Rolle, um ihnen die Hilfe zu bringen, die sie dringend benötigen. Das Rote Kreuz sammelt Daten über die im Krisengebiet betroffenen Menschen, um die konkrete Situation und den Hilfsbedarf zu verstehen und ihren humanitären Auftrag zu erfüllen. Da auch hilfsbedürftige Menschen zunehmend digital vernetzt sind – z.B. über Social Media und Smartphones –, wächst die Datenmenge, die das IKRK sammelt, sehr schnell an. Dank NSX kann das IKRK diese Daten sicher speichern und sie gleichzeitig nutzen, um die humanitäre Hilfe zu verbessern.

Das IKRK nutzt zunehmend Algorithmen, um Daten zu analysieren sowie Muster, Zusammenhänge und Trends aufzuzeigen, die sich positiv auf den humanitären Einsatz der Organisation auswirken. Durch den Ausbau dieser Technologie kann man beispielsweise herausfinden, wie und wo Menschen ihre Bedürfnisse äußern, die Kommunikation in gefährlichen und sich rasch verändernden Situationen verbessern, vermisste Personen leichter lokalisieren und Familien wieder zusammenführen.

„Das IKRK verarbeitet riesige Datenmengen von Personen in Krisengebieten. Der Missbrauch dieser Daten kann Menschen in bewaffneten Konfliktgebieten in große Gefahr bringen und zwar genau diejenigen, denen wir helfen wollen. Deshalb müssen wir in Technologien investieren, die die Privatsphäre, Verschlüsselung und Anonymität von Daten ermöglichen. Wir arbeiten seit über zehn Jahren mit VMware zusammen und haben gemeinsam eine zuverlässige Infrastruktur aufgebaut, um unsere Aktivitäten weltweit zu unterstützen und gleichzeitig den Schutz unserer Daten zu gewährleisten“, bekräftigt Charlotte Lindsey-Curtet, Director of Digital Transformation and Data beim IKRK.

Bildquelle: IKRK

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news-24235 Tue, 22 Oct 2019 10:20:17 +0200 5G bringt grundlegende Veränderungen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/5g-bringt-grundlegende-veraenderungen-24235/ In den Medien wird 5G überwiegend als neuer Mobilfunkstandard und damit in erster Linie als „schnelles Internet für’s Smartphone“ thematisiert. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Technologie eine Datenübertragungsrate von bis zu 10 Gbit/s ermöglicht. Das ist in etwa das 100-fache des bisherigen Standards 4G und damit ein technologischer Quantensprung – sowohl für den Privatnutzer als auch für etliche Industriezweige. Durch den extrem hohen Datendurchsatz und Latenzzeiten unter einer Millisekunde werden unzählige Innovationen, unter anderem das vieldiskutierte „autonome Fahren“, den Weg von der Theorie in die Praxis finden. Begriffe wie Landwirtschaft 4.0, intelligente Stromnetze oder Virtual Reality Shopping geben einen Vorgeschmack auf das, was uns im Zusammenhang mit 5G erwartet.

5G: Gerade für Unternehmen attraktiv

Damit die neue Technik funktioniert, ist jedoch eine sehr hohe Anzahl an Funkmasten auf kleinem Raum erforderlich, wodurch der flächendeckende Ausbau sich vor allem im ländlichen Raum schwierig gestaltet. Dennoch sind die Provider gesetzlich dazu verpflichtet, den Ausbau im Laufe der nächsten Jahre massiv voranzutreiben. Bis Ende 2020 sollen zumindest die 20 größten Städte Deutschlands an 5G angebunden sein. Besonders interessant ist 5G bereits jetzt für Unternehmen, da diese die Technologie mit relativ geringem Aufwand und unabhängig vom allgemeinen Ausbau in ihre Infrastruktur implementieren können. Die Liste der Anwendungsmöglichkeiten in verschiedensten Branchen ist lang. Christoph Dietzel, Head of R&D and Product Management bei DE-CIX zeigt anhand von drei Beispielen das enorme Potenzial der Technologie.

1. Industrie 4.0

Mit dem 5G-Standard beginnt in der Industrie ein neues Zeitalter der drahtlosen Kommunikation. Durch die Installation zahlreicher Sensoren wird es möglich, den Produktionsprozess oder die Fabrikumgebung in Echtzeit zu simulieren bzw. zu virtualisieren. Dadurch lassen sich Prozesse besser planen und kontrollieren und Veränderungen im Produktionsprozess einfacher realisieren. Durch die extrem niedrige Latenz werden Roboter zudem in der Lage sein, miteinander zu kommunizieren, zusammenzuarbeiten und intelligent auf verschiedene Szenarien zu reagieren.

2. Autonomes Fahren

Autonome, vernetzte Fahrzeuge könnten schon bald zu einer gänzlich neuen Form der Mobilität führen. Auch hierfür sind Sensoren, Algorithmen und geeignete Kommunikationstechnologie erforderlich. 5G wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Herausforderung besteht darin, auch bei sehr hohem Verkehrsaufkommen eine reibungslose Kommunikation und Kontrolle für autonome Fahrzeuge zu gewährleisten. Wenn das gelingt, könnten in Zukunft sogenannte Platoons, also lange Konvois autonom fahrender LKWs, über unsere Autobahnen rollen, die sich durch enorme CO2-Einsparungen und weitere wirtschaftliche Vorteile auszeichnen.

3. Landwirtschaft 4.0

Die globale Landwirtschaft steht heute vor Herausforderungen wie dem Klimawandel und explosionsartigem Bevölkerungswachstum, das mit einem gewaltigen Bedarf an Nahrungsmitteln verbunden ist. Landwirtschaft 4.0 (Agriculture 4.0) zielt darauf ab, mithilfe neuer Technologien auf diese Entwicklungen zu reagieren. 5G wird auch im landwirtschaftlichen Bereich den Weg für autonome Fahrzeuge ebnen. Durch spezielle Sensoren und Machine-Learning-Algorithmen wird es möglich sein, wichtige Faktoren wie das Wetter oder die Bodenbeschaffenheit zu analysieren und damit in Echtzeit für jede einzelne Pflanze die richtige Menge an Wasser, Pestizide oder Dünger zu ermitteln.

Bild: Getty Images/iStock

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news-24234 Tue, 22 Oct 2019 10:16:11 +0200 Diese Städte sind führend in der Mobilität http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/diese-staedte-sind-fuehrend-in-der-mobilitaet-24234/ Berlin und Auckland sind weltweit führend in der urbanen Mobilität – das ergibt eine neue Analyse aus der Studie „Mobility Futures“ von Kantar. Die deutsche Hauptstadt führt den „City-Mobility-Index“ an, da sie einen kostengünstigen und einen einfachen Zugang zu einer Vielzahl von öffentlichen Verkehrsmitteln und Mitfahrgelegenheiten bietet. Umgekehrt stehen Johannesburg, Sao Paulo und Nairobi aufgrund der begrenzten öffentlichen Verkehrsinfrastruktur an letzter Stelle im Ranking. Der Index bewertet, wie bezahlbar und verfügbar verschiedene Verkehrsoptionen sind.

Die Top 10:

1. Berlin: 90.7
2. Auckland: 90.0
3. Moskau: 84.1
4. New York: 82.9
5. München: 79.5
6. Milan: 79.0
7. Montreal: 78.5
8. Warschau: 78.4
9. London: 75.1
10. Paris: 74.7

Auch München erzielt beim Index mit Platz 5 einen der vorderen Ränge, womit beide deutschen Städte im internationalen Vergleich möglichst vielen ihrer Bürger Zugang zur städtischen Mobilität ermöglichen.

Die Studie „Mobility Futures“ basiert auf mehr als 20.000 Interviews mit Bewohnern in 31 Städten und Tiefeninterviews mit 53 weltweit führenden Mobilitätsexperten. Ihr Ziel ist es, als Informationsgrundlage für die Planung und Entwicklung des städtischen Verkehrs auf der ganzen Welt zu dienen und zur Entwicklung von Geschäftsstrategien für neue und bestehende Akteure im Verkehrs- und Mobilitätssektor beizutragen.

Die Studie bewertet zudem die größten Städte der Welt im Pendler-Index „Green-Commuter-Index“ nach ihrer Umweltbilanz. Der Analyse zufolge sind asiatische Städte führend beim klimaschonenden Pendeln: Tokio liegt auf Platz 1 gefolgt von Peking und Singapur. Dies ist auf einen geringen Anteil an Einzelfahrern und einen hohen Anteil an Fußgängern, Radfahrern und Nutzern des ÖPNV zurückzuführen. In Europa gilt London aufgrund seines ausgedehnten Bahn- und U-Bahn-Netzes als umweltfreundlichste Pendlerstadt.

Die deutschen Städte fallen im „Green-Commuter-Index“ zurück, da sowohl München als auch Berlin mit 30 Prozent bzw. 26 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Einzelfahrern hat. Jedoch zeigt Studie auch, dass viele Autopendler nach alternativen Wegen suchen, um sich in der Stadt zu bewegen. Bei ihnen wächst der Wunsch, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder als Beifahrer im Auto unterwegs zu sein.

Viele unterschiedliche Verkehrs-Apps

Das Auto ist immer noch König: Trotz wachsender Umweltbedenken lieben Pendler ihr Auto immer noch – sei es als Statussymbol, weil es bequem ist oder oft auch aus Not heraus aufgrund fehlender Alternativen. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs löst deutlich häufiger negative emotionale Reaktionen aus als die Nutzung der anderen Verkehrsmittel. So wünschen sich viele ÖPNV-Nutzer weltweit die Möglichkeit, auf ein anderes Verkehrsmittel umzusteigen – z.B. auf das Fahrrad oder E-Bike.

Die Bewohner der Städte Südostasiens benutzen besonders viele unterschiedliche Reise- bzw. Verkehrs-Apps, um in ihrer Stadt mobil zu sein. In China hingegen ist die durchschnittliche Anzahl der Apps niedriger als im Rest der Welt, da Auto- und Bike-Sharing-Anbieter bereits in andere weit verbreitete Apps wie Baidu, Alipay und Wechat integriert sind, um ihre Angebote noch besser zugänglich zu machen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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news-24232 Tue, 22 Oct 2019 09:25:00 +0200 Kaffee in all seinen Facetten http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/kaffee-in-all-seinen-facetten-24232/ Das Bremer Unternehmen Aromatico quartierte sich im Jahr 2016 fast unbemerkt im ehemaligen Eduscho-Hochregallager in der Überseestadt ein. Mittlerweile vertreibt die Firma Kaffee nach ganz Europa. „Explore Coffee“ ist die Maxime von Moritz Puschmann, Geschäftsführer des Unternehmens. Er bindet seine Kunden von Anfang an in die Erlebniswelt des Kaffees ein und sprach mit uns über seine Strategie im Onlinehandel und darüber, wie er mithilfe von visualisierten Customer Journeys immer nah am Kunden bleibt. ITM: Herr Puschmann, wer steckt hinter Aromatico?
Moritz Puschmann:
Wir sind ein 20-köpfiges Team aus Bremen, das sich auf den Onlineverkauf von Kaffee und Espresso spezialisiert hat. Mittlerweise arbeiten wir mit knapp 70 ausgewählten Röstereien aus Italien, der Schweiz und Deutschland zusammen. Unser Sortiment verfügt über ca. 1.500 Produkte und neben dem Onlinehandel für besonderen Kaffee und Zubehör bieten wir auch individuelle Kaffeeberatung an. Der Kunde soll bei uns Kaffeegenuss als Lebensgefühl erleben – entweder vor Ort durch persönliche Beratung oder er nutzt die Chance, sich über unseren Blog und die Website mit den Facetten des Kaffees vertraut zu machen.

ITM: Welche Rolle nimmt Aromatico in der Muttergesellschaft
Coffein Compagnie ein?
Puschmann:
Aromatico ist Teil einer Holding, in der die Coffein Compagnie aus Bremen als Mutterunternehmen fungiert. Während die Coffein Compagnie im B2B-Geschäft für Kaffeeröster Rohkaffee aus der ganzen Welt entkoffeiniert und veredelt, liegt unsere Kompetenz im Onlinevertrieb von Röstkaffee im B2C-Geschäftsmodell.

ITM: Wie ist Ihre E-Commerce-Strategie ausgelegt?
Puschmann:
Wir handeln nach dem Prinzip „User, Content, Technik“. Der Kunde steht im Mittelpunkt und kann unsere Kaffeeauswahl in all ihren Facetten erleben. Dazu gehören ein umfangreiches Sortiment im Onlineshop, Produkttests, ehrliche Kundenbewertungen und persönliche Kaffeeberatung. Parallel überprüfen wir regelmäßig unsere IT-Architektur und legen Wert auf Tempo und Performance.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.


ITM: Wie gestalten Sie die Kundenbindung bei Aromatico?
Puschmann:
Wir lernen unsere Käufer besser kennen, indem wir ihr Einkaufsverhalten analysieren und unseren Shop daraufhin ausrichten. Unser Ziel ist es, die Besucher virtuell an die Hand zu nehmen und innerhalb von fünf Klicks bis zum Check-out zu begleiten. Zusätzlich legen wir großen Wert auf die Vermittlung von Kaffeefakten, erklären Zubereitungsarten und geben Tipps zum Umgang mit unseren Kaffeemaschinen.

Der Kaffeeberater beispielsweise ist ein Onlineassistent. Er hilft den Kunden, sich im Sortiment zurechtzufinden. Mit regelmäßigen Newslettern erreichen wir unsere Stammkunden, die wir mit wechselndem Angebot immer wieder auf unseren Shop ziehen.

Wir setzen auf ein zertifiziertes Produktbewertungssystem durch eine unabhängige Gesellschaft. Unabhängige Produktbewertungen vermitteln Glaubwürdigkeit und überzeugen andere Kunden, Produkte basierend auf Nutzerfeedback zu kaufen.


ITM: Zur individuellen Kundenansprache nutzen Sie das Tool
Procampaign. Seit wann arbeiten Sie damit?
Puschmann:
Wir sind im Jahr 2016 nach Bremen umgezogen und haben gleichzeitig eine neue IT-Infrastruktur für unsere Onlineplattform aufgebaut. Im Zuge dessen suchten wir nach einem Anbieter für unser E-Mail-Marketing und entschieden uns dann für die Marketingplattform Procampaign.

ITM: Customer-Journey-Maps helfen, die Kundenperspektive einzunehmen und das Verhalten der Kunden zu analysieren. Wie setzen Sie das im Unternehmen praktisch um und worauf müssen Online-Händler achten?
Puschmann:
Bei Aromatico arbeiten wir stark datenbasiert und werten regelmäßig aus, wo und wann der Kunde uns im Web wahrnimmt – bis hin zur Conversion im Shop. Die Visualisierung einer Customer Journey fängt bei den unterschiedlichen Touchpoints im Web an und endet offline im Customer Service. Basierend auf diesen Daten optimieren wir unsere Prozesse, den Content und dessen Platzierung auf unserer Website regelmäßig. Ein professioneller Shopauftritt ist das A und O im Onlinehandel.

ITM: Welche Zielsetzungen innerhalb von Customer-Journey-Mapping sind Erfolg versprechend?
Puschmann:
Es gibt bestimmte Gradmesser innerhalb einer Customer Journey, über die wir viel über unsere Kunden erfahren. Das sind die Conversion Rate, Analysetools, Kundenbewertungen oder persönlicher Kontakt. Dadurch lernen wir die Kundenbedürfnisse immer besser kennen und leiten daraus einen oder mehrere Prototypen unserer Zielgruppe ab, auch Personas genannt. Sie erscheinen als fiktive Personen, die Muster im Nutzungsverhalten aufweisen. Mit diesem Bild vor Augen erstellen wir anschließend ein Mapping unserer Einstiegspunkte und richten die Nutzerführung danach aus.

ITM: Wie unterstützt Ihre Marketingautomation Sie dabei, die Ziele zu erreichen?
Puschmann:
Für unser E-Mail-Marketing leiten wir u.a. aus unseren Öffnungsraten und Klickzahlen ab, welche Themen für unsere Leser interessant sind. Wir testen ebenfalls die Relevanz neuer Themengebiete und erkennen so Kaffee- oder Produkttrends. Diese bieten wir dann auf unserem Online-Shop an.

Bildquelle: Aromatico

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing CRM
news-24231 Tue, 22 Oct 2019 09:14:58 +0200 Abschied von der digitalen Steinzeit? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/abschied-von-der-digitalen-steinzeit-24231/ Marko Gatzemeier, Director Marketing bei der C4B Com For Business AG, weiß, dass die begehrten Mitarbeiter nicht nur auf den Gehaltszettel gucken, sondern auch sehr genau auf ihren künftigen Arbeitsplatz. Herr Gatzemeier, inwieweit haben sich „Modern Workspaces“ bzw. „Digital Workspaces“ bereits in deutschen Unternehmen etabliert?
Marko Gatzemeier:
Momentan wird noch deutlich mehr über den „Modern Workspace“ geredet, als dass er tatsächlich gelebt wird. Während wir über KI diskutieren und von Holo-Videokonferenzen träumen, leben unzählige Mitarbeiter noch in der digitalen Steinzeit und tippen mühsam Zahlenkolonnen von einer Visitenkarte ab, um zu telefonieren. Aber der Druck wächst: Gerade Unternehmen, die im „War for Talents“ punkten wollen, spüren deutlich, dass die begehrten Mitarbeiter nicht nur auf den Gehaltszettel gucken, sondern auch sehr genau auf ihren künftigen Arbeitsplatz. Wer mit uralter Hardware in einem klassischen „9 to 5“-Arbeitsmodell arbeitet oder seinen Mitarbeitern keine Möglichkeiten bietet, sich beispielsweise via Chat oder anderen Collaboration-Tools auszutauschen, hat bei der Generation Y keine Chance.

Worin sehen Sie die Treiber dieser Entwicklungen?
Gatzemeier:
Die Technologie schafft die Basis, aber es sind die Mitarbeiter, die es fordern. Sie wollen Flexibilität, Home Office und Teilzeit. Und sie wissen, was technologisch möglich ist. Ein Mitarbeiter, der zu Hause Smart-TV und Smartphone mit Alexa und Siri steuert, fühlt sich ausgebremst, wenn er an seinem Arbeitsplatz wegen der völlig veralteten Infrastruktur eine halbe Stunde braucht, um eine simple Audiokonferenz einzurichten. Das akzeptieren die Leute heute nicht mehr.

Wenn von einem Digital Workspace die Rede ist, erscheinen vor dem inneren Auge Bilder eines futuristischen Büros mit holografischen Bildschirmen. Doch wie sieht die Realität aus? Wie gestaltet sich ein Modern Workspace anno 2019?
Gatzemeier:
Die Definitionen des „Modern Workspace“ klaffen weit auseinander. Für die einen ist der moderne Arbeitsplatz hauptsächlich eine Technologiefrage. Für diese Menschen gilt: je fortschrittlicher die Technologie, desto moderner der Arbeitsplatz. Für die anderen ist die Technologie nur ein Werkzeug, während Unternehmenskultur, New Work und Agilität die entscheidenden Faktoren für den Modern Workspace sind. Klar ist: Ohne die richtige Technologie geht es in keinem Fall. Ein „Modern Workspace anno 2019“ muss so gestaltet sein, dass die Mitarbeiter ihre Arbeit – zumindest theoretisch – zu jeder Zeit und an jedem Ort ausführen können. Laptop, Smartphone und eine gute Kommunikationssoftware können schon ausreichen, um die wichtigsten Vorteile der neuen Arbeitswelt zu genießen.

Welche Tools und Features sind hier unverzichtbar und warum?
Gatzemeier:
Die Grundpfeiler der neuen Arbeitswelt sind Mobilität und Flexibilität. Sprich: Mobile Devices wie Laptop, Tablet und Smartphone sind unentbehrlich. Aber die Hardware ist nur die Basis. Welche konkreten Tools ein Mitarbeiter braucht, hängt natürlich von seinem individuellen Arbeitsumfeld ab. Ein Werkzeug hingegen ist nahezu immer unverzichtbar: eine intuitive und tief integrierte Kommunikationslösung. Je flexibler die Arbeitswelt wird, desto wichtiger wird eine Software, dank der sich Mitarbeiter von jedem Ort aus auf allen Kanälen zu 100 Prozent barrierefrei austauschen können. Ein gutes Teamwork lebt von einer guten Kommunikation. Und die muss heute einfach und reibungslos funktionieren – egal ob zwei Kollegen sich ein Zimmer teilen, im Home Office sitzen oder auf verschiedenen Kontinenten zu Hause sind. Aber nicht nur die unternehmensinterne Kommunikation spielt dabei eine wichtige Rolle. Moderne Kommunikationslösungen schaffen es, auch Kunden, Lieferanten und Partner in gleicher Weise mit einzubeziehen.

Welche Rolle spielt hier Künstliche Intelligenz (KI)?
Gatzemeier:
Aktuell ist Künstliche Intelligenz leider sehr oft nicht mehr als ein verkaufsfördernder Etikettenschwindel. Auch wenn KI draufsteht, heißt das noch lange nicht, dass da wirklich Künstliche Intelligenz drin ist. Aber die Entwicklung in diesem Bereich ist rasant. Künstliche Intelligenz wird unseren Arbeitsalltag vermutlich ebenso verändern, wie es das Internet getan hat. Künstliche Intelligenz wird viele Möglichkeiten schaffen, unsere Arbeit komplett neu zu gestalten bzw. uns Arbeit abzunehmen. Chatbots oder Sprachroboter werden sicher nur den Anfang bilden.

Ist digital gleich kompliziert? Mit welchem Aufwand (zeitlich, finanziell, personell) muss bei der Gestaltung eines modernen „Digital Workspaces“ gerechnet werden? Welche Schritte sind nötig?
Gatzemeier:
Eigentlich sollte das Gegenteil der Fall sein: Die Digitalisierung sollte die Arbeit radikal vereinfachen und zeitraubende Routinetätigkeiten möglichst überflüssig machen. Der Einrichtungsaufwand eines digitalen Arbeitsplatzes kann verblüffend gering sein. Mittelfristig können Unternehmen ihre Kosten sogar deutlich senken. Konzerne wie Microsoft machen es vor: Für die 1.900 Mitarbeiter gibt es in der Zentrale nur 1.100 Arbeitsplätze. Ob im „Think Space“ oder im „Huddle Room“: Jeder Mitarbeiter, der nicht im Home Office oder auf Geschäftsreise ist, sucht sich ganz nach Bedarf den passenden Platz. Gerade vor dem Hintergrund stetig steigender Mieten macht sich ein solches Konzept schnell bezahlt: Reduziert ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitern die Arbeitsplätze um 20 Prozent, kann es sich dadurch mal eben schnell bis zu 150.000 Euro pro Jahr sparen.

Woran hapert es oftmals bei der Umsetzung?
Gatzemeier:
Oft werden Projekte auf dem sprichwörtlichen Reißbrett geplant. Aber im Mittelpunkt steht nicht der Arbeitsplatz, sondern der Mensch, der an diesem Platz arbeiten soll. Wie viel Technologie gebraucht und wie viel Flexibilität und New Work gewollt wird, ist sehr unterschiedlich. Entscheidend ist, die Mitarbeiter von Anfang an mitzunehmen. Und nicht dem Irrglauben anzuhängen, es reiche, die Hardware auszutauschen, während die Unternehmenskultur noch Präsenzzeit als einzige wahre Arbeitszeit anerkennt.

Welche drei Tipps würden Sie Unternehmen mit auf den Weg geben, die ihren Mitarbeitern in Zukunft einen modernen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen möchten?
Gatzemeier:
1. Reden Sie mit Ihren Mitarbeitern! Die wissen in aller Regel ganz genau, was sie wirklich brauchen, um einen guten Job zu machen.
2. Fangen Sie an! Warten Sie nicht auf die eierlegende Wollmilchsau! Auch kleine kontinuierliche Änderungen können den Arbeitsalltag fundamental verbessern.
3. Haben Sie Vertrauen! Technologie ist nur Mittel zum Zweck, aber der Anfang auf dem Weg zum modernen Arbeitsplatz, an dem sich Menschen wohl fühlen und ihren Job gern machen. Um ihr Potenzial wirklich zu nutzen, muss man seinen Mitarbeitern die nötige Freiheit geben.

Bildquelle: C4B

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom Unified Communication + Collaboration
news-24230 Mon, 21 Oct 2019 17:19:12 +0200 Rugged-Smartphone vorgestellt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/rugged-smartphone-vorgestellt-24230/ Das „800 Tough“ von HMD Global ist das erste Rugged-Gerät von Nokia und nun in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Das Gerät bringe die Voraussetzungen mit, in die Fußstapfen des Nokia 3310 zu treten, das bis heute für seine Robustheit bekannt ist. Das smarte Feature Phone ist nicht nur wasser- und staubdicht nach dem Standard IP68, sondern auch vor Stürzen aus 1,8 m Höhe auf Beton, Erschütterungen sowie extremen Temperaturen von -20°C bis zu 55°C nach der Militärnorm MIL-STD-810G geschützt.

Das 800 Tough sei somit für raue Umgebungsbedingungen wie Baustellen oder Abenteuerreisen geeignet. Darüber hinaus unterstütze es Google Assistant, beliebte Apps wie Whatsapp, Google Maps und Facebook sowie 4G-Konnektivität. Mit der zusätzlichen Anti-Rutsch-Beschichtung und den gummierten Kanten liege das Rugged Device sicher in der Hand.

Große, leicht zugängliche Tasten ermöglichen es, auch mit Handschuhen durch Menüs zu navigieren und Anrufe entgegenzunehmen. Das robuste Device kann auch als Wi-Fi-Hotspot fungieren, um anderen mobilen Geräten 4G-LTE-Verbindung zu ermöglichen. Mit bis zu 43 Tagen Standby-Zeit mit einer einzigen Akkuladung verfügt das 800 Tough über einen langlebigen Akku.

Dank der robusten Öse an der Geräteunterseite lasse es sich sicher am Rucksack, Handgelenk oder Schlüsselband befestigen, um es auch beim Bergsteigen, Wandern oder Arbeiten mitnehmen zu können. Der Lautsprecher ermögliche auch in lauten Umgebungen Gespräche über die Freisprecheinrichtung. Die eingebaute Kamera mit Blitz sowie die integrierte Taschenlampe mit 198 Lumen runden die Ausstattung ab.

Bild: Nokia

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Mobile Business Startseite it-zoom Rugged Devices
news-24229 Mon, 21 Oct 2019 16:56:59 +0200 Mit KI zu mehr Kundenbindung http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/mit-ki-zu-mehr-kundenbindung-24229/ Mit der kommenden Version der Unternehmenssoftware Enventa ERP stellt Nissen & Velten ein neues Analytics-Modul vor. Digitale, analytische Methoden sollen die Beratungskompetenz des Vertriebs stärken. Hierbei kommt auch Maschinelles Lernen zum Einsatz. Mit dem neuen Modul will der Anbieter den Anwendern seines ERP-Systems ein leistungsfähiges Werkzeug zur Generierung von Wissen zur Verfügung stellen, welches auch auf KI-Methoden der zurückgreife. Das Analytics-Tool werde in die vertrieblichen Prozesse integriert, um einen unmittelbaren Nutzen für die tägliche Arbeit zu stiften. Nach einmaliger Konfiguration lerne das System regelmäßig dazu und biete aktualisierte Prognosen und Informationen, welche der Vertrieb als Arbeitsgrundlage verwenden könne.

Beispielsweise könne Enventa Analytics das Kaufverhalten der Kunden verfolgen. Sobald ein ungewöhnliches Ereignis auftritt – z.B das Ausbleiben eines sich regelmäßig wiederholenden Kaufs – wird der zuständige Vertriebsmitarbeiter informiert, um bei Bedarf eingreifen zu können. Mit den „Produktempfehlungen“ erhalten die Innen- und Außendienstmitarbeiter Unterstützung für ihre Beratungsgespräche. Passende Produktvorschläge für den aktuellen Kunden sollen zusätzliche Verkaufschancen aufzeigen. Diese Methodik werde auch genutzt, um die Webshop-Inhalte für die Kunden zu individualisieren. Interessant in einem wettbewerbsintensiven Umfeld sei auch die Vorhersage eines mit hoher Wahrscheinlichkeit drohenden Kundenverlusts, welche dem Vertrieb die Chance geben soll, diesen durch rechtzeitiges Gegensteuern abzuwenden.

Weitere Anwendungsbereiche sind die Preisoptimierung und Preisdynamisierung, welche eine laufende Anpassung der Verkaufspreise an Marktveränderungen und Wettbewerbssituationen unterstützt sowie Margen- und Umsatzpotentiale erkennen könne. Zu guter Letzt helfe die kundenspezifische Preisvorhersage dem Vertrieb in der Beratungs- und Verhandlungssituation.

Bild: Getty Images/iStock

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IT-Mittelstand ERP
news-24228 Mon, 21 Oct 2019 16:35:32 +0200 Wo sind meine Kunden? http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/wo-sind-meine-kunden-24228/ Um zu verstehen, warum Kunden auf Social Media und Amazon unterwegs sind, muss man das heutige Konsumentenverhalten analysieren. Doch wie gelingt dies am besten? Kunden wollen sich vor dem Kauf informieren, austauschen und inspiriert werden. Das bedienen aktuell Amazon, Google und Facebook als führende Ökosysteme. Sie haben die Kundenschnittstelle besetzt und Marken verdrängt – mit verheerenden Konsequenzen: Marken verlieren ihre Kundenbindung und was viel wichtiger ist, ihre Kundendaten. Den Ausweg suchen Entscheidungsträger mit einer verbesserten Customer Experience. Doch wie erfolgreich sind diese Konzepte wirklich?

Was der digitale Wettbewerb für Marken bedeutet, zeigt ein Blick auf die Customer Journey und die Rolle von Amazon. Hier dominiert das Unternehmen bereits mit rund 50 Prozent Marktanteil die Phasen direkt vor dem Point of Sale (POS): die Informations- und Produktsuche sowie die Kaufentscheidung. Denn Kunden suchen hier nach Lösungen und weniger nach Marken. Amazon erfüllt dieses Bedürfnis mit einem breiten Sortiment und perfekten Services. So wandert die Kundenbeziehung zum Online-Giganten und Amazon wird zum „Walled Garden“, der Kunden an sich bindet und als geschlossene Plattform alles reguliert: Medien, Inhalte und Daten.

Das Unternehmen bestimmt, wie Entscheidungsträger die Nutzer online erreichen und welche Kundendaten diese nutzen dürfen. Für Marken bedeutet das eine wachsende Abhängigkeit und teure Ausgaben beim Brand-Marketing. Sie müssen ihre Sichtbarkeit bei Amazon einkaufen und füttern über Sponsored Products Geldbeutel und Datenmodelle des Online-Giganten. Mit Erfolg: Amazon erzielte 2017 fast fünf Milliarden Dollar an Werbeeinahmen und im dritten Quartal 2018 sind diese Erlöse um 122 Prozent gestiegen. Was aber entscheidender ist: Marken geben ihre Kundendaten ab und verlieren wichtige Informationen zu Vorlieben, Interessen und Produkt-Feedback der Konsumenten.

Reagieren statt agieren

Damit Marken beim Kunden sichtbar und erlebbar werden, stehen bei Entscheidungsträgern Customer-Experience-Projekte hoch im Kurs. Also Strategien für eine emotionale Bindung zwischen Konsumenten und Marke. So geben im Customer-Experience-Report 2019 ganze 69 Prozent der Befragten an, bis 2022 die Investments für Customer Experience auf ihrem eigenen Online-Auftritt zu erhöhen. Die beste Basis zum Aufbau dieser „digitalen Erlebniswelten“ ist der eigene Markenauftritt. Denn hier bestimmen Marken die Nutzerströme und sammeln alle Daten für die Kundenzentrierung.

Gleichzeitig wächst laut Report der Anteil interaktiver Erlebnisformate bis 2022 um 47 Prozent, wogegen redaktionelle Push-Inhalte um 15 Prozent sinken. Denn Entscheidungsträger wollen Kundenerlebnisse durch interaktive Content-Formate wie Erlebnisberichte von Kunden generieren, weil dieser User Generated Content das Bedürfnis der Nutzer nach authentischen Erfahrungen bedient.

Durch Anbieter wie SAP oder Adobe, die ihre Software-Tools zu einer Customer-Experience-Lösung bündeln, sind herkömmliche CX-Ansätze allerdings reaktiv. Sie konzentrieren sich auf das Sammeln und Analysieren von Daten an den Kontaktpunkten der Nutzer wie dem POS oder dem Newsletter. Ebenso verbreitet sind proaktive Strategien, bei denen Inhalte über das Push-Marketing an den User ausgespielt werden – oft mit großen Streuverlusten und wenig Interaktion.

Daher findet derzeit ein Umdenken statt: Durch den Einsatz interaktiver Formate tauschen sich Marken mit Kunden aus und beteiligen diese am Brand Building. Michael Nenninger, CEO der Voycer AG, erklärt das so: „Die Entscheidungsträger erkennen das veränderte Konsumentenverhalten. Sie wissen, dass Markenerlebnisse Interaktion brauchen und wollen diese auf die eigene Seite holen. Damit ändert sich auch die Content-Strategie hin zum interaktiven Marketing und die Customer Experience wird zur Interactive Customer Experience (ICX).“

Was bedeutet das für die Customer Journey?

Die Software-Tools dafür sind heute schon da. Eine ICX-Software funktioniert über ein Anreizsystem, das den Besucher motiviert, auf der Markenseite aktiv zu werden und sie wiederkehrend zu besuchen. Für den Erlebniswert sorgen Content- und Kampagnen-Formate wie Produkttests oder Blog-Module für Q&As, über die Kunden in Interaktion treten. Das macht andere Konsumenten neugierig und Entscheider bekommen über diesen User Generated Content wichtige Einblicke.

Damit diese Kundendaten nicht als Silo fungieren, unterstützt eine ICX-Software die Business Intelligence (BI) mit Schnittstellen zu CRM, Shop, Content-Management-System (CMS) oder Marketing-Automation. Sie reichert die bestehenden Kundenprofile mit Profildaten an und macht sie wertvoller – beispielsweise durch Produkttests, die mit durchschnittlich 7.000 Zeichen und eigenem Bildmaterial des Users ausführlicher und authentischer sind als Bewertungen auf Amazon mit 500 Zeichen.

Die Marke wird für den Konsumenten weit vor dem POS relevant und sichtbar. Weil eine Interactive Customer Experience Kunden auf der Markenseite eine vertikale Erlebniswelt bietet, in der sie tiefer in ihr Lieblingsthema einsteigen. Nämlich dann, wenn sich die Nutzer während der Phasen von Inspiration und Informationsaustausch zu Themen im Kontext der Marke informieren.

Ein aktuelles Markenbeispiel ist Innogy. Die Marke erzielt mit ihrer ICX-Plattform bereits mehr als 50 Prozent organischen Traffic und hat 33 Prozent wiederkehrende Besucher in der Community. Ein Großteil der Kunden landet also auf der eigenen Website statt bei Amazon und kauft auch dort. So macht die Marke neunmal mehr Umsatz durch Shop-Besucher, die vorher in der Community waren. Nenninger fasst zusammen: „Entscheidungsträger müssen radikal umdenken, wenn sie im digitalen Wettbewerb um die Kundenschnittstelle bestehen wollen: Hin zu mehr Kundenzentrierung und zu Erlebniswelten auf der eigenen Website. Dann ist auch der Wettbewerb um den Kunden noch nicht verloren.“

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news-24227 Mon, 21 Oct 2019 16:25:17 +0200 Neue Microsoft-Surface-Devices http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/neue-microsoft-surface-devices-24227/ Die neuen Modelle der Surface-Gerätereihe von Microsoft sind jetzt auf dem deutschen Markt verfügbar. Die neuen Devices kommen mit einer verbesserten Performance sowie einer optimierten Akkulaufzeit und Reparaturfähigkeit, so der Hersteller. Bei den Modellen Surface Pro 7 und Surface Laptop 3 sollen künftig die aktuellen Prozessoren von Intel und AMD sowie neue Farbvarianten für mehr Vielfalt sorgen. Den Surface Laptop 3 gibt es erstmals auch mit einem größeren 15-Zoll-Display und einem Ganzmetallgehäuse.

Die neuen Surface-Geräte werden in unterschiedlichen Konfigurationen sowohl für Privat- als auch Geschäftskunden angeboten. Privatnutzer erhalten die Devices mit Windows 10 Home, an Firmenkunden werden sie mit Windows 10 Pro ausgeliefert.

Ausgestattet mit Intel-Core-Prozessoren der zehnten Generation sei das Surface Pro 7 performanter als sein Vorgänger. Zudem verfügt es neben dem USB-A-Anschluss erstmals über einen USB-C-Anschluss sowie eine Schnellladefunktion und Batterielaufzeit für den ganzen Tag. Darüber hinaus biete das Gerät flexible Einsatzmöglichkeiten als Laptop mit andockbarer Tastatur oder als Tablet mit 12,3-Zoll-Pixelsense-Touch-Display.

Den Surface Laptop werde es nun auch in einer 15-Zoll-Variante und mit einem Gehäuse komplett aus Aluminium geben. Privatkunden erhalten die 15-Zoll-Geräte erstmals mit Prozessoren von AMD. In allen Devices mit 13,5-Zoll-Bildschirm sowie in den 15-Zoll-Varianten für Geschäftskunden arbeiten aktuelle Intel Core Prozessoren. Der Surface Laptop 3 verfüge über eine entfernbare SSD-Festplatte, einen USB-C- und einen USB-A-Anschluss sowie überarbeitete Dual-Fernfeld-Mikrofone und ein vergrößertes Trackpad.

Im November 2019 will Microsoft zudem mit dem Pro X das bisher dünnste Surface-Gerät auf den deutschen Markt bringen. Dank des eigens entwickelten SQ1-Prozessors von Microsoft und Qualcomm laufe es energieeffizient, komme in einem sehr dünnen Gehäuse und sei über LTE Advanced bei vorhandener Mobilfunkverbindung stets verbunden. Darüber hinaus besitze der mobile PC ein 13-Zoll-Pixelsense-Display, zwei USB-C-Anschlüsse und eine Schnellladefunktion. Als Zubehör seien das Signature Keyboard und der Slim Pen erhältlich, der sich innerhalb der Tastatur transportieren und aufladen lässt.

Bild: Microsoft

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