IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Mon, 22 Jul 2019 16:49:14 +0200 Mon, 22 Jul 2019 16:49:14 +0200 TYPO3 EXT:news news-23464 Mon, 22 Jul 2019 16:27:21 +0200 Der große Kick für das Internet der Dinge? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/der-grosse-kick-fuer-das-internet-der-dinge-23464/ Während Deutschland noch über 5G diskutiert, ist z.B. in Japan die kommerzielle Einführung der neuen Mobilfunktechnologie bereits für 2020 geplant. Warum sollten auch deutsche Unternehmen in Sachen 5G endlich vom Reden zum Handeln übergehen? Das Internet der Dinge ist bereits da. Schon 2018 lag die Zahl der vernetzten Geräte nach Schätzungen von Juniper Research weltweit bei 21 Milliarden. Für 2022 rechnen die Analysten mit einer Steigerung auf mehr als 50 Milliarden. Bitkom geht davon aus, dass diese Zahl schon 2020 überschritten werden könnte. Angesichts solcher Zahlen erwarten Unternehmen und Verbraucher von 5G nicht weniger als den nächsten Schritt in der Evolution des Internets. Doch kann die neue Technologie diese hohen Erwartungen erfüllen?

In der öffentlichen Diskussion werden 5G eine Vielzahl unterschiedlichster Fähigkeiten zugeschrieben. Doch der Aufbau der entsprechenden Netze wird Jahre in Anspruch nehmen und verschiedene Leistungsmerkmale des neuen Standards unterschiedlich schnell bereitstellen. Der Anbieter NTT Data beispielsweise ist sich dennoch sicher, dass 5G dem Internet der Dinge in verschiedenen Anwendungsbereichen neue Impulse gibt.

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Mehr Bandbreite

Schnellere Downloads und Videostreaming unterwegs in höchster Qualität stehen vor allem auf der Wunschliste privater Internetnutzer. Enhanced Mobile Broadband (eMBB) ist deshalb das populärste Anwendungsszenario. Übertragungsraten von bis zu 20 Gbps verbessern das Benutzererlebnis. Geschäftsreisende profitieren ebenfalls davon, dass die Übergabe von einer Funkzelle in die nächste auch bei Tempo 500 km/h funktioniert. 5G ist die erste Generation von Mobilfunknetzen, die darauf ausgelegt ist, mehr Maschinen als Menschen miteinander zu verbinden. Dank Massive Machine Type Communications (mMTC) ist der Standard in der Lage, die M2M-Kommunikation für eine möglichst große Zahl von Maschinen, Anlagen, Geräten und Sensoren bereitzustellen. Bis zu eine Millionen Geräte pro Quadratkilometer lassen sich damit vernetzen. Produktion und Logistik profitieren davon, indem sie nicht nur Fahrzeuge und Behälter vernetzen, sondern auch Lager- oder Parkplätze und Sensoren zur Überwachung ihres mobilen Inventars. Im Gebäude-Management und in der Landwirtschaft steuern Unternehmen mit vernetzten Sensoren ihre Liegenschaften effizienter.

Kritische Anwendungen in Echtzeit stellen besondere Anforderungen an die hohe Verfügbarkeit und geringe Latenzzeiten von mobilen Netzen. Visuelle Fernsteuerung von Robotern am Bau oder in der Telemedizin gehören dazu. In der 5G-Terminologie heißt dieser Anwendungsbereich Ultra-Reliable and Low Latency Communications (URLLC). Mit Latenzen unter einer Millisekunde und einer Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent unterstützt 5G hier auch ferngesteuerte Fahr- und Flugzeuge oder das Monitoring von Vitaldaten.

Doch 5G allein ermöglicht weder intelligente Mobilitätsdienste noch Smart Health. Für erfolgreiche IoT-Geschäftsmodelle brauchen Unternehmen neben dem „Kick“ durch 5G vor allem die Fähigkeit, aus einer Geschäftsidee zusammen mit anderen Akteuren ein wettbewerbsfähiges Angebot zu machen. Das zeigen Erfahrungen in Japan, wo die kommerzielle Einführung von 5G bereits 2020 bevorsteht.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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Mobile Business Startseite it-zoom Netzwerk Internet of Things (IoT)
news-23463 Mon, 22 Jul 2019 16:06:13 +0200 Fundament für den Dokumenten-Workflow http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/fundament-fuer-den-dokumenten-workflow-23463/ Durch Qualität und Zuverlässigkeit insbesondere beim Bau von schlüsselfertigen Produktionsgebäuden ist die Firmengruppe Harsch über die Region hinaus bekannt. In der Verwaltung des Bauunternehmens unterstützt ein zentraler Dokumenten-Pool das effiziente Arbeiten. Ein Workflow sorgt in der Personalabteilung für die schnelle Auswahl der Bewerber und garantiert den Schutz der Daten. Die Firmengruppe Harsch schreibt mit dem Einsatz von Betonfertigteilen im Industrie-, Gewerbe- und Wohnbau seit 1919 eine Erfolgsgeschichte. Das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen gilt als leistungsstarker Partner für gewerbliche und private Bauvorhaben. Auch im Tief- und Straßenbau ist der Mittelständler tätig. Ein weiteres erfolgreiches Geschäftsfeld ist die Projektentwicklung – vom Grundstückserwerb über Planung, Finanzierung bis zum Bau von schlüsselfertigen Wohn- und Geschäftsgebäuden.

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Dass die Firmengruppe Harsch dank ihrer qualifizierten Fachkräfte sämtliche Bauleistungen aus einer Hand liefern kann, schätzen ihre Auftraggeber besonders. Die technische Ausrüstung im Unternehmen ist immer auf dem neuesten Stand. Auch in der Verwaltung legt man großen Wert auf innovative Prozesse mit leistungsfähiger Informationstechnik. Dort ist neben dem ERP-System Microsoft Dynamics NAV seit Januar 2018 das Dokumenten-Management-System (DMS) Docuware im Einsatz.

Die Buchhaltung arbeitete bereits vor Einführung der Software mit einem digitalen Archivierungssystem. Dieses erwies sich jedoch für die Anforderungen und geplanten Projekte als nicht flexibel genug, erklärt Jannik Watteroth, DMS-Projektleiter der Firmengruppe Harsch. „Wir wollten eine ganzheitliche DMS-Lösung, um mit Workflows Arbeitsabläufe in der Verwaltung optimieren zu können“, so der IT-Spezialist. Im Fokus stand zunächst die Prüfung der täglich etwa 100 eingehenden Rechnungen, die bis dahin per Hauspost in verschiedene Abteilungen und Standorte geschickt werden mussten, was oft mehr als zehn Tage dauerte. Erstes Ziel war deshalb – neben der revisionssicheren Archivierung – die beleglose Bearbeitung der Rechnungen.

Durch klare Regeln und Strukturen sollten Prüfzeiten reduziert und zugleich der Prüfungsprozess besser kontrolliert werden. Für das neue DMS sprach vor allem die Flexibilität des Systems, sagt Watteroth: „Wir haben damit eine Lösung gefunden, die uns kein starres Konzept aufzwingt, sondern sich ganz an unsere Anforderungen anpassen lässt.“ Ein wichtiges Entscheidungskriterium war deshalb auch die Fachkompetenz des Docuware-Partners ikt Gromnitza, der diese Anpassungen ermöglichte.

Bewerbermanagement nach Plan

Nach intensiver Schulung aller involvierten Mitarbeiter wurde Anfang 2018 der DMS-Einsatz mit dem Pilotprojekt „Rechnungsprüfung“ begonnen. Um für weitere Digitalisierungsprojekte gut gerüstet zu sein, wurden 20 Arbeitsplätze in der Buchhaltung sowie 140 Arbeitsplätze in allen Verwaltungsabteilungen der Firmengruppe mit einem zweiten Bildschirm ausgestattet. Für das Scannen der Belege nutzen die Mitarbeiter bereits vorhandene Multifunktionsgeräte. Sämtliche Niederlassungen und Tochterfirmen haben mittels einer Virtualisierungslösung Zugriff auf das DMS. Von den mehr als 525 Mitarbeitern der Firmengruppe arbeiten heute 170 mit dem DMS, das über eine Schnittstelle mit dem ERP-System Navision verbunden ist. Künftig werden damit alle Ausgangsrechnungen automatisch archiviert.

Bereits nach wenigen Tagen Einarbeitungszeit funktionierte der komplexe Workflow zur Freigabe von Eingangsrechnungen problemlos, berichtet Jannik Watteroth. Heute ist die Prüfung meist innerhalb von drei Tagen abgeschlossen, selbst wenn verschiedene Positionen einer Rechnung von Sachbearbeitern in mehreren Niederlassungen freigegeben werden müssen. Durchlaufzeiten von Rechnungen konnten somit um 70 Prozent reduziert und Skontofristen besser eingehalten werden. „Durch den Erfolg dieses Pilotprojekts haben wir schnell neue Einsatzmöglichkeiten gefunden, auch auf Anregung der Mitarbeiter“, sagt der Projektleiter. Innerhalb eines Jahres wurden bereits über 30 kleine und größere Workflows eingerichtet – z. B. der besonders funktionsreiche Workflow zum Bewerbermanagement. Dieser unterstützt die Personalabteilung dabei, Bewerbungsverfahren optimal zu koordinieren und sie so zu beschleunigen.

Sämtliche Bewerbungen werden zunächst archiviert, anschließend erscheinen sie in der Aufgabenliste der Personalentwicklung. Darüber hinaus wird an den Bewerber nahezu automatisch eine Eingangsbestätigung versendet. Im nächsten Schritt werden die Bewerbungsunterlagen an die zuständigen Abteilungsleiter an den verschiedenen Standorten geschickt und von diesen innerhalb des Workflows bearbeitet. Nach deren Entscheidung gelangt die Bewerbung zurück zur Personalentwicklung, welche die weiteren Schritte übernimmt.

Die möglichen weiteren Arbeitsabläufe werden durch den Workflow umfänglich abgebildet, sei es das Schreiben einer Absage als auch die Arbeitsschritte bis zur Einstellung des neuen Mitarbeiters. Alle Berechtigten können sich jederzeit einen schnellen Überblick über den Stand der Dinge verschaffen und bei Nachfragen sofort Auskunft geben. Ein Prüfungsvorgang konnte so auf wenige Tage verkürzt werden, benötigte Fachkräfte stehen dem Mittelständler damit schneller zur Verfügung. Geplant ist, über Docuware Forms Online-Bewerbungen zu ermöglichen, um den Prozess zusätzlich zu beschleunigen.

Unterstützung für den IT-Support

Ein weiterer zeitsparender Einsatz des Formularmanagements ist ein IT-Ticketsystem. Bei Störfällen melden Mitarbeiter das Problem online über ein Webformular. Mit den gesammelten Informationen, die auch die Dringlichkeit des Störfalls einordnen, wird sofort ein Workflow initiiert. „Die IT-Mitarbeiter können damit zeitnah die wichtigen Probleme lösen, gleichzeitig ist alles genau dokumentiert“, sagt Jannik Watteroth.

Bei der Firmengruppe weiß man heute den durch die verschiedenen Workflows viel geringeren zeitlichen und organisatorischen Aufwand in der Verwaltung sehr zu schätzen. Das DMS ermöglicht es den Beschäftigten, effizienter zu arbeiten, obwohl sie ihre bisher gewohnten Arbeitsabläufe kaum ändern mussten. Mehr Sicherheit ist ein weiterer Vorteil.

Die Firmengruppe Harsch

  • Branche: Bauwesen
  • Gründung: 1919
  • Standort: Bretten
  • Mitarbeiter: 525
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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Dokumentenmanagement und ECM
news-23462 Mon, 22 Jul 2019 14:54:07 +0200 Asset-Deal mit Fujitsu http://www.it-zoom.de/it-director/e/asset-deal-mit-fujitsu-23462/ Die Kontron S&T AG, Anbieter von IoT- und Embedded-Computing-Technologie (ECT), übernimmt im Rahmen eines Asset-Deals mit Fujitsu Technology Solutions GmbH das in Augsburg angesiedelte Industrial-Mainboard-Geschäft des Unternehmens. Der Fujitsu-Konzern hat die Schließung des Standortes Augsburg bis Ende September des Jahres 2020 im Oktober letzten Jahres bekanntgegeben. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen. Die Kontron S&T AG mit Sitz in Augsburg ist eine Tochtergesellschaft der S&T AG.

Für Kontron ist die Übernahme des Embedded-Motherboard-Geschäfts ein strategischer Schritt, um die Produkte mit eigener IoT-Software-Technologie zu ergänzen. Die Übergabe des operativen Geschäfts sei für Oktober 2019 geplant. Kontron will zudem geeigneten Mitarbeitern von Fujitsu Technology Solutions mit relevanten Qualifikationen in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Produktion und Vertrieb Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.

Carlos Queiroz, COO der S&T AG: „Das Mainboard-Portfolio wird mit unseren IoT-Software-Lösungen und -Services für IoT, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz ideal ergänzt.“ Zusätzlich kenne man die Anforderungen der bestehenden Kunden und setze mit der Übernahme ein klares Zeichen als zukunftsorientierter Arbeitgeber in Bayern.

Bildquelle: S&T

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IT-Director Startseite it-zoom Unternehmen
news-23461 Mon, 22 Jul 2019 14:24:55 +0200 „Weiterbildung ist das A und O“ http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/weiterbildung-ist-das-a-und-o-23461/ „Weiterbildung ist das A und O für den Erfolg von Unternehmen und auch von Arbeitnehmern“, betont Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half, im Interview. Jedoch sei es aufgrund der schnellen Entwicklungen und Veränderungen bei den Anforderungsprofilen nicht immer einfach, die richtigen Weiterbildungen anzubieten bzw. für sich zu finden. ITM: Herr Umbs, inwieweit wird der deutsche Mittelstand anno 2019 tatsächlich durch einen IT-Fachkräftemangel ausgebremst?
Christian Umbs:
Die Chancen und Wahlmöglichkeiten für IT-Fachkräfte sind deutlich gestiegen, weil immer mehr Spezialistenwissen gefragt wird, das schwer zu finden ist. Das führt zu einer höheren Wechselbereitschaft bei den Mitarbeitern. Gerade mittelständische Unternehmen müssen jetzt noch stärker die eigenen Vorteile für IT-Fachkräfte deutlich machen und verschiedene – auch individuelle – Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung umsetzen.

ITM: Wie groß sind denn die derzeitigen Qualifikations- und Wissenslücken der Arbeitssuchenden und Mitarbeiter? Woran hapert’s?
Umbs:
Eine der größten Herausforderungen ist, dass sich im Zuge der Digitalisierung und des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz die Anforderungen sehr schnell verändern. Alles ist im stetigen Wandel – da kann die Ausbildung nicht immer mithalten. Es liegt auch an den Unternehmen, sowohl neue als auch bestehende Mitarbeiter ständig weiterzubilden und sie in die Lage zu versetzen, neue Technologien zu nutzen. Um Mitarbeiter in-house zu schulen und Wissenslücken zu schließen, bietet es sich an, mit freiberuflichen Experten oder Interim-Managern zusammenzuarbeiten. Sie geben ihr Know-how an das Team oder einzelne Mitarbeiter weiter.

ITM: Welchen konkreten Einfluss hierauf haben Trends wie Digitalisierung, Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI)?
Umbs:
Diese Trends haben die Arbeitswelt bereits jetzt maßgeblich beeinflusst und verändert und werden dies auch zukünftig tun. Viele monotone Aufgaben werden automatisiert, wodurch Fehler reduziert werden. Zwar besteht die Möglichkeit, dass Jobs wegfallen. Jedoch entstehen andere Aufgabengebiete und Anforderungen, zu denen sich Mitarbeiter fortbilden können. Wir sehen eine Entwicklung hin zu transdisziplinären Teams, die das große Ganze im Blick halten und mehrere Fachbereiche vereinen.

ITM: Welche Rolle spielt demnach das Thema „IT-Weiterbildung“ in mittelständischen Unternehmen – seitens der Arbeitgeber, seitens der Arbeitnehmer?
Umbs:
Eine sehr große – und zwar für beide Seiten. Weiterbildung ist das A und O für den Erfolg von Unternehmen und auch von Arbeitnehmern. Jedoch ist es aufgrund der schnellen Entwicklungen und Veränderungen bei den Anforderungsprofilen nicht immer einfach, die richtigen Weiterbildungen anzubieten bzw. für sich zu finden. Über die Hälfte der mittelständischen Unternehmen setzen laut unserer Arbeitsmarktstudie auf externe Fortbildungen. 39 Prozent arbeiten zur Weiterbildung ihrer Mitarbeiter mit Branchenverbänden zusammen.

ITM: Mit welchen konkreten Maßnahmen lassen sich Qualifikations- und Wissenslücken z.B. hinsichtlich IoT und KI schließen?
Umbs:
Wir empfehlen Unternehmen, aktuelle und individualisierte Seminare und Schulungen anzubieten – extern oder intern. Dabei können Unternehmen ihren Mitarbeitern finanzielle Unterstützung bei Kursen zur beruflichen Zertifizierung oder einem Aufbaustudium bieten. Auch die Teilnahme an Online-Kursen ist eine gute Möglichkeit. Wir empfehlen, sich individuell mit dem Mitarbeiter auszutauschen und seine Bedürfnisse zu klären. Dementsprechend kann das Training gestaltet werden.

ITM: Woran scheitern IT-Weiterbildungsmaßnahmen seitens der Arbeitgeber / seitens der Arbeitnehmer oftmals? Was sind die großen Hemmnisse?
Umbs:
Hier spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle: Die technologischen Entwicklungen sind oftmals schneller als Prozesse im Unternehmen. Wichtig ist, dass die Weiterbildungsmaßnahme mit einem konkreten Ziel bzw. Mehrwert für das Unternehmen verbunden ist. Der Mitarbeiter sollte sein neu erlangtes Wissen direkt einsetzen können. Wenn der Mitarbeiter beispielsweise ein Training zu einer bestimmten Software erhält, sollte sie auch im Unternehmen im Einsatz sein oder zumindest kurz vor der Einführung stehen.

ITM: Inwieweit kann KI gar bei der Jobsuche bzw. Suche nach IT-Talenten helfen?
Umbs:
In vielen Unternehmen wird Künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess getestet, etwa durch Chatfunktionen auf der Webseite. Pre-Screening-Systeme beispielsweise führen Persönlichkeitstests durch. Diese Technologien befinden sich allerdings noch in den Kinderschuhen. Immer mehr Unternehmen setzen auch Applicant Tracking Systems (ATS) ein. Sie scannen Bewerbungen auf bestimmte Inhalte und Schlüsselbegriffe, die wichtig für die Position sind. Bei Diskrepanzen oder fehlender Übereinstimmung wird die Bewerbung aussortiert. Damit können sie den Einstellungsprozess verkürzen und optimieren. Software kann und wird bei der ersten Auswahl des richtigen Bewerbers immer öfter zum Einsatz kommen und unterstützen. Die Auswahl komplett ersetzen kann KI nicht. Ich glaube fest daran, dass am Ende keine KI das persönliche Kennenlernen ersetzen wird.

ITM: Welche Skills müssen Arbeitnehmer anno 2019 und für die Zukunft mitbringen, um für ihre Arbeitgeber attraktiv zu sein und zu bleiben?
Umbs:
Im IT-Bereich ist das Thema „Sicherheit“ nach wie vor ganz weit oben auf der Agenda. Entsprechend gefragt sind Cybersecurity-Spezialisten. Aber auch Experten für Cloud-Technologie oder Künstliche Intelligenz haben wenig Schwierigkeiten, einen neuen Job zu finden. Unabhängig von der fachlichen Kompetenz kommt es aber auch immer auf die Soft Skills an: Zwischenmenschliche und soziale Kompetenzen wie Kommunikations- und Teamfähigkeit bleiben weiterhin wichtig.

Bildquelle: Robert Half

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Lea Sommerhäuser IT-Mittelstand Startseite it-zoom HR Personal
news-23460 Mon, 22 Jul 2019 13:49:42 +0200 20.000 neue Arbeitsplätze im IT-Mittelstand http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/20000-neue-arbeitsplaetze-im-it-mittelstand-23460/ Der IT-Mittelstand schafft Jobs, tut sich aber gleichzeitig schwer bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Rund 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze haben die mittelständischen IT-Unternehmen in Deutschland innerhalb eines Jahres geschaffen, hat der Branchenverband Bitkom ermittelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in IT-Unternehmen mit 10 bis 499 Mitarbeitern stieg laut Bitkom um 4 Prozent auf gut 495.000. Dagegen gingen die Umsätze des IT-Mittelstandes leicht um 1 Prozent auf 73 Mrd. Euro zurück. Insgesamt ist das Geschäftsklima laut Bitkom positiv. Für den IT-Mittelstand weist der Bitkom/ifo-Digitalindex im Mai 31,8 Punkte aus – das bedeutet, dass eine deutliche Mehrheit der Unternehmen für die kommenden Monate von steigenden oder zumindest stabilen Umsätzen ausgeht. Das sind die zentralen Ergebnisse aus dem IT-Mittelstandsbericht 2019 des Digitalverbands Bitkom.

„Der IT-Mittelstand schafft jedes Jahr Tausende neuer Jobs. Aber die immer schwieriger werdende Suche nach qualifiziertem Personal begrenzt bei vielen Unternehmen das Wachstum“, sagt der Mittelstandssprecher des Bitkom, Dirk Röhrborn. „Insbesondere mittelständische Unternehmen sind es, die als IT-Anbieter und -Anwender mit großer Flexibilität und Dynamik die Konjunktur antreiben, neue Arbeitsplätze schaffen und den Standort Deutschland stärken.“ Die 11.162 mittelständischen IT-Unternehmen stehen für 35 Prozent des Umsatzes und 56 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der deutschen Informationstechnik.

82.000 unbesetzte Stellen für IT-Spezialisten

Aktuell stellen 82.000 unbesetzte Stellen für IT-Spezialisten die gesamte deutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen, auch weil die Nachfrage weiter steigen wird. Der IT-Mittelstand ist davon besonders betroffen. Mancher Experte arbeitet lieber für einen renommierten Global Player als für einen „hidden champion“. Und gerade Mittelständler fehlen die Kapazitäten, langwierige Einwanderungsverfahren zu begleiten.

IT-Fachkräfte haben derzeit beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt; sie können sich bei guter Qualifikation ihre Stelle in der Regel aussuchen. Gute Kandidaten sind vor diesem Hintergrund für Mittelständler oftmals schlichtweg nicht zu bezahlen. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist daher der Erwerb digitaler Kompetenzen im Rahmen von Weiterbildung entscheidend, wobei der Mittelstand leider nur allzu selten über die nötige Orientierung im Weiterbildungsdschungel verfügt. Weitere Trümpfe des Mittelstandes auf dem Arbeitsmarkt können aber auch die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, die Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort sowie die Bereitstellung moderner Arbeits- und Kommunikationsmittel sein.

All das hat großen Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitsstrukturen – und wird damit zum Auswahlkriterium der Jobsuchenden Experten. Mobilarbeit beispielsweise macht den Arbeitsalltag flexibler. Beschäftigte arbeiten dann nicht mehr nur an einem einzigen Platz, sondern teilen sich Zeiten und Orte nach ihrem eigenem Bedürfnis (und den Anforderungen des Arbeitgebers) auf. Die so gewonnene Freiheit bei der Wahl von Arbeitszeit und Arbeitsort führt zu mehr Selbstbestimmung und hat positive Auswirkungen auf Gesundheit und Arbeitszufriedenheit.

Die Entscheidung über die Arbeitsform wird prinzipiell beim Arbeitgeber verbleiben. Der Grund ist einfach: Neue, agile Arbeitsformen erfordern beispielsweise Teamarbeit, um gemeinschaftlich an einem Ort Ideen entwickeln, Prototypen bauen und Erfahrungen in weitere Entwicklungszyklen einbringen zu können. Hierbei ist eine Präsenz vor Ort verpflichtend. Entscheidend ist, dass sowohl zwischen Mitarbeiter und Führungskraft als auch in den Teams im gemeinsamen Dialog Vereinbarungen getroffen werden, die sowohl betrieblichen Belange als auch individuelle Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen.

Fachkräftemangel schmälert Umsätze

Der verschärfte Fachkräftemangel setzt mittelständische Unternehmen besonders unter Druck. „Für IT-Mittelständler ist es eine echte Herausforderung, Fachkräfte für sich zu gewinnen. Jede unbesetzte Stelle wirkt sich negativ auf Wertschöpfung und Innovationskraft der Unternehmen aus“, sagt Bitkom-Mann Röhrborn.

Um dem Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken, tritt Bitkom für die Förderung digitaler Kompetenzen schon in der Schule ein. Röhrborn: „In der Berufs- und Studienorientierung sollte noch viel intensiver für IT-Berufe geworben werden. Zudem müssen wir die duale Berufsausbildung und das duale Studium im IT-Bereich stärken. Auch das Angebot an Informatik-Studiengängen sollte ausgebaut werden, etwa in Kombination mit Ingenieur- und Sozialwissenschaften.“

Kurzfristig müsse auch das Arbeitsrecht an die Erfordernisse und Möglichkeiten des digitalen Zeitalters angepasst werden, fordert Röhrborn – etwa um dem zunehmenden Wunsch nach mehr selbstbestimmtem Arbeiten gerecht zu werden. So kollidiere die vorgeschriebene elfstündige Ruhepause mit den Tagesabläufen vieler Homeworker. Sinnvoll sei zudem die Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Gigabit-Infrastrukturen schaffen

Der überwiegend in ländlichen Gebieten ansässige IT-Mittelstand steht bekanntermaßen vielerorts auch wegen mangelnder digitaler Infrastruktur vor großen Herausforderungen. Die Politik ist gefordert, optimale Rahmenbedingungen für den zügigen Ausbau von Breitband- und 5G-Mobilfunknetzen zu schaffen. Bis 2025 sollten Gigabit-Infrastrukturen auf Basis eines Technologiemixes verfügbar sein. In Gebieten, in denen sich ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht rechnet, sei die öffentliche Hand gefragt. Um die Mobilfunknetze auf den neuesten Standard aufzurüsten und Funklöcher zu schließen, brauche es einfachere, standardisierte Antrags- und Genehmigungsverfahren. Das ist beispielsweise für die Gestaltung attraktiver Arbeitsplätze für IT-Experten eine conditio sine qua non.

Bildquelle: Bitkom

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IT-Markt DV-Dialog
news-23459 Mon, 22 Jul 2019 12:01:19 +0200 Zwischen Automatisierung, E-Commerce und Wertewandel http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/zwischen-automatisierung-e-commerce-und-wertewandel-23459/ Im Interview spricht Professor Bernd Noche über die Herausforderungen, die die Lieferlogistik aktuell und in der näheren Zukunft stemmen muss. Der Logistikexperte lehrt an der Uni Duisburg-Essen und glaubt, dass der Branche einige Veränderungen bevorstehen. MOB: Professor Noche, oft hört man den Spruch, die „letzte Meile sei die längste“. Was sind in der Lieferlogistik hier die speziellen Herausforderungen?
Prof. Dr. Bernd Noche:
Die letzte Meile ist der Transport der Pakete vom Umschlagspunkt zum Kunden. Dieser Transportabschnitt ist besonders herausfordernd, da die Pakete von einem Punkt aus kleinteilig in die Fläche verteilt werden und dabei auch recht lange Touren entstehen. Jeder Kunde wird einzeln angefahren und genau hier wird die Lieferung kompliziert und teuer. Beispielsweise findet der Paketdienst beim Abgeben der Pakete oft nicht die notwendigen Parkmöglichkeiten. Zudem ist die letzte Meile ein hoher Kostenfaktor. Ungefähr 50 Prozent der gesamten Transportkosten entfallen auf die letzte Meile. Eine wichtige Einflussgröße für die Wirtschaftlichkeit dieses Transportabschnitts ist dabei der sogenannte „Drop-Faktor“. Er gibt an, wie viele Pakete an einem Haltepunkt abgegeben werden. Ist dieser Faktor sehr niedrig, bedeutet das in der Konsequenz, dass der Paketdienst häufig anhält, um ein Paket abzugeben - möglicherweise auch vergeblich und, weil der Kunde nicht anzutreffen ist, bedeutet dies eine Verteuerung der Auslieferung. Paketdienstleister versuchen deshalb den Drop-Faktor zu erhöhen und den kleinteiligen Auslieferverkehr zu minimieren, etwa indem sie die Möglichkeit anbieten Pakete an Paketstationen auszuliefern.

MOB: Inwieweit verschärft der E-Commerce-Boom der letzten Jahre die Problematik?
Noche:
Indem die Zustelldauer der bestellten Ware immer kürzer wird – denken Sie nur an Expresslieferungen innerhalb weniger Stunden- nimmt auch der Transportbedarf zu. D.h., ein Paketdienst fährt u.U. mehrfach täglich die gleiche Tour. Die Steigerung der Transporte geht dabei über das reine Mengenwachstum hinaus. Aber auch die Angewohnheit der Kunden, sich mehrere Artikel zu bestellen und dann nur einen auszuwählen, um dann den Rest wieder zurückzuschicken, verschärft die Situation.

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MOB: Viele Onlineshops versprechen ihren Kunden immer günstigere, flexiblere und individuellere Lieferkonditionen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wie bewerten Sie diesen Trend (aus ökonomischer und ökologischer Sicht)?
Noche:
Der Verkehr bringt diverse ökologische Belastungen mit sich: erhöhter CO2-Ausstoss, Feinstaub, Stickoxide, Lärm und Staus - auch bedingt durch Paketdienste, die in zweiter Reihe parken und den Verkehr stören. Im weiteren Sinne sind auch die negativen gesundheitlichen Folgen zu sehen. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen bedeutet nicht nur mehr Abgase, sondern auch Stress für die Verkehrsteilnehmer und Anwohner. Aus ökonomischer Sicht ist die Sachlage ambivalent: Einerseits versuchen die Onlineshops auf diese Weise ihren Umsatz zu steigern, andererseits verteuern sie durch die versprochenen kurzen Lieferzeiten die Auslieferungen, da die Auslastung der Fahrzeuge sinkt.

Auch politische Entscheidungen nehmen Einfluss auf die Lieferbranche. Wie sich z.B. das aktuell drohende Diesel-Fahrverbot in deutschen Innenstädten auswirken?
Noche:
Die Auswirkungen des Diesel-Fahrverbots sind gar nicht so einfach zu prognostizieren. So können Lieferunternehmen von speziellen Ausnahmereglungen profitieren, wenn ihre Fahrer in die gesperrten Bereiche der Innenstädte fahren müssen. Perspektivisch könnten jedoch viele Fahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Damit könnten die Transportkosten steigen, da diese Fahrzeuge teurer und die ausgemusterten Fahrzeuge oft noch nicht abgeschrieben sind. Hier sind allerdings auch Instrumente wie Fördermittel oder steuerliche Vorteile zu berücksichtigen, die helfen die Mehrkosten zu reduzieren.  Andererseits könnte durch höhere Transportkosten der Konsument motiviert werden auf kürzere Lieferzeiten zu verzichten, um damit die erhöhten Transportkosten, zumindest teilweise, zu kompensieren.

Durch diese Entwicklungen könnte sich der Wettbewerbsdruck bei den Paketdiensten erhöhen und ein Konzentrationsprozess einsetzen, an dessen Ende die übrigen Marktteilnehmer die Preise für Paketlieferungen festlegen. Hier bleibt abzuwarten, ob die Plattformen, über die die Kunden ihre Ware ordern, die höheren Preise weitergeben oder bessere Konditionen aushandeln.

Kann darin auch eine Chance für nachhaltigere und ressourceneffizientere Innovationen liegen?
Noche: Na klar, durch die Erhöhung der Kosten könnte die Nachfrage beim Konsumenten verringert werden. Andererseits ist das private Einkommen vieler Haushalte so hoch, dass die Möglichkeit sich Pakete - und nicht nur diese – anliefern zu lassen, attraktiv bleibt. Im Prinzip liegt die Chance darin, dass durch die politischen Vorgaben indirekt Umweltkosten auf die Paketauslieferung umgelegt werden. Externe Kosten, d.h. Kosten durch die Umweltbelastung, die die Gesellschaft derzeit noch trägt, werden also internalisiert und zu Prozesskosten umgewandelt. Für die Lieferunternehmen bietet sich die Möglichkeit ihre Strecken zu optimieren und Imagepflege zu betreiben.

KI-gestützte Routenplanung oder Paketdrohnen sind nur zwei Ansätze, die als zukünftige Lösungen für die Herausforderungen der letzten Meile gehandelt werden. Welches ist für Sie die vielversprechendste Entwicklung?
Noche:
Die beiden genannten Ansätze sind nicht direkt miteinander vergleichbar. Bei den KI-gestützten Routenplanungen geht es darum, Einflussfaktoren, die für die Routenplanung relevant sind, mit einer Art Algorithmus zu verbessern und Faktoren, die beispielsweise in großen Datenbeständen enthalten sind und aus vergangenen Fahrtabläufen gewonnen werden, zu erkennen und bei neuen Routenplanungen zu berücksichtigen.

Bei der Anwendung der Drohnentechnologie geht es, wenn man so will, um die Erweiterung eines bestehenden Verkehrsträgers um kleinere, flexiblere, automatisch gesteuerte Luftfahrzeuge.

Bei der Anwendung bietet der Einsatz der KI-Methoden sicherlich einen Vorteil, da diese Technologie millionenfach beim Einsatz von LKWs genutzt werden kann. Die Drohnen hingegen mögen eine interessante technische Entwicklung sein und werden sich ihre Einsatzgebiete erobern. Sie werden aber kaum in einer näheren Zukunft die Bedeutung von straßengebundenen Fahrzeugen erreichen können. Dazu sind sie viel zu empfindlich für Wind und Wetter, können nur eng begrenzte Gewichte transportieren und sind auf Batterien angewiesen, die nur relativ kurze Reichweiten bei der Durchführung der Transporte ermöglichen.

Welches sind Innovations-Treiber in diesem Gebiet?
Noche:
Die Innovationstreiber dürften sein: Die Automatisierungstechnik, der Wertewandel in unserer Gesellschaft und die weitere Sensibilisierung für Umweltbelange, die sich verändernde Altersstruktur der Bevölkerung, politische Entscheidungen, die den Transport regulieren und verteuern, regionale Lösungen für urbane Gegebenheiten sowie die Digitalisierung (z.B. künstliche Intelligenz, Big Data), die Bestellungen besser planbar und Auslieferungszeiten verkürzen soll.  Maßnahmen wie diese ermöglichen es, durch die Schaffung von Marktplätzen neue Dienstleistungen zu erstellen.

Wenn wir ins Jahr 2030 blicken: Wie wird sich die Art und Weise, in der Ware zugestellt wird, ändern?
Noche:
Der Druck auf die Paketdienstleister wird weiter zunehmen. Ich rechne damit, dass wir einen Konzentrationsprozess erleben, den nur die Paketdienstleister überleben, deren Auslieferungsvolumen wirtschaftlich bleibt. Elektromobilität wird mittel- bis langfristig dominieren. Zudem werden sich neue Dienste entwickeln, weil Paketauslieferungen mit weiteren Leistungen wie z.B. Bringdienste kombiniert werden könnten. Die Nachfrage nach solchen Angeboten kommt beispielsweise von unserer alternden Gesellschaft, die zunehmend auf externe Dienste angewiesen sein wird.

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Shipra Kren Mobile Business Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing Lager und Logistik Logistik Smart City
news-23458 Mon, 22 Jul 2019 11:46:54 +0200 SAP: Drückender Schuldenberg http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-drueckender-schuldenberg-23458/ Mit der Bilanz für das 2. Quartal konnte SAP die Erwartungen der Aktionäre nicht erfüllen. Der Umsatz wuchs zwar – auch dank Akquisitionen – um elf Prozent auf 6,6 Mrd. Euro, doch das Betriebsergebnis schrumpfte um 21 Prozent auf 827 Mio. Euro. Im Auftaktquartal hatte der erfolgsverwöhnte Konzern erstmals seit 17 Jahren gar einen Verlust ausweisen müssen. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag bei SAP im 2. Quartal mit 122 Mio. Euro gar im Minus, die Finanzschulden summierten sich auf über 13,8 Mrd. Euro und Nettoliquidität lag mit knapp 8,6 Mrd. Euro tief im negativen Bereich. Es gilt also die Schulden zu tilgen.

SAP-Chef Bill McDermott kündigte folgerichtig auch an, in den nächsten ein bis zwei Jahren keine großen Übernahmen mehr zu planen. Im vergangenen Jahr wurden noch die Firmen Qualtrics für 8 Mrd. Dollar sowie Callidus für 2,4 Mrd. Dollar übernommen – und zwar in Form von All-Cash-Deals. Das handhabt der Erzrivale Salesforce grundlegend anders und bezahlt teure Übernahmen – wie zuletzt die von Tableau Software – liquiditätsschonend mit eigenen Aktien.

Umstrittener Strategiewechsel

SAP ist derzeit wegen nicht nur wegen der Verschuldung, sondern auch einer grundlegenden Umstrukturierung in unruhigem Fahrwasser. Ziel der Umstrukturierung ist es, die Strategie „Cloud first“ zu implementieren. Dieser Strategiewechsel hat gravierende Folgen für Produkte, Mitarbeiter, Partner und Kunden – durch ein neues Geschäftsmodell und wegen anderer Technologien, die künftig die Basis der Produkte bilden sollen. Die neue Strategie ist durchaus umstritten bei Kunden, Partner und auch im eigenen Haus, wird bisher aber durchgezogen.

Das heißt auch: Das gesamte, vielfach zugekaufte Produktportfolio wird neu organisiert. Was weder einträglich noch zukunftsträchtig scheint, soll verkauft oder eingestellt werden. Und: Module wie etwa im Rechnungswesen, die nach den Zukäufen im Prinzip mehrfach im Portfolio vorhanden sind, werden zusammengeführt. Investiert wird auch in Abfindungen und Weiterbildungen, für die das Budget aufgestockt wurde. Das Motto: Die Belegschaft soll sich auf die neuen Technologien und Geschäftsmodelle einstellen – oder gehen. Ab 2020 will SAP durch den Umbau jährlich Kosten in Höhe von 750 bis 850 Mio. Euro sparen.

Derzeit arbeiten rund 98.700 Menschen weltweit für SAP, 23.000 davon in Deutschland. Hierzulande nehmen offenbar mehr Mitarbeiter als gedacht das freiwillige Angebot für Abfindung und Vorruhestand an; im gesamten Geschäftsjahr dürfte das nun rund 1,1 Mrd. Euro kosten.

Mitarbeiter über 55 Jahre, deren Fähigkeiten nicht mehr gebraucht werden, sollen SAP über ein Vorruhestandsprogramm verlassen, jüngere über ein Abfindungsprogramm. Weltweit war die Rede von 4.400 Mitarbeitern, hierzulande von 1.000 bis 1.200. Offenbar ist das Programm so attraktiv (oder der Arbeitgeber nicht mehr), dass sich Anfang Mai bereits 1.870 Beschäftigte in Deutschland dafür registriert hatten.

Bei einem ähnlichen Programm hatten im Jahr 2015 rund 3.000 Beschäftigte weltweit den Konzern verlassen, rund 1.300 davon in Deutschland. Je nach Länge der Betriebszugehörigkeit erhielten die Mitarbeiter damals bis zu 43,5 Monatsgehälter. Ob das aktuelle Programm ähnlich attraktiv ist, wurde bisher nicht bekannt. Allerdings wurde mit dem Betriebsrat eine Beschäftigungssicherung bis 2023 beschlossen, so dass Kündigungen de facto ausgeschlossen sind. Das soll den Mitarbeitern Sicherheit geben und Verhandlungen bei Reorganisationen wie der aktuellen beschleunigen.

Bildquelle: Pixabay

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-23457 Mon, 22 Jul 2019 11:01:19 +0200 Echtzeitzugriff auf viele Daten http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/echtzeitzugriff-auf-viele-daten-23457/ Mit Connect CDC, einem neuen Produkt für die Erfassung und Replikation von Datenänderungen in Echtzeit, will das US-Softwarehaus Syncsort Unternehmen in die Lage versetzen, dass sie Anwendungsdaten aus verschiedenen lokalen und Cloud-Quellen mit garantierter Datenlieferung streamen können. United Rentals, Vermieter von Bau- und Industriemaschinen mit über 8 Mrd. Dollar Jahresumsatz, hat das Produkt bereits im Einsatz und damit die jahrelangen Probleme bei Replikation das Daten von IBM i-Quellsystem in zwei Teradata-Umgebungen beseitigt. Beim Streaming von Daten in Echtzeit muss sichergestellt werden, dass die Daten bei einem System- oder Netzwerkausfall weder verloren gehen noch dupliziert werden, was laut Syncsorts Technikvorstand Dr. Tendü Yoğurtçu insbesondere in Hybrid-Cloud- oder Multi-Cloud-Umgebungen zur Herausforderung wird. Allerdings gewährleiste die Technologie zur Datenreplikation von Connect CDC die korrekte Übertragung der Daten auch in solche Umgebungen, sagt die Expertin – und das selbst bei Netzwerkproblemen oder anderen Betriebsstörungen.

Es handelt laut Yoğurtçu sich um ein hoch belastbares, fehlertolerantes Produkt, das Daten über relationale Datenbanken wie db2/400, Streaming-Frameworks wie Apache Kafka und Amazon Kinesis oder auch über Cloud-Datenspeicher repliziert. Es wird in die Kafka-Schemaregistrierung integriert, um die Datenverwaltung zu unterstützen, und schützt in Bewegung befindliche Daten, indem es in Sicherheits-Frameworks wie Kerberos integriert wird. Dank der Unterstützung für Cloudera Navigator und Atlas liefert das Tool auch Einblicke in die Herkunft der Daten.

Bildquelle: Federico Beccari/Unsplash, Syncsort

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Berthold Wesseler DV-Dialog Business Intelligence / Big Data
news-23450 Sat, 20 Jul 2019 16:53:00 +0200 IT-Wartung aus einer Hand http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/it-wartung-aus-einer-hand-23450/ Etliche Unternehmen geben viel Geld für die Wartung von IT-Infrastrukturen, Servern und Rechenzentren aus. Deshalb kann es sinnvoll sein, unabhängige Dienstleister mit dieser Aufgabe zu betrauen. Das Analystenhaus Gartner rechnet in einer Studie aus dem vergangenen Jahr vor, dass eine Kostenreduzierung von bis zu 60 Prozent im Vergleich zu Serviceverträgen bei den Originalherstellern möglich ist. Die laufenden Wartungsverträge von Rechenzentren kosten viel Zeit und Geld – bei nicht selten unbefriedigenden Service Level Agreements. Hinzu kommt, dass kaum ein Unternehmen Hardware eines einzigen Herstellers in seinem Rechenzentrum einsetzt. Dies ergab eine Studie, die durch das Drittwartungsunternehmen Technogroup durchgeführt wurde: 78 Pro-
zent der Unternehmen nutzen in den eigenen Datacentern Hardware mehrerer Hersteller, davon 31 Prozent Komponenten von zwei bis fünf Herstellern, 47 Prozent sogar von fünf bis sieben Anbietern.

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Bei der Wartung eines Autos ist es längst normal, nach Ablauf der Garantiezeit anfallende Service- und Reparaturarbeiten in einer freien Werkstatt durchführen zu lassen. Die Komponenten in einem gewöhnlichen Pkw stammen derweil von vielen einzelnen Herstellern: Der Generator kommt von Bosch, die Klimaanlage von Denso und das ganze Fahrzeug wird beispielsweise als Volkswagen verkauft. Dennoch kann ein Servicepartner alle Baugruppen warten und reparieren. Auch in der IT kann ein zentraler Service wertvolle Ressourcen im Unternehmen freigeben, die für andere Tätigkeiten genutzt werden können. Laut der Technogroup-Studie „Report Serverwartung 2018“ haben 66 Prozent der Unternehmen keine vollständige Abdeckung der eingesetzten Hardware durch Laufzeit-Serviceverträge, zwölf Prozent sind sogar komplett ohne Servicepartner.

Mehr Flexibilität durch Drittwartung

Unter Drittwartung – Third Party Maintenance (TPM) – versteht man die einheitliche Gesamtwartung einer IT-Infrastruktur aus einer Hand. Dazu gehört, einzelne Serviceverträge abzulösen und die Wartung zu zentralisieren. Die Folgen eines Ausfalls können dramatisch sein – Experten schätzen, dass es weniger als eine Woche Komplettausfall einer Unternehmens-IT braucht, um eine Insolvenz zu verursachen. Erst vor wenigen Wochen konnten die bundesweit verstreuten Allianz-Vertreter mehrere Tage lang nicht auf das Netzwerk zugreifen und verlangen nun laut der „Süddeutschen Zeitung“ finanziellen Ausgleich. Ein Grund für den Ausfall seien laut Allianz-IT „fehlerhaft vorbereitete und durchgeführte Systemanpassungen“ gewesen. Es zeigt sich, dass eine auf sich allein gestellte Unternehmens-IT in bestimmten Situationen überfordert sein kann. Ein weiterer unnötiger Kostenfaktor ist, dass sich IT-Entscheidungsträger von Herstellern durch vorgegebene Produktlebenszyklen dazu drängen lassen, Hardware schneller als erforderlich auszutauschen. Mit einem Serviceportfolio für alle Hersteller ist der Drittanbieter meist flexibler und ermöglicht eine längere Einsatzdauer der Hardware.

Ob zum reibungslosen Weiterbetrieb bis zu einem Systemwechsel oder zur Weiternutzung bestimmter Produktionsmaschinen, die auf ältere Infrastruktur zurückgreifen müssen: In der Drittwartung können auch Anlagen unterhalten werden, für die der Hersteller längst keinen Support mehr leisten kann und will.  

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom
news-23456 Sat, 20 Jul 2019 13:16:39 +0200 Hacker übernehmen Twitter-Account von Scotland Yard http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/hacker-uebernehmen-twitter-account-von-scotland-yard-23456/ Unbekannte Hacker haben den Twitter Account der Londoner Polizei geknackt. In etlichen gefälschten Tweets forderten sie am Freitagabend die Freilassung des Rappers Digga D, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Scotland Yard teilte mit, von dem Hack sei nicht ihre IT-Infrastruktur an sich, sondern nur der MyNewsDesk-Account betroffen gewesen, über den Mitteilungen verbreitet würden. Die Ursachen würden noch ermittelt. „Wir entschuldigen uns bei unseren Abonnenten und Followern für die Nachrichten, die sie bekommen haben”, hieß es.

Der Drill-Rapper Digga D, alias Rhys Herbert, sei voriges Jahr im Alter von 17 Jahren zusammen mit vier anderen Mitgliedern der 1011 Gang festgenommen worden, als sie mit Baseballschlägern und Macheten ausgerüstet auf dem Weg waren, Rivalen anzugreifen, meldete PA.

Der sogenannte Drill-Rap, bei dem oft maskierte und vermummte Männer von Waffen, Drogen und Messerstechereien reden, wird mit einem Anstieg von Gewaltverbrechen in der britischen Hauptstadt in Verbindung gebracht. Digga D und einige Mitrapper hatten schon eine dreijährige polizeiliche Auflage bekommen, keine Musik mit gewaltverherrlichenden Texten zu machen und die Polizei über neue Videos oder Auftritte zu informieren.

dpa/pf

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Mobile Business Sicherheit
news-23455 Sat, 20 Jul 2019 11:19:32 +0200 Der Cloud Migration Accelerator http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/der-cloud-migration-accelerator-23455/ Die Software AG und Microsoft haben eine neue Migrationslösung entwickelt, die den Umzug in die Azure-Cloud beschleunigen und vereinfachen soll. Der neue „Cloud Migration Accelerator“ basiert auf der im April angekündigten iPaaS-Plattform Webmethods.io, die über mehr als 300 Konnektoren unterschiedliche Anwendungen (auch auf IBM-i-Systemen), Cloud-Services und IoT-Daten verbinden und zum Teil eines vernetzten Ecosystems machen kann. Cloud-Migrationen sind oft komplex, weiß Sanjay Brahmawar, CEO bei der Software AG. Der Grund ist einfach: IT-Teams ersetzen dabei nicht nur On-Premise-Technologie und verlagern sie in die Cloud, sondern müssen dabei auch sicherstellen, dass der laufende Geschäftsbetrieb nicht gestört wird. Bei der Umstellung auf die Cloud müssen On-Premise-Anwendungen laufend mit neuen Cloud-Services verbunden werden. Oder es gilt, neue Cloud-Services mit anderen Cloud-Services zu vernetzen. All das müssen die IT-Teams möglichst unmerklich für die User der IT-Systeme bewerkstelligen – und dabei die kontinuierliche IT-Unterstützung und insbesondere den reibungslosen Datenzugang sicherstellen.

Der neue Cloud Migration Accelerator verschafft Unternehmen, die zu Microsofts Cloud Azure wechseln, laut Brahmawar während der Migration einfachen und schnellen Zugang zu Anwendungen, Cloud-Services und Daten. Er basiert auf der im April angekündigten Integrationsplattform Webmethods.io, das neuste Mitglied der Produktfamilie Webmethods, die bereits bei über 4.000 internationalen Unternehmen im Einsatz ist, z.B. 7-Eleven, Bosch, Chevron, Lidl oder Nissan. Zu den vorgefertigten Konnektoren zählen auch diverse AS/400-Schnittstellen, inklusive einer Schnittstelle auf Maschinen-Ebene und diverser Adapter zu Cobol-Programmen, db2/400, JD Edwards World, Notes, MQTT, SAP oder SugarCRM auf dem Midrange-Server.

„Wir haben kürzlich mit der Migration in die Cloud begonnen, sodass jetzt 70 Prozent unserer IT-Infrastruktur auf Microsoft Azure gehostet und 30 Prozent weiterhin lokal betrieben wird“, wird Anthony Roberts, CIO bei der Ende 2014 formierten amerikanischen Pharma-Holding Walgreens Boots Alliance, in der Pressemitteilung zitiert. „Webmethods schützt unsere wichtigsten IT-Assets im komplexen Migrationsprozess.“ Auf diese Weise blieben die bewährten IT-Lösungen und Geschäftsprozesse verbunden, selbst wenn IT-Komponenten in die Cloud verlagert werden und andere On-Premise bleiben.

Judson Althoff, für das Commercial Business von Microsoft weltweit verantwortlich: „Die meisten großen Cloud-Migrationen stellen Unternehmen vor die Herausforderung, Geschäftskontinuität in einer sich verändernden IT-Landschaft sicherzustellen.“ „Unsere gemeinsam mit Microsoft entwickelte Lösung bietet Unternehmen ein wahrhaft vernetztes Ecosystem“, führt Brahmawar weiter aus. „Unsere Kunden beschleunigen nicht nur die Migration, sondern erhalten auch Impulse für Innovationen. Sie heben das Wertpotenzial ihrer Daten und schützen zugleich zentrale IT-Assets.“

Der Cloud Migration Accelerator von Webmethods.io ist bereits als Testversion (für 60 Tage) kostenlos auf dem Microsoft Azure Marketplace verfügbar.

Bildquelle: Samuel Zeller/Unsplash

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DV-Dialog Berthold Wesseler Cloud
news-23453 Fri, 19 Jul 2019 14:56:05 +0200 Facebook legt Widerspruch gegen Bußgeld ein http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/facebook-legt-widerspruch-gegen-bussgeld-ein-23453/ Facebook hat im Rahmen des Netzwerkdurchsuchungsgesetz (NetzDG) eine Millionenstrafe kassiert. Nun will sich der Konzern dagegen wehren. Die Bonner Behörde wirft Facebook vor, dass dessen Bericht über eingegangene Beschwerden unvollständig sei. Bemängelt wird zudem, dass das Meldeformular für Beschwerden über rechtswidrige Inhalte gemäß dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz „zu versteckt“ sei. Facebook erklärte am Freitag, der Bußgeldbescheid enthalte „einige neue und hilfreiche Klarstellungen“ zur Umsetzung des Gesetzes. Das Online-Netzwerk prüfe „mit Hochdruck“ etwaige Änderungen. Der Einspruch solle fallengelassen werden, sobald eine Lösung mit dem Bundesamt gefunden wird. Man erhoffe sich von dem Verfahren weitere Klarheit.

Das vor zwei Jahren beschlossene Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet Internet-Plattformen zu einem härteren Vorgehen gegen Hass, Hetze und Terror-Propaganda. Klar strafbare Inhalte müssen binnen 24 Stunden gelöscht werden, auf Nutzerbeschwerden soll nach spätestens 48 Stunden reagiert werden. Zudem müssen die Unternehmen alle sechs Monate einen Bericht über ihren Umgang mit Beschwerden veröffentlichen.

Facebook bietet Nutzern zwei getrennte Wege an, Inhalte zu melden: Zu mutmaßlichen Verstößen gegen die Regeln der hauseigenen Gemeinschaftsstandards und zu potenziell rechtswidrigen Inhalten nach dem NetzDG. In den vom Gesetz geforderten Bericht führt Facebook bisher nur Zahlen zu den Beschwerden über das NetzDG-Formular auf. Damit ist das Bundesamt nicht einverstanden. Es geht davon aus, dass auch auf Facebooks sogenanntem „Flagging“-Meldeweg eine beträchtliche Zahl von Beschwerden zu Inhalten eingeht, die nach dem NetzDG rechtwidrig wären. Damit sei der Facebook-Bericht nicht ausreichend.

Konkret verfügte das BfJ das Bußgeld wegen des Facebook-Berichts für das erste Halbjahr 2018, in dem 886 Beschwerden gemäß NetzDG gemeldet wurden. Sie hätten zu 362 gelöschten oder gesperrten Inhalten geführt. Auch im Bericht für das zweite Halbjahr führte das Online-Netzwerk nur die Beschwerden aus dem NetzDG-Formular auf.

Wenn das Bundesamt den Einspruch abweist, kann Facebook vor das Amtsgericht Bonn ziehen.

dpa/pf

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Startseite it-zoom Unternehmen Mobile Business
news-23452 Fri, 19 Jul 2019 12:12:14 +0200 KI-Lösung soll Finanzbereich stärken http://www.it-zoom.de/it-director/e/ki-loesung-soll-finanzbereich-staerken-23452/ Der Jedox-Kunde Mitsui Chemicals Europe verzeichnet bei einem Projekt zur Verbesserung der Vertriebsprognose mit der neuen integrierten KI-Lösung des Anbieters greifbare Erfolge. Die Mitsui Chemicals Europe GmbH hat ihre bestehende Jedox-Planungsumgebung durch die Predictive-Analytics- und KI-Lösung (Künstliche Intelligenz) aufgerüstet. Im Fokus des Projekts stand das Vertriebs-Forecasting. Um eine höhere Vorhersagegenauigkeit zu erreichen, hat das Projektteam zusammen mit Highcoordination dazu das KI-Standardmodul „Predictive Forecast“ implementiert. Das Modell auf Basis der AIssisted-Planning-Lösung, das bereits vorgefertigte Business-Logiken mitbringt, unterstützt den auf zwölf Monate angelegten rollierenden Vertriebs-Forecast bei Mitsui durch KI-generierte Vertriebsprognosen.

Schon nach wenigen Monaten Laufzeit hat sich damit die Genauigkeit des Forecasts im Verhältnis zu den tatsächlichen Ist-Werten bei mehreren Produktgruppen auf bis zu 95 Prozent erhöht, heißt es. Das Management im Finanzbereich sehe neben Effizienzpotentialen durch Automatisierung vor allem in der erreichten Transparenz und Granularität des Forecasts einen zentralen Vorteil: „Mit AIssisted Planning können wir in einer Detailtiefe planen, die zuvor nicht möglich war. Mit der KI-Engine erreichen wir dabei genaue Forecast-Werte – und sehen hier noch Potential für weitere Optimierung und Automatisierung“, erklärt Sascha Geng, Director Performance Controlling bei der Mitsui Chemicals Europe GmbH.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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IT-Director Startseite it-zoom Business Intelligence / Big Data
news-23451 Fri, 19 Jul 2019 11:48:41 +0200 Premiere für den iFuture-Day http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/premiere-fuer-den-ifuture-day-23451/ Heidi Schmidt und Burkhard Fertig, die Vorstände des Anwendervereins Common Deutschland, laden gemeinsam mit IBM und Profi zum ersten iFuture-Day nach Kelsterbach ein. Das neue Event speziell für IT-Führungskräfte bei Anwendern von IBM i findet am 12. September nach der Mitgliederversammlung im Kundenkonferenzzentrum der IBM in Kelsterbach statt. Die Auftaktveranstaltung der neuen Event-Reihe wird gemeinsam mit dem IBM-Partner Profi Engineering organisiert. Der Tag startet um 10 Uhr mit der Mitgliederversammlung. Um 14.30 Uhr beginnt dann der eigentliche iFuture-Day, zu dem auch interessierte Power-User und solche, die es werden wollen, eingeladen sind. „Wir planen einen interessanten Tag rund um Power i“, erklärt Heidi Schmidt das neue Event-Format, „das wir zukünftig gemeinsam mit einem Business-Partner gestalten werden. Zum Auftakt freuen wir uns auf die Beiträge unseres Event-Partners Profi Engineering Systems AG“.

iFuture-Kit fertig gestellt

Ziel sei es, dass die Teilnehmer beim iFuture-Day von IT-Impulsgebern und IBM-Vorreitern lernen, wie sie die Leistungsfähigkeit von IBM i nachhaltig steigern können. „Geführt durch das neue iFuture-Kit und mit Power können IT-Führungskräfte im Nachgang voll durchstarten“, verspricht Schmidt. „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, jetzt aktiv die Zukunft von Power mitzugestalten.“

Details zum iFuture-Day und eine Anmeldemöglichkeit finden Sie hier. Übrigens wollen Schmidt und Vorstands-Beirat Marco Breier zum Abschluss des iFuture-Days das gerade fertiggestellte iFuture-Kit vorstellen. Damit will Common allen Mitgliedern ein wirkungsvolles Instrument an die Hand geben, um das bisher gut gehütete Geheimnis IBM i in ihrem Unternehmen publik zu machen und bei Vorgesetzten und Entscheidern gut und nachhaltig zu positionieren. Das sollte auch helfen, ein IT-Chaos wie bei Liqui Moly oder Haribo zu vermeiden, indem man mit den richtigen Methoden die bewährten Anwendungssysteme up to date hält.

CEAC: Der effektivste Weg zu IBM-Entwicklern

Holger Scherer und Stefan Pelzer, die beiden neu in das „Common Europe Advisory Council“ (CEAC) berufenen Mitglieder von Common Deutschland, regen an, dass Mitglieder ihre Ideen und Vorschläge zur Weiterentwicklung der Plattformen Power und/oder IBM i hier an die CEAC schicken, um sie direkt mit der passenden Priorität und entsprechenden Kommentaren versehen bei IBM als „request for enhancement“ (RFE) vorzubringen. „Ein echter Mehrwert“, wirbt Schmidt bei den Mitgliedern für diese Idee. „Bitte machen Sie fleißig Gebrauch davon!“

Bildquelle: Pixabay, Unsplash/Nikita Kachanovsky

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Berthold Wesseler DV-Dialog Betriebssystem IBM i
news-23449 Fri, 19 Jul 2019 11:33:50 +0200 Raus aus dem Motivationsloch http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/raus-aus-dem-motivationsloch-23449/ Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter in Unternehmen arbeitet weniger als 30 Stunden wöchentlich wirklich produktiv und motiviert. Das ist das überraschende Ergebnis einer von Sage durchgeführten Studie unter 3.500 Umfrageteilnehmern. Doch wie lassen sich interne Strukturen so verändern, dass Unternehmen zu einer „People Company“ werden, in der sich das Arbeitserlebnis für alle Beteiligten positiv gestaltet? Die Gründe für eine mangelnde Motivation am Arbeitsplatz sind vielschichtig, liegen aber in der Regel im Unternehmen selbst begründet. So wünschen sich beispielsweise 88 Prozent der Befragten ein besseres Personalmanagement. Weitere 33 Prozent sind sogar der Meinung, dass die Personalabteilung die Basis für ein positives Mitarbeitererlebnis schaffen muss. Dazu zählen u.a. ein offeneres Ohr der Unternehmensführung, mehr Wertschätzung für die geleistete Arbeit sowie mehr Flexibilität im Arbeitsalltag. Für 34 Prozent ist es außerdem wichtig, dass sich Personalentscheidungen wie Leistungsbewertungen, Beförderungen und die Mitarbeiterentwicklung stärker auf Daten und Kennzahlen stützen.

Mitarbeiter sind das wertvollste Gut

Wer diesen Ruf nach Veränderungen ernst nimmt und damit die Transformation seines Betriebs zu einer sogenannten „People Company“ anstrebt, also den Wandel hin zu einem Unternehmen, das seine Angestellten in den Mittelpunkt stellt, der muss seine Mitarbeiter als die wichtigste Ressource des Unternehmens betrachten. Erst wenn diese ihren Arbeitsalltag als positiv wahrnehmen, steigt die Motivation und damit auch die Produktivität. Neben einer wertschätzenden Führungskultur und der nötigen Anerkennung spielt dabei ein unmittelbares und projektbezogenes Feedback eine große Rolle. Es sollte ganzheitlich und nachvollziehbar gestaltet werden und kann besonders bei größeren Unternehmen durch eine umfangreiche Datenanalyse untermauert werden.

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Firmen, die Mitarbeiter langfristig an sich binden und eine positive Arbeitsumgebung schaffen möchten, sollten sich außerdem kritisch damit auseinandersetzen, ob Mitarbeiter leistungs- und ergebnisorientiert oder nur aufwandsorientiert belohnt werden. Bewertungssysteme, die nur den reinen Umsatz in absoluten Zahlen messen, greifen in vielen Fällen zu kurz: wenn etwa ein Mitarbeiter in einem bestimmten Bereich den Umsatz gegenüber dem Vormonat prozentual überproportional steigern oder einen strategisch wichtigen Neukunden mit hohem Ausbaupotential bei der Rendite gewinnen konnte.

Die Wahl der geeigneten Software

Die richtige Personalverwaltungs-Software kann all diese Faktoren abbilden und unterstützt Firmen auf dem Weg zur „People Company“, da sich damit das Personal-Management verstärkt auf valide Daten stützt. Damit sorgt ein solches IT-System nicht nur für einheitliche software-gestützte HR-Prozesse von der Einstellung bis zum Unternehmensaustritt, sondern ermöglicht auch die Automatisierung zahlreicher Abläufe. Dazu gehören das Recruiting, das Mitarbeiter-Management oder die Karriereplanung sowie -entwicklung.

Ein integriertes Mitarbeiterportal reduziert in diesem Rahmen zudem den administrativen Aufwand und steigert so durch agile und flexibel anwendbare Software-Prozesse die Motivation und Produktivität im Arbeitsalltag. So können beispielsweise die Mitarbeiter durch die entsprechenden Selbstbedienungsfunktionen des Online-Portals vom Tablet oder Smartphone aus zu jeder Zeit und an jedem Ort ihre Urlaubsanträge stellen, persönliche Daten aktualisieren oder HR-Anfragen senden. Angestellte erledigen zudem ihre Reiskostenabrechnung komplett online und papierlos.

All diese Punkte tragen dazu bei, dass das Unternehmen als modern und unbürokratisch wahrgenommen wird – ein wichtiger Aspekt, der zur Zufriedenheit und Bindung an das Unternehmen beiträgt. Das Management wiederum erhält über konsolidierte Reportings, Dashboards und Mitarbeiteranalysen darüber hinaus noch fundierte Echtzeitinformationen zur Belegschaft und kann damit flexibler sein Personal-Management gestalten. Auch Beförderungen fußen so auf Daten und Fakten und weniger auf spontanem Feedback aus dem Bauch heraus.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Studien HR Personal
news-23448 Fri, 19 Jul 2019 11:07:25 +0200 Musikbranche 4.0 http://www.it-zoom.de/it-director/e/musikbranche-40-23448/ In Zeiten des digitalen Wandels setzt die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) auf Data Science und Predictive Analytics und hat mit einem Bochumer Start-up schon das erste Pilotprojekt erfolgreich umgesetzt. Die Musikwirtschaft befindet sich in einem stetigen Veränderungsprozess. Die Digitalisierung führt zu multikanalfähigen Vertriebswegen und neuartigen Verwendungsformen von Musik. Das heißt aber auch, dass Musikschaffende einen starken und innovativen Partner brauchen. Die Gema ist als Verwertungsgesellschaft Treuhänderin von Nutzungsrechten und sorgt dafür, dass Sänger, Musiker und Komponisten für ihre urheberrechtlich geschützten Werke eine faire Entlohnung in Form von Tantiemen erhalten.

Das ist insbesondere in einer durch soziale Medien und digitale Nutzungsformen geprägten Musikwelt wichtig. Christian Seitz, Direktor Lizenzen bei der Gema erklärt hierzu: „Als einzelner Musiker wird man seine Interessen und Ansprüche auf eine Vergütung, beispielsweise gegenüber Youtube, nur schwer durchsetzen können. Doch im Kollektiv der rund 72.000 Gema-Mitglieder bringen wir ein ganz anderes Gewicht an den Verhandlungstisch. Darüber hinaus vertritt die Verwertungsgesellschaft die Interessen der Musikschaffenden gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik, damit die Künstler ebenso im digitalen Zeitalter eine rechtliche Grundlage haben.“

Soziale Medien zum Vorteil aller nutzen

Ohne Zweifel: Youtube, Instagram, Facebook und Twitter eröffnen den am Anfang oftmals noch unbekannten Künstlern neue Chancen zur Selbstvermarktung. Ein positives Kundenerlebnis, Reichweite und viele Likes sowie Follower sind heute wesentliche Erfolgsfaktoren im Musikgeschäft. Mit einem 100.000 Mal verkauften Tonträger kann ein Urheber aber nach wie vor immer noch deutlich mehr Einkommen erwirtschaften, als dies mit 100.000 Streams im Internet möglich ist. Der Grund: Bislang verdienen viele Digitalkonzerne Milliarden damit, urheberrechtlich geschützte Inhalte über ihre Plattformen zugänglich zu machen. Und zwar ohne die Kreativen dafür fair zu entlohnen. „Die EU muss den globalen Internetgiganten robuste Grenzen aufzeigen und sich schützend vor Europas Kreativschaffende stellen. Wir engagieren uns dafür, dass kreative Arbeit nicht entwertet wird“, merkt Christian Seitz folglich an. Eine weitere strategische Maßnahme sei es daher auch, das Geschäftsmodell der Verwertungsgesellschaft datenbasiert zu digitalisieren.

Digitale Transformation im Fokus

Als datengetriebenes Unternehmen setzt die Gesellschaft auf einen effizienten und digitalen Wertschöpfungsprozess. Das beginnt bei der Dokumentation der Kunden- und Mitgliederdaten, geht über die Massenverarbeitung der Musiknutzung und endet bei der Ausschüttung der Tantiemen an die Mitglieder. Das Thema Data Science ist für die Verantwortlichen demzufolge nicht neu, sondern in einzelnen Bereichen schon gelebte Praxis. „Entscheidend ist, wie wir die daraus gewonnenen Erkenntnisse gewinnbringend und zur Professionalisierung der Prozesse und Angebote für unsere Mitglieder und Kunden einbringen können. Das Themengebiet birgt riesiges Potential – auch für zukünftige Prozessabläufe“, stellt Christian Seitz fest. Um auch konsequent die Sichtweise von außen einnehmen zu können, seien externe Partner für die Verwertungsgesellschaft sehr wichtig. Eine Kernfrage lautet überdies: Wie kann die Gema wachsende Datenvolumina, die mit digitalisierten Musiknutzungsangeboten einhergehen, erfolgreich bewältigen?

Zusammen mit Duvvuri Consulting und dem Bochumer Start-up Old World Computing hat die Gesellschaft daher im Rahmen eines Pilotprojekts den Inhouse-Einsatz von Predictive Analytics geprüft. Aufgrund der Datenaufnahme und -verarbeitung und der daraus resultierenden großen Datenmenge innerhalb eines IT-Systems wurde der Außendienst für ein solches Vorhaben ausgewählt. Der Auftrag hatte zum Ziel ein erfolgreiches Anwendungsbeispiel für Predictive Analytics zu identifizieren und zu entwickeln. Dabei ging es vor allem um die Frage, ob die Verwertungsgesellschaft Kundenreklamationen – etwa bezogen auf eine bestimmte Rechnungshöhe oder einen bestimmten Kundenkreis – prognostizieren kann. Denn mit Vorhersagemodellen oder Datenmustern kann man Handlungsempfehlungen für das operative Geschäft ableiten.

„Die Gema hat mit ihrem umfangreichen Datenbestand eine gute Grundlage für unsere Arbeit geschaffen, die natürlich noch für das maschinelle Lernen aufbereitet werden musste. Unsere Arbeit bestand also in erster Linie darin, dass alltägliche Handwerkszeug eines Data Scientist erfolgreich anzuwenden“, erklärt Dr. Maximilian Fischer, Data Scientist bei dem Start-up Old World Computing. Neben diesen technischen Aspekten sei die regelmäßige Kommunikation mit dem Auftraggeber zum Status quo ebenso ein Erfolgsfaktor gewesen.

Das Ergebnis: Mit einem Gradient-Boosted-Tree-Algorithmus wird effizient und genau vorhergesagt, ob eine Rechnung zu einer Reklamation führen wird. So kann ein Gema-Mitarbeiter direkt beim Eingeben einer Rechnung angehalten werden, letztere erneut inhaltlich zu prüfen. „Wird eine Reklamation so verhindert, sparen alle Seiten viel Zeit und Nerven. Zudem sichert dies ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit“, fügt der Data Scientist hinzu. Auch Christian Seitz verweist auf den Projekterfolg: „Mit der Umsetzung des Pilotprojekts war ich sehr zufrieden. Für mich war das tatsächlich Neuland und ich bin überrascht, was mit Data Science alles möglich ist. Ich kann mir hier weitere Anwendungsmöglichkeiten für unser Tagesgeschäft vorstellen.“

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IT-Director Business Intelligence / Big Data
news-23447 Fri, 19 Jul 2019 11:01:00 +0200 Wenn Sicherheitslücken lebensgefährlich werden http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/wenn-sicherheitsluecken-lebensgefaehrlich-werden-23447/ Die Randnotizen der Woche im Überblick: Fehlende Sicherheit bei medizinischem Zubehör, mehr Sicherheit am Wahlautomaten und ein neuer Supercomputer auf der Weltrangliste. Hacker demonstrieren Angriff auf Insulinpumpen

Sicherheitsforscher haben zu Demonstrationszwecken eine App entwickelt, mit der sie auf Insulinpumpen der Firma Medtronic zugreifen können. Wie Wired berichtet, hätten Billy Rios und Jonathan Butts den Hersteller mehrfach auf die Sicherheitslücken hingewiesen, ohne dass nachgebessert wurde. Um die Gefahr zu verdeutlichen, hat das Duo daraufhin einen Sender entwickelt, der sich als Fernbedienung für besagte Insulinpumpen ausgibt und mit dem ahnungslosen Opfern unter gewissen Voraussetzungen Insulin verabreicht bzw. eine Abgabe blockiert werden könnte.

Microsoft entwickelt sichere Wahlautomaten

Der Konzern aus Redmond demonstriert im Rahmen des Aspen Security Forum in Colorado ein digitales Wahlsystem, das mehr Sicherheit als bisherige Lösungen bieten soll. Der sogenannte Election Guard kann von Besuchern der Messe bereits getestet werden. Die Hardware besteht derzeit aus einem Microsoft Surface-Tablet und dem Xbox Adaptive Controller, der speziell für körperlich eingeschränkte Menschen entwickelt wurde. Die Software soll im Laufe des Sommers kostenlos als Open-Source-Code via Github erhältlich sein.

Technische Universität Wien nimmt neuen Supercomputer in Betrieb

Mit dem Vienna Scientific Cluster 4 (VSC-4) wurde an der TU Wien der bisher leistungsfähigste Rechner des Nachbarlandes in Betrieb genommen. Der Supercomputer von Lenovo konnte bei einem Benchmark-Test eine Leistung von 2,7 Petaflops erreichen und klettert damit auf Platz 82 der Weltrangliste. Wie „Der Standard” berichtet, soll der Großrechner Kosten von rund acht Millionen Euro verursacht haben, an denen sich allerdings weitere Universitäten aus Österreich beteiligt hätten.

Uber bietet neue Dienste in Hamburg und Berlin an

Der Fahrdienstleister baut sein Angebot aus und bietet ab sofort UberX in Hamburg und UberXL in Berlin an. Bei UberX handelt es sich um einen an die hiesigen Bestimmungen angepassten Dienst, bei dem die Beförderung über einen Mietwagenfahrer samt Personenbeförderungsschein handelt. Uber garantiert, dass der Fahrpreis bereits im Vorfeld über die App abgerufen werden kann und sich auch durch Staus oder andere Behinderungen nicht ändern soll. UberXL funktioniert nach dem gleichen Prinzip, zielt aber auf Gruppentransporte ab.

Amazon plant großen Personalausbau in Deutschland

Der Online-Händler will eigenen Angaben zu Folge noch in diesem Jahr bis zu 2.800 neue Stellen schaffen. Damit wachse die Zahl der Beschäftigten an den 35 Standorten in Deutschland auf über 20.000 Mitarbeiter. Gesucht werden sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene Fach- und Führungskräfte wie Softwareentwickler, Sprachwissenschaftler, Logistikexperten, Personal- und IT-Spezialisten. Amazon steht als Arbeitgeber immer wieder in der Kritik. Auch während des sogenannten „Prime Day” am 15. Und 16. Juli gingen Mitarbeiter an sieben deutschen Amazon-Standorten in den Streik und forderten Tariflöhne.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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Mobile Business Startseite it-zoom Unternehmen Sicherheit Philip Fassing
news-23446 Fri, 19 Jul 2019 10:08:47 +0200 Die Datenrevolution und ihre Stolpersteine http://www.it-zoom.de/it-director/e/die-datenrevolution-und-ihre-stolpersteine-23446/ Der Erfolg von Unternehmen hängt zunehmend von der Sammlung und Auswertung von Daten ab. Neben der Herausforderung, die Speicherung, Bereitstellung, Backup und Recovery für die IT-Abteilungen bedeuten, erfordert auch die gründliche Analyse der Daten Zeit, entsprechende Analysefähigkeiten und passendes Personal. Eine aktuelle Befragung zeigt, wie die Verantwortlichen mit der Datenrevolution umgehen und welche Chancen oder Risiken sie sehen. Unternehmen nehmen jetzt schon verstärkt Einstellungen in Bereichen wie Data Science vor. Dies hat eine weltweite, von Pure Storage initiierte MIT-Studie unter IT-Managern gezeigt. 79,2 Prozent der deutschen Befragten besetzen hierfür bereits heute Stellen neu. Und dieser Trend wird sich künftig verstärken: In Zukunft rechnen 75 Prozent mit einem weiteren Ausbau. Das Signal für den Jobmarkt ist klar: Im Bereich Data Science werden höher qualifizierte Mitarbeiter benötigt – davon gehen 88,3 Prozent der Befragten aus. Gerade, weil andere Firmenbereiche aufgrund der ausgewerteten Informationen ihre Aufgaben besser erledigen können, fällt dem Umgang mit den Daten ein so großes Gewicht zu.

Als eine IT-seitige Lösung des Problems gilt eine Umstrukturierung. „Heute verlassen sich Unternehmen oft auf vier inhärente, in Silos vorgehaltene Analytiklösungen: Data Warehouse, Data Lake, Streaming Analytics und Künstliche-Intelligenz-Cluster (KI). Demgegenüber könnte ein Data Hub die wichtigsten Merkmale dieser Silos integrieren und auf einer Plattform vereinheitlichen.

Viele Unternehmen speichern ihre Daten heute noch in Silos, sie müssen folglich Datensätze von einem Silo in ein anderes kopieren, um Analysen durchführen zu können. Dies ist problematisch, da in der heutigen Welt die Mobilität von Anwendungen und Daten der Schlüssel zur Steigerung der Effizienz und des Geschäftsvorteils ist. Da die Mitarbeiter den Echtzeitzugriff auf alle Daten benötigen, können Anwendungen frei zwischen lokalen, privaten oder öffentlichen Clouds wechseln, ohne große Datensätze von einem Silo in ein anderes zu kopieren.

Dieses Vorgehen könnte bald der Vergangenheit angehören. Da laut Studie immer mehr Unternehmen verstehen, dass Daten Vermögenswerte sind, aus denen sie Geschäftserfolg schöpfen können. Die Verantwortlichen werden sich daher nicht mehr nur auf die Speicherung ihrer Daten beschränken, sondern sich auf das konzentrieren, was sie mit ihren Daten erreichen können.

Ein weiterer Schritt in die Zukunft ist der Einsatz von KI für bestimmte zeitaufwendige Aufgaben. 80 Prozent der befragten IT-Manager sind der Überzeugung, dass repetitive Aufgaben künftig durch KI übernommen werden können. 85,8 Prozent rechnen mit einer deutlich höheren Automation und mit dem Freiwerden von Ressourcen, die für die Entwicklung des Geschäfts genutzt werden können.

Ein Fazit der Erhebung: Durch die Fokussierung auf die Daten wird sich in Unternehmen vieles ändern, was nach einer Phase der Umstellung zu massiven Fortschritten führen kann. Aktuelle Bedenken gibt es vorrangig bei rechtlichen und ethischen Themen – diese müssen schnellstmöglich geklärt werden.

Bildquelle: iStock/Getty Images Plus

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IT-Director Business Intelligence / Big Data
news-23445 Fri, 19 Jul 2019 09:51:02 +0200 Nötige Orientierung im Weiterbildungs-Dschungel http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/noetige-orientierung-im-weiterbildungs-dschungel-23445/ Anhand von Zahlen erläutert Vérane Meyer, Referentin Bildungspolitik beim Bitkom, wie groß die derzeitigen Qualifikations- und Wissenslücken der Arbeitssuchenden und Mitarbeiter sind und welche Rolle demnach IT-Weiterbildung in mittelständischen Unternehmen spielt. ITM: Frau Meyer, inwieweit wird der deutsche Mittelstand anno 2019 tatsächlich durch einen IT-Fachkräftemangel ausgebremst?
Vérane Meyer:
Der IT-Fachkräftemangel stellt Unternehmen aller Branchen vor große Herausforderungen. Ende 2018 waren 82.000 Stellen unbesetzt – 49 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Mittelstand ist besonders betroffen. IT-Fachkräfte haben beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Bei guter Qualifikation können sie sich den Job in der Regel aussuchen. Das führt dazu, dass gute Kandidaten für viele Unternehmen kaum zu bezahlen sind – gerade für den Mittelstand und die öffentliche Hand.

ITM: Wie groß sind denn die derzeitigen Qualifikations- und Wissenslücken der Arbeitssuchenden und Mitarbeiter?
Meyer:
Die Besetzung von IT-Stellen scheitert nach einer aktuellen Bitkom-Studie vor allem am Geld, aber auch an fehlender Qualifikation und Kompetenz. So lässt die starke Nachfrage nach IT-Spezialisten auch die Gehaltsvorstellungen der Bewerber steigen. Drei von vier Unternehmen (76 Prozent) erklären, die Bewerber forderten zu viel Gehalt. Vier von zehn (38 Prozent) bemängeln fehlende fachliche Qualifikation, ein gutes Drittel (35 Prozent) vermisst Soft Skills wie etwa Sozialkompetenzen. Erst danach rangieren mangelhafte Testergebnisse im Auswahlverfahren (24 Prozent). Insbesondere Soft Skills spielen in der digitalen Arbeitswelt eine große Rolle; kritisches Denken, Kreativität, Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeit werden immer wichtiger.

ITM: Welche Rolle spielt demnach das Thema „IT-Weiterbildung“ in mittelständischen Unternehmen – seitens der Arbeitgeber, seitens der Arbeitnehmer?
Meyer:
Eine weitere Studie zum Thema „Weiterbildung“ von Bitkom und dem Tüv-Verband ergab im Jahr 2018, dass das Thema auch eine politische Aufgabe ist. Insbesondere der Mittelstand verfügt oft nicht über die nötige Orientierung im Weiterbildungsdschungel. Es fehlen finanzielle Anreize für kleine und mittlere Unternehmen, ihre Mitarbeiter in Zeiten voller Auftragsbücher für Fortbildungen freizustellen. Solche Hindernisse müssen aus dem Weg geräumt werden. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam handeln, damit fehlende Weiterbildung nicht zur Achillesferse der deutschen Wirtschaft wird.

ITM: Mit welchen Maßnahmen lassen sich Qualifikations- und Wissenslücken z.B. hinsichtlich IoT und KI schließen?
Meyer:
Fast zwei Drittel aller Unternehmen (63 Prozent) bilden der Studie zufolge ihre Mitarbeiter zu Digitalthemen weiter. Zum Vergleich: Zwei Jahre zuvor hatten erst 36 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern Fortbildungen angeboten, damit sie digitale Kompetenzen erwerben und vertiefen können. Oft stellen die Fachbereiche den Bedarf für Weiterbildungsmaßnahmen fest (73 Prozent), in gleichermaßen hohen Anteilen bringen aber auch regulatorische oder technische Entwicklungen mit sich, dass Unternehmen Weiterbildungsmaßnahmen ergreifen. In 75 Prozent der Fälle werden Weiterbildungen angestoßen, weil sich die für Unternehmen relevanten regulatorischen Anforderungen ändern, wie im Falle der Einführung der DSGVO, oder aufgrund technischer Anforderungen (74 Prozent). Sechs von zehn Unternehmen (62 Prozent) ergreifen Weiterbildungsmaßnahmen im Zuge ihrer Weiterbildungsstrategie. Der Anstoß für Weiterbildungsmaßnahmen kommt aber auch in 60 Prozent der Fälle aus der Mitarbeiterschaft oder im Rahmen veränderter Kundenanforderungen (59 Prozent).

ITM: Woran scheitern IT-Weiterbildungsmaßnahmen oftmals?
Meyer:
Befragt nach möglichen Hürden im Zusammenhang mit der Weiterbildung gibt gut die Hälfte der Unternehmen an, dass es keine Zeit für entsprechende Freistellungen gibt (52 Prozent). Weiterhin spielen finanzielle Aspekte eine Rolle: Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) sagen, Weiterbildungen seien zu teuer oder es sei nicht ausreichend Budget vorhanden. Die Unübersichtlichkeit des Weiterbildungsmarktes in Deutschland wird ebenfalls deutlich: Jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) findet keine passenden Angebote und jedem fünften (21 Prozent) fehlt der Überblick über das Angebot auf dem Weiterbildungsmarkt. Immerhin ein Viertel (24 Prozent) sagt, dass die Mitarbeiter wenig Interesse an Fortbildungen haben. Auch Mitarbeiter sollten Initiative ergreifen und Weiterbildungen aktiv einfordern, da sie meistens am besten einschätzen können, welche Weiterbildungsmaßnahmen den größten Nutzen bringen.

ITM: Inwieweit kann KI bei der Jobsuche bzw. Suche nach IT-Talenten helfen?
Meyer:
Künstliche Intelligenz kann durchaus eine Entscheidungshilfe bei der Jobsuche darstellen, nämlich dort, wo große Datenmengen verfügbar sind. Immerhin vier von zehn Bundesbürgern (40 Prozent) können sich vorstellen, sich bei der Suche nach einem bei der Auswahl eines potentiellen Arbeitgebers Hilfe durch KI in Anspruch zu nehmen.“

Bildquelle: Bitkom

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Lea Sommerhäuser IT-Mittelstand Startseite it-zoom HR Personal
news-23443 Thu, 18 Jul 2019 16:25:14 +0200 Schwachstellen aufspüren und beheben http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/schwachstellen-aufspueren-und-beheben-23443/ Aktuelle Studien zeigen, dass deutsche Unternehmen besonders von Cyberattacken bedroht sind. Dabei lassen sich mit Penetrationstests Schwachstellen beheben bevor Schäden entstehen. Die Digitalisierung hilft Unternehmen, effektiver zu wirtschaften und neue Geschäftsmodelle zu verfolgen. Ohne entsprechende Sicherheitsmaßnahmen besteht allerdings die Gefahr, Opfer von Cyberattacken zu werden. Die Schäden für die betroffenen Firmen liegen in Deutschland bereits bei über 20 Milliarden Euro. Mit gezielten Penetrationstests lassen sich Sicherheitslücken allerdings beheben, bevor es zu Hackerangriffen kommt.

Die weltweite Schadenssumme, die auf Hackerangriffe zurückzuführen ist, liegt Schätzungen zufolge bei 500 Milliarden US-Dollar. Deutschland bildet dabei keine Ausnahme. Im Gegenteil: Auf Basis von umfangreichen Recherchen und Befragungen kommen der Branchenverband Bitkom und das Bundesamt für Verfassungsschutz zu dem Schluss, dass Datendiebstähle und Spionageaktivitäten die hiesige Wirtschaft mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr kosten. Großunternehmen wie Siemens sind quasi unter Dauerbeschuss. Im Schnitt wird der Konzern 1.000 Mal angegriffen – pro Tag.

Laut einer Umfrage des Bitkom-Verbands haben in den letzten beiden Jahren nahezu 70 Prozent der Firmen in Deutschland eine digitale Attacke registriert. Bei nahezu jedem zweiten Unternehmen führten die Angriffe trotz aller Sicherheitsvorkehrungen zu teils erheblichen Schäden. Bitkom-Präsident Achim Berg geht davon aus, dass die deutsche Industrie mit ihren Weltmarktführern besonders interessant für Kriminelle ist. Ein zusätzlicher Faktor dürfte sein, dass immer mehr deutsche Unternehmen von der Digitalisierung profitieren wollen. Schließlich können zahlreiche Prozesse im Rahmen von Industrie 4.0 und mit Hilfe des Internet of Things (IoT) effektiver und damit auch wirtschaftlicher gestaltet werden. Ohne entsprechende Sicherheitsmaßnahmen steigt dabei allerdings auch das Risiko, Opfer von Hackerangriffen zu werden.

Schwachstellen rechtzeitig erkennen

Wie gut geschützt ein Unternehmen vor Cyberattacken ist, lässt sich beispielsweise mit Penetrationstests ermitteln. Gewissermaßen als „freundliche Hacker“ versetzen sich IT-Sicherheitsexperten dabei in die Rolle der potentiellen Angreifer. Mit speziellen Tools und Programmen werden so strukturiert die unterschiedlichsten Attacken durchexerziert, um die vorhandene IT-Infrastruktur auf Schwachstellen hin zu testen. Webapplikationen und Mobile Apps werden dabei ebenso auf Schwachstellen hin überprüft wie virtuelle Server. Werden dabei potentielle Probleme erkannt, werden diese systematisch untersucht und behoben, bevor ein Angreifer die Schwachstelle ausnutzen kann.

Bei Webapplikationen reicht häufig ein Remote-Test, da hier bewusst die „Außensicht“ getestet wird. Die Tests simulieren in der Regel Angriffe durch echte, externe Hacker, die üblicherweise nicht über interne Zugänge verfügen. Es gibt allerdings auch Testarten und -szenarien, die eine Anwesenheit von entsprechenden Experten vor Ort oder Zugang zum internen Netzwerk erfordern.

Wie bei einem Haus, bei dem vom Kellerfenster bis zur Dachluke jede Öffnung überprüft wird, ob ein Einbrecher eindringen kann, gilt es alle Eventualitäten abzudecken. „Wichtig ist, dass bei derartigen Penetrationstest stets strukturiert vorgegangen wird“, erklärt Sascha Hellermann vom Software- und Beratungsunternehmen Cocus. „Bei Zugriffsberechtigungen können beispielsweise schon kleine Fehler große Konsequenzen haben“, warnt der Experte. Entsprechende Tools helfen dabei, das System auf Schwachstellen hin zu untersuchen. „Die Tools sind, wie der Name schon sagt, die Werkzeuge. Wichtig ist, dass derjenige, der die Tools bedient, genau weiß was er macht. Nur wenn die Werkzeuge richtig eingesetzt und die Schwachstellen dann auch kompetent beseitigt werden, ist man als Unternehmen effektiv geschützt“, so Sascha Hellermann.

Lücke ist nicht gleich Lücke

Sehr häufig lassen sich sogenannte Injection Vulnerabilities finden. Hierbei wird bösartiger Code über Eingabefelder in Webapplikationen eingeschleust. Ist eine solche Lücke vorhanden, kann der Schadcode unter Umständen großen Schaden anrichten wie die Löschung oder die unberechtigte Anzeige von Daten. Diese Art von Schwachstellen lassen sich zumeist gut über Prüfung des Source Codes sowie mit Tools wie Fuzzern finden. Auch Fehler in der Passwortsicherheit lassen sich mit Tools zur Durchführung von Dictionary Attacks oder Passwortlisten gut automatisiert testen. Ein schlecht durchgeführter, tool-basierter Test kann unter Umständen allerdings gefährlich sein, da das Unternehmen sich unberechtigt in Sicherheit wiegt.

Bei anderen Arten von Schwachstellen, beispielsweise im Bereich Access Control, wird es zudem deutlich schwieriger. Diese ermöglichen die Umgehung von Zugangskontrollen oder die unbefugte Erweiterung von Zugriffsrechten. In der Regel lassen sich solche Fehler nur durch manuelle Tests durch ausgebildete Penetrations-Tester finden.

Das Testing sollte prinzipiell stets den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechend zusammengestellt werden. Penetrationstests können in Aufwand und Komplexität stark variieren. Üblicherweise wird gemeinsam mit den Unternehmen zunächst der Testumfang geklärt und die zu testende Applikation geprüft. Daraufhin wird der Testaufwand abgeschätzt und ein entsprechendes Angebot erstellt.

Mithilfe eines ausführlichen Abschlussberichts, der konkrete Handlungsempfehlungen umfasst, kann das Unternehmen dann letztlich mit den Testern das weitere Vorgehen besprechen und planen. Mit entsprechenden Maßnahmen lassen sich die ermittelten Schwachstellen so schließen, bevor es zu tatsächlichen Angriffen durch Hacker kommt – und teure Folgeschäden vermeiden.

Bildquelle: iStock/Getty Images Plus

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Sicherheit
news-23442 Thu, 18 Jul 2019 15:41:41 +0200 Heiko Meyer wird Vertriebs-Chef http://www.it-zoom.de/it-director/e/heiko-meyer-wird-vertriebs-chef-23442/ Zum 1. November 2019 wird Heiko Meyer die Leitung des weltweiten Vertriebs bei Hewlett Packard Enterprise (HPE) übernehmen. Meyer ist derzeit Vorsitzender der Geschäftsführung von HPE Deutschland. Zudem leitet er die Geschäfte in der Region DACH und Russland. Sein Nachfolger für die DACH-Region wird zum 1. November 2019 Johannes Koch, der bei dem Anbieter aktuell für die Region Ostmitteleuropa, mittlerer Osten und Afrika verantwortlich ist.

Seine neue Position als Chief Sales Officer übernimmt Heiko Meyer von seinem Chef Phil Davis, der sich ab November auf seine Rolle als President Hybrid IT konzentrieren wird. Meyer wird weiterhin an Davis berichten.

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news-23441 Thu, 18 Jul 2019 14:16:11 +0200 Zuverlässiges Netzwerk für Schindler http://www.it-zoom.de/it-director/e/zuverlaessiges-netzwerk-fuer-schindler-23441/ Der Netzwerk- und IT-Dienstleister BT hat einen Vertrag mit Schindler, einem Anbieter von Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen sowie von Wartungs- und Modernisierungsdienstleistungen, abgeschlossen. Der Dienstleister will Schindler mit einem sicheren Netzwerk ausstatten, das rund 500 Standorte weltweit verbindet. BT implementiert und betreibt für Schindler eine einheitliche, globale Netzwerkinfrastruktur, die Rechenzentren, Büros, Fabriken und Contact Center weltweit über IP Connect verbindet, den sicheren Netzwerk-Service des Anbieters, kombiniert mit einer globalen Internet-Anbindung. Für Schindler entfalle dadurch der Aufwand, eine Vielzahl von Netzbetreibern selber zu koordinieren. Gleichzeitig erhalte das Unternehmen mehr Transparenz über Kosten und Leistung sowie eine verbesserte Ende-zu-Ende-Service-Qualität.

Matteo Attrovio, Chief Information Officer der Schindler Group: „Ein globales, sicheres und integriertes Netzwerk ist ein entscheidendes Element unserer digitalen Strategie. Es wird uns den Übergang von einem fragmentierten System von Lieferanten zu einem globalen Anbieter ermöglichen, der einen vollständig gemanagten, hochwertigen Ende-zu-Ende-Netzwerkdienst anbieten kann.“

Bildquelle: Schindler

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news-23440 Thu, 18 Jul 2019 14:09:13 +0200 Mehr Power für die BI http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/mehr-power-fuer-die-bi-23440/ Für die Steuerung des Geschäfts in Echtzeit gewinnen Business-Intelligence-Lösungen (BI) zunehmend an Bedeutung, gerade auch für mittelständische Unternehmen. Proalpha baut daher sein BI-Team weiter aus und erwirbt dazu 100 % der Anteile an C4BI. Der ERP-Anbieter verfügt mit den Business Cockpits auf Basis von Qlik-Technologie sowie dem „Analyzer“ seines Tochterunternehmens HumanIT über Lösungen, die mit seinem eigenen ERP integriert und bereits bei hunderten von Kunden im Einsatz sind. C4BI ist ein Beratungshaus mit Sitz in Böblingen, das sich auf die Einführung und Betreuung von BI-Lösungen auf Basis von Qlik-Technologie spezialisiert hat. Zahlreiche Kunden des ERP-Spezialisten arbeiten bereits mit Business Cockpits der C4BI. Beide Unternehmen wollen künftig ihre Kräfte rund um BI Cockpits bündeln.

Bild: Gettyimages / iStock

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IT-Mittelstand Business Intelligence / Big Data ERP
news-23439 Thu, 18 Jul 2019 13:46:48 +0200 App der Woche: Adobe Scan http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/app-der-woche-adobe-scan-23439/ Mobile Anwendungen zum Scannen von Dokumenten gibt es inzwischen wie Sand am Meer, Adobe Scan überzeugt aber nach wie vor mit der besten Qualität und nützlichen Zusatzfunktionen.
  • System
    iOS/Android

  • Preis
    Kostenlos

  • Kategorie
    Büro/Dokumentenmanagement

  • Praktisch für...
    ... Menschen, die häufig mit Medienbrüchen an der Schnittstelle von analogen und digitalen Dokumenten konfrontiert werden.  

  • Besonders, weil...
    ... Adobe Scan neben seiner Kernkompetenz auch viele praktische Zusatzfunktionen bietet, die den Büroalltag vereinfachen. Da wäre zum Beispiel die Möglichkeit, Kontaktdaten direkt über das abfotografieren von Visitenkarten in sein Adressbuch zu importieren. Darüber hinaus lassen sich auch Formulare mit der App scannen, ausfüllen und sogar unterschreiben. Sowohl die automatische Erkennung von Dokumenten als auch deren Zuschnitt und Verarbeitung funktioniert dabei einwandfrei. 

  • Alternativen
    Docutain, Office Lens, Scanbot

  • Entwickler
    Adobe
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    Philip Fassing Mobile Business Startseite it-zoom Apps
    news-23438 Thu, 18 Jul 2019 11:47:04 +0200 Startschuss für mehr digitale Services in Hessen http://www.it-zoom.de/it-director/e/startschuss-fuer-mehr-digitale-services-in-hessen-23438/ Künftig wird Cherwell Software, Anbieter von Enterprise-Service-Management (ESM), die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) bei der Automatisierung von IT-Prozessen im Service-Management unterstützen. Ein entsprechender Vertrag wurde im Juni 2019 unterzeichnet. Der Software-Anbieter will zusammen mit der HZD dazu beitragen, die Digitalisierung des Bundeslandes Hessen im Rahmen der Initiative „Digitales Hessen“ weiter voranzutreiben. Den 2.400 Dienststellen des Landes, die von der HZD unterstützt werden, stehe künftig eine benutzerorientierte und datengetriebene IT-Service-Management-Lösung (ITSM) zur Verfügung.

    Die HZD ist der zentrale IT-Dienstleister für die hessische Landesverwaltung. Sie unterstützt seit fast 50 Jahren die Polizei, Justiz, Finanzverwaltung, Schulen und weitere Behörden in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen rund 900 Mitarbeiter an den beiden Standorten Wiesbaden und Hünfeld über 65.000 IT-Arbeitsplätze.

    Die Initiative „Digitales Hessen“ hat u.a. zum Ziel, die hessische Verwaltung digitaler, schneller und effizienter zu machen. Bei diesem Vorhaben spielt die HZD eine zentrale Rolle. Sie muss in der Lage sein, schnell und kostengünstig neue digitale Services anzubieten – auch solche, an die man heute vielleicht noch gar nicht denkt.

    Flexibilität als wichtigstes Kriterium

    Besucht wurde eine zukunftsfähige ITSM-Lösung, die mit minimalem Aufwand – also durch Konfiguration statt durch Programmierung – flexibel an sich ständig weiterentwickelnde Bedürfnisse anpassbar ist. Hier konnte Cherwell mit einer programmierfreien Benutzeroberfläche überzeugen, mit der Anpassungen im laufenden Betrieb auch von nicht IT-Fachkräften vorgenommen werden können. Dies spart Zeit bei der initialen Einführung und bei der Übernahme künftiger Versionen.

    Zudem stehen mit der ITSM-Lösung bereits in der Standardkonfiguration zahlreiche Funktionen zur Verfügung. Dazu zählen etwa ein Service-Portal zur einfachen Meldung und Verfolgung von Störungen und Service-Anfragen sowie Reports und Dashboards für hohe Transparenz in den IT-Services.

    Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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    IT-Director Startseite it-zoom Servicemanagement und Helpdesk