IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Wed, 23 Jan 2019 18:27:26 +0100 Wed, 23 Jan 2019 18:27:26 +0100 TYPO3 EXT:news news-21851 Wed, 23 Jan 2019 17:41:18 +0100 Paketdienst setzt auf zentrale Kontrolle http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/paketdienst-setzt-auf-zentrale-kontrolle-21851/ Der Paketdienst DPD Deutschland, der im Backend auf Power-Systeme der IBM vertraut und 375 Mio. Pakete im Jahr transportiert, setzt beim Management seiner mobilen Geräte in der DACH-Region auf die Software Mobicontrol und verbessert so die eigene operative Effizienz innerhalb und außerhalb des Unternehmens. DPD Deutschland gehört zur internationalen DPDgroup, Europas zweitgrößtem Paketdienst-Netzwerk. Deutschlandweit betreiben 9.500 Mitarbeiter und 11.000 Zusteller 78 Depots und 6.000 Pickup-Paketshops. Die Mitarbeiter nutzen mobile Geräte von Honeywell zum Scannen von Paketen, die im Depot eintreffen und wieder verlassen, sowie zur Unterschrift beim Endkunden, dass dieser das Paket entgegen genommen hat.

Eingesetzt werden über 12.000 mobile Dolphin-Endgeräte von Honeywell mit Windows Embedded Handheld 6.5. Ungefähr 2.000 werden von Backoffice-Mitarbeitern in den 78 Depots für interne Abläufe verwendet, 10.000 sind Fahrern zugeteilt, um die Lieferdienste zu optimieren, etwa bei Navigation oder Routenplanung.

DPD Deutschland hat mehrere benutzerdefinierte Apps für diese Geräte entwickelt, auf die jedes Jahr schätzungsweise 48.000 App-Updates gepusht werden. Der Einsatz der Software für das „Enterprise-Mobility-Management“ (EMM) des kanadischen Herstellers Soti, der über eine Tochter in Hamburg auch hierzulande vertreten ist, versetzt DPD in die Lage, die Apps auf diesen Geräten zu verwalten, notwendige Updates einzuspielen und zu lokalisieren. Sie bringt die Flexibilität, die Updates entweder aus der Ferne „Over-the-Air“ zu pushen oder aber lokal zu verwalten, während sich die mobilen Geräte über Nacht in der Ladestation befinden.

Zentrales Management

Die EMM-Software verschafft dem Paketdienstleister zentral einen Einblick in sämtliche Geräte in allen Depots. Gleichzeitig ist es damit möglich, Updates zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu erzwingen – was zu einer schnelleren Bereitstellung der Updates führt und die Sicherheit erhöht. Zusätzlich sichert der Lockdown-Modus die Geräte und Daten gegen missbräuchliches Verhalten der Fahrer ab. Denn jeder Nutzer kann nur genau die für ihn vom IT-Administrator freigegebenen Apps und Funktionen nutzen.

Alle App-Updates werden an die 78 DPD Deutschland Depots nach dem gewünschten Freigabeplan von der IT-Zentrale verteilt und anschließend entweder lokal verwaltet und eingespielt oder von der IT-Zentrale gepusht. Möglich sind zudem simultane, obligatorische Updates aller mobilen Endgeräte von DPD Deutschland

Über Mobicontrol findet nicht zuletzt auch die Kommunikation zwischen den Depots und den Paketauslieferern statt. Dazu hat DPD die eigene Kommunikationsplattform an Soti angebunden, so dass die Fahrer darüber ihre Benachrichtigungen vom Depot erhalten. Diese können dadurch beispielsweise über aktuelle Verkehrsbedingungen informiert werden oder erhalten Links zu Online-Trainings für einen besseren Kundenservice.

Abschied von der „Dreiecks-Lösung“

Mit dem Einsatz von Mobicontrol konnte die vorherige „Dreiecks-Lösung“ beim Zurücksetzen oder Reparieren von mobilen Geräten gelöst werden. Bei der transparenten Plattform, bei der jedes Depot einen eigenen Ordner hat, kann zum Beispiel für das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen das Gerät in den entsprechenden Ordner verschoben und direkt an das Depot gesendet werden, was eine Menge Kosten spart; zuvor musste das Gerät nach Tschechien in das Reparaturzentrum von Honeywell geschickt werden.

Neue Geräte können so mit der korrekten Konfiguration und den Einstellungen direkt an das entsprechende Depot gesendet werden. So wird der Lebenszyklus der Geräte verlängert und sowohl die IT-Abteilung als auch die Mitarbeiter, die die Geräte nutzen, sparen Zeit ein. Außerdem habe man „vollständige Transparenz in unserem Flottenmanagement“ gewonnen, so Rudolf Pöcking, Operations, Local Traffic and Development. „Aber das wichtigste ist, dass wir nun die Geräte zentral verwalten und Updates einspielen können – von überall und jederzeit.“

„Auch wenn sich rund 80 Prozent der verwendeten Geräte außerhalb des Unternehmens befinden, können diese zentral verwaltet, kontrolliert und upgedatet werden“, ergänzt Stefan Mennecke, Regional Director Central Europe bei Soti. Außerdem könne dem Benutzer gegebenenfalls aus der Ferne vom DPD IT-Support geholfen werden. Und Marcel Schwinn, zuständiger Application Manager bei der IT von DPD Deutschland, ergänzt: „Vor Mobicontrol hatten wir nicht genügend Einblick in unsere mobilen Geräte, was zu operationalen Unstimmigkeiten und Verspätungen bei Updates führte.“

Bildquelle: DPD Deutschland

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Berthold Wesseler DV-Dialog Mobile Device Management
news-21850 Wed, 23 Jan 2019 17:06:46 +0100 Mit SAP-Hana-Anschluss auf der Überholspur http://www.it-zoom.de/it-director/e/mit-sap-hana-anschluss-auf-der-ueberholspur-21850/ Auf dem Weg zum datengetriebenen Unternehmen: So beschleunigt die Peri GmbH ihr Datawarehouse und Kundenportal Die Peri GmbH in Weißenhorn nahe Ulm entwickelt, produziert und liefert Schalungs- und Gerüstsysteme für Bauprojekte weltweit. Innovative Systeme mit zahlreichen Patenten und hohe Qualität haben das Familienunternehmen seit der Gründung 1969 zu einem der international führenden Hersteller und Anbieter von Schalungen und Gerüsten gemacht. Bei einem Umsatz von über 1.300 Mio Euro arbeiten heute rund 8.400 Mitarbeiter weltweit am Unternehmenserfolg mit.

Für den Ausbau der Marktstellung sind aber nicht nur innovative Produktideen gefragt. Der Wettbewerbsdruck nimmt zu, die Lösungen werden immer ähnlicher. Nur engagierter, nachhaltiger Service mit gesicherten Qualitätsstandards kann die Kunden überzeugen. Transparenz und Aktualität der Information sind dabei wichtige Entscheidungskriterien.

Damit entscheidungsrelevante Informationen rasch zur Verfügung stehen, führte Peri zunächst auf Abteilungsebene ein Business-Informations-System mit umfangreichen Reporting-Möglichkeiten und flexiblem Output-Management ein. Unerlässlich dafür ist die zeitnahe, ungehinderte Übernahme von Daten aus dem eigenentwickelten ERP-System „PSD“. Dieses System ist bei dem Unternehmen weltweit im Einsatz und hält die Daten nach Ländern getrennt in 45 Informix-Datenbanken. Auswertungen erfolgen über Business-Objects-Systeme, auf denen neben Infoview und dem eigenentwickelten PDM-Datenmanagement-System auch das Webportal myPeri für Kundenzugriffe aufsetzen.

In der ersten Stufe wurde die Datenübernahme aus den zahlreichen länderspezifischen Datenbanken des ERP-Systems in das (Informix) Data Warehouse (DWH) beschleunigt. Dazu wurde die zuvor alten Linux-Skripte mit ihrem stundenlangen Update-Prozess des DWH und hohen Belastungen aller Systeme durch die Replikationslösung DBMoto (siehe Kasten) ersetzt. Aktualisierungen im Zehn-Minuten-Takt steigerten die Aktualität aller angeschlossenen Systeme erheblich. Die aktuellen Daten flossen in BO-Berichte für jeden erdenklichen Bedarf auf fachlicher Ebene.

Futter für SAP Hana

In der jetzt abgeschlossenen zweiten Stufe werden die Finanzanwendungen auf SAP-Basis eingebunden und damit Entscheidungsprozesse auf der Ebene des gesamten Unternehmens unterstützt. Dafür galt es, aus den Erfahrungen der ersten Stufe die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dort waren in kurzer Zeit über 1.300 Berichte entstanden, was zwar schnell die gewünschten aktuellen Ergebnisse liefert, aber die gesamte Lösung unübersichtlich und komplex macht.

Im Vordergrund stand deshalb zunächst die tiefgreifende und kritische Analyse des Berichtswesens und die sorgfältige Zusammenstellung der für die Steuerung des Gesamtunternehmens wirklich erforderlichen Berichte. Das Ergebnis der rund einjährigen Analyse waren 120 wichtige Berichte.

Für das System zur Darstellung und Analyse der Ergebnisse fiel die Wahl auf das damals gerade neu auf den Markt gebrachte Analytiksystem SAP Hana mit seiner hohen Verarbeitungsleistung durch spaltenbasierte Speicherung und In-Memory-Verarbeitung. Die Entscheidung fiel umso leichter, als die bereits bei Peri eingesetzte Replikationslösung DBMoto in der neuen Version die Hana-Datenbank als Zielsystem unterstützt. Die Entscheidung für den erneuten Einsatz der bereits für das Informix DWH erfolgreich verwendeten Lösung DBMoto auch für die Befüllung der Hana-Datenbank fiel endgültig, nachdem DBMoto auch für Hana zertifiziert war.

Den Aufwand minimieren

Wegen der vielen ERP-Quelldatenbanken waren bereits in Stufe 1 sehr viele (> 4.000) Replikationen zu konfigurieren. Zwar kann man mit DBMoto multiple Replikationen gleichzeitig konfigurieren und auch zu Gruppen zusammenfassen. Aber wegen für bestimmte Spalten nötiger Transformationen erschien der Aufwand für Peri zunächst sehr groß.

Mit den dokumentierten APIs von DBMoto stellt Hit Software auch dafür eine kundenfreundliche Lösung bereit: Ein mit diesen APIs speziell für Peri entwickeltes Tool erlaubt die automatisierte Konfiguration aller Replikationen auf Basis hinterlegter Vorgaben. Michael Bleyer, Projektleiter der Stufe 1, dazu: „Diese Möglichkeit war sehr wichtig, da ansonsten die Anpassung der Replikationen sehr viel Zeit in Anspruch genommen hätte.“ Das ERP-System steht den Anwendern jederzeit mit voller Leistung zur Verfügung. Komplexe DWH-Abfragen dauern zwischen drei und maximal 30 Sekunden.

Inzwischen ist die Lösung mit DBMoto seit Jahren in Stufe 1 und seit kurzem auch in Stufe 2 mit Zielsystem Hana im produktiven Einsatz. Die konsolidierten Berichte für das Gesamtunternehmen stehen dem Management jederzeit zur Verfügung und bieten auf der Basis von SAP Hana vielseitige, auf die jeweilige Fragestellung anpassbare Antworten. Das Wichtigste: Die transaktionsbasierte Echtzeitreplikation mit DBMoto stellt sicher, dass die Datenbasis stets aktuell und konsistent ist. André Heinle, Projektleiter der Stufe 2, hebt hervor, dass „das übersichtliche und intuitive Management Center von DBMoto die Bedienung erleichtert und zugleich das DBMoto API und Scripting die Anpassung der Replikations-Eigenschaften an unsere Anforderungen ermöglicht – auch dank der kompetenten Beratung durch den Support von Hit Software.“

Die Zufriedenheit mit der Verfügbarkeit aktueller Berichte bei Fachabteilungen und Gesamtunternehmen ist für Peri kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Nun ist die umfassende Nutzung aktueller Daten auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Unternehmens das Ziel. Dies erfordert systematisches Vorgehen nach den modernsten Regeln von Data Stewardship, Master Data Management etc. und unter Nutzung aktueller Cloud-Angebote. Damit wachsen auch die Anforderungen an Dienstleister wie Hit Software, inzwischen Teil von Backoffice Associates, einem Unternehmen, das genau solche Projekte unterstützt und dazu DBMoto einsetzt.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Director Business Intelligence / Big Data
news-21849 Wed, 23 Jan 2019 16:49:00 +0100 Mobil und flexibel arbeiten die wenigsten http://www.it-zoom.de/it-director/e/mobil-und-flexibel-arbeiten-die-wenigsten-21849/ Noch immer bleiben die Potentiale des „Digital Workplace“ ungenutzt. Zudem fehlt es Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen an digitalen Technologien und Umsetzungsstrategien, wie die aktuelle D21-Studie ermittelte. Die deutsche Gesellschaft wird immer digitaler und ist zunehmend mobil online – dank steigender Internetnutzung, insbesondere über mobile Devices, und wachsender Digitalkompetenz. Diesem mobilen Trend hinken Unternehmen und öffentliche Verwaltung allerdings hinterher. Dabei bleiben die Potentiale des „Digital Workplace“ nach wie vor ungenutzt, denn den Betrieben fehlt es an technischer Ausstattung und Strategien bei der Umsetzung des digitalen Arbeitsplatzes. So lauten die Ergebnisse des D21-Digital-Index 2018/2019 zum Digitalisierungsgrad in Deutschland, den CHG-Meridian, ein Spezialist für Technologiemanagement, als langjähriger Partner der Studie miterstellt hat.

Smartphone und Notebooks sind im Alltag mittlerweile fest verwurzelt und mit wachsender Tendenz die beliebtesten Endgeräte. 83 Prozent aller befragten Berufstätigen geben an, mobil im Internet zu surfen, bei den 20 bis 29-jährigen sind es sogar 93 Prozent. Entsprechend aufgeschlossen sind deutsche Arbeitnehmer für mobile, IT-gestützte Arbeitsplätze: 74 Prozent der Berufstätigen sind laut Index interessiert an einem sogenannten „Digital Workplace“, von dem aus sie flexibel und ortsunabhängig mit vernetzten Geräten arbeiten können. Aktuell möglich ist das mit 16 Prozent aller Erwerbstätigen jedoch nur einer kleinen Minderheit. Dieser Wert bleibt unverändert niedrig wie im Vorjahr. Selbst bei den reinen Büroarbeitern gab es keinen Fortschritt: Weniger als ein Drittel kann mobil oder vom Home Office aus arbeiten.

„Die Diskrepanz zwischen privater und beruflicher Nutzung von Geräten und Anwendungen wächst. Unternehmen und öffentliche Verwaltung sind deswegen gefordert, Arbeitsplätze mit aktuellen Technologien auszustatten, damit sich Mitarbeiter im Berufsalltag digitales Know-how aneignen oder privat Gelerntes anwenden können“, sagt Oliver Schorer, Mitglied des Vorstands und Chief Information Officer bei CHG-Meridian.

Erfolgsfaktor für Industrie 4.0

Der technologische Wandel stellt Unternehmen vor große Herausforderungen: Veränderte Kundenbedürfnisse verlangen nach neuen digitalen Geschäftsmodellen. Geschäftspartner drängen auf effizientere digitale Prozesse. Diese Anforderungen sind nur zu bewältigen, wenn Digitalisierung bereits am Arbeitsplatz der Mitarbeiter beginnt. Laut Index erwartet mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer, dass die Digitalisierung ihren Beruf bereits in den nächsten fünf Jahren spürbar verändern wird. Lebenslanges Lernen und modernes Equipment sehen sie deswegen als Basis für beruflichen Erfolg. „Der ‚Digital Workplace‘ und ein stärkerer Beitrag zur Digitalisierung der eigenen Belegschaft sind Grundvoraussetzungen, damit Unternehmen die digitale Transformation gelingt. In Zeiten von Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 sind sie zudem Erfolgsfaktoren, damit Unternehmen wettbewerbsfähig und als Arbeitgeber attraktiv bleiben“, ist Schorer überzeugt.

Dafür wird es allerdings nicht ausreichen, alleine Smartphones und Laptops bereitzustellen. Die neue Arbeitswelt erfordert ganzheitliche Lösungen mit Devices, die sicher, individuell konfigurierbar, kollaborativ und in ihrer Gesamtheit transparent über den gesamten Lebenszyklus zu verwalten sind. Unternehmen und öffentliche Verwaltung brauchen eine Strategie, wie sie ihren Mitarbeitern digitale Arbeitsplätze zugänglich machen, damit sie selbst davon profitieren. Derzeit entscheidet sich in einem Drittel der deutschen Unternehmen allerdings nicht systematisch, sondern rein situativ, ob jemand mobil arbeiten darf, oder ein mobiles Gerät erhält.

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IT-Director Startseite it-zoom Unified Communication + Collaboration
news-21844 Wed, 23 Jan 2019 16:39:00 +0100 Debatte: Datenanalyse für Geheimdienste http://www.it-zoom.de/it-director/e/debatte-datenanalyse-fuer-geheimdienste-21844/ Alexander Karp, Chef der Datenanalyse-Firma Palantir, steht aufgrund von Aufträgen für Sicherheitsbehörden und Geheimdienste in der Kritik. In einem aktuellen Interview erklärt er, was es damit auf sich hat. In einem Interview des Podcasts „inside.pod” des Medienkonzerns Axel Springer verwies Karp unter anderem darauf, dass die hessische Polizei nach eigenen Angaben mit Hilfe der Software des Unternehmens einen Terroranschlag vereitelt habe. „Ich erfahre von einer verhinderten Terrorattacke in Europa ungefähr ein Mal pro Woche”, sagte Karp weiter in dem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit Springer-Konzernchef Mathias Döpfner. „Ich denke, dass wenn diese Anschläge passiert wären, Sie eine ganz andere politische Realität hätten.” Palantir könne über solche Fälle aber nicht von sich aus sprechen.

Der Fall in Hessen war im Sommer bekanntgeworden, kurz bevor der Zuschlag für Palantir zum Thema für einen Untersuchungsausschuss des Landtags wurde. Er ging monatelang der Frage nach, ob die Vergabe des Auftrags rechtens war. Hessen hatte als erstes Bundesland Software von Palantir eingekauft. Palantir gilt als eines der am höchsten bewerteten, aber auch besonders geheimniskrämerischen Start-ups. Die Software der Firma, die diverse Arten von Daten miteinander verknüpfen kann, soll unter anderem bei US-Geheimdiensten wie CIA und NSA sowie der Bundespolizei FBI im Einsatz sein. Auf die Frage, ob Palantir tatsächlich auch dabei geholfen habe, Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden aufzuspüren, sagte Karp, er dürfe das nicht kommentieren.

Bezahlung nicht vorrangig

Der Palantir-Chef zeigte zugleich grundsätzlich Verständnis für diejenigen, denen der Einsatz von Datenanalyse Sorgen mache. „Ich verstehe, warum Menschen Angst vor einem Missbrauch von Software durch Regierungen und Unternehmen haben - und es sind berechtigte Ängste.” Palantir achte aber den Datenschutz. Zudem gehe es dem Start-up nicht nur ums Geschäft: „Natürlich werden wir bezahlt - und gut bezahlt. Aber unser vorrangiges Ziel ist ein stärkerer Westen.”

Karp, der seinerzeit Philosophie in Frankfurt bei Jürgen Habermas studiert hatte, betonte, Europa dürfe im Wettstreit mit den USA und China bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz seine Werte nicht aufgeben. „Niemand, den ich in Europa kenne, will in einer Welt ohne Privatsphäre leben.” Die Devise im Westen und insbesondere in Europa müsse sein: „Ein Maximum an Privatsphäre - und wir gewinnen trotzdem.” Der Westen müsse gerade im Verteidigungsbereich Technologien entwickeln, die effizient seien, aber bürgerliche Freiheiten schützten. Dabei sollte Deutschland eine Führungsrolle bei Technologie spielen.

Karp, der im Springer-Aufsichtsrat sitzt, ging zugleich auf Distanz zu Unternehmen wie Facebook. „Die verbraucherorientierten Internet-Firmen haben nicht erklärt, wie sie der Gesellschaft helfen”, während sie zugleich demografische Blasen bildeten, in denen Leute nur mit denjenigen zu tun hätten, die genauso denken, wie sie selbst. Der 51-jährige Karp führte einen Teil des Gesprächs auf Deutsch und sagte unter anderem, wenn Palantir nicht erfolgreich geworden wäre, würde er jetzt bestimmt im Berliner Stadtbezirk Charlottenburg leben. Er habe sich in Deutschland stets sehr wohlgefühlt, auch als „armer Student”.

Palantir wird aktuell als einer der heißen Börsenkandidaten gehandelt. Das „Wall Street Journal” berichtete im Oktober, das Start-up könne dabei eine Bewertung von gut 40 Milliarden Dollar anstreben - die Pläne seien aber noch im Fluss. Damals hieß es auch unter Berufung auf informierte Personen, Palantir erwartete für 2018 einen Umsatz von 750 Millionen Dollar nach 600 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Karp dürfte mit einem Börsengang auf jeden Fall offiziell zum Milliardär werden.

 

dpa/pf

 

 

 

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IT-Director Startseite it-zoom Sicherheit
news-21848 Wed, 23 Jan 2019 16:18:39 +0100 Google-Betriebssystem muss wasserdichter werden http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/google-betriebssystem-muss-wasserdichter-werden-21848/ Laut Thomas Uhlemann, Sicherheitsspezialist DACH bei der Eset Deutschland GmbH, müssen Anbieter wie Google ihre Betriebssysteme „noch wasserdichter gestalten und vor allem die Update-Politik zugunsten der Sicherheit des Anwenders verbessern“. Herr Uhlemann, welchen Stellenwert räumen deutsche Unternehmen dem Thema „Mobile Security“ aktuell ein?
Thomas Uhlemann:
Viele deutsche Unternehmen suchen beim Thema „IT-Security“ gezielt nach Lösungen für mobile Endgeräte. Dabei stehen Sicherheits-Apps für Android-Smartphones und -Tablets im Fokus. Kein Wunder: Diese Geräte werden aufgrund des niedrigen Beschaffungspreises mehrheitlich eingesetzt und gelten – wegen der immer wieder publik werdenden Sicherheitsprobleme von Android – als gefährdet. Gleichzeitig legen Unternehmen großen Wert darauf, dass der Schutz aller mobiler Devices im Security-Konzept gebührend berücksichtigt wird. Denn nicht nur Malware auf Smartphone und Co. bereitet den Administratoren Kopfzerbrechen, sondern auch die Schatten-IT bestehend aus Privatgeräten und Datenträgern.

Welchen Einfluss hat die seit Mai 2018 geltende europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) auf das Sicherheitsbewusstsein der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter hinsichtlich des Einsatzes von Mobilgeräten ausgeübt?
Uhlemann:
Das Sicherheitsbewusstsein vieler Unternehmen hat in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Ob das nun an Ransomware, Malware oder der DSGVO lag, ist letztlich nicht entscheidend. Sicherlich hat das Thema „DSGVO“ aber die Investitionen in IT-Sicherheit befeuert. Leider wird dieses Bewusstsein den Mitarbeitern noch viel zu selten schlüssig vermittelt oder die bereitgestellten Lösungen sind bedienerunfreundlich gestaltet. Dies führt trotz guter Datenschutz- und Sicherheitskonzepte unbewusst zur Aushöhlung der Security-Anstrengungen. Bei der Sensibilisierung der Anwender besteht weiterhin Nachholbedarf.

Verloren gegangen, gestohlen, infiltriert: Was sind die derzeit größten Gefahren für mobile Endgeräte im Unternehmenseinsatz?
Uhlemann:
Der Verlust von Smartphones und Tablets gilt unter Experten als die mit Abstand größte und wahrscheinlichste Gefahr für die Unternehmenssicherheit. Wer möchte noch klobige und schwere Notebooks mitschleppen, wenn die vergleichsweise kleinen digitalen Allrounder die gestellten Aufgaben genauso gut erledigen? Dummerweise gehen diese Geräte massenhaft verloren oder werden gestohlen. Und damit wechseln sämtliche gespeicherten Daten, E-Mails und vor allem Zugänge zu Konten und Netzwerken den Besitzer. Sollte also ein Finder oder Dieb durch das Erraten des Entsperrungsmusters oder des Codes Zugang erlangen, erhält er damit auch fast automatisch Zugang zum Unternehmen. Deswegen gilt es, neben dem Malware-Schutz auch entsprechende Antidiebstahlfunktionen über die Endpoint-Lösung zur zentralen Verwaltung mit anzubieten.

Inwieweit wirkt sich hierbei die extrem heterogene Verteilung von Android-Versionen auf die mobile Sicherheit aus?
Uhlemann:
Ohne Frage bedeutet das eine klare Beeinträchtigung der Sicherheit. Zum einen bieten nur wenige Hersteller Sicherheitslösungen an, die überhaupt auf älteren Android-Versionen laufen. Zum anderen erhalten ältere Betriebssysteme gar keine Security-Updates von Google bzw. den Geräteherstellern. In diesem Fall kann wieder nur ein guter Malware-Schutz weiterhelfen. Mit ihm können Unternehmen Devices absichern, die keine Aktualisierungen erhalten. Solche Lösungen enthalten Malware- und Diebstahlschutz, Maßnahmen zur Einschränkung verschiedener Apps und vieles mehr. Experten raten allen Kunden, sich bewusst für Geräteanbieter zu entscheiden, die langfristigen und zügigen Support (neuer) Android-Versionen garantieren.

Wie gefährlich sind wiederum klassische Viren, denen man vielleicht schon bei der Nutzung von Desktop-PCs begegnet ist, und welchen Nutzen haben hier Antiviren-Apps wirklich?
Uhlemann:
Malware gehört zum täglichen digitalen Leben leider dazu. Selbst im Google Play Store oder auch im App Store von Apple befinden sich immer wieder schädliche Apps, trotz großer Anstrengungen der Betreiber. Die Schädlinge bestehen vorrangig aus gefälschten Banking- oder Trading-Apps, Krypto-Wallets oder auch Cryptominern, die die Hardware zum Schürfen von Kryptowährungen missbrauchen. Auch diverse Ransomware, die entweder das Gerät sperrt oder Dateien verschlüsselt, hat weiterhin Konjunktur. Antviren- oder besser Antimalware-Apps für Android seriöser Hersteller sind also unbedingt zu empfehlen und auch sinnvoll. Klassische Viren spielen auf Desktops keine Rolle mehr und sind im mobilen Bereich aufgrund der Betriebssystemstruktur von Android oder iOS technologisch kaum möglich.

Schwachpunkt User: Welche Rolle spielt unsicheres, verantwortungsloses Nutzerverhalten?
Uhlemann:
Es ist kein Geheimnis mehr, dass der Anwender das schwächste Glied in der Security-Kette darstellt. Selbst beste technische Maßnahmen laufen ins Leere, wenn der User grundlegende Regeln – warum auch immer – nicht einhält. Cyberkriminelle wissen um diese Problematik und setzen ihre Waffen gezielt auf dieses Fehlverhalten ein. Das geschieht beispielsweise durch gefälschte App-Angebote in offiziellen und Drittanbieter-Stores oder durch gefälschte Mails und Dialoge auf dem Display. Für Geschäftsführung und Administratoren gilt es also, diese Schwachstellen durch Seminare und Informationen zu „patchen“. Oder wenigstens organisatorisch dafür zu sorgen, dass diese nicht ausgenutzt werden können. Das gelingt durch gute Verschlüsselungs- und Berechtigungskonzepte.

Wie können Unternehmen das Sicherheitsbewusstsein ihrer Mitarbeiter stärken, wenn diese mobile Endgeräte bei der Arbeit (z.B. im Außendienst) nutzen? Wie klären Unternehmen ihre Mitarbeiter am besten auf?
Uhlemann:
Es existieren genügend Konzepte und Lösungen „von der Stange“ sowie Anbieter, die durch interaktive Trainings und Seminare das Bewusstsein schärfen und neue Handlungsweisen trainieren können. Oft reichen schon regelmäßige, interne Informationen zu aktuellen (E-Mail-)Bedrohungen oder anderen Security-Themen. Wichtig ist, dass immer die Maßnahmen erklärt werden und es nicht darum geht, die Mitarbeiter einzuschränken. Vielmehr sollen durch verantwortungsbewusstes Handeln letztlich die Arbeitsplätze aller für die Zukunft gesichert werden. IT-Security-Zwischenfälle durch eine vermeidbar geöffnete Mail mit Schadcode-Anhang kosten im Zeitalter von Ransomware unter Umständen mehrere Zehntausend Euro. Liquidität, die die Firmen eigentlich benötigen, um etwa Gehälter zu zahlen.

Wie sollte eine effektive Mobile-Security-Strategie im Unternehmen letztlich aussehen? Welche Rolle spielen hierbei MDM-/EMM-Lösungen?
Uhlemann:
MDM-/EMM-/RMM-Funktionalitäten müssen zwingend integraler Bestandteil der Security-Lösungen sein. Eine Verwaltungskonsole, die diese Funktionen nicht plattformübergreifend beinhaltet, ist nicht mehr zeitgemäß. Ebenso muss die Verwaltungslösung auch von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets vollumfänglich zu bedienen sein. Eine Security-Strategie ist immer dann erfolgreich, wenn sie die IT-Struktur über alle Geräteklassen und Betriebssysteme hinweg beinhaltet, Update-Konzepte, einfaches Reporting und ein hohes Maß an Benutzbarkeit und Anpassungsmöglichkeiten bietet. Und wenn sie bei aller Technologie die Nutzer im Fokus hat und deren potentielles Fehlverhalten.

Welche Faktoren bzw. Kriterien werden Ihrer Ansicht nach das Thema „Mobile Security“ in den nächsten Jahren beeinflussen?
Uhlemann:
Der Erfolg von „Mobile Security“ beruht auf dem Mehrwert, den die Geräte bieten, und auf der grundlegenden Sicherheit. Gerade im Bereich der Security gibt es für viele Parteien noch einiges zu tun. Gerätehersteller sind aufgefordert, das Prinzip „Security by Design“ endlich in die Tat umzusetzen und/oder Sicherheits-Updates schnell und langfristig anzubieten. Anbieter wie beispielsweise Google müssen ihre Betriebssysteme noch wasserdichter gestalten und vor allem die Update-Politik zugunsten der Sicherheit des Anwenders verbessern. Und der User muss letztlich verstehen, dass er den Großteil der Security selbst in der Hand hat und Verantwortung dazu übernehmen muss.

Bildquelle: Eset

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom Sicherheit
news-21843 Wed, 23 Jan 2019 16:01:10 +0100 Prevero: Management neu aufgestellt http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/prevero-management-neu-aufgestellt-21843/ Unit4, Anbieter von Unternehmensanwendungen für Mitarbeiter im Dienstleistungsbereich, hat Änderungen und Beförderungen im Prevero-Management-Team bekannt gegeben. Alexander Springer, 49, Mitbegründer und CEO von Prevero, zieht sich mit sofortiger Wirkung aus dem Unternehmen zurück; er hatte Prevero 1994 gemeinsam mit Matthias Thurner ins Leben gerufen und danach rund 25 Jahre geleitet. Seit der Übernahme durch Unit4 im Sommer 2016 ist Prevero zum integralen Bestandteil des Firmenportfolios geworden und ergänzt die selbststeuernden Unit4-Lösungen für Dienstleistungsunternehmen.

Darüber hinaus soll das Prevero-Team um das Dreifache aufgestockt werden; der strategische Fokus werde dabei eindeutig auf dem internationalen Wachstum liegen. Tom Dehouck, 37, bislang Managing Director von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg, wird Global Head von Unit4 Prevero. Dehouck arbeitet seit 2014 für die Benelux-Sparte; seit September 2016 hat er das Unternehmen geleitet. 

Matthias Thurner, 48, ebenfalls Prevero-Mitbegründer und bislang CTO, hat die Rolle des Chief Product Officer übernommen. In seiner neuen Position verantwortet er die Entwicklung der kompletten Produktportfolios bis zu deren Marktreife. Sascha Alber, 40, übernimmt mit sofortiger Wirkung von Matthias Thurner die Rolle des CTO und des Leiters des Corporate Performance Management (CPM) Center of Excellence. Alber kam im August 2016 als Product Manager zu Prevero; im November desselben Jahres wurde er zum Leiter Product Management befördert.

Bildquelle: Unit4 Prevero

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Leute
news-21845 Wed, 23 Jan 2019 15:54:08 +0100 Steinmeier: Niemand soll abgehängt werden http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/steinmeier-niemand-soll-abgehaengt-werden-21845/ Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte auf der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin, dass der Breitbandausbau auch auf dem Land zügig vorangehen müsse. Zu gleichwertigen Lebensverhältnissen gehöre heute schnelles Internet, wo immer Menschen leben und arbeiten. „Niemand käme bei zu wenigen Menschen in einem Dorf auf die Idee, Elektrizität oder Wasser abzustellen.” Auch Wirtschaft, Landkreise, Kommunen und Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) forderten eine wirklich flächendeckende Versorgung mit dem schnellen Mobilfunkstandard 5G. Steinmeier nannte die im Frühjahr anstehende 5G-Lizenzvergabe eine entscheidende Weichenstellung. Dabei sei darauf zu achten, dass der ländliche Raum nicht noch weiter von technischen Entwicklungen abgehängt werde. Über ungenügende Abdeckung beim Handynetz werde schon viel zu lange lamentiert.

Klöckner nannte es verwirrend, beim 5G-Ausbau nur die Versorgung von Haushalten in den Blick zu nehmen. Benötigt werde dies auch in der Fläche, etwa für genaueres Düngen mit digitaler Technik. Netzbetreiber sollten Wettbewerbsstreitigkeiten nicht auf dem Rücken der ländlichen Bevölkerung austragen, sagte sie. Umstritten ist unter anderem die Forderung, dass Unternehmen Netze in dünn besiedelten Regionen auch für Konkurrenten öffnen sollen. Die Branche warnt, dies führe zu weniger Netzausbau, weil er sich so für die Betreiber nicht lohne. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer forderte „starkes Internet” bis zu jeder Werkbank. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, mahnte auch für die Fachkräfte-Gewinnung attraktive Lebensbedingungen an. Viele Weltmarktführer hätten ihren Sitz in ländlichen Gebieten.

Dableibevorsorge statt Daseinsvorsorge

Der Bundespräsident betonte, nur dort, wo Menschen Arbeit finden und für ihre Familie sorgen könnten, habe das Leben auf dem Land eine Chance gegen den demografischen Wandel. Aufgabe der Politik sei es, konkrete Probleme vor Ort etwa bei der medizinischen Versorgung oder Verkehrsanbindungen zu lösen. „Damit sich niemand abgehängt fühlt, darf unser Land schlicht und einfach niemanden abhängen.” Für den Staat dürfe ehrenamtliches Engagement keine Entschuldigung sein, sich schleichend zu verabschieden. „Gute Infrastruktur ist mehr als Daseinsvorsorge. Sie ist Dableibevorsorge.”

Steinmeier rief dazu auf, neben Sorgen auch die Chancen auf dem Land stärker in den Blick zu nehmen. „Es ist höchste Zeit, die Wahrnehmung in manchen Köpfen geradezurücken: Die Landbewohner sind keine abgehängte Minderheit.” Es gebe viele kreative Köpfe und Initiativen. Aber nicht jeder Unterschied zwischen Stadt und Land werde sich einebnen lassen. Steinmeier hatte im vergangenen Jahr einige ländliche Regionen besucht. 57 Prozent der Menschen in Deutschland leben laut Bundesagrarministerium außerhalb der größeren Städte.

dpa/pf

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news-21847 Wed, 23 Jan 2019 15:51:15 +0100 Die LKW von morgen sind bereit http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/die-lkw-von-morgen-sind-bereit-21847/ Wenn es nach den Logistik- und Speditionsunternehmen geht, könnte der fahrerlose, vernetzte Lkw auf Deutschlands Straßen bald Realität werden. Soll diese neue Technologie im Güterverkehr Einzug halten, ist es allerdings dringend notwendig, hierfür die Weichen zu stellen – das heißt, die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie mögliche Infrastrukturinvestitionen in die Wege zu leiten. Dies zeigen Ergebnisse des Projektes Atlas (Automatisiertes und vernetztes Fahren in der Logistik – Chancen für mehr Wertschöpfung) der TU Hamburg und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Transportunternehmen favorisieren fahrerlose Lkw

„Wir müssen die Nutzerperspektive unbedingt verstärkt in die Technologieentwicklung mit einbinden", sagt Dr. Stephan Müller vom DLR-Institut für Verkehrsforschung. „Im Moment besteht noch eine Diskrepanz zwischen der Vision der Nutzer und den Fahrzeugen, die von den Entwicklern auf den Teststrecken demonstriert werden. In letzter Zeit sehen wir aber, wie sich führende Entwickler zunehmend den Herausforderungen von hochautomatisierten Lkw stellen. Dass dies in der Tat der nutzerorientierte Weg ist, zeigen auch unsere Forschungen."

Im Projekt befragten die Wissenschaftler Führungskräfte von Logistikunternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die künftigen Nutzer von automatisierten Lkw kein teilautomatisiertes Fahrzeug wollen, bei dem das Führerhaus als „mobiles Büro" fungiert und der Fahrer während der Fahrt noch Aufgaben, beispielsweise administrativer Art, ausführen kann. Dagegen sprechen der akute Fahrermangel bei den Logistik- und Speditionsunternehmen, die verhältnismäßig hohen und ansteigenden Kosten für die Fahraufgabe und der Bedarf an effizienten Prozessen in einer ohnehin bereits hochautomatisierten Logistikwelt. Vielmehr benötigen die Unternehmen ein vollautomatisiertes Transportmittel ohne Fahrer.

 

Platoons könnten Lastspitzen abfangen

Damit verändert sich auch die Bedeutung des sogenannten "Platooning" der Lkw. Platooning bedeutet, dass mehrere Fahrzeuge mit jeweils einem Fahrer im Fahrzeug in sehr geringen Abständen von etwa zehn Metern hintereinander fahren. Damit wird Treibstoff gespart und der Fahrer wird entlastet. Für die Logistikunternehmen würde sich dieses Szenario jedoch nur dann lohnen, wenn tatsächlich nur ein Fahrer den kompletten Zug steuert. Diese Transportmöglichkeit ist allerdings nur dann interessant, wenn es darum geht, Lastspitzen abzufangen. Neben dieser betriebswirtschaftlichen Perspektive der Logistiker gibt es ein weiteres gewichtiges Argument gegen ein großflächiges Platooning: "Die Produktionsprozesse der Kunden von Logistikunternehmen sind heute auf die Lkw-Größe abgestimmt. Es nützt wenig, wenn auf einmal vier oder sechs Lkw gleichzeitig an der Rampe auf dem Industriehof stehen. Das überfordert die vorgehaltenen Lagerkapazitäten und den Produktionsprozess", berichtet Stephan Müller aus den Interviews mit den Unternehmen.   

 

Autobahnen als rentables Einsatzgebiet für automatisierten Güterverkehr

Als Einsatzgebiete für vollautomatisierte, vernetzte Lkw sehen die Wissenschaftler die Autobahnstrecken im sogenannten Systemverkehr zwischen Depots und Logistikzentren oder deren Autobahn-Zufahrtsstrecke. Hier ist der Transport in hohem Maße standardisiert und bietet sich deswegen für die Einführung der neuen Technologie an: Die Waren werden täglich zwischen den Depots und Lagern transportiert und gelangen typischerweise innerhalb von 24 Stunden vom Versender zum Empfänger. Die Lohnkosten für die Fahrer machen dabei etwa 30 bis 40 Prozent der Transportkosten aus. Während im Systemverkehr mit Serviceleistungen durch den Fahrer beim Kunden kaum Geld verdient werden kann, sind diese auf der ersten und der letzten Meile sehr lukrativ für Logistikunternehmen. Deshalb und weil die Fahrten dort weniger standardisiert ablaufen, haben automatisierte und vernetzte Lkw auf diesen Strecken mittelfristig geringe Durchsetzungschancen. 

 

Zukunftsszenarien für den Einsatz von fahrerlosen Lkw

Das Projektteam ist noch einen Schritt weiter gegangen: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich auch mit der Frage beschäftigt, wie verschiedene Szenarien aussehen können, bei denen vollautomatisierte Lkw auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. In einem ersten Szenario wurde unterstellt, dass nur auf Autobahnen automatisch gefahren werden darf. Für den Anfahrtsweg vom Depot zur Autobahn würden immer noch bemannte Lkw eingesetzt. Damit sind spezielle Flächen an der Autobahn nötig, auf denen die Fahrer die Fahrzeuge abstellen. Von dort startet dann die automatische Fahrt auf der Autobahn. Um diese Flächen zu bauen, sind entsprechende Infrastruktur-Investitionen notwendig. Gleichzeitig würden jedoch Lkw-Parkflächen entlang der Autobahn wegen der wegfallenden Lenkzeitenregelung nicht mehr benötigt und könnten nachfragegerecht zurückgebaut werden.

Im zweiten Szenario werden die fahrerlosen Fahrzeuge auch auf der Anfahrtsstrecke zwischen Depot und Autobahn eingesetzt. Spezielle Umschlagflächen sind hier nicht mehr notwendig. Im Hinblick auf die Bedürfnisse der Nutzer sieht Stephan Müller dringenden Handlungsbedarf: "Wenn wir den Aufwand für die Infrastrukturinvestitionen vermeiden möchten, müssen wir deutlich anders denken. Wir müssen uns fragen, wo außer auf der Autobahn können fahrerlose Fahrzeuge noch unterwegs sein. Außerdem müssen die Rahmenbedingungen zum fahrerlosen Fahren geklärt werden." Wer darf ein solches Fahrzeug beispielsweise für eine Kontrolle anhalten? Wer hat Zugriff auf die Daten? Oder wie werden die Daten geschützt? Dies sind für Müller wichtige Fragen, wenn automatisiertes und vernetztes Fahren Realität werden soll. Es sei wichtig, dass für die Branche klare Rahmenbedingungen geschaffen werden.

 

Das Forschungsprojekt Atlas

Im Projekt Atlasuntersuchen Wissenschaftler der TU Hamburg und des DLR, wo Unternehmen, die im Güterverkehr aktiv sind, Chancen für mehr Wertschöpfung durch Digitalisierung und Automatisierung sehen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert, ist im November 2017 gestartet und endet im Juni 2019. In einem ersten Schritt haben die Forscher verschiedene Akteure in der Logistikbranche befragt. Dabei wurden sie vom Logistiknetz Berlin Brandenburg e.V. unterstützt. Die Wissenschaftler untersuchten, welches Level der Automatisierung von den Nutzern favorisiert wird, welche Triebkräfte oder Hürden sie für den Einsatz von automatisierten Technologien im Güterverkehr sehen und welche Eckpfeiler und Rahmenbedingungen relevant sind. Darüber hinaus werden im Projekt auch die Wirkungen von verschiedenen Szenarien des automatisierten und vernetzten Fahrens untersucht und entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Bild: Thinkstock/iStock

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Mobile Business Logistik
news-21842 Wed, 23 Jan 2019 15:38:27 +0100 Sicherheit für alle Endgeräte http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/sicherheit-fuer-alle-endgeraete-21842/ Für Unternehmenskunden möchten die Deutsche Telekom und das Cyber-Security-Unternehmen Symantec eine einheitliche Sicherheitslösung für heterogene Endgeräte und Windows-Server zur Verfügung stellen. Dank der Zusammenarbeit ist die Deutsche Telekom in der Lage, ihren kleinen und mittelständischen Kunden in Deutschland mit Symantec Endpoint Protection Cloud (SEP Cloud) einen erweiterten Endgeräteschutz für alle stationären und mobilen Gerätetypen mit Windows, MacOS, iOS- und Android-Betriebssystemen bereitzustellen. Die Lösung soll über das Cloud-Portal des Telekommunikationsdienstleisters verfügbar sein. Kunden seien dank der Lösung in der Lage, der sich schnell verändernden Bedrohungslandschaft mit einer einheitlichen, intelligenten Sicherheitsinfrastruktur entgegenzuwirken. Dies gelte auch für noch unbekannte Angriffsmuster. Die Lösung sei darüber hinaus für kleinere Unternehmen erschwinglich, einfach zu verwalten und zu nutzen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Generell bieten Unternehmen Cyberkriminellen eine größere Angriffsfläche und sehen sich immer ausgefeilteren Attacken gegenüber. Gleichzeitig müssen sie immer anspruchsvollere regulatorische Kontrollen beachten. Die heutigen Angriffe sollen vielschichtig, mehrstufig und das Endgerät eine der kritischen Schwachstellen sein. Es fehle an integrierten Technologien, um mit neuen alltäglichen Schadprogrammen Schritt zu halten. Das Endgerät sei in vielen Unternehmen die erste und letzte Verteidigungslinie. Doch durch den weiteren Ausbau der Symantec-Anwendungen als Teil des Deutsche-Telekom-Sicherheitsport-folios sollen Geschäftskunden des Anbieters nun eine recht umfangreiche Sicherheitsplattform nutzen können.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Mobile Business Startseite it-zoom Sicherheit
news-21841 Wed, 23 Jan 2019 15:19:51 +0100 Gesteigerte Datenqualität http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/gesteigerte-datenqualitaet-21841/ Der Großhändler Keller & Kalmbach integriert die Verwaltung von Produkt-, Kunden- und Lieferantendaten auf einer zentralen Plattform. Die im Jahr 1878 gegründete Firma Keller & Kalmbach hat sich von einem Großhändler für Schrauben und Zubehör zu einem der weltweit führenden Anbieter entwickelt, der heute über 100.000 Verbindungs- und Befestigungselemente sowie mehr als 900.000 Industriebedarfsartikel im Programm hat. Das kontinuierlich expandierende Unternehmen, das mittlerweile über zahlreiche Niederlassungen im In- und Ausland verfügt und mehr als 20.000 Kunden beliefert, hatte erkannt, dass die bislang genutzte ERP-Lösung das fortlaufende Wachstum alleine nicht mehr auffangen konnte.

„Unsere Produkte sind von entscheidender Bedeutung für zahlreiche Branchen in der gesamten Region, wie Produktion, Schienenverkehr, Automotive und Handel“, erläutert Rudolf Karl, Geschäftsführer von Keller & Kalmbach. „Um diese wachstumsstarken Branchen auch weiterhin unterstützen zu können und dabei auch unser eigenes Wachstum abzusichern, benötigten wir eine neue Lösung, die nicht nur bei den Produktdaten unsere steigenden Anforderungen abdecken konnte, sondern auch bei Kunden- und Lieferantendaten.” Der Großhändler entschied sich in der Folge für eine cloudbasierte Multidomain-Stammdatenlösung von Stibo Systems.

Auch die nötigen Upgrades für die sich verändernden Anforderungen von Keller & Kalmbach waren immer kostspieliger und zeitaufwändiger geworden, da bei jeder Anpasssung weitere Entwicklungsarbeiten anfielen. Nicht zuletzt deshalb beschloss das Unternehmen, das neue System über eine Cloud-Plattform zu nutzen, da so die Implementierungskosten sinken und sich Upgrades schneller und flexibler durchführen lassen.

Bildquelle: Keller & Kalmbach

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom ERP
news-21840 Wed, 23 Jan 2019 14:58:36 +0100 Vermessung per Drohne http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/vermessung-per-drohne-21840/ Zur Vermessung aus der Luft nutzt das Bauunternehmen Strabag die neue Drohne Phantom 4 RTK. Sie soll zentimetergenaue Positionierungsdaten liefern sowie eine präzise Navigation und ein leistungsstarkes Kamerasystem besitzen. Dank der neuen Drohne können durch effizientere Einsätze Vermessungen generell kostengünstiger durchgeführt werden, heißt es seitens des Herstellers DJI. Die Phantom 4 RTK wurde spezifisch für die Bedürfnisse jener Anwender entwickelt, die sich bereits auf Drohnen für Vermessungstechnik, Kartierung und Inspektionen verlassen würden. Man habe die Rückmeldungen aus dem Markt der Drohnenkartierung und -vermessung in die Entwicklung einbezogen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Um die Vorteile der Positionierungsmodule der Drohne vollständig nutzen zu können, gleiche das neue Timesync-System die Daten des Flugreglers, der Kamera, welche mit einem 20-MP-Cmos-Sensor ausgestattet ist, und des RTK-Moduls kontinuierlich untereinander ab. Darüber hinaus sorge Timesync dafür, dass die werkskalibrierten Objektivparameter der Phantom 4 RTK zusammen mit Lage, Flughöhe und zusätzlichen Daten in jedem Foto gespeichert werden. Dadurch sollen die Positionsdaten genau mit der Mitte des Cmos-Sensors übereinstimmen und bei der Optimierung der Ergebnisse photogramme-trischer Methoden helfen.

Steuerung per App

Gesteuert wird die Drohne per GS-RTK-App. Sie bietet – zusätzlich zu den traditionellen Flugmodi – zwei neue Planungsmodi: Photogrammmetrie und Wegpunkte. Die Planungsmodi erlauben automatisierte Arbeitsabläufe, indem Piloten die Flugroute der Drohne festlegen, während Parameter wie Überlappungsrate, Flughöhe, Fluggeschwindigkeit und Kameraeinstellungen einfach eingestellt werden können. Geplante Flüge sollen leicht wiederholbar sein und Teams Daten über verschiedene Zeiträume sammeln lassen, um mögliche Veränderungen zu erfassen.

Blick in die Praxis

Beim für Infrastrukturprojekte bekannten Bauunternehmen Strabag SE wurden Drohnen bereits seit 2010 für mehrere Kartierungsprojekte eingesetzt und die Vorteile von Luftbilddaten für 3D-Modelle, Kostenreduzierung und Betriebseffizienz ausgewertet. Aktuell vertraut Strabag auf das neueste Werkzeug: die Phantom 4 RTK.

„Die Nutzung von Drohnen zur kartographischen Erfassung im Bauwesen hat viele Vorteile. Ihre Nutzung ändert Arbeitsabläufe und vereinfacht viele Arbeitsschritte“, so Dr. Thomas Groeninger, Head of Business Unit Digital Object Survey and UAV bei Strabag SE. „Konventionelle Vermessungsmethoden bieten ebenfalls 3D-Modelle an, aber digitale Geländemodelle von Drohnen bieten eine höhere Punktdichte.“ Die Realität werde daher viel detaillierter dargestellt, versichert er. 

Bildquelle: DJI

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Mobile Business Startseite it-zoom
news-21839 Wed, 23 Jan 2019 14:38:33 +0100 Digitalisierung: IT-Branche ist Vorreiter http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitalisierung-it-branche-ist-vorreiter-21839/ Die IT-Branche ist Vorreiter in puncto Digitalisierung. Das ergab eine neue Studie zum Digitalisierungsgrad mittelständischer Unternehmen. Rund 60 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich laut der Studie der Step Ahead AG gut oder eher gut für die Digitalisierung aufgestellt. Über eine klar definierte Digitalisierungsstrategie verfügen allerdings nur 18 Prozent der Unternehmen. Rund die Hälfte der befragten Mittelständler erfassen ihre Kundenkorrespondenz vollständig oder zumindest zu gewissen Teilen digital, und bei knapp 60 Prozent erhalten die Kunden Informationen und Belege (Rechnungen, Lieferscheine etc.) zu den Produkten auch in digitaler Form. Allerdings gibt es branchenübergreifend noch Luft nach oben. So haben über 40 Prozent der Unternehmen kein festes jährliches Budget für die Digitalisierung eingeplant.

Was das Outsourcing des IT-Betriebs betrifft, gibt es deutliches Optimierungspotential. Bislang hat nur etwa jedes zehnte Unternehmen seine IT vollständig ausgelagert. „Damit zeigt sich, dass IT-Fachkräfte in den Unternehmen noch viel Zeit mit Administration und Aufrechterhaltung des IT-Betriebs verbringen“, sagt Wolfgang Reichenbach, Vorstand der Step Ahead AG. Heute käme es aber darauf an, strategisch zu denken und die IT als Wettbewerbsfaktor in der digitalen Transformation von Unternehmen zu sehen. Aufholbedarf gibt es auch bei der Nutzung einer mobilen ERP-Lösung zur Erfassung von Zeit und Spesen für Außendienstmitarbeiter. Nur etwa ein Viertel der befragten Mittelständler stellen ihren Mitarbeitern eine vollständig mobile Lösung zur Verfügung – bei der IT-Branche sind es immerhin 38 Prozent.

Weiterbildung notwendig

Auch im Handlungsfeld „Firmenkultur und Mitarbeiter” sind IT-Unternehmen schon weiter als die Mittelständler der anderen Branchen. 84 Prozent geben an, dass ihre Mitarbeiter gut bzw. eher gut für ihre Digitalisierungsstrategie qualifiziert sind und gezielt dafür weitergebildet werden. Dagegen sind es beim Technischen Handel / Maschinenhandel knapp die Hälfte (47 Prozent) und in der Fertigungsbranche nur ein Drittel.

„Unsere Studie zeigt, dass die Unternehmen branchenübergreifend bei Weitem noch nicht die vollen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen“, erklärt Reichenbach. „Digitalisierung ist heute nicht mehr nur ein reines IT-Thema. Die digitale Transformation betrifft die gesamte Kundeninteraktion, jeden Unternehmensprozess, jeden Mitarbeiter und jedes Geschäftsmodell“, sagt Reichenbach weiter. Die Befragung wird derzeit fortgeführt, um Ende dieses Jahres weitere Schlussfolgerungen über die Entwicklung des Digitalisierungsgrads im Mittelstand zu treffen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Studien
news-21838 Wed, 23 Jan 2019 12:25:27 +0100 Bestehende Geschäftsmodelle werden wichtiger http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/bestehende-geschaeftsmodelle-werden-wichtiger-21838/ „Big Data“, „Internet of Things“ und Künstliche Intelligenz/Machine Learning sind die Top 3 unter den Projekten zur Digitalisierung bei den Mitgliedern der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG). In diesen Bereichen haben SAP-Anwender Projekte geplant oder bereits begonnen. Das hat der DSAG-Investitionsreport 2019 ergeben, für den im Dezember und Januar knapp 250 CIOs aus Anwenderunternehmen befragt wurden. Unternehmen sind in der Einschätzung des eigenen Fortschritts bei der digitalen Transformation skeptischer geworden. Aktuell bewerten 62 Prozent der DSAG-Anwenderunternehmen den Status bei der digitalen Transformation mit „nicht weit“. Im Vergleich zum Investitionsreport 2018 stellt dies eine Verschlechterung um 10 Prozent dar. Und nur noch zwei statt fünf Prozent sehen ihr Unternehmen sehr weit fortgeschritten bei der Digitalisierung. Eine Erklärung kann sein, dass Unternehmen heute eine realistischere Einschätzung abgeben können, welche Projekte sie in diesem Zusammenhang zu stemmen haben und wie komplex diese sind.

Technische Hürden kosten viel Schweiß

Dass die Digitalisierungsbestrebungen in ihren Unternehmen skeptischer gesehen werden als noch vor einem Jahr, hat Marco Lenck überrascht. Der Vorstandsvorsitzende der DSAG sieht dafür vier mögliche Ursachen: Erstens Defizite in den SAP-Angeboten, zweitens technische und/oder organisatorische Probleme bei den Anwenderunternehmen und drittens auch den vom Bitkom gebetsmühlenartig beklagten Fachkräftemangel. Viertens sei nach einer ersten Euphorie Realismus eingekehrt. „Es gibt zwar erste Erfolge“, so Lenck. „Diese Erfolge haben aber durchaus auch viel Schweiß gekostet.“

„Die Themen lassen sich heute besser greifen und damit auch, welche organisatorischen oder technischen Brocken bei den Digitalisierungsvorhaben noch vor den Unternehmen liegen“, konstatiert Lenck. „Als DSAG wollen wir hier weitreichende Hilfestellungen geben in Form von Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch. Wir wollen aber auch auf SAP Einfluss nehmen, damit geeignete Lösungen geschaffen werden.“ Ein weiteres Hemmnis könne die Unsicherheit bezüglich anfallender Kosten im Rahmen von Digitalisierungsvorhaben sein. „Wir brauchen ein atmendes, in beide Richtungen skalierbares Lizenzmodell, das sich am Business-Nutzen orientiert“, wiederholt Lenck die DSAG-Forderung in Richtung SAP. Die Lizenzpolitik der SAP steht seit Jahren in der Kritik; der Anwenderverein Voice hat erst jüngst sogar das Kartellamt eingeschaltet.

IT-Investitionen weiter auf hohem Niveau

SAP als Marktführer lockt zwar auch sehr viele IT-Experten an, die in diesem Umfeld ihre Karriere planen – und es gibt durchaus zahlreiche kompetente Systemhäuser und Berater, die bei Digitalisierungsprojekten unterstützen können. Nichtsdestotrotz beklagt Lenck auch hier einen Fachkräftemangel, denn viele „Alte Hasen“ hätten nicht das nötige Know-how in den gefragten Disziplinen wie „Big Data“, IoT oder KI. „Wir brauchen Experten, die sich im SAP-System ebenso gut auskennen wie in der neuen Welt“, sagt Lenck. „Diese Experten sind rar – und um diese wenigen Experten kämpfen die Anwender mit den Dienstleistern.“ Und auch die SAP selbst ist auf der Suche nach diesen Spezialisten. Daher sei die Situation für die SAP-Anwender nicht besser als für Kunden mittelständischer Softwarehäuser, für deren Produkte es naturgemäß viel weniger Experten gibt.

DSAG-Mitgliedsunternehmen investieren nach wie vor allgemein in die IT. Bei 40 Prozent der Befragten steigt das Budget um rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei rund der Hälfte bleiben die Budgets gleich. Die Investitionen differenzieren sich nicht nach Branchen. Handel, Dienstleistungen und produzierendes Gewerbe verhalten sich ähnlich.

Budgets wandern in die Fachabteilung

SAP-Investitionen steigen in 42 Prozent der Unternehmen 2019 überproportional um 27 Prozent. Die Steigerungsrate fällt jedoch um zehn Prozent geringer aus als 2018 (37 Prozent). Neu abgefragt wurde in diesem Jahr, ob das Budget für Software-gestützte Geschäftsprozesse von der Fachabteilung bereitgestellt und verantwortet wird.

In 28 Prozent der Fälle hat die Fachabteilung hier das Sagen. Das zeigt, dass durch die Digitalisierung die Verantwortung und auch das Know-how für die Abbildung von Geschäftsprozessen in die Fachabteilungen wandert und damit auch das Budget. In 41 Prozent der Unternehmen liegen die IT-Budgets weiterhin bei der IT. Sie folgen damit der klassischen Aufgabenteilung.

In fast der Hälfte der Unternehmen stehen Projekte im Bereich Big Data und Internet of Things auf der To-do-Liste bzw. sind bereits angestoßen. Ein Drittel der Befragten kümmert sich um Künstliche Intelligenz/Machine Learning. An vierter Stelle steht „Robotic Process Automation“. Mehrfachnennungen waren hier möglich. Aber nicht alle sind bei den aktuellen Trend-Themen dabei. Fast ein Fünftel der Unternehmen investiert nicht in diese Themen bzw. hat keine Projekte geplant.

Investitionen in SAP-Produkte: ERP und Cloud

Bezüglich der Relevanz von SAP-Produkten lautet ein Ergebnis: Die Business Suite ist in vielen Unternehmen bereits ausgereift. Hauptinvestitionen in die ERP-Lösung nehmen daher das dritte Jahr in Folge und auch deutlich ab (2017: 33 Prozent, 2018: 29 Prozent, 2019: 10 Prozent). Die Investitionen in S/4 Hana steigen aber nicht in gleichem Maße. Sie verharren auf 14 Prozent.

Die Business Suite auf S/4 Hana umzustellen ist für eine Vielzahl der befragten Unternehmen geplant. Nur die Umsetzung verläuft aktuell nicht so schnell wie erwartet und abgeschlossene Projekte sind noch nicht in großer Anzahl verfügbar.

Teilweise wandern die frei gewordenen Budgets in Cloud-Lösungen. 16 Prozent der Unternehmen planen mittlere und hohe Investitionen in Success Factors. Dieser Wert liegt auf Vorjahresniveau. Die geplanten Investitionen in die SAP Analytics Cloud sind mit einem Plus von 6 Prozentpunkten deutlich auf 9 Prozent gewachsen. Die SAP Cloud Platform verdoppelt sich bei den mittleren Investitionen auf 8 Prozent. Das neue Produkt C/4 Hana, worunter sich Lösungen wie Hybris zu verstehen sind, ist 12 Prozent der Unternehmen mittlere und hohe Investitionen wert. Darüber hinaus investieren DSAG-Mitglieder in Projekte zu den genannten Schwerpunkten Big Data, Internet of Things, Künstliche Intelligenz/Machine Learning und Robotic Process Automation.

S/4 Hana: Planung ja, Durchbruch nein

Wie jedes Jahr wurden die Mitglieder zur Umstellung der Business Suite auf S/4 Hana befragt. An den Zahlen lässt sich ablesen, dass die Unternehmen weitreichende Pläne in dieser Hinsicht haben. 5 Prozent wollen in diesem Jahr noch umstellen. 39 Prozent in den kommenden drei Jahren (+6 Prozentpunkte). Weitere 30 Prozent nach diesem Zeitraum (+10 Prozentpunkte).

„Bis auf ein Viertel haben die Firmen eine klare Entscheidung für die Umstellung getroffen“, deutet Marco Lenck die Ergebnisse. „Trotzdem stockt die Rate derer, die Projekte realisiert haben. Diese bleibt bei 3 Prozent“. Das könnte daran liegen, dass Firmen aktuell Projekte initiieren, die länger dauern, oder auf Brownfield-Implementierungen setzen, bei denen der Komplettumzug von einem System ins andere komplex ist. Oft wurde aber auch der Aufwand zunächst falsch eingeschätzt.

In Zusammenhang mit Digitalisierungsinvestitionen differenzieren DSAG-Mitglieder weiterhin zwischen bestehenden und neuen Geschäftsmodellen. Der Fokus auf bestehende Geschäftsprozesse ist dabei erneut gestiegen (+5 Prozentpunkte) und erreicht damit 90 Prozent. „Viele Unternehmen beschäftigen sich mit dem ERP und das bedeutet, sie betrachten bestehende Geschäftsprozesse. Das erklärt die hohe Anzahl an geplanten S/4-Hana-Projekten, wird S/4 Hana doch oftmals mit Digitalisierung gleichgesetzt“, erklärt Marco Lenck. Investitionen in neue Geschäftsmodelle schätzen über zwei Drittel der Befragten als wichtig ein. Damit steigt ihre Relevanz um zwei Prozentpunkte.

Auch wenn die Bedeutung von S/4 Hana weiter zunimmt, hat Business Suite nach wie vor Bestand. „SAP-Kunden, die mit der Umstellungsgeschwindigkeit nicht mithalten können, dürfen nicht abgehängt werden, etwa durch eine deutliche funktionale Ausdünnung der Business Suite“, fordert Marco Lenck. „Es wird noch eine lange Übergangszeit geben, in der beide Lösungen zum Einsatz kommen.“ Lenck sieht einen Bedarf für den Support der Business Suite auch über das Jahr 2025 hinaus,

Bildquelle: DSAG

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-21837 Wed, 23 Jan 2019 12:14:06 +0100 Machine Learning steht noch am Anfang http://www.it-zoom.de/it-director/e/machine-learning-steht-noch-am-anfang-21837/ Obwohl es immer mehr Projekte mit Machine Learning gibt, stehen die Unternehmen noch ganz am Anfang. Nur ein Drittel kann bereits Rendite nachweisen. Das Thema Künstliche Intelligenz trägt Züge eines großen Hypes. Praktisch jeden Tag erscheinen Nachrichten zu KI in den Medien. Ein kurzer Blick auf Google News zeigt, dass häufig nur wenige Aspekte behandelt werden. Im Vordergrund stehen Angriffe auf autonome Fahrzeuge oder die Angst vor drohender Massenarbeitslosigkeit. Ein Teil der Diskussion dreht sich um Eigenschaften von KI, die es im Moment nicht gibt und die vielleicht niemals Wirklichkeit werden, etwa KI-Systeme mit Bewusstsein.

Die im Moment verfügbaren Anwendungen mit künstlicher Intelligenz sind eingeschränkt: „Die Bezeichnung ist irreführend, denn KI ist ein Werkzeug zur Optimierung auf der Basis von Daten und unterstützt Unternehmen bei smarten Entscheidungen innerhalb einer einzigen Domäne,“ betonte der chinesische KI-Experte Kai Fu Lee auf der Münchner DLD-Konferenz. Eine allgemeine künstliche Intelligenz, die mit dem Bewusstsein des Menschen vergleichbar ist, liegt für ihn noch in weiter Zukunft.

„Dafür sind noch eine Vielzahl an Durchbrüchen notwendig,“ sagte Lee. „In den ganzen 63 Jahren KI-Geschichte gab es bislang nur einen großen Durchbruch, nämlich vor zehn Jahren die Erfindung von Deep Learning.“ Erst der Einsatz von Neuronetzen und parallel dazu die wachsende Rechenleistung von Computerchips ermöglichten diesen Fortschritt, der sich nicht nur auf den Einsatz von Neuronetzen erstreckt. Das Verfahren wird in Publikationen zusammen mit anderen Methoden unter dem Oberbegriff Machine Learning (ML) geführt. Auf Deutsch wird diese Technologie meist als maschinelles Lernen bezeichnet und an hiesigen Universitäten schon seit einiger Zeit erforscht.

Machine Learning hat Firmen erreicht

Doch bis vor wenigen Jahren waren praktische Anwendungen mit wirtschaftlicher Bedeutung selten. Das hat sich inzwischen geändert, die Methodik ist in den Unternehmen angekommen. Die Studie “Machine Learning in deutschen Unternehmen” von Crisp Research ist eine Fortsetzung der Studie aus dem vergangenen Jahr. 2018 waren nur noch 19 Prozent der befragten Unternehmen ML-Verweigerer, eine Halbierung gegenüber 2018.

Ein großer Teil der Unternehmen (37%) befasst sich inzwischen sogar schon mit dem gezielten Einsatz von ML-Verfahren in Produkten und Services. Das entspricht einem Wachstum von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Studienautoren interpretieren die Zahlen als ein deutliches Zeichen, dass Machine Learning in den Unternehmen angekommen ist. Ein weiterer Schluss aus der Entwicklung: ML-Werkzeuge haben einen ausreichenden Reifegrad erreicht, um produktiv in der Wirtschaft eingesetzt zu werden.

Die Unternehmen stoßen allerdings – wie in einigen anderen Bereichen der Informationstechnologie – auf ein Hindernis: Es gibt nicht ausreichend Experten, die ML-Know-how und im besten Falle auch noch einschlägige Erfahrung besitzen. Mehr als ein Drittel (35%) der Unternehmen sieht dies als größte Herausforderung beim Einsatz von Machine Learning. Da es sich in aller Regel um eher experimentelle Entwicklungsprojekte handelt, setzen die meisten Unternehmen auf interne Teams: 57 Prozent konzentrieren sich zunächst auf den Aufbau der eigenen ML-Expertise.

Unternehmen sind optimistisch

Dabei müssen die Unternehmen auf jeden Fall mittelfristig neues Personal einstellen, soweit der Arbeitsmarkt und die Universitäten die entsprechenden Experten ergeben. Sie sollten dabei darauf achten, die richtigen Experten einzustellen. Cassie Kozyrkov, eine Spezialistin bei Google, unterscheidet zwischen ML-Forschung und angewandten Machine Learning. Experten im ersten Bereich setzen die unterschiedlichen Verfahren für Machine Learning in Software um, entsprechen also einem Anwendungsentwickler. Experten im zweiten Bereich dagegen nutzen die ML-Software, um bestimmte Aufgaben auszuführen, entsprechen also einem Anwender. Im Falle von ML ist allerdings spezielles Wissen dafür notwendig, beispielsweise im Bereich Data Science.

Kozyrkov betont, dass Unternehmen in den meisten Fällen und zu Anfang eines ML-Projekts lediglich Experten der zweiten Sorte benötigen. Inzwischen sind zahlreiche unterschiedliche, zum Teil kostenlose Open-Source-Frameworks auf dem Markt, so dass es kaum Bedarf für Eigenentwicklungen gibt. Mehr noch: In vielen Fällen ist es für die Unternehmen nicht einmal notwendig, die Frameworks selbst zu betreiben. Häufig reicht bereits der Einsatz von „Machine Learning as a Service“, das inzwischen alle größeren Cloudservices anbieten.

Das Marketing der Anbieter sorgt dafür, dass noch weitaus mehr Unternehmen als bisher auf Machine Learning aufmerksam gemacht werden. Obwohl also die Zahl der umgesetzten und geplanten Projekte europaweit steigt, gibt es nur wenige konkrete Angaben zur Rentabilität (ROI) der eingesetzten Systeme. Lediglich ein Drittel der Unternehmen kann hierzu Angaben machen, wie eine Studie des Softwareanbieters Cloudera ermittelt hat. Machine Learning wird von den Unternehmen trotzdem sehr optimistisch beurteilt: 84 Prozent erwarten vom maschinellen Lernen zumindest langfristig Wettbewerbsvorteile.

Bildquelle: Thinkstock 

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Ingo Steinhaus IT-Director Startseite it-zoom IT-Markt
news-21835 Wed, 23 Jan 2019 11:28:02 +0100 Autonome Busse als Shared-Mobility-Alternative http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/autonome-busse-als-shared-mobility-alternative-21835/ Der Sektor „Mobility“ befindet sich in ständigem Wandel. Kürzlich stimmte das Kabinett der von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgeschlagenen Einsetzung der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobility" (NPM) zu. Dabei entwickeln sechs Arbeitsgruppen innovative Lösungen für eine moderne, nachhaltige und bezahlbare Mobility. Um die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der neuen Technologie zu untersuchen, hat der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) in Zusammenarbeit mit dem Marktforscher für die digitale Welt, Dialego, einen repräsentativen Querschnitt der Deutschen zu autonomen Bussen befragt.

Die Studie zeigt: Die Idee eines autonom fahrenden Busses wird generell sehr positiv aufgenommen. 58 Prozent der Deutschen haben bereits Erfahrung mit Shared Mobility und würden unter bestimmten Voraussetzungen einen autonom fahrenden Bus als Transportmittel wählen.

Das Konzept des Mobility-Sharing sieht vor, dass man von jedem beliebigen Ort starten und direkt das gewünschte Ziel erreichen kann. Unterwegs steigen Mitfahrer ein und aus. Der Vorteil: Hinter dem Steuer sitzt kein Busfahrer mehr, stattdessen kommuniziert man per App oder Telefon mit dem „Mehrpersonen-Taxi aus der Zukunft“. Dabei variiert der Buchungskanal abhängig vom Alter der Befragten. Passagiere der Generation 50+ würden einer telefonischen Reservierung den Vorzug vor einer App-Buchung geben.

Generell können sich mehr als zwei Drittel der Teilnehmer vorstellen, einen autonom fahrenden Bus zu besteigen, wenn es keine andere Transportmöglichkeit gibt. 57 Prozent der Befragten würden das Mobilitätskonzept im Falle mangelhafter Parkmöglichkeiten vor Ort nutzen und immerhin noch knapp die Hälfte (49 Prozent) der Studienteilnehmer kann sich vorstellen, den autonomen Bus für Fahrten zu Feiern und Veranstaltungen zu nehmen. Eher abgeschlagen sind feste Termine.

Die Zustimmung zum Konzept des Mobility-Sharing ist groß. Das muss sich nun auch in den Ergebnissen der Politik widerspiegeln.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

 

 

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Mobile Business Car IT / Automotive
news-21836 Wed, 23 Jan 2019 11:16:30 +0100 Google News auf der Kippe http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/google-news-auf-der-kippe-21836/ Eine Managerin von Google hat erneut klar gemacht, dass der Nachrichtendienst des Konzerns bei Umsetzung des Leistungsschutzrechts abgeschaltet werden könnte. Der aktuelle Entwurf für das neue EU-Urheberecht scheint erst einmal vom Tisch zu sein. Der Rat der Europäischen Union hat mit einer klaren Mehrheit gegen die Vorlage gestimmt, die vor allem mit zwei Artikeln polarisierte: der Einführung der sogenannten Upload-Filter und dem Leistungsschutzrecht für Verlage. Letzteres könnte zur Folge haben, dass Suchmaschinen wie Google deutliche Einschränkungen bei der Aggregierung von Nachrichten hinnehmen oder für ausgespielte Überschriften und Teaser eine Lizenzgebühr an die Verlage abdrücken müssten. Dass dieses Modell im Zweifel dazu führen könnte, dass der Dienst einfach abgestellt wird, hatte Google bereits im vergangenen November klar gemacht. Laut Bloomberg bestätigt die Managerin Jennifer Bernal diese Option nun noch einmal deutlich.

Die Folgen für die hiesigen Verlage sind dabei nur schwer abzuschätzen. Eine Studie zu einem ähnlichen Vorgang aus dem Jahr 2014, bei dem der Dienst aufgrund einer neuen Reform in Spanien abgeschaltet wurde, gibt darauf nur bedingt antworten. So soll der Schritt vor allem kleinen Verlegern geschadet haben, die angeblich bis zu 13 Prozent ihres Traffics verloren hätten. In größeren Medienhäusern soll der Schritt dagegen keine größeren Spuren hinterlassen haben. So könnte ein Rückzug von Google etwa dazu führen, dass kleinere Portale wie etwa die der Lokalzeitungen unter dem Schritt leiden. Google generiert nach eigener Angabe keinen Umsatz mit der Nachrichtenrubrik. Das Segment ist im Gegensatz zur der gewöhnliche Suche frei von Anzeigen.

Mit dem Traffic dürfte bei rein über Display-Werbung finanzierten Webseiten auch gleich der Umsatz unter den Folgen des Leistungsschutzrechts leiden. Sebastian Matthes, stellvertretender Chefredakteur des „Handelsblatt”, rechnet gar mit zweistelligen Einbrüchen, wie er auf Twitter zu bedenken gibt. Dass Aussagen wie die von Jennifer Bernal ein Teil der Verhandlungstaktik sein dürften, muss bei alledem natürlich berücksichtigt werden. Nicht wenige halten diese Drohungen für einen Bluff, dessen tatsächliche Umsetzung sich der Konzern gar nicht leisten könne.

Bildquelle: Thinkstock

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Startseite it-zoom Unternehmen Philip Fassing Mobile Business
news-21834 Wed, 23 Jan 2019 10:55:21 +0100 Teure Klamotten und vergoldete Steaks http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/teure-klamotten-und-vergoldete-steaks-21834/ Fußballprofis gelten nicht unbedingt als virtuos im Umgang mit den sozialen Medien – zu dieser Erkenntnis kam auch schon Nationalspieler Thomas Müller. Der Umgang mit den Social-Media-Kanälen ist auch für Spitzenkicker mehr denn je eine Gratwanderung, wie auch der jüngste Wirbel um ein Internet-Video von Müllers Bayern-Kollege Franck Ribéry und dessen vergoldetem Stück Fleisch zeigte. Das Dribbeln zwischen authentischer Fan-Nähe, Einblicken ins Privatleben und kritischen Nutzer-Kommentaren führt nicht selten zum Eigentor.

„Die Gesellschaft legt fest, was man darf und was nicht”, sagt Bayern-Star Müller, dem viele Millionen bei Twitter, Facebook und Instagram folgen. Es werde dort oft gepöbelt und das zum Teil „unter aller Kanone”, berichtet der Münchner Torjäger. Durch die Anonymität sinke die Hemmschwelle. Freiburgs Trainer Christian Streich ist auch deshalb selbst nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs. „Mir ist das zu viel Aggression”, erzählte er gerade dem ZDF.

Fotos oder Videos können schnell zum Shitstorm führen. Fußballer sind privilegiert, werden im deutschen Profi-Sport im Vergleich am besten bezahlt. Bilder vom neuen Auto, teuren Klamotten oder vergoldeten Steaks gefallen nicht jedem. Mancher Spieler wirkt in dieser Situation überfordert oder auch zu selbstbewusst. „Wenn man drei Millionen Follower hat, entsteht ein Machtgefühl”, sagt der Hamburger Digital-Berater Martin Fuchs. Der ehemalige Handballer Stefan Kretzschmar indes prangerte zuletzt an, für Leistungssportler gebe es keine Meinungsfreiheit mehr. Nichts mehr sagen können? Nichts mehr zeigen dürfen?

Klare Leitlinien

Fuchs bezweifelt, dass Fußballclubs keinen Einfluss darauf nehmen, was ihre Spieler in ihren Socia-Media-Kanälen veröffentlichen. „Ich habe eher das Gefühl, dass es seit sehr vielen Jahren klare Leitlinien im Profifußball gibt, was sie dürfen und was nicht und die Vereine sie da an die relativ kurze Leine nehmen.”

Laut Ulf Baranowsky, Geschäftsführer der Fußball-Spielergewerkschaft VDV, gibt es in den Musterarbeitsverträgen der Profis klare Regeln zu öffentlichen Äußerungen der Spieler. Der Umgang mit diesen Regelungen werde in der Praxis aber unterschiedlich gehandhabt. „Aufgrund der Vielfalt an Möglichkeiten, sich über Social Media zu äußern, ist es insbesondere für kleinere Clubs nicht leicht, die Kontrolle darüber zu behalten, was einzelne Spieler dort posten”, sagt Baranowsky jedoch auch. Von der Deutschen Fußball Liga gibt es keine Social-Media-Richtlinien, die an die Vereine weitergegeben werden.

Eine Reihe von Fußball-Bundesligisten gibt wie auch der Deutsche Olympische Sportbund offiziell keine klar umrissenen eigenen Richtlinien aus, was im Internet gepostet werden darf und was nicht. Während das IOC seinen Olympioniken vorschreibt, auf politische Propaganda oder Werbung zu verzichten, behilft sich ein Club wie die TSG Hoffenheim mit einer Empfehlungsliste. Fotos von den neuesten Sportklamotten, die nicht vom Ausrüster kommen, sollten demnach besser nicht veröffentlicht werden.

Betreuung von Beratungsunternehmen

Beim Zweitliga-Spitzenreiter Hamburger SV haben die Profis selbst einen Strafenkatalog erstellt. Falls Spieler wiederholt Bilder aus der Kabine oder dem Mannschaftsbus posten, muss in die Mannschaftskasse eingezahlt werden.

Wer seine Kanäle auf Facebook, Twitter oder Instagram regelmäßig mit neuen Infos, Bildern und Videos bespielen will, hat damit viel Arbeit. Ein Aufwand, den viele Spieler nicht komplett allein übernehmen. „Spitzenspieler werben nicht selten für private Sponsoren und lassen deshalb ihre Social-Media-Kanäle in der Regel von Beratungsunternehmen betreuen. Manche Spieler stellen Inhalte aber auch selbst ein”, sagt Baranowsky. „Der Spieler muss den Account nicht selber pflegen mit Inhalt. Er sollte aber wissen, was auf seinem Kanal passiert”, meint Fuchs. Sonst droht schnell der nächste Shitstorm.

dpa/Marc Niedzolka/pf

 

 

 

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news-21832 Tue, 22 Jan 2019 18:19:44 +0100 Freudenberg verkauft IT-Tochter http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/freudenberg-verkauft-it-tochter-21832/ Die Freudenberg-Gruppe, ein Mischkonzern in Familienbesitz mit über 9,3 Mrd. Euro Jahresumsatz, verkauft ihre IT-Tochter an den kleinen kanadischen IT-Dienstleister Syntax. Hinter Syntax steht die kanadische Investmentgesellschaft Novacap, die mit Freudenberg IT (FIT) einen globalen Expansionskurs einschlagen will. Finanzielle Details zum Verkauf sind nicht bekannt. Bekannt ist, dass die Freudenberg-Gruppe selbst expandieren will und über strategische Übernahmen nachdenkt. Da kommt Kapital nicht ungelegen. Bekannt ist aber auch, dass der im Jahr 1995 durch Ausgründung der internen IT-Abteilung der Freudenberg-Gruppe entstandene SAP-Dienstleister FIT ebenfalls expandieren will und dabei im Cloud-Zeitalter an Grenzen stößt. Daher waren die FIT-Manager schon länger aktiv auf der Suche nach Investoren und entsprechenden Partnern – für einen Verkauf oder Teilverkauf.

Fündig wurde man jetzt in Kanada; die Investmentgesellschaft Novacap kauft über ihre 2016 erworbene kanadische Portfoliogesellschaft Syntax den SAP-Dienstleister FIT, der 2017 mit 850 Beschäftigten 173 Mio. Euro Umsatz erzielte. Novacap wiederum verwaltet ein Vermögen von 2,3 Mrd. Dollar.

Weichen auf Wachstum gestellt

Syntax, 1972 in Montreal gegründet und auch mit der AS/400 und ihren Nachfolgern bestens vertraut, ist wesentlich kleiner und bisher weder in Europa noch im SAP-Umfeld aktiv. Allerdings sind die Kanadier erfahrene Oracle- und IBM-Partner, die jetzt in den SAP-Anwendungsmarkt einsteigen wollen und seine ERP-Expertise rund um JD Edwards und Oracles E-Business Suite nun auch in die europäischen und asiatischen Märkte tragen will. Mit der Übernahme baut Syntax ein SAP-Serviceangebot auf und will zu einem der schlagkräftigsten Multi-ERP- und Multi-Cloud-Anbieter der Branche werden, der seinen Kunden rund um den Globus Ende-zu-Ende-Lösungen aus der Oracle- und der SAP-Welt anbietet. FIT will von den Private-, Hybrid- und Public-Cloud-Fähigkeiten von Syntax profitieren und so das Wachstum beschleunigen.

Der Verkauf wird also nicht als Kapitalbeschaffung für den Konzern positioniert, sondern als Ergebnis der Suche nach einem strategischen Partner, unter dessen Dach FIT seinen Wachstumskurs fortsetzen kann. Im Zusammenspiel von Syntax und FIT entstehe immerhin „ein schlagkräftiger globaler IT-Full-Service Provider mit über 1.000 Beschäftigten“, heißt es in der Pressemitteilung. Mit Syntax bzw. Novacap habe man einen Partner gefunden, der zum Unternehmen passt: Das Portfolio und die regionalen Schwerpunkte ergänzen sich – und die Firmenkulturen passen zueinander.

Für die Kunden in Deutschland, aber auch weltweit, soll sich zunächst einmal nichts ändern. Sie haben weiterhin mit ihren gewohnten Ansprechpartnern zu tun, die Service in wie gewohnt erbringen. Neu sei: Mit Syntax komme mehr Expertise aus einer Hand zusammen, von der jeder FIT-Kunde profitieren könne. Und mit Blick auf neue Kunden könne die neue Organisation mehr leisten als bisher, denn globale Projekte und Aufträge von Großkonzernen seien künftig besser realisierbar.

Globaler Cloud-Service-Provider

Mit der Einbindung der akquirierten FIT legt Novacap in einem ersten Schritt das Fundament für einen technisch führenden und global agierenden Full-Service-Provider Syntax. Weitere Akquisitionen und Investitionen sind geplant. „In diesem neuen Umfeld, klar auf den IT-Markt ausgerichtet, kann sich die FIT besser entwickeln und in den neuen Strukturen wachsen“, meint Dr. Mohsen Sohi, CEO der Freudenberg-Gruppe.

FIT selbst, ein heute schon weltweit aktiver Anbieter von Managed-Services, ist darauf spezialisiert, Unternehmen bei der Optimierung unternehmenskritischer Technologien mit SAP-Anwendungen zu unterstützen. FIT pflegt eine langjährige Partnerschaft zu den Gründervätern von SAP – die Zusammenarbeit von SAP mit der Freudenberg-Gruppe, der Muttergesellschaft von FIT begann bereits vor fast 50 Jahren.

„Die Übernahme von FIT ist die ideale Investition für Novacap, um die Entwicklung von Syntax als globaler Cloud-Service-Provider weiter voranzutreiben“, kommentierte Ted Mocarski, Senior Partner bei Novacap und Chairman of the Syntax Board of Directors, die Akquisition. „Die starke Position von FIT auf dem Markt bietet Syntax interessante Wachstumschancen. Wir freuen uns darauf, Syntax in diesem spannenden Teil seiner Geschichte zu unterstützen.“

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit FIT und über die Möglichkeit, künftig auch Kunden aus dem SAP-Ökosystem bedienen zu können. Mit dieser Akquisition verstärken wir unsere Präsenz in Regionen, in denen wir große Wachstumschancen sehen – wie Europa und Asien“, erklärte Christian Primeau, CEO von Syntax. Und Horst Reichardt, Global CEO von FIT, ergänzt „Wir sind sehr froh, einen strategischen Partner gefunden zu haben, der FIT einen Schub durch anorganisches Wachstum gibt und durch den wir neue Kundensegmente erschließen können. Ich freue mich darauf, mit Syntax gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“

Die Übernahme wird voraussichtlich noch in diesem Quartal abgeschlossen und unterliegt den üblichen Bedingungen, einschließlich behördlicher Genehmigungen und der Zustimmung der Kartellämter. Bis zum Abschluss der Transaktion werden die Unternehmen weiterhin getrennt geführt.

Bildquelle: Freudenberg-Gruppe

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DV-Dialog ERP Berthold Wesseler
news-21831 Tue, 22 Jan 2019 16:34:13 +0100 DSGVO-Umsetzung nach wie vor zu träge http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/dsgvo-umsetzung-nach-wie-vor-zu-traege-21831/ Fast 20 Prozent der Firmen werden Ende 2019 immer noch nicht mit der Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) fertig sein, die bereits seit 25. Mai 2018 gilt. So lautet das Ergebnis einer Umfrage des CRM-Spezialisten Cobra. Das Software-Unternehmen aus Konstanz hat in zwei Blitzumfragen herausgefunden, was den Unternehmen bei der DSGVO-Umsetzung die größten Probleme bereitet und wie weit die Bemühungen zur Behebung dieser bereits fortgeschritten sind. Die erste Abfrage wurde im Frühjahr 2018 bei über 50 Firmen in Deutschland vorgenommen – und damit vor der tatsächlichen Umsetzungspflicht der neuen Richtlinien. Die zweite Umfragewelle führte Cobra zum Jahreswechsel 2018/2019 bei 51 Unternehmen durch, also etwa ein halbes Jahr nach dem Stichtag, an dem eigentlich alles funktionieren müsste – rein theoretisch zumindest. Denn die Ergebnisse zeigen, dass hier noch großer Nachholbedarf besteht.

Die ermittelten Zahlen bestätigen in einigen Teilen die Umfrage „Vier Monate DSGVO – wie weit ist die deutsche Wirtschaft?“ des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) aus dem September 2018. Laut der Cobra-Erhebung sind beispielsweise nur 19,6 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung, dass sie die DSGVO-Vorgaben bereits vollständig einhalten. Bei der Bitkom-Befragung gaben 24 Prozent der Firmen an, die Umsetzung bereits komplett abgeschlossen zu haben. Diese geringfügige Abweichung könnte dadurch zu erklären sein, dass der CRM-Anbieter vor allem Unternehmen des Mittelstands befragt hat.

Lethargie in Sachen DSGVO

Hinsichtlich des Zeitpunkts der Fertigstellung bekannte sich über ein Drittel der Unternehmen (35 Prozent) bei der Bitkom-Umfrage zu ihrer bisherigen Lethargie in Sachen DSGVO-Umsetzung, denn sie haben noch gar nicht begonnen.

Bemerkenswert: Bei den von den Konstanzern befragten Mittelständlern sahen sich fast 20 Prozent beim Fertigstellen der DSGVO-Bemühungen erst Ende 2019 auf der sicheren Seite. Optimistisch, die Aufgabe bis Mitte 2019 hinter sich gebracht zu haben, sind immerhin zwei Drittel bzw. 67 Prozent. Bei einer Fertigstellung bis Ende 2019 steigt dieser Wert auf fast 80 Prozent der Unternehmen an. Bis Ende 2018 konnten laut der Umfrage nur 31 Prozent der Unternehmen die Umstellung abschließen.

Keine oder nur einige DSGVO-Kenntnisse

Viele Unternehmen scheinen es nicht eilig zu haben, sich neue Kenntnisse bezüglich der DSGVO anzueignen. Anders lassen sich die Ergebnisse der beiden Blitzumfragen kaum erklären: So gaben in der aktuellen Umfrage immer noch fast vier Prozent an, „gar keine Kenntnisse“ zu besitzen. Das ist dennoch eine Verbesserung im Vergleich zum Frühjahr 2018. Zu diesem Zeitpunkt waren es noch ganze 17 Prozent. Über 35 Prozent der Unternehmen bzw. mehr als ein Drittel gaben zum Jahreswechsel 2018/2019 immer noch an, „keine Erkenntnisse“ oder nur „einige Kenntnisse“ zu haben (Frühjahr 2018: 39 Prozent). Erfreulich: Der Rest, fast 65 Prozent bzw. fast zwei Drittel, können zurzeit aber zumindest gute oder sehr gute Kenntnisse vorweisen (Frühjahr 2018: 61 Prozent).

Auch bei der IT besteht laut Studie nicht unbedingt Grund zum Zurücklehnen: So gaben die Befragten an, dass ihre IT-Systeme bis dato lediglich zu 39,22 Prozent die Pflichtanforderungen erfüllten, zu 5,88 Prozent berücksichtigten die Systeme die Forderungen der DSGVO gar nicht, 9,8 Prozent nur unzureichend. Immerhin: 45,1 Prozent betrachten die DSGVO-Features für sämtliche Stakeholder in ihrer IT-Landschaft schon jetzt als umfassend umgesetzt.

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news-21830 Tue, 22 Jan 2019 16:33:34 +0100 „DSGVO hat Sicherheitsbewusstsein geschärft“ http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/dsgvo-hat-sicherheitsbewusstsein-geschaerft-21830/ Im Interview erklärt Sascha Lekic, Director IT & Mobile Communication B2B bei Samsung Electronics, warum mobile Sicherheit noch sehr viel umfassender als bisher von Anfang an zu einem integralen Bestandteil mobiler Produkte und Lösungen werden muss. Herr Lekic, welchen Stellenwert räumen deutsche Unternehmen dem Thema „Mobile Security“ aktuell ein?
Sascha Lekic:
Ich denke, der Leidensdruck wächst. Denn die Schäden durch Cyberkriminalität können beträchtlich sein. Allein in Deutschland entstanden der Wirtschaft im vergangenen Jahr Kosten in Höhe von fast 72 Mio. Euro. Das sind über 130 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. In dem Maße, in dem der Einsatz mobiler Geräte im Arbeitsalltag Einzug hält, rücken auch diese Geräte in das Fadenkreuz von Cyberkriminellen. Laut einer Studie von IDC aus dem vergangenen Jahr haben immerhin 65 Prozent der befragten Unternehmen bereits Erfahrungen mit Angriffen auf mobile Endgeräte gemacht. Dabei gehen wir, ebenso wie IDC, davon aus, dass die Dunkelziffer noch um einiges höher liegt. Doch die positive Botschaft lautet: Immer mehr Unternehmen reagieren. Fakt ist, der Markt für Cybersicherheit wächst. Auch hier hat IDC Zahlen vorgelegt: Über vier Mrd. Euro werden Unternehmen hierzulande in diesem Jahr in die Absicherung ihrer Netzwerke und Dienste stecken – neun Prozent mehr als im Vorjahr. Davon profitiert natürlich auch die Absicherung mobiler Geräte. Unsere Erfahrungen sagen aber auch, dass die Schutzvorkehrungen immer noch deutlich zu gering ausfallen.

Welchen Einfluss hat die seit Mai 2018 geltende europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) auf das Sicherheitsbewusstsein der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter hinsichtlich des Einsatzes von Mobilgeräten ausgeübt?
Lekic:
Zweifellos hat die DSGVO das Sicherheitsbewusstsein in den Unternehmen geschärft und zu einem bewussteren und verantwortungsvolleren Umgang vor allem mit personenbezogenen Daten geführt. Gleichzeitig hat sie damit auch den Druck erhöht, Daten generell besser zu schützen und zu sichern. Das gilt natürlich auch für den Umgang mit sensiblen Daten auf mobilen Endgeräten. Doch es geht auch darum, die richtige Balance zu finden zwischen den Bedürfnissen nach einem möglichst ungehinderten Austausch von Informationen und Daten einerseits und deren Schutz andererseits. Unsere Antwort darauf lautet Knox, die Sicherheitsplattform für unsere mobilen Endgeräte. Die auf ihr integrierten Sicherheitsmechanismen werden aktiv, sobald das Smartphone eingeschaltet wird.

Verloren gegangen, gestohlen, infiltriert: Was sind die derzeit größten Gefahren für mobile Endgeräte im Unternehmenseinsatz?
Lekic:
Nach unserer Einschätzung treffen insbesondere mittelständische und kleine Unternehmen eher selten besondere Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit mobilen Endgeräten. Doch die Gefahren sind real: Geräte können verloren gehen, in die Hände Dritter gelangen oder aber der Zugriff von außen auf das Datennetz kann gekapert werden. Unternehmen sollten daher:
·    verbindliche Sicherheitsrichtlinien zum Einsatz mobiler Endgeräte erstellen;
·    die Zugriffsrechte von Apps ebenso wie deren Installation kontrollieren und gegebenenfalls einschränken;
·    regelmäßige Datensicherungen durchführen sowie die Geräte z.B. durch Zwei-Wege-Authentifizierung oder biometrische Daten (Iris, Fingerabdruck) schützen.

Wie gefährlich sind wiederum klassische Viren, denen man vielleicht schon bei der Nutzung von Desktop-PCs begegnet ist, und welchen Nutzen haben hier Antiviren-Apps wirklich?
Lekic:
In den vergangenen Jahren wurde meines Erachtens hier auf Seiten der Anbieter schon viel getan. Gerade auch Android war und ist aktiv – etwa mit Playprotect, einem Tool, das die Apps im Google Play Store auf Sicherheitsrisiken hin überprüft. Mittlerweile gehören dazu auch Zugriffsrechte, damit etwa eine Taschenlampen-App keinen Zugang zu den persönlichen Kontakten auf dem Smartphone bekommt. Solche Apps werden mittlerweile direkt aus dem App Store verbannt.

Schwachpunkt User: Welche Rolle spielt unsicheres, verantwortungsloses Nutzerverhalten?
Lekic:
Ein sehr wichtiger Punkt. Denn der Nutzer kann meist das größte Sicherheitsrisiko darstellen. Damit geht es beim Thema „Gefahrenabwehr“ nicht nur um gezielte externe Angriffe, sondern vielmehr auch um sicherheitsgefährdende Aktionen von Mitarbeitern, ob bewusst oder unbeabsichtigt: Das ungesicherte Gerät wird z.B. mit ein paar geöffneten Anwendungen im Zug liegengelassen. Solche Gefahren durch Insider-Bedrohungen treiben im Übrigen auch die Unternehmen selbst immer stärker um. Und natürlich gibt es immer wieder kriminelle Energien. Hier werden zukünftig die Künstliche Intelligenz (KI) und Mustererkennung bei der Identifikation von Auffälligkeiten helfen können.

Wie können Unternehmen das Sicherheitsbewusstsein ihrer Mitarbeiter stärken, wenn diese mobile Endgeräte bei der Arbeit (z.B. im Außendienst) nutzen? Wie klären Unternehmen ihre Mitarbeiter am besten auf?
Lekic:
Regelmäßige Sicherheitstrainings, etwa in Form von verpflichtenden Online-Tests, sind wahrscheinlich die beste Prävention. Aber auch der Einsatz von Geräten, die obligatorisch eine biometrische Authentifizierung verlangen oder – auch wenn das nicht sehr beliebt ist – einen häufigeren Passwortwechsel oder längere Passwortkombinationen erfordern, können sicherlich ebenfalls zu einer weiteren Sensibilisierung der Mitarbeiter beitragen.

Wie sollte eine effektive Mobile-Security-Strategie im Unternehmen letztlich aussehen? Welche Rolle spielen hierbei MDM-/EMM-Lösungen?
Lekic:
MDM-/EMM-Lösungen sind wichtig, aber auch nicht das Allheilmittel. Mit diesen Lösungen können Geräteflotten zentral verwaltet und gesteuert werden, Sicherheits-Updates aufgespielt oder gegebenenfalls auch die Verwendung von bestimmten Gerätefunktionalitäten aus Sicherheitsgründen eingeschränkt werden.

Welche Faktoren bzw. Kriterien werden Ihrer Ansicht nach das Thema „Mobile Security“ in den nächsten Jahren beeinflussen?
Lekic:
Die weitere Entwicklung und Verbreitung von 5G sowie die Nutzung des Internet of Things (IoT) in Kombination mit Industrie 4.0 und der zunehmenden Vernetzung von Maschinen (M2M) werden das Thema weiter in den Fokus rücken. Denn jeder Endpunkt, egal ob Computer, Tablet, Smartphone oder Sensor in einem Unternehmensnetzwerk, ist auch ein potentieller Zugangspunkt für Hacker. Das gleiche gilt natürlich auch für die Geräte und Funktionen im Smart Home oder im Auto, die über Mobile Devices angesteuert werden können. Mobile Sicherheit muss daher, noch sehr viel umfassender als bisher, von Anfang an zu einem integralen Bestandteil mobiler Produkte und Lösungen werden.

Bildquelle: Samsung

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom Sicherheit
news-21829 Tue, 22 Jan 2019 16:04:47 +0100 So behalten Admins die Zügel in der Hand http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/so-behalten-admins-die-zuegel-in-der-hand-21829/ Datenübertragung, interne Chats oder geteilte Bildschirme, Internet of Things und andere Anwendungen aus der Cloud: Viele Firmennetzwerke ächzen unter der steigenden Belastung ihrer Bandbreite. Software-defined-WAN, kurz SD-WAN, kann ein Weg aus der Performance-Misere und hin zu effizienter Arbeit ohne Unterbrechungen sein. Wenn mittelständische Unternehmen Daten aus und in Anwendungen übertragen, werden Ressourcen der Netzwerkinfrastruktur gebunden. Entsprechend häufig brechen Leitungen unter Downloads zusammen oder Programme hängen sich mitten in der Anwendung auf. Durch SD-WAN werden diese Datenübertragungen auf mehrere Kanäle verteilt, um Verzögerungen zu minimieren und gleichzeitig den Datendurchsatz zu steigern. Gerade bei Cloud-Anwendungen wie zum Beispiel Office 365, aber auch bei der Multimedia-Nutzung, die in Marketing-Abteilungen, beim E-Learning oder bei virtuellen Meetings auftritt, hilft dieses Prinzip, das unterbrechungsfreie Arbeiten aufrechtzuerhalten – auch über verteilte Standorte hinweg.

Nun ist es aber nicht damit getan, „einfach“ einige SD-WAN-Boxen zu kaufen, zu implementieren und sich dann nicht weiter zu kümmern. Das Organisieren, Verwalten und Sichern aller Cloud-Services wie Software-as-a-Service-Frontends (SaaS), Workloads, Storage oder Filesharing, die Zusammenführung von Legacy-, On-Premise- und benutzerdefinierten Applikationen und Datastores ohne Geschwindigkeitsverlust sind und bleiben Aufgabe der IT.

Administratoren entscheiden, mit welcher Geschwindigkeit und Priorität Informationen transportiert werden. Zudem müssen Multiprotocol Label Switching (MPLS), Internet und LTE als jeweils eine logische Leitung bzw. als Tunnel zwischen den SD-WAN-Devices angelegt werden. Dafür wird durch jeden vorhandenen WAN-Link ein sogenannter Tunnel gespannt. Am Ende liegen drei Tunnel vor: MPLS, Internet und LTE. Die SD-WAN-Technologie muss hierbei den jeweils spezifischen Leitungsmerkmalen Rechnung tragen. So gibt es relevante Unterschiede in Zuverlässigkeit (Reliability) und Verfügbarkeit (Availability), sowie zwischen den physikalischen Eigenschaften wie Laufzeitvarianzen (Jitter), Paketverlusten und Übertragungszeiten. MPLS eignet sich für kritische Echtzeitanwendungen wie VoIP. Der Internet-Tunnel kann für weniger zeitkritische Anwendungen wie die Übertragung von E-Mails verwendet werden. Und LTE steht letztlich als „Last Resort“-Übertragungsbereich bereit, wenn keine andere Leitung mehr verfügbar ist. Entscheidend ist hier vor allem eines: Alle Links werden simultan verwendet. Da durch den Einsatz von SD-WAN-Technologien so nun auch kritische und zumeist auch sensible Daten über öffentliche Netze übertragen werden, ist es wichtig, die Kommunikation mit einer starken Verschlüsselung zu codieren.

Priorisierung per Telemetrie

Doch wer bestimmt jetzt, welcher Datenverkehr welchen Tunnel nimmt und Vorrang hat? Auch die Administratoren, die Arbeit übernimmt jeodch SD-WAN. Die Telemetriedaten aus der produktiven Netzwerkkommunikation in den Tunneln sind dabei die Grundlage, denn sie verraten Details zu Auslastung, Latenz und Packet Loss. So wissen Admins jederzeit über den Zustand jeder einzelnen Leitung und in beide Richtungen Bescheid und haben eine belastbare Datenbasis für die Entscheidung, über welchen Link der Datenverkehr abgewickelt werden soll.

Wird nichts anderes konfiguriert, wird automatisch der Link mit der geringsten Latenzzeit ausgewählt. Die Schwierigkeit dabei ist, die einzelnen Anwendungen zuverlässig zu erkennen – entscheidend sind hier nicht einfach nur Protokoll und Port (z. B. 2000/tcp im Bereich von VoIP/Telefonie). Auch mittels Technologien wie „Deep Packet Inspektion“ (DPI)“ muss die Netzwerkkommunikation beispielsweise anhand des Verbindungsaufbaus oder Headerinformationen sicher zu erkennen sein. Erst damit ist die sichere und zuverlässige Priorisierung von Geschäftsanwendungen und kritischer Kommunikation überhaupt möglich.

Umschalten nach Qualitätsmerkmalen

Durch die permanente Messung von Leistungsqualitätsmerkmalen werden eventuelle Leitungsausfälle schnell erkannt und die Arbeitslast bzw. Benutzersitzungen können auf eine (oder mehrere) andere Leitungen verschoben werden. Schon vor dieser Situation sind Unternehmen zudem in der Lage, Qualitätsmerkmale selbst zu bestimmen. Werden diese nicht mehr erreicht, wechselt aufgrund der vorab definierten Konfiguration die User Session die Leitung – im Optimalfall unbemerkt vom Anwender.

Dabei arbeiten einige Anbieter von SD-WAN paketbasiert: Ein Datenpaket wird erstellt und bei Problemen mit einer Leitung auf eine zweite Leitung verlegt. Im Falle eines Verlustes werden die Pakete automatisch neu übertragen. Fällt zum Beispiel MPLS aus, kann der Admin in eigenen Policies definieren, dass die Nutzung von Youtube nur eingeschränkt möglich ist, der E-Mail-Verkehr aber zugelassen wird. Unternehmen haben darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten: Nutzt eine Außenstelle vermehrt Youtube, wie das oftmals bei der Marketing-Abteilung der Fall ist, kann das zwar erlaubt sein, doch nur bei gedrosselter Bandbreite. Damit sind die restlichen Nutzer in der Lage, andere Kernapplikationen ohne Leistungseinbußen zu nutzen.

Mobil und nutzerfreundlich?

Einige Unternehmen stellen nicht jedem Mitarbeiter einen eigenen Internetzugang bereit, sondern lassen diesen nur über eine MPLS-Cloud oder ein internes Datacenter gewähren. Dies erschwert den Zugriff auf Cloud-Anwendungen erheblich, denn wenn SaaS-Dienste über einen einzigen Weg abgerufen werden müssen, leiden Latenz und Durchsatz enorm. Mittels SD-WAN wird die zentrale Verbindung entlastet, indem lokale „Internet-Breakouts“ direkt in den Niederlassungen eingerichtet werden. Herausforderung hier ist wiederum, nur erwünschten Traffic direkt von der Niederlassung ins Internet zuzulassen. Einige Hersteller bieten ihre SD-WAN-Systeme auch für diverse Cloud Provider wie zum Beispiel Azure oder Amazon AWS an und ermöglichen eine optimale Integration der eigenen Infrastruktur mit den Cloud-Diensten. Auch HDX-Traffic wird auf diese Weise besser verfügbar. SD-WAN bildet aus einem Singlestream einen Multistream, verteilt Grafik-, Audio-, Media- und Print-Anwendungen auf verschiedene Leitungen und gewährleistet in der Folge eine hohe Bandbreite – und infolgedessen eine hohe Nutzerfreundlichkeit.

Doch wie steht es nun um mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs? Mobile Devices profitieren von der SD-WAN-Technologie. Werden sie mittels VPN in den Firmennetzen angebunden, greifen sie zuverlässig und regelkonform auf Daten und Systeme – unabhängig davon, an welchen Standorten diese betrieben werden. Leichter wird das natürlich, wenn Standards wie LTE und 5G richtig Fahrt aufnehmen. Dann kann der Anwender bestenfalls selbst bestimmen, wofür er sein Netz nutzt. Der VPN-Tunnel für unterbrechungsfreies Arbeiten wird eine Option sein.

So klappt die SD-WAN-Installation:
Die Herausforderung bei der Implementierung einer SD-WAN-Lösung ist stark von individuellen Begebenheiten vorhandener Infrastrukturen abhängig. Es ist nicht damit getan, die Lösung zu konfigurieren und zu integrieren – es kommt auch darauf an, wie dies geschieht. Berücksichtigt werden müssen beispielsweise Ausfall- und Wiederanlaufszenarien, aktive und passive Rechenzentren, vorhandene MPLS-Queues und -Serviceklassen oder ob z. B. statisches oder automatisches Routing (oder gar die Kombination von beidem) Anwendung findet. Auch die Anbindung der eigenen Infrastruktur an Cloud-Dienste kann eine Hürde darstellen. Optimal ist es hier, wenn Hersteller in Frage kommender SD-WAN-Lösungen bereits mehrere Dienste direkt unterstützen.

* Der Autor Jochen Hoffmann ist Senior Consultant bei der Appsphere AG.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Netz- und Systemmanagement
news-21828 Tue, 22 Jan 2019 16:02:33 +0100 Max-Planck-Institut entlastet seine Primärspeicher http://www.it-zoom.de/it-director/e/max-planck-institut-entlastet-seine-primaerspeicher-21828/ Das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (MPI) hat den Point Storage Manager eingeführt. Dadurch will das Institut seine Primärspeicher von terabytegroßen Messdaten befreien. Als Folge seien bereits Kosten und Back-up-Zeiten reduziert und gleichzeitig Forschungsdaten revisionssicher archiviert worden. Das MPI speicherte über Jahre hinweg seine Daten auf festplattenbasierten Systemen. Dazu gehörten Messdaten mit Dateigrößen von mehreren Gigabyte und sogar Terabyte, auf die nur vereinzelt ein Zugriff erfolgte. Folglich suchte das MPI nach einer Lösung, seine Primärspeicher von den selten genutzten Daten zu befreien. Mit der Software Point Storage Manager haben die IT-Verantwortlichen des MPI das passende Produkt gefunden, um ihre Herausforderungen im Speicherbereich zu bewältigen. „Nach einer Testphase, in der wir alle für uns denkbaren Szenarien mit der Software erprobt haben, hat uns – neben der Funktionsvielfalt – die einfache Bedienbarkeit über die übersichtliche Benutzeroberfläche überzeugt. Für die Lösung sprechen außerdem die klaren und leicht verständlichen Archivierungs- und HSM-Regeln, die nach Belieben modifizier- und erweiterbar sind. Ein weiterer Grund für den Einsatz des Produkts ist die schnelle Wiederherstellung von Daten“, so Prof. Dr. Mario Looso, Head of IT and Bioinformatics Facility am MPI.

Seit der Einführung archiviert die Software die Forschungsdaten des MPI langfristig mit transparentem Lesezugriff. Dies wird durch sogenannte Stubs realisiert, über die die archivierten Daten lesend und ohne erneute Wiedereinlagerung auf den Primärspeichern zur Verfügung stehen. Mit dieser Funktion befreit der Storage Manager die Primärspeicher von inaktiven Daten und ermöglicht so Full-Backups in den gewünschten Zeitfenstern.

Bild: Thinkstock/iStock

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IT-Director Business Intelligence / Big Data
news-21827 Tue, 22 Jan 2019 15:55:00 +0100 Vorausschauende IoT-Instandhaltung http://www.it-zoom.de/it-director/e/vorausschauende-iot-instandhaltung-21827/ Die Zeppelin GmbH will Splunk nutzen, um das Risiko eines Anlagenstillstands zu reduzieren und den Wartungsbedarf von Maschinen und Anlagen zu prognostizieren. Zeppelin bietet Lösungen in den Bereichen Bau-, Bergbau- und Landmaschinen, Vermietung von Maschinen, Baulogistik, Baustellenmanagement, Antriebs- und Energiesysteme sowie Maschinen- und Anlagenbau. Außerdem entwickelt der Konzern neue digitale Geschäftsmodelle für die Bauwirtschaft. Er ist an 190 Standorten in 35 Ländern vertreten und erwirtschaftete mit seinen über 8.000 Angestellten im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 2,75 Mrd. Euro.

Zeppelin analysiert mit Splunk die Leistung jeder einzelnen Zündkerze in seinen Blockheizkraftwerken. Mit dem Machine Learning Toolkit entwickelte Algorithmen identifizieren potentielle Anlagenfehler im Voraus und geben eine Warnung aus, um einen möglichen Stillstand zu vermeiden. Zudem setzt der Maschinenbauer Splunk Enterprise ein, um sich einen globalen Überblick über alle Maschinendaten der 25.000 an Kunden ausgeliehenen Caterpillar-Maschinen zu verschaffen und so im Unternehmen für mehr Transparenz in Bereichen wie etwa dem Nutzungsgrad zu sorgen.

„Anlagen- und Maschinenausfälle verursachen in der Fertigung und im Außeneinsatz unglaublich hohe Kosten. Im Service-Center nutzen wir die neue Plattform zur Vorhersage von Problemen, damit wir vorbeugend Service-Techniker zu unseren Kunden schicken können, um Geräte und Maschinen zu warten, bevor ein Fehler auftritt“, sagt Rene Ahlgrim, Data Scientist bei Zeppelin. „Enterprise hat umgehend einen Mehrwert für uns und unsere Kunden erzeugt. Wir haben die Betriebszeit und den Lebenszyklus unserer Anlagen erhöht, die Kundenzufriedenheit gesteigert und Kosten gesenkt, die sich auf unser Geschäftsergebnis auswirkten.“

Zusätzlich zur vorausschauenden Instandhaltung erweiterte der Anwender seine Splunk-Lizenz, um mehr Daten aus seinen VMware-, Nutanix- und SAP-Systemen auswerten zu können. Die Teams von Zeppelin ermitteln Muster in den mit der Lösung indizierten Daten und legen damit Basiswerte für KPIs wie CPU und Speicher fest; außerdem lassen sich durch die Analyse von Protokolldateien Anomalien in den Daten erkennen. Mithilfe der Plattform konnte die Anwendungs- und Betriebssystemleistung im gesamten Konzern optimiert werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Director Startseite it-zoom Industrie 4.0 / MES
news-21824 Tue, 22 Jan 2019 14:52:26 +0100 Abläufe an das Wachstum angepasst http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/ablaeufe-an-das-wachstum-angepasst-21824/ Haka Gerodur, ein führender Schweizer Hersteller im Bereich Kunststoff-Extrusion, wird seine Geschäftsprozesse künftig mit einer neuen Software-Lösung umgestalten. Das derzeitige ERP-System von Haka Gerodur konnte die Geschäftsabläufe und die Organisationsstruktur des wachsenden Unternehmens nicht mehr genügend unterstützen. Diese Einschränkungen hätten dazu führen können, dass auch das weitere Wachstum des Unternehmens beeinträchtigt wird. Aus diesen Gründen definierte man die optimalen Geschäftsprozesse und basierend darauf suchte das Unternehmen nach einer neuen und zukunftsfähigen ERP-Plattform. Diese musste einen möglichst großen Teil der Anforderungen bereits im Standard abdecken sowie leistungsfähige Tools für weitere Optimierungen durch hohe Prozesstransparenz mitbringen.

Nach einer umfassenden Evaluierung entschied sich Haka Gerodur für IFS Applications 10. Die personalisierte Anwenderoberfläche IFS Lobby für den individuellen Zugang liefere den Mitarbeitenden gezielt die Informationen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigten. Die Lösung soll sämtliche Geschäftsbereiche integriert abdecken. Die Implementierung werde an den beiden Schweizer Standorten des Unternehmens starten und anschließend auf ihre deutsche Unternehmung ausgeweitet.

Bildquelle: Haka Gerodur AG

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news-21825 Tue, 22 Jan 2019 14:42:36 +0100 Wo Deutschland noch aufholen muss http://www.it-zoom.de/it-director/e/wo-deutschland-noch-aufholen-muss-21825/ Eine neue CIO-Studie beleuchtet den Einsatz von Business Intelligence, Analytics, Internet of Things und Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen, mit dem Ergebnis, dass Deutschland an manchen Stellen noch deutlich aufholen muss. Aktuelle Technologien wie Business Intelligence (BI) und Analytics werden von Unternehmen bereits gewinnbringend genutzt, mitunter gibt es jedoch noch viel Luft nach oben. So lautet ein Ergebnis der jüngsten CIO-Studie des IT-Dienstleisters Logicalis.

Gemäß der Erhebung bewerteten erst rund ein Drittel aller Befragten ihr Unternehmen in Bezug auf die wirtschaftliche Nutzung von BI und Analytics in verschiedenen Firmenbereichen sehr positiv. Als Vorreiter erweisen sich die IT-Abteilungen selbst: Denn mehr als ein Drittel (36 Prozent) der CIOs beziffert den Einsatz in den IT-Abteilungen als sehr erfolgreich. Unter deutschen CIOs beläuft sich der Anteil allerdings nur auf 23 Prozent. 17 Prozent von ihnen urteilten im Gegenteil mit „überhaupt nicht erfolgreich“. Die Ergebnisse der Befragung von 841 internationalen CIOs im Jahr 2018 belegen damit einen deutlichen Nachholbedarf bei deutschen Unternehmen.

Auch hinsichtlich des Internets of Things (IoT) und der Künstlichen Intelligenz (KI) zeigen die Resultate eine deutliche Diskrepanz zwischen globaler und deutscher Einschätzung. Insgesamt gibt fast die Hälfte der CIOs an, dass ihr Unternehmen IoT-Technologien bereits nutzt (Vorjahr: 24 Prozent). In Deutschland sind es nur 27 Prozent. Insbesondere in den Gebieten „verbesserter Kundenservice“, „Verbesserung bestehender Produkte und Dienstleistungen“ sowie „Kreierung effizienter Prozesse“ setzen deutsche IT-Verantwortliche entsprechende Lösungen deutlich weniger ein (Abweichung von mehr als zehn Prozent). Nicht anders sieht es hinsichtlich der Nutzung bei KI und Machine Learning aus: Global verwenden 44 Prozent der Unternehmen bereits KI bzw. Machine Learning. In Deutschland seien es hingegen nur 28 Prozent.

Warten deutsche CIOs auf den richtigen Moment?

Eine CIO-Befragung aus dem Jahr 2016 offenbarte eine Rückständigkeit im Bereich der Digitalisierung. Laut der Studie von 2017 stellte sich die Situation schon anders dar: „Damals haben die deutschen CIOs nicht nur eine Aufholjagd gestartet, sondern sind in Teilen auf die Überholspur gewechselt“, erläutert Christian Werner, CEO der Logicalis GmbH. „Dies könnte sich nun bei neuen Technologien wiederholen. Wir beobachten hier oftmals eine zunächst abwartende Haltung deutscher CIOs, bis die Lösungen ausgereifter, die Anwendungsszenarien klarer und der Nutzen offensichtlicher sind. Erst dann werden Technologien adaptiert, dies jedoch meist zielgerichteter und im Ergebnis erfolgreicher.“ In diesem Umfeld will sich Logicalis als digitaler Wegbereiter positionieren, der Unternehmen bei der Einführung und Nutzung neuer Technologien unterstützt – von Data Center, über Sicherheit, Collaboration und Networking bis hin zu Application and Information Management.

Bildquelle: Thinkstock/DigitalVision

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