IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Sun, 15 Sep 2019 17:43:36 +0200 Sun, 15 Sep 2019 17:43:36 +0200 TYPO3 EXT:news news-23970 Sun, 15 Sep 2019 08:40:00 +0200 Zehn Tipps für ein sicheres IoT-Netzwerk http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/zehn-tipps-fuer-ein-sicheres-iot-netzwerk-23970/ Das Internet der Dinge gilt gemeinhin nicht nur als großer Innovationstreiber, sondern auch als ausgemachtes Sicherheitsrisiko. Neben der extrem heterogenen Ausprägung der Endgeräte wie Sensoren oder Kameras, stellt auch deren Betrieb jenseits der Firewall eine große Heraus-forderung für die IT-Abteilungen dar. Trotz fehlender Standardisierung gibt es eine Reihe von Grundlagen, deren Berück-sichtigung die Sicherheit erhöhen kann. Ganzheitliche Betrachtung des Systems:

Ein IoT-Netzwerk kann aufgrund seiner dezentralen Modularität schnell zu einem Flickenteppich aus den verschiedensten Endgeräten werden. Das mag aufgrund seiner vermeintlich günstigen Skalierbarkeit praktisch und flexibel anmuten, ist aber ein Risiko für die Sicherheit des Netzwerks. Jedes abweichende Gerät stellt bei solchen heterogenen Gesamtlösungen eine neue Gefahrenquelle dar, die Brüche an den Schnittstellen erzeugt und letztlich zu unsicheren Übertragungswegen führen kann.

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Härtung des Systems:

Bei der Härtung von Systemen handelt es sich um eine geläufige Strategie der IT-Sicherheit, bei der ausschließlich die für den laufenden Betrieb benötigten Funktionen zugänglich gemacht werden und im Umkehrschluss alle nicht genutzten Software- und Hardware-Komponenten deaktiviert werden. Dieses Vorgehen lässt sich auch auf den Betrieb von IoT-Netzwerken übertragen, in dem nicht genutzte Features oder Endgeräte soweit wie möglich abgeschaltet und isoliert werden. Dadurch werden die Menge möglicher Angriffspunkte reduziert und das Sicherheitsmanagement vereinfacht.

Schulung der Mitarbeiter:

Je nach Anwendungsszenario können hin und wieder auch fachfremde Mitarbeiter mit geschäftlichen IoT-Systemen in Berührung kommen. Diese Kollegen sollten für den sicheren Umgang mit den entsprechenden Geräten und/oder Schnittstellen geschult und für etwaige Gefahren sensibilisiert werden. Angestellte mit weitreichenden Befugnissen sollten bei einem umfangreicheren Einsatz der Technologie mittels entsprechender Weiterbildungen auf die speziellen Eigenheiten der jeweils eingesetzten Technologie vorbereitet werden.

Optimierung des Zugriffsmanagements:

Wie bei allen Geschäftsanwendungen ist auch für IoT-Lösungen ein sauberes Identitäts- und Zugriffsmanagement unabdingbar. Hier gelten im weitesten Sinne die Regeln, die auch für andere Unternehmensbereiche gültig sind. Mitarbeitern sollten nur die Zugriffsrechte eingeräumt werden, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Darüber hinaus muss bei der Account-Vergabe mit starken Passwortkombinationen gearbeitet werden, die idealerweise über einen Passwort-Manager generiert, gesichert und verwaltet werden. Über Mechanismen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung oder biometrische Anmeldeverfahren lassen sich weitere Sicherheitsschichten etablieren.

Schutz der Geräte-ID:

Die Geräte-ID ist bei Attacken auf IoT-Devices oft das erste Ziel von Angreifern, da sie definiert, mit wem ein Device kommunizieren darf, und dementsprechend auch genutzt werden kann, um ein Gerät aus der Ferne zu übernehmen und zu manipulieren. Einem angemessenen Schutz muss hier eine hohe Priorität eingeräumt werden. Dafür ist wiederum die Sicherung der Anmeldedaten ausschlaggebend, die idealerweise nicht über die Cloud, sondern auf einem lokalen Sicherheitschip (Secure Element) abgelegt sein sollten.

Anomalien erkennen:

Viele Angriffe auf IoT-Geräte äußern sich zunächst durch Anomalien in der Datenanalyse. Wenn Sensoren oder Kameras in der Software-Plattform plötzlich unrealistische Werte abliefern, kann im schlimmsten Fall ein Angriff vorliegen. Da ein Echtzeit-Monitoring für die meisten Anwender nicht in Frage kommt, muss dieser Vorgang automatisiert werden. Dafür werden entsprechende Software-Lösungen angeboten, die den Nutzer bei Abweichungen von fest definierten Parametern über Notifikationen informieren.

Aktualisierung der Geräte:

Obwohl das Einsatzfeld von IoT-Technik „Security by Design” erfordert, also Produkte eigentlich von vorneherein so entwickelt werden sollten, dass später möglichst wenige Nachbesserungen per Patch notwendig sind, sieht die Realität noch anders aus. Dementsprechend wichtig ist es, sich regelmäßig über ausstehende Updates zu informieren und diese auch zeitnah durchzuführen. Versäumte Patches können ein akutes Sicherheitsrisiko werden, da auch Angreifer über die zu behebenden Schwachstellen informiert sein können. 

Krisen- und Notfall-Management etablieren:

Wenn es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zu einem Vorfall kommt, sollten die zuständigen Kräfte bereits einen fest abgesteckten Reaktionsplan verinnerlicht haben, mit dem sich unmittelbar um Schadensbegrenzung bemüht werden kann. Beginnen Angestellte erst während des Angriffes damit, sich über das weitere Vorgehen Gedanken zu machen, ist es oft schon zu spät.

Anwendungen und Apps schützen:

Durch den erhöhten Fokus auf die Sicherheit der Netzwerke und Schnittstellen sollte der Schutz der damit verbundenen Software nicht in Vergessenheit geraten. Auch hier erhöht eine heterogene Software-Landschaft das Risiko: Kommen z. B. Android-Apps auf dem Tablet und Windows-Lösungen am Desktop zum Einsatz, muss man sich gleich mit den spezifischen Risikofaktoren von zwei verschiedenen Betriebssystemen auseinandersetzen. Zur Sicherung der Anwendungen, Apps und Plattform sollte demnach auch der Schutz der mobilen und stationären Endgeräte gewährleistet sein, die auf das IoT-Netzwerk Zugriff haben.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleisten:

Aufgrund des erhöhten Datenaufkommens, das sich je nach Szenario auch über mehrere Netzwerkebenen erstrecken kann, spielt die Verschlüsselung beim Schutz des Netzwerks ebenfalls eine wichtige Rolle. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die eingesetzte Plattform bereits eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ermöglicht. 

Bildquelle: Getty Images/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Internet of Things (IoT)
news-23971 Sat, 14 Sep 2019 08:53:00 +0200 Den Mehrwert für Kunden und Mitarbeiter Messen http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/den-mehrwert-fuer-kunden-und-mitarbeiter-messen-23971/ Alexander Rinke, Mitgründer und Co-CEO bei Celonis, erklärt im Interview, warum die Process-Mining-Technologie zum Schlüssel des Erfolgs werden kann. ITM: Herr Rinke, Process Mining bietet Ansätze, fehlerhafte Prozesse in Unternehmen sichtbar zu machen. Warum ist das gerade für Mittelständler wichtig?
Alexander Rinke: Prozesse sind das Rückgrat eines jeden Unternehmens. Sie sind wesentlich für Erfolg, Wettbewerbsfähigkeit und Kundenzufriedenheit. Gerade Mittelständler stehen bei der digitalen Transformation vor der Herausforderung, dass es weniger personelle Ressourcen gibt und Maßnahmen schnell einen Mehrwert liefern müssen. Der Wettbewerbs- und Kostendruck ist hoch. Die Process-Mining-Technologie kann ein Schlüssel zum Erfolg sein. Sie hilft Unternehmen, sich auf die wirklich wichtigen Initiativen zu fokussieren und zu messen, welcher Mehrwert für Kunden und Mitarbeiter tatsächlich entsteht. Dabei werden auf Basis der bestehenden IT-Systeme automatisiert die Ist-Prozesse der Firma rekonstruiert, um Engpässe und Reibung in Kernabläufen wie Vertrieb, Einkauf, Logistik oder Produktion sichtbar zu machen. Dank Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning kann Process Mining zudem direkt Handlungsempfehlungen an Mitarbeiter geben.

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ITM: Haben Sie ein konkretes Beispiel?
Rinke: Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Process Mining beim mittelständischen Unternehmen Schukat Electronic aus Monheim. Erklärtes Ziel für den Distributor elektronischer Bauteile ist es, Ineffizienzen aufzudecken, um Kundenwünsche bestmöglich zu erfüllen. Dafür bekommt beispielsweise der Ordermanager jeden Morgen eine Benachrichtigung zu Lieferungen, die Gefahr laufen, verspätet versendet zu werden. Entsprechend kann er diese direkt im SAP-System priorisieren und per Express versenden. Process Mining hilft Unternehmen also nicht nur, in Echtzeit mehr Transparenz über ihre Prozesse zu gewinnen, sondern auch, ihre laufenden Prozesse in den Griff zu bekommen und zukünftige Prozesse zu steuern.

ITM: Was sollte bei der Implementierung beachtet werden?
Rinke: Process Mining kann in Unternehmen aller Branchen und Größen schnell implementiert werden. Die wichtigste Voraussetzung ist eine Verknüpfung mit den wesentlichen IT-Systemen. Das können kundeneigene Datenbanken, Cloud-Lösungen oder klassische Unternehmens-Software wie SAP sein.

Daneben müssen aus organisatorischer Sicht vorab einige Entscheidungen getroffen werden: Bevorzugt das Unternehmen eine zentrale oder dezentrale Lösung? Soll Process Mining „top-down“ oder „bottom-up“ aufgesetzt werden? Sehr hilfreich ist es, eine zentrale Stelle zu definieren, die innerhalb des Unternehmens den Einsatz von Process Mining vorantreibt, Wissen bündelt, die Nutzer unterstützt und Best-Practice-Beispiele bereitstellt.

ITM: Durch welche Maßnahmen lässt sich Process Mining noch veredeln?

Rinke: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Erkenntnisse aus Process Mining weiter zu nutzen. Unsere Kunden nutzen die Ergebnisse der Prozessanalyse zur Prozessverbesserung, beispielsweise durch eine erhöhte und intelligente Automatisierung wichtiger Kernprozesse. Das steigert die Produktivität und Geschwindigkeit der Abläufe. Der dritte Schritt, das Process Monitoring, schließt den Kreis und liefert den Entscheidungsträgern eine Sicht auf den Status wichtiger Prozesskennzahlen wie z.B. der Lieferzuverlässigkeit.

Eine weitere Veredelungsmöglichkeit ist externes Benchmarking, denn es bietet Unternehmen schon heute die Möglichkeit, Best Practices inhouse zu identifizieren und diese punktuell in anderen Bereichen anzuwenden, um gesamtheitlich effizienter zu arbeiten. Dabei werden industriespezifisch relevante Prozess-KPIs mit den unternehmenseigenen Werten verglichen. Beispiele sind „On Time Delivery“ und „First Time Right”-Raten oder der Automatisierungsgrad von Teilprozessen.

Grundsätzlich bietet Process Mining die einmalige Chance, system- und fachbereichsübergreifend Prozesse darzustellen und zu analysieren. Unternehmen können so ein Verständnis über die ganze Organisation entwickeln und dann strategische Initiativen mit voller Transparenz einleiten.

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom HR Personal Ralf Schädel
news-23974 Fri, 13 Sep 2019 17:03:10 +0200 Voracity für das Data Life Cycle Management http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/voracity-fuer-das-data-life-cycle-management-23974/ Mit der Tool-Suite Voracity kombiniert die Jet-Software GmbH die Aufgaben Erkennung, Integration, Migration, Verwaltung und Analytik von Daten in einem verwalteten Metadaten-Framework auf Basis der quelloffenen Java-Programmierumgebung Eclipse. „Welche Werkzeuge verwenden IT-Abteilungen heute, um alle Daten, die das Unternehmen sammelt oder kauft, zu entdecken, zu extrahieren, zu verarbeiten und zu analysieren?“ fragt Amadeus Thomas, Geschäftsführer der Jet-Software GmbH, Babenhausen. „Können sie die Metadaten und Stammdaten an einem einzigen Ort kontrollieren und verwalten? Können sie die Daten auch dort analysieren oder zumindest schnell integrieren, um sie für externe Anwendungen vorzubereiten?“

Weitere Fragen schließen sich an, wenn mehrere Tools verwendet werden: Ist dann das erforderliche Fachwissen vorhanden – und sind die Daten dann überhaupt durchgängig zu verwalten und zu verarbeiten? Und was passiert, wenn ein Tool in die Jahre kommt und nicht mehr weiter entwickelt wird? Oder wenn eine ältere ETL-Plattform verwendet wird – und die Kosten dafür ausufern?

Als Antwort auf all diese Fragen positioniert Amadeus Thomas die Software-Suite Voracity, weil sie Bereinigung, Extraktion, Transformation und Laden der Daten ebenso ermöglicht wie Datenmaskierung, Reporting und sogar synthetische Testdatengenerierung – und all das im gleichen Job-Script und in einem Multi-Threaded-I/O-Pass im bestehenden Dateisystem, u.a. auch auf den Midrange-Servern der IBM.

Darüber hinaus entwickelt und vertreibt Jet-Software seit 1986 Software für die Datenverarbeitung auf Basis gängiger Betriebssysteme wie BS2000/OSD, z/OS, z/VSE, Unix & Derivate, Linux sowie Windows. Benötigte Portierungen werden bei Bedarf realisiert. „Wir unterstützen weltweit über 20.000 Installationen“, verweist Thomas auf langjährige Referenzen im Mittelstand, aber auch auf deutsche Bundes- und Landesbehörden, Versicherungen und Banken sowie nationale und internationale Dienstleister. Kunden in aller Welt sind darunter, wie die Nasa, American Airlines, Walt Disney, Comcast, Universal Music oder Reuters. Sie nutzen die Software für Datenmanagement und Datenschutz ebenso wie in Deutschland z.B. das Kraftfahrtbundesamt, das Bundeskriminalamt, die Bundesagentur für Arbeit, Rolex, Lufthansa, BMW oder VW.

Rund 150 verschiedene Datenquellen und Zielen

Die Tool-Suite Voracity des Partners Innovative Routines International (IRI) aus Florida verbindet sich lokal und in der Cloud mit rund 150 verschiedenen Datenquellen und Zielen – strukturiert, semi- und unstrukturiert! Dazu gehören auch Legacy-Dateien, Daten- und Endian-Typen sowie gängige Flat- und Dokumentenformate, jede relationale Datenbank und auch neuere Big-Data- und Cloud/SaaS-Quellen. Unterstützt werden dabei die Aufgaben rund um „Data Discovery“ (Profiling, Klassifizierung, Entity-Relationship-Diagramme, Dark Data), Datenintegration (ETL, Change Data Capture, Slowly Changing Dimensions, Text- und Data-Mining), Datenmigration (zwischen verschiedenen Dateien, Datenbanken, Datentypen und/oder Datensatzlayouts), „Data Governance“ (Maskieren, Bereinigen, Stammdaten-Management, Enterprise Mobility Management), Analytics (BI und Datenaufbereitung) sowie Testdatengenerierung.

Thomas spricht von einer „organisch gewachsenen und vollständig integrierten Datenlebenszyklus-Management-Plattform“ und von einem „Manipulationskraftpaket“ für große und kleine Datenmengen. Zielgruppe seien DW/BI-Experten, DB/Test-Ingenieure und Compliance-Architekten (z.B. DSGVO) in jeder Branche.

Bildquelle: Gerd Altmann / Pixabay, Jet-Software GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog Business Intelligence / Big Data
news-23973 Fri, 13 Sep 2019 12:37:43 +0200 Ich sehe was, was du nicht siehst... http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-23973/ Noch immer werden Begriffe wie Virtual Reality, Datenbrille oder erweiterte Realität oft nur im Gaming-Bereich verortet – ein Trugschluss, wie im Interview mit Ralf Scheid, CEO der Pion One AG, klar wird. Der Augmented-Reality-Experte erläutert unterschiedliche Einsatzszenarien dieser Technologie und erklärt, wie sie sich auch in Industrie und Wirtschaft zum „Gamechanger“ mausert. Herr Scheid, was bedeutet Augmented Reality? 

Ralf Scheid: Der Begriff Augmented Reality (AR) bedeutet übersetzt „erweiterte Realität”und bezeichnet eine computer- oder device-gestützte Darstellung, welche die reale Welt um virtuelle Aspekte ergänzt. Der Betrachter erhält also mittels 3D-Objekten zusätzliche virtuelle Informationen. Sichtbar werden diese Informationen mittels Devices (z.B. Smartphones, Tablets oder Smart Glasses). Ein Touch auf diese mobilen Geräte genügt, um die Objekte plastisch werden zu lassen, weitere Informationen zu erhalten und mit diesen zu arbeiten. Hier können nicht nur Betrachtungen, sondern auch Interaktionen mit den virtuellen Elementen durchgeführt werden. 

Wo kommen AR-Anwendungen im B2B-Bereich zum Einsatz und wie können Unternehmen davon profitieren?

Scheid: AR-Anwendungen ändern die Arbeitswelt und erobern derzeit die Industrie: In der Konstruktion, Fertigung, Sicherung, Endkontrolle sowie bei Ablaufplänen und Betriebsanleitungen, bei der Arbeitssicherheit und vor allem beim Machine Learning. Ein weiterer Bereich ist das digitale Lernen in allen Unterrichts- und Studienbereichen. Desweiteren erfordert der Facharbeitskräftemangel eine schnelle und praktikable Vorgehensweise, sogenannte „First Worker“ schnell in den Produktionsablauf einzubinden. Das ist mithilfe einer vollständig skalierbaren AR-Plattform möglich. In der Aus- und Weiterbildung ist dies ein digitaler Fortschritt und betrifft einfache Arbeitstätigkeiten ebenso wie z.B. hoch komplexe medizinische Lernprozesse. 

Welche Rolle spielen hierbei AR-Apps, die sich z.B. auf Tablets oder Smartphones ausspielen lassen?

Scheid: Mittlerweile ist es z.B. über unsere Plattform HelloAR möglich, die Informationen über Server- oder Cloud-Lösungen skalierbar und verlässlich abzurufen, ohne die Devices zu überlasten. Die „AR2GO“-Technologie, die hier zum Einsatz kommt, erlaubt die Darstellung der Objekte mittlerweile ohne Marker. Marker sind Objekte in der Realität, wie etwa Bilder in einer Anzeige, die als Basis für die Darstellung von AR-Inhalten dienen. Sie sind mit entsprechenden AR-Inhalten verknüpft und können z.B. durch eine App über eine Kamera identifiziert werden, um diese Inhalte darzustellen. Die Darstellung orientiert sich dabei am Marker in der Realität (Tracking). Dies geschieht über Sensoren und ermöglicht eine entsprechende Steuerung. 

Unsere Apps gestatten es, mit einem Knopfdruck das Tracking auszuschalten und unabhängig vom Marker Inhalte betrachten zu können. Dadurch wird die sensorbasierte Steuerung durch eine typische, touchbasierte Steuerung ersetzt. Das macht die Anwendung der Darstellung flexibel und überall nachvollziehbar. Bisher schien die Herausforderung einer schnellen Verarbeitung von Massendaten nicht lösbar – nun ist sie möglich.

Können mobile Geräte hinsichtlich der Rechenleistung bei realistischen AR-Darstellungen langfristig mithalten?

Scheid: Bisher können mobile Endgeräte und Brillen keine AR-Daten in Massen verarbeiten, weshalb unser System Daten zur Verfügung stellt, mit denen die Mobilgeräte sofort die richtige Anwendung zum richtigen Zeitpunkt liefern. Die Plattform ermöglicht eine schnelle, skalierbare Verarbeitung von Massendaten. Die mobilen Geräte fungieren hier nur als „Visualisierungs- und Interaktions-Tool”, um die Objekte und deren Verhalten in Beziehung zu setzen. Devices müssen nicht mehr als Datenlagerplatz für AR-Anwendungen unnötigen Speicherplatz verschwenden, was ihre Performance mindert. Durch die Möglichkeit, Objekte zu ändern oder mit neuem Content zu versorgen, werden die Beschleunigungsmaßnahmen in AR und somit in der Digitalisierung exponentiell erhöht, was zu konstanten, hocheffektiven digitalen Arbeitsprozessen in Unternehmen führt. 

Die AR-Technologie hat in den letzten zehn Jahren deutlich an Fahrt gewonnen. Was denken Sie, wo wir in noch einmal zehn Jahren stehen? 

Scheid: Technisch wird es rasend vorangehen, sobald AR-Objekte mit realen Objekten interagieren können. Die AR-Technologie wird in allen Branchen nicht mehr wegzudenken sein, da sich aus diesem Ergebnis heraus die Digitalisierung immer mehr beschleunigen wird. Mithilfe der bereits erwähnten innovativen Technologie können Unternehmen eine AR-Plattform ohne lästiges individuelles Programmieren für ihre eigenen Zwecke nutzen und individuell gestalten. 

Ein Hemmschuh sind vollfunktionsfähige unabhängige AR-Brillen, die von der Industrie noch zu entwickeln sind. Ein weiterer ist das nicht vorhandene Vertrauen in Cloud-Lösungen. Hierzu sind die Hersteller von Sicherheitssoftware und der Gesetzgeber gefordert, sichere Lösungen zu bieten und in Gesetze zu fassen. Dies erfordert eine weltweite Anpassung der Software-Möglichkeiten sowie der Software-Sicherheitssysteme und der Gesetzeslagen. Hieraus werden Vertrauen erwachsen und die Wandlung in ein neues „digitales Zeitalter“ vollzogen. 

Bildquelle: Pion One

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Shipra Kren Mobile Business Devices Startseite it-zoom
news-23972 Fri, 13 Sep 2019 11:54:52 +0200 Die Suche nach passenden Cloud-Services http://www.it-zoom.de/it-director/e/die-suche-nach-passenden-cloud-services-23972/ IT-Lösungen müssen individuell gestaltbar sein. Schließlich hat jedes Unternehmen eigene Anforderungen an seine IT-Infrastruktur. Die Cloud kann die hierfür notwendige Flexibilität und Agilität bieten. Doch wie findet man den passenden Cloud-Provider?

Generell sollten sich die Entscheidungsträger darüber im Klaren sein, dass der Umzug in die Cloud ein komplexes Unterfangen ist, das entsprechendes Know-how und Erfahrungen erfordert. Die Anwenderunternehmen können hier schnell den Überblick über Umfang und folglich auch die Kosten verlieren. Helfen kann ihnen ein unabhängiger Managed-Service-Provider, der sie mit seiner Erfahrung unterstützt. Flexibilität und Individualität lassen sich um ein Vielfaches steigern, bieten er seine Dienstleistungen als modulare Cloud-Services an. Folgende Checkliste hilft, den richtigen Partner zu finden:

Das spricht für Managed-Cloud-Services: Die Cloud ist mittlerweile in vielen deutschen Unternehmen etabliert. Mit ihr können diese agiler arbeiten, Kosten senken und Prozesse automatisieren. Die große Herausforderung besteht jedoch darin, mit den neuesten Entwicklungen Schritt zu halten und zu prüfen, wie sich diese am besten auf die jeweiligen Bedürfnisse anwenden lassen. Um mit dem hohen Level an Komplexität zurechtzukommen und die ganze Bandbreite immer neuer Cloud-Tools und -Funktionalitäten gewinnbringend nutzen zu können, ist eine Menge Fachwissen notwendig. Unternehmen mangelt es jedoch häufig an Ressourcen und entsprechenden Skills. Ein Managed-Service-Provider kann hier unterstützen. 

Die korrekte Ausrichtung: Hat man das falsche Ziel vor Augen, hilft die beste Strategie nichts. Daher sollten sich die internen Entscheidungsträger zuallererst untereinander über das Projektziel klar sein. Ein Beispiel: Der CIO möchte möglicherweise innerhalb von sechs Monaten von einem Rechenzentrum migrieren, während der CTO Transformationsprojekte durchführen möchte. Das Team könnte die Migration in nur sechs Monaten oder beides in 18 Monaten durchführen. Aber beide Ziele können nicht erreicht werden – eine Herausforderung für den Projekterfolg.

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Sinnvolle Ziele definieren: Um den passenden Partner zu finden, der bei Definition, Entwicklung und Einführung der Cloud unterstützt, sollten Unternehmen sich vorab die richtigen Fragen stellen und mit dem Partner gemeinsam einen agilen Ansatz für das weitere Vorgehen verfolgen. Der Plan für eine Cloud-Bereitstellung, die Kosteneinsparungen bewirken soll, wird sich stark von einem unterscheiden, der auf Agilität abzielt. Die Definition von Zielen steht am Anfang und stellt sicher, dass der Cloud-Einsatz mit dem Ziel übereinstimmt.

Umfassende Beratung: Bei der Auswahl des Cloud-Partners sind die unabhängige Expertise, (Multi-)Cloud-Beratung und die Bereitschaft entscheidend, die Kunden an jedem Punkt der Modernisierung der IT abzuholen. Den Cloud-Betrieb passt der richtige Partner individuell an und bietet gleichzeitig 24x7x365-Support.

Flexibilität und maximaler Nutzen: Managed-Cloud-Services auf Abobasis können die Unternehmen dabei unterstützen, Komplexität zu reduzieren. Bei dem Managed-Services-Provider Rackspace beispielsweise bilden die abobasierten Service Blocks eine Reihe von Leistungen für bestimmte Zielsetzungen ab. Einige decken einen breiten Bedarf, etwa die operative Unterstützung oder umfassende Bewertung der IT-Ressourcen- und Bedürfnisse eines Unternehmens. Andere adressieren spezifischere Anforderungen; je nachdem in welcher Phase sich ein Unternehmen – unabhängig von seiner Größe – auf seinem Weg in die Public Cloud befindet und wo es den Support benötigt. 

Datenschutz und DSGVO: Ein kompetenter Managed-Service-Provider hilft den Kunden dabei, IT-Umgebungen abzusichern und zu schützen. Er kombiniert Technologien, Expertenwissen sowie selbst entwickelte Prozesse und Services bei der Erfüllung der EU-DSGVO und allen weiteren Datenschutzthemen. Eine sorgfältige Lückenanalyse entwirft die individuell passende Lösung. Vorsicht vor Einheitslösungen: Compliance ist ein Prozess und umfasst verschiedene Aspekte.

Konkrete Handlungsempfehlungen: Nicht zuletzt muss der Partner greifbare Ergebnisse liefern sowie passgenaue und flexibel abrufbare Services bieten. Wichtige Kriterien für die Provider-Auswahl sind: Reaktionsschnelligkeit, Sicherheit, Transparenz, Flexibilität, Projekterfahrung, Finanzkraft, belastbare Service Level Agreements (SLAs), Redundanz, Skalierbarkeit und Herstellerunabhängigkeit. 

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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news-23969 Fri, 13 Sep 2019 08:31:02 +0200 Mehr Mut zur Multi-Cloud http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/mehr-mut-zur-multi-cloud-23969/ Im Zuge ihrer Digitalisierungsvorhaben treiben viele Unternehmen den Ausbau ihrer Cloud-Umgebungen voran – und stehen über kurz oder lang vor der Herausforderung, ihre vorhandenen Private- und Single-Vendor-Clouds in leistungsfähigere, aber auch komplexere Hybrid- und Multi-Cloud-Infrastrukturen zu überführen. Doch worauf kommt es bei dieser Migration an? Die Cloud ist längst in den Unternehmen angekommen: Microsoft Office 365, Cisco Webex und Extrarechenleistung von Amazon Web Services (AWS) gehören heute über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg zum Alltag der IT-Abteilungen. Sie ermöglichen es den IT-Verantwortlichen, benötigte Services effizient und günstig zu beziehen und bedarfsgerecht zu skalieren – und das, ohne kostspielige eigene Personal- und Hardware-Ressourcen vorzuhalten.

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Angesichts dieser Vorzüge treiben Firmen von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis Enterprise ihre Cloud-Migration rasant voran. Dabei stoßen die einfachen Single-Vendor- und Private-Clouds, mit denen viele IT-Abteilungen gestartet sind, mit Blick auf die wachsenden Anforderungen und die steigende Anzahl an Cloud-Apps inzwischen längst an ihre Grenzen. Der naheliegende nächste Schritt ist es, die Cloud-Umgebung zu erweitern – wahlweise, indem zusätzliche Private-Cloud-Ressourcen aufgebaut oder Public Clouds eines anderen Anbieters hinzugefügt werden.

Je nach Modell entstehen so hochskalierbare und flexible Hybrid- oder Multi-Clouds, die den Unternehmen eine Reihe von Vorteilen erschließen: Zum Beispiel können IT-Teams damit für jede benötigte Anwendung die am besten geeignete Cloud wählen. Sie stellen die Weichen für künftige Erweiterungen der Cloud-Infrastruktur und machen sich nicht von einem Cloud-Provider abhängig („Vendor-Lock-in“). Ferner können sie Preise und SLA vergleichen und stets den günstigsten Anbieter wählen. Nicht zuletzt sammeln sie Erfahrungen mit verschiedenen Provider-Modellen und können so belastbare Best Practices für die Zukunft entwickeln.

Migrationsprojekt mit vielen Fallstricken

Bei allen Vorzügen dürfen die Unternehmen die Komplexität eines solchen Migrationsprojekts aber auf keinen Fall unterschätzen. Immerhin wird es mit jeder zusätzlichen Cloud schwieriger, den Überblick und die Kontrolle über die Anwendungen zu behalten und die Kosten zu kontrollieren. Und auch der administrative Aufwand nimmt mit jeder App, jedem Account und jeder Policy erheblich zu. Gehen Transparenz und Kontrolle verloren, kann es leicht zu Fehlern in der Konfiguration und Sicherheitslücken kommen – bis im schlimmsten Fall die Compliance und die Sicherheit der Daten in der Cloud gefährdet sind.

Unternehmen sind daher gut beraten, vor dem Wechsel auf eine Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebung frühzeitig erfahrene Partner hinzuziehen und mit ihnen gemeinsam eine durchgängige Management-Plattform zu implementieren, über die sich alle aktuellen und künftigen Centurylink-, AWS- und Azure-Cloud-Instanzen zentralisiert verwalten, überwachen und abrechnen lassen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die im Zuge der Cloud-Migration erzielten Effizienz- und Produktivitätssteigerungen auch dauerhaft realisiert werden können.

Die Kernfunktion jeder modernen Cloud-Management-Plattform ist es, Anwendungen in multiplen Clouds über den gesamten Lifecycle hinweg zu verwalten. Dafür muss die Lösung angebundene Clouds und Cloud-Anwendungen automatisch identifizieren und anschließend in einer ganzheitlichen Management-Oberfläche mit Echtzeit-Dashboards bündeln. So erhält der Kunde die Möglichkeit, kritische Business-Anwendungen effizient zu konfigurieren, automatisiert zu aktualisieren und bedarfsgerecht zu skalieren – und das unabhängig davon, über welche physikalische oder cloud-basierte Infrastruktur sie im Einzelfall bereitgestellt werden.

Cloud-Optimierung für alle Plattformen

Eine moderne Cloud-Application-Management-Lösung bietet Unternehmen überdies zahlreiche Ansatzpunkte, um die Performance, die Auslastung und die Abrechnung ihrer Hybrid- oder Multi-Cloud zu überwachen und zu optimieren. Einheitliche Dashboards für Cloud-Lösungen machen es den Verantwortlichen dabei leicht, den Überblick über die Workloads und die auflaufenden Kosten zu behalten und aussagekräftige Langzeit-Reports zur Cloud-Nutzung zu generieren. Diese bilden dann ein tragfähiges Fundament für die Entwicklung von Best Practices und die Definition angemessener Kostengrenzen.

Durch das Plus an Transparenz haben die Kunden in der Multi-Cloud-Infrastruktur darüber hinaus die Möglichkeit, vergleichbare Services per Mausklick beim jeweils günstigsten Anbieter zu beziehen. Und auch das Billing on behalf lässt sich komfortabel konsolidieren: Am Monatsende erhält das Unternehmen eine einzige vendor-übergreifende Rechnung.

Die Bündelung der Public und Private Clouds in einer einheitlichen Management-Oberfläche eröffnet Unternehmen die Option, die Einrichtung neuer Clouds in weiten Teilen zu automatisieren. So lässt sich beispielsweise die Bereitstellung von zusätzlichen virtuellen Maschinen, Web-Services und Rollen in der Regel effizient über Templates automatisieren. Und auch in den Bereichen Policy Enforcement, Monitoring und Compliance Auditing lassen sich viele Abläufe automatisch abwickeln.

Eine integrierte Cloud-Management-Plattform ist nicht nur ein praktisches Self-Service-Portal für den Kunden, sondern kann auch für die Einbindung von Managed-Services des Providers verwendet werden. Dies ermöglicht es den Unternehmen, viele Routineaufgaben mit wenigen Klicks an das externe Team des Hosting-Partners auszulagern. Das entlastet nachhaltig die wertvollen eigenen Fachkräfte und ist in der Regel auch mit Blick auf die Service-Qualität eine Verbesserung.

Fazit: Mehr Cloud wagen

Hybrid- und Multi-Cloud-Modelle eröffnen Unternehmen heute viele Möglichkeiten, um ihre Cloud-Infrastrukturen auf ein neues Level zu heben. Durch die Einbindung verschiedener Provider vermeiden sie es, sich von einem einzigen Anbieter abhängig zu machen, und können ihre Dienste oft zu attraktiveren Konditionen beziehen. Mit Blick auf die höhere Komplexität der Infrastruktur gilt es aber, frühzeitig erfahrene Partner wie etwa Centurylink ins Boot zu holen – und gemeinsam mit ihnen die richtigen Tools für ein effizientes Cloud-Management zu implementieren.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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news-23968 Thu, 12 Sep 2019 20:59:16 +0200 Paris will Entwicklung von Libra in Europa nicht erlauben http://www.it-zoom.de/it-director/e/paris-will-entwicklung-von-libra-in-europa-nicht-erlauben-23968/ „Unter diesen Bedingungen können wir die Entwicklung von Libra auf europäischem Boden nicht erlauben“, sagte Le Maire am Donnerstag in Paris bei einer Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Konkret wurde der Minister dabei nicht. „Die Währungs-Souveränität der Staaten steht auf dem Spiel“, warnte er: In Ländern mit schwachen Währungen werde Libra diese ersetzen und „die Unabhängigkeit der Staaten infrage stellen“. Le Maire sieht in Libra auch ein Systemrisiko, wie er unter Verweis auf die mehr als zwei Milliarden Nutzer von Facebook ausführte. „Jeder Fehler in der Funktionsweise dieser Währung, in der Verwaltung ihrer Reserven, könnte erhebliche finanzielle Unruhen auslösen.“ Der Minister sprach sich dagegen für eine öffentliche Digital-Währung aus.

Facebook will Libra im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen, die Idee stößt aber bei Politikern und Zentralbanken zum Teil auf massiven Widerstand. Die Digitalwährung soll etwa mit US-Dollar oder Euro zu kaufen sein. Zu den ersten Partnern des Projekts gehören gut zwei Dutzend private Unternehmen wie Mastercard, Visa, Paypal und Uber. Um Kursschwankungen zu vermeiden, soll Libra an etablierte Währungen gekoppelt und durch Staatsanleihen abgesichert werden. Facebook hatte betont, vor Einführung der Währung Bedenken von Regulierern ausräumen zu wollen. Offen ist unter anderem, ob für Libra eine Bankenlizenz nötig ist, mit der eine strenge Regulierung einhergehen würde.

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Fabio de Masi begrüßte Frankreichs Linie. Er traf sich am Freitag in Berlin mit Facebook-Vertretern. Diese hätten keine Antworten auf die Frage gehabt, wie die Finanzstabilität bei Libra garantiert werden solle, sagte de Masi. „Wir brauchen dringend eine Diskussion über einen staatlich garantierten E-Euro als Alternative“, forderte er.

dpa/pf

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news-23963 Thu, 12 Sep 2019 14:11:42 +0200 Im Notfall die ganze Nation erreichen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/im-notfall-die-ganze-nation-erreichen-23963/ Island hat die Lösung Public Warning von Everbridge implementiert. Mit dem öffentlichen Alarmierungssystem erweitert der Inselstaat die Reichweite und die Funktionen seiner nationalen Notfallwarnung. Public Warning ermöglicht es Island, sowohl seine 360.000 Einwohner als auch die rund zwei Millionen jährlichen Besucher des Landes in Notfällen zu alarmieren. Befinden sie sich in einem Gebiet, das von einem kritischen Ereignis wie Feuer, vulkanischen Aktivitäten, extremem Wetter oder einem Terrorangriff betroffen ist, erhalten sie standortbezogen SMS-Nachrichten auf ihre Mobiltelefone.

Die Lösung des Anbieters für Critical Event Management (CEM) basiere auf der vorhandenen Telekommunikationsinfrastruktur Islands und könne eingesetzt werden, ohne dass dafür eine Registrierung oder ein Opt-in der Empfänger erforderlich sei. Die zuständigen Behörden könnten sämtliche Mobilfunktelefone in den betroffenen Gebieten direkt von den lokalen Mobilfunkmasten aus erreichen. Zudem hätten die Behörden die Möglichkeit, eine bi-direktionale Kommunikation zu eröffnen. Damit können sie sich bestätigen lassen, ob die Menschen in Sicherheit sind oder ihre Notrufe entgegennehmen.

Die Alarmierungslösung soll Island aber nicht nur dabei helfen, Personen zu warnen, die sich auf seinem Staatsgebiet befinden. Auch Bürger des Landes, die sich anderswo in der Welt aufhalten, lassen sich damit erreichen. Das Außenministerium könne auf diesem Weg gewährleisten, dass auch diejenigen Isländer Mitteilungen und Instruktionen erhalten, die sich außerhalb ihres Landes in der Nähe eines kritischen Vorfalls befinden.

„Die neue standortbezogene Alarmierung ermöglicht uns, Informationen sehr schnell zu verbreiten“, sagt Tómas Gíslason, Deputy CEO bei 112 Iceland, Betreiber der offiziellen App für den isländischen Rettungsdienst 112. „Durch das hochskalierbare System sind wir in der Lage, große Teile der Bevölkerung binnen Minuten zu erreichen. Das kann für jeden, der sich in einem Gefahrengebiet befindet oder dort einen Angehörigen sucht, entscheidend sein. Wir erhalten aber auch viele wertvolle Informationen. Indem wir wissen, wie viele Personen sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten, können wir das Ausmaß besser einschätzen und unsere Rettungsmaßnahmen gezielter vorbereiten.“

Die Critical-Event-Management-Plattform von Everbridge wird neben Island von zahlreichen anderen lokalen, regionalen und nationalen Behörden weltweit genutzt. Mehr als 500 Millionen Menschen in über 200 Ländern sollen damit inzwischen erreichbar sein. Die spezielle Lösung Public Warning komme dabei neben Island auch in Australien, auf den Bahamas, in Griechenland, den Niederlanden, Schweden, Singapur und einigen der größten Bundesstaaten Indiens zum Einsatz.

Bild: Gettyimages/iStock

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news-23965 Thu, 12 Sep 2019 14:10:35 +0200 Online-Spiele in Ultra-Tempo: Tokyo Game Show öffnet Tore http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/online-spiele-in-ultra-tempo-tokyo-game-show-oeffnet-tore-23965/ Ein zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020 geplantes ultraschnelles Mobilfunknetz der 5. Generation soll auch die Entwicklung von Video- und Computerspielen beschleunigen. Auf der am Donnerstag angelaufenen Tokyo Game Show am Rande der japanischen Hauptstadt weckt der japanische Telekom-Riese NTT DoCoMo, der zusammen mit den heimischen Rivalen KDDI, Softbank und Rakuten kommendes Jahr den kommerziellen Start des ultraschnellen Mobilfunk-Netzwerks plant, hohe Erwartungen an Online-Spiele mit dem 5G-Netz.

Damit sollen Spieler Daten mit einer bis zu hundert Mal höheren Übertragungsrate als bisher senden und empfangen können. Mit einem Smartphone lässt sich so ein Zwei-Stunden-Film in nur drei Sekunden herunterladen.

Knapp ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio steht auch der E-Sport auf dem Programm der Tokyo Game Show. Während E-Sport im benachbarten Südkorea, den USA und Europa bereits populär ist, hinkt Olympia-Ausrichter Japan nach Einschätzung von Branchenbeobachtern noch etwas hinterher. Online-Wettbewerbe befänden sich hier noch in einem relativ frühen Stadium. Die Tokyo Game Show hofft denn auch, noch mehr heimische Spieler für diesen Bereich des rasant wachsenden Spielemarkts begeistern zu können.

Unmittelbar vor Beginn der Olympische Spiele finden nächstes Jahr die Intel World Open in Tokio statt, wie der Elektronikhersteller Intel am Vortag der Tokyo Game Show mitgeteilt hatte. Der Wettbewerb entstehe in Kooperation mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Das Turnier läuft vom 22. bis 24. Juli, dem Tag der Eröffnungsfeier.

Rund 250.000 Besucher werden zu der viertägigen Tokyo Game Show auf dem Messegelände Makuhari in der Tokioter Nachbarprovinz Chiba erwartet, bei der 655 Aussteller aus 40 Ländern ihre neuesten Produkte präsentieren. Die ersten beiden Tage sind für Branchenvertreter und die Presse geöffnet, am 14. und 15. September öffnet die alljährliche Messe für das allgemeine Publikum die Tore.

dpa/pf

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news-23964 Thu, 12 Sep 2019 14:10:02 +0200 5G im Produktionsalltag http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/5g-im-produktionsalltag-23964/ Florian Haase von der Topdesk Deutschland GmbH und Sven Koltermann von Telefónica Deutschland im Gespräch über die Bedeutung der 5G-Einführung für den Mittelstand. Die Versteigerung der 5G-Frequenzen ist Geschichte. Jetzt gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und das neue Mobilfunknetz aufzubauen. Darauf setzt der Mittelstand große Hoffnungen. Doch schon im vergangenen Jahr mahnte Claudia Nemat, Technologievorstand der Deutschen Telekom, mehr Realismus an, denn: „5G ist nicht die Allzweckwaffe für alles.“ Mit „alles“ meint sie Szenarien wie selbstfahrende Autos, ultraschnelles Live-Streaming oder mobile Roboter in der Fabrikhalle.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

5G soll vor allem zuverlässig hohe Bandbreiten und geringe Reaktionszeiten bis zu einer Millisekunde zur Verfügung stellen. Wer braucht das wirklich? Das Internet of Things großer Industriekonzerne, die Big-Data-Plattformen der Cloud-Ära oder große Logistikdienstleister werden davon profitieren. Dem normalen Smartphone-Nutzer dagegen wird auch künftig der heute gebräuchliche LTE-Standard vollauf genügen. Und was ist mit den typischen Mittelständlern? IT-MITTELSTAND hat bei zwei Experten nachgefragt.

ITM: Technologien wie das Internet der Dinge oder 5G-Mobilfunk verändern auch das Facility-Management. Wo sehen Sie die größten Optimierungsmöglichkeiten für Mittelständler?
Florian Haase: Der geplante Breitbandausbau kann als große Chance für den Mittelstand betrachtet werden, für den bisher die unzureichende Netzverfügbarkeit als relevantes Hemmnis auf dem Weg zur Digitalisierung angesehen wird. Denn 5G schafft weitere Grundlagen, den Mehrwert des Internet der Dinge für sich zu nutzen: Immer mehr Assets werden uns künftig eigenständig über anstehende Wartungen oder Fehlfunktionen informieren. Diese kleinen, aber in der Menge zunehmenden Meldungen benötigen eine stabile Netzanbindung, um interagieren und den Betreiber mit Daten versorgen zu können – und das auch außerhalb der großen Städte und Metropolregionen.

Gerade in kleineren Betrieben ist die starke Service-Orientierung ein wichtiger Faktor der Kundenbindung. Hier wird es künftig entscheidend sein, diese aufkommenden technischen Möglichkeiten je nach Unternehmung bestmöglich für sich auszuschöpfen, um mit den großen Anbietern auf dem Markt konkurrieren zu können. Mittelständische Unternehmen sind oft entscheidungsfreudiger, können also flexibel auf anstehende Änderungen reagieren und sich hinsichtlich digitaler Innovationen klar fortschrittlich auf dem Markt positionieren.

Sven Koltermann: Neue IoT-Übertragungstechnologien wie die zu 5G gehörenden Übertragungsarten NB-IoT und LTE-M bieten komplett neue Möglichkeiten, Geräte im Gebäude auch an Orten zu vernetzen, an denen vorher kein ausreichender Empfang herrschte bzw. wo keine Stromquelle vorhanden ist. So halten z. B. bei Geräten, die NB-IoT einsetzen, die Batterien bis zu zehn Jahre lang. Zudem wird durch NB-IoT die Übertragungsreichweite deutlich gesteigert.

Aber auch Value-Added-Services, die auf Dienstleistungen des Mittelstands aufsetzen, haben ein Potential für Optimierung und eignen sich zur Differenzierung von Wettbewerbern. So hat etwa unser IoT-Kunde Flintec IT eine clevere Lösung entwickelt, die Service-Einsätze dokumentiert.

Bei Service-Einsätzen generell gilt die bewährte Maxime: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – egal ob bei Facility-Management-Kunden oder sonstigen Dienstleistern. Finden die Einsätze außerhalb von Gebäuden oder zu wechselnden Zeiten statt, beispielsweise bei der Pflege von Außenanlagen oder bei Winterdiensten, sind flächendeckende Kontrollen der geleisteten Arbeit nur schwer möglich. Wenn wieder einmal Mitarbeiter ausfallen, sinkt oft die Servicequalität. Darunter leidet die Kundenbeziehung – mitunter drohen sogar Vertragsstrafen.

Solche Risiken gilt es zu minimieren und die zunehmende Digitalisierung unserer Wirtschaft erleichtert dieses Vorhaben: Smartphones, Tablets oder GPS-Geräte sind im Alltag der meisten Menschen angekommen. Sie verfügen über Funktionen, welche die Ort- und Zeitbestimmung leicht machen.

ITM: Es fallen immer wieder Stichworte wie Smart Building oder Smart Factory. Was bedeuten diese Konzepte konkret für Kernaufgaben des Facility-Managements, z.B. für das Gebäude- und Inventar-Management?
Koltermann: Nehmen wir beispielsweise im Bereich Smart Building unseren Kunden Bosch Sicherheitssysteme. Bei Einbrüchen, Feuer oder Schäden durch Naturkatastrophen ist es essentiell, Notrufdienste schnell und zuverlässig zu alarmieren. Damit es zu keinerlei Verzögerung in der Kommunikationskette kommt, setzt das Unternehmen auf zwei Systeme: Ein primäres System versendet typischerweise Alarmmeldungen über Festnetz, ein sekundäres neuerdings parallel per IoT-Kommunikation. Unsere SIM-Karte bietet dank nationalem und internationalem Roaming globale Konnektivität in über 159 Ländern und mehr als 550 Mobilfunknetzen.

Mit Daimler rüsten wir als Erster die „Factory 56“ mit 5G aus – und sammeln dabei gemeinsam Erfahrungen, wie 5G den Produktionsalltag optimieren kann. Im Smart Building werden 5G-Netze vermutlich nicht als eigenständige private Netze ausgerollt, jedoch bietet hier zukünftig das sogenannte Network-Slicing in Kombination mit NB-IoT und LTE-M neue Möglichkeiten.

Haase: Schnittstellen werden ein zunehmend wichtiges Thema: Wenn auch nicht von heute auf morgen, so wird die Entwicklung doch stetig in Richtung „smarter” Konzepte gehen und damit die Arbeit innerhalb des Gebäude- und Inventarmanagements nachhaltig verändern.

Während heute noch stark reaktiv gearbeitet wird, so stehen bei einer fortschreitenden Integration von Geräten in ein bündelndes System eine Menge Daten zur Verfügung, die den Betreibern dieser Produkte ein proaktiveres Vorgehen erlauben: Als Dienstleister in diesem Bereich kann ich mich über Störungen an den verwalteten Assets in kürzester Zeit informieren lassen und habe im Optimalfall eine Lösung parat, noch bevor mein Kunde von dem Vorfall betroffen war.

Zudem rückt der unterstützende Gebrauch von Software-Lösungen zunehmend in den Mittelpunkt. Damit lassen sich Gebäude und Inventar im besten Fall einfach und übersichtlich pflegen, auftretende Störungen daran auch mobil einsehen und deren Lösung dokumentieren. Diese software-basierte Unterstützung in der täglichen Arbeit entfaltet künftig dann ihren vollen Umfang, wenn ich diese nicht nur zur akuten Störungsbehebung nutzen, sondern darauf aufbauend auch langfristig planen kann. Ziel ist dabei, belegbar Engpässe auszuweisen und im Einkauf anfällige Objekte meiden zu können.

ITM: Inwieweit kann künftig Künstliche Intelligenz (KI) helfen, das Facility-Management effektiver und effizienter zu gestalten?
Haase: KI ist das Schlagwort der Stunde. Industrie 4.0 geht mit KI-gesteuerten Produktionsabschnitten als starkes Beispiel voran. Dies wirft die Frage auf, ob das Facility-Management im Mittelstand überhaupt die gleiche Art von KI benötigt oder ob eine smarte Unterstützung ausreicht.

In mittelständischen Unternehmen wird häufig auf ein eher familiäres Miteinander gesetzt. Die Ergänzung der menschlichen Kompetenz durch smarte Antworten einer Software kann das Facility-Management effizient unterstützen. Dabei geht es um Fragen wie: Zu welchen Gebäuden und Objekten liegen viele Meldungen vor? Wie ist es um die Auslastung reservierbarer Räume bestellt? Unserer Einschätzung nach ist KI für den Mittelstand noch nicht klar definiert, doch smarte „Babyschritte“ können helfen, der zukünftigen KI den Weg zu ebnen.

Koltermann: Die Basis von KI sind große Mengen von Daten. Diese entstehen beim Facility-Management täglich durch normale Geschäftsprozesse, z. B. innerhalb der Sicherheitssysteme bei der Zugangskontrolle oder bei der Gebäudesensorik.

Wir selbst setzen beispielsweise für die Instandhaltung und Optimierung unseres Mobilfunknetzes KI sowie entsprechende Algorithmen und Datenanalysen ein. Dabei nutzen unsere Fachleute die gewonnenen Erkenntnisse, um beispielsweise Wartungsplanungen zu optimieren.

Fragen von Berthold Wesseler

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news-23966 Thu, 12 Sep 2019 14:06:59 +0200 Facebook sperrt Chatbot auf Netanjahus Profil http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/facebook-sperrt-chatbot-auf-netanjahus-profil-23966/ Kurz vor der israelischen Parlamentswahl hat Facebook den Chatbot auf dem Profil von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeitweise blockiert. Hintergrund ist eine Hetzbotschaft gegen eine mögliche linksorientierte Regierung und Araber, wie Medien am Donnerstag berichteten. Ein Facebook-Sprecher verwies auf eine Überprüfung des Wahlkampf-Bots von Netanjahus Likud-Partei. „Wir fanden eine Verletzung unserer Vorgaben gegen Hassreden.“ Der Bot - ein automatisiertes Programm - sei für 24 Stunden gesperrt worden.

Nach Medienberichten hatten Besucher von Netanjahus Facebook-Profil zuvor eine automatische Nachricht erhalten, die unter anderem vor einer linksorientierten Regierung warnte aus „Arabern, die uns alle zerstören wollen - Frauen, Kinder und Männer - und einen atomaren Iran erlauben, der uns töten wird“.

Bei der Wahl am kommenden Dienstag zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen Netanjahus rechtskonservativem Likud und dem oppositionellen Bündnis der Mitte, Blau-Weiß von Ex-Militärchef Benny Gantz, ab. Netanjahu machte bereits in der Vergangenheit und nun auch in diesem Wahlkampf Stimmung gegen arabische Wähler.

Eine Sprecherin von Netanjahus Likud-Partei bezeichnete den Text als ein „Versehen eines Mitarbeiters in der Zentrale“. „Ministerpräsident Netanjahu hat den Post nicht gesehen, noch hat er ihn genehmigt“, schrieb sie in einer Mitteilung. „Er stimmt der Aussage nicht zu.“ In dem Moment, als er davon erfahren habe, habe er darum gebeten, den Post sofort zu entfernen. Auch Netanjahu selbst wies in einem Interview jegliche Verantwortung für den Post zurück.

dpa/pf

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news-23962 Thu, 12 Sep 2019 13:57:23 +0200 IoT: Schritt für Schritt zur Anwendung http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/iot-schritt-fuer-schritt-zur-anwendung-23962/ Xenia Giese, Industry Solution Executive Retail & Consumer Good bei Microsoft, erklärt, wie die Implementierung einer IoT-Lösung angegangen werden kann. Phase 1: Infrastruktur vorbereiten und Erfahrungen sammeln

In der ersten Phase sollten schon vorhandene Sensoren mithilfe der IoT-Infrastruktur eingebunden werden, damit deren Daten durch KI nach Mustern ausgewertet werden können. Da in der ersten Phase der Fokus auf der Vorbereitung der Infrastruktur und auf dem Sammeln von Erfahrungen liegt, werden diese Muster nur erfasst und Regelmäßigkeiten oder Rhythmen herausgearbeitet, die beispielsweise in manuellen Maßnahmen durch die Filialmitarbeiter am nächsten Tag resultieren.

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Phase 2: Wenige Anwendungsfälle automatisieren

Die zweite Phase umfasst die Automatisierung der Maßnahmen. In dieser Phase müssen eine IoT-Infrastruktur und eine KI-basierte Auswertung für wenige Anwendungsfälle bereits vorhanden sein. Zudem sollten aufgrund der Erfahrungen aus Phase 1 typische Muster erkannt sowie die entsprechenden Maßnahmen als Reaktionen darauf definiert worden sein. Darüber hinaus wird für die Automatisierung der Maßnahmen eine geeignete Anlaufstelle benötigt, beispielsweise ein Filialmitarbeiter mit einem Smartphone, ein Wearable oder auch ein Automat, Roboter oder eine Steuerungseinheit.

Phase 3: Infrastruktur und wenige Anwendungsfälle ausrollen

In der dritten Phase wird die IoT- und KI-Infrastruktur sukzessive in weiteren Filialen implementiert. Es können auch weitere Anwendungsfälle, die auf schon vorhandenen Sensoriken in der Filiale beruhen, hinzugeschaltet werden, so beispielsweise die Vereinheitlichung der Gebäude- und Klimasteuerung über mehrere Filialeinheiten hinweg, die durch eine übergreifende KI-basierte Analyse mögliche Einsparungspotentiale beim Stromeinkauf identifizieren oder durch automatisierte Steuerung die Effizienz verbessern kann. In dieser Phase wird damit nicht nur ein erster Return on Invest erreicht, sondern auch die Möglichkeit geschaffen, Erfahrungen mit weiteren Anwendungsfällen zu sammeln.

Phase 4: Weitere Anwendungsfälle aufschalten

Die vierte Phase macht sich die vorhandene IoT- und KI-Infrastruktur zunutze und ermöglicht eine Erweiterung um Anwendungen, die auf neuen, d.h. noch nicht in der Filiale vorhandenen Sensoriken beruhen. Dabei ist zu empfehlen, mit möglichst kostengünstigen Sensoriken zu starten, die idealerweise einen großen Einfluss auf operative Kennzahlen haben.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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news-23961 Thu, 12 Sep 2019 13:14:22 +0200 EuGH kippt deutsches Leistungsschutzrecht für Verlage http://www.it-zoom.de/it-director/e/eugh-kippt-deutsches-leistungsschutzrecht-fuer-verlage-23961/ Das 2013 eingeführte deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist vom Europäischen Gerichtshof gekippt worden. Es ist nicht anwendbar, da die Bundesregierung den Entwurf nicht vorab an die EU-Kommission übermittelt hatte, wie die Richter feststellten. Es ist nicht anwendbar, da die Bundesregierung den Entwurf nicht vorab an die EU-Kommission übermittelt hatte, wie die Richter feststellten. Suchmaschinen wie Google können damit vorerst wieder Fragmente aus Medieninhalten anzeigen, ohne dafür zu bezahlen.

Mit dem Leistungsschutzrecht wurden Betreiber von Suchmaschinen grundsätzlich verpflichtet, Presseverleger zu vergüten, wenn sie Auszüge aus deren Inhalten darstellen.

In diesem Jahr wurde mit der EU-Urheberrechtsreform ein ähnlich gelagertes europäisches Leistungsschutzrecht beschlossen, das bis Juni 2021 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Deutsche Verlegerverbände riefen die Gesetzgeber nach dem Urteil auf, schnell zu handeln.

Das Bundesjustizministerium kündigte an, es werde das EuGH-Urteil prüfen und „zeitnah“ einen Entwurf zur Umsetzung des europäischen Leistungsschutzrechts vorlegen.

Das deutsche Leistungsschutzrecht für Presseverlage war am 1. August 2013 in Kraft getreten. Im Gesetz heißt es, nur „einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte“ - sogenannte Snippets - dürften von Suchmaschinen frei verwendet werden. Darüber, wie lang ein Snippet nach dieser Formulierung sein kann, gab es bis zuletzt Debatten.

„Das Urteil heißt im Grunde, dass Google solche Snippets unentgeltlich veröffentlichen kann“, sagte Michael Knospe, Medienrechtsexperte im Münchner Büro von Simmons & Simmons. Das gelte, bis die Vorgaben der neuen EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. „Auch über diese Umsetzung wird die Kommission in Kenntnis gesetzt werden müssen.“

Der EuGH äußerte sich zu einem Verfahren vor dem Berliner Landgericht, in dem die Verwertungsgesellschaft VG Media Schadenersatz von Google verlangt. Nach Angaben von Mai ging es dabei allein für die Zeit vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2018 um 1,24 Milliarden Euro.

Die VG Media vertritt Presseverlage in Deutschland, darunter Axel Springer, Handelsblatt, Funke und Dumont. Im August 2014 erteilten etliche Verlage innerhalb der VG Media eine „Gratiseinwilligung“ an Google, weil sie sonst nicht mehr mit Snippets in Suchergebnissen dargestellt worden wären.

Die Bundesregierung war seinerzeit davon ausgegangen, dass der Entwurf nicht in Brüssel vorgelegt werden muss. Auch die Kommission selbst sei damals dieser Ansicht gewesen, betonte das Bundesjustizministerium.

Das Berliner Landgericht bat den EuGH 2017, diese Einschätzung zu prüfen. Die Richter in Luxemburg folgten nun der Ansicht ihres Gutachters, dass das deutsche Leistungsschutzrecht speziell Anbieter von Diensten der Informationsgesellschaft betraf. In diesen Fällen ist gemäß einer EU-Richtlinie eine vorherige Notifizierung der Kommission Pflicht. Der Schritt kann nicht nachgeholt werden.

„Wir freuen uns, dass dies nun geklärt ist“, erklärte Google am Donnerstag knapp zu dem EuGH-Urteil.

Der Geschäftsführer der VG Media, Markus Runde, betonte, dass die Entscheidung nur den Zeitraum zwischen 2013 und der Verabschiedung der neuen EU-Richtlinie zum Urheberrecht im April 2019 betreffe. Das europäische Presseverlegerrecht sei zu Gunsten der Verleger weitgehender und robuster ausgestaltet. „Die Presseverleger bitten den deutschen Gesetzgeber daher, jetzt umgehend für Rechtssicherheit zu sorgen.“

„Der EuGH-Beschluss irritiert“, erklärten der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der Verband Deutscher Lokalzeitungen (VDL) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und verwiesen auf das Leistungsschutzrecht in der EU-Richtlinie. Nun sei es „Aufgabe des deutschen Gesetzgebers, schnell für Rechtssicherheit zu sorgen und das europäische Presseleistungsschutzrecht zügig und eindeutig vorab umzusetzen.“

Der Branchenverband Bitkom kritisierte das gekippte deutsche Leistungsschutzrecht als „Bremsklotz für den freien Informationsfluss und die Medienvielfalt im Internet“. Wichtiger sei nun aber die Umsetzung der EU-Reform. „De facto fördern Suchmaschinen den Zugriff auf Webseiten von Presseverlegern“, argumentierte der Verband. Davon profitierten gerade kleine Verleger. „Die Politik darf die Fehler des deutschen Leistungsschutzrechts bei der Umsetzung eines europäischen Leistungsschutzrechts nicht wiederholen.“

dpa/pf

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news-23960 Thu, 12 Sep 2019 11:05:36 +0200 SAP for Me http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-for-me-23960/ SAP hat als offene Betaversion das Onlineportal „SAP for Me“ gestartet. Es soll SAP-Kunden als personalisierter Einstiegspunkt und als „digitaler Begleiter“ einen „klaren Überblick über ihr gesamtes Produktportfolio bieten“. Die Walldorfer schlagen damit einen neuen Weg bei der User-Information vor. Man darf gespannt sein, auf welche Resonanz dieser Vorschlag stößt. Sobald praxisreif, soll „SAP for Me“ – einschließlich der On-Premise- und Cloud-Produkte – das gesamte Angebot von SAP-Produkten und -Services abdecken. Noch allerdings sind in der jetzt gestarteten kostenlosen Betaversion manche Funktionen oder bestimmte Aspekte davon noch nicht verfügbar. Außerdem können einige der angezeigten Daten unvollständig sein. Daher werden die Kunden um Feedback in Form von Verbesserungsvorschlägen und Fehlerhinweisen gebeten.

Auf lange Sicht soll SAP for Me zum zentralen Einstiegspunkt für alle digitalen Interaktionspunkte des Herstellers dienen, zum Beispiel für Einrichtung, Betrieb, Einführung, Verlängerung und Erweiterung seiner Software-Angebote. Das Portal soll in Zukunft alle wichtigen Benachrichtigungen, Kennzahlen und Informationen über das Produktportfolio eines Kunden an einem Ort zusammenfassen. Es soll auch dann für alle Kunden mit einem gültigen Vertrag und einem S-User kostenlos bleiben.

„Ganz gleich, ob Kunden gerade ein neues Produkt gekauft haben oder es verlängern möchten“, sagte SAP-Vorstand Christian Klein. „SAP for Me ist die Anlaufstelle für alle Informationen über ihre genutzten Produkte und Services – zugeschnitten auf die Anforderungen jedes einzelnen Nutzers.“ Kunden hätten die Möglichkeit, ihre Einstellungen im Bereich „Intelligente Startseite“ zu personalisieren. Auf dieser Grundlage erhalten sie dann einen personalisierten Überblick mit Funktionen, Kennzahlen und Self-Services. Nutzer können in Echtzeit auf ihre Supportmeldungen, Informationen zur Cloud-Nutzung, eine Liste der Produktdetails und ihren Lernstatus zugreifen.

Allerdings ist das alles noch Zukunftsmusik. Bei der Ankündigung heißt es zum Beispiel: „Wenn wir leistungsfähigere Funktionen einführen, kann es […] ohne vorherige Ankündigung kurzzeitig zu Serviceunterbrechungen kommen. Aus technischen Gründen führen wir diese Betaversion schrittweise ein, um die Performance und Benutzerfreundlichkeit zu optimieren. Der Zugang kann daher für neue Nutzer zeitweise eingeschränkt sein.“

Ob diese Ankündigung mehr ist als ein reines Placebo für die mit dem SAP-Support hadernden Kunden, bleibt abzuwarten. Die Frage ist auch: Welcher User möchte sich schon ganz nebenbei zu seiner normalen Arbeit in die Untiefen des SAP-Systems begeben – und welcher IT-Chef möchte das erlauben? Auch die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) hält sich auf Anfrage von DV-Dialog noch mit einer Einschätzung zurück. Pressesprecher Thomas Kircher will noch zuwarten mit einer Einschätzung, denn „aktuell haben wir dazu noch keine Erfahrungswerte […]. Es ist aber auf jeden Fall ein Thema, das wir im Auge behalten können.“


Bildquelle: SAP

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-23953 Thu, 12 Sep 2019 11:00:00 +0200 Individueller Umstieg auf Windows 10 http://www.it-zoom.de/it-director/e/individueller-umstieg-auf-windows-10-23953/ Rollout mit besonderen Herausforderungen: Das Photovoltaikunternehmen SMA ­Solar Technology hat 1.300 Arbeitsplätze auf Windows 10 umgerüstet. Mit Unterstützung seines IT-Dienstleisters konnten auch spezielle Anforderungen ­umgesetzt werden, ohne den laufenden Betrieb zu behindern. Im Januar 2020 stellt Microsoft den Support und damit die regulären Sicherheits-Updates für Windows 7 ein. Unternehmen sollten also dringend den Umstieg auf Windows 10 vorbereiten. Vor allem wenn viele Arbeitsplätze betroffen sind, kann dies zu einer großen logistischen Herausforderung werden. Schließlich muss der Betrieb parallel weiterlaufen.

Auch für den Photovoltaik- und Systemtechnikspezialisten SMA Solar Technology AG (SMA) aus Kassel kam der Zeitpunkt, ein großes Rollout-Projekt für die Betriebssystemmigration zu initiieren – bei über 3.000 Mitarbeitern in 18 Ländern, von denen 1.300 IT-Arbeitsplätze noch nicht die neue Windows-Version nutzten, eine anspruchsvolle Aufgabe. Zusätzlich hatte SMA einige spezifische Anforderungen an die Migration, die das Projekt noch umfangreicher machten. So sollten alle Arbeitsplätze am Ende wieder die gleiche Software installiert haben, die der jeweilige Anwender vor dem Umzug aktiv genutzt hatte. Damit sollten eine Nachbestellung der Anwender-Software und die damit verbundenen Prozessaufwände vermieden werden. 

Auch durfte die laufende Produktion nicht gestört oder unterbrochen werden. Die Maschinen mussten weiterlaufen, die Mitarbeiter aufgrund von dringenden Terminen arbeitsfähig bleiben. Daher war es für den Photovoltaikspezialisten wichtig, dass die User den Zeitpunkt der Neuinstallation ihres PCs innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens selbst festlegen konnten.

Anders als die Umstellung auf die Cloud, die parallel im Backend ablief, ist der User Impact bei der Windows-10-Migration sehr hoch. Jeder Rechner musste einzeln umgestellt werden. Daher wollte man die Gelegenheit nutzen, an jedem Arbeitsplatz firmenweit auf Microsoft Office 365 umzusteigen, um nicht zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf jeden einzelnen PC zugreifen zu müssen. Die eigene IT-Abteilung verfügte jedoch nicht über das Fachwissen und vor allem nicht über die Kapazitäten, um diese spezielle Aufgabe umzusetzen. Das Anwenderunternehmen bat daher seinen langjährigen Partner Mod IT Services GmbH, ein Migrationskonzept für einen firmenweiten Rollout für Windows 10 zu entwickeln. Der IT-Dienstleister aus Einbeck in Niedersachsen hat sich auf individuelle Workplace-Management- und IT-Sicherheitslösungen spezialisiert.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Die Bestandsaufnahme zeigte, dass der Photovoltaikspezialist im Bereich Hardware sehr gut ausgestattet ist und für dieses Rollout-Projekt zunächst keine PCs ausgetauscht werden mussten. Anstelle eines Upgrades sah das Migrationskonzept eine saubere Neuinstallation auf die stabile Version 1803 der Enterprise-Edition von Windows 10 vor. Damit nicht jedes System einzeln aktualisiert werden musste, wollte der Dienstleister die neue Windows-Version über die Client-Management-Software Empirum von Matrix42 zentral verteilen.

„Das Rollout-Projekt war durchaus komplex und sehr individuell. Unsere IT-Abteilung ist auch so gut ausgelastet, daher war das Migrationskonzept und die effiziente Umsetzung durch unseren externen Partner so wertvoll für uns“, erinnert sich Martin Ritter, Projektleiter bei SMA, an den Kick-off. Im Dezember 2018 wurde das Konzept mit einer kleinen, aber breit gefächerten User-Gruppe erfolgreich geprobt, dokumentiert und anschließend hochskaliert. Bereits im Januar 2019 konnte dann der Rollout für die restlichen mehr als 1.000 Arbeitsplätze starten.

Kein Umstieg auf ein neues Betriebssystem läuft ab, ohne dass die Arbeitsabläufe der Nutzer währenddessen massiv gestört werden. Deshalb enthielt das Migrationskonzept verschiedene Maßnahmen, um den Impact auf die User und den Betriebsablauf so gering wie möglich zu halten und die oben genannten Anforderungen von SMA umzusetzen. So wurde in einem automatisierten Prozess mithilfe von Tabellen für jeden Rechner ein Ist-Soll-Abgleich vorgenommen und die vorher genutzte Software nach dem Aufspielen des neuen Betriebssystems wieder installiert. Um Datenverluste zu verhindern, falls einzelne Nutzer Daten lokal auf ihren Rechnern gespeichert hatten, stellte die IT den Cloudspeicher Onedrive zur Verfügung, auf dem die Nutzer selbstverantwortlich ihre Daten sichern konnten.

Die Migration selbst anstoßen

Damit die Mitarbeiter die Migration zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt durchführen konnten, entwickelte der Dienstleister ein Software-Paket, das über eine API an die Client-Management-Lösung von SMA angeschlossen wurde. Die Mitarbeiter konnten den Migrationszeitpunkt innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens selbst anstoßen, idealerweise zum Feierabend. Gleichzeitig erfolgte die automatisierte Umstellung auf Microsoft Office 365. Am nächsten Morgen war dann der PC wieder einsatzbereit.

Ein wesentlicher Teil des Konzepts umfasste neben den technischen Aspekten das Projektmanagement und die Kommunikation. Der Dienstleister musste sicherstellen, dass auch wirklich jeder PC irgendwann neu installiert wurde. Per Intranet, Newsletter und persönlicher Erinnerung wurden die Mitarbeiter auf das bevorstehende Migrationsprojekt vorbereitet. Während des Rollouts waren Techniker des Dienstleisters, sogenannte „Floorwalker“, vor Ort und für Fragen, Nacharbeiten oder etwaige Problemlösungen für die Mitarbeiter von SMA jederzeit ansprechbar. Auch nach dem Ende des Rollouts werden die IT-Arbeitsplätze weiterhin zen-tral durch den Dienstleister über das Client-Management-System Empirum verwaltet. 

Bildquelle: SMA Solar Technology

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IT-Director Software
news-23959 Thu, 12 Sep 2019 09:33:52 +0200 Zentrale Rolle bei der Sicherheit http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/zentrale-rolle-bei-der-sicherheit-23959/ Sebastian Weber, Product Manager bei der Aagon GmbH, erläutert im Interview u.a. die Bedeutung von Unified-Endpoint-Management-Lösungen für die Sicherheit und die mobile Arbeitswelt. ITM: Herr Weber, UEM ist in vieler Munde. Wie definieren Sie den Begriff?
Sebastian Weber:
Wir bei Aagon denken, dass Unified Endpoint Management weit mehr ist als die zentrale Geräteverwaltung einer IT-Umgebung. Unternehmen verwalten neben Servern, Desktop-Rechnern und mobilen Endgeräten heute auch zahlreiche weitere Geräteformen. IT-Administratoren haben bereits jetzt ein hohes Maß an Flexibilität bei der Inventarisierung, Zuordnung und Verwaltung.

ITM: Welche Bedeutung übernimmt UEM bei der Integration in eine Sicherheitslösung?
Weber:
UEM spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherheit. Unserer Ansicht nach gehören zum UEM auch das Patchmanagement, das Schwachstellenmanagement und das Asset Management. Also immer das Zusammenspiel der IT-Sicherheit mit der Softwareverteilung und auch dem Wissen über vorhandene Zutrittskarten usw. Es bringt nichts, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hat, aber noch eine Zutrittskarte besitzt und diese auch Jahre nach seinem Weggang noch benutzen kann.

ITM: Welches Potential bietet UEM hinsichtlich der mobilen Arbeitswelt?
Weber:
Die steigende Nutzung von mobilen Endgeräten in Unternehmen schafft völlig neue Einsatzmöglichkeiten. IT-Administratoren werden sich bewusst, dass Unified Endpoint Management bei der Verwaltung von Geräten einen signifikanten Unterschied machen kann, es diese leichter macht und Zeit spart. Während das manuelle Updaten von mobilen Endgeräten in der Vergangenheit je nach Unternehmensgröße schon mal einen halben Arbeitstag dauern konnte, benötigen Admins mit modernen Lösungen dafür heute meist nur noch wenige Minuten. Wir wollen Unternehmen unterstützen, mehr aus diesen Möglichkeiten zu machen.

ITM:Wie wirken sich aktuelle Technologien des Internets der Dinge (IoT) auf UEM aus?
Weber:
Unified Endpoint Management hat unglaubliche Aussichten. Unternehmen haben mit dem Internet der Dinge großartige Möglichkeiten, ihre IT-Strukturen besser zu vernetzen und zugleich sicherer aufzustellen. Die bereits bekannten Use Cases sind erst der Auftakt. Immer smartere Produktionssysteme erfassen über Sensoren in Echtzeit alle relevanten Betriebs- und Maschinendaten und werten diese aus, was eine besondere Herausforderung an das Unified Endpoint Management stellt.

ITM: Wie verändern sich durch UEM die Aufgaben von Admins im Mittelstand?
Weber:
Früher war der Admin in vielen Unternehmen die umgangssprachliche eierlegende Wollmilchsau, die mehrere Brände parallel gelöscht hat. Heute übersetzt sich die höhere Komplexität des IT-Managements in Jobprofilen zwar immer noch in ein breites Set an Skills, Wissen und Erfahrungsschatz. Wir beobachten aber zugleich, dass vor allem mittelständische Unternehmen den Wert einer vollintegrierten Unified-Endpoint-Management-Lösung erkennen und Admins suchen, die bereits mit entsprechender Software vertraut sind. Das erkennen wir auch an einer gestiegenen Nachfrage nach unseren Produktschulungen in den vergangenen Jahren.

ITM: Wann lohnt sich das Outsourcing eines Admins?
Weber:
Das kann so pauschal nicht beantwortet werden. Es kommt immer auf die IT-Umgebung und den Bedarf an. Generelle einzelne Aufgaben wie etwa das Patchmanagement und das Schwachstellenmanagement können als wiederkehrende Arbeiten gut von externen Dienstleistern erledigt werden. Das heißt aber nicht, dass hierdurch ein Admin ‚eingespart‘ werden kann, sondern dass die IT-Abteilung durch solche Maßnahmen mehr Zeit für das tägliche Geschäft und die digitale Transformation gewinnt und somit das Unternehmen zukunftsfähiger gestalten kann.

Bild: Aagon

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Ralf Schädel IT-Mittelstand Startseite it-zoom Organisation
news-23955 Wed, 11 Sep 2019 23:24:04 +0200 Neue Mainframe-Generation z15 von IBM http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neue-mainframe-generation-z15-von-ibm-23955/ Heute kommt die neue Mainframe-Generation z15 auf den Markt. Sie löst den im Juli 2017 vorgestellten Vorgänger z14 ab, dessen bis zu 170 Processing-Units über bis zu zehn Cores verfügen, die mit 5,2 GHz getaktet sind. Die neuen Prozessoren – maximal 190 Units mit jeweils bis zu 12 Cores – weisen wie die z14 ebenfalls 14-nm-Strukturen auf, die in der auch bei Power9 verwendeten Technologie FINFET SOI gefertigt werden und wie beim Vorgänger mit 5,2 GHz getaktet sind. Daher werden die 2021 erwarteten Power10-Server wohl die ersten IBM-Systeme mit 7-nm-Chips von Samsung sein. Laut Presseinformation sollen die z15-Mainframes „neue Standards für die Verwaltung und den Schutz von Kundendaten in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen“ setzen. Die Daten verbleiben im Rechenzentrum des Kunden, der die volle Kontrolle darüber behält und regelbasiert entscheiden kann, wer Zugriff darauf erhält – sowohl innerhalb des Systems als auch über die Hybrid-Cloud hinweg. „Als erstes System in der Branche ist die z15 in der Lage, Zugriffsrechte auf Daten auch in einer hybriden Cloud-Umgebung sofort zu entziehen“, heißt es in der Presseinformation. Was immer auch „sofort“ heißen mag – in Millisekunden oder Minuten gemessen.

Waren die Ankündigungen der IBM früher von technischen Details fast schon überfrachtet, findet man in der Presseinformation keine Hard-Facts über Anzahl, Leistung und Aufbau der Prozessoren; die sollen erst zum Zeitpunkt der Ankündigung publik und werden folglich nachgereicht. Allerdings kann man sich einige Superlative nicht verkneifen: Mit der z15 können die Kunden laut IBM nun bis zu einer Billion Web-Transaktionen pro Tag verarbeiten und auf 2,4 Mio. Linux-Container in einem einzigen z15-System betreiben. Das seien „bis zu 2,3-mal mehr Linux-Container pro Prozessor auf einem z15 LPAR im Vergleich zu einer Bare-Metal-x86-Plattform bei identischer Webserver-Auslastung“.

Konkrete Angaben zu Platzbedarf, Energieverbrauch oder Preis gibt kaum – nur ein paar relative Aussagen: „Die IBM z15 verfügt über zwölf Prozent mehr Prozessoren und 25 Prozent mehr Speicher als die z14.“ Dazu muss man wissen: Eine vollständig konfigurierte z14 kann bis zu 170 Prozessor-Units mit jeweils maximal 10 Cores enthalten, die auf ihrer Stellfläche bis zu 35 Prozent mehr Gesamtleistung bieten als das größte Modell der vorherigen Generation z13, die am 14. Januar 2015 angekündigt worden war. Außerdem kann der Vorgänger z14 mit 2 bis 8 TB Hauptspeicher und bis zu 40 „logischen Partitionen“ (LPARs) konfiguriert werden.

Update: Mittlerweile sind aber auch die "hard facts" bekannt. Das Hauptspeicher-Limit wächst auf 40 Terabyte. Und: Die z15 kommt wie die im April 2018 nachgeschobenen Modelle ZR1 und Rockhopper II im 19-Zoll-Industriestandard – und zwar in 1 bis 4 Frames.

Die z15 kann jetzt mit bis zu 190 Prozessor-Units stückt werden, die mit bis zu zwölf Cores (statt 10 Cores) aufwarten und aus 9,2 (statt 6,7) Mrd. Transistoren bestehen. Außerdem wurden L2- und L3-Cache vergrößert (auf 4 MB bzw. auf 256 MB) und das Core/Cache-Design überarbeitet; L1- und L2-Cache sind jetzt privat für den Prozessorkern – und das Prozessor-Chip-Cache-Design (L3) sowie das Prozessorknotendesign (L4) wurden neu designed mit der Idee, mehr Daten näher am Prozessor zu halten, die Cache-Größe zu erhöhen und die Wartezeit für den Zugriff auf die nächsten Cache-Ebenen zu verkürzen.

50 Prozent weniger CPU-Auslastung
bei Cobol-Programmen

Mit der z15 verspricht IBM zudem bis zu 30-mal niedrigere Latenzzeiten und bis zu 50 Prozent weniger CPU-Auslastung bei Cobol-Programmen. Anstatt eine Software-Komprimierung zu verwenden, bündelt sie sichere Web-Transaktionsdaten vor der Verschlüsselung mit der „Integrated Accelerator for z Enterprise Data Compression“ in einem „Integrierten Firmware-Prozessor“ (IFP). Und sowohl für geplante als auch für ungeplante Ausfallzeiten bietet die sofortige Wiederherstellungsfunktion den Kunden die Möglichkeit, die volle Leistung der z15 zu nutzen. Zusätzliche integrierte Kerne werden dazu genutzt, das System wieder auf die ursprünglichen SLAs vor dem Shutdown zu bringen und gleichzeitig Transaktionen 2,5-mal schneller als bisher wiederaufzunehmen.

Bekannt ist auch: Aufbauend auf dem Mainframe-Verschlüsselungskonzept „Pervasive Encryption“ kommen mit der neuen Generation erstmals sogenannte „Data Privacy Passports“. Diese neue Technologie soll dem Kunden die volle Kontrolle darüber geben, wie Daten gespeichert und genutzt, geschützt und anderen Parteien bereitgestellt werden. Die Zugriffserlaubnis auf die Daten kann jederzeit widerrufen werden, sagt Ross Mauri, General Manager IBM Z – und das nicht nur innerhalb der eigentlichen z15-Umgebung, sondern auch in einer hybriden Multi-Cloud, denn die z15 kann Daten auch über die gesamte hybride Multi-Cloud eines Unternehmens hinweg verschlüsseln. So lässt sich das Konzept von „Pervasive Encryption“ auf das ganze Unternehmen ausdehnen – und der Datenschutz durch vorgegebene Richtlinien sicherstellen. Die Systemleistung wird dabei laut IBM nicht beeinträchtigt.

Data Privacy Passports

„Mit der z15 erhalten unsere Kunden die Cloud, die sie wollen, zusammen mit dem Datenschutz und der Sicherheit, die sie benötigen“, sagt Mauri. „Sie bietet Schutz für traditionelle […] und neue Arten von Workloads, wie den Schutz digitaler Assets oder Blockchain-Anwendungen.“ Der Schutz von Daten sei insofern eine Herausforderung, weil Daten heute nicht an einem Ort bleiben. Cloud-Lösungen seien häufig fragmentiert oder in Silos aufgebaut. „Data Privacy Passports“ könnten mit der Einführung von „Trusted Data Objects“ (TDO), die einen datenzentrierten Schutz bieten, der sich zusammen mit den Daten bewegen kann.

Das ermöglicht es laut Mauri, darüber hinaus unternehmensweite Datenschutzrichtlinien einzuführen – und diese dann auch durchzusetzen. Dabei könne definiert werden, welche Rechte und Zugriffe jeder Benutzer erhält, abhängig davon, was er für seine Arbeit wissen muss. Die Technologie könne sogar Absprachen zwischen Datenbesitzern verhindern, die zum Missbrauch von Daten führen könnten. Geplant ist laut IBM-Manager Roos Mauri, dass im vierten Quartal 2019 Cloud-Pak-Angebote auf Basis von Red-Hat-Technologie für Linux auf z- und Linux-One-Mainframges zur Verfügung stehen.

Update: Mittlerweile ist die technische Dokumentation veröffentlicht.

Bildquelle: IBM

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Berthold Wesseler DV-Dialog Rechenzentrum / Server
news-23958 Wed, 11 Sep 2019 19:24:57 +0200 Datenschützer dürfen Betrieb von Facebook-Fanpages verbieten http://www.it-zoom.de/it-director/e/datenschuetzer-duerfen-betrieb-von-facebook-fanpages-verbieten-23958/ Die Betreiber von gewerblichen Fanpages auf Facebook sind mitverantwortlich für die Sammlung von Nutzerdaten im Hintergrund. Bei schwerwiegenden datenschutzrechtlichen Mängeln dürfen Datenschützer daher die Betreiber verpflichten, die Unternehmensseite abzuschalten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.

(Az.: BVerwG 6 C 15.18) Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragte Marit Hansen, deren Haus den Musterfall ins Rollen gebracht hatte, bezeichnete das Urteil als „Rückenwind für den Datenschutz“.

Das Verfahren beschäftigt die Justiz schon Jahre. Es beruht noch auf alter Rechtslage vor Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) forderte 2011 von der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein die Deaktivierung der Fanpage. Bei Aufruf der Seite würden Daten der Nutzer erhoben, ohne dass diese darüber informiert würden. Die Akademie, ein Bildungsunternehmen der Industrie- und Handelskammern (IHK), trage eine datenschutzrechtliche Verantwortung - auch wenn die technische Infrastruktur komplett von Facebook stamme.

Die Wirtschaftsakademie klagte gegen den Bescheid und bekam zunächst Recht. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig-Holstein sah keine Mitverantwortung der Seiten-Betreiber für die Datenverarbeitung. Das Bundesverwaltungsgericht legte den Fall schließlich dem Europäischen Gerichtshof vor - und der entschied 2018, dass Fanpage-Betreiber als verantwortlich für die Datenverarbeitung einzustufen seien. Dieser Einschätzung sahen sich die Leipziger Richter jetzt verpflichtet.

Die Wirtschaftsakademie hatte argumentiert, dass ihr die Datenverarbeitung quasi aufgedrängt werde. „Die Datenverarbeitung leistet Facebook. Ich kann mich als Seitenbetreiber kaum dagegen wehren, dass dies geschieht“, sagte der Anwalt der Bildungseinrichtung in der mündlichen Verhandlung.

Die Bundesrichter stuften die Fanpage-Betreiber dagegen als „Türöffner“ für die Datensammelei ein. „Es reicht aus, dass ein Beitrag zum Zwecke der Datenerhebung und -verarbeitung geleistet wird“, erklärte der Vorsitzende Richter des 6. Senats, Ingo Kraft. Auch wenn Facebook selbst auch als Adressat für die Beschwerden in Betracht komme, hätten die Datenschützer sich aus Gründen der Effektivität völlig zurecht an die Seitenbetreiber wenden dürfen.

Inwiefern die Datenverarbeitung im konkreten Fall tatsächlich rechtswidrig war, müsse aber noch genauer geklärt werden, urteilten die Leipziger Richter. Sie verwiesen den Fall darum zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das OVG zurück.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, erklärte, dass rechtliche Unklarheiten beim Datenschutz auf Social-Media-Kanälen viele Unternehmen verunsicherten. Dabei seien die Präsenzen auf Facebook & Co wichtig für die Pflege der Kundenbeziehungen. „Rechtliche Konflikte zwischen den Datenschutzbehörden und einzelnen Social-Media-Anbietern sollten jedoch nicht auf dem Rücken der großen Mehrheit redlich handelnder Unternehmen in Deutschland ausgetragen werden“, erklärte Wansleben.

Datenschützerin Hansen sagte, das Urteil sei ein Warnschuss an Facebook. Ihr Haus werde jetzt prüfen, ob es neuere datenschutzrechtliche Verstöße gebe. Beschwerden lägen vor und würden geprüft. „Ich erwarte, dass Facebook aus dem Urteil Konsequenzen zieht“, sagte Hansen.

dpa/pf

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IT-Director Startseite it-zoom Sicherheit
news-23954 Wed, 11 Sep 2019 16:14:48 +0200 Auch aufs Payment kommt es an http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/auch-aufs-payment-kommt-es-an-23954/ Das SaaS-Unternehmen Personio, das sich auf Personalverwaltungs- und Bewerbermanagement-Software spezialisiert hat, setzte auf die Technologieplattform Stripe, um die Internationalisierung seiner Prozesse voranzutreiben. Personio, 2015 in München gegründet, entstand, als einer der Gründer bei einem früheren Arbeitgeber unter anderem für Personalverwaltungsaufgaben verantwortlich war und schnell merkte, wie zeitraubend diese Prozesse sein können. So wurde die Idee einer flexiblen und ganzheitlichen HR-Management-Lösung, die auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen abgestimmt und darüber hinaus erschwinglich ist, zum Geschäftsmodell. Vier Jahre später hat das Unternehmen mehr als 260 Mitarbeiter und 1.500 Kunden in über 35 Ländern. Mit der Akquise des Madrider Payroll-Start-ups Rollbox Anfang 2019 läutete Personio darüber hinaus die Internationalisierung in weitere europäische Länder ein.
Eine große Herausforderung, mit der sich Personio seit Gründung konfrontiert sah, war die zuverlässige und gesetzeskonforme Abwicklung unterschiedlicher Zahlungsflüsse. „Bei der Gründung von Personio haben wir einen Payment-Partner gesucht, der den komplexen Anforderungen eines auf Wachstum ausgerichteten Geschäftsmodells mit vielen unterschiedlichen Zahlungsflüssen gerecht werden kann”, berichtet Michael Kuntz, VP Finance & Legal bei Personio. „Neben der einfachen und schnellen Integration von Stripe, die schon damals sehr gut funktionierte, spielte für uns vor allem die Auswahl an möglichen Zahlungsmethoden eine zentrale Rolle. Für uns war hier insbesondere wichtig, dass beispielsweise Kreditkartenzahlungen oder Lastschrift unterstützt werden, da diese von unseren Kunden häufig gefordert wurden – Stripe Payments war hier die richtige Wahl.”

Die Technologieplattform wird von Entwicklern für den Aufbau von Online-Firmen genutzt. Unternehmen nutzen ihre Softwarewerkzeuge, um Zahlungen abzuwickeln, international zu expandieren und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Insbesondere beim Launch der Plattform in neuen Märkten stellten sich Personio einige weitere Herausforderungen. Lokale Unterschiede, beispielsweise in Bezug auf die unterschiedliche Handhabung der Mehrwertsteuer in europäischen Ländern, erforderten eine kontinuierliche Anpassung der Zahlungsabwicklung.

„Das Thema wiederkehrende Zahlungsabwicklung – insbesondere unter Berücksichtigung der Unterschiede hinsichtlich der lokalen Mehrwertsteuerregelungen – hat uns historisch viele Probleme bereitet. Je nach Herkunft unserer Kunden hatten wir mit anderen Anforderungen zu kämpfen, was dazu führte, dass wir auf einen sehr unübersichtlichen Tool-Stack bestehend aus externer Software und In-house-Entwicklungen zurückgreifen mussten. Mit dem Launch von Stripe Billing in Europa wird sich die Tool-Landschaft von Personio stark konsolidieren lassen“, meint Michael Kuntz. „Billing ist eine für unsere Bedürfnisse sehr gute Lösung, da sie zum einen das Abwickeln regelmäßiger Zahlungsflüsse vereinfacht und zum anderen die Mehrwertsteuerproblematik löst – ein sehr wichtiger Schritt im Kontext unserer weiteren Internationalisierung.”  

Auch einen weiteren Punkt betont Kuntz: „Neben dem kleineren Tool-Stack, der durch Billing ermöglicht wird, werden dank der Entwicklerplattform und offenen Architektur die Kapazitäten unserer Developer weniger für müßige ‘Hygieneaufgaben’ beansprucht. Sie haben so mehr Zeit, sich der Weiterentwicklung unseres Angebots zu widmen.”

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IT-Mittelstand HR Personal
news-23957 Wed, 11 Sep 2019 15:40:08 +0200 Digitalisierung: Mehrheit sieht neue Arbeitswelt positiv http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/digitalisierung-mehrheit-sieht-neue-arbeitswelt-positiv-23957/ Eine große Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland (92 Prozent) ist einer Umfrage des Bitkom zufolge aufgeschlossen für neue Arbeitskonzepte. Demnach lehnen lediglich sechs Prozent der Befragten sogenannte „New-Work”-Konzepte ab. Der Digitalisierung komme dabei eine wesentliche Bedeutung zu. „Digitale Technologien ermöglichen mobiles und selbstbestimmtes Arbeiten, ohne an feste Zeiten und Orte gebunden zu sein“, sagte Achim Berg, der Präsident des Digitalverbands, am Mittwoch in Berlin.

Dabei rechneten 55 Prozent der Befragten damit, dass sich ihr Arbeitsplatz bis zum Jahr 2030 durch neue Technologien verändern werde. Sorge um den Arbeitsplatz hätten hingegen mit acht Prozent nur wenige. “Zweidrittel verstehen Digitalisierung als Chance“, sagte Berg. Laut Studie sehen 78 Prozent der Befragten digitale Technologien als unerlässlich an, 67 Prozent werden durch sie motiviert und für 62 Prozent machen sie die Arbeit produktiver.

Doch bei aller Digitalisierung gibt es auch Kritik. So stört es 34 Prozent der Befragten, dass die Technologien oft nicht funktionieren wie sie sollten. Zu viele Informationen auf zu vielen Kanälen bemängeln 23 Prozent. Und unter Stress gesetzt fühlen sich 11 Prozent der Befragten.

Wie der Bitkom ermittelte, setzen sich auch neue Raumkonzepte in den Büros allmählich durch. So verfügten drei von zehn abhängig Beschäftigte am Arbeitsplatz über Rückzugsmöglichkeiten zum konzentrierten Arbeiten. Das Einzelbüro sei dagegen nicht mehr Standard, nur noch ein Viertel (27 Prozent) arbeite allein in seinem Raum. 37 Prozent arbeiten mit bis zu vier Kollegen in einem Zimmer, 22 Prozent in einem Großraum.

Dieser sei jedoch umstritten. So hielten zwar 66 Prozent das Großraumbüro gut für die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern oder einen stärkeren Zusammenhalt im Team (45 Prozent), 56 Prozent sehen dagegen mehr soziale Kontrolle sowie eine stärkere Ablenkung und sinkende Produktivität (48 Prozent).

Selbstbestimmtes Arbeiten, freie Einteilung der Arbeitszeit und Selbstverwirklichung gehören zu den wichtigsten Wünschen der Arbeitnehmer an „New Work“. So wünschen sich 96 Prozent, dadurch die eigene Arbeitszeit frei einteilen zu können. Aber auch die Bedeutung einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen zu können, rangiert mit 94 Prozent der Befragten ganz oben auf der Liste. Und 93 Prozent erhoffen sich flachere Hierarchien.

Für die Ausgestaltung selbstbestimmter sowie zeit- und ortsunabhängiger Arbeitsprozesse bedürfe es jedoch auch moderner Gesetze, sagte der Johannes Vogel, Sprecher für Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik der FDP-Bundestagsfraktion. Dazu gehöre ein neues Arbeitszeitgesetz, „das mehr flexible Einteilung am Tag und unter der Woche ermöglicht“. Auch ein Recht auf Homeoffice nach niederländischem Vorbild fordert Vogel ein.

dpa/pf

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Mobile Business Startseite it-zoom Unified Communication + Collaboration
news-23956 Wed, 11 Sep 2019 13:20:51 +0200 Bericht: Auch US-Regulierer überprüfen Amazons Marketplace http://www.it-zoom.de/it-director/e/bericht-auch-us-regulierer-ueberpruefen-amazons-marketplace-23956/ Amazons Händler-Plattform Marketplace gerät nach Wettbewerbsermittlungen in Europa auch ins Blickfeld amerikanischer Regulierer. Die US-Handelsaufsicht FTC befrage teilnehmende Händler, um festzustellen, ob Amazon Wettbewerber benachteilige, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Mittwoch. Die FTC-Vertreter wollten dabei unter anderem wissen, welcher Anteil ihres Geschäfts auf Marketplace entfalle, verglichen mit anderen Plattformen wie Ebay. Das Interesse könnte auf die Vorbereitung offizieller Ermittlungen hinweisen.

Bei Marketplace können Händler ihre Artikel über die Amazon-Website verkaufen und dabei bei Bedarf auch auf die Logistik-Infrastruktur des Konzerns zugreifen. Nach Firmenangaben stammen 58 Prozent des weltweit über Amazon erwirtschafteten Bruttowarenumsatzes von diesen Verkäufern.

In Europa hatte die EU-Kommission im Juli eine Untersuchung zu Marketplace eingeleitet. Die Brüsseler Wettbewerbshüter gehen der Frage nach, ob Amazon als Betreiber Daten aus der Plattform nutzt, um sich gegenüber den Händlern einen unerlaubten Vorteil zu verschaffen.

Zugleich hatte das Bundeskartellamt mit einer eigenen Untersuchung mehr Rechte für Händler auf der Plattform durchgesetzt. So wurden zum Beispiel Vorgaben zur Haftung bei kaputten Produkten umformuliert, die bisher zulasten der Händler gingen. Es ging dabei nicht nur um „amazon.de“, sondern um alle Online-Marktplätze des Unternehmens.

In den USA sind Tech-Riesen wie Google und Facebook nach Jahren einer bisher eher laschen Regulierung zuletzt stark ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Dabei gibt es auch eine politische Dimension: US-Präsident Donald Trump wirft Internet-Plattformen vor, konservative Meinungen zu unterdrücken und damit gegen seine Wiederwahl im Herbst 2020 zu arbeiten. Amazons Gründer und Chef Jeff Bezos wird von Trump regelmäßig angegriffen. Bezos gehört die Zeitung „Washington Post“, in der Trump oft kritisiert wird.

dpa/pf

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news-23944 Wed, 11 Sep 2019 13:00:00 +0200 Apple stellt neue iPhones mit besseren Kameras vor http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/apple-stellt-neue-iphones-mit-besseren-kameras-vor-23944/ Apple setzt bei seiner neuen iPhone-Generation stark auf bessere Kameras, um die zuletzt gesunkenen Verkäufe seines wichtigsten Produkts anzukurbeln. Das iPhone 11, das als Einstiegsmodell das aktuelle iPhone XR ersetzt, bekommt unter anderem einen Nachtmodus, der für gute Bilder bei dunklen Lichtverhältnissen sorgen soll. Und zum ersten Mal bekommt auch das günstigste iPhone-Modell eine Doppelkamera, die Weitwinkelaufnahmen, einen vollwertigen Porträtmodus und andere Verbesserungen ermöglicht.

Die Börse reagierte auf die Ankündigungen leicht positiv. Die Apple-Aktie stieg am Dienstag nach dem Launch-Event auf dem Firmencampus in Cupertino (Kalifornien) um 1,2 Prozent.

Die Nachfolger der aktuellen Top-Modelle iPhone XS und XS Max tragen die Namen iPhone 11 Pro und Pro Max. Die vorgestellten Geräte stecken in einem neuartigen Edelstahlgehäuse und verfügen nun über drei Kameras auf der Rückseite - mittlere Brennweite, Teleobjektiv und Ultra-Weitwinkel. Bei den Pro-Modellen sollen mit der neuen Funktion „Deep Fusion” besonders hochwertige Aufnahmen durch die Auswertung mehrerer Bilder entstehen. Die Kameras nehmen dafür neun Fotos mit verschiedenen Einstellungen auf und setzten daraus „Pixel für Pixel” ein Bild zusammen, wie Marketing-Chef Phil Schiller am Dienstag erläuterte. Beim Nachtmodus hatten vor einem Jahr Googles Smartphones der Marke „Pixel” die damals neuen iPhones abgehängt. Auch die aktuellen Geräte von Huawei machten bei wenig Licht bessere Bilder.

Für die Bildbearbeitung verbesserte Apple noch einmal den Prozessor der Geräte mit dem A13-Chip aus eigener Entwicklung. Nun sollen unter anderem auch Zeitlupen-Selfies mit der Front-Kamera der iPhones möglich sein. Die Macher der Video-App „FiLMiC Pro” demonstrierten, wie sie dank der neuen Fähigkeiten gleichzeitig Videos von mehreren Kameras des iPhone aufnehmen können.

Auch äußerlich wurden die iPhone-Modelle verbessert: Das Glas der Geräte soll nun deutlich widerstandsfähiger sein, die Gesichtserkennung FaceID soll schneller greifen. Die Batterie soll beim Pro bis zu vier Stunden länger halten als beim aktuellen XS und beim größeren Pro Max bis zu fünf Stunden länger als beim XS Max.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Samsung und Huawei verzichtet Apple bei seinen Top-Modellen auf die Unterstützung des neuen Mobilfunk-Standards 5G. Allerdings gibt es in Deutschland derzeit ohnehin nur wenige Antennen-Standorte, die bereits mit 5G funken. Auf der anderen Seite werden die Provider das Thema 5G in den kommenden Monaten nutzen, um sich am Markt zu profilieren. Das erste 5G-iPhone wird für das kommende Jahr erwartet.

Das iPhone 11 kostet in Deutschland ab 799 Euro mit 64 Gigabyte Speicher und ist damit 50 Euro billiger als das XR bei seiner Einführung vor einem Jahr. Das Pro verkauft Apple ab 1149 Euro und das Pro Max ab 1249 Euro. Damit sind die Preise der Top-iPhones stabil geblieben. Die neuen Modelle kommen am 20. September auf den Markt.

Bei der neuen Generation der Computer-Uhr Apple Watch bleibt der Bildschirm erstmals die ganze Zeit an. Bisher war er normalerweise schwarz, um Strom zu sparen, und sprang erst an, wenn der Bewegungssensor erkannte, dass der Arm hochgehoben wird. Für die Funktion setzt Apple bei der „Series 5” der Uhr ein neues Display ein, das weniger Strom verbraucht. Die Batterie soll damit 18 Stunden halten. Die Uhr bekommt auch einen Kompass. Die Notruf-Funktion funktioniert nun in allen Ländern. Die Alu-Gehäuse werden ab jetzt aus Recycling-Aluminium hergestellt. Erstmals gibt es Gehäuse aus Titan und wieder auch aus Keramik.

Die neuen Uhren kommen ebenfalls am 20. September auf den Markt. Apple behält auch die Series 3 aus dem Jahr 2017 im Programm und verkauft sie nun für 229 Euro - das ist der bisher günstigste Preis für eine Apple Watch.

Komplettiert werden die Neuheiten mit einem aufgefrischten Einstiegs-Modell des iPad-Tablets, das unter anderem einen etwas größeren Bildschirm bekam.

Apple gab auch neue Details zu seinen anstehenden Diensten bekannt. So unterbietet der Konzern mit dem Preis seines Videostreaming-Angebots Rivalen wie Netflix. Apple TV+ wird in Deutschland 4,99 Euro im Monat kosten. Erste Exklusiv-Produktionen sollen am 1. November in mehr als 100 Ländern verfügbar sein, kündigte Konzernchef Tim Cook am Dienstag an.

Apple verpflichtete für den Dienst unter anderem Hollywood-Stars wie Reese Witherspoon und Jennifer Aniston. Zugleich hatten Branchenbeobachter betont, dass Apple am Anfang eigentlich nur weniger als die Rivalen verlangen könne, weil der Konzern zumindest am Anfang ein schmaleres Inhalte-Angebot haben werde. Netflix etwa kostet in der günstigsten Tarifoption 7,99 Euro im Monat.

Apple setzt verstärkt auf Abo-Modelle, während die iPhone-Verkäufe zuletzt zurückgingen. Am Dienstag kündigte der Konzern auch den Start des Spiele-Abos Apple Arcade an, das ebenfalls 4,99 Euro im Monat kosten wird und am 18. September startet. Die Games von Apple Arcade sollen exklusiv nur bei dem Dienst verfügbar sein.

dpa/pf

 

 

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news-23952 Wed, 11 Sep 2019 12:26:32 +0200 Roboter-Flotte im Siedle-Lager http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/roboter-flotte-im-siedle-lager-23952/ Dematic installiert im Logistikzentrum der S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke in Furtwangen im Schwarzwald eine Autostore-Anlage. Damit automatisiert das Intralogistikunternehmen die Lagerung und Kommissionierung der Produkte und Komponenten, die Siedle entweder direkt an ihre Kunden im Bereich der Gebäudekommunikationstechnik ausliefert oder in der eigenen Produktion weiterverarbeitet. Platz sollen die Artikel in einem Lagerblock finden, der aus 12.400 Behältern bestehe.

Auf der Oberfläche fahren sieben Roboter, die automatisch auf jeden beliebigen Behälter zugreifen können sollen, wenn die darin enthaltene Ware angefordert werde. Anschließend sollen sie die Behälter selbstständig zu den Arbeitsstationen transportieren, an denen die Artikel gepickt und für die Weiterverarbeitung in der Produktion verteilt oder an den Kunden geliefert werden. Die Installation des Systems verschlankte und beschleunige die Prozesse in Logistik und Produktion. Damit trage die Anlage dem „Lean Production“-Ansatz des Unternehmens Rechnung. Die Inbetriebnahme ist für April kommenden Jahres geplant.

„Durch die kompakte Bauweise müssen wir unser Logistikzentrum nicht erweitern. Vielmehr passt sich Autostore den baulichen Gegebenheiten vor Ort an“, sagt Richard Rutschmann, Geschäftsführer Technik bei S. Siedle & Söhne. Einen der größten Vorteile des Systems sieht er in der komprimierten Lagermöglichkeit auf lediglich 480 Quadratmetern. Das System ersetze am Standort Furtwangen, wo etwa 80 Prozent der Wertschöpfung des Unternehmens stattfindet, das bisherige automatische Kleinteilelager (AKL). Dieses sei bereits seit mehr als 25 Jahren im Einsatz gewesen. Siedle investiere derzeit umfassend in den Standort.

Den Hersteller für Gebäudekommunikation habe die Zuverlässigkeit der Anlage überzeugt: Fällt ein Roboter aus, übernimmt in kürzester Zeit ein anderer seinen Auftrag. „Neben Zeit- und Kosteneinsparungen profitieren wir außerdem von einer reduzierten Fehlerquote bei der Zusammenstellung der Komponenten“, sagt Rutschmann. Durch die hohe Skalierbarkeit des kompakten Ware-zu-Person Stückgut-Kommissioniersystems sei Siedle mit einer Lösung für die Zukunft gerüstet. So seien bereits Vorkehrungen getroffen worden, bei Bedarf kurzfristig zwei weitere Kommissionierports in Betrieb zu nehmen. In der nächsten Ausbaustufe sollen bis 2023 zehn weitere Roboter bei laufendem Betrieb hinzugefügt werden.

Steuerung und Bedienung der Anlage erfolgen automatisch über die Lagerverwaltungssoftware SAP WM von Siedle. Um alle Funktionalitäten abzubilden, werde auf der SAP-Template-Lösung von Dematic aufgesetzt. Auf diese Weise flössen alle relevanten Daten automatisch in einem System zusammen und stellten einen reibungslosen Betrieb sicher.

Foto: Siedle

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news-23950 Wed, 11 Sep 2019 09:14:57 +0200 Bretter, die die Welt bedeuten http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/bretter-die-die-welt-bedeuten-23950/ Noemi Ristau ist Spitzensportlerin – und sehbehindert. Im Interview erklärt die Skirennläuferin, wie digitale Technologie und 5G ihr helfen, ihren Alltag, auf und neben der Piste, selbstbestimmt zu gestalten. Wenn Noemi Ristau die Piste herunterjagt, käme niemand auf die Idee, dass sie kaum sehen kann. bislang war sie immer auf einen Guide angewiesen – Nun nahm die Paralympionikin an einem Vodafone-Projekt teil, bei dem sie mittels 5G-übertragung erstmals allein eine rasante Abfahrt absolvierte. Im Interview erklärt sie, wie Technik ihr den Alltag erleichtert.

Frau Ristau, wann haben Sie den Skisport für sich entdeckt?
Noemi Ristau:
Als ich drei Jahre alt war, hat mein Vater mich das erste Mal auf Skier gestellt – allerdings war das zu dieser Zeit immer nur im Rahmen des Familien-Skiurlaubs. Als ich dann im Alter von knapp 14 an den Augen erkrankte, bin ich an eine Blindenschule gewechselt, die Skifreizeiten organisierte. So habe ich wieder damit angefangen. Beim Marburger Skiclub, dem ich mich dann angeschlossen habe, ist mein Talent aufgefallen. Als Teenager hatte ich damals jedoch erstmal andere Prioritäten. Richtig angefangen habe ich erst später und mein erstes Rennen bin ich 2015 gefahren. Bei der WM 2017 in Tarvisio konnte ich mir Bronze sichern und wurde so auch in die Nationalmannschaft aufgenommen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Eine andere, „ungefährlichere“ Sportart wäre für Sie auch nach der Diagnose nicht in Frage gekommen?
Ristau:
Tatsächlich hatte ich kurzzeitig mal mit dem Blindenfußball angefangen, habe es dort sogar bis in die Nationalmannschaft geschafft. Das hat mir zwar auch Spaß gemacht, aber ich habe schnell gemerkt, dass mir das auf diesem Niveau keine Freude bereitet – in so einer großen Gruppe steht man ja auch ständig unter Leistungsdruck.

Wie haben Sie reagiert, als man wegen des 5G-Projekts auf Sie zugekommen ist, und konnten Sie sich sofort vorstellen, wie das ablaufen sollte?
Ristau:
Im letzten September ist man mit der Frage auf mich zugekommen, ob ich nicht mithilfe einer neuen Entwicklung eine Abfahrt allein, ohne meinen Guide, fahren wolle. Mit meinem früheren Guide hatte ich bereits ausprobiert, wie es ist, wenn er mal ein bisschen weiter vorausfährt und mich von unten aus lotst. Die Erfahrung, wie es ist nach Gehör zu fahren hatte ich bereits. Und genau genommen fahre ich ja jetzt auch schon über Technik – ich bin dauerhaft über ein Headset verschaltet und sobald ich nichts mehr höre, halte ich einfach an. Der Unterschied war nun allerdings, dass mein Guide nicht mit mir auf der Piste war.

Sind Sie denn auch ganz generell technischen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen oder haben Sie eher Vorbehalte?
Ristau:
Nein – solche Innovationen erleichtern mir spürbar das Leben. Noch vor acht Jahren hätte ich mir z.B. nie vorstellen können, mal alleine eine Stadt zu bereisen. Durch das Navi auf meinem Handy kann ich jetzt auch selbstständig das Hotel finden. Mein Handy und mein iPad sind echte Hilfsmittel für mich, da diverse Apps und die Kamerafunktion es mir ermöglichen, alleine einkaufen zu gehen oder mit der Bahn zu fahren.

Ihrer Sehbehinderung zum Trotz sind Sie examinierte Ergotherapeutin. Gibt es „digitale Helferlein“, die Ihnen den Weg dorthin erleichtert haben?
Ristau:
Aktuell kann ich den Beruf zwar nicht ausüben, da der Profisport sehr viel Raum einnimmt. Während meiner Ausbildung habe ich allerdings einige Praktika absolviert – dabei kam mein iPad stark zum Einsatz. Ich habe auch eine spezielle Brille, die abfotografiert, was ich anschaue, und es mir dann vorliest.

Das Projekt mit Ihnen als Spitzensportlerin war auch eine PR-Aktion für den 5G-Standard. Denken Sie dennoch, dass Menschen mit Behinderung in Zukunft von dieser Technologie auch in ihrem Alltag profitieren können?
Ristau:
Ich denke, ein schnelles Netz, das eine sehr präzise Navigation erlaubt, kann z.B. im Straßenverkehr enorm hilfreich sein – ich denke dabei vor allem an das autonome Fahren. Und wer weiß, vielleicht mache ich dadurch auch irgendwann mal den Führerschein!  

Bild: Karen John

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Shipra Kren Mobile Business Startseite it-zoom Lifestyle
news-23941 Wed, 11 Sep 2019 08:33:00 +0200 Zentrale Verwaltung aller Macs http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/zentrale-verwaltung-aller-macs-23941/ Die Agenturgruppe Serviceplan konnte mithilfe eines Management-Tools die Verwaltung ihrer Apple-Endgeräte vereinfachen und dadurch die Anzahl der internen IT-Tickets deutlich senken. Die Serviceplan-Gruppe wurde im Jahr 1970 gegründet und ist heute eine der größten inhaber- und partnergeführten Agenturgruppen Europas. Das Haus der Kommunikation in Köln gilt als eines der wenigen komplett integriert aufgestellten Agenturmodelle in Deutschland, in dem alle Kommunikationsdisziplinen unter einem Dach arbeiten. Neben Serviceplan zählen auch die Unternehmensmarken Mediaplus, Plan.Net, Facit und Solutions zu den Marktführern in ihren Wettbewerbsfeldern. Die Gruppe möchte allen Mitarbeitern das bestmögliche digitale Erlebnis bieten, indem sie ihnen moderne Technologien bereitstellt. Manuel Miseré arbeitet seit über 15 Jahren bei der Agenturgruppe und ist heute Leiter der zentralen IT mit Sitz in München. Das Thema „User Enablement“ hat bei ihm oberste Priorität: „Mir ist ein enges Verhältnis zu unseren Benutzern sehr wichtig. Wir möchten ihnen eine neue Technologie nicht einfach nur vorsetzen, sondern sie vielmehr mit dieser befähigen.“

Apple-Standards sind die Basis

Im Laufe der Jahre stieg die Anzahl an Macs zunehmend innerhalb der Organisation, was neue Herausforderungen für Manuel Miseré und sein Team mit sich brachte. Als sich für die zuvor verwendete Verwaltungslösung das Ende ihres Lebenszyklus abzeichnete, begannen sie im Jahr 2017 mit der Evaluierung verschiedener Anbieter für Mac-Management. Um mit dem schnellen Wachstum Schritt halten zu könnten, musste die neue Lösung sowohl zentral als auch skalierbar sein. Auf Jamf stießen sie auf verschiedenen Veranstaltungen, u.a. bei diversen Apple-Events und der „Jamf Nation Roadshow“. „Es stellte sich schnell heraus, dass der Hersteller unseren Bedürfnissen am besten entsprach. Es handelt sich um eine Lösung, die sich zu 100 Prozent an die Apple-Standards hält und einen Zero Day Support für neue Releases bietet“, sagte Alexey Puninskiy, System Engineer bei der Serviceplan-Gruppe. Darüber hinaus überzeugte die bessere Unterstützung für das Device Enrollment von Apple (ehemals DEP).

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Nach der Umstellung haben sich Alexey Puninskiy und sein Systems-Engineer-Kollege Manuel Lindner intensiv mit dem Mac-Management vertraut gemacht und proaktiv mit dem Tool gearbeitet. „Nach dem Wechsel haben wir Features in Jamf Pro entdeckt, die wir eigentlich nicht im Visier hatten, die unser Leben aber leichter gemacht haben.“ Hierzu zählte beispielsweise das User Self-Enrolment. Diese Funktion unterstützt sie vor allem bei komplizierteren Fällen, bei denen der Endbenutzer von zu Hause arbeitet und kein unmittelbarer Zugriff auf den Mac gewährleistet werden kann.

Ein weiterer Punkt ist die Erreichbarkeit der Clients außerhalb des Firmennetzwerks, was für Puninskiy und Lindner heute nicht mehr wegzudenken ist. Früher wurden die Geräte nur über das firmeninterne Netzwerk verwaltet. Resultierend daraus haben Benutzer, die ihren Mac mit nach Hause genommen haben, wichtige Patches gar nicht bzw. erst später erhalten. Heute können jegliche Geräte weltweit via Fernverwaltung administriert werden.

Unsichtbarer Umstieg

Die Migration von der vorherigen Mac-Management-Lösung zur neuen Software sollte für die Gruppe ohne jegliche Unterbrechungen im Betrieb ablaufen. „Für das Team war wichtig, dass der Umstieg auf die neue Lösung für unsere Endnutzer, die vor den Geräten sitzen, absolut unsichtbar verlief“, sagte Manuel Lindner. Dank dem Professional-Service für Jamf Pro konnte die gesamte Umstellung innerhalb von vier Tagen realisiert werden.

Eine Herausforderung während der Umstellung lag für die Admins anfangs im Umdenken: Bei der alten Lösung stand die Verwaltung einzelner Clients im Fokus und jegliche Änderungen wurden auf die Rechner ausgerollt. Hierbei mussten oft einzelne Geräte angesteuert werden, um Patches durchzuführen. Mit der neuen Software werden jetzt nicht mehr einzelne Clients fokussiert, sondern einzelne Gruppen administriert. Das Endgerät holt sich hierbei selbst die notwendigen Konfigurationen wie Skripte und Programme am Mac-Management-Server ab.

Zudem hatte das IT-Team seit Jahren auf einen App-Katalog gewartet, der für die Umsetzung spezifischer Projekte notwendig war. Der Self Service von Jamf, ein auf das Unternehmen abgestimmter App Store, bot hier Abhilfe. Das IT-Team der Serviceplan-Gruppe kann den Self Service weltweit individuell anpassen, sodass die Benutzer aller 24 Standorte nur auf für sie relevante Apps und Skripte zugreifen können.

Heute verwaltet das IT-Team rund 1.500 Macs mit der neuen Software. „Wir verzeichnen weniger IT-Tickets als zuvor. Während die User mehr Aufgaben selbstständig lösen können, reduzieren sich die Aufwände für die IT, sodass wir uns auf wichtigere Aufgaben konzentrieren können“, so Lindner. Für die Zukunft habe das IT-Team weitere Projekte geplant, darunter die vollautomatische Einbindung der Systemlaufwerke.

Kurz und knapp …

Alexey Puninskiy

  • Alter: 32 Jahre
  • Hobbys: Mountainbike, Klettern, Skifahren,
  • Retrocomputer
  • Ausbildung und Werdegang: Linux-Admin als Hobby noch vor dem Schulabschluss, Ausbildung, Webentwickler, Quereinstieg als System-Admin, seit 2012 bei Serviceplan
  • Derzeitige Position: System Engineer

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