IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Sun, 20 May 2018 14:38:52 +0200 Sun, 20 May 2018 14:38:52 +0200 TYPO3 EXT:news news-19797 Fri, 18 May 2018 11:00:00 +0200 Neue Kehrtwende bei SAP? http://www.it-zoom.de/it-director/e/neue-kehrtwende-bei-sap-19797/ Die User-Lizenzvergabe soll nun auf der Grundlage von Berechtigungen erfolgen. SAP-Nutzer hatten es in den letzten Jahren nicht leicht – gerade Themen wie „Netweaver Foundation For Third Party Applications“ und die indirekte Nutzung erhitzten die Gemüter. Nun plant SAP den nächsten Kurswechsel: Die User-Lizenzvergabe auf Grundlage von Berechtigungen. Obwohl diese Lizenzbedingung schon lange in den Preis- und Konditionslisten (PKL) enthalten ist, wurde sie bis jetzt noch nicht in dem Maße genutzt. Das soll sich jetzt ändern …

Die ewige Diskussion: Was ist richtig – Lizenzvergabe nach Berechtigungen oder aktueller Nutzung? Die Diskussion, ob Lizenzen eher nach Berechtigungen oder aktueller Nutzung vergeben werden sollen, gibt es schon lange. Das Walldorfer Softwarehaus selbst trägt hier nicht gerade zur Klärung bei, denn zum einen heißt es in einer geläufigen Passage, die in jeder Lizenzbeschreibung zu finden ist, in diesem Fall für den Professional User: „Der SAP Professional User ist ein definierter Nutzer, der berechtigt ist, von der Software, für die Nutzungsrechte erworben wurden (ohne SAP Business Objects Platform, SBOP), unterstützte operative und Systemverwaltungs- oder Management-Rollen auszuführen…“. Zum anderen schreibt SAP aber in der Erläuterung zur Systemvermessung: „Um alle Benutzer ihrer SAP-Installation eindeutig und exakt vermessen zu können, müssen die Kunden ihre Benutzer vor jeder Systemvermessung entsprechend der aktuellen Nutzung und der zugrunde liegenden Preisliste klassifizieren.“ Als SAP-Nutzer weiß man daher nie so recht, in welche Richtung das Fähnchen gerade weht.

Die Variante, seine User nach Berechtigungen zu lizenzieren ist nicht neu. Bereits heute haben sich SAP und einige Kunde darauf geeinigt, diese Methode anzuwenden. Bisher war es in der Lizenzpraxis aber eher üblich, sich bei der Auswahl der Lizenzen nach den Funktionen der Nutzer zu richten. Logischerweise gab es deswegen bei geringem Funktionsumfang auch die günstigste Lizenz. Dieses Kaufverhalten möchte SAP nun ändern. Der Plan: Zukünftig soll sich der Lizenztyp nur noch aus dem Umfang der Funktionen ergeben, die ein User nutzen könnte.

Professional-Aktivität oder Self Service?


Um einzuschätzen, ob lediglich nach Berechtigungen lizenziert werden kann, muss man das Berechtigungskonzept der SAP dagegenhalten. Es müsste sichergestellt sein, dass ein Nutzer immer mit exakt denjenigen Berechtigungen ausgestattet werden kann, die ihn zur Ausführung solcher Tätigkeiten berechtigen, die seine Aufgabe erfordern. Nicht mehr und nicht weniger.

Um Berechtigungen zu vergeben, generiert man Rollen basierend auf Transaktionen, Objekten oder Tätigkeitsmöglichkeiten (Anlegen, Ändern und Anzeigen). Letztere Variante ist dabei eigentlich irrelevant, da bereits ein User mit der günstigsten Lizenz (ESS) Daten anlegen darf, wenn auch nur in bestimmten Objekten. Die Berechtigung „Anlegen“ ist in unterschiedlichen Fällen eine globale Erlaubnis. Damit kann die notwendige Differenzierung der speziellen Berechtigungen zum Anlegen eines ESS-Users so nicht getroffen werden.

Eine Steuerung über die Objekte ist ebenfalls nicht möglich, da ausgeführte Funktionen nicht immer an Objekten festzumachen sind. Bleiben wir für ein weiteres Beispiel beim ESS-User: Diese Lizenz ist mit 125 Euro Listenpreis eine der günstigsten. In einem ganz bestimmten Bereich im SAP Human Capital Management (HCM) darf der ESS-Nutzer etwas tun, was eigentlich nur Professional User dürfen, nämlich Daten anlegen. Dies tut er nur für seine eigene Person, deshalb wird keine 3.200 Eurp teure Professional-Lizenz fällig. Allerdings kann er das auch in einem anderen SAP-System tun, beispielsweise im ERP System über eine kundeneigene Entwicklung. Dadurch kann nicht mehr klar unterschieden werden, ob es eine Professional-Aktivität ist oder nur Self Service.

Bleibt also noch der Blick auf die genutzten Transaktionen. Wie man festlegt, welche Transaktionen einem User per Berechtigung zugewiesen werden und ob diese Transaktionen zu einer Lizenz passen, ist nirgends hinterlegt oder definiert. Es bräuchte ein Regelwerk, in dem abzulesen ist, wenn die User-Gruppe X zu dieser Transaktion berechtigt ist, dann korrespondiert dies mit dem definierten Lizenztyp Y. Ein solches Regelwerk gibt es aber nicht. Das macht es jedem Unternehmen unmöglich, selbst zu entscheiden, welche Transaktion zu welcher Lizenz passt.

Eine zu grobe Sammlung


Demzufolge muss man mit groben Sammlungen an Berechtigungen arbeiten und Überschneidungen akzeptieren, weil ein Worker im selben Lager Material ändern kann, wie ein Logistic User, ein Shop Floor User, ein Professional oder ein definierter Produktions-Limited-Professional. Lizenzexperte Peter Rattey, Geschäftsführer bei der Voquz Labs GmbH, erklärt: „Eine zu grobe Sammlung an Berechtigungen macht es vielen Nutzern schwer, diese Art der Lizenzvergabe zu wählen. Das Problem kann also nur umgangen werden, indem man entweder nach der tatsächlichen Nutzung der SAP-User lizenziert, oder indem man die Rollen nach seinen eigenen Nutzungsverhalten gestaltet und definiert. Mit dem richtigen Tool ist man aber für beide Arten der Lizenzvergabe gewappnet.“

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 04/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Das Lizenzmanagement-Tool SamQ von Voquz realisiert beispielsweise die Lizenzzuweisung zum einen basierend auf den tatsächlichen Aktivitäten. Bestehende SAP-Lizenzen werden mittels einer Nutzungsanalyse gegen die realen Aktivitäten der Benutzer geprüft und gegebenenfalls sofort auf den richtigen Lizenztypen geändert. Zum anderen bietet das Tool aber auch die Lizenzschlüsselvergabe nach Berechtigungsrollen an. Desweiteren kümmert sich das Add-on SetQ um das Berechtigungsmanagement in SAP. Dabei automatisiert es den Genehmigungsprozess zur Erteilung von SAP-Berechtigungen und setzt diesen als transparenten Prozess um. Außerdem kann der Nutzer hier selbst aus bestehenden Rolleninhalten und tatsächlicher Nutzung neue, individualisierte Rollen anlegen. Alte Rollen können korrigiert und wieder verteilt werden. Kritische Kombinationen werden vermieden, wodurch ausgeschlossen wird, dass Berechtigungen verteilt werden, die nicht erlaubt sind.


Warum eine Lizenzvergabe nach Berechtigung wenig sinnvoll ist


Um in SAP Berechtigungen zu vergeben, generiert man Rollen basierend auf Transaktionen, Objekten oder Tätigkeitsmöglichkeiten (Anlegen, Ändern und Anzeigen). Diese Rollen sind nur schwer definierbar, deswegen kann eine Lizenzvergabe nach Berechtigung nicht funktionieren.
Probleme bei der Vergabe von Berechtigungen nach Rollen basierend auf:

– Tätigkeitsmöglichkeiten: Keine Differenzierung möglich, da die Tätigkeit „Anlegen“ meist eine globale Erlaubnis ist und in manchen Objekten schon durch die günstigste Lizenz (ESS-User) durchgeführt werden kann.
– Objekten: Ebenfalls nicht möglich, da ausgeführte Funktionen nicht immer an Objekten festzumachen sind.
– Transaktionen: Nicht festgelegt, welche Transaktionen einem User per Berechtigung zugewiesen werden und ob diese Transaktionen zu einer Lizenz passen.


Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-19804 Fri, 18 May 2018 10:27:24 +0200 Outsourcing der IT-Sicherheit http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/outsourcing-der-it-sicherheit-19804/ Wie Mittelständler Cyberangriffe mit der richtigen Strategie schnell erkennen und erfolgreich abwehren Die Reaktionszeit, die Time-To-Respond, ist das Maß der Dinge, wenn es um die Abwehr von Cyberangriffen geht. Wie lange dauert es, um einen laufenden Angriff zu erkennen? Wie lange, Gegenmaßnahmen einzuleiten, die verhindern, dass ein Angreifer erfolgreich ist und das Unternehmen Schaden nimmt? Besonders mittelständische Unternehmen sehen sich mit enormen Herausforderungen konfrontiert – sie werden vermehrt zur Zielscheibe von Cyberkriminellen. Die für die Abwehr dringend benötigten Ressourcen fehlen.

Outsourcing ist in vielen Bereichen der Wirtschaft eine bewährte Strategie, um Engpässe auszugleichen. Doch gilt das auch für den sensiblen Bereich IT-Security? Unter welchen Bedingungen ist Outsourcing überhaupt möglich und woran erkennt man den für das eigene Unternehmen passenden Anbieter?

Immer größere Schäden


Cyberangriffe richten immer größere Schäden in Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen an. Diese Schäden können von Ausfällen kompletter Systeme über großen Datenverlust bis hin zum Diebstahl sensibler Kunden- und Unternehmensdaten reichen. Viele Unternehmen erkennen solche Angriffe meist erst dann, wenn es bereits zu spät ist. Sie können den entstandenen Schaden nur sehr schwer eindämmen. Dies bedeutet oftmals das Aus für ein kleines bis mittelständisches Unternehmen. Zwar sank laut dem Trustwave Global Security Report 2017 die Anzahl der Tage, die von einem Einbruch bis zur Erkennung eines Angriffs vergingen, von 80,5 auf 49 Tage. Das lag jedoch nur daran, dass die Investitionen in IT-Sicherheit gestiegen sind.

Trotz vieler Verbesserungen erkennen Unternehmen Angriffe dennoch meist zu spät, da weiterhin zu wenige Maßnahmen zur Abwehr und Erkennung von Cyberangriffen implementiert sind. Einfache Virenscanner mit signaturbasierten Erkennungsmaßnahmen verhindern nicht, dass neuartige Malware heruntergeladen wird und sich schlagartig im internen Netz verbreitet. Zudem mangelt es in vielen Fällen an der Überprüfung des ein- und ausgehenden Datentransfers, um zu vermeiden, dass sensible Daten das Unternehmen verlassen oder Angreifer Befehls- und Steuerungsanfragen ins Netzwerk einschleusen. Mangelndes Wissen über das eigene Netzwerk und unbeachtete Schatten-IT sind dafür verantwortlich, dass Angreifer immer wieder unentdeckt bleiben.

Nötiges Know-how fehlt


Damit auch Zero-Day-Attacken – Angriffe, die bisher unbekannte Sicherheitslücken ausnutzen – schnell identifiziert und behandelt werden können, müssen mittelständische Unternehmen unbedingt reagieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Cyberabwehr einleiten. Dies ist in der Regel nicht einfach, da neben den finanziellen Mitteln auch das nötige Know-how der Mitarbeiter sowie die technischen Ressourcen fehlen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, können Mittelständler ihre IT-Sicherheit auslagern und einen passenden Managed Security Service Provider (MSSP) wählen, welcher das Unternehmen bei der Implementierung und Überwachung von IT-Sicherheitssystemen unterstützt. MSSP wie etwa Securelink können dazu beitragen, die Zugangspunkte zum Netzwerk abzusichern, Angriffe mithilfe von Netzwerkanalysen schnell zu erkennen und zu analysieren sowie das Netzwerk selbst sicher aufzubauen und Endpunkte abzusichern.

Besonders wichtig ist jedoch, dass mittelständische Unternehmen sich darüber im Klaren sind, welche Schwächen es in der IT-Sicherheit im eigenen Unternehmen gibt und welche Punkte unbedingt verbessert werden müssen. Durch umfangreiche Analysen und Beratungsgespräche mit einem Security Provider lassen sich alle notwendigen Schritte einleiten, um das Unternehmensnetzwerk richtig abzusichern.

Um nun den passenden MSSP zu finden, müssen Verantwortliche wissen, welche Unternehmenswerte geschützt werden müssen und wie viel Geld dafür zur Verfügung steht. Grundsätzlich bieten viele Security Provider ein umfangreiches Portfolio an Sicherheitsdienstleistungen, welche ganz an die Ziele und Bedürfnisse der Unternehmen angepasst werden können. Bei der Auswahl des Sicherheitspartners sind ein Qualitätsnachweis oder eine Zertifizierung, wie beispielsweise nach ISO27001, eine sinnvolle Forderung. Diese Norm stellt sicher, dass der jeweilige MSSP umfangreich auf Basis des IT-Grundschutzes gegen Cyberangriffe abgesichert ist.

Zudem muss der jeweilige Provider auf die Sicherheitsbedürfnisse des Unternehmens eingehen und die Lösung daran anpassen. Der Verkauf unpassender Sicherheitsprodukte macht für ein kleines Unternehmensnetzwerks meist nur wenig Sinn, da hierfür viel zu hohe Kosten anfallen und der eigene Aufwand zu groß wäre. Ebenso genügt es nicht, moderne Sicherheitslösungen wie Next-Generation-Firewalls oder cloud-basierte Endpoint Protection zu kaufen und hierfür keinerlei Service-Verträge abzuschließen, da im Unternehmen schlichtweg das passende Know-how für deren Betrieb und die Analyse von Angriffen fehlt.

Konzentration aufs Kerngeschäft


Doch warum sollten mittelständische Unternehmen ihre IT-Sicherheit überhaupt auslagern? Immerhin geht es um hochsensible Daten, welche man nicht in fremde Hände geben möchte. Der Vorteil von Outsourcing der IT-Sicherheit besteht darin, dass die Unternehmen sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Sie müssten sonst neue Ressourcen schaffen und viel Zeit und Geld investieren, um Mitarbeiter zu schulen, damit sie Cyberangriffe erkennen und behandeln können.

Durch Outsourcing kann der jeweilige MSSP so essentielle IT-Sicherheitsaufgaben abnehmen und kritische Sicherheitsvorfälle in seinem Security Operations Center (SOC) schnell erkennen. Dabei steht das Know-how des Providers besonders im Vordergrund. Ausgebildete Security-Analysten ermitteln die Auswirkungen des Cyberangriffes und können mithilfe eines ausgereiften Incident-Response-Plans das Unternehmen bei der Behandlung des Angriffes unterstützen. Mittelständische Unternehmen können so verhindern, dass Angriffe zu spät erkannt und falsch behandelt werden.

Bildquelle: Securelink

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news-19803 Thu, 17 May 2018 17:43:40 +0200 Weißhaar wird neuer Easy-Chef http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/weisshaar-wird-neuer-easy-chef-19803/ Dieter Weißhaar (53) wird zum 1. Juni als designierter Vorstandsvorsitzender zur Easy Software AG stoßen. Er soll Nachfolger von Willy Cremers werden, der den Anbieter von Dokumentenmanagement-Software durch eine schwierige Phase der Restrukturierung geführt hat. Der Aufsichtsrat dankt Cremers für seine „ausgezeichnete Arbeit und die gelungene Restrukturierung“. Um eine reibungslose Einarbeitung sicherzustellen, bleibt er als Sprecher des Vorstands bis zum 31. August an Bord. Sein Vertrag lief eigentlich nur bis Ende vergangenen Jahres. Der Aufsichtsrat hatte ihn aber gebeten, den Vertrag um ein halbes Jahr zu verlängern, um in Ruhe einen Nachfolger zu finden.

Als Nachfolger wurde heute Dieter Weißhaar vorgestellt. Er wird ab Juni im Vorstand die Unternehmensstrategie sowie die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing und die Internationalisierung verantworten. Gemeinsam mit Finanzvorstand Thorsten Eska soll er das Unternehmenswachstum „entschlossen vorantreiben“, heißt es in der Pressemitteilung. „Mittelfristig“ werde jedes Jahr ein zweistelliges, profitables Wachstum erwartet.

Der Wirtschaftswissenschaftler Dieter Weißhaar bringt 20 Jahre internationale Führungserfahrung in der Technologiebranche mit, aus den Bereichen Vertrieb, Kundenservice, Produktmanagement und Marketing und Unternehmen wie IBM, Thyssen Krupp Information Services, Oracle, Transtec oder T-Systems. Kurze Zeit war er auch bei Firmen wie Xerox oder ASG Software Solutions.

Als Chief Commercial Officer der B2X Solutions GmbH, München, hat Weißhaar das Wachstumstempo erhöht und die Ertragskraft mehrere Jahre überproportional gesteigert. Einer seiner Erfolge war zum Beispiel ein umfangreicher Outsourcing-Dienstleistungsvertrag für Microsoft in 130 Ländern. Als Unternehmer und Gründer hat er außerdem die Softwareschmiede Swarm OS entwickelt. Weißhaar sieht vor dem Hintergrund der aktuellen Datenschutz-Grundverordnung im Dokumenten- und Workflow-Management „ein zukunftsweisendes Wachstumsfeld“. Easy entwickelt seit 1990 in Mülheim an der Ruhr Lösungen für elektronische Akten und Archivierung sowie für die Vorgangsautomatisierung und zählt nach eigenen Angaben über 12.800 Kundeninstallationen.

Bildquelle: Easy Software AG

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-19794 Thu, 17 May 2018 15:39:00 +0200 Nur ein Viertel der Unternehmen auf DSGVO vorbereitet http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/nur-ein-viertel-der-unternehmen-auf-dsgvo-vorbereitet-19794/ Lediglich ein Viertel der Unternehmen in Deutschland ist nach eigener Einschätzung ausreichend zum Stichtag der neuen Datenschutz-Grundverordnung am 25. Mai 2018 vorbereitet. Dies ergab eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Drei Viertel der Unternehmen werden also nicht rechtzeitig mit der Umsetzung fertig, ganz am Anfang stehen demnach noch vier Prozent. Diese Selbsteinschätzung sei nicht gerade schmeichelhaft, sagte Verbandspräsident Achim Berg am Donnerstag.
Eine repräsentative Forsa-Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeichnet ein ähnliches Bild unter kleinen und mittelständischen Unternehmen: Demnach haben nur 22 Prozent der Unternehmen entsprechende Vorbereitungen getroffen, bei 22 Prozent sind die Maßnahmen noch in Planung. Die Mehrheit nehme den Datenschutz „immer noch auf die leichte Schulter“, sagte Peter Graß vom GDV.

Grundsätzlich erwarten der Bitkom-Umfrage zufolge sieben von zehn Unternehmen in Deutschland Vorteile für einheitliche Wettbewerbsbedingungen in der EU durch die Grundverordnung. Gut die Hälfte erwartet einen Wettbewerbsvorteil für europäische Unternehmen, 43 Prozent gehen für das eigene Geschäft von unmittelbaren Vorteilen aus. Als Gründe seien vor allem mangelndes Wissen, zu wenig Zeit und geringe Relevanz des Datenschutzes genannt worden, hieße es.

„Datenschutz ist in den Unternehmen angekommen“, sagte Berg vom Bitkom. Die meisten hätten aber mit der Umsetzung zu kämpfen. Viele hätten sich in der Vergangenheit zu wenig um den Datenschutz gekümmert und hätten deshalb Nachholbedarf. 50 Prozent der befragten Unternehmen befürchten, dass die Geschäftsprozesse komplizierter werden. Von deutlich oder „eher“ Mehraufwand gehen beispielsweise 58 Prozent der Unternehmen aus. 38 Prozent schätzen, dass die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Digitalisierung in Europa bremst. Und einen Wettbewerbsnachteil befürchten 34 Prozent. Neun Prozent sehen darin sogar eine Gefahr für das eigene Geschäftsmodell.

Das Recht des Einzelnen auf Datenschutz müsse gewahrt werden, sagte Berg. „Entscheidend ist, dass auch künftig nützliche innovative Anwendungen auf den Markt gebracht werden können.“ Nur so könne die Datenschutzgrundverordnung tatsächlich zu einem Standortvorteil für Europa werden. Bei der Auslegung des verbindlichen Regelwerks mangele es zugleich an praktischen Hilfestellungen von offizieller Seite.

Kulanz beim Datenschutz?

Rund eine Woche verbleibt nun noch für die Umsetzung zum 25. Mai. Doch noch immer herrsche große Verunsicherung bei den Verantwortlichen in den Unternehmen, sagte Berg. Die Auslegung in der Praxis sei noch ungewiss. Die Wirtschaft erhoffe sich deshalb von den Behörden ein „kulantes Verhalten“. Vier von zehn befragten Unternehmen plädierten demnach für eine verlängerte Schonfrist, die Hälfte wünsche sich, dass die Aufsichtsbehörden bei Verstößen zunächst nur zu Nachbesserungen aufforderten. „Auch für die Behörden muss das Motto zunächst einmal lauten: Helfen statt bestrafen“, sagte Berg.

Die Aufsichtsbehörden wiederum versuchen derzeit, einer übermäßigen Besorgnis entgegenzuwirken. Rund 90 Prozent des Regelwerks habe in Deutschland auch vorher schon gegolten. „Wir haben zwar Zähne bekommen, sind aber nicht bissig geworden“, sagte etwa der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch diese Woche. Kritisch könne es nur für jene werden, die auch schon vorher gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen hätten.

dpa/si

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news-19800 Thu, 17 May 2018 14:05:49 +0200 Digitale Arbeitsplätze machen Beschäftigte produktiver http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/digitale-arbeitsplaetze-machen-beschaeftigte-produktiver-19800/ Mitarbeiter sehen mobile Arbeit positiv, doch es gibt auch Nachteile: Ihnen fehlt Anerkennung und sie fühlen sich isoliert. Die Außensicht auf das mobile Arbeiten ist bestimmt von leicht romantischen Vorstellungen: Mit dem Notebook im Freibad die Sonne zu genießen oder die nächste Präsentation im Café vorzubereiten. Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus. In Deutschland arbeitet mehr als die Hälfte der Beschäftigten zumindest gelegentlich außerhalb ihres Betriebs - hauptsächlich bei Kunden.

Dies ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Ein weiteres Ergebnis: Nur etwa 20 Prozent der Beschäftigten arbeiten mehrmals im Monat oder häufiger außerhalb des Betriebs. Zu ihnen gehören in erster Linie Führungskräfte und Mitarbeiter in akademischen Berufen, die den größten Teil ihrer Arbeitszeit am Computer verbringen. Durch moderne Technologien wie Mobilgeräte, Cloud Computing und Virtualisierung wird der Computerarbeitsplatz ortlos und damit zum digitalen Arbeitsplatz, im IT-Jargon oft „Digital Workplace“ genannt. Er ermöglicht überhaupt erst mobile Arbeit in großem Umfang.

Mobile Arbeitsplätze steigern die Produktivität

Bis vor wenigen Jahren bedeutete Arbeit am Computer zugleich Arbeit am festen Arbeitsplatz im Unternehmen. Diese Fixierung ist nun aufgehoben, Mitarbeiter können tatsächlich im Grunde überall arbeiten ­- auf Dienstreisen im Zug und im Hotel oder kurzfristig im Homeoffice, wenn kranke Kinder zu beaufsichtigen sind. Die Autoren der Studie stellen fest: „Tatsächlich weichen die Arbeitsbedingungen der mobilen Computerarbeiter von denen anderer Beschäftigter ab. So arbeiten sie häufiger in flexiblen Arbeitszeitmodellen, selbstorganisiert und erleben ein stärkeres Zusammenwachsen von Arbeit und Freizeit.“

Entsprechend wird die mobile Arbeit von den Beschäftigten vorwiegend positiv erlebt. Eine Studie des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO stellte fest, dass neun von zehn Beschäftigten ein positives Bild von mobiler Arbeit haben. Bei den Unternehmensmitarbeitern, die bereits mobil arbeiten, ist die Einschätzung allerdings etwas zwiespältig: Etwa 30 Prozent befürchten, mehr leisten zu müssen, da ihre Arbeitsleistung nicht wahrgenommen wird. Basis der Studie waren etwa 680.000 Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe, die im Rahmen der IG-Metall-Beschäftigungsbefragung 2017 auch zur mobilen Arbeit interviewt wurden.

Aus subjektiver Sicht der Mitarbeiter überwiegen jedoch die positiven Erfahrungen mit mobiler Arbeit. Eine Studie von Vmware in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Forbes Insight befragte weltweit 2000 Mitarbeiter in Unternehmen. Dabei zeigte sich: Beschäftigte an einem modernen digitalen und mobilen Arbeitsplatz berichten neunmal häufiger von einer Steigerung ihrer persönlichen Produktivität. Sie verwenden weniger Zeit für manuelle Prozesse und möchten deshalb auf innovative Technologien am Arbeitsplatz nicht mehr verzichten.

Homeoffice ist beliebt, hat aber auch Nachteile

Vor allem Homeoffice-Regelungen sind bei den meisten Mitarbeitern beliebt. Inzwischen lassend vier von zehn Arbeitgebern ihre Mitarbeiter ganz oder teilweise von zu Hause aus arbeiten, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom ergab. Doch die Arbeit unterwegs und im Homeoffice hat auch Nachteile, wie eine Experimentalstudie der Universität Stanford ergab. Dabei arbeiteten 500 Angestellte in einem gleichartigen Beruf bei einem Unternehmen je zur Hälfte im Homeoffice und im normalen Büro.

Im Ergebnis entstanden zwar positive Effekte wie eine Steigerung der Produktivität der Heimarbeiter. Doch es wurden auch Nachteile sichtbar: Viele Mitarbeiter fühlen sich nach einiger Zeit isoliert, da ihnen der Austausch mit den Kollegen fehlte. Außerdem beklagten sie, dass ihre Arbeit weniger anerkannt wurde, da sie mangels Präsenz im Unternehmen auch weniger sichtbar waren. Nicholas Bloom, einer der Autoren der Studie, empfiehlt Unternehmen deshalb, die Heimarbeit auf zwei bis drei Tage pro Woche zu begrenzen, um den Zusammenhalt von Teams nicht zu gefährden.

Bildquelle: Thinkstock 

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom Work-Life-Balance / Health
news-19799 Thu, 17 May 2018 13:09:05 +0200 Erster CTO für Paessler http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/erster-cto-fuer-paessler-19799/ Die Paessler AG, Spezialist für Netzwerk-Monitoring, hat Steven Feurer zu ihrem neuen Chief Technology Officer (CTO) ernannt. Feurer ist seit 2015 Mitglied des Aufsichtsrats und Full-Stack-Entwickler. Er soll die Produktentwicklungsstrategie und das stetig wachsende Entwicklerteam der Paessler AG leiten. „Unsere intuitive und zuverlässige Lösung PRTG Network Monitor hat sich etabliert und ist inzwischen für mehr als 200.000 Systemadministratoren ein unverzichtbares Tool geworden“, sagt Christian Twardawa, CEO der Paessler AG. „Steven Feurer leitete jahrelang Programmiererteams. Diese Erfahrung, sein gutes Gespür für das Produktmanagement und die Entwicklung zukunftssicherer Lösungen machen ihn zum idealen ersten CTO von Paessler.“

In seiner neuen Position übernimmt Feurer die Leitung des wachsenden Entwicklerteams der Paessler AG. Dabei überwacht er Erweiterungen von PRTG, die Entwicklung neuer Features, Funktionalität und Angebote sowie das Management der Testabteilung des Unternehmens.

„Ich habe das wirtschaftliche Wachstum der AG, seit meinem Treffen mit ihrem Gründer Dirk Paessler vor mehr als 20 Jahren, mit großem Interesse verfolgt“, sagt Steven Feurer. „Paessler arbeitet stetig daran, die Arbeit von Systemadministratoren zu erleichtern. Dieses Engagement danken die Kunden mit Loyalität und Leidenschaft für PRTG. Als CTO freue ich mich darauf, hier anzuknüpfen und an diesem Fokus festzuhalten.“

Neben seiner Führungserfahrung bringt Steven Feurer seine Kenntnis aus der Full-Stack-Entwicklung in seine neue Rolle ein. Er war Mitbegründer von anwalt.de sowie von drei weiteren Unternehmen. Zuletzt war Feurer als Business Advisor bei der Firma Müller Medien, als Interim CEO und CTO der Mediservice GmbH sowie als Product und Innovation Strategist für die Warptec Software GmbH tätig. Dort konzentrierte er sich auf Virtual und Augmented Reality, IoT und Mobile Application Development.

Steven Feurer studierte Informationstechnik und erwarb Abschlüsse in Ägyptologie an der Universität von Manchester sowie in Classical Studies an der Open University in England.

Bildquelle: Paessler

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news-19802 Thu, 17 May 2018 12:11:54 +0200 US-Senat gegen Abschaffung strikter Netzneutralität http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/us-senat-gegen-abschaffung-strikter-netzneutralitaet-19802/ Der US-Senat gibt Anhängern der Netzneutralität in den USA neue Hoffnung. Die Mehrheit der Senatoren stimmte gegen die Entscheidung der Telekommunikations-Aufsicht Federal Communications Commission (FCC), die bisherige strikte Umsetzung des Prinzips abzuschaffen. Das Votum nahm aber nur die erste – und vermutlich einfachste – Hürde bei dem Versuch, den FCC-Beschluss im US-Kongress zu kippen. Dafür wären noch die Zustimmung des Abgeordnetenhauses notwendig und am Ende die Unterschrift von Präsident Donald Trump notwendig.

Der Grundsatz der Netzneutralität besagt, dass alle Daten gleich behandelt werden müssen. So wurde amerikanischen Netzbetreibern wie AT&T, Verizon oder Comcast untersagt, bestimmten Datenverkehr zu blockieren oder zu verlangsamen, um anderen Inhalten Vorrang im Netz zu geben. Die aktuell von Republikanern beherrschte FCC hatte im Dezember die Abschaffung der unter Präsident Barack Obama eingeführten strikten Umsetzung der Netzneutralität beschlossen. Die Entscheidung soll am 11. Juni 2018 greifen.

Im Senat stimmten nun alle 49 Demokraten sowie drei republikanische Senatoren dafür, die FCC-Entscheidung rückgängig zu machen. Um die Abstimmung anzusetzen, reichten schon 30 Unterschriften von Senatoren aus. Im Abgeordnetenhaus wäre allein schon die einfache Mehrheit notwendig, damit um überhaupt ein Votum auf die Tagesordnung kommt. Dafür müssten neben allen demokratischen Abgeordneten auch 22 Republikaner den Plan unterstützen.

Um die Netzneutralität zu gewährleisten, wurden Anbieter von Internet-Zugängen von der vorherigen FCC mit Versorgern gleichgestellt. Der heutige FCC-Chef Ajit Pai kritisierte, durch die strenge Regulierung würden den Netzbetreibern dringend benötigte Mittel für Investitionen in die Infrastruktur entzogen. Kritiker der Aufweichung befürchten unter anderem, dass dadurch junge Internet-Unternehmen benachteiligt werden könnten, die im Gegensatz zu Platzhirschen weniger Geld haben, um sich Überholspuren in den Netzen zu kaufen.

dpa/si

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Mobile Business Startseite it-zoom Netzwerk
news-19798 Thu, 17 May 2018 11:48:59 +0200 Den Chatbots auch mal kündigen http://www.it-zoom.de/it-director/e/den-chatbots-auch-mal-kuendigen-19798/ Werden Chatbots nicht richtig trainiert und verwaltet, können sie auch mal aus dem Ruder laufen, berichtet Michael-Maria Bommer vom Kommunikationsspezialisten Liveperson. IT-DIRECTOR: Herr Bommer, ein Blick in die Praxis: Für welche Zwecke nutzen Unternehmen im Kundenservice heutzutage bereits Chatbots? Können Sie uns das eine oder andere konkrete Beispiel nennen?
M. Bommer:
Marken verwenden Chatbots auf verschiedene Weise, sowohl intern als auch extern. Bots können Kundendienstmitarbeiter hinter den Kulissen unterstützen. So helfen „Agent-Assist Bots“, indem sie vorgeschlagene Antworten für die Mitarbeiter finden. Extern werden Bots als Spezialisten verwendet, um bestimmte einfache Anfragen wie das Aktualisieren einer Adresse oder das Durchführen einer Zahlung zu bearbeiten. Sie werden auch verwendet, um Kunden an den am besten geeigneten Kundendienst- oder Vertriebsmitarbeiter weiterzuleiten, wodurch die Effizienz erhöht wird. Die Anwendungsfälle für Bots wachsen weiter.

IT-DIRECTOR: Welche positiven Auswirkungen bringt die Chatbot-Nutzung im Kundenservice mit sich? Welche Nachteile sind damit verbunden?
M. Bommer:
Durch die Verwendung von Bots im Kundendienst können die Verantwortlichen die Effizienz steigern und die Kosten senken, während sie gleichzeitig sicherstellen, dass ihre Kunden schnelle und präzise Antworten erhalten. Mittlerweile sind Bots Teil des täglichen Lebens, wie unsere Umfragen zeigen: 91 Prozent der deutschen Konsumenten haben eine positive oder neutrale Einstellung gegenüber dem Einsatz von Bots, um mit einer Marke zu kommunizieren. Zwar gibt es viele positive Auswirkungen der Verwendung von Bots, aber es gibt Möglichkeiten, dass Bots aus dem Ruder laufen, wenn sie nicht richtig trainiert und verwaltet werden. Es ist keine Set-It-and-Forget-It-Lösung, sondern muss ein Teil der laufenden Strategie sein und Bots sollten genauso verwaltet werden wie menschliche Mitarbeiter.

IT-DIRECTOR: Welche inhaltliche Limitierung gibt es Ihrer Ansicht nach derzeit für die Nutzung von Chatbots im Kundenservice?
M. Bommer:
Bots sollten nicht als eierlegende Wollmilchsau eingesetzt werden und jede Anfrage bearbeiten. Bots funktionieren am besten, wenn ihnen bestimmte Rollen zugewiesen werden. Zum Beispiel können Bots eine FAQ wie „Wie ändere ich meine Adresse“ behandeln, so dass menschliche Agenten für komplexere Aufgaben freigegeben werden. Unsere Kunden, darunter große Banken, Telekommunikationsunternehmen, Einzelhändler und andere, haben uns gesagt, dass es nicht realistisch ist, allgemeine Bots vor Kunden zu stellen: Es gibt zu viele verschiedene Fragen und Kommunikationsstile bei jedem Kundenstamm, der üblicherweise Millionen von Menschen zählt. Eine große europäische Bank startete mit einigen Spezialisten-Bots, die nur 70 spezifische Themen beantworten konnten. Die Bots gehen diesen Fragen nach, während die Menschen den Rest erledigen.

IT-DIRECTOR: Inwieweit ist die rechtliche Lage geregelt? Können Chatbots überhaupt verbindliche Aussagen treffen?
M. Bommer:
Bestimmte Rechtsfragen sind nach heutigem Stand noch nicht abschließend bewertet. Diese Fragen betreffen beispielsweise die Haftung – also Konstellationen, in denen virtuelle Assistenten fehlerhaft programmiert sind und es zu falschen Auskünften oder gar Schäden kommt. Nicht zuletzt sind – besonders mit Blick auf die im nächsten Jahr greifende Datenschutzgrundverordnung – beim Einsatz virtueller Assistenten auch datenschutzrechtliche und IT-sicherheitstechnische Grundsätze zu beachten.

IT-DIRECTOR: Falls ja, wie werden die Aussagen von Chatbots juristisch bewertet? Gibt es erste Präzedenzfälle?
M. Bommer:
Bisher gibt es keine Präzedenzfälle. Im Allgemeinen, sollten Bots nur dort eingesetzt werden, wo die rechtliche Lage geklärt ist. Das bedeutet, Bots sollten vor allem einfache Aufgaben, wie zum Beispiel Adressänderungen, übernehmen.

IT-DIRECTOR: Stichwort Haftung: Wer haftet für Aussagen oder Entscheidungen, die Chatbots treffen – der Software-Hersteller oder das anwendende Unternehmen?
M. Bommer:
Die Bots sollten auf die gleiche Weise wie andere Mitarbeiter trainiert, gemanagt (und gegebenenfalls entlassen) werden. Hat man einen Bot, der im Unternehmen nicht gut läuft, lassen die Kunden dies nicht durchgehen, weil es ein Bot ist. Vielmehr werden sie sich über das Unternehmen aufregen, nämlich über das Unternehmen, das ihnen keine Antworten oder Hilfe liefert.

Bei Liveperson gibt es ein Konversations-Design-Team, das mit Unternehmen zusammenarbeitet, die Bots einsetzen, um bessere Bot-Konversationen zu entwickeln und den Bot kontinuierlich zu trainieren und zu verwalten. Dadurch kann sichergestellt werden, dass er sowohl für den Kunden als auch für die Betreuer gut funktioniert. Durch Conversational Design können Unternehmen verhindern, dass schlechte Bots negative Eindrücke hinterlassen.

IT-DIRECTOR: Worauf sollten die Verantwortlichen achten, die Chatbots für den weltweiten Kundenservice nutzen wollen? Welche ethischen, kulturellen oder sprachlichen Gepflogenheiten sollte man auf jeden Fall berücksichtigen?
M. Bommer:
Wer Bots global in seine Kundenbetreuung einbinden will, muss sich mit Konversationsdesignern beraten. Diese Conversational Designer lehren Bots diese kulturellen Konversationselemente und bringen ihnen bestimmte Interaktionsmuster mit den Konsumenten bei. Zum Beispiel arbeiten bei uns Drehbuchautoren, die Skripte erstellen, die es Bots ermöglichen, Menschen auf natürliche Weise zu helfen – und zu wissen, was zu tun und zu sagen ist, wenn eine Konversation schief geht. Diese Drehbuchautoren oder Konversationsdesigner können auch Branding-Elemente in die Skripts integrieren, so dass der Bot die von der Marke gewählte Persönlichkeit widerspiegelt. Bots können nicht alleine lernen, vielmehr brauchen sie die richtigen Lehrer. Diese helfen ihnen, durch verschiedene Szenarien zu navigieren und sie bei Bedarf zu korrigieren, insbesondere im Hinblick der unterschiedlichen kulturellen Normen, mit denen eine globale Organisation konfrontiert sein kann.

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Ina Schlücker CRM IT-Director
news-19795 Thu, 17 May 2018 11:25:15 +0200 Verteilte Standorte, zentrales IT-Management http://www.it-zoom.de/it-director/e/verteilte-standorte-zentrales-it-management-19795/ Der Arbeitsbekleidungshersteller ­Engelbert Strauss GmbH & Co. KG meistert IT-Asset- und Lizenzmanagement, ­Software-Verteilung und Helpdesk mit einer integrierten Suite und Workflows, die genau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Als Marktführer im Bereich „Workwear“ ist Engelbert Strauss ein expandierendes Unternehmen mit einem hohen Anspruch an das Design und die Funktion seiner Produkte. Das Unternehmen legt nicht nur großen Wert auf Tradition und ein familiäres Miteinander, sondern zeichnet sich auch durch technische Kompetenzen aus: So kommissioniert man mit Robotern und hat dadurch eigens entwickelte Arbeitsabläufe im Bereich der Informationstechnologie implementiert.

Personelles Wachstum und die damit einhergehende steigende Anzahl von IT-Assets verstärkten den Wunsch nach einer innovativen IT-Managementlösung. Mit dieser sollte zum einen die Infrastruktur des Unternehmens verwaltet, aber auch ein strukturierter Mitarbeiter-Support gewährleistet werden. Wichtig für Christian Albrecht, Mareike Fuchs, First-Level-Support bei Engelbert Strauss, und ihre Kollegen waren aber auch ein umfassendes Lizenzmanagement und die Möglichkeit, Software und Patches schnell und einheitlich für alle Nutzer bereitzustellen.

Abschied von der manuellen Datenerhebung


Da neben dem Hauptsitz in Biebergemünd noch die IT in drei weiteren Filialen am Laufen gehalten wird, war ein standortübergreifendes Workflow-Management ein weiteres wichtiges Kriterium. „Wir merkten irgendwann, dass wir mit unseren bisher zur Verfügung stehenden Tools die Bedarfs- und Support-Anfragen der Mitarbeiter nicht mehr professionell befriedigen konnten. Für die 18 Helpdesk-Mitarbeiter der IT-Abteilung musste eine Möglichkeit geschaffen werden, zentral in einer Plattform zu arbeiten, um alle Prozesse im IT-Management abzubilden. Auch wollten wir das Zeitalter der manuellen Datenerhebung beenden, um schneller und besser planen zu können. Dass Deskcenter ein komplettes IT-Lifecycle-Management und einen User-Helpdesk in einer Lösung vereint, kam uns da wie gerufen“, schildert Christian Albrecht die Ausgangssituation.

Mittlerweile inventarisiert und managt Engelbert Strauss mehr als 1.100 Systeme und 1.030 Komponenten mit der Suite, darunter auch zahlreiche MacOS-Geräte. Auch die zentrale Software-Verteilung ist für den erfahrenen Support-Mitarbeiter eine große Bereicherung. Denn bei einer vierstelligen Systemanzahl stellte die manuelle Verteilung von Neuinstallationen, Updates und Patches großen Aufwand dar: „Durch den Software-Rollout mithilfe von Software-Regeln und die Standardisierung im OS-Deployment sparen wir viel Zeit und halten unsere Standorte synchron. Unsere Anwender schätzen die unkomplizierte Bereitstellung von neuer Software und Updates ohne Arbeitsunterbrechung. Das Zusammenspiel mit dem Lizenzmanagement erleichtert es uns, vorher den genauen Bedarf zu ermitteln sowie Abweichungen aufzudecken“, so Albrecht.

Skripte sorgen für Flexibilität


Dass man die Lösung für ganzheitliches IT-Infrastruktur- und Lifecycle-Management durch individuelle Skripte erweitern kann, erweist sich oft als hilfreiches Extra für die IT-Fachleute. So können mithilfe solcher Skripte z. B. die Zählerstandhistorien von Druckern ausgelesen und bei Bedarf als Reports ausgegeben werden. Auch können Daten aus der Deskcenter-Datenbank direkt im Configuration Management System (CMS) angezeigt werden. Anwender sehen dort beispielsweise, ob ein Besprechungsraum mit einem Beamer, einen Fernseher oder einen Computer ausgestattet ist.

Die integrierte Servicedesk-Lösung bedeutet für die IT-Spezialisten aber nicht nur gemeinsames Arbeiten in einer Oberfläche. Vielmehr bietet der Helpdesk den Anwendern auch die Möglichkeit, selbstständig bestimmte Tätigkeiten auszuführen. „Über den Software-Warenkorb im Deskcenter-Web können die Nutzer bestimmte Updates autark durchführen“, berichtet Albrecht. Dabei wird die Applikation oder das Paket automatisch auf dem jeweiligen PC installiert. Der Helpdesk-Mitarbeiter sieht in der Installationsübersicht, welche Anwendungen angefragt wurden und erteilt, wenn erforderlich, die Freigabe. Als Nächstes soll der Aufgabeprozess von Anfragen und Problemen über die Ticketfunktion intensiv ausgebaut werden. „Die Kommunikation über Tickets erleichtert uns das strukturierte Bearbeiten und die spätere Nachverfolgung von Anfragen immens“, so Mareike Fuchs. „Seitdem wir die Lösung einsetzen, haben sich unser Systemmanagement und die Servicequalität erheblich verbessert“, ergänzt Christian Albrecht.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 04/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Durch den modularen Aufbau und die verständliche Oberfläche wurde die Suite nach und nach, ohne spezielle technische Vorkenntnisse, in Betrieb genommen. „Bei der Lösung handelt es sich um ein umfassendes IT-Management-System, das verschiedene Komponenten sinnvoll miteinander verknüpft und sich einfach im Unternehmen implementieren lässt“, so Albrecht.


Die Engelbert Strauss GmbH & Co. KG …

… ist ein inhabergeführtes Familienunter­nehmen in vierter Generation. Am Standort in Biebergemünd/Frankfurt a. M. sind rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen bietet seinen Kunden durchdachte Eigenentwicklungen für Workwear von Kopf bis Fuß. Neben dem Vertrieb über Kataloge oder den Online-Shop erhalten die Kunden in den sogenannten „Workwearstores“ die Möglichkeit, Produkte anzufassen, anzuprobieren und direkt zu kaufen.


Bildquelle: Engelbert Strauss

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IT-Director Startseite it-zoom Asset- und Lizenzmanagement
news-19796 Thu, 17 May 2018 11:19:54 +0200 Checkliste: So klappt die Multi-Cloud-Strategie http://www.it-zoom.de/it-director/e/checkliste-so-klappt-die-multi-cloud-strategie-19796/ Eine zentrale Rolle der IT-Transformation spielt die Cloud. Unternehmen nutzen zig IT-Plattformen, um den Anforderungen der Digitalisierung von Geschäftsprozessen gerecht zu werden. Dabei betreiben sie ihre Workloads häufig auf mehreren Clouds – und setzen auf eine Multi-Cloud-Strategie. Auf diese Weise reagieren Unternehmen auf die Entwicklungen der letzten Jahre hinsichtlich einer immer höheren Komplexität und Anforderungsvielfalt digitaler Workloads. Gemäß der Studie „Hybrid- & Multi-Cloud-Services“ nennen mehr als 56 Prozent der befragten Unternehmen die steigenden Anforderungen durch den Betrieb digitaler Workloads sowie die Limitierungen einzelner Infrastrukturen (39 Prozent) als entscheidende Gründe für zukünftige Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien.

Die Multi-Cloud bietet in der Regel vor allem eins: eine hohe Flexibilität, um Workloads dort auszuführen, wo sie am besten laufen – sei es auf einer Public- oder Private-Cloud-Plattform oder in einer Managed-Hosting-Umgebung. „Unserer Erfahrung nach gibt es einfach keine Plattform, die alle Geschäftsanforderungen gleichzeitig erfüllen kann“, erklärt Alex Fürst, Vice President DACH bei Rackspace. „Außerdem können Regulierungs- und Data-Governance-Anforderungen Unternehmen dazu zwingen, Private-Cloud-Lösungen oder Managed-Hosting-Lösungen zu nutzen, während Anwendungen mit variablem, manchmal sehr breitbandigem Datenverkehr die Skalierbarkeit einer Public-Cloud-Lösung erfordern. Deshalb nutzen Organisationen mehrere Plattformen.“

Geringere Herstellerabhängigkeit

Der Multi-Cloud-Ansatz bietet verschiedene Vorzüge, wie bessere Kontrolle und Kosteneinsparungen. Zudem kann dieses Modell den Return on Investment erhöhen, indem es Kerngeschäftsfelder unterstützt und agile Anwendungen von herkömmlichen statischen Systemen auf flexible Cloud-Lösungen verlagert. Gleichzeitig sind Unternehmen weniger abhängig von einem einzigen Anbieter. Daneben können Nutzer können stets die Dienste auswählen, die für bestimmte Workloads am besten geeignet sind.

Neben diesen Vorteilen bringt die Einführung einer Multi-Cloud-Strategie auch einige Herausforderungen mit sich. Denn die Verwaltung über mehrere Cloud-Umgebungen hinweg kann komplex sein. Und viele Firmen verfügen nicht über das Know-how und die Ressourcen, um Cloud-Umgebungen auf mehreren Plattformen sicher und kostengünstig aufzubauen und zu betreiben. So büßen große Organisationen jährlich mehr als 250 Millionen US-Dollar aufgrund von Wissenslücken beim Thema Cloud ein, wie eine Rackspace-Studie belegt. Hier gaben zwei Drittel der IT-Profis an, dass sie mit der richtigen Cloud-Expertise mehr Innovation in ihr Unternehmen bringen könnten. Die wachsende Wissenslücke zeigt, dass Unternehmen unbedingt eine Strategie brauchen, um Zugang zur nötigen Erfahrung zu erhalten“, erklärt Alex Fürst. „Ansonsten kämpfen sie um ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit.“

Checkliste rund um Multi-Clouds:

Auf folgende Merkmale sollten Unternehmen bei der Auswahl einer Multi-Cloud-Management-Plattform achten:

  • Unternehmen wünschen sich einen Cloud-Provider, der Verträge mit anderen Service-Providern vermittelt und verschiedene Cloud-Services wie Backup und Recovery, Cloud Readiness Assessment, Migrationsdienste und Premium-Support anbietet.
  • Zudem suchen die Verantwortlichen zuverlässigen Partnern, die über das Know-how verfügt, alle Cloud- und Managed-Hosting-Plattformen mit integrierten Services wie Reporting, Analyse, nutzungsbasierte Zahlung und Support bereitzustellen.
  • Bei der Evaluierung von Managed-Cloud-Providern sollte die interne Expertise der Anbieter (z.B. zertifizierte Experten, Kundenreferenzen, Erfolgsbilanz, Breite und Tiefe ihrer Branchenpartnerschaften) in Betracht gezogen werden.
  • Integrations- und Verwaltungskosten können Preisunterschiede zwischen Anbietern ausgleichen und in einigen Fällen sogar die Vorteile der Cloud-Services überwiegen.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, Rackspace

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IT-Director Cloud
news-19791 Thu, 17 May 2018 09:54:00 +0200 Mehr Mut zur Vertragsfreiheit! http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/mehr-mut-zur-vertragsfreiheit-19791/ In lockerer Folge greift IT-MITTELSTAND das Thema „Daten: Rechte und Pflichten“ auf. Uns geht es nicht darum, den Status quo zu beschreiben, sondern eine wünschenswerte Zielrichtung der dynamischen Entwicklung in dem Bereich „Datenverantwortung“ auszuloten. Dazu befragten wir den Rechtsanwalt Dr. Tobias Bosch von der Kanzlei Noerr. Die hatte bereits im Jahr 2015 gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie die Rechtsprobleme der digitalisierten Wirtschaft beleuchtet und zusätzlich im Auftrag des BDI ein ausführliches Rechtsgutachten erstellt. ITM: Herr Bosch, die Marktforscher der Gartner Group vermuten, dass im Jahr 2020 jedes zehnte Unternehmen aus der Verwertung seiner Daten ein profitables Geschäft machen wird. Unter welchen Rahmenbedingungen sollte das ermöglicht werden?
Tobias Bosch:
Ganz entscheidend sind europaweit einheitliche Wettbewerbsbedingungen. Die USA setzen dank ihres riesigen Heimatmarktes bei der Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Daten Standards von globaler Reichweite. Nationale Überregulierungen bremsen europäische Unternehmen in ihren wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten, eine angemessene Harmonisierung europäischer Regulatorik fördert sie.

Deshalb halte ich die europäische Datenschutz-Grundverordnung bei aller Kritik im Detail für einen Erfolg. Der Gesetzgeber sollte insgesamt maßvoll regulieren und dabei vertragliche vor gesetzlichen Regelungen bevorzugen. Das ist auch ganz klar der Wunsch in den Unternehmen. Im letzten Jahr haben wir gemeinsam mit Business Europe europaweit Unternehmen befragt, von denen eine klare Mehrheit vertragliche Flexibilität bevorzugt.

ITM: Aktuell wird der Zugriff auf Massendaten in der Regel bilateral über Verträge geregelt. Warum reicht das auch in Zukunft aus? Oder muss der Gesetzgeber hier aktiv werden?
Bosch:
Das reicht aus, da die Parteien eine klare Vorstellung über den Umfang der jeweiligen Datennutzung haben und vertraglich die Flexibilität besteht, adäquate Lösungen zu finden. Nur dann haben die Vertragsparteien auch genügend Spielraum für neue Geschäftsmodelle.

Vorschnelle gesetzliche Regulierung bremst eher gewünschte Innovation. Insoweit ist nicht zu erkennen, dass der Gesetzgeber hier in der Lage wäre, passende Lösungen zu finden oder gar einen Zusatznutzen zu generieren. Insgesamt wünsche ich mir mehr Mut zur Vertragsfreiheit!

ITM: Wer darf Massendaten in Szenarien wie Industrie 4.0, Big Data oder Machine Learning nutzen und/oder weitergeben (bzw. verkaufen), wenn also viele Parteien in die Datenverarbeitung involviert sind: Der Hersteller der Maschine, die z.B. über Sensoren diese Daten liefert, der Hersteller dieser Sensoren, der Hersteller der Datenbank-, ERP- oder KI-Software, die diese Daten sammelt, verwaltet und/oder verarbeitet, der Cloud- oder Netzwerk-Provider, der diese Daten transportiert, oder das Unternehmen, das diese Software bzw. die Maschine nutzt? Oder kommen noch weitere Verantwortliche in Betracht, etwa in der Logistik der Hersteller des verwendeten Transportmittels?
Bosch:
Auch hier gilt: Die Details der Nutzung und Weitergabe von Massendaten sollte auf vertraglicher Basis geregelt werden. Am Markt werden sich auf diese Weise praktikable Standards etablieren. Der Gesetzgeber ist erst dann gefordert, wenn wettbewerbsrelevante Fehlentwicklungen erkennbar werden. Was sollte der Gesetzgeber aktuell auch tun? Privilegiert er bestimmte Nutzer oder Verarbeiter von Daten, zementiert er damit auf lange Sicht den Markt. Das gilt auch und vor allem für die Frage eines „Eigentums“ an Daten.

ITM: Welche Rechte und Pflichten leiten sich aus der Zugriffsmöglichkeit auf die Daten ab? Darf z.B. ein Hersteller wie SAP aus bestimmten Zugriffen auf solche Daten, die mit seiner ERP- oder Datenbank-Software verwaltet werden, das Recht auf die Erhebung einer zusätzlichen Vergütung ableiten?
Bosch:
Das sind typische Konstellationen, die vertraglich geregelt werden sollten und sich einer einheitlichen Betrachtungsweise verschließen. Zunächst ist in diesen Fällen zu fragen, wem diese Daten zuzuordnen sind; nur dann kommt eine Vergütung in Betracht. Regelmäßig dürfte es sich dabei um technische, nicht personenbezogene Daten handeln, ansonsten dürfte im Zweifel eine Einwilligung benötigt werden.

Im Anschluss hängt die Frage der Vergütung von den wirtschaftlichen Interessen ab: Hier mag es Fälle geben, in denen der Hersteller ein Interesse an der Tätigkeit des Dritten hat und diesen dann bezahlt; umgekehrt mögen die Daten für den Dritten wichtig sein. Dann spricht auch nichts dagegen, dass er dafür eine Vergütung entrichtet.

ITM: Unter welchen Bedingungen sollten solche Massendaten von dem Verantwortlichen für die Allgemeinheit oder für bestimmte Interessenten bereitgestellt werden, damit ihre Wiederverwendung, Nachnutzung und Verbindung mit anderen Datensätzen einerseits einfach und andererseits schadlos möglich ist? Das ist ja letztlich notwendig, damit Szenarien wie „Industrie 4.0“ überhaupt funktionieren können ...
Bosch:
Unternehmen sollte es überlassen bleiben, ob, wie und in welcher Form sie ihre Daten zur Verfügung stellen. Denn auch hier werden vertragliche Regelungen zumeist ausreichen, um marktgängige Lösungen zu etablieren – zumal es sich hierbei sowieso nur um nicht personenbezogene Daten handeln kann.

Ausnahmen kann es allerdings dort geben, wo es um „öffentliche Güter“ geht, also z. B. bei Fragen der inneren oder der Versorgungssicherheit. Hier ist es denkbar, im begrenzten Umfang Verpflichtungen zur Datenüberlassung vorzusehen. Es kommt dabei aber entscheidend auf eine klar eingegrenzte Definition an, in welchen Fällen und für welche Nutzung dies erfolgen soll. Bei dieser Frage stehen wir erst am Anfang.

Bildqelle: Thinkstock/iStock/Kanzlei Noerr

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Berthold Wesseler IT-Mittelstand Business Intelligence / Big Data
news-19792 Wed, 16 May 2018 17:00:48 +0200 Eurowings Digital gegründet http://www.it-zoom.de/it-director/e/eurowings-digital-gegruendet-19792/ Die Fluggesellschaft Eurowings will ihren Wachstumskurs fortsetzen und plant, bis Ende des Jahres eine eigene Digitalfirma zu gründen. Die „Eurowings Digital GmbH“ soll alle kundenrelevanten Digitalaktivitäten der Airline unter einem Dach bündeln. „Unser Umsatz auf Eurowings.com liegt bereits bei mehr als einer Milliarde Euro und soll in diesem Jahr auf 1,5 Milliarden Euro im Jahr steigen“, berichtet Eurowings-Geschäftsführer und Chief Commercial Officer Oliver Wagner. „Das neu gegründete Unternehmen wird das schnelle Wachstum des E-Commerce-Geschäfts zusätzlich vorantreiben.“

Wichtigster Fokus der neuen Firma: Die digitale Kundenschnittstelle Eurowings.com in eine stark wachsende Reiseplattform zu verwandeln. Dabei soll das Online-Portal in Zukunft als digitaler Reisebegleiter (‘Travel Companion’) die rund 40 Millionen Kunden des Flugspezialisten langfristig binden, indem Website und Eurowings-App über Flüge von A nach B hinaus ein personalisiertes Angebot an digitalen Services und Produkte bieten. „Wer sich auf unserer Website registriert und damit maßgeschneiderte Hotelbuchungen, Mietwagen, Eventtickets und vieles mehr erhalten kann, kommt gerne wieder“, erklärt Wagner. „So werden wir unseren inzwischen 40 Millionen Kunden künftig bessere digitale Services und Produkte anbieten können.“

Für die Weiterentwicklung der Kunden-Website, aber auch für ‚Eurowings Digital‘ wird die Airline viele Millionen Euro investieren. Für Oliver Wagner ist das gut angelegtes Geld: „Das neue Unternehmen wird unsere digitale Vertriebspower und Expertise zusammenführen und vor allem Eurowings.com massiv ausbauen“, sagt er. Ihren Sitz wird die Firma in Köln haben. Unter anderem der bereits bestehende Fachbereich „E-Commerce“ wird einen Großteil des neuen Unternehmens ausmachen. Wagner: „Wir haben bereits ausgezeichnete Expertise fürs Digitalgeschäft im Haus, die den Kern unserer neuen Gesellschaft darstellen soll.“ Geplant ist, in den nächsten Jahren bei Eurowings Digital auf bis zu 150 Mitarbeiter zu wachsen und dabei zusätzliche Digitalexperten ins Unternehmen zu holen. Der Start des neuen Unternehmens ist für Ende des Jahres vorgesehen.

Bildquelle: Eurowings

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IT-Director E-Commerce / Marketing
news-19790 Wed, 16 May 2018 16:37:46 +0200 Versteigerung von 5G-Frequenzen angeordnet http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/versteigerung-von-5g-frequenzen-angeordnet-19790/ Die Bundesnetzagentur hat heute entschieden, die Versteigerung für Frequenzen bei 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz anzuordnen. Diese sollen sich insbesondere für den Ausbau von 5G in Deutschland eignen. „Der Mobilfunk braucht weitere Frequenzen für den Netzausbau, um die stark ansteigenden Datenvolumina bewältigen zu können. Da die Frequenzen knapp sind, werden sie versteigert. Die Anordnung der Versteigerung gibt dem Markt Planungssicherheit für das weitere Verfahren“, erklärt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) soll nicht nur die Datenraten für Endnutzer verbessern, sondern auch innovative Anwendungen wie automatisierte Produktion in der Industrie 4.0 oder Echtzeitanwendungen im Rahmen des Internets der Dinge ermöglichen.

Eigenen Angaben zufolge ist es Aufgabe der Bundesnetzagentur, für die Vergabe der Frequenzen ein objektives, transparentes und diskriminierungsfreies Verfahren zu gewährleisten. Bevor die Auktion beginnen kann, ist noch über die Vergabebedingungen und Auktionsregeln zu entscheiden. Dabei regeln die Vergabebedingungen, welche Rechte und Pflichten mit der Nutzung der Frequenzen verbunden sind. Dies beinhaltet auch Auflagen zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung. Die Auktionsregeln betreffen die konkrete Durchführung der Versteigerung.

Nach Beteiligung der interessierten Kreise werden bis Ende 2018 die finalen Vorgaben für die Versteigerung vorliegen. Aufgrunddessen wird sich die bislang von Branchenkennern für Herbst 2018 avisierte Versteigerung der Frequenzen wohl nach hinten verschieben.

5G-Frequenzen regionale Funknetze

Neben bundesweiten Frequenznutzungsrechten, die versteigert werden sollen, wird die Bundesnetzagentur auch Frequenzen zur lokalen und regionalen Nutzung bereitstellen, heißt es in einer Pressemeldung.

Zum Hintergrund: Sowohl die Wirtschaft als auch die Industrie haben das Potential der kommenden Mobilfunkgeneration 5G erkannt. Von daher fordern sie Frequenzen für eigene, autarke Funknetze für Anwendungen wie Industrie 4.0. Darüber hinaus wollen jedoch auch Gemeinden und Vertreter der Land- und Forstwirtschaft durch lokale und regionale Funknetze die Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum verbessern. Diese Frequenzen sollen nicht versteigert, sondern auf Antrag zugeteilt werden. Hier ist laut Netzagentur vorgesehen, den Entwurf eines Antragsverfahrens zeitnah vor der Auktion zur Kommentierung zu stellen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Mobile Business Netzwerk
news-19789 Wed, 16 May 2018 16:05:40 +0200 DSGVO mit nicht beabsichtigten Nebenfolgen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/dsgvo-mit-nicht-beabsichtigten-nebenfolgen-19789/ Die DSGVO beschäftigt im Moment alle, denn ab Ende Mai muss sie umgesetzt werden - Flurschaden inklusive. Die neuen EU-Datenschutzregeln zeigen erste interessante Folgen: Wer als Journalist auf diversen Presseverteilern ist, erhält nun permanent Nachfragen, ob man denn auch weiterhin in Kontakt bleiben wolle. Wer das will, muss nun wegen der DSGVO die Zusendung von Informationen bestätigen. Das Problem dabei: Viele Unternehmen fragen plötzlich alle möglichen zusätzlichen Angaben ab, etwa die Telefonnummer, eine genaue Angabe zum Medium und Ähnliches. Die DSGVO führt auf diese Weise dazu, dass über den Umweg der Einwilligung in die Speicherung mehr Daten gespeichert werden als vorher.

So etwas ist eine der eher lustigen Folgen der Pflicht, bei der Speicherung von persönlichen Daten eine Einwilligung einzuholen. Sie ist zwar in dieser Allgemeinheit falsch, doch offensichtlich scheinen viele Unternehmen nach dem Sicher-ist-sicher-Prinzip sowie der Wenn-schon-denn-schon-Regel zu verfahren. Ein sehr schönes Beispiel ist auch Facebook. Es zeigte kürzlich allen Anwendern ein mehrschrittiges Dialogfeld mit einem Riesenwust an Angaben zur Datenspeicherung und Auswahloptionen. Das ist korrekt im Sinne des Gesetzgebers. Doch die meisten Leute werden sich wohl einfach durchklicken und zustimmen, da sie Facebook anderenfalls nicht mehr nutzen können. Für die Plattform gilt: Wer nicht einwilligt, existiert nicht. Und wer würde das schon wollen?

Großunternehmen sind im Vorteil

Das Beispiel Facebook zeigt, dass die DSGVO ein Problem hat: Durch die starke Bürokratisierung haben große Angebote und Plattformen einen eindeutigen Vorteil. Da ihr Nutzeffekt für die Anwender sehr groß ist, können sie sich einfach alles bestätigen lassen, was ihn so vorschwebt. Die wenigen Leute, die dann tatsächlich darauf verzichten, können Angebote mit Millionen bis Milliarden Nutzern leicht verschmerzen.

Bei Webservices mit nur wenigen Nutzern, kleinen Unternehmen und Selbstständigen sieht das ein wenig anders aus. Ihre Besonderheiten werden in der DSGV nicht wirklich gut berücksichtigt. Sie haben weder die personellen Ressourcen noch das Wissen, die DSGVO ohne Schwierigkeiten umzusetzen. Dagegen ist der Gestaltungsspielraum der großen Plattformen erheblich. So hat Facebook die Daten von Millionen europäischen Nutzern einfach in ein anderes Rechenzentrum verschoben, um der direkten Jurisdiktion Europas zu entkommen.

Alles Weitere klären die Gerichte. Ein Beispiel: Zwar müssen Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern kein Verzeichnis ihrer Datenverarbeitungstätigkeiten führen, doch die Verordnung schränkt diese Erleichterung im nächsten Halbsatz direkt ein. Denn diese Ausnahme gilt nur, „sofern die von ihnen vorgenommene Verarbeitung nicht ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen birgt, die Verarbeitung nicht nur gelegentlich erfolgt oder nicht die Verarbeitung besonderer Datenkategorien gemäß Artikel 9 Absatz 1 bzw. die Verarbeitung von personenbezogenen Daten über strafrechtliche Verurteilungen und Straftaten im Sinne des Artikels 10 einschließt.“

Was zum Beispiel heißt in diesem Zusammenhang „gelegentlich“? Ist es gelegentlich, wenn ein Blog einmal im Monat einen Newsletter mit Verweisen auf neue Artikel herausbringt? Ist es gelegentlich, wenn in einem Gruppenblog pro Tag bis zu drei Artikel erscheinen und die Nutzer über die in WordPress eingebaute Funktion per E-Mail über neue Postings informiert werden? Ist „gelegentlich“ nicht ein Widerspruch zu „regelmäßig“, sodass alle Arten von regelmäßigen Angeboten unter die DSGVO-Vorschrift fallen? Fragen über Fragen, die vermutlich niemand bei der Formulierung der Verordnung bedacht hat. Das sieht nach einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Anwälte und Richter aus.

Kleine und private Angebote könnten aufgeben

Die für Laien eher undurchschaubaren Regeln haben schon erste Opfer gebracht, wie eine „GDPR-Deathlist“ zeigt. Einige Services stellen ihre Dienste ein, unter anderem das Internet-Urgestein Whois. Das ist ein Problem, denn Whois war bisher die einzige Möglichkeit, sich bei dubiosen und fragwürdigen Websites über deren gemeldete Betreiber zu informieren und sich so wenigstens einigermaßen sicher Aufschluss über Ross und Reiter zu verschaffen. Eine weitere absurde Nebenfolge: Einige Medienanbieter aus den USA überlegen, europäische IP-Adressen zu blocken, sodass niemand mehr diese Angebote besuchen kann.

Der Digitalberater Marcel Weiß befürchtet, dass dies eine gängige Praxis werden wird, vor allem bei US-Startups: „Das ist schlicht einfacher und pragmatischer, als den Aufwand auf sich zu nehmen, alle internen und externen Prozesse der DSGVO anzupassen. Das kann natürlich auch bedeuten, dass mittelfristig neue Internet-Services ihren Weg gar nicht mehr in die EU finden.“ Auch viele private und halbprivate Angebote könnten in der nächsten Zeit geschlossen werden, wenn die Betreiber angesichts der Komplexität der DSGVO, der durchaus realistischen Gefahr von Abmahnungen und hoher Strafzahlungen die Lust verlieren.

Adieu freies Internet, hallo Facebook oder andere Plattformen. Dort kann man sich durch Anklicken der Aufschrift „Ja, ich will“ von allen Datenschutzproblemen befreien. Das ist schmerzlos und hat gar nicht mal so viele Nebenfolgen, außer dass der klassische Datenschutz nach dem Prinzip der informationellen Selbstbestimmung de facto ausgehebelt ist. Im DSGVO-Zeitalter heißt es dagegen: Ich willige ein, also bin ich.

Bildquelle: Thinkstock

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom IT-Markt
news-19786 Wed, 16 May 2018 13:00:00 +0200 „Geschäft und Spaß“ auf der neuen Cebit http://www.it-zoom.de/it-director/e/geschaeft-und-spass-auf-der-neuen-cebit-19786/ Hinter der „neuen“ Cebit in Hannover verbirgt sich eine Kombination aus Messe, Konferenz und Networking-Event. Hier sollen Technologien und Emotionen, Business und Festival miteinander verbunden werden. Denn laut Deutsche-Messe-Vorstand Oliver Frese würden sich „Geschäft und Spaß“ nicht gegenseitig ausschließen. Die Eindrücke und Informationen der Preview-Veranstaltung haben wir hier zusammengefasst >>> Mit einem komplett überarbeiteten Konzept startet am 11. Juni 2018 in Hannover die „neue“ Cebit als Business-Festival für Innovation und Digitalisierung. Sie will Geschäftsanbahnung mit Festivalelementen kombinieren und dabei die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft in den Fokus rücken. Im Spätsommer 2016 habe man sich auf den Weg gemacht, die Cebit neu zu erfinden, berichtete Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, am Dienstag bei der internationalen Presse-Preview in Hannover. Man möchte zukünftig alle Akteure der Digitalisierung zusammenführen, um gemeinsam über die digitale Transformation zu diskutieren. Dabei sollen vor allem auch neue Zielgruppen erreicht werden, etwa Blogger, Influencer, Kreative und Chief Digital Officer (CDO). „Auf der neuen Cebit kann jeder das digitale Heute verstehen und das digitale Morgen entdecken“, so Frese. „Die neue Cebit ist Messe, Konferenz und Networking in einem und macht so Digitalisierung zum Erlebnis.“

Auch Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, kam bei der Presseveranstaltung zu Wort. Diese fand im übrigen im Neuen Rathaus statt, das einen imposanten Eindruck bei den Veranstaltungsteilnehmern hinterlassen haben dürfte. „Dass wir die Türen für die Cebit so weit öffnen, ist für uns selbstverständlich“, betonte Schostok im Bürgersaal des Rathauses. Die Cebit gehöre zur Identität der Stadt. „Wir wollen Hannover als Hotspot für die Digitalisierung stärken.“ Daher sei man natürlich auch als Stadt und Region mit einem vergrößerten Standkonzept auf der Veranstaltung vertreten – in Halle 27. Ferner lobte er das „besonders schöne Messegelände“ und wertete es positiv, dass die Cebit nun im Sommer stattfinde. Dann könne sich die Stadt erst recht von ihrer schönsten Seite präsentieren.

„Das digitale Heute verstehen, das digitale Morgen entdecken“


Inhaltlich will das Business-Festival alle Technologien, welche die digitale Transformation vorantreiben, in den Mittelpunkt stellen, darunter z.B. Arbeitsplatz 4.0, Augmented und Virtual Reality (AR/VR), Blockchain, Drohnen, Future Mobility, Human Robotics, Internet Of Things (IoT), Künstliche Intelligenz (KI), IT-Sicherheit und 5G. „Die Ausrichtung entlang der digitalen Megatrends hat sich ausgezahlt, denn alle großen Unternehmen, die die digitale Transformation maßgeblich prägen, machen mit bei der neuen Cebit“, sagte Frese.

Um nur einige zu nennen: Huawei, IBM, Salesforce, SAP, Vodafone, Volkswagen, Atos, Datev, Intel, Software AG, Deutsche Telekom, Facebook, HPE, Rittal, Atlassian, Lancom, AVM, Materna, Oracle, LG, die Bundesdruckerei, die Fraunhofer-Institute, das KIT, das DFKI, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, ADAC, Ionity, Secusmart, Aldi Nord, BASF, Bundesbank, Continental, EY, Lufthansa Industries, der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst, Redbull, Melitta und Bio-Zisch Goldberg.

Einige dieser Unternehmen stellten sich im Rahmen der Preview-Veranstaltung kurz vor und erläuterten, was sie bei der Cebit in den Fokus rücken werden. So will Amagno beispielsweise die gesamte Dokumentenablage digitalisieren, so dass Nutzer durch jene Dokumente „wie durchs Internet surfen“ können. Der ADAC wird die Besucher mitunter zum autonomen Fahren beraten. Volkswagen verspricht eine „Weltpremiere auf vier Rädern“. Blogfoster will die Frage klären, wo Marketing-Budgets zukünftig hinwandern, während Ricoh die Arbeitswelt 4.0 greifbar und erlebbar machen möchte. AVM rückt bei seinem Messeauftritt die Themen Docsis 3.1, Supervectoring, Fritz! OS 7 und Wlan Mesh in den Mittelpunkt. Bei der Deutschen Bahn soll es Deutschlands erste leuchtende Bahnsteigkante zu sehen geben, e.Go Mobile will „erschwingliche“ Elektromobile entwickeln und eCoin Investment – zum ersten Mal auf der Cebit – lockt mit einem „einfachen Einstieg“ in das Thema Kryptowährung.

Nicht zuletzt hatte Nicolas Boudot, VP Business & Marketing von Softbank Robotics Europe, den humanoiden Roboter Pepper mitgebracht. Und das Unternehmen EmQopter präsentierte unter freiem Himmel seine Lieferdrohne.

Neues Aussehen, neuer Geschmack


Laut Oliver Frese ist die neue Cebit schon vor ihrem Start ein Erfolg. „Zwischen 2.500 und 2.800 Unternehmen aus rund 70 Nationen werden sich beteiligen. Sie alle sind überzeugt von der Verschmelzung von Business und Festival. Unser Mut zu diesem radikalen Neukonzept wird belohnt.“ Zudem erwarten die Veranstalter mehr als 350 Start-ups.

Die neue Cebit wird im Juni in vier Elemente unterteilt sein: d!conomy, d!tec, d!talk und d!campus. Das Element d!conomy zeigt den professionellen IT-Besuchern, was für die Digitalisierung notwendig ist sowie Produkte und Lösungen, die ein Unternehmen schon heute schneller, effektiver und profitabler machen. Im Element d!tec wird ein Blick in die Zukunft gewagt. Hier stehen beispielsweise digitale Technologien wie KI, Blockchain, Human Robotics, VR und AR, aber auch die mehr als 350 Start-ups mit ihren Geschäftsmodellen im Fokus. Hinter d!talk verbirgt sich das Konferenzprogramm mit mehr als 600 internationalen Sprechern, die an den fünf Cebit-Tagen auf insgesamt zehn Bühnen auftreten. Unter anderem haben zugesagt: Marc Raibert, Gründer von Bosten Dynamics; Stacia Carr, Leiterin Engeneering bei Zalando; Chris Barton, Gründer von Shazam; Michael Bolle, Forschungschef von Bosch; Victor Meyer-Schönberger, Oxford Internet Institute und Josh Tetrick, Grüner von Just aus dem Silicon Valley.

Das Herz des neuen Geländes bildet der d!campus. Als emotionales Zentrum bietet er auf einer Größe von gut zehn Fußballfeldern Raum für die Inszenierung von Technologie und Marken, für Vernetzung, Interaktion und zwanglosen Austausch – und setzt als Festival mit DJs und Livemusik internationaler Bands den künstlerischen Rahmen. Am 12. Juni spielen die Giant Rooks aus Hamm, im Anschluss als Topact des ersten Tages die schwedische Kultband Mando Diao. Am Mittwoch bringt Noga Erez ihre neueste Musik aus Israel auf den d!campus, später gehört die Bühne dann Berufs-St.-Paulianer Jan Delay. Der Hauptact für Donnerstag ist das Electro-House-Duo Digitalism. Der d!campus bleibt übrigens bis 23 Uhr geöffnet. Doch die „Cebit wird nicht nur anders aussehen, sondern auch anders schmecken“, betonte Oliver Frese in Hannover. Denn ein völlig neues, internationales Food-Konzept runde das „Digital Street Festival“ auf dem d!campus ab.

Neue Öffnungszeiten: 10 bis 19 Uhr


Die Cebit beginnt am 11. Juni als reiner Konferenztag für Entscheider und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit Vorträgen und Veranstaltungen. Nach der Eröffnung durch Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, wird laut der Deutschen Messe AG der aus den USA stammende Autor und Mitbegründer der Virtual-Reality-Technologie Jaron Lanier sprechen. Im Verlauf des ersten Tages werden u.a. folgende Sprecher/innen erwartet: Janina Kugel, Personalvorstand der Siemens AG, und Dr. Auma Obama, Adel B. Al-Saleh, neuer Chef von T-Systems, Amir Faintuch von Intel, Designprofessorin Gesche Joost, Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer, Accenture-Chef Frank Riemensperger, Datev-Chef Dr. Robert Mayr, Acatec-Präsident Dr. Dieter Spath, Atos-Chefin Ursula Morgenstern und Gründer Andrew Filev. Drei Bundesministerien sind in das Programm des ersten Tages eingebunden.

Zur Welcome Night in der Halle 11 wird Ginni Rometty, President & CEO von IBM, zu den etwa 2.000 geladenen Gästen sprechen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek wird den Innovation Award verleihen, außerdem treten Bitkom-Präsident Achim Berg, der beim Preview-Event ein paar Zahlen zur „Stimmung in der Branche“ präsentierte und betonte, dass er die Cebit „für sehr wichtig“ halte, sowie Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil auf. Offiziell eröffnet wird die Cebit von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und geht dann am Dienstag, dem 12. Juni, richtig in den Messehallen los. Die Stände sind dabei jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Der letzte Tag der neuen Cebit wird unter dem Motto „Digital Friday“ stehen. Mit speziellen Formaten sollen hier weitere Zielgruppen angesprochen werden. So werden mehr als 1.000 Blogger und Influencer zur größten Influencer-Konferenz Deutschlands – der „Signals“ – erwartet, die den gesamten Tag den neuen Marketing-Zweig aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet. Nicht zuletzt wird auch die Stadt Hannover selbst zum Teil der Cebit. Die gesamte Woche über wird die d!lounge auf dem zentralen Platz in der Innenstadt, dem Kröpcke, eine Art Satellit der Cebit auf dem Messegelände werden. Für den Abend des Freitags ist von 18 Uhr an bis Mitternacht die große Open-Air-Abschlussparty geplant. Emma Lenford, Munique und Tom Gregory spielen live, DJ Ferry Ultra legt auf und zudem wird noch ein Special Guest erwartet.

Bildquelle: Lea Sommerhäuser

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Lea Sommerhäuser IT-Director Startseite it-zoom Unternehmen
news-19788 Wed, 16 May 2018 09:51:27 +0200 Industrie 4.0 in der Tüftlernation http://www.it-zoom.de/it-director/e/industrie-40-in-der-tueftlernation-19788/ Im Interview spricht Stefan Issing, Global Automotive Industry Director von IFS, über die Hauptaufgabe von ERP-Systemen in der Industrie 4.0 sowie die besonderen Anforderungen für international tätige Unternehmen. IT-DIRECTOR: Herr Issing, wie weit ist Ihrer Erfahrung nach Industrie 4.0 in Deutschland fortgeschritten?
S. Issing:
Sieht man in Industrie 4.0 ganz klassisch die Transformation zur Smart Factory, ist sie in Deutschland auf einem sehr guten Weg. In einer Studie, die IFS vor Kurzem durchgeführt hat, gab fast jedes zweite befragte deutsche Industrieunternehmen an, inzwischen eine klare Sicht auf mögliche Anwendungsfelder wie vorausschauende Wartung oder intelligente Roboter zu haben; und diese Unternehmen sind sich auch bereits über deren Erträge im Klaren. Bei einem weiteren Drittel der befragten Fertigungsunternehmen aus Deutschland gibt es zumindest schon einen robusten Fahrplan und erste Tests.

IT-DIRECTOR: Stellen Sie hier Unterschiede zwischen Großunternehmen und dem Mittelstand fest?
S. Issing:
Mittelständische Betriebe sind oft jünger und damit auch wandlungsfähiger als Großunternehmen. Bei letzteren kann man manchmal den Eindruck gewinnen, dass sie Industrie 4.0 eher als „nice to have“, denn als globale Unternehmensstrategie sehen. Zudem haben sie nach wie vor oft Schwierigkeiten, die Kosten und den Return on Investment (ROI) zu ermitteln. Ist in einem Großunternehmen allerdings die Entscheidung zur Umsetzung von Industrie 4.0 gefallen, wird sie mit Nachdruck betrieben. Häufig schaffen die Unternehmen dann sogar eigene Teams für das Thema und beschäftigen einen dedizierten Chief Digitial Officer (CDO). Er treibt das Thema dann hauptverantwortlich voran und fungiert als zentrale Vermittlungsinstanz zwischen Geschäftsleitung und den Fachabteilungen.

IT-DIRECTOR: Von Deutschland als Heimat der Tüftler und Maschinenbauer würde man eine führende Rolle bei Industrie 4.0 erwarten. Der Begriff wurde schließlich auch hierzulande geprägt. Wie stehen wir im internationalen Vergleich da?
S. Issing:
In der Theorie sind deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb hervorragend aufgestellt. Das lässt sich ebenfalls aus unserer Studie herauslesen, die weltweit durchgeführt wurde, sodass wir über Vergleichszahlen verfügen. Was die klare Sicht auf mögliche Anwendungsfelder, robuste Fahrpläne und erste Tests angeht, ist Deutschland weiter als jedes andere Land. Was die praktische Umsetzung betrifft, schlagen wir uns auch noch recht gut, nehmen allerdings nicht den Spitzenplatz ein. Nach einem Bericht der OECD haben Japan, die USA und Südkorea etwa beim Einsatz von Robotern in der Produktion die Nase vorn. Das sehe ich aber nicht als Widerspruch zu unserem Image als Tüftlernation. Ganz im Gegenteil. Bei uns wird eben lieber einmal mehr überlegt und nachgerechnet, bevor man dann etwas zielgerichtet in die Tat umsetzt.

IT-DIRECTOR: Was ist von Ihrer Warte als Enterprise-Resource-Planning-Anbieter (ERP) aus die zentrale Herausforderung von Industrie 4.0?
S. Issing:
Die Hauptaufgabe von ERP-Systemen in der Industrie 4.0 ist die Operationalisierung von Internet-of-Things-Daten (IoT). Sie müssen die Daten von Maschinen und Anlagen so in die Steuerung der Kernprozesse einbinden, dass dabei optimierte Abläufe, höhere Produktqualität oder verbesserte Service-Levels herauskommen. Dazu brauchen die ERP-Systeme aber beileibe nicht alle gesammelten IoT-Daten und es wäre auch keine gute Idee, sie alle dort in der Datenbank zu speichern. Die Sensoren von großen Maschinenparks können pro Tag so viele zigtausende Datensätze produzieren, dass die Kapazitäten der ERP-Datenbank schnell an ihre Grenzen stoßen würden. Deshalb muss ein ERP-System in eine Architektur eingebunden werden, die IoT-Daten außerhalb erfasst, speichert, filtert und dann nur die wirklich nötigen Daten überträgt. Eine gute Möglichkeit dafür bieten die inzwischen breit verfügbaren IoT-Plattformen in der Cloud. Sie sind in der Lage, riesige Datenmengen zu empfangen, zu verarbeiten und zu filtern, ohne dass ein Fertigungsunternehmen selbst ein Rechenzentrum dafür aufbauen muss. Bringt ein ERP-System so wie IFS Applications Plug-and-Play-Anbindungen und offene APIs zur Integration solcher Cloud-Plattformen mit, lassen sich Industrie-4.0-Projekte beschleunigen und mit geringem finanziellen Risiko realisieren.

IT-DIRECTOR: Welche besonderen Anforderungen ergeben sich für international tätige Unternehmen?
S. Issing:
Die durchgängig vernetzte Fertigung der Industrie 4.0 führt zu einer extrem engen Verzahnung innerhalb der Supply Chains. Lieferungen müssen auch zwischen internationalen Standorten eines Unternehmens „just in time“ und „just in sequence“ erfolgen. Um den damit verbundenen Informationsfluss optimal abbilden zu können, benötigen diese Unternehmen leistungsfähige Multi- und Inter-Site-Funktionalitäten, mit denen sich die Prozesse länder- und standortübergreifend steuern lassen. Sie sollten beispielsweise eine weltweite Planung ermöglichen, die einen ununterbrochenen Materialfluss gewährleistet. Zudem müssen sich auch externe Parteien – etwa neue internationale Partner oder Kunden – schnell in den Informationsfluss einbinden lassen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 04/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Das geht am besten, wenn das eingesetzte ERP-System offene und leicht konfigurierbare Schnittstellen für EDI, also den elektronischen Datenaustausch, mitbringt. Zur unkomplizierten Anbindung kleinerer Partner oder Kunden, die nicht über die nötige Ausstattung zur EDI-Kommunikation verfügen, sollte die Unternehmenssoftware spezielle B2B-Portale zur Verfügung stellen.

Bildquelle: IFS

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news-19787 Wed, 16 May 2018 09:30:00 +0200 So viele gefälschte Profile hat Facebook gelöscht http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/so-viele-gefaelschte-profile-hat-facebook-geloescht-19787/ Bei insgesamt rund 2,2 Milliarden aktiven Nutzern hat Facebook allein in den zwei vergangenen Quartalen fast 1,3 Milliarden gefälschte Profile gelöscht. Über 98 Prozent davon seien abgefangen worden, noch bevor andere Nutzer sie gesehen hätten, wie das Online-Netzwerk am Dienstag mitteilte. Facebook legte erstmals ausführlichere Zahlen zu Maßnahmen für die Durchsetzung seiner Nutzungsregeln vor.

Demnach wurden im vergangenen Quartal fast 1,8 Millionen „Inhalte“ als Terrorpropaganda gelöscht – nach 1,1 Millionen im letzten Vierteljahr 2017. Der Anstieg gehe vor allem auf Verbesserungen bei der automatischen Suchtechnologie zurück – in den vergangenen Monaten seien auch weitere Inhalte aus dem Vorquartal herausgesiebt worden, hieß es.

Dabei kann unterschiedlich sein, was Facebook als „Inhalt“ versteht. So wird ein Facebook-Eintrag mit einem Text und vier Fotos zunächst einmal als fünf „Inhalte“ gezählt. Wenn z.B. drei der Bilder entfernt werden, sind das drei gelöschte „Inhalte“. Wird aber der Facebook-Eintrag komplett entfernt, taucht er in der Statistik als nur ein gelöschter „Inhalt“ auf.

Auf dieser Basis wurden im vergangenen Quartal rund 2,5 Millionen „Inhalte“ als Hassrede gelöscht, Facebook selbst habe 38 Prozent davon entdeckt. Im Vierteljahr davor seien es 1,6 Millionen „Inhalte“ gewesen, das Online-Netzwerk habe knapp 23,6 Prozent davon erkannt, bevor Nutzer sie melden könnten. Auch hier gehe der Anstieg also zu großen Teilen auf Fortschritte bei Facebooks Suchtechnologie zurück. Im Fall von Hassrede würden die Löschentscheidungen aber noch stets von Menschen getroffen, um den Kontext zu berücksichtigen.

dpa/ls

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news-19785 Wed, 16 May 2018 09:10:00 +0200 Spionagevorwürfe: Kaspersky verlegt nun seine Kundendaten http://www.it-zoom.de/it-director/e/spionagevorwuerfe-kaspersky-verlegt-nun-seine-kundendaten-19785/ Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky wird nach US-Spionagevorwürfen die Daten von Kunden u.a. aus Europa und Nordamerika von Russland in die Schweiz verlegen. Ein neues Rechenzentrum in Zürich solle dafür bis Ende 2019 eingerichtet werden, wie Kaspersky ankündigte. Zudem werde die Produktion der gebrauchsfertigen Software noch in diesem Jahr nach Zürich verlagert. Das neue Rechenzentrum will Kaspersky von unabhängigen Kontrolleuren beaufsichtigen lassen. Dort sollen auch Daten von Kunden aus Singapur, Australien, Japan und Südkorea gespeichert und verarbeitet werden. Weitere Länder würden folgen, hieß es.

Kaspersky war im vergangenen Herbst unter Druck geraten, nachdem es in US-Medienberichten hieß, die Firma habe eine Rolle dabei gespielt, dass geheime Angriffswerkzeuge der NSA in die Hände russischer Geheimdienste geraten seien. Ein Mitarbeiter des US-Abhördienstes hatte die geheime Software regelwidrig auf seinem privaten Computer geladen, auf dem auch Kaspersky-Sicherheitssoftware lief. Kaspersky räumte damals ein, dass die Angriffsprogramme dadurch auf den Servern der Firma in Moskau gelandet seien. Man habe sie jedoch mit niemandem geteilt und gelöscht, erklärte Gründer und Chef Eugene Kaspersky. Dennoch wurden Kaspersky-Programme von Computern in US-Behörden verbannt.

dpa/ls

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news-19784 Wed, 16 May 2018 08:55:00 +0200 Rund 200 Apps sollen Nutzerdaten missbraucht haben http://www.it-zoom.de/it-director/e/rund-200-apps-sollen-nutzerdaten-missbraucht-haben-19784/ Facebook hat den Verdacht, dass rund 200 Apps einen Missbrauch von Nutzerdaten ähnlich wie im Skandal um Cambridge Analytica betrieben haben. Diese Apps seien nach der Überprüfung „tausender“ Anwendungen suspendiert worden, wie das Online-Netzwerk am Montag mitteilte. Nun folge eine „gründliche Untersuchung“, ob sie tatsächlich Nutzerdaten missbraucht hätten, hieß es weiter.

Die weitreichende Überprüfung ist eine Reaktion Facebooks auf den aktuellen Datenskandal. Ein britischer Wissenschaftler hatte über eine Umfragen-App Informationen zu Dutzenden Millionen Nutzern aus der Facebook-Plattform bekommen. Anschließend reichte er sie an die Datenanalysefirma Cambridge Analytica weiter – widerrechtlich, wie Facebook betont.

Während nur einige hunderttausend Nutzer direkt an der Umfrage teilnahmen, bekam die App gemäß der damaligen Funktionsweise von Facebook auch Zugriff auf einige Informationen ihrer Freunde bei dem Online-Netzwerk. Dadurch könnten nach Facebook-Schätzungen bis zu 87 Millionen Mitglieder betroffen sein.

Diesen automatischen Zugriff auf die Daten der Freunde beendete Facebook bereits 2014. Im Zuge des aktuellen Datenskandals kündigte das Netzwerk außerdem an, alle Apps auf den Prüfstand zu stellen, die seinerzeit viele Informationen ansammelten. Die Mitteilung von Montag ist das erste Update zu dieser Untersuchung. Genaue Zahlen der suspendierten und insgesamt überprüften Apps nannte Facebook nicht. Wenn sich herausstellt, dass einiger der gesperrten Apps tatsächlich Daten missbrauchten, sollen die Nutzer informiert werden.

dpa/ls

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news-19783 Wed, 16 May 2018 08:50:00 +0200 Gravierende Schwachstellen in E-Mail-Verschlüsselung gefunden http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/gravierende-schwachstellen-in-e-mail-verschluesselung-gefunden-19783/ IT-Forscher haben fundamentale Sicherheitslücken in den beiden gängigen Verschlüsselungsverfahren für E-Mails gefunden, durch die Angreifer unter Umständen Zugriff auf geheime Nachrichten bekommen könnten. Allerdings müssen für eine erfolgreiche Attacke mehrere Voraussetzungen erfüllt werden. Außerdem kann man die Gefahr durch richtige Einstellungen reduzieren. „Sie sind nur betroffen, wenn ein Angreifer bereits Zugriff auf ihre E-Mails hat“, schränkten die Experten zudem ein.

Durch die Schwachstelle können mit den Standards OpenPGP und S/MIME verschlüsselte E-Mails auf zwei verschiedenen Wegen so manipuliert werden, dass Angreifer den Klartext erhalten, berichteten Sicherheitsforscher der Fachhochschule Münster, der Ruhr-Universität Bochum sowie der belgischen Universität Leuven. Im schwerwiegenderen der beiden Angriffsszenarien erlaubten Apple Mail, der E-Mail-Client des iPhone-Systems iOS und das Programm Mozilla Thunderbird das direkte Herausziehen der Nachrichten, das einfacher umzusetzen sei.

Insgesamt seien für die Attacken 25 von 35 getesteten E-Mail-Programmen bei S/MIME anfällig und 10 von 28 geprüften E-Mail-Clients, die OpenPGP entschlüsseln können, hieß es. S/MIME wird vor allem im Unternehmensumfeld verwendet, während OpenPGP meist Privatanwender sowie Journalisten und Aktivisten nutzen.

Herkömmliche, nicht verschlüsselte E-Mails sind von der Lücke ohnehin nicht betroffen. Sie können ohnehin ähnlich wie eine Postkarte offen eingesehen werden. Die Verschlüsselung mit OpenPGP oder S/MIME galt bislang als relativ sicher, wenn man die Verfahren richtig anwendet.

Mittelfristig soll es Software-Updates geben


Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wies am Montag darauf hin, dass für die „EFail“-Attacke der Zugriff auf den Transportweg, den Mailserver oder das E-Mail-Postfach des Empfängers notwendig sei. Zudem müsse beim Empfänger dafür die Ausführung von HTML-Code und das Nachladen externer Inhalte im E-Mail-Programm erlaubt sein. Die beiden Standards zur E-Mail-Verschlüsselung können nach Einschätzung des BSI daher „weiterhin sicher eingesetzt werden, wenn sie korrekt implementiert und sicher konfiguriert werden“.

Die Forscher selbst empfahlen, die E-Mails nicht mehr in dem E-Mail-Programm selbst zu entschlüsseln, sondern eine andere Software dazu zu verwenden. Mittelfristig müssten aber Software-Updates für die Lücken veröffentlicht und auf lange Sicht auch die Verschlüsselungstandards selbst weiterentwickelt werden. Die Experten hatten bereits seit dem Herbst mit Unternehmen und Behörden daran gearbeitet, die Lücken zu schließen.

Der deutsche Software-Entwickler Werner Koch, der maßgeblich das freie PGP-Programm GNU Privacy Guard (GnuPG) entwickelt hat, trat Experten entgegen, die empfohlen hatten, die PGP-Software zu deinstallieren. Der Web-Standard HTML werde die die Schaffung eines Rückkanals missbraucht. Es gebe aber keine Anzeichen dafür, dass die PGP-Software selbst unsicher sei.

dpa/ls

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Sicherheit
news-19782 Tue, 15 May 2018 17:35:21 +0200 E-Akte erweitert http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/e-akte-erweitert-19782/ Mobiler Zugriff, erhöhte Usability und eine schlanke Administration: Unter diesen Vorzeichen hat die Bielefelder Kyocera-Tochter Ceyoniq ihr Software-Portfolio für den öffentlichen Sektor erweitert. Nscale eGov, eine Lösung für E-Akte, ist ab sofort auch über einen Webclient nutzbar. „Die fortschreitende Digitalisierung konfrontiert die öffentliche Verwaltung mit weitreichenden Veränderungsprozessen“, weiß Oliver Kreth, Geschäftsführer der Ceyoniq Technology GmbH. Die Erfahrung aus der Praxis zeige: Bei Behörden dürfe die E-Akte keine Einstiegshürden bei Implementierung, Bedienung und Administration mit sich bringen, damit Digitalisierungsprojekte gelingen.

Daher kommt der neue Webclient mit vielen Vorkonfigurationen speziell für Sachbearbeiter in der öffentlichen Verwaltung, was weniger Customizing bei der Einführung bedeutet. Durch die Nutzung im Webbrowser wird zudem das mobile Arbeiten für Außendienstmitarbeiter spürbar erleichtert und der digitale Informationsaustausch beschleunigt. Für das Blättern in Vorgängen, Akten und Dokumenten ist ein Viewer in den Webclient integriert.

Bildquelle: Ceyoniq

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Berthold Wesseler DV-Dialog Dokumentenmanagement und ECM
news-19781 Tue, 15 May 2018 16:27:29 +0200 So kann man Fachkräfte motivieren http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/so-kann-man-fachkraefte-motivieren-19781/ Für das Glück am Arbeitsplatz ist der Chef zuständig. Mehr als jeder dritte Arbeitnehmer erwartet das von seinem Vorgesetzten. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Gallup-Studie. Chefs sollten demnach darüber nachdenken, wie sie für ein besseres Betriebsklima sorgen können. Gutes Essen, flexible Arbeitszeiten oder Bürohunde können helfen. Ausgeprägt ist nach einer Studie des Arbeitgeberbewertungsportals Kununu der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten. Jeder zweite Beschäftigte möchte selbst entscheiden können, wann er wie viel arbeitet. 45 Prozent der Arbeitgeber bieten das an. Wer als Arbeitgeber dann noch Auszeiten finanziert, kann zusätzlich punkten. „Mit einem Zeitwertkonto sparen Mitarbeiter aus dem Brutto. Dazu verzichten sie auf einen Anteil ihres Monatsgehalts“, erklärt Finanzplaner Markus Sobau das Prinzip. Das Konto kann auch mit Überstunden, Boni oder Tantiemen gefüllt werden. Vorteil: Die Anlage muss erst bei Auszahlung versteuert werden. So bekommen Mitarbeiter höhere Zinsgutschriften und sparen Lohnsteuern. Gleichzeitig laufen Kranken- und Sozialversicherung weiter.

Sportliche Pausen  

Dass Benzingutschein, Weihnachtsfeier, selbst etwas mehr Lohn nicht reichen, um Mitarbeiter emotional an ein Unternehmen zu binden, weiß auch Andreas Nau: „Es geht um eine Grundhaltung.“ So verlangt der Geschäftsführer vom IT-Anbieter Easysoft laut Unternehmenswerten einerseits Bestleistung von seinen Mitarbeitern, kümmert sich andererseits aber auch um deren Gesunderhaltung. Konkret bedeutet dies: Wer sich nach einem schwierigen Telefonat abreagieren mag, sucht sich ein oder mehrere Partner für die Tischtennisplatte. Auch der 53-jährige Unternehmer und seine beiden Geschäftsführerkollegen Wilfried Hahn und Friedhelm Seiler finden sich hin und wieder für ein Spiel ein. Körper und Geist können sie aber auch auf der Slackline bewegen, die mitten in einem der drei Großraumbüros steht oder an der 16 m hohen Kletterwand, die sich vom Erdgeschoss bis in den dritten Stock zieht.

Kreativität fördern

Als Einzelmaßnahme ganz nett, funktioniert das Ganze nur, weil eine Grundüberzeugung dahinter steckt. Arbeit soll auch Freude bereiten. Angestellte, die im Arbeitstrott ermüden, und Programmierer, die betriebsblind auf den Bildschirm starren, sind nicht produktiv. „In unserer Branche wird nur mit frischen Ideen Geld verdient“, so Nau, „deshalb bieten wir unseren Mitarbeitern gute Arbeitsbedingungen, die Kreativität fördern.“ Das Interesse an den Mitarbeitern und der Kontakt bleiben auch bestehen, wenn Mitarbeiter in Elternzeit gehen. So war Tanja Höhn während ihrer knapp sechsjährigen Elternzeit immer zu Veranstaltungen eingeladen und ist seit August 2016 mit 30 Prozent wieder eingestiegen. Damit hat die Mitarbeiterin des Software-Unternehmens ausreichend zeitliche Flexibilität, um sich um ihre Kinder zu kümmern und konzentriert zu arbeiten. Mit einem firmeneigenen Laptop kann sie zusätzlich bequem auch von zu Hause arbeiten.

So wie Tanja Fröhn wollen ein Drittel der Beschäftigten arbeiten. 30 Prozent der Unternehmen ermöglichen das bisher. Übernimmt der Arbeitgeber für das Arbeiten im Home Office die Kosten für die Infrastruktur, wird der Wunsch noch schneller wahr. Wer trotzdem ins Büro geht, will wenigstens seinen Hund mitbringen – sofern er einen hat. Für 27 Prozent der Beschäftigten ist das ein großer Wunsch, den aber nur 15 Prozent der Arbeitgeber gut findet und zulassen. Noch. Ein Trend aus den USA belegt den Wandel. Alleine bei Amazon laufen angeblich 4.000 Hunde durch die Büroflure.

Loyalität geht durch den Magen

Eine Alternative zur Lohnerhöhung ist eine „Firmen-Card“. Auf diese können Arbeitgeber monatlich eine bestimmte Summe wie beispielsweise 50 Euro überweisen. Der Betrag steht dem Mitarbeiter netto als Sachbezug zur Verfügung. Er kann damit Essen gehen, sein Auto tanken oder das Geld sparen, um einen Urlaubsflug zu bezahlen. „So ein erlebbarer Vorteil ist mehr wert als 100 Euro Gehaltserhöhung, die versteuert werden muss“, weiß wiederum Finanzexperte Sobau.

Viele Mitarbeiter wünschen sich, dass der Chef bei der Altersvorsorge mithilft. Ein guter Rat für Firmen ist daher, eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Für Beiträge, die diese in die private Rente der Mitarbeiter überweisen, entfallen anteilige Sozialversicherungsbeiträge. Legt der Chef diese 20 Prozent als Zuschuss obendrauf, zahlt das auch auf das gute Betriebsklima ein. Das ist laut Report des Personaldienstleisters Hays der wichtigste Grund, wieso Mitarbeiter bei einem Unternehmen bleiben. Und weil Liebe bzw. Loyalität sprichwörtlich durch den Magen gehen, ist die Qualität der Kantine ein beliebtes Gesprächsthema unter Kollegen.

Betriebliche Krankenversicherung

Wem hingegen die Gesundheit seiner Leute am Herzen liegt, für den ist eine betriebliche Krankenversicherung ein guter Tipp. Sie spart dem Arbeitnehmer die Ausgaben etwa für Zahnersatz oder Heilpraktikerbehandlung. Ganz wichtig: Schließt eine Firma mehr als fünf Verträge bei einem Versicherer ab, entfallen lästige Gesundheitsfragen. Das ist interessant für ältere Kollegen, Allergiker, Asthmatiker oder Mitarbeiter mit anderen chronischen Erkrankungen. Die Hays-Personalstudie zeigt überdies, dass es 41 Prozent der Beschäftigten wichtig ist, selbstständig zu arbeiten. So ist es für Mitarbeiter von Bedeutung, dass Chefs ihnen vertrauen und zutrauen, die gestellten Aufgaben eigenverantwortlich zu erledigen. Und im Sinne einer agilen Unternehmenskultur Aufgaben sogar eigenständig zu entwickeln. 

Bildquelle:Easysoft

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom HR Personal
news-19776 Tue, 15 May 2018 16:15:00 +0200 Performance-Verbesserungen inklusive http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/performance-verbesserungen-inklusive-19776/ Gerade als man dachte, der BI-Anbieter Microstrategy würde sich auf das Backend fokussieren, bringt der jetzt mit neuen Version 10.11 viele Verbesserungen für das Frontend, etwa neue Visualisierungen, Mapbox-Integration und Smartphone-Apps. Erst im Januar hatte Microstrategy für seine BI-Plattform Konnektoren zu gängigen Self-Service-Tools wie Tableau, Microsoft Power BI oder Qlik angekündigt. Das war aber kein Rückzug vom Frontend, denn bei Version 10.11 geht es um den Client, der jetzt auch mit Wasserfallvisualisierungen, Histogrammen und Boxplots aufwartet.

Wasserfall-Visualisierungen sind für die quantitative Analyse gedacht, das Histogramm hilft Datenwissenschaftlern und Box-Plots dienen der visuellen Darstellung möglicher Ausreißer. Microstrategy 10.11 erweitert außerdem die Funktionen für Geoanalytik und ergänzt intelligente Content-Empfehlungen. Die neue Version soll Self-Service Data Discovery ebenso ermöglichen wie Abteilungsanalysen und gleichzeitig die Grundlage für skalierbare Datenanalysen im gesamten Unternehmen schaffen.

Die neue Library-App für Android- und iOS-Geräte erlaubt es, mit Daten in Dossiers interagieren. Zudem wurden die Geospatial Services in Version 10.11 um eine native Integration von Mapbox erweitert, so dass neue Mapping-Funktionen wie intelligentes Clustering sowie dynamische Ebenen mit interaktivem Zoom möglich sind. Vektorbasierte Karten verbessern Präzision und Performance bei der Darstellung von Ortsdaten möglich.

Schon seit AS/400-Zeiten unterstützt Microstrategy über ODBC-Treiber den Datenzugriff auf diese Plattform. Zu den zahlreichen Datenkonnektoren des Backends hinzugekommen sind mit Version 10.11 solche für Anwendungssysteme wie Eloqua, Marketo, Paypal, Hubspot, Shopify oder Concur sowie Microsofts Azure-Datenquellen SQL Data Warehouse, Cosmos DB Now und HDInsight.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Berthold Wesseler DV-Dialog Business Intelligence / Big Data
news-19780 Tue, 15 May 2018 16:04:14 +0200 SAP setzt auf EU-Standard http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-setzt-auf-eu-standard-19780/ Als einer der ersten Anbieter von Geschäftssoftware schafft SAP die Grundlage zur elektronischen Rechnungsstellung an Behörden nach dem EU-Standard „Pan-European Public Procurement OnLine“ (PEPPOL). Das Walldorfer Unternehmen bietet dafür eine cloudbasierte Lösung, die sich einfach und ohne hohe Kosten in das bestehende SAP-System integrieren lassen soll. Unternehmen sollen so künftig – dank PEPPOL-Konformität – auch elektronische Rechnungen direkt aus ihrem SAP-System über das Verwaltungsportal des Bundes an die Empfängersysteme in der Bundesverwaltung senden können. Denn die elektronische Rechnung wird bald Pflicht für alle Geschäftspartner deutscher Behörden, wobei das Format nicht vorgeschrieben ist.

Das E-Rechnungsgesetz setzt die Vorgaben der EU-Richtlinie 2014/55/EU in nationales Recht um und regelt den Empfang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen durch öffentliche Auftraggeber. Ab dem 27. November 2018 sind alle Bundesministerien und Verfassungsorgane verpflichtet, den Eingang und die Verarbeitung elektronischer Rechnungen nach dem neuen Rechnungsdatenstandard XRechnung zu gewährleisten. Für die übrigen Behörden des Bundes gilt die Regelung entsprechend ab dem 27. November 2019.

Rechnungseingang im Verwaltungsportal des Bundes

SAP zitiert in einer Meldung mehrere Behördenvertreter. „Im Rahmen der neuen Gesetzgebung baut das BMI zusammen mit dem BMF einen zentralen Rechnungseingang im Verwaltungsportal des Bundes als zentralen Eingangspunkt für XRechnungen und auch für CEN-konforme Rechnungen an den Bund auf. Eine Nachnutzung durch Bundesländer und deren Kommunen ist möglich. Konkrete Verhandlungen mit einzelnen Bundesländer haben bereits begonnen“, sagt Dr. Stefan Werres, Projektleiter E-Rechnung Bund beim BMI. Fred Kellermann, der Co-Projektleiter E-Rechnung aus dem BMF fügt an: „Es freut uns zu sehen, dass die Umstellung auf Rechnungsstellerseite durch Lösungen von Unternehmen wie SAP frühzeitig für einen reibungslosen Übergang realisiert wird, so dass die gesetzlichen Fristen eingehalten werden können.“

„Als stetiger Innovationstreiber hat die SAP eine Lösung für ihre Kunden entwickelt, die bereits heute den PEPPOL-Standard erfüllen kann und die E-Rechnungsstandards unterstützt, die ab November 2020 für alle Rechnungssteller an öffentliche Auftraggeber des Bundes verpflichtend sein werden“, ergänzt Susanne Diehm, Mitglied der Geschäftsleitung von SAP Deutschland. „Der neue Standard kann diverse Vorteile bieten, von denen unsere Kunden somit schon heute profitieren können: Neben einem großen Einsparpotenzial durch gestraffte und effizientere Prozesse unterstützt die Lösung bei der Verringerung des manuellen Aufwands. Ebenso können sich Medienbrüche vermeiden lassen.“

XRechnung auf PEPPOL abbilden

Bereits im April hatte der IT Planungsrat des Bundes im Rahmen des eRechnung-Projektes beschlossen, PEPPOL als Kommunikations- und Transport-Standard für elektronische Rechnungen für die öffentliche Verwaltung in Deutschland einzuführen – und damit auch den Standard XRechnung abzubilden. Der soll durch ein deutsches Regelwerk auf den internationalen Standard PEPPOL BIS Billing 3.0 abgebildet werden.

PEPPOL ist ein bereits 2008 gestartetes EU-Projekt mit dem Ziel der Standardisierung grenzüberschreitender elektronisch unterstützter öffentlicher Vergabeverfahren. Die elektronische Rechnung ist dabei nur ein kleiner Baustein im Gesamtverfahren, das von der Ausschreibung bis zur Abnahme reicht.

In Deutschland wird im November 2019 die elektronische Rechnung im Geschäftsverkehr mit Behörden Pflicht. Dabei soll die Bremer Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) als deutsche PEPPOL-Autorität reines XML-Datenformat wie die bereits etablierte XRechnung durchsetzen, die ja bereits nach EN 16931 konzipiert ist. XRechnung ist ein Subset der EU-Kernrechnung, wobei die Norm auch Anforderungen an die Beschreibung von Profilen - die sogenannten „Core Invoice Usage Specifications“ (CIUS, also „Anwendungsempfehlungen“) regelt. Im nächsten Schritt sollen nun die XRechnung CIUS in ein deutsches Regelwerk für PEPPOL BIS Billing 3.0 umgesetzt werden.

Außen vor scheint damit das hybride Format Zugferd, das zwar in der Wirtschaft populär, aber kein lupenrein strukturierter XML-Datensatz und damit wohl auch keine elektronische Rechnung im Sinne der KOSiT ist. Zugferd enthält ja neben dem XML-Datensatz ein inhaltsgleiches, für Menschen lesbares PDF-Dokument. Diese Redundanz ist zwar für das Handling gerade auch bei kleineren Betrieben ein enormer Vorteil, eröffnet aber auch neue Optionen beim Rechnungsbetrug.

Bildquelle: OpenPEPPOL

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Berthold Wesseler DV-Dialog FIBU REWE Controlling
news-19779 Tue, 15 May 2018 14:53:58 +0200 Roboter für die letzte Meile - auf dem Bürgersteig http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/roboter-fuer-die-letzte-meile-auf-dem-buergersteig-19779/ Die Warenlieferung mit Robotern ist der Heilige Gral der Logistik: Sie bewältigt den Fachkräftemangel und sorgt für stetig wachsende Umsätze. Die ersten Roboter, die in der Öffentlichkeit auftreten, sind Lieferroboter, beispielsweise von Starship Technologies. Bereits seit einigen Jahren arbeitet das Unternehmen daran, die kleinen rollenden Transportbehälter zu perfektionieren und hat in verschiedenen Gegenden, beispielsweise im Raum Düsseldorf, größere Feldversuche damit gestartet.

Denn die letzte Meile bis zur Auslieferung einer Ware beim Kunden ist der Knackpunkt in der Logistik. Waren- und Paketlieferungen wachsen und wachsen, doch die Logistikunternehmen kommen kaum noch hinterher. Dies liegt zum einen daran, dass es einen Fachkräftemangel gibt: Die Arbeit ist nicht übermäßig attraktiv und zieht deswegen nicht genug Jobsuchende an. Zum anderen sind die herkömmlichen Logistikinfrastrukturen auf Massenversand ausgerichtet, kleinere Einzellieferungen müssen recht aufwendig per Kurier erledigt werden.

Abhilfe verspricht hier der Roboter. Größtes Versuchsfeld für die rollenden Auslieferungsautomaten ist San Francisco, da sich dort viele entsprechende Startups angesiedelt haben, beispielsweise auch die Starship-Konkurrenten Dispatch und Marble. Anscheinend stolpern die Bewohner von San Francisco schon über diese Roboter, sodass die Stadtverwaltung jetzt die Notbremse gezogen hat: Insgesamt dürfen lediglich drei Unternehmen jeweils drei Roboter gleichzeitig in San Francisco testen, sie dürfen nicht schneller als drei Meilen pro Stunde fahren und müssen einen menschlichen Überwacher haben.

Die Konsequenz: Starship Technologies hat sich aus San Francisco zurückgezogen und die Begeisterung bei den anderen Robotik-Startups ist gering. Spötter meinen schon, dass erinnert an die frühen Tage des Automobils, als jedem Wagen eine Person vorangehen musste, die eine rote Flagge schwenkt. Kann gut sein, dass die Reaktion der Stadtverwaltung von San Francisco in 100 Jahren genauso wirkt, denn zumindest Starship hat jetzt angekündigt, mit der offiziellen Markteinführung seines Lieferroboters zu beginnen.

Roboterflotten automatisieren die letzte Meile

Zunächst sollen die kleinen Wägelchen Lieferungen auf dem Gelände von Unternehmen und Hochschulen übernehmen. Dabei werden Getränke und Snacks über die Starship-App bestellt und Mitarbeiter in den Kantinen oder Mensen beladen die dreiachsigen Roboter. Möglich ist aber auch die Auslieferung von Bürobedarf, Werkzeugen oder Ersatzteilen. Getestet wird das schon seit längerem in Mountain View, CA auf dem Gelände des Softwareunternehmens Intuit.

Der nächste Schritt wäre dann die Auslieferung in städtischen Regionen. Doch das ist nicht so einfach, denn Bürgersteige sind für autonome Roboter sehr unübersichtlich. Aus diesem Grunde werden die bisherigen Modelle permanent fernüberwacht, viel anders geht es Moment nicht. Starship-Konkurrent Marble arbeitet recht intensiv daran, einen Lieferroboter mit deutlich mehr Rechenkraft und dadurch deutlich mehr Intelligenz beim autonomen Fahren auf den Markt zu bringen.

Fernziel von Marble ist eine Flotte aus Kleinrobotern, die von einer Steuerzentrale aus überwacht werden und normalerweise keine Fernsteuerung mehr brauchen. Das Unternehmen möchte zudem den Bereich der Essensauslieferung verlassen und andere Kunden ansprechen. Solche Überlegungen waren verschiedenen Investoren eine Investitionsrunde aus 10 Millionen Dollar wert.

Doch der Weg dahin ist steinig, denn auch ein Roboter muss sich auf dem Bürgersteig an die Straßenverkehrsordnung halten, vorausschauend umherrollen und beim Überqueren von Straßen mit dem ziemlich unübersichtlichen Verkehr klarkommen. Wie das in der Praxis aussieht, lässt sich in einem Video von Wired begutachten.

Bildquelle: Starship Technologies

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Ingo Steinhaus Startseite it-zoom Mobile Business IT-Markt