IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Sun, 25 Aug 2019 17:56:45 +0200 Sun, 25 Aug 2019 17:56:45 +0200 TYPO3 EXT:news news-23780 Sun, 25 Aug 2019 10:27:00 +0200 Möbel sind personalisierbar – und die Software? http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/moebel-sind-personalisierbar-und-die-software-23780/ Das Berliner Start-up Mycs ist seit seiner Gründung 2014 mit personalisierbaren Möbeln stark gewachsen. Über eine Website können Kunden mithilfe eines 3D-Online-Konfigurators Größe, Material, Farbe und Ausstattung von Möbelstücken konfigurieren. Insbesondere zur Steuerung der Sales- und Lagerprozesse wollten die Verantwortlichen eine Software-Lösung mit hohem Automatisierungsgrad bei geringem Administrationsaufwand. Ob das Ziel auch erreicht wurde, wollten wir von dem Software-Projektverantwortlichen Nico Gronwald wissen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITM: Herr Gronwald, wie konnten Sie das Wachstum Ihres neugegründeten Unternehmens prozess- und software-seitig darstellen?
Nico Gronwald: Alles begann mit einer geringen Investition in die Software Netsuite von Oracle. In den ersten 18 Monaten konnten die ersten Prozesse auch ohne internes Entwicklerteam realisiert werden, notwendige Anpassungen übernahm ein Integrationspartner. So wurden z.B. Klein- und Zubehörteile, die für die Montage unserer Möbel benötigt werden, manuell berechnet und hinzugefügt, bevor sie bei der Kundenauftragserstellung über Suitescript automatisch hinzugefügt wurden.

Inzwischen ist das Projekt gewachsen. Es arbeiten intern fünf Netsuite-Entwickler daran, die Integration mit anderen Systemen zu erstellen und Prozesse zu automatisieren. Die Zahl der Nutzer ist von drei auf 130 gestiegen. Eine wichtige Rolle beim Ausbau der Aktivitäten spielte die Anwender-Community. Inzwischen haben wir in Berlin eine eigene Community gestartet und organisieren regelmäßige Treffen für den Austausch über Updates und aktuelle Erfahrungen. Für einige spezielle Dienstleistungen greifen wir zudem auf externe Anbieter zurück: So wird etwa das Lagerverwaltungssystem von einer externen App verwaltet, die sich in die Lösung integrieren lässt. Wir bearbeiten heute mehr als 30 Mal mehr Bestellungen als in den ersten Monaten.

ITM: Wie gelang die Anpassung an technische Prozesse?
Gronwald: Das Lager und die Produktion befinden sich in Polen. Hier werden täglich hunderte von Bestellungen bearbeitet. Das erfordert saubere Logistikprozesse, damit die Ware innerhalb kurzer Lieferzeit bei den Kunden ankommt. Die Komplexität beim Warehouse-Management und in der Logistik zu reduzieren, stand bei der Software-Einführung im Vordergrund. Die Logistik- und Produktionspartner sind inzwischen in die Lösung integriert und über Schnittstellen verbunden.

ITM: Welche Problemstellungen gab es?
Gronwald: Nach der Einführung in DACH wollten wir in weitere europäische Märkte expandieren. Erst in diesem Jahr erfolgte der Startschuss in Großbritannien. Die Schwierigkeit bestand vor allem darin, die Prozesse in Übereinstimmung mit den gültigen Ländernvorschriften umzusetzen. Hilfreich bei der Umsetzung waren dabei die Erfahrungen, die wir bereits bei der Einführung in Frankreich mit Netsuite sammeln konnten. Wir waren auf der Suche nach einer Cloud-Lösung, die professionelles Prozess-Management bietet, um das Unternehmen zu skalieren und zu erweitern und die Expansion in andere Länder zu erleichtern.

Eine weitere Herausforderung war die häufige Verlagerung des Lagerbetriebs aufgrund des schnellen Unternehmenswachstums. In der Praxis hat sich vor allem der Einsatz der Cloud als erfolgreich erwiesen. Dies bietet nach wie vor ein hohes Maß an Flexibilität. Durch den Einsatz einer Cloud-Lösung verlief jeder Umzug nahezu reibungslos. Darüber hinaus sparte der Einsatz der Cloud-Lösung auch Kosten für Hardware-Management und -Wartung ein.

ITM: Inwieweit sind die Lösungen individualisierbar?
Gronwald: Hauptvertriebskanal ist unsere Website, auf der Mycs-Kunden mithilfe des eigens entwickelten Konfigurators ihre Möbel individualisieren können. Dieser Konfigurator wurde in Netsuite integriert. Beim Checkout des Kunden werden die Daten in das System transferiert, das die Kernprozesse kontrolliert und einen Lead-to-Cash- und einen Procure-to-Pay-Prozess abbildet.

Auch für Anwender ohne IT-Kenntnisse bietet die Lösung eine einfache Administration. Das RZ-Hosting, System-Management und Release-Updates erfolgten durch den Software-Hersteller. Das Eingliedern neuer Nutzer geht schnell: Innerhalb von zwei Tagen sind die Anwender in der Lage, die Lösungen zu nutzen.

Mycs

  • Standort: Berlin
  • Gründung: 2014
  • Branche: Online-Konfiguration individueller Möbel
  • Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich

Bildquelle: Mycs

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Cloud
news-23779 Sat, 24 Aug 2019 09:19:00 +0200 Weit weg vom Standard-Blabla der Konzerne http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/weit-weg-vom-standard-blabla-der-konzerne-23779/ IT-MITTELSTAND befragt die Verantwortlichen der großen IT-Anbieter. Diesmal: Heidi Schmidt, geschäftsführende Gesellschafterin bei der PKS Software GmbH in Ravensburg. Unter Mittelstand verstehe ich ...

… vor allem die (noch) inhabergeführten Unternehmen, bei denen in der Geschäftsleitung (auch) Gesellschafter sitzen. Das gibt ein ganz besonders starkes Commitment zum Unternehmen und dadurch die für den Mittelstand so wertvolle Fokussierung: klare Werte und einzigartige Visionen – weit weg vom Standard-Blabla vieler Großkonzerne. Das schafft meiner Erfahrung nach die Basis für den einzigartigen Erfolg vieler Mittelständler über viele Generationen und Jahrzehnte hinweg.

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Der Mittelstand hebt sich von Großkonzernen dadurch ab, dass ...

… wesentlich stärker auf den einzelnen Mitarbeiter und seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg geachtet wird. Außerdem zählt hier oft noch die Handschlagmentalität hin zu Lieferanten und Kunden.

Um als IT-Spezialist im Mittelstand Erfolg zu haben, bedarf es ...

… der Fähigkeit, die Ansprechpartner beim Kunden auf allen Ebenen – vom Anwender über die IT-Spezialisten bis hin zu den Entscheidungsträgern, der Geschäftsführung oder den Inhabern – abzuholen und sachkundig zu beraten, effizient Aufträge abzuleisten sowie auch auf Besonderheiten der Kunden einzugehen.

Was die IT anbelangt, ist der Mittelstand ...

… in manchen Dingen weit voraus – in manchen Dingen weit hintendran. Um dies zu konkretisieren: Viele Mittelständler haben schon früh mit der Nutzung von IT angefangen. Das heißt, sie waren also ihrer Zeit voraus, z.B. die zahlreichen Logistiker oder andere logistiklastige Branchen wie der Modehandel. Im Anschluss daran wurde jedoch oft zu wenig darauf geachtet, dass man mit der Weiterentwicklung und Modernisierung der IT Schritt hält: „Solange es läuft, brauchen wir doch nichts ändern oder zu modernisieren“ höre ich dann gern einmal. Und gerade im IBM-i-Umfeld (ehemals AS/400) ist aufgrund der Aufwärtskompatibilität über Hardware- und Betriebssystemgenerationen hinweg diese Handhabung weit verbreitet. Jedoch ist das auf Dauer sehr gefährlich und hat leider viele Mittelständler in den letzten Jahren in aufwendige und riskante Migrationsprojekte hineingetrieben, die nicht immer gut ausgehen, wie man an den aktuellen Beispielen von Haribo und Liqui Moly sieht.

Die durchschnittliche IT-Grund-ausstattung im Mittelstand ...

… gibt es nicht, denn sie sieht meiner Wahrnehmung nach bei wirklich jedem sehr individuell aus.

Charakteristisch für IT-Investitionsentscheidungen im Mittelstand ist, dass ...

… pragmatisch und schnell entschieden wird. In vielen Fällen ist das gut. Im Fall von gewachsenen Kernsystemen ist dies jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn ohne tiefergehendes Wissen und die oft nicht vorhandene Transparenz in den Bestandssystemen ist es sehr gefährlich, an den laufenden Anwendungen Änderungen vorzunehmen.

Die typischen IT-Probleme des Mittelstands sind ...

… der fehlende strategische Blick auf die Wichtigkeit des Generationswechsels in den IT-Teams und der damit einhergehenden Einarbeitungszeit für neues Personal. Dies birgt oft die Gefahr, dass zu spät damit begonnen wird, junge Leute fürs Unternehmen zu gewinnen und diese schrittweise in die vorhandene Umgebung einzuarbeiten. Wenn das nicht gelingt, weil die jungen Kollegen sich von der Komplexität erschlagen fühlen und dem Arbeitgeber schnell den Rücken kehren, stehen häufig Hauruck-Ablösungsprojekte auf der Agenda, die leider kein Allheilmittel sind.

Als Lösung für diese Probleme ...

… sollten sich die Verantwortlichen zunächst einen Durchblick in die vorhandene Anwendungs- und Systemlandschaft verschaffen und gut überlegen, ob nicht eine Renovierung oder Modernisierung, zumindest aber in jedem Fall eine „Entrümpelung“ sinnvoll ist, bevor man den ganz großen Wurf plant.

Handlungsbedarf auf IT-Seite im Mittelstand sehe ich ...

… in den Chancen einer idealen Mischung aus der Nutzung von externen Partnern und Lösungen verbunden mit nah am Business orientierten internen IT-Mitarbeitern, die ihren Nutzen für das Unternehmen durch individuelle, hauseigene Lösungen verstärken und so die Grundlage für unternehmerische Differenzierung und Markterfolg darstellen.

Persönliches

  • Name: Heidi Schmidt
  • Alter: 47 Jahre
  • Familienstand: verheiratet,
  • zwei Söhne im Alter von zehn und 16 Jahren
  • Hobby: Ayurveda

Karriere

  • Ausbildung: Studium der Sozialpädagogik an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg; Studium der Nachrichtentechnik mit Abschluss als Diplom-Ingeneurin an der Fachhochschule für Technik in Mannheim
  • Beruflicher Werdegang: Start als Trainee nach dem Studium bei Hewlett Packard im Service und Support. Später bei verschiedenen HP- und IBM-Business-Partnern als Projektleiterin und Vertrieblerin. Einstieg 2004 bei PKS als Sales Consultant.
  • Derzeitige Position: Geschäftsführende Gesellschafterin, verantwortlich für Recruiting, Beratung und Vermarktung aller PKS-Produkte und -Dienstleistungsangebote bei IBM i, IBM z und Adabas-/Natural-Kunden

Bildquelle: PKS Software GmbH

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Leute
news-23782 Fri, 23 Aug 2019 16:44:06 +0200 Lima 2.0 fertig gestellt http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/lima-20-fertig-gestellt-23782/ Intuitiver, individueller, komfortabler: Bei der Weiterentwicklung der Rhenag-Software, die nun „Lima 2.0“ heißt, haben die Entwickler sehr genau hingehört, was die Anwender-Community will. Die Kölner setzten bei ihrem Software-Update verstärkt auf kreative Arbeitsmethoden – und auf eine klassische Stärke: die Nähe zu den Nutzern. Die sitzen bei Rhenag auch im eigenen Haus. Als webbasiertes Software-as-a-Service-Angebot aus der Private-Cloud der Rhenag, das über Power-i-Systeme im eigenen Rechenzentrum bereitgestellt wird, versprechen die Kölner mit der Lima-Software „unkomplizierten Zugriff auf praxisgeprägte, standardisierte Anwendungen vom Vertragsmanagement und Abrechnung über die Marktkommunikation bis hin zur Personalabrechnung.“

Diese SaaS-Suite wird heute von rund 100 Energieversorgern für Anwendungen von Vertragsmanagement/Abrechnung über die Marktkommunikation bis hin zur Personalabrechnung genutzt. Rund 6 Mio. Abrechnungen und ca. 40 Mio. Marktkommunikations-Prozesse werden damit laut Hersteller jährlich abgewickelt. Die Rhenag bedient mit mehr als 200 Experten (davon mehr als 90 IT-Spezialisten) über 200 Kunden aus der Energiebranche in Deutschland, darunter rund 50 Stadtwerke und Energieversorger.

Als ihr Alleinstellungsmerkmal sehen es die Kölner an, dass die wachsende Software-Sparte und das klassische Versorgungsgeschäft unter einem Dach vereint sind. Damit arbeiten Software-Architekten und Software-Nutzer – in diesem Fall das Kundenservice-Team der Rhenag – quasi Tür an Tür.

„Das Prinzip ‚aus der Praxis für die Praxis‘ ist seit Ende der achtziger Jahre, als die Rhenag ihre Lima-Software zunächst ausschließlich für den eigenen Bedarf als Energieversorger entwickelte, tief in der Unternehmens-DNA verankert“, heißt es in der Pressemitteilung. So sehr sich die Software seither auch marktgetrieben verändert habe, sei daher auch die jüngste Modernisierung maßgeblich durch die Anwender geprägt, die heute auch über diverse Arbeitskreise direkten Einfluss auf die Weiterentwicklung nehmen können.

Die Methoden, eine Software nutzerorientiert weiterzuentwickeln, sind 2019 jedoch andere. „Ein Schlüssel der erfolgreichen Zusammenarbeit ist der Einsatz agiler, also beweglicher, flexibler Projektmethoden und die Nutzung des Design-Thinking-Ansatzes, der den Nutzer in den Fokus rückt“, resümiert Ralph-Eduard Zenger, Projektleiter und verantwortlich für Software-Architektur und Frontend.

Das Backend wird zum servicebasierten System

Zu den wesentlichen Neuerungen der Version 2.0 zählt die umfassend modernisierte Benutzeroberfläche, die laut Zenger „nun ‚state oft the art‘ in puncto Übersichtlichkeit, individuelle Anpassbarkeit und intuitive Bedienung“ ist. Mit Hilfe der beim Design-Thinking-Ansatz angewendeten Persona-Methode, bei welcher dem Lima-Nutzer beispielhaft anhand dreier Nutzerprofile ein Gesicht gegeben wird, seien die unterschiedlichen Anforderungen an die Software herausgearbeitet und in den Mittelpunkt der Software-Modernisierung gestellt werden.

Unter Nutzung von Hilfsmitteln wie Wireframes (erste inhaltliche Papierprototypen) und Click-Dummys gestaltete sich der Austausch zwischen Entwicklern und Anwendern im Team anschaulich und unkompliziert. Auftauchende Hürden wurden unbürokratisch und im Dialog ausgeräumt.

Die Modernisierung mache jedoch an der Nutzeroberfläche nicht halt, sondern bringe auch eine maßgebliche Veränderung der Architektur der Anwendung und damit des sogenannten „Backends“. Ziel dieser Entwicklung ist ein servicebasiertes System, das im Bereich „Maschine-zu-Maschine-Kommunikation“ eine hohe Automatisierung bei der Datenübertragung möglich macht.

Das erste modernisierte Modul „Verbindlichkeiten Marktpartner“ ist bereits bei Rhenag und weiteren Gesellschaften im Einsatz. Priorität in dem länger angelegten Modernisierungsprozess hat nun das Modul „KIS“ (Kundeninformationssystem) für das Vertragsmanagement und die CRM-Funktionen.

Bildquelle: Rhenag

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Berthold Wesseler DV-Dialog Software-Entwicklung
news-23781 Fri, 23 Aug 2019 12:51:38 +0200 Anspruchsvolles Big-Data-Projekt http://www.it-zoom.de/it-director/e/anspruchsvolles-big-data-projekt-23781/ Apache Flink unterstützt Airbus bei der Realisierung eines sehr anspruchsvollen Echtzeit-Big-Data-Projekts. Angesichts neuer Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) und des wachsenden Luftverkehrsaufkommens benötigt die Luftfahrt zunehmend Echtzeitanalysen auf globaler Ebene, um Entscheidungen zu unterstützen. Airbus Defence and Space hat daher die Flugdatenanalyselösung Airbus Airsense entwickelt und Mitte 2018 auf den Markt gebracht.

Airbus muss seine Flugzeuge in der Luft halten, insgesamt 69 Millionen Flugstunden pro Jahr. Aus diesen Flugbewegungen stammen die riesigen Mengen an Daten, woraus einige Herausforderungen resultieren. So sendet ein Flugzeug sein Signal mindestens zweimal pro Sekunde. Insgesamt wird das gesamte Datenvolumen aus 10.000 bis 15.000 Flügen generiert, die zu einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführt werden. Das gesamte weltweit verfügbare Nachrichtenvolumen beträgt also 24.000 Nachrichten pro Sekunde. Da immer mehr Flugzeuge eingesetzt werden, steigt die Zahl der Nachrichten kontinuierlich. 

Heiko Udluft, Data Scientist & Digital Product Development von Airsense, erklärt die Besonderheiten: „Wir mussten eine Datenpipeline aufbauen, über die Airsense rund zwei Milliarden Ereignisse pro Tag, mit einem Datenvolumen von 100 Gigabyte, in Echtzeit verarbeiten und analysieren kann. Das war eine immense Big-Data-Herausforderung. Wir benötigten die entsprechenden Tools und mussten über das nötige Engineering verfügen, um diese Datenmengen bewältigen zu können.“

Man nutze die Daten tatsächlich in Echtzeit. Hierzu werden Daten, die von Ereignis-Hubs kommen, in Echtzeit mit Flink verarbeitet. Diese Art der Verarbeitung sei wichtig, denn so könne man die erforderlichen Analysen durchführen. Echtzeitanalysen in großem Maßstab seien sehr anspruchsvoll, weil es auf Zustandsvollständigkeit und Echtzeit-Shuffle-Ausgänge ankomme.

Das Flink-Cluster wird bei Airbus mit dem Kubernetes-Dienst betrieben. Flink soll vor allem die Möglichkeit bieten, Ausfälle besser zu handhaben, ohne den gesamten Zustand wiederholen zu müssen. Udluft fügt hinzu: „Für die Stapelverarbeitung ist Apache Spark ein guter Weg, aber sobald die Dinge in Echtzeit erledigt werden müssen und echte Echtzeitanforderungen gestellt werden, denken wir, dass Flink ein besserer Weg ist. So ist die Latenzzeit für uns wirklich entscheidend und wichtig.“

Die fortschrittliche Analyselösung verarbeitet Multi-Source-Überwachungsdaten, die auf globalen ADS-B-Daten (Automatic Dependent Surveillance Broadcast) basieren. Airsense wird somit gespeist von verschiedenen Daten-Feeds für Flugzeugpositionen und bringt Daten aus mehreren Quellen in Echtzeit zusammen. Die Menge und Größe der Daten, mit denen es Airbus zu tun hat, die sehr hohe Anzahl der Nachrichten pro Sekunde und auch die daraus zu extrahierenden Analysen machen den Betrieb von Airsense überaus anspruchsvoll. Hier kommen Mustererkennung, maschinelles Lernen und viele Analyseapplikationen zum Einsatz.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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IT-Director Business Intelligence / Big Data
news-23778 Fri, 23 Aug 2019 09:14:39 +0200 Steigende Gefahr beim Online-Banking http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/steigende-gefahr-beim-online-banking-23778/ Die wichtigsten Randnotizen der Woche im Überblick: Vermehrte Angriffe mit Banking-Trojanern, VR-Experten verlassen Facebook, Telefónica schließt Tochtergesellschaft und mehr. Zunehmende Verbreitung von Finanz-Malware

Sogenannte Banking-Trojaner sorgen zunehmend für besorgte Endnutzer und Anwender, hat sich das Aufkommen des gefährlichen Malware-Typus laut Kaspersky doch im ersten Halbjahr verdoppelt. Betroffen sind fast ausschließlich Windows- und Android-Geräte, auf denen die spezielle Schadsoftware großen Schaden anrichten kann. Ein häufig auftretendes Mittel zur Verbreitung der Schadsoftware seien Overlays, die über populäre Apps eingeblendet werden.

Facebook verliert wichtige VR-Experten

Nur kurz nachdem Oculus-Mitgründer Nate Mitchell den Konzern verlassen hat, muss Facebook einen weiteren personellen Rückschlag in seiner Virtual-Reality-Abteilung hinnehmen: Wie Variety berichtet, verabschiedet sich nun auch Max Cohen, der bisher die Position des Head Of Mobile besetzte. Wie sich die Fluktuation auf Facebooks VR-Strategie auswirkt, könnte sich bei der Entwicklerkonferenz Oculus Connect im September zeigen.

Telefónica verabschiedet sich von Tochtergesellschaft Next

Wie das Handelsblatt berichtet, schließt Telefónica seine Analytics-Tochter Next. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben auf Advanced Analytics, Audience Targeting und IoT spezialisiert. Die Konzerntochter wurde erst vor drei Jahren gegründet, betroffen seien etwa 100 Mitarbeiter, die zu Teilen aber von Telefónica übernommen werden sollen.

Viel Potential beim digitalen Rechnungswesen

Einer neuen Studie von KPMG zufolge agieren Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei der Digitalisierung des Rechnungswesens eher zögerlich. Vorgänge wie Stammdaten-Management, die Vereinheitlichung von Datenquellen oder Umsetzung einer papierlosen Buchhaltung wurden bisher nur bei wenigen Unternehmen wirklich flächendeckend umgesetzt.

Neues Design für Google Play Store

Google hat seinem Play Store einen neuen Anstrich verpasst und das Interface deutlich aufgeräumt. Im Zentrum steht nun eine neue Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand, in der zwischen Spielen, Apps, Filmen/Serien und E-Books gesprungen werden kann. Darüber hinaus werden bei Treffern in den Suchergebnissen mehr Informationen in der Vorschau angezeigt. Der Google Play Store hat nach eigenen Angaben rund zwei Milliarden Nutzer pro Tag

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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Philip Fassing Mobile Business Startseite it-zoom Sicherheit
news-23764 Fri, 23 Aug 2019 08:28:00 +0200 Rechenzentrum: So lassen sich die Kosten senken http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/rechenzentrum-so-lassen-sich-die-kosten-senken-23764/ Aktuelle Betriebsmodelle wie Datacenter as a Service (DCaaS) können in Rechenzentren für mehr Hochverfügbarkeit und Sicherheit sorgen. Auch bei nur geringer oder mittlerer Auslastung übersteigen allein die elektrischen Betriebskosten eines Rechenzentrums oftmals die Investitionskosten in deutlich weniger als zehn Jahren. Hinzu kommt, dass der Betrieb eines Rechenzentrums nicht nur aus Energiekosten besteht. Aufeinander abgestimmte Instandhaltungsmaßnahmen sowie verschiedene Management-Disziplinen stellen ebenfalls einen enormen Aufwand dar. Zudem erfordern sie zunehmend ein hohes Maß an Erfahrung sowie Fachkompetenz und binden wertvolle, meist knappe personelle Ressourcen. Nicht umsonst suchen Rechenzentrumsbetreiber händeringend nach Möglichkeiten, solche Kosten einzugrenzen und besser noch zu reduzieren. Dabei greifen sie immer häufiger auf Sourcing-Strategien und Managed Services zurück. Partner, die hier ansetzen, sollten ihre Lösungen an die Anforderungen und Eigenschaften individueller Kundenprojekte anpassen und das Datacenter als ganzheitlichen Service betrachten.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Dem Service im Datacenter liegt ein unternehmensspezifisches Dienstleistungskonzept zugrunde. Die Basis bildet das klassische Outsourcing, bei dem alle unkritischen Aufgaben an Servicepartner abgegeben werden. Damit Kosten speziell durch Datacenter as a Service gespart werden können, müssen die Partner drei wichtige Elemente immer im Fokus behalten: Verfügbarkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Rechenzentrums. Folglich lassen sich für DCaaS drei Ziele des Service festlegen, die sich bei Erreichen positiv auf die Kosten auswirken.

Drei Säulen des Datacenter as a Service

Einer der wichtigsten Faktoren im Betrieb eines Rechenzentrums ist es, die vereinbarte Verfügbarkeit und somit Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Nur ein individuelles Betriebs- und Störfall-Management kann hier den Verfügbarkeitsansprüchen gerecht werden. Damit geplante oder ungeplante Ausfälle, also Wartung und Störung, von Infrastrukturkomponenten nicht die Redundanzen verringern oder sogar zum Totalausfall des Rechenzentrums führen, sind proaktive Maßnahmen notwendig. Zu solchen Maßnahmen gehören unbedingt vorausschauende Instandhaltungsstrategien, die Störungen oder Ausfälle von vornherein verhindern. Kommt es dann doch zu einer Beeinträchtigung des RZ-Betriebs, müssen in solch einem Fall klare Regelungen getroffen sein, um diese Beeinträchtigung schnellstmöglich zu beseitigen und den normalen Zustand wiederherzustellen.

Service Level Agreements (SLAs) definieren solche besonderen Bedingungen und sichern den Betrieb wieder, z.B. nach einer festgelegten Zeit. Weiterhin ist es unabdingbar, den genauen Bestand sowie dessen Konfiguration aller Infrastrukturkomponenten zu kennen und regelmäßig zu aktualisieren. Haben die Partner dann noch die Kapazität und Leistungsreserven im Blick, sind schon maßgebliche Voraussetzungen geschaffen, um einen verfügbaren RZ-Betrieb sicherzustellen.

Sicherheit kommt von Wissen

Ein sicheres Rechenzentrum bedeutet, dass es frei von unvertretbaren Risiken und Gefahren ist. Das setzt aber auch deren Kenntnis voraus. So müssen die Sicherheitsanforderungen aus der Planungsphase regelmäßig auf die des Betriebs eines Rechenzentrums abgestimmt werden. Darüber hinaus unterscheiden sich die Sicherheitsanforderungen: Die physische Sicherheit zielt auf die Überprüfung der internen sowie externen Einflüsse, Lage des Gebäudes oder Bereiche sowie das Verhalten und die Organisation im Rechenzentrum. Die betriebliche Sicherheit hat den Fokus auf die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen. Sie unterstützt beispielsweise praktisch und organisatorisch bei (Re-) Zertifizierungen und lebt den Prozess eines Betriebsführungs- und Notfallhandbuchs.

Um zudem einen wirtschaftlichen RZ-Betrieb zu realisieren, bedarf es der Möglichkeit, größtmögliche Transparenz über den energetischen Zustand der IT-Systeme sowie der Infrastrukturkomponenten zu erhalten. Somit sollte immer ein übergeordnetes Monitoring für diese beiden Bereiche eingesetzt werden. Neben einem Verfügbarkeits-Monitoring können so auch wichtige Faktoren wie Energieflüsse, Temperaturen oder Drücke visualisiert werden. Ein gutes Monitoring ist auch ein geeignetes Werkzeug, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Erforderlich ist auch eine professionelle Auswertung der erhobenen Daten. Hier sollte ein Servicepartner zum Einsatz kommen, der diese Daten interpretiert und damit wichtige energetische Kennzahlen bildet, die Betriebsweise der verschiedenen Komponenten überwacht und auswertet. Weiterhin gilt es bei gegebenenfalls schlechten Kennzahlen oder Betriebsweise, geeignete Optimierungsvorschläge zu unterbreiten. Im Idealfall realisiert der Servicepartner auch die praktische Umsetzung und hält somit ein kontinuierlich hohes energetisches Niveau im Betrieb.

Gut geplant ist halb gespart

Grundsätzlich sollte DCaaS als individuelle Maßnahme dienen, um den RZ-Betrieb in allen Bereichen maßgeschneidert zu gestalten. Hier ist ein hohes Maß an Partnerschaft zwischen RZ-Betreiber und den Servicedienstleistern wie RZservices, einem Geschäftsbereich der Data Center Group, notwendig. Dazu sollten sich die Partner im Vorfeld detailliert Gedanken machen, welche Dienstleistungen tatsächlich notwendig sind und wer sie liefert.

Um maßgeschneiderte Dienstleistungen bei neuen sowie bei Bestandsrechenzentren zu etablieren, haben sich Integrationsmodule bewährt. Sie bestehen aus einer anfänglichen Strategiephase, die Kundenbedürfnisse definiert, einer Entwicklungsphase die konkreten Anforderungen und Lösungen liefert, und einer Implementierungsphase, die die vereinbarten Leistungen einführt und in standardisierte Prozesse übergeht. In der längsten Phase im Lebenszyklus eines Rechenzentrums, dem Betrieb, müssen nun die vereinbarten Leistungen gelebt und kontinuierlich verbessert werden. Hierzu ist wieder die enge Zusammenarbeit der Partner gefragt, die in regelmäßigen Abständen die Qualität der Dienstleistung überwachen und mit Blick auf die Zukunft die derzeitigen Anforderungen an den RZ-Betrieb mit kommenden abstimmen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom Rechenzentrum / Server
news-23776 Thu, 22 Aug 2019 16:41:03 +0200 Mit VR in die Vergangenheit eintauchen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/mit-vr-in-die-vergangenheit-eintauchen-23776/ Neugierige Besucher können am Checkpoint Charlie per Virtual Reality in die Vergangenheit reisen und zum 30. Jahrestag des Mauerfalls das alte Berlin erkunden. Die Timeride GmbH bietet ab kommendem Samstag eine virtuelle Reise durch das geteilte Berlin an. Zeitreisen seien für ihn schon von jeher ein Kindheitstraum gewesen, sagte Gründer und Geschäftsführer Jonas Rothe in Berlin. Mit Hilfe moderner Virtual-Reality-Technik komme er diesem Traum ein ganzes Stück näher. Ziel sei es, geschichtliches Wissen auf emotionale Art und Weise zu vermitteln.

Bei der in Berlin angebotenen Tour durchläuft der Besucher insgesamt vier Stationen. Dabei geht es mit Hilfe einer VR-Brille auf Busreise über den berühmten Grenzposten in der Friedrichstraße inklusive Grenzkontrolle, am Gendarmenmarkt vorbei, über die Leipziger Straße mit ihren DDR-Prachtbauten bis hin zum Palast der Republik. Dabei kann man aus drei verschiedenen Charakteren einen „Zeitzeugen“ wählen, der die Tour begleitet und dazu seine ganz eigene Geschichte erzählt. Bei einer weiteren Station erhalten die Besucher direkt am Checkpoint Charlie mit Hilfe einer kabellosen VR-Brille einen 360-Grad-Blick von dem Ort und wie er sich über die Jahrzehnte gewandelt hat.

Die Niederlassung in Berlin ist der dritte Standort der Timeride GmbH. In Köln und Dresden bietet das Unternehmen bereits mit einer Stadtrundfahrt durch das Köln der Kaiserzeit und einer Kutschfahrt durch das barocke Dresden ähnliche virtuelle Zeitreisen an. In Köln zählte das Unternehmen seit Eröffnung 2017 eine Viertelmillion Besucher. Im September soll noch ein Angebot in München folgen.

Neben Timeride gibt es weitere Projekte, die Berliner Mauer erfahrbar zu machen: Zum offiziellen Programm zum 30. Jahrestag des Mauerfalls gehört die Augmented-Reality-App „MauAR“, mit der Besitzer eines Smartphones oder Tablet-Computers die Berliner Mauer virtuell an ihrem historisch korrekten Ort erkunden können. Insgesamt werden rund 160 Kilometer des Mauerverlaufs dargestellt. In der App treten auch zwei fiktionale Charaktere auf, ein Junge aus Ost-Berlin und ein Mädchen aus dem Westen der Stadt, die über den Mauerbau und ihre Folgen aus der jeweiligen Perspektive berichten.

dpa/pf

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Mobile Business Startseite it-zoom Lifestyle
news-23775 Thu, 22 Aug 2019 16:27:34 +0200 Schnelles Internet für 30 Millionen Haushalte http://www.it-zoom.de/it-director/e/schnelles-internet-fuer-30-millionen-haushalte-23775/ Die Telekom wird nach eigenen Angaben in Kürze 30 Millionen schnelle Internetanschlüsse in Betrieb nehmen. Das teilte Telekom-Chef Dirk Wössner mit. In diesen Haushalten könne die Telekom Spitzengeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde bis 250 MBit/s anbieten. Davon seien 1,1 Millionen Haushalte mit Glasfaserkabel bis ins Haus an das Netz angeschlossen.

Möglich geworden sei der Fortschritt nur durch eine massive Investition in den Glasfaserausbau. „Es wird zwar immer noch viel von der alter Kupferleitung gesprochen, aber de facto investieren wir im Wesentlichen in den Ausbau von Glasfaser.“ Wössner bezieht sich mit dieser Bemerkung auf die häufig kritisierte Tatsache, dass die Mehrzahl der Telekomanschlüsse auf der „letzten Meile“ vom Schaltkasten am Straßenrand bis zur Wohnung noch die vorhandenen Telefonkabel nutzen. Die Übertragung auf den Kupferkabeln wird mit den technischen Verfahren des Vectoring und Supervectoring optimiert. Der Verteilerkasten am Straßenrand ist in der Regel mit Glasfaser ans Netz angeschlossen.

Hätte man das Geld allein in einen direkten Glasfaser-Anschluss der Haushalte (FTTH) gesteckt, hätte man nur zehn bis 20 Prozent der 30 Millionen Haushalte mit einem schnellen Internet versorgen können, betonte Wössner. Mit Supervectoring, das die Telekom vor einem Jahr gestartet habe, erreiche man Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s. „Aktuell können wir diese Geschwindigkeiten an rund 23 Millionen Haushalten realisieren.“ Ende dieses Jahres sollen es 27 bis 28 Millionen Haushalte sein.

Wössner räumte ein, dass es sich beim Supervectoring um eine Brückentechnologie handele. „Dort, wo wir neu bauen, verlegen wir Glasfaser bis in die Wohnung oder ans Gebäude.“ Um den Ausbau der Glasfaser-Verbindungen voranzutreiben, müssten sich allerdings Rahmenbedingungen ändern. So sollten die Leitungen nicht zwangsweise im klassischen Tiefbau verlegt werden, der sehr teuer sei, sondern auch oberirdisch. Im klassischen Tiefbau seien im bundesweiten Durchschnitt Kosten von rund 70.000 Euro pro Kilometer Glasfaser die Regel.

„Wir könnten vorhandene Masten nutzen. Also Masten, die bereits stehen, aufrüsten und ertüchtigen. Andere Länder machen dies konsequent“, sagte Wössner. Wenn man die Kabel unterirdisch verlege, könnten auch preiswertere Verfahren zum Einsatz kommen, wie das sogenannte Trenching. Dabei werden schmale Gräben oder Schlitze in den Boden oder Asphalt gefräst, die längst nicht so tief sind wie der klassische Tiefbau für Strom- oder Abwasserleitungen.

Verbesserungsbedarf sieht Wössner auch bei der Vernetzung der Wohnungen. Mit modernen Maschen-Netzwerken („Mesh“) könne die hohe Bandbreite auch wirklich in jedem Winkel der Wohnung ankommen.

dpa/pf

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news-23773 Thu, 22 Aug 2019 15:33:28 +0200 Stöckert neuer CEO der Technogroup http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/stoeckert-neuer-ceo-der-technogroup-23773/ Klaus Stöckert ist neuer CEO und Vorsitzender der Geschäftsführung von Technogroup. Er folgt bei dem Hochheimer Anbieter Third-Party Maintenance (TPM) auf Dr. Ralf Dingeldein, der Technogroup seit Juli 2017 leitete, das Unternehmen aber jetzt verlassen hat. Der Beirat bedankt sich bei Dr. Dingeldein für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Klaus Stöckert hat viele Jahre als Manager und CEO an der Schnittstelle zwischen der Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie dem Vertrieb gearbeitet, zum Beispiel als CEO von Unify Deutschland (ehemals Siemens Enterprise Telecommunications). Der IT- und Digitalisierungsexperte soll nun die Marktpräsenz des Hochheimer Drittwartungsanbieters ausbauen.

„Im Zuge der digitalen Transformation werden nicht nur Daten, sondern auch IT-Infrastrukturen und Rechenzentrum-Services immer wichtiger“, wird Stöckert in der Pressemitteilung zitiert. Dank dieser Entwicklung will er „unsere Position als Marktführer für Third Party Maintenance (TPM) in der D/A/CH-Region weiter ausbauen“.

Gegründet 1990, ist Technogroup heute ein breit aufgestellter Multivendor-Dienstleister für Rechenzentren. Rund 4.700 Kunden greifen laut Stöckert auf das Servicenetz zurück, hinter dem ca. 290 Mitarbeiter stehen. Anfang 2019 war das mit der Übernahme des Wartungsanbieters CPU Service auf Polen ausgeweitet worden.

Erst im November 2017 hatte britische Private Equity-Gesellschaft Vitruvian Partners gemeinsam mit den Geschäftsführern Dr. Ralf Dingeldein und Alfried Netzband die Technogroup IT-Service GmbH den Gründungsgesellschaftern sowie dem 2013 eingestiegenen Investor Caldec abgekauft. Inzwischen gehört das Unternehmen komplett dem Investor.

Auch das Geschäftsjahr 2018 hatten die Hochheimer mit einem Umsatzplus abgeschlossen – und den Umsatz um rund sieben Prozent auf ca. 37 Mio. Euro gesteigert. Aktuell besteht die Geschäftsführung aus CEO Klaus Stöckert, dem langjährigen Technikchef Alfried Netzband und Arnd Krämer, der im vergangenen Jahr als neuer Finanzchef gemeinsam mit dem neuen Vertriebsgeschäftsführer Alexander Bernecker ins Unternehmen kam. Bernecker hat das Unternehmen allerdings bereits wieder verlassen – ebenso wie der von Dr. Dingeldein eingestellte Personalleiter.

Bildquelle: Technogroup

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Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
news-23771 Thu, 22 Aug 2019 14:48:10 +0200 Austausch im digitalen Zeitalter http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/austausch-im-digitalen-zeitalter-23771/ Die „Digital X 2019“ trifft sich am 29. und 30. Oktober zum zweiten Mal in Köln. Mehr als 200 internationale und nationale Partner haben sich der Digital-Initiative in diesem Jahr angeschlossen. Nach 8.000 Marktführern und Visionären der Digitalisierung im Vorjahr werden 2019 über 20.000 in den Kölner Messehallen erwartet: Entscheider von Start-ups, Mittelständlern, Konzernen, Politik und Wissenschaft. Es geht um vernetzen, Ideen austauschen, voneinander lernen. Die Gründerkonferenz Startup Con ist dabei erstmals Teil von Europas größter Initiative von und für Entscheider. International bekannte Experten aus der Praxis teilen ihr Wissen. Projekte mit Vorzeige-Charakter machen den digitalen Umschwung Deutschlands erlebbar.

Auf mehreren Bühnen geht es zu branchenübergreifenden Themen um neue Ideen und Austausch im digitalen Zeitalter. Berühmte Vertreter der Digital-Szene erläutern ihre Visionen einer vernetzten Welt. Virgin-Chef Sir Richard Branson will 2020 erstmals Weltraum-Touristen ins All schießen. Auf der Veranstaltung spricht er darüber, wie Unternehmen auf der Erde durchstarten können. Tim Berners-Lee, Begründer des World Wide Web, kämpft für mehr Datenschutz im Internet. Und der Vater des Online-Lexikons Wikipedia, Jimmy Wales, diskutiert über Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung. Weitere Sprecher werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Im Rahmen der Veranstaltung verleiht eine Jury in Köln zwei Preise. Alle 24 Gewinner des „Digital Champions Award“ aus der Regio-Tour treten gegen einander an. Das beste Projekt erhält die Auszeichnung „Best Regional Champion“. Außerdem können sich Unternehmen noch bis zum 23. August für den nationalen „Digital Champions Award“ bewerben. Am Abend des 29. Oktober bringt die „Kölsche Nacht“ die Digital-Themen in die Kölner Innenstadt. Die Gäste vernetzen sich so nicht nur in den Messehallen. Das Rahmenprogramm geht neue Wege. Diverse Bars und Clubs entlang der Aachener Straße bieten jeweils einen anderen Themen-Schwerpunkt.

Bildquelle: Deutsche Telekom

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Unternehmen IT-Mittelstand
news-23769 Thu, 22 Aug 2019 14:10:32 +0200 Gutes Training ist die halbe Miete http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/gutes-training-ist-die-halbe-miete-23769/ Wie in den vergangenen Monaten bekannt wurde, lassen Amazon, Apple, Google und Co. bei ihren Sprachassistenten einen Teil der Aufnahmen auch von Menschen auswerten, um die Genauigkeit der Spracherkennung zu verbessern. Das gefiel dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar, der in Deutschland für Google zuständig ist, gar nicht... ... und so leitete er Medienberichten zufolge ein Verwaltungsverfahren ein, um das Anhören der Mitschnitte durch Mitarbeiter oder Dienstleister des Internet-Konzerns zu untersagen. Laut einer Mitteilung von Google an die Behörde sei das Transkribieren der Aufnahmen durch Menschen bereits am 10. Juli eingestellt worden. Damals waren Mitschnitte von den vernetzten Google-Home-Lautsprechern aus den Niederlanden bekanntgeworden und hatten für einen Eklat gesorgt. Den aufgezeichneten Gesprächen waren wohl teils sensible personenbezogene Informationen zu entnehmen.

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Amazon und Apple haben zwischenzeitlich ebenfalls auf die Vorwürfe hinsichtlich der Sprachauswertung durch Menschen reagiert. Letzteres Unternehmen soll zumindest schon länger in einem Sicherheitsdokument darauf hingewiesen haben, dass auch „eine geringe Anzahl von Transkriptionen“ für die Verbesserung des Dienstes eingesetzt werden könne. Als Teil eines künftigen Software-Updates will man Nutzern nun die Möglichkeit geben, sich konkret für die Teilnahme an einer Auswertung zu entscheiden.

Ebenso bietet Amazon seinen Nutzern eine neue Option an: Wer sich um seine Daten sorge, könne ab sofort mithilfe eines „Schalters“ in der Alexa-App die Auswertung von Mitschnitten durch Mitarbeiter des Konzerns verhindern. Bereits im Frühjahr hatte ein Bloomberg-Bericht Zweifel daran geschürt, wie weit die Anonymisierung im Fall von Amazons Echo-Lautsprechern gehe. Die Auswerter sollen teils die Seriennummern der Geräte und den Vornamen des Nutzers angezeigt bekommen haben, hieß es.

Abgesehen von den Sicherheitsdiskussionen sind Alexa, Google Assistant, Siri und Co. dieser Tage auch in einem ganz anderen Kontext im Gespräch: Voice Marketing! Schließlich bieten sich Smart Speaker wie Echo, Home und Homepod, auf denen die intelligenten Sprachassistenten zum Einsatz kommen, wunderbar als Plattform für sprachgesteuerte Werbung an. Und diese ist natürlich umso individueller und persönlicher, je besser die Assistenten „trainiert“ sind. 

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing Marketing Lifestyle
news-23768 Thu, 22 Aug 2019 13:36:06 +0200 Neue Spielwiese für Marketer http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/neue-spielwiese-fuer-marketer-23768/ Anfangs waren sie noch langsam, unzuverlässig und eher eine Spielerei – mittlerweile sind Alexa, Siri und Co. zunehmend fester Bestandteil in deutschen Haushalten und entpuppen sich hier als nützliche Alltagshelfer. Das machen sich Marketer zunutze und feilen an frischen Voice-Marketing-Strategien. Doch lohnt es sich für jede Branche, diese recht neue Spielwiese zu betreten? Grundsätzlich spielt digitales Marketing – da sind sich die Experten einig – heute und in Zukunft eine wichtige Rolle. Verbraucher verbringen schließlich 3,5 Stunden pro Tag an mobilen Geräten, weiß Carina Schmitz. Es sei also nicht überraschend, dass die digitalen Werbeausgaben weltweit rasant steigen würden, so die Marketing-Managerin von Selligent. Alleine in Deutschland lagen diese Ausgaben im vergangenen Jahr bei 7,2 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 8,8 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht (Quelle: IAB Europe AdEx Benchmark, 2018).

Doch auch wenn viele deutsche Unternehmen ihr digitales Marketing in den vergangenen Jahren professionalisiert haben, fehlt ihnen laut Muse49- und Delasocial-Chef Dominik Exposito immer noch „das große Bild, um unterschiedliche Maßnahmen über verschiedene Kanäle und Touchpoints hinweg zu orchestrieren“. Denn man bedenke, dass auch traditionelle bzw. analoge Formen der Werbung nach wie vor gerne genutzt werden. Print soll sogar wieder „im Kommen“ und von Kunden geschätzt sein – so sind beispielsweise Werbekataloge, die man bequem zuhause durchblättern kann, immer noch eine wichtige Säule des Marketings.

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Im digitalen Bereich sind die Social-Media-Kanäle und Messenger-Dienste als Werbeplattformen sehr angesagt – darunter beispielsweise Facebook, Instagram, Linkedin, Pinterest, Snapchat und Twitter. „Im Bereich CRM ist die E-Mail unangefochten die Nummer Eins“, bemerkt Christoph Giese, Geschäftsführer von Assist Digital Deutschland. Carina Schmitz stimmt ihm zu: „Auch wenn sie schon viele Jahre im Einsatz ist, so ist die E-Mail nach wie vor ein Dauerbrenner und hat bis heute nichts von ihrer Relevanz eingebüßt.“ Stattdessen würde sie sich immer weiterentwickeln, z.B. durch interaktive Optionen, bei denen Kunden direkt in der Mail aktiv werden können und nicht erst Landing Pages öffnen müssen.

Björn Radau, Director Marketing & Communications bei Teads, sieht derweil „ein starkes Wachstum von Video-Advertising vor allem im redaktionellen Umfeld hochwertiger Publisher“. Nicht zuletzt sind das Radio und Podcasts, also rein auditive Marketing-Kanäle, sicherlich nicht zu unterschätzen. Doch „ganz egal, ob digital oder analog – die wichtigste Voraussetzung für eine solide Kampagnenstrategie ist und bleibt die zündende Kreativ-
idee, aus der sich alle weiteren Maßnahmen entwickeln lassen“, betont Dominik Exposito.

Spannende Anwendungsmöglichkeiten

Eine neue Spielwiese für viele Marketer dürfte das sogenannte „Voice Marketing“ sein. Der Begriff hat sich vor allem durch die stärkere Nutzung von Sprachassistenten etabliert, denen die Nutzer mittlerweile schnelle und präzise Informationen entlocken – z.B. die Spielergebnisse des Lieblingsvereins oder Spritpreise an der Tankstelle. Den aktuellen Trends zufolge werden bis zum Ende des kommenden Jahres bereits 50 Prozent aller Suchanfragen im Internet per Sprachbefehl erfolgen. Aus „Touchpoints“ werden „Listening Points“ und laut Carina Schmitz versucht die Marketing-Branche aktuell mit Hochdruck, ihre Markenbotschaften mit ins Gespräch zu bringen.

Doch wie sieht Voice Marketing konkret aus? Die Vogue hat z.B. 2017 in Kooperation mit Google Home exklusive Inhalte für die Nutzer jener Smart Speaker erstellt. Das heißt, die Redakteure der Modezeitschrift entwickelten Voice-Content, um ihre Stories aus dem Printmagazin auch auditiv zu begleiten. Wer also weitere Informationen zur damaligen September-Coverstory mit Schauspielerin Jennifer Lawrence wissen wollte, brauchte nur sein Google-Home-Gerät danach zu fragen – und schon wurden beispielsweise lustige Anekdoten aus dem Interview freigeschaltet, die es nicht in die finale Printversion geschafft hatten. Weitere Möglichkeiten neben der Nutzung von Sprachassistenten für das eigene Branding stellen etwa auch die Platzierung von Voice Ads, die Verwendung von Voice Messages oder Voice Notifications in einer App oder am Telefon dar. Oder nehmen wir einen Medikamentenhersteller: Der könnte beispielsweise einen Ratgeber mit Tipps erstellen, wie man Halsschmerzen mit Hausmitteln bekämpft, und auf die Suchanfrage „Was kann ich gegen Halsschmerzen tun?“ optimiert werden. „Für den Suchenden ein klarer Mehrwert“, findet Mathias Krech, Teamleiter bei Suchdialog. „Entscheidet sich genau dieser Suchende dann bei seinem nächsten Apothekenbesuch auch noch für das Medikament des Ratgeberherstellers, wäre das natürlich spannend, oder?“

Kein Grund zur Panik

Als Disziplin ist Voice Marketing natürlich noch nicht ganz ausgereift und wir befinden uns laut Björn Radau in einer Experimentierphase. Das sei seiner Ansicht nach aber ein enormer Vorteil. Unternehmen und Marken könnten somit innovative Werbeformate entwickeln, die für die User völlig neu sind und sie beispielsweise mit ihrer Stimme zur Interaktion bewegen. Sprachgesteuerte Werbemittel eröffnen also für die Kampagnenplanung der Marketing-Verantwortlichen schöne neue Spielräume.

Wer zukünftig Voice Marketing nutzen möchte, sollte sich allerdings zunächst fragen, ob es in der eigenen Branche einen konkreten Bedarf an entsprechenden sprachbasierten Werbeformaten gibt. Oder lässt sich zumindest ein zukünftiger Nutzen erzeugen? Ist man als Unternehmen überhaupt bereit, Ressourcen für Content-Kreation und -Distribution kontinuierlich bereitzustellen? Auch sollten sich die Unternehmen darüber im Klaren sein, wie die eigene Marke eigentlich klingt. Welche Stimme hat sie? Männlich oder weiblich? Siezt sie die Kunden oder nutzt sie das „Du“ – wie es etwa Ikea vormacht? Schließlich wollen Unternehmen potentielle Kunden begeistern, inspirieren und zum Kauf animieren.

Wer bislang nicht auf den Voice-Marketing-Zug aufgesprungen ist, muss sich laut Carina Schmitz aber keine Sorgen machen: Denn eine Bright-edge-Umfrage habe ergeben, dass lediglich 21,2 Prozent aller Marketer weltweit in der Sprachsuche einen „wichtigen Marketing-Trend“ sehen würden. Künstliche Intelligenz und Personalisierung sollen bislang die Prioritätenliste anführen. Die Revolution durch Sprachsteuerung schreite allerdings schnell voran, ist sich die Expertin sicher. Seit Apple seinen Siri-Sprachassistenten im Jahr 2011 vorgestellt hat, sei das Segment schließlich explosionsartig gewachsen. Und entsprechend rasant würden sich auch die Gewohnheiten der Verbraucher im Umgang mit Technologie verändern. „Sollte also noch keine Voice-Marketing-Strategie bestehen, ist dies noch kein Grund zur Panik, sondern vielmehr der perfekte Zeitpunkt dafür, eine zu entwickeln“, so Schmitz.

Eine Herausforderung bei der Entwicklung von Voice-Marketing-Kampagnen stellt dabei die richtige Art der Suchmaschinenoptimierung (SEO) dar – Stichwort „Voice Search“. Herkömmliche SEO-Maßnahmen reichen hier natürlich nicht aus. Warum? Bei der Browsersuche zeigen die Ergebnisseiten eine Handvoll Resultate an – die Sprachsuche liefert jedoch nur ein einziges sprachbasiertes Ergebnis. Hierbei wird i.d.R. in ganzen Sätzen gesprochen, während Browseranfragen vorwiegend auf Keywords reagieren. „Wer jetzt gute Suchmaschinen-Rankings und schnelle Ladezeiten hat, der wird auch für Voice Search von Google bevorzugt“, versichert Christoph Giese von Assist Digital. Trotzdem sollten Unternehmen nochmals verstärkt ihre SEO- und Content-Strategien überdenken und Inhalte verständlich aufbereiten.

Mut haben!

Außerdem ist auch im Voice Marketing „ein hohes Maß an Personalisierung wichtig“, betont Carina Schmitz. Wenn Kunden nach attraktiven Produktvorschlägen suchen – etwa in einer sprachgesteuerten Online-Shopping-App –, sollten die Suchergebnisse ihre persönlichen Vorlieben und Einkaufshistorien berücksichtigen. Um dieses Maß an individualisierten Customer Experiences zu liefern, müssen Marketer ihre Datenarchitekturen entsprechend anpassen, damit aussagekräftige Daten aus universellen Kundenprofilen auf allen Kanälen verfügbar sind.

Wer letztlich die Chance ergreifen und mit einer Voice-Kampagne herausstechen möchte, „muss den Mut haben, sich auf weitgehend unbekanntes Terrain zu begeben“, betont Björn Radau. Oftmals fehle es noch an Vergleichswerten, was die Optimierung der Kampagne erschwere. Aber auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Technologien, „die zunächst skeptisch beäugt wurden und sich schneller durchgesetzt haben, als Marketing-Abteilungen wahrhaben wollten“, wirft Christoph Giese ein. Deshalb sollten sich Unternehmen und Marketing-Abteilungen unbedingt mit dem Thema „Voice Marketing“ auseinandersetzen – früher oder später werde es Relevanz haben.

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing Marketing Lifestyle
news-23767 Thu, 22 Aug 2019 13:20:26 +0200 Blackline erweitert regionale Präsenz http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/blackline-erweitert-regionale-praesenz-23767/ Das amerikanische Softwarehaus Blackline will mit Ralph Weiss in der neu geschaffenen Rolle des „Vice President DACH“ die Geschäfte hierzulande ankurbeln – und die Beziehungen zu Kunden und Partnern in der Region vertiefen. Der US-Anbieter mit Tochter in Frankfurt hatte Ende 2018 eine Resellervereinbarung mit SAP geschlossen; die Walldorfer verkaufen seither die Cloud-Lösungen von Blackline als „Solution Extensions“ weiter. Ralph Weiss kommt von Winshuttle, einem Plattformanbieter für SAP-gestütztes Datenmanagement, und berichtet an den im Sommer 2018 angetretenen Vertriebs-Chef Mark Woodham am Hauptsitz in Los Angeles. Weiss bringt mehr als zwanzig Jahre Erfahrung mit; zuvor war er mehr als ein Jahrzehnt als Vertriebsleiter für Unternehmenslösungen bei Adobe, wo er maßgeblich am Aufbau einer gemeinsamen Go-To-Market-Strategie mit SAP beteiligt war.

Blackline, 2001 gegründet, bietet Cloud-basierte Software für Automatisierung im Finanz- und Rechnungswesen sowie für „Continuous Accounting“; die soll Unternehmen helfen, den „Financial Close“ zu optimieren, also die Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung von Monats, Quartals- und Jahresabschlüssen. Das erfolgt, indem manuelle, fehleranfällige Buchhaltungsprozesse durch kontrollierte, sichere und durchgängige Automatismen ersetzt werden.

Auch die Automatisierung, Zentralisierung und Rationalisierung von Intercompany Accounting-Prozessen und anderen wichtigen F&A-Prozessen wird unterstützt, sagt Weiss. Man wolle veraltete Prozesse durch ein Continuous-Accounting-Modell ablösen, in dem die Periodenabschlussaufgaben in das Tagesgeschäft eingebettet sind.

Langjährige Geschäftsbeziehung zu SAP

Ende 2018 hatte Blackline die langjährige Geschäftsbeziehung zu SAP vertieft und eine Reseller-Vereinbarung abgeschlossen. Damit darf die SAP die Software als sogenannte „Solution Extension“ (Solex) an Unternehmen weltweit verkaufen und nimmt sie in ihre Preisliste auf, so dass die SAP-Verkäufer sie weltweit mit den gleichen Prozessen, Verträgen, Incentives und zu den Konditionen des restlichen SAP-Portfolios verkaufen können. SAP wird auch den Kundensupport übernehmen.

Laut Weiss ist man der einziger Solex-Anbieter für den Financial-Close-Prozess. „Basierend auf dem erfolgreichen Abschluss der Solex-Vereinbarung mit SAP haben wir große Ambitionen für die DACH-Region und den Rest Europas“, sagte Woodhams, zumal mehrere hundert Unternehmen die Lösungen zusätzlich zu SAP einsetzen.

Wie Woodhams betont, ist Blackline aber ERP-unabhängig und lässt sich über SAP hinaus in mehr als 30 verschiedene ERP-Systeme integrieren. Auf der Homepage explizit genannt ist neben dem Rechnungswesen auf der AS/400 und Eigenentwicklungen der Kunden auch ERP-Systeme von von Herstellern wie Epicor, Infor, Jack Henry, Microsoft, Oracle / JD Edwards, QAD und Scala. Mit all diesen Quellsystemen könnten die Rules-Automation-Engines und Analytics-Lösungen von Blackline auf eine Vielzahl operativer Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen angewendet werden. Weltweit betreue man bereits mehr als 2.800 Unternehmen als Kunden.

Bildquelle: Blackline Systems GmbH

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Berthold Wesseler DV-Dialog FIBU REWE Controlling
news-23766 Thu, 22 Aug 2019 12:18:20 +0200 KI – eine Chance für die Energiewende? http://www.it-zoom.de/it-director/e/ki-eine-chance-fuer-die-energiewende-23766/ Die große Mehrheit der deutschen Energieunternehmen sieht erhebliche Chancen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). So gehen insgesamt 74 Prozent der Unternehmen davon aus, dass sich der Einsatz von KI-Technologie positiv auf die Energiewende auswirken wird. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) unter 250 Entscheidern in Unternehmen der Energiewirtschaft. Die Umfrage zeigt aber auch, dass die Branche noch am Anfang steht. Ein Haupthindernis ist mangelndes Wissen über KI-Technologien, mögliche Anwendungsfelder und Geschäftsmodelle.

„Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie für die integrierte Energiewende und bietet enormes Innovationspotential für die Wirtschaft“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. „Es lohnt sich, die weitere Entwicklung jetzt zügig voranzutreiben. Fortschritt braucht eine Richtung. Der Fokus bei der weiteren Debatte über die Nutzung von KI sollte daher auf konkreten Anwendungsfällen liegen. Wir brauchen eine Ausbildungsoffensive für IT-Fachkräfte im Energiesektor. Außerdem können Netzwerke und Partnerschaften zwischen etablierten Akteuren und Start-ups die Verbreitung von KI in der Energiebranche beschleunigen.“

Vor allem für die integrierte Energiewende, also das Zusammenwachsen der Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr, und die intelligente Optimierung des Energiesystems schreiben Unternehmen KI eine hohe Bedeutung zu. 82 Prozent sind überzeugt, dass KI in diesem Bereich eine wichtige Rolle spielen wird. Bei Erneuerbare-Energien-Anlagen sind beispielsweise durch die KI-gestützte Analyse von Wetter- und Sensordaten genauere Prognosen möglich, wodurch sich die Netzstabilität und Versorgungssicherheit erhöht. Auch für die Bereiche Smart City, Mobilität und Energieeffizienz sind KI-Anwendungen nach Ansicht der Befragten besonders vielversprechend.

Obwohl ein Großteil der Unternehmen die Potentiale von KI für den Energiebereich erkennt, verfügt aktuell nur etwa jedes achte (13 Prozent) über eine KI-Strategie. Nur ein Bruchteil hat bereits in KI investiert (7 Prozent) oder in naher Zukunft Investitionen geplant (6 Prozent). Mangelndes Wissen wird als wesentliche Hürde für den KI-Einsatz benannt. Lediglich 17 Prozent der Unternehmen fühlen sich gut zu KI-Themen informiert. Nur etwa ein Drittel (36 Prozent) informiert sich aktiv. Doch offenbar wollen viele Energieunternehmen das Thema in Zukunft verstärkt angehen. Gut ein Drittel (35 Prozent) von ihnen plant, KI in den nächsten fünf Jahren einzusetzen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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IT-Director Startseite it-zoom Studien
news-23765 Thu, 22 Aug 2019 11:57:27 +0200 Beeindruckt von der SAP-Expertise http://www.it-zoom.de/it-director/e/beeindruckt-von-der-sap-expertise-23765/ Brunata-Metrona Hürth hat die QSC AG mit dem Application Management sämtlicher SAP-Anwendungen beauftragt. Hierbei sollen moderne, cloud-basierte Application-Services zum Einsatz kommen. In einem ersten Schritt stellt der Dienstleister die benötigten SAP-Systeme aus seiner Enterprise Cloud (PEC) zur Verfügung. Die cloud-basierte Lösung erhöhe die Flexibilität und Effizienz bei der Nutzung, Administration und Pflege der SAP-Anwendungen. Zudem werde die Nutzung der In-Memory-Datenbanktechnologie Hana möglich.

Diese Beauftragung ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der Gesamt-IT-Strategie des Hauses Brunata-Metrona. Das Unternehmen versteht sich als Experte und Partner der Immobilienwirtschaft für Mess-, Abrechnungs- und Service-Dienstleistungen sowie den intelligenten Betrieb und das nachhaltige Management von Immobilien.

Beratender Partner für das Ausschreibungsprojekt war die BCG Platinion. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren konnte das Unternehmen QSC mit seinem Leistungsportfolio und kundenorientierten Auftreten überzeugen.

Der Dienstleister habe den Anwender mit seiner „SAP-Expertise insbesondere bei der Bereitstellung der SAP-Services aus der Cloud“ beeindruckt. Darüber hinaus eröffne das breite Leistungsportfolio im IoT-Umfeld interessante Perspektiven für die weitere Digitalisierung der eigenen Dienstleistungen, so Dirk Nonn, Prokurist und Leiter Finanz- und Rechnungswesen bei Brunata-Metrona.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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IT-Director Startseite it-zoom Cloud
news-23763 Thu, 22 Aug 2019 09:46:31 +0200 Drei große Baustellen im Service-Management http://www.it-zoom.de/it-director/e/drei-grosse-baustellen-im-service-management-23763/ Aktuell beschäftigen sich die Verantwortlichen für das Service-Management zunehmend mit drei großen ­Baustellen – nämlich mit Prozessautomatisierungen, ­intelligenten Bots und dem Internet der Dinge. Wirft man einen genaueren Blick auf die Servicedesks und Callcenter großer Unternehmen, dann wird schnell klar, wohin die Reise geht: Bereits seit Jahren treiben die Verantwortlichen systematisch die Automatisierung von Vorgängen voran. Mittlerweile gibt es mit den Technologien rund um Künstliche Intelligenz (KI) – darunter (Chat-)Bots und Machine Learning – Hilfsmittel, die die Prozessautomatisierung sogar noch intelligenter und schneller machen und damit auf ein ganz neues Niveau heben.

In diesem Zusammenhang prognostizieren die Analysten von Gartner, dass Chatbots bis zum Jahr 2020 rund 85 Prozent aller Interaktionen mit dem Kundenservice unterstützen werden. „KI-Technologien halten in Form von automatisierten Bots, die Kundenanfragen mit der Wissensdatenbank im Unternehmen abgleichen und Lösungsvorschläge erarbeiten, vermehrt Einzug in das IT-Service-Management (ITSM)“, bringt Thomas Ilgenfritz, Geschäftsführer bei Fair Computer Systems (FCS), den aktuellen Stand auf den Punkt. Auf diese Weise würden der Kundenservice und das Support-Team von Routine-Anfragen entlastet. Denn maschinelles Lernen könne die Lösungsvorschläge für die Servicemitarbeiter noch präziser machen, indem es über die Verarbeitung von Feedback und dem Trial-and-Error-Prinzip seine Lernergebnisse so verbessert, dass sie deutlich über die bislang übliche indizierte Stichwortsuche hinausgehen.

So erobern Roboter den Servicedesk

Als Kontaktmittel erster Wahl kommen dabei bereits in vielen Unternehmen chat- oder sprachbasierte Bots zum Einsatz. Dabei ist es unerheblich, ob Nutzer ein IT-Problem übermitteln oder Endkunden die Qualität eines neu gekauften Produktes im Servicecenter reklamieren. Nach Ansicht von Sridhar Iyengar, Managing Director des Tool-Anbieters Zoho Europe, sind je nach Zielsetzung unterschiedliche Formen von Service-Bots denkbar. „Am populärsten sind naturgemäß Chatbots, die selbstständig Service-Anfragen beantworten“, so Sridhar Iyengar. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere, eingeschränktere Konzepte. Beispielsweise könne Künstliche Intelligenz zu Beginn einer Konversation strukturierte Informationen wie E-Mail-Adresse oder Kundennummer abfragen, die für die weitere Kundenbetreuung notwendig sind. Eine andere Option ist es, Chatbots einzurichten, die im Zuge der Verarbeitung von Anfragen auch Vorschläge für die Servicemitarbeiter unterbreiten, die diese letztlich eigenständig bestätigen oder ablehnen können. Unabhängig davon, welche Vorgehensweise gewählt wird, gilt: Grundsätzlich tragen die Datenmenge und -qualität zur erfolgreichen Kommunikation zwischen Mensch und Maschine bei. „Je mehr ein Chatbot mit qualitativ hochwertigen Daten gefüttert wird, desto besser sind die Ergebnisse, die er liefert“, unterstreicht Sridhar Iyengar.

In der Praxis automatisieren beispielsweise die Kunden von Niilo Fredrikson, CEO von Efecte, intensiv ihre Prozesse, was vom On- und Offboarding neuer Mitarbeiter bis hin zum Asset-Management reichen kann. Daneben gibt es Standardanforderungen, die Organisationen sofort automatisieren wollen. Dazu gehören laut Fredrikson die Bestellung neuer Endgeräte, Passwort-Resets oder Wissensdatenbanken, mit deren Hilfe die Nutzer Lösungsvorschläge zu häufig gemeldeten Problemen erhalten.

Wo bleiben Empathie und Humor?

Allerdings können längst noch nicht alle Serviceprozesse per Bot automatisiert werden, wie Martin Edenhofer, Geschäftsführer beim Berliner Helpdesk-Spezialisten Zammad, einräumt. Er betont, dass die automatisierte Beantwortung oder Lösung der Anfragen mittels KI derzeit eher auf einfache Aufgaben beschränkt ist. Infolgedessen geht er davon aus, dass sich komplexe Probleme in absehbarer Zukunft nur durch menschliche Agenten lösen lassen. Eine weitere Hürde für die Automatisierung von Serviceprozessen sieht Martin Edenhofer in den fehlenden Standardschnittstellen: „Leider gibt es noch viele Hersteller, die sich an proprietären Schnittstellen und deren schlechte Dokumentationen klammern, um über diesen Weg schnelle Service-Umsätze zu generieren.“ Aus Edenhofers Sicht ist dies der falsche Weg. Vielmehr sollte man hier umdenken und eine Restrukturierung in die Jahre gekommener Infrastrukturen in Betracht ziehen.

Demnach klingt nicht alles gut in der Welt von Maschinen und Roboter. Über die genannten technologischen Hürden hinaus gibt es auch den einen oder anderen ethischen Einwand, der ihre Verbreitung beeinflussen könnte. „Denn durch den ausschließlichen Einsatz von Bots und KI gehen menschliche Eigenschaften wie Empathie und Humor verloren“, räumt Martin Edenhofer ein. Dies liege in der Natur der Dinge: Künstliche Service-Agenten können auf absehbare Zeit nur sehr eingeschränkt mit menschlichen Semantiken umgehen. „Ich denke, eine Mischung aus maschinellen und menschlichen Support-Agenten ist deshalb auch in Zukunft der bessere Weg – schließlich lassen sich mit einer kleinen Prise Humor viele Probleme sehr viel einfacher aus dem Wege schaffen“, betont Edenhofer den nach wie vor geforderten menschlichen Aspekt im Servicegeschäft. Auch Niilo Fredrikson glaubt nicht daran, dass Roboter zukünftig alle Servicebelange übernehmen. Seiner Meinung nach gibt es noch immer viele Kunden, die weiterhin das persönliche Gespräch oder den direkten Chat zu schätzen wissen.

So mischt das IoT die Prozesse auf

Beschäftigen sich die Verantwortlichen derzeit mit den Entwicklungen am Markt für Service-Management, dann sollten sie neben der KI auch das Internet der Dinge auf dem Schirm haben. Während bislang vorrangig IT-Nutzer und Endkunden entsprechende Service- und Ticketing-Prozesse angestoßen haben, könnte sich das Blatt bald wenden. Im Zuge der Verbreitung des Internets der Dinge könnten immer mehr Maschinen oder andere IoT-Devices selbstständig Probleme und Störungen durchgeben. Laut Martin Edenhofer bietet dies eine große Chance für den ITSM-Markt. „Das IoT offenbart Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren nicht einmal im Ansatz vorstellbar waren. Maschinen oder Fahrzeuge könnten Störungen automatisiert melden, in Service-Management-Systeme einspeisen und die Bestellung von Ersatzteilen anstoßen – und damit ihre eigenen Ausfallzeiten minimieren“, beschreibt er eine denkbare Vorgehensweise.

Darüber hinaus wirft Thomas Ilgenfritz ein weiteres IoT-Szenario in den Ring. Er kann sich durchaus vorstellen, dass im Rahmen von Service Requests durch Maschinen Genehmigungen für unkritische Prozesse automatisch ablaufen könnten. Entweder erteilen dabei KI-gestützte Assistenten mögliche Genehmigungen oder lehnen sie ab.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Nicht zuletzt sieht Niilo Fredrikson in den zunehmenden Machine-to-Machine-Szenarien (M2M) spannende Möglichkeiten für alle Beteiligten des ITSM-Marktes. „Bis diese jedoch gängige Praxis werden, ist noch viel Grundlagenarbeit nötig“, so Fredrikson. Denn Investitionen in die Entwicklung eines Ökosystems verschiedener M2M-Akteure sowie passende Schnittstellen (APIs) sind erfolgsentscheidend für alle, die von dieser Entwicklung profitieren möchten. Erst wenn sich die Hersteller von Maschinen, Produktionsanlagen und IoT-Geräten auf entsprechende Kooperationen und Standards geeinigt haben, wird das Internet der Dinge auch im Service-Management Einzug halten, glaubt Fredrikson.

 

So verändern Bots, KI und das IoT den Support

Zukünftig wird der First-Level-Support zunehmend von KI-fähigen Bots bearbeitet, wobei immer mehr Vorfälle von Maschinen anstatt von Menschen gemeldet werden. Gleichzeitig wird die Qualität des Second- und Third-Level-Support steigen, da menschliche Agenten a) in der Lage sein werden, mehr Zeit für komplexe Szenarien aufzuwenden, da die repetitiven einfachen Aufgaben automatisiert werden, und b) Hilfe von einem KI-Coach erhalten, der ihre Problemlösungsfähigkeiten verbessert und beschleunigt.

Quelle: Niilo Fredrikson, CEO von Efecte


Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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Ina Schlücker IT-Director Startseite it-zoom Servicemanagement und Helpdesk
news-23762 Thu, 22 Aug 2019 09:36:00 +0200 App der Woche: VSCO http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/app-der-woche-vsco-23762/ Schicke Filter für die Smartphone-Kamera gibt es inzwischen überall, VSCO bietet darüber hinaus aber auch eine inspirierende Community.
  • System
    iOS/Android

  • Preis
    Gratis (Premium: 20 US-Dollar pro Jahr)

  • Kategorie
    Fotografie

  • Praktisch für...
    ... anspruchsvolle Smartphone-Fotografen, die nach einem besonderen Look für ihre Bilder suchen, der trotz Nachbearbeitung organisch und authentisch anmutet.

  • Besonders, weil...
    ... es schlichtweg keine andere Foto-App gibt, dessen Filter mit so viel Liebe zum Detail an authentische Charakteristika analoger Kameras angelehnt ist, wie hier. Wo andere Apps einfach nur dick auftragen, ist man hier um einen gewissen Realismus bemüht. Das geht in der Premium-Version sogar so weit, dass die Beschaffenheit von alten Analogfilmen emuliert werden kann. Die angeschlossene Community zeigt derweil eindrucksvoll, was mit der App alle möglich ist. Hier lassen sich unter anderem die Schnappschüsse anderer Nutzer erkunden. 

  • Alternativen
    Snapseed, Instagram

  • Entwickler
    VSCO
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    Philip Fassing Mobile Business Startseite it-zoom Apps
    news-23761 Thu, 22 Aug 2019 09:34:50 +0200 Zwischen Machtspielen und Reibungsverlusten http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/zwischen-machtspielen-und-reibungsverlusten-23761/ Im Interview erläutert Jutta Menzenbach, Partnerin bei Boyden Global Executive Search, mit welchen Herausforderungen die Besetzung einer CDO-Rolle verbunden ist und welche Hürden wiederum ein Chief Digital Officer bei der Integration in ein Automobilunternehmen überwinden muss. ITM: Frau Menzenbach, welche Rolle spielen CDOs anno 2019 in der deutschen Automobilindustrie?
    Jutta Menzenbach:
    Neue Wettbewerber aus anderen Branchen greifen innovative Technologien auf und drängen mit zukunftweisenden Geschäftsmodellen, digitalen Services und Produkten aggressiv auf den Automobilmarkt. Für etablierte deutsche Automobilunternehmen ist es daher überlebenswichtig, die erforderlichen Veränderungen mit einer umfassenden Digitalisierungsstrategie bzw. mit einer digitalen Roadmap anzugehen. Tatsächlich muss sich die Automobilindustrie komplett neu erfinden: weg vom traditionellen Automobilbau hin zu einer tief integrierten Hardware-, Software- und Service-Organisation. Damit diese Transformation gelingt, ist es essentiell, einen starken Chief Digital Officer (CDO) an Bord zu haben, der die Digitalisierung als Querschnittsfunktion im Unternehmen aktiv gestaltet und treibt.

    ITM: Welche Erwartungen stellen Automobilunternehmen an ihren CDO?
    Menzenbach:
    Als treibende Kraft der digitalen Transformation fordert und bewegt der Chief Digital Officer durch seine Impulse das gesamte Unternehmen. Dies umfasst zum einen das Kerngeschäft und zum anderen die Transformation der Organisationsstruktur und seiner Prozesse.

    Wir blicken auf drei relevante Themenfelder:
    1. Digitale Business-Modelle: das Identifizieren und Entwickeln von digitalen Produkten und Services rund um die mobile Zukunft.
    2. Customer Experience: Digitalisierung beginnt beim Kunden, den das Unternehmen für digitale Produkte und Services gewinnen will.
    3. Digitale Organisation: Gestaltung der internen Geschäftsprozesse, der betrieblichen Strukturen sowie der internen Kommunikation.

    Meist fokussieren sich Unternehmen auf nur ein oder zwei dieser Felder. Das liegt oft im Profil des CDOs begründet, der z.B. seine Expertise eher auf dem Gebiet des Marketings/Social Media oder der IT/Technologie hat. Die digitale Transformation ist jedoch zwingend auf allen drei Feldern gleichzeitig voranzutreiben.

    ITM: Wie holen sich die Unternehmen die entsprechende Digitalkompetenz an Bord?
    Menzenbach:
    Ein Chief Digital Officer arbeitet an der Schnittstelle zwischen Strategie, Unternehmensentwicklung, Marketing und Technologie. Neben seinem breiten digitalen Fachwissen und dem Verständnis für digitale Ökosysteme hat der CDO ein tiefgreifendes Verständnis von Technologie und digitalem Marketing sowie den Megatrends rund um Mobilität. Der gut gerüstete Chief Digital Officer sollte über einen gewissen Silicon-Valley-Mindset verfügen. Dieser ist geprägt durch einen offenen, agilen, datengetriebenen, kollaborativen Arbeitsstil, Entrepreneurship und Empathie sowie durch Kreativität und der Fähigkeit, disruptive Geschäftsmodelle zu identifizieren und zu treiben – auch gegen Widerstände. Diese Kompetenzen finden wir oft in Start-up-Unternehmen. Unternehmensberater verfügen über wertvolle Einblicke in digitale Transformationsprozesse, die sie über viele Branchen hinweg gewinnen konnten. Überdies haben sie oft Erfahrung im Einsatz von agilen Methoden und Tools (z.B. Design Thinking). Vereinzelt treffen wir exzellente Kandidaten in Automotive-OEMs und Tier1, die bereits zukunftsweisende digitale Produkte und Services aufgebaut und skaliert haben – in der Regel sind diese nicht mit CDO betitelt.

    ITM: Welche Herausforderungen sind mit der Besetzung einer CDO-Rolle verbunden?
    Menzenbach:
    Die digitale Transformation in Verbindung mit der Besetzung einer CDO-Rolle erfordert zunächst eine große Offenheit und Veränderungsbereitschaft von Seiten der Unternehmensführung sowie die 100-prozentige Unterstützung des CEOs. Es reicht nicht aus, Innovationen und technologische Trends „auf dem Schirm“ zu haben, sondern diese müssen mit dem CDO aktiv gesteuert und umgesetzt werden. Viele Unternehmen sehen in einem CDO einen Erfolgsfaktor, den man zunächst einmal haben muss. Dabei wird oft versäumt, die Erwartungen, die Aufgabenverteilungen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen detailliert zu beschreiben und klar zu kommunizieren. Das birgt die Gefahr, von Machtspielen und Reibungsverlusten.

    ITM: Welche Hürden müssen wiederum CDOs bei der Integration in ein Automobilunternehmen überwinden?
    Menzenbach:
    Viele traditionelle Automobilunternehmen haben eine gewisse „Bewahrer-DNA“ – die OEMs stärker als die Zulieferer. Der Wind, der dem CDO dann aus der Organisation entgegenweht, ist scharf. Die anstehenden Veränderungen werden intern oft eher als Bedrohung denn als Chance wahrgenommen. Der CDO benötigt das volle Vertrauen sowie die volle Unterstützung der Unternehmensführung, damit sich seine Rolle nicht als die eines „zahnlosen Tigers“ entpuppt, dessen Aktivitäten mit geringer interner Akzeptanz ins Leere laufen. Das bedeutet auch, dass er mit entsprechenden Handlungs- und Entscheidungskompetenzen ausgestattet sein muss.

    ITM: Wie wird sich die Rolle des CDOs in der Branche zukünftig gestalten?
    Menzenbach:
    Im Schulterschluss mit dem CEO ist der CDO Treiber der digitalen Transformation. Langfristig kann das digitale Geschäft – und nur das wird es in Zukunft noch geben – operativ verantwortet werden. Dennoch wird sich die Taktzahl der Innovationszyklen weiter erhöhen. Wohin sich die Rolle des CDOs entwickeln kann, das wird sich noch zeigen.

    Bildquelle: Boyden

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    Lea Sommerhäuser IT-Mittelstand Startseite it-zoom HR Personal
    news-23758 Thu, 22 Aug 2019 08:27:00 +0200 Das Feuer der Leidenschaft brennt http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/das-feuer-der-leidenschaft-brennt-23758/ Der neue Trendreport von Salesforce nimmt die Entstehung, Entwicklung und Zukunft kleiner und mittelständischer Firmen unter die Lupe. Neben demografischen Faktoren analysiert der Report, welche Rolle Technologie bei der Erfüllung der Kundenerwartungen einnimmt. Veit Brücker, bei dem Anbieter verantwortlich für das Mittelstandsgeschäft, erläutert die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage. ITM: Herr Brücker, Flexibilität, Innovation oder Freiheit – im aktuellen Report zeichnen sich verschiedene Motivationen ab, ein Unternehmen zu gründen. Welche Tendenzen stellen Sie fest?
    Veit Brücker: Jeder Gründer hat seine eigene Geschichte und Motivation, selbst Unternehmer zu werden. Trotzdem bemerken wir hier Schwerpunkte. Mehr als die Hälfte der von uns befragten Führungskräfte aus kleinen und mittleren Unternehmen haben gegründet, um ihr eigener Chef zu sein. Danach folgt der Wunsch nach einer flexibleren Einteilung der Arbeitszeit. Das gilt für mehr als ein Drittel der Befragten. Fast ebenso viele waren von dem Wunsch getrieben, mehr Geld zu verdienen. Zudem sehen wir, dass das Alter eine Rolle spielt. Millennials, also die Vertreter der im Zeitraum der frühen 1980er- bis zu den späten 1990er Jahren Geborenen gründen oft, um Ideen zu verfolgen, für die sie mit Leidenschaft brennen. Für viele war aber auch die schlechte Arbeitskultur ihrer früheren Arbeitsstellen der Anlass, sich selbstständig zu machen.

    Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

    ITM: Kundenzufriedenheit und entsprechend die Kundenerwartungen sind Herausforderungen, denen auch große Unternehmen nicht immer gerecht werden können. Zu welchen Ergebnissen kommt die Studie hier?
    Brücker: Es ist zu differenzieren, wie die beiden Themen zusammenhängen. Eine Herausforderung ist, dass Kundenerwartungen nicht statisch sind, sondern sich verändern – gerade im Zeitalter der Digitalisierung mehr denn je, da Konsumenten in immer kürzeren Zeiträumen zwischen immer mehr attraktiven Angeboten wählen können. Es verwundert nicht, dass die sich schnell ändernden Erwartungen der Kunden für 34 Prozent der Führungskräfte die größte Herausforderung darstellen. Aus einer anderen Salesforce-Studie wissen wir hingegen, dass 76 Prozent der Kunden erwarten, dass Unternehmen ihre Bedürfnisse und Erwartungen verstehen. Vor diesem Hintergrund wird klar, wie wichtig es ist, diesen Wunsch zu erfüllen. Das spiegelt sich übrigens in den Technologie-Investments wider: Kleine und mittlere Firmen geben ihr IT-Budget bevorzugt für CRM aus.

    ITM: Spielen CRM-Technologien eine Rolle hinsichtlich der Kundenerwartungen?
    Brücker: Genau, denn gerade an den Service stellen Kunden sehr hohe Anforderungen. 76 Prozent der Verbraucher erwarten intuitive Lösungen, die sie aus ihrem privaten Umfeld kennen, auch für andere Anwendungen. Wer hier nicht Schritt hält, den ersetzen die Kunden schnell durch andere Angebote. Deshalb brauchen kleine und mittlere Unternehmen Lösungen für personalisierte, individuelle Kundenerlebnisse.

    ITM: Eine weitere wichtige Trendtechnologie stellt Künstliche Intelligenz (KI) dar ...
    Brücker: KI ist ein viel diskutiertes Technologiethema. Dazu muss man zunächst verstehen, dass die Kunden beispielsweise mit Alexa oder Siri ganz selbstverständlich KI-Technologien in ihrem Alltag nutzen. Auch aus Unternehmersicht ist KI mit Sicherheit eine der maßgeblichsten Technologien derzeit. Das gilt nicht nur für große, sondern auch für kleine und mittelständische Betriebe. Unser Report zeigt, dass auch die Mittelstandschefs die Potentiale von KI bereits erkannt haben: In Zukunft wollen viermal so viele wie heute KI einsetzen. Momentan – und das gilt auch für die kommenden drei Jahre – setzen sie KI hauptsächlich für Prognosen in Marketing und Sales ein. KI bietet jedoch großes Potential für neue Geschäftsmodelle.

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    IT-Mittelstand Startseite it-zoom
    news-23760 Wed, 21 Aug 2019 19:46:04 +0200 Neuer Chef für Opensuse http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/neuer-chef-fuer-opensuse-23760/ Nach fünf Jahren als Vorsitzender des Opensuse-Vorstands trat Richard Brown am 19. August mit sofortiger Wirkung zurück. Seine Nachfolge trat Dr. Gerald Pfeifer an, der beim Nürnberger Linux-Haus Suse Linux GmbH die Position des technischen Leiters (CTO EMEA) bekleidet. Pfeifer wird diese Aufgabe parallel zu seiner CTO-Rolle übernehmen. Opensuse (ehemals Suse Linux) ist die für Privatkunden und Entwickler gedachte, kostenlose Variante des Open-Source-Betriebssystems von Suse, während sich die kostenpflichtigen Produkte rund um den „Suse Linux Enterprise Server“ (kurz SLES) und den „Suse Linux Enterprise Desktop“ (SLED) an Unternehmen richten.

    Die Nürnberger nahmen die Gelegenheit des Führungswechsels wahr, um das Commitment für ihre kostenfreie Distribution zu bekräftigen, das – zuletzt wegen des Eigentümerwechsels im vergangenen Sommer – immer wieder in Frage gestellt worden war. Jetzt heißt es in der Pressemitteilung: „Suse ist dem Open-Suse-Entwicklungsmodell zutiefst verpflichtet, als Sponsor und Unterstützer des Projekts. Durch diese Partnerschaft ist eine einzigartige und intensive Zusammenarbeit entstanden, die sich unter anderem auch in Projekten wie dem Open-Build-Service oder Open QA manifestiert. Die Zusammenarbeit hat ihre Wurzeln im Linux-Bereich. Sie hat sich in den letzten Jahren stets ausgeweitet und eine wachsende Zahl von neuen Infrastruktur Software-Standards und Open Source-Innovation hervorgebracht. Als das weltweit größte unabhängige Open Source-Softwareunternehmen wird Suse seine Unterstützung für Open Suse weiterführen.“

    Thomas Di Giacomo, Suse President of Engineering, Product and Innovation sagt: „Ich bin hocherfreut, Gerald als Vorsitzenden des Open-Suse-Board ankündigen zu können. Er verfügt über zwei Jahrzehnte Erfahrung und Engagement in verschiedenen Open-Source-Communities, kombiniert mit einem tiefgreifenden Verständnis von Suse infolge seiner leitenden Positionen im Unternehmen über die Jahre. Gerald ist perfekt geeignet, um mit dem Open-Suse-Board zu arbeiten, es zu unterstützen und gemeinsam die Community und ihre wachsenden Projekte zu fördern. Ich bedanke mich bei Richard Brown, der als scheidender Vorsitzender des Open-Suse-Boards großartige Arbeit geleistet hat und freue mich darauf, weiterhin bei Suse mit ihm zusammen zu arbeiten. Auch in der Zukunft wird Suse einen klaren Fokus auf die Zusammenarbeit mit Open Suse legen und so Werte für unser gemeinsames Ökosystem schaffen und, mit der Unterstützung unseres Investors EQT, unsere Geschäftsentwicklung und die Communities weiterentwickeln.“

    In seinem persönlichen Scheiben nennt Richard Brown verschiedene Gründe für seinen Rücktritt von dem Amt, das er seit Juli 2014 inne hatte. Er will wieder mehr als Entwickler arbeiten und auch wieder ein Privatleben führen, was durch die Vorstandsarbeit stark eingeschränkt war. Doch auch nach seinem Rücktritt bleibt er Suse treu und arbeitet weiter im Future-Technologie-Team. Seine Entscheidung habe auch nichts mit den Plänen zu tun, Open Suse in eine Stiftung zu überführen. Er unterstütze diesen Plan vielmehr voll und ganz. Die Übergabe an Pfeifer werde „in enger Zusammenarbeit“ erfolgen.

    Mit Hilfe von Pfeifer, der auch weiterhin als CTO in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika, den Dialog mit Kunden, Partnern und Open-Source-Communities weltweit verantwortet, soll das Board auch künftig Input, Steuerung und Unterstützung für das Open-Suse-Projekt liefern. Die Open-Suse-Community habe viel zu den Linux-Distributionen beigetragen, sagte Pfeifer. Und weiter: „Ich freue mich auf weitere Entwicklungen und Tools der Open-Suse-Community, im Bereich Linux und darüber hinaus.“ Open Suse stehe „ganz vorne im historischen Wandel, in dem sich Open Source-Software als entscheidender Faktor in der Strategie von erfolgreichen Unternehmen findet.“

    Bildquelle: Suse Linux GmbH

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    Berthold Wesseler DV-Dialog Leute
    news-23753 Wed, 21 Aug 2019 14:40:25 +0200 BSI entwickelt Mail-Verschlüsselung weiter http://www.it-zoom.de/it-director/e/bsi-entwickelt-mail-verschluesselung-weiter-23753/ Bereits gestern gab das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bekannt, eine sichere Mail-Verschlüsselung auf Basis der quelloffenen Browser-Erweiterung Mailvelope weiterzuentwickeln. Mit der quelloffenen Browser-Erweiterung Mailvelope sollen Nutzer unter Verwendung des Verschlüsselungsstandards OpenPGP auch ohne spezielles E-Mail-Programm verschlüsselte E-Mails austauschen können. Im Rahmen eines seit Januar 2018 laufenden Projekts hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Mailvelope mit dem Ziel weiterentwickelt, die Installation, Konfiguration und Anwendung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung deutlich nutzerfreundlicher zu gestalten und damit eine größere Verbreitung von Verschlüsselung beim E-Mail- und Formular-Austausch zu erreichen. Zukünftig kann die Software auch genutzt werden, um vertrauliche Anfragen, zum Beispiel an Ärzte oder Banken, über Web-Formulare zu stellen.

    Dazu erklärt Arne Schönbohm, Präsident des BSI: „Mehr Verschlüsselung bedeutet mehr Privatsphäre in der Kommunikation. Dies sollte ein absolutes Muss sein. Unser Ziel als Cybersicherheitsbehörde ist es deshalb, den Verbrauchern einfach anwendbare Lösungen an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Privatsphäre besser schützen können. Deshalb haben wir Mailvelope erweitert. Jeder kann sich dieses Tool als Add-on für den Browser herunterladen und damit E-Mails und Online-Formulare weitgehend automatisiert verschlüsseln.“

    Ein konkretes Beispiel: Ärzte bieten Online-Formulare als Alternative zu Anrufen an. In der Regel ist es dabei notwendig, auch persönliche und vertrauliche Informationen anzugeben und diese somit über das Internet zu versenden. Mit einem verschlüsselten Kontaktformular können die Patientendaten besser geschützt werden. Der für die Verschlüsselung notwendige Austausch von öffentlichen Schlüsseln läuft dabei automatisiert ohne Nutzerinteraktion ab. Dazu müssen Anbieter von Kontaktformularen, in diesem Fall also die Arztpraxis, das Formular entsprechend konfigurieren. Anwender müssen lediglich einmalig die Mailvelope-Anwendung installieren und konfigurieren. So wird Kommunikation laut BSI im digitalen Alltag sicherer.

    Die Erweiterungen von Mailvelope im Einzelnen:

    • Web-Formularinhalte können unabhängig vom Betreiber der Webseite bis zum Empfänger der Formulardaten Ende-zu-Ende verschlüsselt übertragen werden,
    • die verwendete Kryptographie-Bibliothek OpenPGP.js ist durch das BSI-Projekt erweitert worden, um Kompatibilität mit dem OpenPGP-Standard herzustellen,
    • es kann eine lokale GnuPG-Installation eingebunden werden, sodass Nutzer auf Wunsch native Anwendungen (z.B. zur Schlüsselverwaltung) verwenden können und
    • für den Nutzer kann ein möglichst transparentes Schlüsselaustauschverfahren etabliert werden: Verteilung des öffentlichen Schlüssels durch Web Key Directory (WKD) über HTTPS-Abfrage.

    Um das Vertrauen in die Entwicklungen zu stärken, hat das BSI darüber hinaus ein Audit der Sicherheitseigenschaften des Produkts Mailvelope in Auftrag gegeben. Neben der Umsetzung der kryptographischen Verfahren wurden dabei auch die Existenz von Routinen zur Nutzerüberwachung oder Kompromittierung privater Daten überprüft. Hierdurch konnte nicht nur ein hohes Maß an Qualität gewährleistet werden, sondern Probleme wurden direkt im Anschluss an die Entwicklung erkannt und vor der Freigabe im Rahmen des Koordinierten Schwachstellenmanagements mit den Entwicklern erfolgreich gelöst. Das vollständige Ergebnis des Audits ist hier verfügbar.

    Bildquelle: Thinkstock/iStock

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    IT-Director Sicherheit Startseite it-zoom
    news-23754 Wed, 21 Aug 2019 14:39:23 +0200 Libra: EU-Kommission untersucht Facebook-Währung http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/libra-eu-kommission-untersucht-facebook-waehrung-23754/ Einem Medienbericht zufolge schaut sich die EU-Kommission die Pläne von Facebook bezüglich der neuen Digitalwährung Libra genauer an. Die Wettbewerbshüter sähen die Möglichkeit, dass Facebook und die in der Libra Association zusammengeschlossenen Unternehmen unerlaubterweise Wettbewerber ausschließen könnten, schrieb der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf ein Kommissionsdokument. Dabei gehe es unter anderem auch darum, wie Facebook Libra in seine bestehenden Dienste wie die Chat-App Whatsapp einbinden wolle - sowie wie Nutzerdaten genutzt werden sollten, hieß es. Libra wurde bei Facebook entwickelt, soll aber von der in Genf ansässigen Libra Association verwaltet werden.

    Facebook soll dort nur eines der Mitglieder ohne Sonderrechte sein. Das Online-Netzwerk kündigte aber zugleich an, dass in WhatsApp und seinem zweiten Chatdienst Messenger nur das hauseigene digitale Libra-Portemonnaie mit dem Namen Calibra direkt integrierbar sein soll. Offiziell äußerte sich die EU-Kommission auf Anfrage nicht.

    Facebook will Libra im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen, die Idee stößt aber bei Politikern und Zentralbanken zum Teil auf massiven Widerstand. Die Digitalwährung soll etwa mit US-Dollar oder Euro zu kaufen sein. Zu den ersten Partnern des Projekts gehören gut zwei Dutzend private Unternehmen wie Mastercard, Visa, Paypal und Uber. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sieht die Währung zunächst vor allem für grenzüberschreitende Überweisungen von Vorteil. Um Kursschwankungen zu vermeiden, soll Libra an etablierte Währungen gekoppelt und durch Staatsanleihen abgesichert werden. Facebook hatte bislang betont, vor Einführung der Währung Bedenken von Regulierern ausräumen zu wollen.

    Die EU-Wettbewerbshüter hatten Facebook bereits in der Vergangenheit ins Visier genommen. Wegen irreführender Angaben zur möglichen Datenzusammenführung bei der Übernahme von WhatsApp musste das Unternehmen etwa 110 Millionen Euro Strafe zahlen.

     

     

    dpa/pf

     

     

     

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    Mobile Business Startseite it-zoom
    news-23756 Wed, 21 Aug 2019 14:25:53 +0200 Coworking made in HH http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/coworking-made-in-hh-23756/ Awork, ein Projektmanagement-Tool für Teams, gibt es jetzt auch als App für iOS- und Android-Geräte. Das Tool aus dem Hause HQLabs ist als europäische Antwort auf Asana, Monday und Toggl konzipiert. Das Tool vereine Projektmanagement-Funktionen mit schneller Zeiterfassung und lege ein besonderes Augenmerk auf UX-Design. Alle genannten Funktionen, das Managen von Projekten, Aufgaben sowie Teammitgliedern und die einfache Zeiterfassung, sind jetzt auch via App möglich.

    Seit dem Markteintritt im Februar 2019 habe Awork schon über 10.000 Teams begeistern. Das Tool sei sowohl für kleine als auch große Teams geeignet und ermögliche die smarte Zusammenarbeit in jeder Branche.

    Im Vordergrund der App stehe die einfache und schnelle Bedienung für das mobile Arbeiten, wie beispielsweise in der U-Bahn. Die App verzichte daher gezielt auf komplexere Funktionen, wie z.B. das Verwalten der Settings oder die Kanban-Ansicht. Dafür kommt die App mit Smartphone-orientierten Features, wie Push-Nachrichten, daher.

    Mit dem Tool hat das Team aus Hamburg eine europäische Alternative vorgestellt, um Deutschland auch in Sachen digitales Arbeiten voranzubringen. Die einfache Zusammenarbeit in remote-arbeitenden Teams ist damit ebenso möglich, wie das Managen mehrerer Kunden .Awork wird DSGVO-konform aus deutschen Rechenzentren betrieben.

    Neben den Kernfunktionen, die auch in der neuen App verfügbar sind, kann die Web-Anwendung zusätzlich mit Sprachsteuerung via Google Assistant aufwarten. Zudem werden weitere Integrationen z.B. zur Kommunikations-App Slack, der Office 365 Suite von Microsoft und vielen weiteren Tools aus dem Berufsleben geboten.

    Demnächst soll auch die visuelle Planung, ähnlich einer Gantt-Chart, zum Portfolio gehören. Der User könne dann in jedem Projekt zwischen der Listen-Ansicht, dem Kanban-Board oder der Timeline bzw. der visuellen Ressourcenplanung wählen.

    Bildquelle: Gettyimages/iStock

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    Mobile Business Unified Communication + Collaboration Apps App-Entwicklung
    news-23752 Wed, 21 Aug 2019 13:59:24 +0200 So sind dezentrale Strukturen unproblematisch http://www.it-zoom.de/it-director/e/so-sind-dezentrale-strukturen-unproblematisch-23752/ Mit neuen Sicherheitslösungen überwacht die Gemeinde Markt Peiting nicht nur alle aktiven Netzwerkkomponenten. Vielmehr lassen sich auch einheitliche Richtlinien für die Informationssicherheit und den Datenschutz zentral steuern. Peiting ist eine Marktgemeinde im Pfaffenwinkel im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Die florierende Gemeinde bietet den rund 11.500 Einwohnern ein großes Portfolio an modernen öffentlichen Einrichtungen, darunter auch zwei Grundschulen und eine Mittelschule.

    In der Vergangenheit hatten sich in Markt Peiting unterschiedliche IT-Systeme an unterschiedlichen Standorten etabliert. Die Verwaltungsgebäude, der Bauhof, das Wasser- und Klärwerk, die Bücherei, das Jugendzentrum und die drei Schulen beruhten auf keiner einheitlichen und zentralen IT. Insbesondere in den Grundschulen und der Mittelschule war die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Internetanbindung nicht mehr zeitgemäß und ausreichend. Zudem mussten die IT-Administratoren der Marktgemeinde für jeden Eingriff in die verteilten IT-Systeme von Gebäude zu Gebäude wechseln, eine einheitliche und zentrale Administration war nicht existent.

    Aus Sicht der Internettechnologie war Markt Peiting an das kommunale Behördennetzwerk (KomBN) des Landkreises angebunden. Das Regelwerk der KomBN lässt jedoch keine direkte Anbindung der Außenstellen und Schulen an eine zentrale IT der Gemeinde zu, wodurch die Einzelsysteme dieser Topologie kaum noch zu beherrschen waren. Vor allem im Hinblick auf das neu eingeführte Informationssicherheitsmanagement gemäß Isis12 und das Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 konnte dieser Zustand nicht gehalten werden.

    Vor diesem Hintergrund starteten die Verantwortlichen bereits im Oktober 2016 die Suche nach einer Lösung, um die Gemeinde und alle Nebenstellen autark an das Internet anzubinden. Ziel war eine wesentliche Verbesserung der Administration, eine deutlich bessere Stabilität des Internetbetriebs und durch entsprechende Sicherheitslösungen eine Einhaltung des eigenen IT-Sicherheitsmanagements und der DSGVO sowie aller anderen Regeln, die öffentliche Einrichtungen berücksichtigen müssen.

    Das Ziel: komplette und sichere Vernetzung

    Die neue Infrastruktur hatte das Ziel, eine sichere und redundante Anbindung aller Außenstellen und Schulen an das Internet unabhängig vom kommunalen Behördennetz zu ermöglichen. Insbesondere sollte die IT-Sicherheit für die gesamte Infrastruktur zentral verwaltbar sein und den hohen Ansprüchen des öffentlichen Bereiches genügen. Ein zentrales IT-Sicherheitsmanagement aller Objekte und die Einhaltung der IT-Sicherheitsrichtlinien inklusive zentralem Virenschutz war mit einer möglichst einfachen Anbindung mobiler Nutzer mittels SSL-VPN gewünscht. Die Gemeinde nahm sich mit der Securelink Germany einen IT-Spezialisten an die Seite, der mit Umstellungen und Sicherheitskonzepten dieser Größenordnung viel Erfahrung hatte.

    Gemeinsam mit Securelink arbeiteten die Verantwortlichen die IT-Strategie aus, wobei nach der Sondierung der möglichen Systemoptionen im Bereich Security die Wahl auf Sophos fiel. Im August 2017 wurden mehrere Sophos-Firewalls (UTM) und Remote Ethernet Devices (RED) geordert, um die gesamte Infrastruktur abzusichern. Die „SG Series Firewall Appliances“ des Herstellers bieten dabei die ideale Balance zwischen Performance und Sicherheit. Überdies ist das Modell SG 310 UTM sehr leistungsfähig, skalierbar und eignet sich insbesondere für Organisationen mit vielen verteilten Standorten, die Sicherheitsfunktionen der Enterprise-Klasse benötigen. Die Firewall basiert auf Intel-Technologie und bietet acht GbE-Kupferports, zwei GbE-SFP- und zwei 10 GbE SFP+- Glasfaserports sowie einem Flexi-Port-Steckplatz zur Konfiguration mit einem optionalen Modul. Das SG 310 Cluster dient in Markt Peiting als zentrale Einheit in der Verwaltung und damit auch zur zentralen Administration der gesamten Sicherheitsumgebung.

    Die etwas kleineren SG 230 UTM kommen in den Grundschulen und in der Mittelschule zum Einsatz. Sie sind auf die Bedürfnisse von kleinen bis mittelgroßen Organisationen und Außenstellen abgestimmt. Die Firewalls sind mit sechs GbE-Kupferports, zwei GbE SFP-Ports sowie einem Flexi-Port-Steckplatz zur Konfiguration mit einem optionalen Modul ausgestattet. Damit liefern sie Flexibilität und hohe Durchsatzraten.

    Datenverschlüsselung inklusive

    Mit den Remote Ethernet Devices kann ein sicheres Netzwerk einfach auf andere Standorte ausgeweitet werden. Dafür ist kein technisches Fachwissen am Remote-Standort erforderlich; man gibt lediglich die ID der RED-Appliance in der Administrationsoberfläche der Firewall ein und schickt das Gerät an den Standort. Sobald das Gerät mit dem Internet verbunden ist, stellt es automatisch eine Verbindung zur Firewall her und baut einen sicheren Ethernet-Tunnel auf – inklusive Fernwartung und Datenverschlüsselung.

    Neben der hohen Sicherheit und Kosten-Nutzen-Kalkulation lag der Vorteil der beschriebenen Lösungen für die IT-Verantwortlichen insbesondere darin, dass alle Anforderungen in einer zentralen Appliance über alle Außenstellen und Schulen hinweg erreicht wurden und dadurch eine zentrale Administration möglich ist. Zudem ist zu einem späteren Zeitpunkt ein Wechsel auf die Sophos-XG-Plattform möglich, die zusätzliche Security-Features, darunter Synchronized Security, d.h. die intelligente Vernetzung aller Sicherheitsinstanzen, bietet.

    Nachdem die neuen Internetanbindungen standen, wurden Server, Netzwerk und Clients auf den neusten Stand gebracht. Gleichzeitig wurden die UTM-Appliances in redundanter Ausführung im zentralen Verwaltungsgebäude der Marktgemeinde in das Netzwerk eingebunden. Sie dienen als zentrales Gateway für alle Internetzugänge der Verwaltung und schützen diese bereits am Zugangspunkt. Speziell die multiplen Web-Proxy-Konfigurationsmöglichkeiten der Firewall ermöglichen einen stabilen und sicheren Internetzugang je nach eingesetztem Endgerät. Die Außenstellen wurden mit insgesamt sieben RED-Appliances angebunden.

    Für die Firewalls bietet der Hersteller unterschiedliche Funktionspakete. Die Gemeinde entschied sich für die Full-Guard-Option mit großem Funktionsumfang inklusive Sicherheit für Netzwerk, Web, E-Mail, Wireless und Webserver. Dadurch konnten weitere Anforderungen erfüllt werden, darunter OTP (One Time Passwort), ein HTML5-Portal und ein Gastnetzwerk mittels eines Hotspot-Portals. Insbesondere für die Schulen wurde somit eine Situation geschaffen, die den heutigen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Schutz entspricht. Kinder- und Jugendschutz für jegliche Art von Gerät hatten höchste Priorität und konnten gelöst werden.

    „Gemeinden und öffentliche Organisationen müssen heute ihren Bürgerinnen und Bürgern moderne und digitale Lösungen bieten. Dabei hat der öffentliche Apparat besondere Sorgfaltspflicht in Bezug auf Datenschutz und Security. Diese muss meist mit einer relativ kleinen IT-Mannschaft bewerkstelligt werden. Effizienz bei höchstem Wirkungsgrad ist daher essenziell, insbesondere in der Security“, betont Florian Brandl, IT-Administrator bei der Marktgemeinde Peiting, abschließend.

    Bildquellen: iStock/Getty Images Plus, Markt Peiting

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    IT-Director Sicherheit
    news-23755 Wed, 21 Aug 2019 13:01:00 +0200 Deutlich höhere Budgets für Cybersicherheit http://www.it-zoom.de/it-director/e/deutlich-hoehere-budgets-fuer-cybersicherheit-23755/ Unternehmen investieren verstärkt in Cybersicherheit, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Demnach planen 2020 mehr als zwei Drittel Investitionen von mindestens fünf Prozent ihres IT-Gesamtbudgets. Laut Studie planen 68,5 Prozent der Unternehmen im Jahr 2020 mindestens fünf Prozent ihres IT-Gesamtbudgets für Cybersicherheit zu investieren – im Jahr 2019 waren das nur 56 Prozent. 30 Prozent wollen 2020 sogar mehr als zehn Prozent investieren (2019: 19 Prozent). Das geht aus einer weltweiten Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Ein wichtiger Grund für die gestiegene Bereitschaft: Die Cybersicherheitsteams werden sich in den nächsten Jahren verändern müssen. Davon sind 2.280 von 3.000 der im Rahmen der Studie weltweit befragten Unternehmensverantwortlichen (76 Prozent) überzeugt.

    „Die erkennbaren Budgeterhöhungen unterstreichen die betriebswirtschaftliche Relevanz, die Unternehmen der IT-Sicherheit heute einräumen“, sagt Jörg Asma, Partner und Cyber Security Leader von PwC, und weiter: „War eine ausreichende Investition in Cybersicherheitskapazitäten und -personal vor einigen Jahren noch ein eher notwendiges Übel, ist sie heute strategischer Imperativ. Unsere Erfahrungen zeigen: Mit einer Investitionsquote von mehr als fünf Prozent sind die Chancen für Unternehmen immens viel besser, größere Gefahren frühzeitig erkennen und ihnen bei minimalem Schaden zu begegnen. Gleichzeitig haben die Unternehmen auch erkannt, dass eine qualitative Veränderung einsetzen muss, um die Sicherheit auch in der Zukunft aufrecht erhalten zu können.“

    Signifikante Veränderungen

    Gemäß der Umfrage sind 76 Prozent der Unternehmen der Ansicht, dass signifikante Veränderungen in den Cybersicherheitsteams notwendig sein werden, 20 Prozent halten dies sogar für ‚sehr‘ signifikant. Dabei sind die wichtigsten Gründe für eine Veränderung:

    • 72 Prozent haben als Anforderung an die Cybersicherheit eine deutliche stärkere Einbindung der dort tätigen Spezialisten in die Strategie und geschäftliche Prozesse benannt.
    • 64 Prozent sind der Ansicht, dass die Fähigkeit entwickelt werden muss, auch Dritte – wie Zulieferer oder Partner – hinsichtlich ihrer Cybergefahren zu analysieren.
    • 49 Prozent halten die Einführung von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) für die wichtigste Veränderung, auf die sich Cyberteams künftig einstellen müssen. Es folgen eine engere Zusammenarbeit mit dem Risk Management (dies halten 37 Prozent für immens wichtig) sowie ein unmittelbares, regelmäßig Reporting an Vorstand und Aufsichtsrat (32 Prozent).

    „Aufgrund der vielfältigen Bedrohungslage hätte man erwarten können, dass Cyberspezialisten vor allem vor neue technische Herausforderungen gestellt werden“, so Jörg Asma. „Dagegen werden vor allem Business- und so genannte Softskills die Kompetenzen sein, die für die Veränderung der Abteilungen benötigt werden. Ob es eine engere Einbindung in die Strategie, ein Reporting an den Vorstand oder eine bessere Zusammenarbeit mit dem Risk Management ist: IT-Sicherheitsexperten wird immer mehr klassische Managementkompetenz in Verbindung mit exzellenten kommunikativen Fähigkeiten abverlangt, da Cybersicherheit heute eine Schnittstellenfunktion ist.“

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    IT-Director Sicherheit Startseite it-zoom