IT-ZOOM https://www.it-zoom.de/ IT-ZOOM - das Portal der erfolgreichen Magazine IT-DIRECTOR, IT-MITTELSTAND, MOBILE BUSINESS und DV-Dialog. de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Sat, 15 Dec 2018 19:11:07 +0100 Sat, 15 Dec 2018 19:11:07 +0100 TYPO3 EXT:news news-21579 Sat, 15 Dec 2018 18:27:17 +0100 SAP macht Haribo nicht froh http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/sap-macht-haribo-nicht-froh-21579/ Haribo hat sich mit dem Umstieg auf das ERP-System S/4 Hana Probleme in der Warenwirtschaft eingehandelt, die bei dem weltweit größten Hersteller von Fruchtgummi und Lakritz-Artikeln sogar die Produktion empfindlich gestört haben. Laut Lebensmittel Zeitung klagten Einzelhändler bereits über ausbleibende Lieferungen. Allerdings soll sich die Lage inzwischen wieder bessern. Haribo stellt die Weichen für die Zukunft – u.a. mit der Verlagerung des Firmensitzes aus der engen Bonner City in das Umland, durch den Neubau eines Logistikzentrums und durch die radikale Modernisierung der IT im ehrgeizigen Projekt „One Haribo“.

Im Mai war der erste Teil des Umzugs geschafft; seitdem befinden sich offizieller Firmensitz und Hauptverwaltung in der Gemeinde Grafschaft. Seit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Produktion (Background dazu im Video, etwa 3 Minuten) in Grafschaft Ende August durch den geschäftsführenden Gesellschafter Hans Guido Riegel laufen dort auch die ersten Bären offiziell vom Band. Im ersten Schritt sind in den Bereichen Logistik, Produktion und Verwaltung in der neuen Zentrale rund 800 Mitarbeiter beschäftigt.

Strategische Weichenstellungen

Ziel all dieser bereits 2015 eingeleiteten Weichenstellungen ist es, das Haribo-Geschäft global aufzustellen. Das familiengeführte Unternehmen, das bis bis dato dezentral organisiert war, braucht daher eine völlig neue Ausrichtung der internen Organisation und folglich auch neue IT-Systeme, die diese Organisation unterstützen.

Das ist auch deshalb ein bis ins Jahr 2020 geplantes Mammutprojekt, weil Haribo 16 Werte in zehn Ländern betreibt, Vertriebsniederlassungen in 26 Ländern unterhält und weltweit in 50 Märkten aktiv ist. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 7.000 Menschen, 3.000 davon in Deutschland.

Digitale Transformation eingeleitet

Ursprünglich wie das gesamte Unternehmen dezentral und historisch gewachsen, befindet sich die IT aktuell in einer digitalen Transformation, um auch für kommende Herausforderungen gewappnet zu sein. Noch in der alten Zentrale in Bonn untergebracht, ist die Abteilung in die Teams „Infrastruktur“ und „Prozesse & Programmierung“ untergliedert, die wegen der hohen Schnittmenge bei verschiedenen Themen und Projekten in regem Austausch und ständigem Kontakt stehen.

Um die laufende SAP-Einführung zu begleiten, sind erfahrene Fach- und Nachwuchskräfte aus der IT-Abteilung fester Bestandteil des SAP-Projektteams. Hinzu kommen die lokalen IT-Verantwortlichen an den jeweiligen Produktions- und Vertriebsstandorten im In- und Ausland.

Die Schalthebel der Transformation im Zuge von „One Haribo“ betätigt CIO Martin Flegenheimer. Dabei geht es um die Vereinheitlichung der IT durch die Implementierung eines zentralen ERP-Systems. Die alten ERP-Programme sollen bis 2020 sukzessive abgeschaltet und durch das S/4 Hana ersetzt werden. Dann will Fiegenheimer ein weltweit homogenes IT-System mit einer einzigen zentralen Dateninstanz geschaffen haben.

Softwareumstellung legt Produktion lahm

Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet (Bezahlschranke), soll Haribo bei der Ablösung des Warenwirtschaftssystems SC/400 von Steeb (heute All for One Steeb), das lange Jahre Produktion und Logistik zuverlässig gesteuert hatte, erhebliche Produktionsprobleme bekommen haben. Abgelöst wurde SC/400 durch die 2015 erstmals vorgestellte SAP-Software S/4 Hana auf einer komplett neuen IT-Infrastruktur, die das Systemhaus Orbit aufbaute. Oberste Prioritäten für Orbit: hohe Verfügbarkeit, unterbrechungsfreies Arbeiten und Datensicherung, denn auf diesem Fundament läuft das neue ERP-System – und damit auch das Handling von Stammdaten, Stücklisten und Verpackungen.

Die Einführung der neuen Software habe zu größeren Lieferschwierigkeiten als erwartet geführt, erfuhr dpa aus Unternehmenskreisen. Praktisch alle Produkte seien davon betroffen. Was genau die Probleme sind, die jetzt die Gummibären-Produktion gestört haben, ist nicht bekannt. Waren es technische Probleme beim anspruchsvollen In-Memory-Computing, das bei S/4 verlangt ist? Waren es funktionale Defizite beim relativ neuen SAP-Produkt? Gab es Mängel bei Projektmanagement oder Sollkonzept, was bei so großen Projekten nicht gar so selten vorkommt? Oder lag es an Personal-Engpässen und Skill-Defiziten im etwa 260 Köpfe zählenden IT-Projektteam?

Herausforderung Change-Management

Vielleicht hat es aber auch am Change-Management gehapert, denn es handelt sich um das größte IT-Projekt in der Firmengeschichte von Haribo. Eine Transformation dieser Größenordnung massive Einflüsse auf die Organisation, die aktiv begleitet werden müssen, skizzierte Flegenheimer kürzlich auch die wohl größte Herausforderung bei einem Projekt dieser Dimension: Anforderungen und Erwartungen verändern sich über die Jahre im Projektverlauf, was ein aktives Change-Management erfordere. Das hat Auswirkungen nicht nur auf alle funktionalen und organistorischen Überlegungen, sondern auch auf die Sicherheits- und Compliance-Standards für die Berechtigungen mehrere Tausend User im SAP-System und ihrer rund 200 Rollen.

Vielleicht war es auch gar nicht so gut, dass S/4 Hana so viele Redundanzen einspart, wie SAP-Manager Wieland Schreiner im gut drei Minuten langen Werbevideo schwärmt. Er spricht von 20 Tabellen, die allein in der Materialwirtschaft überflüssig werden. „Auf der Funktionsebene haben wir ganz bewußt Redundanzen konsolidiert“, konstatiert Schreiner. Wobei jeder Fachmann weiß, dass Redundanzen durchaus auch Vorteile haben, beispielsweise mit Blick auf die Performance oder die Zuverlässigkeit des ERP-Systems.

Ob Materialwirtschaft, Produktion, Beschaffung, Vertrieb oder Planung: Alle Kernprozesse eines Unternehmens lassen sich mit S/4 Hana unterstützen. Das ist auch Flegenheimer Ziel. Schreiner verspricht mit seiner Software Mehrwerte wie agilere Planung, Simulation logistischer Prozesse, Bestandsführung in Echtzeit oder flexiblere Materialbewertung. Und das alles mit einer vereinfachten IT-Infrastruktur und einer rollenbasierten sowie intuitiven Benutzeroberfläche. Von Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit spricht er nicht.

Umstellung der Warenwirtschaft im Oktober

Haribo hatte im Oktober damit begonnen, im Zuge des SAP-Projektes auch das Warenwirtschaftssystem umzustellen. Der Schritt sei „alternativlos“ gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher.

Das ist so mit Sicherheit nicht richtig, denn für die Warenwirtschaft eines Lebensmittelherstellers gibt es durchaus Alternativen. Darunter finden sich nicht nur bewährte Branchenlösungen globaler IT-Konzerne wie Microsoft oder Infor, sondern auch Lösungen europäischer Hersteller wie Comarch, Gus Group, IFS oder Ordat. Selbst auf Basis der bewährten Business-Suite von SAP gibt es verschiedene Branchenlösungen, die sogar – wie SC/400 – auch mit den bisher genutzten Power-i-Systemen betrieben werden können. Alternativlos ist der Schritt von SC/400 auf S/4 Hana nur für den, der alle Prozesse mit der In-Memory-Lösung der SAP unterstützen will.

Die Produktionsprobleme kommen zur Unzeit, weil Haribo in Deutschland ohnehin zu kämpfen hat. Die „Lebensmittel Zeitung“ berichtete unter Berufung auf Marktforscher, dass der Absatz der Goldbären hierzulande zeitweise um 25 Prozent zurückgegangen sei. Außerdem ist Haribo nicht allein in der Lebensmittelbranche; erst kürzlich hatten wir über den Stop der SAP-Einführung bei Lidl berichtet. Dort sind Schätzungen zu Folge 500 Mio. Euro in die gescheiterte SAP-Einführung investiert worden.

Bildquelle: Haribo

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Berthold Wesseler DV-Dialog ERP
news-21578 Fri, 14 Dec 2018 15:38:58 +0100 Pick-by-Voice ohne Headset? http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/pick-by-voice-ohne-headset-21578/ Ihre neue Kommissionierweste Lydia Voicewear+ hat die Topsystem Systemhaus GmbH mit einem speziellen Hochleistungsmikrofon ausgestattet, das für den Einsatz in geräuschintensiven Umgebungen gedacht ist. Damit sollen mehrere Kommissionierer in unmittelbarer Nähe zueinander arbeiten können, ohne dass es zu Beeinflussungen in der Spracherkennung kommt. Die neue Mikrofongeneration wurde von der hauseigenen Research&Development-Abteilung auf Basis der Beamforming-Technologie entwickelt, einem innovativen Verfahren zur Positionsbestimmung von Schallquellen in Schallfeldern. Sie ist für die Spracherkennung bei intensiven Umgebungsgeräuschen im unmittelbaren Umfeld des Sprechers optimiert. So können laut Hersteller auch mehrere Kommissionierer in unmittelbarer Nähe zueinander arbeiten, ohne dass es zu Beeinflussungen in der Spracherkennung kommt.

Möglich machen soll dies die integrierte Beamforming-Technologie. „Sie schafft einen deutlich klareren Klang, indem sie digitale Signale in Echtzeit verarbeitet“, sagt Lydia Konnegen, Marketing-Managerin bei Topsystem. So erreiche das Mikrofon laut Hersteller die Leistung eines Headsets. „Die auf diese Weise gewonnene Bewegungsfreiheit ist besonders im Lageralltag, wo starker Körpereinsatz gefragt ist, ein entscheidender Vorteil“, meint Konnegen. Der Träger der Weste profitiere von neuester Spracherkennungstechnologie auf Grundlage neuronaler Netzwerke.

Hands-free, eyes-free, head-free

Neben den eingearbeiteten Lautsprecher- und Mikrofonkomponenten bietet die Weste Voicewear+ die Option, den mobilen Sprachcomputer Voxter zu integrieren. Zudem arbeitet die neue Weste, in der alle technischen Komponenten für den sprachgeführten Arbeitseinsatz zusammengefasst und geschützt sind, mit der aktuellen Softwaregeneration Lydia Voice Suite 8. Das Hands-free-/eyes-free-/head-free-Konzept verbessert Ergonomie und Bewegungsfreiheit, weist Konnegen auf den Hauptvorteil hin.

Bildquelle: Topsystem Systemhaus GmbH

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-21577 Fri, 14 Dec 2018 14:40:36 +0100 Mehr als Forensik und Krisenmanagement http://www.it-zoom.de/it-director/e/mehr-als-forensik-und-krisenmanagement-21577/ Wie Cyberversicherungen im Falle von Cyberangriffen Schäden durch eventuelle Betriebsunterbrechungen regeln, erläutert Oliver Schulze, Rechtsanwalt bei der Gothaer. IT-DIRECTOR: Herr Schulze, welche Risiken lassen sich aktuell mit Cyberversicherungen abdecken?
O. Schulze:
Mit den hierzulande üblichen Cyberversicherungen lassen sich zum Einen die aus Cyberkriminalität und sonstigen Datenschutzrechtsverletzungen resultierenden Haftpflichtrisiken abdecken, die immer dann entstehen können, wenn Daten abhanden kommen. Andererseits leisten Cyberversicherungen aber auch Ersatz für aus Cyberkriminalität entstehende Eigenschäden der Unternehmen, wie zum Beispiel eine Betriebsunterbrechung als Folge eines Hackerangriffs, und bieten darüber hinaus diverse Assistance-Bausteine, wie etwa Forensik oder Krisenmanagement. Diese Assistance-Dienstleistungen werden in der Regel nicht vom Versicherer selbst erbracht, sondern durch spezialisierte, vom Versicherer beauftragte Firmen.

IT-DIRECTOR: Für welche Unternehmen lohnt sich der Abschluss einer Cyberversicherung?
O. Schulze:
Der Abschluss einer Cyberversicherung dürfte sich mittlerweile für fast jedes Unternehmen lohnen, da es kaum mehr Unternehmen ohne eigene IT gibt, welche dann Ziel oder Mittel von Cyberkriminalität werden kann. Hierbei können sowohl kleine Unternehmen in die Zielscheibe von Cyberkriminellen geraten, indem sie beispielsweise über eine gefälschte Bewerbungs-Mail Opfer einer Verschlüsselungs-Software werden, als auch große Unternehmen, die von Hackern gezielt angegriffen werden, um Kundendaten oder Betriebsgeheimnisse zu stehlen. Betroffen sind mittlerweile Unternehmen aller Branchen.

IT-DIRECTOR: Auf welche Vertragsinhalte sollten die Kunden bei der Auswahl einer passenden Cyberversicherung vor allem achten?
O. Schulze:
Zum einen gibt es diverse Vertragsbausteine, die in der Regel optional angeboten werden, wie zum Beispiel eine Deckung für PCI-DSS-Vertragsstrafen, also Strafzahlungen, die dann anfallen können, wenn das versicherte Unternehmen Kreditkartendaten von Kunden verliert. Der Baustein ist also für Unternehmen sehr relevant, die Kreditkartendaten von Kunden vorhalten – ist das in einem Unternehmen nicht der Fall, lohnt der Kauf des Bausteins nicht. Beim Einkauf einer Cyberversicherung sollte also darauf geachtet werden, genau die Bausteine zusammenzustellen, die den Gegebenheiten und der Risikosituation im Unternehmen gerecht werden. Zum anderen sind wichtige Vertragsinhalte die Versicherungssumme und der Selbstbehalt. Auch hier sollten interessierte Unternehmen zunächst gemeinsam mit ihrem Versicherungsberater eine Analyse anstellen, welche Parameter die passenden sind.

IT-DIRECTOR: Was muss im Schadensfall sofort passieren? Was sind die wichtigsten nachgelagerten Schritte?
O. Schulze:
Ein zentraler Inhalt einer Cyberversicherung ist der sogenannte Forensik-Baustein. Dies bedeutet, dass der Versicherer dem versicherten Unternehmen eine 24/7/365-Hotline zur Verfügung stellt, an die sich das Unternehmen wenden kann, sollte ein Versicherungsfall eingetreten sein. Die dort verfügbaren Experten werden sofort die nötigen Schritte einleiten, um beispielsweise einen Virenbefall zu neutralisieren, Daten wieder zu entschlüsseln oder eine Betriebsunterbrechung zu beenden. Der wichtigste Schritt im Schadenfall ist also der Anruf bei der Schadenhotline. Von dort aus werden dann alle weiteren Prozesse gesteuert und bei Bedarf weitere Spezialisten wie Krisenmanager, PR-Berater etc. aktiviert und eingebunden.

IT-DIRECTOR: Inwiefern lassen sich im Rahmen des Versicherungsumfangs auch Ertragsausfälle auffangen?
O. Schulze:
Cyberversicherungen enthalten meist auch einen Baustein, der den im Falle eines Cyberangriffs eventuell entstandenen Betriebsunterbrechungsschaden ersetzt. Hier muss jeder Interessent einer solchen Deckung für sich abwägen, ob er diesen Baustein mitversichern möchte bzw. wie schwer ihn eine Betriebsunterbrechung treffen würde.

IT-DIRECTOR: Wie werden beispielsweise Schäden durch Hackerangriffe auf Basis von Ransomware reguliert?
O. Schulze:
Nach Meldung des Schadens auf der oben beschriebenen Hotline wird der vom Versicherer gestellte, auf solche Szenarien spezialisierte Dienstleister die Schadsoftware entfernen und versuchen, die verschlüsselten Dateien wiederherzustellen, was in der Regel auch gelingt. Dabei arbeitet der Dienstleister Hand in Hand mit der IT-Abteilung des versicherten Unternehmens sowie etwaiger externer Dienstleister, die für das versicherte Unternehmen tätig sind.

IT-DIRECTOR: Inwieweit existieren bereits Präzedenzfälle für Schadensregulierungen nach Cyberattacken? Können Sie Beispiele nennen?
O. Schulze:
Präzedenzfälle existieren mittlerweile tausende. Die Größeren und Prominenten lassen sich beinahe täglich der Presse entnehmen. Aber auch kleinere Unternehmen sowie der Mittelstand sind regelmäßig betroffen. Insbesondere im kleineren Bereich geht es hauptsächlich um die bereits genannten Verschlüsselungstrojaner. Das Versenden von mit dieser Angriffsvariante verseuchten E-Mails und die darauffolgende Erpressung (Zahlung von Lösegeld gegen Bekanntgabe des Entschlüsselungscodes) ist mittlerweile eine echte eigene Industrie geworden, die hohe Umsätze erzielt.

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Ina Schlücker IT-Director Sicherheit
news-21575 Fri, 14 Dec 2018 12:34:26 +0100 Bei Zuruf Service http://www.it-zoom.de/it-director/e/bei-zuruf-service-21575/ Text- und sprachbasierte Technologien wie Chatbots, Smart Speaker oder Voice-Biometrie erobern zunehmend den Kundenservice. Sie sollen das Leben der Kunden einfacher machen – und viele Anliegen auf Zuruf lösen. Noch stehen sie am Anfang, aber die Verbreitung digitaler Sprachroboter schreitet voran. Sie heißen Mildred (Lufthansa), Clara (Otto) oder Elvis (Klarmobil). Sie helfen, Flüge zu finden, die Lottozahlen zu überprüfen, ein Taxi zu bestellen und das Wetter vorherzusagen. Immer mehr Unternehmen stellen ihren Kunden virtuelle Assistenten zur Seite, die diverse Alltagsaufgaben erledigen oder häufig gestellte Fragen beantworten. Allein über den Facebook-Messenger waren Anfang 2018 bereits rund 200.000 Chatbots verfügbar.

Aber nicht nur die Verbreitung, auch die Akzeptanz der digitalen Helfer steigt: Laut Bitkom kann sich schon jeder vierte Bundesbürger vorstellen, einen Chatbot zu nutzen. Und vier von zehn Befragten finden ihren Einsatz im Kundenservice attraktiv, etwa bei Nachfragen zu Bestellungen oder um Anliegen zu adressieren. Die Kunden sehen in der Nutzung von Sprach- und Service-Robotern vor allem drei Vorteile: Service rund um die Uhr (64 Prozent), eine umgehende Reaktion (55 Prozent) und schnelle Antworten auf einfache Fragen (55 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Drift-Report hervor.

Chatbots können schnelle Antworten liefern

Ein Beispiel für Chatbots im Service liefert die Telekom: Im Herbst 2016 eingeführt, konnte ihr digitaler Assistent zunächst nur simple Fragen zu Telefonie-, Internet- und TV-Störungen beantworten. Doch weil der Chatbot von den Kunden gut angenommen wurde, hat ihm das Unternehmen inzwischen mithilfe von IBM Watson mehr Künstliche Intelligenz (KI) eingehaucht. Ergebnis: eine bessere Dialogfähigkeit und ein größerer Hilfebereich. Heute beantwortet der digitale Assistent auch Fragen zu Rechnungen, Aufträgen, Verträgen, zum Umzug, WLAN, der E-Mail-Einrichtung oder SIM-Aktivierung. Rund 450 unterschiedliche Anfragen versteht er bereits. Etwa 40.000 Mal im Monat nutzen ihn die Kunden – über die Website oder Service-App des Unternehmens.

„Unsere Kunden bekommen jederzeit eine schnelle Antwort, und unsere Mitarbeiter werden von Routineaufgaben entlastet“, sagt Dr. Ferri Abolhassan, Service-Chef von Telekom Deutschland. „Wird das Anliegen nicht zur Zufriedenheit des Kunden gelöst, kann er direkt mit einem Berater weiterchatten.“ Dazu übergibt der digitale Assistent sein Chatprotokoll an den Kundenberater, der sieht, worum es im konkreten Anliegen geht und den Anrufer weiterbedienen kann. „Der Chatbot soll die Berater aus Fleisch und Blut nicht ersetzen, sondern sinnvoll unterstützen“, betont Abolhassan.

Künstliche Intelligenz im Kundendialog nimmt zu

Aktuell sind die Fähigkeiten von Chatbots – trotz aller technischen Fortschritte – ohnehin noch beschränkt. Sobald die Anfragen komplexer werden, müssen die Kundenberater übernehmen. Und für individuelle Hilfeleistungen wie Rückfragen zur eigenen Rechnung oder Vertragswünsche fehlt – Stand heute – häufig eine Verknüpfung mit der Kundendatenbank. Auch die Stiftung Warentest hatte zuletzt ermittelt, dass es bei den Service-Bots insgesamt noch Luft nach oben gibt.

Fakt ist aber: Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Kundendialog nimmt stetig zu. Nach einer Untersuchung von PwC waren sich 27 Prozent der Konsumenten nicht sicher, ob sie sich bei ihrem letzten Kundenservice-Kontakt mit einem Menschen oder Bot unterhalten haben. Und Gartner rechnet damit, dass Chatbots bis 2020 etwa 85 Prozent aller Interaktionen im Kundenservice übernehmen. In zwei Jahren würden wir häufiger mit einem Chatbot kommunizieren als mit dem Partner bzw. der Partnerin, mutmaßen die Analysten. Nicht umsonst sprechen Experten auch vom „Age of Assistance“.

Smart Speaker helfen bei Serviceanliegen

Solche Assistenzfunktionen übernehmen zunehmend auch Smart Speaker wie Amazon Echo, Google Home oder der Apple Homepot. Jeder achte Bundesbürger ab 18 Jahren nutzt bereits einen, hat der Digitalverband Bitkom herausgefunden. Das sind fast neun Millionen Menschen allein in Deutschland. Sprachsteuerung boomt, weil sie schnell, einfach und intuitiv ist. 89 Prozent der befragten Nutzer unterhalten sich täglich mit ihrem Sprachassistenten, ein Drittel sogar mehr als fünfmal am Tag, so eine Befragung von Invoca. Die intelligenten Lautsprecher werden vor allem dafür genutzt, um Musik abzuspielen (82 Prozent), zu shoppen (54 Prozent) und das Smart Home zu steuern (35 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt eine Cap-Tech-Untersuchung.

In Zukunft sollen sie den Anwendern auch bei Servicefragen weiterhelfen – ganz einfach und bequem. Abolhassan: „Dafür integrieren wir unseren digitalen Assistenten demnächst auch in einen eigenen Smart Speaker, den wir gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie in Oldenburg entwickelt haben.“ Derzeit testen 1.000 ausgewählte Kunden den intelligenten Lautsprecher noch auf Herz und Nieren. Sobald er auf den Markt kommt, sollen sich darüber diverse Dienste per Sprache steuern lassen: das Smart Home, die Online-Videothek und die Telefonie etwa. Und perspektivisch steht er den Kunden dann auch bei alltäglichen Anliegen zur Seite. Service auf Zuruf, lautet das Motto.

Stimme ersetzt Passwort

Als intuitiver Türöffner zur großen, weiten Servicewelt dient indes mehr und mehr eine weitere Sprachtechnologie: die Voice-Biometrie. Damit können Kunden sich allein mit ihrer Stimme an der Hotline ausweisen. Das lästige Merken von Kundennummern, Passwörtern und Pin-Codes entfällt dabei. Die Identität des Kunden wird schnell und unkompliziert anhand der einzigartigen Eigenschaften seiner Stimme ermittelt.

Die Stimmerkennung gilt nicht nur als besonders sicher, weil kein Passwort mehr in falsche Hände gelangen kann, sie erfreut sich auch wachsender Beliebtheit über alle Branchen hinweg: Die Analysten von Opus Research schätzen, dass Ende 2017 bereits über 270 Millionen Menschen weltweit ihre Stimme für ein solches Authentifizierungsverfahren hinterlegt hatten. 2020 soll es schon 600 Millionen Stimmabdrucke geben.

Seit der IFA 2018 bietet die Telekom ihren Privatkunden diesen Service an: In den ersten Wochen haben sich rund 100.000 Kunden für SprachID registriert. Dazu mussten sie dreimal die Passphrase „Bei der Telekom ist meine Stimme mein Passwort“ aufsprechen, um sich fortan mit der eigenen Stimme an der Service-Hotline auszuweisen.

„Wir haben diesen Service gemeinsam mit Kunden entwickelt und setzen als erster deutscher Telekommunikationsanbieter Sprachbiometrie an der Service-Hotline ein“, so der Telekom-Service-Chef. „Dank der Technologie gibt es keine Suche nach Vertragsnummern. Die Kunden können ihre Anliegen direkt den Kundenberatern schildern.“ Rund 20 Sekunden sollen sich durch Voice-Authentifizierung pro Anruf einsparen lassen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Director Startseite it-zoom CRM
news-21574 Fri, 14 Dec 2018 12:28:38 +0100 C-Teile im Griff http://www.it-zoom.de/it-director/e/c-teile-im-griff-21574/ Um das C-Teile-Management für Industriekunden effizienter zu gestalten, hat die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG eine neue Plattform entwickelt. Das Portal zeichne sich durch eine benutzerfreundliche Oberfläche aus und vereine sämtliche Funktionen rund um das Kanban-System bei voller Transparenz aller Prozesse. Dank Mehrsprachigkeit lasse sich die Lösung länderübergreifend in Produktionsstandorten einsetzen. Als zentrale Plattform für sämtliche Prozesse, Funktionen, Artikel und Serviceleistungen löst das WIS-Portal nicht nur die bisherige Lösung CPS-Online, die seit mehr als 15 Jahren im Einsatz ist, ab. Das neue Portal bietet vor allem Anwendern eine Lösung, um sämtliche Vorzüge sowohl des konventionellen als auch des RFID-Kanban-Systems zu nutzen und Daten intelligent einzusetzen. Die Neuentwicklung wurde über mehrere Monate hinweg bei Industrieunternehmen erfolgreich getestet und wird bei Kunden in ganz Europa implementiert. Derzeit ist das Portal komplett auf Deutsch und Englisch verfügbar; in folgenden Ausbaustufen seien weitere europäische Sprachen geplant.

Transparenz im C-Teile-Management

Über das WIS-Portal haben die Kunden Einblick in die Logistik-Prozesse des Kanban-Systems. Informationen wie der Befüllstatus von Behältern, anstehende Befülltermine oder der exakte Standort bestimmter C-Teile innerhalb der Produktion lassen sich so abrufen. Auch Bestellprozesse wie Streckenlieferungen über Drittlieferanten werden übersichtlich dargestellt. Eine umfangreiche Track-and-Trace-Funktion, bei der relevante Behälterinformationen automatisiert ins Portal eingespeist werden, dient der lückenlosen Rückverfolgbarkeit: Wo befindet sich der Behälter; wann wird er befüllt oder geliefert; wie sieht die Vorausplanung aus? Um Status und Standort der Behälter auf einen Blick und eindeutig zu markieren, verfügt das neue Portal über ein intelligentes Farbkonzept. Dank eines mehrstufigen Berechtigungssystems zeigt das WIS-Portal dabei immer genau die Informationen und Funktionen an, die für den jeweiligen User relevant sind. Hierüber sollen sich auch Bestell- und Abrechnungsvorgänge bzw. das produktionsnahe Datenmanagement für die entsprechende Zielgruppe gestalten lassen.

Kontrolle und Auswertung

Um Optimierungspotenzial hinsichtlich Bedarf und Verbrauch von C-Teilen aufzudecken, bietet das Portal umfangreiche Analyse-Funktionen. Hierzu erfasst die Software sämtliche Behälter- und Artikeldaten und erstellt Grafiken über die jeweiligen Verbrauchsmengen. Auch die Umschlaghäufigkeit der Artikel kann der Nutzer zügig aufrufen. Damit sollen Industriekunden jederzeit einen Überblick zu möglichen Bedarfsschwankungen haben und frühzeitig auf unerwartete Engpässe reagieren können – es lassen sich beispielsweise Behälter aus anderen Lagerorten an den Bedarfspunkt holen. Zusätzlich bietet das Portal die Möglichkeit einer Warnmeldung: Es schlägt Alarm, sollte der Bestand unter eine kritische Menge fallen, und löst auf Wunsch sogar eigenständig eine Bestellung aus. Dafür kommen moderne RFID-Kanban-Systeme zum Einsatz. Mittels Datenübertragung per Funk meldet beispielsweise ein intelligentes Regal, das Ishelf, den Bedarf, sobald ein leerer Behälter darauf abgestellt wird. Das WIS-Portal stellt die Informationen auf allen Endgeräten zur Verfügung. Das sorgt für Versorgungssicherheit im C-Teile-Bereich.

(Bild: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG))

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IT-Director
news-21576 Fri, 14 Dec 2018 12:14:00 +0100 Benutzeroberflächen für individuelle Anforderungen http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/benutzeroberflaechen-fuer-individuelle-anforderungen-21576/ Die Simtec Systems GmbH will mit einem neuen ERP-System die Projektstrukturen und das Auftragsmanagement nach vorne bringen. Beim Bau von Simulationsanlagen hat bei der Simtec die fertigungsbegleitende Projektsicht bei wachsenden Stücklisten im Produktionsprozess als auch beim klassischen Projektcontrolling eine sehr hohe Priorität. Das Standardmodul Projektstrukturen soll im laufenden Projekt die Abbildung sowohl der Fertigung als auch der Kosten ermöglichen. Das Lösungsangebot des ERP-Systems Psipenta biete bereits im Standard einen praxiserprobten Leistungsumfang für Vertrieb, Produktion und Finanzen.

Simtec soll sich insbesondere aufgrund der Expertise des Anbieters im Bereich Anlagenbau für das ERP-System entschieden haben. Die auf dem PSI Java Framework basierende Softwarelösung in der Version 9 bietet dabei u. a. mittels PSI-Click-Design die Anpassung von Benutzeroberflächen an individuelle Anforderungen. Die Simtec Systems GmbH mit Sitz in Braunschweig ist ein Hersteller von kundenspezifischen Simulatorsystemen für den Entertainmentbereich, für Anwendungen in der Flug- und Fahrsimulation, für Digital Signage Systeme und bietet außerdem Anlagen zum Testen von Automobil- oder anderen Fahrzeugkomponenten an.

Thinkstock/iStock

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IT-Mittelstand Startseite it-zoom ERP
news-21572 Fri, 14 Dec 2018 11:45:10 +0100 Vorsicht! Cyberbetrüger am Start http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/vorsicht-cyberbetrueger-am-start-21572/ In der Wahrnehmung vieler Mitarbeiter handelt es sich bei Phishing-Mails um ungefährliche Rundmails, die prinzipiell im Spam-Ordner landen. Ein Trugschluss, der für Unternehmen existenzbedrohende Folgen haben kann. In letzter Zeit werden die Methoden von Cyberkriminellen immer ausgefeilter und zielen zunehmend auf Einzelpersonen und kleine Personengruppen innerhalb einer Organisation ab. Bei Präventivmaßnahmen sollte daher die eigene Belegschaft im Mittelpunkt stehen.

In den Posteingang gelangen E-Mails, die vor Rechtschreibfehlern nur so strotzen. So informiert ein Notar über einen Erbfall, in dem der Mail-Adressat als Hauptbegünstigter auftritt. Um das beträchtliche Erbe antreten zu können, sind nur noch Kleinigkeiten zu klären. Sämtliche weitere Informationen können einer angehängten ZIP-Datei entnommen werden. So oder so ähnlich stellen sich viele Nutzer eine typische Phishing-Mail vor: leicht erkennbar, schnell entschärft.

Doch entspricht diese Vorstellung tatsächlich der Realität? Leider nicht. Professionelle Phishing-Mails haben mit den Massen-Spam-Mails, die in vielen Köpfen umhergeistern, wenig zu tun. „Tatsächlich sind 80 Prozent der Mitarbeiter deutscher Unternehmen nicht dazu in der Lage, differenzierte Phishing-Mails von ihren ungefährlichen Artgenossen zu unterscheiden“, erläutert Dr. Niklas Hellemann, Geschäftsführer des Sicherheitsunternehmens Sosafe Cyber Security Awareness. Das hat gravierende Folgen: Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom und des Bundesamts für Verfassungsschutz waren im Jahr 2017 mehr als 50 Prozent aller deutschen Unternehmen Opfer von Phishing-Attacken. Diese Attacken öffnen Cyberkriminellen Tür und Tor: 92 Prozent aller Cyberangriffe starten mit einer Phishing-Mail. Die der deutschen Wirtschaft hierdurch entstehende Schadenssumme beläuft sich auf über 53 Milliarden Euro jährlich.

Was genau sind eigentlich Phishing-Mails?

Unter Phishing versteht man das „Abfischen“ von Zugangsdaten, Pin-Codes und anderen sensiblen Daten. Hierbei wird den potentiellen Opfern ein Vorwand vorgespielt, um die Herausgabe der sensiblen Daten oder das Ausführen einer schädlichen Handlung zu provozieren. Mittels täuschend echt wirkender E-Mails werden die Opfer zum Beispiel auf speziell präparierte Websites gelockt und dort zur Eingabe von Benutzerkennungen und Passwörter aufgefordert.

Derartige Websites sprießen wie Pilze aus dem Boden: Die internationale Arbeitsgruppe Anti Phishing Working Group (APWG) registrierte bei Phishing-Websites im ersten Quartal 2018 einen Zuwachs von 46 Prozent Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2017. Neben Verlinkungen zu Phishing-Websites können die Mails auch Anhänge enthalten, die mit schadhafter Malware infiziert sind.

Von reiner Geldgier über Industriespionage bis hin zur Verfolgung politischer Ziele: Die Motivationen der Täter sind vielseitig. Wie dramatisch die Folgen erfolgreicher Cyberangriffe sein können, zeigte erst kürzlich die Attacke auf das Klinikum Fürstenfeldbruck. Diese begann mit einer Phishing-Mail und legte den Klinikbetrieb phasenweise völlig lahm – mit der entsprechenden Gefährdung von Menschenleben.

Die Trickkiste moderner Cyberbetrüger

Eine äußerst beliebte Masche ist der CEO-Fraud. Hier geben sich die Angreifer als Vorgesetzter ihres Opfers aus und weisen es unter Ausübung von Druck dazu an, hohe Geldsummen an ein fremdes Konto zu überweisen. Mit dieser Methode wurden in der Vergangenheit in verschiedensten Branchen hohe Summen erbeutet, die unwiderruflich verloren sind.

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich zudem das Spear-Phishing. Hierbei beschaffen sich die Angreifer Informationen über eine bestimmte Personengruppe, um diese mit maßgeschneiderten Mails gezielt anzugreifen. In Zeiten der Vernetzung und Social-Sharing-Kultur erweisen sich Plattformen wie Xing, Linkedin oder Facebook häufig als echte Goldminen für Angreifer. Per Mausklick lassen sich hier Informationen zu Unternehmensgröße und firmeninternen Hierarchien als auch private Details herausfinden. Laut dem Software-Hersteller Mimecast die Zahl ist die Zahl registrierter Spear-Phishing-Attacken im ersten Quartal 2018 gegenüber dem vierten Quartal 2017 um über 50 Prozent gestiegen.

Als Unterform von Spear-Phishing stellt das Whaling eine besonders lukrative Verdienstmöglichkeit für Cyberkriminelle dar. Hier haben es die Angreifer auf die dicken Fische, sprich die Führungsriege eines Unternehmens, abgesehen. So wird dem Finanzvorstand beispielsweise eine Veranstaltungseinladung zur nächsten Vorstandssitzung zugesendet, für die er sich in einer vorgefertigten Phishing-Website anmelden muss.

Wie kann man sich vor Phishing-Attacken schützen?

Die Grundlage von IT-Sicherheitskonzepten sollten generell Spam-Filter, Anti-Virenprogramme und Firewalls sein. Diese technischen Maßnahmen bieten jedoch im Falle von Phishing nur unzureichenden Schutz, so Niklas Hellemann: „Selbst der beste Spam-Filter kann nicht verhindern, dass die eine oder andere Phishing-Mail im Posteingang landet. Insbesondere akribisch vorbereitete Spear-Phishing-Attacken umgehen die gängigen Schutzmechanismen oft spielend. An dieser Stelle müssen die Mitarbeiter mit ins Boot geholt und auf die Gefahren von Phishing-Mails aufmerksam gemacht werden. Denn sie sind die letzte Linie der Verteidigung – sozusagen die ‚Human Firewall‘.“

Demnach sei es sinnvoll, das Thema vor der Belegschaft offen anzusprechen und auf den Tisch zu bringen. Zudem seien Schulungsmaßnahmen ein guter Schritt in die richtige Richtung, so betont Hellemann weiter: „Die Sensibilisierung der Mitarbeiter im Umgang mit Phishing-Mails sollte in keinem IT-Sicherheitskonzept fehlen. Hier bieten sich etwa regelmäßige Präsenzschulungen für die Belegschaft an. Diese sind jedoch vielerorts aufgrund von Kapazitäten- und Ressourcenmangel nicht umsetzbar.

Kostengünstiger und in der Regel effizienter seien in diesem Kontext simulierte Phishing-Angriffe: „Viele Firmen mit denen wir zusammenarbeiten schätzen die Vorteile von kontinuierlichen Simulationen. Hier werden die Mitarbeiter regelmäßig mit realistischen Angriffen konfrontiert und erlernen so während der Arbeit einen bewussteren Umgang mit Phishing-Mails“, berichtet Hellemann. Auch interaktives E-Learning stellen laut Hellemann eine gute Möglichkeit dar, das Bewusstsein der Belegschaft nachhaltig zu erhöhen. Denn nur so lasse sich sicherstellen, dass Mitarbeiter in der Lage sind, moderne Cyberangriffe zu erkennen.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, So Safe

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news-21573 Fri, 14 Dec 2018 11:41:35 +0100 Geschäftsprozesse digital abbilden http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/geschaeftsprozesse-digital-abbilden-21573/ Ein neues ERP-System soll bei der Kaffee Braun GmbH Verkaufsprozesse warenwirtschaftlich durchgängig abbilden. Die Kaffee Braun GmbH ist zugleich klassische Manufaktur-Röstung und Dienstleister in Sachen Röstkaffee für Großverbraucher. Um seine Marktposition auszubauen und weiteres Wachstum zu ermöglichen, hat das Traditionsunternehmen sich entschieden, die Gus-OS Suite zu implementieren. Mit der integrierten ERP-Lösung will der Kaffeespezialist seine Geschäftsprozesse jetzt durchgängig digital abbilden. Neben Kaffee Braun selbst ist bereits die Unternehmenstochter Karacho GmbH an das neue System angebunden. Das Start-up, das seit 2016 am Markt ist, stellt Kaffeekalt- und Erfrischungsgetränke her.

„Wir sind in den letzten Jahren immer weiter gewachsen, nicht zuletzt durch die Gründung von Karacho“, sagt Oliver Braun, Geschäftsführer von Kaffee Braun. „Mit unseren bisherigen IT-Systemen stießen wir daher zunehmend an unsere Grenzen.” Ziel sei es nun, mit der neuen Lösung die Verkaufsprozesse beider Unternehmen warenwirtschaftlich durchgängig abzubilden – inklusive Streckengeschäft und Lohnfertigung. Dabei gelte es vor allem, die lebensmitteltechnischen Anforderungen an die Chargenrückverfolgung sicherzustellen. Die Karacho GmbH ist bereits seit Ende März produktiv – nach einer sehr kurzen Projektlaufzeit von ca. zehn Wochen. Es werden seitdem Geschäftsprozesse, darunter Bestellungen, Kundenaufträge und Vergabe von Lohnfertigungsaufträgen, an Lieferanten in der Gus-OS Suite abgewickelt.

Ebenfalls Teil der Gesamtlösung ist die Finanzbuchhaltung mit automatischer Rechnungsverbuchung aus Verkauf und Einkauf. Neben der Einrichtung von Rollen und Benutzern sowie der Erstellung von Dokumenten wie Auftragsbestätigung, Lieferschein und EDI-Formaten (EDI = Electronic Data Interchange), werden im Zuge des Projektes sämtliche Stammdaten von Kaffee Braun und Karacho in das ERP-System übertragen. Weiterhin werden alle Prozesse in der Material- und Lagerwirtschaft über Lösung gesteuert. Kaffee Braun startet zunächst mit der Installation eines Test- und eines Produktivsystems. Wann genau welche Module in Betrieb genommen werden, entscheidet sich im Rahmen der agilen Vorgehensweise erst während des Projektes. Im ersten Schritt sind zehn Nutzerlizenzen beauftragt, dazu kommen zwei MDE-Anwender (MDE = Mobile Datenerfassung).

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21571 Fri, 14 Dec 2018 11:13:27 +0100 In Aachen entsteht 5G-Fabrik der Zukunft http://www.it-zoom.de/it-director/e/in-aachen-entsteht-5g-fabrik-der-zukunft-21571/ Die Deutsche Telekom wird Mitglied im Center Connected Industry (CCI) auf dem RWTH-Aachen-Campus. Dort baut der Telekommunikationsdienstleister ein Campus-Netz auf und arbeitet zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung an der Digitalfabrik der Zukunft. Produktions- und Logistikprozesse werden zunehmend digitalisiert. Industrie 4.0 ist das Schlagwort für die Digitalisierung der Industrie. Die Mitgliedschaft beim CCI ist mit der Zusage der jeweiligen Partner verbunden, Ressourcen in die Partnerschaft einzubringen. Dazu wird die Deutsche Telekom ein Campus-Netz auf dem Gelände der RWTH Aachen aufbauen, welches vorerst auf Basis der LTE-Technologie funktionieren soll. Geplant sei zukünftig eine Ergänzung durch ein Netz, das auf der 5G-Technologie basiert. Das Campus-Netz werde dabei nicht nur Innenbereiche, wie z.B. Werkshallen umfassen, sondern auch die Außenbereiche des Campus abdecken.

Das Center Connected Industry treibt die Vision, Unternehmen, Maschinen, Systeme und Nutzer auf schnelle, einfache und robuste Weise im Sinne des Aachener Internet of Production oder Industrial Internet of Things (IIoT) miteinander zu vernetzen. Unter Einbezug bestehender und kommender Schlüsseltechnologien wie 5G und Blockchain sollen die Potentiale der informationsgetriebenen Wirtschaft in einem einmaligen industriellen Testfeld nicht nur erfahrbar, sondern in der Praxis nutzbar werden.

Zwei wichtige Bereiche stehen für die Zusammenarbeit mit dem CCI und den Partnern im Fokus: zum einen die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen für die Industrie. Im Rahmen des neuen Campus-Netzes können neue Ansätze für Industrielösungen und der Bau von Prototypen vorangetrieben werden, heißt es. Zum anderen ermögliche die Mitgliedschaft im Center die Entwicklung von spezifischen Kundenlösungen, die gemeinsam mit dem Kunden und den Partnern bis zur Produktreife getestet und umgesetzt werden. Dafür werde die Produktionsumgebung des Kunden nachgestellt, sodass die Lösung nach erfolgreicher Produktentwicklung 1:1 in den Betrieb beim Kunden implementiert werden kann.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21570 Fri, 14 Dec 2018 10:55:28 +0100 Digitalisierung in die Ausbildung integrieren http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/digitalisierung-in-die-ausbildung-integrieren-21570/ Über 2.000 Teilnehmer fanden am 22. und 23. November 2018 den Weg zum Deutschen Ausbildungsleiterkongress (DALK) nach Düsseldorf. Der von Wolters Kluwer Deutschland veranstaltete Kongress konnte mit über 80 Topreferenten und 100 Workshops und Vorträgen erneut überzeugen. Hinzu kamen mehr als 60 Partner, die im Rahmen der DALK-Fachausstellung aktuelle Lösungen und Dienstleistungen rund um Ausbildungs- und Personalbe-lange präsentierten. Unter den Ausstellern waren auch zahlreiche Software-Anbieter, darunter Agenda, Easysoft, Lumesse, Persis, Rexx Systems, Talentsoft und Veda.

Die Topthemen des Fachkongresses umfassten alle relevanten Schwerpunkte für HR- und Ausbildungsverantwortliche im gesamten deutschsprachigen Raum. Dabei ging es um erfolgreiches Change-Management, Fachkräfte- und Nachwuchssicherung, Digitalisierung sowie Future Workplace. Während am ersten Hauptkongresstag prominente Redner wie der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Fußballweltmeister Paul Breitner, Kampfschwimmer Jens Höner und Olivia Jones, Deutschlands Drag Queen Nummer 1, das Auditorium begeisterten, standen am zweiten Tag u.a. „Gentleman-Boxer“ Henry Maske und Dr. Robin Malloy, Spezialist für Neuropsychologie, auf der Bühne.

„Unser System muss fundamental anders werden“

Ranga Yogeshwar mahnte eine dringende Notwendigkeit von Innovation an. Die Dimension dessen, was mit der Digitalisierung auf die Wirtschaft und die Gesellschaft in Deutschland zukomme, werde unvorstellbar. Der Transformationsprozess sei bereits angelaufen, aber die meisten Unternehmen sowie berufliche Schulen in Deutschland seien darauf nicht vorbereitet. „Lernen ist kein linearer Prozess, das wissen wir alle“, trotzdem herrsche in Deutschland nach wie vor das Prinzip „Lernen im Gleichschritt“, an dem zu viele scheiterten. Dabei werde jeder einzelne junge Mensch benötigt, um die Zukunft der deutschen Wirtschaft zu sichern. Dass Deutschland im internationalen Wettbewerb um Wissen ins Hintertreffen gerate, sei absehbar: 2030 würden noch 1,4 Prozent aller Hochschulabsolventen in den MINT-Fächern weltweit aus Deutschland stammen.

Dr. Robin Malloy zeigte in seinem Vortrag auf, wie Ausbildungs- und Personalverantwortliche die jüngere Generation verstehen können. Dabei stellte er zunächst die Frage, warum Veränderungsprozesse in den Unternehmen häufig nicht funktionieren. Die Gründe dafür seien vielfältig. So werden laut einer Soziologiestudie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) bei Veränderungsprozessen allein Symptome behandelt, dem tieferliegenden Übel jedoch nicht auf den Grund gegangen. Ein weiteres Hindernis für den Projekterfolg: Bei Veränderungsprozessen lasse man die Mitarbeiter oftmals außen vor. Doch erst die Menschen machen die Prozesse aus. Diese Komponente dürfe daher auf keinen Fall vernachlässigt werden.

„Die ganze Umwelt ist digital durchwirkt“

Deutschlands renommiertester Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann erklärte in seinem Vortrag die Besonderheiten der „Generation Z“, also der nach der Jahrtausendwende Geborenen. „Das Smartphone ist für sie wie ein Körperbestandteil“, erläuterte der Wissenschaftler, „die ganze Umwelt ist digital durchwirkt.“ 60 Prozent der Jugendlichen kämen mit der enormen Herausforderung, ständig online zu sein, gut zurecht – für sie böten sich riesige Chancen. 20 Prozent aber hätten Schwierigkeiten, weitere 20 Prozent sogar gravierende Probleme mit der Allgegenwart des Bildschirms. Bei ihnen litten Konzentrationsfähigkeit und Leistungsvermögen erheblich.

„Leg doch mal das Smartphone weg“

Der Medienexperte und Jugendbuchautor Thomas Feibel sprach über die Vermittlung von Medienkompetenz. Denn die zunehmende Verbreitung von Smartphones mache weder vor den Kleinsten noch vor Schulen und Ausbildungsbetrieben halt. Laut Feibel besitzen heutzutage bereits zwei Drittel aller Zweitklässler ein Handy. Daher komme es darauf an, Online-News, Suchmaschinenergebnisse, Filme oder Computerspiele richtig zu erfassen und deuten zu können.

Im Zuge der immer schnelleren Verbreitung webbasierter Dienste wird laut Feibel deutlich, dass sich Privatsphäre und Internet per se ausschließen. „Dabei wird das Ausspionieren der Nutzer häufig als Service verkauft“, betont Feibel. Mittlerweile seien die Nutzer der Digitalindustrie mehr oder weniger ausgeliefert, wie das Beispiel von Gaming-Apps zeigt: Sie sind zunächst kostenfrei erhältlich. Während des Spielverlaufs werden jedoch Begehrlichkeiten geweckt, sodass die Nutzer zusätzliche Waffen oder Wundermittel über teure In-App-Käufe erwerben. Auf diese Weise nehmen allein die Anbieter des Computerspiels „Clash of Clans” täglich 5 Mio. US-Dollar ein. Thomas Feibel rät, dass insbesondere Unternehmensverantwortliche eine digitale Betriebsordnung aufsetzen, die den Umgang mit privat genutzten Endgeräten und Apps während der Arbeitszeit regelt.

4. Deutscher Ausbildungsleiterkongress 2019
Der Termin für den nächsten Deutschen Ausbildungsleiterkongress (DALK) steht bereits fest: Er findet am 26. und 27. November 2019 erneut in Düsseldorf statt. Das Event will die Debatte um die Ausbildung in Deutschland prägen – und dazu auch prominenten Stimmen Gehör verschaffen, die bislang in diesem Kontext noch nicht zu hören waren: Bestsellerautor Frank Schätzing, Schauspieler Hannes Jaenicke, Fernsehmoderator Ralph Caspers, die Schriftstellerin Hera Lind, Schwimmlegende Franziska van Almsick, Fußballexperte Reiner Calmund sowie Hollywood-Schauspieler Ralf Moeller haben –
neben renommierten Wissenschaftlern wie dem Jugendforscher Prof. Dr. Christian Scholz oder Experten wie dem Publizisten und Querdenker Christoph Giesa – ihr Kommen bereits zugesagt.

Bildquelle: Wolters Kluwer Deutschland

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news-21569 Fri, 14 Dec 2018 09:41:24 +0100 Datenschutz: Apple-Chef zeigt sich besorgt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/datenschutz-apple-chef-zeigt-sich-besorgt-21569/ Tim Cook verrät in einem aktuellen Interview, dass ihn der Datenhunger mancher Konzerne beunruhige. Die EU-DSGVO hält er in diesem Zusammenhang nach wie vor für ein wichtiges Fundament. „Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Alles, was Menschen sagen oder denken, wird gesendet, analysiert, gespeichert”, sagte Cook in einem Interview des Magazins „Focus”. „Würden die Menschen aus Furcht vor Konsequenzen aufhören, ihre Meinung zu sagen?” Cook sieht auch eine Gefahr in einem möglichen Missbrauch der Daten. Länder wie die USA oder Deutschland seien zwar so stark, dass niemand ihnen von außen existenziellen Schaden zufügen könne. „Was mir Sorgen bereitet, ist, dass es mit einer Schatztruhe voller Daten möglich ist, die Menschen auf eine Art und Weise zu manipulieren, dass sie irgendwann aufeinander losgehen”, sagte der Apple-Chef.

Der 58-Jährige Manager bekräftigte auch seine Bewunderung für die im vergangenen Mai in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung in der Europäischen Union. „Die EU-DSGVO ist ein unglaubliches Fundament, auf das wir alle aufbauen sollten”, sagte er. „Amerika wird ebenfalls eine solche Regulierung bekommen”, zeigte sich Cook überzeugt. Auch in einem anderen Punkt pflichtete er deutschen Politikern bei: „Ich halte die Hoheit über die Infrastruktur des Industriestandorts Deutschland für lebensnotwendig, da darf man keine Risiken eingehen.” Das gelte auch für die Chip-Produktion.

Cook betont schon seit Jahren, dass Apple die Privatesphäre seiner Nutzer schützen wolle und betont den Unterschied zu anderen Tech-Konzernen wie Facebook. Vor einigen Wochen sprach er in Brüssel von einem „daten-industriellen Komplex” - in offensichtlicher Anlehnung an den Begriff vom militärisch-industriellen Komplex.

Das handelte Cook allerdings den Vorwurf der Scheinheiligkeit ein: Schließlich habe er kein Problem damit, von Google Milliarden dafür zu kassieren, dass der Internet-Konzern die voreingestellte Suchmaschine auf Apples Geräten stellt. „Da Google die beste Suchfunktion bietet, ist Google in diesem Feld der beste Partner”, sagte Cook jetzt im „Focus”-Interview. Außerdem betont Apple, dass man etwa im hauseigenen Safari-Browser den Nutzern mehr Kontrolle über das Teilen von Daten gebe. Cook führt in diesem Jahr die Liste der „Menschen des Jahres” der „Focus”-Redaktion an.

dpa/pf

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news-21568 Fri, 14 Dec 2018 09:32:44 +0100 Smarte Lageristen mit Differentialantrieb http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/smarte-lageristen-mit-differentialantrieb-21568/ Im Interview erläutert Florin Wahl von Magazino, einem Entwickler von mobilen Lagerrobotern, den aktuellen Stand in Sachen automatisiertes Lager und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Intralogistik. Denkt man an Roboter, so drängt sich vielen automatisch das Bild von einer  fernen Zukunft auf, in der menschenähnliche Androide mittels KI sprechen und handeln. Doch schon heute werden Roboter in anderer Gestalt eingesetzt – gerade in der Intralogistik findet man Konzepte, in denen menschliche und mechanische Fachkräfte zusammenarbeiten.

Herr Wahl, in letzter Zeit hört man immer wieder die Begriffe „Autonomes Kommissionieren“ oder „Pick–by-Robot“ – was verbirgt sich dahinter?
Florin Wahl:
Im Bereich der Kommissioniermethoden gibt es derzeit ein großes Portfolio an Lösungen wie etwa Pick-by-Voice oder Pick-by-Light. Dies sind Technologien, die den Menschen beim Kommissionieren durch Ton- oder Lichtsignale unterstützen sollen. Pick-by-Robot hingegen zielt darauf ab, dass der komplette Vorgang vom Roboter selbst übernommen werden soll.

Wird also diese Picking-Methode – anders als die „unterstützenden“ Varianten – den menschlichen Mitarbeiter langfristig ersetzen?
F. Wahl:
Unterstützende Methoden ergeben da Sinn, wo sie die Menschen entlasten und ihnen helfen, besser zu arbeiten. Denkt man allerdings an Sonntagsarbeit oder Nachtschichten, ist es nicht nur schwierig ist, Mitarbeiter zu finden, sondern auch sehr teuer. Unterstützende Methoden greifen dort zu kurz, denn die Mitarbeiter müssen  ja trotzdem vor Ort sein. Gleichzeitig ist es auch für den Arbeitnehmer auf Dauer nicht unbedingt angenehm, wenn er sämtliche Handgriffe dauerhaft quasi „ferngesteuert“ auf Anweisung eines Gerätes ausführt. Zusätzlich stößt der Mensch auch mit Hilfsmitteln irgendwann an seine Leistungsgrenze. Der Roboter ist nicht an klassische Arbeitszeiten gebunden und kann z.B. auch am Wochenende oder nachts vorkommissionieren, so dass die Mitarbeiter am Montagmorgen kürzere Laufwege haben.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Werden diese beiden Ansätze dauerhaft parallel bestehen können oder wird in Zukunft nur noch per Roboter gepickt?
F. Wahl:
Das wird stark vom Einsatzgebiet abhängen. Die Roboter, die wir entwickeln, sind eher auf spezielle Anwendungsfälle hin ausgelegt. In anderen, sehr komplexen Sparten ergibt es noch keinen Sinn, über Robotik nachzudenken. Hier muss man genau differenzieren, ob es tatsächlich einen wirtschaftlichen Vorteil bringt, denn natürlich gibt es auch Fälle, in denen der Mensch schneller ist. Daneben gibt es auch abseits der reinen Pick-Rate Aspekte, die für eine automatisierte Lösung sprechen, z.B. ergonomische Gründe oder auch Diebstahlprävention. Dennoch sind wir der Überzeugung, dass es elementar ist, Automatisierung parallel zum Einsatz menschlicher Arbeitskraft einzusetzen, denn ein menschenleeres Lager wird, zumindest wenn es sich um ein breites Artikelspektrum handelt, auch mittelfristig nur sehr schwierig mit Robotern komplett abzudecken sein.

Wie kann ein solches paralleles Arbeiten von Mensch und Roboter funktionieren?
F. Wahl:
Die Roboter sind mittlerweile so intelligent, dass sie nicht nur gefahrlos im selben Raum, sondern auch im selben Arbeitsgang wie die Mitarbeiter tätig sein können. Über Sensorik und 3D-Kameratechnik wird dabei gewährleistet werden, dass es nicht zu Unfällen kommt. Zusätzlich kann der Roboter über visuelle Signale mit dem Menschen kommunizieren und so anzeigen, was seine nächsten Aktionen sind. Das Zusammenspiel von Mensch und Maschine beinhaltet z.B. auch, dass man dem Roboter diejenigen Pick-Aufträge zuteilt, die das obere oder untere Regal betreffen, während der Arbeiter sich auf Regale in Brusthöhe konzentriert, sich also nicht ständig bücken oder strecken muss.

Inwieweit ist der Roboter lernfähig, kann also Erfahrungen sammeln, prozessieren und in das System integrieren?
F. Wahl:
Es gibt bereits KI-Elemente. Natürlich kann der Roboter trotzdem nicht erst Kartons aus den Regalen fischen und im Anschluss auf Zuruf kaltes Bier aus dem Kühlschrank servieren. Allerdings ist KI zum Teil auch ein Schlagwort, unter dem sich die wenigsten tatsächlich etwas vorstellen können. Machine Learning setzen wir z.B. aktuell ein, um den perfekten Greifpunkt auf einem Objekt zu identifizieren: Am Greifarm befinden sich Kameras, so dass der Roboter seine Umgebung visualisieren und dann festlegen kann, wie er einen Auftrag am besten ausführen kann. Die gesammelten Bilder mehrerer hundert tatsächlich erfolgter Zugriffe haben wir über ein neuronales Netz analysieren lassen. Diese Daten wurden mit den Werten abgeglichen, die die sechs Saugnäpfe am Ende des Greifarms übermittelt haben. So konnten wir eine Art Wärmebild erstellen, anhand dessen der erfolgreichste Zugriffspunkt auf einem Karton erkannt werden kann.

Der große Vorteil ist, dass nach dem Copy/Paste-Prinzip die ganze Flotte von diesen Individualerfahrungen profitieren kann. Das ist z.B. bemerkbar, wenn gerade einige Roboter arbeiten und man feststellt, dass mehr Durchsatz benötigt wird. Beordert man dann weitere Roboter zu diesem Einsatz, müssen diese nicht noch einmal einzeln mit der Topographie des Einsatzbereiches vertraut gemacht werden, denn diese Werte können auf alle Roboterkollegen übertragen werden.

Wie kommunizieren die einzelnen Elemente der Flotte miteinander?
F. Wahl:
Über das Flottenmanagement werden die Aufträge vom Warehouse-Management-System verwaltet, so dass das System des jeweiligen Kunden nicht mit den einzelnen Robotern der Flotte interagieren muss. So gibt es einen zentralen Ansprechpartner, der die Aufträge direkt sortiert und verteilt. Dadurch wählt dann jeder Roboter den intelligentesten Weg, um alle Aufträge zu erledigen. Der Kunde schickt also die Pick-Anfragen direkt an das Flottenmanagement, wo sie in Aufträge übersetzt werden und über einen Zuteiler an die Roboter weitergeleitet werden.

Die Roboter sind über Wlan mit dem Warenwirtschaftssystem verbunden. Wie groß ist die Gefahr eines externen Angriffs?
F. Wahl:
Hier verhält es sich wie bei allen anderen Wlan-Geräten, die im Lager zum Einsatz kommen. Das Netz ist klassisch mit einem Industriestandard verschlüsselt. Der Roboter selbst ist ebenfalls verschlüsselt. Selbst wenn man sich also Zugang zum Wlan-Netz verschaffen könnte, bekäme man allenfalls Datenpakete zu sehen, auf deren Inhalt man allerdings nicht zugreifen kann. Ein Szenario in dem eines Morgens die Roboter fremdgesteuert im Lager im Kreis herumfahren, ist also unwahrscheinlich.

Wie beeinflusst die Robotik die Intralogistik der Zukunft?
F. Wahl:
Obwohl wir noch relativ am Anfang stehen, hat sich in einigen Nischen die Technologie doch schon so weit entwickelt, dass sie wirtschaftlich arbeitet – etwa beim Ein-und Auslagern von Schuhkartons aus Flachbodenregalen. Mit ein und derselben Maschine ein Gemischtlager, in dem z.B. Tennisbälle neben DVDs gelagert sind, abzudecken funktioniert momentan noch nicht. Am sogenannten „Griff-in-die-Kiste“ in Kombination mit einer mobilen Fahrbasis wird allerdings bereits gearbeitet. Bis diese Technologie ausgereift ist, wird es keine zehn Jahre mehr dauern. Wichtig ist dabei immer, zu berücksichtigen, dass sich die Technologie nicht nur in bestimmten Fällen, sondern auf eine Vielzahl von Objekten oder Szenarien anwenden lässt. In den nächsten Jahren werden Roboter noch vielseitiger, robuster und anpassungsfähiger sein. Es ist allerdings nicht abzusehen, dass die Maschine die Lagerarbeiter verdrängen wird, da in vielen Fällen die menschliche Hand-Augen-Koordination komplexe Sachverhalte immer noch besser lösen kann. Die Entwicklung geht dahin, dass Mensch und Roboter nebeneinander arbeiten und jeder dabei die Tätigkeit ausführt, die er am besten erledigen kann.

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Shipra Kren Startseite it-zoom Mobile Business
news-21565 Thu, 13 Dec 2018 20:26:50 +0100 Rollout in 39 Länder geplant http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/rollout-in-39-laender-geplant-21565/ Die Rockwool-Gruppe, Anbieter von Steinwolleprodukten für industrielle Anwendungen und Arbeitgeber von rund 11.000 Menschen in 39 Ländern, verstärkt ihre Digitalisierungs-bemühungen. Dazu soll die bestehende E-Commerce-Lösung durch Intershop Commerce-as-a-Service ersetzt werden; der Relaunch dient vor allem zur Stärkung des Kundenerlebnisses. Im Rahmen einer allgemeinen Digitalisierungsstrategie standen bei Rockwool, seit langen Jahren Anwender von SAP auf IBM i, die Kundenkontaktpunkte des Vertriebs an erster Stelle; sie sollen an die neuen Anforderungen angepasst werden. Zusätzlich soll ein Zusammenspiel von CRM, PIM und Kostenvoranschlagsplattform mit einer dynamischen Storefront implementiert werden.

Im weltweiten B2B-Geschäft muss ein länderübergreifendes, währungsübergreifendes Multi-Marken-Management mit den komplexen Vertriebswegen Hand in Hand gehen.

„Wir suchten nach einer Commerce-Lösung, die es uns ermöglicht, verschiedene Kanäle individuell anzusprechen und gleichzeitig ohne Aufwand zu skalieren“, begründet Rockwool-Managerin Mirella Vitale die Software-Auswahl. Der Rollout der neuen E-Commerce-Plattform soll in den kommenden Monaten mit einem Pilotprojekt beginnen; sie soll danach gezielt mit Blick auf die Skalierbarkeit der einzelnen Kanäle erweitert werden.

Bildquelle: Rockwool

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DV-Dialog E-Commerce / Marketing
news-21566 Thu, 13 Dec 2018 16:37:06 +0100 Rückschlag für Leistungsschutzrecht? http://www.it-zoom.de/it-director/e/rueckschlag-fuer-leistungsschutzrecht-21566/ Ein formelles Versäumniss könnte den Verlagen im Streit um das deutsche Leistungsschutzrecht zum Verhängnis werden. Der zuständige EuGH-Gutachter hält das deutsche Gesetz für nicht anwendbar, weil die Bundesregierung im Jahr 2013 darauf verzichtet hat, die EU-Kommission vor der Einführung in Kenntnis zu setzen. Das Gericht folgt oft der Einschätzung des Gutachters, entscheidet manchmal aber auch anders. Der EU-Generalanwalt Gerard Hogan musste zunächst einmal abwägen, ob es sich beim Leistungsschutzrecht (LSR) um eine „technische Vorschrift, die speziell auf einen Dienst in der Informationsgesellschaft abzielt” handelt. In diesem Fall ist eine vorherige sogenannte „Notifizierung” notwendig.

Hogan kam in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass die strittigen Vorschriften speziell auf Dienste der Informationsgesellschaft abzielen. „Folglich dürften mangels einer Notifizierung dieser nationalen Vorschriften an die Kommission die neuen deutschen Urheberrechtsbestimmungen von den deutschen Gerichten nicht angewandt werden”, resümierte er. Wann das Gericht sein Urteil verkündet, blieb offen.

Presseverlage gegen Google

Der Streit war im Mai 2017 vom Berliner Landgericht an das EuGH verwiesen worden. In dem Verfahren verlangt die Verwertungsgesellschaft VG Media Schadenersatz von Google. Die VG Media vertritt dabei etliche Presseverlage in Deutschland, darunter Axel Springer, Handelsblatt, Funke und Dumont. Die VG Media argumentierte bisher, das Leistungsschutzrecht sei keine technische Vorschrift im Sinne der Info-Richtlinie und es habe keine Notifizierungspflicht bestanden.

Eine Entscheidung des EuGH, dass eine Notifizierung notwendig gewesen wäre, würde einen Schlussstrich unter das aktuelle LSR setzen, betonte Daniel Kendziur, Urheberrechtler bei der Kanzlei Simmons & Simmons, als das Verfahren an den Gerichtshof ging. „Angesichts der vorherrschenden Meinung, dass eine Notifizierung nicht nachgeholt werden kann, müsste neu erlassen und neu notifiziert werden.” Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage war am 1. August 2013 in Kraft getreten. Im August 2014 erteilten etliche Verlage innerhalb der VG Media eine „Gratiseinwilligung” an Google, weil sie sonst nicht mehr mit Snippets dargestellt worden wären. Im Gesetz heißt es, „einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte” dürften von Suchmaschinen frei verwendet werden. Darüber, wie lang ein „Snippet” nach dieser Formulierung sein kann, gibt es nach wie vor Debatten.

„Es wäre höchst bedauerlich, wenn ein formelles Versäumnis der Bundesregierung dazu führen würde, dass diese großen und vor allem aktuellen Anstrengungen vergeblich waren”, erklärten die Aufsichtsräte der VG Media, Christian DuMont Schütte, Aufsichtsratsvorsitzender der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG, und Eduard Hüffer, Geschäftsführer der Aschendorff Medien GmbH & Co. KG am Donnerstag. „Die Verlegerverbände vertrauen darauf, dass die Richter alle Argumente noch einmal gründlich abwägen”, hieß es vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger.

dpa/pf

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IT-Director Startseite it-zoom Netzwerk
news-21563 Thu, 13 Dec 2018 15:31:29 +0100 Technik unter dem Weihnachtsbaum http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/technik-unter-dem-weihnachtsbaum-21563/ Smartphones, Tablets und andere Gadgets sind beliebte Weihnachtsgeschenke. Während sich Erwachsene die Technik gerne gegenseitig unter den Baum legen, werden Kinder lieber mit klassischen Spielsachen gesehen – das haben aktuelle Umfragen zum Thema ergeben. Bedenken bestehen vor allem in Hinblick auf Lücken im Datenschutz und mangelnde Sicherheit, wie das Consumer Barometer von IFH Köln und KPMG zeigen soll. Gleichzeitig legten vier von zehn Konsumenten aber auch Wert darauf, dass Kinder früh an die digitale Welt herangeführt werden. Rund die Hälfte der Deutschen habe zwar schon einmal technologisches Kinderspielzeug oder solches mit technologischen Features gekauft – doch eine gewisse Skepsis gegenüber Technologie im Kinderzimmer sei immer noch vorhanden. Das sollen die Ergebnisse des neuen Consumer Barometers von IFH Köln und KPMG eregben haben, für das über 500 Konsumenten und ausgewählte Branchenexperten befragt wurden.

Demnach sehen 77 Prozent der Befragten Kinder lieber toben als sich mit technologischem Spielzeug beschäftigen. Über die Hälfte der Konsumenten sei zudem der Meinung, Kinder sollten mit einfachem Spielzeug ohne überflüssige technologische Elemente spielen. Ein Grund für die Skepsis, den auch die befragten Experten bestätigen: Jeder zweite Konsument befürchte Manipulationsmöglichkeiten und Überwachung durch zu viel Hightech im Kinderzimmer. So würden auch 78 Prozent der befragten Konsumenten erwarten, dass Datenschutz und Sicherheit bei der Nutzung von Hightech-Spielzeug gewährleistet sind.

Nur etwa jeder sechste Konsument lehne technologisches Spielzeug oder Spielwaren mit technologischen Elementen komplett ab. Knapp vier von zehn Konsumenten legten zudem Wert darauf, dass Kinder schon früh an die digitale Welt herangeführt werden. Der Einsatz von technologischen Elementen im Spiel sollte aber einen echten Mehrwert für Kind und Spielverlauf bieten, wie die für das Consumer Barometer befragten Experten bekunden.

Tablets stehen hoch im Kurs

Den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage von Bitkom sind Gadgets und Artverwandtes nach wie vor beliebte Weihnachtsgeschenke: 7 von 10 Bundesbürgern wollen demnach in diesem Jahr Technik verschenken oder für sich selbst anschaffen. Besonders hoch im Kurs stünden in diesem Jahr Tablets, die jeder Dritte zum Fest anschaffen oder verschenken wollen würde (33 Prozent). Gleich dahinter folge das Smartphone als Weihnachtsgabe (28 Prozent). Knapp jeder Vierte (23 Prozent) kaufe in diesem Jahr zum Fest eine klassische Spielkonsole wie Playstation, Xbox oder 3DS. Auch Wearables stünden auf dem Wunschzettel weit oben: Jeder Vierte wolle einen Fitnesstracker (26 Prozent) verschenken oder für sich selbst anschaffen, jeder Sechste eine Smartwatch (16 Prozent). Die Geräte lassen sich mit dem Smartphone verbinden und zeichnen Körperfunktionen wie etwa Herzfrequenzen, Schlafrhythmen oder den Kalorienverbrauch auf.

„Smarte Technik ist auch in diesem Weihnachtsgeschäft wieder heiß begehrt. Anders als bei Geldgeschenken hat man mit einem Elektronikprodukt direkt an Heiligabend etwas in der Hand, das sich über die Feiertage ausprobieren lässt“, sagt Bitkom Handelsexpertin Julia Miosga.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-21562 Thu, 13 Dec 2018 15:12:43 +0100 Neue Struktur in der Geschäftsführung http://www.it-zoom.de/it-director/e/neue-struktur-in-der-geschaeftsfuehrung-21562/ T-Systems transformiert sich: Ab Januar 2019 zählt die Geschäftsführung nur noch vier statt bisher sechs Mitglieder. Sie besteht neben dem Vorsitzenden aus einem Geschäftsführer „Commercial“, einem Geschäftsführer für Finanzen und einem weiteren für Personal. Die Stelle des Geschäftsführers Commercial ist neu. Er bündelt Kundenbelange einschließlich Vertrieb, Marketing, Partner- und Vertrags-Management. „Wir stellen das Unternehmen schlanker und agiler auf. Wir haben die alte monolithische Struktur durch zehn agile Portfolio-Einheiten ersetzt. Wir haben alle Funktionen des Marktangangs in einer zentralen Organisation gebündelt. Das gleiche gilt für alle globalen Lieferfunktionen. Alle Einheiten haben die volle Verantwortung für die jeweilige Funktion, für ihre Produkte und Lösungen. Die Hierarchie ist deutlich flacher als bisher.“ So erläutert Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Adel Al-Saleh den Umbau. „Wir haben den neu geschaffenen Einheiten mehr Verantwortung gegeben und verschlanken deshalb auch die Geschäftsführung.“

Der Aufsichtsrat hat François Fleutiaux in die neu geschaffene Position des Geschäftsführers Commercial berufen. Fleutiaux war bisher in der Geschäftsführung für die Einheit „IT Division" zuständig. Neben Fleutiaux verbleiben Christoph Ahrendt (Finanzen) und Georg Pepping (Personal) für ihre Ressorts unverändert in der Geschäftsführung.

Mit den neuen Portfolio-Einheiten laufen die bisherigen drei Organisationseinheiten (für Informationstechnik, Telekommunikation und Digitalgeschäft) zum Jahresende aus. In Folge verlassen Anette Bronder (Digital Division) und Patrick Molck-Ude (Telecommunications Division) die Geschäftsführung.

Ende 2018 wird Anette Bronder das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Anette Bronder kam im August 2015 als Geschäftsführerin zu T‑Systems. Sie verantwortete den Aufbau der „Digital Division“ und der „Telekom Security“. Beide Einheiten gehören in der neuen Portfolio-Struktur zu den Wachstumsbereichen.

Patrick Molck-Ude übernimmt zum 1. Januar 2019 die Leitung der Portfolio-Einheit „TC Services“. Damit führt er die größte Portfolio-Einheit. Deren Aufgabe ist es, nationalen und internationalen Großkunden globale Netze für ihren digitalen Umbau bereitzustellen.

(Bild: Deutsche Telekom AG)

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IT-Director
news-21561 Thu, 13 Dec 2018 14:35:14 +0100 Logimat belegt 2019 auch die Halle 2 http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/logimat-belegt-2019-auch-die-halle-2-21561/ Als Produkt- und Leistungsschau für effiziente innerbetriebliche logistische Prozesse bleibt die Logimat auf Wachstumskurs. Sie belegt 2019 alle zehn Hallen der Messe Stuttgart, auch die erstmals genutzte kleine Halle 2 und die Galerie in Halle 1. Die 17. Internationale Fachmesse für Intralogistik präsentiert sich vom 19. bis 21. Februar 2019 auf über 120.000 m²; damit wird die Gesamtveranstaltung um 7.500 m² Ausstellungsfläche erweitert. Für die Logimat 2019 rechnet Münchner Veranstalter Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH mit über 1.600 Ausstellern aus 41 Ländern und mit mehr als 56.0000 Fachbesuchern. „Um der starken Nachfrage nach mehr Ausstellungsfläche insgesamt gerecht zu werden“, heißt es in der Presseinformation, werde erstmals die Halle 2 mit knapp 5.000 m² in die Veranstaltung integriert. Als einer der Schwerpunkte soll darin der Gemeinschaftsstand „Innovation Made in Germany“ zu finden sein, an dem Start-ups innovative Produkte und Lösungen aus den Bereichen Distribution, Materialfluss und Software/IT zeigen.

Toyota als Ankerkunde

Darüber hinaus präsentiert sich dort als Ankerkunde auf 600 m² Ausstellungsfläche Toyota Material Handling Deutschland mit der Konzernschwester Vanderlande Industries; dazu kommen weitere namhafte Unternehmen wie Helge Nyberg, Autostore und Itoh Denki. Einen weiteren Ausstellungsschwerpunkt in Halle 2 bildet die Sonderschau für Handelsprozesse „Tradeworld“. Neben der Fachausstellung gibt es hier an allen drei Tagen Fachvorträge zum digitalen Handel. Die sechs Foren werden bei der kommenden Veranstaltung federführend vom Digitalverband Bitkom, dem wissenschaftlichen Institut des Handels (EHI Retail Institute, Köln), dem wissenschaftlichen Beratungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg, dem Institut für Handelsforschung (IFH Köln), der Logistik- und IT-Beratung Vallée und Partner sowie der Fachzeitschrift Logistik Heute ausgerichtet.

Übergreifend zentrales Thema der Aussteller auf der Logimat 2019 ist die Einbindung moderner Technologien und Materialien in zukunftsfähige Lösungen, gilt es doch Herausforderungen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge (IoT) und die damit verknüpfte Digitalisierung zu meistern. Darüber hinaus geht es den Ausstellern auf der Messe auch um die Herausforderungen rund um das Thema „Kommunikation zwischen Mensch und Maschine“ sowie der anhaltend wachsende Online- und Omnichannel-Handel.

Die Aussteller im Bereich der Anlagen- und Fördertechnik präsentieren sich wie gewohnt in den Hallen 1, 3, 5 und 7. Um auch hier dem gewachsenen Interesse auf Ausstellerseite gerecht zu werden, wird darüber hinaus mit diesem Ausstellungsangebot noch die Galerie in Halle 1 belegt.

Flurförderzeuge und Zubehör, Fahrerlose Transportsysteme (FTS), Lösungen für das Batterie- und Energiemanagement sowie die Bereiche der Kran-/Hebetechnik und der Ladungssicherung sind im nächsten Jahr wieder in der Halle 7 sowie in den sich gegenüberliegenden Hallen 9 und 10 zu finden.

Verpackung – ein großes Thema

Der große Bereich der Verpackungen, Verpackungssysteme und Behälter befindet sich auch im nächsten Jahr in unmittelbarer Nachbarschaft mit den Themen Identifikationstechnik/RFID in den Hallen 4 und 6 auf der Südachse. Die Anbieter von Softwarelösungen für die Intralogistik sind in den Hallen 6 und 8 vertreten.

Die Logimat bietet außerdem zahlreiche Vortragsreihen auf Kongressniveau zu den unterschiedlichsten Themen. Diese finden in der Mitte der einzelnen Hallen statt und der Besuch ist im Messeeintritt enthalten. Dabei geht es im nächsten Jahr u.a. um Themen wie: „AutoID als Enabler der Digitalen Transformation“, „Innovative Lösungen für mehr Ergonomie am Arbeitsplatz – länger fit dank Exoskelett?“ „Industrie 4.0 – Step by Step“ bis hin zu „Startklar für die Verpackungslogistik 4.0 – Smarte Werkzeuge und innovative Lösungen“.

So zeigt Bitkom auf der Sonderschau Tradeworld beispielsweise auf, wie digitale Technologien für mehr Transparenz in der Handelslogistik sorgen. In der Handelslogistik werden durch den Einsatz zum Beispiel von Smart Data, Artificial Intelligence oder Blockchain Aufgaben wie Routen-Management oder Tracking & Tracing unterstützt. Die damit mögliche Transparenz kann zum einen für mehr Informationen bei den Kunden sorgen, erlaubt aber auch einen personalisierten Service. Im operativen Geschäft helfen IT-Systeme, Routen zu optimieren, Flotten zu warten, Kosten zu senken, nachhaltig zu planen, Rohstoffe zu sparen und Umsätze zu steigen.

Im Zentrum der Technologieentwicklung sollte der Mensch stehen – mal als Kunde, mal als Mitarbeiter. Das EHI widmet sich daher der Automatisierung und Einführung von Robotern in der Handelslogistik und am Point of Sale. Viele Händler denken darüber nach, diese technischen Assistenten in ihre Prozessabläufe zu integrieren. Besucher erfahren hier von Experten aus erster Hand, welche Erfahrungen mit der Einführung solcher technologischen und prozessualen Innovationen bisher gemacht wurden.

Bildquelle: Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH

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DV-Dialog Lager und Logistik
news-21560 Thu, 13 Dec 2018 14:10:30 +0100 Erreichbarkeit gezielt Steuern http://www.it-zoom.de/it-mittelstand/e/erreichbarkeit-gezielt-steuern-21560/ Harald Bender, VP Product & Corporate Marketing, Swyx Solutions GmbH, im Gespräch über die richtige Mischung aus Flexibilität und festen Vereinbarungen bei der Gestaltung von modernen Arbeitsbedingungen. ITM: Herr Bender, wieso sind Kernarbeitszeit und Anwesenheitspflicht für viele Führungskräfte so ein empfindliches Thema?
Harald Bender:
In vielen Unternehmen fehlen geeignete Tools, um Mitarbeiter im Homeoffice in die gewohnte Arbeits- und Kommunikationsumgebung einzubinden. Aus diesem Grund bevorzugen zahlreiche Führungskräfte und oft auch die Mitarbeiter selbst die Anwesenheit im Büro.

ITM: Wie kann eine Annäherung zwischen beiden Extremen – Anwesenheitspflicht und Homeoffice – gelingen?
Bender:
Jedes Unternehmen muss die richtige Mischung aus Flexibilität und festen Vereinbarungen finden. Dabei können sich Betriebe einer Homeoffice-Regelung schrittweise annähern, indem diese zum Beispiel zunächst testweise in einzelnen Abteilungen eingeführt wird oder Mitarbeiter nur temporär zuhause arbeiten.

ITM: Die neue Freiheit durch Homeoffice und mobilen Arbeitsplätzen kann durch ständige Kontrolle und Erreichbarkeit auch schnell zur Belastungsprobe für Arbeitnehmer werden. Gibt es Seitens aktueller Software auch Funktionen oder Mechanismen, die auf eine gesunde Work-Life-Balance einzahlen?
Bender:
Mit unserer Lösung können Nutzer ihre Erreichbarkeit gezielt steuern und mit individuellen Weiterleitungsregeln selbst festlegen, wann sie wie für wen erreichbar sind. Außerdem können sie trotz verschiedener Endgeräte ausschließlich über eine Rufnummer kommunizieren. Dieses „One Number Concept” sorgt dafür, dass Mitarbeiter auch unterwegs unter ihrer Büronummer erreichbar sind und dem Gesprächspartner bei ausgehenden Anrufen lediglich diese angezeigt wird, sodass die Mobilnummer – falls gewünscht – privaten oder besonders wichtigen Kontakten vorbehalten bleiben kann.

ITM: Stichwort Erreichbarkeit: Wer definiert überhaupt die Regeln im Umgang mit einer UCC-Lösung?
Bender:
Dabei gibt es zum einen unternehmensweite Vorgaben, die auf der Führungsebene festgelegt werden und zentrale Rahmenbedingungen wie etwa Kernarbeitszeiten abbilden. Zum anderen haben Mitarbeiter auch Gestaltungsspielräume.

ITM: Welche Absprachen mit der Belegschaft oder dem Betriebsrat sind bei der Einführung eines UCC-Systems besonders wichtig?
Bender:
Grundsätzlich ist Transparenz bei der Einführung einer UCC-Lösung sehr wichtig. Die Akzeptanz der Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, daher zahlt es sich aus, die gesamte Belegschaft von Anfang an mit einzubeziehen und auf ihre Anforderungen einzugehen.

Bildquelle: Swyx Solutions GmbH

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Philip Fassing IT-Mittelstand Startseite it-zoom Unified Communication + Collaboration
news-21558 Thu, 13 Dec 2018 12:56:42 +0100 Zukunftssicher aufgestellt http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/zukunftssicher-aufgestellt-21558/ Bei mehreren hundert Eingangsrechnungen täglich war bei der Duttenhofer Group der Aufwand für eine Prüfung nach dem Vier-Augen-Prinzip enorm. Ein Workflow hat die Bearbeitungszeit nun radikal verkürzt, denn im zentralen Dokumenten-Pool stehen für die Belegschaft alle Belege zum berechtigten Zugriff bereit. Als mittelständische Firmengruppe entwickelt Duttenhofer in der Distribution technischer Konsumgüter Lösungen für Hersteller und Kunden in Deutschland und Europa. Eine Basis für den Erfolg ist das verkehrsgünstig gelegene Logistikzentrum nahe Würzburg. Hier stehen über 30.000 Artikel internationaler Marken, EDV-gestützt verwaltet, für eine zügige Lieferung an Kunden in ganz Europa bereit.

Auch in der Organisation und Verwaltung des ganzen Unternehmens setzt die Duttenhofer-Gruppe auf schnelle Informationssysteme. Neben dem zentralen AS/400-Rechner als Plattform für die betriebswirtschaftliche Software ist seit Sommer 2017 das Dokumentenmanagement-System (DMS) Docuware im Einsatz.

Schon einige Zeit zuvor hatte man sich entschlossen, zur Verbesserung von Arbeitsabläufen im Unternehmen ein DMS einzuführen. „Wir haben im ganzen Haus Analysen durch­geführt, wo Reibungsverluste damit künftig vermieden werden könnten“, sagt Karin Manning, zuständig für Software-­Entwicklung und DMS-Projektleiterin bei Duttenhofer. Am größten sei der Leidensdruck in der Finanzbuch­haltung gewesen.

Denn bei mehreren hundert Rechnungen pro Tag und etwa gleich vielen Lieferscheinen pro Woche war der Zeitaufwand für die Papierablage und Prüfung der Rechnungen enorm. Die Dokumente mussten zuerst aus­gedruckt und im ganzen Haus verteilt werden. Skontofristen waren kaum noch einzuhalten. Dazu kam das Platzproblem. Ältere Belege mussten extern ausgelagert werden. Vor allem das Wiederfinden der Dokumente und die manuelle Überwachung der Rechnungsprüfung kostete die Zuständigen viel Zeit und Nerven.

„Die Arbeit in der Verwaltung zu ­optimieren und Reibungsverluste zu minimieren war deshalb das erste Ziel, das wir mit dem DMS erreichen wollten“, erklärt die Projektleiterin. Nach umfangreicher Recherche ­standen fünf Systeme in der engeren Auswahl. Gesucht war ein gut etabliertes Produkt mit gesichertem Support und zuverlässigem Ansprechpartner. Die Entscheidung fiel nach der Präsentation. „Die Fachkompetenz des ­Docuware-Partners Steigauf Daten Systeme hat uns überzeugt“, so die Software­spezialistin Karin Manning.

Reibungsverluste minimieren

Mit einem Workshop für die Abteilung „Finanzbuchhaltung“ begann im Juli 2017 der Docuware-Einsatz. An zusätzlicher Hardware waren vier Scanner und einige PCs erforderlich, weiterhin wurden die entsprechenden Arbeitsplätze mit einem zweiten Bildschirm ausgestattet. Dort arbeiten heute rund 20 Menschen tagtäglich mit Docuware.

Für die Rechnungsprüfung sind außerdem noch rund 80 Beschäftigte fast aller Fachabteilungen, auch im 15 Kilometer entfernten Logistikzentrum, eingebunden. Als erstes wurden in der Finanzbuchhaltung alle Lieferscheine gescannt, verschlagwortet und in Docuware archiviert. Das DMS ist über eine Schnittstelle an das AS/400-Finanzbuchhaltungssystem FBS angebunden. Bei der Indexierung der Dokumente werden daraus die Lieferantenstammdaten automatisch übernommen. In einem nächsten Schritt wurde ein Workflow zur Prüfung der Eingangsrechnungen ­installiert.

Rund zwei Drittel der Rechnungen schicken Duttenhofers Lieferanten heute an eine eigens dafür ein­gerichtete Mail-Adresse. Ein Dienstprogramm liest dieses Postfach automatisch aus. Die Rechnungen, die noch auf Papier eintreffen, werden gescannt, verschlagwortet und in den Verarbeitungsprozess ein­gespeist. Damit startet automatisch ein Workflow: Die Rechnung wird sofort im Briefkorb zur Bearbeitung abgelegt.

Warenrechnungen werden gleich dort kontrolliert und freigegeben. Kostenrechnungen dagegen, die erst in den Fachabteilungen zu prüfen sind, werden den dort Zuständigen zugewiesen. Der Beleg erscheint im Eingangskorb des Verantwortlichen, der zusätzlich mit einer Mail benachrichtigt wird, das Dokument bearbeitet und es gegebenenfalls an den nächsten Verantwort­lichen weiterleitet. Gibt auch dieser die Rechnung frei, geht sie zurück in die Verwaltung und wird gebucht. Damit endet der Workflow. Die Rechnung ist archiviert, alle Vorgänge sind im Workflow-Protokoll festgehalten.

Ein weiterer Workflow erleichtert die Arbeit der Retourenabteilung im Logistikzentrum. Die Lieferscheine, die dort täglich mit den zurück­geschickten Waren eintreffen, werden nicht mehr in die Vertriebszentrale nach Würzburg geschickt, sondern gleich gescannt, indexiert und archiviert. Ein Teil der Retourenbelege wird dann in der Abteilung selbst bearbeitet, die dazugehörigen Liefer­scheine mit Zusatzinfos versehen und archiviert.

Alle anderen Lieferscheine von Retouren erscheinen im Eingangskorb der Vertriebsabteilungen, die die ­Kommunikation mit Kunden und ­Lieferanten selbst abwickeln. Mit den ent­sprechenden Informationen versehen sind auch diese Lieferscheine im zentralen Dokumenten-Pool archiviert.

Zentraler Dokumenten-Pool

„In dieser ersten Projektphase wird vor allem die Finanzbuchhaltung durch das DMS sehr stark entlastet“, sagt Projekt­leiterin Manning. Die Fachabteilungen können heute direkt auf Rechnungen und Lieferscheine zu­greifen, die sie für ihre Aufgaben brauchen. Das spart viel Arbeit.

Besonders die Volltextsuche wird als sehr komfortabel empfunden. Insgesamt aber sei an vielen Stellen eine Menge Zeit gespart worden, so Manning weiter. Abläufe – vor allem bei der Ablage und Rechnungsprüfung – seien schlanker geworden, die Fehleranfälligkeit minimiert. Die Dokumente sind revisions­sicher archiviert, Papierbelege können vernichtet werden. Damit ist auch das Platzproblem gelöst.

„Was mir am Einsatz von Docuware jedoch besonders gefällt, ist die Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten, die uns noch offen stehen“, betont die IT-Spezialistin. Das System sei einfach, fast intuitiv zu handeln. Deshalb sei die Akzeptanz bei den Anwendern von Anfang an hoch gewesen. Auch deshalb werde das DMS-Projekt in Zukunft weiter ausgebaut.

„Viele Abteilungen stehen schon bereit und wollen die Vorteile möglichst bald für sich nutzen“, erklärt die Projektleiterin. Bereits in Planung sind Archive für die Verwaltung der SEPA-Mandate sowie der Service-Verträge im Vertrieb. Sehr zufrieden ist Karin Manning mit der Betreuung durch den Partner des DMS-Herstellers, der für das Projekt immer neue Ideen und Informationen liefert: „Wir haben das gute Gefühl, dass wir mit dem DMS zukunftssicher aufgestellt sind.“

Bildquelle: Duttenhofer, Thinkstock / iStock

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DV-Dialog Dokumentenmanagement und ECM
news-21559 Thu, 13 Dec 2018 12:14:00 +0100 Apple investiert in neuen Standort http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/apple-investiert-in-neuen-standort-21559/ Für rund eine Milliarde Dollar plant Apple einen neuen Standort in den USA aufzubauen. Dort sollen bis zu 15.000 Mitarbeiter unterkommen. Der iPhone-Konzern entschied sich für die Stadt Austin in Texas, wo er bereits 6200 Beschäftigte hat. Außerdem will der Konzern neue Büros in Seattle und den kalifornischen Städten San Diego und Culver City eröffnen und bisherige Standorte unter anderem in Pittsburgh und New York ausbauen. Apple unterhält in Austin bereits eine Fabrik, in der seit 2013 der Computer Mac Pro gebaut wird. Apple hatte monatelang die Stadt für einen neuen großen Standort ausgesucht - und Austin galt bereits als aussichtsreicher Kandidat. Anders als Amazon bei einer ähnlichen Suche hatte der iPhone-Konzern auf eine öffentliche Kampagne mit Bewerbungen der interessierten Städte verzichtet.

Amazon entschied sich schließlich für Long Island City im New Yorker Stadtbezirk Queens und auf Arlington im US-Bundesstaat Virginia - und damit gegen eine der vielen strukturschwachen Regionen, die sich Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Schub gemacht hatten. Zur Amazon-Standortentscheidung gehören auch milliardenschwere Steuervergünstigungen, Apple machte keine Angaben zu diesem Thema. Zugleich könnten die neuen Büro einen Hinweis für Pläne des Konzerns geben. Culver City ist ein Zentrum der Film- und Fernsehproduktion - und Apple untermauert damit die Ambitionen bei der Produktion eigener Inhalte für einen Streamingdienst.

Im texanischen San Diego - rund 320 Kilometer von Austin entfernt - hat der Chipkonzern Qualcomm seinen Hauptsitz, mit dem Apple im Clinch liegt. Apple baut seine eigene Chipentwicklung auf immer mehr Produktkategorien aus - und in Medienberichten hatte es zuletzt bereits geheißen, dass der Konzern werbe verstärkt auch Qualcomm-Mitarbeiter an.

dpa/pf

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Mobile Business Startseite it-zoom Unternehmen
news-21557 Thu, 13 Dec 2018 09:17:22 +0100 Cloud-Konzepte: Bloß nicht zögern! http://www.it-zoom.de/it-director/e/cloud-konzepte-bloss-nicht-zoegern-21557/ Nach Meinung von IT-Experten haben sich Private- und Public-Cloud-Konzepte mittlerweile etabliert. Unter­nehmen, die weiterhin zögern, Cloud-Lösungen in ihre IT- und Unternehmensstrategien zu integrieren, laufen Gefahr, ihre Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel zu setzen. „Die Cloud ist heute Commodity“, bringt Matthias Zacher, Manager Research & Consulting bei IDC Deutschland, die Ergebnisse einer aktuellen IDC-Studie auf den Punkt. In den vergangenen Jahren wurden demnach in rascher Folge Technologien, Lösungsansätze, Frameworks und Deployment-Modelle neu entwickelt und optimiert. „Cloud Computing in seinen unterschiedlichen Facetten hat sich u. a. durchgesetzt, weil es die Fragen nach Compliance, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Skalierbarkeit, Agilität und Kundenzufriedenheit beantwortet hat“, erklärt Zacher. Cloud-Services und Cloud-Technologien verfügen nach seinen Worten über ein großes Potential zur Verbesserung der internen Prozesse, zur Erhöhung der Profitabilität oder auch zur Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen.

Während einige Unternehmen diese Erkenntnis zwar teilen, jedoch noch nicht mit der Umsetzung produktiver Konzepte begonnen haben, haben viele andere bereits definiert, welche Cloud-Technologien für welchen Anwendungsfall genutzt werden bzw. genutzt werden sollen. „Die Bandbreite der Einsatzszenarien ist extrem groß und umfasst alle IT-Ressourcen eines Unternehmens: ­Während sich Standardanwendungen mit geringem Aufwand aus der Cloud nutzen lassen, bleibt die Überführung von firmenkritischen Anwendungen in die Cloud weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe“, so Zacher.

Mit offenen Standards zur Multi-Cloud


Die ursprüngliche Vorstellung, dass alles in Public Clouds wandern würde, hat sich also nicht bewahrheitet. Ziel der Anbieter von Cloud-Services ist es stattdessen, die Kunden zu unterstützen, die ihre lokalen Systeme erhalten, gleichzeitig aber auch eine Vielzahl von Cloud-Plattformen und Anbietern nutzen wollen. Die Herausforderung liegt dabei in der Integration.

Auch wenn viele Unternehmen mehr geschäftskritische Anwendungen in die Cloud verlagern möchte, zögern sie aktuell noch aufgrund der Leistungsfähigkeit, des Integrationsaufwands und der internen Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen. Um diese Herausforderungen zu adressieren, hat etwa IBM im Oktober eine neue Technologie vorgestellt. Nach IBM-Angaben können Unternehmen damit Multi-Cloud-Systeme offen und interoperabel betreiben. Die Lösung, die mehr Transparenz bei den Geschäftsprozessen, mehr Kontrolle und höhere Sicherheit bieten soll, ist für die IBM Cloud optimiert, integriert aber auch Cloud-Lösungen anderer Anbieter wie Amazon, Red Hat und Microsoft.

Der volle Umfang der Möglichkeiten der Business-Cloud ist nach den Worten von Arvind Krishna von IBM Hybrid Cloud vielfach noch nicht komplett erkannt. „Es geht nicht einfach nur um eine Computer-Infrastruktur, die genutzt wird. Unternehmen setzen auf die Cloud, um ihre geschäftskritischen Geschäftsprozesse zu modernisieren, zu transformieren und neue Geschäftsservices einzuführen. Dies erfordert einen interoperablen Ansatz für die Cloud, der auf offenen Standards basiert und es Kunden ermöglicht, Anwendungen und Workloads über Cloud-Systeme hinweg zu verwalten. So kann sich der volle Geschäftsnutzen der Cloud entfalten“, meint Krishna. Beim Bestreben, durch den Einsatz von Cloud-Services die Effizienz von Geschäftsprozessen zu steigern, dürfen firmeninterne Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen aber nicht auf der Strecke bleiben.

Führende Anbieter von Sicherheitslösungen haben diese Notwendigkeit erkannt und ihre klassischen Security-Plattformen sukzessive erweitert. Mit seiner Integrated Cyber Defense Platform adressiert beispielsweise Sy­mantec diese Herausforderungen einer umfangreichen Suite an Technologien und Lösungen, die nach eigenen Angaben alle Cloud-Security- und Compliance-Anforderungen abdecken soll. Die Integrated Cyber Defense Platform bietet integrierte Security-Lösungen, die aus einem robusten Set an IaaS-, PaaS- und SaaS-Technologien bestehen, so der Anbeiter.

Nicht in kompletter Eigenleistung


Die kürzlich vorgestellte Cloud Workload Assurance integriert Sicherheitszustands-Management, Cloud Workload Protection (CWP) for Storage mit Data Loss Prevention (DLP) und CloudSOC CASB (Cloud Access Security Broker). Diese neuen Funktionen sollen die Sicherheit der Infrastruktur stärken und Richtlinienkontrolle sowohl für Cloud-Daten als auch für die Control Plane der Cloud-Anwendungen bieten.

Für NTT Security ist eine umfassende Automatisierung Grundlage für ein erfolgreiches IaaS-Deployment. „Compliance und Configuration Automation sind heute ein absolutes Muss für Cloud-Umgebungen. Damit kann zu jeder Zeit sichergestellt werden, dass eine Infrastruktur gehärtet ist, dass die Compliance-Richtlinien eingehalten werden und dass schnelle Reaktionen erfolgen“, erklärt Franck Braunstedter, Senior Manager Cyber Defense und Cloud Security bei NTT Security. Allerdings ist nach seiner Aussage die Implementierung dieser Lösungen technologisch wie prozessual recht komplex.

Viele Unternehmen können die Planung und den Aufbau von Cloud-Infrastrukturen nicht in kompletter Eigenleistung bewältigen. Dafür fehlen entsprechende IT-Fachkräfte, aber auch Fach- und Branchen-Know-how sowie Best Practices. Gefragt ist daher oftmals die externe Unterstützung durch IT-Sourcing-Berater.

Nach einer aktuellen Studie des Beratungshauses Lünendonk bündeln immer mehr Anwenderfirmen bei der externen Vergabe von Projekten an Dienstleister verschiedene Bestandteile, wie beispielsweise Prozessberatung, IT-Strategie, IT-Architektur und Technologieauswahl. Dabei entfallen mit 43 Prozent die meisten Nennungen auf IT-Sourcing-Generalisten, also auf Beratungen, die alle Sourcing-Themen abdecken. 38 Prozent der Befragten sehen Managementberatungen, bei denen IT-Sourcing Teil ihres Beratungsportfolios ist, als bevorzugte Anbietergruppe, während 34 Prozent auch IT-Sourcing-Beratungen beauftragen, die Themen aus der Management- und IT-Beratung mit abdecken. „Je nach Fokus des Projekts und Schwerpunkt der extern ausgeschriebenen Inhalte wählen Anwenderfirmen verschiedene Typen von Beratungsunternehmen“, analysiert Studienautor Mario Zillmann. „Es wird jedoch deutlich, dass Generalisten tendentiell bessere Chancen haben als Spezialisten, da sich immer mehr Beratungsfelder miteinander verzahnen.“

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Gleichzeitig zeigt sich ein neuer Trend in der Zusammenarbeit mit den firmeninternen Fachbereichen. Cloud-Migration, Hybrid-/Multi-Cloud, Cloud-Orchestration, DevOps, APIs und Business-/IT-Alignment sind laut Zillmann nicht mehr nur für CIOs wichtige Themen. Vielmehr sorgt der hohe Reife- und Akzeptanzgrad von Cloud-Technologien dafür, dass diese immer öfter die technologische Basis von Digitalisierungsstrategien der Fachbereiche bilden.

Nutzenvorteile überwiegen vorhandene Bedenken


In einer Trendanalyse hat IDC im September dieses Jahres 200 deutsche Unternehmen jeder Größe und aus allen Branchen befragt, die Cloud-Technologien nutzen bzw. deren Einsatz planen. 90 Prozent der Befragten haben eine Cloud-Strategie definiert. 15 Prozent nutzen bereits Multi-Cloud-Lösungen. Die Nutzenvorteile der Multi-Cloud überwiegen dabei vorhandene Bedenken und lassen technologische Herausforderungen in den Hintergrund treten. „Die Anbieter von Cloud-Technologien sind gefordert, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Anwender abzuholen. Cloud Computing hat die Disruption der Nutzung von IT erfolgreich eingeleitet und wird sie Hand in Hand mit anderen technologischen Entwicklungen weiter vorantreiben“, resümiert Matthias Zacher.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Director Startseite it-zoom Cloud
news-21555 Wed, 12 Dec 2018 21:51:54 +0100 Otto Bock stellt die Weichen neu http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/otto-bock-stellt-die-weichen-neu-21555/ Anfang November hat das Healthcare-Unternehmen Otto Bock für die Göttinger IT-Tochter Sycor die geplante Fusion mit dem IT-Dienstleister Allgeier Enterprise Services bekannt gegeben. Anfang November hat das Healthcare-Unternehmen Otto Bock entscheidende Weichen neu gestellt. Bei dem Familienunternehmen aus Duderstadt, das erst im Sommer 2017 EQT als Investor mit 20 Prozent Beteiligung an Bord geholt hatte, löste am 5. November Philipp Schulte-Noelle interimistisch Dr. Oliver Scheel als CEO ab, der das Amt erst seit dem 15. Januar 2018 inne hatte und verantwortlich war für das Tagesgeschäft von Otto Bock.

Sycor: Nunmehr Fusion statt Verkauf geplant

Auch für Sycor, die Göttinger IT-Tochter von Otto Bock, gibt es seit November neue Perspektiven. Bereits im Februar 2017 hatte Prof. Hans Georg Näder als Inhaber der Ottobock-Holding mit­geteilt, den CRM-Experten 20 Jahre nach der Gründung verkaufen zu wollen. Er suchte einen Investor, der zu Kultur und Werten von Sycor passt.

Das brachte die Mitarbeiter auf die Idee, Sycor selbst zu kaufen. Nachdem sie Prof. Näder ihr Konzept einer „Employee Owned Company“ (kurz EOC) vorgestellt hatten, wurden auch sie eingeladen, ein Angebot abzugeben.

Näder, der Sycor seinerzeit gemeinsam mit den beiden langjährigen Geschäftsführern Rüdiger Krumes und Dr. Marko Weinrich gegründet hatte, konnte sich zwar mit einem lupenreinen EOC nicht anfreunden, wohl aber mit der EOC-Idee im Zusammenspiel mit einem strategischen Investor.

Allgeier als strategischer Investor

Den fand er nun mit dem Münchener Systemhaus Allgeier, das seine Tochter Allgeier Enterprise Services mit Sycor fusioniernen will. Immerhin bedeutet das einen erklecklichen Expansionssprung, hatte Sycor doch 2017 mit inzwischen mehr als 750 Mitarbeitern den Jahresumsatz um knapp 20 Prozent auf 85,1 Mio. Euro gesteigert. Vollzogen ist die Fusion noch nicht; man einigte sich aber in einem „Letter of Intent“ darauf.

„Gemeinsam können die beiden Firmen mit über 1.500 Mitarbeitern und einem für das Gesamtjahr 2018 erwarteten Umsatzvolumen von mehr als 220 Mio. Euro ihre Zukunftsaussichten am Markt erheblich verbessern“, heißt es in einer Presseinformtion. „Das Portfolio der beiden Firmen ergänzt sich optimal, um die vornehmlich mittelständischen Kunden mit innovativen IT-Lösungen erfolgreich durch deren digitale Transformation zu begleiten.“

Über den Kaufpreis wurde ebenso wenig bekannt wie über die Beteiligungsverhältnisse. Bekannt ist nur, dass der Name der neuen Firma in Form einer SE den Marken­namen Sycor enthalten soll und dass die Geschäfte vom Hauptstandort Göttingen aus geführt werden.

Allgeier Enterprise Services erzielte mit etwa 750 Beschäftigten im letzten Jahr einen Umsatz von 105 Mio. Euro. Dass man auf die Ressourcen von Allgeier SE zurückgreifen kann, verschafft den künftig gemeinsam tätigen Firmen weitere Verbundvorteile. Allgeier SE, mit Sitz in München, ist an mehr als 120 Standorten in Europa, Asien und Amerika tätig und erzielte im Geschäftsjahr 2017 mit rund 8.000 Mitarbeitern und mehr als 1.400 freiberuflichen Experten einen Konzernumsatz von 574 Mio. Euro.

„Durch diesen Zusammenschluss ergeben sich für Sycor die besten Wachstumsvoraussetzungen“, ordnet Sycor-Geschäftsführer Jochen Schwiersch, der die Nachfolge von Mitbegründer Marko Weinrich angetreten hat, die neue Situation ein. „Allein durch die geplante Fusion sehe ich uns bereits unter den führenden mittelständischen deutschen Unternehmen im IT-Beratungsmarkt.“

Der Mitbegründer und langjährige Geschäftsführer von Sycor, Rüdiger Krumes, ergänzt: „Gemeinsam möchten wir nun das Ziel verfolgen, Marktführer in diesem Segment zu werden. Das Portfolio der beiden Häuser bietet dazu die beste Voraussetzung, da es sich im Sinne der Ansprüche unserer Kunden optimal ergänzt.“

Allgeier als Mehrheitspartner

Nach der momentan noch in Prüfung befindlichen Fusion wird das Port­folio unter der Führung von Allgeier als Mehrheitspartner auch zukünftig Beratungsdienstleistungen von der Strategie- und Prozessberatung bis zur Komplett­einführung sowie Managed-Services in den Bereichen Application-Management, Hosting und Cloud umfassen. Von der Implementierung, Optimierung, Erweiterung bis hin zum Betrieb will man so Mittelständlern und Konzernen helfen, die Leistungsfähigkeit ihrer IT sicherzustellen.

„Mit einer auf Innovationen und Zukunftstrends ausgerichteten Wachstumsstrategie ergreifen wir zukünftig gemeinsam die Chancen der Digitalisierung“, unterstreicht Hubert Rohrer, Vorstand bei Allgeier SE und Allgeier Enterprise Services, das Interesse an dieser Fusion. „Zunächst werden die beiden Unternehmen weiter eigenständig am Markt agieren. In Zukunft wird man im Sinne der Kunden und Mitarbeiter gemeinsam von den Vorteilen der Größe, der Internationalität und des komplementären Know-hows unter der Marke Sycor und vom Firmensitz Göttingen profitieren“, so Rohrer weiter.

Einigung im Sinne eines Letter of Intent

Ein gewichtiger Entscheidungspunkt für Sycors Verhandlungsteam, das der Eigentümer Prof. Näder persönlich angeführt hat, war die Aussicht, dass bei dieser geplanten Fusion die Marke Sycor, die auf Mitarbeiterorientierung basierende Kultur und alle bisherigen Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Ein besonderes Augenmerk legte Prof. Näder vor allem auf das von Mitarbeitern der IT-Tochter in einer privaten Initiative erarbeitete Konzept für den Kauf der Firma durch die Belegschaft. „Das Interesse und das Engagement der Sycor-Mitarbeiter hat mich beeindruckt. Aber die sich insgesamt durch die Fusion mit Allgeier ergebenden Vorteile für Sycor, und insbesondere für die Mitarbeiter der Sycor, haben am Ende den Ausschlag gegeben“, führte Prof. Hans Georg Näder dazu aus.

Sycor und Allgeier Enterprise Services werden auch künftig in den für Kunden und Mitarbeiter gewohnten Einheiten am Markt agieren und Größenvorteile und Synergien nutzen. Gemeinsam verfügen sie über 50 Standorte in der Region DACH, in Frankreich, Dänemark, China, Singapur, Kanada und den USA, die sich vor allem an SAP- und Microsoft-Kunden wenden.

Prof. Näder hält den IT-Markt insgesamt und insbesondere auch das zusammengeschlossene Unternehmen für so attraktiv, dass er auch weiter Anteile daran halten wird: „Mit den Aussichten auf den für 2018 erwarteten Umsatz der Sycor von 100 Mio. Euro und der Stärke der Firma Allgeier stellen wir jetzt die Weichen für eine erfolgreiche und große Zukunft.“

Rückblick auf die Anfänge von Sycor

 Im Jahr 1994 erhielt die achtköpfige IT-Abteilung bei Otto Bock den Auftrag zur Einführung der Unternehmenssoftware SAP R/3 mit allen Modulen auf einem zentralen System in Duderstadt.

In den Folgejahren wuchs durch diese System­einführung, aber auch durch Roll-Outs in weltweit 15 Lokationen das Know-how. Die IT-Abteilung regte ein weltweites Logistikkonzeptes für Otto Bock an und begann mit dessen Verwirklichung.

Nachdem im Jahr 1997 eine konzernweite Telekommunikationslösung in den IT-Bereich integriert worden war, entstand bei den beiden DV-Abteilungsleitern Dr. Marko Weinrich und Rüdiger Krumes die Idee zur Gründung eines IT-Dienstleisters. Im Februar des Jahres 1998 war es soweit: Sycor wurde gegründet und die IT-Abteilung von Otto Bock in die neue GmbH integriert.

Von Duderstadt aus nehmen zunächst 14 Mitarbeiter im März die Arbeit auf. Die Geschäftsführer der sten Stunde waren Weinrich und Krumes. Der Umzug nach Göttingen in das Gebäude am Bahnhof mit eigenen Rechenzentren legte dann 1999 den Grundstein für den Wachstumskurs.  

Bildquelle: Thinkstock / iStock, Sycor

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Berthold Wesseler DV-Dialog CRM
news-21554 Wed, 12 Dec 2018 17:09:14 +0100 Funktionierende IT – eine Frage der Führung http://www.it-zoom.de/dv-dialog/e/funktionierende-it-eine-frage-der-fuehrung-21554/ Ein Klartext von Jürgen Richter, Inhaber der Unternehmensberatung Catalyso.  Auch heute noch führen IT-Abteilungen fernab der Fachbereiche ein Eigenleben als technische Einsiedler. Teilweise haben sie nichts mit den Bedürfnissen der Prozess­abläufe zu tun, teilweise fühlen sie sich nicht verantwortlich, diese wirklich zu unter­stützen oder gar voranzubringen.

Die IT fungiert dann als reiner „Provider“ von Software und Infrastruktur – Anwender und IT-Fachleute treffen auf wechselseitiges Unverständnis. Bestenfalls funktioniert in solchen Umfeldern die IT, schlimmstenfalls ist sie Bremser der Entwicklung, in keinem Fall Treiber. Typisch in solchen Situationen sind ständige Klagen der Fachbereiche über mangelnde IT-Unterstützung und Rufe nach neuer Software. Symptomatisch ist die ständige Überforderung der IT mit dieser Situation – und der Mangel an Ressourcen, um Herr der Lage zu werden.

Einerseits sprechen wir von Digitalisierung. Andererseits werden Menschen zu IT-­Leitern, die zwar technisch qualifiziert, aber keine Führungskräfte sind. Sie sind nicht in der Lage, unternehmerische Entscheidungen operativ umzusetzen, geschweige denn im Sinne einer Unternehmensstrategie vorauszudenken und zu handeln. Unterstrichen wird dies durch die Einordnung der IT-Leiter unterhalb der zweiten Führungsebene.

IT, die Unternehmen wirksam unterstützt, muss in erster Linie als Dienstleister die Unternehmensstrategie umsetzen. Dazu muss das IT-Team sowohl das Unternehmen als auch seine Einordnung in den Markt verstehen. Es muss vorausdenken, deshalb entlang der operativen Organisation auf­gestellt sein und für jede operative Funktion ein unterstützendes Pendant anbieten. Dazu braucht die IT-Abteilung einen Kopf, der im Sinne des Unternehmens denkt – und der dabei vom Topmanagement nicht nur unterstützt wird, sondern permanent aktiv mit ihm zusammenarbeitet.

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DV-Dialog Unternehmen
news-21553 Wed, 12 Dec 2018 14:57:47 +0100 2018 – das Jahr der Datenskandale? http://www.it-zoom.de/it-director/e/2018-das-jahr-der-datenskandale-21553/ Datenschutz ist eine fragile Angelegenheit. Für diese Erkenntnis musste man 2018 kein ausgemachter Technologie-Skeptiker mehr sein. Das Ausmaß, mit dem in diesem Jahr sensible Daten in falsche Hände gerieten, bleibt nach wie vor beeindruckend. Das Thema Datenschutz fiel im ersten Quartal des Jahres quasi mit der Tür ins Haus. Kein Klopfen, kein Klingeln, dafür eine Firma, deren Name zum Synonym für den arglistigen Umgang mit privaten Daten werden sollte: Cambridge Analytica. Das Datenanalyse-Unternehmen aus New York soll über Jahre die persönlichen Daten von Millionen Facebook-Nutzern gesammelt und ausgewertet haben, um sie dann für politisch motivierte Mikrotargeting-Kampagnen zu missbrauchen. Eine Geschichte, bei der es nur Verlierer gab: Facebook erlitt nicht nur einen massiven Kurseinbruch an der Börse, sondern auch einen bis heute andauernden Vertrauensverlust und Imageschaden. Cambridge Analytica musste zwei Monate später Insolvenz anmelden. Die Nutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook konnten sich derweil endgültig sicher sein, dass ihre privaten Daten bei den großen US-Konzernen nicht in guten Händen sind.

Das Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai hätte vor diesem Hintergrund kaum passender kommen können. Einzig: Niemand schien so richtig zu verstehen, was man mit diesem bürokratischen Apparat überhaupt anfangen sollte. Das diffuse und teils widersprüchliche Regelwerk der Verordnung verunsicherte nicht nur kleine und mittlere Unternehmen, sondern nahezu die gesamte Wirtschaft. Bei einer Studie des Digitalverbandes Bitkom im Mai gab gerade mal ein Viertel der befragten Unternehmen aus Deutschland an, auf die DSGVO vorbereitet zu sein. Neben den angedrohten Strafen der Behörden befürchteten viele Unternehmen zudem unkontrollierte Abmahnwellen, bei denen entsprechende Kanzleien systematisch gegen Verstöße vorgehen würden. Davon waren laut einer Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) im ersten Monat nur fünf Prozent der befragten Unternehmen betroffen. Dennoch war auch hier die Grunderkenntnis, dass die neue Regelung Unternehmen stark einschränke.

Datenschutzgespenst in der Praxis

Wie genau der Umgang mit diesem „bürokratischen Gespenst” hierzulande in der Praxis aussehen kann, wurde schließlich im Falle eines großen Datenlecks im September gut veranschaulicht. Das tat sich bei dem Jugendportal knuddels.de auf und hatte zur Folge, dass die Mailadressen von mehr als 300.000 Nutzern des Portals veröffentlicht wurden. Da die Daten offensichtlich nicht angemessen gesichert waren und Passwörter unverschlüsselt vorlagen, wurde der Vorgang als klarer Verstoß gegen die DSGVO gewertet. Weil das Unternehmen den Angriff aber unmittelbar bei den Behörden meldete und transparent an seine Nutzer kommunizierte, fiel die Strafzahlung mit einem Betrag von 20.000 Euro einigermaßen überschaubar aus. Ein Zwischenfall, von dem man zwei Dinge ableiten konnte: Zum einen zeigte sich, dass die Behörden bei vorbildlicher Zusammenarbeit eine Art Kulanz walten lassen und Unternehmen generell gut damit beraten sind, etwaige Probleme umgehend zu melden. Zum anderen machte der Fall deutlich, dass eine zeitnahe und gezielte Auseinandersetzung mit derartigen Vorfällen einen Lerneffekt mit sich bringen kann, der eine IT-Abteilung im Zweifel sogar stärkt.

Wie man besser nicht mit einem Datenleck umgehen sollte, demonstrierte Google nur einen Monat später. Bis zu hunderttausende Konten des Google-Plus-Netzwerks  sollen von einer Datenpanne betroffen gewesen sein, wie Anfang Oktober bekannt wurde. Genug, um das ohnehin bereits „scheintote” Netzwerk ganz zu Fall zu bringen. Dessen Ende wurde nämlich gleich mitverkündet und sollte so wohl den eigentlichen Skandal an der Geschichte übertönen. Das Datenleck soll laut dem „Wall Street Journal” nämlich schon seit gut drei Jahren existiert haben. Eine Notwendigkeit, Nutzer oder Behörden zu informieren, sah Google nicht. Die Panne ermöglichte es App-Entwicklern, auf private Kontodaten wie Name, Mailadresse oder Beschäftigung zuzugreifen. Ob durch die Lücke im System tatsächlich ein Missbrauch der Daten stattgefunden hat, weiß derweil niemand so genau. Die zuständige Behörde in Hamburg soll die Ermittlungen kurz nach bekanntwerden der Panne aufgenommen haben.

Trauriger Rekord zum Jahresende

Man kann die Liste der betroffenen Unternehmen in diesem Jahr sehr beliebig fortführen: Uber, British Airways, Twitter, Quora, Amazon – kaum eine Woche verging, ohne dass ein neuer Fall bekannt wurde. Zum Abschluss des Jahres folgte dann noch mal ein ganz großer Brocken: Die Daten von einer halben Milliarde Hotelgästen sollen dem Hotelunternehmen Marriott abhanden gekommen sein. Damit ist die Panne direkt auf den zweiten Platz der größten Datenlecks aller Zeiten gerutscht – nur noch geschlagen von Yahoo, bei denen im Jahr 2013 sogar drei Milliarden Personen betroffen waren. Im Fall des Marriott-Skandals sollen bereits seit 2014 Unbefugte Zugang zu den Daten der betroffenen Tochterkette Starwood gehabt haben. Eine Sicherheitslücke, die Marriott im Zuge der Übernahme vor zwei Jahren gleich miterwarb. Besonders pikant: Bei den aus der Reservierungsdatenbank gestohlenen Informationen soll es sich nicht nur um Daten wie Name, Anschrift und Buchungszeitraum handeln, sondern auch um Einzelheiten zu den Kreditkarten der Gäste. Ob die zur Entschlüsselung dieser Daten notwendigen Informationen ebenfalls abhanden gekommen sind, war im Nachgang nicht bekannt.

Glaubt man den Umfragen der Branchenverbände, ist das zunehmende Bedrohungspotential durch solche Angriffe nicht nur ein subjektives Gefühl: Bitkom erwartet, dass die Ausgaben für IT-Sicherheit im kommenden Jahr hierzulande auf 4,4 Milliarden Euro steigen – neun Prozent mehr als im Vorjahr. Neben den anhaltenden Risiken durch Bedrohungsfaktoren wie Ransomware können auch neue Formen der Kriminalität wie Kryptomining nachhaltige Schäden hinterlassen. Ob sich die zusätzlichen Ausgaben dahingehend bezahlt machen, wird man vermutlich erst im nächsten Jahr um diese Zeit sagen können.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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IT-Director Startseite it-zoom Philip Fassing Sicherheit
news-21551 Wed, 12 Dec 2018 14:40:36 +0100 Bei Versicherungen zählt das Image http://www.it-zoom.de/it-director/e/bei-versicherungen-zaehlt-das-image-21551/ Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele der Befragten sich durchaus vorstellen könnte, eine Versicherung bei einem Automobilkonzern oder einem Energieanbieter abzuschließen, nicht jedoch bei einem Discounter. Deutschlands Versicherungskunden sind nicht auf Herrn Kaiser festgelegt. Viele von ihnen würden auch bei einem Stromanbieter (43 Prozent), einem Autohersteller (42 Prozent) oder einem Telefonkonzern (40 Prozent) eine Versicherung abschließen. Deutlich zurückhaltender sind die Bundesbürger hingegen bei Internet-Firmen (34 Prozent) oder Discountern (26 Prozent). Das sind Ergebnisse der Studie „Digitale Versicherung 2018“, für die im Auftrag des Softwareherstellers Adcubum mehr als 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

„Die Teilnehmer haben sehr genau die Tätigkeitsfelder der abgefragten Unternehmen verglichen“, sagt Michael Süß, Geschäftsführer von Adcubum Deutschland. „Das führte bei den Befragten ganz offensichtlich zu der Überzeugung, dass es besser passt, eine Versicherung bei Stromanbietern wie Vattenfall oder Eon abzuschließen als beispielsweise bei einem Discounter.“

Was durchaus Sinn ergebe, wie Süß weiter erklärt. „Einen Supermarkt bringt man ja in aller Regel nicht unbedingt mit dem Abschluss einer Hausratversicherung in Verbindung. Einen Energielieferanten hingegen schon sehr viel eher, wenn etwa der Strom bei einem Umzug ohnehin neu angemeldet werden muss.“ Als Erweiterung des Angebots dieser Unternehmen seien daher Versicherungen denkbar, die thematisch passen. Bei Autoherstellern könne man dabei an eine Haftpflicht-Police denken, was bereits oft gängige Praxis sei.

Die mittelmäßigen Ergebnisse der Discounter müsse man deshalb aber nicht sofort als negativ einstufen. Man könne sie viel mehr auch als zukünftige Chance begreifen, so der Versicherungsexperte. „Denn wenn wir uns die rasende Entwicklung in Sachen Mass Customization ansehen, dann ist der Weg in Richtung Versicherung aus dem Discounter auch nicht mehr besonders weit.“

Das funktioniere allerdings nur, wenn die Abwicklung parallel auch durch digitale Plattformen gestützt werde, die leicht zu begreifen und vor allem störungssicher sind. Süß dazu: „Die Kundenreichweite dieser Märkte ist absolut nicht zu unterschätzen und vor allen Dingen jüngere Generationen wollen nun mal nicht erst in drei Wochen einen Termin beim Berater haben – sondern jetzt. Genau da kann man ansetzen.“

Die Ergebnisse der aktuellen Studie stützen diese Einschätzung. Dort standen besonders jüngere Teilnehmer zwischen 18 und 34 Jahren dem Abschluss eines Versicherungsvertrages bei den genannten Nicht-Versicherungs-Unternehmen am offensten gegenüber.

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