8 Jahre iPhone von Apple

10 Dinge, die vom iPhone wirklich bleiben

Das iPhone hat unser Leben verändert, den Aktienkurs von Apple und alles andere natürlich auch. Doch was bleibt wirklich für die Nachwelt?

Wählscheibe? Es gibt eine App dafür

Was haben die Römer jemals für uns getan? Ich meine natürlich Apple. Wenn sonst nichts von dem beschaulichen, freundlichen, toleranten und zentralistisch durchregierten Unternehmen übrig bleibt, außer einem Riesenhaufen Geld natürlich, einem derartigen Haufen, der den Inhalt des Geldspeichers von Dagobert Duck zu Peanuts herabwürdigt, dann werden doch immerhin noch diese 10 Dinge übrig bleiben, die unsere Welt revolutioniert haben.

  1. Die digitale Transformation der Schwarzfahrt. Zwar kennen inzwischen selbst deutsche Bahnunternehmen eine Ticket-App, mit der sich der Fahrgast durch Herzeigen des iPhone legitimiert, nur leider wissen das nicht immer alle Mitarbeiter. Bei Licht betrachtet ist das aber ein gutes Zeichen: Die Digitalisierung schreitet voran, wenn auch, wie einstmals der Sozialismus, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
  2. Das Diebes-Selfie. Unsere Altvorderen haben sich den durchschnittlichen Dieb immer als eine Kreuzung aus Panzerknacker, Hells Angel und Frettchen vorgestellt. Weil iPhone-Diebe gerne vergessen, die Kamera-Datensicherung in der Dropbox auszuschalten, kennen wir die Wahrheit: Der Dieb ist ein leicht nerdy wirkender Normalo mit ungelenken Posen beim Selfie.
  3. Das Quantified Self als Normalform des Großstadtneurotikers. Er installiert sich Software zur Selbstvermessung, Selbstkontrolle und Selbstoptimierung. Das flotte Mitzählen des Puls, wie wir es vor Jahren im Sportunterricht gelernt haben, reicht nicht mehr aus. Es muss ein Pulsmesser sein, der sogar noch den zeitlichen Abstand zwischen zwei ventrikulären Extrasystolen auf zwei Nachkommastellen genau erfasst und die Werte in einem gestapelten Säulendiagramm als CMYK-PDF in der Cloud speichert. Sinnlos zwar, aber cool.
  4. Eine völlig neue Form von Alltagsfotografie. Tatsächlich wird dank iPhone so viel fotografiert wie noch nie zuvor, praktisch jedes Lebensereignis findet nun seinen Weg in die digitalen Fotoalben und von dort aus via Facebook in alle Welt.
  5. Besseres Licht beim Kippendrehen im Konzert. Musste man früher noch einen Kumpel bitten, doch mal kurz mit dem Feuerzeug zu leuchten, so reicht heute eigentlich schon das Displaylicht der anderen 436 Konzertgäste, die entweder Selfies oder das Konzert aufnehmen, locker aus, um wahlweise auch einen Riesen-Blunt zu bauen.
  6. Die endgültige Antwort auf die Frage "Wo gucke ich hin, wenn ich in einem total überfüllten ICE stehe und vor lauter Gedränge Panik in mir aufsteigt?" Richtig: In den beruhigenden Zen Space auf dem iPhone.
  7. Die Befreiung des Smartphones aus dem Management. Das iPhone war von Anfang an als Lifestyle-Gadget geplant, das von jedem (mit dem nötigen Kleingeld) genutzt werden soll und nicht nur von Managern auf Konzernebene Null.
  8. Die völlig neue Industrie der iPhonedisplayabdeckfolienhersteller. Hat eigentlich schon mal jemand ausgerechnet, wie viel vom weltweiten Bruttosozialprodukt hier erwirtschaftet wird?
  9. Eine tolle Möglichkeit, kleinen Kindern die Optik und die Bedienung einer Wählscheibe zu zeigen. "Als ich so alt war wie Du, da hatten wir ja nix … nur so Dinger hier."
  10. Gerechtigkeit für die Menschenschlange. Galt sie früher als Ausweis einer Unterversorgung, ist sie heute das Qualitätsmerkmal von gehypten Produkten. Beweis: Stellen Sie sich eine Menschenschlange am Windows-Ausgabeschalter vor. Na? Eben!

Bildquelle: Thinkstock

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