Tablet-Kasse: Stationäres Geschäft mobil erlebbar machen

All-in-One-Kassensystem für den Handel

Im Interview erläutert Christoph Brem, Gründer und Geschäftsführer der Inventorum GmbH, mit welchen Sicherheitsrisiken es verbunden ist, wenn Kasse, Warenwirtschaft, Buchhaltung und Kundenverwaltung via Tablet „stattfinden“ und was sich hinter der „iPad-Kasse“ verbirgt.

Christoph Brem, Inventorum GmbH

„All-in-One-Kassensysteme erfüllen alle rechtlichen Standards und auch die Vorgaben des Finanzamtes", so Christoph Brem, Gründer und Geschäftsführer der Inventorum GmbH.

Herr Brem, inwieweit können stationäre Rechner heutzutage noch mit mobilen Lösungen mithalten?
Christoph Brem:
Digitale Technologien und mobile Daten sind alle auf stationären Rechnern hinterlegt und machen Daten und Anwendungen für uns online verfügbar. Mobile Lösungen, beispielsweise über Cloud-Systeme, haben den Vorteil, von überall abrufbar zu sein, ständig abgesichert zu werden und jedem Anwender somit Flexibilität und Sicherheit zu bieten. Wir wollen heute überall alles verfügbar haben und nicht auf stationäre, lokale Systeme zurückgreifen müssen, die die Prozesse einschränken und sehr hohe Risiken des Datenverlusts haben. Denn es geht um Zeitersparnis und Sicherheit! Mobiles Business ist überall verfügbar, lässt mich auch kurzweilig ohne Internetverbindung weiterarbeiten, synchronisiert sich auf allen Geräten selbstständig und vernetzt mich dort, wo ich es benötige.

Und was ist so „smart“ daran?
Brem:
Man ist effizienter, unabhängiger und kann den erhöhten Anforderungen nach flexiblen Prozessen sowohl für die Ladengeschäfte als auch für den Kunden gerecht werden. Mobilität ist die Zukunft, denn sie erlaubt viel mehr Möglichkeiten, Geschäftsprozesse nach den Anforderungen des Kunden anzupassen und stetig zu erweitern.

Mit welchen Sicherheitsrisiken ist es verbunden, wenn Kasse, Warenwirtschaft, Buchhaltung und Kundenverwaltung via Tablet „stattfinden“ bzw. abgewickelt werden?
Brem:
An das Tablet als Endgerät werden die gleichen Sicherheitsanforderungen gestellt wie an herkömmliche Rechner. Entscheidend ist immer, dass die Daten der Anwendung mit bankenähnlichen Standards lokal vor externem Zugriff und durch sichere Passwörter vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Der Vorteil einer Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) ist, dass die Daten, immer wenn eine Internetverbindung aktiv ist, in Echtzeit auf einem zentralen Hochsicherheitsserver synchronisiert werden und somit die Gefahr des Datenverlusts gegen null geht. Wenn einmal ein Endgerät verloren oder kaputt geht, loggt man sich auf einem neuen Endgerät wieder ein und hat genau den gleichen Stand wie vorher. Das ist bei lokal installierten Lösungen nur bedingt mit sehr viel Aufwand möglich. All-in-One-Kassensysteme erfüllen hier beispielsweise alle rechtlichen Standards und auch die Vorgaben des Finanzamtes.

Für welche Branchen ist eine „iPad-Kasse“ interessant? Können Sie uns ein konkretes Anwenderbeispiel nennen?
Brem:
Ein sehr hoher Kundenstamm kommt aus dem Fashion-Bereich. Hier ist es unabdingbar, dass die Warenwirtschaft Artikel in verschiedenen Größen und Ausführungen verwaltet, die Bestände sofort aktualisiert und Reports um Margen und Lagerbestände erstellt. Auch die Verbindung von stationärem Handel und E-Commerce ist für viele Branchen in Zeiten von ständiger Internetverbindung des Kunden durch das Smartphone enorm wichtig. Noch wichtiger als das iPad als Endgerät ist die darunterliegende Software-Plattform, welche flexibel auf ständig wechselnde Anforderungen im Handel zeitnah und ohne großen Aufwand reagieren kann. Somit kann man nahezu allen Branchen im Einzelhandel die Möglichkeit bieten, ihr stationäres Geschäft mobil erlebbar zu machen, effizientere Prozesse vorzunehmen und schneller Optimierungsbedarf zu erkennen.

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Mit welchem Aufwand ist die Einführung solch einer Lösung verbunden?
Brem:
Der Anspruch muss sein, ohne teure und zeitaufwendige Schulungen schnell produktiv zu werden. Moderne Technologien und Fortschritte im Nutzerdesign machen dies möglich und verringern den Aufwand verglichen mit einem „alten“ System. Nach einer kurzen Einführung in das System werden Daten via Importfunktion eingepflegt, allgemeine Einstellungen zum Geschäft vorgenommen, falls notwendig wird etwaige Hardware verbunden und dann kann es losgehen. Beim Aufsetzen eines Shops funktioniert dies ebenfalls über einen Import, an dem im Einzelfall noch hier und da justiert werden muss. Jedes gute Support-Team unterstützt hier bei der Bereitstellung.

Inwieweit können mobile betriebswirtschaftliche Lösungen auch offline verwendet werden?
Brem:
Zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebs sollten die Lösungen auf jeden Fall auch offline verfügbar sein, da die meisten Internetverbindungen immer noch nicht zu 100 Prozent funktionieren. Das ist insbesondere bei Kassierprozessen oder Kalkulationen unabdingbar.

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