Cloud-Speicher zusammenfassen

Alle Dateien unter einer Haube

Ein paar kostenlose Gigabyte hier, ein paar dort: Online-Speicherplatz ist problemlos verfügbar. Doch was dann? Weitere Cloudservices können den Speicher zusammenfassen.

Speicherdienste in der Cloud gibt es inzwischen wie Sand am Meer, mal mit 15 GB kostenlosem Speicherplatz, mal nur mit 2 GB. Es ist naheliegend, einfach bei mehreren Diensten Gratiszugänge zu eröffnen und dann die Dateien darauf zu verteilen.

Cloud-Speicher kombinieren

Die Schwierigkeit dabei: Nicht alle Dienste bieten wie Dropbox oder OneDrive eine komfortable Windows-Integration an, so dass die Dateien mit dem Explorer verschoben werden können. Eine praktikable Lösung sind oft ebenfalls kostenlose Dachservices, die mehrere Cloud-Konten unter einer zentralen Benutzeroberfläche anzeigen.

MultCloud 

Das recht leistungsfähige MultCloud ist völlig kostenlos. Es bietet zwar keine mobilen Apps, zeichnet sich aber durch die Vielfalt an Online-Festplatten aus, die unter anderem auch auf deutsche Anwender zielt. So gibt es hier auch die Möglichkeit, Konten bei dem Schweizer Anbieter MyDrive sowie bei Web.de und Hidrive zu verwalten. Außerdem werden FTP-Server und WebDAV-basierte Dienste unterstützt. Von den einzelnen Anbietern können beliebig viele Konten eingefügt werden und es ist möglich, die Dateien zwischen diesen einzelnen Konten zu übertragen.

Otixo 

Der kostenpflichtige Dienst Otixo bündelt die bekannten Cloud-Dienste wie Dropbox, Box, Google Drive, One Drive, Amazon S3 und SugarSync sowie FTP-Server. Außerdem können WebDAV-fähigen Dienste wie das Telekom Mediencenter, Strato Hidrive, GMX oder Web.de zugefügt werden. Es gibt zwar einen kostenlosen Zugang, der jedoch Einschränkungen bei hat, vor allem beim Kopieren zwischen den Online-Festplatten. Der Premium-Zugang (ab 50 €/Jahr) bietet dies an und außerdem eine Möglichkeit, Dateien und Ordner aus verschiedenen Diensten Zusammenarbeit im Team verfügbar zu machen.

PrimaDesk 

PrimaDesk verwaltet insgesamt 40 verschiedene Dienste. Neben den üblichen Online-Festplatten können auch Fotodienste wie Flickr oder die Fotogalerien von Facebook sowie E-Mails verwaltet werden. Darüber hinaus gibt es eigenen Speicherplatz für ein Online-Backup der Dateien, das allerdings im Premium-Zugang (100 €/Jahr) nur bis 30 GB reicht. Interessant ist die kostenlose Version, die bis zu zehn einzelne Konten integrieren kann. Das dürfte für viele Leute ausreichen, um neben Dropbox & Co. auch noch einige Fotogalerien in einer einheitlichen Oberfläche zu verwalten.

JoliDrive 

JoliDrive zeichnet sich vor allen Dingen durch seinen kostenlosen Basiszugang aus. Mit ihm kann Dropbox und Google Drive verwaltet werden. Die JoliDrive-Oberfläche sowie die mobilen Apps (iOS Android) bieten grundlegende Drag&Drop- Fähigkeiten für das Kopieren und Verschieben von Dokumenten innerhalb eines Dienstes. Der Pro-Zugang kostet (50 €/Jahr) bietet weitere Dienste wie Box, Mediafire, OneDrive und SugarSync. Die Dateien können zwischen den Diensten hin und her bewegt werden. Außerdem erlaubt JoliDrive das Einfügen mehrerer Konten von jedem Cloud-Dienst. Damit ist es zum Beispiel möglich, unter verschiedenen E-Mail-Adressen beispielsweise mehrere kostenlose Dropbox-Konten zu eröffnen und mithilfe von JoliDrive komfortabel und übersichtlich für die Speicherung von Dokumenten zu benutzen.

OneBigDrive 

Einen völlig anderen Ansatz verfolgt die Desktop-Anwendung OneBigDrive: Sie bietet einen speziellen Ordner auf einem Windows-Rechner oder einem Mac an, dessen Inhalt verschlüsselt in der Cloud gespeichert wird. Dabei verteilen die OneBigDrive-Server die Dateien auf die verschiedenen Online-Festplatten. Zu der Anwendung gehört ein Online-Konto, über den die einzelnen Dienste angemeldet werden müssen und über das die Verteilung der Dokumente geschieht. Auch mobile Zugriffe sind möglich, zurzeit aber nur unter iOS. Da die Synchronisation über die Server des Anbieters abgewickelt wird, ist der kostenlose Basiszugang auf 50 GB beschränkt. Bis zu 100 GB kosten zehn Euro pro Jahr, ein Zugang ohne Größenbegrenzung soll 20 € pro Jahr kosten, ist aber zur Zeit noch nicht verfügbar.

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

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