Elastic.io Connect

Automatisierung von Business-Apps

Anwendungen aus der Cloud sind kostengünstig und unkompliziert. Doch der Datenaustausch ist schwierig. Der neue Dienst Elastic.io Connect aus Bonn verknüpft bisher unverbundene Enterprise-Webapps.

Wer SaaS-Anwendungen in der Cloud nutzt, stößt rasch an Grenzen: Die einzelnen Dienste besitzen keine einfache Möglichkeit, untereinander Daten austauschen. In diese Bresche sprang bisher schon das Bonner Startup Elastic.io.

Es ist bekannt für seine standardisierte Cloud-Middleware, die einen automatisierten Datenaustausch zwischen den Diensten ermöglicht. So können die Kunden des Startups ihre Daten von einem Dienst in den anderen übertragen. Doch bisher war der Dienst eher eine Integrationsplattform für Unternehmen, die spezifische Anwendungsfälle in Auftrag gegeben haben.

Doch nun hat das Unternehmen seine Plattform erweitert und erlaubt auch technisch weniger versierten Anwendern Webapps ganz einfach miteinander zu verbinden. Ein Beispiel: Mit dem Automatisierungsdienst kann bei jedem neuen Verkauf auf Amazon Marketplace automatisch eine Rechnung mit Billomat erzeugt werden. Das erspart den Anwendern das umständliche Übertragen der Daten von Hand.

Durch das vorgefertigte Rezept von elastic.io Connect funktioniert die Kommunikation zwischen den beiden Diensten auch ohne komplizierte Programmierung mit APIs und Datenformaten. So ähnlich machen das auch Dienste wie IFTTT oder Zapier, wenn auch nicht mit allen bei elastic.io Connect vertretenen Services. Doch anders als die Konkurrenz beherrscht die Bonner App auch das Übertragen vorhandener Daten.

Zum Vergleich: Ein typisches IFTTT-Rezept wird erst durch das Auftreten eines „Triggers“ gestartet, zum Beispiel das Erscheinen eines neuen Artikels mit einem bestimmten Stichwort im RSS-Feed. Der Feed kann aber nicht nach Stichworten in älteren Artikeln durchsucht werden.

Einfache Bedienung und umfassende Integration

Solche Möglichkeiten bietet der Automatisierungsdienst elastic.io Connect dagegen bei den unterstützten Webapps. Darüber hinaus besitzt er eine umfassendere Integration, da die Apps mit mehreren Auslösern arbeiten. So kann zum Beispiel in der App „e-conomic zu Podio“ für jede gebuchte Rechnung, jeden neuen Kunden und jeden Kundenkontakt ein entsprechender Eintrag erzeugt werden.

Die Apps auf der Connect-Plattform sind sehr einfach zu bedienen und können innerhalb einer Minute aktiviert werden. Die Nutzer müssen lediglich den Zugang zu Ihren Konten bei den Diensten gestatten. Neben den bekannten Online-Speichern sowie Evernote und Mailchimp werden einige attraktive SaaS-Anwendungen wie Debitoor, e-conomic, Mailjet und Billomat unterstützt.

„Derzeit ist es nicht unser Ziel, so viele unterschiedliche Integrations-Apps wie möglich zu machen“, betont Renat Zubairov, Geschäftsführer von elastic.io. „Es würde keinen Sinn machen, in diesem Bereich mit Zapier oder IFTTT zu konkurrieren, denn wenn es um ein breites Angebot an fertigen Integrations-Lösungen geht, machen die beiden einen ausgezeichneten Job.“

Er plant aber einige Erweiterungen für Funktionen, die von den Konkurrenten nicht oder nur ungenügend unterstützt werden: „Wir planen unsere Bibliothek von Integrations-Apps in der nahen Zukunft um Enterprise-Apps wie Microsoft CRM und Microsoft NAV On Premise zu erweitern.“

elastic.io Connect nutzt ein Freemium-Geschäftsmodell und richtet sich stark auf Geschäfts-anwendungen aus. Das Preismodell basiert auf dem Verbrauch von Datensätzen und startet mit dem kostenlosen Free-Plan, bei dem bis zu 100 Datensätze bearbeitet werden können. Die kostenpflichtigen Pläne fangen bei 9 Euro pro Monat an. Dabei dürfen beliebig viele Integrations-Apps genutzt werden, die Daten werden etwa alle drei Minuten synchronisiert und aktualisiert.

http://connect.elastic.io/

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