Mobile Payment

Das Rennen macht...

Die Popularität der Smartphones bringt Bewegung in die Bezahlkultur. Aber das Rennen wird eine Lösung machen, die mehr bietet als nur Mobile Payment.

Smartphones und Tablets haben das Einkaufsverhalten in kurzer Zeit stark verändert. Doch die Veränderung des Bezahlverhaltens in Richtung Mobile Payment beginnt erst. Gartner sagt dem Mobile-Payment-Markt bis 2016 ein jährliches Wachstum von 42 Prozent voraus – aber noch zahlen die Konsumenten in den meisten Fällen wie gehabt: bar oder mit Karte an der Ladenkasse, mit Benutzernamen und Passwort im Onlineshop. Ihre Rechnungen begleichen sie per Onlinebanking oder in der Bankfiliale.

Eine Lösung für alle Kanäle

Wie kommt es, dass die Veränderung des Bezahlverhaltens seit Jahren erwartet wird, aber bisher noch nicht im Alltag angekommen ist? Das dürfte mit der Unübersichtlichkeit der aktuellen Bezahlkultur und ihren unterschiedlichen Zahlarten für jeden Vertriebskanal zu tun haben. Verbraucher werden keine Lösung akzeptieren, die ihr Leben noch komplizierter macht. Zwar sind die Konsumenten durchaus bereit, ihr Bezahlverhalten zu ändern – aber sie erwarten von den Anbietern dafür mehr als nur eine zusätzliche Bezahlmethode. Was sie wollen, ist eine Lösung, die immer passt – egal, auf welchem Vertriebskanal sie gerade unterwegs sind.

Das bedeutet: Der Mobile-Payment-Markt wird dann den großen Schub erhalten, wenn eine echte Cross-Channel-Payment-Lösung das Bezahlen über alle Kanäle hinweg ermöglicht – und zwar auf einfache, intuitive, schnelle und sichere Weise. Eine solche Lösung erfordert die Entwicklung und Feinabstimmung einer ganzen Reihe von Technologien im Hintergrund, ist aber die Grundvoraussetzung für Erfolg und Durchsetzungskraft jeder neuen Bezahlmethode.

Das Leben einfacher machen

Wie eine moderne Payment-Lösung das Leben der Verbraucher vereinfachen könnte, lässt sich am Beispiel QR-Code zeigen. Dessen Potential ist heute bei weitem noch nicht ausgereizt. So könnten künftig Rechnungen mit QR-Codes versehen werden. Der Kunde würde den Code einfach mit seinem Smartphone scannen und die Rechnung mit einem Bestätigungsklick bezahlen. Das erspart ihm den Gang zur Bankfiliale oder die Onlinebanking-Prozedur. Die Technik ist allerdings nur eine der großen Herausforderungen beim Start einer Cross-Channel-Payment-Lösung. Eine andere liegt darin, von Anfang an im Alltag des Konsumenten sichtbar und relevant zu sein. Das geht nur durch starke Partner im Handel.  Gute Karten haben hier Anbieter, die von Haus aus gut vernetzt sind. Yapital beispielsweise hat als Tochter der Otto Group Zugang zu einem System mit rund 60 Onlinehändlern wie otto.de, Sportscheck und Baur und weltweit 400 Ladengeschäften.

Doch allein die Vernetzung mit dem Handel reicht nicht aus. Die Lösung muss auch die Bedürfnisse des Handels präzise adressieren, dazu zählen: deutlicher Kundennutzen, geringer Aufwand, Sicherheit, Transparenz und wettbewerbsfähige Gebühren, sowie ein sichtbarer Mehrwert für den Händler.

Wie der Mehrwert konkret aussehen kann, lässt sich ebenfalls am Beispiel QR-Code zeigen: 80 Prozent aller Waren im Versand- und Einzelhandel werden heute auf Rechnung verkauft. Durch Nutzung des QR-Codes auf Rechnungen ließe sich das Handling vereinfachen: Der Verbraucher scannt den Code und der Betrag wandert in der gleichen Sekunde auf das Konto des Händlers. Das ist nicht nur für den Kunden bequemer, auch die Latenz zwischen Kauf und Bezahlung schrumpft und Prozesskosten lassen sich senken.

Insgesamt kommt es darauf an, sich in partnerschaftlicher Weise in die Wertschöpfungskette einzugliedern, als Anbieter Mehrwert-Lösungen zu schaffen und sie dem Handel und den Endkunden auch zu vermitteln.

Bildquelle: Albrecht E. Arnold/ pixelio.de

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