Alle Neuerungen auf einen Blick

Das Windows 10 Anniversary Update ist da

Windows 10 feiert Geburtstag und Microsoft gönnt ihm ein großes Update mit vielen neuen Funktionen.

  • Cortana kann mehr und auch das Startmenü wurde überarbeitet

  • Windows Ink ist überall aktiv und hilft beim Erfassen von Notizen

Ein Jahr und 350 Millionen Installationen nach dem ersten Lebenszeichen von Windows 10 folgt nun das sogenannte Anniversary Update, das eine Überarbeitung und Ergänzung zahlreicher Funktionen bringt.

Cortana und Windows rücken enger zusammen

Eine recht fundamentale Neuerung ist die stärkere Integration von Cortana in das System. Dadurch ist die Assistentin jetzt in der Lage, auch die Nachrichten und Fotos des Nutzers zu durchsuchen und kann bis zu 1000 Anwendungen mit Sprachbefehlen steuern.

Darüber hinaus soll sie mit deutlich mehr Intelligenz ausgestattet sein und kann beispielsweise Flugdaten aus E-Mails auslesen und automatisch in Outlook als Kalendereintrag einfügen. Eine weitere Neuerung: Die Assistentin funktioniert jetzt auch auf dem Sperrbildschirm. Sie kann dort direkt und ohne Anmeldung angesprochen werden.

Diese starke Integration in andere Betriebssystemteile und Anwendungen hat eine Konsequenz: Cortana ist nicht mehr optional. Bisher war es möglich, die Assistentin und alle mit ihr verbundenen Funktionen inklusive der Datenspeicherung in der Cloud einfach mit einem Menübefehl auszuschalten. Dies geht nun nicht mehr, aber im Netz kursieren bereits die ersten Registry-Tricks, mit den Cortana doch noch deaktiviert werden kann.

Eine zweite Änderung hängt ebenfalls mit dem Ausbau von Cortana zusammen: Das Infocenter ist jetzt deutlich nützlicher geworden. Es zeigt diverse Informationen und Aktionen von Cortana an und erlaubt Interaktivität. So soll es zum Beispiel möglich sein, eine im Infocenter angezeigte Chat-Nachricht sofort zu beantworten, ohne dass extra die passende App geöffnet wird. Außerdem zeigt es nicht nur den aktuellen, sondern auch zukünftige Termine an.

Handschriftliche Notizen überall

Die dritte große Änderung wird Benutzer eines Tablets freuen: Die Eingabe per Stift soll quer über das ganze Betriebssystem funktionieren und nennt sich jetzt Windows Ink. Unter anderem gibt es Haftnotizen, mit denen überall Notizen erzeugt werden können. In Office 365 und Edge sind die Stiftfunktionen bereits von Hause aus integriert.

So sollen handschriftliche Eingaben in Office-Anwendungen deutlich besser funktionieren als bisher. Auch das Skizzieren, Zeichnen und Malen wird mit dem Windows-Update einfacher. Außerdem gibt es Neues für Entwickler: Sie können ihre Anwendungen deutlich einfacher als bisher mit Stift-Unterstützung aufrüsten.

Viertens baut Microsoft seinen Browser Edge weiter aus und übernimmt dafür ein „Best of“ der Funktionen seiner Konkurrenten. Zwei Neuerungen sind besonders bemerkenswert: So gibt es angeheftete Tabs mit einem verkürzten Reiter, indem bestimmte Sites oder Webapps jederzeit nach dem Start des Browsers zur Verfügung stehen.

Außerdem kennt Edge nun Erweiterungen (Addons), die innerhalb des Browsers aus dem Windows Store heruntergeladen werden. Naturgemäß ist die Auswahl im Moment noch gering, aber mit zunehmender Verbreitung des Windows-Updates dürfte sich das ändern.

Neue Funktionen für die Sicherheit

Eine weitere wichtige Neuerung betrifft Anwender in Unternehmen: Es gibt neue und verbesserte Sicherheitsfunktionen. „Windows Defender Advanced Threat Protection (WDATP)“ erkennt auf Basis von Machine-Learning Verhaltensmuster von Angreifern und „Windows Information Protection“ schützt vor unbeabsichtigten Datenverlusten durch die Trennung von personenbezogenen und Unternehmensdaten.

Der mitgelieferte Malwareschutz Windows Defender wird verbessert und durch eine Option erweitert, mit der sich automatisch regelmäßige und schnelle Computerscans durchführen lassen. Zudem unterstützt Windows Hello nun auch Anwendungen und wird in Edge verfügbar. Dadurch können sich Anwender auch über eine biometrische Authentifizierung auf Webseiten anmelden.

Zahlreiche weitere Änderungen betreffen das Startmenü, Oberflächendetails, den Windows Defender und viele weitere Funktionen von Genuss, die nicht alle für Endanwender interessant sind. Außerdem hat Microsoft das Anniversary Update genutzt, um ein grundlegendes Ärgernis zu beheben: Die Anwender können jetzt Nutzungszeiten angeben, in denen kein Update mit einem Neustart installiert wird. Das senkt die wenig lustigen Überraschungen nach einer Mittagspause, wenn der genervte Nutzer nach einem automatischen Neustart wieder von vorne loslegen muss.

Bildquelle: Microsoft

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