Später-Lesen-Dienste

Diese Apps machen Websites leichter lesbar

Viele Websites sind etwas „over-designed“, der Inhalt verschwindet fast hinter bunter Grafik. Später-Lesen-Dienste helfen und stellen Webseiten lesefreundlich dar.

Frau mit Brille

Bei manchen Websites hilft nicht einmal eine Brille

Ein bisschen out waren sie ja schon, da sie ihre Aufgabe meist im Hintergrund versehen: Die Später-Lesen-Dienste. Die Verwirrungen rund um die DSGVO haben dann zumindest den Service Instapaper wieder ins Licht der Öffentlichkeit gebracht: Er ist (zwischenzeitlich?) für EU-Bürger nicht mehr erreichbar. Das wird sich hoffentlich bald wieder ändern, doch es gibt neben Instapaper noch eine Vielzahl an Alternativen für die gleiche Aufgabe.

Pocket

https://getpocket.com/

Der Service ist das Urgestein unter den Später-Lesen-Diensten. Die Grundfunktion ist schlicht: Über ein spezielles Javascript-Bookmark oder eine Browser-Erweiterung können Webseiten bei dem Service gespeichert werden. Er zeigt sie dann später im Buch-Layout an. Werbung, Navigationselemente und viele andere überflüssige Dinge fallen weg, sodass sich die Leser auf den Text konzentrieren können. Der große Vorteil von Pocket: Es arbeitet mit allen Browsern zusammen und bietet zum Lesen der gespeicherten Webseiten neben der Webapp auch Apps für iOS und Android an.

Diese Basisfunktionen sind kostenlos, Pocket Premium kostet 40 Euro im Jahr und bietet neben Werbefreiheit einige komfortable Zusatzfunktionen. So speichert Pocket Premium die Websites dauerhaft, in der Basisversion werden nur die Links gespeichert. Dadurch können die Nutzer auch Websites lesen, die möglicherweise nicht mehr im Internet vorhanden sind. Zudem bietet die Premium-Version eine verbesserte Suche und eine Vorschlagsfunktion für Tags.

Wallabag

https://www.wallabag.org/en

Diese Open-Source-Webapp erfüllt dieselben Aufgaben wie Pocket oder Instaper, kann aber auf einem eigenen Server oder Webspace installiert werden. Darüber hinaus gibt es Apps für iOS und Android sowie für die eBook-Reader PocketBook, Kobo und Kindle und nicht zuletzt Erweiterungen für Chrome, Firefox und Opera. Mit diesem Angebot an Tools kann jeder sein eigenes, selbst betriebenes Archiv aus Websites anlegen und die Inhalte in verschönerter Form anzeigen. Für Umsteiger von anderen Diensten gibt es zudem eine Möglichkeit, die bereits in Pocket, Instapaper oder Pinboard gespeicherten Links zu übertragen. Wer keinen eigenen Server betreibt oder keinen Webserver gemietet hat, kann die Webapp auch bei www.wallabag.it betreiben.

EmailThis

https://www.emailthis.me/

Wer einen Später-Lesen-Dienst nur gelegentlich braucht oder nicht noch einen weiteren Speicherort für irgendwelche Daten haben möchte, sollte sich EmailThis anschauen. Der Service installiert eine Browser-Erweiterung, die eine bestimmte Webseite in verschönerter und lesbarer Form an die eigene Mailadresse sendet. Basisfunktionen sind bei dem Dienst kostenlos, allerdings auch etwas eingeschränkt. So können nur 20 Webseiten pro Monat gespeichert werden. Die gebührenpflichtige Version kostet 19 US-Dollar pro Jahr und erlaubt unbegrenzt viele Webseiten. Darüber hinaus gibt auch die Möglichkeit, Notizen und Schlagwörter zu vergeben, sodass die Webseiten später leichter im E-Mail-Client gefunden werden. Außerdem ist auch das Senden als PDF möglich.

Vookmark

https://vookmark.co/

Dieser Service ist eigentlich ein Später-Gucken-Dienst, denn er sichert Videos in einer Liste. Dabei arbeitet er mit allen wichtigen Diensten zusammen, die Videos anbieten - also YouTube, Vimeo, Dailymotion, Facebook und Reddit. Rund um den Service gibt es eine ganze Reihe von Tools, die das Arbeiten damit erleichtern. So gibt es Browsererweiterungen für Chrome, Safari, Firefox und Opera sowie Apps für iOS, Android und Apple TV. Die Basisversion ist kostenlos, die Pro-Version kostet fünf US-Dollar im Jahr. Sie bietet die Möglichkeit, Videos mit Tags zu organisieren und eine verbesserte Suche. Darüber hinaus fällt die Werbung weg.

Send To Kindle

https://www.amazon.com/gp/sendtokindle

Wer einen Kindle oder die entsprechende Mobil-App nutzt, kann die Inhalte von Websites, aber auch andere Dokumente auf den Kindle senden. Amazon bietet hierfür einige Hilfsprogramme an, unter anderem Erweiterungen für Chrome und Firefox sowie eine Desktop-Anwendung für den PC und den Mac. Letztere fängt die Druckfunktion ab und kann genutzt werden, um Dokumente auf dem Kindle „auszudrucken“.  Außerdem ist es möglich, beliebige Dokumente (Word, HTML, RTF, PDF und Grafiken) per E-Mail an den Kindle zusenden. Dafür muss aber zunächst auf der Kindle-Einstellungsseite bei Amazon eine entsprechende E-Mail-Adresse erzeugt werden.

Save a As eBook

https://github.com/alexadam/save-as-ebook

Hierbei handelt es sich nicht um eine App, sondern um eine Browser-Erweiterung für Firefox oder Chrome. Eine Version für Opera gibt es auf GitHub ebenfalls, sie muss allerdings manuell installiert werden. Die Funktion der Erweiterung: Sie speichert eine Webseite oder die aktuelle Auswahl auf einer Webseite im ePub-Format, das von vielen eBook-Readern gelesen werden kann.

Bildquelle: Thinkstock

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