Online-Festplatte Seafile

Dropbox-Alternative selbst betreiben

Selber machen ist auch in Sachen Cloud ein Trend. Für viele ist das eine kostengünstige Alternative zu den weithin als unsicher angesehenen Diensten in der Public Cloud.

Neben dem Klassiker OwnCloud, der bald in der Version 7 herauskommen wird, gibt es noch eine praktische Alternative für die Public Cloud: Seafile, die Online-Festplatte für den heimischen Server. Im Unterschied zu OwnCloud gibt es hier aber lediglich Funktionen zum Synchronisieren und gemeinsamen Bearbeiten von Dateien.

Der Seafile-Server kommt in zwei Versionen heraus: die Community Edition ist kostenlos und besitzt alle notwendigen Grundfunktionen. Die Business Edition kostet ab 25 Dollar pro Benutzer und Jahr. Sie bringt einige Zusatzfunktionen wie zum Beispiel Volltextsuche und eine Dateivorschau.

Wer den Server nicht selbst betreiben möchte, kann ein Hosting-Angebot des Herstellers nutzen. Auch hier gibt es eine kostenlose Version, die allerdings nur ein Gigabyte Speicherplatz besitzt. Für zehn Dollar im Monat gibt es bereits hundert Gigabyte.

Doch damit sind lediglich die großen Anbieter aus dem Spiel, die Daten befinden sich immer noch in der Public Cloud. Wer auf einem eigenen Datenträger besteht, der kann den Server auch auf Windows, Linux und sogar dem Minicomputer Raspberry Pi installieren.

Mit der letzten Variante kann Seafile als eine Art intelligentes Netzlaufwerk betrieben werden. Die Kosten liegen dabei im Rahmen, denn ein Mainboard plus Netzteil, Gehäuse und einer 32 Gigabyte SDHC-Karte sollten im Normalfall um hundert Euro kosten.

Für den Zugriff auf den Server werden Clients für Windows (Desktop-Modus), Macintosh, Linux, Android und iOS angeboten. Die Clients und Server unterstützen Synchronisation von Dateien über sämtliche Clients hinweg und die gemeinsame Zusammenarbeit an Office-Dokumenten inklusive einer Versionsverwaltung.

Eine Besonderheit ist die Funktion der "Library" (Bibliothek). Dies ist ein Dateicontainer, in dem beliebig viele Ordner und Dateien gespeichert werden. Diese Bibliotheken können mit dem Algorithmus AES256 verschlüsselt werden. Das Kennwort zur Entschlüsselung wird dabei nicht auf dem Server gespeichert.

Bildquelle: Th. Reinhardt / pixelio.de

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