Dropbox und BoxCryptor

Dropbox auch mit Verschlüsselung

Schnelle und einfach zu nutzende Verschlüsselung der Dateien auf der Online-Festplatte Dropbox für Windows, Android und bald iOS.

Die Online-Festplatte Dropbox

Online-Festplatten gibt es inzwischen sehr viele, der bei Smartphone-Nutzern bekannteste Dienst ist aber immer noch Dropbox. Ein Vorteil sind die zahlreichen Clients für Windows, Linux, Mac-OSX, iOS, Android, Symbian und das BlackBerry-OS. Außerdem gibt es eine Weboberfläche, so dass die Dropbox auf beliebigen Rechnern genutzt werden kann.

Die Integration in die jeweiligen Betriebssysteme ist sehr elegant gelöst: Unter Windows 7 zum Beispiel taucht im Benutzerordner ein spezieller Systemordner namens Dropbox auf, dessen Inhalt vollautomatisch mit der Online-Festplatte synchronisiert wird. Er wird wie gewohnt benutzt, besitzt aber einige zusätzliche Funktionen. So kann zum Beispiel ein Ordner in der Dropbox anderen Dropbox-Benutzern freigegeben werden.

Die Standard-Dropbox richtet sich eher an Privatanwender. Bis zwei GB ist der Service kostenlos, für 50 GB fallen Monat Gebühren von zehn US-Dollar an und für 100 GB das Doppelte. Damit ist die maximale Speichergröße auch bereits erreicht. Für Unternehmen gibt es den Service "Dropbox für Teams". Der Basisdienst kostet hier 795 US-Dollar und bietet für fünf Nutzer 350 GB Speicherplatz. Weiterer Speicherplatz und weitere Benutzer kosten zusätzlich.

Alle Dateien werden zwar verschlüsselt gespeichert, aber es ist nicht möglich, einen eigenen Schlüssel zu bestimmen. Dies kann zu Sicherheitsproblemen führen, wenn zum Beispiel die automatische Anmeldung bei Dropbox aktiv ist und jemand illegal darauf zugreift. In diesem Fall sind alle Dateien lesbar und können leicht vom Rechner, Tablet oder Smartphone kopiert werden.

Doch es gibt eine Lösung: Das Verschlüsselungsprogramm "Boxcryptor" (14,99 €) von Acomba aus Augsburg. Boxcryptor arbeitet unter Windows und Android (IOS soll folgen). Die Verschlüsselung nutzt den AES256-Standard mit einer Schlüssellänge von 256 Bit. Sie ist dateibasiert und kodiert wahlweise ganze Ordner oder bestimmte Dateien. BoxCryptor ist kompatibel mit EncFS für Linux und Mac, so dass die verschlüsselten Dateien auch auf diesen Systemen verwendet werden können.

Erst dieses Tool macht die Dropbox auch für Unternehmensanwendungen interessant. Der Standardservice sollte für Selbständige und kleinere Unternehmen vollkommen ausreichend sein. Der Businessservice ist allerdings in allen Situationen empfehlenswert, in denen größere Datenmengen für mehrere Benutzer gespeichert werden müssen. Wenn tatsächlich fünf Nutzer auf die Dropbox zugreifen, kostet das Gigabyte nur knapp vier US-Cent pro Monat. Beim Standardservice sind es dagegen im selben Zeitraum rund 20 US-Cent.

Bildquelle: © Thorben Wengert/Pixelio

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