Lederwarenhersteller setzt auf Multichannel-Vertrieb

E-Commerce-Plattform und App für den Taschenverkauf

Der Lederwarenhersteller Picard vereint stationären Handel, Onlineshop und Mobile Commerce in einer umfangreichen Multichannel-Strategie.

  • 1928 konnten Kunden persönlich bei Edmund Picard kaufen – 2013 wird die Tasche mit einer mobilen App bestellt.

  • So innovationsfreudig Picard bei der Umsetzung der Multichannel-Strategie ist, so traditionsbewusst bleibt das Unternehmen in Bezug auf Qualität.

Die erste Musterkollektion lieferte der Feintäschner Edmund Picard 1928 noch mit dem Fahrrad an seine Händler. Heute vertreibt der Lederwarenhersteller Picard seine Produkte weltweit. Der Traditionshersteller stand vor der Herausforderung, eine Brücke in das mobile  Zeitalter zu schlagen und mit einer E-Commerce-Strategie die Marke in die digitale Welt zu übertragen, neue Zielgruppen anzusprechen und neuartige Serviceleistungen für die Kunden zu bieten. 2011 begann Picard mit der Planung einer Multichannel-Strategie. Das Unternehmen hat dabei vor allem Wert auf Weitblick gelegt. So stand von Anfang an etwa fest: Kunden sollten die Produkte künftig auch mit dem Smartphone kaufen können. „Mobile Commerce wächst stetig und ist heute sowohl als weiterer Absatzkanal als auch als Marketinginstrument unumgänglich“, sagt Oliver Quell, Projektmanager im Bereich E-Commerce bei Picard. Eine weitere Herausforderung für die E-Commerce-Strategie: das weit verbreitete und gut funktionierende Händlernetz in die digitale Strategie einzubinden.

Auf der Suche nach einer geeigneten Lösung hat sich Picard für die E-Commerce-Plattform der Oxid eSales AG entschieden. „Ein starkes Argument dafür war die Möglichkeit, alle Kanäle mit einer Lösung abzudecken. Die Lösung ist modular erweiterbar und es lässt sich ein mobiles Angebot inte­grieren. Darüber hinaus kann die Plattform um ein Händlersystem erweitert werden. So konnten wir auch die stationären Händler konfliktfrei in die digitale Strategie einbeziehen“, erläutert Quell. Im ersten Schritt konzipierte und implementierte das Projektteam einen Webshop. Technische Unterstützung leistete der Oxid-Lösungspartner One Commerce. Anfang 2012 hat Picard den ersten Projektabschnitt innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen und mit dem Onlineshop den Grundstein für die Multichannel-Strategie gelegt.

Mobiles Konzept

Im zweiten Schritt ging es nun daran, das mobile Konzept umzusetzen. Aufgrund der hohen Design-anforderungen von Picard entschied sich das Projektteam für eine native App und gegen mobile Internetseiten. Native Apps seien leistungsfähiger, intuitiv bedienbar und bieten das bessere Nutzererlebnis.

Eine iOS-App wurde erstellt. Gemeinsam mit One Commerce hat das Projektteam von Picard das Design und die Markendarstellung in der App konfiguriert. Die Direktanbindung an den Shop ermöglicht synchrone Daten in App und Onlineshop für Preise, Lagerbestände sowie Rabatte, Auf- und Abschläge oder Mindestbestellwerte ohne weiteren Pflegeaufwand. Die fertige App ist seit vergangenem Jahr im iTunes Store für Kunden erhältlich. Kunden haben nun mobilen Zugriff auf das Picard-Angebot. Die Produktdarstellung ist optimiert für kleine Bildschirme, das Bedienkonzept ermöglicht reibungsloses Einkaufen – vom Stöbern bis zum Check-out.

Mit der Social-Sharing-Funktion haben Kunden zudem die Möglichkeit, jedes Produkt direkt an Freunde zu versenden und Favoriten auf Twitter zu teilen. Das erhöht die Reichweite und steigert zudem die Kundenbindung. So dient die App auch als Marketinginstrument. Außerdem lassen sich Kategoriebanner ein- und ausblenden sowie Themenbanner nach zeitlichen Vorgaben steuern. Künftig plant Quell den mobilen Kanal auszubauen: „Der nächste Schritt ist eine App für das Betriebssystem Android. Außerdem diskutieren wir auch weitere Angebote wie QR-Code-Shopping, Store Locator oder Mobile Couponing, um den stationären Handel und das Online-Angebot noch stärker miteinander zu verknüpfen.“

Seit 2012 sind Onlineshop und App verfügbar. Kunden haben den mobilen Shop gut angenommen, die Nutzerzahlen steigen stetig. Picard will seine Konsumenten durch die Multichannel-Strategie langfristig an sich binden. Außerdem schöpft der Lederwarenhersteller durch die gegenseitige Befruchtung der Kanäle weiteres Umsatzpotential ab und erschließt durch den mobilen Kanal junge technikaffine Kundenschichten. Insgesamt modernisiert Picard durch das Angebot sein Image und positioniert sich als Vordenker in der Branche.

 

www.picard-lederwaren.de
www.oxid-esales.com
www.onecommerce.de

Bildquelle: Picard

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