Auch außerhalb des Rollfelds mobil

Enterprise Mobility Management am Flughafen München

Mobilität herrscht am Flughafen München nicht nur auf den Start- und Landebahnen, sondern auch in der internen Organisation. Der Anbieter Mobileiron sorgt hier mit seiner Enterprise-Mobility-Management-Plattform (EMM) dafür, dass die zahlenmäßig ständig zunehmenden mobilen Prozesse sicher laufen und gut handhabbar sind.

Flughafen München

Die Passagiere am Münchner Airport sollen im Sommer von neuen Verbindungen in Europa, nach Amerika und Asien profitieren. Der Flughafen selbst profitiert von seiner neuen EMM-Plattform.

Der Flughafen München zählt mit rund 41 Millionen Passagieren (Stand 2015) zu den größten Flughäfen in Europa. Rund 100 Fluggesellschaften verbinden ihn mit 247 Zielflughäfen in 70 Ländern. Mit einem Umsteigeranteil von rund 36 Prozent ist er ein wichtiger Zentralknoten. Der Betreiber ist die Flughafen München GmbH (FMG), an der zu 51 Prozent der Freistaat Bayern, zu 26 Prozent der die Bundesrepublik Deutschland und zu 23 Prozent die Landeshauptstadt München beteiligt sind.

Die FMG ist für die gesamte Infrastruktur des Flughafens zuständig: von Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel über die kaufmännische Verwaltung, die Informationsschalter und die IT bis hin zur Verwaltung der Liegenschaften, Werkstätten und der Frachtabfertigung. Intelligent eingesetzte und verwaltete Smartphones und Tablets sind angesichts der Vielzahl von teilweise sehr heterogenen Aufgaben ein zentrales Organisationselement. Beim Unternehmen macht deshalb Mobilität nicht auf dem Rollfeld halt, sondern durchzieht die gesamte Organisation.

Sicheres Speichern


Mobile Anwendungsfelder sind neben E-Mail und dem sicheren Speichern und Austauschen von Kontaktdaten vor allem der mobile Zugriff auf das Intranet, verschiedene Webdienste und SAP-Anwendungen. Letztere decken eine Vielzahl von Aufgaben ab: Das Spektrum reicht von Grafiken und Listen zur Auslastung von Geräten über Statusmeldungen bei Arbeitsprozessen bis hin zu verschiedenen Problemlösungsportalen. Angebunden werden diese SAP-Funktionalitäten über das Fiori-Portal, mit dem über einen gängigen Browser auf die entsprechenden SAP-Backend-Systeme zugegriffen werden kann.

Als Enterprise-Mobility-Management-System (EMM) wurde vor gut zwei Jahren die Mobileiron-Plattform mit Unterstützung von Cancom in München eingeführt. Über die Plattform verwaltet man derzeit rund 600 iPhones und iPads. Auf den Geräten ist ein Mix aus geschäftlichen und privaten Anwendungen zugelassen. Der Arbeitgeber erlaubt dabei sowohl die private Nutzung geschäftlicher Geräte als auch die geschäftliche Nutzung privater Geräte. Apps aus dem Apple Appstore werden mittels Positivlisten im Appstore des Dienstleisters bereitgestellt. Der Anwender hat die Möglichkeit, das Modul Docs@Work zum sicheren Speichern von geschäftlichen Daten zu nutzen.

Ausgereiftes EMM-System gefragt


Vor der Einführung der Plattform verwaltete man die damals zunächst eher geringe Anzahl von Smartphones und Tablets über die EMM-Suite von McAfee. „Solange wir nur wenige Mobilgeräte verwalten mussten und als Anwendungen lediglich E-Mail und Kontaktdaten zu schützen hatten, kamen wir mit der Lösung ganz gut zurecht. Mit der stark gestiegenen Zahl an Mobilgeräten und den vielen anspruchsvollen Anwendungen, die mittlerweile dazugekommen sind, benötigten wir aber unbedingt ein technisch ausgereiftes und leicht handhabbares EMM-System“, sagt Michael Meister, System Engineer, Service-Bereich IT bei der FMG.

Nachdem verschiedene EMM-Lösungen geprüft wurden, fiel aufgrund der Funktionsvielfalt und einfachen Installation die Entscheidung auf Mobileiron. Mithilfe von Tunnel, einer app-spezifischen VPN-Lösung, greifen die Nutzer in sicherer Weise auf verschiedene web-basierende Anwendungen, SAP-Backend-Module und auf das Intranet-Portal der Flughafen München GmbH zu. Durch deren hohes Sicherheitsbestreben ergab sich für den Implementierungspartner die große Herausforderung, zum einen die Appliances des Anbieters nach Kundenwünschen zu implementieren und zum anderen den Mitarbeitern eine native Nutzererfahrung zu bieten. Das Intranet wie auch die SAP-Anwendungen lassen sich nutzen, als würde man sich direkt im internen Netzwerk befinden.

Ein ständiger Prozess


„Mit der EMM-Lösung haben wir die Basis, unseren Konzern hinsichtlich einer elektronischen Eingangsrechnungsbearbeitung mit Anbindung an einen Freigabe-Workflow mobil abbilden und Kostenvorteile im Bearbeitungsprozess generieren zu können“, sagt Walter Englmaier, Leiter Rechnungswesen der FMG. Und Linda Brummer von der Tochtergesellschaft Aeroground GmbH erklärt: „Die Nutzung unserer mobilen BI-Applikation (Cubeware) in der Mobileiron-Umgebung ermöglicht unseren Führungskräften flexibel und unabhängig vom Standort Reports und Kennzahlen abzurufen. Voraussetzung für die Anwendung ist der Zugriff auf die operative Datenbank. Durch die entsprechende Umgebung werden nicht nur unsere hohen Sicherheitsrichtlinien eingehalten, sondern es erfolgt ein effizienter Datenabruf.“

Und Wolfgang Schwaiger, Produktmanager Voice, Service-Bereich IT bei der FMG, deutet schließlich noch an: „Die Entwicklung der mobilen Infrastruktur ist ein ständiger Prozess. Die Funktionsbandbreite der neuen Plattform ist groß. Diese wird allerdings auch benötigt, da aus den Fachabteilungen ständig neue Wünsche an uns herangetragen werden.“

Bildquelle: Flughafen München GmbH, Fotograf: Werner Hennies

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