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Google, künstliche Intelligenz und die Roboter

Vielleicht produziert die Google bald Haushaltsroboter. Da wird wohl ein neues Robotergesetz nötig werden: Ein Roboter darf nicht spammen.

Im Haushalt fehlt am Platz: Der Terminator

Zur Abwechslung mal ein Wunsch an die Entwickler von Browser-Plugins: Ein Modul, das jedes Vorkommen von Google, Apple und Facebook auf zufällige Weise durch "Tyrell Corp." und "Skynet Inc." ersetzt. Das dürfte zu erheblichen Aha-Effekten führen. Nicht nur für Kenner der Popmythologien von "Blade Runner" und "Terminator" wirken die Aktivitäten dieser der großen Drei ein wenig unheimlich.

Googloids für alle

Im Moment kaufen sie mehr oder weniger jedes Startup auf, das aussichtsreiche Produkte aus Robotik und Künstlicher Intelligenz im Portfolio hat. Die meisten Einkäufe machte Google. Die Adoptivtochter Boston Dynamics operiert schon seit Jahren in Sachen Robotik ziemlich weit vorne, unterstützt durch die US-Militärs, die scharf auf Kampfroboter sind.

Es hapert zwar noch mit der Intelligenz, doch mit den Vierbeinern WildCat und BigDog (LS3) gibt es bereits funktionsfähige und für die Unterstützung von Kampfeinsätzen (prinzipiell) geeignete Militärroboter. Natürlich lässt sich diese ganze Forschung auch für den Bau von Haushaltsrobotern einsetzen und genau das dürfte es sein, was Google "eigentlich" im Sinne hat: Ein Googloid in jedem Haushalt.

Aber geht es wirklich nur um Robobutler mit Staubfeudel und hochgezogener Kunstaugenbraue? Ein Beispiel: Registriert der Bot auch unser Einkaufsverhalten und füllt das Haus mit Produkten von Unternehmen, die zufälligerweise gerade einen Werbevertrag bei Google abgeschlossen haben? Und bekommt der Apple-Bot mit jedem neuen Systemupdate fünf Funktionen hinzu, verliert aber drei andere, so dass der Blechgärtner plötzlich keine Rasenkantenschere mehr bedienen kann?

Solche und andere Fragen ("Wie verklage ich einen Roboter?") werden in den englischsprachigen Medien seit einiger Zeit sehr intensiv diskutiert. Zum Beispiel in den folgenden zehn Artikeln:

Eloquente Robobutler und die Singularität

  1. Das Innovationen wie Science Fiction wirken sollen, steht bei Google sogar in den Strategiepapieren. Die holistischen SF-Welten sind aber nicht alles, meint Robinson Meyer im Atlantic. Das Genre unterschätzt die Bedeutung des sozialen Wandels und eine technische Realität, in der unzählige Akteure richtungslos an der Zukunft basteln.
  2. Eine einfache Frage: Falls Sie einen smarten, eloquenten Robobutler besitzen, was macht er wohl, wenn Sie ihn ausschalten wollen? Sofern er wirklich schlau ist, knipst er Sie zuerst aus. Patrick Tucker hat im Atlantic schon mal an die Zeiten gedacht, in denen Künstliche Intelligenzen ihre eigenen Ziele verfolgen.
  3. Die Robotergesetze von Isaac Asimov sind einfache und plausible Grundregeln für das Zusammenleben von Mensch und Maschine. Sie gehören zum Grundbestand des SF-Genres, sind aber von ihrem Erfinder durchaus als realistisches Hilfsmittel für unsere Gesellschaft gedacht. Aber ist es wirklich so einfach? fragt Cory Doctorow im Guardian.
  4. Joe Silver geht die Sache auf Ars Technica von der anderen Seite an und überlegt unter anderem, auf welche Weise ein falsch behandelnder Robodoc wohl verklagt werden könne. Dazu müsste er als Rechtssubjekt angesehen werden, denn eine "Sache" kann auch der ausgebuffteste US-Anwalt nicht mit einer Schadenersatzklage überziehen.
  5. Raymond Kurzweils These von der "technologischen Singularität" wirkt weniger wie eine Theorie als vielmehr wie ein Plotpoint für das Prequel von "Terminator". Nathan Pensky ist entsprechend skeptisch und klopft die These auf Plausibilität ab.
  6. Apropos Hollywood. Das Standarddesign für einen humanoiden Roboter ist inzwischen der Terminator mit seinen Leuchtaugen. Das entspricht aber nicht den wirklichen Trends in der Robotik, erkennt Adrienne Jeffries auf The Verge.
  7. Dazu passend: Der Business Insider hat eine Liste mit den sechs Arten von bösen Robotern.
  8. John Naughton vom Observer weist darauf hin, dass die Roboter sich daran machen, nach den Arbeitern nun auch die Angehörigen der Mittelklasse zu ersetzen.
  9. Das könnte zu Problemen führen, denn würden Sie Ihrem Roboboss gehorchen? fragt Jessica Leber in einem Beitrag zum Co.Exist-Blog von Fast Company.
  10. Chris Taylor hat auf Mashable alle Probleme gelöst, er erwartet sehnsüchtig die neuen Robot-Unterlinge. (Kein Problem, wenn sie sich auf das Unkrautjäten und Staubfegen beschränken. Aber die Geschichte lehrt uns, dass der Spartakus der Roboter auf jeden Fall kommen wird.)

Bildquelle: athewma / freeimages.com

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