Arbeiten in Großraumbüros

Headsets mit Noise Cancelling von Vorteil

Im Interview betont Stefan Grewe, Sales Director Telecommunications D | CH bei Sennheiser, dass die Lärmbelastung in Arbeitsumgebungen ein wichtiges Thema ist. Daher seien vor allem in mittleren und großen Callcentern Headsets mit verbessertem Noise Cancelling und höherer Abschirmung gefragt.

Stefan Grewe, Sennheiser

„Grundsätzlich muss sich jedes Headsets unserem Anspruch ‚Premium Audio Experience’ stellen“, so Stefan Grewe von Sennheiser.

Herr Grewe, wie haben sich Headsets über die letzten Jahre generell entwickelt? Ist ein Trend erkennbar?
Stefan Grewe:
Bei Headsets geht der Trend ganz klar zu kabellosen Lösungen. Insbesondere in modernen Unified-Communications-Arbeitsumfeldern (UC) wie Home Office oder Großraumbüros sind Mobilität und Flexibilität entscheidende Faktoren für effizientes und angenehmes Arbeiten.

Was wurde vonseiten der Nutzer zuletzt häufig an entsprechenden Produkten bemängelt? Wo gab/gibt es Verbesserungsbedarf bei Headsets?
Grewe:
Ein wichtiges Thema ist definitiv die Lärmbelastung in Arbeitsumgebungen. Daher sind vor allem in mittleren und großen Callcentern Headsets mit verbessertem Noise Cancelling und höherer Abschirmung gefragt. Ebenso stellen moderne Arbeitskonzepte wie Großraumbüros eine Herausforderung dar: Hier treffen unterschiedliche Nutzer mit individuellen Arbeitsverhalten direkt aufeinander, deren Phasen der Konzentration und der Kommunikation sich überschneiden.

Was ist den Nutzern anno 2016 bei Headsets besonders wichtig?
Grewe:
Im Jahr 2016 erwarten Nutzer flexible Headsets, die sich in ganz unterschiedlichen Situationen einsetzen lassen. Ebenso wichtig sind widerstandsfähige und sichere Produkte. Wichtig werden in diesem Zusammenhang Lösungen wie unsere Activegard-Technologie, die das Gehör vor akustischen Schocks durch Vermeidung von plötzlich auftretenden Lautstärkespitzen schützt.

Welche Präferenz haben Business-Nutzer bezüglich der „Bauform“ (mit Kopf- oder Ohrbügel, Ohradapter, einseitig, beidseitig, kabelgebunden, kabellos...) eines Headsets? Inwiefern ist dies branchen-/berufsfeldabhängig?
Grewe:
So individuell wie die Nutzer sind auch ihre persönlichen Vorlieben. Generell beobachten wir aber, dass die Tendenz stark in Richtung kabelloser Headsets geht. Dabei schlagen die klaren Vorteile einer kabellosen Variante den marginal günstigeren Preis einer kabelgebundenen Alternative. Unabhängig davon tendieren Mitarbeiter in lauten Arbeitsumgebungen wie Contact Centern und Großraumbüros selbstverständlich zu beidseitigen Headsets.

Wo liegen insbesondere die Vor- und Nachteile von einseitigen Headsets?
Grewe:
Einseitige Headsets haben den Vorteil, dass der Nutzer seine Umgebung auch während des Tragens weiterhin wahrnehmen kann. Dies ist gerade bei regelmäßigen Face-to-Face-Gesprächen mit Kollegen sehr wichtig. Dieser vermeintliche Vorteil kann in lauten Umgebungen wie Contact Centern aber schnell nachteilig sein. In diesem Fall sind beidseitige Headsets von Vorteil, die den Nutzer effektiv von Nebengeräuschen abschotten.

Welche Tests müssen Headsets grundsätzlich bestehen, ehe sie in die Produktion gehen können?
Grewe:
Grundsätzlich muss sich jedes Headsets unserem Anspruch „Premium Audio Experience“ stellen. Neben unübertroffener Klangqualität fließen hierbei ebenso Fragen des Designs, der Sicherheit, des Tragekomforts und der Nutzerfreundlichkeit ein.

Welche zukünftigen Entwicklungen sind im Bereich „Headsets“ denkbar?
Grewe:
Die großen kommunikativen Herausforderungen der Zukunft erfordern erstklassige Headset-Lösungen. Sowohl mobiles Arbeiten als auch das Arbeiten in großen, offenen Büroumgebungen sind nur dann produktiv, wenn die Kommunikationslösung und insbesondere deren Endgerät, das Headset, auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers eingehen. In welche konkrete Richtung es dabei geht, wird sich zeigen.

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