Neues für iPhone, iPad und Mac

iOS und OS X – die Software-Attacke von Apple

Die Kopfhörer von Beats by Dr. Dre bleiben im Moment die einzige Hardware, die Apple präsentieren kann. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC gab es stattdessen Apps und Software satt.

iOS 8 enthält viele Wünsche der Anwender und Entwickler, Mac OS X „Yosemite“ sieht jetzt aus wie iOS und kann telefonieren, kein iPhone, kein iPad, keine Wearables und keine Smartwatch  – der Schauwert der Präsentation auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco hielt sich in Grenzen.

Doch die App-Entwickler waren begeistert und spendeten Szenen-Applaus: Sie haben einige Funktionen schon länger gefordert, die jetzt endlich in iOS 8 integriert werden. So ist es jetzt möglich, Systemfunktionen besser zu nutzen, zusätzliche Software-Tastaturen zu entwickeln und zwischen den Apps Daten auszutauschen. Außerdem hat Apple die Programmiersprache Swift für die vereinfachte Entwicklung von Apps angekündigt.

Fitness und Heimautomation

An der Software lässt sich auch ablesen, in welche Richtung Apple künftig stärker gehen will. So gibt es jetzt Hilfen für die Entwicklung von Apps aus den Bereichen Fitness und Heimautomation. Die neue App „Health“ ist eine zentrale Verwaltung für Fitness- und Gesundheitsdaten. Mit „HomeKit“ können Entwickler Hausgeräte ansteuern.

Außerdem greift Apple Online-Festplatten wie Dropbox, OneDrive oder Google Drive direkt an: Ein neuer hauseigener Speicherdienst namens ein iCloud Drive soll die Speicherung beliebiger Dateien in der Cloud erlauben und auch für Windows verfügbar sein. Für reine Mac-Anwender interessant sind die verschiedenen, komfortablen Integrationsfunktionen zwischen den beiden Apple-Welten.

Auf dem Markt kommen die neuen Betriebssystemversionen erst im Herbst. Die Nachricht von Apple an die Entwickler ist klar: Entwickelt viele schöne neue Apps, mit denen die Nutzer tolle Dinge anstellen können. Damit zeigt sich wie schon bei der Präsentation des Vorgängersystems iOS 7, dass Apple das Prinzip „Software eats the world“ verstanden hat.

Verborgene Milliardenmärkte

Die Zeit der Hardware-Revolutionen bei Mobilgeräten ist vermutlich erst einmal vorbei. Es geht Apple jetzt eher darum, möglichst viele Anwendungsbereiche abzudecken. Fitness, Gesundheit und Heimautomation sind dabei die Gebiete, die in den letzten zwei bis drei Jahren unglaublich gehyped wurden.

Sie können zum Beispiel auch den Durchbruch von Smartwatches oder ähnlichen Geräten bringen. Hier fehlt es bislang an Mainstream-kompatiblen Anwendungen, die eine möglichst große Nutzerzahl auf sich ziehen.

Zahlreiche Branchenbeobachter gehen davon aus, dass hier Milliardenmärkte verborgen sind, die mit den richtigen Apps ans Tageslicht gebracht werden können. Die Börse sah das jedoch ein wenig anders: Der Kurs von Apple sank direkt im Anschluss an die WWDC-Präsentation um ungefähr 1,5 Punkte.

Bildquelle: Apple

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