App-Analyse schützt vor gefälschten Daten

Mobile-Advertising-Betrug aufdecken

Mobile-Fraud sorgt weltweit für Schäden in Millionenhöhe: Gefälschte Daten und künstliche Reichweite verfälschen Ergebnisse und erhöhen Marketing-Spendings.

Diagramm auf Smartphone

Im Rahmen der Anti-Fraud-Initiative entwickelte Adjust eine Lösung, um Kunden vor den gefälschten Kampagnenergebnissen zu schützen.

Mobile-Marketing-Kampagnen wachsen weltweit kontinuierlich, so werden allein in diesem Jahr laut Emarketer mehr als 100 Milliarden US-Dollar im mobilen Ecosystem investiert. Die Schattenseite dieser Entwicklung ist der wachsende Betrug in Millionenhöhe, den jetzt ein Beta-Test von Adjust enthüllt. Das Berliner App-Analyse-Unternehmen untersuchte die Kampagnen von rund 950 internationalen Firmen mit 400 Millionen App-Installationen im Zeitraum von zwei Wochen, und kommt zu dem Ergebnis: Allein während des Tests belief sich der wirtschaftliche Schaden für Unternehmen in Europa und den USA auf insgesamt 1,5 Millionen Euro.

Hinter vielen der weltweiten App-Installationen stecken sogenannte “anonyme IPs”. Das können zum einen Rechenzentren sein, die automatisiert künstliche Installationen durchführen. Zum anderen kann das Herkunftsland des neuen Users verfälscht worden sein, da beispielsweise Nutzer aus Deutschland in der Regel teurer sind als aus Brasilien. Von dem Betrug profitieren dubiose App-Anbieter, die in ihren Apps Werbeflächen für andere Apps zur Verfügung stellen und die Anzahl der Installationen durch gefälschten Traffic erhöhen. Je mehr Installationen sie nachweisen können, desto mehr Geld verdienen sie in dem “Cost-per-Install”-Prinzip – ein enormes Potential für Betrug.

Von der groß angelegten Abzocke sind besonders Social-Apps betroffen, bei denen drei mal häufiger Betrug auftritt als bei Gaming-Apps. Paul H. Müller, Co-Founder und CTO bei Adjust, erklärt: „Social-Apps sind auf höhere Nutzerzahlen angewiesen, da die User den Content generieren und den Netzwerkgedanken ausmachen. Jeder Einzelne ist hier besonders wertvoll, sodass Social-Apps deutlich anfälliger für Täuschungen sind.”

Im Rahmen der Anti-Fraud-Initiative entwickelte Adjust eine Lösung, um Kunden vor den gefälschten Kampagnenergebnissen zu schützen. „Die ‘Fraud Prevention Suite’ eröffnet neue Möglichkeiten, um gefälschte Daten zu erkennen und zu verhindern. Auf diese Weise erhöhen wir die Qualität der ausgewerteten Daten, sodass unsere Kunden nur für real nachvollziehbare Installationen ihrer Apps zahlen”, sagt Christian Henschel, Co-Founder und CEO bei Adjust.

Die "Fraud Prevention Suite" zielt speziell auf drei Arten von Fraud-Prävention ab:

  • Anonymous IP Filtering ist die erste Implementierung, die aktiv Auszahlungen ablehnt, wenn hinter dem simulierten User beispielsweise ein Rechenzentrum steht.
  • Purchase Verification überprüft und verifiziert Einkäufe, und ermöglicht App-Publishern gefälschte “Cost-per-Acquisition”-Auszahlungen zu blockieren.
  • Click Spam Distribution Modelling vermeidet gefälschte “Klicks” im Hintergrund, damit organischer Traffic nicht als bezahlter Traffic ausgegeben werden kann.

Zu den Teilnehmern des Beta-Tests gehört auch mobile.de, die 1996 gegründete Plattform zur Vermittlung von Fahrzeugen. Stephan Götze, Mobile Marketing Manager von mobile.de, sagt: „Sauberer Traffic in Mobile-Marketing-Kampagnen ist für jedes Unternehmen mit einem hohen Werbebudget das Schlüsselthema. Wir sind deshalb froh, dass sich Adjust mit dem Thema Fraud auseinandersetzt und uns eine effektive und einfache Lösung anbietet.”



Bildquell: Thinkstock/ iStock

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