Customer-Centric-Commerce

Personalisierte Artikelansicht

Je kleiner der Gerätebildschirm, desto wichtiger ist die personalisierte Darstellung von Produkten, denn relevante Inhalte sind ein Muss für den Erfolg im Mobile Commerce.

Je kleiner der Gerätebildschirm, desto wichtiger ist die personalisierte Darstellung von Produkten, denn relevante Inhalte sind ein Muss für den Erfolg im Mobile Commerce.

Wer von E-Commerce spricht, war in den vergangenen Jahren oftmals von Erfolg verwöhnt. Schließlich wurden hier Wachstumszahlen generiert, die ihresgleichen suchen. Wachstum bedeutet mehr denn je harte Arbeit und Differenzierung vom Wettbewerb. Erfolgreich wird künftig der Händler sein, der es am Besten versteht, auf die individuellen Bedürfnisse seiner Kunden einzugehen und relevante Inhalte darzustellen. Zu jeder Zeit, in jedem Kanal, auf jedem Gerät.

Mobile Commerce ist, da sind sich die Branchenkenner einig, eines der zentralen Buzzwords der vergangenen Jahre und hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Grundpfeiler des Marktes entwickelt. Aber was bedeutet Mobile Commerce für die verschiedenen Zielgruppen? Für den Kunden bringt er Vorteile mit sich: So kann er aus der U-Bahn heraus das nächste Buch bestellen oder sich zusammen mit den Kollegen in der Mittagspause für das neue Paar Laufschuhe entscheiden. Für den Shop-Betreiber bedeutet Mobile Commerce vor allem eines – die Auswahl der präsentierten Artikel wird durch die kleinen Displaygrößen der mobilen Endgeräte komplexer. Wem es als Händler nicht gelingt, relevante Inhalte zu selektieren, verliert den User schon beim Einstieg auf die Seite. Aber die Kombinationsmöglichkeiten von Artikeln sind riesig. Ein einfaches Zahlenspiel verdeutlicht das: Ein Online-Shop mit vier Artikeln hat bereits 24 verschiedene Möglichkeiten, diese in seinem virtuellen „Schaufenster“ anzuordnen. Bei einem Shop mit zehn Artikeln steigt die Anzahl der möglichen Anordnungen bereits auf 3.628.800 an. 

Vor diesem Hintergrund zeigt eine Studie des Handelsverbands Deutschland (HDE) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), dass Mobile Commerce das Kaufverhalten zunehmend bestimmt. Während der stationäre Handel stagniert, weist der Online-Handel im Non-Food Bereich ein Wachstum von 8 Prozent auf. Ein wesentlicher Trend ist zudem, dass der Verbraucher im Schnitt online einen höheren Umsatz generiert als stationär. Im Internet wird pro Kauf mit 136 Euro mehr als doppelt so viel Geld ausgegeben, wie beim stationären Einkauf. Interessant ist, dass mittlerweile ein Großteil der Kunden sogar im Laden ein Smartphone nutzt, um entweder Preise zu vergleichen (26 Prozent), Produkte zu fotografieren (25 Prozent), Rat von Freunden einzuholen (24 Prozent) oder vor Ort Produkte via einer App oder einer mobilen Seite zu kaufen (20 Prozent).

Zu Beginn der Ära des digitalen Handels ging es bei Marken und klassischen Einzelhändlern vor allem um die Entscheidung für den Online-Handel und die Wahl der passenden Plattform. Heute steht in einer nächsten Stufe eine Kombination aus Customer-Centric-Commerce und zunehmender Nutzung mobiler Geräte im Fokus. Da für den Kunden das Smartphone oder das Tablet zum ständigen Begleiter im Alltag geworden ist, können sich viele Verbraucher auch den Einkauf ohne digitales Hilfsmittel nicht mehr vorstellen. Der Online-Händler muss für jedes Endgerät wissen, was für den Kunden relevant ist und ihm genau diese Produkte anzeigen. Die Zukunft des Online-Shops liegt in einer hochgradigen Individualisierung und Personalisierung.

Transformation von Big Data in Data Driven Business

Daten sind nahezu überall vorhanden, sie müssen jedoch sinnvoll genutzt werden, um den darin enthaltenen Mehrwert für Kunden und Händler zu bringen. Abhilfe schaffen Tools, die durch eine Analyse des User-Verhaltens Rückschlüsse darauf zulassen, welche Artikel für den Kunden relevant sind. Zusätzliche Komplexität kommt hier durch eine große Artikelzahl, hohen Traffic und die Anforderung einer Echtzeit-Handelsempfehlung ins Spiel. Performante Tools helfen dem Händler automatisiert und selbstlernend dabei, die relevanten Inhalte pro User herauszufiltern. Immer in Verbindung mit der Möglichkeit, an sinnvollen Stellen durch eine zusätzliche menschlich-manuelle Komponente Einfluss auf die entsprechenden Selektionen zu nehmen.

Automatische Personalisierung als Schlüssel zum Erfolg

Je größer die Produktpalette und je kleiner der Bildschirm ist, desto wichtiger ist die Relevanz des angezeigten Artikels für den jeweiligen User. Angesichts großer Datenmengen sollten Shop-Betreiber eine automatisierte und selbstlernende Software, wie beispielsweise Apptus eSales, nutzen, die sich responsiv auf Desktop, Tablet oder Smartphone nahtlos nutzen lässt. Derartige Tools sind in der Lage, die entsprechenden Daten in Echtzeit zu verarbeiten und dadurch sofort eine Anpassung der ausgespielten Inhalte auf der Seite zu transferieren. Solche Software wertet Käufe, Klickverhalten und weitere Datenpunkte aus und transformiert die daraus gewonnen Erkenntnisse in Relevanz-Empfehlungen der anzuzeigenden Artikel. So entsteht eine Longtail-Strategie, die neben den Top-Sellern auch die Artikel anzeigt, die nur für spezielle Kunden interessant sind. Je individueller ein Shop die entsprechenden Artikel zu Sortimenten kombiniert, desto mehr Artikel gelangen überhaupt erst in die Anzeige und können vom Kunden wahrgenommen werden. In Kombination mit der Relevanz des angezeigten Produkts für den Verbraucher entsteht eine höhere Verkaufswahrscheinlichkeit, die sich in gesteigerten Conversions-Raten und größeren Warenkörben ablesen lässt.

Statische Sortimente, die für alle User identisch angezeigt werden, sind aufgrund fehlender Relevanz ein Auslaufmodell. Individuellen Sortimenten gehört die Zukunft im Wettbewerb um den Kunden. Die Unterstützung durch eine automatisierte und selbstlernende Software erscheint dabei unerlässlich.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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