Wie viel Selbstbedienung darf's sein?

Self-Services an den Flughäfen der Zukunft

Wie sehen die Flughäfen der Zukunft aus? Welche Rolle wird das Thema Self-Service spielen? Fakt ist: Die Digitalisierung macht auch vor der Reise­branche nicht Halt und so könnten mobile Technologien den Passagieren das Leben erleichtern...

Flughafen

Selbst das Boarding soll in Zukunft an Flughäfen per Self-Service geschehen.

Sommerzeit bedeutet für viele Reisezeit: Sie packen ihre Koffer, um zumindest für ein paar Tage dem Alltags- und Bürostress zu entfliehen. Doch Pustekuchen - schon beim Kofferpacken geht der Stress wieder los: Habe ich auch wirklich nichts vergessen? Wo sind meine Papiere? Später am Flughafen gipfelt der Stress dann in Frustration: Es gibt Probleme bei der Gepäckabgabe, vor dem Sicherheitscheck haben sich lange Warteschlangen gebildet und am Gate erfährt man schließlich, dass der eigene Flug Verspätung hat und man viel Zeit totschlagen darf.

Die in diesem Fall gute Nachricht: Die Digitalisierung macht auch vor der Reise­branche nicht Halt und mitunter haben mobile Technologien das Potential, die erwähnten Szenarien zu verändern und Flughäfen zu Self-Service-Stationen zu machen. Nehmen wir das Beispiel „Gepäckabgabe“: Mit speziellen Multi-User-Systemen wäre es hier für Passagiere möglich, ihre Koffer an jedem Schalter abzugeben – unabhängig von Airline und Reiseziel. Werden die Gepäckstücke zusätzlich mit RFID-Chips versehen, können diese von ihren Besitzern via Smartphone jederzeit lokalisiert werden.

In wenigen Sekunden durch den Sicherheitscheck


Nächstes Beispiel „Sicherheitscheck“: Hier muss zukünftig niemand mehr Schlange stehen, denn dank biometrischer Techno­logien wie Gesichtserkennung und der Integration dieser Technologien in Smartphones wird die Sicherheits­kontrolle nur noch wenige Sekunden dauern. Außerdem werden Molekularscanner die Ultraschallgeräte und Metalldetek­toren ersetzen.

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Selbst das Boarding geschieht per Self-Service: So müssen die Fluggäste am Gate eine elektronische Barriere passieren, die einen Infrarotgesichtsscan durchführt. Unter Zuhilfenahme mobiler Technologien werden diese Daten mit den zuvor erhobenen biometrischen Daten der jeweiligen Person abgeglichen. Wenn alles übereinstimmt, wird der Passagier an Bord gelassen.

Da bleibt am Ende nur zu hoffen, dass bei all der Selbstbedienung die Technik nicht versagt bzw. ausgetrickst werden kann – so wie neulich mal wieder am Airport Köln/Bonn geschehen: Hier war ein Mann über den Handgepäckausgang in den Sicherheitsbereich von Terminal 1 gelangt, der daraufhin gesperrt werden musste. Erst Anfang März hatte es eine junge Frau geschafft, den Sicherheitscheck zu umgehen, und dadurch eine Räumung des Abflugbereichs im Terminal 2 ausgelöst. Mehr zum Thema „Flughäfen“ und wie diese zukünftig zu wahren Wohlfühloasen werden könnten, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe 06/16 von MOBILE BUSINESS.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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