Messenger für Unternehmen

Slack vereinfacht die Kommunikation für Teams

Der Team-Messenger Slack hat rasch mehr als eine Million Nutzer angezogen, darunter einige zehntausend Unternehmen. Die richtige Anwendung zur richtigen Zeit?

Der Erfolg von Slack ist gigantisch, das Unternehmen gehört zu den mit mehr als einer Milliarde Dollar bewerteten „Einhörnern“ unter den Startups. Das Kommunikationswerkzeug für Teams, die in erster Linie online zusammenarbeiten, hat offensichtlich einen Nerv getroffen. Es gibt seinen Kunden die richtige Kombination aus schicker Optik, einfacher Benutzeroberfläche und den richtigen Funktionen für die Teamkommunikation und Dateiaustausch.

Basis von Slack ist ein virtueller Team-Raum, dessen Erzeuger beliebig viele Personen via E-Mail einladen kann. Zudem sind pro Account noch weitere Teams mit eigener URL vom Typ team.slack.com möglich. Ein Basisaccount mit begrenztem Speicherplatz und kleineren Einschränkungen ist kostenlos, die leistungsfähigen Premiumversionen beginnen bei 80 Dollar pro Anwender und Jahr.

Grundsätzlich erinnert Slack sehr an den klassischen Internet-Dienst IRC (Internet Relay Chat). Die Kommunikation innerhalb eines Teams ist in „Channels“ organisiert, deren Namen mit dem Hashtag-Zeichen beginnen und die von jedem Teammitglied beliebig erzeugt werden können. Darüber hinaus gibt es so etwas wie private Kanäle, die hier „Private Groups“ heißen. Der Unterschied zwischen beiden: Kanäle sind für alle Teammitglieder öffentlich, zu Gruppen müssen Teilnehmer eingeladen werden.

Neben der Möglichkeit des Gruppen-Chats gibt es auch private Chats zwischen den einzelnen Teammitgliedern sowie eine Möglichkeit, Dateien in die jeweiligen Kanäle oder Gruppen hochzuladen und dort zu kommentieren. Dafür sieht Slack eine Integration von Diensten wie Dropbox oder Google Drive vor.

Kommunikationszentrale für Teams

Der große Vorteil von Slack ist die Vielzahl an Übergängen zu anderen Diensten. So posten etwa die Projektmanagement-Services Asana und Trello Statusupdates in Slack. Der Google Kalender oder Wunderlist senden Benachrichtigungen über Termine und Aufgaben. RSS-Feeds oder Tweets erscheinen auf Wunsch ebenfalls in Slack und via Cloud-Automatisierung mit IFTTT oder Zapier lassen sich viele weitere Dienste oder Anwendungen ansprechen.

Kurz und gut: Slack hat alle notwendigen Funktionen, um zur Kommunikationszentrale für ein kleines bis mittleres Team zu werden und E-Mail zu ersetzen. Dabei kann die eigentliche Projektverwaltung mit den gewohnten Tools weitergeführt werden. Die Betreiber von Slack bauen die Integrationen kontinuierlich aus, sodass kaum noch Wünsche offen bleiben.

Slack bietet außerdem Clients für alle wichtigen mobilen Betriebssysteme und auch an die Desktop-Welt haben die Entwickler gedacht: Es gibt Clients für den Macintosh sowie Windows ab Version 7. Diese Möglichkeiten haben relativ schnell dazu geführt, dass mehrere zehntausend Unternehmen Slack für ihre Kommunikation nutzen.

Doch der große Erfolg zeigt auch die Nachteile der typischen, sich exponentiell entwickelnden Services aus der Startup-Szene: Bei der Gestaltung des Dienstes hat eigentlich niemand so recht an Sicherheit und Datenschutz gedacht. Die Daten liegen auf US-Servern und sind (bis jetzt jedenfalls) nicht verschlüsselt - das macht den Service wie viele andere Dienste dieser Art nicht unbedingt geeignet für Unternehmen mit erhöhtem Schutzbedarf.

Bildquelle: Thinkstock

www.slack.com

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