Herausforderungen für Admins

Unified Endpoint Management: Gerätevielfalt managen

Die Trennung zwischen mobilen Endgeräten und den guten alten Windows-Clients war bis vor wenigen Jahren noch eindeutig. Doch spätestens mit der Verbreitung von Windows 10 verschwinden diese Grenzen. Für die IT-Mannschaft steigt dadurch nicht nur die Anzahl der zu verwaltenden Geräte, sondern auch die Komplexität bei der Verwaltung der Devices.

Roboter

Das Gerätemanagement hat den Höhepunkt einer Entwicklung erreicht, die mit der wachsenden Verbreitung von Smartphones und Tablets im Unternehmen ihren Anfang genommen hat. 4,3 Geräte sollen laut IDC-Studie im Durchschnitt heute auf jeden Arbeitnehmer kommen. Bisher hat man diese Endpoint-Vielfalt ganz gut mithilfe bekannter Lösungen in den Griff bekommen: mit dem Client Lifecycle Management für traditionelle Endgeräte wie PCs und Laptops und dem Enterprise Mobility Management (EMM) für mobile Geräte.

Um die Gerätevielfalt sicher, effizient und ganzheitlich im Griff zu behalten, ist also ein neuer Ansatz gefragt. Es gibt einige Anforderungen, die sich durch die Einzellösungen nur unzureichend bewältigen lassen. Dazu gehört die Verwaltung von Hybrid-Geräten – mit welchem Tool soll der Admin sie verwalten? Eine Zwei-Wege-Geräteverwaltung macht den Admins die Arbeit unnötig schwer, müssen sie sich in unterschiedliche Produkte einarbeiten. Warum sollte ein Admin zwei verschiedene Lösungen und zwei unterschiedliche Prozesse verwenden, um ein nahezu identisches Problem zu lösen? Einfach ausgedrückt geht es unabhängig vom Gerät weiterhin um die automatisierte Bereitstellung von Arbeitsplätzen. Nur die letzte Meile – das Gerät – ist unterschiedlich ausgeprägt und bietet diverse Management-Möglichkeiten.

Der Mensch im Mittelpunkt

Das Management von windows-10-basierten Laptops über eine Enterprise-Mobility-Management-Lösung reicht sicherlich nicht aus. Für eine erfolgreiche Arbeitsplatzstrategie braucht es zum einen die Einfachheit und Leichtgewichtigkeit einer EMM-Lösung, je nach Konfigurationsaufgabe des Arbeitsplatzes, aber auch den Tiefgang einer agentenbasierten Client-Management-Lösung. Welche Management-Technologie zum Einsatz kommt, entscheidet somit nicht mehr das zu verwaltende Endgerät, sondern die Aufgabe, die der Admin auf dem Gerät erledigen möchte.

Bislang standen bei Management-Lösungen immer die Geräte im Mittelpunkt. Sämtliche Prozesse hatten ihren Ausgangspunkt an einem Device.
Das wirft Probleme auf: Wie lassen sich heutige Anwender mit einem Multi-Geräte-Arbeitsplatz effizient verwalten? Wie können für diese Nutzer einfach, automatisiert und sicher Apps, Daten und IT-Services bereitgestellt werden? Wie kann vermieden werden, dass der Admin die Bereitstellung einer Applikation für einen Anwender mehrfach durchführen muss, nur, weil dieser mehrere Geräte zum Arbeiten verwendet? Vielmehr muss man die Denkrichtung umdrehen und den Menschen – den Nutzer – in den Mittelpunkt stellen und fragen: Wie benutzt dieser die Geräte und was braucht er, um effizient arbeiten zu können? Diese neue Denkrichtung ist der Kern einer einheitlichen Endpunktlösung, neudeutsch Unified Endpoint Management (UEM).

Wie funktioniert das in der Praxis?

Ein Klassiker ist der Außendienstler, der seinen Laptop verliert oder dem er gestohlen wird. Über ein Self-Service-Portal kann der Verlust dem Unternehmen gemeldet werden und durch eine einheitliche Endpunkt-lösung können verschiedene Prozesse automatisch losgetreten werden, die vorher nur umständlich oder gar nicht funktionierten.

So kann der Mitarbeiter selbstständig die Unternehmensdaten durch Remote Lock/Wipe schützen. Außerdem lassen sich die Gerätedaten (IMEI) oder Details zum Mobilfunk-, Daten- oder Leasingvertrag beschaffen und Ersatz bereitstellen. Seine Software-Konfiguration kann der Anwender über den Browser oder per App anpassen und bekommt diese automatisch für alle seine Geräte ohne Interaktion mit der IT bereitgestellt. Der Nutzer kann sich somit einen neuen Laptop besorgen, ihn registrieren und sich mittels Self-Service-Portal seinen gewohnten Arbeitsplatz wiederherstellen lassen.

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Der Unterschied zu früher ist, dass der Admin sämtliche Management-Prozesse intuitiv von einer einzigen Konsole aus steuern kann. Er muss die Ausprägungen der unterschiedlichen Gerätetypen und Betriebssysteme nicht mehr kennen. Dies reduziert die Komplexität in einer immer vielfältigeren Geräte- und Applikationslandschaft beim Arbeitsplatzmanagement. Zudem baut eine moderne Management-Lösung die Brücke zu Kosteneinsparungen, weil sich durch den einheitlichen Ansatz Posten zusammenfassen lassen, die zuvor mehrfach vorhanden waren. Und nicht zuletzt geht es um Transparenz: UEM ermöglicht die oft beschworene „Single Version of Truth“, die angesichts der Gerätelandschaft und im Hinblick auf Compliance, Sicherheit und Privacy wichtiger denn je wird.


Was steckt hinter Unified Endpoint Management?
Der Markt hat die Zeichen in Richtung Unified Endpoint Management (UEM) gestellt: Markets and Markets beispielsweise prognostiziert dem globalen UEM-Markt bis 2020 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 42,9 Prozent.

IT-Profis können mithilfe von Unified Endpoint Management einen Schritt in Richtung des zukünftigen Arbeitsplatzes vollziehen: Dabei geht es nicht mehr allein um die reine Verwaltung der Geräte, sondern Anwender und ihre Bedürfnisse stehen im Fokus. Für die IT-Abteilung bedeutet das, dass nur eine Lizenz pro Nutzer für eine unbegrenzte Anzahl von Geräten (Desktop-PCs, Laptops und Notebooks ebenso wie mobile und hybride Endgeräte aller Art) eingesetzt werden kann. 
Quelle: Matrix42


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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