Einheitliche Verwaltung aller Geräte

Windows 10 mit neuen MDM-Funktionen

Die einheitliche Verwaltung aller mobilen und nicht mobilen Geräte im Unternehmen – das verspricht das für Juli 2015 angekündigte Betriebssystem Windows 10. Wird eine separate MDM-Lösung jetzt überflüssig?

  • Windows 10 soll die endgeräteübergreifende Verwaltung im Unternehmen ermöglichen.

Innovationsgeschwindigkeiten erhöhen sich und es ist schon lange kein Geheimnis mehr: Mobiles Arbeiten macht Unternehmen produktiver. Laut einer aktuellen Studie von Techconsult berichten 69 Prozent der IT-Fachbereichsverantwortlichen von Effizienzsteigerungen durch die Einführung einer umfassenden Mobility-Strategie. Die „Enterprise Mobility Study 2014“ belegt außerdem: Produktivität ist mit Abstand das Kaufkriterium für mobile Endgeräte. Für 87 Prozent der Befragten ist es sehr wichtig, dass das Betriebssystem des Geräts produktiv einsetzbar ist. 

Aber es gibt auch Sorgen: Denn noch äußert eine Mehrheit der Befragten Sicherheitsbedenken, fürchtet hohe Kosten und bezweifelt die Möglichkeit, mobile Arbeitsplätze in vorhandene IT-Infrastrukturen integrieren zu können. In Zeiten, in denen schon kleinere Effizienzsteigerungen große Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit haben, ist es somit wichtig, dass moderne Betriebssysteme Voraussetzungen bieten, eben diesen Bedenken verstärkt zu begegnen, um ein notwendiges Vertrauen in mobile und digitale Arbeitsweisen herzustellen. Diese Voraussetzung soll Windows 10, das im Sommer auf den Markt kommt, erfüllen.

Biometrische Anmeldeverfahren

Laut Microsoft bietet das neue Betriebssystem erweiterte Funktionen im Bereich der IT-Verwaltung, die es Unternehmen ermöglichen sollen, die mobilen und nicht mobilen Geräte aller Mitarbeiter einheitlich zu verwalten. Dabei ist eine sichere IT-Infrastruktur zum Schutz sensibler Informationen für Firmenkunden die Basis für alle geschäftlichen Aktivitäten. Nur haben sich die Anforderungen an eine sichere Infrastruktur über die Jahre erhöht: Eine Abschottung des eigenen Systems über Firewalls reicht heute für eine umfassende Absicherung nicht mehr aus. Der professionelle Einsatz von mobilen Geräten und nicht zuletzt der damit verbundene, ortsunabhängige Zugriff auf sensible Daten, unterstützt durch Cloud-Technologien, erfordert vielmehr entsprechende Sicherheitsfunktionalitäten beim Zugang sowie bei der Absicherung von digitalen Geschäftsinformationen. Biometrische Anmeldeverfahren in Windows 10 sollen es ermöglichen, sich geschützt bei einem mobilen System anzumelden.

Zudem gewinnt das Thema Datenverlust bei erhöhter Mobilität an Bedeutung. Um hierbei dem Anwender keine Steine in den Weg zu legen und zugleich Firmendaten möglichst optimal zu schützen, ist die Funktionen für „Data Lost Prevention“ in Windows 10 integriert. Dabei wird der regelbasierte Schutz von Daten vom Speicherort zu den Apps oder Dateien verlagert – unabhängig von den eingesetzten Endgeräten.

Einheitliches Arbeiten über alle Geräte

Das Ausrollen eines neuen, für mobile Arbeitsweisen „fitten“ Betriebssystems in Unternehmen ist in der Regel ein aufwendiger und kostspieliger Vorgang. Erschwert wird dieser Prozess auch durch eine fortschreitende Diversifikation von Devices in Unternehmen, u. a. bedingt durch Arbeitsmodelle wie Bring your own Device. Windows 10 soll den „Roll-out-Prozess“ für Firmen vereinfachen. So passt sich das Betriebssystem an das jeweilige Gerät an, erkennt, ob der Nutzer mit Tastatur, Maus oder per Touch arbeitet, und wechselt automatisch in den dafür vorgesehenen Modus. Dabei soll die Nutzererfahrung über alle Endgeräte hinweg – egal ob mobiles Tablet oder Desktop-PC – einheitlich und gewohnt bleiben. Das kann zu einer höheren Akzeptanz und Produktivität von mobilen Arbeitsweisen bei den Mitarbeitern führen, indem mögliche Hemmschwellen durch eine einheitlich-gewohnte Nutzererfahrung verringert werden.

Bildquelle: Microsoft, Thinkstock/ iStock

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