MOBILE BUSINESS https://www.it-zoom.de/mobile-business/news/ MOBILE BUSINESS - Modernes Trend-Magazin für mobiles Business de ©2016 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Wed, 26 Sep 2018 17:05:40 +0200 Wed, 26 Sep 2018 17:05:40 +0200 TYPO3 EXT:news news-20854 Wed, 26 Sep 2018 16:00:11 +0200 Die fünf besten Smart Speaker 2018 http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/die-fuenf-besten-smart-speaker-2018-20854/ Kaum ein Techniktrend dominiert das aktuelle Jahr so hartnäckig wie die Sprachsteuerung. Smart Speaker sollen den Hype nun in die Wohnzimmer dieser Welt tragen. Diesen fünf Geräten gelingt das am besten >>> Keine technologischen Errungenschaften beherrschten die führenden Technikmessen in diesem Jahr so sehr wie Alexa, Siri, Google Assistant oder Cortana – digitale Sprachassistenten, die viele zwar bereits vom Smartphone kennen, die aber erst durch den Hype um die dazugehörigen Lautsprechersysteme zunehmend an Popularität gewinnen. Wer glaubt, dass die zahlreichen Ankündigungen von neuen Herstellern wie etwa Bose, Blaupunkt oder sogar der Telekom die ersten Anzeichen für einen wachsenden Konkurrenzkampf sind, täuscht sich allerdings. Noch sind die Platzhirsche nicht dazu bereit, sich von der anrollenden Masse an Nachahmern den Rang streitig machen zu lassen. Die Entscheidung für ein spezielles Gerät ist trotzdem stark von den eigenen Vorlieben und der bereits vorhandenen Technik abhängig. Ein Überblick:

  • JBL Link 20

    An das kompakte Modell von JBL denkt man vermutlich nicht als erstes, wenn es um die Anschaffung eines smarten Lautsprechers geht. Zu Unrecht, ist der Link 20 doch das einzige Modell, von dem man auch außerhalb der eigenen vier Wände wirklich profitieren kann. Mit einem eingebauten Akku und dem robusten, wasserdichten Gehäuse ist der Smart Speaker ideal für ruppigere Einsatzbereiche geeignet, ohne dabei auf die Funktionen von Alexa zu verzichten.

     

  • Amazon Echo

    Der Smart Speaker von Amazon gehörte zu den ersten seiner Art und ist inzwischen in der zweiten Generation sowie diversen Variationen wie dem Echo Dot, Echo Spot oder Echo Show erhältlich. Das macht die Produktreihe zu einer bevorzugten Wahl, wenn ohnehin geplant ist, ein raumübergreifendes System mit unterschiedlichen Anforderungen an die jeweiligen Zimmer aufzubauen. Während die Geräte von Amazon in Sachen Klang oft hinter der Qualität der Konkurrenz liegen, kann vor allem das faire Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.

     

  • Sonos One

    Menschen, die sich nicht auf ein geschlossenes System festlegen möchten, dürften mit dem Sonos One gut beraten sein. Der Lautsprecher überzeugt nicht nur mit gutem Klang, sondern zeigt sich dabei auch flexibel im Umgang mit anderen Geräten und externer Software. So unterstützt der Smart Speaker etwa Apples Airplay-Format und soll in Zukunft neben Alexa auch auf den Google Assistant zugreifen können.

     

  • Apple Homepod

    Wie so oft bei Apple gilt auch für den Homepod, dass eine Anschaffung nur Sinn ergibt, wenn man sich auch anderenorts im Ökosystem des iPhone-Konzerns bewegt. Das macht sich bereits bei einer ganz profanen Nutzung des Lautsprechers bemerkbar – dem Abspielen von Musik. Ohne Apple Music und iTunes geht hier nämlich nichts. Dazu kommt, dass Siri nicht unbedingt als zuverlässigster Sprachassistent gilt. Bei der Klangqualität gelingt es Apple dafür, die Konkurrenz hinter sich zu lassen.

     

  • Google Home

    Googles Vision eines Smart Speaker kommt der von Amazon recht nahe. Die Ähnlichkeit beginnt bei den klanglichen Defiziten und geht bis zur möglichen Erweiterung des Systems durch diverse Variationen wie dem Google Home Mini. Ein Modell mit Display, vergleichbar mit dem Amazon Echo Show, soll angeblich ebenfalls in Planung sein. Auch hier wird ein einigermaßen günstiger Einstieg mit einem akzeptablen Preis-Leistungs-Verhältnis geboten.
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Philip Fassing Mobile Business Startseite it-zoom Gadgets
news-20847 Wed, 26 Sep 2018 11:00:19 +0200 Erfolgsgeschichte statt App-Friedhof http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/erfolgsgeschichte-statt-app-friedhof-20847/ Mobile Apps können sich für Händler als wahre Goldgrube entpuppen, denn sie ermöglichen in der von Smartphones dominierten Welt ein dediziertes, personalisiertes Shopping-Erlebnis. Doch wo ist der Haken? Europäische Händler mit einer eigenen Shopping-App generieren mehr als die Hälfte ihrer mobilen Verkäufe über die App. Außerdem kaufen App-Nutzer häufiger und geben pro Einkauf mehr Geld aus. Da Einzelhändler auch weiterhin in einem harten Wettbewerb zu Amazon und Ebay stehen und um jeden ihrer Kunden buhlen müssen, ist eine starke App-Strategie im Kampf um die Hoheit auf dem Smartphone-Homescreen von tragender Bedeutung. Das Problem dabei: Innerhalb der ersten drei Tage nach dem Download verlieren Apps 77 Prozent ihrer Nutzer. Deshalb ist es für Händler umso wichtiger, dass ihre App den gewissen Unterschied macht und Erfahrungen ermöglicht, die dem Nutzer den Speicherplatz wert sind. Doch was müssen Apps können, damit der Käufer sie nicht direkt löscht?

Der Weg ist steinig und schwer


Die erste Hürde: Händler müssen ihre potentiellen Kunden überhaupt erst einmal überzeugen, ihre App herunterzuladen. Trotz der durchschnittlichen Nutzung von 30 Smartphone-Applikationen pro Monat, werden Shopping-Apps lediglich 1,5 Mal genutzt. Mit über fünf Millionen individuellen Applikationen auf den führenden Mobile-Plattformen muss es eine App erst einmal wert sein, heruntergeladen zu werden und einen Platz auf dem Homescreen zu ergattern. Incentivierungen wie Gutscheine für Erstkäufer haben sich hier als nur ein probates Mittel erwiesen. Auch spezielle App-Install-Kampagnen, bei denen der Nutzer nach dem Klick auf ein Werbebanner nicht direkt zum Produkt im mobilen Webshop geleitet wird, sondern zunächst in den App Store und nach dem Download auf die entsprechende Produktdetailseite in der App gelangt, erweisen sich zunehmend als erfolgreich.

Allerdings folgt gleich danach die zweite Hürde: der Überlebenskampf der Applikation nach dem Download. Apps verlieren aus verschiedenen Gründen ihre Nutzer schnell wieder – zu viele Benachrichtigungen, lange Ladezeiten, schlechte Benutzeroberfläche. Die Liste ist beliebig erweiterbar. Wenn Nutzer auf dem Smartphone shoppen möchten, kommt es oft darauf an, ob die App ein besseres Shopping-Erlebnis als das Mobile Web bietet.

Die eigenen Daten nutzen


Um die Akzeptanz der App und deren Lebensdauer auf dem Smartphone zu steigern, sollten Händler ihren Datenschatz nutzen und damit wertvolle Shopping-Erlebnisse ermöglichen. Native Ads und Retargeting – womit sich etwa Criteo befasst – sind der Schlüssel für mehr Kundenbindung. Ohne den Einsatz der Surfdaten wird es für Händler extrem schwer, ihre Nutzer nach Verlassen der App gezielt wieder anzusprechen.

An dieser Stelle ein Beispiel: Eine Person sucht nach Laufschuhen. Während sie die App ihres bevorzugten Händlers durchstöbert, werden ihre gezeigten Interessen auf jeder Ereignisebene erfasst. Sie wird abgelenkt und beendet die Suche, nutzt das Smartphone aber danach wieder, um sich über die neuesten Nachrichten zu informieren. Ist diese News-App nun Teil des Publisher-Netzwerks des Händlers, kommt der Retargeting-Prozess in Gang. Die Kaufabsicht wird berechnet, die Impression gekauft, eine passende Produktempfehlung ermittelt und die Ad gestaltet – alles in Echtzeit. Die Person erhält nun in der News-App eine ansprechende, personalisierte Ad, die sie erinnert: „Stimmt, ich wollte nach Laufschuhen sehen.“ Klickt die Person nun auf die Ad, gelangt sie mittels eines Deep-Links zurück in die App des Händlers und landet genau auf der Produktdetailseite der Laufschuhe.

Aus der Masse herausstechen


Individualisierte Produkt-Feeds und Übersichten sind ein weiteres entscheidendes Kriterium. Im Gegensatz zum mobilen Web, wo Formate vom Browser ausgeliefert werden, können Händler hier die verfügbaren Daten nutzen, um Produkt-Feeds zu optimieren und eine möglichst ansprechende Nutzererfahrung zu bieten – durch Vorschläge passender, neuer Kreationen und vielem mehr. Netflix passt die jeweilige Nutzerstartseite dem individuellen Verhalten an – warum sollten dies Händler nicht auch tun?

Auch Services jenseits personalisierter Angebote in der App sollten in einer Weise geboten werden, so dass sie wie Whatsapp, Spotify oder Google Maps unverzichtbar auf dem Homescreen werden. Eine „zu Favoriten hinzuzufügen“-Option neben der Kauffunktion etwa macht eine erneute App-Interaktion wahrscheinlicher. Denn so kann mich die Applikation informieren, wenn das entsprechende Produkt im Angebot ist oder auch komplementäre Produkte bzw. passende Inhalte verfügbar sind.

Um aufzufallen, müssen sich Händler etwas einfallen lassen. Otto bietet seinen Kunden neben den herkömmlichen Funktionen einer Shopping-App z.B. die Möglichkeit, einen eigenen Newsfeed à la Pinterest zu erstellen, der auf im Vorfeld gewählten persönlichen Interessen, wie etwa Fitness oder Home und Living basiert. Die App schlägt in diesem persönlichen Newsfeed anschließend Themenboards vor, denen der Nutzer folgen kann. Ein weiteres Feature ist der Style-Creator. Der Nutzer wählt das Geschlecht aus, für das er shoppen möchte, und erhält Vorschläge für komplette Outfits – diese kann er liken und teilen, aber auch speichern und natürlich direkt bestellen. Außerdem können die Nutzer auch eigene Outfits zusammenstellen, in der Otto-App posten und von der Community in Form von Likes bewerten lassen.

App-Friedhof wächst täglich


Eine weitere App-Erfolgsgeschichte schreibt Zalando: Vor knapp vier Jahren stellte der Online-Versandhändler die Funktion „Mode-Shazam“ vor. Eine Bildererkennung analysiert hier fotografierte Kleidungsstücke und sucht ähnliche Outfits im Online-Katalog. Auf diese Weise ermöglicht es die App dem modebewussten Konsumenten, auf der Straße entdeckte Outfits einfach „nachzushoppen“. Auch Asos hat das „Suche nach Foto“-Feature in seiner App integriert und bietet dem Nutzer so ein exklusives Shopping-Erlebnis. Dabei beschränkt sich die Kreativität nicht ausschließlich auf Fashion-Apps. Der Online-Blumenhändler Bloom & Wild bietet seinen App-Nutzern ebenfalls ein personalisiertes Erlebnis: Sie können ihren mobilen Kalender mit der App synchronisieren, um anschließend Vorschläge für Geburtstags- und Jubiläumsgeschenke zu erhalten. Diese kleinen Specials machen am Ende den Unterschied, weil sie wertvolle, differenzierte Dienste bieten, die den Shopper von heute begeistern.

Apps stellen eine riesige Gelegenheit für Händler dar; ihre Performance spricht für sich. Jedoch steht und fällt der Erfolg mit der „Shopper Experience“. Es genügt längst nicht mehr, dass Einzelhändler eine App der App wegen haben. Der Friedhof der ausrangierten Apps wächst jeden Tag. Erfolgsgeschichten hingegen sind noch rar – doch jede einzelne beweist, wie entscheidend die Nutzererfahrung ist. Auch bezüglich der Erfolgsmetriken sollten Händler umdenken und sich von starren Metriken wie den Download-Zahlen lösen. Der Download ist lediglich die erste Hürde, um es auf den Homescreen des Nutzers zu schaffen. Damit Shopping-Apps erfolgreich werden, müssen sie Daten in personalisierte Erlebnisse verwandeln, die die Kunden ansprechen und ihr Interesse wecken – und das immer dann, wenn die Kaufabsicht am höchsten ist.

Bildquelle: Thinkstock/Photodisc

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Mobile Business Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing
news-20846 Wed, 26 Sep 2018 09:43:13 +0200 IoT: Auf die Datenanalysen kommt es an http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/iot-auf-die-datenanalysen-kommt-es-an-20846/ Im Gespräch erklären John Magee, Vice President bei Hitachi Vantara, und Iri Trashanski, Senior Vice President Market Development, wie Unternehmen die aus Internet-of-Things-Projekten (IoT) gewonnenen Daten nicht nur regelkonform analysieren, sondern im nächsten Schritt auch monetarisieren können. Herr Magee, welche Rolle spielt das Internet der Dinge für die Produktstrategie von Hitachi Vantara?
John Magee: Wir haben bereits große Investitionen in entsprechende Technologien getätigt sowie erste Produktlinien geschaffen. Bereits 2016 veröffentlichten wir die IoT-Plattform Lumada, die gemeinsam mit unseren Kunden im Rahmen sogenannter Co-Creation-Prozesse entwickelt wurde.

Herr Trashanski, was leistet die Plattform?
Iri Trashanski: Mit der Plattform lassen sich  alle IoT-Komponenten miteinander vernetzen. Zunächst werden die Daten verschiedener Endgeräte und Sensoren gesammelt, bevor sie im Anschluss integriert und analysiert werden. Dazu können auch Machine Learning oder Künstliche Intelligenz (KI) genutzt werden. Auf diese Weise erhalten die Nutzer schnell wichtige Informationen, Vorhersagen und Empfehlungen, um Kosten zu sparen, die Asset-Nutzung zu verbessern oder das Performance-Management und die Produktqualität zu steigern.

Können Sie ein Beispiel nennen?
Magee: Die Plattform kommt bei einem Projekt mit British Rail zum Einsatz. Hierbei wurden die Hochgeschwindigkeitszüge mit eigenen IoT-Centern ausgestattet, sodass die Leitzentrale in Echtzeit nachvollziehen kann, was genau an Bord passiert. Möglichen Problemen kann man mit frühzeitigen Reparaturen entgegenwirken, sodass die Zahl der Zugausfälle deutlich reduziert werden konnte.

Aus welchen Komponenten besteht Ihre IoT-Plattform?
Magee: Wir vereinen Software- und Infrastrukturlösungen, darunter Analyse-Tools, Speichersysteme, Datenmanagement sowie Data Protection und Data Security.

Trashanski: Unsere IoT-Lösungen richten sich an die unterschiedlichsten Branchen. Zudem eignen sie sich für den Einsatz in IT-Umgebungen und Rechenzentren, wo das Sammeln von Daten über tausende von Sensoren vielfältige Möglichkeiten eröffnet. In Rechenzentren messen die Sensoren etwa kontinuierlich die Umgebungstemperaturen der Racks, wodurch sich der Hardware-Einsatz optimieren lässt. Daneben können wir die Daten von PCs, Servern, Storage-Systemen und anderen Devices genau erfassen und anhand der ermittelten Informationen zum Stromverbrauch die Energieeffizienz verbessern. Nicht zuletzt lässt sich mittels Machine Learning und KI besser nachvollziehen, was innerhalb der IT passiert. Dies ermöglicht die vorausschauende Planung von RZ-Prozessen.

Welche Rolle spielt Cloud Clomputing in diesem Zusammenhang?
Trashanski: Unsere IoT-Plattform kann sowohl in der Cloud als auch On-Premise betrieben werden.

Magee: Dabei rückt im Cloud-Umfeld zunehmend das Edge Computing in den Vordergrund. Zwar wandern weltweit, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Nutzung von Smartphones, immer mehr Daten in Public Clouds. Allerdings wird im Zuge der Verbreitung von IoT-Technologien verstärkt Rechenpower in unmittelbarer Nähe von Maschinen, Endgeräten oder autonomen Fahrzeugen benötigt. So entstehen hybride bzw. Multi-Cloud-Infrastrukturen: zentrale Rechenzentren, in denen rechenintensive Datenanalysen vorgenommen werden, und dezentrale Mini-Data-Center für kurzfristige Echtzeitauswertungen. Hier bietet unsere Appliance „Lumada edge“ das Erfassen, Umwandeln und Analysieren aller Datentypen in unmittelbarer Nähe zu den physischen Assets.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Inwiefern verändert das Internet der Dinge traditionelle Infrastrukturen?
Trashanski: Im Internet der Dinge wird alles miteinander vernetzt. Man denke an vernetzte Fahrzeuge, die allein stündlich rund sechs Terabyte an Daten generieren. Beginnt man, die Datenmengen von mehreren Millionen Fahrzeugen in die Cloud zu laden, stößt man schnell an Performance-Grenzen. Von daher müssen die Daten entweder unmittelbar in den Fahrzeugen selbst oder in unmittelbarer Straßennähe erfasst und entsprechend ausgewertet werden. Im nächsten Moment müssen notwendige Entscheidungen und Maßnahmen angestoßen werden, wobei die Antwortzeiten bei nur wenigen Millisekunden liegen sollten.

Können Sie uns ein Beispiel für Edge Computing skizzieren?
Magee: Caterpillar Marine sammelt auf allen weltweit eingesetzten Schiffen sämtliche Daten aus den Maschinen- oder Kühlräumen und wertet diese direkt an Bord aus. Denn es wäre deutlich umständlicher und damit teurer, würde man alle Daten zunächst über das Netzwerk ins Firmen-RZ leiten, um dort Datenanalysen vorzunehmen und diese dann wiederum über alle Ozeane hinweg auf die Schiffe zu verteilen.

Wie ist es um die Sicherheit beim Edge Computing bestellt?
Magee: Wie bei Software-Systemen und Endgeräten üblich, müssen auch alle IoT-Anwendungen und -Komponenten entsprechend gepatcht werden. In der Regel verwendet man dafür ein Mobile Device Management (MDM) mit umfangreichen Funktionen. Für unsere IoT-Plattform nutzen wir moderne Sicherheitstechnologien und Dashboards, mit denen sich sämtliche vernetzten Geräte und Sensoren überwachen sowie verwalten lassen.

Worauf muss man beim Datenmanagement besonders achten?
Magee: Die Aufbewahrung und der Schutz von Daten sind unseren Kunden enorm wichtig. Dabei geht es ihnen u. a. um die Frage, welche Nutzer welche Informationen erhalten, einsehen oder bearbeiten dürfen. Von daher sollte man großes Augenmerk auf die Nutzerverwaltung und das Identity and Access Management (IAM) legen.

Müssen für IoT-Projekte zusätzliche Mobilfunkverbindungen aufgebaut werden?
Magee: Nicht unbedingt, da die Sensoren über verschiedene Verbindungen kommunizieren können. Dies können mobile Netze sein, mitunter reichen jedoch auch Bluetooth-Verbindungen – wie beispielsweise bei Wearables oder im Smart Home – aus. Daneben lassen sich IoT-Projekte auch gut in firmeneigenen Netzen wie Local Area Networks oder im lokalen WLAN aufsetzen.

Trashanski: Zukünftig bietet 5G eine gute Basis, um neue IoT-Anwendungsszenarien zu etablieren. Dabei zählen vor allem sehr kurze Latenzzeiten und eine hohe Performance zu den wichtigsten Vorzügen dieses neuen Mobilfunkstandards.

Worauf kommt es bei der Auswahl der IoT-Sensoren an?
Trashanski: Die Auswahl hängt stets von den jeweiligen Einsatzbereichen ab. Dabei sollte man unterscheiden, ob die Sensoren zur Erfassung von Temperaturen, Bewegungsströmen, Tönen o. ä. genutzt werden. Zudem gibt es aktive und passive Sensoren, wobei letztere nicht zwangsläufig mit dem Internet verbunden sein müssen und einen geringen Energieverbrauch besitzen.

Auf welche Bereiche legen Sie im IoT-Umfeld derzeit weiteres Augenmerk?
Trashanski: Wir beschäftigen innerhalb des Hitachi-Konzerns zahlreiche Entwicklerteams, die sich mit fortschrittlichen Technologien wie Blockchain, Künstlicher Intelligenz oder Video-Analyse beschäftigen.

Worauf kommt es bei Video-Analysen vor allem an?
Magee: Im Vergleich zur Analyse von strukturierten oder Sprachdaten gestaltet sich das Auswerten von Bewegtbildern deutlich komplizierter. Unsere Software ermöglicht es bereits, Gesichts- oder Mustererkennungen vorzunehmen, sodass sich beispielsweise Verkehrs- und Besucherströme an Bahnhöfen oder Flughäfen analysieren lassen. Da Videodaten in der Regel sehr groß sind, werden deren Analyse und Auswertung am besten am Rande des Netzwerks vorgenommen, sodass keine breitbandigen Übertragungswege benötigt werden.

Welche sind innerhalb von Unternehmen die wichtigsten Daten? Worauf kommt es beim Sammeln der Daten an?
Trashanski: Als „Data Company“ helfen wir den Kunden, ihre eigenen Daten zu monetarisieren. Um bestmögliche Analyseergebnisse zu erzielen, muss man jedoch nicht möglichst viele Daten sammeln, sondern verschiedenste Datenquellen intelligent zusammenfügen können. Man denke an Maschinendaten, die die Auslastung der Modelle aufzeigen und die wiederum mit Daten entlang der Lieferkette und den ERP-Systemen verknüpft werden, um reibungslose Logistik-, Lager- und Produktionsprozesse zu gewährleisten.

Sie reden über eine sinnvolle Integration der Daten. Worauf kommt es dabei besonders an?
Magee: Daten tauchen inner- und außerhalb von Firmen in unterschiedlichsten Formen auf, sodass deren Analyse und Vorhaltung eine große Herausforderung darstellen kann. Zunächst müssen alle Sensordaten in die Unternehmensapplikationen gespielt werden. Hierbei kann es sich um Maschinen- oder Wetterdaten handeln, die als Stream in die Systeme laufen. Im nächsten Schritt müssen die Daten transformiert und vereinheitlicht werden. Häufig ist es notwendig, ältere Installationen zu modernisieren, um entsprechende IoT-Daten erzeugen und weiterleiten zu können.

Trashanski: In diesem Zusammenhang können die Kunden mit unseren Lösungen zunächst alle Daten sammeln, um sie anschließend zu transformieren, sodass etwa Data Scientists effektiv damit arbeiten können. Möglich wurde dies durch die Übernahme von Pentaho, deren Analyse-Tool alle wichtigen Funktionalitäten beinhaltet.

Wie halten die Verantwortlichen die Compliance ein?
Trashanski: Man muss zwischen Analyse- und persönlichen Daten unterscheiden. So zählen etwa Maschinendaten zum Besitz des Anwenderunternehmens. Geht es hingegen um die Verbindung von IoT- mit Kundendaten – etwa in CRM-Systemen – muss klar geregelt sein, welche Mitarbeiter die Daten einsehen und verarbeiten können. Hier greift das klassische Benutzermanagement mit LDAP oder Active Directory. Dabei sollten die Verantwortlichen einerseits alle rechtlichen Vorgaben wie die EU-DSGVO im Hinterkopf haben, andererseits den Nutzern aber so viel Freiraum zugestehen, dass sie sinnvolle Analysen fahren können. Vor diesem Hintergrund müssen künftig immer mehr Mitarbeiter aus dem Bereich der Operational Technologies (OT) mit erweiterten Rechten ausgestattet werden.

Inwieweit ist eine Klassifikation der Daten sinnvoll?
Trashanski: Es existieren verschiedene Methoden, mit denen Daten anonymisiert oder personalisiert bearbeitet oder gespeichert werden können. Hinzu kommen viele frei verfügbare, öffentliche Daten – neudeutsch Open Data. Generell muss jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden, welche Daten gesammelt oder welche Profile angelegt werden sollen.

Wer arbeitet mit welchen Daten? Wer kümmert sich um das Datenmanagement?
Trashanski: Datenanalysen verfolgen stets einen bestimmten Zweck. Dabei können allerdings manche Daten vernachlässigt werden, andere hingegen sind sehr wichtig. Grundsätzlich sollte der Zugang zu den Daten „demokratisch“ geregelt sein. Das heißt, der Zugang dazu sollte möglichst allen Nutzern im Unternehmen gewährt werden. Desweiteren sollten den IT-Verantwortlichen übersichtliche Dashboards zur Verfügung stehen, mit denen sie auf einen Blick die Auswirkungen auf das Business erkennen. Generell sollten auch die Mitarbeiter unterhalb der CIO- oder CEO-Ebene Einsicht in alle Daten erhalten, da sie es sind, die aus den Analysen gewonnene Erkenntnisse in konkrete Verbesserungsmaßnahmen ummünzen müssen.

Nicht zuletzt bringen unterschiedliche Perspektiven auf die Daten sehr viel, insbesondere auch von externen Partnern und Kunden. Denn dank deren Rückmeldungen lassen sich Produkte verbessern und Prozesse schneller voranbringen.

Wer treibt die IoT-Projekte in den Unternehmen derzeit voran?
Magee: Naturgemäß sind die CIOs in die meisten IoT-Projekte involviert. Daneben werden zunehmend auch die Zuständigen für Operational Technologies tätig, z.B. die Verantwortlichen für die Maschinenparks in der Industrie oder medizinisches Gerät in den Krankenhäusern.

Im Zuge dieser Entwicklung steigt auch die Bedeutung einzelner Fachbereiche für die IoT-Projekte an. Denn man braucht die Expertise von Spezialisten, die alle Geschäftsprozesse kennen und neue Ziele am besten umsetzen können. Von daher sind in der Praxis oftmals auch Mitarbeiter aus dem Marketing oder Support an IoT-Projekten beteiligt.

Welche Rollen spielen dabei die Data Scientists?
Trashanski: Solche Experten sind derzeit stark gefragt. Denn sie müssen nicht nur alle Hintergründe der Datenanalysen verstehen, sondern auch, wie sich die Tools bestmöglich nutzen lassen. Sinnvoll ist es, wenn sie hierfür die Kombination aus Analytics, Künstlicher Intelligenz und Machine Learning beherrschen.

Ein Blick nach vorne: Was haben Sie in naher Zukunft geplant?
Magee: Im Rahmen der Weiterentwicklung unserer IoT-Lösungen wollen wir Machine Learning und Künstliche Intelligenz vorantreiben und unseren Kunden die entsprechenden Tools an die Hand geben. Ein weiterer Schwerpunkt wird im Edge Computing liegen, wobei wir neben dem Daten- auch das Speichermanagement weiter verbessern wollen.

Bildquelle: Hitachi Vantara

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Ina Schlücker Mobile Business Startseite it-zoom Business Intelligence / Big Data
news-20844 Wed, 26 Sep 2018 09:03:25 +0200 Deutsche See pickt mit Datenbrille http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/deutsche-see-pickt-mit-datenbrille-20844/ An ihrem Hauptstandort Bremerhaven setzt Deutsche See – aktiv in der Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten – künftig auf eine Pick-by-Vision-Lösung. In einem ersten Schritt, dessen Starttermin in der täglichen Arbeit für den Spätsommer vorgesehen ist, kommissionieren bald die Mitarbeiter von Deutsche See im dortigen Räucherfischlager mit der Picavi-Datenbrille. Nach Etablierung der Kooperation in diesem Bereich und der Klärung weiterer denkbarer Einsatzmöglichkeiten im Bereich Frischfisch und im Tiefkühllager soll das gesamte Zentrallager in Bremerhaven auf die Pick-by-Vision-Technologie umgestellt werden. Später könnten die 19 Deutsche-See-Niederlassungen in ganz Deutschland folgen.

Ziel der Umstellung des Picking-Verfahrens ist es, mit der strikten visuellen Datenführung des Kommissionierers durch die Brille effizienter zu kommissionieren. Angesichts eines notwendigen sorgfältigen Handlings der Produkte, unterstützt nicht zuletzt jener aus der Nutzung der neuen Lösung resultierende Zeitgewinn das Supply Chain Management (SCM) von Deutsche See. Über 35.000 Kunden erwarten an jedem Tag, sei es im Lebensmitteleinzelhandel oder in der Gastronomie, eine vollständige und dabei die Produktqualität konservierende Belieferung aus Bremerhaven bzw. aus einer der deutschlandweit 19 Niederlassungen des Unternehmens.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Aufgrund dessen, dass unsere Logistikmitarbeiter in Zukunft mit der Datenbrille arbeiten werden, haben sie die Hände frei, damit sie sich dezidiert auf ihren Kommissionierauftrag konzentrieren können“, beschreibt Wolfgang Zeitz, Leiter Logistik bei Deutsche See, einen Aspekt für den Wechsel zur neuen Lösung. „Ist diese Umstellung der Kommissionierung dort erfolgreich und der Einsatz der Datenbrille auch im nasskalten Frischfisch-Bereich sowie bei minus 28 Grad Celcius in unserem Tiefkühllager gewährleistet, haben wir mit dem Anbieter vereinbart, die Nutzung der Datenbrille auf unser gesamtes Zentrallager auszuweiten. Dass später unsere weiteren Niederlassungen folgen, würde dann die vollständige Einführung der Lösung in unsere Kommissionierung bedeuten.“

www.picavi.co

Bildquelle: Picavi

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Mobile Business Startseite it-zoom Lager und Logistik
news-20842 Tue, 25 Sep 2018 16:41:33 +0200 Neue Chance für Augmented Reality http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/neue-chance-fuer-augmented-reality-20842/ Augmented Reality hat den ersten großen Hype hinter sich. Neue Einsatzmöglichkeiten könnten der Technik allerdings einen neuen Boom bescheren. Über der Abbiegespur schweben grüne Pfeile und biegen um die Straßenecke. Rote Warnzeichen begleiten eine Fußgängerin über den Zebrastreifen und am Straßenrand zieht der Schriftzug „Café” vorbei - aber nur auf der Windschutzscheibe. Die echte Sicht des Autofahrers, erweitert (engl.: augmented) um digitale Infos aus dem Navigationsgerät: Bald Alltag, verspricht das Start-Up Wayray, dessen holografisches Navi auf Messen schon Preise einfuhr und 2019 in den USA und China auf den Markt kommen soll. Auch Apple meldete zuletzt ein Patent für eine Windschutzscheibe mit Augmented Reality (AR) an.

Um die Vorstellung, dass Menschen ihren Alltag bald virtuell angereichert sehen könnten, wurde es nach dem PR-Desaster um Googles mit Kamera ausgestattete AR-Brille Glass zunächst eine Weile still. Doch leise reiften Technik und Anwendungen für ein Comeback im großen Stil heran. In fünf Jahren werde bereits jeder vierte Deutsche regelmäßig AR-Dienste nutzen, sagen der Digitalverband Bitkom und die Unternehmungsberatung Deloitte voraus. Schon in diesem Jahr soll es in Deutschland 2,2 Millionen aktive Nutzer geben. Denn auf Smartphones und Tablets ist AR schon jetzt im Aufwind.

Längst hat der Handel das Potenzial entdeckt und bietet Apps, mit denen Möbel im eigenen Wohnzimmer oder Kleidung am eigenen Körper ausprobiert werden können - nach dem gleichen Prinzip wie Social-Media-Apps wie Snapchat, die Nutzer mit virtuellen Masken in Echtzeit lustig oder hübscher aussehen lassen. Reiseführer und Museumsguides liefern mittels Handy-Kamera und Ortung gezielte Infos und lassen schon mal das Stadtmaskottchen die Führung übernehmen. Das beim Erscheinen im Sommer 2016 von großem Hype begleitete AR-Spiel „Pokémon Go” mit bislang 800 Millionen Downloads war nur ein Anfang. Erschienen die virtuellen Wesen zunächst nur recht flach über der Ansicht aus der Handy-Kamera, legten die Entwickler bereits nach: In einem Demovideo ist zu sehen, wie Pikachu und Co demnächst um Bäume oder Spaziergänger herumwuseln sollen.

Grundlagen werden geschaffen

Neue Prozessoren und Kameras mit mehreren Linsen erlauben zunehmend anspruchsvollere Spiele und Apps. „Das Entscheidende ist, dass zunehmend die nötige Hardware gegeben ist”, erklärt Christopher Meinecke von Bitkom. Apple und Google bieten neuerdings Plattformen für AR-Entwickler. Nach Ansicht von Apple-Chef Tim Cook könnte Augmented Reality so weltverändernd werden wie das Smartphone selbst. Auch die Brillen selbst haben sich hinter den Kulissen etabliert. „AR-Brillen werden sich jetzt im Unternehmensbereich schnell und massiv durchsetzen, da sind wir jetzt schon dabei”, sagt Meinecke. „Ein Monteur bei Boeing wird nicht mehr lange mit einem physischen Handbuch hantieren, wenn er ein Flugzeug repariert.”

Die weiterentwickelte Version der bei Verbrauchern auch wegen Datenschutz-Ängsten gescheiterten Google Glass nutzen laut Google Konzerne wie Volkswagen und General Electric. Der Paketdienst DHL blendet - an manchen Standorten - auf Datenbrillen Arbeitsanweisungen oder Schulungsprogramme für Mitarbeiter ein. „Diese Technik hat zu durchschnittlichen Produktivitätssteigerungen von 15 Prozent geführt und gleichzeitig die Fehlerquote reduziert”, erklärt eine Sprecherin. Brillen wie die Hololens von Microsoft erzeugen Hologramme, die zum Beispiel als virtuelle Schalter mit der Hand im Raum bedient werden können.

Dass das virtuell erweiterte Blickfeld auch bei Verbrauchern einen erfolgreichen zweiten Anlauf starten wird, sind sich Experten sicher. „Eyeables” - tragbare Elektronik rund ums Auge - böten sich als logisches Gegenstück zur sich rasant durchsetzenden Sprachsteuerung an, meint etwa der US-Technologie-Vordenker Stowe Boyd. Auch Amazon, Heimat der Sprachassistentin Alexa, arbeite an einer dazugehörigen Datenbrille, berichtete vor einem Jahr die „Financial Times”. Geleitet wird das Projekt demnach vom Physiker Babak Parviz, der einst Google Glass mitentwickelte. Parviz machte schon 2009 Schlagzeilen: An der Universität von Washington testete sein Team erfolgreich Kontaktlinsen mit Schaltkreisen und Leucht-Pixeln.

Tatsächlich ist es womöglich dann gar nicht mehr eine Brille, die digitale Anreicherung ins Auge der meisten Betrachter bringt. „Langfristig kann ich mir vorstellen, dass es sogar eher die AR-Kontaktlinse ist”, meint Meinecke. Mit technologisch erweiterter Kontaktlinsen, die etwa Blutzucker messen, wird derzeit experimentiert. Berichten zufolge meldeten Samsung, Google und Sony bereits Patente auf Kontaktlinsen mit Mikrokameras an.

„Es würde mich nicht wundern, wenn wir in zehn bis fünfzehn Jahren AR-Kontaktlinsen hätten”, sagt Meinecke. „Mit denen läuft dann vielleicht nicht sofort jeder Zweite herum, aber jede Technologie startet langsam, bevor sie sich in der Breite durchsetzt.”

dpa/Christina Peters/pf

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Mobile Business Startseite it-zoom Gadgets
news-20839 Tue, 25 Sep 2018 14:47:26 +0200 Armani Exchange mit Touchscreen-Smartwatch http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/armani-exchange-mit-touchscreen-smartwatch-20839/ Das italienische Modehaus Armani kündigte an, seine erste Smartwatch auf den Markt bringen und dabei das markeneigene Design mit tragbarer Technologie verbinden zu wollen. Mit Herzfrequenz- und Aktivitäts-Tracking, Smartphone-Benachrichtigungen, Google Assistant und weiteren Funktionen soll das Wearable Kunden stets auf dem Laufenden halten. Ein 46-mm-Gehäuse und ein Gliederarmband aus Edelstahl sind in gold, schwarz, silber oder kohlegrau erhältlich. Die Optik werde durch ein charakteristisches digitales Ziffernblatt ergänzt.

Die Smartwatch werde mit Wear OS by Google und Qualcomm Snapdragon Wear 2100 betrieben und sei sowohl mit iPhone- als auch mit Android-Smartphones kompatibel. Zu ihren Funktionen zählen unter anderem: Ein Herzfrequenz-Tracking, das Bezahlen über NFC mit Google Pay sowie integriertes GPS.

Die Uhr sei schwimmfest und Benachrichtigungen würden auf einem 1,19-Zoll-Amoled-Bildschirm mit Umgebungssensor angezeigt.

Bildquelle: Armani Exchange

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Mobile Business Gadgets Lifestyle
news-20835 Tue, 25 Sep 2018 12:11:37 +0200 Frischer Wind in der Einsatzplanung http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/frischer-wind-in-der-einsatzplanung-20835/ Mit einer Reisekostenabrechnung und einer neuen Benutzeroberfläche soll die „Field Service Management-Suite 7.0” die internationale Einsatzplanung und mobile Auftragsabwicklung vereinfachen. MobileX, Anbieter von Field-Service-Management-Lösungen, präsentiert die Version 7.0 der „Field Service Management-Suite”. Die aktuelle Version soll die technische Basis für eine bessere Nutzung der mobilen Lösungen und Einsatzplanung in einem internationalen Kontext legen. Damit ließen sich zukünftig sowohl im Standard als auch in kundenspezifischen Anwendungsfällen Internationalisierungs-Funktionen einfacher nutzen, so das Unternehmen. Dafür wurde die technische Grundlage geschaffen, Daten mehrsprachig an den Clients anzuzeigen und Zeitzonen-Informationen nutzen zu können. Dies soll fortlaufend in den kommenden Releases ausgebaut werden. Für Serviceberichte könne man zudem verschiedene, auch mehrsprachige, Templates hinterlegen.

Die mobile Lösung „MIP for Field Service” enthält nun ein Modul zur Reisekostenabrechnung. Dabei sollen Spesen inklusive Belegen, Pauschalen und gefahrene Kilometer in der Anwendung eingetragen werden können. Über das SAP-ERP-Add-On werden die Daten dann in die SAP-Reisekosten-Transaktion PR05 zur internen Abrechnung und Verbuchung übertragen. Techniker sollen in „MIP for Field Service” nun Materialreservierungen einfacher übernehmen und aus einer Vorschlagsliste das Material auswählen können. Zudem hätte man die Materialreservierung und -meldung optimiert. So erleichtere eine automatische Vorbelegung bei der Menge und dem Berechnungsmotiv dem Techniker die Eingabe auf dem mobilen Gerät.

Die Benutzeroberfläche des Einsatzplanungs-Tools „Dispatch” wurde komplett neugestaltet und zeigt sich jetzt im modernen Flat-Design-Stil. Auch eine funktionale Erweiterung bietet „Dispatch” in der aktuellen Version: Um verschiedene Verkehrssituationen, wie die Rush Hour, bei der Routenplanung und Berechnung der Reisezeiten besser zu berücksichtigen, können Disponenten nun auf historische Verkehrsdaten in zurückgreifen. Voraussetzung dafür ist die Integration und Lizensierung des PTV-Moduls „Historische Ganglinien“. Die Service-App „CrossMIP” unterstütze darüber hinaus nun auch die universelle Windows Plattform (UWP) und somit alle Gerätetypen, auf denen Windows 10 laufe. Die Version 7.0 der „Field Service Management-Suite” soll ab Ende August verfügbar sein.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20831 Tue, 25 Sep 2018 09:31:35 +0200 Trauma durch Arbeit in Facebook-Löschzentrum http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/trauma-durch-arbeit-in-facebook-loeschzentrum-20831/ Die anhaltende Auseinandersetzung mit schockierenden Inhalten bei der Arbeit in einem Löschzentrum von Facebook soll sie krank gemacht haben. Nun klagt die ehemalige Mitarbeiterin gegen den Konzern. Die Anwälte der Frau aus San Francisco streben eine Sammelklage an, der sich auch andere Beschäftigte anschließen könnten. Sie erklärt, sie habe nach der Arbeit für Facebook ein posttraumatisches Belastungssyndrom. In den sogenannten Löschzentren - von denen es auch zwei in Deutschland gibt - werden unter anderem anstößige Videos und Bilder, Hassrede oder Gewaltdarstellung gesichtet und entfernt. Als Zeitarbeiter eingestellte sogenannte Facebook-Moderatoren würden täglich tausenden Videos, Bildern und Live-Übertragungen von sexuellem Missbrauch von Kindern, Vergewaltigungen, Folter, Tiersex, Enthauptungen, Suiziden und Morden ausgesetzt, erklärte Klägeranwalt Korey Nelson von der Kanzlei Burns Charest am Montag. „Wir prüfen die Behauptungen derzeit”, teilte Facebook in einem Statement mit.

Das Unternehmen ignoriere seine Pflicht, für die Sicherheit dieser Mitarbeiter zu sorgen, hieß es in der Mitteilung der Anwälte weiter. Facebook greife beim Ausmisten seiner Plattform auf Zeitarbeiter zurück, die angesichts der schockierenden Inhalte irreparable traumatische Schäden in dem Job erlitten. Facebook räumte in der Stellungnahme ein, dass die Arbeit häufig schwierig sei. „Darum nehmen wir die Unterstützung unserer Moderatoren unglaublich ernst”. Die Mitarbeiter erhielten spezielles Training, zudem biete man ihnen psychologische Hilfe an. Facebook-Angestellten stehe dies hausintern zur Verfügung, von Partnerfirmen würden ebenfalls entsprechende Ressourcen verlangt. Über die Arbeitsbedingungen in Facebooks Löschzentren unter anderem in Asien hatte es bereits wiederholt negative Medienberichte gegeben.

Die Klägerin Selena Scola aus San Francisco arbeitete den Anwälten nach ab Juni 2017 neun Monate im Auftrag einer Zeitarbeitsfirma für Facebook, später sei bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden. Die Kanzlei strebt eine Sammelklage im Namen aller betroffenen Facebook-Mitarbeiter an und fordert unter anderem die Einrichtung eines Fonds für medizinische Tests und Versorgung der Moderatoren. Die deutschen Löschzentren in Berlin und Essen betreibt Facebook nicht selbst, sondern greift auf die Dienstleistungsfirmen CCC und Arvato zurück, die unter anderem im Call-Center-Geschäft sind. Nach Kritik an den Arbeitsbedingungen gewährte Facebook im vergangenen Jahr einigen wenigen Journalisten Zugang zum Berliner Löschzentrum und betonte auch hier die Maßnahmen zur psychologischen Unterstützung.

Gespräche mit Mitarbeitern - in Anwesenheit von Facebook-Vertretern - zeichneten damals ein Bild von Menschen, die mit der Härte des Jobs zu kämpfen haben und zum Teil abstumpfen. „Ich weiß noch, das erste Enthauptungsvideo - da hab' ich dann ausgemacht, bin raus und hab erstmal ein wenig geheult”, erinnerte sich damals eine 28-jährige Mitarbeiterin. „Jetzt hat man sich so daran gewöhnt, es ist nicht mehr so schlimm.” Einer der Teamleiter sagte damals auch, Mitarbeiter müssten sich selbst melden, um psychologische Betreuung zu bekommen. „Ich als Teamleiter weiß ja nicht, ob jemand Betreuung braucht oder nicht.” Zugleich arbeiten die Menschen in den Löschzentren mit dem Gefühl, andere vor Schaden zu bewahren: „Wenn ich jemandem ersparen kann durch meine Arbeit, dass er das sehen muss, dann finde ich das sehr gut”, sagte eine der Frauen.

 

dpa/pf

 

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news-20828 Mon, 24 Sep 2018 17:17:40 +0200 Zunehmende Uneinigkeit bei 5G-Vergabe http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/zunehmende-uneinigkeit-bei-5g-vergabe-20828/ Die Regeln für die Versteigerung der 5G-Frequenzen sorgt weiter für Kritik. Telefónica sieht sich im Nachteil, der Verbraucherschutz fürchtet bleibende Funklöcher und die Politik fordert strengere Qualitätsvorgaben. „Die Bundesnetzagentur sollte in den kommenden Wochen noch einmal intensiv prüfen, ob sie nicht doch differenziertere technische und verbindliche Qualitätsvorgaben macht”, forderte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange. „Ansonsten erhalten wir lediglich ein verbessertes 4G-Netz.” Nach dem Entwurf der Vergabebedingungen müssen die Netzbetreiber bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte in Deutschland mit einer Datengeschwindigkeit von mindestens 100 Megabit pro Sekunde im Download versorgen. Bei den verbleibenden zwei Prozent handelt es um Haushalte in schwer zugänglichen Gebieten, meist im ländlichen Raum, wo sich der Ausbau für die Konzerne kaum rechnet.

Am Montag hatte sich der Beirat der Netzagentur mit der für das kommende Frühjahr geplanten Versteigerung der Lizenzen beschäftigt. „Wir nehmen die Wünsche des Beirats sehr ernst und beziehen sie umfassend in unsere Entscheidungsfindung ein”, sagte anschließend der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. In dem 32-köpfigen Gremium sitzen je zur Hälfte Bundestagsabgeordnete und Vertreter aller Bundesländer. Ein Vetorecht hat der Beirat nicht. Teile der Wirtschaft und der Kommunen bemängeln, dass die Netzagentur keine lückenlose Versorgung vorschreiben will. Der ländliche Raum dürfe beim Ausbau der neuen Mobilfunknetze nicht abgehängt werden, forderte der Deutsche Landkreistag.

Unzufriedenheit unter den Mobilfunkbetreibern

Auch die Verbraucherzentrale Bundesverband äußerte sich kritisch. „Funklöcher und Verbraucherfrust sind wie schon beim LTE-Standard vorprogrammiert, solange nicht flächendeckend ausgebaut wird”, sagte deren Digitalexpertin Lina Ehrig. Der Verband der kommunalen Unternehmen sprach sich dafür aus, auch anderen Anbietern als den drei etablierten Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und Telefónica Zugang zu 5G-Netzen zu ermöglichen. Die drei Mobilfunkanbieter sind ebenfalls nicht zufrieden. Sie verlangen mehr Investitionssicherheit. Telefónica will die Vergabe der Frequenzen im 2-Gigahertz-Bereich vor Gericht stoppen. „Die aktuellen Regeln benachteiligen Telefónica in diesem Punkt gegenüber den anderen Mobilfunknetzbetreibern”, sagte eine Sprecherin. Drei der vier Frequenzblöcke, die derzeit für den UMTS-Standard genutzt werden, sind noch bis 2025 Telefónica zugeteilt.

Das Unternehmen will mit einem Eilantrag am Verwaltungsgericht Köln verhindern, dass sie jetzt schon für die Zeit ab 2026 versteigert werden. Die Netzagentur hält die Argumente von Telefónica nicht für tragfähig. Netzagentur-Chef Homann hatte bei der Veröffentlichung des Entwurfs gesagt, seine Behörde gehe mit ihren „Versorgungsauflagen an die Grenze des wirtschaftlich Zumutbaren und rechtlich Möglichen”. Ab sofort können sich die Mobilfunkfirmen und andere Markteilnehmer zu dem Entwurf äußern. Nach der nächsten Sitzung des Beirats am 26. November will die Präsidentenkammer der Netzagentur die endgültige Entscheidung treffen.

dpa/pf

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news-20820 Mon, 24 Sep 2018 14:08:27 +0200 Assistent zur Unfallvermeidung im Einsatz http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/assistent-zur-unfallvermeidung-im-einsatz-20820/ Gemeinsam mit Ford testet Vodafone derzeit einen gemeinsam entwickelten Rettungsgassen-Assistenten. Derzeit werde das System auf einem Testfeld in Düsseldorf im Live-Betrieb erprobt, teilte der Mobilfunkkonzern mit. Dabei werden bei einem Unfall alle Autos in der Umgebung frühzeitig gewarnt und können entsprechende Maßnahmen ergreifen. Ein digitaler „Rettugnsgassen-Assistent” soll zudem die Fahrer informieren, wenn sich ein Rettungswagen nähert. Er soll dann konkrete Anleitungen auf Display anzeigen, wie die Straße für das Fahrzeug freigemacht wird. Laut ADAC wisse nur jeder zweite Autofahrer in Deutschland, wie eine Rettungsgasse gebildet wird, hieß es.

Das System solle im Ernstfall helfen, einen „Notfallkorridor” zu schaffen, über den Feuerwehr-, Polizei- und Krankenwagen behinderungsfrei ans Ziel kommen. Dabei tauschen die Autos in Echtzeit Daten über eine spezielle Funktechnologie (V2X) ohne Umweg über das herkömmliche Mobilfunknetz aus und können sich gegenseitig vor Gefahren warnen. Das System ist auf der Teststrecke in Düsseldorf (KoMoD, Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf) erstmals im Live-Betrieb. Dort erproben insgesamt 16 Projektpartner sämtliche Verkehrsszenarien im Stadtverkehr sowie auf der Autobahn unter realen Bedingungen auf ihre Praxistauglichkeit.

dpa/pf

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news-20819 Mon, 24 Sep 2018 12:32:48 +0200 Die neuen iPhones im Belastungstest http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/die-neuen-iphones-im-belastungstest-20819/ Die jüngst vorgestellten iPhones sind größer und solider – aber immer noch nicht alltagstauglich. Sie vertragen Bier, aber keine Stürze, wie Garantieanbieter Square Trade im Test herausgefunden hat. Die Modelle iPhone XS und XS Max, die neuesten für über 1.000 Euro erhältlichen Geräte von Apple, erfreuen sich großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn sie werden als die Geräte mit den bisher größten und langlebigsten Bildschirmen der iPhone-Geschichte angepriesen — und sind sogar beständig gegen Bier. Square Trade, ein Allstate-Unternehmen und Anbieter von Schutzpaketen, hat diese Aussagen auf den Prüfstand gestellt. In puncto Bruchfestigkeit erzielte das iPhone XS dabei ein besseres Ergebnis als das iPhone X, und das iPhone XS Max erwies sich als deutlich solider, wenngleich das Vollglas-Design der XS-Modelle das Risiko birgt, im Fall eines Bruchs noch höhere Reparaturkosten zu verursachen. Ein „Kater“ ist allerdings nicht vorprogrammiert: Apples Aussagen bezüglich Bier- und Wasserbeständigkeit erwiesen sich als glaubhaft.

Das Unternehmen soll für die Tests eine Reihe wissenschaftlicher Roboter verwendet haben, die die Geräte fallen gelassen, verschoben, geschleudert und in Flüssigkeiten eingetaucht haben, um festzustellen, ob sie alltagstauglich sind. Dieses Mal lief der Unterwassertest etwas anders ab, um die von Apple geäußerte Hypothese der Beständigkeit gegen Bier zu prüfen. Beide iPhones wurden in einen mit 138 Dosen Bier gefüllten Behälter getaucht. Beide Geräte bestanden den Test.

Die Ergebnisse im Detail:

  • Wie beim iPhone X des vergangenen Jahres brach das Vollglas des iPhone XS beim ersten Sturz auf die Vorderseite. Das iPhone XS Max erhielt einen Sprung, konnte aber noch verwendet werden.

  • Der Apple-Stahlrahmen in chirurgischer Qualität trug dazu bei, Beschädigungen des iPhone XS und XS Max beim seitlichen Aufprall zu mildern. Der Sturz auf die Rückseite hingegen brachte bei beiden Modellen völlig andere Ergebnisse: Diese zerbrachen nicht nur beim ersten Aufprall, auch die Glasrückseite des iPhone XS löste sich vom Rahmen.

  • Tauchtest: Die neuen iPhones sind mit dem IP68-Schutzstandard besser gegen Wasser geschützt. Das bedeutet, dass sie für 30 Minuten in Wasser mit einer Tiefe von 1,5 Metern getaucht werden können. Nach dem Eintauchen in 138 Dosen Bier für 30 Minuten funktionierten beide normal und bewiesen, dass den Verbrauchern zumindest diesbezüglich ein „Kater“ erspart bleibt.

  • Sowohl beim iPhone XS als auch beim XS Max wurde eine erhöhte Haftfestigkeit festgestellt, was die verbesserte Wasserbeständigkeit erklärt. Darüber hinaus verfügt das iPhone XS im Gegensatz zum iPhone X und XS Max über einen Einzelakku. Betrachtet man jedoch die Reparaturkosten, müssen Verbraucher letztlich bei den neuen iPhone-Modellen deutlich mehr Geld für Reparaturen in die Hand nehmen.

Bildquelle: Square Trade

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news-20815 Sun, 23 Sep 2018 12:00:00 +0200 Standortgenauigkeit ist Dreh- und Angelpunkt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/standortgenauigkeit-ist-dreh-und-angelpunkt-20815/ Offline und online gemeinsam denken: Für viele Einzelhändler, Warenhäuser und Filialisten ist dies das Gebot der Stunde, denn derzeit bauen die bisher reinen Online-Händler ihre ersten physischen Läden in den Einkaufsmeilen und Metropolen dieser Welt auf.

So manifestiert sich die Konkurrenz aus dem Internet zunehmend in Gestalt realer Geschäftsfläche in mitunter bester innerstädtischer Lage – das immense Daten-Know-how rund um die Customer Journey bringen die Plattformen gleich mit. Um offline und online gemeinsam zu denken, fehlt es beiden Lagern an genau den Kompetenzen des anderen. Das hat auch sein Gutes: So stehen stationärer Handel und Online-Player vor ganz ähnlichen Herausforderungen, um den Offline-Handel und die digitale Customer Journey erfolgreich zu integrieren. Mit der intensiven und weiter steigenden Mobile-Nutzung der Konsumenten hat die unmittelbare Verknüpfung digitaler Werbemaßnahmen mit einem fest verankerten Point of Sale (PoS) mittlerweile beste Voraussetzungen, um die Konsumenten in die Geschäfte zu führen. Hier kann Location-based Advertising die Brücke zwischen offline und online schlagen. Vorausgesetzt, es existiert das Verständnis dafür, wo sich der Konsument gerade befindet – und genau das ist in der Praxis noch die große Herausforderung. Die Lokalisierung gilt laut Groundtruth als einer der besten Indikatoren für die (Kauf-)Absichten und Eigenschaften der Konsumenten. Aufgrund des Aufenthaltsortes einer Person lassen sich deren Interessen eingehend beschreiben und Zielgruppen definieren. Nehme man als Beispiel die Mitgliedschaft in einem Fitness-Club: Theoretisch treibt man Sport, doch nur wer das Fitness-Studio auch tatsächlich besucht und trainiert, ist dort wirklich sportlich aktiv.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Über eine genaue Lokalisierung können das reale Besucherverhalten und alltägliche Momente erschlossen werden. So kann es zu einem umfangreicheren Verständnis dafür kommen, wer wir als Konsumenten sind. Mit den zusätzlichen Informationen lassen sich die definierten Zielgruppen mit Werbebotschaften ansprechen, die für sie jeweils am relevantesten sind.

Fehlerhafte Standortdaten können im Location-based Advertising nicht zu wirksamen Kampagnen führen. Stichwort „Location Data Accuracy“. Wenn z.B. eine Biermarke location-basiert in einem Fußballstadion Konsumenten ansprechen will, muss sie sichergehen, dass die digitalen ortsbezogenen Werbemittel genau diejenigen Menschen erreichen, die sich im Stadion aufhalten.

Ungültige Standortdaten zu oft an der Tagesordnung

Leider sind ungültige Standortdaten heutzutage noch viel zu oft an der Tagesordnung. Wer an diesem Punkt in Genauigkeit investiert, wird bei der Verknüpfung von offline und online die Nase vorn haben. Nur wenn die Standortdaten stimmen, kann auch das ortsbezogene Werbewerk gelingen. Dabei nehmen Daten von höchster Qualität die entscheidende Rolle ein.

Auf die Frage, ob eine Kampagne tatsächlich mehr Filialbesucher in die Geschäfte lockt, kann standortbezogene digitale Werbung – anders als Plakatwerbung oder Postwurfsendungen – eindeutige Antworten geben. Beispielsweise hat eine standortbasierte Werbekampagne von Timberland zum Launch eines neuen Stiefelmodels zu mehr Filialbesuchern geführt. Ergebnis: ein 16-prozentiger Anstieg an Filialbesuchern zwischen 18 und 34 Jahren im Fachhandel und in Timberland-Geschäften. Dass die Konsumenten nachweislich über den Mobile-Kanal in die Filialen geführt werden konnten, basierte dabei auf der Genauigkeit der Standortdaten. Standortgenauigkeit ist also der Dreh- und Angelpunkt, um offline und online gemeinsam zu denken.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20807 Sat, 22 Sep 2018 12:05:00 +0200 Rad-Enthusiasten im Internet der Dinge http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/rad-enthusiasten-im-internet-der-dinge-20807/ Im Interview erläutert Walter Melcher, E-Mobility Business Consultant bei Doubleslash, wie Fahrräder, Händler und Radfahrer per zentraler Internet-Of-Things-Plattform (IoT) vernetzt werden können und inwieweit dies zur Sicherheit beiträgt.

Herr Melcher, inwieweit ist die Fahrradbranche bereits digitalisiert?
WALTER MELCHER:
Man kann nicht davon sprechen, dass die Branche nicht digitalisiert ist. Es gibt bereits Herstellerportale für die Händler, um gewisse Service-Prozesse abzubilden, und es gibt natürlich Warenwirtschaftssysteme bei den Händlern, die bereits unterschiedlich stark in die Herstellersysteme integriert sind. Das Problem ist jedoch, dass die Portallandschaft der Hersteller extrem heterogen ist – von gut integriert bis gar nicht vorhanden.

Extreme „Digitalisierungslücken“ bestehen jedoch bei der ganzen Kommunikation in Richtung Endkunde, also zum Fahrradfahrer selber. Das betrifft sowohl Service-Prozesse, wie z.B. Service-Termine vereinbaren, als auch die generelle Kommunikation. Dazu gehört ebenso der Rückfluss von Nutzungs- und Telemetriedaten an den Hersteller. Die Folge ist, dass Hersteller Trends erst sehr spät oder gar nicht erkennen und nicht wissen, wer eigentlich ihre Kunden sind. Somit können sie diese auch nicht erreichen – das ist insbesondere bei Rückrufen ein sehr großes Problem. Hier setzt die Bikecrowd an und bietet den Fahrradfahrern eine kostenlose App, die sowohl für die Kommunikation als auch zum Datenaustausch dient.

Was wird durch das Vernetzen von Fahrrad, Händler, Hersteller und Radfahrer per zentraler Internet-of-Things-Plattform (IoT) generell ermöglicht?
MELCHER: Über die IoT-Plattform wird eine datengestützte Produktentwicklung ermöglicht. Das heißt, dass auf Basis von Telemetrie- und Nutzungsdaten aus dem Verhalten im Feld unter bestimmten Rahmenbedingungen gelernt wird und dieses Wissen in neue Produktgenerationen einfließen kann. Beispielsweise kann man so verstehen, welche Nutzergruppen welches Fahrradmodell auf bestimmten Straßentypen benutzen oder unter welchen Bedingungen bestimmte Fehler vermehrt auftreten.

Darüber hinaus ermöglicht die Bikecrowd eine datengestützte Kollaboration von Händlern und Herstellern. Dem Händler werden zentral Informationen zu den Bikes zur Verfügung gestellt. Ebenso kann über ein Ticketsystem ein effizienter Service-Prozess geleistet werden. Im Zentrum des Ganzen steht immer der Fahrradfahrer. Er profitiert von besseren Produkten durch datenbasierte Produktentwicklung und von effizienteren Service-Prozessen. Darüber hinaus werden ihm über die IoT-Plattform Funktionen bereitgestellt, die die Freude an seinem Fahrrad steigern, z.B. durch die Möglichkeit, sein Rad individuell per Appzu konfigurieren.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Inwieweit kann die Vernetzung von Fahrrädern zur Sicherheit beitragen?
MELCHER:
Durch Ortung und Beschleunigungssensoren kann das Fahrrad nach einem Diebstahl oder Sturz nachverfolgt werden. Dazu arbeiten wir mit ausgewählten Hardware-Herstellern zusammen. Eine weitere Form der Sicherheit ist auch der Werterhalt. Durch ein digitales Service-Buch entsteht eine Wartungshistorie, die im Falle eines Verkaufs, ähnlich wie beim PKW, ein Beleg für eine ordnungsgemäße Handhabung ist. In diesem Kontext bietet die Bikecrowd für registriere Nutzer einen vergünstigten Wartungsvertag an, damit Kosten für den Nutzer kalkulierbar werden und die Hemmschwelle, einen Service in Anspruch zu nehmen, sinkt.

Mit welchen Heraus-forderungen ist solch eine Vernetzung zugleich verbunden?
MELCHER:
Die größte Herausforderung ist zu verstehen, wie die Fahrradbranche funktioniert, obwohl ich selber als passionierter Radfahrer einen gewissen Einblick mitbringe. Eine weitere Herausforderung ist es zu verstehen, welche Funktionen und Lösungen in einer digitalen Welt wirkliche Mehrwerte mit sich bringen. Hier hilft uns unsere langjährige Erfahrung aus der Automobilwelt, die diesen Prozess vor einigen Jahren bereits durchlebt hat. All die Dinge zusammen genommen bedeuten, dass man einen „langen Atem“ braucht, um so ein Produkt zu entwickeln. Das ist ein jahrelanger Prozess, der auch durch eine entsprechende Investitions- und Finanzplanung abgesichert werden muss.

Wie ist es bei der „Bikecrowd“ um die Sicherheit der Fahrradfahrer-Daten bestellt?
MELCHER: Für uns gilt die DSGVO. Auch davor haben wir das Thema „Datenschutz“ immer ernst genommen – deswegen sind wir als Unternehmen zertifiziert. In unseren Geschäftsmodellen bestimmt der Nutzer selbst, ob und welche personenbezogenen Daten an Dritte, also Hersteller oder Händler, weitergegeben werden. Um den Nutzer in Service-Prozesse mit dem Händler zu integrieren, ermöglichen wir ihm im Registrierungsprozess die Weitergabe seiner Daten an den Händler. Dieser Service ist aber optional, sodass man als Kunde die meisten Bikecrowd-Funktionen auch ohne diese Weitergabe nutzen kann. 

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20804 Thu, 20 Sep 2018 22:50:35 +0200 Alexa überall http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/alexa-ueberall-20804/ Amazons digitaler Sprachassistent soll in Zukunft das Zentrum des vernetzten Smart Homes werden und für unzählige Einsatzmöglichkeiten implementiert werden können. Dazu wird der Online-Händler den Herstellern von Hausgeräten künftig günstige Einbau-Module anbieten, mit denen sie Alexa in ihre Technik integrieren können. Bei Amazon gekaufte Smarthome-Technik anderer Hersteller soll ohne umständliche Einrichtung sofort funktionieren. Außerdem will Amazon Alexa verstärkt in Autos und Fernseher bringen. Die Vision zeigt vor allem, wie verschiedenste Geräte mit Alexa an Bord für neue Funktionen verknüpft werden sollen. So wird es in den USA unter anderem die Alarmanlage Guard geben, die zum Beispiel anspringt, wenn sie hört, dass ein Fenster eingeschlagen wurde oder ein Rauchmelder anging. Dafür kann sie auf die Mikrofone von Echo-Lautsprechern in verschiedenen Räumen zurückgreifen. „Wir haben viel Glas zerschlagen”, damit die Software das entsprechende Geräusch erkennt, sagte Alexa-Forschungschef Rohit Prasad.

Außerdem soll Alexa sich automatisch Gedanken über die Sicherheit des Haushalts machen. Sagt man ihr zum Beispiel „gute Nacht”, könnte sie von sich aus darauf hinweisen, dass etwa das Licht auf der Terrasse noch brennt oder die Hintertür nicht abgeschlossen ist. Die Software lerne dafür aus dem typischen Verhalten in einem Haushalt, eher über mehrere Wochen als Tage, sagte Amazons Smarthome-Chef Daniel Rausch. Mit der Zeit könnte die Software bei Auffälligkeiten auch von allein Hinweise geben - oder ihre Lernfähigkeit auf andere Bereiche wie zum Beispiel die Musikauswahl richten. „Sie wollen eindeutig das smarte Zuhause dominieren, das steht außer Frage”, sagte Branchenexpertin Carolina Milanesi von der Analysefirma Creative Strategies am Rande des Events in Seattle. Alexa könne dafür „der Anker” sein, eine Basis, auf der Amazon aufbauen könne. Zugleich sei ein Haushalt aber auch eine sehr komplexe und persönliche Sache, so dass die Wünsche einzelner Nutzer stark auseinandergehen könnten.

Als neue eigene Hardware stellte Amazon am Donnerstag in Seattle unter anderem eine aufgefrischte Version mehrerer Echo-Modelle vor sowie ein neues Gerät mit dem Namen Echo Input, das Lautsprecher anderer Anbieter mit Alexa verknüpfen soll. Ein weiteres neues Produkt ist ein Subwoofer von Amazon, der den für ihren Klang oft kritisierten Echo-Lautsprechern einen satteren Bass verpassen soll. Für andere Lautsprecher-Hersteller richtete Amazon zudem neue Schnittstellen ein, mit deren Hilfe sie ihre Geräte in verschiedenen Räumen zusammenschalten können. Amazon hatte mit den 2014 gestarteten Echo-Geräten und Alexa die Kategorie smarter Lautsprecher mit digitalen Assistenten an Bord überhaupt erst etabliert. Inzwischen ist es ein hart umkämpfter Markt. So versucht Google, seinen Assistant in eigenen und fremden Lautsprechern in den Markt zu bringen. Und Apple brachte vor einigen Monaten den Lautsprecher Homepod mit seiner Assistentin Siri heraus. Außerdem bietet Apple mit Homekit eine Software-Alternative zur Smart-Home-Steuerung an.

Gespräche mit der Mikrowelle

Amazon versuchte schon länger, Alexa in alle möglichen Geräte anderer Hersteller zu bringen. Mit den Einbaumodulen für Hausgeräte-Anbieter soll das noch einen Schritt einfacher werden. Das Bauteil in der Größe einer Streichholz-Schachtel soll lediglich einen einstelligen Dollar-Betrag ohne weitere Folgeausgaben kosten, sagte Rausch. Die Hardware sei auch für eine bei Haustechnik übliche lange Nutzungsdauer ausgelegt, die Software kann über Funk aktualisiert werden. Hersteller könnten mit Amazons Schnittstellen ohne großen Aufwand gängige Funktionen wie Ein- und Ausschalter, Regler sowie Programmauswahl mit Alexa verbinden. Neben einer vernetzten Steckdose gibt es direkt von Amazon zunächst in den USA eine sprechende Mikrowelle und eine vernetzte Wanduhr, die mehrere Timer anzeigen kann. Die Mikrowelle kann nicht nur Sprachbefehle zur Zubereitung von Produkten entgegennehmen (etwa: „Alexa, koche eine Kartoffel”) sondern auch Popcorn bei Amazon nachbestellen. Die Mikrowelle sei ein Referenzgerät, dass Herstellern die Möglichkeiten demonstrieren soll. Ob sie jemals in Deutschland verkauft wird, ist fraglich, die Uhr dürfte hingegen mit der Zeit auch hierzulande auf den Markt kommen.

Im Auto Fuß fassen soll Alexa mit einer kleinen Box, die an die Infotainment-Anlage angeschlossen wird. Sie soll zunächst nur in den USA an Testkunden verkauft werden. Google und Apple haben hier den Vorteil, dass Nutzer ihre Assistenten durch den Anschluss von Smartphones aufrufen können. In den USA auch einen vernetzten Festplatten-Rekorder heraus, der direkt Fernsehprogramme aufzeichnen und in verschiedenen Räumen verfügbar machen kann. Mit dem Gerät können gleichzeitig bis zu vier Sender empfangen und zwei Bildschirmgeräte angesteuert werden. Die Box empfängt terrestrisch ausgestrahlte Programme mit einer Antenne, nicht die in den USA oft üblichen Kabelkanäle. In den USA wird im Gegensatz zu Deutschland noch das analoge TV-Signal gesendet, für Europa könnte Amazon das Gerät auf das digitale Antennenfernsehen (DVB-T beziehungsweise DVB-T2) hochrüsten.

Zugleich entwickelt Amazon Alexa weiter. Sie solle mehr Persönlichkeit bekommen und werde künftig unter anderem stärker mit eigenen Ansichten versehen, kündigte der Chef des Gerätegeschäfts, Dave Limp, an. So sei ihr Lieblingsbier in den USA Pilsner - und in Deutschland Weißbier. Außerdem werde Alexa zum Beispiel in Amazons Echo-Lautsprechern zurückflüstern, wenn man sie flüsternd anspricht. Um die Nutzung von Alexa natürlicher zu machen, wird die Software künftig eigenständig Informationen aus verbundenen Anwendungen anderer Firmen herausfischen. Fragt man zum Beispiel, wie man einen Fleck aus dem Hemd herauskriegt, könne Alexa entsprechende Informationen aus der App eines Waschmittel-Herstellers vorlesen, erläuterte Limp.

dpa/pf

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news-20803 Thu, 20 Sep 2018 17:14:19 +0200 EuGH muss Haftung von Filehostern klären http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/eugh-muss-haftung-von-filehostern-klaeren-20803/ Die Frage um die Haftung von sogenannten Filehostern muss nun vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt werden. Vier Klagen gegen den Dienst „uploaded.net” der Schweizer Cyando AG sollen ruhen, während der fünfte der ähnlich gelagerten Fälle dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt wird. Das gab der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bekannt. Bei Sharehosting-Diensten können Internet-Nutzer alle möglichen Inhalte hochladen und für andere verlinken - zum Beispiel Hochzeitsfotos, die man sonst kaum allen Gästen per E-Mail schicken könnte. Über „uploaded.net” bieten Nutzer aber auch urheberrechtlich geschützte Filme, Musikstücke oder E-Books zum Download an.

Die Münchner Gerichte hatten in den Vorinstanzen festgestellt, dass Cyando an die 10.000 Werke gemeldet sind, an denen Rechte verletzt wurden. Die Musik-Verwertungsgesellschaft Gema sowie mehrere Verlage und Filmfirmen wollen deshalb Schadenersatz. (Az. I ZR 53/17 u.a.) Dabei kommt es auf die Frage an, ob die Plattform selbst als Täter oder Teilnehmer haftet. Die Karlsruher Richter sehen einen engen Zusammenhang mit einem anderen Streit, in dem es um Forderungen eines Musikproduzenten gegen YouTube geht. Dieses Verfahren hatte der Senat in der vergangenen Woche ausgesetzt, um eine Vorabentscheidung des EuGH einzuholen. Das Urheberrecht ist europaweit vereinheitlicht.

Gerade passt die EU die Regelungen ans Internet-Zeitalter an. Hier ist noch die derzeitige Rechtslage ausschlaggebend. Der Senat geht aber davon aus, dass sich die Fragen mit der Reform nicht erübrigen. Die Plattform „uploaded.net” kann kostenlos genutzt werden. „Premium-User” bezahlen für eine schnellere Download-Geschwindigkeit und ein größeres Datenvolumen. An Nutzer, deren Inhalte besonders häufig heruntergeladen werden, zahlt Cyando Vergütungen.

dpa/pf

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news-20799 Thu, 20 Sep 2018 14:34:17 +0200 Die Deutschen und ihr Bargeld http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/die-deutschen-und-ihr-bargeld-20799/ Im Interview erläutert Dr. Peter Schönweitz, CEO der Petafuel GmbH, warum Deutschland so sehr an seinem Bargeld hängt und was geschehen muss, damit man Mobile-Payment-Vorreiter wie Skandinavien einholt. Herr Dr. Schönweitz, wie ist Deutschland mittlerweile gegenüber dem bargeldlosen Bezahlen eingestellt – im Vergleich zu anderen europäischen Ländern?
Dr. Peter Schönweitz: Weltweit stiegen in den letzten Jahren die bargeldlosen Transaktionen rapide an. Dennoch sind wir Deutschen, getreu dem Motto „Nur Bares ist Wahres“, noch immer eine Gesellschaft von Bargeldenthusiasten. Wir hängen an Scheinen und Münzen wie fast keine andere Nation. Anderswo auf der Welt ist das bargeldlose Leben dagegen schon fast Realität. In Europa machen es vor allem die skandinavischen Länder vor, wie gut man auf Bargeld verzichten kann. Dort nimmt beispielweise der Einzelhandel insgesamt 95 Prozent des Umsatzes bargeldlos ein.

Dabei gibt es eine Vielzahl an Faktoren, warum das deutsche Zahlungsverhalten sich noch nicht vergleichbar gewandelt hat. Der wichtigste Aspekt ist, dass viele Verbraucher in Deutschland aus Sicherheitsgründen dem bargeldlosen Bezahlen eher kritisch gegenüberstehen. In erster Linie fehlt den Deutschen beim bargeldlosen Bezahlen die Kontrolle, die sie mit Bargeld sprichwörtlich in der Hand halten. Dazu kommt, dass die Deutschen ein spezielles Datenschutzbewusstsein haben.

Wie kann man den Nutzern das bargeldlose Bezahlen per Mobilgerät schmackhafter machen?
Schönweitz: Das größte Hindernis sind Sicherheitsbedenken gegenüber neuen technischen Lösungen. Es ist schwierig, die komplexen Technologien und Sicherheitsmechanismen, die hinter diesen Lösungen stehen, so einfach zu erklären, dass sie sofort verständlich sind. Hier muss flächendeckende Kommunikation stattfinden, um diese Sicherheitsbedenken aufzuheben. Vergleichsweise gab es hier in Schweden von den Banken eine Kampagne, die die Vorteile von mobilen und bargeldlosem Bezahlen auf einfache Weise erklärt hat. Mit dem Slogan „Bargeld braucht nur noch deine Oma – und der Gangster“ wurde hier gezielt auf das Zahlungsverhalten Einfluss genommen.

Es braucht eine Lösung für Mobilgeräte, die das Bezahlen genauso einfach macht wie mit dem Geldbeutel. Die Verbraucher möchten eine vergleichbare Kontrolle und Sicherheit über ihr Geld, wie sie es haben, wenn sie mit Bargeld bezahlen. Das heißt, sie sehen sofort, wie viel sich noch in ihrer digitalen Geldbörse befindet, und erhalten in Echtzeit Feedback darüber, wie viel sie gerade ausgegeben haben. Durch intelligente Prozesse muss außerdem sichergestellt sein, dass die Technologie hundertprozentig sicher ist. Die Leute dürfen nicht in Panik verfallen, wenn sie ihr Smartphone verlieren.

Was verbirgt sich an dieser Stelle hinter Vimpay und welche Zielgruppe adressieren Sie mit dieser Lösung?
Schönweitz: Vimpay ist eine Smartphone-App, die den Nutzern dabei helfen soll, bargeldlos zu leben. Der Account kann direkt über die App erstellt werden. Nutzer erhalten damit eine digitale Mastercard auf Guthabenbasis, die in Echtzeit über das eigene Girokonto aufgeladen werden kann. Diese Blitzaufladung ist sozusagen das digitale Pendant zum Bargeldabheben – nur dass man sich den Weg zum Geldautomaten spart. Wir wollen Menschen erreichen, die abgesehen von ihren Finanzen sowieso schon vieles mit ihrem Smartphone erledigen. Wer Apps nutzt, um Bahntickets und Mode zu kaufen, sollte nicht in eine Bankfiliale marschieren müssen, um Konten mit Funktionalitäten aus dem digitalen Mittelalter zu eröffnen. Wir schließen hier also eine Lücke in der Logik des Verhaltens ganz normaler Menschen.

Zudem öffnet sich die Lösung auch für Unternehmen und Händler. Für Letztere bietet sie eine günstige Möglichkeit, bargeldlose Zahlungen mittels einer QR-Code-Funktion zu empfangen. Unternehmen können über Vimpay ein eigenes Kartenportfolio mit Bonus- oder Provisionskarten herausbringen. Die Karten funktionieren dabei kontaktlos über die App oder als Mastercard-Plastikkarte im eigenen Design. Auch weitere Bezahlmedien wie Armbänder oder Schlüsselanhänger können integriert werden. Das Cashback-System kann dabei von Unternehmen minuten- und prozentgenau initiiert werden und bucht die Provisionen oder Boni dann live auf die Karte des Kunden. Offene Schnittstellen sorgen für ein schnelles Feedback. Ebenso hält die Lösung auch Spesen- und Sachbezugskarten für die Mitarbeiter bereit.

Mit Ihrer Lösung waren Sie mitunter auf dem Hurricane-Festival, den Jazzopen in Stuttgart und auch auf der Berlinale vertreten. Können Sie uns den Hintergrund erläutern?
Schönweitz: Auch diese Festivals standen ganz unter dem Stern „bargeldlos leben“. Zusammen mit Mastercard haben wir vor Ort unsere Fankarte vertrieben. Egal ob Essen, Getränke oder Merchandise-Artikel – alles konnte mit dem kleinen NFC-Armband bezahlt werden. Ganz ohne Geldbeutel. Das Tolle an diesem Konzept ist, dass die Nutzer das Armband nach dem jeweiligen Event weiterverwenden können. Die Aufladung erfolgt über die App.

Welchen Stellenwert schreiben Sie dem digitalen, kontaktlosen Bezahlen per Smartwatch zu?
Schönweitz: In Zusammenarbeit mit Garmin konnten wir selbst die erste Bezahlkarte für Garmin Pay in Deutschland entwickeln. Während des Projektzeitraums haben wir das kontaktlose Bezahlen mit den Smartwatches bis in das letzte Detail getestet und waren begeistert, wie einfach und intuitiv der Bezahlvorgang an den POS-Stellen funktioniert. Allerdings schätzen wir eher, dass vor allem das kontaktlose Bezahlen via Smartphones eine noch nennenswertere Entwicklung im Zahlungsverhalten bewirken wird.

Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung des Zahlungsverkehrs in Deutschland ein?
Schönweitz: Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen ist langsam, aber sicher auch in Deutschland angekommen. Dass es zu einem bargeldlose Deutschland in naher Zukunft kommt, ist allerdings unwahrscheinlich. Unter der Voraussetzung, dass die Akzeptanz und vor allem die Infrastruktur für bargeldlose Zahlungen weiter ausgebaut werden, wird es auch hierzulande sicherlich zu einem Anstieg von bargeldlosen Transaktionen und der Nutzung neuer Finanztechnologien führen. Ob wir Skandinavien noch einholen, bleibt abzuwarten. Ich wünsche mir aber, dass die Leute neugierig bleiben – es gibt viel zu entdecken!

Bildquelle: Petafuel GmbH

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news-20797 Thu, 20 Sep 2018 12:56:25 +0200 EU-Kommission fordert Resultate von Facebook http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/eu-kommission-fordert-resultate-von-facebook-20797/ Facebook soll sich bei der Umsetzung von europäischen Verbraucherschutzregeln immer noch Zeit lassen. Die EU-Verbraucherkommissarin Vera Jourova fordert nun Ergebnise. „Ich will nicht verbergen, dass ich ziemlich ungeduldig werde”, sagte EU-Verbraucherschutzkommissarin Vera Jourova in Brüssel. Die Beratungen liefen bereits seit gut zwei Jahren. Facebook habe nun bis Ende des Jahres Zeit, um alle Bedenken auszuräumen. Andernfalls könnten die nationalen Behörden Strafen verhängen. „Ich will jetzt Resultate sehen.”

Die EU-Kommission und die europäischen Verbraucherschutzbehörden stoßen sich vor allem daran, dass Facebook seinen Nutzern im Kleingedruckten verschweige, dass ihre Daten auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Nur wenige Leute wüssten, dass Facebook ihre Daten Drittfirmen zur Verfügung stelle und dass es die Rechte an allen Daten und Fotos halte, die die Nutzer hochladen, sagte Jourova weiter. „Selbst nachdem man seinen Account gelöscht hat.”

Facebook reagierte in einer ersten Stellungnahme überrascht über die Vorwürfe. Facebook habe seine Nutzungsbedingungen im April entsprechend aktualisiert und einen Großteil der von der EU-Kommission und dem Netzwerk für Verbraucherschutz vorgeschlagenen Änderungen bereits durchgeführt, betonte eine Facebook-Sprecherin. Für Nutzer sei es nun deutlich klarer, welche Optionen sie haben und was auf dem Netzwerk erlaubt sei und was nicht. Facebook werde seine „enge Zusammenarbeit fortsetzen, um weitere Bedenken zu verstehen und entsprechende Updates vorzunehmen”.

Nach dem Skandal um die britische Analysefirma Cambridge Analytica und dem illegalen massenhaften Abfluss von Nutzerdaten hatte sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wiederholt reumütig gezeigt und auch Verbesserungen im Datenschutz versprochen. In offiziellen Anhörungen etwa vor dem US-Kongress und dem EU-Parlament zeigte er sich demütig und lobte etwa auch die europäische Datenschutzgrundverordnung.

Konsequentes Handeln gefordert

Inzwischen können App-Anbieter über das Soziale Netzwerk nicht mehr ohne weiteres auf Daten der Nutzer zugreifen. Auch die Maßnahmen gegen Fake-Profile, die dem Netzwerk im Zusammenhang mit den letzten US-Wahlen 2016 heftige Kritik einbrachte, wurden deutlich verstärkt. So sucht das Netzwerk inzwischen auch aktiv nach Netzen von gefälschten Accounts. Doch der EU-Kommission reicht das nicht, sie will vor allem beim Verbraucherschutz Taten sehen. Die Datenschutzeinstellungen wurden übersichtlicher gestaltet - doch das geht vielen Datenschützern nicht weit genug.

Das soziale Netzwerk hat in Europa der EU-Kommission zufolge rund 380 Millionen Nutzer. „Wir wollen, dass Facebook absolut transparent ist, wie ihre Dienste funktionieren und wie sie Geld verdienen”, sagte Jourova. „Die nationalen Behörden werden im neuen Jahr Sanktionen prüfen, wenn sie nicht genug Fortschritte feststellen.” Die EU-Kommission hatte im April zudem vorgeschlagen, die Verbraucherschutzbehörden zu stärken. Sie sollen zum Beispiel bei einer großen Anzahl von Betroffenen auch koordinierte Strafen verhängen können, um eine abschreckende Wirkung zu entfalten.

Ihren eigenen Facebook-Account habe sie vor einiger Zeit entfernt, da es ein „Drecks-Kanal” („channel of dirt”) gewesen sei, sagte Jourova. „Ich habe beschlossen, den Account zu löschen, da es so weniger Hass in Europa geben wird.” Sie bekomme auch viele kritische Mails und antworte auf all die, die nicht voll von Beschimpfungen und vulgärer Sprache seien, meinte die tschechische Politikerin.

dpa/pf

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news-20794 Thu, 20 Sep 2018 12:45:44 +0200 Preispolitik frisst Nutzererfahrung http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/preispolitik-frisst-nutzererfahrung-20794/ Xiaomi hat nach der Entdeckung eines Reddit-Nutzers bestätigt, dass die Vermarktung von Menüflächen im Smartphone zukünftig ein fester Bestandteil des Geschäftsmodells sei. „Werbung war und wird auch immer ein integraler Bestandteil von Xiaomis Internetdiensten sein und ist ein zentraler Aspekt des Geschäftsmodells”, ließ Xiaomi auf Nachfrage des US-Magazins „The Verge” verlautbaren, nachdem ein Nutzer Werbebanner in verschiedenen Anwendungen ausgespielt und diese schließlich sogar im Einstellungsmenü angezeigt bekommen hatte. Die Beobachtung wurde im Zusammenhang mit dem jüngsten Update von Xiaomis Android-Software Miui auf die Version 8.9.13 gemacht. Eine Praxis, die laut Hersteller über die Einstellungen unterbunden werden kann, aber trotzdem einen faden Nachgeschmack hinterlässt.

Als Smartphone-Nutzer muss man auch ohne Banner im Musikplayer oder Einstellungsmenü stellenweise schon ziemlich aufdringliche Praktiken hinnehmen. Das fängt bei der auf neuen Smartphones vorinstallierten Bloatware an und geht bis zu den sinnbefreiten Push-Mitteilungen, die von immer mehr Apps ausgehen. Vor allem bei unerfahreneren Nutzern geschieht das zunehmenden auf Kosten der Nutzererfahrung. Dass mit den Plänen von Xiaomi nun auch noch die letzten werbefreien Flächen des Smartphones vermarktet werden sollen, ist dementsprechend nicht nur für Kunden des chinesischen Herstellers bedenklich, sondern könnte auch darüber hinaus eine fragwürdige Signalwirkung entfalten – zumindest, wenn andere Hersteller nachziehen.

Werbefreie Benutzeroberflächen sollten kein Privileg werden, das man sich durch einen Aufpreis erkaufen muss. Diese Praxis geht allenfalls noch als Geschäftsmodell für die Vermarktung von Apps durch, die in ihrer nicht werbefreien Variante aber eben auch kostenlos sind. Xiaomi kann man hier nur noch zu Gute halten, dass sie nicht die ersten sind, die diesen Weg gehen. Vor allem bei Amazons Kindle- und Fire-Geräten gehört diese Produktpolitik schon seit geraumer Zeit zum Alltag. Heißt: Wem konstante Werbeeinblendungen auf dem Sperrbildschirm des Geräts nichts ausmachen, der bekommt das Tablet für 15 Euro weniger. Das klingt nicht nur nach einem schlechten Geschäft für den Nutzer, sondern das ist es auch – erst recht, wenn aus dem Sperrbildschirm irgendwann Einstellungsmenüs, Messenger oder Musikplayer werden. 

Bildquelle Thinkstock/iStock

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news-20791 Thu, 20 Sep 2018 10:34:00 +0200 Amazon will tausende US-Läden ohne Kassen eröffnen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/amazon-will-tausende-us-laeden-ohne-kassen-eroeffnen-20791/ Einem Medienbericht zufolge könnte Amazon in den nächsten Jahren bis zu 3000 kassenlose Supermärkte in den USA eröffnen. Bis Ende dieses Jahres wolle der Konzern zunächst rund zehn „Amazon Go”-Geschäfte in großen US-Städten haben und rund 50 im Jahr 2019, berichtete der Finanzdienst Bloomberg. Die 3000er-Marke werde für 2021 angepeilt. Bisher gibt es drei Läden in Seattle und einen in Chicago. Bei „Amazon Go” scannt ein Kunde am Eingang einen QR-Code auf seinem Smartphone ein, um in den Laden zu gelangen. Ab da wird vor allem mit Hilfe von Kameras registriert, was man aus dem Regal herausgeholt hat. Artikel, die ein Kunde wieder zurückstellt, werden aus dem „virtuellen Einkaufskorb” wieder abgezogen. Am Ende verlässt man den Laden einfach, die Rechnung kommt binnen weniger Minuten und der Betrag wird von der hinterlegten Kreditkarte abgebucht.

Die bisherigen Läden sind nicht besonders groß und führen ein Grundsortiment aus Snacks, abgepackten Lebensmitteln, Salaten, Tiefkühl-Aktikeln, Milchprodukten, Sandwiches, Süßigkeiten und Getränken. Mitarbeiter sieht man nur bei der Alterskontrolle am Spirituosen-Regal und beim Einräumen von Artikeln. Auch einige andere Lebensmittelläden in den USA experimentieren bereits mit Geschäften ohne Kassen.

Amazon hatte jahrelang an dem Konzept gefeilt. Laut Medienberichten hatte das System zunächst Probleme, wenn der Laden voller wurde. Dem Bloomberg-Bericht zufolge kostete allein die technische Ausrüstung des ersten Geschäfts in Seattle rund eine Million Dollar. Mit einem dichteren Netz von Läden könnte Amazon Geld durch eine zentralisierte Belieferung sparen. Der Konzern hatte vor gut einem Jahr auch die Lebensmittel-Kette Whole Foods Market übernommen, in der vor allem Bio-Artikel angeboten werden. Bisher sind aber keine Pläne bekanntgeworden, dort die Kassen abzuschaffen.

 

dpa/pf

 

 

 

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news-20782 Wed, 19 Sep 2018 11:53:24 +0200 Wie Unternehmen Social Media nutzen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/wie-unternehmen-social-media-nutzen-20782/ Eine neue Studie beschäftigt sich ausführlich mit der Social-Media-Praxis von Unternehmen und untersucht unter anderem, welche Defizite dabei noch vorherrschen und was die Vorteile einer zunehmenden Professionalisierung sind. Die Präsenz in sozialen Netzwerken ist für Unternehmen heutzutage unabdingbar – das sollte sich inzwischen auch bis zu den letzten Zweiflern herumgesprochen haben. Trotzdem wird das Thema oft stiefmütterlich behandelt und vor allem in den Führungsetagen nur bedingt ernst genommen. Zu diesem Schluss kommt auch eine neue Studie von Hootsuite, für die 9.000 Unternehmen aus aller Welt zum Thema befragt wurden. Ganze 86 Prozent sind dementsprechend der Meinung, dass Social Media ein kritischer Faktor für die Wettbewerbsfähig ist. Die Vorgänge werden dementsprechend am liebsten intern gesteuert. Gerade mal 8 Prozent der befragten Firmen gaben an, die Betreuung der Kanäle über externe Dienstleister zu gewährleisten. Beschäftigt werden in der Regel (76 Prozent) allerdings nur maximal drei Personen pro Unternehmen, um sich mit dem Management der Kanäle auseinanderzusetzen. Erst ab einer Unternehmensgröße von 1.000 Mitarbeitern wachsen auch die Social-Media-Teams.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Neben dem „Wann” ist auch das „Wo” immer wieder eine zentrale Frage, wenn es um die Streuung der eigenen Inhalte und Werbemaßnahmen geht. Für eine große Mehrheit ist diese Frage allerdings schnell beantwortet: 93 Prozent aller Unternehmen setzen dabei auf Facebook und nennen das Netzwerk als ihren wichtigsten Kanal. Darauf folgt mit 75 Prozent der Kurznachrichtendienst Twitter. Knapp dahinter: Instagram mit 73 Prozent. Der Fotodienst eigne sich am besten für die Präsentation von Produkten, so das Fazit. Linkedin (51 Prozent) und Xing (49 Prozent) eignen sich besonders für die B2B-Ansprache, wobei Letzteres außerhalb der DACH-Region so gut wie gar keine Relevanz haben soll. Obwohl die wenigsten bei ihrer Social-Media-Strategie an Google+ denken dürften, wird der Dienst immer noch von 37 Prozent der Befragten aktiv genutzt.

Deutsche Unternehmen sollen im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt sein. Der oft beschworene Vorsprung von US-Unternehmen sei hier nicht zu spüren. Eingesetzt werden die Kanäle bevorzugt in den Marketingabteilungen. Für Personaler wächst die Bedeutung von Social Media ebenfalls. Überraschend: Ausgerechnet im Kundenservice wird das Potential noch lange nicht voll genutzt. Problematisch sei zudem das fehlende Verständnis von Analyse-Kennziffern und fehlende Unterstützung aus den Chefetagen. Darüber hinaus müsse konkreter über die Ziele gesprochen werden, die mit den Social-Media-Aktivitäten verknüpft werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-20779 Wed, 19 Sep 2018 10:49:43 +0200 Deutsche Kryptobörse öffnet 2019 http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/deutsche-kryptoboerse-oeffnet-2019-20779/ Mit Bitmeister soll im ersten Quartal 2019 eine voll regulierte und von der Finanzaufsicht lizenzierte Kryptobörse aus Deutschland öffnen. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, trotz eines ausgeprägten Interesses vom Handel mit Kryptowährungen abzusehen. Während etwa religiöse Bedenken, wie sie zum Beispiel erst kürzlich mit der Eröffnung ersten islamischen Kryptobörse Fice ausgeräumt werden konnten, eher ein Randproblem darstellen dürften, sind Sicherheitsbedenken vermutlich einer der ersten Gründe für eine zögerliche Haltung gegenüber vielen Handelsplattformen. Davon gibt es mittlerweile schließlich hunderte, die in der Regel aber eines gemeinsam haben: sie sind nicht wirklich reguliert. Dass die Firmensitze darüber hinaus oft noch auf irgendwelchen exotischen Inselgruppen liegen, weckt ebenfalls nicht wirklich das Vertrauen von Anlegern und Händlern. Ein Berliner Start-up verspricht nun Abhilfe.

Bitmeister, die neue Kryptobörse der Next Block GmbH, könnte im kommenden Jahr auch sicherheitsbewussten Händlern eine Plattform bieten. Die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht soll derzeit noch ausstehen. Derzeit wird vor allem an der Software gearbeitet und aktiv nach Anlegern gesucht, die in die Börse investieren wollen. Das Finanzierungsvolumen liegt bei 2.500.000 Euro und verspricht eine Rendite von 12 % pro Jahr. Next Block will dabei nicht nur mit gewissen Sicherheitsaspekten neue Interessenten locken, sondern auch durch Service wie einen eigenen Kundensupport punkten. Bitmeister wäre nach eigener Aussage die erste echtzeithandelsfähige Krypto-Handelsplattform aus Deutschland.

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news-20774 Tue, 18 Sep 2018 16:26:30 +0200 Streit zwischen Apple und Qualcomm geht in die nächste Runde http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/streit-zwischen-apple-und-qualcomm-geht-in-die-naechste-runde-20774/ Eine Anhörung in Mannheim markierte den Auftakt zur nächsten Runde im Streit zwischen Apple und Qualcomm. Am Donnerstag folgt eine Verhandlung zu einer weiteren Klage des Chipkonzerns in München. Qualcomm strebt Verkaufsverbote für das iPhone 7 und andere Modelle an. Mit Entscheidungen wird frühestens in einigen Wochen gerechnet. In Mannheim geht es um ein Patent für eine Technologie für Schaltkreise zur Signalverstärkung, das nach Ansicht von Qualcomm in iPhone-Chips verletzt wird. Im Münchner Fall sieht Qualcomm vier Software-Patente durch Apples „Spotlight”-Suchfunktion auf dem iPhone und iPad verletzt. Apple bestreitet im Gegenzug, dass die Patente verletzt werden und diese überhaupt gültig sind. Zudem wirft der iPhone-Konzern Qualcomm - wie auch schon in Verfahren in den USA - unfairen Wettbewerb vor.

Apple und Qualcomm streiten bereits seit Anfang 2017. Zunächst klagte Apple in den USA mit dem Vorwurf, der Halbleiter-Spezialist verlange zu viel für Patentlizenzen und forderte eine Milliarde Dollar, die Qualcomm zunächst zugesagt habe, dann aber zurückgehalten habe. Der Chip-Hersteller antwortete mit einer Gegenklage und warf Apple unter anderem vor, Tatsachen zu verfälschen und Regulierer zu Attacken angestachelt zu haben. Qualcomm war von Wettbewerbsbehörden unter anderem in Südkorea und der EU mit hohen Strafen belegt worden. Inzwischen werfen sich beide Seiten auch Patentverletzungen vor.

Die diese Woche verhandelten Verfahren gehören noch zur zweiten Welle von Qualcomm-Klagen in Deutschland. Eine dritte Welle setzte der Chipkonzern erst vor wenigen Wochen in Gang. Qualcomm macht auch finanziell zu schaffen, dass seit mehreren Quartalen Milliarden-Zahlungen von Apples Auftragsfertigern ausbleiben. Deutschland war bereits ein wichtiger Schauplatz in der jahrelangen Patentschlacht zwischen Apple und Samsung und anderen ähnlichen Konflikten. Das liegt unter anderem daran, dass deutsche Gerichte als relativ schnell gelten und erste Verkaufsverbote schon per einstweilige Verfügung erzielt werden können.

dpa/pf

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news-20772 Tue, 18 Sep 2018 16:14:05 +0200 In-App Payment leicht gemacht http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/in-app-payment-leicht-gemacht-20772/ Mit steigender Anzahl mobiler Bestellungen und Zahlungen stehen Webshop-Betreiber und stationäre Händler unter Druck, ihren Kunden sichere, mobile Lösungen anzubieten. Das soll mit dem „Mobile SDK“ einfacher sein. Einkaufen per mobilen Endgeräten erfährt seit geraumer Zeit einen deutlichen Wachstumsschub. In den USA nutzen bereits 37 Prozent aller Online-Shopper regelmäßig ihr Smartphone zum Bezahlen. In Japan gehört es schon zum guten Ton, dem Konsumenten für den Einkauf eine App anzubieten. Auch in Deutschland ist der Markt in Bewegung. Umso wichtiger werden Shopping-Apps mit einem Bezahlprozess, der für mobile Geräte optimiert ist. Das ist ein Treiber für höhere Konversionsraten und höheren Umsatz. Um die App-Entwicklung zu erleichtern, hat Computop eine Lösung zur Einbindung von Zahlarten in den App-Check-out entwickelt. Hinter dem „Mobile SDK“ verbirgt sich ein Software-Baustein, der die Integration aller relevanten Zahlarten unterstützt und Programmierwerkzeuge und Bibliotheken für sichere In-App Payments bereitstellt. Das SDK soll auch für mehr Sicherheit und Qualität sorgen, weil die Zahlungsabwicklung vorab von Experten geplant und getestet wurde.

Entwickler können mithilfe des Software-Bausteins Apple Pay, Kreditkarten, Sepa-Lastschriften, Paypal, Wechat und Alipay in eine App integrieren. Mit Apple Pay hat Computop z.B. eine Omnichannel-Zahlart integriert, die das Zahlen online, mobil oder an der Kasse ermögliche. Apple Pay lasse sich nahtlos in alle wichtigen Vertriebskanäle einbinden. Die biometrische Authentisierung mit dem TouchID-Fingerabdrucksensor beschleunige den Check-out-Prozess: Durch Fingerauflegen werde die Zahlung angewiesen – die Eingabe von Kartendaten oder einer PIN entfalle. Letztlich erhalten App-Entwickler mit dem „Mobile SDK“ einen umfassenden Baukasten für sichere, komfortable und schnelle Zahlungen in Europa, Nordamerika und China, die dazu beitragen sollen, die Konversionsraten auf mobilen Geräten zu steigern. 

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news-20770 Tue, 18 Sep 2018 15:07:39 +0200 Relevante Online-Werbung braucht keine Cookies http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/relevante-online-werbung-braucht-keine-cookies-20770/ DSGVO und E-Privacy-Verordnung stellen Digital Marketer vor neue Herausforderungen. Damit auch künftig Streuverluste und von irrelevanten Anzeigen genervte Nutzer nicht zur Normalität werden, müssen neue Ansätze zur Eingrenzung von Zielgruppen gefunden werden. Axel Königstein, Vice President Media der Performance-Agentur Metapeople, zeigt im Interview Lösungswege auf. Herr Königstein, Mobile Marketing gewinnt immer mehr an Bedeutung, doch neue Bestimmungen wie die E-Privacy-Verordnung stellen Marketer vor Probleme. Welche sind das genau?
Axel Königstein: Im Raum steht, dass es mit der E-Privacy-Verordnung verpflichtend wird, für Tracking und den Einsatz von Cookies eine gesonderte Einwilligung des Nutzers einzuholen. Dies würde zweifellos eine Herausforderung für die Branche bedeuten. Denn bislang waren diese Daten Grundlage für personalisierte Werbung im digitalen Umfeld. Die Einwilligung zur Verwendung der personenbezogenen Daten werden jedoch nur wenige Nutzer geben. Aber: Noch diskutieren die Entscheidungsträger darüber, wie die Umsetzung der Verordnung im Detail aussehen wird, denn im Gegensatz zur DSGVO ist die E-Privacy-Verordnung noch nicht in Gänze „festgeschrieben“.

Welche Lösungsansätze gibt es für diese Probleme?
Königstein: Es müssen alternative Datenquellen her, die nicht dem Datenschutz unterliegen. In Bezug auf die DSGVO gab es eine lange Vorbereitungsphase, die es uns erlaubte, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Hier spielen Anonymisierung und Pseudonymisierung der gesammelten Daten eine wesentliche Rolle. Sensible personenbezogene Daten dürfen nicht zweckentfremdet verwendet werden oder in falsche Hände geraten.

Eine Möglichkeit besteht darin, einen eigenen, datenschutzkonformen Log-in-Bereich zu schaffen. Damit dieser von Usern akzeptiert wird, sollte ein entsprechender Anreiz für die Nutzung geschaffen werden. Die dort erhobenen Kundendaten können später auch bei Offline Conversions und Clubmitgliedschaften getrackt und zudem genutzt werden, um den Customer Lifetime Value (CLV) zu berechnen. CLV meint den bisherigen und zu erwartenden Betrag, den ein Unternehmen mit einem Kunden während dessen Kundenlebenszyklus umsetzt. Ein anschließendes Retargeting wird dann über Customer Match ermöglicht, also den Abgleich der generierten E-Mail-Adressen mit Google-Nutzerkonten und demnach ohne Cookies.

Auch das Fingerprinting wird als vielversprechende Alternative zur Auswertung von Cookies betrachtet. Allerdings ist dies noch nicht so weit verbreitet, dass man von einem echten Ersatz für Cookies sprechen kann. Zusätzlich ist mit dieser Methode keine eindeutige Identifizierung eines Nutzers möglich, denn im Gegensatz zum physischen ist der digitale Fingerabdruck nicht einmalig. Verschiedene User können den gleichen Fingerprint aufweisen, da sie gleiche „Profile“ durch ihr Verhalten im Netz erzeugt haben.

Eindeutige Nutzerdaten sind für Werbetreibende deutlich attraktiver – welche Daten könnten diese Anforderung erfüllen?
Königstein: Eindeutig ist natürlich die Device-ID von mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet. Sie wird dementsprechend im Mobile Marketing bereits als Alternative zu Cookies genutzt und ist vor allem im Bereich des App Advertising weit verbreitet.

Ein spannender Ansatz für Mobile Marketing ist das Targeting mithilfe von Makrodaten wie Standort- oder Gerätedaten. Hier haben wir messbare Erfolge erzielt, ohne Cookies zu nutzen. Dabei haben wir uns zunutze gemacht, dass jemand, der per Smartphone beispielsweise die nächstgelegene Filiale einer Einzelhandelskette sucht, diese Information unmittelbar benötigt. Die Suchanfrage in Kombination mit dem Standort des Smartphones lässt Rückschlüsse zu: Die Wahrscheinlichkeit, dass die entsprechende Person tatsächlich ein Produkt in der gesuchten Filiale kaufen möchte, ist hoch. Und weil sie sich in der Nähe des Standortes befindet, ist ein Kauf in den nächsten Minuten realistisch.

Was bedeutet die zunehmende Verschmelzung von Online- und Offline-Welt für das Mobile Marketing?
Königstein: Das Mobile Marketing an sich ist prädestiniert, diese Verschmelzung zu einem wirklichen Erfolg zu führen. Mobile durchbricht Schranken, die ein Desktop nie überwinden konnte. Doch braucht es dafür Experten, die mit den neuen Anforderungen vertraut sind. Werbetreibende müssen die mobile Performance ihrer Webseite neu betrachten und gegebenenfalls anders bewerten, um das Potential von Mobile Marketing richtig auszuschöpfen. Hier sollte der Fokus nicht nur auf die reine Conversion Rate gelegt werden. Vielmehr müssen Micro Conversions und vorbereitende Conversions stärker unter die Lupe genommen werden. Zudem ist die Abbildung der gesamten Customer Journey für das Mobile Marketing ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Welchen mobilen Marketing-Methoden sagen Sie eine rosige Zukunft voraus?
Königstein: Mobile Payment und als Teil dessen NFC werden die Zukunft bestimmen. Wir alle haben unser Portemonnaie praktisch ständig dabei – warum eigentlich? Zum Bezahlen reicht das Smartphone schon jetzt aus. In Deutschland ist man allerdings traditionell etwas skeptischer gegenüber Neuerungen dieser Art – und so hat sich das Zahlen mit Karte nur ab bestimmten Beträgen durchgesetzt. Doch auch hierzulande ist das Smartphone zum ständigen Begleiter geworden und sein Einfluss auf unseren Alltag wird noch wachsen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

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news-20767 Tue, 18 Sep 2018 12:33:51 +0200 Digitale Stifte für Tablet-Computer http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/digitale-stifte-fuer-tablet-computer-20767/ Einst hatte Steve Jobs sie verteufelt. Digitale Stifte hielt der Großmeister der Digitalisierung für überflüssig. Zehn Finger sollten für die Interaktion genügen. 2015 stellte Apple dann doch den Apple Pencil vor, aber dessen Nutzung war auf wenige spezielle Apps begrenzt. Nun hat Apple die Software-Unterstützung auf die eigenen Produktivitäts-Apps ausgeweitet. Höchste Zeit, den Stand der Technik über die drei Plattformen Android, iOS und Windows einem Test zu unterziehen. In jüngster Zeit legen immer mehr Hersteller ihren mobilen Geräten einen digitalen Stift bei oder bieten zumindest eine Variante als optionales Zubehör an. In diesem Jahr sind es schon mehr als 25 Systeme, im letzten Jahr waren es mehr als 42. Eine regelrechte „Stiftwelle“ ist entstanden. Dass sich mobile Systeme mit digitalen Stiften effektiver bedienen lassen, wenn es um Feinheiten geht, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Nutzbarkeit der digitalen Stifte auf den verschiedenen Plattformen hängt aber im Wesentlichen von der Software-Unterstützung ab. Ein Blick auf aktuelle Systeme unter Android von Google, iOS von Apple und Windows von Microsoft soll dazu einen Überblick über die immer noch großen Unterschiede bieten.

Ein Auslöser für die „Stiftwelle“ ist der Trend zu Windows-Convertibles. Unter Windows lassen sich Apps mit den Fingern gut bedienen, wenn sie dafür vorbereitet sind. Im Tablet-Modus kommt man spätestens dann nicht um einen digitalen Stift als Mausersatz herum, wenn man auf Standard-Windows-Explorer-Funktionen trifft, etwa beim Speichern von Dateien. Das hat Microsoft dazu veranlasst, 2016 mit Windows Ink die langjährige Stiftunterstützung zusammenzufassen und auf ein neues Niveau zu heben. Gleichzeitig wurde auch die Stiftunterstützung in den Office-Applikationen verbessert. Die Stiftnutzung auf Windows-Tablets ist Alltag geworden, wie der Test des Lenovo X1 Yoga zeigt.

Angesichts der Verbreitung digitaler Stifte in der Welt von Windows sah sich wohl auch Apple gezwungen, wie unlängst geschehen, die auf spezielle Apps beschränkte Unterstützung für den Apple Pencil auf die eigenen Produktivitäts-Apps Pages, Numbers und Keynote auszuweiten. Gleichzeitig werden mit dem iPad 9.7 die Hardware-Voraussetzungen für den Apple Pencil deutlich günstiger angeboten. Welchen Geschäftsnutzen der Pencil auf dem günstigen iPad bringt, zeigt der Vergleichstest der wichtigsten Apps. Auch unter Android
ist die Stiftunterstützung Normalität geworden, wie das Huawei Mediapad 5 Pro im Test zeigt. Android-Stiftpionier Samsung hat die Unterstützung des S-Pen auf zusätzliche Anwendungsgebiete ausgeweitet, das Galaxy Tab Active 2 ist dafür ein Beispiel.

Android auf dem Huawei Mediapad M5 Pro mit M-Pen

Das Mediapad M5 brilliert mit einem gestochen scharfen Display. Kein Wunder, bei einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln auf einer Bildschirmdiagonale von 10,8 Zoll oder knapp 27,5 cm. Der M-Pen ist mit einer Auslösung von 4.096 Druckstufen dazu die ideale Ergänzung. Insbesondere bei Apps für die Bildbearbeitung ermöglicht diese Kombination ein schnelles Arbeiten an schattierungsreichen Grafiken. Die Verwendung als Zeichenwerkzeug, schon immer ein Schwerpunkt der Stiftanwendungen, ist aber nicht die einzige Stärke des Huawei-Gerätes, das sich von der Konkurrenz insbesondere durch eigenständige Software-Unterstützung für den Stift absetzt.

Wie üblich ist die Stiftunterstützung bereits in das Android-8-Betriebssystem integriert. Die Bedienung des Gerätes und die Erkennung von handschriftlichen Eingaben in allen Eingabefeldern (auch in denen von Apps, die den Stift nicht selbst unterstützen) ist damit Standard. Huawei hat auf dem Gerät aber noch eine Reihe weiterer Apps installiert, die speziell für den Stift angepasst wurden. Das sonst kostenpflichtige Nebo von Myscript ist ebenso wie der Myscript Calculator vorinstalliert. Nebo bietet intelligente Stifterkennung für Dokumente. So werden handschriftliche Eingaben durch Erkennung von Gesten verwaltet. Der geschriebene Text wird erkannt, die Handschrift bleibt aber am Bildschirm stehen und kann z.B. durch das Auskritzeln von Buchstaben korrigiert werden. Nebo kommt so schon recht nah an das Gefühl von normalem Papier heran – mit dem zusätzlichen Vorteil, dass alle Eingaben auch wieder änderbar sind. Zuviel gedoodelt und die guten Ideen sind verstreut? Schnell ist das Ganze aufgeräumt und präsentabel gemacht mit Spezialfunktionen wie den Gliederungsgesten, die Textzeilen in Gliederungspunkte verwandeln.

Ebenfalls vorinstalliert ist WPS Office von Kingssoft. Das Office-Paket enthält bereits Unterstützung für den Stift. Ein einfaches Memo lässt nur Texteingaben zu, ein Dokument ermöglicht die üblichen Formatierungen parallel zu Skizzen mit dem Stift. Bei Präsentationen zeigen sich erste Beschränkungen der Stiftunterstützung, so ist eine Änderung von Formen wie Ovalen mit dem Stift nicht möglich. Bei der Tabellenkalkulation dient der Stift nur für Annotationen. Eine Formeleingabe ist nicht vorgesehen.

Wermutstropfen der Kombination: Es gibt keine Unterbringungsmöglichkeit für den M-Pen. Das Gehäuse ist zu flach, um den Stift aufzunehmen, und dieser haftet nicht magnetisch. Der M-Pen hat zwar einen Clip und kann in der Hemdtasche getragen werden. Man wird aber gut darauf auspassen müssen um ihn nicht liegenzulassen. Der M-Pen verfügt über zwei Tasten, die durch die Stifterkennung unter Android nicht genutzt werden, aber für Zusatzfunktionen in Stiftapplikationen zur Verfügung stehen.

iOS auf dem iPad 9,7” mit Apple Pencil

Mit dem iPad 9,7 macht Apple erstmals die Pencil-Technologie auf einem nicht „Pro“ genannten Gerät verfügbar und damit auch für Normalverbraucher und kleinere Firmen erschwinglich. Trotz geringerer Auflösung und Leistung als die großen Brüder muss sich das kleine iPad nicht verstecken. Der optional erhältliche Pencil 2 muss nur in den Apple-Connector gesteckt werden, um mit dem iPad über Bluetooth verbunden zu werden und schon geht es los.

Was im Vergleich sofort auffällt: Die Integration des Pencil in das iOS-Betriebssystem geht auch in der neuen Version nicht so weit wie bei den anderen Plattformen. So muss man häufiger zwischen Stift und Finger wechseln, manche Apps reagieren gar nicht auf den Stift und auch eine Handschrifterkennung durch das Betriebssystem, etwa für Standardeingabefelder, sucht man vergeblich. Nur bei stiftunterstützenden Apps kann der Pencil sein Potential ausspielen. Dazu gehören nun auch die kostenlosen Produktivitäts-Apps Pages, Numbers und Keynote.

In Pages kann man mit dem Stift gleich loszeichnen, Objekte einfügen und verändern. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass dafür ein spezieller Stiftmodus verwendet wird und die entstandene Zeichnung als Grafik in den Pages-Text eingebettet wird. Zusätzlich verfügt Pages noch über einen Smart-Annotation-Modus, in dem handschriftliche Anmerkungen über den Text und die Grafiken gelegt werden können, etwa für Korrekturanweisungen. Gleiches gilt für Keynote, unter Numbers gibt es nur die Smart Annotations. Nicht so schön: Im Radiermodus arbeitet der Stift nur pixelorientiert, es gibt dementsprechend keine Möglichkeit, ganze Striche auf einmal zu löschen. Bei großen Löschungen ist das lästig und bei versehentlichen Strichen hilft nur ein schnelles rückgängigmachen.

Gut gelungen ist dagegen die immer heikle Trennung zwischen Stift und Fingereingaben der verschiedenen Digitizer. Digitale Stifte setzen in der Regel einen induktiven Digitizer voraus, der wesentlich präziser arbeitet als die herkömmlichen kapazitiven Digitizer, die für Fingereingaben ausreichen. Beim Zeichnen sollten beide aktiv sein, um z. B. schnell das Medium verschieben zu können. Dann ist allerdings eine sogenannte Handballenerkennung notwendig. Die verhindert, dass Chaos ausbricht wenn man beim Zeichnen die Hand auf das iPad legt. Dies funktioniert bei Apple fehlerlos.

Windows auf dem Lenovo X1 Yoga mit Active Pen 2

Der Apple Pencil wird auch von auf anderen Plattformen verfügbaren iOS-Apps unterstützt. Dazu zählen Microsoft-Office-Anwendungen ebenso wie die Produktivitätsanwendungen von Google. Bei der Word-App ist die Nutzung des Pencil möglich, aber die Einbindung nicht so gelungen. Stifteingaben werden unmittelbar nach dem Absetzen des Apple Pencil ein paar Pixel versetzt dargestellt, was für feine Zeichnungen sehr gewöhnungsbedürftig ist. Außerdem nervig: Selbst bei der Auswahl des Zeichenmodus bleibt die Bildschirmtatstur eingeblendet, da Word parallel auf eine Texteingabe wartet. Ohne externe Tastatur ist die App daher mit dem Pencil nur eingeschränkt nutzbar, insbesondere der mobile Einsatz wird erschwert. Immerhin arbeitet der Radierer vektororientiert. In der Powerpoint-App gibt es dafür eine Umwandlungsfunktion, die aus grafischen Skizzen Objekte macht, was insbesondere für den schnellen Entwurf von Folien interessant ist. In Excel sind dagegen nur Zeichnungen möglich, keine Formeleingaben. Die anderswo gute Handschrifterkennung von Microsoft fehlt in den Microsoft-Apps unter iOS schmerzlich. Auch die Google-Apps Docs, Sheets und Presentations lassen sich mit dem Apple Pencil bedienen, eine spezielle Stiftunterstützung ist allerdings nicht erkennbar.

Als eines der ersten Convertibles überhaupt bietet das X1 Yoga einen eingebauten Stift. Der Pen Pro ist relativ flach und kann im Gehäuse versenkt werden. Was für fast alle Smartphones und Tablets mit Stift eine Selbstverständlichkeit ist (Ausnahme: Apple), kann für ein Windows-Notebook fast schon als Innovation bezeichnet werden. Der Stift geht so nicht verloren und ist immer griffbereit, wenn man ihn braucht. Was der kleine Unterschied in der Praxis bedeutet, konnten wir im Vergleichstest erleben, wo der elegante, aber ohne Clip daher kommende Apple Pencil regelmäßig vom Tisch rollte und gesucht werden musste. Der Lenovo Pen Pro bietet 2.048 Druckstufen und ist aktiv, wodurch er zur besseren Erkennung ein eigenes elektrisches Feld erzeugt und deshalb über einen Akku verfügt. Dieser wird praktischerweise beim Einstecken ins Gehäuse auch gleich geladen. Der Pen Pro reicht für die Windows-Bedienung und alle herkömmlichen Arbeiten vollkommen aus.

Für anspruchsvolle, insbesondere grafische Arbeiten bietet Lenovo aber auch noch den optionalen Active Pen 2 an, der über 4.096 Durchstufen verfügt. Dieser nutzt die im X1 Yoga eingebaute Stifttechnologie von Wacom voll aus und lässt sich in der Systemsteuerung sehr fein konfigurieren. So ist z. B. selbst die Neigungswinkelempfindlichkeit einstellbar. Was Grafiker z. B. für die Steuerung von Gravureffekten sehr zu schätzen wissen. Der Active Pen 2 verfügt außerdem über drei Tasten, die mit benutzerdefinierten Funktionen belegt werden können.

Das X1 Yoga bietet als Windows-10-Notebook Windows Ink, die jüngste Kulmination der von Microsoft seit den Anfängen mit „Windows for Pen-Computing“ und dem Tablet-PC durchlaufenen Lernkurve. Neben der vollen Steuerbarkeit von Windows über den Stift, bietet Windows Ink eine sehr gute Handschrift-erkennung mit komfortablen Korrekturmöglichkeiten. Neben den obligatorischen Sticky Notes, dem um 3D-Funktionen erweiterten Paint und der als Ergänzung der Handschrifterkennung gedachten Formeleingabe, hat Lenovo enttäuschenderweise keine zusätzliche Software-Unterstützung für die Stifte installiert. Immerhin sind die Microsoft-Anwendungen Word, Excel und Powerpoint sowie OneNote vorinstalliert und arbeiten gut mit den Stiften zusammen.

Android auf Samsung Galaxy Tab Active 2 mit S-Pen

Nimmt man das Tab Active 2 zur Hand, merkt man gleich, dass das kein normales Tablet ist. Eine dicke Gummihülle umgibt das Gerät und anders als bei den sonstigen Stiftgeräten von Samsung wird der ebenfalls deutlich dickere S-Pen nicht in das Gehäuse gesteckt, sondern in die Hülle. Das hat seinen guten Grund. Das Tab Active 2 und der zugehörige S-Pen sind wasserdicht nach IP68. Da kann der Baustellenleiter schon mal im Regen stehen, um ein Aufmaß aufzunehmen, das Tab Active 2 steckt das ebenso weg, wie die Hülle ein gelegentliches Fallenlassen des Gerätes.

Das Tab Active 2 verfügt mit Samsung Notes und PenuUp über für die Stiftgeräte von Samsung üblichen Anwendungen. Samsung Notes ermöglicht von schnellen Notizen (auch bei gesperrtem Gerät) bis zu einfachen Grafiken das ganze Spektrum der Stifteingaben und profitiert auch von der guten Handschrifterkennung durch Android. Pen Up ermöglicht es, Stiftzeichnungen über eine Cloud zu veröffentlichen. Für Business-Nutzer ist das weniger wichtig, aber die werden ohnehin spezielle Apps auf ihren Stiftgeräten einsetzen (siehe Kasten).

Fazit und Ausblick

Apple hat mit der Unterstützung des Apple Pencil in Pages, Numbers und Keynote einen wesentlichen Schritt nach vorne getan, aber mit den anderen Anbietern von stiftbasierten Systemen noch nicht gleich gezogen. Größtes Manko ist nach wie vor die Handschrifterkennung, bei der Samsung in puncto Erkennungsrate und Windows Ink in Bezug auf die Nutzerfreundlichkeit die Nase vorne haben. Bei grafischen Arbeiten ist der Apple Pencil gleichwertig zu professionellen digitalen Stiftwerkzeugen. Apple meint es aber ernst mit der Stiftunterstützung, das zeigen schon die vielfältigen Gerüchte um einen Apple Pencil 2. Die Entwicklung und Verbreitung der digitalen Stifte wird fortgeschrieben – die Stiftwelle weiter rollen.

Der unmittelbare Nutzen digitaler Stifte für Geschäftsanwender lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Zeitersparnis. Digitale Stifte erlauben schnelle Skizzen zu jeder Zeit und an jedem Ort. Grafische Notizen, die mehr sagen als tausend Worte, jederzeit elektronisch weiterverarbeitet und verschickt werden können. Das volle Geschäftspotential digitaler Stift schöpfen spezielle Anwendungen aus, die für den jeweiligen Einsatz optimiert sind. Ob Patientendokumentation im Krankenhaus, Stücklistenverwaltung in der Lagerhaltung, Ladelistenmanagement in der Logistik oder Planänderungen auf Baustellen – spezielle Stiftanwendungen gibt es von Spezialanbietern für eine Vielzahl von Branchen. Die Annotierung vorhandener Daten mit dem Stift ist in vielen mobilen Situationen deutlich schneller, als die Eingabe per (Bildschirm-)Tastatur. Sind grafische Dokumente wie Baupläne Grundlage der Arbeit, liegt deren handschriftliche Markierung ohnehin nahe. Und auch bei Anwendungsfällen, in denen Listen nicht nur auf Vollständigkeit abgehakt, sondern auch Abweichungen dokumentiert werden müssen, kommen immer mehr digitale Stifte zum Einsatz.

Bildquellen: Apple, Huawei, Samsung, Lenovo

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