MOBILE BUSINESS https://www.it-zoom.de/mobile-business/news/ MOBILE BUSINESS - Modernes Trend-Magazin für mobiles Business de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Wed, 22 May 2019 17:16:06 +0200 Wed, 22 May 2019 17:16:06 +0200 TYPO3 EXT:news news-22945 Tue, 21 May 2019 17:14:32 +0200 Smartphone mit Triple-Kamera und KI http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/smartphone-mit-triple-kamera-und-ki-22945/ Wiko, französicher Smartphone-Hersteller, der sich auf das Einsteigersegment spezialisiert hat, präsentiert mit dem Wiko View3 Pro nun ein Mid-Range-Modell mit einer Triple-Kamera und hardwareseitiger künstlicher Intelligenz. Die 13-MP-Linse der Triple-Kamera sorgt mit 120° Weitwinkel für Aufnahmen, auf denen mehr Motive Platz haben sollen. Der Sony-Kamera-Sensor mit 12 MP sowie 1.25μm Pixelgröße kann Eindrücke auch bei schwächerem Licht einfangen. Zusätzlich steht dem Gerät eine Linse mit fünf MP zur Verfügung, die Bilder mit präzisen Unschärfen und Bokeh-Effekt versieht. Dank AI-Kamera-Technologie sollen Fotomotive in Echtzeit erkannt und die Kameraeinstellungen optimiert werden können. So gelingen Fotografien ebenso wie Schnappschüsse. Für Selfies und Video-Chats sorgt eine 16-MP-Frontkamera. Ein 6,3 Zoll großes Full-Screen-Display liefert 16 Millionen Farben, während das Design der dort integrierten Kamera-Notch recht klein ausfällt. Mit der in der Kamera vorinstallierten Google Lens würden Motive erkannt und das Smartphone liefere Infos dazu.

Das Smartphone ist mit einem 4000 mAh Akku und smartem AI-Batteriemanagement ausgestattet. Dank des Ladegeräts und der Fast-Charging Pump Express sei das vollständige Aufladen in rund zwei Stunden erledigt.

Hardwareseitige KI

Die Neuropilot-AI-Technologie rüstet das Smartphone für alle KI- sowie AR-Aufgaben (Augmented Reality) und soll dem Nutzer die Türen zur virtuellen Welt öffnen. Dafür sorgt der 12nm Mediatek Helio P60 Octa-Core-Prozessor mit Artificial Processing Unit. Unterstützt wird er von einem 6 GB großen Arbeitsspeicher, der für AI- und AR-Arbeiten bestens ausgestattet ist. Als Betriebssystem arbeitet im Gerät das neue Android Pie.

Einen weiteren Effekt liefert das Design: Die Farbvariante Deep Bleen ist mit einem „Glow in the Dark“-Finish versehen, das einen Neon-Leuchteffekt mitbringt. Der Fingerprintsensor fügt sich in die Rückseite des Gehäuses. Zudem lässt sich das Smartphone via Face-Unlock entsperren.

Bild: Wiko SAS

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news-22941 Tue, 21 May 2019 11:32:37 +0200 Digitalisierung heizt Wettbewerb in Banken-Branche an http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/digitalisierung-heizt-wettbewerb-in-banken-branche-an-22941/ Die Treue zur eigenen Hausbank bröckelt im Zuge der Digitalisierung laut einer aktuellen Studie - und das dürfte für viele Geldinstitute zu einem verschärften Wettbewerb führen. Habe noch vor einem Jahr gerade einmal jeder dritte Bundesbürger (34 Prozent) schon einmal sein Stamm-Giro-Konto gewechselt, sei der Anteil inzwischen auf 41 Prozent gestiegen, ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Auch reine Online-Banken werden attraktiver. So gaben 14 Prozent der Befragten an, das Hauptkonto bereits bei einem dieser Anbieter zu haben, 2018 waren es noch 9 Prozent.

67 Prozent der Kunden seien heute digitale Angebote wie Online-Banking oder Banking-Apps wichtig bei der Auswahl ihrer Bank, vor einem Jahr waren es noch 57 Prozent. Viele, schnell zu erreichende Filialen (57 Prozent) oder eine bekannte Marke (56 Prozent) sind demnach Faktoren, die bei Kunden bereits weniger ins Gewicht fallen.

„Für Banken und Sparkassen bedeuten die Digitalisierung der Finanzbranche und das veränderte Kundenverhalten einen grundlegenden Umbruch”, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg am Dienstag. Etablierten Anbietern wie auch Digitalunternehmen eröffne dies riesige Chancen. So kann sich der Bitkom-Umfrage zufolge fast jeder Dritte (29 Prozent) vorstellen, ein Konto statt bei einer Bank bei einem Digitalunternehmen wie Google, Apple oder Amazon zu eröffnen - sofern es solche Angebote geben sollte.

Erstmals setzt der Studie zufolge mehr als die Hälfte der Online-Banking-Nutzer (52 Prozent) das Smartphone für Bankgeschäfte ein, 2018 waren es noch 44 Prozent. Am häufigsten werden jedoch weiterhin das Notebook (81 Prozent) und der Desktop-PC (56 Prozent) genutzt. Auch wenn sich das Online-Banking bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung etabliert habe (70 Prozent), bleibe die Altersgruppe ab 65 Jahre weiterhin zurückhaltend, lediglich 21 Prozent der Senioren nutzen demnach diesen Weg für ihre Bankgeschäfte.

Zu den wichtigsten Dingen zählen für Kunden bei der Auswahl einer Bank allerdings die Höhe der Kontoführungsgebühren (95 Prozent), die Höhe der Einlagensicherung (94 Prozent) sowie wie viele Geldautomaten für das kostenlose Abheben zur Verfügung stehen (95 Prozent).

 

 

dpa/pf

 

 

 

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news-22937 Mon, 20 May 2019 17:07:00 +0200 Eine saubere Angelegenheit http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/eine-saubere-angelegenheit-22937/ Die Berliner Stadtreinigung (BSR) setzt für die interne Kommunikation auf die App «myBSR», um die 3.700 mobilen Beschäftigten auf Berlins Straßen zu informieren und alle Kollegen und Kolleginnen miteinander zu vernetzen. Rund 5.600 Menschen sind bei der Berliner Stadtreinigung beschäftigt. 3.700 von ihnen sind auf den Straßen Berlins unterwegs, um die Hauptstadt sauber zu halten. Ein Großteil der Beschäftigten sitzt also nicht im Büro an einem PC. Dies macht die interne Kommunikation für einen der größten Arbeitgeber Berlins zu einer besonderen Herausforderung.

Seit der Einführung der Beschäftigten-App im Herbst 2018 ermöglicht die BSR nun allen Mitarbeitern die zeitgleiche Information über wichtige Ereignisse im Unternehmen und den Austausch untereinander. Gut ein halbes Jahr nach dem Start zieht das Unternehmen eine positive Bilanz: Austausch und Transparenz haben sich verbessert und die Kommunikation sei sicherer geworden. Die App basiert auf der Kommunikationslösung Beekeeper und verbindet jedes einzelne Teammitglied über Smartphone oder PC in Echtzeit mit dem gesamten Unternehmen. 

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist ein Dienstleistungsunternehmen des Landes Berlin und sorgt für Stadtsauberkeit, nachhaltige Entsorgung und Verwertung. Mit der neuen App sollen der Belegschaft, sich zeitnah und zeitgleich aktuelle Informationen zur Verfügung stehen – egal ob auf der Straße oder im Büro. So können sich alle Mitarbeiter bereichsübergreifend austauschen und voneinander erfahren, was an den anderen Standorten im Berliner Stadtgebiet passiert. Dazu gehören neben der Zentrale in der Tempelhofer Ringbahnstraße insgesamt rund 40 weitere Standorte, zum Beispiel Betriebshöfe der Müllabfuhr, Liegenschaften der Straßenreinigung, Recyclinghöfe, Kfz-Werkstätten oder das Müllheizkraftwerk in Ruhleben.

Schnelle und zeitgleiche Information für alle

„Die große Herausforderung war: Wie erreichen wir unsere Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag für die Sauberkeit Berlins unterwegs sind, im digitalen Kommunikationszeitalter? Die Lösung, myBSR, ist ein Riesenschritt für unsere interne Kommunikation“, so René Worlitzer vom Vorstandsbüro Kommunikation der BSR. „Die direkte, für die tägliche Arbeit wichtige Kommunikation vor Ort erfolgt persönlich zum Beispiel durch Einsatzleiter. Das ist ein hohes Gut und wird von den Beschäftigten auch so erwartet.“

Auch die Möglichkeit, schneller von anstehenden Terminen, Veranstaltungen oder Weiterbildungen zu erfahren, sei ein Baustein der App. Zwar bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern neben dem Intranet auch die Möglichkeit, sich in das Extranet einzuloggen, dies sei aber nicht besonders komfortabel und werde „von den Kollegen in Orange“ auch nur wenig genutzt.

Wunsch nach offener Kommunikation, Information und Datensicherheit

Um Wünsche und Anforderungen an eine interne Kommunikationslösung zu ermitteln, befragte die BSR ihre Beschäftigten. Im Ergebnis wurde der ursprünglich geplante Ausbau des bestehenden Extranets zugunsten einer Mitarbeiter-App gestrichen. Eine Umfrage hatte ergeben, dass nur zwei Prozent der Angestellten das Angebot nutzten, da es ihnen zu kompliziert war. Stattdessen wurden Wünsche geäußert nach offener Kommunikation und schnellen Informationen über Entwicklungen im Unternehmen genauso wie zu alltäglichen Dingen wie Speiseplänen oder Job-Angeboten. Weitere Anforderungen an die neue Lösung waren der Zugriff von möglichst allen Geräten aus, also PC genauso wie Smartphone, sowie die Sicherheit der Daten. Die Entscheidung fiel auf die Kommunikationslösung der Schweizer Beekeeper AG, einem Anbieter von mobilen Unternehmenslösungen für die Kommunikation und Kollaboration. Die App verbindet jedes einzelne Teammitglied mit dem gesamten Unternehmen.

Austausch und Transparenz über Hierarchieebenen hinweg

Das Unternehmen zieht bislang eine positive Bilanz: Rund 35 Prozent aller Beschäftigten nutzten demnach heute die Kommunikationsplattform zur Information und zum Austausch, lassen andere an ihrem Arbeitsalltag teilnehmen, geben selbst Informationen weiter – zum Beispiel zur Situation im Straßenverkehr. Sie arbeiten gemeinsam an Dokumenten, rufen Speisepläne ab, oder informieren sich über betriebliche Veranstaltungen. Der Austausch und die Transparenz im Unternehmen haben sich verbessert, auch über Hierarchieebenen hinweg. Die App helfe dem Unternehmen ferner dabei, ein besseres Verständnis für die Arbeit von Kollegen auch aus anderen Abteilungen zu entwickeln. Auch der Vorstand könne sich so ein besseres Bild machen und zudem seien private Informationen besser geschützt als z.B. in einer Whatsapp-Gruppe.

Bild: Berlner Stadtreinigung (BSR)

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news-22931 Mon, 20 May 2019 13:15:50 +0200 Adidas Weltspitze bei Innovation http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/adidas-weltspitze-bei-innovation-22931/ Sportartikelhersteller Adidas ist auf Platz 10 weltweit innovativsten Unternehmen und schließt damit zu den Digitalriesen Google, Apple, Amazon und Microsoft auf. Zu den zehn innovativsten Unternehmen der Welt zu gehören, ist ein großer Erfolg. Dies gilt vor allem bei einem Blick auf die Spitzengruppe: Dort stehen die üblichen Verdächtigen, nämlich Alphabet (Google), Amazon, Apple, Microsoft und Samsung. Auf Platz zehn findet sich dann das erste deutsche Unternehmen: adidas. Die hohe Platzierung liegt unter anderem an den innovativen Fertigungsverfahren in der SpeedFactory, die maßgeschneiderte Sneakers herstellt und dabei auch 3D-Druck einsetzt. Hinzu kommen digitale Initiativen wie etwa die Community rund um die Fitnessapp Runtastic oder die Integration von smarten Sensoren im Sportartikel.

Deutsche Unternehmen sind in Bewegung

Einige Plätze hinter addidas folgen weitere Bekannte aus dem DAX 30, etwa BASF, Bayer, Allianz, BMW und auf Platz 28 SAP.  Die guten Plätze im jährlichen Innovationsranking der Strategieberatung Boston Consulting (BCG) zeigen deutlich, dass die als behäbig verschriebenen DAX-Tanker in Bewegung geraten sind.

„Deutsche Unternehmen haben verstanden, dass im digitalen Zeitalter echte Innovation weit über die inkrementelle Verbesserung am Produkt hinausgeht“, sagt Carsten Kratz, BCG-Chairman für Deutschland und Österreich. „Sie fördern inkrementelle und disruptive Ideen - aber sie arbeiten nicht nur an neuen Produkten, sondern auch an neuen Dienstleistungen und Kundenschnittstellen. Sie erfinden Prozesse neu und bauen Partnerökosysteme auf.“

Eine Gemeinsamkeit zahlreicher Unternehmen aus diesem Ranking: Sie setzen immer stärker auf Partnerschaften, wie BCG in seiner Studie feststellt. Gut drei Viertel der 50 Unternehmen nutzt die systematische Entwicklung von Startups als Teil seiner Innovationsprozesse. Etwa 80 Prozent setzen auf Partnerschaften mit der Wissenschaft und anderen Unternehmen. „Die Fähigkeit, funktionierende und nachhaltige Partnerschaften aufzubauen, ist eine wesentliche Voraussetzung für digitale Innova­tionen“, erklärt Kratz.

Globale Präsenz bringt Wettbewerbsvorteile

Die Anstrengungen der letzten Jahre rentieren sich also, viele deutsche Unternehmen haben sich im Innovationsranking deutlich verbessert. „Sie profitieren von ihrer starken globalen Präsenz sowie ihrer installierten Basis an Geräten, Maschinen und Anlagen. Die gigantischen Mengen an Maschinendaten aus dem laufenden Betrieb werden zunehmend konsequent genutzt und verschaffen den deutschen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil“, sagt Kratz.

Doch den Vorreitern folgt ein großes Feld an Nachzüglern. Zwar räumen 84 Prozent der befragten deutschen Führungskräfte Innovation eine hohe Bedeutung in ihren Unternehmen ein, doch setzen nur wenige Firmen bisher digitale Innovationsprojekte um. Nur jeweils etwa ein Fünftel der Unternehmen bauen auf Plattformökosysteme, Datenanalyse oder digitales Design. Das sind im Schnitt fast elf Prozentpunkte weniger als im globalen Vergleich.

Immerhin sehen Sicht ein Viertel der Befragten beim Thema Künstliche Intelligenz als Vorreiter, jedoch auch fast ein Fünftel als Nachzügler. „Die starke Präsenz deutscher Unternehmen in den Top 50 zeigt, dass es hierzulande immer mehr Unternehmen schaffen, sich zu Innovationsführern zu entwickeln“, sagt Florian Grassl, Partner bei BCG und Co-Autor der Studie. „Gleichzeitig ergibt die Selbsteinschätzung der Unternehmen, dass es in der Breite noch Aufholbedarf hinsichtlich der Innovationskraft gibt.“

Bildquelle: adidas

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom IT-Markt
news-22929 Mon, 20 May 2019 12:20:12 +0200 Huawei verliert Android-Lizenz http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/huawei-verliert-android-lizenz-22929/ Das könnte die nächste Stufe der Eskalation im Handelskrieg zwischen China und den USA sein: US-Unternehmen dürfen nicht mehr mit Huawei kooperieren. Dadurch verliert der chinesische Konzern auch die Rechte am Android-Betriebssystem. Der Umgang mit Huawei beschäftigt bereits seit geraumer Zeit verschiedene Instanzen und ist vor allem beim Ausbau des Mobilfunknetzes ein sensibles Thema. In den USA wurde der Konzern nun endgültig auf die schwarze Liste gesetzt – einheimische Unternehmen dürfen nun nur noch auf Basis einer speziellen Lizenz mit Huawei kooperieren. Grundlage dafür ist der Nationale Notstand für den gesamten Bereich der Telekommunikation, der in der vergangenen Woche von US-Präsident Trump per Dekret erklärt wurde. In der Praxis wird dadurch jegliche Zusammenarbeit zwischen US-Unternehmen und dem chinesischen Konzern unterbunden. Dieses Verbot betrifft nicht nur die Netzwerksparte des Konzerns, sondern auch das boomende Smartphone-Segment.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll durch die neue Situation auch Google dazu gezwungen sein, jegliche Geschäftsbeziehungen zu Huawei abzubrechen. Dadurch würden auch die entsprechenden Geräte keinerlei Android-Updates mehr erhalten. Zukünftige Smartphones und Tablets müssten demnach sogar ganz auf das Betriebssystem und die damit einhergehenden Services verzichten – darunter auch auf wesentliche Apps wie den Google Play Store. Als Open-Source-Software bleibt die Android-Basis für Huawei zwar grundsätzlich nutzbar, die Möglichkeiten sind dabei aber stark eingeschränkt.

Berichten des Wirtschaftsmagazins Bloomberg zufolge sollen weitere Technologie-Unternehmen von dem Verbot betroffen sein. So hätten auch Intel, Qualcomm, Xilinx und Broadcom erklärt, die Zusammenarbeit mit Huawei bis auf Weiteres einzustellen. Die Folgen sind inzwischen auch hierzulande zu spüren: Die Aktie des Halbleiterkonzerns Infineon ist aufgrund ausgesetzter Lieferung an Huawei deutlich gefallen sein.

Bildquelle: Google

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news-22925 Mon, 20 May 2019 11:50:12 +0200 Startups auf die nächste Stufe bringen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/startups-auf-die-naechste-stufe-bringen-22925/ Der Name Adi Dassler steht für unternehmerische Energie und Innovationsfreude. Die Enkel des Adidas-Gründers wollen diese Eigenschaften bei Neugründungen im Sportmarkt fördern. Fitness-Armbänder, Apps für den täglichen Work-out, Sportkleidung mit Sensoren - nur eine kleine Auswahl an Produkten für den Fitness- und Sportartikel-Markt, die von Startups stammen. In Anlehnung an erfolgreiche Startup-Segmente wie FinTech oder InsurTech heißt der digitale Sportmarkt SportsTech. Auch hier versprechen viele Neugründungen ein rasantes Wachstum, zumal Fitness-Produkte seit Jahren boomen. Zwar ist der Markt im Vergleich zu anderen Segmenten noch vergleichsweise klein, aber immerhin gibt es knapp 100 deutsche Startups in diesem Bereich.

Parallel dazu entstehen auch in Deutschland Risikokapital-Strukturen, die sich auf das Segment spezialisiert haben. Ein interessantes Beispiel ist der SportsTech-Investor leAD, der ausgeschrieben „Legacy of Adi Dassler“ heißt. Die Anspielung auf den legendären Gründer des DAX30-Unternehmens Adidas weist darauf hin, dass dieses Unternehmen von drei Dassler-Enkeln sowie weitere Investoren gegründet worden.

Der Name ist Programm, die Enkel wollen Gründer und Startups mit einer ähnlichen unternehmerischen Energie und Innovationsfreude wie Dassler fördern. „Unser Großvater, Adi Dassler, war immer von der Idee getrieben, große Sportideen noch größer zu machen und in die Tat umzusetzen. Heute würde er Startups genauso unterstützen, wie wir es zu seinen Ehren tun.“ sagt Horst Bente, Mitgründer von leAD.

Das Gründer-Ökosystem der Dassler-Enkel

Ausgangspunkt war 2017 ein Accelerator-Programm in Berlin, in dem SportsTech-Startups über drei Monate unterstützt werden. Während dieser Zeit werden Gründer von Mentoren betreut und in Fachgebieten wie Investment, Finanzen, Strategie, Mitarbeiterführung und Pitchen geschult. Die Teilnehmer erhalten Zugang zu leAD’s internationalem Netzwerk in Sport und Industrie und können so mit erfahrenen Persönlichkeiten der Sportwirtschaft, erfolgreichen Gründern und CEOs sowie mit Risikokapital-Gebern und Tech-Experten in Kontakt treten.

„Bei uns dreht sich alles um die Gründer, die Startups. Wir wollen, dass unsere Gründer wachsen, Barrieren überwinden, Innovationen schaffen und ihre Startups auf die nächste Stufe bringen. Wir werden nicht nur von unserer Leidenschaft für den Sport angetrieben, sondern auch von unserer Leidenschaft, außergewöhnliche Gründer und Ideen zu unterstützen”, sagt Cristoph Sonnen, leAD Mitbegründer und CEO von ADvantage. (Siehe auch unser Interview)

Nach Abschluss des Accelerator-Programms werden die Startups durch den leAD Business Builder betreut. Hier geht es darum, Anschlussfinanzierungen zu erzielen und die Geschäftsmodelle zu stärken. Zum Ökosystem gehört auch die Investment-Plattform ADvantage. Dahinter verbirgt sich ein 50 Millionen Dollar schwerer SportsTech-Fund, mit dem Series A-Finanzierungen abgewickelt werden. „Wir fokussieren uns auf die genannten Bereiche mit dem stärksten Marktpotential: Connected Athletes, Fan Engagement, eSports und Derivative Markets. Unter letzterem verstehen wir neue Sportarten und -technologien“, beschreibt Sonnen im Interview mit IT-Zoom die Investitionsstrategie.

Vernetzung und Engagement: Der SportsTech-Markt

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe interessanter Startups, die in dem Berliner Accelerator-Programm entwickelt wurden. Da sich das Programm an internationale Unternehmen richtet, sind neben einigen deutschen Startups auch solche aus den USA, Israel sowie den bekannten europäischen Startup-Hubs vertreten.

Connected Athletes

Das Startup Wingfield aus Hannover hat ein System entwickelt, das jeden Tennisplatz der Welt in einen Smart Court verwandelt. Mit einer Kombination aus Hardware und KI erhalten die Nutzer die gleiche Spielanalyse wie ein Profispieler:  Das System verfolgt die Partie, analysiert Schlagtechniken und gibt direkt nach Spielen oder Trainingseinheiten persönliches Feedback.

Fan Engagement

ForwardGameAR (ursprünglich aus Israel, jetzt in Berlin) konzentriert sich auf die Entwicklung von hybriden Video-Spielen, die sich draußen spielen lassen und körperliche Aktivität fördern. Dabei nutzt ForwardGame Augmented Reality-Funktionen, um im Bereich Mobile Gaming und Teamsport für Bewegung zu sorgen.

E-Sports & Derivative Markets

SkillYoga aus Berlin bietet das weltweit erste Online-Yoga-Trainingssystem, das auf die Bedürfnisse von Männern zugeschnitten ist. Laut einer Studie aus den USA, geben zwar 75% der Männer an, dass Yoga ihnen guttun würde, aber nur 18% aller Männer praktizieren es. Sie suchen nach passenden Yoga-Trainings und schaffen damit ein riesiges Marktpotenzial. Die Trainingslösung überzeugte auch eine Reihe von privaten und institutionellen Investoren. In einer Seed-Runde sammelte das Startup einen mittleren sechsstelligen Betrag ein, mit der es Yoga-Content produzieren und eine App entwickeln will.

Bildquelle: Getty Images

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom IT-Markt
news-22924 Mon, 20 May 2019 11:50:01 +0200 Mehr als 1.000 Startups in Europa http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/mehr-als-1000-startups-in-europa-22924/ Der Markt für SportsTech ist gigantisch, insgesamt wächst er jährlich um 20 Prozent, sagt Christoph Sonnen, CEO des SportsTech-Investors leAD, im Interview. Der digitale Sportmarkt heißt SportsTech zeigt seit einigen Jahren ein rasantes Wachstum. Das interessiert inzwischen auch Investoren, wie beispielsweise leAD oder ausgeschrieben „Legacy of Adi Dassler“. Gegründet haben ihn die Enkel des legendären Adidas-Gründers. In welche Startups sie investieren und wie sich der SportsTech-Markt entwickelt, beschreibt leAD-CEO Christoph Sonnen im Interview.

Sportstech ist im Trend, wie die Verkaufszahlen von Fitness-Gadgets zeigen. Aber ist dieser Trend auch nachhaltig? Was erwarten Sie von der Entwicklung in den nächsten Jahren?
SportsTech ist tatsächlich voll im Trend. Aber Fitness Gadgets sind nur ein kleiner Teil eines gigantischen Markts, dessen große technische Disruption noch ganz in den Anfängen steckt. Wir sehen derzeit einen 8,9 Milliarden US-Dollar Markt, der jährlich um über 20% wächst und in fünf Jahren mehr als 30 Milliarden schwer sein wird. In unseren Augen ist der SportsTech-Markt einer der wenigen Märkte, der erst in den nächsten Jahren von technologischen Neuerungen profitieren wird. Fitness Gadgets dienen daher als schöner Einstieg in den Markt, da sie den Konsumenten direkt erreichen.

Doch besonders das immense Potenzial von Apps und Plattformen rund um das Fan-Engagement und neuer Sportarten wie eSports, zeigt den zukünftigen Boom eindrucksvoll. Hier zeigt sich, dass die Technik neue Standards definieren wird. Viele der bisher bekannten traditionellen Sportarten müssen sich anpassen, um ihre Spitzenstellung nicht zu verlieren.

Welche Märkte oder Technologien haben im Moment das größte Potenzial?
Wir sehen für drei Marktsegmente besonders großes Potential: Connected Athletes, Fan Engagement und eSports & Derivative Markets, also neu entstehende Sportarten. Im Bereich Connected Athletes geht es besonders darum, wie Athleten und Hobbysportler ihre persönlichen Leistungen in gesundem Maße steigern können. Durch eine neue Art von Vernetzung mit direktem Feedback der Sensorik oder Trainingsinstrumenten kann so ein kontinuierlich neuer Reiz geschaffen werden, der nicht nur Leistungen verbessert, sondern das Training vor allem besser verständlich und abwechslungsreicher macht. Aber auch im Bereich Live-/Videostreaming schaffen künstliche Intelligenz und Augmented Reality neue Möglichkeiten. Im Bereich Fan Engagement geht es um innovative Möglichkeiten, wie Vereine besser mit Fans kommunizieren können. So wird der Fan noch näher an seinen Club herangeführt. Aber auch in der Kommunikation untereinander steht der Fan und sein Erlebnis im Vordergrund. Hierzu gehört der Bereich Social Betting auf speziellen Wettplattformen, bei denen zwei Personen gegeneinander wetten.

Wie ist der Trend hier in Deutschland? Gibt es genügend Gründungsinteressierte, gibt es genügend innovative Ideen? Haben deutsche Startups überhaupt eine Relevanz?
Laut dem European SportsTech Report gibt es alleine in Europa weit mehr als tausend Startups – und in Deutschland sitzt jedes zehnte. Zwar sind uns Großbritannien und auch die skandinavischen Staaten ein wenig voraus, doch wenn man sich besonders die Investitionen in Startups anschaut, stellt man schnell fest, dass der überwiegende Teil der insgesamt 135 Millionen Euro in der DACH-Region investiert wird. Auch unser eigenes Portfolio ist ein gutes Beispiel. Wingfield revolutioniert gerade die Tennisbranche und bietet ein selbst für Amateurspieler erschwingliches System, was mit Hilfe Künstlicher Intelligenz eine Analyse liefert, die bisher nur Profispieler zur Verfügung stand. So wird der Tennissport schon in seiner Basis revolutioniert und Spieler bekommen ein Werkzeug an die Hand, was sie unterstützt, das eigene Spiel zu verstehen und schneller als zuvor zu verbessern. Oder wir nehmen SkillYoga, ein Berliner Startup, welches als erstes weltweit ein Programm für Männer bietet, die Yoga kennenlernen und von den Übungen, der Beweglichkeit und der mentalen Balance profitieren möchten.

Auf welche Bereiche von SportsTech und welche Art von Startups konzentriert sich der leAD Sports Accelerator (und warum)?
Wir fokussieren uns auf die genannten Bereiche mit dem stärksten Marktpotential: Connected Athletes, Fan Engagement, eSports und Derivative Markets. Unter Derivative Markets fassen wir all die neu aufkommenden Sportarten und -technologien zusammen, sei es eSport oder Virtual- und Augmented-Reality.

Im Accelerator investieren wir hier in frühphasige Startups (pre-seed). Hier gibt es zwar auch ein Investment, jedoch steht vor allem unsere unterstützende Sport und Business-Expertise im Vordergrund. Darüber hinaus profitieren die Startups von unserem globalen Netzwerk, aufgeteilt in Experten, Sportclubs und Sportorganisationen. Unser Business Builder investiert dann eine Phase später (seed), während unser ADvantage Sports Tech Fund über 50 Millionen verfügt und reine Series A Investments tätigt. So bilden wir durch unser geschaffenes Ökosystem sämtliche Investitionsphasen in der Frühphase ab, die es den besten unserer Startups ermöglicht, erste Kunden zu akquirieren sowie erfolgreich und aggressiv im Markt zu expandieren.

Sie haben ja nun schon drei Jahre Erfahrung beim Aufbau der Betreuung von Startups. Welche Tipps würden sie einer Sportorganisation geben, die mit Startups kooperieren möchte?
Ich glaube, das Einzigartige der SportsTech-Branche ist, dass man wirtschaftliche Rationalität und Sportleidenschaft nicht einfach trennen kann. Gerade wenn man mit jungen Unternehmen zusammenarbeitet, darf diese geteilte Motivation nicht fehlen. Man muss den Gründer, seine Aspiration und seine Vision verstehen können, um bestmöglich auf ihn einzugehen und unterstützen zu können. Hier hilft natürlich ebenfalls die Passion aller anderen Mitspieler im Markt – seien es Sportvereine, Organisationen, strategische Partner oder Co-Investoren anderer Risikokapitalgeber oder Accelerator-Programme.

Bildquelle: leAD

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom IT-Markt
news-22926 Mon, 20 May 2019 11:47:05 +0200 Gute Etikette ist gefragt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/gute-etikette-ist-gefragt-22926/ In einem Geschäft mit Tausenden von Artikeln gibt es kaum etwas Zeitraubenderes und Kleinteiligeres als das manuelle Auszeichnen der Ware. Doch Abhilfe naht: Im Interview erklärt Florian Bernauer, CEO der Bison AG, warum die elektronische Regalpreisauszeichnung (ESL) eine echte Alternative darstellt.

Herr Bernauer, was sind elektronische Regaletiketten und wie funktionieren sie?
Florian Bernauer:
Elektronische Regaletiketten sind kleine Bildschirme in den Größen von üblichen Papierregaletiketten, die es erlauben, Produktinformationen dynamisch anzupassen. Dazu gehören neben dem Preis auch sämtliche Produkt- und Werbeinformationen für den Kunden. Die Anzeige basiert auf einer E-Paper- bzw. E-Ink-Technologie, die über E-Reader wie den Amazon Kindle verbreitet wurde. Sie können bis zu fünf Jahre ohne Batteriewechsel laufen und ihrer Auflösung entsprechend beliebige Inhalte anzeigen. So können auch Logos, Grafiken, Bar- und QR-Codes dargestellt werden. 

Worin liegen die Vorteile der Etiketten für den Händler?
Bernauer:
Der offensichtliche Vorteil ist die Zeitersparnis. Heute ist es nicht ungewöhnlich, dass bei einem Teil des Sortiments fast wöchentlich die Preise angepasst werden. Bei Supermärkten mit 20.000 Artikeln bedeutet dies stundenlanges Austauschen der Papieretiketten. Weiterhin werden mit elektronischen Regaletiketten Preisabweichungen zwischen Regal und Kasse vermindert.

E-Etiketten werden aber auch für unterstützende Filialprozesse benutzt, z.B. können Kommissionierer in der Filiale durch das „Click & Collect“-Verfahren schnell zur richtigen Ware geführt werden. Auch der Kundennutzen kann durch dynamische Informationen gesteigert werden, da etwa die nächste Lieferung oder die Verfügbarkeit in anderen Filialen auf dem Etikett immer aktuell angezeigt werden. 


Inwieweit können E-Etiketten die Kaufentscheidung des Kunden beeinflussen?
Bernauer:
Elektronische Etiketten können als Mikro-Webseiten betrachtet werden. Darauf können dem Kunden Informationen wie im Online-Geschäft zur Verfügung gestellt werden. Zum Beispiel werden auf ESLs Rezensionen, Zusatz- oder Ersatzprodukte sowie natürlich Aktionen angezeigt. Die Etiketten helfen also das Online-Einkaufserlebnis in den stationären Handel zu bringen. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Wie können Kunden mit den Etiketten interagieren?
Bernauer:
Es gibt mehrere 
Möglichkeiten: Eine direkte Interaktion findet über Knöpfe am Etikett statt. Dadurch wird eine Änderung der Anzeige ausgelöst und zusätzliche Informationen werden angezeigt. Die Etiketten verfügen auch über eine LED-Leuchte, die auf Ansteuerung blinken kann. Diese kann der Kunde über eine App selbst auslösen und sehen, wo sein Produkt steht. Auch der NFC-Chip im Etikett kann mithilfe einer App eine Aktivität starten, etwa den Aufruf einer Webseite.

Wenn Sie an Warenregale im Jahr 2030 denken, wie könnten diese aussehen? Wie „smart“ werden Regale und Etiketten Ihrer Einschätzung nach sein?
Bernauer:
Meiner Meinung nach wird die Technologie dafür sorgen, dass Regale sowie Etiketten immer mehr mit den Kunden und Mitarbeitern interagieren.

In Kombination mit KI wird das Regal sozusagen selbstlernend und selbstoptimierend. Durch weitere Sensorik „kennt“ es seine Entnahmen sowie Zugänge und gibt Anweisung zum Auffüllen oder zur Neuanordnung. Inventuren gehören der Vergangenheit an. Das Regal wird sozusagen Bestandteil des IoT. 


Parallel dazu muss die Weiterentwicklung der mobilen Technik und insbesondere der Augmented Reality (AR) berücksichtigt werden. Diese könnte eine Verschiebung der Anzeigen in das jeweilige Anzeigegerät oder sogar die Brille des Kunden bewirken.
 

Auch folgende Frage stellt sich: Werden Kunden künftig über virtuelle Regale bestellen und die Ware innerhalb von Stunden erhalten? Es bleibt spannend. Lösungsanbieter müssen künftig Plattformen anbieten, die Allianzen nutzen und Know-how zusammenbringen. Nur so können Lösungen geliefert werden, die die Veränderungen im Handel unter-
stützen.  

Bildquelle: Bison

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Shipra Kren Mobile Business Unternehmen Lager und Logistik Devices
news-22923 Fri, 17 May 2019 16:30:12 +0200 Tesla-Autopilot für tödlichen Unfall verantwortlich? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/tesla-autopilot-fuer-toedlichen-unfall-verantwortlich-22923/ Ein neuer Unfallbericht legt nahe, dass im Falle des tödlichen Zusammenstoßes das Assistenzsystem des Autos eine tragende Rolle gespiel haben könnte. Der Fall hatte für besondere Aufmerksamkeit gesorgt, weil sich die Umstände aus einem tödlichen Zusammenstoß vor drei Jahren wiederholten: Der Tesla raste unter einen Lastwagen-Anhänger, der die Straße querte. Die Ermittlungsbehörde NTSB hielt in ihrem vorläufigen Bericht zu dem Crash in Florida am 1. März fest, dass der Fahrer die „Autopilot“-Software zehn Sekunden vor dem Unfall eingeschaltet hatte.

In den letzten acht Sekunden vor dem Zusammenstoß seien keine Handbewegungen auf dem Lenkrad registriert worden. Tesla zieht daraus den Schluss, dass der Fahrer sofort nach „Autopilot“-Aktivierung das Steuer losließ. Weder die Software, noch der Fahrer hätten versucht, auszuweichen. Der Tesla Model 3 sei beim Zusammenstoß mit einer Geschwindigkeit von 68 Meilen pro Stunde (gut 109 km/h) gefahren, während auf dem Highway-Abschnitt 55 Meilen pro Stunde (88,5 km/h) erlaubt gewesen seien.

Tesla hatte zu dem Unfall im Jahr 2016 erklärt, möglicherweise habe das „Autopilot“-System die weiße Seite des Anhängers vor dem Hintergrund eines hellen Himmels nicht erkannt oder für ein Autobahn-Schild gehalten.

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

„Autopilot“ ist kein echtes Selbststeuerungssystem, sondern lediglich ein Fahrassistenzsystem. Tesla weist stets darauf hin, dass der Mensch am Steuer immer den Überblick über die Verkehrssituation und die Kontrolle über das Fahrzeug behalten solle. Zugleich bemängelten die NTSB-Experten damals, die Technik habe es zugelassen, dass der Fahrer nicht auf den Verkehr geachtet habe. Tesla verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen und machte es unmöglich, die Hände für eine längere Zeit vom Lenkrad zu nehmen.

Die NTSB (National Transportation Safety Board) untersucht neben Flugzeugabstürzen relevante Unfälle im gesamten Transportwesen der USA und formuliert Empfehlungen. Die Behörde prüft bereits mehrere Tesla-Unfälle.

dpa/pf

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Mobile Business Startseite it-zoom
news-22912 Fri, 17 May 2019 16:00:00 +0200 Neue Konkurrenz aus China http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/neue-konkurrenz-aus-china-22912/ Die Randnotizen der Woche auf einen Blick: Große Ambitionen bei Huawei, mehr Zuspruch für autonomes Fahren, Sicherheitslücke bei Windows und mehr. Huawei fasst Enterprise-Markt ins Auge

Mit einer einem neuen Datenbank-Produkt könnte Huawei bald Unternehmen wie Oracle oder IBM Konkurrenz machen. GaussDB soll nach eigenen Aussagen das Cloud-Angebot des chinesischen Konzerns stärken. Die Bereitstellung der KI-Datenbank erfolge sowohl lokal als auch über die Private- und Public-Cloud. Mit FusionStorage 8.0 wurde zudem zeitgleich ein neuer Distributed-Storage-Dienst vorgestellt.

Studie: Akzeptanz für autonomes Fahren wächst

Laut einer neuen Studie von Capgemini soll der Anteil an Bürgern, die sich in selbstfahrenden Fahrzeugen fortbewegen möchte, in den nächsten fünf Jahren von 25 auf 52 Prozent klettern. In Deutschland liege der Wert aktuell bei gerade mal 17 Prozent. Doch auch hier wird für die kommenden zehn Jahren eine steile Prognose getroffen, nach der bis 2029 rund 62 Prozent auf die neue Technologie setzen würden.

Warnung vor Schwachstelle in alten Windows-Versionen

Microsoft hat eine Warnung herausgegeben, die für Versionen bis Windows 7 bzw. Windows Server 2008 gilt. Über eine Schwachstelle im Remote-Desktop-Protocol-Dienst (RDP) sei es möglich, das betroffene System mit Schadsoftware zu infizieren. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft die Sicherheitslücke als kritisch ein, da das besagte Protokoll bei viele Servern für die Fernwartung genutzt wird. Ein entsprechender Patch wurde veröffentlicht.

Strengere Regeln für Facebook Live

Facebook zieht Konsequenzen aus dem Terroranschlag im neuseeländischen Christchurch, bei dem ein rechtsradikaler Attentäter seinen Angriff auf zwei Moscheen mit der Livestreaming-Funktion des Portals übertragen hat. Demnach sollen Nutzer, die mit einem schwerwiegenden Regelverstoß innerhalb des Netzwerkes aufgefallen sind, die Funktion für einen bestimmten Zeitraum gar nicht erst nutzen können.

Spotify arbeitet an neuem Feature für Künstler

Der Musikstreaming-Dienst soll laut einem Medienbericht an einem neuen Feature arbeiten, über das Künstler in Kontakt mit ihren Fans treten können. „Spotify Storyline” dürfte demnach ähnlich wie Snapchat oder die populären Instagram-Stories funktionieren und über multimediale Einblendungen kleine Details und Hintergrund-Informationen zur abgespielten Musik anbieten.

Bildquelle: Getty Images Plus/iStock

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Philip Fassing Mobile Business Startseite it-zoom Lifestyle
news-22919 Fri, 17 May 2019 13:41:17 +0200 Kostenfallen ausgeschlossen? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/kostenfallen-ausgeschlossen-22919/ Wer sich im Ausland aufhält, kann seit 2017 dank Roam-like-at-Home günstig nach Hause telefonieren. Andersherum gestaltete sich das bisher schwieriger. Gespräche vom Heimatland in ein EU-Land konnten mitunter schnell zur Kostenfalle werden. Diese Tatsache führte bei EU-Bürgern nicht selten zu Missverständnissen und hohen Rechnungen. Um dem einen Riegel vorzuschieben, gilt seit dem 15. Mai 2019 eine neue EU-Verordnung. "Verbraucher, die von ihrem Land aus in ein anderes EU-Land telefonieren, zahlen nun maximal 19 Cent pro Gesprächsminuten und 6 Cent pro SMS, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Regulierung gilt fürs Festnetz und Handy", sagt Alexander Kuch vom Onlineportal teltarif.de. Dass die neue EU-Verordnung in Kraft getreten ist, haben jedoch offenbar nicht alle Provider wahrgenommen. Denn teilweise wurden die Preise erst im Laufe des 15. Mai an die neue Bestimmung angepasst. Zudem existieren bei diversen Anbietern noch Preislisten, die die neue Obergrenze für Auslandstelefonate in EU-Länder nicht berücksichtigen.

Einige Provider nehmen in ihren Preislisten für Auslandstelefonate trotz identischer Leistung eine klare Unterscheidung zwischen Privat- und Geschäftskunden vor. Für Erstere entsprechen die Kosten dort nun exakt dem von der EU erlaubten Maximalpreis. Geschäftskunden, die von der Preisregulierung ausgenommen sind, können eine deutlich höhere Rechnung erhalten, wenn sie von Deutschland aus Geschäftspartner in EU-Ländern anrufen wollen.

"Wer über einen Geschäftskundentarif verfügt, sollte daher vorsichtig sein und im Zweifelsfall lieber prüfen, welche Preise sein Anbieter für Auslandsgespräche berechnet", rät Kuch. Nach wie vor nutzen Verbraucher mit einem Festnetzanschluss der Telekom Call by Call (CbC), um günstig ins Ausland zu telefonieren. Würden die CbC-Anbieter ihre Preise nicht entsprechend der Regulierung anpassen, könnte ein per CbC geführtes Telefonat teurer sein als der von der EU regulierte Preis. Damit dies nicht passiert, gelten laut Bundesnetzagentur die Vorschriften auch für CbC-Anbieter. Allerdings scheint dieser Sachverhalt noch nicht überall angekommen zu sein. Denn einige Anbieter haben die Preisdeckelung bisher nicht vorgenommen. Kuch empfiehlt: "Bei Auslandstelefonaten kann vorab ein Blick in den Call-by-Call-Tarifvergleich von teltarif.de nicht schaden. Nutzer sollten auf das Gesprächsziel achten und beim Anruf genau auf die verpflichtende Tarifansage hören. Entspricht der Preis nicht den EU-Vorgaben, sollte das Telefonat sofort beendet werden, um eine böse Überraschung in Form einer hohen Rechnung zu vermeiden."

Es sei, so Kuch, begrüßenswert, dass deutsche Festnetz- und Handy-Provider keine überteuerten Preise für Telefonate in EU-Länder berechnen dürfen. Insbesondere Anrufe auf ausländischen Handynummern konnten bisher ins Geld gehen. "Es gibt aber zahlreiche Anbieter zum Telefonieren über VoIP, Callback, Callthrough oder Provider für Roaming-SIM-Karten, die ihren Sitz außerhalb der EU haben", räumt er ein. "Und da wird es für EU-Behörden wohl kaum möglich sein, zu kontrollieren, ob diese sich an die tariflichen EU-Obergrenzen halten oder nicht. Hier müssen Verbraucher weiterhin aufmerksam sein und die Preisliste genau studieren."

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news-22905 Thu, 16 May 2019 13:17:22 +0200 Messenger: Terrorabwehr trotz Verschlüssung? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/messenger-terrorabwehr-trotz-verschluessung-22905/ Mark Zuckerberg kündigte an, in Zukunft auch die Kommunikation über den Facebook-Messenger verschlüsseln zu wollen. Stan Chudnovsky, der Chef des Dienstes betont, dass durch den Umbau immer noch angemessen auf Inhalte wie Hassrede oder Terrorpropaganda reagiert werden könne. Man werde sich dafür stärker auf Hinweise der Nutzer verlassen müssen - so wie das heute schon bei Facebooks zweitem Chatdienst Whatsapp der Fall sei, sagte Stan Chudnovsky der dpa. „Es ist eine andere Vorgehensweise, aber es ist nicht unmöglich.“ Facebook habe aber noch Lernbedarf: „Wir müssen herausfinden, wir genau wir das machen werden.“

Deshalb wolle Facebook sich jetzt zu dem Thema zunächst mit Regierungsbehörden, Datenschützern und Sicherheitsexperten beraten, bevor die Marschrichtung festgelegt wird. Diese Gespräche dürften noch bis Ende des Jahres andauern. „Das ist neu für uns, das ist nicht, wie wir sonst vorgehen. Vor nicht so langer Zeit hätten wir einfach etwas entwickelt und angekündigt“, sagte Chudnovsky. „Jetzt sagen wir: Wir haben nicht für alles Antworten, aber wir haben eine Vorstellung davon, in welche Richtung wir gehen wollen und die ganze Welt sich entwickelt. Helft uns, den richtigen Weg zu finden.“

Bei der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind Inhalte von Kommunikation grundsätzlich nur für Absender und Empfänger im Klartext sichtbar. Auch Facebook hätte keinen Zugriff darauf. Damit können verbotene oder problematische Beiträge auch nicht mit Hilfe der Analyse von Inhalten durch Software aufgespürt werden. „Wenn aber Nutzer uns Nachrichten mit einem Screenshot melden, haben wir Zugang zum Inhalt“, sagte Chudnovsky. Zusammen mit der Auswertung von Metadaten - also zum Beispiel, wer wann mit wem kommunizierte - könne man darauf ein gut funktionierendes System aufbauen. Mit der Einschränkung, dass in Zukunft eventuell auch Metadaten nur über beschränkte Zeiträume gespeichert werden.

Whatsapp war zuletzt in die Kritik geraten, weil über die App in Indien Propaganda und falsche Informationen verbreitet worden waren. Um dagegen anzukämpfen, schränkte der Chat-Dienst unter anderem die Möglichkeiten zum Weiterleiten von Whatsapp-Nachrichten ein.

Reaktion auf Kritik

Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg hatte angekündigt, dass die technische Infrastruktur hinter Whatsapp und Messenger zusammengelegt werden sollen und das Online-Netzwerk insgesamt stärker auf verschlüsselte private Kommunikation ausgerichtet werde. Dem gegenüber stehen Forderungen, Facebook müsse gezwungen werden, seine Zukäufe Whatsapp und Instagram wieder abzustoßen.

Bislang ist völlig unklar, wie eine technische Lösung aussieht, mit der die unterschiedlich funktionierenden Systeme hinter den beiden Chat-Diensten ohne einen Eingriff in ihre jeweiligen Funktionsweisen miteinander verknüpft werden sollen. Beim Messenger melden sich die Nutzer mit ihrem Facebook-Profil an, bei Whatsapp mit der Telefonnummer. Facebook erlaubt ein Login auf mehreren Geräten, Whatsapp dagegen kann nur auf einem Mobiltelefon betrieben werden. Und während die Messenger-Nachrichten auf Facebooks Servern gespeichert werden, liegen sie bei Whatsapp nur auf den Geräten der Nutzer, wenn kein Backup gemacht wird.

Chudnovsky betonte, dass beim Messenger der Inhalt der Nachrichten nie zur Personalisierung von Werbung ausgewertet worden sei. „Das war für uns immer tabu.“ Facebook habe lediglich Inhalte an Behörden auf richterliche Anordnung herausgegeben. „In diesem Sinne war der Messenger auch schon vorher privat, auch wenn er bisher nicht standardmäßig Ende-zu-Ende verschlüsselt ist.“ Bereits beschlossen ist, dass beim Messenger der „Signal“-Verschlüsselungsprotokoll zum Einsatz kommen wird, auf den bereits WhatsApp setzt. Während WhatsApp grundsätzlich Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat, können Messenger-Nutzer sie aktuell in einem sicheren Modus für vertrauliche Informationen zuschalten.

dpa/pf

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news-22904 Thu, 16 May 2019 08:58:50 +0200 App der Woche: Next Plug http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/app-der-woche-next-plug-22904/ Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos ist trotz spürbarer Fortschritte immer noch unübersichtlich. Mit Next Plug finden E-Mobility-Enthusiasten trotzdem zur nächsten Ladesäule. System
Android

Preis
Kostenlos

Kategorie
E-Mobilität/Kartendienst

Praktisch für...
... Menschen, die häufig mit einem elektrisch betriebenen Auto unterwegs sind und einen Tipps für die entsprechenden Lademöglichkeiten in ihrer Umgebung benötigen.

Besonders, weil...
... weil die App nicht aus einem amtlichen Entwicklerstudio stammt, sondern als Hobby eines Ingenieurs gestartet ist, der vor allem aufgrund seiner eigenen Erfahrung als Fahrer eines Elektroautos nach einem passenden Dienst suchte. Die Anwendung wird seit 2017 kontinuierlich und unter Berücksichtigung des Community-Feedbacks weiterentwickelt und um neue Features ergänzt.

Über die vielseitigen Filtermöglichkeiten können Nutzer gezielt nach Parametern wie Ladeleistung, Steckertyp oder Kosten suchen. Zu den Stationen sind zudem zahlreiche Informationen vorhanden, die oft weit über die Standardangaben hinaus gehen. Störungsmeldungen können zudem verhindern, dass man eine Ladesäule vergeblich ansteuert.

Alternativen
Nextcharge, Chargemap

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news-22901 Wed, 15 May 2019 15:28:05 +0200 Oneplus: Neue Smartphone Serie http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/oneplus-neue-smartphone-serie-22901/ Oneplus hat seine neue Premium-Flaggschiff-Reihe, die 7er Serie, vorgestellt. Die neuen Modell sollen die Nutzererfahrung in Bezug auf Display, Kamera und Leistung verbessern, während die Ausführung „Pro 5G“ zusätzlich durch hohe Geschwindigkeiten punkten will. Die kabellosen Ohrhörer Bullets Wireless 2 sollen dem Hersteller zufolge eine größere Klangbühne und zehn Stunden Musik mit nur zehn Minuten Ladezeit bieten. Das Modell 7 Pro soll über ein 90 Hz-Display verfügen, so dass der Bildschirm 90 Mal pro Sekunde aktualisiert wird. Durch ein Seitenverhältnis von 19,5 zu 9 soll das Fluid-Amoled-Display sich auch für Gaming und Filmeschauen eignen und mit 516 Pixel pro Zoll und 4,49 Millionen Pixeln für eine hohe Detailauflösung sorgen. Außerdem soll das 6,67-Zoll-Display mit gekrümmten Glas das Gefühl von Immersion erzeugen.

Daneben verfügt über es ein Kamera-Setup, das Ergebnisse für Szenarien von Weitwinkel bis hin zum Portät bieten soll. Angetrieben von dem neuen Ultrahhot-Algorithmus biete es eine natürliche Farbwiedergabe mit scharfen Bildern in vielen Situationen – z.B. schlechte Lichtverhältniss.

Die rückseitigen Kameras des Pro verfügen über einen 48 Megapixel-Sensor mit optischer Bildstabilisierung, ein 78-mm-Teleobjektiv mit einer Blende von 1:2,4 und einer Pixelgröße von 1 µm, das optisch stabilisiert wird sowie einen 117° Ultraweitwinkelsensor mit 16 Megapixel und einer Blende von 1:2,2.

Ein dreipoliges Autofokussystem verwendet PDAF, CAF und Laserfokus, um bei Tageslicht sowie bei schlechten Lichtverhältnissen gute Bilder zu schaffen. Die neue Kamera verfüge über den Nightscape-Modus und dadurch über eine insgesamt verbesserte Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen.

Saphirglas soll die nach vorne gerichtete Kamera schützen. Der Mechanismus der Frontkamera sei laut Anbieter über 300.000 Mal getestet worden. Das bedeutet, dass er über fünf Jahre lang täglich 150 Mal geöffnet und geschlossen werden könne.  Das Entsperren des Displays werde durch einen größeren Kamerasensor und neue Algorithmen beschleunigt, wodurch die Entsperrzeit auf 0,21 Sekunden gesenkt wird.

Bild: OnePlus

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news-22891 Wed, 15 May 2019 09:50:34 +0200 Mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/mehr-zeit-fuer-die-schoenen-dinge-des-lebens-22891/ Im Interview wirft Andreas Wahlich, General Manager Europe von Ecovacs Robotics, einen Blick auf den Smart-Home-Markt in Deutschland und erläutert, was intelligente Reinigungslösungen anno 2019 leisten müssen, um auch skeptische Anwender zu überzeugen. Herr Wahlich, welche Themen standen vor wenigen Wochen auf der CES 2019 im Fokus?
Andreas Wahlich:
Wie immer standen die großen Zukunftsvisionen im Rampenlicht: vom selbstfahrenden Auto bis hin zum ausrollbaren Fernseher. Aber natürlich hatten auch ganz handfeste Smart-Home-Lösungen für alle Lebensbereiche auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) einen wichtigen Stellenwert. Egal, um welche Anwendungsbereiche es letztlich geht – eines haben sie fast alle gemeinsam: Sie werden dank immer ausgereifterer Smart-Home-Betriebssysteme immer einfacher anwendbar. Das spielt uns natürlich in die Karten, denn gerade für Produkte im Bereich „Haushaltsrobotik“ sind einfache Anwendungen und eine für unsere Kunden gut nutzbare Infrastruktur entscheidend.

Welchen Stellenwert besitzt in Ihren Augen das Thema „Smart Home“ im europaweiten Vergleich?
Wahlich:
Im europäischen Vergleich gibt es noch sehr große Unterschiede in der Ausstattung der Haushalte. Die nordischen Länder sind aktuell schon etwas weiter als wir in Deutschland, wenn man sich den gesamten Smart-Home-Bereich anschaut. In Dänemark gibt es bereits etwa 18 Prozent smarte Haushalte, in Deutschland sind wir aktuell bei ca. 12 Prozent, während Frankreich, Spanien und Italien noch einstellig sind. Für 2019 liegt die Prognose der Haushaltsdurchdringung laut Statista allein für Deutschland bei knapp 20 Prozent, bis 2023 bei knapp 35 Prozent. Das zeigt: Smart Home hat ein riesiges Potential!

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.


Wie groß ist das Interesse konkret in Deutschland an entsprechenden Lösungen? Wer ist hier die Zielgruppe?
Wahlich:
In Deutschland besaßen laut Statista Ende 2017 rund 14,2 Prozent einen Staubsaugerroboter (die natürlich noch nicht alle in smarte Anwendungen eingebunden sind), während fast jeder zweite Interesse an einem Gerät hat. Das zeigt auch hier ein enormes Potential – und die Weiterentwicklung immer nutzerfreundlicherer und smarter Geräte lässt das Interesse natürlich weiterwachsen.

Moderne Haushaltsroboter sind einfach zu bedienen. Eine gewisse Technikaffinität ist hier zwar hilfreich, aber längst nicht mehr unbedingt notwendig. Deshalb ist die Zielgruppe eine sehr breite: Unsere Produkte richten sich an alle, die sich mit der Reinigung des Haushalts beschäftigen bzw. an all diejenigen, die so wenig wie möglich mit der Haushaltsreinigung zu tun haben wollen und die gewonnene Zeit lieber anderweitig nutzen. Hinzu kommen auch speziellere Anwendungen: Staubsaugerroboter werden z.B. sehr gerne von Haustierbesitzern genutzt. Unsere Produkte sind zudem für die besonderen Anforderungen von Allergikern geeignet, etwa weil der Putzvorgang stattfinden kann, während man gar nicht zu Hause ist.

Was müssen intelligente Reinigungslösungen anno 2019 leisten können, um sich am Markt gegen die Konkurrenz durchzusetzen? Was erwarten die Nutzer von solchen Lösungen?
Wahlich:
Die Kunden erwarten die Lösung ihrer Herausforderungen in der Bodenreinigung – und das smart, selbstständig, unauffällig, möglichst vollumfänglich, effizient, einfach in der Handhabung und technisch einwandfrei. Mit innovativen Reinigungslösungen ermöglicht man Kunden mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Wir sind davon überzeugt: Je weniger sich Nutzer mit der Bodenreinigung auseinandersetzen müssen, desto erfolgreicher sind die Produkte.

An welchen Stellen hakt es oftmals noch bei intelligenten Reinigungsrobotern?
Wahlich:
Die natürlichen Feinde eines Staubsaugerroboters sind Dinge wie Kabel, Socken, Legosteine und ähnliches. Deshalb muss alles, was nicht aufgesaugt werden soll, vorher beiseite geräumt werden. Das stellt für einige Menschen noch eine technologische Barriere dar. Genau hier haben wir aber mit der KI-Technologie eine Lösung gefunden.

Dann gibt es noch ein paar weitere Herausforderungen, mit denen sich die Produktentwicklung beschäftigt: Die Kartierung von mehreren Etagen ist nach wie vor in der Entwicklung. Beim Thema „größere Leistung“ z.B. auf Teppichen müssen wir immer wieder Kompromisse eingehen. Eine höhere Leistung ist kein Problem, beeinflusst aber u.a. die Akkuleistung, Laustärke und Gerätegröße. Es gibt also immer Verbesserungspotential.

Inwieweit lassen sich Haushaltsroboter denn mit Künstlicher Intelligenz (KI) versehen?
Wahlich:
Wir haben eigens dafür eine KI-Technologie entwickelt: Artificial Intelligence and Visual Interpretation, kurz AIVI. Ausgestattet mit einer Kamerasensorik erfasst das Modul laufend, welche Hindernisse im Weg stehen, und trifft dann die Entscheidung: Die Socke nicht einsaugen, die Vase nicht anfahren und die Katze möglichst großräumig umfahren. Diese Technologie wird im Deebot Ozmo 960 in diesem Jahr auf den deutschen Markt kommen.

Wie intelligent ist der Saugroboter?
Wahlich:
Er ist unser fortschrittlichstes Produkt und mit eben dieser neuen KI-Technologie ausgestattet. Mithilfe dieser Künstlichen Intelligenz erkennt der Saugroboter nicht nur einfach seine Umgebung, um einen Putzplan zu erstellen, sondern nimmt viele Hindernisse wie Kabel oder Socken wahr, um diesen effizient ausweichen. Für die Nutzer entfällt so das lästige Aufräumen vor dem Saugrobotereinsatz.
Bislang beherrscht AIVI etwa 500 Objekte und lernt ständig dazu. Im Laufe des Jahres werden immer mehr Fremdkörper und Hürden zum Portfolio ergänzt, Nutzer sparen Zeit und Energie.

Wie verhält es sich mit dem Datenschutz bzw. der Datensicherheit, wenn smarte Technologien wie Haushaltsroboter so viele Daten (darunter ggf. auch Bilder) sammeln und dann auch noch via Google Home, Amazon Echo oder per App gesteuert werden können?
Wahlich:
Alle Daten, die unsere KI erhebt, unterliegen selbstverständlich europäischen Datenschutzrichtlinien. Bilder werden nicht gespeichert oder an Dritte übertragen. Auf freiwilliger Basis können Nutzer ihre Daten aber mit uns teilen, um den Lernprozess bzw. die Entwicklung der Technologie zu unterstützen.

Wie lassen sich intelligente Smart-Home-Lösungen skeptischen Anwendern näherbringen?
Wahlich:
Die Entwicklung der Produkte geht immer weiter. Unsere Produkte sind heute beispielsweise schon um ein Vielfaches eigenständiger und effizienter als noch vor zwei oder drei Jahren. Je mehr sich die Reinigungsroboter durchsetzen, umso besser werden sie, weil wir auch vom Feedback der Kunden lernen. Außerdem legen wir, wie gesagt, großen Wert auf Datenschutz.

Welche strategischen Ziele hat sich Ecovacs Robotics für dieses Jahr im Rahmen von Smart-Home-Konzepten gesetzt?
Wahlich:
Ein wichtiges Ziel ist für uns die perfekte Integration unserer Saugroboter in die drei gängigen Smart-Home-Konzepte: Alexa, Google und Apple. Zudem wollen wir noch mehr Möglichkeiten der Sprachsteuerung nutzen. Wir arbeiten daran, den Saugroboter per Sprachbefehl in verschiedene ausgewählte Räume fahren zu lassen.

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom Lifestyle Smart Home
news-22893 Wed, 15 May 2019 09:33:26 +0200 Erstmals mehr mobile Telefonate als im Festnetz http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/erstmals-mehr-mobile-telefonate-als-im-festnetz-22893/ Das klassische Festnetztelefon spielt in Unternehmen nach wie vor eine alltägliche Rolle. Trotzdem wurde laut der Bundesnetzagentur im letzten Jahr erstmals mehr mit dem Smartphone telefoniert. Rund 119 Milliarden abgehende Gesprächsminuten zählte die Behörde für 2018 im Mobilfunk. Im Festnetz gab es nur noch 107 Milliarden Gesprächsminuten. Zum Vergleich: Vier Jahre zuvor hatten die Menschen in Deutschland noch mehr als 150 Milliarden Minuten von festen Anschlüssen telefoniert.

Seit dem Wegfall der Roaming-Gebühren in der EU greifen auch Urlauber häufiger zum Smartphone für den Anruf in der Heimat. Das mit deutschen Mobilfunkverträgen im Ausland genutzte Datenvolumen stieg 2018 auf rund 66,4 Millionen Gigabyte, das ist fast doppelt so viel wie 2017.

Bei Telefonaten aus dem EU-Ausland betrug das Plus 14 Prozent auf etwa 2,9 Milliarden Gesprächsminuten, wie es im Jahresbericht der Bundesnetzagentur heißt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Roaming-Gebühren, die Telefonieren und Surfen im Internet teuer gemacht hatten, waren zum 15. Juni 2017 entfallen.

SMS wird nur noch selten genutzt

Nachrichten per SMS werden in Zeiten von Whatsapp und anderen Messengerdiensten deutlich weniger verschickt. Im Durchschnitt sind es pro SIM-Karte nur noch fünf Kurzmitteilungen im Monat. Insgesamt tippten die Handybesitzer im vergangenen Jahr 8,9 Milliarden Mitteilungen, fast 14 Prozent weniger als 2017. Auf dem Höhepunkt der SMS-Ära im Jahr 2012 waren es noch fast 60 Milliarden.

Weiter zugenommen hat der Bestand an SIM-Karten, über die ein Mobiltelefon ins Netz kommt. Ende 2018 gab es in Deutschland 137 Millionen dieser Chipkarten, zwei Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Statistisch entfallen damit auf jeden Einwohner 1,7 Karten. Viele dieser Karten werden allerdings nicht regelmäßig genutzt, sondern stecken in Zweit- oder Drittgeräten.

Die Zahlen der Netzagentur zeigen auch, dass in Fabriken und Werkstätten das Internet immer wichtiger wird. Ende 2018 wurden demnach 23,1 Millionen SIM-Karten für die Datenkommunikation zwischen Maschinen eingesetzt. Das waren 5,5 Millionen Karten mehr als ein Jahr zuvor.

dpa/pf

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news-22880 Tue, 14 May 2019 13:55:49 +0200 Kommt nun der Falt-PC? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/kommt-nun-der-falt-pc-22880/ Als Teil der Thinkpad-X1-Familie hat Lenovo nun als weltweit erstes Unternehmen einen faltbaren PC vorgestellt. Das neue Gerät sei für mobile, technisch versierte Nutzer entwickelt worden und gehöre zum Premiumsegment des Herstellers. Er stehe damit für eine Portabilität, die die Produktivität und Zuverlässigkeit in keiner Weise beeinträchtigen soll. Das Gerät sei weder ein Telefon, noch ein Tablet oder Hybrid; laut Unternehmen wurde es als vollwertiger Laptop mit einem faltbaren Bildschirm konzipiert. Die Remote-Arbeit hat von 2008 bis 2016 um 140 Prozent zugenommen und immer mehr Mitarbeiter arbeiten auch von unterwegs an dringenden Projekten. Die meisten Anwender wollen daher auch unterwegs einen großen, komfortablen Bildschirm nutzen, aber Reisen und Pendeln können dies unangenehm oder unmöglich machen. In der Vergangenheit verlangte ein 13,3-Zoll-Bildschirm einen ebenso großen Laptop. Das Oled-2K-Display hingegen, das in Zusammenarbeit mit LG-Display entwickelt wurde, lasse sich durch Falten um 50 Prozent in der Breite verkleinern. Das faltbare Thinkpad, das mit Intel und Windows betrieben wird, könne sich dadurch den Nutzungsgewohnheiten anpassen lassen:

So lasse es sich, als Buch zusammengefaltet, zum Lesen oder für Social-Media-Aktivitäten nutzen. Im Büro integriere sich das Pad in die Multi-Monitor-Konfiguration, während sich bei Meetings mit dem Stift Notizen machen ließen. In Verbindung mit einer mechanischen Tastatur lassen sich längere Texte und Emails schreiben. Im komplett geöffneten Zustand lassen sich schließlich die Serien und Filme streamen.

Produktdetails sollen bis zur Verfügbarkeit im Jahr 2020 bekannt gegeben werden.

Visualisierung des Geschäftspotenzials von AR/VR

Außerdem stellt Lenovo derzeit neue PCs sowie Lösungen aus den Bereichen Augmented Reality, Internet der Dinge und Security vor. „Thinkreality" ist z.B. eine neu eingeführte Marke, die Unternehmen einen lösungsorientierten Ansatz bieten soll, der sowohl Software als auch Hardware umfasst. Sie wurde entwickelt, um Unternehmensmitarbeitern bei der Nutzung von AR-Anwendungen zu helfen, um Unterstützung zu erhalten, Reparaturzeiten zu verkürzen, Fehler zu vermeiden, komplexe Arbeitsabläufe zu rationalisieren, die Qualität der Schulungen zu verbessern, zusammenzuarbeiten und Geld zu sparen.

Die Plattform soll es Anwendern ermöglichen, digitale 3D-Informationen in der realen Welt zu erfassen, zu interagieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten, um ihr Kontextbewusstsein und ihre Effizienz zu verbessern. Die Plattform ist geräte- und cloudunabhängig, was es Unternehmenskunden vereinfachen könnte, AR- und VR-Softwareanwendungen über mehrere Betriebssysteme, Cloud-Services und Geräte hinweg einzusetzen und zu verwalten.

Das erste Gerät in diesem Lösungsportfolio, das A6, ist ein freihändig zu bedienendes, mobiles Headset, mit dem AR-Lösungen für Unternehmen bereitgestellt werden können, die die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern möchten. Mit einem Gewicht von 380g und einem diagonalen Sichtfeld von 40 Grad bei einer Auflösung von 1080p pro Auge soll das A6 eines der leichtesten AR-Headsets seiner Klasse sein.

End-to-End IoT Lösungen

Das Portfolio von „ThinkIoT“ umfasse Edge-Computing-Geräte wie „Tiny“ oder das neue „Nano IoT“, den EPC300 sowie eine Reihe von Sensoren, darunter smarte Kameras, bewegungsabhängige Beleuchtung, maschinelle Kassen sowie Gesichtserkennungsgeräte, die in der Lage sind, Informationen schnell zu erfassen und zu übermitteln, um Entscheidungen vor Ort, im Lager oder im Ausstellungsraum zu treffen.

Von der Beratung und dem Geräteeinsatz über die Weiterbildung der Mitarbeiter bis hin zur Ermöglichung prädiktiver Analysen sollen die komplexen Zusammenhänge von Diensten, Software und Geräten von den Lösungsarchitekten zusammengestellt werden, um die Geschäftsergebnisse für Unternehmenskunden zu verbessern. Das könnte beispielsweise einem Arzt ermögluchen,mit AR-Brille Röntgenbilder in der Cloud zu betrachten, oder einem Lagermitarbeiter durch einen leistungsstarken Kamerasensor unterstützt zu werden, der innerhalb von 200 Millisekunden nach der Aufnahme über einen QR-Code auf dem Aufkleber eines Paketes feststellen kann, ob es sich auf der richtigen Palette befindet.

Für den Einzelhandel ist der Prototyp eines automatisierten Kassensystems interessant, das derzeit als Pilotprojekt auf dem Lenovo-Campus in Peking getestet wird. Ladenbesitzer, die lange Warteschlangen abbauen und Preisfehlern vorbeugen wollen, könnten demnach bald die Objekterkennungstechnologie an der Selbstzahlerkasse einsetzen. Mit integrierter Kamera, Prozessor und Sensoren ermögliche diese intelligente Einzelhandelslösung den Käufern, alle ihre Artikel auf einmal zu scannen, ohne einzelne Barcodes erfassen zu müssen, und sie wiegt die Einkäufe, um den Lieferanten Feedback zu geben, und ermöglicht ein virtuelles Wallet Payment Gateway.

Außerdem führt der chinesische Hardware-Hersteller eine neue Marke für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) namens „Thinkbook“ ein. Die Reihe ultraflacher Laptops soll dazu beitragen, Geschäftsleute zu unterstützen. Die Serie sei für Unternehmen entwickelt worden, die Verbraucher-Laptops auch aus Design- und Kostengründen kaufen, aber nicht mehr auf erweiterte Serviceleistungen und Garantien verzichten wollen.

Bild: Lenovo

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news-22872 Mon, 13 May 2019 19:10:44 +0200 Apple aktualisiert TV-App http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/apple-aktualisiert-tv-app-22872/ Der eigene Videostreaming-Dienst steht in den Startlöchern, nun hat Apple ein großes Update für seine TV-App veröffentlicht. Der neue Anstrich soll die Anwendung für Nutzer attraktiver machen. Neu in der am Montag eingeführten Version sind unter anderem personalisierte Empfehlungen sowie die Möglichkeit, direkt in der TV-App auf Filme und Serien aus Apples iTunes-Plattform zuzugreifen. Außerdem enthält die App jetzt neue Bereiche für TV-Channels anderer Anbieter sowie für Kinder-Inhalte.

Mit dem Umbau vertieft Apple die Anstrengungen, die TV-App für seine Kunden zu einer zentralen Anlaufstelle beim Video-Konsum zu machen. Bereits jetzt können sie in der Anwendung unter anderem nächste Serien-Folgen aus verknüpften Videodiensten wie Amazon Prime oder Sky Ticket anzeigen lassen. Zum Ansehen der ausgewählten Inhalte wird man dann in die App des jeweiligen Anbieters weitergeleitet. Das wird sich auch mit der neuen Version von Apples TV-Anwendung nicht ändern. Die nun hinzugefügten Channels laufen hingegen direkt in der TV-App.

In Deutschland startet Apples TV-App zunächst mit nur einem solchen Kanal: „Starzplay“, der nach einer Gratis-Testzeit von zwei Wochen 4,99 Euro im Monat kostet. Weitere sollen folgen. In den USA gehören zum Channel-Angebot zum Beispiel auch HBO und Showtime. In Deutschland bietet bisher unter anderem Amazon bereits Kunden seines Abo-Dienstes Prime eine breite Channel-Auswahl.

Apple bringt die neue Version der App nun auch wie angekündigt auf aktuelle vernetzte Fernseher von Samsung. Anders als in der TV-App auf Apple-Geräten wird man dort allerdings keine Inhalte aus anderen Streaming-Anwendungen wie Amazon Prime und Sky Ticket angezeigt bekommen. In diesem Jahr wird man auch Inhalte aus der TV-App auf Apple-Geräten auf Sony-Fernseher übertragen können, wie der Konzern am Montag ankündigte.

Streaming-Dienst folgt im Herbst

In der TV-App wird auch Apples eigenes Videostreaming-Angebot Apple TV+ verfügbar sein, dessen Start für den Herbst angekündigt wurde. Der Konzern verpflichtete für die Serien und Filme Hollywood-Starts wie Jennifer Aniston und Reese Witherspoon unter den Produzenten sind Filmemacher wie Steven Spielberg und J.J. Abrams. Zu Preisen und Geschäftsmodell äußerte sich Apple bei der ersten Vorstellung im März zunächst nicht.

Für Apple ist die TV-Anwendung ein zentraler Teil der Vision des Konzerns für die Zukunft des Fernsehens. Sie soll das Verbindungsglied zwischen Apps verschiedener Anbieter sein. Dem iPhone-Konzern gelang es bisher allerdings nicht, den Streaming-Platzhirsch Netflix sowie die großen US-Senderketten auf die Plattform zu bringen. Laut Medienberichten gibt es unter anderem Differenzen darüber, welche Daten die Anbieter von Apple bekommen können.

Datenschutz-Einschränkungen gibt es jetzt auch bei der Personalisierung der Vorschläge in der neuen TV-App. So basieren die Empfehlungen lediglich auf Informationen zum Sehverhalten über die Apple-Plattform - Sendungen, die man anderswo angeschaut hat, werden nicht berücksichtigt.

dpa/pf

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news-22859 Mon, 13 May 2019 08:30:00 +0200 Elektro-Scooter am Schwabinger Tor http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/elektro-scooter-am-schwabinger-tor-22859/ Noch vor der voraussichtlich im Mai erfolgenden deutsch-landweiten Freigabe von E-Scootern hat das Münchner Stadtquartier Schwabinger Tor in Zusammenarbeit mit dem E-Scooter-Anbieter Hive ein Pilotprojekt gestartet.

Bewohner, Beschäftigte und Hotelmitarbeiter können hierbei mit Hive-Elektrorollern sowie dem BMW X2City über das rund 500 m lange und fast komplett autofreie Areal düsen. Reserviert und gestartet werden diese über die dazugehörige App. Das Elektro-Scooter-Start-up wird vom Mobilitäts-Joint-Venture von BMW und Daimler unterstützt und ist hier Teil des Ride-Hailing-Bereichs Free Now, zu dem u.a. auch Mytaxi gehört.

Im Jahr 2019, das mit der Zulassung von motorisierten Elektrokleinstfahrzeugen einen Umbruch in der innerstädtischen Individualmobilität einläuten wird, will sich die Jost-Hurler-Gruppe damit als Vordenker für alternative Mobilitätslösungen in der Immobilienbranche positionieren. Bereits vor zwei Jahren hatte das Unternehmen ein quartierseigenes Carsharing am Schwabinger Tor etabliert. Heute zeigt sich Geschäftsführer Roland Wüst erfreut darüber, auch für den kommenden Boom der E-Scooter eine Verankerung im Quartier gefunden zu haben. „Städte wie Lissabon und Tel Aviv haben gezeigt, wie erfolgreich neue E-Mobilität mit Scootern umgesetzt werden kann. Wir sind überzeugt, dass sich dieser Erfolg auch in München fortsetzen wird und freuen uns, durch die Kooperation mit Hive Türöffner für diese neue Technologie sein zu können.“

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Am 11. April startete die Pilotphase mit 30 Rollern, die an fünf Hotspots im Quartier zu finden sind. Das Mindestalter für das Fahren im Pilotprojekt, wie auch später im Straßenverkehr, beträgt 14 Jahre. Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen sind, sollen die bis zu 20 km/h schnellen Roller auch außerhalb des Quartiers gefahren werden dürfen.

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news-22852 Fri, 10 May 2019 10:51:00 +0200 Raubzug im großen Stil http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/raubzug-im-grossen-stil-22852/ Die Randnotizen der Woche auf einen Blick: Hacker stehlen Millionen von Kryptobörse, VW bereitet sich auf E-Scooter-Sharing vor, EU untersucht App-Store-Modell und mehr. Kryptobörse verliert fast 40 Millionen Euro an Hacker

Cyberkriminelle konnten diese Woche Bitcoins im Wert von fast 40 Millionen Euro von der Kryptobörse Binance erbeuten. Die weltweit größte Handelsplattform für Kryptowährung hat den Vorfall am vergangenen Dienstag bekannt gegeben. Demnach sollen die Angreifer u.a. mit Phishing an zahlreiche API-Schlüssel und Authentifizierung-Codes gelangt sein. Von dem Raubzug seien allerdings lediglich die Hot Wallets betroffen, welche laut Binance etwa zwei Prozent der gesamten Bitcoin-Bestände ausmachen würden.

VW steigt beim E-Scooter-Sharing ein

Wie das Handelsblatt berichtet, will auch VW in Kürze bei der Vermietung von elektronisch betriebenen Tretrollern mitmischen. Dafür soll sich der Konzern laut der „Welt” zufolge mit dem chinesischen Start-up NIU zusammengetan haben. VW hat mit „We Share” bereits im vergangenen Jahr eine entsprechende Dachmarke aufgezogen. Die Freigabe der Tretroller für den Straßenverkehr wird am 17. Mai erwartet, wenn der Bundesrat über eine entsprechende Verordnung des Verkehrsministeriums entscheiden muss.  

EU wird im Streit zwischen Apple und Spotify tätig

Die EU-Kommission soll sich demnächst genauer mit dem Geschäftsmodell hinter Apples App-Store auseinandersetzen. Das berichtet die Financial Times. Die Kommission reagiert demnach auf eine Beschwerde von Spotify-Chef Daniel Ek. Der hatte dem Konzern im vergangenen März vorgeworfen, durch unfaire Abgaben für Drittanbieter einen fairen Wettbewerb zu unterbinden.

Deutsche geben Milliarden für Spiele-Apps aus

Der Branchenverband Game hat Zahlen zur Nutzung von mobilen Spieleangeboten ausgewertet. Demnach hätten Deutsche im Jahr 2018 rund 1,5 Milliarden Euro für Gaming-Apps ausgegeben. Das stelle im direkten Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 31 Prozent dar. Für diese Entwicklung sollen nach wie vor Titel mit In-App-Käufen verantwortlich sein. Das Durchschnittsalter der Mobile-Gamer beträgt laut der Untersuchung 36,1 Jahre.

Studie: Viele Verbraucher würden persönliche Daten verkaufen

Laut einer Studie des Sicherheitsanbieters Kaspersky Lab wären vier von zehn Deutschen prinzipiell dazu bereit, ihre persönlichen Daten zu verkaufen – inklusive privater Nachrichten und Fotos. Nur 18 Prozent der Befragten würde dafür mehr als eine Millionen US-Dollar verlangen. Jeder Dritte (36 Prozent) glaubt ohnehin nicht mehr daran, dass die Privatsphäre im Internet vollständig geschützt werden könne.

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news-22850 Fri, 10 May 2019 09:54:12 +0200 Neuer Kurs beim Datenschutz? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/neuer-kurs-beim-datenschutz-22850/ Nach Facebook stellt nun auch Google die Privatsphäre seiner Nutzer in den Mittelpunkt der eigenen Unternehmenskommunikation. Dabei mag es sich in erster Linie um Marketing handeln, Verbraucher könnten dennoch davon profitieren. Als Google am vergangenen Dienstag im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz I/O eine Reihe neuer Datenschutz-Funktionen für seine Produkte vorstellte, dürften nicht nur die Vertreter der Konkurrenz die Stirn gerunzelt haben. Ausgerechnet der Konzern, der längst zum Synonym für den intransparenten Umgang mit privaten Daten geworden ist, setzt den wolkigen Datenschutzversprechen der Konkurrenz nonchalant ganz konkrete Features entgegen.

So soll es den Entwicklern von Google etwa gelungen sein, die Software für Sprachassistenten von 100 Gigabyte auf 500 Megabyte zu komprimieren und diese so lokal auf den Smartphones zu installieren. Das soll unter anderem zur Folge haben, dass viele Anfragen gar nicht mehr ins Netz geschickt und auf externen Servern gespeichert werden müssen, sondern direkt auf dem Gerät verarbeitet werden können. Darüber hinaus verkündete der Konzern einen Inkognito-Modus für seinen Kartendienst Google Maps sowie einen besseren Tracking-Schutz für Nutzer des Google Chrome-Browsers.

Zwischen Wettbewerbsdruck und Nebelkerzen

Wie eng die Datenschutzambitionen eines Technologie-Unternehmens mit der Außenwirkung zusammenhängen, hat vermutlich kaum jemand auf eine härtere Tour gelernt, wie Mark Zuckerberg. Der Facebook-Chef probiert bereits seit Jahren das durch unzählige Datenskandale ramponierte Image seines Konzerns wieder einigermaßen auf den Kurs zu bringen. Das äußerste sich auch auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz am 30. April. »The future is private« prangte dort in großen Buchstaben über der Bühne des McEnery Convention Centers in San Jose, Kalifornien. Was genau das für die Zukunft heißen sollte, wurde derweil nicht so richtig klar. Umso ungünstiger für den Konzern, dass Google das Thema nun einfach von der Zukunft in die Gegenwart verlegt und ganz konkrete Lösungsansätze vorgestellt hat. Der Druck zu handeln dürfte damit für Facebook noch einmal erheblich gestiegen sein.

Neben den Kritikern dürfte sich derweil auch Apple die neue Agenda von Facebook und Google ganz genau anschauen. Der iPhone-Konzern hat das Thema Datenschutz schließlich schon vor geraumer Zeit zu seinem Alleinstellungsmerkmal gemacht. Das äußert sich auch ganz klar im Vorsprung zur Konkurrenz: Die für Google Chrome angekündigten Funktionen zur Einschränkung der Tracking-Möglichkeiten sind im Safari-Browser schon lange Standard. Dennoch wäre es naiv zu glauben, dass die Thematik bei Apple nicht in erster Linie ein dankbares Stichwort für Marketing und Pressearbeit wäre.

Sicher ist, dass sich der iPhone-Konzern den hart erarbeiteten Ruf des Datenschutzheiligen nicht so einfach streitig machen lassen wird. Aus dieser Spannung könnte allerdings eine Dynamik entstehen, von der vor allem die Nutzer profitieren. Wenn das Marketing rund um die Privatsphäre zum wettbewerbskritischen Faktor wird, bleibt den Konzernen schließlich nicht mehr viel übrig, als früher oder später auch greifbare Fortschritte zu präsentieren. Google zeigt aktuell, wie eine solche Weiterentwicklung aussehen kann, hat aber immer noch einen weiten Weg vor sich. Nun kommt es darauf an, ob dieser auch konsequent beschritten wird.

Bildquelle: Getty Images Plus/iStock

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news-22841 Thu, 09 May 2019 10:19:00 +0200 App der Woche: Spark http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/app-der-woche-spark-22841/ Der ukrainische App-Entwickler Readdle hat seine beliebte Mailing-App Spark im April auch für Android-Systeme veröffentlicht. Ein guter Anlass, um die Anwendung noch einmal vorzustellen.
  • System
    Android, iOS

  • Preis
    Kostenlos (Premium: 6,39 US-Dollar pro Nutzer im Monat)

  • Kategorie
    Mailing

  • Praktisch für...
    ... Menschen, die ihren Posteingang vereinfachen wollen und Teams, die häufig in Abstimmung mit ihren Kollegen Mails verfassen müssen.

  • Besonders, weil...
    ... Spark mit seinem schlanken Design und hohen Grad an Funktionalität intuitiver als andere Mail-Apps ist. Vor allem Features wie der integrierte Team-Chat und das kollaborative Bearbeiten von E-Mails kann umständliche Prozesse stark vereinfachen. Darüber hinaus verfügt die Anwendung über viele Komfortfunktion, darunter etwa intelligente Benachrichtigungen und zahlreiche Personalisierungsmöglichkeiten. Da die Android-Version der App erst im April erschienen ist, können hier noch vereinzelte Features fehlen. Diese werden aktuell über regelmäßige Updates nachgereicht.

  • Alternativen
    AquaMail, Trove, ProtonMail, Edison Mail
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    news-22834 Wed, 08 May 2019 16:00:57 +0200 So war die Republica 2019 http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/so-war-die-republica-2019-22834/ Drei Tage, mehr als 20.000 Besucher und rund 1100 Sprecher – das ist die Bilanz der diesjährigen Republica. So viel Politik gab es noch nie auf einer Republica. Erstmals wurde die Internet-Konferenz mit Frank-Walter Steinmeier von einem Bundespräsidenten eröffnet, Auch Familienministerin Franziska Giffey, Arbeitsminister Hubertus Heil und Umweltministerin Svenja Schulze kamen. Auch viele Staatssekretäre und Bürgermeister seien dabei gewesen, sagte Beckedahl. „Wir freuen uns, dass das Interesse bei den Politikern über alle Parteien hinweg - bis auf die AfD - zugenommen hat, sich dem Dialog mit der Internet-Gemeinde zu stellen.“

    Mit dem Motto „tl;dr - too long; didn’t read“ habe Republica in diesem Jahr den Zeitgeist getroffen, sagte Beckedahl. Das habe auch die Rede des Bundespräsidenten gezeigt, der ein Plädoyer für die lange Rede und eine bessere Debattenkultur hielt. Die Konferenz machte das Kleingedruckte, den Trend zur Verkürzung im Netz zum Thema. Das sei auch eine Art Überlebens-Werkzeug im Netz, sagte die Forscherin und Analystin Nanjira Sambuli auf ihrer Eröffnungsrede. Bei der Flut der Informationen sei das ein Kompromiss. „Haben wir wirklich eine Alternative?“ Doch die Gefahren liegen auf der Hand. Die Republica setzte in vielen Vorträgen deshalb auch einen Schwerpunkt auf die ausführliche Debattenkultur und das Lob der langen Rede.

    Schärfere Regeln für Konzerne

    Am letzten Tag der Digitalkonferenz kam noch einmal prominenter Besuch aus Brüssel. „Ich bin sehr froh, hier zu sein, die Republica ist eine großartige Veranstaltung“, sagte die amtierende EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Ihren Vortrag widmete sie der Zerbrechlichkeit von fairem Wettbewerb in Zeiten der Digitalisierung. Die Herausforderungen seien extrem, denn die digitale Entwicklung sei viel schneller als jemals zuvor - und sie betreffe alle Lebensbereiche, ob den Umgang mit unseren Freunden, das gesellschaftliche Zusammenleben, die Landwirtschaft oder das Gesundheitswesen. „Es braucht nur kurze Zeit, um Märkte zu zerstören, aber lange, um sie wieder aufzubauen.“

    Vestager tritt seit ihrem Amtsbeginn 2014 für schärfere Regeln vor allem für große Digital-Unternehmen wie Amazon, Google und Facebook ein. In Berlin bekräftigte sie auch ihre Forderung, dass marktbeherrschende Unternehmen zur Weitergabe der von ihnen gesammelten Daten verpflichtet werden sollten. „Daten sind die Schlüsselfrage“, sagte Vestager. Ohne den Zugang zu Daten, wie sie etwa Google in seiner Suche sammelt und analysiert, könne kein Unternehmen neue Geschäftsmodelle entwickeln. Nur freier Zugang gewährleiste den Wettbewerb. Vestager verglich die Situation mit dem Strommarkt, in dem es viele Anbieter gibt, die aber alle das gleiche Netz nutzen könnten.

    dpa/pf

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    news-22829 Wed, 08 May 2019 11:49:55 +0200 Neue App soll Lücke in Payment-Landschaft schließen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/neue-app-soll-luecke-in-payment-landschaft-schliessen-22829/ Mit „VR-pay:Me“ launcht der Zahlungsspezialist VR Payment eine erste App für Händler, die speziell für den deutschen Markt entwickelt wurde. Ähnlich wie bei den Anbietern „SumUp“ oder „iZettle“ können Händler und Dienstleister damit Kartenzahlungen per Smartphone akzeptieren. Der entscheidende Vorteil der neuen Lösung? Laut Anbieter basiert VR-pay:Me auf der in Deutschland meistgenutzten Bezahlkarte „Girocard“. Mit der App könnten Händler und Dienstleister erstmals die 110 Millionen Girocards in Deutschland über das inländische Girocard-System per Smartphone akzeptieren. Ebenso werden Maestro und VPay sowie Kreditkarten und Smartphone-Dienste wie Apple Pay und Google Pay unterstützt.

    Mit der App will man „eine Lücke in der deutschen Payment-Landschaft“ schließen, so Carlos Gómez-Sáez, CEO von VR Payment. „Bisher gab es schlicht keine App-Lösung, die den speziellen Bedürfnissen hierzulande Rechnung trägt.“

    Nahezu alle Deutschen besitzen mindestens eine Girocard. Und sie bezahlen immer häufiger damit, wie die aktuelle Statistik der Euro Kartensysteme zeigt. „Wir bieten Händlern jetzt die Möglichkeit, einfach und günstig bargeldlose Zahlungen über ein inländisches, sicheres System zu akzeptieren“, so Gómez-Sáez.

    Aktuell wird die App mit ausgewählten Händlern getestet. Der offizielle Launch soll am 1. Juli 2019 erfolgen: Unternehmen können sich die Applikation dann über den App Store oder den Google Play Store kostenlos herunterladen.

    Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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    news-22821 Tue, 07 May 2019 20:56:28 +0200 Google-Assistent läuft demnächst lokal http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/google-assistent-laeuft-demnaechst-lokal-22821/ Der Sprachassistent von Google wird in Zukunft keine Verbindung mehr mit der Cloud benötigen, sondern direkt auf den Geräten lauffähig sein. Mit dem Nest Hub Max stellte der Konzern zudem einen Smart Speaker mit Gesichtserkennung vor. Google sichert sich damit einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz und kann auch einen Vorteil beim Datenschutz für sich reklamieren. Die Funktion werde im Herbst mit neuen Smartphones der Google-Marke „Pixel“ eingeführt, sagte der zuständige Manager Scott Huffman zum Auftakt der Entwicklerkonferenz Google I/O am Dienstag. In einer Demonstration auf der Bühne reagierte die Assistenzsoftware extrem schnell auf alle Sprachbefehle. Dank dem Durchbruch läuft zum Beispiel auch die Diktierfunktion problemlos ohne Netzverbindung im Flugzeug-Modus.

    Um die neue lokale Funktionsweise umzusetzen, sei die nötige Softwarebasis von 100 Gigabyte auf 500 Megabyte geschrumpft worden, erklärte Google-Chef Sundar Pichai. Insgesamt arbeite die Software zum maschinellen Lernen bei Google verstärkt direkt auf den Geräten der Nutzer, statt Rohdaten dafür auf Server des Konzerns zu schicken.

    Bessere Kontrolle der Privatsphäre

    Pichai betonte, dass Google den Nutzern bessere Möglichkeiten zur Kontrolle über ihre Privatsphäre geben wolle. So solle die automatische Löschung älterer von Google gesammelter Nutzer-Informationen mit der Zeit auf mehr Datenkategorien ausgeweitet werden. Zunächst lässt Google Daten zur Web- und App-Nutzung mit einem Verfallsdatum von 3 oder 18 Monaten versehen. Die Google-Karten bekommen einen Inkognito-Modus, wie man ihn etwa von Web-Browsern kennt. Bei Android Q, der nächsten Version des weltweit meistgenutzten Mobil-Betriebssystems, wird der Daten-Zugriff von App-Entwicklern zudem insgesamt deutlich eingeschränkt.

    Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz in einem Freilicht-Amphitheater in der Nähe der Firmen-Zentrale in Mountain View ließen Google-Kritiker ein kleines Flugzeug mit einem Protest-Banner über der Veranstaltung kreisen. Darauf stand: „Kontrolle durch Google ist nicht Privatsphäre“ zusammen mit dem Hashtag „Rettet lokale Nachrichten“. Das Dröhnen des Flugzeugmotors ließ die Teilnehmer immer wieder in den Himmel blicken. Wer hinter der Aktion steckte, wurde zunächst nicht bekannt.

    Neue Hardware

    Als neue Geräte stellte Google das Smartphone Pixel 3a und einen neuen vernetzten Lautsprecher mit Display mit dem Namen Nest Hub Max vor. Das Telefon ist eine etwas abgespeckte Version des aktuellen Pixel 3, die Google zu einem US-Preis von 399 Dollar auf den Markt bringt. Damit spielt der Internet-Konzern erstmals im mittleren Preissegment mit, in dem vor allem chinesische Anbieter sehr stark sind. Das Telefon soll mit neuen Funktionen wie AR-Navigation punkten, bei der Richtungspfeile im Kamerabild auf dem Display in die reale Umgebung eingeblendet werden.

    Der Hub-Max-Lautsprecher bekommt unter anderem eine Gesichtserkennung, um relevante Informationen für den Nutzer einzublenden, der gerade auf das Display schaut. Alle Daten zur Gesichtserkennung blieben ausschließlich auf dem Gerät, betonte Googles Hardware-Chef Rick Osterloh. Dieser Lautsprecher soll zunächst im Sommer nur in den USA, Großbritannien und Australien auf den Markt kommen. In Deutschland wird zunächst neu das vorherige Modell Nest Hub verkauft.

    Datenschutzbedenken: Smart Speaker mit Gesichtserkennung

    Der Internet-Konzern stellte zudem einen smarten Lautsprecher mit Display und Kamera vor, der die Anzeige daran anpassen kann, wer gerade vor ihm steht. Alle Informationen zur Gesichtserkennung würden dabei ausschließlich auf dem Gerät verarbeitet und gingen nicht ins Netz, betonte Googles Hardware-Chef Rick Osterloh zum Auftakt der Entwicklerkonferenz Google I/O.

    Das „smarte Display“ mit dem Namen Nest Hub Max soll zunächst nur in den USA, Großbritannien und Kanada auf den Markt kommen und 229 Dollar kosten. Google verspricht durch die automatische Personalisierung dank Gesichtserkennung einen höheren Nutzen. Zugleich stehen Datenschützer vor allem in Europa Gesichtserkennung generell sehr skeptisch gegenüber. Google betonte, die Funktion werde standardmäßig ausgeschaltet sein und von den Nutzern erst aktiviert werden müssen. Den Sorgen entgegentreten will der Konzern auch mit einem Datenschutz-Versprechen für das vernetzte Zuhause: Man werde stets klar angeben, welche Daten wofür erhoben werden, heißt es darin unter anderem. Und Google werde persönliche Informationen nie an irgendjemanden verkaufen.

    Vernetzte Lautsprecher mit Display gibt es unter anderem von Amazon. Das Konkurrenzgerät des Online-Händlers mit dem Namen Echo Show, das die Sprachassistentin Alexa an Bord hat, war ein Hit im vergangenen Weihnachtsgeschäft. Facebook bietet ähnliche Technik unter dem Namen Portal vor allem für Videotelefonate an. Die Portal-Kameras erkennen, wenn sie ein Gesicht in ihrem Blickfeld sehen, damit möglichst alle Personen im Raum ins Bild kommen - dabei identifizieren sie die Nutzer aber nicht. Zugleich könnte das Online-Netzwerk zumindest bei Nutzern, die der Gesichtserkennung in Facebook-Fotos zugestimmt haben, eine ähnliche Funktion wie Google einführen.

    Zum Start des Nest Hub Max in weiteren Ländern gab es vorerst keine Informationen. In Deutschland wird zunächst neu das vorherige Modell Nest Hub verkauft, das kleiner ist und keine Kamera hat.

    dpa/pf

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