MOBILE BUSINESS https://www.it-zoom.de/mobile-business/news/ MOBILE BUSINESS - Modernes Trend-Magazin für mobiles Business de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Sun, 22 Sep 2019 13:55:06 +0200 Sun, 22 Sep 2019 13:55:06 +0200 TYPO3 EXT:news news-23994 Wed, 18 Sep 2019 12:07:52 +0200 Den Stress in der Hosentasche lassen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/den-stress-in-der-hosentasche-lassen-23994/ Im Interview spricht die erfahrene Medizinerin, Trainerin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Sabine Schonert-Hirz, über Digitalstress und die Wichtigkeit von digitalen Regeln – auch am Arbeitsplatz. Die Expertin, auch bekannt als „Dr.Stress“ coacht regelmäßig Unternehmen und Behörden. Jeder kennt es: Nur kurz einen Blick auf das Smartphone werfen, um die Uhrzeit zu checken. Kurz darauf verschwindet das Handy wieder in der Tasche und man weiß das Neueste über Trump und Co., hat registriert, dass Tante Erna ein Bildchen in der Whatsapp-Familiengruppe geteilt hat und dass man in drei Stunden eine Telko mit den Kollegen in London hat. Nur wie spät es ist, weiß man irgendwie trotzdem noch nicht. Das allein ist sicherlich nicht gleich ein Alarmsignal oder Anzeichen von ungesundem Stress, doch wer die digitalen „Helferlein“ rund um die Uhr in Anspruch nimmt, sollte – auch wenn es unangenehm ist – seine Gewohnheiten einmal kritisch hinterfragen

MOB: Frau Dr. Schonert-Hirz, der digitale Input, den wir täglich erhalten – Mails, Social-Media-Benachrichtigungen, News etc. – nimmt immer weiter zu. Welche körperlichen Stresssymptome können dadurch auftreten?
Dr. Sabine Schonert-Hirz:
Jedes Mal, wenn uns unser digitale Gerät einen Nachrichteneingang anzeigt, reagiert unser Gehirn mit einem kleinen Dopaminausstoß. Dopamin ist der Botenstoff der Vorfreude, Neugier und  Aktivität. Wir finden das Gefühl schön und sin sehr motiviert. Und wir merken uns alles was mit diesem angenehmen Gefühl zu tun hat sehr gut. Deshalb besteht auch die Gefahr, dass wir ein bisschen süchtig nach diesen kleinen Erlebnissen werden. Und hier ist der Haken: Wir erleben ich immer eine kleine Stressaktivierung. Ab und zu kein Problem, wir sind munter und leistungsbereit. Doch auf Dauer kann hier zu viel Stress entstehen. Wir werden fahrig, unkonzentriert, reizbar und unzufrieden. Schlimmstenfalls kommt es auch zu Schlafstörungen, Arbeitsproblemen, zwischenmenschlichen Konflikten und bei genetisch vorbelasteten Personen gar zur Abhängigkeitsentwicklung.

MOB: Viele Menschen nutzen inzwischen z.B. Ernährungs-Apps oder Fitness-Tracker und „teilen“ ihre Ergebnisse mit der „Community“ oder verfolgen ihre Leistung akribisch. Wie bewerten Sie diesen Trend zur Selbstoptimierung?
Schonert-Hirz:
Wer motiviert ist und etwas für seine Gesundheit tun möchte kann durch eine gute App natürlich eine wirksame Unterstützung bekommen. Doch wenn dieses Engagement dazu führt, dass man sich dauernd nur noch überwacht, sich zum Sklaven seiner Apps macht, bekommt es etwas Künstliches und ungesund gelungenes - das empfinde ich als negativ. Also alles in vernünftigem Maße betreiben ist mein Vorschlag.

MOB: Sind bestimmte Personen-/Altersgruppen besonders von digitalen Stresssymptomen betroffen und warum?
Schonert-Hirz: Grundsätzliche kann jeder in jedem Alter bestimmte ungesunde Gewohnheiten entwickeln und sein Leben zu sehr von den digitalen Geräten bestimmen lassen. Doch man stellt fest, dass es besonders jüngere Personen sind, die unter digitalem Dauerkonsum leider und es selbst gar nicht richtig bemerken. Hier sind Aufklärung und Sensibilisierung besonders wichtig! Digitale Geräte erzeugen einen Sog, der den als angenehm erlebten Dauerstress hervorruft. Doch wir brauchen echte Erholungszeiten, in denen die Gedanken in ihren eigenen Bahnen frei schweifen, die Seele baumelt, der Körper ruht. Das fühlt sich für den digitalen Dauernder richtig öde und langweilig an , doch genau das ist es was wir regelmäßig brauchen - sonst werden wir stresskrank. 

 

Einige Menschen fühlen sich unwohl oder werden nervös, wenn sie z.B. ihr Smartphone nicht zur Hand haben. Wie kann man im Alltag feststellen, ob man hier einen Gang zurückschalten sollte?
Schonert-Hirz:
Ich empfehle immer mal wieder einen Tag oder ein paar Stunden offline zu sein um zu bemerken, welche Gefühle sich einstellen und ob man sich eher unwohl, ängstlich, einsam oder unruhig fühlt. Das sind schon ganz leichte Entzugserscheinungen und es hilft sehr, sich ihnen bewusst zu stellen, zu erforschen wann man selbst besonders anfällig dafür ist und ganz gezielt gegenzusteuern. Das bedeutet, nicht das digitale Gerät sofort wieder zur Hand zu nehmen, sondern etwas Konkretes zu unternehmen um die eigenen Gefühle auf „analoge“ Art und Weise zu regulieren. Das haben nämlich viele Menschen bereits verlernt. Sie benutzen besonders das Handy als Seelentröster in jeder Situation.

Gerade beim modernen Arbeiten spielen mobile Geräte eine große Rolle und bringen den Unternehmen einen wirtschaftlichen Nutzen – doch führen gestresste Mitarbeiter langfristig z.B. auch zu weniger Produktivität bzw. fallen unter Umständen sogar aus. Inwiefern haben Ihrer Erfahrung nach Arbeitgeber dafür heute ein Bewusstsein und welche Maßnahmen können sie zur Prävention ergreifen?
Schonert-Hirz:
Digitaler Stress hat nicht nur eine Quelle, sondern drei verschiedene Ursachen. Zum ersten ist es die Unsicherheit über den Fortgang der Digitalisierung in ihrem Unternehmen. Es können Ängste und Sorgen über vielfältige Veränderungen am Arbeitsplatz entstehen: vom Arbeitsplatzverlust über andere Arbeitsgebiete bis zu völlig neuen Arbeitsweisen. Hier ist eine klare Kommunikation zwischen Unternehmensleistung und Beschäftigten unerlässlich.

Die zweite Quelle für digitalen Stress am Arbeitsplatz besteht in einem regelrechten Wildwuchs in den Kommunikationsgewohnheiten intern und nach außen. Zu viel Erreichbarkeit, zu viele Informationskanäle die bedient werden müssen, Unklarheiten im E-Mail-Verkehr und ständige Unterbrechungen machen unproduktiv, unzufrieden und krank. Bei aller Freiheit, die die digitale Welt uns gibt, brauchen wir einige unumstößliche feste Regeln, damit uns das Ganze nicht um die Ohren fliegt. Für bestimmte Mitarbeiter in der Freizeit den Serverzugang zu blockieren, ist leider zu kurz gesprungen.

Die dritte Quelle für digitalen Stress liegt in  den oben beschriebenen ungünstigen persönlichen Gewohnheiten im Umgang mit digitalen Geräten. Hier hat das betriebliche Gesundheitsmanagement eine neue und sehr wichtige Aufgabe. Sensibilisierung, Aufklärung und Unterstützung bei der Entwicklung einer neuen digitalen Resilienz z.B. durch verbesserte Selbstdisziplin sind die neuen Herausforderungen in den Unternehmen.(Bild: privat/ Dr. med Schonert-Hirz)

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news-23993 Wed, 18 Sep 2019 12:01:00 +0200 Ankauf alter Handys am Automaten http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/ankauf-alter-handys-am-automaten-23993/ Die Verbraucher Deutschland kaufen jedes Jahr gut 22 Millionen neue Smartphones. Etwa 124 Millionen Altgeräte liegen ungenutzt in Schubladen und Schränken herum, schätzt der Digitalverband Bitkom. Ankäufer bieten im Internet mitunter gutes Geld für alte Geräte - und die Elektrohandelskette Media Markt seit Mittwoch auch am Automaten.

Das funktioniert so ähnlich wie die Rückgabe der Pfandflasche im Supermarkt: Das alte Mobiltelefon im Automaten anstecken, bewerten lassen und den Gegenwert sofort als Einkaufsgutschein mitnehmen. Auch defekte Geräte, beispielsweise mit gebrochenem Display oder Wasserschaden, werden angenommen. „Eine praktische und vor allem nachhaltige Alternative, um alte Mobiltelefone bequem zu entsorgen“, wirbt Media Markt-Saturn-Managerin Sonja Moosburger bei der Vorstellung in München.

Saturn testet ähnliche Automaten

Saturn testet ähnliche Handy-Ankauf-Automaten bereits in Filialen in Berlin und Potsdam. Das komme bei den Kunden gut an, viele Tausend Geräte seien schon eingetauscht worden. „Wir sind so zufrieden, dass wir das jetzt auch bei Media Markt testen„, sagte Moosburger. Start ist in zehn Märkten in Bayern und Nordrhein-Westfalen: In München-Haidhausen, München-Solln, Erding, Ingolstadt, Landshut, Rosenheim, Köln, Bonn, Düsseldorf und Eschweiler.

Selbst kaputte Altgeräte nimmt der Automat dankbar an. Mal kann das Display oder die Kamera als Ersatzteil verwendet werden. Zudem enthält ein Handy im Durchschnitt rund 8 Gramm Kupfer, 4 Gramm Kobalt, 0,2 Gramm Silber und 0,025 Gramm Gold - das hat das bayerische Landesamt für Umwelt errechnet. In 124 Millionen „Schubladenhandys“ stecken also insgesamt mehr als 1000 Tonnen Kupfer, 487 Tonnen Kobalt, 33 Tonnen Silber, 3 Tonnen Gold und 1 Tonne des noch wertvolleren Metall Palladium. Zu schade für den Hausmüll - zumal dann Blei und Nickel die Umwelt belasten.

Automat druckt Einkaufsgutschein

Wie das Ganze funktioniert, führt Janeba an zwei Beispielen vor: Er legt ein gebrauchtes Samsung Galaxy S 9 in die Klappe des Automaten und schließt es an. Der Automat erkennt elektronisch und optisch Modell und Zustand des Geräts und bietet dem Besitzer einen Betrag an - in diesem Fall 203 Euro. Stimmt der Besitzer zu, druckt der Automat einen Einkaufsgutschein aus und schluckt das Handy. All das dauert nur wenige Minuten. Bei einem alten Samsung S 1 dagegen meldet er nur: „Kein Barwert.“

„Unsere Preise passen sich an die Marktwerte an“, sagt Janeba. Aber ein Preisvergleich kann nicht schaden. Das Vergleichsportal handyverkauf.net zum Beispiel nennt die aktuellen Preise großer Ankaufs-Plattformen wie Zoxs, Clevertronic, Rebuy und Swooop.

Auch die Telekom kauft gebrauchte Handys, bei Vodafone gibt's Gutscheine. Und ein weiterer großer Markt ist Ebay. Bei Ebay-Kleinanzeigen bekamen Verkäufer für das iPhone 8 mit 64 GB-Speicher Anfang September im Durchschnitt 360 Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Dieben, die gestohlene Smartphones einfach am Automaten versilbern wollen, macht es der Automat schwer: Mit gesperrter SIM-Karte lohnt sich der Verkauf nicht, zudem prüft der Automat auch, ob die Gerätenummer als gestohlen gemeldet wurde. Der Verkäufer muss auch noch seinen Namen angeben und beim Einlösen des Bons an der Kasse seinen Ausweis parat haben, wie Janeba erklärte.

Ausgaben für Smartphones fast 12 Milliarden Euro

Bitkom rechnet damit, dass die Deutschen dieses Jahr 22,4 Millionen Smartphones kaufen, für 532 Euro im Schnitt und damit für insgesamt fast 12 Milliarden Euro. Weiteren Rückenwind fürs Geschäft mit alten Geräten erhofft sich Janeba von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD): Wenn die Laufzeit von Mobilfunk-Verträgen demnächst gesetzlich auf 12 Monate beschränkt würde, könnte der Markt mit gebrauchten Geräten noch wachsen.

Von Roland Losch, dpa, tg

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news-23986 Tue, 17 Sep 2019 17:11:23 +0200 Zugführer bald im Home Office? http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/zugfuehrer-bald-im-home-office-23986/ Weltpremiere auf der Schiene: Zum ersten Mal steuert ein fahrerloser Zug über die Gleise. Vernetzt wird der Zug durch die neue Mobilfunktechnologie 5G. Auf dem Smart Rail Connectivity Campus steuert Vodafone einen Zug von Thales aus der Ferne. Der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern hat dafür im Erzgebirge eine der ersten 5G-Stationen in Deutschland errichtet. Die neue Mobilfunktechnologie ermögliche auf der Teststrecke für Zugverkehr Bandbreiten von mehr als 500 Mbit pro Sekunde und verringere die Latenzzeiten, also die Verzögerung, mit der Daten übertragen werden, auf weniger als 10 Millisekunden. Zukünftig könnten Zügen beispielsweise beim Gütertransport ferngesteuert werden.

„Wir bringen 5G zum ersten Mal auf die Gleise“, so Alexander Saul, Geschäftsführer Firmenkunden von Vodafone Deutschland. „Gemeinsam mit unseren Industriepartnern prüfen wir, welche neuen Anwendungen mit 5G möglich werden“, so Saul weiter. „Wenn das Netz, wie hier auf der Teststrecke, in Echtzeit funkt, dann könnte so in Zukunft das Home Office für Zugfahrer Wirklichkeit werden.“

„Der Smart Rail Connectivity Campus im sächsischen Erzgebirge ist eine europaweit einzigartige Plattform, die die Zukunft des digitalen Schienenverkehrs entscheidend prägen wird. Hier forschen und arbeiten über 100 Partner an automatisierter, umweltfreundlicher Mobilität. Wir freuen uns, dass wir dank der Unterstützung aus dem Förderprogramm ‚WIR! – Wandel durch Innovation in der Region' des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, dieses innovative Modellprojekt im Erzgebirge ansiedeln können“, ergänzt Sören Claus, technischer Leiter vom Smart Rail Connectivity Campus.

Als der Zug von Thales auf dem Smart Rail Connectivity Campus beschleunigt, ist das Fahrerhäuschen leer. Der Zugführer sitzt mehrere hundert Meter entfernt in einer Steuerzentrale. Auf zwei Bildschirmen sieht er in höchster Qualität die Sicht aus dem Fahrerhäuschen und die Außenansicht vom fahrenden Zug. Aus einer originalgetreuen Steuerzentrale heraus lenkt er den Zug. So, als ob er wirklich im Waggon sitzen würde. Beschleunigt der Lokführer, wird der Zug umgehend schneller. Bremst er ab, kommt der Zug zum Stehen. Eine Verzögerung in der Ausführung gibt es nicht. Die Steuerbefehle werden per 5G direkt an den Zug übermittelt. In Echtzeit. Also frei von jeder Verzögerung. Das ist wichtig: Denn wenn beispielsweise plötzlich ein Gegenstand auf der Fahrbahn liegen würde, müsste der Bremsvorgang direkt eingeleitet werden, um einen Unfall zu vermeiden.

Damit der Zug von Thales ferngesteuert werden kann, nutzt Vodafone die 5G-Technik Network Slicing, mit deren Hilfe sich verschiedene virtuelle Netzwerke eine physische Netzwerkstruktur teilen. Für das Testfeld stellt der Telekommunikationskonzern ein separat zugeschnittenes 5G-Netz zur Verfügung. So stehen für die Fernsteuerung vom Zug immer optimale Mobilfunk-Kapazitäten bereit, auch wenn zahlreiche Nutzer in der direkten Umgebung ebenfalls im Netz surfen. Zudem werden die Daten unmittelbar vor Ort in einer Mobile Edge Cloud (MEC) verarbeitet, also in einem kleinen Rechenzentrum in direkter Nähe zur Mobilfunkstation. Weil die Daten keine weiten Wege mehr zurücklegen müssen, können sie verzögerungsfrei verarbeitet werden. In Zukunft könnten Züge beispielsweise für den Gütertransport ferngesteuert werden.

Bild: Vodafone

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news-23983 Tue, 17 Sep 2019 15:07:59 +0200 „O’zapft is“ – aber nicht das Smartphone http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/ozapft-is-aber-nicht-das-smartphone-23983/ Über 6,3 Millionen Menschen besuchten 2018 das Oktoberfest. Es wird erwartet, dass diese Zahl in diesem Jahr ansteigen wird. Auch wenn solche Ereignisse viel Vergnügen bieten, warnen Cybersicherheitsexperten, dass Besucher attraktive Ziele für Hacker sein können. Mit Biertrinken, Feiern und einem gelockerten Sinn für Privatsphäre wird das Oktoberfest eine wahre Goldmine für Cyberkriminelle und andere böswillige Akteure. Die offizielle Statistik belegt, dass der Scharfsinn der Menschen gelockert ist. Beispielsweise wurden 2018 insgesamt 2.685 verlorene Gegenstände gefunden. Meist Schlüssel, Klamotten und Handys. Für die Besucher des Oktoberfestes bedeutet dies, dass sie äußerst vorsichtig sein und zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen, um verschiedene Bedrohungen zu vermeiden. Internet-Sicherheitsexperten sind sich einig, dass das größte Sicherheitsproblem während der Veranstaltung öffentliche WLAN-Hotspots sein könnten.

„Alle großen Events sind ein attraktives Ziel für Hacker und das Oktoberfest ist keine Ausnahme“, sagt Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN. Bierliebhaber müssen bei der Verwendung öffentlicher WLAN-Netzwerke äußerst vorsichtig sein, da diese selbst für Hobby-Hacker leicht zu knacken sind. Praktisch jedes Mobiltelefon ist möglicherweise gefährdet, wenn es mit dem unsicheren WLAN-Netzwerk verbunden ist. Die harte Wahrheit ist, dass deine persönlichen Daten wie Kontaktdaten, Kreditkartennummern oder andere gestohlen werden können.

Die häufigsten Taktiken sind Man-in-the-Middle-Angriffe, WLAN-Sniffing und gefälschte Hotspots. Der Angreifer muss sich lediglich in Reichweite des WLANs befinden, um den Datenverkehr und die Benutzerdaten zu erfassen. Besonders unzuverlässig sind die kostenlosen WLAN-Hotspots, die normalerweise in Cafés, Einkaufszentren, Flughäfen, Bahnhöfen usw. angeboten werden.

Daniel Markuson, der Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN, gibt einige Tipps, wie man auch während des Oktoberfestes online sicher sein kann:

  • sicherer und privater Zugang zum Internet, über ein VPN-Konto
  • Vorsicht mit den Geräten –Smartphones nicht an Dritte weitergeben, insbesondere nicht an Fremde
  • Alle Apps und Softwares aktualisieren, sowohl auf dem Smartphone als auch auf anderen digitalen Geräten
  • Nur offizielle Anwendungen herunterladen
  • Online-Banking, Online-Einkäufe oder die Online-Angabe der Kreditkartendaten vermeiden
  • Den eigenen Standort in sozialen Medien oder anderen Anwendungen nicht freigeben
  • Bluetooth und WLAN deaktivieren, sofern diese nicht benötigt werden

    Bild: Gettyimages/iStock
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news-23976 Mon, 16 Sep 2019 13:58:00 +0200 iPhone-App für vertrauliche Behörden-Gespräche freigegeben http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/iphone-app-fuer-vertrauliche-behoerden-gespraeche-freigegeben-23976/ Vertrauliche Gespräche können Mitarbeiter von Behörden künftig mit einer Verschlüsselungs-App der Deutschen Telekom auch auf dem iPhone führen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe die Mobile Encryption App freigegeben, teilte die Telekom mit.

Damit lassen sich Ende-zu-Ende-verschlüsselte Gespräche führen, die der Geheimhaltungsstufe „Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch“ zugeordnet sind. Aktuell nutzten Behörden vorwiegend Spezialgeräte dafür. Eine Freigabe der App für Android-Smartphones sei geplant, werde aber nicht vor dem ersten Halbjahr 2020 erwartet, hieß es.

Stärkste Verschlüsselung im Einsatz

Die App, die die Telekom zusammen mit der Gesellschaft für Sichere Mobile Kommunikation entwickelt hat, nutzt laut Angaben die aktuell stärksten Verschlüsselungen, die nach Einschätzung von Experten auf absehbare Zeit nicht zu knacken sein werden. Die Telekom will für die Kommunikation die Infrastruktur aus ihren deutschen Rechenzentren bereitstellen. Für Gespräche müssen beide Gesprächspartner die App sowie eine zweite App für den Zugriff auf die Kontaktdatenbank installiert haben. Den Quellcode der App hält die Telekom offen, um kein Versteck für mögliche Hintertüren zu bieten.

dpa/tg

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news-23973 Fri, 13 Sep 2019 12:37:43 +0200 Ich sehe was, was du nicht siehst... http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-23973/ Noch immer werden Begriffe wie Virtual Reality, Datenbrille oder erweiterte Realität oft nur im Gaming-Bereich verortet – ein Trugschluss, wie im Interview mit Ralf Scheid, CEO der Pion One AG, klar wird. Der Augmented-Reality-Experte erläutert unterschiedliche Einsatzszenarien dieser Technologie und erklärt, wie sie sich auch in Industrie und Wirtschaft zum „Gamechanger“ mausert. Herr Scheid, was bedeutet Augmented Reality? 

Ralf Scheid: Der Begriff Augmented Reality (AR) bedeutet übersetzt „erweiterte Realität”und bezeichnet eine computer- oder device-gestützte Darstellung, welche die reale Welt um virtuelle Aspekte ergänzt. Der Betrachter erhält also mittels 3D-Objekten zusätzliche virtuelle Informationen. Sichtbar werden diese Informationen mittels Devices (z.B. Smartphones, Tablets oder Smart Glasses). Ein Touch auf diese mobilen Geräte genügt, um die Objekte plastisch werden zu lassen, weitere Informationen zu erhalten und mit diesen zu arbeiten. Hier können nicht nur Betrachtungen, sondern auch Interaktionen mit den virtuellen Elementen durchgeführt werden. 

Wo kommen AR-Anwendungen im B2B-Bereich zum Einsatz und wie können Unternehmen davon profitieren?

Scheid: AR-Anwendungen ändern die Arbeitswelt und erobern derzeit die Industrie: In der Konstruktion, Fertigung, Sicherung, Endkontrolle sowie bei Ablaufplänen und Betriebsanleitungen, bei der Arbeitssicherheit und vor allem beim Machine Learning. Ein weiterer Bereich ist das digitale Lernen in allen Unterrichts- und Studienbereichen. Desweiteren erfordert der Facharbeitskräftemangel eine schnelle und praktikable Vorgehensweise, sogenannte „First Worker“ schnell in den Produktionsablauf einzubinden. Das ist mithilfe einer vollständig skalierbaren AR-Plattform möglich. In der Aus- und Weiterbildung ist dies ein digitaler Fortschritt und betrifft einfache Arbeitstätigkeiten ebenso wie z.B. hoch komplexe medizinische Lernprozesse. 

Welche Rolle spielen hierbei AR-Apps, die sich z.B. auf Tablets oder Smartphones ausspielen lassen?

Scheid: Mittlerweile ist es z.B. über unsere Plattform HelloAR möglich, die Informationen über Server- oder Cloud-Lösungen skalierbar und verlässlich abzurufen, ohne die Devices zu überlasten. Die „AR2GO“-Technologie, die hier zum Einsatz kommt, erlaubt die Darstellung der Objekte mittlerweile ohne Marker. Marker sind Objekte in der Realität, wie etwa Bilder in einer Anzeige, die als Basis für die Darstellung von AR-Inhalten dienen. Sie sind mit entsprechenden AR-Inhalten verknüpft und können z.B. durch eine App über eine Kamera identifiziert werden, um diese Inhalte darzustellen. Die Darstellung orientiert sich dabei am Marker in der Realität (Tracking). Dies geschieht über Sensoren und ermöglicht eine entsprechende Steuerung. 

Unsere Apps gestatten es, mit einem Knopfdruck das Tracking auszuschalten und unabhängig vom Marker Inhalte betrachten zu können. Dadurch wird die sensorbasierte Steuerung durch eine typische, touchbasierte Steuerung ersetzt. Das macht die Anwendung der Darstellung flexibel und überall nachvollziehbar. Bisher schien die Herausforderung einer schnellen Verarbeitung von Massendaten nicht lösbar – nun ist sie möglich.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Können mobile Geräte hinsichtlich der Rechenleistung bei realistischen AR-Darstellungen langfristig mithalten?

Scheid: Bisher können mobile Endgeräte und Brillen keine AR-Daten in Massen verarbeiten, weshalb unser System Daten zur Verfügung stellt, mit denen die Mobilgeräte sofort die richtige Anwendung zum richtigen Zeitpunkt liefern. Die Plattform ermöglicht eine schnelle, skalierbare Verarbeitung von Massendaten. Die mobilen Geräte fungieren hier nur als „Visualisierungs- und Interaktions-Tool”, um die Objekte und deren Verhalten in Beziehung zu setzen. Devices müssen nicht mehr als Datenlagerplatz für AR-Anwendungen unnötigen Speicherplatz verschwenden, was ihre Performance mindert. Durch die Möglichkeit, Objekte zu ändern oder mit neuem Content zu versorgen, werden die Beschleunigungsmaßnahmen in AR und somit in der Digitalisierung exponentiell erhöht, was zu konstanten, hocheffektiven digitalen Arbeitsprozessen in Unternehmen führt. 

Die AR-Technologie hat in den letzten zehn Jahren deutlich an Fahrt gewonnen. Was denken Sie, wo wir in noch einmal zehn Jahren stehen? 

Scheid: Technisch wird es rasend vorangehen, sobald AR-Objekte mit realen Objekten interagieren können. Die AR-Technologie wird in allen Branchen nicht mehr wegzudenken sein, da sich aus diesem Ergebnis heraus die Digitalisierung immer mehr beschleunigen wird. Mithilfe der bereits erwähnten innovativen Technologie können Unternehmen eine AR-Plattform ohne lästiges individuelles Programmieren für ihre eigenen Zwecke nutzen und individuell gestalten. 

Ein Hemmschuh sind vollfunktionsfähige unabhängige AR-Brillen, die von der Industrie noch zu entwickeln sind. Ein weiterer ist das nicht vorhandene Vertrauen in Cloud-Lösungen. Hierzu sind die Hersteller von Sicherheitssoftware und der Gesetzgeber gefordert, sichere Lösungen zu bieten und in Gesetze zu fassen. Dies erfordert eine weltweite Anpassung der Software-Möglichkeiten sowie der Software-Sicherheitssysteme und der Gesetzeslagen. Hieraus werden Vertrauen erwachsen und die Wandlung in ein neues „digitales Zeitalter“ vollzogen. 

Bildquelle: Pion One

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news-23963 Thu, 12 Sep 2019 14:11:42 +0200 Im Notfall die ganze Nation erreichen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/im-notfall-die-ganze-nation-erreichen-23963/ Island hat die Lösung Public Warning von Everbridge implementiert. Mit dem öffentlichen Alarmierungssystem erweitert der Inselstaat die Reichweite und die Funktionen seiner nationalen Notfallwarnung. Public Warning ermöglicht es Island, sowohl seine 360.000 Einwohner als auch die rund zwei Millionen jährlichen Besucher des Landes in Notfällen zu alarmieren. Befinden sie sich in einem Gebiet, das von einem kritischen Ereignis wie Feuer, vulkanischen Aktivitäten, extremem Wetter oder einem Terrorangriff betroffen ist, erhalten sie standortbezogen SMS-Nachrichten auf ihre Mobiltelefone.

Die Lösung des Anbieters für Critical Event Management (CEM) basiere auf der vorhandenen Telekommunikationsinfrastruktur Islands und könne eingesetzt werden, ohne dass dafür eine Registrierung oder ein Opt-in der Empfänger erforderlich sei. Die zuständigen Behörden könnten sämtliche Mobilfunktelefone in den betroffenen Gebieten direkt von den lokalen Mobilfunkmasten aus erreichen. Zudem hätten die Behörden die Möglichkeit, eine bi-direktionale Kommunikation zu eröffnen. Damit können sie sich bestätigen lassen, ob die Menschen in Sicherheit sind oder ihre Notrufe entgegennehmen.

Die Alarmierungslösung soll Island aber nicht nur dabei helfen, Personen zu warnen, die sich auf seinem Staatsgebiet befinden. Auch Bürger des Landes, die sich anderswo in der Welt aufhalten, lassen sich damit erreichen. Das Außenministerium könne auf diesem Weg gewährleisten, dass auch diejenigen Isländer Mitteilungen und Instruktionen erhalten, die sich außerhalb ihres Landes in der Nähe eines kritischen Vorfalls befinden.

„Die neue standortbezogene Alarmierung ermöglicht uns, Informationen sehr schnell zu verbreiten“, sagt Tómas Gíslason, Deputy CEO bei 112 Iceland, Betreiber der offiziellen App für den isländischen Rettungsdienst 112. „Durch das hochskalierbare System sind wir in der Lage, große Teile der Bevölkerung binnen Minuten zu erreichen. Das kann für jeden, der sich in einem Gefahrengebiet befindet oder dort einen Angehörigen sucht, entscheidend sein. Wir erhalten aber auch viele wertvolle Informationen. Indem wir wissen, wie viele Personen sich in einem betroffenen Gebiet aufhalten, können wir das Ausmaß besser einschätzen und unsere Rettungsmaßnahmen gezielter vorbereiten.“

Die Critical-Event-Management-Plattform von Everbridge wird neben Island von zahlreichen anderen lokalen, regionalen und nationalen Behörden weltweit genutzt. Mehr als 500 Millionen Menschen in über 200 Ländern sollen damit inzwischen erreichbar sein. Die spezielle Lösung Public Warning komme dabei neben Island auch in Australien, auf den Bahamas, in Griechenland, den Niederlanden, Schweden, Singapur und einigen der größten Bundesstaaten Indiens zum Einsatz.

Bild: Gettyimages/iStock

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news-23965 Thu, 12 Sep 2019 14:10:35 +0200 Online-Spiele in Ultra-Tempo: Tokyo Game Show öffnet Tore http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/online-spiele-in-ultra-tempo-tokyo-game-show-oeffnet-tore-23965/ Ein zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020 geplantes ultraschnelles Mobilfunknetz der 5. Generation soll auch die Entwicklung von Video- und Computerspielen beschleunigen. Auf der am Donnerstag angelaufenen Tokyo Game Show am Rande der japanischen Hauptstadt weckt der japanische Telekom-Riese NTT DoCoMo, der zusammen mit den heimischen Rivalen KDDI, Softbank und Rakuten kommendes Jahr den kommerziellen Start des ultraschnellen Mobilfunk-Netzwerks plant, hohe Erwartungen an Online-Spiele mit dem 5G-Netz.

Damit sollen Spieler Daten mit einer bis zu hundert Mal höheren Übertragungsrate als bisher senden und empfangen können. Mit einem Smartphone lässt sich so ein Zwei-Stunden-Film in nur drei Sekunden herunterladen.

Knapp ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio steht auch der E-Sport auf dem Programm der Tokyo Game Show. Während E-Sport im benachbarten Südkorea, den USA und Europa bereits populär ist, hinkt Olympia-Ausrichter Japan nach Einschätzung von Branchenbeobachtern noch etwas hinterher. Online-Wettbewerbe befänden sich hier noch in einem relativ frühen Stadium. Die Tokyo Game Show hofft denn auch, noch mehr heimische Spieler für diesen Bereich des rasant wachsenden Spielemarkts begeistern zu können.

Unmittelbar vor Beginn der Olympische Spiele finden nächstes Jahr die Intel World Open in Tokio statt, wie der Elektronikhersteller Intel am Vortag der Tokyo Game Show mitgeteilt hatte. Der Wettbewerb entstehe in Kooperation mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Das Turnier läuft vom 22. bis 24. Juli, dem Tag der Eröffnungsfeier.

Rund 250.000 Besucher werden zu der viertägigen Tokyo Game Show auf dem Messegelände Makuhari in der Tokioter Nachbarprovinz Chiba erwartet, bei der 655 Aussteller aus 40 Ländern ihre neuesten Produkte präsentieren. Die ersten beiden Tage sind für Branchenvertreter und die Presse geöffnet, am 14. und 15. September öffnet die alljährliche Messe für das allgemeine Publikum die Tore.

dpa/pf

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news-23966 Thu, 12 Sep 2019 14:06:59 +0200 Facebook sperrt Chatbot auf Netanjahus Profil http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/facebook-sperrt-chatbot-auf-netanjahus-profil-23966/ Kurz vor der israelischen Parlamentswahl hat Facebook den Chatbot auf dem Profil von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeitweise blockiert. Hintergrund ist eine Hetzbotschaft gegen eine mögliche linksorientierte Regierung und Araber, wie Medien am Donnerstag berichteten. Ein Facebook-Sprecher verwies auf eine Überprüfung des Wahlkampf-Bots von Netanjahus Likud-Partei. „Wir fanden eine Verletzung unserer Vorgaben gegen Hassreden.“ Der Bot - ein automatisiertes Programm - sei für 24 Stunden gesperrt worden.

Nach Medienberichten hatten Besucher von Netanjahus Facebook-Profil zuvor eine automatische Nachricht erhalten, die unter anderem vor einer linksorientierten Regierung warnte aus „Arabern, die uns alle zerstören wollen - Frauen, Kinder und Männer - und einen atomaren Iran erlauben, der uns töten wird“.

Bei der Wahl am kommenden Dienstag zeichnet sich ein knappes Rennen zwischen Netanjahus rechtskonservativem Likud und dem oppositionellen Bündnis der Mitte, Blau-Weiß von Ex-Militärchef Benny Gantz, ab. Netanjahu machte bereits in der Vergangenheit und nun auch in diesem Wahlkampf Stimmung gegen arabische Wähler.

Eine Sprecherin von Netanjahus Likud-Partei bezeichnete den Text als ein „Versehen eines Mitarbeiters in der Zentrale“. „Ministerpräsident Netanjahu hat den Post nicht gesehen, noch hat er ihn genehmigt“, schrieb sie in einer Mitteilung. „Er stimmt der Aussage nicht zu.“ In dem Moment, als er davon erfahren habe, habe er darum gebeten, den Post sofort zu entfernen. Auch Netanjahu selbst wies in einem Interview jegliche Verantwortung für den Post zurück.

dpa/pf

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news-23957 Wed, 11 Sep 2019 15:40:08 +0200 Digitalisierung: Mehrheit sieht neue Arbeitswelt positiv http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/digitalisierung-mehrheit-sieht-neue-arbeitswelt-positiv-23957/ Eine große Mehrheit der Berufstätigen in Deutschland (92 Prozent) ist einer Umfrage des Bitkom zufolge aufgeschlossen für neue Arbeitskonzepte. Demnach lehnen lediglich sechs Prozent der Befragten sogenannte „New-Work”-Konzepte ab. Der Digitalisierung komme dabei eine wesentliche Bedeutung zu. „Digitale Technologien ermöglichen mobiles und selbstbestimmtes Arbeiten, ohne an feste Zeiten und Orte gebunden zu sein“, sagte Achim Berg, der Präsident des Digitalverbands, am Mittwoch in Berlin.

Dabei rechneten 55 Prozent der Befragten damit, dass sich ihr Arbeitsplatz bis zum Jahr 2030 durch neue Technologien verändern werde. Sorge um den Arbeitsplatz hätten hingegen mit acht Prozent nur wenige. “Zweidrittel verstehen Digitalisierung als Chance“, sagte Berg. Laut Studie sehen 78 Prozent der Befragten digitale Technologien als unerlässlich an, 67 Prozent werden durch sie motiviert und für 62 Prozent machen sie die Arbeit produktiver.

Doch bei aller Digitalisierung gibt es auch Kritik. So stört es 34 Prozent der Befragten, dass die Technologien oft nicht funktionieren wie sie sollten. Zu viele Informationen auf zu vielen Kanälen bemängeln 23 Prozent. Und unter Stress gesetzt fühlen sich 11 Prozent der Befragten.

Wie der Bitkom ermittelte, setzen sich auch neue Raumkonzepte in den Büros allmählich durch. So verfügten drei von zehn abhängig Beschäftigte am Arbeitsplatz über Rückzugsmöglichkeiten zum konzentrierten Arbeiten. Das Einzelbüro sei dagegen nicht mehr Standard, nur noch ein Viertel (27 Prozent) arbeite allein in seinem Raum. 37 Prozent arbeiten mit bis zu vier Kollegen in einem Zimmer, 22 Prozent in einem Großraum.

Dieser sei jedoch umstritten. So hielten zwar 66 Prozent das Großraumbüro gut für die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern oder einen stärkeren Zusammenhalt im Team (45 Prozent), 56 Prozent sehen dagegen mehr soziale Kontrolle sowie eine stärkere Ablenkung und sinkende Produktivität (48 Prozent).

Selbstbestimmtes Arbeiten, freie Einteilung der Arbeitszeit und Selbstverwirklichung gehören zu den wichtigsten Wünschen der Arbeitnehmer an „New Work“. So wünschen sich 96 Prozent, dadurch die eigene Arbeitszeit frei einteilen zu können. Aber auch die Bedeutung einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen zu können, rangiert mit 94 Prozent der Befragten ganz oben auf der Liste. Und 93 Prozent erhoffen sich flachere Hierarchien.

Für die Ausgestaltung selbstbestimmter sowie zeit- und ortsunabhängiger Arbeitsprozesse bedürfe es jedoch auch moderner Gesetze, sagte der Johannes Vogel, Sprecher für Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik der FDP-Bundestagsfraktion. Dazu gehöre ein neues Arbeitszeitgesetz, „das mehr flexible Einteilung am Tag und unter der Woche ermöglicht“. Auch ein Recht auf Homeoffice nach niederländischem Vorbild fordert Vogel ein.

dpa/pf

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news-23944 Wed, 11 Sep 2019 13:00:00 +0200 Apple stellt neue iPhones mit besseren Kameras vor http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/apple-stellt-neue-iphones-mit-besseren-kameras-vor-23944/ Apple setzt bei seiner neuen iPhone-Generation stark auf bessere Kameras, um die zuletzt gesunkenen Verkäufe seines wichtigsten Produkts anzukurbeln. Das iPhone 11, das als Einstiegsmodell das aktuelle iPhone XR ersetzt, bekommt unter anderem einen Nachtmodus, der für gute Bilder bei dunklen Lichtverhältnissen sorgen soll. Und zum ersten Mal bekommt auch das günstigste iPhone-Modell eine Doppelkamera, die Weitwinkelaufnahmen, einen vollwertigen Porträtmodus und andere Verbesserungen ermöglicht.

Die Börse reagierte auf die Ankündigungen leicht positiv. Die Apple-Aktie stieg am Dienstag nach dem Launch-Event auf dem Firmencampus in Cupertino (Kalifornien) um 1,2 Prozent.

Die Nachfolger der aktuellen Top-Modelle iPhone XS und XS Max tragen die Namen iPhone 11 Pro und Pro Max. Die vorgestellten Geräte stecken in einem neuartigen Edelstahlgehäuse und verfügen nun über drei Kameras auf der Rückseite - mittlere Brennweite, Teleobjektiv und Ultra-Weitwinkel. Bei den Pro-Modellen sollen mit der neuen Funktion „Deep Fusion” besonders hochwertige Aufnahmen durch die Auswertung mehrerer Bilder entstehen. Die Kameras nehmen dafür neun Fotos mit verschiedenen Einstellungen auf und setzten daraus „Pixel für Pixel” ein Bild zusammen, wie Marketing-Chef Phil Schiller am Dienstag erläuterte. Beim Nachtmodus hatten vor einem Jahr Googles Smartphones der Marke „Pixel” die damals neuen iPhones abgehängt. Auch die aktuellen Geräte von Huawei machten bei wenig Licht bessere Bilder.

Für die Bildbearbeitung verbesserte Apple noch einmal den Prozessor der Geräte mit dem A13-Chip aus eigener Entwicklung. Nun sollen unter anderem auch Zeitlupen-Selfies mit der Front-Kamera der iPhones möglich sein. Die Macher der Video-App „FiLMiC Pro” demonstrierten, wie sie dank der neuen Fähigkeiten gleichzeitig Videos von mehreren Kameras des iPhone aufnehmen können.

Auch äußerlich wurden die iPhone-Modelle verbessert: Das Glas der Geräte soll nun deutlich widerstandsfähiger sein, die Gesichtserkennung FaceID soll schneller greifen. Die Batterie soll beim Pro bis zu vier Stunden länger halten als beim aktuellen XS und beim größeren Pro Max bis zu fünf Stunden länger als beim XS Max.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Samsung und Huawei verzichtet Apple bei seinen Top-Modellen auf die Unterstützung des neuen Mobilfunk-Standards 5G. Allerdings gibt es in Deutschland derzeit ohnehin nur wenige Antennen-Standorte, die bereits mit 5G funken. Auf der anderen Seite werden die Provider das Thema 5G in den kommenden Monaten nutzen, um sich am Markt zu profilieren. Das erste 5G-iPhone wird für das kommende Jahr erwartet.

Das iPhone 11 kostet in Deutschland ab 799 Euro mit 64 Gigabyte Speicher und ist damit 50 Euro billiger als das XR bei seiner Einführung vor einem Jahr. Das Pro verkauft Apple ab 1149 Euro und das Pro Max ab 1249 Euro. Damit sind die Preise der Top-iPhones stabil geblieben. Die neuen Modelle kommen am 20. September auf den Markt.

Bei der neuen Generation der Computer-Uhr Apple Watch bleibt der Bildschirm erstmals die ganze Zeit an. Bisher war er normalerweise schwarz, um Strom zu sparen, und sprang erst an, wenn der Bewegungssensor erkannte, dass der Arm hochgehoben wird. Für die Funktion setzt Apple bei der „Series 5” der Uhr ein neues Display ein, das weniger Strom verbraucht. Die Batterie soll damit 18 Stunden halten. Die Uhr bekommt auch einen Kompass. Die Notruf-Funktion funktioniert nun in allen Ländern. Die Alu-Gehäuse werden ab jetzt aus Recycling-Aluminium hergestellt. Erstmals gibt es Gehäuse aus Titan und wieder auch aus Keramik.

Die neuen Uhren kommen ebenfalls am 20. September auf den Markt. Apple behält auch die Series 3 aus dem Jahr 2017 im Programm und verkauft sie nun für 229 Euro - das ist der bisher günstigste Preis für eine Apple Watch.

Komplettiert werden die Neuheiten mit einem aufgefrischten Einstiegs-Modell des iPad-Tablets, das unter anderem einen etwas größeren Bildschirm bekam.

Apple gab auch neue Details zu seinen anstehenden Diensten bekannt. So unterbietet der Konzern mit dem Preis seines Videostreaming-Angebots Rivalen wie Netflix. Apple TV+ wird in Deutschland 4,99 Euro im Monat kosten. Erste Exklusiv-Produktionen sollen am 1. November in mehr als 100 Ländern verfügbar sein, kündigte Konzernchef Tim Cook am Dienstag an.

Apple verpflichtete für den Dienst unter anderem Hollywood-Stars wie Reese Witherspoon und Jennifer Aniston. Zugleich hatten Branchenbeobachter betont, dass Apple am Anfang eigentlich nur weniger als die Rivalen verlangen könne, weil der Konzern zumindest am Anfang ein schmaleres Inhalte-Angebot haben werde. Netflix etwa kostet in der günstigsten Tarifoption 7,99 Euro im Monat.

Apple setzt verstärkt auf Abo-Modelle, während die iPhone-Verkäufe zuletzt zurückgingen. Am Dienstag kündigte der Konzern auch den Start des Spiele-Abos Apple Arcade an, das ebenfalls 4,99 Euro im Monat kosten wird und am 18. September startet. Die Games von Apple Arcade sollen exklusiv nur bei dem Dienst verfügbar sein.

dpa/pf

 

 

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news-23950 Wed, 11 Sep 2019 09:14:57 +0200 Bretter, die die Welt bedeuten http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/bretter-die-die-welt-bedeuten-23950/ Noemi Ristau ist Spitzensportlerin – und sehbehindert. Im Interview erklärt die Skirennläuferin, wie digitale Technologie und 5G ihr helfen, ihren Alltag, auf und neben der Piste, selbstbestimmt zu gestalten. Wenn Noemi Ristau die Piste herunterjagt, käme niemand auf die Idee, dass sie kaum sehen kann. bislang war sie immer auf einen Guide angewiesen – Nun nahm die Paralympionikin an einem Vodafone-Projekt teil, bei dem sie mittels 5G-übertragung erstmals allein eine rasante Abfahrt absolvierte. Im Interview erklärt sie, wie Technik ihr den Alltag erleichtert.

Frau Ristau, wann haben Sie den Skisport für sich entdeckt?
Noemi Ristau:
Als ich drei Jahre alt war, hat mein Vater mich das erste Mal auf Skier gestellt – allerdings war das zu dieser Zeit immer nur im Rahmen des Familien-Skiurlaubs. Als ich dann im Alter von knapp 14 an den Augen erkrankte, bin ich an eine Blindenschule gewechselt, die Skifreizeiten organisierte. So habe ich wieder damit angefangen. Beim Marburger Skiclub, dem ich mich dann angeschlossen habe, ist mein Talent aufgefallen. Als Teenager hatte ich damals jedoch erstmal andere Prioritäten. Richtig angefangen habe ich erst später und mein erstes Rennen bin ich 2015 gefahren. Bei der WM 2017 in Tarvisio konnte ich mir Bronze sichern und wurde so auch in die Nationalmannschaft aufgenommen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Eine andere, „ungefährlichere“ Sportart wäre für Sie auch nach der Diagnose nicht in Frage gekommen?
Ristau:
Tatsächlich hatte ich kurzzeitig mal mit dem Blindenfußball angefangen, habe es dort sogar bis in die Nationalmannschaft geschafft. Das hat mir zwar auch Spaß gemacht, aber ich habe schnell gemerkt, dass mir das auf diesem Niveau keine Freude bereitet – in so einer großen Gruppe steht man ja auch ständig unter Leistungsdruck.

Wie haben Sie reagiert, als man wegen des 5G-Projekts auf Sie zugekommen ist, und konnten Sie sich sofort vorstellen, wie das ablaufen sollte?
Ristau:
Im letzten September ist man mit der Frage auf mich zugekommen, ob ich nicht mithilfe einer neuen Entwicklung eine Abfahrt allein, ohne meinen Guide, fahren wolle. Mit meinem früheren Guide hatte ich bereits ausprobiert, wie es ist, wenn er mal ein bisschen weiter vorausfährt und mich von unten aus lotst. Die Erfahrung, wie es ist nach Gehör zu fahren hatte ich bereits. Und genau genommen fahre ich ja jetzt auch schon über Technik – ich bin dauerhaft über ein Headset verschaltet und sobald ich nichts mehr höre, halte ich einfach an. Der Unterschied war nun allerdings, dass mein Guide nicht mit mir auf der Piste war.

Sind Sie denn auch ganz generell technischen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen oder haben Sie eher Vorbehalte?
Ristau:
Nein – solche Innovationen erleichtern mir spürbar das Leben. Noch vor acht Jahren hätte ich mir z.B. nie vorstellen können, mal alleine eine Stadt zu bereisen. Durch das Navi auf meinem Handy kann ich jetzt auch selbstständig das Hotel finden. Mein Handy und mein iPad sind echte Hilfsmittel für mich, da diverse Apps und die Kamerafunktion es mir ermöglichen, alleine einkaufen zu gehen oder mit der Bahn zu fahren.

Ihrer Sehbehinderung zum Trotz sind Sie examinierte Ergotherapeutin. Gibt es „digitale Helferlein“, die Ihnen den Weg dorthin erleichtert haben?
Ristau:
Aktuell kann ich den Beruf zwar nicht ausüben, da der Profisport sehr viel Raum einnimmt. Während meiner Ausbildung habe ich allerdings einige Praktika absolviert – dabei kam mein iPad stark zum Einsatz. Ich habe auch eine spezielle Brille, die abfotografiert, was ich anschaue, und es mir dann vorliest.

Das Projekt mit Ihnen als Spitzensportlerin war auch eine PR-Aktion für den 5G-Standard. Denken Sie dennoch, dass Menschen mit Behinderung in Zukunft von dieser Technologie auch in ihrem Alltag profitieren können?
Ristau:
Ich denke, ein schnelles Netz, das eine sehr präzise Navigation erlaubt, kann z.B. im Straßenverkehr enorm hilfreich sein – ich denke dabei vor allem an das autonome Fahren. Und wer weiß, vielleicht mache ich dadurch auch irgendwann mal den Führerschein!  

Bild: Karen John

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Shipra Kren Mobile Business Startseite it-zoom Lifestyle
news-23942 Tue, 10 Sep 2019 16:37:37 +0200 Mobilfunk-Fernsteuerung fürs Auto http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/mobilfunk-fernsteuerung-fuers-auto-23942/ Anlässlich der in dieser Woche startenden Internationalen Automobil-Ausstellung testeten Ericsson und Valeo erfolgreich das Fernsteuern eines Autos via Mobilfunk. Getestet wurde das sogenannte „Teleoperated Driving“ auf Nebenstraßen der Bundesautobahn A9. Wenn sich in dieser Woche die Größen der Automobilindustrie in Frankfurt treffen, wird die Vernetzung von Fahrzeugen eines der Kernthemen sein. Kurz vor Start der internationalen Leistungsschau haben der schwedische Mobilfunknetzausrüster Ericsson und der französische Automobilzulieferer Valeo nun erfolgreich das Fernsteuern eines Autos via Mobilfunk an der A9 getestet.

Das Szenario im Gebäude der Autobahnmeisterei Greding: ein klassisches Gaming Cockpit – Fahrersitz, Gaspedal, Bremse, Bildschirm. Nur in diesem Fall steuert der Fahrer keinen Aston Martin DB11 im Computerspiel „Need for Speed“, sondern einen VW Passat rund 35 Kilometer entfernt auf einer Nebenstraße der Bundesautobahn A9. Neben Fahrten mit bis zu 50 Kilometern pro Stunde wurde auch das Einparken aus der Ferne getestet. Die hier am Rande des Testfeldes des Konsortiums 5G-Connectedmobility eingesetzte Technologieanwendung nennt sich „Teleoperated Driving“, was so viel bedeutet wie das Fernsteuern eines Fahrzeugs via Mobilfunk. Das Testnetz an der A9 bietet mit Network Slicing – also dem virtuellen Unterteilen des Mobilfunknetzes in sogenannte Slices – eine besonders hohe Verfügbarkeit, um die Übertragung abzusichern. Die hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Kommunikation beim Teleoperated Driving machen diese Erweiterung unumgänglich. Ein zweiter Aspekt ist die im Testfeld im Vergleich zu kommerziellen Netzen verbesserte Reaktionszeit der Mobilfunktechnologie, die das Steuern in nahezu Echtzeit überhaupt erst möglich macht.

Bild: Ericsson

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news-23931 Mon, 09 Sep 2019 15:48:01 +0200 Der Berg ruft – das Büro auch http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/der-berg-ruft-das-buero-auch-23931/ Extrembergsteiger Alexander Huber erklärte nun bei der IT-Live, welche Analogien er zwischen alpinem Extremsport und Berufsalltag er sieht – Aufgeben stand nicht auf der Liste. Der Leverkusener IT-Dienstleister Nösse Datentechnik blickt zufrieden auf seine diesjährige Hausmesse IT-Live 2019 zurück. Rund 180 Kunden und 60 Experten von Herstellerpartnern fanden sich im Kölner Dock.One ein, um neben einem praxisorientierten Workshop-Angebot zu aktuellen IT-Themen auch persönliche Kontaktmöglichkeiten zu erfahren.

Bereits zum vierten Mal hatten die Leverkusener IT-Verantwortliche in Firmen und Partner zu ihrer Hausmesse geladen. Das diesjährige Schwerpunkt-Thema „Modern Workplace" beleuchtete die drei Dimensionen Mensch, Raum und Technik als harmonische Gesamtheit. Denn neben der hard- und softwareseitigen Ausstattung des Arbeitsplatzes gehören auch die erforderlichen Maßnahmen bei IT-Security, Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Dokumentenmanagement dazu. Zum Kernbereich „Raum“ wurden auch moderne Büromöbel wie höhenverstellbare Schreibtische und Akustikmöbel eines der Partner gezeigt. Auch Lösungen für organisatorische Herausforderungen in Unternehmen, die sich daraus ergeben, dass Endanwender innerhalb des Modern Workplace ins Zentrum von Arbeitskonzepten rücken, wurden vorgestellt.

Großen Anklang fand die Keynote von Alexander Huber: „Analogie von Berg und Beruf". Viele Besucher nahmen aus diesem Vortrag Inspirationen mit, die sie im Berufsleben umsetzen wollen. „Auch wenn Projekte mal scheitern oder mitten auf dem Weg etwas schief läuft, sollte man einfach weitermachen, bis man sein Ziel erreicht", resümiert Zied Ben Boussida, IT Manager bei der Ghotel.

"Nach getaner Arbeit" endete der Tag mit Networking und einem unterhaltsamen Rahmenprogramm, in dem die aus der TV-Sendung "Nightwash" bekannten Künstler Bastian Bielendorfer, Timon Krause und Miss Elli für Unterhaltung sorgten.

André Nösse, Geschäftsführer von Nösse Datentechnik, zieht dementsprechend ein positives Fazit: "Es hat sich wieder gezeigt, dass wir mit der IT-Live das richtige Format und die richtige Atmosphäre geschaffen haben, um unsere Kunden und Hersteller persönlich im Gespräch zusammenzubringen. Es war durchweg ein lebendiger, reger und intensiver Austausch, bei dem erneut viele Projekte angestoßen wurden. Besonders zufrieden bin ich mit der Resonanz auf das diesjährige Sonderthema ,Modern Workplace' und die gut besuchten Workshops. Das große Interesse hat gezeigt, dass wir hier genau den Nerv getroffen haben."

Bild: Nösse, IT-Live 2019/Patrick Kaut

SK

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news-23930 Mon, 09 Sep 2019 13:52:45 +0200 Das bringt die Apple-Präsentation am Dienstag http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/das-bringt-die-apple-praesentation-am-dienstag-23930/ Am Dienstag wird Apple in seiner Zentrale in Kalifornien neue Geräte präsentieren. Wie üblich sind schon jetzt zahlreiche Spekulationen im Umlauf. Die neuen iPhones soll laut Medienberichten unter anderem mit einem neuen Kamera-System gegen Rivalen aus dem Android-Lager antreten. Äußerlich wird man den Unterschied demnach an einem zusätzlichen Ultra-Weitwinkel-Objektiv erkennen. Das verbesserte Kamerasystem solle aber auch neue Funktionen möglich machen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. So sollten alle drei Kameras - mittlere Brennweite, Teleobjektiv und Ultra-Weitwinkel - gleichzeitig ausgelöst werden können, um daraus bessere Fotos zu kombinieren.

Außerdem solle dadurch die Qualität der bei schwachem Licht aufgenommenen Fotos verbessert werden - hier hatte Google im vergangenen Herbst mit seinem Pixel 3 neue Maßstäbe gesetzt. Inzwischen zogen unter anderem auch Samsung und Huawei mit ihren Flaggschiff-Modellen nach. Auch die Qualität der iPhone-Videos solle weiter verbessert werden und näher an die professioneller Kameras rücken, hieß es.

Die neuen Modelle sollen den Berichten zufolge den Namen iPhone 11 tragen, die Nachfolger der heutigen Top-Modelle XS und XS Max bekämen dabei den Zusatz „Pro”, den Apple auch bei seinen Mac-Computern und iPads verwendet. Zugleich sollen die neuen Geräte weitgehend das Design der aktuellen iPhones beibehalten.

Im Inneren werde es die nächste leistungsstärkere Generation von Apples Prozessoren geben, schrieb Bloomberg weiter. Der Sensor für die Gesichtserkennung FaceID solle verbessert werden, um das Entsperren der Geräte auch aus einem weiteren Winkel als jetzt zu erlauben - zum Beispiel, wenn das iPhone auf dem Tisch liegt.

Außerdem werde man künftig die AirPods-Ohrhörer in ihrem Gehäuse drahtlos auf der Rückseite der neuen iPhones aufladen können, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Konkurrent Samsung hatte eine solche Funktion für seine Ohrhörer im Frühjahr mit dem Galaxy S10 eingeführt - zusammen mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv.

Des weiteren wolle Apple der günstigen Version seiner iPad-Tablets einen größeren Bildschirm spendieren und die Computer-Uhr Apple Watch auffrischen. Unter anderem könnte es neue Gehäuse-Varianten aus Titan und aus Keramik geben.

Die Apple Watch hatte sich zu einem Bestseller entwickelt, während die iPhone-Verkäufe zurückgehen. Das Telefon ist nach wie vor das wichtigste Apple-Produkt, sein Anteil am Geschäft des Konzerns sank aber von einst rund zwei Dritteln auf etwa 50 Prozent. Apple setzt unter anderem auf Abo-Dienste, um sich unabhängiger vom iPhone zu machen. Auf dem Event im Apple-Hauptquartier in Cupertino am Dienstag (ab 19.00 Uhr MESZ) könnte es auch Details zum Videostreaming-Dienst Apple TV+ geben, für den der Konzern Hollywood-Stars wie Jennifer Aniston und Reese Witherspoon verpflichtet hat.

Bei Hardware hat Apple Bloomberg zufolge weitere Geräte in der Pipeline: Für kommendes Jahr seien die nächste Generation der AirPods sowie ein günstigeres Modell des vernetzten Lautsprechers HomePod in Arbeit. Spekuliert wurde zuletzt auch über eine neue Version der Streaming-Box Apple TV.

dpa/pf

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news-23927 Mon, 09 Sep 2019 11:57:50 +0200 Diagnose via Smart Watch http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/diagnose-via-smart-watch-23927/ Einer neuen Studie zufolge soll ein spezielles Nutzungsmuster bei der Bedienung von ausgewählten Smart Devices erste Hinweise für mögliche Demenzerkrankungen wie Alzheimer liefern können. Die Früherkennung von Alzheimer-Symptomen ist ein integraler Bestandteil entsprechender Vorsorgemaßnahmen, ist die neurodegenerative Krankheit doch trotz großer Fortschritte in der Medizin nach wie vor extrem schwierig zu behandeln. Zu einer effektiven Prävention könnten in Zukunft neue Technologien einen wesentlichen Teil beitragen. So hat etwa ein Forschungsteam von IBM im vergangenen März demonstriert, wie Machine-Learning bei der Auswertung von Bluttests helfen kann, die im Zuge der Früherkennung genau untersucht werden.

Dass sich auch Apps hervorragend für die Messung der kognitiven Gesundheit eignen, hat das Mobile-Game „Sea Hero Quest” eindrucksvoll demonstriert, bei dem die Verhaltensdaten der Spieler für die Alzheimer-Forschung genutzt werden. Einen ähnlichen Ansatz haben auch die Forscher eines gemeinsamen Projekts von Evidation Health, Eli Lilly gewählt und Apple, um sich der Thematik zu nähern. Für die Studie wurde allerdings nicht nur das Nutzungsverhalten in einer einzigen App, sondern die komplette Interaktion mit einer ganzen Reihe von mobilen Anwendungen ausgewertet. Dafür wurden 113 Probanden im Alter zwischen 60 und 75 Jahren mit Smartphone, Tablet und Smart Watch ausgestattet, über die sowohl passiv (Sensoren, App-Nutzung) als auch aktiv (Umfragen) medizinische Daten erhoben wurden.

Über die gesammelten Daten sollen die Wissenschaftler schließlich Zusammenhänge zwischen dem Nutzungsverhalten der Probanden und Indikatoren für kognitive Verfallserscheinungen hergestellt haben. Anhaltspunkte lieferten dabei etwa Informationen zur Schreibgeschwindigkeit, das Kommunikationsverhalten oder gewisse Bewegungsmuster. „Wir wissen, dass die Daten aus Smart Devices und Apps zur Verbesserung der Gesundheit beitragen können”, so Nikki Marinsek, Data Scientist bei Evidation Health. Man wisse allerdings noch nicht, wie diese Informationen genutzt werden könnten, um Diagnosen beschleunigen zu können. Die Studie sei demnach ein neuer Grundstein für zukünftige Forschung auf dem Gebiet.

Bildquelle:Thinkstock/iStock

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news-23926 Mon, 09 Sep 2019 09:04:01 +0200 „Die Zeit ist reif fürs mobile Bezahlen" http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/die-zeit-ist-reif-fuers-mobile-bezahlen-23926/ Im Interview erläutert Thomas Haarmann, Deutschland-Chef beim Payment-Service-Provider Elavon, wie weit der deutsche Handel beim Thema „Payment 4.0“ ist und welche Hürden er anno 2019 zu überwinden hat. MOB: Herr Haarmann, was verstehen Sie unter dem Begriff „Payment 4.0“?
Thomas Haarmann:
Den meisten dürfte der Begriff „Indus-trie 4.0“ geläufig sein. Darunter wird die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie verstanden, also die Digitalisierung. Beim Payment sind natürlich viele Prozesse längst digital, das fängt beim elektronischen Geld an, hört dann allerdings bei den Händlergutschriften meist auf. Payment 4.0 geht für mich deshalb einen Schritt weiter. Zunächst geht es darum, Prozesse, die zum Teil noch analog sind, weiter zu digitalisieren. Das können Händlerbelege sein oder auch Bereiche der Warenwirtschaft.

In einem zweiten Schritt – und der bezeichnet dann Payment 4.0 im eigentlichen Sinne – geht es darum, alle Systeme so miteinander zu vernetzen, dass man am Ende einen einheitlichen volldigitalen Prozess erhält. Und der umfasst mehr als das Payment an sich. Das fängt damit an, dass man einem Händler überhaupt Kartenakzeptanz ermöglicht, und geht weiter über die Einbindung des Bezahlsystems in seine Office- bzw. POS-Umgebung bis hin zur digitalen Integration seiner Warenwirtschaft, wie sie beispielsweise unser iPad-Kassensystem von Tillhub oder die Lösung unseres strategischen Partners Enfore ermöglicht.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Das Ziel von Payment 4.0 ist die volle Integration aller Prozesse. Genau das streben wir mit unseren Produkten und Services an. Unsere Strategie ist es, Integrated-Payment-Services anzubieten und die Prozesse weiter zu digitalisieren. Das heißt, wir schaffen für Händler Lösungen, die es ihnen ermöglichen, ihren Kunden ein sehr einfaches, komfortables und durchgängiges Shopping- und Payment-Erlebnis zu bieten. Und das im besten Fall über ein modernes zentrales Multi-Channel-Gateway. Dadurch wird die Conversion Rate optimiert und die Zahl der Kaufabbrüche gesenkt.

MOB: Inwieweit ist „Payment 4.0“ im deutschen Handel angekommen?
Haarmann:
Wir haben Payment 1.0 zwar hinter uns gelassen, sind aber noch längst nicht bei 4.0 angekommen, allerdings auf einem guten Weg dahin. Das zeigt schon der neue Bezahltrend „Wallet-Payment“ mit Systemen wie Apple Pay und Google Pay, die gerade antreten, um den europäischen und den deutschen Markt zu erobern. Eine Kreditkarte ist ja auch nur noch ein „Formfaktor“, dahinter verbergen sich längst volldigitale Zahlungssysteme. Ob sich der Chip, der die digitalen Zahlungsinformationen enthält, auf einer Karte, einer Smartwatch oder einem Schlüsselanhänger befindet, ist letztlich egal. Wir sind bei der Digitalisierung von Zahlungsmitteln also bereits auf einem sehr erfolgreichen Weg.

MOB: Wo steht Deutschland aktuell beim Thema „M-Commerce“?
Haarmann:
Hierbei muss zunächst die Frage beantwortet werden: Wer treibt eigentlich die Entwicklungen – der Anbieter oder der Konsument? Ich denke, nur wo Angebot und Nachfrage in einem sinnvollen Verhältnis existiert, kann es auch ausreichend genutzt werden. Da kann es noch so viele innovative Lösungen auf der Angebotsseite geben: Wenn es an der Nutzung scheitert, wird sich das Thema totlaufen.

Nehmen wir das Beispiel „Contactless Payment“: Hierfür musste zunächst die Infrastruktur auf Händlerseite bereitgestellt werden. Denn besitzt ein Kunde eine Karte mit Kontaktlosfunktion, kann damit aber nicht bezahlen, wird er das vielleicht ein zweites oder eventuell noch ein drittes Mal versuchen – stößt er wiederholt auf Ablehnung, wird er das Angebot nicht weiter nutzen. Contactless Payment ist heute erfolgreich etabliert, für das Mobile Payment zeigt sich dasselbe: Erst stand die Infrastruktur auf Händlerseite, dann kamen die Banken mit ihren Apps für die Mobilgeräte – und jetzt kann sich Mobile Payment im Markt etablieren.

MOB: Welche Länder sind Deutschland in Sachen „M-Commerce“ und „M-Payment“ meilenweit voraus und warum?
Haarmann:
Wenn man die Historie betrachtet, ist Deutschland noch nie ein Markt gewesen, in dem kartenbasiertes Zahlen dominiert hat – und das Gleiche lässt sich jetzt beim Thema „M-Commerce“ beobachten. Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten bildet Deutschland das Schlusslicht, wenn es um digitales Bezahlen geht. 76 Prozent aller Zahlungen, die wir bundesweit über unsere Kassensysteme abwickeln, sind nach wie vor Barzahlungen. Ein sehr großer Anteil davon sind Kleinstbeträge. In Großbritannien dagegen sind 65 Prozent aller Zahlungen kartenbasiert. Im nördlichen Europa sind es sogar mehr als 80 Prozent.

Aber auch in Deutschland sehen wir einen positiven Trend in Bezug auf kartenbasierte Zahlungen. Diesem Trend können neue Verfahren wie Apple Pay und Google Pay sicherlich einen Schub verleihen. Vielleicht dienen sie auch dazu, die bisher eher konservative Haltung der Deutschen zum bargeldlosen Zahlen etwas aufzubrechen. Denn in der Vergangenheit gehörten Sicherheit und Datenschutz zu den angeführten Gründen, warum der Hang zum Bargeld überwog. Da ticken unsere europäischen Nachbarn anders und Asiaten sowie Nordamerikaner sowieso. Doch auch in Deutschland scheint sich jetzt etwas zu bewegen. So zeigen jüngste Marktanalysen, dass kartengestützte Zahlungen zunehmen und Bargeld weiter an Bedeutung verliert.

MOB: Mit welchen konkreten Hürden hat Deutschlands Handel auf dem Weg zu „Payment 4.0“ anno 2019 zu kämpfen?
Haarmann:
Wenn wir bei Payment 4.0 von einer Gesamtdigitalisierung aller Payment-Prozesse unter Integration aller Systeme sprechen, dann wird es sicher in den nächsten zwei bis drei Jahren signifikante Fortschritte geben, trotz der eher konservativen Haltung. Ich denke, wir sind bereits auf einem guten Weg, wenn ich beispielsweise unser iPad-basiertes Kassensystem betrachte – eine moderne Plattform mit cloud-basierter Kassenlösung, integrierter Warenwirtschaft, Shop-Management und Payment. Das ist schon ein großer Schritt in Richtung Payment 4.0.

MOB: Wann wird sich denn das mobile Bezahlen hierzulande tatsächlich durchgesetzt haben?
Haarmann:
Der technische Standard beim bargeldlosen Bezahlen ist quasi immer gleich. Der Kontaktlosstandard, der bei der mobilen Bezahlung zum Tragen kommt, bekommt intern nur eine andere Kennung. Damit ein technischer Trend durchschlägt, muss die Zeit dafür reif sein. Und ich denke, das ist sie.

Die Vorteile sind groß: Kunden können z.B. schnell nachschauen, in welchen Geschäften sie waren und was sie gekauft haben. Und wenn man es richtig nutzt, kann man beispielsweise zur Restaurantrechnung gleich noch den Link zur Website ablegen. Wenn man dann mal überlegt, wo man gut gegessen hat, findet man es gleich. Durch solche simplen Anwendungen wächst die Bereitschaft, das Smartphone in immer mehr Alltagssituationen einzusetzen – wie es Asiaten, US-Amerikaner und vor allem unsere nordeuropäischen Nachbarn längst tun.

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Mobile Business Lea Sommerhäuser Payment
news-23921 Fri, 06 Sep 2019 16:10:41 +0200 Mehr Kick für die Zukunft http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/mehr-kick-fuer-die-zukunft-23921/ Die Deutsche Telekom und der FC Bayern München gehen eine Kooperation ein, die Fußballfans freuen dürfte: Im Umfeld der Münchner Allianz Arena soll im Frühjahr 2020 der neue Mobilfunkstandard 5G verfügbar sein. Die Technologie kann größere Datenmengen deutlich schneller verarbeiten. Sie ermögliche es den Stadionbesuchern zum Beispiel, mit 5G-fähigen Geräten Augmented Reality (AR) oder Virtual Reality (VR) per App zu nutzen. Für ein völlig neuartiges Sporterlebnis.

„Die Allianz Arena steht für Qualität, Fortschritt und Innovation. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mithilfe unseres langjährigen Partners Deutsche Telekom unseren Fans diese besondere Technologie so schnell anbieten können“, sagt Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG. „Nach dem umfassenden WLAN Ausbau im Jahr 2015, ist die 5G-Technologie jetzt der nächste logische Schritt, um das Erlebnis in der Arena rund um das Spiel noch attraktiver zu gestalten.“

Noch 2019 soll die Entwicklung der Anwendungen starten. Besucher der Allianz Arena sollen dann bereits im nächsten Jahr die Möglichkeiten eines 5G-Netzes erproben können. Antennen rund um die Allianz Arena stellt die Telekom im Frühjahr 2020 auf. Erste Tests können voraussichtlich bereits vorab außerhalb des Stadions erfolgen. Das gelte etwa für die Umgebung der Allianz Arena. Auch im Münchner Norden laufe der 5G-Ausbau bereits.

Mit 5G können Nutzer nicht nur AR- oder VR-Anwendungen in Echtzeit bedienen, sondern Videostreams noch schneller und hochauflösender nutzen. Diese Apps sollen die Zuschauer den Spielern noch näher bringen. Das Sporterlebnis werde noch intensiver. Fans könnten etwa virtuell als zwölfter Mann mit der Mannschaft einlaufen oder am Torjubel teilhaben. Auch virtuelle Wettkämpfe unter den Besuchern seien denkbar: Zwei Fans, die gegeneinander Elfmeterschießen und gleichzeitig von anderen angefeuert werden. Oder in der Halbzeit noch schnell ein Spiel per Cloud Gaming zocken. Mit solchen oder vielen anderen Features realisieren die Telekom und der FC Bayern München das Fußball-Erlebnis der Zukunft.

Bild: Gettyimages/iStock

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news-23917 Fri, 06 Sep 2019 12:43:46 +0200 Huawei stellt neue Smartphone-Chips vor http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/huawei-stellt-neue-smartphone-chips-vor-23917/ Um 5G-Mobilfunk empfangen zu können, brauchen Smartphones entsprechende Modem-Chips. Huawei hat auf der IFA einen Prozessor vorgestellt, bei dem dieser bereits integriert ist. Zudem präsentierte Huawei auch einen kleinen Chip für die Anbindung von tragbaren Geräten wie Ohrhörer oder Computer-Uhren. Auch Künstliche Intelligenz ist auf den Chip-Systemen direkt integriert. Das biete etwa App-Anbieter die Möglichkeit, neuartige Funktionen nahezu in Echtzeit berechnen zu lassen, sagte Huaweis Smartphone-Chef Richard Yu in Berlin. „Wir sind führend bei der mobilen Künstlichen Intelligenz.“

Beim Smartphone-Prozessor Kirin 990 sieht sich Huawei in einer führenden Position. Er sei schneller und effizienter als zum Beispiel Qualcomms Top-Modell Snapdragon 855, betonte Yu. Dazu trage unter anderem die Integration des 5G-Modems direkt ins Chipsystem bei. Bei den Huawei-Konkurrenten Samsung und Qualcomm sind der Hauptchip (CPU) und das Datenmodem noch in zwei Gehäusen untergebracht. Zudem sei der Chipset, der in Strukturbreiten von 7 Nanometern hergestellt ist, bis zu 36 Prozent kleiner.

Ein erstes Gerät mit dem kleineren Chip für Wearables sind die Bluetooth-Ohrhörer Freebuds 3, die sich äußerlich stärker an die populären Airpods von Apple anlehnen als Modelle anderer Anbieter.

Im Gegensatz zu den Airpods können die Huawei-Ohrhörer aber Umgebungsgeräusche herausfiltern. Von Apple erwarten Analysten die Funktion erst im kommenden Jahr. Huawei betont auch, dass die Bluetooth-Verbindung der FreeBuds einen deutlich höheren Datendurchsatz als Konkurrenz-Modelle - und damit auch eine bessere Soundqualität bei hochwertigen Musikdateien ermöglichen.

Huawei droht der Verlust des Zugangs zu westlicher Technologie, weil die US-Regierung den Konzern unter Verweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt hat. Damit dürfen US-Unternehmen nur mit einer speziellen Erlaubnis Geschäfte mit Huawei machen.

Bemerkenswert war vor diesem Hintergrund, dass Yu auf seiner Eröffnungsrede zum Start des ersten Publikumstages der IFA den Konflikt mit den USA mit keinem Wort erwähnte. Ein erstes Gerät, das Huawei in der Folge des Handelskriegs ohne Google-Apps wie Maps oder den Play Store herausbringen wird, will das Unternehmen am 18. September in München vorstellen.

Wann das „Mate 30“ auch in Deutschland verfügbar sein wird, stehe allerdings noch nicht fest, sagte Yu. Nutzer könnten den Playstore von Google allerdings selbst herunterladen. Von einem negativen Effekt auf das Geschäft in Europa gehe Huawei nicht aus. Im Zweifel träfen die Sanktionen Google mehr als Huawei. Das Unternehmen sei einer der größten Kunden des Internet-Konzerns.

Das erste faltbare Smartphone könnte laut Yu bereits im Oktober auf den Markt kommen. Rivale Samsung hatte die IFA dafür genutzt, sein „Galaxy Fold“ zu präsentieren. Das „Mate X“ von Huawei solle jedoch zunächst in China auf den Markt kommen, möglicherweise erst im nächsten Jahr in Europa, sagte Yu. Das Unternehmen erhofft sich im Heimatland mehr zahlungskräftige Kunden für das voraussichtlich deutlich über 2000 Euro teure Gerät.

Aber auch Firmen aus anderen Ländern, die Geschäft in den USA haben, könnten durch die Sanktionen gezwungen sein, nicht mehr an Huawei zu liefern. Dazu könnte auch der britische Chipentwickler ARM gehören, auf dessen Architektur die Chips in praktisch allen heutigen Smartphones basieren, auch die Kirin-Serie von Huawei.

dpa/pf

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news-23909 Thu, 05 Sep 2019 16:51:45 +0200 Sonos wird mit Bluetooth-Lautsprecher mobil http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/sonos-wird-mit-bluetooth-lautsprecher-mobil-23909/ Der Anbieter vernetzter Lautsprecher Sonos weitet sein Geschäft aus und will die Kunden erstmals auch außerhalb ihres Haushalts mit Musik versorgen. Die US-Firma stellte am Rande der Technik-Messe IFA das Modell Sonos Move vor, das man auch per Bluetooth-Funk direkt mit dem Smartphone verbinden kann.

Für Sonos ist das eine Strategiewende: Die Firma setzte lange ausschließlich auf Lautsprecher, die per WLAN angebunden wurden, und beschränkte sich damit auf die eigenen vier Wände der Nutzer. Auch beim Einsatz von Sprachassistenten denkt der Branchenpionier um. Das Modell Sonos One, das mit Amazons Alexa-Software oder dem Google Assistant genutzt werden kann, gibt es nun auch in einer Version ohne Mikrofone.

„Als wir den Sonos One herausgebracht haben, dachten wir, dass wir künftig Mikrofone in alle Geräte einbauen werden“, sagte Sonos-Chef Patrick Spence. Es habe sich aber herausgestellt, dass nicht alle Nutzer sich damit wohlfühlten.

Auch bei den jüngst erschienenen Ikea-Lautsprechern „Symfonisk“ mit Sonos-Technik können keine Sprachassistenten eingebunden werden - der Grund dafür sei aber eher das angepeilte Preisniveau gewesen, sagte Spence. Zugleich schränkte er ein, dass Sprachassistenten bisher insgesamt nur für wenige Aufgaben eingesetzt würden, während seinerzeit vielfältige Anwendungen erwartet worden seien. Zugleich geht Sonos davon aus, dass auch Lautsprecher mit Sprachassistenten weiter populär bleiben und mit der Zeit auch Software mehrerer Anbieter gleichzeitig auf den Geräten laufen wird.

Auch beim Move integrierte Sonos wieder ein Mikrofon-System. Die Firma setzt es auch erstmals für eine automatische Anpassung des Sounds an die Raumumgebung an. Dabei werden die von Wänden und anderen Objekten reflektierte Schallwellen gemessen. Bisher musste man für diese Funktion namens „Trueplay“ mit einem Smartphone das Zimmer ablaufen, während der Lautsprecher laute Geräusche machte.

Move ist mit einem Preis von 399 Euro deutlich teurer als viele Bluetooth-Lautsprecher. Sonos verweist darauf, dass das Gerät auch mit WLAN genutzt werden kann und mit Schutz gegen Stürze, Staub, Regen und Feuchtigkeit besonders robust sei. Eine Akkuladung soll für bis zu zehn Stunden Musik reichen.

Der Entscheidung, mit dem „Symfonisk“-Modell für 99 Euro einen deutlich günstigeren Lautsprecher als andere Sonos-Geräte anzubieten, seien harte interne Debatten vorausgegangen, sagte Spence. „Es gab jede Menge Zweifel.“ Er gehe davon aus, dass der Ikea-Lautsprecher Sonos den Zugang zu neuen Kundengruppen eröffnen werde, die mit der Zeit weitere Produkte der Firma dazukaufen. Zugleich habe es aber auch die Sorge gegeben, das günstigere Angebot könnte den Verkauf der teureren Modelle bremsen. Sonos selbst werde sich weiterhin auf Geräte in einer Preisspanne von 200 bis 800 Dollar konzentrieren, sagte Spence.

dpa/pf

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news-23907 Thu, 05 Sep 2019 16:21:26 +0200 Werbetrommel für 5G-Speed: Branche aktiviert neue Masten http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/werbetrommel-fuer-5g-speed-branche-aktiviert-neue-masten-23907/ Das Kürzel 5G steht für ein großes Versprechen. Eigentlich zunächst als superschnelles Netz für Geschäftskunden und industrielle Anwendungen beworben, adressiert die Mobilfunk-Branche nun auf der IFA in Berlin verstärkt die Privatleute. Die Deutsche Telekom gab auf der Technikmesse bekannt, dass ihre ersten Antennen nun 5G funken. Samsung kündigte zwei weitere Smartphone-Modelle an, die 5G unterstützen werden. Und Vodafone nutzt die neuen Geräte, um für ihr eigenes 5G-Netz und die kostenlosen Zubuch-Optionen zu werben. Mit dem neuen ultraschnellen Mobilfunkstandard soll Deutschlands Industrie wettbewerbsfähig bleiben - Fabriken werden vernetzt, Produkte wie autonom fahrende Autos können hierzulande auch dank 5G entwickelt und irgendwann einmal auf die Straßen kommen. Auf der IFA stehen allerdings die privaten Verbraucher im Fokus.

Ins Schwärmen geriet bei dem Branchentreff Michael Hagspihl, der bei der Telekom für das Privatkunden-Geschäft zuständig ist. „Mit 5G bricht ein neues Zeitalter an - und das nicht nur für Geschäftskunden, sondern auch für Privatkunden“, sagte der Manager und betonte: „5G löst LTE aber nicht ab, 5G kommt „on top“ dazu.“

Vor etwa drei Monate endete die Frequenzauktion der Bundesnetzagentur - insgesamt 6,6 Milliarden Euro ließen sich die Netzbetreiber das 5G-Frequenzspektrum kosten. Nun müssen sie den Ausbau stemmen, der noch ziemlich am Anfang steht. Bislang gab es lediglich zwei Smartphones, die den Standard unterstützen. Neben dem Mate X von Huawei hatte Samsung sein Galaxy S10 und Galaxy Note 10 in einer 5G-Variante angeboten. Samsung kündigte mit dem Galaxy A90 5G auch ein Mittelklasse-Gerät an, mit dem es ebenfalls klappt mit dem ultraschnellen Datendownload und der Quasi-Echtzeit-Reaktion (Latenz). Damit wolle man die 5G-Technologie „einer breiten Masse zugänglich“ machen, sagte Samsung-Manager Olaf May.

Breite Masse? Nun ja. Bei einem Blick auf die Landkarte erscheint das derzeit noch schwer vorstellbar. Die Telekom beispielsweise funkt mit 129 Antennen in Berlin, München, Köln, Bonn und Darmstadt in Bandbreiten von einem Gigabit pro Sekunde und mehr. Auf einer Deutschlandkarte bietet das Unternehmen einen guten Überblick über die Straßen, wo 5G zu empfangen ist. Selbst wenn man nah ran scrollt, sind es nur kleine Kleckse - der größte von ihnen ist in Berlin-Mitte, wo 66 Antennen in dem ultraschnellen Standard funken. Bis Jahresende sollen es 300 Antennen sein, die auch in Hamburg und Leipzig stehen.

Im Wettrennen zwischen den Netzbetreibern hat Vodafone derzeit zahlenmäßig etwas die Nase vorn. Die Firma aus Düsseldorf kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 150 5G-Antennen, die sich auf 52 Standorte verteilen. Bis Jahresende sollen es etwa 150 Standorte sein. Telefónica, der dritte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber, ist noch nicht so weit - bisher ist es also nur ein Zweikampf um die Gunst von 5G-Privatkunden.

Die beiden Unternehmen gehen dabei unterschiedlich vor: Vodafone hat 5G-Antennen schon in 38 Städten aktiviert, wo es aber nur jeweils ein Mini-5G-Netz gibt. Die Telekom hingegen fokussiert sich auf weniger Städte, wo aber mehr Fläche abgedeckt ist - wer beispielsweise vom Brandenburger Tor zu Fuß nach Kreuzberg geht, der geht großteils über 5G-Terrain. „Wir setzen auf zusammenhängende Gebiete, nicht auf symbolische Orte“, sagte Hagspihl.

Manche Experten sehen den Vorstoß der Unternehmen aber kritisch: 5G für Privatkunden sei „reines Marketing und viel Lärm um sehr wenig“, moniert Torsten Gerpott, Telekommunikationsprofessor an der Universität Duisburg-Essen. Die Flächen, auf denen Kunden der Telekom und von Vodafone die neue Mobilfunktechnik nutzen könnten, seien sehr klein und auf einer Deutschlandkarte kaum erkennbar. Zudem brauchten die allermeisten Handynutzer 5G derzeit noch gar nicht. „Wer muss heute schon unbedingt 8k-Videos auf seinem Smartphone streamen - in einer niedrigeren Auflösung sind die auch noch sehr gut anzuschauen.“ Es gebe noch kaum Anwendungen, für die man unbedingt 5G benötige. „Bis 5G im Massenmarkt ankommt, vergehen noch drei bis vier Jahre.“

dpa/Renate Grimming/Wolf von Dewitz/dpa

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news-23902 Thu, 05 Sep 2019 14:14:04 +0200 Facebook bietet Verlagen bezahlte Video-Partnerschaften an http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/facebook-bietet-verlagen-bezahlte-video-partnerschaften-an-23902/ Führende Verlage aus Europa werden mit Facebook zusammenarbeiten, um exklusive Inhalte auf der Videoplattform Facebook Watch bereitzustellen. Zu den Facebook-Partnern gehören die deutschen Verlagshäuser Axel Springer, Burda und Gruner + Jahr, teilte Facebook-Manager Jesper Doub in einem Blogeintrag mit. Im Rahmen der europäischen Kooperation werden nicht nur Werbeerlöse geteilt, sondern Facebook zahlt auch einen zweistelligen Millionenbetrag direkt an Medienpartner.

Axel Springer wird mit dem Sendeformat „BILD DAILY“ täglich über aktuelle Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Sport und Lifestyle berichten sowie mit „WELT News“, den „meinungs- und bildstärksten Themen von WELT Digital“ zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Burda ist mit einer Ratgeber-Sendung (Life Hacks“) und einem Nachrichtenformat seines Magazins „Focus“ sowie einer mehrteiligen Serie mit Klaudia Giez („Germany's Next Top Model“) präsent. Gruner + Jahr bringt eine Wissenschaftsshow, eine Fußball-Sendung sowie zwei Shows zum Thema Kochen auf Facebook Watch online.

Facebook-Manager Doub, der für Medienpartnerschaften in Europa zuständig ist, betonte, Menschen teilten und diskutierten Ideen und Neuigkeiten in dem Netzwerk. „Deshalb legen wir großen Wert auf ein gesundes Nachrichten-Ökosystem und die Stärkung von Qualitätsjournalismus.“

Facebook unterstütze Verlage und Herausgeber einerseits bei der digitalen Transformation und entwickele andererseits gemeinsam mit ihnen neue Geschäfts- und Erlösmodelle. „Unser Ziel ist es, Verlagen die Möglichkeit zu bieten, neue Formate auszuprobieren, neue Zielgruppen zu erreichen und nachhaltige Ertragsquellen über unsere Plattformen aufzubauen.“

Die Kooperation im Video-Bereich ist Teil eines größer angelegten Plans von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, das angespannte Verhältnis von Facebook zu den Medien zu verbessern und Qualitätsinhalte aus den Medien auf den Plattformen des Konzerns sichtbar zu machen. So kündigte Zuckerberg Anfang April in einem Gespräch mit Springer-Chef Mathias Döpfner an, einen separaten Bereich für Medieninhalte einzurichten. Dieses Projekt ist bislang aber noch nicht umgesetzt worden.

In Facebooks Einstellung zu Medieninhalten hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Änderungen gegeben. Zunächst wurde das Online-Netzwerk zu einer immer wichtigeren Plattform für Medienunternehmen, um Nutzer zu erreichen. Doch dann wurde Facebook unter anderem im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 für die massenhafte Verbreitung gefälschter Nachrichten missbraucht - und musste einräumen, schlecht darauf vorbereitet gewesen zu sein.

Vor diesem Hintergrund kündigte Zuckerberg an, Beiträge von Familie und Freunden sollten in den Newsfeeds der Nutzer mehr Gewicht als Medieninhalte erhalten. Das führte auch bei den klassischen Medien zu erheblichen Reichweitenverlusten und damit zu weniger Einnahmen.

Der Digitalchef von Gruner + Jahr, Arne Wolter, sprach zuletzt von einer „Frenemy“-Beziehung, also einer Mischung zwischen Freund und Feind. „Der Begriff "Frenemy" passt nach wie vor“, sagte Wolter in einem Interview mit dem Branchendienst „Horizont“. „Dennoch verändert sich etwas zum Guten: Beide Seiten verstehen einander besser. Wir haben gelernt, wo wir Partner sind oder sein sollten - und wo wir tatsächlich im Wettbewerb stehen. Die Claims sind besser abgesteckt.“

In dem aktuellen Videoprojekt arbeiten aus Frankreich die renommierte Zeitung „Le Monde“, der Nachrichtensender BFM-TV sowie die populäre Video-Plattform Brut mit. Aus Schweden ist „Expressen“ mit einer News-Sendung vertreten.

dpa/pf

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news-23901 Thu, 05 Sep 2019 13:07:30 +0200 Samsungs Auffalt-Smartphone ab 18. September in Deutschland http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/samsungs-auffalt-smartphone-ab-18-september-in-deutschland-23901/ Samsung nutzt die Technik-Messe IFA als Bühne für eine 5G-Offensive. Den baldigen Marktstart seines ersten auffaltbaren Smartphone kündigte das Unternehmen in Berlin am Donnerstag in einem zweiten Anlauf an. Das Galaxy Fold 5G werde am 18. September in Deutschland in den Handel kommen, teilte der Smartphone-Marktführer mit. Zugleich bringt das Unternehmen jedoch auch ein erstes Mittelklasse-Gerät mit dem schnellen Datenfunk heraus. Das Galaxy A90 5G richte sich an „Digital Natives“, hieß es. Vor allem mit dem A90 wolle Samsung die 5G-Technologie „einer breiten Masse zugänglich“ machen, sagte Olaf May, Mobil-Chef von Samsung Deutschland.

Eigentlich war der neue Mobilstandard 5G zunächst vor allem für industrielle Anwendungen wie etwa die Vernetzung von Anlagen beworben worden. Die zähe Auktion zur Versteigerung der Frequenzen ging erst vor wenigen Wochen zu Ende. Doch führende Elektronik-Hersteller adressieren nun bereits die privaten Nutzer, um die Technologie voranzubringen - zur Freude der Telekom-Unternehmen.

Vodafone kündigte am Donnerstag umgehend an, alle vier 5G-Telefone von Samsung zu vertreiben. Das Unternehmen bietet eine 5G-Option inzwischen in einigen Tarifen kostenlos an. Auch die Telekom verkündete auf der IFA den Start ihres 5G-Netzes. Zunächst werde der schnelle Funk in Berlin, München, Köln, Bonn und Darmstadt zur Verfügung stehen. 

Mit faltbaren Smartphones wollen die führenden Hersteller eine neue Generation auf den Weg bringen. Samsung und der chinesische Hersteller Huawei hatten sich ein Wettrennen geliefert, wer zuerst ein solches Smartphone auf den Markt bringen kann - der Start der Geräte verzögerte sich dann aber wegen technischer Probleme. Samsung stoppte die Markteinführung nur wenige Tage vor dem Termin Ende April, nachdem mehrere US-Journalisten von schon nach wenigen Tagen kaputtgegangenen Testgeräten berichteten. In der Zwischenzeit soll unter anderem das Falt-Gelenk verstärkt worden sein.

„Wir haben große technische Herausforderungen gemeistert, um das Galaxy Fold 5G zu entwickeln“, sagte Samsungs Mobil-Chef DJ Koh. „Jetzt freuen wir uns, das Premium-Smartphone auf den Markt zu bringen.“ In Deutschland soll das Smartphone, dessen Display sich auf die Größe eines kleinen Tablets aufklappen lässt, zusammen mit Kopfhörern und einem Cover erhältlich sein. Mit einem Preis von 2100 Euro dürfte sich das Galaxy Fold 5G allerdings zunächst an eine kleine Gruppe von Konsumenten richten. 

Auf der IFA dürfte auch Huawei sein auffaltbares Modell Mate X dabei haben, ein Marktstart wurde zuletzt für den Herbst in Aussicht gestellt. Der chinesische Hersteller hat derzeit ohnehin heftige Probleme durch US-Sanktionen. Folge ist etwa, dass das Unternehmen für seine neuen Smartphones nicht mehr Googles Betriebssystem Android  nutzen darf. 

dpa/pf

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news-23898 Thu, 05 Sep 2019 11:31:53 +0200 Mitbewohner gesucht: fleißig, sauber, gut vernetzt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/mitbewohner-gesucht-fleissig-sauber-gut-vernetzt-23898/ „Smart Home“ ist eines der Schlagwörter der letzten Jahre. Doch nicht nur Heizung, Beleuchtung oder Rollläden lassen sich vernetzen und automatisieren: Im Interview erklärt Sebastian Klein, Geschäftsführer bei iRobot Deutschland, weshalb Haushaltsroboter immer öfter zu gern gesehenen Mitbewohnern werden. Herr Klein, häufig werden Roboter mit Science Fiction oder Fertigungsmaschinen im industriellen Umfeld assoziiert. Sie fertigen „Serviceroboter“ – können Sie kurz erklären, was solch einen „Haushaltsroboter“ ausmacht?
Sebastian Klein:
Hollywood-Filme und Sci-Fi-TV-Shows sind zwar unterhaltsam, aber nicht realistisch. Humanoide Roboter sind cool, aber auch teuer und nicht rentabel. Deshalb konzentrieren wir uns auf alltagstaugliche Roboter, die spezifische Aufgaben erfüllen und für Verbraucher weltweit erschwinglich sind. Deswegen sind wir in der Lage, Haushaltsroboter herzustellen, die sowohl im Alltag einsetzbar als auch für Verbraucher bezahlbar sind.

Immer mehr Menschen setzen z.B. auf Saugroboter – wie erklären Sie sich die steigende Akzeptanz gegenüber der Technologie an sich und die steigende Nachfrage?
Klein:
Wir haben bis heute weltweit über 25 Millionen Heimroboter verkauft. Allerdings sind wir uns bewusst, dass diese Reise gerade erst beginnt. In den letzten Jahren haben Menschen Haushaltsroboter immer mehr akzeptiert. Diese Produktkategorie durchläuft also den gleichen Prozess wie andere Technologien, z.B. PCs und Handys, die heute selbstverständlich zu unserem Alltag gehören. Immer mehr Menschen vertrauen auf Robotertechnologien und erkennen, wie diese ihr Leben und ihren Alltag erleichtern können. Daher erwarten wir, dass der Markanteil für diese Produktkategorie noch deutlich steigen wird.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Eine der größten Herausforderungen der Haushaltsrobotik ist es, Vorurteile der Nutzer gegenüber der Effektivität von Reinigungsrobotern abzubauen und gleichzeitig die Kategorie bekannter zu machen. Immer mehr Verbraucher vertrauen inzwischen darauf, dass diese Produkte ihr Versprechen halten und z.B. Saug- oder Wischroboter ihnen den Alltag erleichtern. Diese verstärkte Akzeptanz ist einer der größten Wachstumstreiber: Saugroboter machen heute bereits 24 Prozent des globalen Marktvolumens für Staubsauger (über 200 US-Dollar) aus. Der Fokus unseres Unternehmens lag schon immer auf der Bereitstellung alltagstauglicher Roboter, die intuitiv zu bedienen sind. Die Kategorie wächst weiter: Weltweit schätzen es Kunden, nach Hause zu kommen und ihre Böden jeden Tag sauber vorzufinden. Wir erwarten, dass dieser Trend anhält.

MOB: Zunächst haftete speziell Saug- und Wischrobotern das Image an, „Tech-Spielzeug“ zu sein, mit dem „echte“ Hausarbeit nicht zu erledigen sei. Was entgegnen Sie solchen Vorbehalten?
Klein:
Saugroboter haben sich seit der Einführung der ersten kommerziell erfolgreichen Modelle in den frühen 2000ern ein großes Stück weiterentwickelt. Mit über 25 Millionen verkauften Geräten haben wir durch Rückmeldungen von Kunden weltweit eine Menge über Reinigungsleistung und deren Bedeutung gelernt. Das Vertrauen von Verbrauchern in Roboter in ihrem Zuhause hat sich seit der Markteinführung vor über 17 Jahren stark erhöht. Während frühere Modelle nur einen Raum saugen konnten, reinigen sie jetzt eine komplette Etage, indem sie sich bei Bedarf aufladen und den Reinigungsvorgang automatisch fortsetzen. Mit einer App kann die Reinigung auch von unterwegs aus geplant werden.

MOB: Vor gerade einmal 50 Jahren hatte noch längst nicht jeder deutsche Haushalt einen einfachen Staubsauger. Heute sind die Geräte längst „Inventar“ und dabei leichter, stärker und „smarter“ denn je. Was denken Sie, wie wird diese Technologie in den nächsten 10 Jahren aussehen?
Klein:
Für die Zukunft sehen wir ein Ökosystem an Robotern, die im Haus zusammenarbeiten: Ein Roboter saugt Ihre Böden. Danach putzt ein Wischroboter, zudem übernehmen weitere Roboter andere Aufgaben im Haushalt und ein zentraler Roboter wird alle Aufgaben koordinieren und miteinander abstimmen. Bevor man morgens das Haus verlässt, kann man diesem Aufgaben erteilen, z.B. nach dem Saugen und Wischen auch die Futternäpfe der Haustiere aufzufüllen. Wenn man abends nach Hause kommt, sind alle Aufgaben erledigt, alle Roboter zurück in ihrer Station – und einer bringt vielleicht noch etwas zu trinken.

Wir erwarten, dass mehr und mehr Roboter verschiedenste Aufgaben erledigen und eine noch größere Rolle in unserem Alltag spielen werden. Zudem werden Roboter in der Lage sein, miteinander zu kommunizieren und können in andere Technologien integriert werden. Es ist eine aufregende Zeit für die Robotik-Industrie, denn obwohl wir in den letzten Jahren ein großes Wachstum erlebt haben, gibt es noch so viel mehr zu tun.

Bildquelle: iRobot Deutschland

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news-23896 Thu, 05 Sep 2019 09:04:31 +0200 Twitter blockiert Versenden von Tweets per SMS http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/twitter-blockiert-versenden-von-tweets-per-sms-23896/ Twitter-Nutzer dürfen vorerst keine Tweets mehr per SMS veröffentlichen, nachdem auf diesem Wege der Account von Firmenchef Jack Dorsey für rassistische Botschaften missbraucht wurde. Mobilfunk-Anbieter müssten Schwachstellen in ihren Verfahren ausbessern, teilte der Kurznachrichtendienst am Mittwoch mit.

Unbekannte sollen sich bei einem Netzbetreiber eine kopierte SIM-Karte mit Dorseys Telefonnummer beschafft haben und setzten über die SMS-Funktion am Wochenende mehrere Tweets ab. Am Mittwoch wurden ähnliche Nachrichten vom Account der Schauspielerin Chloe Grace Moretz verschickt. Kurz darauf machte Twitter die Funktion dicht. Sie solle aber demnächst in Ländern, in denen SMS wichtig für verlässliche Kommunikation seien, wieder aktiviert werden, hieß es.

Die Möglichkeit, Tweets per SMS an eine bestimmte Nummer zu posten, wird in den meisten Ländern kaum genutzt.

 

 

dpa/pf

 

 

 

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