MOBILE BUSINESS https://www.it-zoom.de/mobile-business/news/ MOBILE BUSINESS - Modernes Trend-Magazin für mobiles Business de ©2019 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH Thu, 21 Mar 2019 08:50:20 +0100 Thu, 21 Mar 2019 08:50:20 +0100 TYPO3 EXT:news news-22388 Wed, 20 Mar 2019 10:56:31 +0100 Spezielle Chipsätze beschleunigen Künstliche Intelligenz http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/spezielle-chipsaetze-beschleunigen-kuenstliche-intelligenz-22388/ Immer mehr Unternehmen produzieren spezielle KI-Chips. Sie sollen die Hauptprozessoren entlasten und Deep Learning auch auf Kleingeräte wie das Smartphone bringen. Künstliche Intelligenz in der Praxis heißt heute in erster Linie: Neuronale Netze und Deep Learning. Beides ist zu verblüffenden Leistungen fähig. Vor allem bildanalysierende und -erzeugende Neuronetze sind um einige Größenordnungen besser als jede andere Möglichkeit. Ein sehr eindrückliches Beispiel zeigt die Website „This Person does not exist“: Sie erzeugt Fotos von Menschen, deren Gesichtszüge vollständig künstlich über ein Neuronetz entwickelt werden.

Solche Anwendungen, aber auch prosaische Business-Lösungen für Machine Learning stellen recht hohe Anforderungen an die Rechenleistung. Oft werden neuronale Netze mit Grafikchips simuliert., denn die Rechenoperationen dafür sind eng verwandt mit denen für die Darstellung von Grafiken. So gehören Dutzende bis hunderte von typischen Grafikkarten aus dem Hause NVIDIA zu jedem KI-Projekt dazu.

Doch inzwischen hat die KI eine neue Grenze erreicht: Vor allem Datenanalysen, aber auch Forschungsprojekte erfordern viel kostenträchtige Rechenleistung. Darüber hinaus begrenzt der Hardware-Aufwand das Einsatzgebiet von KI-Lösungen. Deshalb ist der Gedanke naheliegend, spezielle KI-Prozessoren zu entwickeln, die besonders kostengünstig sind oder geringe Baugrößen haben.

Technische Varianten von KI-Chips

Technische Möglichkeiten gibt es viele, angefangen mit der Integration von KI-Funktionen in einen herkömmlichen Hauptprozessor (CPU). Eine Alternative ist die stärkere Spezialisierung von Grafikprozessoren (GPUs) auf Neuronetze. Doch daneben etablieren sich andere Chipsätze, die in Standardcomputern normalerweise nicht genutzt werden. Dies sind beispielsweise FPGAs (Field Programmable Gate Arrays), deren programmierbare Schaltungsstrukturen die Simulation von Neuronetzen erlauben. Sie gelten als kosteneffizient, da sie einerseits schnell hergestellt, andererseits rekonfigurierbar sind.

Eine andere Möglichkeit sind ASICs (Application-Specific Integrated Circuits), die eine anwendungsspezifische, aber fest verdrahtete Schaltungsstruktur anbieten. Auch hier können neuronale Netze „eingebrannt“ werden, sie sind im Unterschied zu FPGAs aber immer nur für einen Zweck geeignet. Beide Chipsätze-Varianten haben den Vorteil geringen Stromverbrauchs. Zudem ist es möglich, einfache Rechenoperationen mit sehr hoher Geschwindigkeit zu verarbeiten.

Eine alternative Möglichkeit sind SoCs (System on Chip). Dabei wird auf einem einzelnen Chip nicht nur eine KI-Komponente integriert, sondern ein gesamtes Computersystem. Die SoCs eignen sich besonders für Anwendungen im Rahmen des IoT als sogenanntes Edge-Device, dass IoT-Geräten bestimmte Rechenleistungen anbietet. Sie können beispielsweise als „Zweitcomputer“ in die IoT-Hardware integriert werden, sodass die Rechenleistung der Hauptprozessoren für andere Zwecke erhalten bleibt.

Gefragter Job: Prozessordesigner

Vermutlich wird jede Art von KI-Chipsatz in der Praxis in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. So eignen sich FPGAs für Prototyping und Forschung, ASICs dagegen eher für Massenproduktion von KI-gestützten Geräten. SOCs sind sinnvoll für KI im Internet der Dinge und die immer leistungsfähiger werdenden GPUs werden wohl in erster Linie großen Cloud-Rechenzentren eingesetzt.

Der Gesamtmarkt für diese Hardware wird von KI-Spezialisten wie Tractica auf deutlich mehr als 72 Milliarden US-Dollar im Jahr man sich 25 eingeschätzt. Wichtigste Beschleuniger des Gesamtmarkts sind dabei KI auf Mobilgeräten und Edge-Devices. Letztere sollen alleine für 55 Milliarden US-Dollar Umsatz verantwortlich sein.

Eindeutiger Marktführer bleiben aber auch weiterhin NVIDIA und Intel. Sie sind Spezialisten im Prozessordesign und verfügen über das entsprechende Know-how. Denn ein großes Hindernis für Startups oder kleinere Unternehmen in diesem Bereich ist der Mangel an Fachwissen. Genauer gesagt: Die Nachfrage nach Expertise nimmt zu, die Anzahl der Informatiker mit KI-Abschlüssen ist allerdings nicht gestiegen.

Bildquelle: archy13 / Getty Images

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom IT-Markt
news-22382 Tue, 19 Mar 2019 16:13:37 +0100 Digitaler Pionier http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/digitaler-pionier-22382/ In naher Zukunft werden auch Ski- und Snowboardhelme smart: In der österreichischen Urlaubsregion Schladming-Dachstein können Gäste derzeit z.B. den neu entwickelten Helm „Mohawk“ testen, der mit Augmented-Reality-Technologie (AR) ausgestattet ist.

Über eine eingebaute Minikamera wird die Umgebung auf der Piste erfasst, am Visier kann der Nutzer zahlreiche visuelle Daten wie Geschwindigkeit, Höhenmeter und ein Navigationssystem abrufen. Eingebaute Kopfhörer und ein Mikrofon ermöglichen die Live-Kommunikation mit Freunden per Text-Messaging, Audio oder Video. Besonders nützlich: ein SOS-Knopf, der in Notsituationen lebensrettend sein kann.

„Schladming-Dachstein gilt seit langem als digitaler Pionier. Wir haben früh damit begonnen, uns mit digitalen Projekten auseinanderzusetzen. So waren wir die ersten mit flächendeckendem WLAN oder einem virtuellen 360-Grad-Rundflug durch die gesamte Region”, sagt Tourismus-Chef Mathias Schattleitner. „Auch der digitale Skilehrer Carv feierte bei uns Premiere.“ Mit dem AR-Helm „Mohawk“ habe man nun ein neues innovatives Projekt am Start, zu dessen Erfolg man beitragen möchte.

Entwickelt wird der Helm vom Start-up RideOn. Gründer und CEO ist der ehemalige F16-Kampfpilot Alon Getz, der bereits bei seinen Flugeinsätzen AR-Technik in Pilotenhelmen nutzte. Die Schladminger Planai eigne sich für ihn optimal, um ausgiebiges Feedback zu seinem Produkt einzuholen. Interessierte Skifahrer und Snowboarder können den Helm derzeit bei Intersport Planai eine halbe Stunde kostenlos oder für einen ganzen Tag ab 20 Euro testen – eine kurze Einschulung inklusive.

Bildquelle: RideOn

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Mobile Business Gadgets
news-22380 Tue, 19 Mar 2019 15:03:56 +0100 Wer vorsorgen will, muss umdenken http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/wer-vorsorgen-will-muss-umdenken-22380/ Im Interview wirft Nick Bortot, Mitgründer und CEO von Bux, einen Blick auf den Aktienhandel und erklärt, welche Rolle Investment-Apps vor allem für junge Menschen spielen. Herr Bortot, wie ist Deutschland gegenüber dem Aktienhandel eingestellt?
Nick Bortot:
2017 hatte dem Deutschen Aktieninstitut zufolge jeder sechste Deutsche Aktien oder Aktienfonds. Das klingt nicht schlecht, aber insgesamt ist diese Quote doch ziemlich niedrig, vor allem wenn man bedenkt, dass die Alternativen wie das Sparbuch fast nichts mehr abwerfen. Die Aktiendebatte wurde neulich auch wieder von Friedrich Merz angefacht, der meinte, dass Aktien in der Altersvorsorge extrem wichtig seien. Von daher würde ich sagen: Die Deutschen sind oft noch skeptisch, aber sie wissen, dass sie sich mit dem Thema beschäftigen sollten.

Was hält noch viele davon ab, mit Aktien an der Börse zu handeln?
Bortot
: Da spielen mehrere Gründe eine Rolle. Einer Studie der ING zufolge sind das z.B. die hohen Risiken und das fehlende Wissen über die Finanzmärkte. Außerdem denken viele, Aktienhandel sei nur etwas für Leute mit viel Geld und sie wissen oft nicht, wie sie Aktien kaufen können.
Es gibt also mehrere Hürden.

Inwieweit haben sich bereits Börsen- bzw. Investment-Apps im Aktienhandel etabliert? Sprich: Wie gestalten sich hier Angebot und Nachfrage?
Bortot:
Hier in Europa gibt es da immer noch ein gewisses Vakuum. Aber wenn wir über den großen Teich schauen, sieht das ganz anders aus. Robinhood ist in den USA ein riesiger Player und zeigt, wie groß der Bedarf ist, unkompliziert und quasi in der Hosentasche an der Börse handeln zu können. Wir werden deshalb Anfang 2019 mit unserer Aktien-App starten, um genau diese Lücke in Europa zu füllen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.


Wie will die neue App Bux Stocks die Deutschen für den Aktienhandel begeistern?
Bortot:
Mit ihr zahlen Anleger keine Kommission, sondern sie bezahlen nur für die Aktie, die sie kaufen. Wir werden zwar auch ein Premium-Modell mit Extra-Features anbieten, aber jeder kann mit der App kostenlos Aktien traden. Anleger zahlen bei herkömmlichen Online-Brokern dagegen zwischen fünf und zehn Euro Provision pro Trade. Die muss man erst einmal wieder reinbekommen. Für unsere erste App ist Deutschland zusammen mit den Niederlanden der wichtigste Markt. Wir werden das, was die Leute schon an unserer ersten App lieben, auch in unserer neuen Applikation übernehmen, denn wir machen die Finanzmärkte für jeden verständlich und erreichbar.

Warum sind gerade junge Menschen hier als Zielgruppe interessant?
Bortot:
Die jungen Leute sind die Generation, die nicht mehr auf eine staatliche Rente setzen kann. Es ist die erste Generation, die schlechter dasteht als ihre Eltern. Die Zinsen sind niedrig, und es kann sogar sein, dass sie es noch länger bleiben, als gedacht. Und das klassische Betongold, also Immobilien, ist viel zu teuer. Wer vorsorgen will, muss umdenken. Es bleiben da nur die Finanzmärkte, um sich abzusichern. Und je früher junge Leute damit anfangen, umso weniger müssen sie anfangs für eine Absicherung im Alter investieren.

Welche Stolpersteine hat es in der Vergangenheit beim Aktienhandel via App gegeben?
Bortot:
Bei jungen Leuten gilt: mobile first. Einige Online-Broker bieten zwar Apps an, aber das ist meist nur eine Mini-Ausgabe des Web-Angebots. Diese Apps sind kompliziert und bieten nicht das, was die mobile Generation braucht, wie einfaches, schnelles Onboarding und ein cooles und minimalistisches Design. Viele Anbieter verlangen zudem hohe Gebühren pro Trade. Das schreckt ab. Zudem werden Nutzer oft mit ihren Fragen alleine gelassen. In unserer App-Community lernen User von anderen Usern, wie man investiert. Wie wichtig das ist, sehen wir in unserer ersten App. Außerdem hat sich das Bild der Börsenwelt generell geändert. In den letzten Jahren sind viele Techs an die Börse gegangen, wie Facebook, Netflix und Twitter. Das sind Disruptoren, mit denen die Jüngeren täglich zu tun haben und die sie gut kennen – und entsprechend auch darin investieren wollen.

Was macht Stocks nun anders (vielleicht auch besser) als Ihre erste App Bux?
Bortot:
Unsere erste und die neue App kommen zwar alle aus einer Familie, aber sie unterscheiden sich doch grundsätzlich. In unserer ersten App traden die User mit CFDs, also Contracts for Difference. Der Vorteil: Man kann auch darauf setzen, dass Kurse fallen, und man kann z.B. auch nur eine kleine Summe in Facebook investieren. Bei Stocks aber gibt es keine CFDs, sondern echte Aktien. Von daher kann man nicht sagen, dass wir mit der App etwas besser machen, sondern eben anders. Aber natürlich steckt die Erfahrung in der neuen App, die wir bereits mit den zwei Millionen Usern unserer ersten App gesammelt haben. Es ist einfach das nächste Kind der Familie – und sicherlich nicht das letzte.

 

 

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Lea Sommerhäuser Mobile Business Startseite it-zoom E-Commerce / Marketing
news-22376 Tue, 19 Mar 2019 13:20:53 +0100 Asana vs. Trello – einfaches Projektmanagement http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/asana-vs-trello-einfaches-projektmanagement-22376/ Projektmanagement-Tools gibt es viele, doch Asana und Trello überzeugen durch einen Funktionsumfang, der die Zusammenarbeit in Teams gut unterstützt. Apps mit Aufgabenplanern und Todo-Listen gibt es inzwischen wie Sand am Meer. In vielen Fällen sind die oft recht einfachen Funktionen dieser kleinen Hilfsprogramme nicht ausreichend für größere Projekte, die beispielsweise in mehrere Unterprojekte eingeteilt werden müssen. Am oberen Ende des Spektrums liegen umfassende und damit recht teure Lösungen. Sie erlauben allerdings den Einsatz der drei führenden Projektmanagement-Methoden PMI (Project Management Institute), GPM (Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement) oder PRINCE2 (Projects in Controlled Environments).

Webapps für teambasiertes Projektmanagement

Doch in vielen Fällen sind solche Tools der berühmte Kanonenschuss auf einen Spatzen. Es gibt noch ein mittleres Niveau des Projektmanagements: Die beiden Webapps Asana und Trello bieten eine komfortable Projektverwaltung mit einfach zu bedienenden und nicht übertrieben komplexen Funktionen. Sie entsprechen nur bedingt den Vorgaben eines zertifizierten Projektmanagement, sind aber für viele Teams in Unternehmen vollkommen ausreichend.

In beiden Apps stehen die zu erledigenden Aufgaben im Mittelpunkt. Sie werden in Listen organisiert, können Kommentare, Dateien und weitere „Unteraufgaben“ enthalten. Zudem sind beide Lösungen teamfähig. Die einzelnen Aufgaben werden bestimmten Personen anhand ihrer Mailadresse zugeordnet. Oberhalb dieser Aufgabenlisten, die in Asana „Project“ und Trello „Board“ heißen, gibt es noch ein zusätzlich Organisationsmittel: „Workspaces“ bei Asana und „Teams“ bei Trello. Sie helfen beispielsweise dabei, die Aufgaben für unterschiedliche Arbeitsgruppen, Organisationen oder Unternehmen zu trennen.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die weitgehende Unterstützung von mobilen Apps. Beide Lösungen sind unter iOS und Android mit eigenen Apps vertreten, von Trello gibt es sogar Desktop-Apps für den Macintosh und Windows. Ebenfalls recht umfangreich sind bei beiden Apps die Möglichkeiten der Integration mit anderen Apps. Dazu gehören beispielsweise Confluence, Evernote, Google Kalender, Slack, Zapier und viele andere. Auch eine Verknüpfung mit dem kostenlosen Automatisierungsdienst IFTTT wird von beiden Apps angeboten.

Ein wichtiger Punkt bei beiden Apps: Die kostenlosen Basisversionen sind im Funktionsumfang etwas eingeschränkt und eignen sich nicht für eine sehr intensive Nutzung. Die Business-Variante von Trello kostet 12,50 US-Dollar pro Teammitglied und setzt voraus, dass alle Mitglieder diese Variante nutzen. Asana Premium kostet 9,25 Euro pro Teammitglied und bietet einige für Teams sinnvolle Erweiterungen wie Zeitleisten und Meilensteine. 18,75 Euro pro Nutzer kostet die spezielle Business-Version, die auch Projektportfolios kennt.

So werden die beiden Apps bedient

Die Bedienkonzepte der beiden Apps sind sehr ähnlich, wobei Trello weniger Funktionen als Asana hat.

Trello ist im Wesentlichen eine teambasierte Kanban-App. Dabei gibt es allerdings keinen Zwang, nur das klassische Kanban mit den Boards „Todo“, „Doing“ und „Done“ umzusetzen. Die Boards können beliebig benannt werden und entsprechend jede Art von Aufgaben („Karten“) als Inhalt haben. Die einzelnen Karten werden mit der Maus zwischen den Boards hin und her geschoben. Auch die Reihenfolge der Karten innerhalb eines Boards ist mit der Maus bestimmbar. Zudem kann jederzeit in jedem Board eine neue Karte angelegt werden. Diese Karten sind das eigentliche Zentrum der Arbeit an Projekten.

Mit farbigen Labels wird eine Karte anderen Organisations-Strukturen zugewiesen, etwa Jobkategorien, Arbeitsbereichen oder Prioritäten. Personen können mit E-Mail-Adressen hinzugefügt werden, um ihnen diese Aufgabe zuzuweisen. Es gibt eine Kommentarfunktion sowie eine Möglichkeit, Weblinks sowie Dokumente von der Festplatte oder aus der Cloud anzuhängen.

Eine praktische Möglichkeit sind Checklisten. Jede Karte kann mehrere besitzen, sodass Unteraufgaben, Prozess-Schritte, Prüfvorgänge und ähnliches auch innerhalb von Trello abgebildet werden. Darüber hinaus besitzt jede Karte bei Bedarf ein Fälligkeitsdatum.

Zahlreiche erweiterte Möglichkeiten bringen Addons, die bei Trennung PowerUps heißen. Mit ihnen können beispielsweise Slack-Unterhaltungen, GitHub-Requests oder Salesforce-Leads an eine Karte angehängt werden. Zusätzlich sind Zuweisungen an andere Webapps möglich, etwa als Termin in Google Kalender oder Ticket in Zendesk. Einige Integrationen wie beispielsweise mit Evernote funktionieren in beiden Richtungen: Notizen werden zu Anhängen und Karten zu Notizen.

Asana besitzt im Unterschied zu Trello zwei unterschiedliche Arten von Projekten: Listen und Boards (Kanban). Leider sind die Projektarten nicht untereinander konvertierbar. Aber es ist möglich, eine Aufgabe in mehrere Projekte zu übernehmen. Die Darstellung unterscheidet sich, die einzelnen Aufgabenkarten besitzen aber exakt die gleichen Funktionen. In Listen gibt es die Möglichkeit, neben Aufgaben auch Meilensteine und Abschnittsüberschriften einzufügen. Alle Einträge sind mit der Maus verschiebbar. Dies gilt auch für Boards: Spalten und Zeilen können jede Position einnehmen.

Praktisch für etwas komplexere Projekte ist die Möglichkeit, die Aufgaben innerhalb eines Zeitplans zu arrangieren. Dafür bietet Astana Start- und Enddatum für Aufgaben. Darüber hinaus kann jede Aufgabe auch Subtasks enthalten. Hierbei sind die Funktionen genau gleich, auch für sie ist ein Datumsbereich möglich. In jede Aufgabe können Anhänge vom lokalen Computer und aus der Cloud eingefügt werden. Sie erscheinen zusätzlich in der Ansicht „Files“. Alle Aufgaben sind kommentierbar. Darüber hinaus können in der Ansicht „Conversations“ Diskussionen zu beliebigen Themen innerhalb des Projekts gestartet werden.

Zahlreiche erweiterte Funktionen wie gefilterte Ansichten oder Formulare zur Erfassung von Daten helfen bei der Arbeit an umfangreichen Projekten. Zudem gibt es Integrationen für verschiedene Kalender, Outlook-Mails sowie Microsoft Teams und Slack. Letztere ist sehr umfangreich und erlaubt das Anlegen und Bearbeiten von Aufgaben innerhalb von Select sowie das Definieren von Slack-Nachrichten als Aufgabe oder Diskussionsstrang in Asana. Besonders interessant für komplexere Projekte ist die Integration von Instagantt, die eine umfassende Projektplan-Darstellung ermöglicht - mehr als die integrierte Timeline bietet.

Welche App für welchen Anwendungsbereich?

Beide Apps bieten in ihren Grundfunktionen alles für die Verwaltung von Projekten und Aufgaben. Grundsätzlich können auch Einzelpersonen die Apps einsetzen, doch dann liegt eine Vielzahl der Funktionen brach. Beide Apps eignen sich also für Teams unterschiedlicher Größen.

Trello bietet im Vergleich zu seinem Konkurrenten einen etwas eingeschränkteren Funktionsumfang, erleichtert dadurch aber den Zugang zu Benutzeroberfläche und Features. Anfänger sollten nach kurzer Einarbeitungszeit klarkommen und die Grundfunktionen beherrschen. Durch Tools wie Harvest (Zeiterfassung) und Butler (Automatisierung) gibt es einen zusätzlichen Nutzen, der allerdings kostenpflichtig ist. Die Beschränkung auf Kanban-Boards erlaubt den intuitiven Umgang mit der App.

Dabei muss nicht unbedingt das klassische Modell umgesetzt werden – Kanban-Listen sind beliebig interpretierbar. Diese Umwidmung des Workflow-Konzepts hat allerdings Grenzen. Bei sehr vielen Listen und Aufgaben geht schnell der Überblick verloren. Irgendwann wird die Bedienung durch das häufige vertikale und horizontale Scrollen recht kompliziert. Aus diesem Grund eignet sich Trello eher für kleine bis mittelgroße Projekte, bei denen die einzelnen Aufgaben schnell erledigt werden.

Asana hat eine etwas steilere Lernkurve als Trello, da die Benutzeroberfläche komplexer und der Funktionsumfang größer ist. Zwar sind die ersten Tasks relativ schnell angelegt, die Organisation der einzelnen Projekte erfordert allerdings etwas mehr Aufwand. Die Projektansicht „Board“ erleichtert den Umgang mit Projekten, bei denen ein Workflow im Vordergrund steht. Sie hat jedoch ähnlich wie Trello Grenzen und führt bei Projekten mit vielen Aufgaben zu eher unübersichtlichen Bildschirmen.

Die flexible Listenansicht mit Zwischenüberschriften und Subtasks sowie Timelines, Formularen und Konversation erlaubt die Organisation von komplexen Aufgaben. Da ein Task in mehreren Asana-Projekten erscheinen kann, sind unterschiedliche Sichten auf einzelne Arbeitsprojekte möglich. Vor allem dank der zahlreichen Zusatzfunktionen, Integrationen und vieler mitgelieferter Templates eignet sich Asana sehr gut für umfangreiche Projekte, die sich nicht mehr mit einfachen Aufgabenlisten bewältigen lassen.

Bildquelle: lucadp / Getty Images

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom Apps
news-22375 Tue, 19 Mar 2019 11:27:07 +0100 Wenn Social Media zum Terrorgehilfen wird http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/wenn-social-media-zum-terrorgehilfen-wird-22375/ Die Terrorattacke im neuseeländischen Christchurch hat einmal mehr gezeigt, wie hilflos die Plattformen großer Internetkonzerne extremistischer Propaganda ausgeliefert sind. Als am vergangenen Freitag ein rechtsextremistischer Terrorist in der neuseeländischen Ostküstenstadt Christchurch 50 Menschen töte und viele weitere verletzte, verfolgten bereits über 100 Menschen das Geschehen über den Facebook-Livestream des Killers in Echtzeit. Auf die Idee, das Video zu melden, soll dabei keiner gekommen sein. Erst 12 Minuten, nachdem die Übertragung beendet wurde, sei bei Facebook die erste Meldung eingegangen.

Als es den Verantwortlichen nach Hinweisen der Polizei gelang, das Video zu löschen, hatten es bereits 4.000 Menschen gesehen. Doch damit ging die Arbeit offenbar erst los. So teilt Facebook mit, dass alleine in den ersten 24 Stunden nach der Tat bereits 1,5 Millionen neue Uploads mit dem Filmmaterial gelöscht werden mussten. Gut 1,2 Millionen davon sollen beim Hochladen bereits automatisch erkannt und entfernt worden sein. Die Zahlen aus Facebooks Pressemitteilung verdeutlichen vor allem Eines: Die digitale Verbreitung von terroristischer Propaganda lässt sich längst nicht mehr von Menschenhand vermeiden. Künstliche Intelligenz ist bei der Identifizierung und Löschung kritischer Inhalte zwar schon längst im Einsatz, reicht aber noch lange nicht aus, um dem Problem gerecht zu werden.

Konzerne in der Pflicht?

So stellt sich weniger die Frage, ob Facebook, Google und Co etwas gegen die Verbreitung dieser Bilder tun, sondern ob diese Anstrengungen auch ausreichen. Während Google im vergangenen Jahr behauptete, seine Maßnahmen bei der Entfernung von extremistischen Inhalten zu verstärken, kommen Studien zu anderen Ergebnissen. So berichtet etwa die Non-Profit-Organisation „Counter Extremism Project”, dass bei ihren Untersuchungen mehr als die Hälfte der Youtube-Accounts nicht gesperrt wurden, nachdem gemeldete Videos mit extremistischen Inhalten von ihnen entfernt wurden.

Der Autor Ian Bogost stellt in einem Beitrag für „The Atlantic” fest, dass das Internet letztendlich so angelegt sei, sich jeglicher zentralen Autorität zu entziehen – obwohl eigentlich nur eine Handvoll großer Konzerne die Informationskanäle unter Kontrolle hätte. Die Folge: Selbst unbedarfte Nutzer kommen im Zweifel nicht drum herum, mit der Propaganda konfrontiert zu werden. So berichtet auch Bogost davon, unfreiwillig im Twitter-Feed auf das verstörende Video des Attentäters gestoßen zu sein. Sein Fazit: Das Internet sei wie die Büchse der Pandora, nur dass hier niemals ein Deckel drauf gewesen wäre.

Bildquelle: Getty Images Plus/iStock

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Mobile Business Startseite it-zoom Studien Philip Fassing
news-22373 Tue, 19 Mar 2019 10:16:46 +0100 Die 5G-Mobilfunkauktion ist gestartet http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/die-5g-mobilfunkauktion-ist-gestartet-22373/ Das Bieten auf die begehrten 5G-Frequenzen ist in vollem Gange. Zum Beginn der Auktion hat Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, symbolisch auf den Knopf einer alten Stopp-Uhr gedrückt, die schon im Jahr 2000 im Einsatz war. Damals bescherte die erste große Frequenzauktion dem Bund einen Geldregen von umgerechnet knapp 51 Milliarden Euro. Die nun gestartete Auktion dürfte deutlich weniger Geld einbringen, Fachleute rechnen mit drei bis fünf Milliarden Euro. Damit lägen die Einnahmen in etwa auf dem Niveau von Versteigerungen aus den Jahren 2010 und 2015. Der Bund will das Geld in die Digitalisierung stecken.

Am ersten Auktionstag kamen Gebote von 332,5 Millionen Euro zusammen. Dieser Wert dürfte in den nächsten Wochen in die Höhe gehen - die Auktion am Technik-Standort der Netzagentur in Mainz wird vermutlich mindestens drei Wochen dauern. Die Ausbauauflagen gelten als relativ hart - die Mobilfunkfirmen müssen also viel Geld in den Bau von Funkmasten stecken, um die Vorgaben einzuhalten. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte je Bundesland mit schnellem Internet versorgt werden, zudem soll es schnelles Netz an Autobahnen, Bundesstraßen und anderen Strecken geben.

Behördenchef Homann betonte, dass 5G besonders für die Industrie wichtig ist. „5G ermöglicht Deutschland den Schritt in die digitale Zukunft“, erklärte er. „Es ist gut, dass die Versteigerung nun beginnt und wir damit den weiteren Ausbau des Mobilfunknetzes in Deutschland fördern können.“ Es gehe seiner Behörde keineswegs um „Erlösmaximierung“, vielmehr sollten die Firmen genau das bieten, was ihnen die Frequenzen unter den gegebenen Auflagen wert seien.

Damit verwies Homann auf die exorbitanten Staatseinnahmen im Jahr 2000, sage und schreibe 99,4 Milliarden D-Mark waren es damals. Im Rückblick sind sich Politik und Wirtschaft einig, dass diese hohen Einnahmen ein Fehler waren - dadurch fehlte der Branche Geld für Investitionen und es entstanden Funklöcher, die Deutschlands Mobilfunklandschaft noch heute prägen.

Neben den drei bisherigen Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) macht Drillisch mit, eine Tochterfirma von United Internet. Diese Firmen hatten die Auflagen, unter denen sie die Frequenzblöcke erstehen können, scharf kritisiert. Vor Gericht wollten die drei Netzbetreiber eine Änderung der Regeln noch vor Auktionsstart erzwingen, doch ihre Eilanträge lehnte das Kölner Verwaltungsgericht am vergangenen Freitag ab. Erst dann war klar, dass die Auktion starten kann. Zwar sind ihre Klagen weiterhin anhängig, ihnen werden aber nur wenig Chancen beigemessen.

Auch zum Start der Auktion wollte die Kritik nicht verstummen. Bitkom-Präsident Achim Berg wertete die Auktion zwar als „bislang wichtigsten Meilenstein auf Deutschlands Weg in das 5G-Zeitalter“. Er bemängelte aber überzogene Ausbauregeln und ein „Auflagenkorsett“, das die Wirtschaftlichkeit der geplanten Investitionen in Frage stelle. Damit vertrat Berg den Standpunkt der Netzbetreiber Deutsche Telekom, Bitkom und Vodafone, die Mitglieder des Verbandes sind.

Die Gewerkschaft Verdi äußerte ihren Unmut, dass der Bund überhaupt Geld für die Frequenzen bekommt. „Das Geld, das für die Auktion ausgegeben wird, kann nicht mehr in die Infrastruktur gesteckt werden“, sagte der zuständige Verdi-Experte Christoph Heil. Stattdessen sollten die Frequenzen besser den drei bisherigen Netzbetreibern überlassen werden, die sich im Gegenzug zu weitreichendem Ausbau verpflichten sollen - dafür hätten sie dann ja Geld, da sie bei der Auktion nicht tief in die Tasche greifen mussten, so die Argumentation von Verdi. Heil warnte vor jahrelangen Verzögerungen beim Netzausbau, da Banken und Investoren angesichts von Risiken möglicherweise nicht zur Finanzierung bereit wären.

Technische Hürden für flächendeckende Versorgung

Formal gesehen werden die Frequenzen technologieneutral vergeben. Es dürfte aber klar sein, dass die Firmen die neueste Technologie und damit 5G auf ihnen einsetzen wollen. Allerdings handelt es sich um hochbandige Frequenzen zwischen 2 und 3,6 Gigahertz. Je höher, desto geringer ist die Reichweite der Antennen. Daher eignen sich die jetzt zu vergebenen Frequenzen eigentlich nicht für die von der Politik geforderte flächendeckende Versorgung. Vermutlich werden die Firmen daher auf niedrigere, schon vor Jahren erworbene Frequenzblöcke zurückgreifen müssen. Dies war ein Kritikpunkt der Netzbetreiber, mit dem sie sich vor Gericht bisher aber nicht durchsetzen konnten.

Besser geeignet sind niedrigere Frequenzbänder im Bereich 800 Megahertz (0,8 Gigahertz). Solche Blöcke werden aber erst 2025 frei, ihre Versteigerung dürfte 2022 oder 2023 erfolgen.

„Die Erwartungen der Politik und auch der Öffentlichkeit an diese Auktion sind gigantisch“, sagte Homann zur Eröffnung. Auch mit den zu versteigernden Frequenzen werde in Deutschland aber nicht das letzte Funkloch geschlossen. „Die Unternehmen können keine Wunder vollbringen mit diesen Frequenzen.“ Verbal ebenfalls etwas auf die Bremse trat Professor Torsten Gerpott von der Universität Duisburg-Essen - er warnte davor, sich zu viel zu versprechen von 5G. „Das ist eine ganz normale Weiterentwicklung von Mobilfunktechnik“, sagte er. „Mit 5G wird Deutschland nicht kurzfristig deutlich nach vorn gebracht, sondern es ist ein nächster evolutionärer Schritt hin zur Digitalgesellschaft, und zwar nur einer von vielen.“

Ein Teil der Blöcke, die nun verkauft werden, werden erst Anfang 2021 oder sogar erst 2026 frei - und zwar die 2-Gigahertz-Blöcke. Der andere Teil - also die 3,6-Gigahertz-Blöcke - können direkt nach dem Erwerb noch in diesem Jahr genutzt werden. Die Zeit drängt: Andere Länder wie die Schweiz und Österreich sind weiter, sie haben ihre 5G-Frequenzen bereits vergeben.

Beim Auktionsstart dabei war auch Valentina Daiber, die im Vorstand von Telefónica Deutschland für Regulierung zuständig ist. „Für die Zukunft sehen wir uns sehr gut aufgestellt“, sagte sie. Zu 5G liefen bereits Testprogramme ihrer Firma mit Netzausstattern. „Insofern rüsten wir uns dafür, eine wichtige Rolle im Wettbewerb bei 5G einzunehmen.“

Durchgeführt wird die Auktion in Mainz, wo der Technik-Standort der Bonner Bundesnetzagentur ist. 5G steht für 5. Mobilfunkgeneration. Die Übertragungsrate ist etwa 100 Mal so hoch wie beim Vorgänger 4G, auch LTE genannt. Vor allem für die Industrie spielt 5G eine große Rolle, auch wegen der extrem kurzen Reaktionszeiten, die zum Beispiel die Fernsteuerung von Maschinen und Fahrzeugen ermöglichen.

dpa/pf

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news-22366 Mon, 18 Mar 2019 15:44:28 +0100 Frosta optimiert seine Lieferprozesse http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/frosta-optimiert-seine-lieferprozesse-22366/ Ein effizientes Supply-Chain-Management ist entscheidend für die Produktqualität von Tiefkühlwaren. Frosta, einer der größten Hersteller von Tiefkühlprodukten in Europa, hat sich für Technologielösungen von Motorola Solutions entschieden, um die Logistikkette bei der Abholung und Auslieferung seiner Tiefkühlprodukte weiter zu optimieren. Die Kommunikationslösungen werden bei Frosta in Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern des Herstellers implementiert: Telemann, einem Systemhaus für Kommunikationslösungen und nutzerspezifischen Software-Lösungen, und Seamcom, einem Systemdistributor für analoge und digitale Funktechnologien.

 

Frosta wird mit Advisor TPG2200 Tetra-Pagern und -Funkgeräten ausgestattet und will dadurch die Liefergeschwindigkeit und -effizienz des Tiefkühlwarenherstellers steigern. Das Unternehmen setze die hochverfügbare Kommunikationstechnologie ein, um seine Transportfahrer zu benachrichtigen, wenn die Tiefkühlwaren oder Frachtpapiere am Produktionsstandort Bremerhaven abholbereit sind. Da das Werksgelände in der norddeutschen Hafenstadt zu wenig Platz bietet, um mehreren Lieferfahrzeugen ein Warten auf die Beladung zu ermöglichen, setzt das Unternehmen auf die Echtzeitbenachrichtigung der Fahrer durch den Pager. 

 

Jeder Fahrer erhält bei seiner Ankunft am Frosta-Werk in Bremerhaven einen Pager. Sind die Tiefkühlprodukte oder die Frachtpapiere bereit für die Abholung, entsendet das Logistik-Management-System von Frosta eine entsprechende Benachrichtigung. Diese wird über eine Applikation von Telemann an das Gerät des entsprechenden Fahrers übermittelt und fordert ihn somit zur Abholung auf. Jeder Disponent könne das System von seinem Arbeitsplatz aus einfach über den Webbrowser bedienen. Die Lieferfahrer wiederum könnten die Zeit für Erholungsphasen nutzen.

 

Bei der Beladungs- und Lieferplanung unterstütze auch ein weiteres Feature des Motorola-Pagers: So soll das Lebensmittelunternehmen über die Lokalisierungsfunktion erkennen können, wenn ein Fahrzeug seinen vorgegebenen Standort verlässt. Auf diese Weise könne das Unternehmen auch ermitteln, wie viel Zeit ein LKW für den Weg zur Laderampe benötigt. Dadurch sei das Unternehmen in der Lage, seine Ladeprozesse weiter zu optimieren sowie Wartezeiten für seine Transport- und Lieferfahrer zu reduzieren.

 

https://www.it-zoom.de/„Wir arbeiten laufend daran, unsere Prozesse zu optimieren, um unseren Kunden bestmögliche Produktqualität zu bieten“, erklärt Thorsten Fietze, IT Systemadministrator der Frosta AG. „Mit den neuen Pagern können wir unseren Transport- und Lieferfahrern ein leichtes und robustes Kommunikationstool an die Hand geben, das sie sofort einsetzen können, weil es so intuitiv zu bedienen ist.“

 

Bild: gettyimages/iStock

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Mobile Business Lager und Logistik
news-22362 Mon, 18 Mar 2019 14:40:00 +0100 Neues iPad Mini unterstützt Apple Pencil http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/neues-ipad-mini-unterstuetzt-apple-pencil-22362/ Ein Air-Modell mit einer Bildschirmdiagonale von 10,5 Inch und eine neue Mini-Ausführung mit Unterstützung für den Apple Pencil – das ist die brandneue iPad-Generation >>> "Heute macht die iPad-Familie zwei große Sprünge nach vorne mit dem neuen 10,5" iPad Air, das High-End-Größe, -Features und -Leistung zu einem bahnbrechenden Preis bietet und einem bedeutenden Upgrade für das 7,9" iPad mini, das jetzt auch den vielen Anwendern, die den kompakten Formfaktor schätzen, Apple Pencil, Retina Display und den A12 Bionic Chip bringt“, verkündete Phil Schiller, Apples Senior Vice President of Worldwide Marketing, heute im Zuge der neuen Modelle.

Apple versprach heute zudem ein Update von iWork für iOS an, das nächste Woche verfügbar sein soll. Die neue Version enthalte unter anderem eine erweiterte Integration von Apple Pencil mit neuen Animationsoptionen in Keynote, mit denen Benutzer einen Animationspfad für jedes Objekt zeichnen könnten sowie eine neue Benutzeroberfläche, die eine einfache Implementierung von Effekten wie Verschieben, Drehen und Skalieren ermögliche. Im Gegensatz zur teueren iPad-Pro-Reihe verwendet Apple bei beiden neuen Modellen weiterhin das Fingerabdruck-Erkennungssystem TouchID und verzichtet auf die aufwändigere Gesichtserkennung FaceID. Die neuen iPads verfügen auch weiterhin über einen herkömmlichen Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinkenstecker)

Apple hat nach eigenen Angaben auch die Front- und Rückkameras verbessert. Außerdem seien die iPad-Modelle mit speziellen Sensoren darauf vorbereitet, Erlebnisse in Augmented Reality (AR) zu bieten. Die neuen Geräte sind die ersten iPad-Modelle die mit dem A12 Bionic Chip ausgestattet sind, der zuerst in den iPhones der XR/XS-Reihe verbaut wurde. Die Geräte sind in Silber, Space Grau und Gold mit 64 GB oder 256 GB erhältlich. Das neue iPad Mini beginnt bei 449 Euro für das Wi-Fi-Modell, das 10,5" iPad Air bei 549 Euro. Der Apple Pencil ist separat für 99 Euro erhältlich.

Das Hardware-Geschäft von Apple hatte zuletzt geschwächelt, vor allem weil der Absatz in China geradezu eingebrochen war. Außerdem war auch der Absatz des wichtigsten Apple-Produktes, des iPhones, im Weihnachtsquartal schlechter als erwartet ausgefallen. Das iPad-Geschäft hatte sich aber in dem schwierigen Umfeld mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 6,73 Milliarden Dollar gut behauptet. Genaue Absatzzahlen seiner Geräte nennt Apple nicht mehr.

Mit Material von dpa

Bildquelle: Apple

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news-22359 Mon, 18 Mar 2019 13:57:42 +0100 Wenn der Postmann gar nicht klingelt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/wenn-der-postmann-gar-nicht-klingelt-22359/ Das Start-up Uniberry und Vodafone planen, Zugangssysteme für Mehrfamilienhäuser zu digitalisieren und einen schlüssellosen Zugang via Barcode über das Internet of Things zu ermöglichen. Dadurch erhielten verschiedenste Liefer-, Wartungs-, Reinigungs- oder Pflegedienste bei Bedarf Zutritt. Die cloudbasierte Lösung soll eine Effizienzsteigerung im Gebäudemanagement mit sich bringen. Laut Unternehmen braucht der Postbote in Zukunft nicht mehr zu klingeln, denn egal, ob jemand zuhause sei oder nicht, das Paket kommt an. Mit der ‚Smart Door‘, einem digitalen Concierge von Vodafone, soll alles ohne Schlüssel über das Internet of Things funktionieren. Der Empfänger müsse dafür noch nicht einmal zuhause sein.

Schnell und bequem bestellen immer mehr Deutsche im Internet. Und dann wird auf die Paketsendung gewartet. Die Zustellung erfolgt in der Regel während der regulären Geschäftszeit. Viele der Empfänger sind allerdings berufstätig und können Pakete nicht persönlich zuhause entgegennehmen. Statt des erwarteten Pakets finden sie dann eine Benachrichtigung im Postkasten. Das Paket liegt dann meistens im nächsten Paketshop oder in der Postfiliale zur Abholung bereit. Das kostet unnötige Zeit für Kunden und für Zusteller zusätzlich auch noch Geld. Jeder erfolglose Zustell-Versuch wird vom Deutschen Verkehrsforum mit ungefähr 2,50 Euro für Logistik-Dienstleister beziffert.

Der vom Start-up Uniberry entwickelte digitale Concierge vernetzt Zusteller sowie Empfänger im Internet of Things (IoT). Smart Door soll dem Paketboten die Haustür zu Mehrfamilienhäusern ganz einfach über ein Modul, das an die Klingelanlage angebunden wird, öffnen können. Dieses Modul verfüge über einen Barcode-Scanner und eine Internetverbindung und sei mit dem elektrischen Öffner der Hauseingangstür verbunden. Der Paketbote scannt die Sendungsnummer des Pakets ein. Diese Sendungsnummer wird über Smart Door ausgelesen und online überprüft. Wenn der Logistiker bestätigt, dass sich das Paket in Zustellung befindet und für einen Bewohner des Hauses bestimmt ist, wird die Tür einmalig freigegeben. Der Paketbote hinterlegt die Sendung dann je nach Vorgabe im Haus in einem dafür vorgesehenen Bereich oder direkt vor der Wohnungstür des Empfängers. Der Empfänger bekommt über den Lieferdienst dann eine Zustellungsbestätigung.

Als digitaler Concierge ermögliche diese digitale Lösung neben zeitunabhängigen Warenlieferungen auch haushaltsnahe Dienstleistungen, die einen Zugang zu Gebäuden oder speziellen Räumen erfordern. Immer dann, wenn Personen vorübergehend oder sogar einmalig Zugang zu einem Mehrfamilienhaus oder Bürogebäude benötigen, soll Smart Door helfen. Dies sei zum Beispiel dann der Fall, wenn Servicetechniker zu Wartungsarbeiten bestellt, Lebensmittel-Lieferungen beauftragt wurden oder Pflegekräfte Hausbesuche machen. Ebenso können Hausbewohner Gästen digitale Schlüssel temporär einrichten. Zugangsschlüssel könnten in solchen Fällen bequem online generiert und per E-Mail an Smartphones geschickt werden. Ebenso können Türen auch durch die Hausverwaltung mit einem Klick aus der Ferne geöffnet werden.

Verfügt eine Tür nicht über einen elektronischen Öffner, sei dies für den digitalen Concierge ebenfalls kein Problem. Elektronische Schließzylinder lassen sich einfach nachrüsten. Die Ansteuerung erfolge in der Regel über eine gesicherte Funkverbindung. Dieselbe Technik lasse sich in das Smart-Door-Modul integrieren. Türen können dann über das Smartphone vor Ort oder zentral durch einen Operator freigegeben werden.

Bild. Vodafone

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news-22354 Mon, 18 Mar 2019 10:56:11 +0100 Google Plus soll für die Nachwelt erhalten bleiben http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/google-plus-soll-fuer-die-nachwelt-erhalten-bleiben-22354/ Ein Netzkollektiv hat sich vorgenommen, die öffentlichen Inhalte von Google Plus zu sichern, bevor das Portal am zweiten April endgültig abgeschaltet und gelöscht wird. In wenigen Wochen soll Googles soziale Netzwerk unwiederbringlich abgeschaltet werden. Ein Vorgang, an dem sich offenbar mehr Leute stören, als man mit Blick auf den Ruf der Plattform meinen würde. Anhänger argumentieren, dass durch die Löschung eine ganze Reihe an interessanten Diskussionen und Kommentaren zum Zeitgeschehen verloren gehen würden. Dagegen will das sogenannte „Archive Team” nun etwas machen. Das lose organisierte Kollektiv plant, den öffentlichen Teil des Portals bis zur Löschung am zweiten April in Gänze zu sichern.

Das Team schätzt, dabei bis zu 3,4 Milliarden Profile sichern zu müssen. Um bei dieser Mammutaufgabe eine realistische Chance zu haben, gibt es einige Einschränkungen bei der Spiegelung der Inhalte. So sollen etwa pro Posting nur bis zu 500 Kommentare gesichert werden. Umfangreichere Diskussionen können dementsprechend nicht erhalten bleiben. Foto- und Video-Inhalte sollen darüber hinaus nur in komprimierter Form gespeichert werden.

Die Köpfe hinter dem Projekt rufen in der öffentlichen Mitteilung zur Unterstützung auf. Die kann sowohl über Spenden als auch durch technische Ressourcen beigesteuert werden. Die heruntergeladenen Daten sollen letztlich bei „The Internet Archive” gehostet werden. Das gemeinnützige Projekt wurde 1996 gegründet und stellt unter anderem ein großes Archiv an gemeinfreien Werken zur Verfügung. Dort sollen sich inzwischen mehr als 10 Millionen Büche und Texte sowie mehr als jeweils drei Millionen Video- und Audiodateien befinden. Die Einrichtung wird offiziell als Bibliothek anerkannt.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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news-22352 Mon, 18 Mar 2019 08:43:32 +0100 5G-Auktion kurz vor dem Start http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/5g-auktion-kurz-vor-dem-start-22352/ Am Dienstag um 10 Uhr geht die lange geplante Auktion der neuen Mobilfunkfrequenzen los. Die großen Mobilfunkanbieter wollen trotz ihrer Unzurfriedenheit mit den Vergabebedingungen mitbieten. „Wir wollen mit dieser Versteigerung einen Beitrag leisten für das Thema Gigabitgesellschaft und insbesondere für das Thema Industrie 4.0“, sagte Bundesnetzagentur-Präsident Jochen Homann am Montag in Mainz. Er verwies darauf, dass sich die Frequenzen vor allem für die Industrie eigneten. Am Dienstagmorgen um 10 Uhr startet die Versteigerung, die wohl mindestens drei Wochen dauern wird. Ins Rennen gehen die bisherigen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica sowie der Neueinsteiger Drillisch vom Konzern United Internet. Fachleute rechnen mit Staatseinnahmen von drei bis fünf Milliarden Euro.

Homann zeigte sich zudem zuversichtlich, dass es künftig weniger Funklöcher geben wird. „Wir teilen das Interesse der Politik an einer besseren Flächenversorgung.“ Die Netzbetreiber, die bei der Auktion den Zuschlag bekommen, müssen laut Ausbauregeln der Bundesnetzagentur bis Ende 2022 alle Autobahnen und ICE-Strecken sowie die wichtigsten Bundesstraßen mit schnellem Internet versorgen. In einem zweiten Schritt müssen bis Ende 2024 die restlichen Bundesstraßen angeschlossen werden, es gilt hierfür eine Mindest-Übertragungsrate von 100 Megabit pro Sekunde. Für Landstraßen, wichtige Flüsse und Kanäle sowie die übrigen Zugstrecken gilt eine Ausbaupflicht für ein Mindesttempo von 50 Mbit pro Sekunde.

Die Auktion ist eine langwierige Sache - ähnliche Verfahren in den vergangenen zwei Jahrzehnten dauerten zwischen drei und sechs Wochen. Grund für die Dauer: Erst wenn auf keinen einzigen der 41 Blöcke mehr geboten wird, wird die Auktion für beendet erklärt - gibt es auch nur ein einziges weiteres Gebot auf einen Block, wird alles verlängert. Im Verfahren kommt es zu häufigen Verschiebungen der Gemengelage, daher bieten Unternehmen immer wieder auf andere Blöcke als zuvor.

Mobilfunkanbieter auf den Barrikaden

Der aktuellen Versteigerung vorausgegangen war ein erbitterter Streit um den genauen Ausbaukurs. Neben den Verpflichtungen für die Verkehrswege gibt es eine generelle Vorgabe, bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte zu versorgen. Insgesamt hatten die bisherigen Netzbetreiber die Auflagen als überzogen kritisiert und hatten vor Gericht auf eine Änderung gepocht. Doch das Kölner Verwaltungsgericht gab zunächst am vergangenen Freitag grünes Licht für die Frequenzauktion.

Neben den abgeschmetterten Eilanträgen sind die eigentlichen Klagen aber weiterhin anhängig - rein theoretisch könnte es passieren, dass die nun startende Auktion rückabgewickelt werden müsste, sollten sich die Netzbetreiber später doch noch vor Gericht durchsetzen. Das gilt aber als sehr unwahrscheinlich, weil sich das Kölner Verwaltungsgericht in seiner Entscheidung zu den Eilanträgen auch inhaltlich geäußert hatte und seine auch generell ablehnende Haltung gegenüber der Kritik der Firmen hat durchblicken lassen. Dies wertete Homann am Montag positiv - aus seiner Sicht ist das sogenannte Auktionsdesign solide und klagefest.

Trotz ihrer Klagen wollen die bisherigen Netzbetreiber sowie der Neueinsteiger Drillisch bei der Auktion mitmachen. „Wir wollen und werden 5G bauen“, sagt Vodafone-Sprecher Alexander Leinhos in Düsseldorf. Man habe sich zwar andere Auktionsbedingungen gewünscht und diese schon im Vorfeld der Auktion klären wollen. „Dennoch treten wir zur Auktion an, weil mit 5G die Digitalisierung Deutschlands vorangetrieben werden kann, nun leider aber mit dem Bremsklotz unklarer Vergaberegeln.“ Auch Telefónica zeigte sich entschlossen, sich bei der Auktion trotz der widrigen Bedingungen durchzusetzen.

Die Bundesnetzagentur führt die Auktion durch, ihre Zentrale ist in Bonn. In Mainz hat sie aber einen Technik-Standort, der sich für das aufwendige Verfahren eignet - daher ist die Versteigerung in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt.

Das Kürzel 5G steht für 5. Mobilfunkgeneration. Die Übertragungsrate ist etwa 100 Mal so schnell wie sein Vorgänger 4G, auch LTE genannt. Immens wichtig ist hierbei auch die Latenzzeit, also die Daten-Laufzeit - diese ist bei 5G nahezu in Echtzeit. Das macht 5G zum Beispiel in der Medizin zu einem zentralen Bestandteil von Zukunftstechnik, so sollen in der Tele-Chirurgie Roboterarme über das Internet bei einer Operation gesteuert werden. In Fabriken sollen Maschinen besser miteinander kommunizieren, um effizienter zu werden. Insgesamt soll Deutschlands Industrie auch dank 5G wettbewerbsfähig bleiben und im harten globalen Konkurrenzkampf bestehen können.

dpa/pf

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news-22348 Fri, 15 Mar 2019 15:57:50 +0100 Ein Blick in die digitale Schule http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/ein-blick-in-die-digitale-schule-22348/ Die Oberschule Gehrden bei Hannover ist ein Musterexemplar für die digitalisierung des Bildungswesens. Ein Blick in die Einrichtung zeigt, was möglich ist. Von Blöcken oder Heften fehlt im Klassenzimmer jede Spur, dafür leuchten viele Displays. „Die Lehrer sind fit, sie sind zu fit“, sagt Nikolai. Zocken sei während des Unterrichts nicht möglich, Schummeln erst recht nicht. Der Zwölfjährige meint das iPad, das vor ihm liegt. Alle Schüler haben ein Tablet. Schulbücher stehen in der Oberschule Gehrden bei Hannover nur vereinzelt in den Regalen.

Bereits auf den Fluren merkt man, dass in dieser Schule etwas anders ist. Mädchen und Jungen sitzen während des Unterrichts mit ihren Tablets auf dem Boden im Gang und lösen Matheaufgaben. Einige von ihnen haben einen speziellen Stift in der Hand, mit dem sie auf dem Bildschirm schreiben können. Es herrscht Campus-Atmosphäre. Mittlerweile wird hier fast komplett digital gearbeitet. Wo früher eine Tafel war, steht heute ein großer Fernseher. Wenn die Fünft- bis Zehntklässler etwas präsentieren wollen, verbinden sie ihr Tablet mit dem Fernseher oder schicken die Dateien an ihre Mitschüler. Alle haben eine digitale Mappe, in der sie Aufgaben bearbeiten und abgeben.

Nach monatelangem Hin und Her hatten sich die Bundesregierung und die Länder im Februar auf den Digitalpakt geeinigt. 30.000 Euro soll jede Schule in Niedersachsen in einem ersten Schritt erhalten: Damit sollen WLAN-Netze eingerichtet, Cloud-Angebote geschaffen und interaktive Tafeln angeschafft werden.

Wie eine digitale Schule aussehen kann, zeigt die Oberschule Gehrden. Nach ersten Tests im Jahr 2010 stellte sie sich nach und nach um. Unterstützung erhielt sie dabei vom Träger, der Stadt Gehrden. „Wir hatten Glück, vorausschauende Mitarbeiter bei der Stadt zu haben“, erinnert sich Schulleiter Carsten Huge. Insgesamt seien rund 150.000 Euro in Digitalisierung, Glasfaserkabel, WLAN-Netze und Server gesteckt worden. Ende 2017 erhielt die Oberschule als erste öffentliche deutsche Schule die Auszeichnung „Apple Distinguished School“. Weltweit tragen laut iPad-Hersteller Apple inzwischen 470 Schulen diesen Titel, davon 7 in Deutschland.

„Wir sind noch lange nicht am Ende“, betont der Schulleiter. Der Personalbedarf werde sich ändern. „Es müssen neue Stellen geschaffen werden, die Schule braucht einen IT-ler.“ Mit dem Kauf von Tablets sei es nicht getan, meint auch die didaktische Leiterin, Anke Berlin: „Das iPad ist nicht das Allheilmittel.“ Häufig fehle es noch an passenden Unterrichtsmaterialien. Die hätten die Lehrer meist selbst erstellen müssen.

„Nahezu jedes Material, das die Verlage heute verkaufen, ist immer auch digital erhältlich - Text, Audio, Video, Bilder, auch Wandkarten und Atlanten“, sagt dagegen Ilas Körner-Wellershaus, Vorsitzender des Verbandes der Bildungsmedien. Der Trend gehe aber zu Plattformen, die das digitale Lehrbuch im Mittelpunkt haben und dem die Lehrkräfte dann eigenes und fremdes Material zuordnen können.

Insgesamt verändere sich das Arbeiten der Lehrer, meint Schulleiter Huge. „Aus Einzelkämpfern werden Teamplayer.“ Dabei komme auch den Schülern eine andere Rolle zu. „Wir brauchen eine Abkehr vom Frontalunterricht hin zu einer Mitwirkungspflicht der Schüler.“ Die Schule solle Qualifikationen vermitteln, auf die es im Berufsleben ankommt. Das Tablet sei ein Werkzeug dafür.

Bei den Schülern kommen die Geräte gut an. „Es ist einfacher und praktischer, und es ist nicht so viel zu tragen“, sagt die zwölfjährige Hanna. Die Geräte gehören den Kindern. Die Eltern können das Tablet in einer Summe oder in monatlichen Raten zahlen.

Damit es im Unterricht nicht zu Problemen kommt, gibt es zehn sogenannte iPad-Regeln. Eine davon: Das Tablet muss am Morgen mit 100 Prozent geladen sein. Einen Freifahrtschein zur unkontrollierten Nutzung soll es nicht geben. „Die iPads können überwacht werden“, sagt Nikolai. Man könne nicht einfach daddeln, ohne dass der Lehrer es bemerkt. Die Lehrkräfte könnten während des Unterrichts mit einer App jederzeit die Bildschirme der Geräte kontrollieren. Wichtig sei es, alle Daten zu speichern. Sonst könne etwas verloren gehen, sagt sein Mitschüler Sverre.

Trotz aller Digitalisierung gibt es noch Situationen, in denen an der Oberschule Gehrden ganz klassisch und analog gearbeitet wird, denn auf dem Weg zur digitalen Schule in Niedersachsen sind noch juristische Fragen offen. Klassenarbeiten müssen in Gehrden aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen noch mit Stift und Papier geschrieben werden. Das findet nicht jeder schlimm. Hanna (12) sagt: „Die Klassenarbeiten sind analog besser.“

dpa/Maximilian Hett/Christina Sticht/pf

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news-22345 Fri, 15 Mar 2019 15:41:33 +0100 Digitale Bodyguards an Bord http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/digitale-bodyguards-an-bord-22345/ Cybersicherheit beschäftigt die Autoindustrie. 30 Prozent aller Fahrzeuge sind heute als rollende Hotspots im deutschen Straßenverkehr unterwegs. Das Internet unterstützt die Fahrer. Assistenzdienste sollen Sicherheit und Komfort bringen. Gleichzeitig nimmt die Sorge vor Hackern zu. Ohne ausreichenden Schutz können Cyberkriminelle über das Internet von überall auf der Welt auf ein Fahrzeug zugreifen. Mit einem neuen Konzept will die Telekom der Automobilbranche Unterstützung anbieten. Ein spezielles Abwehrzentrum für Autos könnte in Zukunft zum Schutz beitragen. Dies gab das Unternehmen nun in Bonn bekannt. Dirk Backofen, Chef der Telekom Security, sagt: „Das vernetzte Fahrzeug braucht einen digitalen Bodyguard. Hacker stoppen nicht vor unseren Autos. Das vernetzte Fahren wird nicht ohne eine Cyberabwehr in Echtzeit auskommen.“

Bonner Zentrum für Cyberabwehr

Das Cyber Defense und Security Operation Center (SOC) schützt die IT des Bonner Unternehmens. Der Konzern hat das Zentrum 2017 in Bonn gegründet. Das SOC soll auch mehrere DAX 30-Unternehmen und eine Vielzahl von Mittelständlern sichern. Ähnliche Zentren hat der Telekommunikationsanbieter weltweit. Alle seien dabei miteinander vernetzt und bilden gemeinsam mit dem Bonner SOC einen Verbund.

Laut Unternehmen wehren 240 Experten in den Sicherheitszentren rund um die Uhr Attacken ab. Sie analysieren, welche Absichten oder Fähigkeiten die Hacker haben und untersuchen Ihre Taktik (Threat Intelligence). Bei kriminellem Handeln kämen IT-Forensiker hinzu. Sie sollen Angriffe rekonstruieren und Beweise sichern. Mit den gewonnenen Informationen will der Konzern die eigene Technik für Cyberabwehr verbessern. Wichtige Daten liefern dabei die 2.500 weltweit installierten Honeypots.

Cyberabwehr für vernetzte Autos

Ein in bestehende Sicherheitsszentren integriertes Abwehrzentrum für Autos habe viele Vorteile. T-Systems unterstütze die Autobranche schon heute bei der Entwicklung vernetzter und eigenständig fahrender Autos. In einem sogenannten Car-SOC werde das Sicherheits-Know-how mit dem Wissen im Automobilbereich gebündelt. Die Branche gewinne so wertvolle Erkenntnisse im Kampf gegen Auto-Hacker und profitiere vom Wissen über Angriffe auf mittelständische Zulieferbetriebe oder andere Industrien mit kritischen Infrastrukturen. Die Abwehrsysteme sollen dabei selbstlernend handeln. Greife ein Hacker ein Unternehmen an, verteidige das SOC alle Unternehmen in Echtzeit. Genauso gehe dies mit Autos: Greift jemand ein Auto an, verteidigt das SOC alle anderen mit.

Erfolgreiche Auto-Hacks schärfen Cyber-Bewusstsein der Autobranche

Der Automobilbranche ist das Thema Sicherheit für vernetzte Fahrzeuge bewusst: Die Kanzlei Foley & Lardner befragte in den USA und Asien Führungskräfte zu vernetzten Autos. Fast zwei Drittel gaben an, das Thema Sicherheit zu bedenken. Auch die Europäer rücken zusammen. 15 Autobauer des Autoverbunds ACEA etwa. Sie planen, sich künftig mit Behörden und Industrie zu Cybersicherheit austauschen.

Anlass zum Nachdenken gab es wiederholt: Zuletzt veröffentlichten belgische Experten die Schwachstelle in einem Funkschlüssel. Die Forscher klonten diesen. Anschließend öffneten und starten sie den Wagen. Schadprogramme sind eine weitere Gefahr fürs Bordnetz. Sie breiten sich schnell im Fahrzeug aus. Je schneller die Reaktion, desto geringer der Schaden.

E-Call – in der EU ist das vernetzte Auto Pflicht für die Hersteller

Internet im Auto ist heute nicht allein Wunsch für die Ausstattung. Seit 31. März 2018 brauchen in der EU alle neuen Fahrzeugmodelle das Notrufsystem E-Call. Eine integrierte Sim-Karte bringt das Internet ins Auto. Bei einem Unfall sendet das Fahrzeug einen Notruf. Das rettet nach Angaben der EU-Kommission jährlich 2.500 Menschenleben.

Bild: gettyimages/iStock

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news-22338 Fri, 15 Mar 2019 11:52:23 +0100 Unfreiwillige Datenspender http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/unfreiwillige-datenspender-22338/ Die Randnotizen der Woche auf einen Blick: Fragwürdige Datensammlungen, weiterer Erfolg für Digitalpakt, Ausblick auf Android Q und mehr. Gesichtserkennung: IBM verarbeitet ungefragt Fotos von Privatpersonen

Laut einem Bericht des Nachrichtensenders NBC soll IBM fast eine Millionen Fotos von Flickr für das Training einer Gesichtserkennungssoftware genutzt haben. Die Bilder liefen demnach unter einer Creative-Commons-Lizenz und würden Aufnahmen von Privatpersonen enthalten, die nicht über die Nutzung informiert worden sein sollen.

Bundesrat besiegelt Digitalpakt

Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat den Milliardenhilfen für die Digitalisierung des Bildungswesens zugestimmt. Für den Beschluss war eine Änderung des Grundgesetzes notwendig, da die Finanzspritze vom Bund kommen soll, Schulen aber Ländersache sind. Das Geld soll in Breitbandanschlüsse, Laptops und Tablets fließen.

Android Q geht in die Beta-Phase

Kaum wurden auch die letzten Geräte mit Android Pie versorgt, da steht schon die wieder die nächste Version des mobilen Betriebssystems in den Startlöchern – zumindest als Beta. Im Zentrum der neuen Version soll das Thema Datenschutz stehen. Darüber hinaus spiele die Optimierung für faltbare Geräte eine wichtige Rolle, wie Google mitteilte.

Apple Pay für Kunden der Volksbanken

Neben der Sparkasse sollen auch die Volksbanken derzeit über eine Einführung von Apple Pay verhandeln. Das sagte Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), dem Handelsblatt. Desweiteren hieß es, dass man zuversichtlich sei, den Kunden noch in diesem Jahr eine Lösung anbieten zu können.

Angriff auf Citrix

Der US-Konzern Citrix hat über seinen Hausblog einen Angriff auf das interne Firmennetz bekannt gegeben. Demnach soll es Hackern gelungen sein, Geschäftsdokumente zu erbeuten. Der Vorfall soll sich bereits Anfang des Monats ereignet haben und nur entdeckt worden sein, weil das FBI auf den Verdacht aufmerksam machte. Die Ermittlungen sollen andauern, Produkte der Firma seien von dem Vorgang nicht betroffen, wie Sicherheitschef Stan Black festhält.

Nach „Pokémon Go”: Erste Details zu „Harry Potter: Wizards Unite”

Mit dem Lizenztitel will Entwickler Niantic an den Erfolg seines 2016 veröffentlichten Augmented-Reality-Spiels für Android und iOS anknüpfen. Das Spielprinzip soll dabei ähnlich wie bei „Pokémon Go” funktionieren und AR-Technologie mit ortsbasierten Events verknüpfen.

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Lifestyle Philip Fassing Mobile Business Startseite it-zoom
news-22334 Fri, 15 Mar 2019 09:51:52 +0100 Apple ätzt gegen Spotify http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/apple-aetzt-gegen-spotify-22334/ Spotify-Chef Daniel Ek hat Apple beschuldigt, seinen Dienst im Ökosystem des App-Stores bewusst klein zu halten. Der iPhone-Konzern reagiert nun ebenfalls mit schweren Anschuldigungen. Apple hat mit deutlichen Worten auf die Vorwürfe von Spotify-CEO Daniel Ek reagiert. Der Chef und Gründer des schwedischen Streamingdienstes hat sich am vergangenen Mittwoch in einem Blogeintrag über das Erlösmodell des App Stores beklagt. Dieses sieht vor, dass 30 Prozent der Erlöse durch Abo-Abschlüsse im Ökosystem des iPhone-Konzerns bleiben. Im zweiten Jahr sinken diese Abgaben auf 15 Prozent. Ek sieht hier einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber dem hauseigenen Konkurrenzprodukt Apple Music und hat eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt.

Apple weist die Anschuldigungen entschieden zurück und unterstellt dem Konzern in einer Pressemitteilung dreistes und unfaires Geschäftsgebaren: Spotify wolle alle Vorteile des App-Store-Ökosystems nutzen, ohne etwas dazu beitragen. Im gleichen Atemzug wird dem Unternehmen vorgeworfen, Künstler und Musiker nicht ausreichend zu unterstützen, die ihre Werke zur Verfügung stellen.

Apple betont, Spotify wie jede andere App zu behandeln und geht konkret auf die Benachteiligungsvorwürfe ein. Demnach hätte man inzwischen fast 200 Updates durchgewunken und so insgesamt 300 Millionen Downloads ermöglicht. Man würde nicht nur die Plattform dafür bieten, um die eigene Nutzerbasis mit Spotify in Kontakt zu bringen, sondern auch wichtige Entwicklertools und ein sicheres Zahlungssystem zur Verfügung stellen. Gegen Ende der Mitteilung werden Vorwürfe noch einmal besonders scharf: Das Ziel von Spotify sei es, mehr Geld mit der Arbeit von anderen zu machen. Dabei würden sie nicht nur probieren den App Store auszuquetschen, sondern auch Künstler, Musiker und Songwriter. Der Konzern richte ernsthaften Schaden in der Musikindustrie an.

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news-22333 Fri, 15 Mar 2019 09:17:20 +0100 5G-Auktion findet wie geplant statt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/5g-auktion-findet-wie-geplant-statt-22333/ Die Eilanträge von Telefónica, Vodafone und Deutsche Telekom wurden vom Kölner Verwaltungsgericht abgelehnt, die Auktion soll demnach wie geplant stattfinden. Das Kölner Verwaltungsgericht lehnte Eilanträge der großen Mobilfunkanbieter ab. Die Firmen hatten damit erzwingen wollen, dass zunächst die Rahmenbedingungen des Ausbaus geändert werden, bevor die 5G-Auktion starten kann.

Durch die Ablehnungen der Eilanträge, die unanfechtbar sind, kann die Versteigerung nun wie geplant am Dienstag beginnen. Ein Sprecher der Netzagentur sagte: „Wir freuen uns über die Entscheidung des Gerichts und die deutliche inhaltliche Bestätigung unserer Position.“ Ein Telefónica-Sprecher bedauerte die Entscheidung, die man „zur Kenntnis genommen“ habe.

Die Provider hatten ein sogenanntes Verhandlungsgebot angeprangert - aus ihrer Sicht könnte so eine Regelung dazu führe, dass sie Wettbewerber auf ihr Netz lassen müssen und ihre Investitionen in neue Mobilfunkmasten dadurch entwertet würden. Außerdem ärgerten sie sich über Versorgungsauflagen - bis Ende 2022 sollen mindestens 98 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland mit schnellem Internet versorgt werden, zudem soll es schnelle Verbindungen unter anderem an allen Autobahnen geben. Solche Ausbaupflichten wären aus Sicht der Firmen nicht zumutbar, zumal sie dafür andere Frequenzen benutzen müssten, die bereits 2015 ersteigert wurden.

Die Kölner Richter erteilten den Netzbetreibern aber eine Abfuhr. Die von der Bundesnetzagentur festgelegten Ausbauregeln seien „nach dem in den Eilverfahren gewonnen Erkenntnisstand rechtmäßig“, befanden sie. Die Regulierungsbehörde habe ihren Ausgestaltungsspielraum für die Frequenzvergabe nicht überschritten. Auch das in dem Regelwerk verankerte Verhandlungsgebot sichere die Regulierungsziele des Telekommunikationsgesetzes. Die Bundesnetzagentur halte dieses Gebot für „geeignet und erforderlich“ - diese Bewertung sei nicht zu beanstanden, so die Kölner Richter. Zudem wiesen sie darauf hin, dass eine zeitnahe Versteigerung der Frequenzen „ein erhebliches öffentliches Interesse“ habe. „Die von den Antragstellerinnen geltend gemachten Belange hätten demgegenüber geringeres Gewicht.“

Separat zu den Netzbetreibern und aus anderen Motiven hatte der Diensteanbieter Mobilcom-debitel (Freenet) ebenfalls Klage und Eilantrag eingereicht. Auch dieser Eilantrag scheiterte.

Ganz beendet ist der juristische Widerstand der Mobilfunkbranche gegen die staatlichen Ausbauregeln noch nicht, die Ende 2018 eingereichten Klagen sind weiterhin anhängig beim Verwaltungsgericht. Allerdings bekommen sie nun keine aufschiebende Wirkung. Durch die scharfe inhaltliche Ablehnung der Firmen-Kritik dürfte die Gerichtsentscheidung aber ein Fingerzeig sein, dass die Hauptsacheverfahren ebenfalls zum Scheitern verurteilt sind.

Der Telefónica-Sprecher deutete aber an, dass seine Firma das Hauptsacheverfahren durchfechten will. „Nach Abschluss eines dieser regulär weiterlaufenden Gerichtsverfahren gegen die Vergaberegeln könnte weiterhin der Fall eintreten, dass eine bereits stattgefundene Auktion basierend darauf rückabgewickelt werden müsste“, sagte er. Dies könnte dem Netzausbau weit mehr schaden, als dies eine Verschiebung der Auktion und zeitnahe Neufassung der Vergaberegeln getan hätte, sagte der Telefónica-Sprecher.

Die Politik reagierte großteils erleichtert. „Es ist gut, dass die Rahmenbedingungen in diesem Bereich nun geklärt sind und die Versteigerung beginnen kann“, sagte Ulrich Lange, Vize-Fraktionschef der CDU/CSU im Bundestag. Sein Pendant bei der SPD, Sören Bartol, sprach von einem Signal an die Telekommunikationsunternehmen - sie müssten die harten Versorgungsauflagen akzeptieren, wenn sie mit den Frequenzen gutes Geld verdienen wollten. „Das lässt sich auch nicht durch Klagen aushebeln.“

FDP-Vizefraktionschef Frank Sitta war ebenfalls erfreut. „Eine Verzögerung hätte sich der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht leisten können.“ Er wies darauf hin, dass die Frequenzen in Österreich und in der Schweiz schon vergeben seien. Der Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer wertete die Kölner Entscheidung als „Sieg der Bundesnetzagentur, die selten vor Gerichten Niederlagen einstecken muss“. Er monierte aber, dass die von den Firmen beklagten Ausbaupflichten nur „fromme Wünsche“ der Behörde seien, da sie bei Missachtung der Regeln keine geeigneten Sanktionen verhängen könnte.

5G ist vor allem für die deutsche Industrie wichtig. Die 5. Mobilfunkgeneration - daher das Kürzel 5G - hat hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und Latenzzeiten nahe null, der Datentransfer erfolgt also nahezu in Echtzeit. Dies wiederum ist wichtig für autonomes Fahren oder die Telemedizin, bei denen selbst minimale Verzögerungen schwere Folgen haben könnten. Für Privatkunden spielt 5G hingegen noch eine untergeordnete Rolle, da die meisten mobilen Anwendungen auch mit dem aktuell schnellsten kommerziell angewandten Standard - 4G oder LTE - gut laufen. Allerdings sind die bisherigen LTE-Netze lückenhaft.

dpa/pf

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news-22329 Thu, 14 Mar 2019 10:31:43 +0100 So meistert es industrielle Aufgaben http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/so-meistert-es-industrielle-aufgaben-22329/ Das neue 7-Zoll-Rugged-Tablet DT372AP bietet laut DT Research einen Quad-Core-Pentium-Prozessor, einen hellen kapazitiven Touchscreen für die Bedienung in lichtarmen Umgebungen, einen zuverlässigen Betrieb bei Temperaturen zwischen minus 20 und plus 50 Grad Celsius sowie die Schutzart IP65 für Wasser- und Staubdichtigkeit. Die Militärnorm MIL-STD 810G bescheinige dem Gerät zudem Vibrationsresistenz. Zusammengenommen empfehle sich das neue Rugged-Tablet somit für raue Umgebungen in Produktionshallen und für Außeneinsätze in Industrie und Logistik. Optionen wie die rückseitige Kamera, LTE oder Long Range Bluetooth bieten Flexibilität für weitere Einsatzmöglichkeiten. Das DT372AP ist über den Distributor Concept International erhältlich.

Das lüfterlose Gerät läuft unter Windows 10 IoT Enterprise. Der Prozessor leistet 1,1 GHz (im Turbobetrieb bis zu 2,5 GHz). Acht Gigabyte Arbeitsspeicher und Schnittstellen wie USB 3.0, Wlan sowie Bluetooth 4.0 sind weitere Ausstattungspunkte.

Die Akkus sollen sich für einen reibungslosen Dauerbetrieb im laufenden Betrieb austauschen lassen. Das neben LTE optionale Long Range Bluetooth biete rund 300 Meter Reichweite; die ebenfalls auf Wunsch erhältliche rückseitige Kamera biete fünf Megapixel.

Bildquelle: DT Research / Concept International

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Mobile Business Rugged Devices
news-22328 Thu, 14 Mar 2019 10:07:55 +0100 10 Spieleklassiker für das Smartphone http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/10-spieleklassiker-fuer-das-smartphone-22328/ Von MS DOS bis zum Amiga 500: Unzählige Spiele der legendären 8- und 16-Bit-Ära sind inzwischen ganz unkompliziert auf mobilen Geräten spielbar. Diese Umsetzungen bieten auch heute noch einen guten Zeitvertreib >>> „The Secret Of Monkey Island”
Mit diesem Spiel hat Entwickler und Autor Ron Gilbert im Jahr 1990 Geschichte geschrieben und ist seitdem so etwas wie die (unfreiwillige) Ikone des Adventure-Genres. Der Spieler muss dem naiven Taugenichts Guybrush Threepwood dabei helfen, ein echter Pirat zu werden. Das bringt nicht nur zahlreiche Rätsel, sondern auch einen ganz besonderen Humor mit sich. Erhältlich für iOS.

„Sonic The Hedgehog”
Mit der Sega-Forever-Spielesammlung hat das einstige Konsolenimperium gleich eine ganze Reihe an Klassikern aus dem eigenen Portfolio für Android- und iOS-Geräte verfügbar gemacht. „Sonic The Hedgehog” dürfte fraglos das ikonischste dieser gelungenen Mobile-Portierungen sein und lässt sich auch fast 27 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung immer noch gut spielen.

„Ports Of Call”
Wer es lieber etwas ruhiger angehen lässt, dürfte mit dieser klassischen Wirtschaftssimulation aus dem Jahr 1987 gut beraten sein. Zunächst auf dem Amiga 500 erschienen, folgte im Jahr 1990 auch eine DOS-Version des Spiels, in dem durch kluge Planung eine Reederei zum Erfolg geführt werden muss. Entwickelt wurde das Spiel von Rolf-Dieter Klein, der auch als Moderator des öffentlich-rechtlichen TV-Formats „ComputerTreff” bekannt war. Erhältlich für iOS und Android.

„Pac-Man”
Als das vermutlich bekannteste Automatenspiel aller Zeiten eignet sich dieser Klassiker dank seines simplen Spielprinzips auch heute noch bestens dafür, um kurze Wartezeiten zu überbrücken. Im Jahr 1980 veröffentlicht, markierte der Spielautomat der japanischen Firma Namco den Beginn der großen Spielhallen-Ära und wurde später zum ultimativen Synonym für diese Zeit. Erhältlich für iOS und Android.

„Ghosts’n Goblins”
Dieser Titel debütierte 1985 ebenfalls als Automat in den Spielhallen, feierte aber auch durch seine zahlreichen Portierungen für Systeme wie den C64, ZX Spectrum oder Atari ST große Erfolge. Von der aus heutiger Sicht eher einfach gehaltenen Aufmachung sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen, gilt der Titel doch bis heute als eines der schwersten Computerspiele aller Zeiten. Erhältlich für iOS und Android.

„Mega Man”
Im Jahr 1987 für das Nintendo Entertainment System (NES) veröffentlicht, zählt die „Mega Man”-Reihe inzwischen unzählige Varianten und Abwandlungen des Originals und gehört damit zu den wichtigsten Videospielserien der späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahre. Wer noch einmal in diese Zeit eintauchen möchte, findet sowohl für iOS als auch für Android solide Portierungen des Jump’n’Run-Klassikers.

„R-Type”
Schnelle Reflexe sind bei „R-Type” gefragt, das zu den populärsten Vertretern des sogenannten „Shoot 'em up”-Genres zählt. Hier muss es der Spieler als Pilot eines futuristischen Raumschiffes mit zahlreichen Gegnern im Luftkampf aufnehmen. Während die Serie heutzutage keine besondere Rolle mehr spielt, genießt sie vor allem rückblickend einen ausgeprägten Kultstatus. Erhältlich für iOS und Android.

„Rollercoaster Tycoon”
In diesem Aufbaustrategiespiel aus dem Jahr 1999 können Spieler ihren eigenen Vergnügungspark konstruieren. Ein Prinzip, das schnell Kult wurde und im Nachgang zahlreiche Fortsetzungen mit sich brachte. Für die iOS- und Android-Version wurde der Klassiker leicht überarbeitet, strahlt aber immer noch den gleichen Charme wie vor 20 Jahren aus.

„Another World”
Im Jahr 1991 erschient mit „Another World” ein Spiel, das gleich in vielerlei Hinsicht bemerkenswert war. Nicht nur, dass der Titel mit seinem kunstvollen Grafikdesign auffiel – auch die Tatsache, dass der französische Entwickler Éric Chahi das Spiel fast komplett im Alleingang erschaffen hat, ist heute noch verblüffend. „Another World” ist heute für viele Plattformen erhältlich, darunter auch iOS und Android.

„Double Dragon Trilogy”
Mit dieser Serie schuf das japanische Entwicklerstudio Technos im Jahr 1987 ein neues Genre und popularisierte das sogenannte „Beat-’em-up” in den Spielhallen. Die Reihe um die schlagkräftigen Brüder Jimmy und Billy war so erfolgreich, dass man sich 1993 sogar an einer Kinointerpretation des Spiel versuchte – mit mäßigem Erfolg. Mit der „Double Dragon Trilogy” bekommt man alle drei Teile für iOS oder Android.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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Mobile Business Startseite it-zoom Lifestyle Philip Fassing
news-22315 Wed, 13 Mar 2019 13:21:00 +0100 Nur ein paar Prozent aller Daten werden genutzt http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/nur-ein-paar-prozent-aller-daten-werden-genutzt-22315/ Das weltweite Datenvolumen ist in der Größenordnung einer eins mit 21 Nullen angekommen. Doch genutzt wird davon nur ein Bruchteil. Die Menge der weltweit verfügbaren Daten steigt langsam ins Unermessliche. Doch nur ein Bruchteil davon wird verarbeitet, der Rest ist Dark Data, das große Unbekannte in den Daten. Warum das so ist und welche Probleme für Unternehmen daraus entstehen können, erklärt Prof. Dr. Iris Lorscheid, Professorin für Digital Business & Data Science an der University of Applied Sciences Europe in Hamburg in einem Interview.

Frau Dr. Lorscheid, was ist mit dem Begriff Dark Data genau gemeint?
Der Begriff „Dark Data“ - oder „schlafende“ Daten - bedeutet, dass wir deutlich mehr Daten erheben als wir analysieren. Welchen Zweck sie einmal erfüllen könnten, ist uns dem Namen entsprechend noch nicht bewusst. Gesammelt werden sie trotzdem: Wir sind mit unseren gespeicherten Daten weit oberhalb der Milliarde im Zettabyte-Universum ankommen, das sind 1021, also 21 Nullen hinter der Eins. Um es anschaulich zu machen: Dies ist die Größenordnung aller Sandkörner an den Stränden unserer Welt oder alle bisher gesprochenen Worte der Menschheit – unfassbar große Datenmengen.

Wie groß ist denn der Anteil der Daten, die nicht mehr analysiert werden können?
Laut einer Studie von IBM waren bereits im Jahr 2015 über 80 Prozent aller Daten ungenutzt und sollten bis 2020 auf 93 Prozent steigen. Das sind enorme Massen an Informationen, beispielsweise von Algorithmen im Internet und „smarten“ Geräten in unserem Alltagsgebrauch gesammelt werden - Quellen sind etwa unsere Bewegungen im Internet, Aktivitäten in Sozialen Medien, Daten aus unserer Smartphone-Nutzung und zunehmend auch das Internet of Things. Dort werden von den Unternehmen sogar nur weniger als ein Prozent der Daten untersucht, mehr als 99 Prozent der gesammelten Daten gehen verloren, bevor sie die Entscheidungsträger überhaupt erreichen.

Das sind enorme Zahlen. Aber warum erheben die Unternehmen überhaupt so viele scheinbar unnötige Daten?
Weil sie es können. Niemand möchte die vielbesagte digitale Transformation verschlafen. So erheben Unternehmen oft prophylaktisch Daten. Für deren Nutzung gibt es aber häufig nur vage Vorstellungen, Schlagworte und einzelne Projektideen, die in keinem Verhältnis zum Datenvolumen stehen. Doch wer kann schon absehen wofür die Daten einmal wertvoll sein könnten? Dunkle Daten sind Daten, dessen Nützlichkeit wir noch gar nicht kennen oder noch nicht richtig ausnutzen können.

Welche Weise könnten Unternehmen denn solche Datenbestände nutzbringend einsetzen?
Es gibt bereits einige Fälle, in denen Dunkle Daten genutzt wurden. Fitness-Tracker etwa, deren primärer Zweck es ist, meine persönliche Gesundheit und mein Wohlbefinden zu verbessern. Doch daneben gibt es eine Bandbreite weiterer Möglichkeiten, wie diese Bewegungs- und Aktivitätsdaten genutzt werden könnten. Rein theoretisch ließe sich so der gesamte Alltag einer Person rekonstruieren, als auch sein Verhalten in bestimmten Situationen analysieren.

Kennen Sie da einen konkreten Fall?
Ja, Fitness-Tracking Daten werden bereits jetzt abseits ihres eigentlichen Zweckes genutzt: Bei Versicherungen. John Hancock, eine der größten Lebensversicherungen in Nord-Amerika, bietet seinen Versicherten Bonus-Optionen und Belohnungen, wenn die eigenen Fitness-Tracking Daten zur Einschätzung bereitgestellt werden. Mittlerweile wurde veröffentlicht, dass John Hancock nur noch „interaktive Verträge“ mit Optionen für digitale Fitness-Tracking Daten von tragbaren Geräten vergibt. Wer nicht protokolliert, bekommt keine Rabatte.

Also die Einteilung in gute und schlechte Kunden. Das ist für den Versicherer vermutlich sehr effizient, aber aus Kundensicht ein eher negatives Anwendungsbeispiel.
Ja, das veranschaulicht, dass die Erschließung dunkler Daten nicht immer positive Folgen haben muss. Doch es gibt auch andere Beispiele, etwa aus dem Monitoring, wo Sensordaten wertvolle Grundlagen für neue Analysen bilden. Das reicht bereits hinein bis in die Landwirtschaft, wo Dunkle Daten genutzt werden, um Vorhersagemodelle für Erträge basierend auf Umweltfaktoren und Ernährung zu erstellen.

Leider steht dem Nutzen auch ein großes Missbrauchspotenzial gegenüber. Der Handel mit persönlichen Daten ist ein großes Geschäft und viele erkennen, dass Daten das Öl unserer Zeit sind. Gleichzeitig sind wir sehr sorglos. Man hört häufig Aussagen wie: „Ich habe nichts zu verheimlichen.“ Unterschätzt wird dabei häufig, wie leicht sich derartige Informationen für unlautere Zwecke nutzen lassen. Ist ein solches digitales Profil über uns vorhanden, stellt sich die Frage, wofür es genutzt wird und ob wir selbst darauf überhaupt Einfluss nehmen können. Können wir uns von einem digitalen Etikett rehabilitieren? Das Negativbeispiel ist China mit seinem System der „Social Credits“.

Wie sollten Unternehmen auf das Missbrauchspotenzial reagieren?
Wichtig ist: Sie – eigentlich wir alle – müssen über Verantwortung sprechen. Wenn wir unsere Entscheidungen auf Daten und Analysen stützen, müssen wir besprechen, wer die Verantwortung für die Entscheidungen übernimmt und wie man verantwortungsvoll mit den Tools umgeht. Wir können uns nicht davon lossagen und auf den Algorithmus zeigen. Das ist ein Punkt, den wir in unserer Fachhochschule intensiv in der Ausbildung aufgreifen – langfristig muss hier jedoch der Gesetzgeber ran.

Bildquelle: Privat

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Ingo Steinhaus Mobile Business Startseite it-zoom Business Intelligence / Big Data
news-22313 Wed, 13 Mar 2019 11:43:22 +0100 Spotify schießt gegen Apple http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/spotify-schiesst-gegen-apple-22313/ Der Musikstreaming-Dienst Spotify hat Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt. Daniel Ek, der Chef des schwedischen Konzerns, wirft Apple unfairen Wettbewerb vor. Grund sind die hohen Abgaben im App Store. Spotify wehrt sich vor allem dagegen, dass der Musikdienst einen spürbaren Teil der Erlöse an Apple abgeben soll, wenn Nutzer ein Bezahl-Abo auf dem iPhone abschließen. Die Beschwerde nimmt einen Teil des Apple-Geschäfts ins Visier, der für den Konzern mit zuletzt sinkenden iPhone-Verkäufen immer wichtiger wird. In Apples App Store - und auch auf anderen Download-Plattformen wie etwa Googles Play Store für Android-Geräte - ist es üblich, dass App-Anbieter 70 Prozent der Erlöse bekommen, während 30 Prozent beim Betreiber bleiben.

Das gilt bei Apple grundsätzlich auch für Käufe innerhalb von Apps. Bei Abo-Erlösen senkt Apple die Abgabe vom zweiten Jahr an auf 15 Prozent. Im Play Store von Google könne Spotify hingegen alternative Bezahlwege einsetzen und zahle keine vergleichbare Abgabe an den Internet-Konzern, sagte Chefjurist Horatio Gutierrez am Mittwoch. Eine zentrale Forderung von Spotify ist, auch Apple solle zulassen, dass App-Anbieter Zahlungen am Plattformbetreiber vorbei abwickeln können. Gutierrez wollte keine Angaben dazu machen, wie hoch Spotify die bisherige Belastung für sein Geschäft durch die Apple-Regelung einschätzt.

Musikstreaming-Anbieter zeigten sich schon lange unzufrieden damit, dass sie einen Teil der Abo-Erlöse an Apple abgeben müssen, während der Konzern bei seinem konkurrierenden Dienst den gesamten Betrag bekommt. „Wenn wir diese Steuer bezahlen, würde uns das zwingen, unsere Premium-Mitgliedschaft künstlich deutlich teurer zu machen als Apple Music“, kritisierte Spotifys Gründer und Chef Daniel Ek.

Spotify bot die Abos in der iPhone-App eine Zeit lang teurer an als im Web. Inzwischen kann man das Premium-Abo auf dem iPhone gar nicht mehr abschließen. Auch der Videostreaming-Dienst Netflix bietet seit Ende vergangenen Jahres Neukunden keine Möglichkeit mehr an, ein Abo direkt in der App zu erwerben. „Wir wissen, dass andere Unternehmen in der Branche ebenso frustriert sind“, sagte Gutierrez, ohne Namen zu nennen. Der Musikdienst Deezer, ein kleinerer Konkurrent der beiden Streaming-Schwergewichte, erklärte auf Anfrage, man unterstütze die Position von Spotify, plane aber keine eigene Beschwerde oder ein gemeinsames Vorgehen mit dem Marktführer.

Blockadehaltung von Apple?

Apple mache Spotify das Leben schwieriger, weil der Musikdienst nicht das Bezahlsystem des iPhone-Konzerns nutze, kritisierte Ek. So habe Apple regelmäßig App-Updates blockiert und Spotify von firmeneigenen Produkten wie der Assistenzsoftware Siri, dem vernetzten Lautsprecher Homepod und der Computer-Uhr Apple Watch ferngehalten. Außerdem würden die Möglichkeiten, mit Nutzern zu kommunizieren, eingeschränkt. Deshalb sei eine weitere Forderung von Spotify, dass Apple uneingeschränkte Werbe- und Marketing-Kommunikation mit Kunden von Apps zulassen soll.

„Wir wollen keine Sonderbehandlung“, schrieb Ek und verwies darauf, dass etwa der Fahrdienst-Vermittler Uber oder der Essenslieferdienst Deliveroo auch keine Abgaben für die einzelnen Transaktionen in ihren jeweiligen Apps zahlen müssten. Apple wolle aber Spotify gezielt als Rivalen benachteiligen, betonte Gutierrez. Es sei ein klarer Interessenkonflikt, wenn ein Unternehmen gleichzeitig als Plattformbetreiber und Konkurrent agiere.

Die EU-Kommission hatte schon vorher die Doppelrolle von Firmen als Plattformbetreiber und Konkurrenten untersucht, zum Beispiel im Fall von Amazon. Dem Vernehmen nach soll auch Spotify schon in den vergangenen Jahren die Situation in Apples App Store in Brüssel angeprangert haben. Mit der förmlichen Beschwerde, die von der Kommission geprüft werden muss, bekommt das Thema eine neue Dynamik. Von Apple gab es am Mittwoch zunächst keine Reaktion auf die Spotify-Beschwerde.

Spotify schloss das vergangene Quartal mit 96 Millionen zahlenden Abo-Kunden ab, 9 Millionen mehr als drei Monate zuvor. Zusammen mit der Gratis-Version kam Spotify auf 207 Millionen Nutzer. Apple Music als Nummer zwei im Markt hat nach jüngsten Angaben mehr als 50 Millionen zahlende Nutzer - eine kostenlose Version hat der iPhone-Konzern nicht. Laut Berechnungen einiger Marktforscher wurde Spotify im wichtigen US-Markt allerdings inzwischen von Apple Music überholt.

dpa/pf

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news-22311 Wed, 13 Mar 2019 11:30:17 +0100 Simsme-Messenger hat einen neuen Besitzer http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/simsme-messenger-hat-einen-neuen-besitzer-22311/ Die Brabbler AG, Betreiberin der digitalen Kommunikationslösung Ginlo, hat mit der Deutschen Post eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb des Messengers Simsme getroffen. Im Gegenzug will sich die Deutsche Post an Brabbler beteiligen, um auch weiterhin an der Entwicklung des Messengers teilzuhaben. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion wird zeitnah erwartet. Jörg Sellmann, CFO der Brabbler AG, sagt: „Wir freuen uns darauf, das Beste aus beiden Produktwelten zusammenzuführen und digitale Kommunikationslösungen ‚Made in Germany‘ weiter auszubauen. Die Deutsche Post ist für uns dabei ein wichtiger strategischer Shareholder.“

Marco Hauprich, Senior Vice President Digital Labs bei der Deutsche Post AG und verantwortlich für Simsme, ergänzt: „Wir verkaufen Simsme zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage gerade bei Geschäftskunden anzieht und deshalb die Entwicklungskapazitäten stark ausgebaut werden müssen. Die Brabbler AG mit ihrer Expertise in der digitalen Kommunikation, einem kompetenten Entwicklerteam und Erfahrung im Vertrieb digitaler Services ist genau der richtige Partner, um unser Produkt auf die nächste Stufe zu heben.“

Für die Kunden der Messenger-Lösung soll sich erst einmal nichts ändern. Die Nutzung für Privatkunden bleibe kostenfrei, die individuell mit den Geschäftskunden vereinbarten Preise bei Simsme Business behielten ihre Gültigkeit. Die Daten der Nutzer blieben sicher und die Server würden auch weiterhin in Deutschland stehen, was die Einhaltung der strengen deutschen Datenschutzstandards sicherstelle. Auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten bleibe erhalten.

Bildquelle: Deutsche Post / Brabbler

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news-22310 Wed, 13 Mar 2019 10:36:21 +0100 Raiffeisen-Schweiz-Mitarbeiter können nun mobil arbeiten http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/raiffeisen-schweiz-mitarbeiter-koennen-nun-mobil-arbeiten-22310/ Die Raiffeisen Schweiz hat sich für die Digital-Experience-Management-Lösung Steelcentral Aternity von Riverbed entschieden, um ihren Mitarbeitern ein mobiles Arbeiten zu ermöglichen und die Leistungsfähigkeit ihrer Unternehmensanwendungen und digitalen Services zu optimieren. Die Lösung ist Teil eines Projekts von Raiffeisen Schweiz, das den Aufbau einer digitalen Arbeitsumgebung mit Unterstützung für mobiles Arbeiten ermöglichen, die Kundenberatung verbessern und die Effizienz erhöhen soll. Die Raiffeisen-Gruppe ist die drittgrösste Bankengruppe in der Schweiz, zählt 1,9 Millionen Genossenschafter und betreibt 880 Geschäftsstellen im ganzen Land. Sie verwaltet Kundenvermögen in Höhe von 196 Milliarden Schweizer Franken und Kundenausleihungen in Höhe von 188 Milliarden Schweizer Franken.

Die Bankengruppe hat knapp 11.000 Angestellte in der Schweiz, die von Laptops, PCs und Mobilgeräten aus über VPN an das Firmennetz angeschlossen sind. Die Mitarbeiter müssen in der Lage sein, auch unterwegs auf verschiedene bankenübliche Funktionen zugreifen zu können – von Hypothekenanträgen über Kreditprüfungen bis hin zu Kundenbindungs- und Kundenbetreuungsfunktionen. Dies muss schnell gehen und Systemaktualisierungen oder Verbindungsunterbrechungen dürfen die Arbeit nicht beeinträchtigen. Dabei brauchen die Mitarbeiter Zugriff auf alle benötigten Anwendungen – und zwar jederzeit und von jedem beliebigen Gerät aus.

Stets einen Schritt voraus


Im Zuge eines routinemässigen IT-Upgrades stellte die Bank fest, dass das Nutzererlebnis ihrer Mitarbeiter nur manuell überwacht werden konnte – ein ineffizienter und zeitaufwändiger Prozess. Raiffeisen entschied sich bei der Suche nach einem dynamischeren System, das Probleme erkennt, bevor sie von Mitarbeitenden überhaupt bemerkt werden, für Steelcentral Aternity. Diese Lösung zur Überwachung des Mitarbeiter- und Nutzererlebnisses soll aus jedem in der Raiffeisen-Gruppe verwendetem Gerät eine Selbstüberwachungsplattform mit integrierter Übersicht über eine Vielzahl an Datenströmen machen. Dies liefere Einblicke in die tatsächliche Nutzererfahrung.

Mit der Lösung „konnten wir alle unsere Erfolgskriterien erfüllen und unseren Mitarbeitenden ein effektives mobiles Erlebnis bieten“, so Stefan Somogyi, System Specialist Expert bei Raiffeisen Schweiz. „Performance, die Überwachung von Anwendungen und digitalen Services, schnelle Ladezeiten von Websites – die Lösung überzeugt in allen Bereichen.“ Somogyi zufolge werden Ausfallzeiten für Mitarbeiter und Geräte reduziert und Anwendungen arbeiten schneller. So sei das Team in der Lage, Performancedefiziten stets einen Schritt voraus zu sein.

Bildquelle: Thinkstock/Fuse

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news-22304 Tue, 12 Mar 2019 14:10:09 +0100 Oneplus 6T McLaren Edition setzt auf Schnelligkeit http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/oneplus-6t-mclaren-edition-setzt-auf-schnelligkeit-22304/ Das neue Smartphone „OnePlus 6T McLaren Edition“ soll den Beginn einer Partnerschaft markieren, die mitunter eine gemeinsame Leidenschaft für Geschwindigkeit zelebriert.

Inspiriert von dem Wunsch, bestehende Standards stets in Frage zu stellen, haben der Mobiltechnologie-Anbieter Oneplus und die Racing- und Technologiemarke McLaren ein komplexes Design in einer leistungsstarken und vielseitigen Erfahrung umgesetzt. 
So soll sich hinter dem Smartphone Oneplus 6T McLaren Edition eine Kombination aus Geschwindigkeit, Technologie und Schönheit verbergen.

Die Technologie umfasse dabei den neuen Ladestandard Warp Charge 30. Damit soll das Gerät in einem 20-minütigen Aufladevorgang jene Leistung erhalten, die es für einen ganzen Tag benötigt. Dank des neuen Ladegeräts und Akkudesigns sowie eines fein abgestimmten Energie-Management-Systems fließe die Energie zum Smartphone, ohne langsamer zu werden, selbst wenn das Gerät verwendet werde.

Dank der Ausstattung mit einem Qualcomm Snapdragon 845 sowie 10 GB Arbeitsspeicher soll das Smartphone auch im High-End-Gaming, bei Filmen in 4K, der Fotobearbeitung unterwegs oder beim schnellen Wechseln zwischen Apps nicht langsamer werden.

Die für McLaren typische Farbe Papaya Orange verläuft rund um die untere Kante des Geräts, bevor sie ins Schwarze übergeht. Das Muster unter der Glasrückseite des Telefons basiert auf Carbon Fibre, jener Technologie, die das Herzstück aller McLaren-Autos seit 1981 bildet. Damals wurde die Technologie in das Formel-1-Autodesign eingeführt, bevor sie 1993 in die Straßenwägen integriert wurde.  

Bildquelle: McLaren Technology Group

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news-22299 Tue, 12 Mar 2019 11:28:41 +0100 Wie die Roboter laufen lernen http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/wie-die-roboter-laufen-lernen-22299/ Die Zweibeiner und Vierbeiner unter den Robotern haben viele Vorteile, zum Beispiel sind sie besser der menschlichen Umgebung angepasst. Der T-800, die Replikanten, die Zylonen, C-3PO, Lt. Commander Data – viele der ikonischen Roboter aus Film und Fernsehen sind Zweibeiner, die an Menschen erinnern. Sie bestimmen das Bild der Roboter in der Alltagskultur. Der schlichte Grund: Es ist leichter, einen Menschen roboterartig zu kostümieren, als ein funktionierendes Modell zu konstruieren. Denn nichts ist schwieriger, als einer Maschine beizubringen, auf zwei Beinen zu gehen.

Roboter mit Rädern oder Rollen dagegen sind bereits in einigen Anwendungsnischen erfolgreich, als Mäh- oder Saugroboter, als Überwachungsroboter in der Sicherheitsbranche, als autonomer Transporter in Fabriken und in der Intralogistik oder als autonomer Rollkoffer, der den Besitzern folgt. Doch sie haben Grenzen, weswegen viele Hersteller für die Entwicklung von kommerziellen Robotern Beine bevorzugen.

So sind Roboter mit Beinen zum Beispiel besser an die typischen Alltagsumgebungen von Menschen angepasst. Ein Haushaltsroboter, der wegen seiner Rollen keine Treppe steigen kann, ist nicht besonders flexibel einsetzbar. Ein weiteres Anwendungsgebiet von Robotern mit Beinen ist die Erkundung eines Geländes oder Gebäudes. Auch hier sind Räder kaum von Nutzen. Doch trotzdem sind fast alle bisher im Markt eingeführten Roboter mit Rollen ausgestattet.

Zweibeiner brauchen aufrechte Haltung

Denn Gehen ist keine einfache Aufgabe, vor allem auf zwei Beinen. Die Robotik hat sogar eine erstaunlich lange Zeit gebraucht, um wirklich funktionierende Vierbeiner zu entwickeln. Die besten Beispiele dafür stammen von Boston Dynamics und aus dem Massachusetts Institute of Technology. Gemeinsam ist diesen beiden Geräten, dass sie nur recht einfach konstruierte Beine haben – ohne Füße, die dem Ganzen noch einmal einige Schwierigkeitsgrade hinzugefügt hätten.

Vierbeinige Roboter haben ein Knie- und ein Hüftgelenk und nutzen beides sehr dynamisch. Sie stehen nicht mit durchgestreckten, sondern mit leicht angewinkelten Beinen. Das ist so ähnlich wie bei Insekten, doch das Knie zeigt nach hinten - praktischer beim Treppensteigen. Damit überwinden sie recht widriges Terrain und sind im Gelände Fahrzeugen oder Robotern mit Rädern überlegen. Zudem können sie auch hüpfend Hindernisse überwinden.

Das zweibeinige Gehen ist jedoch eine ganz andere Sache, denn der Roboter muss sich zusätzlich aufrecht halten. Das ist nicht besonders einfach, wie diese sehr schöne Kollektion von purzelnden Bots zeigt. Ganz anders dagegen der zweibeinige Atlas von Boston Dynamics, der seit einiger Zeit Backflips und Parkour beherrscht. Zwischen den „Failing Robots“ und dem recht elegant über die Hindernisse hüpfenden Atlas liegen einige Jahre, sehr viel Erfahrung in der Weiterentwicklung von Robotik-Software und ganz andere technische Konzepte.

Durch Versuch und Irrtum gehen lernen

Das Video von Agility Robotics zeigt, dass die Bewegung auf zwei Beinen eine Frage von Dynamik und „Körperspannung“ ist. Die einzelnen Gelenke eines Roboters müssen dynamisch auf Hindernisse reagieren. Bei Agility Robotics beispielsweise werden keine Kameras genutzt. Der Roboter läuft blind und erkennt Hindernisse erst dann, wenn einer seiner beiden Füße darauf trifft. Durch Sensoren erkennt der Roboter, dass er sein Bein nicht weiterbewegen kann und das nächste Bein nun ebenfalls auf ein Hindernis treffen wird.

In der Realität ist es noch ein wenig komplexer und es gibt die Gefahr, regelmäßig teuren Elektroschrott zu erzeugen. Aus diesem Grunde werden gehende Roboter oft in Simulationen trainiert. Dabei werden häufig zwei Technologien eingesetzt: evolutionäre Algorithmen und Reinforcement Learning. Beim ersten Verfahren werden zufällige Bewegungen der Beine erzeugt. Sie werden nun anhand ihres Erfolges in eine Verbesserungsschleife geschickt und dann durch Rekombination und Zufall verändert. In jeder neuen Generation wird der erfolgreichste Bewegungsablauf auf diese Weise weiterentwickelt, bis der Robot tatsächlich gehen kann.

Das zweite Verfahren nutzt ein neuronales Netzwerk, bei dem jede ausgeführte Bewegung ein positives oder negatives Ergebnis hat und das Lernmodell die positiven Ergebnisse verstärkt. Dadurch kann der Roboter ein optimales Verhalten durch Versuch und Irrtum herausfinden. Das ist vor allem für komplexe Bewegungen sehr sinnvoll. Ein Beispiel aus der Welt der Menschen: Beim Dart Punkte zu erreichen ist nicht einfach. Menschen lernen es am einfachsten durch Übung, also durch schlichte Wiederholung. Roboter ebenso.

Bildquelle: Boston Dynamics

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Ingo Steinhaus Startseite it-zoom Mobile Business Industrie 4.0 / MES
news-22288 Tue, 12 Mar 2019 07:59:00 +0100 5G: Das Problem mit der flächendeckenden Versorgung http://www.it-zoom.de/mobile-business/e/5g-das-problem-mit-der-flaechendeckenden-versorgung-22288/ Die Frage nach der Versorgungsdichte beim Aufbau des schnellen 5G-Standards ist einer der zentralen Streitpunkte zwischen Politik und Mobilfunkanbietern. Das sind die Hürden >>> Es war eigentlich nur ein flotter Spruch in einem Interview zur geplanten Auktion der 5G-Mobilfunkfrequenzen: „5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig“, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) im vergangenen November. Sie machte sich gleichzeitig für einen flächendeckenden Ausbau der 4. Mobilfunkgeneration LTE stark. Es folgte ein Sturm der Entrüstung. Zwei Stimmen von vielen: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kritisierte, Karliczek wolle „ganze Regionen von technologischen Entwicklungen wie 5G abhängen“. Die Grünen meinten: „Wenn es irgendwo schnelles Netz braucht, dann doch bitte auf dem Land. Da gibt's günstigen Wohnraum, Platz für Unternehmen, fitte Leute - aber eben oft kein schnelles Internet.“

Inzwischen haben sich die Wogen wieder etwas geglättet. Doch mit der Versteigerung der Frequenzen für die 5. Mobilfunkgeneration rückt auch wieder die Frage in den Mittelpunkt, welchen Beitrag 5G zur Beseitigung der „weißen Flecken“ auf der Mobilfunk-Landkarte liefern kann. Auch in der Landwirtschaft warten etliche Hightech-Bauern auf ein Mobilfunknetz mit minimaler Signallaufzeit, damit beispielsweise Mähdrescher mit Internet-Anschluss komplett autonom - und bei Bedarf sicher ferngesteuert - über die Felder fahren können.

Glasfaseranbindung bleibt essentiell

Technisch gesehen ist es aber keine banale Aufgabe, den schnellen 5G-Funk in jeden Winkel Deutschlands zu bringen. Das liegt zunächst einmal an der Tatsache, dass bei den hohen Ansprüchen an das neue Netz die meisten Mobilfunk-Basisstationen über Glasfaserleitungen angebunden sein müssen. In Ausnahmefällen kann eine Basisstation auch mit Richtfunk ins Netz gebracht werden. Diese Funkverbindung kann aber nicht die Geschwindigkeiten der Glasfaser bieten. In der Regel gilt deshalb: Ohne Glasfaser kein 5G.

Erschwerend kommt hinzu, dass die bei der Auktion angebotenen 5G-Frequenzen eigentlich nicht für eine flächendeckende Versorgung in Frage kommen. „Jetzt wird Spektrum bei 3,6 Gigahertz versteigert. Das ist allerdings wegen ungünstiger Ausbreitungsbedingungen für die Flächenversorgung gänzlich ungeeignet“, kritisierte Achim Berg, Präsident des Branchenverbandes Bitkom. Anstelle der existierenden 60.000 bis 70.000 Funkmasten brauche man im 3,6er Band rund 800.000 Funkmasten, um 98 Prozent der Haushalte mit 5G zu versorgen, rechnete Berg vor. „Deutschland müsste im Abstand von je einem Kilometer mit Funkmasten gespickt und schachbrettmusterartig aufgebaggert oder aufgefräst werden. Dagegen entstehen jetzt schon die ersten Bürgerinitiativen.“

Bei der Kalkulation des Bitkom-Präsidenten wurde allerdings nicht berücksichtigt, dass 5G auch mit niedrigeren Frequenzen funktioniert, die die Provider bereits vor drei Jahren ersteigert haben. Das 700-MHz-Band wurde einst für die erste Version des digitalen Antennen-Fernsehens DVB-T genutzt und wurde nach 2015 Schritt für Schritt für den Mobilfunk leergeräumt. Der Teufel liegt aber auch hier im Detail: Die drei großen Provider - Telekom, Vodafone und Telefónica (O2)- verfügen im 700-MHz-Band nur über enge Slots von zwei mal zehn Megahertz. Aufgrund dieser geringen Bandbreite wird sich deshalb die dort erzielbare Datenrate bei 5G in engen Grenzen halten.

Hoffnung auf LTE-Ausbau

Da andere Frequenzbereiche mit hoher Reichweite für 5G in absehbarer Zeit nicht frei werden, müssen die Mobilfunk-Kunden auf dem Land darauf hoffen, dass sich zumindest die Versorgung mit der vierten Mobilfunkgeneration LTE verbessert. Dort werden nämlich Frequenzen verwendet, die sich besser für eine flächendeckende Versorgung eignen (800 MHz und 900 MHz) als die neuen Frequenzen aus der 5G-Auktion. Positiv auswirken wird sich dabei, dass Technologiekonzerne wie Qualcomm und Samsung auch daran arbeiten, den bestehenden Standard LTE immer schneller zu machen.

Aber auch für die Verbesserung der LTE-Versorgung müssen viele neue Basisstationen aufgestellt werden. Und dafür benötigt man auch die Glasfaser-Leitungen in der Fläche. Damit sich der ganze Aufwand rechnet, wächst der Druck auf die Provider, mit ihren Wettbewerbern zusammenzuarbeiten. Das Szenario, dass ein Mobilfunkunternehmen die Basisstation samt Funkmast komplett aufbaut, ans Netz anschließt, betreibt und dann die Kunden der Konkurrenz über ein regionales Roaming mitfunken lässt, stößt allerdings bei Telekom, Vodafone und Telefónica auf Widerstand. Sie bevorzugen eine Zusammenarbeit bei der Infrastruktur: Ein Provider sorgt für den Glasfaser- und Stromanschluss und stellt den Funkmast auf. Die Wettbewerber können dann für ihre Technik einen Platz mieten und darüber ihre Kunden ohne Roaming direkt bedienen.

Allianz gegen Funklöcher

Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter schlug auf dieser Grundlage bereits eine „Allianz gegen Funklöcher“ von Vodafone, Telekom und Telefónica vor. „Wir drei Netzbetreiber, die wir wirklich in Deutschlands Infrastruktur investieren wollen, teilen uns die Flecken auf. Jeder baut dann ein Drittel davon aus“, sagte er in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. Einen schnellen Ausbau der 5G-Netze in der Fläche erwartet Ametsreiter nicht. „Es braucht acht bis zwölf Jahre, um mit einem neuen Netz eine gute Abdeckung zu erreichen.“

Damit läuft viel auf den Plan hinaus, den Forschungsministerin Karliczek bei ihrem verunglückten Interview im vergangenen November angekündigt hatte: 4G-Ausbau flächendeckend und dann irgendwann 5G draufsetzen. Das Zitat mit der Milchkanne will die CDU-Politikerin aber nicht mehr wiederholen. „Ich glaube, ich habe da ein falsches Bild gewählt“, sagte sie in einem ZDF-Interview. „Ich wollte in der Diskussion einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen einschätzen können, wie es voran geht.“

dpa/Christoph Dernbach/pf

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