Quartalszahlen kommen

iPhone-Verkäufe gestiegen?

Ist es Apple im vergangenen Weihnachtsgeschäft gelungen, mit dem iPhone 7 den monatelangen Geschäftsrückgang zu stoppen?

Gleich zwei Smartphones hatte eine Frau in München zum Verkaufsstart des neuen iPhone 7 gekauft. Foto: Peter Kneffel

Gleich zwei Smartphones hatte eine Frau in München zum Verkaufsstart des neuen iPhone 7 gekauft. Foto: Peter Kneffel

Am Dienstag (ab 22.30 MEZ) wird das wertvollste Unternehmen der Welt diese Frage mit aktuellen Quartalszahlen beantworten. Analysten rechnen mit Zuwächsen. Sie erwarten im Schnitt ein Umsatzplus bei zwei Prozent auf über 77 Milliarden Dollar.

Auch die iPhone-Verkäufe dürften gestiegen sein. Marktbeobachter schätzten den Absatz auf 75 bis 80 Millionen Geräte. Im Weihnachtsquartal 2016 waren die Verkäufe minimal auf 74,8 Millionen iPhones gestiegen. Das erlaubte Apple, einen Rekord-Quartalsgewinn von 18,4 Milliarden Dollar zu melden.

In den Geschäftsquartalen danach verkauften sich die iPhones jedoch jeweils schlechter als ein Jahr zuvor. Im Ergebnis schloss Apple sein Geschäftsjahr 2016 Ende September mit einem Umsatzrückgang von 8 Prozent auf 215,6 Millionen Dollar ab, der Gewinn schrumpfte um 14 Prozent auf 45,7 Milliarden Dollar.

Beim im September gestarteten iPhone 7 zweifelten viele Marktexperten an, ob es diese Rückgänge stoppen kann, da es weitestgehend das Aussehen der noch 2014 eingeführten 6er-Serie beibehielt. Zugleich vermieste sich der wichtigste Rivale Samsung sein Weihnachtsgeschäft selbst mit den Batteriebränden bei seinem «iPhone-Killer» Galaxy Note 7, das nach einer weltweiten Austauschaktion schließlich ganz aus dem Verkehr gezogen werden musste.

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt und macht rund zwei Drittel des Geschäfts des Konzerns aus. Aus dieser Abhängigkeit versucht sich Apple unter anderem mit dem Ausbau des Geschäfts mit Online-Diensten zu lösen.

Finanziell spielt es für Apple keine große Rolle, ob der Konzern einige Milliarden Dollar mehr oder weniger verdient. Apple setzt auf einem Geldberg von über 230 Milliarden Dollar. Allerdings ist das Interesse am neuen iPhone-Modell ein wichtiger Indikator für die Strahlkraft der Marke, von der die Zukunftsaussichten des Unternehmen abhängen.

Während die Verkäufe von Mac-Computern Marktforschern zufolge schwächelten, schätzen Analysten, dass der Konzern im vergangenen Quartal drei bis sieben Millionen Geräte von seiner Computer-Uhr Apple Watch verkaufen konnte. Apple selbst nannte seit der Markteinführung der Smartwatch im Frühjahr 2015 bisher keine Absatzzahlen.

dpa/rs

 

 

 

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