Enterprise Mobility in Zukunft

Das Internet der Dinge braucht Mobility Management

Das „Internet of Things (IoT)“ erweitert den Gerätezoo. Ohne zukunftsfähiges Enterprise Mobility Management gibt es keine IoT-Geschäftsmodelle.

50 Milliarden internetfähige Geräte – so groß soll das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) nach Einschätzung vieler Analysten bis 2020 werden. Dadurch wird sich in unserem Alltag einiges ändern. Internetfähige Geräte verbinden sich selbsttätig mit dem Netz, senden Statusberichte oder Alarmmeldungen.

Es gibt eine Vielzahl möglicher Anwendungen für diese Erweiterung des Internets. Gute Beispiele sind Raumthermostaten, die den Wetterbericht kennen und entsprechend reagieren oder vernetzte Autos mit eingebauter Stauvermeidung. Sicher werden sich innovative Startups noch viele weitere Szenarien für das Internet der Dinge ausdenken.

Das Netz der Pilotprojekte

Doch es geht nicht nur um neue Gadgets für Technik-Fans. IoT-Technologie wird auch in den Unternehmen eine kleine Revolution auslösen, denn ein mögliches Zukunftsszenario ist die Automatisierung durch intelligente Geräte.
Das beginnt nicht erst beim schon länger bekannten smarten Drucker, der seinen Wartungstechniker selber anfordert. Auch die Kundenbeziehungen werden sich verändern, wenn alle möglichen Geräte und Anlagen plötzlich internetfähig werden.

Doch noch ist es nicht so weit, das Internet der Dinge ist vorwiegend ein Netz der Pilotprojekte. Konkrete Anwendungen haben sich bislang noch nicht recht durchsetzen können. Vernetzte Geräte gibt es bisher lediglich in einigen Teilbereichen, zum Beispiel Smart Home-Systeme zum Selbsteinbau.
Auch die Unternehmen haben sich noch nicht auf das zukünftige Netz eingestellt. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Capgemini steht die Mehrzahl der Unternehmen noch ganz am Anfang. Weniger als 30 Prozent bieten bereits IoT-Services und nur ein Teil davon macht auch Umsätze damit.

Die meisten dieser Unternehmen stammen aus der industriellen Fertigung oder sind Medizingerätehersteller. Erste Ansätze gibt es außerdem bei Smart-Home-Lösungen von Energieversorgern oder von Automobilherstellern mit Produkten für das „Connected Car“.

Für Unternehmen bringen diese Umwälzungen langfristig wirkende Herausforderungen. Sie müssen bereits heute die Weichen stellen und ihre Geschäftsmodelle anpassen. So merken zum Beispiel Unternehmen aus dem Maschinenbau, dass intelligente, vernetzte Maschinen gravierende Auswirkungen auf ihre Wertschöpfung haben.

Fokus auf webbasierte Dienste

Ein einfaches Beispiel: Wenn eine Maschine mit Sensoren ihren Zustand an den Hersteller meldet, kann sie ihre eigene Instandhaltung veranlassen. Dadurch sind regelmäßige Wartungsverträge und Rundreisen von Monteuren nicht mehr notwendig. Der Fokus der Hersteller verlagert sich von der eigentlichen Hardware auf die webbasierten Dienste, mit denen die Kommunikation der Maschinen abgewickelt wird.

Eine Vielzahl dieser Verbindungen wird über die Mobilfunknetze abgewickelt werden. Das Internet der Dinge könnte aus Sicht der Unternehmen wie eine explosive Vergrößerung des bisherigen Mobilgeräte-Zoos wirken. Viele Geräte werden dabei ähnlich klein und mobil sein wie ein Smartphone – Wearables von Mitarbeitern, Badges für Transportkisten, Bordcomputer von Lkws und Autos.
Welche Betriebssysteme dabei eingesetzt werden, ist noch offen. Die bekannten Mobilbetriebssysteme iOS und Android, aber auch Windows haben gute Chancen. Sie werden auch im Internet der Dinge für Privatanwender und Industrienutzer eine führende Rolle einnehmen. Es ist daher naheliegend, Tools für Enterprise Mobility Management auch zur Verwaltung der IoT-Technologie einzusetzen.
Unternehmen müssen sich bereits heute auf die IoT-Zukunft einstellen und strategische Entscheidungen über ihre Anwendungen treffen. Eine sinnvolle Mobility-Strategie muss auch das Internet der Dinge als Zukunftsszenario abdecken. Denn wie auch immer die konkreten Anwendungen aussehen werden, eines ist sicher: Die Geräte gehören zur IT-Infrastruktur und müssen in die Enterprise Mobility integriert werden.

 

Link: Die Capgemini-Studie „The Internet of Things: Are Organizations Ready … ?“

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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