Der mobile Arbeitsalltag in der Praxis

Das mobile Unternehmen: die neue Art zu arbeiten

Wir sind in Bewegung: Mobile Endgeräte, mit denen wir überall auf das Internet zugreifen, Nachrichten lesen und mit Freunden kommunizieren, prägen längst unseren Alltag. Aber Mobility verändert ebenso unser Arbeitsleben. Kollegen, Geschäftspartner und Kunden erwarten heute wie selbstverständlich, ortsunabhängig arbeiten und miteinander kommunizieren zu können – über verschiedene Kommunikationstools und das mobile Endgerät ihrer Wahl.

  • Zunehmend finden mobile Endgeräte den Weg in Krankenhäuser, um Ärzte beispielsweise bei der Visite – in Form der mobilen Patientenakte – zu unterstützen.

  • Und auch im Bankenwesen ermöglichen Smartphones und Tablets einen schnellen Blick, etwa auf Kontobewegungen.

Der Münchner Kreis e.V., eine renommierte internationale Vereinigung für Kommunikationsforschung, etwa sieht in seiner Zukunftsstudie Innovationsfelder der digitalen Welt. Bedürfnisse von übermorgen eine „radikale Zäsur, vor der viele Bereiche der Arbeit jetzt schon bzw. in der (nahen) Zukunft stehen: nicht die industriellen Produktions- und Verwaltungsprozesse geben vor, wann und wo die erforderlichen Tätigkeiten abgewickelt werden, sondern der arbeitende Mensch möchte selbst entscheiden, wann er welche Arbeitsabläufe an welchen Orten absolviert.[…] In der Wahrnehmung der Befragten soll der Schreibtisch somit immer verfügbar und allgegenwärtig sein.“

Längst ist das Thema Mobility auch in der Politik angekommen. Günther Oettinger etwa, der in der nächsten EU-Kommission für Digitale Wirtschaft zuständig ist, warnt in der Welt am Sonntag: „Wir müssen die Geschwindigkeit unseres Handelns deutlich erhöhen. Die Revolution vollzieht sich schneller, als es viele Akteure in Politik und Wirtschaft wahrhaben wollen“.

Doch was Mobility für Unternehmen bedeutet und wie sie unseren Arbeitsalltag revolutioniert, zeigt sich am besten an Beispielen.

Mobile im Bankenwesen

Nehmen wir als erstes fiktives Beispiel eine Managerin in einer großen deutschen Bank. Beruflich ist diese Managerin viel unterwegs. Im Gegensatz zu früher ist ihr Büro heute jedoch dort, wo immer sie ist – im Taxi, am Flughafen oder beim Kunden vor Ort. Die notwendigen Voraussetzungen schaffen mobiles Internet und Anwendungen, deren Sicherheit den Unternehmensrichtlinien ihres Arbeitgebers entsprechen. Doch der Reihe nach:

Ein mobiler Arbeitstag in der Bank

Die Managerin fährt morgens mit dem Taxi zum Berliner Flughafen. In wenigen Stunden soll sie in der Zentrale in Frankfurt eine Präsentation über den Erfolg von Online-Banking in ihrer Bank halten. Kurz vor dem Flughafen bekommt sie eine Nachricht auf ihr Smartphone: Seit einigen Minuten brechen viele Kunden frühzeitig Transaktionen auf ihrer Banking-App ab.

Die Managerin hat von ihrem Arbeitgeber gerade ein neues Tablet zur Verfügung gestellt bekommen. Schnell hat sie aus dem App-Store des Unternehmens eine Anwendung installiert, über die sie mit ihren Kollegen nahezu in Echtzeit kommunizieren kann. Die Anwendungen aus dem App-Store entsprechen den hohen Ansprüchen ihres Arbeitgebers an Sicherheit und Compliance und verhindern, dass Mitarbeiter auf – aus ihrem Privatleben bekannte allerdings unsichere – Anwendungen, wie zum Beispiel What’s App, zurückgreifen.

Der Zugang zu den Anwendungen sowie zu geschäftlichen Daten und dem Netzwerk der Bank befindet sich in einem sicheren Container. Mit einem App-Launcher kann die Managerin auf E-Mails, Adressen, Kalender und Unternehmens-Apps in diesem Bereich zugreifen. Durch die klare Trennung in einen geschäftlichen und einen privaten Bereich auf dem Tablet stellt ihr Arbeitgeber sicher, dass vertrauliche Kundendaten nicht nach außen dringen.

Zusammenarbeit über firmeninterne Chatfunktion

In ihren Kontakten hat die Managerin schnell den richtigen Ansprechpartner im Support gefunden, ihn kontaktiert und ihm über die firmeninterne Chatfunktion eine Grafik der Abbruchzahlen geschickt.
Über die Chatfunktion tauschen die Managerin und ihr Ansprechpartner im Support weitere sachdienliche Informationen miteinander aus, etwa Links mit Analysen und die Anweisung, das Problem schnellstmöglich zu beheben.  

Analysewerkzeuge für die IT-Infrastruktur

Während die Managerin sich am Flughafen auf ihren Weg zum Flugzeug nach Frankfurt begibt, macht sich der Ansprechpartner im Support bereits an die Arbeit. Auf einem Dashboard auf seinem Bildschirm hat er sämtliche Analysewerkzeuge, die er benötigt, um die IT-Infrastruktur für mobile Technologien in seiner Bank zu kontrollieren. So kann er etwa alle Server von einer einzigen Oberfläche aus überwachen, managen und auf Störungen direkt reagieren. Noch bevor die Managerin aufgrund ihres Fluges vorerst nicht mehr erreichbar ist, bekommt sie versichert, dass das Problem über Server-Logs mit Sicherheit schnell gefunden sei.

Auf der über Chat geschickten Grafik kann der Supportmitarbeiter genau erkennen, ab wann sich die Transaktionsabbrüche gehäuft haben und seine Suche zeitlich eingrenzen. Der Supportmitarbeiter nimmt die Liste der Logs genauer unter die Lupe und findet einen Fehler auf einem Datenbankserver. Führt dieser Fehler vielleicht zu den Problemen mit der Banking-App und den Transaktionsabbrüchen?

Virtualisierter Desktop bietet Sicherheit

Über ein verschlüsseltes Internettelefonat kontaktiert der Supportmitarbeiter eine Kollegin, die für die Überwachung des Datenbankservers zuständig ist. Da diese sich gerade nicht am Arbeitsplatz befindet und die Zeit eilt, bittet die Kollegin, ihr weitere Details zu dem Problem umgehend via Mail zukommen zu lassen. Über einen virtualisierten Desktop auf ihrem Tablet kann sich die Kollegin das Problem sodann auf ihrem Tablet ansehen und hat es von unterwegs schnell behoben. Warum ein virtualisierter Desktop? Zum einen sind notwendige Informationen so immer und überall verfügbar, selbst mit ihrem iPad kann sie auf herkömmliche windowsbasierte Anwendungen zugreifen. Zum anderen werden vertrauliche Informationen nicht direkt auf ihrem Tablet gespeichert. Dies stellt sicher, dass die Informationen bei Verlust des Tablets nicht in falsche Hände geraten.

Nachdem die Kollegin den Fehler behoben hat, setzt sie den Supportmitarbeiter über die firmeninterne Chatfunktion davon in Kenntnis. Dieser wiederum überprüft den Zustand des Datenbankservers und der Banking-App über sein Dashboard. Nachdem der Supportmitarbeiter festgestellt hat, dass alles wieder in Ordnung ist, leitet er diese Nachricht umgehend weiter an seine Vorgesetze im Flugzeug.

Kaum gelandet, bekommt die Managerin die positive Nachricht ihres Mitarbeiters per Mail auf ihr Smartphone. Noch auf dem Weg zur Bankzentrale baut sie auf ihrem Tablet das in Rekordzeit gelöste Problem in ihre Präsentation mit ein. Die Präsentation wird ein voller Erfolg. Noch wichtiger für die Managerin: Nicht nur der IT-Vorstand, auch die Kunden ihrer Bank wissen die schnelle Reaktionszeit zu schätzen und können wieder ortsunabhängig und rund um die Uhr ihre Bankgeschäfte erledigen. 

Ein mobiler Arbeitstag im Gesundheitswesen

Wie Mitarbeiter im Gesundheitswesen von Mobilität am Arbeitsplatz profitieren können, zeigt das Beispiel einer Ärztin in einem großen deutschen Krankenhaus. „Ich werde an allen Ecken und Enden gebraucht, aber aufteilen kann ich mich nicht“, beschreibt diese Ärztin eine große Herausforderung in ihrem Beruf. „Seitdem mein Arbeitgeber mir allerdings ein Tablet zur Verfügung stellt, hat sich die Wartezeit meiner Patienten erheblich verkürzt“.

Mit dem Tablet im Kampf gegen Wartezeiten

An diesem Arbeitstag behandelt die Ärztin einen Patienten wegen Arthritis. Ein Labortest zeigt erhöhte Kaliumwerte. Das ist bei Patienten mit Arthritis keine Seltenheit. Aber hängen die erhöhten Werte tatsächlich mit der Arthritis zusammen? Die Ärztin geht lieber auf Nummer sicher und holt eine Zweitmeinung ein. Auf ihrem Tablet sieht sie, dass ein Rheumatologe aus ihrem Krankenhaus ebenfalls online ist.

Über die Chatfunktion ihrer Ärztegruppe beschreibt die Ärztin dem Kollegen die Symptome ihres Patienten. Anschließend schickt sie ihm aus einem sicheren Container eine verschlüsselte Mail mit der Krankenakte. Der Rheumatologe schaut sich die Krankenakte auf seinem Tablet an und empfiehlt der Ärztin einen befreundeten Spezialisten.

Schnell hat die Ärztin den empfohlenen Spezialisten über Chat kontaktiert und ihm kurz darauf aus dem sicheren Container auf ihrem Tablet auch schon eine verschlüsselte Mail mit der entsprechenden Krankenakte, Laborergebnissen und Informationen zu ihrem aktuellen Behandlungsplan geschickt. Die Kommunikation funktioniert schnell und unkompliziert. Die gute Nachricht für den Patienten: Er kann sofort vorbei kommen.

Beim Verlassen des Krankenhauses bekommt die Ärztin einen Anruf aus der Notaufnahme. Eine Krankenschwester benötigt eine Erklärung zum Röntgenbild eines komplizierten Oberschenkelbruchs. Die Ärztin schaut sich den Bruch auf ihrem Tablet an und kann sofort helfen.

Virtualisierter Desktop ermöglicht nahtlosen Gerätwechsel

Zuhause angekommen nimmt sich die Ärztin einige Minuten Zeit, um den kommenden Tag vorzubereiten. Sie arbeitet lieber an einem größeren Bildschirm, deswegen wechselt sie von ihrem Tablet auf ihren Laptop. Da sie auf beiden Geräten den gleichen virtualisierten Desktop verwendet, kann sie nahtlos zwischen ihnen wechseln. Auf dem zuvor geschickten Röntgenbild erkennt die Ärztin neben dem aktuellen Bruch einen extremen Verschleiß im Hüftgelenk. Umgehend macht sie in der Krankenakte des Patienten eine Notiz: „Physiotherapie im Anschluss an Heilung“.  

IBM macht den Arbeitsalltag mobil

Mobile Technologien verändern Privatleben und Arbeitsweise radikal. Im Arbeitsalltag benötigen Mitarbeiter diese, um schneller, flexibler und kundenfreundlicher zu agieren. Damit mobiles Arbeiten möglich ist, müssen Sicherheit und Compliance neu überdacht und Lösungen implementiert werden, die Daten, Anwendungen, Netzwerk und Endgeräte absichern. MobileFirst Infrastructure & Consulting Services erarbeiten mit dem Kunden ein erstes Lösungsdesign. MobileFirst Managed Mobility Services unterstützen Kunden dann bei der sicheren Verwaltung von Endgeräten, bei der Verteilung von Apps, beim Instant Messaging und beim E-Mailing. 

Mobile First Virtualization Services sorgen darüber hinaus mit einem virtualisierten Desktop für die Sicherheit von Daten. Geht ein mobiles Endgerät verloren, lagern wichtige Daten ungefährdet auf Servern im Backend. Indem Unternehmen ihre Anwendungen in einem schützenden Container bereit stellen, werden mobile Endgeräte zudem in einen geschäftlichen und einen privaten Bereich unterteilt. Durch die klare Trennung stellen Unternehmen sicher, dass vertrauliche Informationen nicht unbeabsichtigt nach außen gelangen. Als Bestandteil der mobilen Infrastruktur erhöhen IBM MobileFirst Collaboration Services die Produktivität durch verbesserte Kommunikation, zum Beispiel durch sichere Mails, Chats, Voice over IP oder Videokonferenzsysteme. Last but not least ermöglichen IBM Infrastructure Analytics Services IT-Spezialisten die IT-Infrastruktur zu überwachen und zu managen. Gibt es unerwartete Probleme, können die IT-Spezialisten umgehend reagieren.

 

Weitere Informationen zu den umfangreichen IBM Mobile Services finden Sie hier.

Zudem erfahren Sie hier, warum IBM – laut Gartner – der einzige Leader im Quadrant für Managed Mobility Services ist.

 

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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