Mobile als Wirtschaftsfaktor

Die 700-Milliarden-Dollar-Branche

Das mobile Business wächst: Games, M-Commerce, Wearables und Enterprise Mobility sind Teilmärkte, die sich in den nächsten drei Jahren besonders rasch entwickeln.

Das mobile Internet wird immer größer: Bis Ende 2017 soll sich der damit erzeugte Umsatz verdreifachen. Er wird dann etwa 700 Milliarden US-Dollar erreichen. Auch zahlreiche andere Indikatoren verweisen darauf, dass es hier um große Werte geht. Eine etwas plakative Kennzahl ist der Unternehmenswert: Eine Firma gilt als groß, wenn sie die Milliarde knackt. Im mobilen Internet gibt es inzwischen 32 dieser „Milliarden-Dollar-Unternehmen“.

In einer Studie für potentielle Investoren hat das Beratungsunternehmen Digi-Capital diese Entwicklung etwas genauer unter die Lupe genommen. Ein erstes Ergebnis: Der M-Commerce wird dominant bleiben und vor allem in Asien sämtliche Rekorde brechen. So schätzen die Analysten, dass mindestens die Hälfte des M-Commerce-Umsatzes von 516 Milliarden Dollar allein in den asiatischen Staaten gemacht wird.

Auch der Markt für Apps wächst rasant, von jetzt 21 Milliarden Dollar auf 74 Milliarden Dollar im Jahr 2017. Ebenfalls beeindruckend ist die Prognose für das Wachstum von Enterprise Mobility: Hier erwarten die Analysten eine Verdopplung auf 53 Milliarden Dollar, eine nahezu explosionsartiges Wachstum.

USA und Asien dominieren den Markt

Dies zeigt sich auch in anderen Bereichen. Investoren pumpten weltweit in den letzten zwölf Monaten 19,2 Milliarden Dollar in mobile Startups. Dass sich das lohnt, zeigt ein Blick auf die Exits. Die Erlöse durch Übernahmen und Börsengänge erreichten im selben Zeitraum sagenhafte 94 Milliarden Dollar, eine Versiebenfachung gegenüber der Jahresperiode davor.

Kein Wunder also, dass es inzwischen eine recht stattliche Liste an „Milliarden-Dollar-Unternehmen“ gibt. Neben zahlreichen Herstellern von Games und „Medienpromis“ wie Twitter, WhatsApp, Uber und Instagram fallen vor allem die hierzulande weniger bekannten Firmen aus China, Japan und Südkorea auf. Der Asien-Markt ist gigantisch und ein Erfolg dort katapultiert Unternehmen schnell auf diese Liste.

Die Gesamtschau ist beeindruckend. Das Jahr 2014 wird sicherlich als Meilenstein in der Geschichte des mobilen Internets eingehen. Die Analysten von Digi-Capital erwarten allerdings noch deutlich mehr vom mobilen Business. So ist in den USA der Anteil von Mobile am Medienkonsum auf 20 Prozent angewachsen – zulasten des stationären Web, aber auch herkömmlicher Medien.
Demzufolge gelten unter anderem Games, E-Books (!), M-Commerce, Wearables und der B2B-Sektor als besonders spannend für Investoren. Ein interessantes Detail am Rande: Soziale Netzwerke gelten als ausgereizt und werden von den Analysten trocken unter „Exit Opportunities“ eingereiht.

 

Links:
Der „Mobile Internet Investment Review“ von Digi-Capital
Eine Zusammenfassung im Blog von Digi-Capital

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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